Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 5553
Vorher
Pharmore GmbH Großhandel für Arzneimittel und Medicalprodukte
Eingetragen
13.11.1995
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Handel, der Im- und Export mit medizinischen Produkten, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hendrik Jan Osthues
seit 6.1.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
32.06%
10.00%
M**** S**********
9.56%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
BA.Service GmbHEigenbeteiligung
6.77%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
BA.Service GmbH
Germany
274.900 €
45.00%
T*** M*****
137.450 €
22.50%
BA.BeteiligungZwei GmbH & Co. KG
Germany
137.450 €
22.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pharmore GmbH

Ibbenbüren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PHARMORE GMBH, IBBENBÜREN

Inhalt:

A. Das Unternehmen

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche Lage

2. Marktumfeld

3. Umsatzentwicklung

4. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

5. Investitionen

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

7. Personal- und Sozialbereich

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

2. Finanzlage

3. Ertragslage

D. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

1. Umsatzentwicklung

2. Infrastruktur

3. Chancen und Risiken

4. Nachtragsbericht

5. Prognosebericht

A. Das Unternehmen

Dienstleister für Arzneimittelspezialitäten

Die Pharmore GmbH hat sich auf den Vertrieb von Arzneimittelspezialitäten fokussiert. Hierbei agiert das Unternehmen als Großhändler, Logistikdienstleister oder pharmazeutischer Unternehmer / Mitvertreiber mit eigenen in Deutschland zugelassenen Produkten. Die Geschäftsfelder gliedern sich in nachfolgende Bereiche:

Pharmore Global (Import von Arzneimittelspezialitäten gemäß § 73 Absatz 3 AMG)

Pharmore ist Spezialist für die fachgerechte Einfuhr von Arzneimittelspezialitäten vor der EMA-Zulassung bzw. Zulassung durch die deutsche Behörde BfArM (Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte) oder das PEI (Paul-Ehrlich-Institut). Neben Innovationen gehören etablierte Nischenpräparate, welche in Deutschland nicht mehr vertrieben werden, sowie die Überbrückung von Lieferengpässen zum Leistungsspektrum. Die Produkte werden von qualifizierten Partnern weltweit bezogen. Hierzu hat die Pharmore ein weltweites Netzwerk aufgebaut. Qualität und absolute Transparenz stehen im Fokus der Arbeit. Darüber hinaus bietet das Unternehmen für diesen Bereich ein in Deutschland einzigartiges Spektrum an Service- und Informationsleistungen. Der Schwerpunkt liegt im Klinikmarkt.

Pharmore Plus (Vertrieb von Arzneimitteln mit deutscher Zulassung)

Pharmore Plus Produkte sind in Deutschland zugelassen und unterscheiden sich vom Wettbewerb durch innovative Darreichungsformen, einen Zusatznutzen oder hohen Service. Hierbei ist zwischen Produkten zu unterscheiden, bei denen die Pharmore GmbH als pharmazeutisches Unternehmen, als Mitvertreiber, als Vertriebspartner oder als Logistikdienstleister agiert. Der Fokus der Tätigkeiten der Pharmore GmbH liegt im Kliniksektor, nimmt jedoch in klar abgegrenzten Bereichen im niedergelassenen Sektor (Gefäßmedizin, Onkologie, Orthopädie) zu. Im Bereich der Klinikgenerika kann die Pharmore GmbH durch Auswahl leistungsfähiger Partner stark wettbewerbsfähige Preise bieten. Hohe Qualität, Zuverlässigkeit und eine starke Kundenorientierung haben die Pharmore GmbH zu einem etablierten Unternehmen gemacht.

Pharmore Solution (Dienstleistungen für pharmazeutische Unternehmen)

Durch die breite Aufstellung des Unternehmens können externen Partnern vielfältige Konzepte für Logistik und Distribution angeboten werden. Die Angebotspalette ist vielfältig und reicht von reiner Logistiktätigkeit über Auftragsannahme, Marketing- und Vertriebsunterstützung bis hin zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen.

Neben Deutschland werden Logistiktätigkeiten für Österreich und Schweiz angeboten. Die Belieferung mit Studienmedikation erfolgt europaweit.

In allen Geschäftsfeldern ist es gelungen, sich durch einen hohen Dienstleistungsgrad vom Wettbewerb abzusetzen. Die Qualitätsphilosophie und hohe Transparenz, als wesentliche Bestandteile aller Tätigkeiten, bilden die Grundlage der Geschäftstätigkeit der Pharmore GmbH.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche Lage

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 blieb in vielen Branchen schwierig. Insbesondere die eingeschränkten Lieferketten führten zu zahlreichen Herausforderungen. Der russische Angriffskrieg hält weiter an und führt zu starken Auswirkungen auf den Welthandel. Staatliche Eingriffe und weitreichende Beschränkungen machen vielen Unternehmen zu schaffen.

Konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten, zeigte sich 2023 in vielen Branchen als schwieriges Jahr.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 im krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Weiterhin hohe Preise dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. [Quelle: Destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019, 15. Januar 2024]

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für das Jahr 2023 geringer aus als im Vorjahr. Das Vorjahr hatte jedoch einen historischen Höchststand erzielt. Knapp 6% bedeuten weiterhin eine zu hohe Inflation im Jahresmittel.

Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,7 %. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab. Im Januar / Februar wurde noch ein Wert von 8,7 % ermittelt.

Die Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt besonders stark um 12,4%. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit 13,4% deutlich über der Gesamtteuerung gelegen.

Aufgrund der hohen Energiekosten hat der Staat wieder zahlreiche Förderprogramme aufgelegt. Mit der Gas- und Strompreisbremse, dem Dezember-Abschlag, der Energieabgaben Senkung und der Energiepreispauschale konnten einige Preiserhöhungen abgemildert werden.

Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % nach einem enormen Anstieg um 29,7 % in Jahr 2022. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Das Ergebnis für das Jahr 2023 resultiert jedoch im Wesentlichen aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2023 erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergie um 14,0 %. [Quelle: Destatis - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020, 16. Januar 2024]

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 erwartet die Bundesregierung für dieses Jahr eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Das weltwirtschaftliche Umfeld ist labil, das Wachstum des Welthandels historisch niedrig, was für eine Exportnation wie Deutschland eine Herausforderung ist. Die notwendige Bekämpfung der Inflation hat zu hohen Zinsen geführt, was sich negativ auf die Investitionen der Unternehmen auswirkt. (Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zur Wirtschaftlichen Entwicklung vom 21.02.2024)

2. Marktumfeld

Wer gehofft hatte, dass nach den durch das Coronavirus SARS-CoV-2 geprägten Vorjahren die Normalität zukehrt, wurde 2023 enttäuscht. Ein weiteres Jahr mit starken Herausforderungen musste bewältigt werden. Nach der Corona Pandemie zeigte der russische Angriffskrieg seine Auswirkungen in allen Bereichen.

Der Aufbau einer funktionellen Infrastruktur für mobiles Arbeiten hat sich ausgezahlt und die Pharmore konnte sich das gesamte Jahr den Anforderungen und neuen Aufgaben personell uneingeschränkt zuwenden. Außendienstbesuche wurden wieder aufgenommen und es fanden verstärkt Kundenkontakte statt. Im Bereich der Neukundenakquise stößt die Digitalisierung an ihre Grenzen. Dennoch zeigten sich unter den weiterhin erschwerten Bedingungen die hervorragenden Kundenkontakte der Pharmore GmbH und die digitalen Möglichkeiten, die sich gut bei Stammkunden nutzen ließen. Neue Herangehensweisen an die Beschaffung innovativer Produkte konnten erprobt und erfolgreich im Praxisalltag umgesetzt werden. Das gesamte Pharmore Team war durch die Herausforderungen der letzten Jahre bereits eingespielt und konnte wieder die bekannten Stärken zeigen.

Der Pharmagesamtmarkt (Apotheke und Klinik) stieg im Jahr 2023 nach Umsatz um 5,7 % bei einem Absatzrückgang von -2,0 %. Insgesamt wurden 100 Mrd. Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von fast 60 Mrd. Euro an Patienten abgegeben. In der Gesamtbetrachtung ist die Absatzentwicklung in den beiden Segmenten des Marktes ab Ende des 1. Quartals eher rückläufig. Die Umsatzentwicklung erweist sich im Kliniksegment im vergangenen Jahr als fast doppelt so hoch wie im Apothekenmarkt.

Die jeweils monatlichen Verkaufszahlen im Pharma-Gesamtmarkt schwankten stark im Jahresverlauf mit einem Höchstwert nach Umsatz im Juni und Absatz im Januar 2023. Besonders die Produktgruppe der Antineopastika zeigte im Klinikmarkt ein herausragendes Wachstum.

Zu den umsatzstärksten Arzneimittelgruppen im GKV-Markt zählen mit Abstand die Produktgruppen, die sich unter dem Oberbegriff der Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen einordnen lassen. Besonderes Wachstum zeigte auch die Gruppe der SGLT-2 Hemmer im Bereich der Diabetestherapie.

Die Herstellerzwangsabschläge und Rabatte aus Erstattungsbeträgen des Jahres 2023 waren höher als im Vorjahr und belaufen sich mittlerweile auf knappe 10 Mrd. Euro (+32 %), die von den pharmazeutischen Unternehmen getragen werden. [Quelle: IQVIA Marktbericht Classic 2023]

Die Pharmore GmbH arbeitet in einem Marktumfeld, welches stark durch gesetzliche Regelungen sowie Bemühungen der Kosteneinsparung im Gesundheitswesen beeinflusst wird.

Die 96 gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. bis 3. Quartal 2022 ein Defizit von rund 1,0 Mrd. Euro verbucht. Dieses hängt maßgeblich mit der Verpflichtung des Gesetzgebers im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes zusammen, im Jahr 2023 insgesamt 2,5 Milliarden Euro - für das 1. bis 3. Quartal rund 1,9 Milliarden Euro - aus den Finanzreserven der Krankenkassen an den Gesundheitsfond abzuführen. Ohne diesen Beitrag zur Stabilisierung der GKV-Finanzen hätten die Krankenkassen im 1. bis 3. Quartal einen Überschuss von rund 900 Millionen Euro erzielt. Die Finanzreserven der Krankenkassen beliefen sich zum Ende der ersten neun Monate mit 9,3 Milliarden Euro bzw. rund 0,4 Monatsausgaben weiterhin auf das Zweifache der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. [Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung, Finanzentwicklung der GKV im 1. bis 3. Quartal 2023, 08.12.2023]

Trotz dieser positiven Zahlen wird der Kostendruck von politischer und Kundenseite stetig zunehmen.

Der Wettbewerbsdruck im Kampf um Marktanteile steigt sowohl in Klinik als auch Praxis, wobei von vielen Mitbewerbern dem Erhalt der Absatzmengen eine größere Bedeutung als der Erwirtschaftung von Unternehmensgewinnen beigemessen wird. Dies führt unausweichlich zu Portfoliobereinigungen und Vertriebseinstellungen. Aufgrund der gestiegenen Produktionskosten durch höhere Lohnkosten, Energiekosten, Materialkosten wurden 2023 zahlreiche Portfoliobereinigungen umgesetzt. Dieser Trend wird sich fortschreiben.

Das Geschäft mit importierten Arzneimitteln ist von Natur aus volatil und abhängig von den nicht zu beeinflussenden Neuentwicklungen und Neuausbietungen.

Im Jahr 2023 wurden eine vergleichbare Anzahl Blockbuster Produkte, die einen Therapiedurchbruch bzw. neuartigen Ansatz in der Therapie von schwerwiegenden Erkrankungen versprechen, von der FDA (Food and Drug Administration) zugelassen und in den USA ausgeboten. Dies spiegelt sich in einem vergleichbaren Jahresumsatz der Pharmore GmbH im Bereich des Einzelimportes wider.

Die Forschungspipelines zeigen für die nächsten Jahre weiter interessante Produkte und somit gute Vertriebschancen. Inwieweit sich diese dann entsprechend den Erwartungen durchsetzen, kann im Vorfeld schwer beurteilt werden. Der Zeitrahmen des Imports zwischen Ausbietung in den USA und Zulassung in Europa / Deutschland bleibt weiter stark schwankend und nicht kalkulierbar. Der Trend ist eher zu kürzeren Zeiträumen, in denen die Pharmore GmbH aktiv werden kann, denn zu längeren Zeiträumen.

Innovative, hoch spezifische Arzneimittelspezialitäten unterliegen immer mehr der Einbeziehung in Registrierungsprogramme. Diese erschweren den freien Warenbezug im Ursprungsland und sorgen dadurch für Schwierigkeiten in der Versorgung schwerkranker Patienten in Deutschland. Durch ein breites Netzwerk sowie langjährige intensive Kontakte ist die Pharmore GmbH hier gut aufgestellt und kann sich Wettbewerbsvorteile sichern.

Die Thematik von Lieferengpässen mit entsprechenden Versorgungslücken ließ sich auch durch stärkeren gesetzlichen Druck nicht lösen und ist im Jahr 2023 zu weiteren Höchstwerten angestiegen. Die in der Datenbank des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelisteten Lieferengpässe übersteigen mittlerweile die Anzahl von 400 Lieferengpässen. Dies führt auch auf politischer Ebene zu einem Nachdenken bzw. Umdenken.

Lieferengpässe betreffen mittlerweile die gesamte Produktpalette verfügbarer Arzneimittel. Versorgungslücken seitens der nationalen Anbieter können nur schwer geplant und dann nur unzureichend kompensiert werden. Oftmals fehlt die zeitnahe Information. Durch Fokussierung auf wenige Herstellbetriebe weiten sich Lieferengpässe schnell international aus. Die guten Geschäftskontakte der Pharmore GmbH zu vielen pharmazeutischen Herstellern bilden eine solide Basis für eine gute Warenversorgung. Insgesamt lässt sich feststellen, dass das Umsatzvolumen mit Arzneimitteln zur Überbrückung nationaler Lieferengpässe zugenommen hat. Die Unterstützung bei Lieferengpässen ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Dienstleistungsspektrum der Pharmore GmbH geworden. Durch Erleichterungen des Gesetzgebers, Lieferengpässe mit Waren aus anderen Ländern zu überbrücken, wird der Markt eingeschränkt und der Umsatz begrenzt.

Veränderungen an den Devisenmärkten beeinflussen das Geschäft mit Importarzneimitteln. Der Wechselkurs des US-Dollar zum Euro ist im Jahr 2023 wieder gestiegen und hat somit die Ertragssituation verbessert.

Das Thema Arzneimittelfälschungen hat sich 2023 in der öffentlichen Wahrnehmung weiter reduziert. Auch ist die Diskussion um Re- und Parallelimporte verbunden mit der gesetzlichen Importquote und der Risikobetrachtung als Einfallstor für Fälschungen in den Hintergrund getreten.

Die Aktivitäten der Pharmore GmbH zur Umsetzung der europäischen Fälschungsschutzrichtlinie binden Personal sowie finanzielle Mittel. Gerade für absatz- und umsatzschwache Produkte stehen die Kosten in keinem sinnvollen Verhältnis, was sich sicherlich zukünftig durch Marktrücknahmen bemerkbar machen wird. Trotz der hohen Investitionen aller Unternehmen konnte das ACS-System noch nicht in den gewünschten Regelmodus übergehen. Eine weiterhin zu hohe Anzahl an Fehlermeldungen erschwert die Durchführung und die Anbindung an das Behördenportal.

Der Vertrieb der eigenen Arzneimittel unterliegt dem stetig steigenden Kostendruck im Krankenhausmarkt. Trotz einer überschaubaren Anzahl Mitbewerber, in den von der Pharmore GmbH besetzen Indikationsgebieten, unterliegt das Segment einem starken Preisdruck.

Histakut® und Tavegil® sind mittlerweile fest im Pharmamarkt etabliert. Die gesamte Echinocandin Palette mit Caspofungin, Anidulafungin und Micafungin kann nur von einzelnen Teilnehmern angeboten werden. Hier sticht Pharmore positiv aus der Reihe der Mitanbieter einzelner Produkte heraus und wird dieses in einer Marktanteilausweitung nutzen.

Der Absatz von Xaluprine® konnte in Deutschland trotz weiterhin aktiver Parallelimporteure wieder leicht gesteigert werden. Teils ist dies zu Lasten des Ertrages gegangen. Die Akzeptanz der Pharmore GmbH im onkologischen Bereich wächst dennoch stetig.

Die Kooperation mit dem Unternehmens Alfasigma S.p.A. ist ein fester Bestandteil des Pharmore Portfolios. Die Lagerbestände sind hoch und bieten eine ausreichende Versorgungssicherheit. Der Ausbau der Kooperation schreitet voran und neue Packungsgrößen werden die Umsatz- und Ertragssituation verbessern.

Die Kooperation mit dem Unternehmen Gebro hat mittlerweile eine beachtliche Umsatzhöhe eingenommen. Alle Produkte konnten gut im Markt platziert werden. Weitere Produkteinführungen werden folgen und die Kooperation ausbauen.

Pridax® hat sich im laufenden Geschäftsjahr trotz Lieferengpässen sehr gut weiterentwickelt. Hiermit etabliert sich die Pharmore GmbH als fester Partner in der Gefäßmedizin. Insgesamt hat im Kliniksektor der Wettbewerbsdruck nachgelassen und leichte Preisanpassungen zugelassen. Das Potential im ambulanten Bereich ist nach wie vor vorhanden und bietet weiter Ertragschancen.

Herauszuheben ist die Kooperation mit dem Unternehmen Serb S.A.. Diese entwickelt sich sehr positiv. Neue Produkte erweitern das Portfolio und die Umsatz- und Ertragssituation. Der Bereich der Produkte mit deutscher Zulassung hat mittlerweile die 50 % Marke überschritten und sich so zum führenden Geschäftsfeld entwickelt.

Ergänzt wird dieser Trend durch eine neue Kooperation mit dem Unternehmen Recordati Rare Diseases. Die ersten Produkte sind erfolgreich übernommen und werden logistisch betreut. Weitere Produkte werden folgen und die Zusammenarbeit erfolgreich weiterentwickeln.

Die Pharmore GmbH hat sich durch die vielfältigen Kooperationen im Markt als Spezialdienstleister für beratungsintensive Produkte weiter etabliert. Insbesondere die Unterstützung in regulatorischen Angelegenheiten erweist sich als Wettbewerbsvorteil.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 ist gekennzeichnet durch eine hohe Zahl gesetzlicher Regelungen und Verordnungen. Hervorzuheben ist das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG), das Ende 2022 in weiten Teilen in Kraft getreten ist. Das Preismoratorium wurde bis zum 31.12.2026 verlängert und der Herstellerabschlag auf 12 % erhöht. Ferner wurde das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) einer größeren Revision unterzogen. Das Krankenhauspflegeentlastungsgesetz (KHPflEG) wurde verabschiedet und das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) Mitte 2023 eingeführt. Mit diesem Gesetz reagiert die Legislative auf die sich weiter häufenden Versorgungsengpässe mit Arzneimitteln. Der Gesetzgeber erleichtert erneut die Anforderungen für die Kennzeichnung von Arzneimitteln im Rahmen von Lieferengpässen (§ 10 Abs. 1a, § 11 Abs 1c AMG). Zulassungsinhaber können, im Wege eines Antragsverfahren bei der zuständigen Bundesoberbehörde, Arzneimittel mit einer Kennzeichnung der Faltschachtel und Packungsbeilage in einer anderen Sprache als der deutschen im Falle eines Lieferengpasses in den Verkehr bringen. Vollversorgende Großhändler müssen bestimmte Kinderarzneimittel nunmehr für 4 Wochen vorrätig halten, die Festbetragsregelung für Arzneimittel der "Kinderliste" wird aufgehoben und die Bekanntmachung von Lieferengpässen wird vorangetrieben. Die Antibiotika Wirkstoffproduktion soll künftig bei Rabattverträgen gefördert werden. Das Digital-Gesetz zur Weiterentwicklung des E-Rezeptes und des weiteren Ausbaus der Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) sowie das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) traten in Kraft. In Vorbereitung sind das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) sowie das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG). Beide werden im Jahr 2024 in Kraft treten.

Die finanziellen Rahmenbedingungen haben sich im Jahr 2023 weiter verschlechtert und wirken sich entsprechend negativ auf die Ertragssituation aus.

Obwohl die Überbrückung von Versorgungslücken durch bedingte Vorratshaltung in Kliniken gesetzlich verankert wurde, wird hiervon im Tagesgeschäft zu wenig Gebrauch gemacht. Die Einflüsse auf das Tagesgeschäft sind geringer, als zu erwarten wäre. Die "Compassionate Use" Anwendung ist weiter etabliert und für viele Firmen ein fester Baustein bei der Marktvorbereitung. Dies reduziert die Kooperationsmöglichkeiten der Pharmore GmbH vor der EMA-Zulassung deutlich. Die Schwierigkeiten bei der Erstattung nicht zugelassener Arzneimittel seitens der Krankenkassen bestehen fort und werden den ambulanten Sektor weiter stark einschränken. Nur in Ausnahmefällen lebensbedrohlicher Erkrankungen werden die Kosten übernommen. Die steigenden Kosten für innovative Arzneimittel unterstützen diesen Trend. Bei innovativen Arzneimitteln in den USA nimmt der Trend zu Patientenregistrierungsprogrammen weiter zu und erschwert den Zugang zu diesen Therapieoptionen und damit die Versorgung deutscher Patienten.

Die gestiegenen regulatorischen Anforderungen in den Bereichen Pharmakovigilanz und Maßnahmen gegen Arzneimittelfälschungen sind mit weiterhin steigenden Kosten und erhöhtem Arbeitsaufwand verbunden. Besonders die Aktivitäten zur Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie benötigen starke Investitionen in Personal und Kapital, um alle Anforderungen zu erfüllen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Pharmore GmbH Aktivitäten in unterschiedlichen Ländern koordinieren muss, die letztendlich bei der Pharmore GmbH zusammenfließen. Im Bereich der Einzelimportes herrscht noch immer kein einheitliches Bild in Europa und nicht alle Packungen lassen sich verifizieren. Dies führt auf Kundenseite verstärkt zu Verunsicherung.

Klarstellungen, der nicht eindeutigen Formulierungen im § 73 Absatz 3 AMG, wurden in den aktuellen Gesetzesvorhaben nicht umgesetzt. Die Unsicherheit auf Anwenderseite bleibt bestehen. Im Rahmen der Aktivitäten des VEIA wird sich die Pharmore GmbH auch zukünftig für eine Klarstellung im Rahmen kommender Novellierungen einsetzen. Auch im Bereich der Versorgung von Studienzentren mit Studienmedikation ist die rechtliche Situation unbefriedigend. Zentral zugelassene Arzneimittel sind im Arzneimittelgesetz unzureichend erfasst. Unterschiedliche rechtliche Auslegungen in den einzelnen Bundesländern erschweren der Pharmore GmbH die Tätigkeit und führen zu einer verschlechterten Patientenversorgung. Generell wird der Wettbewerb in Deutschland durch unterschiedliche Auslegung der Gesetzestexte seitens der jeweiligen Aufsichtsbehörden erschwert. Die rechtliche Unsicherheit bedeutet für jedes Unternehmen ein schwer kalkulierbares Risiko.

Allgemein lässt sich ein deutlicher Trend zu mehr Bürokratie und umfangreicher Dokumentation feststellen. Die hierfür benötigten Kapazitäten in Personal und finanzielle Ressourcen belasten das Unternehmensergebnis.

Mitgliedschaften in Verbänden

Die Pharmore GmbH ist Mitglied im BPI (Bundesverband der pharmazeutischen Industrie) sowie des AKG (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen e.V.) und unterstützt in ihrer Tätigkeit die entsprechenden Kodizes. Als Gründungsmitglied ist die Pharmore GmbH zudem im VEIA (Verband der Einzelimporteure internationaler Arzneimittel) vertreten.

Entwicklung der Dienstleistungsbereiche

Hohe Bedeutung für die weitere Entwicklung und vorrangiges Unternehmensziel hat der weitere Ausbau der Dienstleistungs- und Serviceangebote über das Kerngeschäft hinaus. In allen Fragen zum Thema Arzneimittelspezialitäten soll sich die Pharmore GmbH als bevorzugter Ansprechpartner etablieren. Basis hierfür ist die weitere Qualifikation der Mitarbeiter und der weitere Ausbau der Infrastruktur. Auch der Geschäftsbereich Pharmore Plus wird ausgebaut und durch kundenorientierte Serviceangebote erweitert.

3. Umsatzentwicklung

Geschäftsjahr Mio. EUR % VJ
2020 49,3 +21,9 %
2021 91,3 +85,4 %
2022 65,6 -28,2 %
2023 71,2 -8,5 %

4. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

In fast allen Marktsegmenten unterlag die Pharmore GmbH einem starken Wettbewerbsdruck. Die Volatilität des Geschäftsbereiches Pharmore Global war unverändert hoch. Im Vergleich zum Vorjahr war die Anzahl innovativer Produkte vergleichbar, was sich ebenfalls in einem vergleichbaren Umsatz widerspiegelt.

Die Außendienstaktivitäten konnten wieder verstärkt wahrgenommen werden und wurden auf Pridax®, Xaluprine® und die Echinocandine fokussiert.

Durch die verstärkten Aktivitäten bei Pridax sollte der gute Vorjahresumsatz in der Klinik weiter gesteigert werden. Leider haben Lieferschwierigkeiten diese Planung konterkariert. Im ambulanten Bereich konnten durch Neukunden Marktanteilsgewinne erzielt werden.

Histakut® und Tavegil® entwickelten sich weiter hervorragend und konnten die Erwartungen deutlich übertreffen

Die Deltaran® Aktivitäten in der Zielgruppe der Orthopäden wurden unverändert beibehalten und konnten die Absätze weiter stabilisieren.

Die verstärkten Aktivitäten haben bei Xaluprine den Absatz weiter steigen lassen. Nach wie vor beeinträchtigen Parallelimporte sowie die resultierenden Preissenkungen das Ergebnis.

Neben den klassischen Außendienstaktivitäten wurde verstärkt auf das Medium Mailing gesetzt. Hier zahlt sich aus, dass die Pharmore GmbH frühzeitig in den Ausbau der Marketingaktivitäten investiert hat.

Die Erträge durch die Logistikdienstleistungen für externe Unternehmen haben sich weiter gut entwickelt. Besonders die Umsatzentwicklung mit den Unternehmen Serb S.A. und Serb S.A.S verläuft sehr stark steigend.

Eine neue Kooperation mit dem Unternehmen Recordati Rare Diseases Germany GmbH wurde erfolgreich gestartet. Auch mit den Unternehmen EUSA Pharma B.V. und Alfasigma S. p. A. konnte ein sehr positiver Trend erreicht werden. Alle weiteren Kooperationen bilden eine solide Basis des Pharmore Geschäftsmodells.

Das Geschäftsergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt (in EUR):

Jahresüberschuss: 4.326.785,10 EUR
Jahresergebnis vor Steuern: 6.362.081,32 EUR
Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern: 5.971.303,98 EUR
Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen: 6.004.886,61 EUR
Rohergebnis: 12.771.417,89 EUR

Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt positiv und über den Erwartungen verlaufen.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die wesentlichen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (Umstellung ERP-Software) getätigt.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die gute Infrastruktur durch das Warenwirtschaftssystem Navision bildet die Basis für eine hohe Kundenorientierung und detaillierte Kundeninformation. Auf dieser Basis wurden die Prozessabläufe weiter optimiert und den Kundenbedürfnissen angepasst. Bestehende Abläufe werden regelmäßig hinterfragt und weiterentwickelt. Die Digitalisierung schreitet stetig voran. Neue Konzepte wurden im Bereich der elektronischen Bestellung mit dem Unternehmen Pagero HBS GmbH sowie im Bereich der elektronischen Rechnungsbearbeitung etabliert. Im Jahr 2023 wurde die Arbeiten zur Einführung von Business Central abgeschlossen. Die Einführung wird zum 02.01.2024 erfolgen.

Regelmäßige Schulungsmaßnahmen des Service-Centers erhöhten den bereits überdurchschnittlichen Service-Level.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde weiter massiv in den digitalen Ausbau investiert. Die Umstellung auf ein validiertes Dokumentenmanagementsystem bindet zusätzlich personelle Ressourcen und finanzielle Mittel.

7. Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beträgt die Personalstärke der Pharmore GmbH insgesamt 39 Personen. Diese teilen sich auf in 4 Personen Geschäftsführung, Assistenz und Buchhaltung (2 Personen davon in Teilzeit), 13 Personen Medizinische Abteilung, Marketing, Qualitätssicherung und regulatorische Angelegenheiten (5 Personen davon in Teilzeit). Die Personalstärke für den Bereich Vertrieb beträgt 10 Personen (2 Personen in Teilzeit), der Bereich Einkauf/Service-Center ist mit 12 Personen besetzt (2 Personen in Teilzeit).

Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt durch Zahlung eines monatlichen Fixgehaltes. In allen Bereichen wird dieses Gehalt durch einen variablen Anteil ergänzt. Im Vertriebsaußendienst beinhaltet dies eine variable erfolgsabhängige Provision.

Die Möglichkeit zur Betrieblichen Altersvorsorge (BAV) wird allen Mitarbeitern angeboten, eine Inanspruchnahme ist den Mitarbeitern freigestellt.

Alle Mitarbeiter werden regelmäßig weitergebildet. Die Pharmore GmbH befürwortet und unterstützt hierbei alle individuellen Fort- und Weiterbildungen mit Arbeitsplatzbezug. In regelmäßigen Jahresgesprächen mit den Mitarbeitern werden Ziele und Förderungsmöglichkeiten besprochen und festgelegt.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Vermögensstruktur

GJ 2023 GJ 2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 976,7 3,2 401,2 1,3
Sachanlagen 32,0 0,1 27,0 0,1
Sonstige Vermögensgegenstände 10.360,0 33,8 10.360,0 34,7
Langfristig gebundenes Vermögen 11.368,7 34,9 10.428,2 36,1
Vorräte 6.486,7 21,1 7.536,4 25,2
Geleistete Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.460,6 14,5 3.886,6 13,0
Sonstige Vermögensgegenstände 5.033,4 16,4 3.277,5 11,0
Rechnungsabgrenzungsposten 80,0 0,3 21,4 0,1
Kurzfristige Vermögensgegenstände 16.060,8 52,3 15.081,9 49,3
Kassenbestand, Bankguthaben 3.261,3 10,6 4.368,0 14,6
Summe Vermögen 30.690,7 100,0 29.878,1 100,0

Kapitalstruktur

GJ 2023 GJ 2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 22.986,5 74,9 17.798,50 67,5
Steuerrückstellungen 114,0 0,4 2.451,2 8,2
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 1.704,2 5,6 493,8 1,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.672,0 18,5 5.956,8
Übrige Verbindlichkeiten 214,0 0,7 816,5 2,7
Kurzfristiges Fremdkapital 7.704,2 25,2 9.718,3 32,5
Summe Kapital 30.690,7 100,0 29.878,1 100,0

2. Finanzlage

2023
in EUR
2022
in EUR
Jahresüberschuss 4.326.785,10 2.361.260,36
Abschreibungen 33.582,63 24.279,20
Cashflow 4.360.367,73 2.385.539,56

Die Liquiditätslage stellt sich als sehr gut dar. Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Finanzielle Verpflichtungen konnten fristgerecht erfüllt werden. Die Voraussetzungen werden auch im laufenden Geschäftsjahr erfüllt.

D. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

1. Umsatzentwicklung

Bedingt durch die breite Ausrichtung auf die Geschäftsbereiche Pharmore Global, Pharmore Plus und Pharmore Solution kann von einer soliden Ertragssituation ausgegangen werden.

Ziel ist es, mit Umsatz und Rohertrag das Niveau des Vorjahres zu übertreffen. Das aktuelle Produktportfolio bietet dazu alle Möglichkeiten.

Die Entwicklung und Ausbietung weiterer Produkte wird voranschreiten und das Produktportfolio verstärken. Aufgrund niedriger Klinikpreise kann von einer Stabilisierung des derzeitigen Preisniveaus älterer Generika ausgegangen werden. Ein weiterer deutlicher Preisverfall ist in diesem Segment nicht zu erwarten. Bei neueren Generika wird nach wie vor ein starker Preisdruck zu verzeichnen sein.

Xaluprine® soll durch verstärkte Aktivitäten weiter im Absatz wachsen, der Marktanteil der Parallelimporte soll weiter zurückgedrängt werden. Dies geht nur durch weitere Preissenkungen, die den Ertrag pro Packung reduzieren, durch Absatzwachstum jedoch den Gesamtrohertrag wieder wachsen lassen.

Die hohen Anstrengungen in der Vermarktung von Deltaran® sollten das Produkt weiter stabilisieren und sich in einem moderaten Wachstum widerspiegeln.

Der Trend bei Pridax ist ungebrochen und die Aktivitäten werden auf den niedergelassenen Bereich fokussiert. Hier bieten sich nach wie vor hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten.

Als Neuausbietung bietet Sugammadex Gebro gute Möglichkeiten auf Umsatz- und Ertragswachstum.

Für die drei Echinocandine ist von einem eingeschränktem Wettbewerbsumfeld und guten Marktchancen auszugehen.

Die Zusammenarbeit mit AlfaSigma S.p.A. ist etabliert und die Absätze wurden gefestigt. Für 2024 ist ein Ausbau der Kooperation geplant. Insgesamt bietet das Portfolio für das Jahr 2024 gute Chancen für ein nachhaltiges Umsatz- und Ertragswachstum.

Der neue Kooperationspartner Recordati Rare Diseases Germany GmbH wird sein Portfolio bei Pharmore erweitern. Die Ertragslage der Pharmore wird sich damit weiter verbessern.

Im Geschäftsfeld Pharmore Global ist mit stabilen Umsätzen zu rechnen. Insgesamt liegt der Fokus auf einer leichten Steigerung der Umsätze im Vergleich zu 2023.

Die hohe Akzeptanz seitens der Kunden wird durch den Ausbau weiterer Dienstleistungskonzepte gestärkt. Durch Optimierung der Unternehmensstruktur werden Ressourcen geschaffen und somit der hohe Qualitätsstandard weiter ausgebaut.

Das breite Angebot der Pharmore GmbH bietet viele Ansatzpunkte für die Realisierung neuer Kooperationen mit pharmazeutischen Unternehmen. So werden sich auch im Jahr 2024 neue Projekte positiv in Umsatz und Ertrag bemerkbar machen.

2. Infrastruktur

Der Ausbau einer zukunftsorientierten Infrastruktur wird vorangetrieben. Kontinuierlich werden die bestehenden Strukturen auf ihre Effizienz überprüft. Schnelligkeit und hohe Flexibilität sind die Markenzeichen der Pharmore, die auch in Zukunft die hervorragende Marktposition sichern. Ein Schwerpunkt der nächsten Jahre liegt im Bereich der Digitalisierung bestehender Prozesse.

3. Chancen und Risiken

Die Außendienstaktivitäten werden weiter verstärkt aufgenommen und die Bewerbung der Pharmore Produkte und Dienstleistungen kann forciert werden.

Eine große Unsicherheit liegt in der Auswirkung kriegerischer Auseinandersetzungen. Dies betrifft die Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten sowie im russischen Angriffskrieg. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind hoch, Lieferketten werden eingeschränkt. Zahlreiche Rohstoffe kommen aus China und machen die europäische Warenversorgung stark abhängig. Staatliche Anreize sollen dem Vorbeugen und die pharmazeutische Industrie im Bereich versorgungsrelevanter Arzneimittel nach Europa holen.

Die Produktionskosten werden bedingt durch deutlich gestiegene Energiekosten, Material- und Lohnkosten ebenfalls weiter anwachsen. Dies betrifft auch die Versandkosten zum Kunden, die Warenbezugskosten sowie Lagerhaltungskosten.

Allgemein werden Lieferengpässe durch Betriebsunterbrechungen in Herstellungsstätten weltweit zunehmen und zu Arzneimittelenpässen im Bereich des Einzelimportes sowie bei den eigenen Arzneimitteln führen. Einschränkungen im Flugverkehr werden zu verlängerten Beschaffungszeiten sowie einem erhöhten Risiko in der Versendung temperatursensibler Arzneimittel führen. Die Abfertigungszeiten im Zoll sind aufgrund höheren Zollaufkommens und verschärfter Einfuhrkontrollen nach wie vor verlängert. Neue gesetzlichen Regelungen erschweren den internationalen Handel zusätzlich.

Der Zugang zu innovativen Arzneimitteln wird durch Direktbelieferungen und aufwendige Registrierungsprogramme erschwert. Die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte kann zu stärkeren Wechselkursschwankungen und damit zu schwer kalkulierbaren Preisen führen, besonders wenn höhere Mengen im Lager vorrätig gehalten werden müssen.

Die hohen finanziellen Mehrbelastungen des Gesundheitssystems der letzten Jahre werden unausweichlich zu einer anhaltenden Kostendämpfung führen. Die Auswirkungen werden vermutlich bereits im ersten Halbjahr 2024 spürbar werden. Neue Gesetzesvorhaben zur Kostenreduzierung im Gesundheitswesen sind in der Umsetzung. Hierbei sind negative Überraschungen, die alle Bereiche des Gesundheitssektors und damit alle Geschäftsbereiche der Pharmore GmbH betreffen können, nicht ausgeschlossen. Diese Markteingriffe haben eine stetige negative Auswirkung auf die Unternehmensentwicklung.

Nicht nur im Praxisbereich, sondern auch im Klinikbereich bleibt der hohe Preisdruck bestehen. Die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser ist durch die letzten Jahre stark angespannt. Hinzu kommt das Hineindrängen großer internationaler Generikaanbieter, die auf dem deutschen Markt ihre Marktanteile sichern wollen. Eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit werden nur wenige Firmen aufweisen können. Wichtig sind ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio und ausgewählte Kooperationspartner.

Durch die Erweiterung des Produktportfolios sowie einer steigenden Anzahl von Kooperationspartnern ergibt sich für die Pharmore eine immer solidere Basis.

Wettbewerbsfähige Preise sind häufig an hohe Abnahmemengen gekoppelt, die sich bei ändernden Rahmenbedingungen zu finanziellen Belastungen entwickeln können. Die Belieferung von Einkaufsverbänden ist an Ausschreibungen mit hohen Liefermengen gebunden. Werden die Zusagen nicht eingehalten, verbleibt das Risiko eines hohen Lagerbestandes bei der Pharmore GmbH.

Die regulatorischen Anforderungen steigen stetig und auch das Qualitätsmanagement System muss systematisch weiterentwickelt werden. Insgesamt ist von steigendem administrativem Aufwand mit entsprechenden Personalressourcen und finanziellen Mitteln auszugehen.

Die Kosten für die Umsetzung der europäischen Fälschungsschutzrichtlinie werden weiter steigen. Hier sind stetig finanzielle Investitionen notwendig. Dies betrifft sowohl die jährlichen Beiträge zum europäischen und nationalen Verifizierungssystem als auch die gestiegenen Kosten bei der Wareneingangskontrolle und Versendung.

Die Absprache mit allen internationalen Partnern verlangt viel Zeit und die Einbindung personeller Ressourcen.

Die unterschiedliche Auslegung der gesetzlichen Vorgaben durch die Aufsichtsbehörden in den einzelnen Bundesländern stellt ein schwer kalkulierbares Risiko für die Pharmore GmbH dar. Seit Jahren etablierte Geschäftsbeziehungen und Dienstleistungen können plötzlich in Frage gestellt werden.

Durch die intensive Akquirierung von neuen Vertrags- und Kooperationspartnern mit einer gleichzeitigen Ausweitung der Geschäftsfelder, ist ein weiterer Ausbau der Marktstellung im Pharmasektor möglich.

4. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung für das neue Geschäftsjahr liegen nicht vor.

5. Prognosebericht

Die ersten Monate des Jahres 2024 verliefen im Rahmen der prognostizierten Geschäftsentwicklung, so dass das Geschäftsergebnis des Jahres 2024 entsprechend den Erwartungen ausfallen wird.

Auch für das Geschäftsjahr 2025 und 2026 ist mit einer soliden Ertragslage zu rechnen.

 

Ibbenbüren, 25.06.2024

gez. Dr. Stephan Uhlenbrock, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

PHARMORE GMBH, IBBENBÜREN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.008.676,51 428.204,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 976.658,08 401.220,79
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.902,64 74.015,82
2. Geleistete Anzahlungen 917.755,44 327.204,97
II. Sachanlagen 32.018,43 26.983,97
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.018,43 26.983,97
B. UMLAUFVERMÖGEN 29.602.148,17 29.428.461,79
I. Vorräte 6.486.738,97 7.536.432,17
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.486.738,97 7.536.432,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.854.129,10 17.524.055,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.460.607,27 3.886.577,52
2. Sonstige Vermögensgegenstände 15.393.521,83 13.637.477,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.261.280,10 4.367.974,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 79.957,28 21.429,43
30.690.781,96 29.878.095,98

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 22.986.544,08 20.159.758,98
I. Gezeichnetes Kapital 610.900,00 610.900,00
II. Kapitalrücklage 38.900,00 38.900,00
III. Bilanzgewinn 22.336.744,08 19.509.958,98
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.818.249,06 2.944.914,79
1. Steuerrückstellungen 114.000,00 2.451.151,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.704.249,06 493.763,79
C. VERBINDLICHKEITEN 5.885.988,82 6.773.422,21
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.671.993,26 5.956.870,90
2. Sonstige Verbindlichkeiten 213.995,56 816.551,31
- davon aus Steuern: EUR 18.526,95 (Vorjahr: EUR 17.587,10)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.366,62 (Vorjahr: EUR 8.971,87)
30.690.781,96 29.878.095,98

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 71.206.175,34 65.577.322,53
2. Sonstige betriebliche Erträge 362.741,53 177.616,11
- Erträge aus Kursdifferenzen: EUR 9.644,35 (Vorjahr: EUR 74.005,09)
3. Materialaufwand -58.434.757,45 -56.056.266,15
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -58.434.757,45 -56.056.266,15
4. Personalaufwand -3.358.594,77 -2.874.017,25
a) Löhne und Gehälter -2.960.289,02 -2.542.240,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -398.305,75 -331.776,28
- davon für Altersversorgung: EUR 12.686,01 (Vorjahr: EUR 12.670,17)
5. Abschreibungen -33.582,63 -24.279,20
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -33.582,63 -24.279,20
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.766.709,04 -3.458.814,54
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 220,44 (Vorjahr: EUR 40.315,56)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 396.035,87 93.977,81
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.258,53 -2.000,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.035.296,22 -1.068.751,95
10. Ergebnis nach Steuern 4.330.754,10 2.364.787,36
11. Sonstige Steuern -3.969,00 -3.527,00
12. Jahresüberschuss 4.326.785,10 2.361.260,36
13. Gewinnvortrag 19.509.958,98 17.148.698,62
14. Ergebnisverwendung -1.500.000,00 0,00
15. Bilanzgewinn 22.336.744,08 19.509.958,98

PHARMORE GMBH, IBBENBÜREN

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel sowie der Im- und Export mit medizinischen Produkten, Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln sowie die Erbringung von Dienstleistungen hinsichtlich der genannten Produkte.

Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, die Geschäftsführung und Vertretung einer anderen Gesellschaft zu übernehmen.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Bei dem vorliegenden Wirtschaftsjahr handelt es sich um das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023.

Die Pharmore GmbH mit Sitz in Ibbenbüren ist im Handelsregister Steinfurt unter der Nummer HRB 5553 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB auf.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Pharmore GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die Abschreibungen erfolgen linear und zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR wurden bei der Anschaffung im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Handelswaren

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nenn- bzw. Barwert angesetzt. Risiken wurde durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen, eingestellt.

Kapital

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag Rechnung zu tragen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsvorgänge werden aus Vereinfachungsgründen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls mit den Monatsdurchschnittskursen umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel hervor.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 10.360 TEUR (VJ: 10.360 TEUR). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 10.000 TEUR (VJ: 10.000 TEUR) enthalten.

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Bilanzgewinn zum 31.12.2022 19.509.958,98 EUR
1.500.000,00 EUR
4.326.785,10 EUR
22.336.744,08 EUR

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

ausstehende Eingangsrechnungen 529.986,81 EUR
654.459,43 EUR
459.994,58 EUR
59.808,24 EUR
SUMME 1.704.249,06 EUR

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeit Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten EUR EUR EUR
(Vorjahr) (5.956.870,90) (0,00) (5.956.870,90)
(Vorjahr) (816.551,31) (0,00) (816.551,31)
(Vorjahr) (6.773.422,21) (0,00) (6.773.722,21)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 309 TEUR (VJ: 121 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (0 TEUR; VJ: 134 TEUR).

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Abschlussstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtung
Mietverträge (Immobilien, insgesamt) 1.438 TEUR

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Jahr 2023 erzielte die Pharmore GmbH einen Gesamtumsatz in Höhe von 71,2 Mio. EUR. Davon entfielen auf den Handel mit Arzneimitteln 69,4 Mio. EUR und auf Dienstleistungserlöse 1,8 Mio. EUR. Der Gesamtumsatz verteilte sich unter regionalen Gesichtspunkten wie folgt:

Inland: 60,7 Mio. EUR

EU: 10,5 Mio. EUR

Drittland: 0,0 Mio. EUR

V. Sonstige Angaben

Der Personalaufwand des Berichtsjahres ist durch folgende durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern entstanden:

Anzahl kaufmännische und gewerbliche Vollzeitbeschäftigte 30
Anzahl kaufmännische und gewerbliche Teilzeitbeschäftigte 11
Anzahl Geschäftsführer 1

Im Geschäftsjahr war folgende Person in dem benannten Zeitraum als Geschäftsführer bestellt:

- Dr. Stephan Uhlenbrock, Geschäftsführer

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfung: 30 TEUR

 

Ibbenbüren, 25. Juni 2024

gez. Dr. Stephan Uhlenbrock, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.001,75 325,00 0,00 124.326,75
2. Geleistete Anzahlungen 327.204,97 590.550,47 0,00 917.755,44
451.206,72 590.875,47 0,00 1.042.082,19
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 248.386,23 23.178,91 0,00 271.565,14
248.386,23 23.178,91 0,00 271.565,14
699.592,95 614.054,38 0,00 1.313.647,33
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zuführungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.985,93 15.438,18 0,00 65.424,11
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
49.985,93 15.438,18 0,00 65.424,11
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.402,26 18.144,45 0,00 239.546,71
221.402,26 18.144,45 0,00 239.546,71
271.388,19 33.582,63 0,00 304.970,82
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.902,64 74.015,82
2. Geleistete Anzahlungen 917.755,44 327.204,97
976.658,08 401.220,79
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.018,43 26.983,97
32.018,43 26.983,97
1.008.676,51 428.204,76

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PHARMORE GMBH, IBBENBÜREN

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pharmore GmbH, Ibbenbüren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pharmore GmbH, Ibbenbüren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pharmore GmbH, Ibbenbüren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Oeynhausen, 28. Juni 2024

AUDITAS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Bw. Burkhard Osterwisch, Wirtschaftsprüfer

In der Gesellschafterversammlung vom 30.08.2024 wurde der Jahresabschluss 2023 unverändert festgestellt und beschlossen den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

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