WILAmed GmbH
Aurachhöhe 5, 91126 Kammerstein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Miriam Ingrid, geb. Lanfranchi Klinger seit 4.1.2024 | Prokura |
Michael Goerlitz seit 22.4.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Bosch seit 22.4.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Löwenstein Familien-Stiftung | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WILAmed GmbHKammersteinJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für Offenlegungszwecke1. Angaben zum UnternehmenDie WILAmed GmbH ist ein international agierender Hersteller und Anbieter von medizinischen Geräten und Zubehör auf dem Gebiet der invasiven und nicht-invasiven Beatmung. Weltweit leisten WILAmed-Produkte einen wichtigen Beitrag zur respiratorischen Patientenversorgung von Erwachsenen, Kindern und Neonaten. Das mittelständische Unternehmen betreut über autorisierte Fachhandelspartner den Home Care-Bereich ebenso wie Kliniken, Krankenhäuser und Rehabilitations-Einrichtungen. WILAmed GmbH im Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg, Abteilung B, unter der HR-Nr. 16258 eingetragen. WILAmed GmbH hat seinen Geschäftssitz in Kammerstein bei Schwabach, Bayern. Von diesem Standort aus werden die zentralen Unternehmensbereiche gesteuert. Die Gesellschaft gehört zu 100% der Löwenstein-Unternehmensgruppe an. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen * 1 Die Weltwirtschaft entwickelte sich 2023 besser als ursprünglich erwartet und expandierte weiter in moderatem Tempo. Ursächlich für die Expansion war vor allem das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern und den Vereinigten Staaten. Die meisten anderen Industrieländer wurden hingegen stärker von den restriktiven Finanzierungsbedingungen und der beträchtlichen geopolitischen Unsicherheit beeinflusst. Weltweit ging die Teuerung angesichts sinkender Energierohstoffpreise merklich zurück, wobei der zugrundeliegende Preisdruck erhöht blieb. Der Euro legte in nominaler effektiver Rechnung und gegenüber dem US-Dollar zu. Im Euroraum schwächte sich das Wirtschaftswachstum 2023 ab. Vor allem die Industrie wurde von den restriktiveren Finanzierungsbedingungen, den hohen Vorleistungskosten und der geringen weltweiten Nachfrage beeinträchtigt. Der Dienstleistungssektor hingegen wurde zunächst weiterhin durch die anhaltenden Wiederöffnungseffekte nach der Pandemie gestützt. Die Leitzinserhöhungen der EZB wirkten zwar kräftig auf die Wirtschaft durch, aber der Arbeitsmarkt erwies sich nach wie vor als recht widerstandsfähig. In den Ländern des Euroraums wurden die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen weiter heruntergefahren, die als Reaktion auf die Pandemie und den Energiepreis- und den Inflationsschock ergriffen worden waren. Dadurch wurde die vorangegangene Lockerung des fiskalpolitischen Kurses zum Teil wieder zurückgenommen. Die Gesamtinflation verringerte sich im Euroraum deutlich, wozu hauptsächlich die Teuerungsrate der Energiepreise beitrug: Diese kehrte sich ins Negative, da sich die 2022 verzeichneten starken Energiepreissprünge zurückbildeten. Auch bei der zugrundeliegenden Inflation setzte eine Abschwächung ein. Diese Entwicklung untermauert den allgemeinen Disinflationsprozess und ist darauf zurückzuführen, dass der Einfluss der zurückliegenden Schocks nachlässt und die Effekte der geldpolitischen Straffung zunehmend spürbar werden. Allerdings wurde nun statt des außenwirtschaftlichen Drucks der binnenwirtschaftliche Preisdruck zum wichtigsten Inflationstreiber, da der Arbeitsmarkt die kräftige Dynamik der Nominallöhne begünstigte. * 1 Quelle:https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financial-statements/annual/html/ecb.ar2023~d033c21ac2.de.html toc4 2.1. Entwicklung in Deutschland Das Bruttoinlandsprodukt ist um 0,2% niedriger ausgefallen als im Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, Volkswirtschaftliche Zusammenhänge im Überblick 2023, S. 18). Im Jahr 2023 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 562,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 1 352,6 Milliarden Euro importiert. Damit sanken die Exporte um 2,0 % und die Importe um 10,2 % gegenüber dem Jahr 2022. Weil die Importe deutlich stärker zurückgingen als die Exporte, hat sich der Exportüberschuss gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt: Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2023 mit einem Überschuss von 209,4 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2022 war der Saldo vor allem wegen der stark gestiegenen Importpreise für Energie auf +88,6 Milliarden Euro und damit auf den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2000 gefallen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 044 vom 05.02.2024). Im Jahr 2023 wurden nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 254,5 Milliarden Euro zwischen Deutschland und der Volksrepublik China gehandelt (Exporte und Importe). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war damit die Volksrepublik China im Jahr 2023 zum achten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner. (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/handelspartner-jahr.html). 2.3. Branchenbezogene Rahmenbedingungen * 2 Der Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutenden Wirtschaftszweigen. Der Weltmarkt für Medizintechnologien (ohne IVD- Invitro Diagnostic) betrug 2022 nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan 499 Milliarden US-Dollar. Der EU-Markt ist nach den USA der zweitgrößte MedTech-Markt der Welt. Innerhalb der EU hat Deutschland mit Abstand den größten Anteil. Medizintechnik stellt insbesondere mit Herzschrittmachern, Prothesen und Implantaten, MRT, CT oder Ultraschall, das Rückgrat der Gesundheitsversorgung. Der Bundesverband Medizintechnologie repräsentiert im Inland über 300 Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger. Die MedTech-Branche beschäftigt in Deutschland rund 265.000 Menschen. Davon 161.000 Mitarbeitende in Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten sowie 104.000 Beschäftigte in Kleinstunternehmen. 93 Prozent der Unternehmen stellen Mittelstand dar. Die innovativen Produkte der deutschen MedTech-Branche sind weltweit gefragt. Über zwei Drittel aller Produkte haben deutsche Unternehmen 2023 für den Weltmarkt hergestellt: 27,4 Milliarden Euro von insgesamt 40.4 Milliarden Euro gingen 2023 in den Export. Die deutsche MedTech-Branche ist europaweit Innovations- und Zukunftstreiber. 40 Milliarden der insgesamt 160 Milliarden Euro Umsatz kommen aus Deutschland. Mit einem Anteil von 9,9% des Weltmarkts liegt die deutsche Medizintechnik-Branche nach den USA (38,8%) noch vor China und Japan an Platz zwei und beweist so ihre Innovationskraft. * 2 Quelle: https://www.medtech-germany.de/medtech-germany-ueber-uns 2.4. Geschäftsverlauf Mit unseren Produkten für die Behandlung von Atemwegserkrankungen leisten wir in über 60 Ländern einen wichtigen Beitrag zu einer hochwertigen, durchgängigen und bezahlbaren medizinischen Versorgung betroffener Patienten. Trotz der herausfordernden makro-ökonomischen Entwicklungen und Gegenwind aus einzelnen Märkten kann WILAmed dank seines Geschäftsmodells mit wiederkehrenden Umsätzen auf ein überwiegend beständiges Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Der erwartete Rückgang der Nachfrage nach Produkten zur Behandlung von Atemwegserkrankungen nach der COVID-19-Pandemie und der damit verbundene, länger als erwartete Lagerabbau bei Kunden, sowie die langwierige und kostenintensive Umstellung auf die neue EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) bremsten das organische Wachstum. Die Umsatzerlöse konnten dennoch um ca. 3% gesteigert werden, wobei die Entwicklung der einzelnen Produktgruppen erwartungsgemäß verlaufen ist. Die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Energiesenkung spiegeln sich positiv in nachhaltigen Kosteneinsparungen im energetischen Bereich wieder. Das Geschäftsergebnis ist durch geplante mehrjährige Investitionen in neue Produkte geprägt. Der Mitarbeiterstamm bewegte sich auf dem Vorjahresniveau. Die solide Finanzpolitik von WILAmed zeigte sich in gleichbleibend guten Bilanzkennzahlen. So konnte die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens nochmals leicht erhöht werden und befindet sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch konnten die Nettoverbindlichkeiten planmäßig weiter reduziert werden. Dank des resilienten Geschäftsmodells ist WILAmed auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gut aufgestellt 3. Lage der Gesellschaft3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 24.667 auf TEUR 23.547. Das Eigenkapital betrug TEUR 18.158 (Vj. TEUR 19.164), was zwar eine Verringerung um 5,2% gegenüber Vorjahr darstellt, jedoch blieb die Eigenkapitalquote nahezu konstant auf dem Vorjahresniveau von 77,1% (Vj. 77,7%). Das Anlagevermögen sank bedingt durch planmäßige Abschreibungen gegenüber Vorjahr um 4,3% von TEUR 14.941 auf TEUR 14.302. Die Vorräte konnten gegenüber dem Vorjahr um 23,5 % von TEUR 4,.448 auf TEUR 3.403 abgebaut werden und haben zu einem wesentlichen Anstieg der liquiden Mittel der Gesellschaft beitragen. Zusammen mit der Verringerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.158 auf TEUR 1.457 (Vj. TEUR 2.615) führten diese Maßnahmen zu einem Anstieg der liquiden Mittel insgesamt um TEUR 1.720 auf TEUR 4.384 (Vj. TEUR 2.664). Der Rückgang der Rückstellungen auf TEUR 316 (Vj. TEUR 569) ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Steuerrückstellungen zurückzuführen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber Vorjahr von TEUR 2.946 auf TEUR 2.667 durch planmäßige Tilgung verringert. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten), sind in der Stichtagsbetrachtung geprägt durch den Anstieg von erhaltenen Anzahlungen auf Bestellung um TEUR 263 sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 144. 3.2. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.497 (Vj. TEUR -5.037) resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der Vorräte und der Verminderung der sonstigen Vermögensgegenstände, was einer gezielten Strategie von Überbeständen und einem proaktiven Forderungsmanagement geschuldet ist. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -400 (Vj. TEUR -692), was durch um TEUR 292 niedrigere Auszahlungen für Investitionen des Sachanlagevermögens geprägt ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -377 (Vj. TEUR 1.078) und bildet die Rückzahlung der Bankverbindlichkeiten ab. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. 3.3. Ertragslage Das Jahresergebnis hat sich gegenüber Vorjahr von TEUR 84 auf TEUR -1.005 entwickelt, was insbesondere durch die Abschreibung auf Überbestände der Vorräte und die Vorleistungen für die künftige Realisierung neuer Entwicklungsprojekte und der Umsetzung weiterer regulatorischen Anforderungen geprägt ist. Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr um 3,0% gestiegen. Die Materialquote bzw. der Materialaufwand ist auch bedingt durch die erfolgten Abwertungen um 11,2% auf 41,1% (Vj. 37,9%) gestiegen. Die Abschreibungen des Anlagevermögens haben sich im Verhältnis gegenüber Vorjahr bei 5,7% (Vj. 6,0%) der Erlöse bewegt. Die Personalkosten sind gegenüber Vorjahr absolut um 1,8% gestiegen. Der Anstieg der Betriebskosten und der Verwaltungskosten konnte durch Ersparnisse im Bereich der Vertriebskosten überwiegend kompensiert werden, sodass mit Ausnahme der Vorleistungen für Entwicklungskosten der betriebliche Aufwand ohne diese Kosten unter dem des Vorjahresniveaus liegt. Absolut haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr von TEUR 2.660 auf TEUR 3.424 erhöht. 3.4. Investitionen Die Gesamtinvestitionen liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit TEUR 403 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 695. Wesentliche Investitionen wurden dabei für die Entwicklung einer neuen Geräte-Plattform vorgenommen. 3.5. Forschung und Entwicklung WILAmed hat sich auf die Forschungs- und Entwicklung von innovativen Lösungen für die klinische- und außerklinische Atemtherapie spezialisiert. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von knapp EUR 1,0 Mio. getätigt. Im Rahmen ihrer Entwicklungstätigkeiten nimmt WILAmed neben Eigenleistungen auch Leistungen Dritter in Anspruch. 3.6. Personal Während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte WILAmed durchschnittlich 149 Mitarbeiter, davon 48 kaufmännische Angestellte sowie 101 gewerbliche Arbeitnehmer. 3.7. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatioren sind der Umsatz und der Gewinn. Für das Geschäftsjahr 2023 war ein geringer Umsatzrückgang erwartet worden. Durch eine stärkere Nachfrage konnte dieser entgegen den Erwartungen um 3% gesteigert werden. Das operative Ergebnis der Gesellschaft ist in der vorliegenden Periode durch die geleisteten Entwicklungs- und Zulassungskosten (MDR) planmäßig geprägt bzw. überkompensiert. 3.8. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit und soziale Belange nehmen bei WILAmed einen hohen Stellenwert ein und gehören zu den zentralen strategischen Zielen des Unternehmens. Diese Ausrichtung spiegelt sich insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit, Aus- und Weiterbildung, Lieferkette, Energiemanagement, Ermittlung und Reduzierung der CO 2 Emissionen wieder. Interessierte finden auf unserer Internetseite einen gesonderten freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht. 3.9. Gesamteinschätzung Die Geschäftsentwicklung der WILAmed GmbH, Kammerstein, ist unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen, geopolitischen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen, obwohl nicht alle Erwartungen erfüllt werden konnten. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1. Prognose- und Chancenbericht Generell erwartet die Gesellschaft für 2024 ein profitables Wachstum. Aufgrund anhaltender Risikofaktoren wie dem andauernden Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt, sowie den geopolitischen Entwicklungen in Asien, geht diese Erwartung auch mit einem gewissen Maß an Planungsunsicherheit einher. Dennoch ist die Geschäftsführung von WILAmed zuversichtlich, im Jahr 2024 eine Umsatzsteigerung auf dem Niveau des Jahres 2023 sowie wieder ein positives Ergebnis erwirtschaften zu können. Es wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Kostenstruktur zu optimieren, Kapazitäten anzupassen, die Produktqualität zu verbessern und auf dieser Grundlage das Geschäft auszubauen. Dazu gehören u.a. eine kosteneffiziente Produktion und einen weiter optimierten Beschaffungsprozess. Es werden vermehrt digitale Technologien eingesetzt, um Verwaltungsprozesse zu beschleunigen und somit effizienter und sicherer zu gestalten. Wie im Vorjahr bestehen die wesentlichen Wachstumschancen für die Anwendungen des Unternehmens in der Gewinnung von weiteren Marktanteilen. Insbesondere durch die Löwenstein Vertriebseinheiten in etablierten Märkten, in welchen die Produkte der WILAmed unterproportional im Verhältnis zum europäischen Markt vertreten sind. Durch die gute Vertriebspräsenz der Löwenstein Unternehmensgruppe in diesen Märkten sieht die Gesellschaft weiterhin hohe Absatzpotentiale im Jahr 2024 und darüber hinaus. Die Komplexität medizinischer Produkte erfordert eine hohe Fachkompetenz im Vertrieb der Produkte. WILAmed sieht eine wesentliche Steigerung des Absatzpotential in der gezielten und nachhaltigen Aus- und Weiterbildung der Vertriebsmitarbeiter und Anwender. Das bewährte Konzept des "Educational Based-Selling" soll durch Digitalisierung (eLearning System) standort- und zeitlich unabhängige Mitarbeiter- und Anwenderschulungen ermöglichen. Als Teil der Löwenstein Unternehmensgruppe hat WILAmed Zugriff auf ein weltweit etabliertes Vertriebsnetz und erreicht einen unmittelbaren und nachhaltigen Zugang zu wachstumsstarken oder großen etablierten Medizintechnikmärkten wie z.B. den USA. Neue gezielte strategische Vertriebspartnerschaften im Bereich der aktiven Atemgasbefeuchtung, insbesondere in den USA, bergen hohe Wachstumschancen. Diese Vertriebspartnerschaften sollen es ermöglichen, das vorhandene Potenzial auszuschöpfen. Die Produkte der WILAmed fügen sich nahtlos ein in das Angebot der Löwenstein Unternehmensgruppe, einem der weltweit führenden Anbieter von Atemtherapiegeräten, dennoch liegt der Fokus weiterhin auf die Weiterentwicklung neuer und der Optimierung bestehender Produkte fokussieren. Trotz der Herausforderungen durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld beurteilt die Geschäftsführung der WILAmed zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts die Geschäftsaussichten der WILAmed, auch Dank der Zugehörigkeit zur Löwenstein Unternehmensgruppe, weiterhin als positiv. Nach wie vor besteht weltweit eine stetig wachsende Nachfrage nach den WILAmed Produkten für die nichtinvasive und invasive Atemtherapie, denn laut RKI gehören chronische Atemwegserkrankungen, wie COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) in Deutschland und weltweit in die Gruppe der häufigsten Todesursachen. WILAmed sieht sehr daher gute Chancen, dem kontinuierlich wachsenden Bedarf an medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterialien für nichtinvasive und invasive Atemtherapien gerecht zu werden, der sich aus dem steigenden Bedarf an umfassender Versorgung in der Atemtherapie weltweit ergibt. Der Gesundheitssektor gilt als weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage insbesondere nach lebenserhaltenden Produkten für die Atemtherapie ungeachtet der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen weiter steigen wird, da die Weltbevölkerung zunehmend altert und sie somit medizinisch alternativlos machen. Das Fortschreiten an schweren und nicht heilbaren Erkrankungen wird voraussichtlich zu weiterem Wachstum beitragen. Steigende Pro-Kopf-Einkommen und damit einhergehende Ansprüche an einen modernen Lebensstil gehen einher mit einer Häufung von Zivilisationskrankheiten. Somit steigt auch in Schwellenländern stetig der Bedarf an einer breiteren medizinischen Grundversorgung einhergehend mit der Nachfrage nach hochwertigen Produkten für die Atemtherapie. 4.2. Risikobericht Als international agierendes Unternehmen unterliegt die WILAmed einer Vielzahl von Risiken. Die Risikopolitik ist dabei immer darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens jederzeit zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Alle Unternehmensentscheidungen werden vor dem Hintergrund dieser Grundsätze nach einer eingehenden Risikoanalyse und - Bewertung getroffen. Das Unternehmen geht im Bereich seiner Kernkompetenz bewusst beherrschbare und überschaubare Risiken ein, wenn diesen entsprechenden Ertragsaussichten gegenüberstehen. Die Chancen werden aus den Strategien und Zielen des Unternehmens insgesamt abgeleitet und dienen dazu die nachhaltigen Wachstumsziele des Unternehmens zu erreichen. WILAmed verfügt über ein den Unternehmensverhältnissen angemessenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem und definiert Risiken mit dem möglichen Eintreten unerwarteter interner und externer Ereignisse, die das Erreichen der kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen könnten. Die Geschäftsführung hat ein einheitliches Risikomanagementsystem über alle Funktionen und Abläufe eingerichtet. Das Risikomanagementsystem hat das Ziel, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu kommunizieren und zu adressieren. Erfolgreiches Risikomanagement setzt voraus, dass Risiken frühzeitig auf allen Unternehmensebenen erkannt werden. Die jeweiligen Fachabteilungen prüfen regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf potenzielle und bestehende Risiken und berichten diese operativen Einzelrisiken. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewertung, wobei die Nettobewertung bereits risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt. Das Controlling durch die Löwenstein Unternehmensgruppe ergänzt das Risikomanagementsystem mit monatlichen Analysen und Berichten, die auf unterschiedlichen Unternehmensebenen vergleichende Darstellungen zu Vorjahres-, Plan- oder Schätzzahlen darstellen und Abweichungen analysieren. Die Gesellschaft stellt nachfolgend die Einzelrisiken nach der Bruttobetrachtung (d. h. vor den zur Risikobegrenzung ergriffenen Maßnahmen) dar. Gleichzeitig werden die ergriffenen Maßnahmen erläutert. Produkthaftungsrisiko: Die Produkthaftung stellt im Medtech- und Lifesciences-Bereich traditionell ein Risiko dar, da die Produkte schlimmstenfalls die körperliche Unversehrtheit von Patienten beeinträchtigen und dadurch erhebliche Produkthaftungsansprüche nach sich ziehen können. WILAmed begegnet diesem Risiko mit einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem, basierend auf internationalen Standards und Normen, um höchsten Sicherheits- und Qualitätsansprüchen zu genügen. Daneben besteht eine Produkthaftpflichtversicherung mit internationaler Deckung. Bis heute wurden keine bedeutenden Schadensersatzansprüche aus Produkthaftung gegen WILAmed geltend gemacht. Für die Zukunft kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass WILAmed mit solchen Ansprüchen konfrontiert wird und dass die Forderungen über den bestehenden Versicherungssummen liegen. Im Jahr 2023, wie auch bereits in den vorangegangenen Jahren, musste WILAmed keine Produkthaftpflicht in Anspruch nehmen. Fertigungs- und Beschaffungsrisiken: Risiken in der Fertigung und Beschaffung können sich unter anderem durch den Wegfall eines kritischen Lieferanten z. B. durch Insolvenz oder nachhaltige Qualitätsprobleme ergeben. Dies kann theoretisch dazu führen, dass mangels Bauteile für Produkte diese nicht fertiggestellt und damit nicht veräußert werden können. Alle Lieferanten werden deshalb regelmäßig hinsichtlich Ihrer Bonität überprüft. Lieferanten-Audits stellen sicher, dass Zulieferungen und Fremdfertiger den hohen Qualitätsansprüchen der WILAmed entsprechen. Um bei Produktionsausfällen von Lieferanten eine uneingeschränkte Lieferfähigkeit sicherzustellen zu können, werden Sicherheitsbestände von Komponenten und Fertigerzeugnissen vorgehalten. Im Rahmen der Fertigungsrisiken kann es trotz höchster Qualitätsstandards nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass es zu einem Chargenrückruf bereits ausgelieferter Waren aufgrund festgestellter Mängel kommt und damit zu wesentlichen Belastungen des Ergebnisses. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch die Umsetzung der jeweils aktuellen, medizintechnischen Standards. Im Jahr 2023, wie auch bereits in den vorangegangenen Jahren, musste WILAmed keine Rückrufe durchführen. Regulatorische Risiken: Im Medizintechnikbereich bestehen sehr strenge und national unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen, wie z.B. die seit kurzem gültige MDR (Medical Device Directive), oder der FDA in den USA. Es ist davon auszugehen, dass sich die Anforderungen künftig weiter verschärfen werden. Die Verzögerung neu angestrebter Zulassungen für die Produkte des Unternehmens könnten sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage von WILAmed auswirken und zu einer Wertberichtigung aktivierter Entwicklungsaufwendungen führen. Umsatzrisiko: Der Markteintritt von Wettbewerbern stellt ein Verlustrisiko von Marktanteilen und damit Umsatzrisiko dar. Einige Marktteilnehmer versuchen eigene Technologien zur Atemgasbefeuchtung zu entwickeln, was längerfristig zu einer Preiserosion führen kann. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko durch eine fortlaufende Beobachtung des Marktes und der Marktteilnehmer. Alleinstellungsmerkmale der WILAmed Produkte werden fortlaufend erarbeitet und u.a. über die Vertriebsorganisation der Löwenstein Unternehmensgruppe den Kunden kommuniziert. Neben den Produkten werden auch unsere internen Qualitäts- und Fertigungsprozesse zertifiziert und regelmäßig von diversen Länderbehörden auditiert. Auch hier steigen die Anforderungen regelmäßig und um Zulassungen nicht zu verlieren ist deren Einhalt alternativlos. WILAmed hat das Wissen, die Kapazitäten um diese Prozesse kontinuierlich aufgebaut und verbessert. Gleichwohl bleibt das Risiko, dass wesentliche Auflagen nicht erfüllt werden. Forschung und Entwicklung: Um die Marktstellung der WILAmed zu erhalten und auszubauen investiert das Unternehmen fortlaufend in die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten sowie Neuentwicklungen in den bestehenden Geschäftsbereichen. Hierbei besteht das Risiko das Forschungs- und Entwicklungsstrategien sich in einem dynamischen Marktumfeld für WILAmed nicht mehr wiederfinden und es hierdurch zu negativen Ergebnisbelastungen maximal in Höhe der aktivierten Entwicklungskosten, sowie zum Verfehlen von Umsatzplanzahlen kommt. Die Gesellschaft steuert dieses Risiko pro aktiv durch die enge Verzahnung der Forschungs- und Entwicklungsverantwortlichen mit dem im Endkundenmarkt stark vertrauten Vertriebsbereich u.a. der Löwenstein Unternehmensgruppe. So ist es uns möglich auf geänderte Anforderungen oder Marktbedingungen rechtzeitig zu reagieren und entsprechenden Risiken frühzeitig zu begegnen. Personalrisiken: Wie in allen Unternehmen stellt die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen auch für WILAmed ein gewisses Risiko dar. WILAmed bindet seine Mitarbeiter durch eine leistungsgerechte Bezahlung, moderne Arbeitszeitmodelle, freiwillige Sozialleistungen und Fortbildungsmöglichkeiten an das Unternehmen. IT-Risiken Cybersecurity: Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen die Risiken für Cyber-Angriffe und Cyber-Kriminalität. WILAmed ist sich dieser Risiken bewusst und hat weitere technische Maßnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur implementiert. Darüber hinaus werden regelmäßig auch nicht-technische Maßnahmen wie zum Beispiel die Schulung von Mitarbeitern durchgeführt, um die Aktualität des Themas IT-Sicherheit bewusst zu machen. 4.3. Gesamteinschätzung zur Risikosituation des Unternehmens Wie schon im Vorjahr überwiegen die Markt- und Wettbewerbsrisiken weiterhin die anderen Risikofelder, wobei sich die aggregierte Risikolage nur unwesentlich verändert hat. Die Gesellschaft betrachtet die leistungswirtschaftlichen sowie die regulatorischen Risiken als beherrschbar an und sieht derzeit keine wesentlichen Einflüsse auf die Ertragslage des Unternehmens. Auch von den gesundheitspolitischen und finanzwirtschaftlichen Risiken, auf welche die Gesellschaft keinen direkten Einfluss ausüben kann, sieht die Geschäftsführung keine Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gesellschaft zukommen. Die Geschäftsführung erwartet angesichts der gesunden Bilanzstruktur der WILAmed und den gegenwärtigen Geschäftsaussichten, sowie der in diesem Bericht erläuterten Risiken, keine substanziellen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Geschäftsführung sieht eine solide Grundlage für die künftige geschäftliche Entwicklung der WILAmed und ist davon überzeugt, dass dieser die notwendigen Ressourcen zur Nutzung der Chancen, besonders im Verbund mit der Löwenstein Unternehmensgruppe, zur Verfügung stehen. Das Gesamtrisikoprofil des Unternehmens zum Vorjahr bleibt im Wesentlichen unverändert.
Kammerstein, 29. Juli 2024 Geschäftsführung Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für OffenlegungszweckeI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft wird unter HRB 16258 beim Amtsgericht Nürnberg geführt. Der Sitz der Gesellschaft ist in Kammerstein. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Ausweis- und Gliederungsbestimmungen wurden in jeder Hinsicht befolgt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen. Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen worden. Die Gesellschaft hat erstmals gemäß dem Bilanzierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Entwicklungsaufwendungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Für im Geschäftsjahr angeschaffte Anlagegüter wird die Jahresabschreibung zeitanteilig verrechnet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich mit dem Nominalbetrag. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Liquide Mittel werden mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgte zum Nennbetrag. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischen Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Durch die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände waren passive latente Steuern zu berücksichtigen. Die sonstigen Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschre-bungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurden in 2022 T€ 623 als in der Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 1.290,00 (Vj.: EUR 1.485,00) enthalten. Eigenkapital Durch die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen von EUR 623.572,91 besteht abzüglich der dafür gebildeten passiven latenten Steuern von EUR 165.000,00 eine Ausschüttungssperre von EUR 623.572,91. Verbindlichkeiten
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 2.667.072,36 (Vj. Euro 2.945.848,12). Sie sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Latente Steuern Die latenten Steuern ergaben sich durch die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände bei Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15% und eines Gewerbesteuersatzes von 11,5%. Es erfolgte eine Saldierung mit aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen. Entsprechend dem Aktivierungswahlrecht wurde der aktive Überhang nicht bilanziert. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB, soweit sie nicht auf der Passivseite ausgewiesen sind. IV. Sonstige AngabenGeschäftsführer sind Frau Claudia Röttger-Lanfranchi, Kauffrau, Schwabach,(bis 31. Dezember 2023), Herr Michael Goerlitz, Ingenieur, Nürnberg, Herr Andreas Bosch, Kaufmann, Weilheim. Frau Röttger-Lanfranchi war einzelvertretungsberechtigt.Herr Goerlitz ist seit 2024 einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen der § 181 BGB befreit. Im Geschäftsjahr waren im Unternehmen durchschnittlich 149 Personen beschäftigt (im Vorjahr 143 Personen).
V. ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag wird mit dem Bilanzgewinn verrechnet, der anschließend auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Anlagenspiegel für OffenlegungszweckeAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für OffenlegungszweckeIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die WILAMed GmbH, Kammerstein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WILAMed GmbH, Kammerstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WILAMed GmbH, Kammerstein, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Montabaur, den 29. Juli 2024 PSB
Steuern PartG mbB
Dirk Klatt, Wirtschaftsprüfer Christian Klatt, Wirtschaftsprüfer
Kammerstein, den 29. Juli 2024 gez. Herr Michael Goerlitz gez. Herr Andreas Bosch Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 02.10.2024 |
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