Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl-Heinz Müller seit 28.11.2023 | Prokura |
Christoph Fassbender seit 10.3.2015 | Prokura |
Patrick Erhard Bindewald seit 24.9.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cornexo GmbHFreimersheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftstätigkeit des Unternehmens Der wesentliche Tätigkeitsbereich der Cornexo GmbH ist der Betrieb einer Maismühle. Das Kerngeschäft ist der Verkauf von Maisgrieß und Maismehl und den anfallenden Nachprodukten an Industriekunden, Großhandel, Handwerksbetriebe und die Tierfutterindustrie. Die Absatzgebiete befinden sich vorrangig in Deutschland, dem EU-Ausland und Großbritannien. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage 1. Wirtschaftliches Umfeld/Branchenkonjunktur Die Weltkonjunktur bewegte sich im Jahr 2023 in einem anhaltend krisengeprägten Umfeld. Eine global unvermindert schwache Industrieproduktion sowie die stark gestiegenen Zinsen in allen relevanten Wirtschaftsräumen hemmten die wirtschaftliche Entwicklung. Als weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene Entwicklung der chinesischen Wirtschaftsdaten zu nennen. Auch China, das erhoffte Zugpferd der Weltkonjunktur, geriet ins Straucheln und durchlebte eine spürbar abflachende Dynamik. Die Lieferkettenschwierigkeiten des Vorjahres wurden weitgehend durch neue Probleme abgelöst. Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens von staatlichen Stützungsmaßnahmen und schwierigen Finanzierungsbedingungen Schwächen. Das IWF schätzt, dass sich das globale Wachstum von 3,5% im Vorjahr auf 3,0% in 2023 abgeschwächt hat. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland blieb von den zuvor genannten Entwicklungen nicht unbeeinflusst. Vielmehr machten sich die Schwierigkeiten in der stark exportorientierten deutschen Volkswirtschaft überproportional bemerkbar. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen corona-bedingten Einbruch geriet ins Stocken und setzte sich nicht weiter fort. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank zum Vorjahr um 0,3%. Vor Jahresbeginn lag die Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage noch bei +1,5%, was die starke unterjährige wirtschaftliche Abkühlung verdeutlicht. Die Inflation hat sich zum Jahresende, nach Höchstständen in 2023, leicht abgeschwächt, verharrt in Deutschland mit knapp 6% für das Gesamtjahr aber weiterhin auf herausfordernd hohem Niveau. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar für alle Verbraucherinnen und Verbraucher mit +13,4%. Besonders stark verteuerten sich neben Brot- und Getreideerzeugnisse, Molkereiprodukte, Fischwaren und Gemüse. Im Kampf gegen die Inflation hat die Europäische Zentralbank seit Sommer 2022 zehnmal in Serie die Zinsen angehoben. Dies dämmte die Inflation zwar ein, wirkte sich jedoch negativ auf die Kapitalkosten aus. Die Sorge vor anhaltenden inflationären Triebkräften dürften die Zinssenkungen erst deutlich zeitverzögert in 2024 erwartbar machen. Wir gehen daher von einem anhaltend hohen Zinsniveau in 2024 aus und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen. 176 meldepflichtige Mühlen (-5 gegenüber dem Vorjahr) vermahlen in Deutschland Getreide. Mais macht dabei nur einen sehr kleinen Teil aus. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im August den Erntebericht 2023 veröffentlicht. Die vorläufigen Zahlen beruhen auf den Schätzungen der laufenden Ernte- und Betriebsberichterstattung. Die Anbaufläche von Körnermais wurde in diesem Frühjahr erneut ausgeweitet, im Vergleich zum Vorjahr um 3,4% auf 472.200 Hektar. Die Aussaat gestaltete sich aufgrund schlecht befahrbarer Böden bei hoher Bodenfeuchtigkeit und kühlen Temperaturen in vielen Regionen problematisch, sodass der Mais verspätet in die Entwicklung startete. Die Jungpflanzen gerieten im Mai und Juni dann vielerorts unter Trockenstress. Klimatisch waren die Bedingungen für Menge und Qualität der Ernte suboptimal. Das Jahr 2023 war in Deutschland das Wärmste seit Messbeginn 1881. Auch weltweit war 2023 ein neues Rekordjahr bei den Temperaturen. Ein rekordmilder Jahresbeginn ließ bereits erahnen, dass ein sehr warmes Jahr bevorstehen würde. Im Gegensatz zu früheren warmen Jahren, die oft von Hitzewellen und Trockenheit geprägt waren, dominierten 2023 eher feucht-warme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen (sechst-nassestes Jahr seit Beginn der Messungen). Es fielen mit rund 958 Litern pro Quadratmeter über 20% mehr Niederschlag als in der Referenzperiode (1961-2020). Das blieb nicht ohne Folgen für die Maisernte. In weiten Regionen zog sich die Ernte durch anhaltende Niederschläge über viele Wochen bis in den November hin. Die Qualität der Ernte hat unter den herausfordernden Wetter- und Klimabedingungen spürbar gelitten und ist in der Breite deutlich heterogener als in den Vorjahren. Bis Mitte Oktober konnte Mais mit guter bis sehr guter Qualität geerntet werden. Mit dem Einsetzen der Niederschläge im Oktober, lies die Qualität jedoch deutlich nach. 2. Geschäftsentwicklung des Unternehmens a) Geschäfts- und Umsatzentwicklung Mit einer Vermahlungsleistung, von über 80.000 to und einem Umsatz von EUR 53 Mio. wurde in 2023 ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielt. Die starken Preissteigerungen bei den Rohstoffen konnten weitestgehend über die Verkaufspreise weitergegeben werden. b) Rohstoffbeschaffung Die weltweite Getreideerzeugung inkl. Mais hat laut International Grains Council (IGC) 2022/2023 nach der ersten Hochrechnung mit 2.263 Mio. to leicht unter der Vorjahreserzeugung 2021/2022 von 2.295 Mio. to gelegen. Ungeachtet des weiterhin hohen Produktionsniveaus ist die Erzeugung in Summe über die Fruchtarten jedoch nur knapp bedarfsdeckend. Die globale Maiserzeugung im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wird auf 1.160 Mio. to geschätzt und liegt damit leicht über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Die globale Maiserzeugung nahm in Summe um -64 Mio. to ab und ist laut IGC in 2022/2023 nicht vollständig bedarfsdeckend. Ein Verbrauch in Höhe von 1.172 Mio. to reduzierte die Lagerbestände aus den Vorjahren somit um ca. 12 Mio. to. Ungeachtet klimatischer Herausforderungen und ungeachtet des anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine, brachen die Maispreise von Januar bis Dezember 2023 mit kleinen temporären Erholungen um EUR/to 70 ein. Der Preisrückgang belief sich auf ca. 25%. Die regionale Ernte in Rheinland-Pfalz startete trotz der warmen Temperaturen in der ersten Jahreshälfte ungewöhnlich spät und konnte so nicht vollständig bei guten Bedingungen vor dem Wetterwechsel im Oktober hin zu starken und anhaltenden Niederschlägen eingebracht werden. Die Mykotoxinwerte lagen über Vorjahr. Aufgrund guter Bonitierung und Separierung verschiedener Partien, konnten wir uns mit ausreichend qualitativ hochwertiger Ware versorgen. c) Investitionen Das Investitionsniveau im Jahr 2023 lag bei ca. EUR 5,3 Mio. Den Hauptanteil nahm mit EUR 4,2 Mio. das im Bau befindliche Mehlsilo mit Anlagentechnik ein. Für die im Bau befindliche Erweiterung der BigBag-Station wurden TEUR 248 investiert und für die Mühlenerweiterungen des Geschäftsjahres fielen TEUR 129 an. Die weiteren Investitionen betrafen im Wesentlichen notwendige Ersatzinvestitionen, den Fuhrpark und eine Photovoltaikanlage. d) Finanzierung, Kapitalstrukturen Das Eigenkapital beträgt am 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 20.971 was einer Eigenkapitalquote von 53% entspricht. Die Gesellschaft ist überwiegend eigenkapital- bzw. durch Gesellschafterdarlehen finanziert. Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen bzw. aus dem gesellschafternahen Kreis und des hälftigen Sonderpostens für erhaltene Zuschüsse zum Anlagevermögen beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital TEUR 28.355, bei einer Eigenkapitalquote von 72%. Eine ausreichende Kreditlinie bei der Hausbank ist vorhanden und wird mit TEUR 2.400 zur Umlaufmittelfinanzierung genutzt. Es wurde ein deutlich positiver Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) von TEUR 8.394 erzielt, was die hohe Innenfinanzierungskraft des Unternehmens verdeutlicht. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist jederzeit gegeben. e) Wesentliche Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Folgenden werden wesentliche Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft dargestellt:
f) Personal Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 47. Hinzu kommen noch durchschnittlich 5 Auszubildende. Der verhältnismäßig hohe Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft dokumentiert unser stetiges Bemühen, immer genügend Nachwuchskräfte in den Bereichen Handwerk (Mechatroniker, Elektriker, Verfahrenstechnologen), Verwaltung und Labor für unsere speziellen Arbeitsgebiete und Arbeitsweisen auszubilden. g) Qualitätsmanagement, Forschung und Entwicklung In diesem Bereich ergeben sich keine grundlegenden Veränderungen zum Vorjahr. Es ist unverändert unser Ziel die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Produkte, in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden, auf hohem Niveau zu festigen und auszubauen. h) Abschließende Würdigung des Geschäftsverlaufs In unserer Einschätzung des Geschäftsjahresverlaufs 2023 im Lagebericht des Vorjahres sind wir von einem Jahresüberschuss für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 2.657 ausgegangen, welchen wir deutlich übertroffen haben. Wesentliche Gründe hierfür waren eine sehr gute Rohstoffeindeckung in der Ernte 2023, eine sehr gute Auslastung unserer Masamehl-Produktionslinie von fast 100% und geringere Qualitätsprämien im Einkauf als ursprünglich kalkuliert. Das Jahr 2023 war überschattet von einem extremen Preisverfall der Mais- und Getreidepreise bei gleichzeitig starker Inflation in anderen Kostenfeldern. Auch erneut ungewöhnliche und hinderliche Wetterbedingungen waren herausfordernd. Besondere Brisanz für die Mühlenbranche resultierte erneut aus der nicht kalkulierbaren Entwicklung der Rohstoffpreise. Die erfolgreiche Geschäftspolitik der vergangenen Jahre mit dem Fokus auf Nähe und Vertrauen zum Kunden, trug weiter Früchte. Die Geschäftsführung wertet den Verlauf des Geschäftsjahres als sehr zufriedenstellend. Im Bereich der Investitionen wurde mit dem Bau des Mehlsilos planmäßig im Januar 2023 begonnen. III. Künftige Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Künftige Entwicklung a) Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft, der Branche und unseres Unternehmens Der Einmarsch Russlands in die Ukraine, das anhaltende Kriegsgeschehen und die fehlende Aussicht auf eine Lösung des Konflikts bestehen fort und bestimmen ein unkalkulierbares Weltgeschehen. Während die Inflation von den Höchstständen in 2023 zurückkam, bleibt die wirtschaftliche Lage in Deutschland äußerst angespannt. Die Wettbewerbsintensität hat vor dem Hintergrund einbrechender Getreidepreise stark zugenommen. Die Abhängigkeit der Müllerei von der gesamtwirtschaftlichen Lage ist bekannterweise relativ gering. Dennoch strahlen die allgemeinen Entwicklungen auch auf diese Branche aus. Insbesondere der Klimawandel bedeutet für den Rohstoff Getreide eine zunehmende Herausforderung. In Menge, Qualität und Verfügbarkeit nehmen die Risiken der Rohstoffversorgung zu. b) Voraussichtliche Entwicklung des Rohstoffmarktes Die weltweite Getreideerzeugung soll sich laut IGC 2023/2024 leicht von 2.263 Mio. to auf 2.294 Mio. to erhöhen. Ungeachtet des weiterhin hohen Produktionsniveaus wird davon ausgegangen, dass der Verbrauch sich entsprechend um 41 Mio. to (+1,8%) auf 2.307 Mio. to erhöhen wird und somit eine minimale Unterdeckung erwartet wird. Bei Mais steht voraussichtlich eine zum Vorjahr um 61 Mio. to größere Welt-Ernte zur Verfügung (+5,3%). Damit ist die Maisbilanz voraussichtlich leicht überschüssig (prognostizierter Verbrauch 1.207 Mio. to) und ermöglicht einen moderaten Anstieg der globalen Lagerbestände. Für die neue Ernte bleibt abzuwarten, ob das massiv eingebrochene Preisniveau (zeitweise ist der Preis pro Tonne Mais an der MATIF unter EUR 200,00 gefallen) international einen Nachfrage-Impuls seitens der Import-Staaten auslöst, da Ausblick und Lage unterschwellig angespannt bleiben. Wir haben in den vergangenen Jahren häufig nicht kalkulierbare und nicht absehbare äußere Einflüsse erlebt, die den Getreidepreis innerhalb kürzester Zeit reagieren haben lassen. Aus diesen Einflüssen abgeleitet, setzen wir weiterhin auf unsere stetige "Back-to-Back" Hedging-Strategie. Wir gehen für die Getreideernte 2024 aktuell von einem relativ normalen Vegetationsverlauf aus. Die starken Niederschläge in ganz Zentraleuropa bis in den Herbst und Winter haben einerseits die Aussaat stark behindert. Die Felder waren in Teilen nicht befahrbar und die Anbauflächen werden im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleiner ausfallen. Andererseits hat sich die Dürre-Thematik deutlich entspannt und der Boden konnte bis in tiefe Schichten eine bessere Versorgung mit Wasser zurückgewinnen. Die Wasserversorgung ist durch die Herbst- und Winterniederschläge im Vergleich zu den Vorjahren deutlich besser. Ob es in relevantem Umfang zu niederschlagsbedingten Dünger-Auswaschungen kam, bleibt abzuwarten. Für die kommende Ernte 2024 haben die Landwirte in Deutschland auf einer Fläche von 2,8 Mio. Hektar Winterweizen ausgesät (-7,3% / Quelle DRV). Der Flächenverlust bei Roggen wird auf 4,3% geschätzt, bei Hartweizen auf 11,6% und bei Mais auf 5,1%. c) Voraussichtliche Entwicklung im Produktions- und Absatzbereich Hinsichtlich der mengenmäßigen Entwicklung des Maismehl- und -Grießverbrauchs sind keine Einschränkungen zu erwarten. Snackprodukte, in die ein Großteil unserer Maismahlprodukte fließt, erfahren nach wie vor einen Absatzzuwachs. Private Haushalte geben im Schnitt 14,8% ihrer gesamten Konsumausgaben u.a. für Nahrungsmittel aus. In den vergangenen Jahren blieb der relative Ausgabenanteil konstant bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensmittelpreise. Über die letzten Jahre hat sich ein breites Kundenspektrum in unserem Umfeld angesiedelt. Auch durch die stetige Diversifizierung unserer Produktion, die Ausweitung der Spezialmehlherstellung mit internationalen Abnehmern, die Konzentration auf eine geschlossene Supply-Chain mit Vorteilen für Lieferanten und Kunden sowie unserer bedingungslosen Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden, haben wir uns weitere starke Standbeine geschaffen. Was spürbar zugenommen hat, sind die stetig steigenden Anforderungen der Endverbraucher an Transparenz, Rückverfolgung, Produktsicherheit, Produktqualität und seit Neustem auch der Themenkomplex "Nachhaltigkeit". Der unausweichliche Strukturwandel der Müllerei ist unvermindert im Gang und führt zu einer Marktverschiebung, welche sich durch die grundlegenden Kostensteigerungen und erhöhte Prozess-Komplexitäten wahrscheinlich beschleunigen wird. d) Voraussichtliche Entwicklung im Investitions- und Finanzierungsbereich Die Investitionsschwerpunkte in 2024 liegen in der Fertigstellung des Mehlsilos, einer weiteren Photovoltaikanlage, einem neuen ERP-System und einer Anlage zum Abfüllen von Großgebinden. Das Investitionsvolumen wird mit ca. TEUR 5.000 veranschlagt. Die Finanzierung wird weitestgehend über den laufenden Cashflow abgedeckt. Darüber hinaus stehen bei Bedarf ausreichende Kreditlinien der Hausbanken bereit. 2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung a) Absatzmarktrisiken Unser Unternehmen wird seine Anstrengungen, den Kunden einen Mehrwert in Form von auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Produkte zu bieten, fortsetzen, um unsere Stellung im Markt weiter zu festigen, auszubauen und damit Absatzrisiken und -schwankungen zu minimieren. Durch die stetige Diversifizierung unserer Endprodukte erwarten wir zum einen Wettbewerbsvorteile und zum anderen eine Risikominimierung aufgrund größerer Produktvielfalt. b) Beschaffungsrisiken Beschaffungsrisiken sind nie ganz auszuschließen, da wir in hohem Maße vom Ergebnis der jährlichen Getreideernte sowie der Nachfrageentwicklung in anderen getreideverarbeitenden Branchen abhängig sind. Das größte Risiko ist aber weniger ein Mengen- bzw. Qualitäts- als vielmehr ein Preisrisiko, das im Wesentlichen darin besteht, evtl. Preissteigerungen auf unsere Produktpreise abwälzen zu können. Schwierig gestaltet sich das zeitliche Auseinanderfallen des Einkaufs der Rohware und des Verkaufs unserer Produkte. Der Markt für Getreideprodukte verlangt langfristige, oftmals über ein ganzes Jahr bindende Vertragsabschlüsse, während die Getreideeinstandspreise innerhalb solcher Laufzeiten beträchtlich schwanken können. Daraus erwachsen hohe kaufmännische Risiken. Dem wirken wir erfolgreich dadurch entgegen, dass wir jedem Endproduktverkauf und jedem Getreideeinkauf konsequent einen laufzeit- und mengengleichen Getreidekontrakt über die Warenterminbörse MATIF gegenüberstellen, soweit nicht direkt entsprechende Einkaufs-/Verkaufskontrakte mit Lieferanten/Kunden abgeschlossen werden können. Beschaffungsgeschäft und Absatzgeschäft sind geeignet eine Bewertungseinheit zu bilden. Das abzusichernde Grundgeschäft sind die vereinbarten Verkaufskontrakte, die entweder durch einen Einkaufskontrakt oder einen Warenterminkontrakt an der MATIF sofort abgesichert werden. Das abgesicherte Risiko sind die höheren Beschaffungskosten im Fall eines Preisanstiegs auf dem Beschaffungsmarkt. Somit unterliegen weder das Beschaffungsgeschäft noch das Warentermingeschäft den Vorschriften über nicht realisierte Verluste. Auch der umgekehrte Fall (Abschluss eines Einkaufskontrakts ohne bestehenden Verkaufskontrakt) wird von unserer Gesellschaft nach dem gleichen Mechanismus abgesichert. Die Bewertung der Einheiten erfolgte auf Basis der sog. Einfrierungsmethode. Bilanzierungspflichtige Vorgänge ergaben sich für das Geschäftsjahr 2023 nicht. Die Absicherung des Risikos wurde auf Basis der Micro-Hedges-Methode vorgenommen. In den zum 31. Dezember 2023 gebildeten Bewertungseinheiten stehen den in den Verkaufskontrakten enthaltenen Rohstoffanteilen körperliche Rohstoffbestände, Einkaufskontrakte und Warentermingeschäfte (kompensatorische Bewertung) von ca. 65.000 to mit einem Wert von ca. TEUR 18.500 gegenüber. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken sind durch die weitgehende Finanzierung des Anlagevermögens durch Eigenkapital gering. Die Gesellschaft verfügt neben zeitweisen Bankguthaben über ausreichende teilweise noch nicht ausgenutzte Kreditlinien bei ihren Hausbanken. Die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft ist hierdurch zu jeder Zeit gewährleistet. d) Risiken aus der Ukraine-/Russlandkrise Derzeit sind keine unmittelbaren finanziellen Auswirkungen auf unser Jahresergebnis und die weitere Entwicklung gegeben. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung der Skontofristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über den laufenden Cashflow sowie gegebenenfalls auch über die Kreditlinie der Hausbank. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Das Mahnwesen ist unter strikter Kontrolle und verfolgt sehr konservative Richtlinien. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Zusätzlich besteht für den Fall des Ausfalls von Forderungen eine entsprechende Warenkreditversicherung. V. Prognosebericht Während der beiden ersten Monate des laufenden Jahres setzte sich der Preisrückgang der Getreiderohstoffpreise fort. Der Kurs von Mais an der MATIF fiel unter die psychologisch wichtige 200-Euro-Marke. In den letzten Wochen sind die MATIF-Notierungen allerdings wieder über das Niveau von 200 Euro gestiegen. Unsicherheit besteht zur weiteren Entwicklung, da die Getreidepreise zum einem von der weiteren politischen Entwicklung des Ukraine-Russland-Konfliktes abhängig sind, sowie auch von der Wachstumsentwicklung der Bestände (Witterungsrisiken). Durch unsere Absicherungsstrategie sind wir jedoch zu jeder Zeit in der Lage diese Schwankungen abzusichern, so dass keine Auswirkungen auf die Ertragslage zu erwarten sind. Jedoch verspüren wir generell auf der Absatzseite erheblichen Druck auf die Abverkaufsmargen. Aufgrund der seit Jahren zunehmenden Konzentration auf der Abnehmerseite steigt der Wettbewerbsdruck, sowohl preislich als auch im Servicebereich. Diesem begegnen wir durch konsequente Bearbeitung unserer Märkte mit dem Focus "from field to fork", Produktinnovation bestehender Getreideprodukte und Produktdifferenzierung, unserer Absicherungsstrategie sowie diverser Nachhaltigkeitsstrategien. Wir sind zuversichtlich unsere Vermahlungsmengen im Jahr 2024 ausbauen zu können. Ein positives operatives Jahresergebnis werden wir im Jahr 2024 auf jeden Fall erreichen. Eine Umsatzprognose ist immer abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Da ein deutlicher Rohstoffpreisrückgang im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 feststellbar ist, haben wir unsere Prognose für das Jahr 2024 an das aktuelle Rohstoffpreisniveau angepasst:
Freimersheim, den 27. Mai 2024 gez. Patrick Bindewald, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Cornexo GmbH, Freimersheim, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Landau in der Pfalz unter HRB 31397 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB angewandt. Die Regelungen des Gesellschaftsvertrages wurden ebenso beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung. Die Grundsätze der Einzelbewertung und der Unternehmensfortführung, das Vorsichtsprinzip und der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. 3. Gliederungsgrundsätze Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht § 266 HGB für die Bilanz und § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 enthält die Vorjahreszahlen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ggf. ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Zugänge erfolgen ausschließlich nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vorräte wurden im Rahmen einer körperlichen Bestandsaufnahme auf den Bilanzstichtag ermittelt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt, welche nach der FiFo-Methode ermittelt wurden. Die Bewertung der Fertigen Erzeugnisse erfolgte zu überschlägig ermittelten Herstellungskosten. Soweit notwendig werden Abschreibungen auf den beizulegenden Wert nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten bilanziert. Auf zweifelhafte Forderungen werden bei Bedarf angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Zahlungsrisiko wurde durch die Vornahme einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen des alten Geschäftsjahres, die wirtschaftlich dem neuen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Der Sonderposten für erhaltene Zuschüsse zum Anlagevermögen wurde hinsichtlich verschiedener, von der Gesellschaft erhaltenen, Investitionszuschüsse gebildet. Die Zuschüsse wurden entsprechend verteilt auf die Nutzungs- bzw. Abschreibungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst. Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken ist, soweit sie bis zur Erstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Passiven latenten Steuern ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. 5. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten In den Forderungen gegen Gesellschafter sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 21.257,19 (i. Vj. EUR 19.970,41) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 11.725,00 (i. Vj. EUR 11.725,00) enthalten. Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen EUR 4.948.090,66 (i. Vj. EUR 12.722.014,65). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von größer einem Jahr (bis zu fünf Jahren) in Höhe von EUR 1.129.107,12 (i. Vj. EUR 1.656.100,55). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von EUR 6.461.175,53 (i. Vj. EUR 6.459.086,14). Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.000.000,00 (i. Vj. EUR 4.000.000,00) enthalten. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 2.756 durch Grundschulden besichert. Daneben sind die Verbindlichkeiten durch eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 500 und über eine Globalzession der Kundenforderungen besichert. Latente Steuern Die latenten Steuerschulden haben sich wie folgt entwickelt:
Es ergibt sich ein saldierter Ausweis als passive latente Steuern zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 330.129,00 (Vorjahr: EUR 229.391,00). Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2023 liegen weder Erträge noch Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung vor. In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres sind Gewinne aus dem Abgang von Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) in Höhe von TEUR 1.977 enthalten. Die dazugehörigen Veräußerungskosten in Höhe von TEUR 162 wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr erfasst. 6. Sonstige Angaben Bestellobligo aus Einkaufskontrakten Das Bestellobligo für Rohstoffe aus Einkaufskontrakten beträgt zum Abschlussstichtag des Geschäftsjahres 2023 TEUR 7.858 (i. Vj. TEUR 10.164). Bewertungseinheiten und Warentermingeschäfte Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer war im Geschäftsjahr: Herr Dipl.-Ing. Patrick Bindewald, Landau in der Pfalz (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung) Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Freimersheim, den 27. Mai 2024 gez. Dipl.-Ing. Patrick Bindewald Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorliegenden Bericht handelt es sich nicht um den geprüften Jahresabschluss. Im Folgenden wird der Wortlaut des Bestätigungsvermerks aus dem Bericht über die Prüfung des vollständigen Jahresabschlusses wiedergegeben. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Cornexo GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cornexo GmbH, Freimersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cornexo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Alzey, den 28. Mai 2024 AZ-Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft gez. P. Korn, Wirtschaftsprüfer gez. S. Cerny, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. Juni 2024 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.550.646,32 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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