Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 253431
Eingetragen
11.12.2019
Branche
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger VerpflegungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für gastronomische DienstleistungenMobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Gegenstand
Betrieb von Restaurants -Systemgastronomie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joachim Helmut Thyssen
seit 11.12.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
JT Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JT Systemgastro GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Im Rahmen eines Asset-Deals hat die JT Systemgastronomie GmbH mit Wirkung zum 01.01.2020 vier McDonald ́s Restaurants und einen Satelite-Store von der Joachim Thyssen Systemgastronomie (Einzelfirma) erworben. Joachim Thyssen ist über die JT Beteiligungs GmbH mit Sitz in München mittelbar zu 100 % Gesellschafter der JT Systemgastronomie GmbH.

Die JT Systemgastronomie GmbH betreibt vier McDonald ́s Stores in der Stadt Würzburg von ca. 1.450 McDonald's-Filialen in ganz Deutschland. McDonald's ist das mit Abstand größte Unternehmen im Bereich der Systemgastronomie. Das Unternehmen verkauft im Franchise-System die Produkte von McDonald's. Neben den Stores in Würzburg befindet sich die Verwaltung am Standort München. In 2020 wurde der so genannte Satelite-Store, ebenfalls in der Stadt Würzburg befindlich, geschlossen.

Die Kunden können täglich zwischen verschiedenen Angeboten von McDonald's auswählen. Verschiedene Angebote sind nur zu bestimmten Zeiten verfügbar.

Inzwischen sind alle vier verbliebenen Restaurants zu "Restaurants der Zukunft" (RdZ) umgebaut worden. Die jeweils frisch zubereiten Produkte werden von unseren Kunden gut angenommen, sowie auch die Möglichkeit zur digitalen Bestellung. Auch lassen sich durch dieses System die Kontakte zwischen den Kunden und den Mitarbeitern reduzieren. Zu Zeiten der Corona-Pandemie war dieses ebenfalls ein Vorteil.

Seit 2021 nimmt auch unser Unternehmen an dem System "McDelivery" teil. Die Speisen werden von unseren Kundinnen und Kunden über die e-Plattform von Lieferando bestellt und dann mit eigenen Fahrzeugen an die Kunden ausgeliefert.

2. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen sind nicht vorhanden.

3. Forschung und Entwicklung

Eine eigenständige Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird aufgrund der Unternehmensstruktur nicht unterhalten.

Bezüglich etwaiger Neuerungen ist die JT Systemgastronomie GmbH weitgehend auf die Vorgaben von McDonald's Deutschland angewiesen. Diese werden dann flächendeckend eingeführt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen McDonald's Deutschland hat unter den 100 führenden Gastronomiebetrieben in Deutschland einen Umsatzanteil von 28,3 %. (Quelle: Fachmagazin Foodservice Ausgabe Nr. 4/2023). An diesem Anteil ist auch unser Unternehmen beteiligt. Im Berichtsjahr 2022 war die Umsatzentwicklung trotz noch auslaufender Coronamaßnahmen äußerst positiv.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 29,3 % gestiegen. Die Möglichkeit des Verzehrens vor Ort war durch 3G Corona - Regelungen wieder möglich und wurde auch genutzt. Zusätzlich erhöhte der seit Juli 2020 geminderte Umsatzsteuersatz die Nettoerlöse. Der Nettoumsatz 2022 lag erstmals seit Beginn der Coronakrise wieder über dem Wert vor Corona (verglichen mit dem Rechtsvorgänger auf gleicher Fläche). Allerdings lag die Anzahl der Kunden noch deutlich unter dem Wert von vor Corona.

Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit den Werten des Vorjahres zeigt folgende Situation:

2.1 Ertragslage

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Rohergebnis 10.532 8.364 2.168
Abschreibungen 864 840 24
Betriebsergebnis - 22 -590 568
Finanzergebnis - 86 - 90 4
Ergebnis vor Steuern - 108 - 680 572
Jahresüberschuss - 122 -614 493

Die massive Umsatzsteigerung spiegelt sich in einer erheblichen Verbesserung des Betriebsergebnis wieder, auch wenn das erzielte Ergebnisniveau noch nicht an die Vor-Corona-Jahre anknüpfen konnte. Gründe hierfür liegen unverändert in der im Jahr 2022 fortdauernden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Öffnungszeiten und Besuchsfrequenzen in den Stores.

Das negative Finanzergebnis hat sich geringfügig verbessert

2.2 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich durch planmäßige Abschreibungen in diesem Jahr in Höhe von TEUR 864 (davon Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 476) gemindert. Die Gesellschaft hat planmäßig im Berichtsjahr einige Geräte im Rahmen des üblichen Austauschs ersetzt. Das Anlagevermögen von T-€ 5.093 ist durch das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital (langfristige Bankdarlehen und langfristige Darlehen des Geschäftsführers / mittelbaren Gesellschafters) von T-€ 3.831 zu 75,2 % (im Vj. zu 80,1 %) gedeckt.

Beim Vorratsvermögen haben sich nur geringfügige Veränderungen ergeben.

Forderungen inkl. sonstige Vermögensgegenständen / Bankguthaben/ Kassenbestände haben sich aufgrund der Reduzierung von Forderungen aus Umsatz- und Körperschaftssteuerrückzahlungen sowie geringerer Erstattungsansprüche aus Coronahilfen weiter reduziert.

Das Eigenkapital ist durch den nochmals erwirtschafteten Verlust 2022 (TEUR 122) weiterhin negativ. Es beträgt nunmehr TEUR - 547 oder -8,9 % der Bilanzsumme (im Vorjahr noch TEUR -426 oder -6,1% der Bilanzsumme). Am Bilanzstichtag liegt somit eine sog. Unterbilanz (buchmäßige Überschuldung) vor (diesbezüglich verweisen wir auf die ergänzenden Erläuterungen im Anhang unter Pos. 5.5.). Der Geschäftsführer und mittelbarer Gesellschafter (über die JT Beteiligungs GmbH mit Sitz in München) hat allerdings eigenkapitalersetzende Darlehen (Darlehen mit Rangrücktritten) in Höhe von insgesamt TEUR 1.848 am Bilanzstichtag gewährt. Unter Einbezug der eigenkapitalersetzenden Darlehen ergibt sich somit ein positiver Wert von TEUR 1.301 am Bilanzstichtag.

Die langfristigen Finanzschulden (langfr. Bankschulden zzgl. langfr. Darlehen des Geschäftsführers/ mittelbaren Gesellschafters über die JT Beteiligungs GmbH mit Sitz in München) bewegen sich mit TEUR 3.831 am Bilanzstichtag wegen vorgenommener Tilgungen im Jahr 2022 unter dem Niveau des Vorjahres (rd. TEUR 4.790).

Die Veränderungen 2022 gegenüber dem Vorjahr bei wesentlichen Vermögens- und Schuldposten ergeben sich wie folgt:

Wesentliche Bilanzpositionen

Geschäftsjahr jeweils
TEUR
Vorjahr Veränderung
AKTIVA
Anlagevermögen 5.093 5.979 - 886
Vorratsvermögen 118 96 22
Forderungen / Bankguthaben/ Kasse 288 432 -144
PASSIVA
Eigenkapital - 547 -426 - 121
Langfristiges Fremdkapital:
Langfristige Bankverbindlichkeiten 1.293 1.298 -5
Langfristige Darlehen Geschäftsführer bzw. mittelbarer Gesellschafter 2.538 3.492 -954
(davon mit Rangrücktritt) (1.848) (2.218) (- 370)
Bilanzsumme 6.134 6.997 - 863

2.3 Finanzlage

Die Barliquidität (Bankguthaben/ Kassenbestände) mit TEUR 108 (im VJ. TEUR 96) hat sich durch die deutlich verbesserten Cash-Flows stabilisiert bzw. normalisiert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Skontoabzüge, wo möglich, in Anspruch zu nehmen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

- Umsatz - und Rohergebnisentwicklung

- Betriebsergebnis

- Jahresergebnis

- Guestcount

- Steigerung

Gesamtaussage:

Unsere Umsatzentwicklung hat im vergangenen Jahr um 29,3 % zugenommen. Allerdings blieb das Rohergebnis durch weiter gestiegene Beschaffungskosten beim Wareneinsatz mit immerhin noch 25,9 % hinter der Umsatzentwicklung zurück und lag mit TEUR 10.532 um TEUR 2.168 über dem Vorjahreswert (TEUR 8.364). Ebenfalls ist das Betriebsergebnis mit TEUR -22 (im Vorjahr TEUR -590) nochmals negativ, aber deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Somit konnte im Jahr 2022 in Summe zwar kein positives Ergebnis erreicht werden (vgl. dazu ergänzend auch die Erläuterungen in diesem Lagebericht unter 2. / 2.1 Ertragslage), dennoch zeigt die Entwicklung auch in den letzten Monaten des Geschäftsjahrs nachhaltig positive Tendenzen.

Der Guestcount konnte in 2022 gegenüber dem Vorjahr mit +24,49% wieder deutlich gesteigert werden. Er liegt jedoch weiterhin unter dem Wert vor Corona (siehe dazu oben unter 2. Geschäftsverlauf und Lage).

C. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Trotz politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen ist die deutsche Bevölkerung bereit, Geld für den Konsum auszugeben. Die wirtschaftliche Entwicklung stellt sich wieder positiver dar.

Allerdings werden durch die hohe Inflation die verfügbaren Nettoeinkommen von Gästen unserer Restaurants eingeschränkt und belastet unsere Durchschnittsumsätze, aber auch potentielle Gäste, die früher die traditionelle Gastronomie besucht haben, können mit dem neuen Konzept (RdZ) gewonnen werden. Insofern kann diese Entwicklung als Chance wie Risiko für unser Unternehmen betrachtet werden.

Einen nicht unerheblichen Einfluss auf unsere wirtschaftliche Entwicklung wird die weitere Eskalation des Ukraine-Krieges haben. Auch wenn dieser Krieg unser Territorium nicht berührt sind die andauernden Nachrichten hierüber ein mental die Menschen belastender Faktor mit Auswirkungen auf die Konsumbereitschaft.

Ein enormes Risiko für die Umsatz- und insbesondere Ertragsentwicklung unseres Unternehmens wie auch für alle Unternehmen der gastronomischen Szene wird die Entscheidung der Bundesregierung über die Beibehaltung des verminderten Umsatzsteuersatzes von 7 % ab 2024 haben.

Die Corona-Pandemie hatte auf die Gastronomie noch im I. Quartal 2022 weiterhin einen starken Einfluss. Ab April 2022 fielen die Zugangsvoraussetzungen im Handel weg. Es ist hier mit keinen weiteren Einschränkungen zu rechnen. Der schon seit Jahren genutzte Außerhausverkauf wird weiterhin von den Kunden gerne genutzt.

Durch neue Werbemaßnahmen, eine geänderte Preispolitik (deutliche Preiserhöhungen) und durch kostensenkende Umstrukturierungen als Antwort auf die gestiegene operative Kostensituation wird auch das Berichtsunternehmen an eine profitable Ertragssituation wieder herangeführt werden können.

Die Mitarbeiter sind mit den neuen RdZ-Standards inzwischen gut vertraut. Größere Investitionen sind erst ab dem Geschäftsjahr 2025 geplant. Bei Bedarf werden Ersatzinvestitionen getätigt.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine zunehmend verbesserte Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und nochmals deutliche Verbesserung der finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz- und Rohergebnisentwicklung, Betriebsergebnis, Jahresergebnis). Die Erwartung für den Jahresüberschuss nach Steuern liegt bei rd. TEUR 500 und trägt zur Stabilisierung der Finanzlage unseres Unternehmens deutlich bei.

 

München, den 17. Oktober 2023

JT Systemgastro GmbH

Joachim Thyssen, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 5.093.338,00 5.978.657,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.484.450,00 3.969.850,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 3.332.000,00 3.808.000,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 152.450,00 161.850,00
II. Sachanlagen 1.608.888,00 2.008.807,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.344,00 105.242,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.518.544,00 1.903.565,00
B. Umlaufvermögen 406.376,00 527.684,41
I. Vorräte 111.540,79 91.655,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 256.479,88 404.592,57
1. Forderungen gegen Gesellschafter 51.571,69 31.554,40
2. sonstige Vermögensgegenstände 204.908,19 373.038,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 38.355,33 31.435,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 86.957,14 65.171,55
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 547.281,94 425.579,04
Aktiva 6.133.953,08 6.997.092,00

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 450.579,04 -163.007,53
III. Jahresfehlbetrag 121.702,90 613.586,57
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 547.281,94 425.579,04
B. Rückstellungen 236.918,53 342.890,91
C. Verbindlichkeiten 5.897.034,55 6.654.201,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.966.324,41 2.236.796,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 196.136,01 545.243,16
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.770.188,40 1.691.553,03
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.930.710,14 4.417.404,90
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.930.710,14 4.417.404,90
Passiva 6.133.953,08 6.997.092,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 10.531.778,93 8.363.684,85
2. Personalaufwand 4.877.220,11 4.169.010,37
a) Löhne und Gehälter 4.061.641,85 3.513.823,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 815.578,26 655.186,79
davon für Altersversorgung 300,00 300,00
3. Abschreibungen 863.813,22 840.007,25
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 863.813,22 840.007,25
davon außerplanmäßige Abschreibungen 5.309,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.813.249,68 3.945.059,80
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 745,24 312,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86.367,35 90.482,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.534,11 -78.578,00
8. Ergebnis nach Steuern -110.660,30 -601.984,97
9. sonstige Steuern 11.042,60 11.601,60
10. Jahresfehlbetrag 121.702,90 613.586,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundsätzliches zum Jahresabschluss

1.1. Die Firma der Gesellschaft lautet "JT Systemgastro GmbH". Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 80807 München und ist im Registergericht beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 253431 eingetragen.

1.2. Die Gesellschaft ist eine "mittelgroße Kapitalgesellschaft" im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (für mittelgroße Kapitalgesellschaften) aufgestellt.

1.3. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte deshalb nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen. Größenabhängige Erleichterungen nach §§ 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

1.4. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.

1.5. Die "Davon"-Vermerke zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wurden in Form eines Verbindlichkeitenspiegels im Anhang dargestellt.

1.6. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going - concern).

Aktiva

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig (linear) abgeschrieben. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgte dabei unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 20 Jahren (Lizenzen) sowie von 10 Jahren (Geschäfts- oder Firmenwert).

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden bei den zum 01.01.2022 bereits vorhandenen Anlagegütern kontinuierlich nach Vorjahressätzen berechnet. Die Abschreibungen erfolgten bei beweglichen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens unter Zugrundelegung der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren und wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Für Anlagenzugänge wurde die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet. Bei den geringwertigen Anlagegütern (Zugängen 2022) wurde wie bereits in den Vorjahren vom Wahlrecht entsprechend den wiederum geänderten steuerlichen Regelungen Gebrauch gemacht, die geringwertigen Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (netto) im Zugangsjahr voll abzuschreiben.

Die Abgänge werden ordnungsgemäß zum Buchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens verrechnet. Im Jahr 2022 lagen allerdings keine Abgänge vor. Bei den GWGs erfolgt aus sachlichen Gründen ein Abgang jeweils im fünften Jahr nach der Anschaffung.

Die Vorräte ( fertige Erzeugnisse und Waren) wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken lagen nicht vor.

Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nominal bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für einen bestimmten Zeitraum danach.

Passiva

Das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Gewinnvortrag, Jahresfehlbetrag bzw. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr zu bilden waren, wurden diese mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

3.1. Anlagevermögen (§ 284 Abs. 3 HGB)

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel

3.2. Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert (§ 246 / § 253 HGB)

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert (§ 246 Abs. 1 S. 4 HGB). Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 10 Jahre festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von 10 Jahren sind die Stabilität und Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens sowie die bei Erwerb des Unternehmens geschätzten durchschnittlichen Laufzeiten der zu übernehmenden McDonald ́s Franchiseverträge bzw. Hauptpachtverträge.

3.3. Sonstige Vermögensgegenstände (§ 268 Abs. 4 HGB)

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen aus im Folgejahr abziehbaren Vorsteuern in Höhe von € 5.136,37 (im Vj. € 17.162,95) enthalten.

3.4. Verbindlichkeiten (Verbindlichkeitenspiegel gem. § 268 Abs. 5 / § 285 Nr. 1 und 2 HGB

Gesamtverbindlichkeiten 5.897.034,55 EUR
Vorjahr (6.654.201,09 EUR)
davon bis 1 Jahr 2.066.299,15 EUR
Vorjahr (1.863.901,62 EUR)
davon über 1 Jahr 3.830.735,40 EUR
Vorjahr (4.790.299,47 EUR)
davon über 5 Jahre 1.973.058,65 EUR
Vorjahr (2.900.069,35 EUR)
gesichert durch Pfandrechte und ähnliche Rechte 1.996.324,41 EUR
* Vorjahr (2.236.796,19 EUR *)

* Sicherungsabtretung der Rechte und Ansprüche aus Franchiseverträgen

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

4.1. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oderaußergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Rohergebnis sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung aus Corona-Hilfen in Höhe von EUR 0,00 (im Vorjahr: EUR 93.750,05) enthalten.

5. Sonstige Angaben

5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestanden aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen, wie folgt:

Leasing fällig innerhalb 1 Jahres 75.441,00 EUR fällig >1 bis 5 Jahre 48.825,00 EUR fällig über 5 Jahre 0,00 EUR

Mieten und Pachten fällig innerhalb 1 Jahres 2.226.539,00 EUR fällig >1 bis 5 Jahre 8.111.288,00 EUR fällig über 5 Jahre 17.009.194,00 EUR

Gesamt fällig innerhalb 1 Jahres 2.301.980,00 EUR fällig >1 bis 5 Jahre 8.160.113,00 EUR fällig über 5 Jahre 17.009.194,00 EUR

Daneben bestehen aus den Franchiseverträgen bei allen Filialen Verpflichtungen zur Zahlung von umsatzabhängigen Gebühren, die nicht in den vorstehenden Beträgen enthalten sind. Die geschätzten künftigen jährlichen Franchisegebühren betragen ca. 700 TEUR bei einer gewichteten durchschnittlichen Restlaufzeit der Verträge von ca. 10 Jahren.

5.2. Durchschnittliche Beschäftigtenzahl (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die Firma beschäftigte während des Geschäftsjahres 2022 und im Vorjahr im Durchschnitt folgende Arbeitnehmer:

2022
Angestellte:
in Vollzeit 89
in Teilzeit 43
in Teilzeit (Minijob) 31
Gesamt 163
2021
Angestellte:
in Vollzeit 83
in Teilzeit 41
in Teilzeit (Minijob) 29
Gesamt 153

5.1. Gesamtbezüge sowie Vorschüsse und Kredite des Geschäftsführungsorgans

(§ 285 Nr. 9 a und c HGB)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge (Grundgehalt usw.) der Geschäftsführung im Jahr 2022 wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Kredite wurden an einen Geschäftsführer in Höhe von insgesamt 51.571,69 EUR (Stand 31.12.2022) mit 2 % Verzinsung und ohne Sicherheiten gewährt. Die Rückführung ist im Geschäftsjahr 2023 beabsichtigt. Im Jahr 2022 wurden Kredite in Höhe von 20.017,29 EUR neu ausgezahlt (Neuvergabe). Kredite wurden im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 0,00 zurückgezahlt (getilgt).

5.2. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats (§ 285 Nr. 10 HGB)

Geschäftsführer

Herr Joachim Thyssen, München

(einzelvertretungsberechtigt und von § 181 BGB befreit)

5.3. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (Unterbilanz)

Die Handelsbilanz zum 31.12.2022 weist unter der Position AKTIVA "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" einen Betrag in Höhe von EUR 547.281,94 aus. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft buchmäßig überschuldet ist (so genannte Unterbilanz).

Die Geschäftsleitung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind. Die Geschäftsführung geht insbesondere, aufgrund der künftigen Planung bzw. der angestellten Prognose weiterhin von Fortführung aus (positive Fortführungs-/ Fortbestandsprognose). Die Bewertung erfolgte unter der "going-concern-Prämisse.

Zudem hat der Geschäftsführer und mittelbarer Gesellschafter (über die JT Beteiligungs GmbH mit Sitz in München) einen unmittelbaren Rangrücktritt auf das der Gesellschaft ausgereichte Darlehen zzgl. Zinsen, insgesamt in Höhe von EUR 1.848.482,99 (Stand am Bilanzstichtag 31.12.2022), gewährt bzw. geleistet.

5.4. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

5.5. Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 121.702,90 dem Verlustvortrag von EUR 450.579,04 zuzuschlagen und den Gesamtbetrag (Bilanzverlust) in Höhe von EUR 572.281,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Unterzeichnung des aufgestellten (verbindlichen) Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter gemäß § 245 HGB

 

München, den 17. Oktober 2023

JT Systemgastro GmbH

Joachim Thyssen, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.938.000,00 0,00 0,00 4.938.000,00
davon: Geschäfts- oder Firmenwert 4.760.000,00 0,00 0,00 4.760.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.184,16 119.184,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.490.891,05 138.338,22 252.504,85 2.376.724,42
2.610.075,21 138.338,22 252.504,85 2.495.908,58
7.548.075,21 138.338,22 252.504,85 7.433.908,58
Kumulierte Abschreibung
Vortrag 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Änderung durch Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 968.150,00 485.400,00 0,00 1.453.550,00
davon: Geschäfts- oder Firmenwert 952.000,00 476.000,00 0,00 1.428.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.942,16 14.898,00 0,00 28.840,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.326,05 363.515,22 92.660,85 858.180,42
601.268,21 378.413,22 92.660,85 887.020,58
1.569.418,21 863.813,22 92.660,85 2.340.570,58
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.484.450,00 3.969.850,00
davon: Geschäfts- oder Firmenwert 3.332.000,00 3.808.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.344,00 105.242,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.518.544,00 1.903.565,00
1.608.888,00 2.008.807,00
5.093.338,00 5.978.657,00

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 10.07.2024

gez. Joachim Helmut Thyssen

Angaben zur Feststellung:

GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG

Die Gesellschafter der Firma JT Systemgastro GmbH, Otl-Aicher-Str. 60-64, 80807 München, sind heute am 10.07.24 unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristvorschriften zu einer Gesellschafterversammlung zusammengekommen.

Anwesende Gesellschafter Anteil am Stammkapital

JT Beteiligungs GmbH 25.000,00 EUR 100%

Geschäftsführer Joachim Helmut Thyssen

Die Gesellschafterversammlung stellt fest, dass sie beschlussfähig ist.

Der Gesellschafterversammlung lagen folgende Tagesordnungspunkte vor:

1. Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses gem. § 29 GmbHG

Zu den o.a. Punkten fasste die Versammlung folgende Beschlüsse:

TOP 1: Gemäß Vorschlag durch die Geschäftsführung beschließt die Gesellschafterversammlung den Jahresfehlbetrag in Höhe von 121.702,90 EUR dem Verlustvortrag von 450.579,04 EUR zuzuschlagen und den Gesamtbetrag (Bilanzverlust) in Höhe 572.281,94 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 10.07.24

Joachim Helmut Thyssen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die JT Systemgastro GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der JT Systemgastro GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JT Systemgastro GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kempten (Allgäu), den 5. Juli 2024

STG Schwäbische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ewald Roth, Wirtschaftsprüfer

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