Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 16374
Eingetragen
26.5.2021
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Recycling von Abfällen der Kabelproduktion, von Kabelschrotten und von vergleichbaren Materialien mit dem Ziel der Gewinnung von Kupfergranulaten und Kupfereisengranulaten sowie Handel mit Nichteisenmetallen, Aluminium und Eisenmetallen sowie wiederverwerteten Kunststoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Hagios
seit 14.8.2025
Geschäftsführer
Martin Pikon
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Sebastian Bark
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Holger Conrad
seit 4.6.2024
Prokura
Michael Bodo Butt
seit 5.11.2021
Prokura
Eckhard Winkler
seit 5.11.2021
Prokura
Marc Werner
seit 5.11.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.00%
40.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TSR Group GmbH & Co. KG
Germany
15.000 €
60.00%
Aurubis AG
Germany
10.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cablo GmbH

Gelsenkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Gelsenkirchen
HRB 16374

Lagebericht zum 31.12.2023

A. Grundlagen

Die Cablo GmbH (Cablo), Gelsenkirchen, wurde mit Notarvertrag vom 22.04.2021 als Joint Venture der TSR Recycling GmbH & Co KG, Lünen, und der Aurubis AG, Hamburg, gegründet. Da die TSR Recycling GmbH & Co. KG 60% der Anteile an der Cablo hält, wird die Gesellschaft als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der RETHMANN SE & Co. KG, Selm, einbezogen.

Geschäftsgegenstand der Cablo ist das Recycling von Abfällen der Kabelproduktion, von Kabelschrotten und von vergleichbaren Materialien mit dem Ziel der Gewinnung von Kupfergranulaten, Kupfereisengranulaten und Aluminiumgranulaten, sowie der Handel mit Nichteisenmetallen, Aluminium, Eisenmetallen und wiederverwendbaren Kunststoffen.

Die Cablo wurde in 2021 durch ihre Gesellschafter mit einer Kapitalrücklage in Höhe von 8.000,0 T€ und mit langfristigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 27.000,0 T€ ausgestattet, um den Geschäftsbetrieb von zwei Standorten der Gesellschafter zu übernehmen. In 2022 wurden die Gesellschafterdarlehen um insgesamt 5.000,0 T€ erhöht.

Nachdem die Cablo Anfang Juni 2021 in Form von Assets Deals Aktivitäten der CABLO Metall-Recycling & Handel GmbH in Fehrbellin und der TSR Recycling GmbH & Co. KG in Gelsenkirchen erworben hatte, nahm sie im Juni 2021 ihren Geschäftsbetrieb auf.

Die Cablo fungiert als klassischer Großhändler und Dienstleister in der Kupfer- und Aluminiumwertschöpfungskette. Der Einkauf erfolgt europaweit von einer Vielzahl von Vorlieferanten, zu denen seitens der handelnden Personen langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen bestehen. Gesellschaften des Konzernverbundes stellen mit einem Einkaufvolumen von rund 20% hierbei eine große Bezugsquelle dar. Auf der Verkaufsseite werden mehr als die Hälfte der Umsätze mit Gesellschaften des Minderheitsgesellschafters realisiert.

Der Wettbewerb in der Branche ist mittelmäßig bis stark ausgeprägt. Alle Großhandelsadressen liefern an die europäische Kupferindustrie.

Die Metallpreise sind aufgrund der Börsennotierung des Rohstoffes für alle Marktteilnehmer transparent. Preisdifferenzen ergeben sich aus der Beschaffenheit des gehandelten Materials über Inhalte und Sortenreinheit.

Sitz der Gesellschaft ist in Gelsenkirchen. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über eine Zweigniederlassung in Fehrbellin.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Recyclingfähige Kabel und vergleichbare Schrotte durchlaufen auf ihrem Weg bis zu ihrem erneuten Produktionseinsatz diverse Handels- bzw. Bearbeitungsstufen.

Beginnend mit den fahrenden Schrotthändlern, über kleine sammelnde Betriebe gelangt das Material zu lagerhaltenden Großhändlern wie der Cablo GmbH. Hier werden die Materialien sortiert oder mittels Aggregate wie z. B. Kabelshreddern in einzelne verwertbare Stoffströme zerlegt. Nur diese Großhändler sind überwiegend dazu in der Lage, die Materialien so zusammenzustellen und zu bearbeiten, dass die hohen Qualitätsansprüche der Produktionsprozesse z. B. in Schmelzwerken gewährleistet werden und die Materialien just in time in ausreichender Menge geliefert werden können.

Darüber hinaus konnte die Cablo GmbH ihre Position als Partner der Kabelindustrie, deren Produktionsschrotte übernommen, verarbeitet und in den Metallkreislauf zurückgeführt werden, festigen.

Die Preisentwicklung beim Hauptprodukt Kupfer und auch im Aluminiumbereich zeigte in den ersten Monaten des Geschäftsjahres einen leichten Aufwärtstrend, um sich dann allerdings im Jahresverlauf wieder stark abzuschwächen. Am Jahresende 2023 befanden sich die Preise auf dem niedrigsten Stand, der in den letzten zwei Jahren zu verzeichnen war.

Gründe für diese Preisentwicklung sind, dass sich nach einem historischen Preishoch im Jahre 2022 die Preise wieder im Berichtsjahr auf einem niedrigeren Stand normalisierten, der gemessen an den Preisen der letzten zehn Jahre aber immer noch auf einem hohen Niveau liegt. Die schwache Konjunkturentwicklung in Deutschland und Europa dämpfte die Nachfrage nach Industriemetallen wie Kupfer und Aluminium temporär und dürfte somit der wesentliche Effekt für diese Preisentwicklung sein.

Kupfer bildet den Hauptbestandteil der Produkte der Cablo, die aber auch Aluminium-Granulate in kleineren Mengen erzeugt.

Durch die vorgenannte Entwicklung fielen die Kupferpreise an der LME-Börse bis zum 31.12.2023 gemessen an dem Stichtagskurs des Vorjahresendes um 2,2 % auf 7.661,89 €/t und beim Aluminium um 4,4 % auf 2.145,54 €/t.

Während bei der Cablo im Jahresverlauf die Einkaufspreise um 17,8 % sanken, konnten auf der Verkaufsseite die Absenkung der durchschnittlichen Verkaufspreise auf lediglich 9,5 % reduziert werden. Dies lag i. W. an einer verbesserten Qualität der Metallausbringung, die in der Produktion erreicht werden konnte.

Die Ergebnisse waren im Jahr 2023 von einer positiven Entwicklung des Rohergebnisses im Werk Fehrbellin geprägt, die hauptsächlich auf der Verbesserung in der Metallausbringung bei der Produktion beruht. Für das Werk in Gelsenkirchen stagnierten dagegen die Ergebnisse auf Vorjahresniveau und können noch nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Wesentliche Gründe für die abweichenden Ergebnisse der beiden Werke sind einerseits verschiedene Produktionstechniken und andererseits das abweichende Portfolio von Inputmaterialien. Die Investitionen in weitere Optimierung des Werks in Gelsenkirchen zeigten u. a. aufgrund der notwendigen technischen Hochlaufphase der Anlagen im Jahr 2023 noch keinen umfassenden wirtschaftlichen Erfolg. Im neuen Geschäftsjahr 2024 sollten sich die Verbesserungen jedoch auch wirtschaftlich positiv auswirken.

Eine nachträgliche Kaufpreisanpassung zum Asset Deal aus der Übernahme des Standortes Gelsenkirchen des Jahres 2021 führte zu einer Verbesserung der Liquidität in Höhe von 4.200,0 T€ und zu einer Anpassung des Geschäfts- und Firmenwertes. Hierdurch ergab sich in 2023 ein Ertrag in Höhe von 2.212,8 T€.

Auch Cablo konnte sich der Inflation und den damit stark steigenden Kosten z. B. für Energie aufgrund des Ukrainekrieges nicht entziehen, was zu einer erheblichen Belastung im Jahr 2023 führte.

Zum Jahresende 2023 betrug der Bestand an Fertigerzeugnissen bzw. Waren mengenmäßig 6.619,05 t und lag damit um 462,01 t über dem Endbestand des Jahres 2022 (6.157,04 t). Wertmäßig betrug dieser Bestand zum Jahresende 14.375,1 T€ (2022: 17.680,5 T€). Damit lag der Wert des Materialbestandes stichtagsbezogen um 3.305,4 T€ unter dem Endbestand des Vorjahres.

2. Ertragslage

Im Berichtsjahr ergab sich ein Jahresumsatz laut GuV von 119.253,7 T€ (Vorjahr 133.331,8 T€). Hiervon wurden 76,1 % im Inland und 23,9 % in Europa (ohne Deutschland) erzielt.

Die zur Steuerung des Unternehmens verwendeten wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis, das EBITDA und das Jahresergebnis.

Das Rohergebnis betrug 10.232,5 T€ (Vorjahr 9.691,4T€) und konnte hauptsächlich aufgrund der verbesserten Metallausbringung in Fehrbellin sowie Preisanpassungen infolge gestiegener Produktionskosten in Relation zum Vorjahr um rund 5,6 % gesteigert werden. Der sonstige Ertrag aus dem Abgang eines Teils des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde dabei durch erhöhte Strom- bzw. Instandhaltungskosten komplett kompensiert. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen bei 4.034,2 T€ (Vorjahr 4.078,8 T€) mit -1,1% fast auf Vorjahresniveau, der Wegfall eines Teils der Firmenwertabschreibung wird sich erst in den Folgejahren verstärkt auswirken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 3.035,0 T€ (Vorjahr 2.824,4 T€). Die Erhöhung um rund 7,5 % beruht hauptsächlich auf erhöhten Versicherungskosten und Verlusten aus Anlagenabgängen.

Die Absatzmengen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um ca. 1,5 %. Die durchschnittlichen Verkaufspreise reduzierten sich hauptsächlich aufgrund der Marktpreisentwicklung um -357,58 €/t bzw. -9,5 %. Auf der Einkaufsseite betrug die Preisreduzierung im Durchschnitt allerdings -545,81 €/t bzw. -17,8 %, wodurch das Rohergebnis trotz eines geringeren Absatzes verbessert werden konnte.

Der EBITDA betrug 2.973,4 T€ (Vorjahr 3.072,1 T€). Die leicht negative Entwicklung resultiert aus gestiegenen übrigen Aufwendungen und Personalkosten, die sich hauptsächlich aufgrund einer Aufstockung des Personals erhöht haben, und die insgesamt nicht durch die Rohertragsverbesserung kompensiert werden konnten.

Die Cablo hatte in 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.661,3 T€ erzielt (Vorjahr -981,1 T€).

Das Ergebnis der Cablo war im Geschäftsjahr 2023 insgesamt nicht zufriedenstellend. Trotzdem am Standort Fehrbellin die Rohergebnisse gesteigert werden konnten, führten erhöhte Energie- und sonstige Kosten zu einer Verschlechterung des Ergebnisses, das auch durch den Einmaleffekt infolge der Kaufpreisanpassung und des Abgangs eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nicht kompensiert werden konnte.

Die Reduzierung der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes werden sich erst in den nächsten beiden Jahren positiv auf das Ergebnis auswirken.

3. Finanzlage

Entsprechend des angewandten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 ergeben sich folgend Cashflows:

Cashflow aus operativer Tätigkeit:

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit betrug 487,1 T€ (Vorjahr -1.839,1 T€).

Cashflow aus Investitionstätigkeit:

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -405,8 T€ (Vorjahr -1.505,5 T€).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -526,5 T€ (Vorjahr 4.536,0 T€).

Die Cablo ist von ihren Gesellschaftern bei Gründung neben einer Kapitalrücklage in Höhe von 8.000,0 T€ mit langfristigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 27.000,0 T€ ausgestattet worden, die eine Darlehenslaufzeit bis zum 30.05.2041 besitzen, und insgesamt zur Finanzierung des Anlagevermögens sowie der laufenden Geschäftstätigkeit dienen. Die Gesellschafterdarlehen wurden im Vorjahr um 5.000,0 T€ aufgestockt, die eine Laufzeit bis zum 30.08.2027 aufweisen. Weiterhin existiert eine Kreditlinie der Hausbank.

Durch die Zuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit, in Verbindung mit der vorgenannten Gesellschafterfinanzierung, ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert. Zum Bilanzstichtag war ein positiver Finanzmittelfond in Höhe von 5.094,4 T€ verfügbar (Vorjahr 5.539,6 T€). Die Zinsaufwendungen resultieren aus der entsprechenden Darlehensverzinsung.

4. Vermögenslage

Das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 15.410,9 T€ (Vorjahr 16.951,1 T€) und resultiert überwiegend aus den erworbenen Wirtschaftsgütern der beiden Assets-Deals aus dem Jahre 2021. Darin enthalten ist ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 2.335,4 T€ (Vorjahr 6.254,7 T€), der ab 2024 jährlich mit 1.167,7 T€ /Jahr abgeschrieben wird. Der Geschäfts- und Firmenwert aus dem Asset Deal zum Standort Gelsenkirchen wurde im Berichtsjahr durch die nachträgliche Gutschrift in Höhe von 4.200,0 T€ auf den ursprünglichen Kaufpreis gemindert, was zu einem Buchwertabgang in Höhe von 1.987,2 T€ führte.

Das Umlaufvermögen ging vor allem infolge der Reduktion der Verkaufspreise auf insgesamt 30.660,2 T€ zurück (Vorjahr 34.206,1 T€). Zwischen den einzelnen Bilanzpositionen ergaben sich dabei folgende Veränderungen: die Vorräte betrugen 14.007,5 T€ (Vorjahr 14.486,8 T€). Die Leistungsforderungen betrugen 3.195,2 T€ (Vorjahr 5.996,0 T€), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.324,2 T€ (Vorjahr 243,6 T€), die Forderungen gegen Gesellschafter 6.180,7 T€ (Vorjahr 7.241,9 T€) und die sonstigen Vermögensgegenstände 858,1 T€ (Vorjahr 698,3 T€).

Die Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr lag in Folge des gesunkenen Umlaufvermögens und der Reduktion des Geschäfts- und Firmenwertes bei 46.826,6 T€ (Vorjahr 51.987,7 T€).

Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 6,1 % (Vorjahr 8,7 %).

Die Rückstellungen betrugen insgesamt 1.284,7 T€ (Vorjahr 997,4 T€), wovon 288,8 T€ (Vorjahr 272,9 T€) für Pensions- und ähnliche Verpflichtungen gebildet wurden, 470,2 T€ (Vorjahr 342,4 T€) für ausstehende Rechnungen und 346,6 T€ (Vorjahr 357,9 T€) für Rückstellungen, die in Verbindung mit dem Personal stehen.

Die Summe der Verbindlichkeiten betrugen insgesamt 42.681,2 T€ (Vorjahr 46.468,3 T€). Darunter waren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.537,0 T€ (Vorjahr 11.941,0 T€), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 743,5 T€ (Vorjahr 1.208,4 T€) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 33.281,1 T€ (Vorjahr 33.283,3 T€), wovon 32.000,0 T€ (Vorjahr 32.000,0 T€) aus den gewährten Gesellschafterdarlehen stammen, und der Rest aus Lieferungen und Leistungen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten betrifft vor allem Liefer- und Leistungsbeziehungen, die sich hauptsächlich aufgrund der gesunkenen Marktpreise verminderten.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Zudem ist unsere Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann SE & Co. KG, Selm, einbezogen.

Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert.

Die Cablo ist in das monatliche konzernweite Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaften überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht.

Das Kreditrisiko auf der Abnehmerseite stellt grundsätzlich das Risiko mit der höchsten Bedeutung dar. Um dieses Risiko zu eliminieren, wird auf der Abnehmerseite unverändert stark darauf geachtet, dass Lieferungen an Kunden grundsätzlich nur innerhalb der durch Kreditversicherungsunternehmen abgesicherten Einzellimite stattfinden. Sofern für einen Abnehmer kein Limit zu erhalten ist, werden Lieferungen grundsätzlich gegen Vorkasse ausgeführt. Lieferungen an Gesellschafter sind hiervon ausgenommen, da diese nicht kreditversichert werden können.

Ein weiteres bedeutsames Risiko stellen die Preisschwankungen der NE-Metalle dar. Vor diesem Hintergrund wird das Preisänderungsrisiko sowohl durch physische Kontrakte als auch durch Absicherungen über Börsenkontrakte an der LME (London Metal Exchange) minimiert. Das strikte Risiko- und Positionsmanagement in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft TSR bildet einen effizienten und effektiven Schutz vor Risiken aus Metallpreisschwankungen.

Ein weiteres mittleres Risiko stellen die teilweise vereinbarten Preiszu- und abschläge auf den LME-Preis der Absatzseite dar, denen möglichst durch gleichartige Vereinbarungen auf der Einkaufsseite begegnet werden sollte. Da aber das Volumen der so vereinbarten Ein- und Verkaufsverträge nie gleich sein wird, wird es hieraus immer zu positiven wie negativen Auswirkungen kommen, die überwacht werden müssen, und die sich bestmöglich im Jahresverlauf ausgleichen sollten.

Die Gesellschaft ist aufgrund der fehlenden Geschäftsbeziehungen zu den Ländern Russland, Weißrussland bzw. Ukraine zwar nicht unmittelbar vom Ukraine-Krieg betroffen, aber in Folge der eingeleiteten Sanktionen wird uns diese Situation mit potentiell steigenden Kosten für z. B. Energie weiterhin belasten.

Wir gehen aufgrund der bisherigen Erfahrungen davon aus, dass dieser Krieg bei unseren Produkten nicht zu einer Verminderung der Nachfrage bzw. der Preise führen wird. Aufgrund der kurzfristig anpassbaren Kontraktpreise gehen wir ebenfalls davon aus, dass steigende Nebenkosten zu ihrem größten Bestandteil auf der Verkaufsseite wieder dazu verdient werden können, bzw. sich sukzessive wieder normalisieren, und die Auswirkungen dieses Konfliktes auf unser Geschäft deshalb von untergeordneter Bedeutung sein werden.

Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt.

2. Chancen

Alle NE-Metalle, und insbesondere Kupfer als wesentliches Industriemetall, finden ihren Einsatz in diversen Bereichen der Industrie und des täglichen Lebens.

Die einzigartigen Eigenschaften dieses Metalls bieten der Substitution nur wenig Raum und machen es unseres Erachtens auch auf Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil der weltweiten Industrieproduktion. Zudem wird die kurz- bis mittelfristig weiter stark wachsende Elektromobilität einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Kupfernachfrage leisten.

In Ermangelung namhafter Kupfervorkommen in Mitteleuropa, sowie daraus resultierender Bergbautätigkeiten, sind die europäischen Kupferproduzenten im Gegensatz zu ihren südamerikanischen Wettbewerbern weitestgehend auf den Einsatz raffinierfähiger Kupferschrotte angewiesen. Nahezu sämtliche Kupferprodukte sind zu 100% recyclingfähig und werden dem Wertschöpfungskreislauf nach Ablauf ihrer Einsatzfähigkeit wieder vollständig zugeführt. Vor diesem Hintergrund kommt der Zuverlässigkeit der Lieferquellen der europäischen Kupferproduzenten eine wesentliche Bedeutung zu.

Die Cablo sieht sich aufgrund der bestehenden, partnerschaftlichen und vertrauensvollen Lieferbeziehungen und der Gesellschafterstruktur in einer guten Position. Über den Verbund in der TSR-Gruppe erschließen sich der Cablo zusätzliche Lieferquellen, und auch in schwierigen Marktsituationen sind wir in der Lage, mengenmäßig eine Tonnagen-Grundlast sicherzustellen. Weiterhin können wir über unsere Gesellschafter maßgebliche Mengen vermarkten.

Aufgrund unserer Struktur und unseres Informationsmanagements sind wir in der Lage, schnell und flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und auf diese Weise Chancen zur Tonnagenausweitung bzw. Rentabilitätsverbesserung zu nutzen.

Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr erhebliche Ergebnisverbesserungspotenziale im kaufmännischen und im betrieblichen Bereich identifiziert und verschiedene Projekte befinden sich in der Planungs- bzw. der Umsetzungsphase. Dies betrifft z. B. die Ingangsetzung einer gemieteten Schneidmühle in Gelsenkirchen, die ein optimiertes Spektrum an eingesetzten Rohstoffen ermöglicht. Zudem haben wir in Gelsenkirchen weitere moderne Produktionsanlagen in Betrieb genommen, die die wirtschaftliche Situation des Werks verbessern.

3. Prognose

Aufgrund der nicht befriedigenden operativen Ergebnissituation in 2023 wird die Cablo effektiv weiterentwickelt. Das Werk in Gelsenkirchen wird die getätigten Investitionen in moderne Trenn- und Sortiertechnik dazu nutzen, attraktiveres Material durchzusetzen und so eine verbesserte Ausbringung der in den Recyclingrohstoffen gebundenen Metalle erreichen. Auf diese Weise erwarten wir eine deutliche Verbesserung der operativen Ergebnissituation im Jahr 2024.

Die extrem hohen Energiekosten aus dem Jahr 2023 werden sich im Verlauf des Jahres 2024 infolge von bereits abgeschlossenen neuen Stromverträgen sukzessive normalisieren.

Um in Zukunft gegen Strompreisschwankungen stärker gesichert zu sein und darüber hinaus den ökologischen Fußabdruck weiter zu optimieren, planen wir die Nutzung von Solarpaneelen auf unseren Werkshallen in Fehrbellin. Die moderne Photovoltaik Anlage ist bereits in Umsetzung und wird die Stromkosten des Standorts Fehrbellin ab 2025 zusätzlich deutlich entlasten.

Insgesamt erwarten wir, dass die Auswirkungen des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine weiterhin auf unser Geschäft von untergeordneter Bedeutung sein wird, sich die Nachfrage nach unseren Produkten bzw. der Preis aufgrund sich verknappender Rohstoffe jedoch weiter erhöhen kann.

Auf Basis der nicht befriedigenden operativen Ergebnissituation des Jahres 2023 insbesondere in Gelsenkirchen, werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Inputmix und die Produktion zu optimieren. Hierdurch erwarten wir für 2024 eine Steigerung der Ergebnisse und rechnen mit einer spürbaren Erhöhung des Rohertrages sowie des EBITDA. Weiterhin wird die planmäßige Abschreibung des restlichen Geschäfts- und Firmenwerts das Ergebnis vor Steuern der nächsten beiden Jahre noch belasten, auch wenn der Abschreibungsaufwand geringer als in 2023 ausfallen wird.

In Summe erwarten wir dennoch für das Gesamtjahr 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis und somit eine wesentliche Verbesserung zum negativen Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023.

 

Gelsenkirchen, den 26. April 2024

Cablo GmbH

Marina Dankert

Christian Berrens

Thomas Faust

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 278,00 944,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.335.442,00 6.254.731,00
2.335.720,00 6.255.675,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.749.121,00 1.245.964,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.635.885,00 6.372.114,00
3. Fuhrpark, Transportmittel 610.641,00 341.499,00
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.978,00 882.769,00
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.140.528,56 1.853.098,48
13.075.153,56 10.695.444,48
15.410.873,56 16.951.119,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 498.945,62 577.941,76
2. fertige Erzeugnisse 14.375.079,68 17.680.548,18
3. geleistete Anzahlungen auf Vorräte 427.125,88 131.145,82
15.301.151,18 18.389.635,76
4. ./. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.293.637,03 -3.902.883,41
14.007.514,15 14.486.752,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.195.229,07 5.995.976,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.324.172,58 243.571,88
3. Forderungen gegen Gesellschafter 6.180.713,21 7.241.899,04
4. sonstige Vermögensgegenstände 858.114,54 698.323,60
11.558.229,40 14.179.771,43
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.094.412,02 5.539.597,04
30.660.155,57 34.206.120,82
D. Aktive latente Steuern 755.580,96 830.445,69
46.826.610,09 51.987.685,99

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.000.000,00 8.000.000,00
III. Verlustvortrag -3.503.000,46 -2.521.870,35
IV. Jahresfehlbetrag -1.661.299,82 -981.130,11
2.860.699,72 4.521.999,54
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 288.757,00 272.918,00
2. sonstige Rückstellungen 995.967,85 724.472,25
1.284.724,85 997.390,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.537.010,00 11.940.981,07
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 743.476,78 1.208.379,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 33.281.070,99 33.283.311,62
4. sonstige Verbindlichkeiten 119.627,75 35.623,79
(davon aus Steuern € 36.959,79; Vorjahr € 31.468,65)
(davon aus sozialer Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 155,00)
42.681.185,52 46.468.296,20
46.826.610,09 51.987.685,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 119.253.705,37 133.331.824,47
2. Verminderung / Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -3.305.468,50 6.863.479,72
3. sonstige betriebliche Erträge 2.487.370,53 205.987,01
4. Gesamtleistung 118.435.607,40 140.401.291,20
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -104.931.328,27 -128.601.684,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.271.742,37 -2.108.182,00
-108.203.070,64 -130.709.866,04
6. Rohergebnis 10.232.536,76 9.691.425,16
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.446.989,22 -3.119.797,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -777.195,98 -675.077,13
(davon für Altersversorgung € -30.089,02; Vorjahr € -29.373,58)
-4.224.185,20 -3.794.874,26
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.034.174,48 -4.078.775,31
-4.034.174,48 -4.078.775,31
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.034.961,93 -2.824.435,74
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 844,00 168,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -526.494,24 -464.029,65
(davon von verbundenen Unternehmen € -312.090,41; Vorjahr € -274.848,32)
12. Ergebnis vor Steuern -1.586.435,09 -1.470.521,80
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -74.864,73 489.391,69
(davon aus latenten Steuern € -74.864,73; Vorjahr € 489.391,69)
14. Jahresfehlbetrag -1.661.299,82 -981.130,11

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar - 31. Dezember 2023

I. GRUNDLAGEN

Die Cablo GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der weiteren rechtsformspezifischen Vorgaben, etwaigen gesellschaftsindividuellen Vorgaben sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN

Die Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen geändert:

In der Bilanz:

gesonderter Ausweis des Fuhrparks innerhalb der Sachanlagen

gesonderter Ausweis der Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

Eingefügte Zwischensummen: Gesamtleistung, Rohergebnis, Ergebnis vor Steuern

Wegfall des Ausweises der sonstigen Steuern.

Die sonstigen Steuern werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach dem Ergebnis nach Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, sondern sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren und Kundenstämme sowie Vertragsrechte über fünf Jahre bzw. in Abhängigkeit der jeweiligen Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird in Anlehnung an die Laufzeit des Joint-Venture-Vertrages der Gesellschafter über 4 Jahre und 7 Monate abgeschrieben, im Zugangsjahr zeitanteilig. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Bei den Anlagegütern erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

- Gebäude 12 - 17 Jahre
- Maschinen, maschinelle Anlagen 4 - 6 Jahre
- Fuhrpark 3 - 6 Jahre

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Dem Vermögensgegenstand direkt zurechenbare Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und den aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens verbucht.

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 250 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschlägen Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren und geleistete Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 3,10 % p.a. (Vorjahr: 2,90 % p.a.) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 2,60 % p.a. (Vorjahr: 2,40 % p.a.) sowie eine Fluktuation wie im Vorjahr in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.324.172,581 € (Vorjahr: 243.571,88 €).

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.180.713,21 € (Vorjahr: 7.241.899,04 €).

Aktive Latente Steuern:

Der in der Bilanz gem. § 274 Abs. 1 HGB gesondert ausgewiesene aktive Abgrenzungsposten für latente Steuern setzt sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Geschäfts- oder Firmenwerte, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen zusammen.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatz für KSt und GewSt von 32,98 %.

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 25.000 €.

Im Eigenkapital ist ein Betrag von 755.580,96 € aus der Aktivierung latenter Steuern sowie ein Betrag von 6.113,00 € aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen zur Ausschüttung gesperrt.

Pensionsrückstellungen:

Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 6.113,00 €.

Rückstellungen:

Die Bildung der sonstigen Rückstellungen erfolgte vor allem für Verpflichtungen aus dem Personalbereich und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten:

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Gesamt Restlaufzeiten Restlaufzeiten
31.12.2023
≤ 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
≤ 1 Jahr 31.12.2022
>1 Jahr 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.537.010,00 8.537.010,00 0,00 0,00 11.940.981,07 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 743.476,78 743.476,78 0,00 0,00 1.208.379,72 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 33.281.070,99 1.281.070,99 32.000.000,00 27.000.000,00 1.283.311,62 32.000.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 119.627,75 119.627,75 0,00 0,00 35.623,79 0,00
42.681.185,52 10.681.185,52 32.000.000,00 27.000.000,00 14.468.296,20 32.000.000,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 743.476,78 € (Vorjahr: 1.208.379,72 €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern schließen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 20.368.797,01 € (Vorjahr 20.483.311,62 €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.168.797,01 € (Vorjahr: 1.108.997,07 €) ein.

Weiterhin sind hier Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 32.000.000,00 € ausgewiesen, von denen 19.200.000,00 € gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen.

Weitere Angaben zur Bilanz:

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.661.299,82 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach den geografischen Märkten auf:

2023
2022
Deutschland 90.735.689,50 84.297.440,05
EU außerhalb Deutschland 24.371.357,22 46.392.369,81
Übriges Ausland 4.146.658,65 2.642.014,61
119.253.705,37 133.331.824,47

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen außergewöhnlichen Ertrag von 2.212.756,37 € aus der nachträglichen Kaufpreisanpassung zum Asset Deal aus 2021.

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige Steuern in Höhe von 11.790,32 € (Vorjahr: 41.760,06 €).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen/ Erträge:

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 844,00 € (Vorjahr: € 168,00) auf die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Der Zinsaufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen beträgt 1.823,00 € (Vorjahr: 10.468,00 €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Körperschaftsteuer in Höhe von 58.264,28 € und latente Gewerbesteuer in Höhe von 16.600,45 € enthalten.

V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

VI. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 12 10
gewerbliche Mitarbeiter 55 53
Aushilfen 5 4
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 72 67
Auszubildende 4 2
Gesamtsumme 76 69

Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten:

Die Gesellschaft ist in ihrer operativen Geschäftstätigkeit Rohstoff-Wertveränderungsrisiken im Bereich hochwertiger Schrotte (i. W. Kupfer/Aluminium) ausgesetzt. Die Wertveränderungsrisiken werden durch Termingeschäfte an der LME-Börse (London Metal Exchange) gesichert. Alle bestehenden Sicherungsinstrumente, mit den dazugehörigen Grundgeschäften, werden im Rahmen von Bewertungseinheiten abgebildet. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Absicherung des Rohstoffpreisrisikos:

Bei den hochwertigen Schrotten wird das Delta aus den Vorratsbeständen zzgl. der offenen Einkaufsverträge abzgl. der offenen Verkaufsverträge gegen Wertänderungsrisiken abgesichert. Das Wertänderungsrisiko resultiert aus möglichen Veränderungen der Metallpreise. Sofern das Volumen aus eingegangenen Einkaufskontrakten ansteigt und noch nicht durch ein Absicherungsgeschäft abgedeckt wurde, wird umgehend eine Verkaufsorder an einen Broker an der LME in London gegeben, um Risiken aus Preisschwankungen des Materials zu vermeiden. Wenn anschließend ein Verkaufsvertrag mit einem Abnehmer über die Lieferung des so abgesicherten Materials zustande kommt, wird wiederum ein Einkaufskontrakt über die vormals abgesicherte Menge mit dem Broker abgeschlossen. Die Absicherung wird in Form eines Macro Hedges durchgeführt. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente ist fristenkongruent zu der Laufzeit der abgesicherten Grundgeschäfte. Die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente werden sich in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Es wird eine hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung erwartet.

Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird auf das angemessene und funktionsfähige Risiko-Managementsystem verwiesen:

Es erfolgt eine systematische und fortdauernde Risikoidentifikation, -messung, -steuerung und -analyse. Angemessene interne Kontrollverfahren sind eingerichtet.

Es findet ein regelmäßiges Risikoreporting an die Geschäftsleitung statt.

Es werden Verlustrisikolimite (VaR) definiert, die nicht überschritten werden dürfen.

Verantwortlichkeiten und Aufgaben sind klar zugeordnet (Funktionstrennung).

Die Risikostrategie und -methodik werden in regelmäßigen Abständen überprüft und zeitnah angepasst.

Die getroffenen Maßnahmen und angewendeten Methoden sind in der Risikorichtlinie und dem Risikomanagementhandbuch dokumentiert.

Zur rechnerischen Ermittlung des Betrags der bisherigen Unwirksamkeit wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet.

Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designierungszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen.

Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt.

Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und den kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust ergibt. In diesem Fall wird in Höhe des Nettoverlusts eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt.

Die Bildung einer Rückstellung für Bewertungseinheiten war zum 31.12.2023 nicht notwendig.

Zum Bilanzstichtag stehen schwebende Geschäfte an der Börse mit einem Volumen von 9,2 Mio.€ (Kupfer 8,7 Mio.€, Aluminium 0,5 Mio.€) den schwebenden physischen Geschäften in Höhe von 17,0 Mio.€ und Warenbeständen mit einem Buchwert von 13,0 Mio.€ gegenüber.

Die Marktwertdifferenz der in die Bewertungseinheit einbezogenen Derivate beträgt -0,1 Mio.€ (Kupfer -0,1 Mio.€, Aluminium 0,0 Mio. €).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

Restlaufzeiten
Gesamt
≤ 1 Jahr
>1 Jahr
davon > 5 Jahre
aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 1.558.326,45 396.132,06 1.162.194,39 249.193,14
davon mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen 1.304.599,38 175.901,04 1.128.698,34 249.193,14
aus Dienstleistungsverträgen 696.150,00 696.150,00 0,00 0,00
davon mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen 696.150,00 696.150,00 0,00 0,00
2.254.476,45 1.092.282,06 1.162.194,39 249.193,14

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgeschlossenen Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für
Abschlussprüfungsleistungen 25.090,00
Summe 25.090,00

VII. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Mitgliedschaft im Konzern:

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS SE & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

VIII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehören bzw. gehörten an:

 

Herr Christian Berrens, Moers, Geschäftsführer der Cablo GmbH

 

Frau Marina Dankert, Panketal, Geschäftsführerin der Cablo GmbH

 

Herr Thomas Faust, Hamburg, Geschäftsführer der Cablo GmbH

Die Geschäftsführung hat keine Bezüge aus der Gesellschaft erhalten.

 

Gelsenkirchen, den 26. April 2024

CABLO GmbH

Dankert Marina

Berrens Christian

Faust Thomas

ANLAGEN ZUM ANHANG

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.000,00 0,00 0,00 0,00 2.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 9.548.558,69 0,00 0,00 4.200.000,00 5.348.558,69
9.550.558,69 0,00 0,00 4.200.000,00 5.350.558,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.392.062,91 3.606.446,86 187.200,31 148.000,00 5.037.710,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.817.515,58 158.321,85 704.097,00 13.000,00 9.666.934,43
3. Fuhrpark, Transportmittel 546.440,86 476.434,41 0,00 115.850,00 907.025,27
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.110.152,25 209.650,49 21.173,80 5.000,00 1.335.976,54
5. Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.853.098,48 199.901,19 -912.471,11 0,00 1.140.528,56
13.719.270,08 4.650.754,80 0,00 281.850,00 18.088.174,88
Gesamt 23.269.828,77 4.650.754,80 0,00 4.481.850,00 23.438.733,57
Kumulierte Abschreibungen
01.01.23
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.056,00 666,00 0,00 1.722,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 3.293.827,69 1.932.045,37 2.212.756,37 3.013.116,69
3.294.883,69 1.932.711,37 2.212.756,37 3.014.838,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 146.098,91 163.480,77 20.990,60 288.589,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.445.401,58 1.589.575,05 3.927,20 4.031.049,43
3. Fuhrpark, Transportmittel 204.941,86 174.167,00 82.724,59 296.384,27
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.383,25 174.240,29 4.625,00 396.998,54
5. Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.023.825,60 2.101.463,11 112.267,39 5.013.021,32
Gesamt 6.318.709,29 4.034.174,48 2.325.023,76 8.027.860,01
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 278,00 944,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.335.442,00 6.254.731,00
2.335.720,00 6.255.675,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.749.121,00 1.245.964,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.635.885,00 6.372.114,00
3. Fuhrpark, Transportmittel 610.641,00 341.499,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.978,00 882.769,00
5. Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.140.528,56 1.853.098,48
13.075.153,56 10.695.444,48
Gesamt 15.410.873,56 16.951.119,48

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cablo GmbH, Gelsenkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cablo GmbH, Gelsenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cablo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 26. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Holger Schubert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.05.2025 festgestellt.

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