RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH

Ernst-Abbe-Straße 3, 93426 Roding, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 2589
Eingetragen
21.10.1981
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Kunststoffverarbeitung sowie der Vertrieb hergestellter Kunststoffgegenstände sowie die Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugen, Formen und Vorrichtungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Schulak
seit 4.10.2022
Geschäftsführer
Markus Kamm
seit 4.10.2022
Prokura
Petra Pollak
seit 27.8.2012
Prokura
Josef Hofmann
seit 27.8.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Eichendorfstraße 1, 93426 Roding
256.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH

Roding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang zum 31. Dezember 2023

RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH Roding

Grundlagen

Der Jahresabschluss der RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH, Roding (kurz "RKT GmbH") für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (kurz "HGB") - unter Beachtung der besonderen Regelungen des deutschen GmbH-Gesetzes (kurz "GmbHG") - aufgestellt. Sitz der Gesellschaft ist die Ernst-Abbe-Straße 3, 93426 Roding.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Regensburg und der Nummer HRB 2589 eingetragen

Die Gewinn- und Verlustrechnung der RKT GmbH ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die RKT GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Skonti bewertet ausgewiesen. Die angeschafften Vermögensgegenstände werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Es kommen regelmäßig die folgenden, mit den handelsrechtlichen Vorschriften - unter Beachtung eines 3-Schichtbetriebs - übereinstimmenden Nutzungsdauern zur Anwendung:

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 bis 8 Jahre
Gebäude linear 10 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 bis 10 Jahre
Geringwertige Wirtschaftsgüter linear <= 250 € Sofortabschreibung
>250 € - 1.000 € Sammelposten über 5 Jahre

Bei Leasingverhältnissen wird zwischen "Operate Lease" und "Finance Lease" unterschieden. Finanzierungsleasing ist gekennzeichnet durch die Übertragung aller wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer. Zum Stichtag lagen keine als Finanzierungsleasing zu qualifizierenden Vertragsverhältnisse vor. Die mit den als "Operate Lease" zu qualifizierenden Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen wurden im Jahresabschluss periodengerecht erfasst.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Darüber hinaus wurden auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten bei der Ermittlung der Herstellungskosten berücksichtigt.

Soweit notwendig werden unfertige und fertige Erzeugnisse mit dem niedrigeren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert.

Für sonstige Risiken im Vorratsvermögen werden darüber hinaus ausreichend bemessene individuelle Wertberichtigungen (Gängigkeitsabschläge) vorgenommen.

Im Jahr 2022 wurde für das Instandhaltungsmaterial der Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB neu festgelegt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko sind durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt, welche neben den auf den Forderungsbestand entfallenden Erlösschmälerungen auch die durch die Altersstruktur bedingten Risiken berücksichtigen. Langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst mit ihrem Barwert ausgewiesen.

Auf fremde Währungen lautende Forderungen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem aktuellen Devisenkurs umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Forderungen werden seit Mitte November 2010 größtenteils an einen Factor verkauft.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wird auf der Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung durch die angemessene Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Diese wurden gebildet, wenn gegenüber Dritten eine Verpflichtung besteht, die Inanspruchnahme aus dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der zu erwartenden Inanspruchnahme möglich ist. Die langfristigen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden abgezinst, da die ihnen jeweils zu Grunde liegende Verbindlichkeit ein Zinsanteil enthält. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach Maßgabe eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt unter Anwendung des Teilwertverfahrens mit einem Rechnungszinsfuß von 1,47 % unter einer Anpassung der laufenden Leistungen von jährlich 1%. Zu Grunde gelegt wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten die auf fremde Währung lauten werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Bilanzierung der latenten Steuern erfolgt auf den zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden im Einzelabschluss und dem steuerlichen Wertansatz. Ferner wurden steuerliche Verlustvorträge aktiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel.

Anschaffungs- / Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge 2023 Zugänge aus Investitionszuschüssen 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.025.575,29 297.021,11 0,00
2.025.575,29 297.021,11 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.542.177,69 192.780,92 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 10.925.402,50 675.158,67 -54.173,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.246.664,44 912.366,57 -9.306,38
4. Anlagen im Bau 132.402,73 13.320.045,82 0,00
35.846.647,36 15.100.351,98 -63.479,71
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 2.500,00 0,00 0,00
2.500,00 0,00 0,00
37.874.722,65 15.397.373,09 -63.479,71
Abgänge (historische Werte) 2023 Umbuchungen 2023 Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 2.322.596,40
0,00 0,00 2.322.596,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 13.734.958,61
2. technische Anlagen und Maschinen 274.598,21 54.600,00 11.326.389,63
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.692,76 47.802,73 12.098.834,60
4. Anlagen im Bau 0,00 -102.402,73 13.350.045,82
373.290,97 0,00 50.510.228,66
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 2.500,00
0,00 0,00 2.500,00
373.290,97 0,00 52.835.325,06
Abschreibungen kumuliert 01.01.2023 Abschreibung Zugänge 2023 Abschreibung Abgänge 2023 Abschreibung kumuliert 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.786.490,29 199.899,11 0,00 1.986.389,40
1.786.490,29 199.899,11 0,00 1.986.389,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.288.258,06 212.844,92 0,00 10.501.102,98
2. technische Anlagen und Maschinen 10.722.251,50 175.833,34 274.592,21 10.623.492,63
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.033.585,44 922.752,92 98.677,76 9.857.660,60
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
30.044.095,00 1.311.431,18 373.269,97 30.982.256,21
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
31.830.585,29 1.511.330,29 373.269,97 32.968.645,61
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.207,00 239.085,00
336.207,00 239.085,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.233.855,63 3.253.919,63
2. technische Anlagen und Maschinen 702.897,00 203.151,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.241.174,00 2.213.079,00
4. Anlagen im Bau 13.350.045,82 132.402,73
19.527.972,45 5.802.552,36
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 2.500,00 2.500,00
2.500,00 2.500,00
19.866.679,45 6.044.137,36

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die an den Factor verkauften Forderungen (stilles Factoring) lagen zum Bilanzstichtag bei T€ 3.032 (Vj. T€ 2.106).

3 Aktive latente Steuern

Die Differenzen als Grundlage für die latente Steuerermittlung sind begründet in den Pensionsrückstellungen. Als Steuersatz zur Ermittlung der latenten Steuerhöhe wurde 29,65% (Vj. 29,65%) verwendet.

aktive latente Steuern
Pensionsrückstellungen 190 T€
Jubiläumsrückstellungen 4 T€
steuerliche Verlustvortrag 648 T€
Aktive latente Steuer 842 T€

Im Geschäftsjahr wurden auf steuerlichen Verlustvorträgen die in den nächsten 5 Jahren voraussichtlich genutzt werden können latente Steuern aktiviert.

4 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der RKT GmbH beträgt T€ 256. Die Firma Alfmeier Präzision SE war in der Zeit von Juli 2008 bis Juli 2022 zu 100% die Gesellschafterin. Diese hat 2008 eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 800 eingebracht sowie im Jahr 2022 in Höhe von 3.500 T€.

Seit August 2022 ist die Firma SMAIIA GmbH die 100%ige Gesellschafterin und hat im Dezember 2022 eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 4.000 T€ eingebracht sowie im Mai 2023 in Höhe von 2.000 T€.

Die aktiven latenten Steuern (T€ 842 (Vj. T€ 183)) unterliegen der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

5 Rückstellungen

Aufgrund der geänderten Berechnungsmethode des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergeben sich für die Pensionsrückstellungen Bewertungsunterschiede. Der erstmalig im Jahr 2010 aufgetretene handelsrechtliche Differenzbetrag betrug 544 T€. Es besteht die Möglichkeit bis 2024 jährlich 1/15 des Differenzbetrages (entspricht 36 T€) zu zuführen. Hiervon wurde seit den Jahresabschlüssen von 2010 bis 2021 Gebrauch gemacht. Im Jahr 2022 wurde der verbleibende Differenzbetrag in Höhe von T€ 80 zugeführt.

Sonstige Rückstellungen

01.01.2023 Zuführung Verbrauch Auflösung 31.12.2023
T€ T€ T€ T€ T€
Übrige Sonstige kurzfristig 105 1.041 78 0 1.068
Personal kurzfristig 337 593 322 0 608
Garantie kurzfristig 105 96 105 0 96
Summe 547 1.730 505 0 1.772

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit der Erweiterungsinvestition. Zu den Personalrückstellungen gehören vor allem Rückstellungen für Jubiläen, nicht genommene Urlaubstage und Überstunden sowie Prämien.

6 Verbindlichkeiten

Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre gesichert
Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten 7.883 2.383 3.250 2.250 Grundschuld
(0) (0) (0) (0) 11.579
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 523 523
(355) (355)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.642 1.642
(2.233) (2.233)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.041 41 3.000
(0) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.954 1.954
(1.048) (1.048)
Summe 15.043 6.543 6.250 2.250 11.579

7 Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten

Der Rahmenkreditvertrag mit der BTV (Bank für Tirol und Vorarlberg AG), Nürnberg in Höhe von 2,5 Mio. EUR wurde von der Muttergesellschaft SMAIIA GmbH, Gunzenhausen zum Zeichen des Einverständnisses als Sicherheitengeber mitunterzeichnet. Es besteht bis zur Vorlage der Bilanz 2023 ein Entnahmeverbot.

Im Rahmen der bestehenden Bankfinanzierung unterliegt die Gesellschaft Auflagen. Den Kreditgebern steht bei Nichteinhaltung marktüblicher Covenants (Finanzkennzahlen) ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, wobei bei den betroffenen langfristigen Finanzinstrumenten Garantieerklärungen seitens der Gesellschafterin vorliegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Covenants entsprechend den kreditvertraglichen Regelungen durchgängig eingehalten.

Der Kreditrahmen mit der Commerzbank, Frankfurt am Main in Höhe von 3,0 Mio. EUR beinhaltet eine Positiverklärung.

Weiterhin bestehen branchenübliche Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten im Rahmen des Geschäftsbetriebes insbesondere aus Gewährleistungsverpflichtungen.

Aktuell wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

8 sonstige finanzielle Verpflichtungen

Berichtsjahr Vorjahr Veränderungen
T€ T€ T€ %
Leasingvereinbarungen 1.538 783 755 96,42
Andere Mietverträge (*) 125 83 42 50,60
Versicherungsverträge (*) 348 251 97 38,65
2.011 1.117 894 80,04

(*) Bei kündbaren Verträgen sind nur die Verpflichtungen des nächsten Geschäftsjahres ausgewiesen. In den Versicherungsverträgen sind auch die Beiträge für die Kreditversicherung enthalten.

Leasingverbindlichkeiten aus zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Verträgen bestehen in Höhe von insgesamt T€ 1.538, davon entfallen auf 2024 T€ 521, auf 2025 T€ 480, auf 2026 T€ 308 und auf 2027 T€ 229.

Sonstige Angaben

1 Geschäftsführer

Herr Stephan Schulak, Rohrbach (Geschäftsführer)

Herr Bernd Eberhardt, Walderbach (Geschäftsführer) bis 02.05.2023

Die Bezüge der Geschäftsführer und die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

2 Belegschaft

Veränderungen
Durchschnitt nach Positionen Berichtsjahr Vorjahr %
Gewerbliche Arbeitnehmer 122 126 -4 -3,17
Angestellte 92 75 17 22,67
214 201 13 6,47
Auszubildende 15 14 1 7,14
Gesamt 229 215 14 6,51

3. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es gab keine Wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.

4. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Wirtschaftsprüferhonorar

Die Gesellschaft nimmt die Größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2, Satz 2 HGB in Anspruch.

 

Roding, 08.03.2024

Die Geschäftsführung

Stephan Schulak

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses:

25.04.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH (nachstehend "RKT") wurde 1974, damals noch in Form einer OHG, gegründet. Seit 1980 befindet sich der Unternehmenssitz in Roding, und seit 1982 beträgt die Rechtsform die einer GmbH.

2008 erfolgte die Veräußerung der Anteile der RKT an die Alfmeier Präzision AG. Nachdem die in der Zwischenzeit formgewechselte Alfmeier Präzision SE im Rahmen des Verkaufs des Automobilgeschäftes am 29. Juli 2022 veräußert wurde, erwarb die SMA Holding GmbH, Treuchtlingen (zwischenzeitlich umfirmiert in nunmehr SMAIIA GmbH, Gunzenhausen) am gleichen Tag alle Anteile an der RKT. Die Gesellschafter der SMAIIA GmbH sind mit 60,68% die Gebhardt Holding GmbH und mit 39,32% die ELBER GmbH. Da diese vor der Veräußerung auch die anteiligen Gesellschafter der Alfmeier Präzision SE darstellten, hat sich hinsichtlich der ultimativen Eigentümerstruktur für die RKT keine Veränderung ergeben.

Besondere Kernkompetenzen sind der Werkzeugbau, die Spritzgusstechnik und die Montage mikrofluidischer Baugruppen inklusive Lagerung, Handling und Befüllung. Somit ist das Unternehmen in der Lage, typische Lab-on-a-Chip Produkte komplett zu fertigen.

Das Leistungsangebot erstreckt sich vom Design und der Herstellung erforderlicher Werkzeuge bis hin zum Versand komplett montierter Systeme, jeweils unter Berücksichtigung der notwendigen Rahmenbedingungen, Normen und Vorschriften. Die RKT verfügt hierfür über die notwendigen Zertifizierungen und beherrscht auch komplexe Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, zum Beispiel das durchgängige Temperaturmanagement bei mikrofluidischen Produkten.

Abbildung 1: Kompetenzen und Leistungsangebot der RKT

Hauptkundengruppe ist die Medizintechnik, welche rund 80% des Gesamtumsatzes repräsentiert. Die restlichen ca. 20% verteilen sich auf die Automobilindustrie und in kleineren Teilen Allgemeinindustrie.

Spritzgussteile und mikrofluidische Produkte werden unter den Produktumsätzen ausgewiesen. Bei den Projekterlösen handelt es sich hauptsächlich um die Herstellung und Wartung von Werkzeugen, welche später in Spritzgussmaschinen für die Produktion eingesetzt werden.

Am einzigen Unternehmensstandort Roding beschäftigte das Unternehmen per 31. Dezember 2023 insgesamt 229 (Vorjahr: 215) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die RKT betreibt keine direkte produktbezogene Forschung und Entwicklung. Aktivitäten in diesem Bereich dienen vor allem der Erweiterung der Kernkompetenzen im Werkzeugbau und in der Spritzguss- und Montagetechnik von Thermoplasten. Bestehendes Knowhow sind vor allem 1, 2 und 3K-Technologie im Bereich Kunststoffe, sowie diverse Fertigungs- und Veredelungsverfahren (unter anderem Bedruckung/Laserbeschriftung, Laserschneiden, Mikro-Heißprägen, Ultraschall-/Vibrationsschweißen und - schneiden, Handling temperaturabhängiger Reagenzien sowie Thermo-Bonding).

Darüber hinaus arbeitet die RKT mit verschiedenen Institutionen, z.B. Hochschulen und Forschungsinstitute, an dem Ausbau der Kompetenzen im Spritzguss für mikro- und nanofluidische Anwendungen. Damit wird sichergestellt, dass die RKT bei einer weitergehenden Miniaturisierung von mikrofluidischen Baugruppen o.ä. über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die RKT auch mit Techniken zur Oberflächenbehandlung, um beispielsweise hinsichtlich der Flusssteuerung liquider Komponenten die notwendigen Kenntnisse aufzubauen und Verfahren zu beherrschen und spezifisch für Kundenanwendungen einzusetzen.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit beschäftigt sich die RKT im Rahmen von Kundenprojekten sowohl mit Granulat- Herstellern, Herstellern von Spritzgussmaschinen als auch in Projekten mit Hochschulen und Instituten mit der Frage, inwieweit zukünftig der Einsatz nachhaltiger und/ oder gefüllter Kunststoffe in der Spritzgussproduktion ausgebaut werden kann.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen: Gesamtwirtschaftliche und Branchenentwicklung

Während 2022 noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von +3,5% erreicht wurde, erwartet der internationale Währungsfonds in einer Veröffentlichung vom Oktober 2023 für das Berichtsjahr 2023 noch einen Zuwachs von +3,0%.

Bei den entwickelten Volkswirtschaften ("Advanced Economies") erwartet man deutlich geringere Zuwächse um insgesamt +1,5%.

Für Deutschland wird als einziges Land der Advanced Economies wird mit -0,5% sogar eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Gesamtleistung erwartet

Der bedeutendste Geschäftsbereich für die RKT ist der Verkauf von Produkten für die Medizin- und Pharmaindustrie. Daher wird die Branchenentwicklung der Medizintechnik als Indikator für die Geschäftsentwicklung herangezogen. Der Bundesverband Medizintechnologie e.V. ("BVMed") veröffentlicht hierzu regelmäßig Informationen zur Branche.

Abbildung 2: Branchenentwicklung Medizintechnik

Weltweit wurde für 2023 ein Umsatzwachstum der Branche von +6,4% erwartet nach +3,5% im Vorjahr.

Die Vergleichswerte für Deutschland belaufen sich auf +4,8% in 2023 (Vorjahr: +3,3%). Somit konnte die Medizintechnik weltweit wieder eine Dynamik vergleichbar zu Zeiten vor der Pandemie aufweisen. In Deutschland bleibt das Wachstum unterhalb der weltweiten Wachstumsraten.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesamtumsatzerlöse 2023 um +4,2%.

Umsatzerlöse/Gesamtleistung

T€ 2023 2022 Änderung %
Umsatzerlöse gesamt 25.811 24.780 1.031 4,2%
Projekterlöse 6.590 4.395 2.194 49,9%
Produkterlöse 19.221 20.385 -1.163 -5,7%
Gesamtleistung 31.458 26.701 4.757 17,8%

Abbildung 3: Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Dabei sanken die Produkterlöse um -5,7% wobei im Wesentlichen rückläufige Umsätze bei mikrofluidischen Produkten festzustellen waren, welche in Verbindung mit COVID19-Infektionen angewendet wurden. Ähnlich wie bei vielen anderen Unternehmen der Medizintechnik- und Pharmabranche reduzierten sich die Umsatzerlöse 2023 bei der RKT erheblich gegenüber 2022, wobei auch in Zukunft nicht mehr von Umsatzgrößenordnungen (vergleichbar mit 2022) für diese spezifische Anwendung auszugehen ist.

Der erkennbare Anstieg der Gesamtleistung (Anstieg von 26.701 T€ auf 31.458 T€; +17,8%) stand vor allem in Verbindung mit größeren Werkzeugprojekten, welche in Verbindung mit einem für das Jahr 2024 geplanten Serienanlauf standen. Deren Umsatzrealisierung wird in 2024 erwartet, daher ergab sich im Berichtszeitraum vorläufig eine deutliche Bestandserhöhung (+5.507 T€ nach +1.783 T€ im Vorjahr).

Der Anteil der Produkterlöse an den Gesamtumsatzerlösen betrug 74% nach 82% im Vorjahr. Mit Blick auf nachhaltige Umsatzpotenziale im Produkt- und Projektgeschäft wird auf den Prognosebericht verwiesen.

2.3. Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stellte sich ein erkennbar schwächeres Ertragsbild ein.

Während die Gesamtleistung einen Anstieg von +17,9% verzeichnete, stieg das Rohergebnis moderat um +3,1%. Dabei erhöhten sich insbesondere der Materialaufwand von 7.901 T€ auf 13.413 T€ (+69,8%), während die bezogenen Leistungen von 3.136T€ im Vorjahr sich auf nunmehr 1.889 T€ reduzierten. Hauptverantwortlich für den gestiegenen Materialaufwand sind die im Geschäftsverlauf beschriebenen Werkzeugprojekte.

Darüber hinaus verzeichnete die Gesellschaft in 2023 einen spürbar höheren Personalaufwand. Dieser stieg von 11.238 T€ (2022) auf 12.766 T€ (2023), unter anderem begründet durch den Aufbau zusätzlicher Stellen in den Bereichen Produktion und Qualität in Vorbereitung der anstehenden größeren Serienanläufe.

Ergebnisübersicht

T€ 2023 2022 Änderung %
Rohergebnis 16.156 15.665 491 3,1%
operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern -1.977 -251 -1.726 687,0%
Jahresfehlbetrag -1.593 -280 -1.313 468,7%

Abbildung 4: Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 3.856 T€ nach 3.228 T€ im Vorjahr. Im Vergleich zum mit Vorjahr verzeichnete das Unternehmen wieder sinkende Strom- und Logistikkosten. Dem gegenüber standen teilweise deutlich erhöhte Kosten für Instandhaltung, Wartung und Beratung.

Zusammenfassend belief sich das operative Ergebnis auf -1.977 T€ nach -251 T€ in 2022. Folglich erhöhte sich auch der Jahresfehlbetrag von -280 T€ in 2022 auf nunmehr -1.593 T€. Da das Unternehmen von der Nutzung von Verlustvorträgen in den Folgejahren ausgeht, wurden latente Steuererträge verbucht. Vor allem aus diesem Grund erhöhten sich die aktiven latenten Steuern von 183 T€ im Vorjahr auf 842 T€ im Berichtsjahr.

Die Ergebnisentwicklung 2023 entspricht dabei den Erwartungen der Gesellschaft. Verbunden mit zukünftig anstehenden Serienanläufen geht die Gesellschaft ab dem Jahr 2026 von einem positiven Ertragsbild aus, da dann auch die erforderliche Umsatzbasis insbesondere im Produktgeschäft erreicht werden soll. An dieser Stelle wird ebenfalls auf den Prognosebericht verwiesen.

Vermögenslage

Wie bereits im Jahresabschluss 2022 berichtet, wurden im Berichtsjahr erhebliche Investitionen in Vorbereitung auf die kommende Geschäftsausweitung getätigt. Diese betreffen vor allem Gebäude und technische Anlagen, wobei für den größten Teil die Abnahme bzw. Inbetriebnahme noch aussteht. Dies erklärt den Anstieg bei den Anlagen im Bau (13.350 T€ gegenüber 132 T€ im Vorjahr), welcher erst nachfolgend zu entsprechenden Erhöhungen bei den Anlagenklassen "technische Anlagen und Maschinen" sowie "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" führen wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Investitionen, ermittelt nach der Bilanzvergleichsmethode, 15.334 T€.

Das Anlagevermögen betrug zum Jahresende 2023 19.867 T€ nach 6.044 T€ in 2022. Das Umlaufvermögen reduzierte sich von 9.571 T€ auf 7.988 T€, wobei der verwendungsbedingte Rückgang der Barmittelbestände (-3.175 T€) die wesentlichste Veränderung darstellte.

Das für den operativen Geschäftsbetrieb relevante Trade Working Capital betrug 2.736 T€ (Vorjahr: 1.408 T€; +1.328 T€). Insbesondere der Anstieg der Vorräte, verbunden mit den bereits mehrfach erwähnten Werkzeugprojekten, zeichnete für diese Entwicklung verantwortlich.

Vermögenslage

T€ 2023 2022 Änderung %
Anlagevermögen 19.867 6.044 13.823 228,7%
Umlaufvermögen 7.988 9.571 -1.583 -16,5%
Vorräte 4.814 3.855 959 24,9%
Forderungen 87 141 -54 -38,2%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.642 2.233 -591 -26,5%
Erhaltene Anzahlungen 523 355 168 47,4%
Trade Working Capital 2.736 1.408 1.328 94,4%

Abbildung 5: Vermögenslage

Im Bereich der Rückstellungen ergab sich eine temporäre Erhöhung insbesondere bei den sonstigen Rückstellungen (1.772 T€ nach 547 T€ im Vorjahr), welche größtenteils auf ausstehende Rechnungen in Verbindung mit Anlagen im Bau entfallen.

Die Bilanzsumme betrug 28.802 T€ nach 15.858 T€ im Vorjahr (+81,6%).

Finanzlage

Zum Zwecke der Finanzierung der Investitionsvolumina von 2023 bis 2025 in Höhe von kumuliert ca. 30.000 T€ wurde bereits im Vorjahr 2022 das Eigenkapital durch Kapitalerhöhungen um insgesamt 7.500 T€ erhöht. Im Berichtsjahr 2023 wurden planmäßig weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung durchgeführt:

Nochmalige Barkapitalerhöhung in Höhe von 2.000 T€;

Ausreichung eines endfälligen Gesellschafterdarlehens in Höhe von 3.000 T€;

Abschluss einer Ziehungslinie i.H.v. 17.000 T€ für langfristige Kredite mit einer Geschäftsbank zum Zwecke der langfristigen Fremdfinanzierung von technischen Anlagen und Bauten.

Von der Ziehungslinie wurden im Berichtsjahr 2023 insgesamt 5.500 T€ für Langfristkredite abgerufen. Der Abruf der noch verbleibenden Ziehungslinie richtet sich nach den noch zu tätigenden Investitionen und der Liquiditätslage der Gesellschaft.

Insbesondere durch die investitionsbedingte Bilanzverlängerung sank die Eigenkapitalquote von 63,2% (2022) auf 36,2% in 2023.

Finanzlage

T€ 2023 2022 Änderung %
Eigenkapital 10.421 10.014 407 4,1%
Kassenbestände und Guthaben 1.839 5.014 -3.175 -63,3%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.883 0 7.883 100,0%
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 3.041 0 3.041 100,0%
Finanzschulden -9.085 5.014 -14.099 -281,2%

Abbildung 6: Finanzlage

Während im Vorjahr noch ein positiver Finanzschuldensaldo i.H.v. - 5.014 T€ ausgewiesen wurde, ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Finanzverschuldung von +9.085 T€. Davon bestehen +3.041 T€ gegenüber Gesellschaftern.

Zusätzlich zu den Guthaben verfügt die RKT über Kreditlinien in Höhe von 5.500 T€. Davon sind 2.500 T€ bis auf weiteres gewährt, während 3.000 T€ jährlich prolongiert werden und derzeit bis zum 31. Januar 2025 bereitgestellt werden.

Im Rahmen der bestehenden Bankfinanzierung unterliegt die Gesellschaft Auflagen. Den Kreditgebern steht bei Nichteinhaltung marktüblicher Covenants (Finanzkennzahlen) ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, wobei bei den betroffenen langfristigen Finanzinstrumenten Garantieerklärungen seitens der Gesellschafterin vorliegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Covenants entsprechend den kreditvertraglichen Regelungen durchgängig eingehalten.

2.4. Finanzielle/nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren verwendet das Unternehmen

Umsatzerlöse als Hauptindikator für die Beurteilung der Marktgängigkeit des Leistungsangebotes der RKT.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") und dessen Verhältnis zum Umsatz ("EBITDA-Marge") als Indikator für die operative Ergebnisbeurteilung.

Der indikative freie Cashflow, ermittelt indikativ mittels Bilanzvergleichsmethode.

Den Jahresüberschuss/-fehlbetrag als Indikator für die Dividendenfähigkeit und die Attraktivität des Unternehmens für Gesellschafter und Investoren.

Finanzielle Leistungsindikatoren

T€ 2023 2022 Änderung %
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen -466 1.199 -1.664 -138,8%
in % vom Umsatz -1,8% 4,8% -6,6% -137,3%
Indikativer freier Cashflow -16.099 1084
in % vom Umsatz -62,4% 4,4% -66,7% -1525,8%
Jahresüberschuss/-Fehlbetrag -1.593 -280 -1.313 468,7%

Abbildung 7: Finanzielle Leistungsindikatoren

 

2023 erreichte das EBITDA -466 T€ nach 1.199 T€ im Vorjahr. Es ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.593 T€ (Vorjahr: -280 T€). Vor allem aufgrund des schnellen Abfalls der Umsatzerlöse mit Produkten i.V.m. COVID19 führte dazu, dass ein ausgeglichenes EBITDA nicht erreicht wurde.

Darüber hinaus dient der freie Cashflow unter Verwendung der Bilanzvergleichsmethode als wesentlicher Indikator um zu messen, inwieweit die Gesellschaft aus dem operativen Geschäft Liquidität generiert oder verbraucht. Dieser Wert betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -16.099 T€ (2022: +1.084 T€).

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden insbesondere folgende Kennzahlen beobachtet:

Mitarbeiterzugehörigkeit und Fluktuationsrate.

Unsere Mitarbeiter die entscheidende Grundlage für ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell. Entsprechend ist es eine zentrale Aufgabe der qualitativen Personalarbeit, unsere Mitarbeiter zu fördern und weiterzuentwickeln.

Im Produktionsbereich die sog. "Overall Equipment Effectiveness" (OEE).

Diese Kennzahl ermöglicht vor allem im Spritzgussmaschinenpark die Messung der Anlageneffektivität der einzelnen Maschinen.

Im Projektgeschäft der Auftragsbestand und die Akquise-Potenziale.

Insbesondere zur Beurteilung der Auslastung und etwaiger Kapazitätsbedarfe im Projektgeschäft werden im Wesentlichen der Auftragsbestand und Potentialaufträge, umgerechnet in Stunden, zur Steuerung des Kapazitätsangebotes verwendet.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Unternehmensentwicklung wird fortlaufend durch ein entsprechendes Chancen- und Risikomanagement überwacht, welches auch periodisch aktualisiert wird. Sofern erforderlich und möglich, werden bei spezifischen Einzelrisiken entsprechende Maßnahmen definiert und überwacht.

Wesentliche Chancen bestehen für das Unternehmen insbesondere bei Medizinprodukten:

Durch die mittelständische Größenordnung positioniert sich die RKT als Hersteller medizinischer Komponenten und Systeme, welcher sich insbesondere auf mittlere Produktionsstückzahlen (in der Regel bis zu mehrere Mio. Einheiten pro Jahr) fokussiert. Dabei verfügt die RKT über die erforderliche Infrastruktur wie Reinräume und auch über die erforderlichen Zertifizierungen. Somit ist die RKT für Medizinunternehmen und Pharmahersteller ein zuverlässiger und kompetenter mittelständischer Fertigungspartner für Produkte, welche (im Unterschied zu regelmäßig oder täglich zu verabreichenden Medikamenten, bei denen Losgrößen von mehreren Mrd. Stück pro Jahr existieren) nachhaltig die vorgenannten jährlichen Bedarfe aufweisen. Zusätzlich zu den etablierten Unternehmen bietet sich die RKT daher auch bevorzugt als Partner für Start Up-Unternehmen an.

Insbesondere bei Anwendungen der In-Vitro Diagnostik kann die RKT die erforderlichen Kompetenzen bis hin zur Endmontage vorweisen. Hier sehen wir bei vielen Produkten Chancen, dass sich die RKT als Fertigungspartner für sehr viele Anwendungen anbietet.

Wesentliche Risiken bestehen für das Unternehmen insbesondere in den folgenden Bereichen:

Kundenkonzentration: Die Umsatzbasis des Unternehmens besteht neben einer Vielzahl von Kunden mit kleineren Umsatzanteilen auch aus einzelnen großen Schlüsselkunden. Neben der intensiven Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden zur langfristigen Absicherung dieser Beziehungen zielen langfristige Planungen des Unternehmens darauf ab, insbesondere durch die Gewinnung von Neukunden mit mittleren Umsatzanteilen die Umsatzbasis weiter auszubauen.

Energieversorgung und Energiekosten: Das Unternehmen ist abhängig von der Versorgung und den Stromkosten. Im Lichte der Erfahrungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sind energieintensive Unternehmen davon abhängig, dass die energiepolitischen Rahmenbedingungen einen wirtschaftlichen Betrieb möglich machen.

Kundenspezifische Anlagen und Vorrichtungen: Teilweise verfügt das Unternehmen über Produktionseinrichtungen und Zukaufmaterialien, die nicht oder nur in Verbindung mit zusätzlichem Aufwand für alternative Produkte verwendet werden können. Sofern die RKT gesamt oder in Teilen solche Anlagen und Materialien selbst finanziert hat besteht das Risiko, dass bei deutlich geringeren Stückzahlen als geplant die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben ist. In solchen Fällen können Sonderabschreibungen auf solche spezifische Vermögensgegenstände erforderlich werden.

Hinsichtlich Finanzrisiken verfügt das Unternehmen über entsprechende Versicherungen, um Kreditausfallrisiken zu reduzieren.

4. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft bei den Produktumsätzen ein vergleichbares bis leicht niedrigeres Niveau, verglichen mit 2023. Insbesondere bei Kunden außerhalb der Medizin- und Pharmabranche ist davon auszugehen, dass die Wachstumsaussichten in Europa und vor allem in Deutschland sich auch in den Umsatzerlösen des Unternehmens widerspiegeln. Darüber hinaus gibt es bei diversen Kunden im Medizinbereich Verzögerungen bei der Markteinführung oder dem Stückzahlhochlauf, so dass insgesamt die Erwartungen für 2024 geringer ausfallen.

Bei den Projekterlösen wird 2024 aufgrund der Umsatzrealisierung spezifischer Werkzeugprojekte eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse erwartet, wobei damit korrespondierend eine spürbare Reduktion des Bestandes einhergehen wird. Grundsätzlich werden Projekterlöse ohne solche Sondereffekte aber auch mittelfristig in der historisch bekannten Größenordnung im höheren einstelligen Millionenbereich erwartet.

Die Investitionstätigkeit wird ab 2024 deutlich sinken. Dabei werden insbesondere die erwarteten Fertigstellungen und Inbetriebnahmen von bereits vorhandenem Anlagevermögen zu erhöhten Abschreibungswerten führen.

Ab 2025 sind deutliche Umsatzsteigerungen bei den Produktumsätzen geplant, da vor allem für ein Großprojekt im Verlauf des laufenden Jahres 2024 der Serienanlauf ansteht und 2025 ganzjährig umsatzwirksam sein wird. Darüber hinaus wird bei mehreren Kunden ebenfalls in 2025 Beginn und Hochlauf der Serienproduktion erwartet.

In Folge erwartet die Gesellschaft 2024 nochmals höhere operative Verluste und einen erhöhten Jahresfehlbetrag. Mit Blick auf das operative Ergebnis geht die Gesellschaft davon aus, spätestens 2026 ein auskömmliches Ertragsniveau zu erreichen.

 

Roding, 8. März 2024

Die Geschäftsführung

Stephan Schulak

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH, Roding

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH, Roding, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH, Roding, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 11. März 2024

PKF Riedel Appel Hornig GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dieter Wilhelm, Wirtschaftsprüfer

Franz-Josef Appel, Wirtschaftsprüfer

Maßgeblich ist ausschließlich der gebundene und mit Unterschriften im Original versehene Prüfungsbericht. PDF-Versionen des Prüfungsberichts sind nicht verbindlich.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.207,00 239.085,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.233.855,63 3.253.919,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 702.897,00 203.151,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.241.174,00 2.213.079,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.350.045,82 132.402,73
19.527.972,45 5.802.552,36
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 2.500,00 2.500,00
19.866.679,45 6.044.137,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.540.998,52 1.244.586,55
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.269.836,38 2.962.673,59
3. Fertige Erzeugnisse 920.788,69 721.206,80
4. Erhaltene Anzahlungen -5.917.415,64 -1.073.248,42
4.814.207,95 3.855.218,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.899,15 140.545,76
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.247.748,24 561.552,27
1.334.647,39 702.098,03
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.838.933,93 5.013.600,55
7.987.789,27 9.570.917,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 105.980,27 60.005,11
D. Aktive latente Steuern 841.886,33 183.000,00
28.802.335,32 15.858.059,57

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 256.000,00 256.000,00
II. Kapitalrücklage 10.300.000,00 8.300.000,00
III. Gewinnvortrag 1.458.390,48 1.738.549,24
IV. Jahresfehlbetrag -1.593.301,80 -280.158,76
10.421.088,68 10.014.390,48
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.566.895,00 1.660.662,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.772.163,17 546.970,47
3.339.058,17 2.207.632,47
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.883.479,26 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr 2.383.479.26 €
- davon mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr 5.500.000,00 €
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 522.718,38 354.587,82
- davon mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr 522.718,38 € (Vj.:354.587,82 €)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.641.917,89 2.233.181,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr 1.641.917,89 € (Vj.: 2.233.181,20 €)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.040.533,33 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr 40.533,33 € (Vj.: 0,00 €)
- davon mit einer Restlaufzeit über ein Jahr 3.000.000,00 € (Vj.: 0,00 €)
- davon gegenüber Gesellschafter 3.040.533,33 € (Vj.: 0,00 €)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.953.539,61 1.048.267,60
- davon mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr 1.953.539,61 € (Vj.: 1.048.267,60 €)
- davon aus Steuern 110.142,80 € (Vj.: 107.635,83 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.836,25 € (Vj.: 9.368,62 €)
15.042.188,47 3.636.036,62
28.802.335,32 15.858.059,57

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.811.149,26 24.780.035,59
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.506.744,68 1.783.306,72
3. Sonstige betriebliche Erträge 140.363,76 137.912,24
- davon aus der Währungsumrechnung 3.579,35 € (Vj. 44.030,19 €)
31.458.257,70 26.701.254,55
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -13.412.871,69 -7.900.688,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.889.308,86 -3.135.588,53
Rohergebnis 16.156.077,15 15.664.977,87
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.653.323,97 -9.258.557,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.112.435,13 -1.979.691,64
- davon für Altersversorung 50.608,16 € (Vj. 98.451,58 €)
6. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.511.330,29 -1.449.744,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.855.887,81 -3.228.166,31
- davon aus der Währungsumrechnung 2.401,51 € (Vj. 43.434,82 €)
-1.976.900,05 -251.182,01
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 31,25 31,25
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.434,31 4.156,72
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -268.835,63 -88.906,19
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung 22.084,00 € (Vj. 25.319,00 €)
- davon an verbundene Unternehmen 40.533,33 € (Vj. 38.547,77 €)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 655.001,73 182.841,88
- davon aus aktiven latenten Steuern 658.886,33 € (Vj. 183.000,00 €)
12. Ergebnis nach Steuern -1.581.268,39 -153.058,35
13. Sonstige Steuern -12.033,41 -127.100,41
14. Jahresfehlbetrag -1.593.301,80 -280.158,76

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