F. Morat & Co. GmbH
Franz-Morat-Straße 4, 79871 Eisenbach (Hochschwarzwald), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Wendelin Andres seit 9.5.2019 | Prokura |
Martina, geb. Hensler Hannig seit 9.5.2014 | Prokura |
Gökhan Balkis seit 21.2.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
F. Morat & Co. GmbHEisenbach HochschwarzwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023der F. Morat & Co. GmbH, Eisenbach1. Grundlagen des Unternehmens Seit 1963 werden im 1944 durch Franz Morat jun. gegründeten Unternehmen kundenspezifische Spritzgussteile aus technischen Kunststoffen produziert. Somit zählt F. Morat zu den Pionieren dieser Technologie. Heute, rund 60 Jahre später, bedient F. Morat sämtliche Branchen der Antriebstechnik mit technisch anspruchsvollen Spritzgussteilen und kompletten, verkaufsfähigen Baugruppen. Die Fertigungstiefe reicht dabei von der Verzahnungsauslegung, der Teileoptimierung und der Werkzeugkonstruktion über den Werkzeugbau und die Produktion, bis hin zur Weiterbearbeitung, Montage und Endkontrolle. Seit 2015 unterhält das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Mexiko, welche als selbständige Produktionsgesellschaft für den mexikanischen und nordamerikanischen Markt agiert. Die F. Morat & Co. GmbH wird seit 2017 in den Konzernabschluss der Franz Morat Holding GmbH & Co. KG einbezogen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursache für diese Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise. Hinzu kamen die geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Als zusätzliche Belastung erwiesen sich die zunehmend spürbaren Effekte der restriktiveren Geldpolitik der Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflationsraten. Diese Faktoren belasteten 2023 die deutsche Wirtschaft stärker als ursprünglich angenommen. Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2022 um 1,9%, ging die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3% zurück. Somit verzeichnete Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Auch die Entwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie war geprägt von ungünstigen Rahmenbedingungen und unsicheren Zukunftsperspektiven. Insgesamt verzeichnete sie in Deutschland laut dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 6,0% im Vergleich zum Vorjahr. Der Bereich der technischen Teile konnte als einziges Segment ein preisbedingtes Wachstum in Höhe von 1,7% vorweisen, während sich die Menge der verarbeiteten Kunststoffe stabil entwickelte. Angesichts der Unsicherheit haben viele Kunststoffverarbeiter im Jahr 2023 ihre Investitionen reduziert. Gestiegene Kosten, insbesondere für Energie und Löhne konnten nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden und führten damit zu einem Rückgang der Betriebsergebnisse. 2.2. Geschäftsverlauf Aufgrund der insbesondere im zweiten Halbjahr stagnierenden Entwicklung konnte die F. Morat & Co. GmbH das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023 nicht vollständig erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Gesellschaft einen positiven Umsatzzuwachs in Höhe von 1,1% vorweisen. Das Umsatzwachstum lag geringfügig unter dem Branchendurchschnitt. Die Exportquote lag im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit 63% unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 67%). Die Auftragseingänge entwickelten sich insbesondere im zweiten Halbjahr rückläufig und lagen im Geschäftsjahr 2023 8,7% unter unseren Umsatzerlösen sowie 19,1% unter dem Vorjahr. Der Auftragsbestand reduzierte sich insgesamt auf € 25,3 Mio. (Vorjahr: € 26,8 Mio.). Der Auftragsbestand an Spritzgusswerkzeugen sank gegenüber dem im Mehrjahresvergleich hohen Vorjahreswert auf € 2,4 Mio. (Vorjahr: € 2,8 Mio.). Die im Jahr 2015 gegründete Tochtergesellschaft F. Morat Sistemas de México, Mexiko führte das mexikanische und nordamerikanische Geschäft wie geplant fort. Die Auftragslage entwickelte sich positiv. Geprägt durch die Erweiterung des Geschäftsmodells um Montageaktivitäten konnten die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 erneut erhöht sowie ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Der Ausblick für die Jahre 2024 und folgende ist weiterhin positiv. 2.3. Lage: Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage a. Ertragslage Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem Vorjahr mit 47,4% gestiegen (Vorjahr: 43,3%). Neben dem gegenüber Vorjahr rückläufigen Einkaufsvolumen für Spritzgusswerkzeuge sowie sich entspannender Einkaufspreise konnten neue Preisvereinbarungen mit Kunden zur Weitergabe der erhöhten Materialpreisbasis umgesetzt werden. Die Gesamtleistung hat sich im aktuellen Geschäftsjahr auf € 22,6 Mio. (Vorjahr: € 24,3 Mio.) reduziert. Der Rückgang war geprägt durch Bestandsveränderungen im Bereich der Spritzgusswerkzeuge. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Neben der Steigerung der Rohertragsmarge konnten die Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen absolut gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Erzielte sonstige betriebliche Erträge unterstützten das Ergebnis zusätzlich. Die Ertragslage konnte daher gegenüber dem Vorjahr verbessert und die Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahres erfüllt werden. b. Finanzlage Die Investitionstätigkeit wurde auf erhöhtem Niveau fortgesetzt und erstreckte sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen auf Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Finanzanlagen. Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2023 mit insgesamt € 3,7 Mio. über dem Abschreibungsniveau. Von den Investitionen entfiel ein wesentlicher Betrag in Höhe von € 2,4 Mio. auf Zugänge in das Finanzanlagevermögen. Liquiditätsseitig bestanden während des gesamten Geschäftsjahres 2023 ausreichend freie Liquiditätsreserven. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Working Capital-Rückgangs und des dadurch zurückgegangenen Fremdfinanzierungsbedarfes reduziert werden. c. Vermögenslage Das Anlagevermögen (53,9% der Bilanzsumme / Vorjahr: 44,3%) war zum Bilanzstichtag vollumfänglich über Eigenkapital gedeckt. Insgesamt waren zum Stichtag 67,0% (Vorjahr: 67,0%) der Aktiva und somit auch Teile des Umlaufvermögens mittel- bis langfristig finanziert. Aufgrund einer Erhöhung der Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote trotz Gewinnthesaurierung geringfügig auf 62,2% (Vorjahr: 62,4%), lag aber weiterhin auf hohem Niveau. Kapitalseitig sehen wir uns solide für die Zukunft aufgestellt. 2.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die gesteigerte Rohertragsmarge bei stabiler Aufwandsentwicklung und erzielter sonstiger betrieblicher Erträge führte zu einer verbesserten Gesamtsituation. In Summe konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von T€ 732 (3,2% der Gesamtleistung / Vorjahr: 0,9%) sowie einem Ergebnis nach Steuern von T€ 435 (1,9% der Gesamtleistung / Vorjahr: 0,6%) erfolgreich abgeschlossen werden. 3. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungsprozess des Unternehmens Die F. Morat & Co. GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten und dem sich intensivierenden Wettbewerb einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die dem unternehmerischen Handeln immanent sind. Untrennbar mit den Risiken verbunden sind aber auch die Chancen. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Bewältigung der Chancen und Risiken verfügen wir über ausreichende Steuerungs- und Kontrollsysteme. Eines der Kernelemente unseres bewährten Systems ist der Einsatz zuverlässiger EDV-Software und Hardware - vorangestellt unseres ERP-Systems. Die Auswahl und die fortwährende Qualifizierung unseres Personals sowie die Implementierung von wirksamen internen Kontrollen gehören zu den weiteren Kernelementen unseres Systems. Ferner beobachten wir fortlaufend unser Markt- und Wettbewerbsumfeld. Gegen Preisschwankungen der von uns verarbeiteten technischen Kunststoffe sichern wir uns weit möglichst durch Einkaufskontrakte und Preisöffnungsklauseln bei unseren Kunden ab. Insbesondere im Automotive-Segment wird es jedoch zunehmend schwieriger, Preisveränderungen flexibel an die Abnehmer weiterzugeben. Auftretende Währungs- oder Zinsrisiken werden fortlaufend überwacht und bewertet und bei Bedarf gezielt durch individuelle Sicherungsgeschäfte kompensiert. Die Qualität unserer Produkte und der fertigungsbezogenen Prozesse wird durch unser zertifiziertes Qualitäts-Managementsystem nach IATF 16949, ISO 9001 und ISO 14001 kontinuierlich überwacht und verbessert. Hierbei beziehen wir auch unsere Vorlieferanten in unser System mit ein, um Qualitäts- und Umweltrisiken weitestgehend zu reduzieren. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die finanzielle Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen minimieren. Unsere leitenden Mitarbeiter überwachen die bestehenden Risiken und berichten hierüber laufend an die Geschäftsleitung oder die übergeordneten Stellen, so dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ihrer Bewältigung und Vermeidung einleiten kann. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Weltwirtschaft erlebt derzeit eine Phase der Verlangsamung. Für das Jahr 2024 geht der internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass zunehmende Handelsverzerrungen und die geoökonomische Fragmentierung das Niveau des Welthandels weiterhin belasten werden. Die Wachstumsprognose für das Jahr 2024 liegt bei 3,1%. Der IWF geht davon aus, dass das Wachstum im Jahr 2025 wieder ansteigen wird. Die Europäische Kommission prognostiziert ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,3% für das Jahr 2024 und weitere 1,2% für das Jahr 2025. Hier dämpfen insbesondere ein niedriges Investitionswachstum, der Arbeitskräftemangel sowie die fiskalpolitischen Rahmenbedingungen die Konjunkturprognose. Für unsere wichtigsten Absatzmärkte werden durch den IWF positive Wachstumsraten prognostiziert. Demnach soll die Eurozone um 0,9%, die USA um 2,1% und China um 4,6% wachsen. Für Mexiko geht der IWF für das Jahr 2024 von einem Wachstum von 2,7% im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Prognosen unterliegen verschiedenen Abwärtsrisiken und potenziellen Belastungen für die internationalen Lieferketten. Exemplarisch sind hier die Rohstoffpreisentwicklung und Rohstoffverfügbarkeit, die durch geopolitische und klimatische Ereignisse beeinflusst werden, eine langsamer als erwartet zurückgehende Inflation, ein schwächelndes Wachstum in China oder die weiter bestehenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China zu nennen. Für unser Unternehmen ist neben der allgemeinen Konjunktur die Entwicklung auf unseren Kundenmärkten wie Automobilindustrie, Klima- und Lüftungstechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau von besonderer Bedeutung. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) bezeichnet die Umsatzaussichten für das Geschäftsjahr 2024 als verhalten. Viele Mitgliedsunternehmen erwarten einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Ergebniserwartungen sind zurückhaltend. Auch für das Jahr 2024 sind wenig Impulse bei den Investitionen zu erwarten. Der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden bleibt ein gravierendes Problem der mittelständischen Industrie. Sollte sich die Kostensituation 2024 nicht verbessern, werden Konsequenzen wie Arbeitsplatzabbau oder eine Verlagerung der Produktion ins Ausland als unausweichlich angesehen. Mit einem Umsatzanteil von rd. 62% stellt der Automotive-Bereich unser stärkstes Branchensegment dar. Die weltweite PKW-Nachfrage wird nach Aussage des Verbandes der Automobilindustrie VDA moderat steigen und damit fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen. In Bezug auf die verschiedenen Absatzregionen ergibt sich ein geteiltes Bild. Für die deutsche Automobilindustrie zeichnet sich ein weiteres schwieriges Jahr ab. Der Verband der Automobilindustrie VDA rechnet für 2024 mit rund 2,8 Millionen Neuzulassungen in Deutschland, was einem Minus von rund 1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einerseits lösen sich Lieferketten-Probleme aus der Pandemie immer weiter auf. Andererseits stehen sowohl die Autohersteller als auch die Zulieferer vor einer doppelten Herausforderung, da sie zum einen mit sinkenden Margen und dem daraus resultierenden Kostendruck zu kämpfen haben. Zum anderen müssen sie aber gleichzeitig immense Summen in die Elektromobilität investieren, um nicht von der chinesischen Konkurrenz abgehängt zu werden. Zusätzlich wurde im Dezember 2023 die Förderung für E-Autos in Deutschland gestrichen. Für den europäischen und den US-amerikanischen Markt werden von der Unternehmensberatung Roland Berger steigende Verkaufszahlen erwartet. Für China kann hingegen aufgrund der stark zunehmenden Konkurrenz chinesischer Elektroautohersteller mit einem Wachstum gerechnet werden. Der Fachverband Allgemeine Lufttechnik (ALT), welcher die Branchen Klima- und Lüftungstechnik, Kälte- und Wärmepumpentechnik, Luftreinhaltung, Oberflächentechnik sowie Trocknung umfasst, berichtet von einer sich eintrübenden Lage. Für das Jahr 2024 werden rückläufige Umsätze in Höhe von 1% gegenüber dem Vorjahr erwartet. Der Anteil dieser Branche an unserem Umsatz liegt bei rund 23%. Im ebenfalls für uns relevanten Markt für Maschinen- und Anlagenbau blickt man mit gemischten Aussichten auf das Jahr 2024. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) prognostiziert einen spürbaren Rückgang neuer Aufträge. In Verbindung mit der globalen Konjunkturabschwächung dämpft dies die kurzfristigen Erwartungen. In diesem Kontext erwartet der VDMA für das Jahr 2024 einen Produktionsrückgang um 4%. Langfristig jedoch bietet die fortschreitende Digitalisierung, zusammen mit der Notwendigkeit zur Dekarbonisierung und der Stärkung des europäischen Binnenmarktes bedeutende Chancen für Wachstum und Innovation. Die F. Morat & Co. GmbH wird mit ihrer Expertise im Bereich der Zahnrad- und Komponententechnik ab dem 01. Januar 2024 künftig ausschließlich den Automotive-Sektor bedienen. Zielsetzung ist es, sich effizienter auf die spezifischen Kundenanforderungen in den jeweiligen Zielmärkten sowie die branchenseitigen Chancen und Herausforderungen zu konzentrieren. Das bisherige Industriegeschäft wird mit Wirkung vom 01. Januar 2024 vollständig an die Schwestergesellschaft Framo Morat GmbH & Co. KG übertragen. Diese strategische Neuorganisation führt zu einem Entfall der Umsatzerlöse für den Geschäftsbereiche Industrie ab dem 01. Januar 2024. In der Planung 2024 erwarten wir vor diesem Hintergrund einen Umsatzrückgang von rund 42% sowie einen absoluten Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr. Der vorhandene Auftragsbestand, das in Fertigung und Akquise befindliche Volumen an Neuwerkzeugen, das insbesondere an den internationalen Märkten bestehende Marktpotential in Verbindung mit der strategischen Neuausrichtung im Automotive-Segment sowie die Unabhängigkeit unserer Produkte von der zum Einsatz kommenden Verbrennungstechnologie unterstützen unsere Ziele für die Folgejahre positiv. Die Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2024 liegen aus heutiger Sicht in der weiteren Verarbeitung der Preisentwicklungen. Die Inflationsrate lag im Februar 2024 bei 2,5% und ist damit rückläufig. Neben anhaltend hoher Preise auf Beschaffungsseite sind Tariferhöhungen im Personalbereich sowie steigende Finanzierungskosten zu verarbeiten. Der Preisdruck auf Abnehmerseite wird hierdurch verstärkt und unsere Ergebnisentwicklung belastet. Darüber hinaus erwarten wir Zusatzaufwendungen aus der Umsetzung der strategischen Neuorganisation, welche jedoch durch positive Einmaleffekte aus dem Verkauf der Geschäftseinheit Industrie kompensiert werden. Der zentrale Fokus für die Jahre 2024 und folgende liegt auf der nachhaltigen Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Neben der fortlaufenden, zukunftsorientierten Optimierung der Betriebsabläufe und Flächenkonzepte werden Investitionen gezielt eingesetzt, um einen höheren Automatisierungsgrad in der Fertigung zu erreichen. Darüber hinaus arbeiten wir an der langfristigen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios in Zusammenhang mit der branchenorientierten Neuausrichtung der Unternehmensorganisation. Für das erste Quartal 2024 erwarten wir bedingt durch die Organisationsveränderung eine unter dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres liegende Umsatzentwicklung. Ergebnisseitig erwarten wir eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Ende März 2024 belief sich unser Auftragsbestand auf € 23,1 Mio. nach € 25,3 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres 2023. Der Rückgang ist bedingt durch die Stornierung der Kundenaufträge für den übertragenen Geschäftsbereich Industrie per 01. Januar 2024. Wir planen mit Investitionen in Höhe von ca. € 1,0 Mio. für das Geschäftsjahr 2024, welche sich neben Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung auf Optimierungs- und Automatisierungsprojekte in der Produktion erstrecken. Wir verfolgen das Ziel, für das Geschäftsjahr 2024 und folgende positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Die konzentrierte Umsetzung und für die Folgejahre geplante Investitionen zur Weiterentwicklung der strategische Neuausrichtung Automotive können jedoch vorübergehend zu Ertragsrückgängen führen. Die Erhaltung der Ertrags- und Finanzkraft der Gesellschaft bleibt ein nachhaltiges Unternehmensziel. Der Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft enthalten in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Geschäftsführung basieren. Obwohl die Geschäftsführung annimmt, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht garantieren, dass diese Erwartungen sich als richtig erweisen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.
Eisenbach, 28. März 2024 Gez. Gökhan Balkis, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023der Firma F. Morat & Co. GmbHA. Allgemeine Angaben 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die F. Morat & Co. GmbH hat ihren Sitz in Eisenbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 320012 eingetragen. 2. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB in der Fassung vor BilRUG. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die bislang angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Von Dritten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und bei technischen Anlagen und Maschinen linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibung der Gebäude erfolgte in der Handelsbilanz nach der linearen Methode und in der Steuerbilanz teilweise degressiv nach Staffelsätzen. Bei den Zugängen wurde die Jahresabschreibung zeitanteilig mit 1/12 je Monat verrechnet. Von der Bewertungsfreiheit in analoger Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde Gebrauch gemacht. Im Zugangsjahr wurde eine Sofortabschreibung in voller Höhe vorgenommen. Soweit bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem am Abschlussstichtag maßgebenden niedrigeren Wert lag, wurde dies durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung von Ersatzteilen in Höhe von T€ 102,7, die unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen sind, erfolgt wie im Vorjahr mit einem Festwert. Darüber hinaus erfolgt die Bewertung des Stahllagers in Höhe von T€ 5,0 beginnend mit dem Geschäftsjahr 2013 ebenfalls mit einem Festwert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Material und Fertigung sowie die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd nach den Verhältnissen des Absatzmarktes. Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Nicht kursgesicherte Forderungen und Fremdwährungsposten sind zum Devisenkassamittelkurs angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Für spezielle Kreditrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag und die Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 201,3 (Vorjahr T€ 201,3) enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus im Voraus bezahlten Aufwendungen, die erfolgsmäßig dem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit mit bis zu einem Jahr belaufen sich auf T€ 5.379,2 (Vorjahr: T€ 5.318,6). Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von über einem Jahr belaufen sich auf T€ 955,2 Vorjahr: T€ 756,8). Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von über fünf Jahren belaufen sich auf T€ 98,4 Vorjahr: T€ 0,0). Von den vorstehenden Verbindlichkeiten sind Bankkredite der Deutsche Bank AG in Höhe von T€ 685,7 (Vorjahr: T€ 210,0) durch Grundschulden besichert. Maschinen des Anlagevermögens sind zur Absicherung von Krediten teilweise sicherungsübereignet. Daneben bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.498,6 (Vorjahr: T€ 302,1) enthalten und in den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern mit T€ 48,3 (Vorjahr: T€ 51,4) enthalten. 5. Haftungsverhältnisse Aus Garantieübernahmen für Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag Eventualverbindlichkeiten für folgende Unternehmen: F. Morat Sistemas de México, S. de R.L de C.V. TUSD 800,0 Aus heutiger Sicht ist von keiner Inanspruchnahme auszugehen. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Im Ausweis enthalten sind Erträge aus Anlagenverkäufen, Auflösung von Rückstellungen sowie weitere Posten. 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Neben üblichen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind hier ausgewiesen zusätzlicher Wertberichtigungsbedarf, Kurs- und Forderungsverluste sowie verschiedene weitere Posten. 3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten vollumfänglich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. D. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge, aus denen sich für die Jahre 2024 sowie 2025 ff. folgende finanzielle Verpflichtungen ergeben:
2. Beteiligungen
Der Zeitwert der Beteiligung F. Morat Sistemas de México, S. de R.L de C.V. liegt mit € 2,4 Mio. derzeit unter dem Buchwert (€ 4,9 Mio.). Wir gehen davon aus, dass der Wertunterschied innerhalb der nächsten 5 Jahre wieder aufgeholt wird. Auf die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis bezüglich der LSM Matzka GmbH wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB verzichtet. Der Buchwert der Beteiligung LSM Matzka GmbH wurde durch eine Abwertung in Höhe von 50% auf den Zeitwert (€ 0,04 Mio.) abgeschrieben. 3. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Franz Morat Holding GmbH & Co. KG, Eisenbach einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 4. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bestellt: Herr Gökhan Balkis, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Freiburg, Einzelvertretungsberechtigt Wegen Nichtangabe von Organbezügen wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. 5. Arbeitnehmer Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
E. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Stichtag 01. Januar 2024 wurde der Geschäftsbereich "Industrie" inklusive dem Werkzeugbau an die Schwestergesellschaft Framo Morat GmbH & Co. KG, Eisenbach veräußert. Die Abwicklung erfolgte in Form eines Asset Deals inklusive dem Übergang der betroffenen Arbeitsverhältnisse. Der Umsatz der Gesellschaft wird sich hierdurch im Geschäftsjahr 2024 um rund € 9,4 Mio. reduzieren. Die Auswirkung auf das Ergebnis kann nicht genau beziffert werden, wird sich aber im Rahmen der durchschnittlichen Gewinnmarge belaufen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Eisenbach, 28. März 2024 Gez. Gökhan Balkis, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens der Firma F. Morat & Co. GmbH zum 31. Dezember 2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt. Der BestätigungsvermerkDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß § 325ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die F. Morat & Co. GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der F. Morat & Co. GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der F. Morat & Co. GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ravensburg, den 03. Juni 2024 MTG
Treuhand GmbH
Niklas Bruder, Wirtschaftsprüfer Marc Walser, Wirtschaftsprüfer |
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