Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Forbo Siegling GmbH
Lilienthalstraße 6, 30179 Hannover, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pino Dr. Ing. Cordini seit 7.11.2025 | Geschäftsführer |
Boris Jekov seit 22.8.2025 | Prokura |
Reinhard Reisinger seit 15.9.2020 | Prokura |
Torsten Dr. Buch seit 11.6.2019 | Geschäftsführer |
Marc Richard Deimling seit 25.1.2018 | Geschäftsführer |
Judith-Anne Matz seit 29.5.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Forbo Beteiligungen GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Forbo Siegling GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Forbo Siegling GmbH, Hannover, eingetragen beim Amtsgericht Hannover, Abteilung B unter der Nummer HRB 51889, wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit erfolgen sämtliche Betragsangaben in Tausend Euro (T€). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem im § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gesamtkostenverfahren gegliedert. Pflichtangaben, die wahlweise in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen sind, werden im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit teilweise in den Anhang übernommen. I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt unverändert nach den folgenden Grundsätzen: Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie anteilige Fertigungsgemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter (mit Anschaffungskosten von € 150 bis € 1.000), die im Zeitraum 01.01.2008 bis 31.12.2017 angeschafft wurden, werden auch handelsrechtlich analog der steuerlichen Vorschriften als Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Seit 01.01.2018 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten von € 250 bis € 1.000) als Sammelposten erfasst und über 5 Jahre analog abgeschrieben. Die übrigen immateriellen (3-15 Jahre) und materiellen Vermögensgegenstände (5-40 Jahre) werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Ermittlung des beizulegenden Werts der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Dem Discounted-Cashflow-Verfahren lagen die verabschiedeten Jahresplanungen der relevanten Beteiligungen zugrunde. Die geplanten Erträge und Aufwendungen orientieren sich an den in der Planung berücksichtigten Kenntnissen der Kunden, Märkte und Wettbewerber und Prognosen externer Quellen. Das erste Jahr erfolgt auf einer detaillierten Bottom-Up Planung. Die Folgejahre werden unter Berücksichtigung von Wachstumsraten und EBIT-Margen sowie zuzüglich der Auswirkungen strategischer Maßnahmen fortgeschrieben. Für die Folgejahre wurden die Cashflows des letzten Planjahres angesetzt. Als Abzinsungssatz wurde der WACC um einen Länderaufschlag für die jeweilige Beteiligung angepasst, um die entsprechenden länderspezifischen Risiken bestmöglich abzubilden. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die detaillierte Bewertung des Finanzanlagevermögens hat im Geschäftsjahr 2023 zu keiner Auf- oder Abwertung geführt. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die steuerlich aktivierungspflichtigen Beträge. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit, niedrigeren Reproduktionskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben, wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Aufstellung des Jahresabschluss erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorliegen, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Der saldierungsfähige Teil der Rückstellungen für einen Demografiefonds wurde mit dem entsprechenden Deckungsvermögen i. H. v. T€ 1.921 (Vorjahr T€ 1.627) saldiert. Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Es fand keine Saldierung der Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres aus der Abzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen statt, da keine Erträge oder Aufwendungen vorlagen. Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen üblichen Projected Unit Credit Methode. Für die Jubiläumsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Dieser beträgt 1,75 % (Vorjahr 1,44 %). Die Fluktuationsquote wurde bis zum 50. Lebensjahr des Mitarbeiters mit 1 % und ab dem 50. Lebensjahr mit 0 % angenommen. Die jährlichen Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Heubeck Richttafeln 2018 G zugrunde. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum (konzerninternen) Umrechnungskurs vom Erstverbuchungstag erfasst, sofern nicht zur verlustfreien Bewertung ein niedrigerer bzw. höherer Stichtagskurs zu berücksichtigen war. Zum Stichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. II. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen und Finanzanlagen Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 15.292 (Vorjahr T€ 22.793) sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig. Hiervon bestehen Forderungen in Höhe von T€ 808 (Vorjahr T€ 1.004) gegen die Gesellschafterin. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 7.149 (Vorjahr T€ 11.651) enthalten. (3) Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 10.230. Alle Geschäftsanteile werden von der Forbo Beteiligungen GmbH, Hannover, gehalten. (4) Kapitalrücklage Es handelt sich um eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 38.702 (Vorjahr T€ 20.552). Zum 15.11.2023 hat die Forbo Beteiligungen GmbH die Kapitalrücklage um T€ 18.150 erhöht. (5) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Verpflichtungen gegenüber dem Personal (T€ 1.535; Vorjahr T€ 2.561), ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 945; Vorjahr T€ 737) und Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 900; Vorjahr T€ 1.000). (6) Verbindlichkeiten Hierunter sind nachfolgende Posten erfasst:
Das Darlehen von der Forbo Beteiligungen GmbH, Hannover, wurde per 15.11.2023 in die Kapitalrücklage umgewandelt. Die Cash Pool Vereinbarung wurde per 01.12.2023 von der Forbo Beteiligungen GmbH, Hannover, auf die Forbo Management S.A., Baar, Schweiz übertragen.
**) davon aus Lieferungen und Leistungen T€
0 (Vorjahr T€ 0).
Sicherheiten wurden nicht bestellt. (7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen über T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 1.691 (Vorjahr T€ 1.776). Zweck der Leasingverträge ist die bessere Planbarkeit der Aufwendungen, das Vermeiden von zusätzlichem Personalbedarf für die Administration sowie die vereinfachte Abwicklung durch die Leasinggeber. Risiken aus den o. g. Leasingverhältnissen bestehen nicht. Das Bestellobligo beträgt T€ 40 (Vorjahr T€ 74) per 31.12.2023. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Nach Produkten:
Nach geographischen Märkten:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.469 (Vorjahr T€ 1.391), davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.291; Vorjahr T€ 108), Erträge aus Währungsumrechnung (T€ 297; Vorjahr T€ 308), Erträge aus Lieferantenboni und Provisionen (T€ 76; Vorjahr T€ 97) und Erträge aus der Erstattung von Energie- und Stromsteuer (T€ 69; Vorjahr T€ 136). (3) Personalaufwand Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Betriebsaufwendungen von T€ 6.342 (Vorjahr T€ 6.717), davon Aufwendungen aus Fremdreparaturen von T€ 3.904 (Vorjahr T€ 4.259) und Verwaltungs- und Vertriebskosten von T€ 8.940 (Vorjahr T€ 9.088). Die anderen sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 1.163 (Vorjahr T€ 945) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 54 (Vorjahr T€ 48) und Verluste aus Währungsumrechnung von T€ 702 (Vorjahr T€ 300). (5) Zinsergebnis Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
(6) Aufwendungen aus Gewinnabführung/Ertrag aus Verlustübernahme Grundlage hierfür ist der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin Forbo Beteiligungen GmbH in Hannover. Steuerbelastungen fallen daher bei der Gesellschaft nicht an. Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 87 (Vorjahr T€ 76) handelt es sich um ausländische Quellensteuer. IV. Sonstige Angaben (1) Honorar Abschlussprüfer Im Berichtsjahr wurden T€ 54 ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen 2023 an die KPMG AG berücksichtigt. (2) Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Dr. Torsten Buch, Wedemark, Vice President Global Product Line Management Transilon/ Transtex Marc Richard Deimling, Hannover, Executive Vice President Movement Systems Matthias Hahn, Hamburg, President EMEA, Managing Director Judith-Anne Matz, Hemmingen, Director Finance and Controlling Europe, Managing Director Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf T€ 983 belaufen. Vorschüsse und Kredite an die Geschäftsführung wurden nicht gewährt. (3) Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist aus der Anlage 2 ersichtlich, der Bestandteil des Anhangs ist. (4) Mutterunternehmen und Teilkonzernabschluss Von der Erstellung eines deutschen Teilkonzernabschlusses haben Mutterunternehmen (Forbo Beteiligungen GmbH, Hannover) und Gesellschaft bisher abgesehen. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die Forbo Holding AG, Baar/Schweiz. Deren Konzernabschluss wird anlässlich der Generalversammlung in Zürich/Schweiz veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. (5) Nachtragsbericht Vorgänge, die eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten, wenn sie sich bereits vor Ablauf des Geschäftsjahres 2023 ereignet hätten, hat es nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 nicht gegeben.
Hannover, den 04.06.2024 Forbo Siegling GmbH gez. Dr. Torsten Buch gez. Marc Richard Deimling gez. Matthias Hahn gez. Judith-Anne Matz Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. VORBEMERKUNG Forbo Siegling GmbH, Hannover, fungiert als Produktions- und Vertriebsgesellschaft innerhalb des Geschäftsbereiches Movement Systems des Forbo Konzerns mit Sitz in Baar, Schweiz. Gleichzeitig ist am Standort Hannover die Divisionsleitung für den Geschäftsbereich Movement Systems angesiedelt. Der Abschluss der Forbo Siegling GmbH wird im Konzernabschluss der Forbo Holding AG, CH-Baar, konsolidiert. Aus vorgenanntem Grund erstellt die Gesellschaft zusätzlich ein Konzern-Reporting in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Forbo Beteiligungen GmbH mit Sitz in Hannover ist 100% Gesellschafter der Forbo Siegling GmbH. B. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS I. Geschäftsmodell Forbo Siegling GmbH Die Geschäftstätigkeit der Forbo Siegling GmbH ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Forbo Siegling gehört zum Geschäftsbereich Movement Systems in der Forbo Gruppe. Unternehmenszweck ist die Herstellung und der Vertrieb von Antriebs- und Transportelementen. Hauptabnehmer unserer Produkte finden sich in den Segmenten Logistik (Paketzusteller, Flughäfen, Versandhandel), Raw Materials (holz- und steinverarbeitende Industrie) sowie in dem weiteren Kernsegment Lebensmittelindustrie. Die Forbo Siegling GmbH, als Teil der Division Movement Systems, mit ihrer mehr als 100-jährigen Firmengeschichte ist heute mit fünfunddreißig Landes- und Vertriebsgesellschaften in Europa, Asien, Amerika und Australien vertreten sowie an zwei Gesellschaften in Südamerika beteiligt. II. Ziele und Strategien Der Transportbänder- und Antriebsriemenmarkt ist weltweit durch einen Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Um sich vom Wettbewerb zu differenzieren, muss es daher weiterhin das Ziel sein, die Produkte innerhalb der einzelnen Sortimente auf den jeweiligen Endverbraucher auszurichten und die unterschiedlichen Zielgruppen individuell anzusprechen. Dies bedeutet für die Zukunft Investitionen in Produktentwicklung, Kommunikation und Service. Dabei wird der Fokus auf margenstarke Sortimente und Wachstumsbereiche gelegt. Alle genannten strategischen Maßnahmen sollen dazu führen, zukünftig nachhaltig positive Ergebnisse zu generieren. III. Steuerungssysteme Eine der wesentlichen Kennzahlen für die operative Steuerung des Erfolgs im Forbo-Konzern ist das EBIT und die entsprechende EBIT-Marge zu den Umsatzerlösen. Die EBIT-Marge wird konzerneinheitlich für alle Tochtergesellschaften ermittelt und ist Bestandteil des umfangreichen monatlichen Reporting des Controllings. Monatlich detaillierte Umsatz- und Deckungsbeitragsberichte liefern steuerungsrelevante Informationen über die Mengen- und Preisentwicklung auf Ebene der Kunden in Form von Plan-Ist-Vergleichen auf verschiedenen Aggregationsebenen. Auf dieser Basis werden Maßnahmen zur Optimierung der Leistungsseite initiiert. Ziel aller Maßnahmen ist die Verbesserung des Kunden- bzw. Produktertrages. Auch für die Beurteilung der Kosten steht ein umfangreiches Berichtswesen zur Verfügung, welches Erkenntnisse über strukturelle Kosten der einzelnen Funktionen und Gesellschaften liefert. Ziel dabei ist, auch unterjährig zeitnah hinreichend detaillierte Überwachungsmöglichkeiten der Ertrags-, Vermögens- und Finanzziele zu gewährleisten. Die Führung der Gesellschaft erfolgt auf Basis von Kennzahlen, die im IFRS-Abschluss ermittelt werden. Diese stimmen weitestgehend mit denen im HGB-Abschluss genannten Zahlen überein. Ausgenommen sind davon die Umsatzerlöse, die aufgrund der Erweiterung der Umsatzerlösdefinition nach § 277 Abs. 1 HGB seit 2016 Erträge enthalten, die nach IFRS in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden und somit von den IFRS-Kennzahlen abweichen. Die Differenz zwischen IFRS und HGB Ausweis beträgt für das Geschäftsjahr 2023 11.368 T€ (2022 11.285 T€) Ausweis:
Key Figures Budget 2024
Als nicht finanzielle Kennzahlen werden darüber hinaus folgende Leistungsindikatoren hinzugezogen: 1. FTE (Full time equivalent) zum jeweiligen Jahresende
2. Krankenquote im Branchenvergleich (chemische Industrie) Krankenstand in %
IV. Forschung und Entwicklung Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir grundsätzlich zwei Ziele: + Die Erhöhung des Kundennutzens + Einen möglichst effizienten Einsatz der Ressourcen Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf die Verfahrensoptimierung sowie die Produktneu- und -weiterentwicklung. Die beständige Überprüfung und Fortentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren und -prozesse soll eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal sicherstellen. Dazu analysieren wir neue Technologien und Materialien und betreiben eigene Forschungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Produktentwicklung, Produktaufbereitung, Verfahrenstechnik und Analytik. Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2023 3.434 T€ (Vorjahr 3.364 T€). C. WIRTSCHAFTSBERICHT I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Der Geschäftsverlauf der Forbo Siegling GmbH ist wesentlich beeinflusst von der Entwicklung im deutschen Maschinenbau sowie von der Entwicklung der Exportwirtschaft. Die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur hinterlässt auch im Maschinen- und Anlagenbau zu-nehmend Spuren. Zwar lief die Produktion in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten vergleichsweise gut. Sie erreichte bis einschließlich Oktober ein reales Plus von 0,9%. Die bis zum Sommer gute Produktion sorge zwar dafür, dass der VDMA seine Schätzung für 2023 anhebe. Er rechne nur noch mit einem Produktionsrückgang von real 1%. Anders als vor einem Jahr könne der sinkende Auftragsbestand die Produktion aber immer weniger stützen. Daher passt der Verband die Prognose für 2024 von bisher -2 auf nun -4% an. Denn Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau bleiben seit Jahresbeginn Monat für Monat hinter dem Vorjahr zurück - in Summe um real 13% in den ersten zehn Monaten 2023. Damit sinken auch die Auftragspolster. Die Forbo Siegling GmbH verzeichnete einen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2023 von rd. 2,1 % (Umsatzerlöse gem. HGB). Hauptursache für den Umsatzrückgang war die sinkende Nachfrage im Inlandsgeschäft, das mit 2,9 % unter Vorjahr abschloss, während das Auslandsgeschäft, inklusive der Umsätze mit verbundenen Unternehmen ein Minus von 1, 6 % verzeichnete. II. Geschäftsverlauf Das Ergebnis vor Abführung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -169 T€ (573 T€ in 2022). Der Geschäftsverlauf 2023 war geprägt von deutlich rückläufiger Nachfrage und unverändert hohen Preisen auf der Einkaufsseite. Die hohen Kosten auf der Einkaufsseite konnten nur teilweise durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden, da durch den Nachfragerückgang auf der Verkaufsseite entsprechender Druck auf die Verkaufspreise entstanden ist. Die ebenfalls gestiegenen Kosten im Bereich Personal und sonstigen Sachausgaben in Verbindung mit rückläufigen Umsätzen hatten entsprechend negativen Einflusses auf die EBIT-Entwicklung im Geschäftsjahr 2023. Das EBIT gem. IFRS lag mit 3.367 T€ deutlich unter Vorjahr (5.316 T€) und konnte auch den Planwert 2023 in Höhe von 6.256 T€ nicht erreichen. III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Der Gesamtumsatz gem. IFRS im Geschäftsjahr 2022 ist gegenüber Vorjahr um 2,4% gesunken. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 basierend auf den gem. § 277 Abs. 1 HGB ermittelten Umsätzen betrug 129.214 T€ (Vorjahr 131.980 T€). Das Geschäftsjahr 2023 verzeichnete einen deutlichen Rückgang bei den Umsätzen gem. IFRS sowohl im Inland (- 2,9 % gegenüber Vorjahr), als auch beim Exportgeschäft inkl. Umsätze mit verbundenen Unternehmen (- 1,7 % gegenüber Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 leicht auf 2.380 T€. (2022: 2.262 T€). Der Zinsaufwand gegenüber Forbo Beteiligungen GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 erneut deutlich, aufgrund steigender Zinssätze (4,902 % 2023/2,193 % seit Q4/2022) gegenüber Vorjahr um 1.260 T€ (1.750 T€ 2023 / 490 T€ 2022). Die Beteiligungserträge erhöhten sich gegenüber Vorjahr um 82 T€ auf 636 T€ (Vorjahr 554 T€). Diese Erträge stammen aus einer 100 % Beteiligung an der Forbo Korea Ltd. Die Bewertung der Beteiligungsverhältnisse mit Forbo Siegling China Ltd. und Forbo Korea Ltd. führte im Geschäftsjahr 2023 zu keinem Abwertungsbedarf (Vorjahr -2.420 T€). Das Finanzergebnis verbesserte sich daher gegenüber Vorjahr von -2.339 T€ auf -1.041 T€. Die Materialaufwendungen (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) reduzierten sich im Vorjahresvergleich deutlich um 17,8 % oder 10.628 T€ (2023 49.020 T€ / 2022 59.648 T€), während die Umsätze (nach HGB) lediglich einen Rückgang von 2,1 % erreichten. (2023 129.214 T€ / 2022 131.980 T€). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 18.758 T€ (2022) auf 23.700 T€ (2023). Dieser deutliche Zuwachs ist hauptsächlich verursacht durch stark angestiegene Kosten für die Beschaffung von Energie (Strom +1.702 T€ und Gas +2.738 T€ gegenüber 2022). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich geringfügig um 307 T€ oder 1,8 % (2023 16.444 T€ /2022 16.750 T€). Die Anzahl der Mitarbeiter/innen im Jahresdurchschnitt 2023 betrug 515, davon 287 gewerbliche Mitarbeiter und 228 Angestellte. Gegenüber 2022 reduzierte sich die Anzahl im Jahresdurchschnitt um 13 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich. Ursache für die Reduzierung ist die Umstellung von 4 Schicht auf 3 Schicht Betrieb im Geschäftsjahr 2023, die aufgrund der rückläufigen Nachfrage erforderlich wurde. Im Angestelltenbereich blieb die Anzahl im Jahresdurchschnitt gleich. Der Personalaufwand reduzierte sich dementsprechend im Vergleich zum Vorjahr leicht von 39.617 T€ (2022) auf 39.009 T€ (2023) um -1,5 %. b) Vermögens- und Finanzlage ba) Sachanlagen Das Investitionsvolumen der Forbo Siegling GmbH betrug im Geschäftsjahr 2023 2.524 T€ (2.814 T€ in 2022). Bei den Investitionen handelt es sich in der Mehrheit um Ersatzinvestitionen. Das Abschreibungsvolumen ist im Vergleich zum Vorjahr auf 2.844 T€ gesunken (Vorjahr: 3.033 T€). Das Investitionsvolumen für 2024 ist mit 3.100 T€ geplant und bezieht sich auf Ersatzinvestitionen im Bereich Produktion- und Konfektionierung, sowie auf Investitionen zum Klimaschutz, bzw. Energieeinsparung. Die bereits für 2023 geplante Erweiterung des Konfektionierungswerks in Garbsen hat sich aufgrund gestiegener Baukosten verschoben. Aktuell ist der Planungsbeginn für Q4 / 2024 angedacht. bb) Finanzierung Die Finanzierung der Forbo Siegling GmbH erfolgt ausschließlich über Konzernmittel. Die Darlehensgewährung wurde im Geschäftsjahr umgestellt und erfolgt nun zu 100 % über die Forbo Management SA, Schweiz. Das bestehende Darlehen bei unserer Muttergesellschaft, der Forbo Beteiligungen GmbH, Hannover wurde zu 100 % in eine Kapitaleinlage umgewandelt. Ebenfalls im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Umstellung des Cash-Pooling-Systems innerhalb der Euro-Zone, bei dem - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns zentriert werden und welches ebenfalls von der Forbo Management SA, Schweiz übernommen wurde. Der Cash Pool wird bei der Société Générale geführt. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling-System ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung und in absehbarer Zukunft, jederzeit gewährleistet. c) Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2023 48.933 T€ und hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Umwandlung eines Darlehens der Forbo Beteiligungen GmbH in eine Kapitalrücklage um 18,2 Mio € erhöht. Das Jahresergebnis wird aufgrund des seit 1995 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Organträger Forbo Beteiligungen GmbH, mit Sitz in Hannover, an diesen abgeführt. Im Kalenderjahr 2023 wurde ein Verlust in Höhe von -168 T€ (Vorjahr: +573 T€) als Ergebnisabführung eingestellt und gleichzeitig als Forderung gegenüber dem Organträger ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände von 23.857 T€ (Vorjahr: 24.584 T€) ist vollständig durch das Eigenkapital der Gesellschaft finanziert. Die wesentlichen kurzfristigen Positionen auf der Vermögensseite sind Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Summe der Vorräte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 360 T€ (0,98 %) von 36.683 T€ auf 37.041 T€. d) Gesamteinschätzung Die Geschäftsleitung Ist mit der Gesamtlage des Unternehmens zufrieden. Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage wird als nachhaltig positiv eingeschätzt. IV. Prognosebericht Das primäre Ziel der Forbo Siegling GmbH ist die Erreichung eines nachhaltigen positiven Ergebnisses zur Steigerung des Unternehmenswertes. Der zuletzt deutliche Nachfragerückgang auf Kundenseite hat sich im 1. Quartal 2024 leicht erholt. Negativ wirkt sich unverändert der Fachkräftemangel, sowie die unsichere globale politische Lage, insbesondere der andauernde Krieg in der Ukraine und die Auseinandersetzungen im Gaza Streifen, auf die Geschäftsentwicklung aus. Dies vorausgeschickt rechnen wir mit folgenden Planzahlen für 2024:
*) alle Angaben gem. IFRS Reporting
2. nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Der Start in das neue Geschäftsjahr 2024 wird als schwierig bewertet. Die Planzahlen für Januar - Mai 2024 bezogen auf den Gesamtumsatz konnten nicht erreicht werden. Der Auftragseingang zeigt allerdings für die Folgemonate eine leicht positive Tendenz. Aufgrund leichter Zuwächse bei den Auftragseingängen erwarten wir dennoch das geplante Wachstum für das gesamte Geschäftsjahr 2024 zu erreichen. Dies steht allerdings unter dem Vorbehalt der weiteren geopolitischen Entwicklungen und der weiteren Entwicklung der Kundennachfrage. Unverändert fokussieren wir uns auch im Geschäftsjahr 2024 auf nachhaltiges Wachstum im Bereich der Produktelinien Prolink, Extremultus und Fullsan mit dem Ziel, unsere Marktanteile weiter auszubauen. Es wird erwartet, dass mit dem geplanten Umsatzzuwachs für das Geschäftsjahr 2024 ein EBIT in Höhe von ca. 5,5% der Umsatzerlöse erreicht werden kann. Wir erwarten eine Erholung der Wirtschaft im Geschäftsjahr 2024, sehen diese Prognose aber unverändert unter dem Vorbehalt der schwierigen Vorhersehbarkeit der aktuellen Geschäftsentwicklung. V. Chancen- und Risikobericht Wie im Prognosebericht dargestellt besteht ein unverändert schwer einzuschätzendes Risiko im weiteren Geschäftsverlauf durch die Folgen der immer noch hohen Energiepreise, dem Fachkräftemangel und den geopolitischen Risiken. Durch die permanente Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen, sowie einer deutlich verbesserten Lieferbereitschaft, erwarten wir auch für 2024 nachhaltig profitables Wachstum. Dies wird unterstützt durch ein hohes Maß an Kostendisziplin und reduzierten Kostenbudgets in allen Bereichen, um ggfs. auf einen erneuten Rückgang der Kundennachfrage reagieren zu können. Unverändert liegt eines der Hauptrisiken in der Substituierbarkeit unserer Hauptumsatzträger sowie in dem damit verbundenen Kostendruck durch unsere Wettbewerber. Diesem Risiko wird begegnet durch:
Währungsrisiken bestehen nur im geringen Umfang für Warenlieferungen in die USA, Mexiko, Kanada und nach England. Mit Ausnahme von USA, Mexiko, Kanada und England erfolgen alle Lieferungen an unsere Exportkunden in Euro. Bonitätsrisiken bestehen nur in dem Umfang, wie ihnen bereits im Jahresabschluss Rechnung getragen wurde. Der überwiegende Teil der Exportlieferungen erfolgt über unsere verbundenen Unternehmen im Ausland, die das lokale Debitorenrisiko tragen. Chancen für den weiteren Ausbau unseres Marktanteils sehen wir unverändert in der nachhaltigen Verstärkung der Präsenz in den globalen Wachstumsmärkten, die wir auch im Geschäftsjahr 2024 konsequent fortsetzen werden. Weitere Wachstumschancen erwarten wir durch die Einführung von Neuprodukten im Transportbandbereich (Transilon und Fullsan) und im Bereich Plastikmodulbänder (Prolink), sowie zusätzliches Wachstum im Antriebsriemenbereich (Extremultus). Durch Fokussierung auf nachhaltigen Lieferservice und Lieferbereitschaft durch Bereitstellung ausreichender Kapazitäten im Bereich der Konfektionierung erwarten wir zusätzliches Wachstum in allen Kernbereichen. VI. Erklärung zur Unternehmensführung Gemäß Gesellschafterbeschluss der Forbo Beteiligungen GmbH wurde eine Zielgröße von 25 % für den Frauenanteil in der 1. Führungsebene, der Geschäftsführung, festgelegt. Die von der Geschäftsführung festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil in der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung beträgt 20 %, für die 3. Führungsebene 15 %. Die Umsetzung soll bis zum 31.12.2029 erfolgen.
Hannover, den 23.08.2024 Forbo Siegling GmbH gez. Dr. Torsten Buch gez. Marc Richard Deimling gez. Matthias Hahn gez. Judith-Anne Matz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Forbo Siegling GmbH, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Forbo Siegling GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Forbo Siegling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt VI. des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt VI. des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 5. September 2024 KPMG
AG
Benson, Wirtschaftsprüfer Kaiser, Wirtschaftsprüferin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
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