ArcelorMittal Dortmund GmbHLiquidiert

44379 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 33594
Vorher
ArcelorMittal Duisburg Logistik GmbH
Eingetragen
6.3.2020
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugErbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen mit allen möglichen Transportmitteln, die Erbringung von industrienahen Dienstleistungen sowie die Herstellung, Verarbeitung und Weiterverarbeitung von Blankstahl und ähnlichen Stahlprodukten sowie von Nebenerzeugnissen und der Vertrieb und der Handel von bzw. mit Industrieerzeugnissen auf diesem Gebiet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robin Wichmann
seit 4.2.2026
Liquidator
Jan Kleinemeyer
seit 9.6.2022
Prokura
Claudia Lehnen
seit 23.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert5.25% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Quadra International Services B.V.NLD
3.94%
ArcelorMittal S.A.LUX
1.31%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ArcelorMittal Dortmund GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ArcelorMittal Dortmund GmbH i. L.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Dortmund i. L. GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Dortmund GmbH i. L. für das Geschäftsjahr vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen in den Abschnitten „I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen“ und „V.8. Nachtragsbericht“ des Anhangs und „D. Prognosebericht einschl. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung“ im Unterabschnitt „Entwicklung der Gesellschaft“ des Lageberichts, in denen der Liquidator beschreibt, dass die Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft mit Gesellschafterbeschluss zur Liquidation vom 31. März 2025 beschlossen und im Mai 2025 umgesetzt wurde.

Aufgrund des mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigten Ergebnisabführungsvertrages mit dem Gesellschafter, der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, und des für das Jahr 2025 erwarteten Jahresfehlbetrages von EUR 4,1 Mio. wird das Eigenkapital der Gesellschaft aufgezehrt und ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 4,1 Mio. erwartet, der sich innerhalb des Prognosezeitraums bis zum Ende der Liquidation im Jahr 2026 nicht mehr ausgleichen wird.

Die Finanzierung der Gesellschaft bis zum Ende der Liquidation erfolgt im Rahmen des Cash-Managements (Cashpooling) mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Die Cashpool-Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2025 betragen EUR 17,0 Mio. Für diesen Vertrag liegt ein Kündigungsverzicht vor sowie eine Zusage in Höhe von EUR 0,6 Mio. weitere Mittel bei Bedarf bereitzustellen. Der Kündigungsverzicht datiert vom 27. Januar 2026. Der Liquidator geht bis zum Abschluss der Liquidation von einem unbeschränkten Zugriff auf das Cashpooling der ArcelorMittal-Gruppe aus.

Die zum 31. Dezember 2025 in Anspruch genommene Kreditlinie aus dem Cashpooling in Höhe von EUR 17,0 Mio. sowie die gegebenenfalls benötigen weiteren Mittel sollen im Jahr 2026 durch die Zahlungen des Gesellschafters aus den Verlustübernahmen für die Jahre 2021 bis 2024 in Höhe von insgesamt EUR 24,8 Mio. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zurückgeführt werden. Die Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag werden nach Abschluss der Prüfungen der Jahresabschlüsse und Feststellung der Jahresabschlüsse fällig.

Des Weiteren erwartet der Liquidator, dass die durch Verwertung des Anlage- und Umlaufvermögens realisierbaren Zahlungsmittelzuflüsse neben den Zahlungen aus den Ergebnisabführungsverträgen die laufenden Kosten der Liquidation und Rückführung der Verbindlichkeiten, insbesondere der Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, ausreichen werden, allerdings nicht für eine vollständige Tilgung des Darlehens des Gesellschafters, welches mit EUR 11,7 Mio. zum Berichtszeitpunkt valutiert. Der Gesellschafter, die Arcelor-Mittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, hat mit Schreiben vom 20. Januar 2026 einen qualifizierten Rangrücktritt für die Darlehensforderung ausgestellt, um eine Überschuldung i.S.v. § 19 InsO der Gesellschaft zu vermeiden und eine geordnete Abwicklung der Liquidation zu gewährleisten.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bis zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft damit von der ordnungsgemäßen Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages für die Jahre 2021 bis 2024, dem Erzielen der erwarteten Liquidationszuflüsse aus den Verwertungserlösen sowie dem Fortbestand des Cashpooling der ArcelorMittal-Gruppe bis zur Erzielung der Zahlungsmittelzuflüsse abhängig.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind diesbezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen des Liquidators in den Abschnitten „I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen“ und „V.8. Nachtragsbericht“ des Anhangs und „D. Prognosebericht einschl. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung“ des Lageberichts, welche den Beschluss zur Liquidation vom 31. März 2025 der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung des Liquidators für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Liquidator ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Liquidator verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Liquidator dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Liquidator verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Liquidator verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorschriften und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Liquidator angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Liquidator dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch den Liquidator unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Liquidation ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem Liquidator dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem Liquidator zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis auf Erstprüfung

Der Jahresabschluss der ArcelorMittal Dortmund GmbH für das vorherige Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. April 2021, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2021 ist, wurde nicht geprüft.

 

Berlin, 27. Januar 2026

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beckers, Wirtschaftsprüfer

Weinberg, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

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31.12.2021 30.04.2021
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.999.000,00 4.999
2. Technische Anlagen und Maschinen 214.040,00 214
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 450.000,00 0
5.663.040,00 5.213
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.518.885,88 474
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.033.421,34 1.747
12.552.307,22 2.221
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.813.023,99 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.333.745,58 7.836
(davon gegen Gesellschafter: EUR 6.903.300,44; Vorjahr TEUR 6.772)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 30.848,02 8
9.177.617,59 7.844
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 744.302,73 17
22.474.227,54 10.082
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.943,23 0
28.150.210,77 15.295

Passiva

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31.12.2021 30.04.2021
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.852.245,35 2.415
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 810.498,38 56
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.336.572,34 1.062
(davon gegenüber Gesellschafter: EUR 13.675.418,28; Vorjahr TEUR 0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 125.894,70 11.737
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit : EUR 125.894,70; Vorjahr TEUR 8)
25.272.965,42 12.855
28.150.210,77 15.295

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 01.05.2021 - 31.12.2021

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31.12.2021 30.04.2021
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 29.961.898,25 1.074
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.823.309,40 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.854,65 0
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.217.350,81 558
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 685.483,56 781
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.175.645,54 243
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 446.436,32 48
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.436,20 3.807
(davon außerplanmäßig: EUR 25.707,89; Vorjahr TEUR 3.676)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.160.353,47 2.403
8. Zinsen und ähnliche Erträge 48,75 0
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; Vorjahr TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 91.986,87 0
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 91.986,87; Vorjahr TEUR 0)
10. Ergebnis nach Steuern 1.975.418,28 -6.766
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn / übernommener Verlust -1.975.418,28 6.766
12. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr 01.05.2021 - 31.12.2021

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Arcelor Mittal Dortmund GmbH i. L. hat ihren Sitz in Dortmund und ist unter der Nummer HRB 33594 im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), des GmbH-Gesetzes und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2025 wurde die Beabsichtigung zur Auflösung und Liquidation zum 31. Dezember 2025 beschlossen. Daher wird der Jahresabschluss unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Abkehr vom Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) zu Liquidationswerten unter Beachtung der Regelungen des IDW RS HFA 17 aufgestellt.

Hinsichtlich wesentlicher Unsicherheiten im Zusammenhang mit der geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt „D. Prognosebericht einschließlich Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung“ unter „Entwicklung der Gesellschaft“ im Lagebericht.

Die Angaben im Jahresabschluss sind nur eingeschränkt vergleichbar, da das Vorjahr ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2021 darstellt. Mit Gesellschafterbeschlussfassung vom 26. November 2021 wurde auch für den Zeitraum vom 1. Mai bis 31. Dezember 2021 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, da als Geschäftsjahr das Kalenderjahr festgelegt wurde. Dies erfolgte Zwecks Vereinfachung der Konsolidierung der Konzernabschlüsse der ArcelorMittal S.A., Luxemburg, bei dem das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit folgenden Ausnahmen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Im Gegensatz zum Vorjahr erfolgt der Ausweis der Erträge aus Personalserviceleistungen unter den Umsatzerlösen und nicht unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 0, i. Vj. TEUR 770). Der Ausweis der mit der Umsatzrealisierung verbundenen Aufwendungen für Betriebsstoffe und -bedarf (TEUR 319, Vj. TEUR 28) erfolgt unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, statt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Des Weiteren erfolgt im Gegensatz zum Vorjahr der Ausweis von mit der Umsatzrealisierung verbundener Aufwendungen für bezogene Personalleistungen (TEUR 128, Vj. TEUR 770), Energie (TEUR 420, Vj. TEUR 6) und Instandhaltung (TEUR 274, Vj. TEUR 31) unter den bezogenen Leistungen im Materialaufwand, statt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Außerdem erfolgt der Ausweis der Aufwendungen für die Rückstellungszuführung Abfindungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und nicht unter den Personalaufwendungen (TEUR 0, i. Vj. TEUR 2.160). Der Vorjahresausweis wurde jeweils entsprechend angepasst.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung.

Die Gesellschaft hat die notwendigen gesetzlichen Vorgaben, in Bezug auf die Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Liquidation mit dem Ziel der Reinvermögensdarstellung berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Liquidationswerte, welche die voraussichtlich realisierbaren Werte widerspiegeln. Die erforderlichen Informationen zu den Bewertungsansätzen und den angewandten Methoden sind im Folgendem und im Abschnitt III. dargelegt.

Grundsätzlich werden die Gegenstände des Anlagevermögens mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode über 3 bis 40 Jahre planmäßig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter, die als geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 eingestuft werden, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Durch die geplante Liquidation sind für die Bewertung des Sachanlagevermögens entsprechende Gutachten erstellt und konkrete Verkaufsverhandlungen im zweiten Quartal 2025 durchgeführt worden. Das Sachanlagevermögen ist zu Liquidationswerten bilanziert, insofern diese Werte geringer als die jeweilige Fortschreibungswerte sind. Dadurch ergeben sich entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEU 26 (Vj. TEUR 3.526), welche in einer gesonderten Spalte im Anlagenspiegel ausgewiesen wurden.

Auf Grundlage der erwartbaren Veräußerungswerte ergeben sich stille Reserven, wie folgt:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
- Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 891 891
- Technische Anlagen und Maschinen 626 626
1.517 1.517

Die stillen Reserven sollen in den Jahren 2025 und 2026 im Rahmen der Liquidation realisiert werden.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellkosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei Überschreitung festgelegter Alterskategorien werden Zeitwertabschläge vorgenommen. Zum Stichtag wird ein Marktpreisvergleich vorgenommen. Im Zusammenhang mit der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung ergeben sich zum Bilanzstichtag keine Änderungen bei den Bewertungsgrundsätzen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu den durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet worden. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurde der niedrigere Wert der Herstellungskosten oder der voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Zusammenhang mit der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung ergeben sich zum Bilanzstichtag keine Änderungen bei den Bewertungsgrundsätzen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag repräsentieren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden mit den Beträgen der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Das Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde nicht ausgeübt. Im Zusammenhang mit der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung wurden im Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. April 2021 Rückstellungen für zu erwartende Abfindungen entsprechend der Regelungen des jeweils am 15. Mai 2025 abgeschlossenen Interessenausgleichs und Sozialplanes bewertet und für die zum 30. April 2021 beschäftigten Mitarbeiter bilanziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der Ausweis latenter Steuern unterbleibt einerseits in Folge der steuerlichen Organschaft und andererseits aufgrund nicht gegebener Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern nach Beendigung der Organschaft im Liquidationszeitraum.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
- Forderungen aus Verlustübernahme 6.766 6.766
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 431 1.070
- Sonstige Forderungen 137 0
7.334 7.836

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 30. April 2021 mit TEUR 6.766 (Vj. TEUR 6.766) sowie sonstige Forderungen mit TEUR 137 (Vj. TEUR 0) und im Vorjahr auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.

3. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital (TEUR 25) entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag.

4. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
- Rückstellung für zu erwartende Abfindungen 2025 2.160 2.160
- Rückstellung für ausstehende Rechnungen 439 136
- Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 228 94
- Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 25 25
2.852 2.415

Die Rückstellung für zu erwartende Abfindungen 2025 wurde in Folge der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung im Jahresabschluss des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. April 2021 gebildet. Zum Berichtszeitpunkt wird eine Inanspruchnahme der Rückstellungen für Abfindungen aufgrund der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen bis zum Zeitpunkt der Betriebsstilllegung im Mai 2025 und der Liquidation im Jahr 2026 in Höhe von TEUR 1.685 erwartet.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
- Kaufvertragsdarlehen 11.700 0
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 7.722 1.062
- Verbindlichkeiten aus Cash-Pool-Inanspruchnahme 2.939 0
- Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 1.975 0
24.336 1.062

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen das Kaufvertragsdarlehen (TEUR 11.700; Vj. TEUR 0) sowie die Verbindlichkeit der Ergebnisabführung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai bis 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 1.975 (Vj. TEUR 0). Das Kaufvertragsdarlehen hat eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren, da es mit Abwicklung der Liquidation fällig gestellt wird, welche für das Jahr 2026 erwartet wird.

Alle weiteren Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt:

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31.12.2021 30.04.2021
Inland Ausland Inland Ausland
TEUR TEUR
- Blankstahl 26.687 2.275 154 0
- 2A-Material 517 173 0 0
- Schrott 309 0 150 0
- Walzdraht 1 0 0 0
- Personalserviceleistungen 0 0 770 0
27.514 2.448 1.074 0

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 0) enthalten.

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
- außerordentlich (Liquidationswertermittlung) 26 3.526
- planmäßig 11 281
37 3.807

In Folge der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung und der damit verbundenen außerplanmäßigen Abschreibungen zum 30. April 2021 werden zum Bilanzstichtag lediglich im Geschäftsjahr zugegangene Vermögensgegenstände bis zum Bilanzstichtag planmäßig abgeschrieben und insoweit notwendig sodann außerplanmäßig auf den Veräußerungswert abgeschrieben.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstige betriebliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
- Transport 793 0
- Energie 82 2
- Betriebsbedarf 180 40
- Leasing 350 41
- Instandhaltung 56 0
- Leiharbeit 45 3
- Raumkosten 140 5
- Abschluss- und Prüfkosten 134 94
- sonstiger betriebliche Aufwand 40 3
- Versicherungen 73 6
- EDV 59 3
- Rechtsberatung 57 41
- Fahrzeuge 48 2
- Arbeitsschutz 41 3
- periodenfremde Aufwendungen 62 0
- außergewöhnliche Bildung von Rückstellungen für Abfindungen 0 2.160
2.160 2.403

Die Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für Abfindungen des Rumpfgeschäftsjahres 1. Januar 2021 bis 30. April 2021 betreffen außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung (TEUR 2.160).

Die periodenfremden Aufwendungen betreffen Nachverrechnungen des Insolvenzverwalters, welche erst im Oktober 2021 nach finaler Abrechnung feststanden.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen derzeit keine Haftungsverhältnisse.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Auf Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 818.

3. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören an:

Robin Wichmann, Bottrop, Maschinenbauingenieur M.SC., CEO (seit Mai 2021 bis 31. Dezember 2025) seit 1. Januar 2026 Liquidator)

Lutz Bandschuh, Hamburg, Diplom Ingenieur (bis 3. Mai 2022)

Herr Paul Tetteroo, Duisburg, Diplom Ingenieur (bis 3. Mai 2022)

Zu den Bezügen der gesetzlichen Vertreter wird unter Verwendung des § 286 Abs. 4 HGB keine Angabe gemacht.

4. Anzahl der Arbeitnehmer

Zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres, per 31. Dezember 2021, waren 80 Angestellte beschäftigt. Diese teilen sich auf in 68 gewerbliche und 12 kaufmännische Angestellte.

Der Durchschnitt im Rumpfgeschäftsjahr liegt bei 79 Angestellten. Diese teilen sich auf in 67 gewerbliche und 12 kaufmännische Angestellte.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr ergaben sich Aufwendungen für den Abschlussprüfer von TEUR 134. Diese betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

6. Konzernabschluss und Mutterunternehmen

Die Anteile an der ArcelorMittal Dortmund GmbH i. L., Dortmund, werden von ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, gehalten. Die Gesellschaft ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der ArcelorMittal S.A., Luxemburg. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der ArcelorMittal S.A., Luxemburg, und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen und wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A., Luxemburg, einbezogen.

Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg, und stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register-Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Version des Konzernabschlusses im Unternehmensregister veröffentlicht.

7. Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Gewinn für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai bis 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 1.975 an die ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, abgeführt und als Verbindlichkeit im Jahresabschluss ausgewiesen. Die Verlustübernahme für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2021 in Höhe von TEUR 6.766 durch das Mutterunternehmen wird als Forderung im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ausgewiesen (Vj. TEUR 6.766).

8. Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschlussfassung vom 3. Dezember 2024 wurde eine Aufhebung des Gewinnabführungsvertrags vom 12. Dezember 2019 zum Ablauf des 31. Dezember 2024 beschlossen. Diese wurde am 6. Dezember 2024 rechtskräftig.

Nach eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Situation und der zukünftigen Perspektiven wurde mit Gesellschafterbeschlussfassung vom 31. März 2025 entschieden, das Unternehmen zum Ablauf des 31. Dezember 2025 aufzulösen und geordnet zu liquidieren. Des Weiteren wurde beschlossen Herrn Robin Wichmann mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2025 als Geschäftsführer abzuberufen und Herrn Robin Wichmann mit Wirkung ab dem 1. Januar 2026 zum Liquidator zu bestellen. Der Betrieb wurde zum 31. Mai 2025 stillgelegt.

Mit Wirkung zum 15. Mai 2025 wurde zwischen der Gesellschaft und dem Betriebsrat der Gesellschaft ein Interessenausgleich sowie ein Sozialplan zur Betriebsstilllegung vereinbart.

Mit Datum vom 20. Januar 2026 und Wirkung zum 20. Januar 2026 ist zwischen der Gesellschaft und der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, eine Vereinbarung über einen qualifizierten Rangrücktritt der Forderung aus dem Kaufvertragsdarlehen vom 10. Mai 2021 in Höhe von TEUR 11.700 geschlossen worden. Dies wurde zur Vermeidung einer Überschuldung i.S.v. § 19 InsO und geordneter Abwicklung der Liquidation der Gesellschaft vereinbart.

Bezüglich der aktuellen Entwicklungen verweisen wir auf den Abschnitt C. Prognosebericht einschließlich Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung im Lagebericht.

Die sich aus der geplanten Liquidation ergebenen Rückstellungen für erwartbare Abfindungen sind für das Rumpfgeschäftsjahr unverändert zum Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2021 mit TEUR 2.160 angesetzt. Die erwarteten tatsächlichen Abfindungen in den Jahren 2025 und 2026 werden sich auf TEUR 1.685 belaufen, was sich durch die verringerte Anzahl an Angestellten bis zum Jahr 2025 bzw. 2026 begründet. In den folgenden Geschäftsjahren wird sich eine entsprechende Reduzierung der Rückstellungen realisieren.

 

Dortmund, den 27. Januar 2026

ArcelorMittal Dortmund GmbH i. L.

gez. Robin Wichmann, Liquidator

Entwicklung der Anlagegüter im Rumpfgeschäftsjahr 01.05.2021-31.12.2021

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Anschaffungskosten
01.05.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.520.000,00 14.612,89 0,00 8.534.612,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 350.000,00 8.000,00 0,00 358.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 14.823,31 0,00 14.823,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 450.000,00 0,00 450.000,00
8.870.000,00 487.436,20 0,00 9.357.436,20
9.020.000,00 487.436,20 0,00 9.507.436,20
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Kumulierte Abschreibungen
01.05.2021 Zugänge planmäßig Zugänge außerplanmäßig Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 0,00 0,00 0,00 150.000,00
150.000,00 0,00 0,00 0,00 150.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.521.000,00 0,00 14.612,89 0,00 3.535.612,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 135.960,00 870,00 7.130,00 0,00 143.960,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 10.858,31 3.965,00 0,00 14.823,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.656.960,00 11.728,31 25.707,89 0,00 3.694.396,20
3.806.960,00 11.728,31 25.707,89 0,00 3.844.396,20
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Buchwerte Stille Reserven
30.04.2021 31.12.2021 31.12.2021
TEUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.999.000,00 4.999.000,00 891.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 214.040,00 214.040,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0,00 625.960,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 450.000,00 0,00
5.213.040,00 5.663.040,00 1.516.960,00
5.213.040,00 5.663.040,00 1.516.960,00

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 01.05. - 31.12.2021

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsgegenstand der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist in der Herstellung, Verarbeitung und Weiterverarbeitung von Blankstahl und ähnlichen Stahlprodukten sowie Nebenerzeugnissen und Vertrieb und Handel von bzw. mit Industrieerzeugnissen auf diesem Gebiet tätig.

Die Gesellschaft hatte mit der ArcelorM ittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, welcher mit Gesellschafterbeschluss vom 3. Dezember 2024 aufgelöst wurde. Dieser hatte Gültigkeit vom 12. Dezember 2019 bis zum 31. Dezember 2024.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2025 wurde die Beabsichtigung zur Gesellschaftsauflösung und -liquidierung zum 31. Dezember 2025 beschlossen. Daher wird der Jahresabschluss unter der Abkehr von der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

B. Wirtschaftsbericht

1.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Nachdem noch im Jahre 2020, aufgrund des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie, die Weltwirtschaft die größte Rezession seit fast 90 Jahren verzeichnete, erlebten wir im Jahr 2021 wieder ein deutliches Plus. Das globale Wirtschaftswachstum betrug laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 5,9 %, nachdem im Vorjahr noch ein negatives Wirtschaftswachstum von 3,1 % vorlag.1

Verantwortlich im Jahr 2021 dafür waren unter anderem Basiseffekte, die auf die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 und den damit einhergehenden sinkenden Preisen bei vielen Gütern zurückzuführen waren. Im Vergleich zum Vorjahr waren zudem die Preise für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe stark gestiegen.2

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/01/25/world-economic-outlook-update-january-2022
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_025_611.html

Branche

Die globale Stahlnachfrage hat sich im Jahr 2021 in den Industrieländern um 16,5 % erholt im Vergleich zum Vorjahr. Einen großen Anteil daran hatte die globale Bauindustrie, die trotz Corona-Lockdown, Lieferkettenproblemen und eines Rückgangs der Bautätigkeit in China ein Rekordwachstum von 3,4 % verzeichnete. Die Rohstahlproduktion in Deutschland Stieg 2021 zum ersten Mal seit drei Jahren wieder. Es wurden 40,2 Millionen Tonnen produziert, was ein Zuwachs von 12,8 % im Vergleich zum Vorjahr war. Das Niveau lag aber immer noch 8 % unter der Erzeugung des Jahres 2017.3

2.) Darstellung der wirtschaftlichen Lage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2021 Mio. EUR 28,2 und ist damit im Vergleich zum Vorrumpfgeschäftsjahr um Mio. EUR 12,9 gestiegen.

Diese Entwicklung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Erhöhung des Vorratsvermögens zurückzuführen, welches um Mio. EUR 10,3 gestiegen ist. Grund hierfür sind Mengen- und Preiseffekte und vor allem der Start der üblichen Geschäftstätigkeit, welche im Vergleichszeitraum Januar bis April 2021 ausschließlich im letzten Monat vorlag.

Darüber hinaus zeigt die Aktivseite die folgenden wesentlichen Veränderungen:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf Mio. EUR 1,8 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0), Grund ist der Anstieg der Geschäftstätigkeit.

Das Bankguthaben erhöhte sich um Mio. EUR 0,7.

Das Sachanlagevermögen ist um Mio. EUR 0,5 gestiegen. Wesentlicher Grund hierfür sind geleistete Anzahlungen auf maschinelle Anlagegüter, die zur Verbesserung der Qualität der produzierten Produkte und zur Homogenisierung der maschinellen Anlagen beitragen werden.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind um Mio. EUR 0,5 gesunken. Dies begründet sich durch die verringerten bezogenen Leistungen.

Auf der Passivseite ergibt sich die Zunahme der Bilanzsumme insbesondere aus Erhöhung der Verbindlichkeiten. Diese haben sich um Mio. EUR 12,4 auf Mio. EUR 25,3 erhöht. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 23,3. Hier enthalten ist ein Kaufvertragsdarlehen von der Arcelor- Mittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, über Mio. EUR 11,7. Gegenläufig verringern sich die sonstigen Verbindlichkeiten, da die Kaufpreisverbindlichkeit mit Hilfe des Darlehens beglichen wurden. Zudem hat sich der Cash-Pool Saldo um Mio. EUR 2,9 erhöht. Die Ver- änderung der Verbindlichkeiten, die sich auf Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich beziehen, beträgt Mio. EUR 6,7 und beläuft sich auf Mio. EUR 7,7. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind um Mio. EUR 0,8 gestiegen und belaufen sich auf Mio. EUR 0,8.

3 https://www.wvstahl.de/pressemitteilungen/rohstahlproduktion-in-deutschland-jahresbilanz-2021/

Darüber hinaus sind die sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 2,9, insbesondere aufgrund höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, gestiegen.

Da die genannten Veränderungen auf der Passivseite ausschließlich dem Fremdkapital zuzuordnen sind, entspricht der Zuwachs hier Mio. EUR 12,8 und erhöhte sich damit auf Mio. EUR 28,1. Die Eigenkapitalquote sank von 0,2 % per 30. April 2021 auf 0,1 %.

Ertragslage

Die Entwicklung des EBITDA wurde im Wesentlichen durch nachfolgende Entwicklungen beeinflusst:

Die Umsatzerlöse betrugen Mio. EUR 30,0 und sind im Vergleich zum Vorrumpfgeschäftsjahr um Mio. EUR 28,9 angestiegen. Wesentlich hierfür war, dass im Vergleichszeitraum die Geschäftstätigkeit erst im letzten Monat April 2021 aufgenommen wurde. Im Vorrumpfwirtschaftsjahr betrafen die Umsatzerlöse bis zum 31. März 2021 Erträge aus Personalserviceleistungen. Zur Aufteilung der Umsatzerlöse nach Produktart und geografischem Absatzmarkt verweisen wir auf den Anhang.

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse zzgl./abzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) beträgt Mio. EUR 6,9 nach Mio. EUR -0,3 im Vorrumpfgeschäftsjahr. Die Rohgewinnquote (Anteil des Rohgewinns an den Umsatzerlösen zzgl./abzgl. Bestandsveränderungen) stieg wegen des Starts der üblichen Geschäftstätigkeit, welche im Vergleichszeitraum Januar bis April 2021 ausschließlich im letzten Monat aufgenommen wurden und durch Altlastenbereinigung geprägt gewesen waren, um 44,0 %-Punkte auf 19,2 %.

Der Personalaufwand ist um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 2,6 gestiegen, was sich überwiegend durch die unterschiedlichen Rumpfgeschäftsjahreszeiträume von 8 Monaten (Mai bis Dezember 2021) im Vergleich zu 4 Monaten (Januar bis April 2021), von denen wiederum nur im April Personalkosten angefallen sind, begründen lässt.

Die Abschreibungen sind um Mio. EUR 3,8 auf TEUR 37 gesunken. Dies begründet sich auf die niedrigeren außerplanmäßigen Abschreibungen (TEUR 26, Vj. TEUR 3.676) wegen des Ansatzes von Liquidationswerten statt Fortführungswerten im Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. April 2021.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um Mio. EUR 0,2 auf Mio. EUR 2,2 gesunken. Der Rückgang ist insbesondere auf die Aufwendungen für Rückstellungszuführungen auf Grund der mit der Liquidation verbundenen erwartbaren Abfindungszahlungen in Höhe von Mio. EUR 2,2 im Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar 2021 bis 30. April 2021 zurückzuführen, welche sich überwiegend aus dem zwischen der Gesellschaft und dem Betriebsrat im Mai 2025 geschlossenem Sozialplan ergeben. Demgegenüber haben sich insbesondere die Aufwendungen für Transportkosten, Leasing, Raumkosten, Betriebsbedarf erhöht, was sich überwiegend durch die unterschiedlichen Rumpfgeschäftsjahreszeiträume von 8 Monaten (Mai bis Dezember 2021) im Vergleich zu 4 Monaten (Januar bis April 2021), begründen lässt.

Finanzierung

Neben der üblichen Kreditgewährung durch Lieferanten ist die Gesellschaft im Rahmen des Cash-Managements durch das konzerninterne Cashpooling mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich jederzeit mit ausreichend Liquidität ausgestattet.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

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31.12.2021 30.04.2021
TEUR TEUR
Liquide Mittel 744 17
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling -2.939 0
-2.195 17

Die Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 2.212 resultiert aus Zahlungsmittelabflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.624 und aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 12.196 sowie gegenläufigen Zahlungsmittelzuflüssen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 11.608 .

Belegschaft

Am 31. Dezember 2021 hatte das Unternehmen 80 (30. April 2021: 80) Beschäftigte.

Der Durchschnitt im Geschäftsjahr lag bei 79 Beschäftigten.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Entwicklung

Im Verlauf des Kalenderjahres 2021 konnte man eine deutliche Erholung des Marktes im Vergleich zum von der Corona-Pandemie beeinflussten Vorjahr erkennen. Die ursprünglichen Erwartungen für die Umsatzerlöse im Kalenderjahr in Höhe von Mio. EUR 31,0 konnten trotzdem nicht erreicht werden. Sie beliefen sich auf Mio. EUR 30,0 und blieben somit um 3,2 % hinter den Erwartungen zurück.

Auf Grund der nachträglichen Rückstellungsanforderungen (Mio. EUR 2,2) wurde für das gesamte Kalenderjahr 2021 ein EBITDA in Höhe von Mio. EUR -0,9 erreicht und blieb mit -192,3 % weit hinter den ursprünglichen Erwartungen (Mio. EUR +0,9) zurück.

Es wurde aber ersichtlich, dass die globale Ökonomie aufgrund von Problemen in der Lieferkette nicht ausbalanciert gewesen ist und die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte.

Hinzu kam, dass der CO2 -Preis kontinuierlich von Anbeginn des Jahres anstieg und sich bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 mehr als verdoppelt hatte. Dies sorgte dafür, dass viele Unternehmen alternative Rohstoffe für ihre Produktion genutzt haben, um CO2 einzusparen, was wiederum zu einer massiven Preissteigerung bei den Schrottpreisen führte.4

4 https://www.bdsv.org/unser-service/presse/news-pm-bdsv-jahrestagung-2021-klimaschutz-wird-aus-schrott-gemacht/

Die Herstellungskosten des energieintensiven Rohmaterials wurden bereits im vierten Quartal durch starke Preissteigerungen im Bereich von Strom und Gas beeinflusst. Die Gründe hierfür waren einerseits ein kalter Winter 2020/2021 und der deutlich höhere Bedarf an Gas für die nach der Corona-Pandemie auflebende Industrie. Jedoch waren die Gasspeicher leer und einige Länder hatten Förderprobleme oder Liefermengen wurden künstlich reduziert. Andererseits konnte die Windenergie nicht die erwarteten Mengen an Strom produzieren, wodurch auf Kohle- und Gaskraftwerke, trotz ihrer teuren Brennstoffe, zurückgegriffen werden musste.5

Die vorgenannten Rahmenbedingungen haben insgesamt zu einem Preisanstieg im gesamten Stahlbereich geführt.

Die Planung, die unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde, ging von einem EBITDA in Höhe von Mio. EUR +0,9 für das gesamte Kalenderjahr 2021 aus. Das EBITDA würde mit der Fortführungsannahme Mio. EUR 1,3 betragen und somit über der Planung liegen. In Folge der Abkehr der Unternehmensfortführung beläuft sich das EBITDA für das gesamte Kalenderjahr 2021 auf Mio. EUR -0,9. Die Abweichung ergibt sich insbesondere aufgrund der Aufwendungen für Rückstellungen für Abfindungszahlungen im Jahr 2025 in Höhe von Mio. EUR 2,2.

Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte aus Sonderabschreibungseffekten und Rückstellungsanforderungen im Zusammenhang mit der Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung konnten die Erwartungen für das Kalenderjahr 2021 an das EBITDA übertroffen werden. Der Liquidator ist mit der Entwicklung im abgelaufenen Kalenderjahr 2021 vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen zufrieden.

C. Risikomanagement sowie Risiken und Chancen

Die Gesellschaft verfügt über eine Reihe von Überwachungs- und Kontrollinstrumenten. Hierzu gehören neben dem revolvierenden Planungsprozess und dem konzernweiten monatlichen Reporting-System die konzernweit geltenden Richtlinien der ArcelorM ittal-Gruppe. Anhand allgemeiner und geschäftsspezifischer Kennzahlen werden die kritischen Erfolgsfaktoren im Zeitablauf beobachtet, um so frühzeitig Fehlentwicklungen zu begegnen und zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Die wesentlichen Chancen und Risiken, die sich auf die Gesellschaft auswirken können, stellen sich wie folgt dar:

Die Umverteilung der Gewichte in der Weltwirtschaft, Klimawandel, demografische Ver- änderungen, geopolitische Prozesse, Rohstoffknappheit und Technologiewechsel haben unmittelbare Auswirkungen auf die Entwicklung der Stahlbranche. Turbulenzen an den Finanzmärkten im Zuge einer anstehenden geldpolitischen Normalisierung sowie eine Eskalation handelspolitischer Konflikte stellen ebenfalls gewichtige Risiken dar. Die Stahlbranche steht deshalb unter Zugzwang, ihre Strukturen und Prozesse so aufzustellen, dass sie sich flexibel und adaptiv auf die Veränderungen in ihrem Marktumfeld einstellen kann. In der permanenten Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie der Optimierung von Prozessen und Anlagen und den hieraus resultierenden Qualitäts- und Kostenvorteilen gegenüber Wettbewerbern sieht die Geschäftsführung Chancen.

Die Nachfrage nach Stahlerzeugnissen korreliert in der Regel mit gesamtwirtschaftlichen Schwankungen der Weltwirtschaft. Für die Beurteilung des Marktrisikos ist insbesondere die Kaufkraft der Hauptabnehmer von Stahl, nämlich die Automobil-, Bau-, Geräte-, Maschinen-, Ausrüstungs-, Infrastruktur- und Transportindustrie von Bedeutung. Geht es diesen Branchen schlecht, stellt dies ein Risiko dar.

Die Stahlindustrie ist von globalen und regionalen Produktionskapazitäten und Schwankungen der Stahlimporte und -exporte betroffen, die wiederum von der Existenz und Höhe von Zöllen sowie von Lager- und Lagerabbauzyklen der Kunden abhängen. Überkapazitäten der Stahlproduktion belasten die weltweiten Stahlpreise. Insbesondere China steht hier als weltweit größter Produzent im Blickfeld. Verschärft wurde die Situation, als die US-Regierung im Jahr 2018 Einfuhrzölle für 28 Kategorien von Stahlerzeugnissen verhängte. Der zunehmende Protektionismus bedrohte nicht nur die Exporte der deutschen Stahlindustrie. Auch kam es zu einer zunehmenden Umleitung von Handelsströmen nach Deutschland und in die Europäische Union (EU). Als Folge führte die EU im Juli 2018 Schutzmaßnahmen für die Stahlindustrie ein. Ursprünglich sollten die Schutzmaßnahmen nur bis zum 30. Juni 2021 in Kraft bleiben. Die EU hat sie zunächst um drei Jahre und zuletzt um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2026 verlängert und begründet das mit nach wie vor bestehenden Überkapazitäten und der mangelnden Aussicht darauf, dass die USA ihre Einfuhrzölle zeitnah aufheben werden.6 Bestätigt wurde diese Einschätzung dadurch, dass am 12. März 2025 die von US-Präsident Trump angekündigten Einfuhrzölle von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium in Kraft getreten sind.7

Die Stahlproduktion verbraucht erhebliche Mengen an Rohstoffen wie Eisenerz, Kokskohle und Koks. Da die Herstellung von direkt reduziertem Eisen, die Herstellung von Stahl in Elektrolichtbogenöfen und das Aufheizen von Stahl mit einem erheblichen Energieverbrauch verbunden sind, reagieren Stahlunternehmen auch empfindlich auf Schwankungen der Erdgas- und Strompreise und sind auf einen zuverlässigen Zugang zur Energieversorgung angewiesen. Eine längere Unterbrechung der Rohstoff- oder Energieversorgung würde sich nachteilig auf die Ertrags- und Finanzlage auswirken. Im Zuge des Kriegs in der Ukraine hat die internationale Staatengemeinschaft umfangreiche Wirtschaftssanktionen gegen Russland erlassen. Seit Beginn der militärischen Invasion hat es bereits Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen gegeben. Auch Handelsströme und Lieferkettenbeziehungen werden beeinträchtigt. Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung bleibt entsprechend hoch.

Stillstände wichtiger Produktionsanlagen zählen zu den wesentlichen Risiken, die zu einer verringerten Ertragskraft führen könnten. Eine systematische und vorausschauende Instandhaltung unter Einsatz interner und externer Ressourcen ist von hoher Bedeutung.

Die Gesellschaft unterliegt einer Vielzahl von Umweltgesetzen und -vorschriften. Diese Gesetze und Verordnungen sehen zunehmend strengere Umweltschutzstandards vor. Die Kosten für die Einhaltung können erheblich sein und die Einhaltung neuer und strengerer Verpflichtungen kann zusätzliche Investitionen oder Änderungen in der Betriebspraxis erforderlich machen. Die Nichtbeachtung kann zu zivil- und strafrechtlichen Sanktionen führen. Trotz der Bemühungen, die Umweltgesetze und -vorschriften einzuhalten, können Umweltvorfälle oder -unfälle auftreten, die sich negativ auf den Ruf des Unternehmens auswirken. Kostensteigerungen für die Stahlproduktion aufgrund höherer Preise für CO2 -Zertifikate und damit in Verbindung stehende höhere Bezugskosten der Ausgangsstoffe der Produktion können zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich belasten, wenn es aufgrund fehlender Rahmenbedingungen nicht gelingt, die CO2 Emissionen entsprechend zu reduzieren.

Die Geschäftsleitung sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns.

5 https://www.energie.de/et/news-detailansicht/nsctrl/detail/News/strompreise-im-rekordjahr-2021-analyse-der-entwicklung-und-
zugrundeliegender-treiber/np/3

6 https://policy.trade.ec.europa.eu/news/eu-prolongs-steel-safeguard-measure-until-june-2026-2024-06-25_en?etrans=de&prefLang=de
7 https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/US-Zoelle-auf-Stahl-Das-sind-die-Auswirkungen-auf-Norddeutschland,us-zoelle102.html

D. Prognosebericht einschließlich Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Gesamtwirtschaft

Noch im Januar 2022 prognostizierte der IWF, aufgrund des Ausbruchs der Omikron-Welle der Corona-Pandemie und der anhaltenden Probleme der globalen Lieferketten, ein weltweites Wirtschaftswachstum von 4,4 %, musste diese Prognose aber wegen des Kriegsausbruchs in der Ukraine nochmal nach unten korrigieren. Der IWF rechnete mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,6 % für das Jahr 20228 (IST-Wert 2022: 3,5 %9. Als Gründe wurden die deutlich schlechteren Aussichten für Russland und die Europäische Union angeführt. Gemeint waren damit die schon bereits ausgeführten und noch zu erwartenden Sanktionen der westlichen Länder gegenüber Russland und weitere indirekte negative Effekte aufgrund des Krieges innerhalb Europas.10

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar 2022 machte Inflationsrate in Deutschland bereits im März einen Sprung auf +5,9 % (+1,7 Prozentpunkte) der im Wesentlichen auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen ist.11 Die Inflationsrate für das gesamte Jahr 2022 lag dem Statistischem Bundesamt (Destatis) zu Folge bei 6,9 % und erreichte damit einen historischen Höchststand.

8 https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2022/05/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-fruehjahrstagung-iwf-
und-weltbank-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=1
9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/
10 https://www.ecb.europa.eu/press/annual-reports-financial-statements/annual/html/ecb.ar2022-8ae51d163b.de.html#oc4; https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/01/25/world-economic-outlook-update-january-2022
11 https://www.wvstahl.de/pressemitteilungen/rohstahlproduktion-in-deutschland-jahresbilanz-2021/

Im Jahr 2023 lag diese mit 5,9 % zwar wieder etwas niedriger, jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.12 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.13

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % gestiegen. Damit war die Inflationsrate deutlich niedriger als in den drei vorangegangenen Jahren.14 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.15

Branche

Die Aussichten für die Jahre 2022 und 2023 in der Stahlindustrie waren aufgrund des Krieges in der Ukraine und der steigenden Inflation sehr unsicher. Die Auswirkungen dieses Krieges mit höheren Energie- und Rohstoffpreisen und die fortdauernden Lieferkettenprobleme stellten die Stahlindustrie vor große Herausforderungen. Auch die mögliche Neuausrichtung der globalen Handelsströme und eine Veränderung des Energiehandels konnten die Stahlindustrie belasten. Die in 2021 erholte Stahlnachfrage wurde aufgrund des hohen Inflationsdrucks abgeschwächt.

Für das Jahr 2022 würde nach Branchenprognosen die Stahlnachfrage in den Industrieländern um 1,1 % und im Jahr 2023 um 2,4 % steigen16. Tatsächlich hat der Stahlmarkt hierzulande in den Jahren 2017 bis 2024 etwa 35% an Menge verloren. Dies ist doppelt so viel wie in der Europäischen Union insgesamt. Weltweit hingegen ist der Stahlmarkt im gleichen Zeitraum um 7 % gewachsen, angetrieben von Indien und China.17

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 35,4 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich Rohstahlerzeugung in Deutschland somit um rund 4 % reduziert. 18

Die Rohstahlproduktion in Deutschland stieg im Jahr 2024 leicht auf 37,2 Mio. Tonnen, blieb damit aber weiterhin unter der 40-Millionen-Tonnen-Grenze und somit auf Rezessionsniveau.19

Zum Ende des Jahres 2025 kamen Hochrechnungen der Stahlproduktion in Deutschland lediglich auf 34 Millionen Tonnen. Damit wird 2025 das vierte Jahr in Folge sein in dem das Niveau einer auskömmlichen Kapazitätsauslastung von mindestens 40 Millionen Tonnen nicht erreicht werden konnte und zeigt damit die angespannte Situation in der deutschen Stahlindustrie.20

12 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
13 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__ blob=publicationFile&v=3
14 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_020_611.html
15 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/statement-bip.pdf?_ blob=publicationFile&v=3
16 https://www.marketsteel.de/news-details/worldsteel-prognose-der-stahlnachfrage-2022-2023.html
17 https://www.wvstahl.de/pressemitteilungen/konjunkturausblick-des-weltstahlverbands-moderate-erholung-der-stahlnachfrage-im-jahr-2025-
deutschland-bleibt-zurueck-2/
18 https://www.wvstahl.de/wp-content/uploads/Statistisches-Jahresbuch-23-24_Web.pdf
19 Vgl.: Wirtschaftsvereinigung Stahl - Medieninformation - Rohstahlproduktion in Deutschland: Auch 2024 endet auf Rezessionsniveau; Bundesverband Deutscher Stahlhandel 2024: Stahlhandelsstatistik Dezember 2024 Deutschland
20 https://www.home-of-steel.de/news/rohstahlproduktion-in-deutschland-sinkt-weiter-4072

Entwicklung der Gesellschaft

Trotz intensiver Bemühungen in den Jahren 2022 bis 2025, die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten, haben sich die Rahmenbedingungen bis 1. Quartal 2025 derart verschlechtert, dass eine Fortführung der Gesellschaft nach Ansicht der Geschäftsführung wirtschaftlich nicht mehr vertretbar war. Hierzu zählen insbesondere gestiegene Produktionskosten, unter anderem aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise. Bei gleichzeitig gesunkenen Preisen, aufgrund der zunehmenden globalen Überkapazitäten und der reduzierten Nachfrage, insbesondere unserer Kunden im Bau- und Automotive-Bereich, die selbst im Krisen-Modus agieren, ergeben sich daraus stark reduzierte und nicht tragfähige Margen. Durch die rückläufige Nachfrage haben wir zum Beginn des zweiten Halbjahres 2024 Kurzarbeit beantragt, um die schwierige Marktlage zu überbrücken. Wir mussten jedoch feststellen, dass es sich nicht nur um eine bloße konjunkturelle Delle handelt. Die Geschäftsführung ging vergangenes Jahr noch davon aus, dass sich die Bestellzurückhaltung unserer Kunden im weiteren Verlauf des vergangenen Jahres wieder auflösen würde. Angesichts der reduzierten Bestellungen wurde sogar mit Nachbestellungen gerechnet, da die Geschäftsführung davon ausging, dass die Kunden letztlich doch weiteres Einsatzmaterial benötigen würden. Doch die positiven Entwicklungen, die wir zum Jahreswechsel / Anfang des Jahres 2025 erwartet hatten, haben sich nicht eingestellt. Leider hat sich die Situation nicht verbessert.

Die bestehenden Herausforderungen im Bereich der Dekarbonisierung sind nach wie vor aktuell. Darüber hinaus wird es für unsere Kunden aufgrund der hohen Energiekosten in Deutschland immer unrentabler, in Deutschland zu investieren. Sie stellen im internationalen Vergleich einen gravierenden Standortnachteil dar. Insbesondere Wettbewerber aus dem außereuropäischen Ausland profitieren von deutlich günstigeren Produktionsbedingungen.

Kunden haben aufgrund der sich seit der US-Wahl deutlich verschlechterten wirtschaftlichen Lage bereits Standorte geschlossen oder Werke zusammengelegt. Zudem verlagern immer mehr Unternehmen ihre Produktionsstätten ins außereuropäische Ausland, was zu einem weiteren signifikanten Nachfragerückgang führt.

Nach eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Situation und der zukünftigen Perspektiven wurde mit Gesellschafterbeschlussfassung vom 31. März 2025 entschieden, das Unternehmen zum Ablauf des 31. Dezember 2025 aufzulösen und geordnet zu liquidieren. Der Betrieb wurde zum 31. Mai 2025 stillgelegt. Als Liquidator ist Herr Robin Wichmann, Bottrop, bestellt worden.

Die Entwicklung in den folgenden Geschäftsjahren hat sich nach den bisher noch ungeprüften Jahresabschlüssen wie folgt dargestellt:

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Geschäftsjahr Umsatzerlöse EBITDA unter Fortführungsannahme EBITDA nach Abkehr Unternehmensfortführung
Alle Werte in Mio. EUR
2022 43,7 -1,8 -2,4
2023 17,8 -5,9 -5,0
2024 15,5 -7,3 -6,7
2025 1,6 -3,3 -2,9
20261 0,0 n/a 0,8

1 Budget 2026 bis zum geplanten Abschluss der Liquidation im Juni 2026

Im Jahr 2022 konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Gesamtjahr 2021 um Mio. EUR 12,7 gesteigert werden, was einer Erhöhung von 40,9 % entsprach. Die Umsatzerlöse blieben mit Mio. EUR 26,8 und damit um 38,0 % hinter den geplanten Ergebnissen zurück. Als Grund hierfür sind vor allem starke Marktunsicherheiten auf Grund der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges zu nennen, da erhöhte Rohstoffpreise und eine hohe Inflation die Nachfrage nach unseren Erzeugnissen stark reduzierte, wohingegen zum Zeitpunkt der Planung im vierten Quartal 2021 mit einer Markterholung im Jahr 2022 gerechnet wurde.

Das voraussichtliche EBITDA nach Abkehr der Unternehmensfortführung hat sich im Vergleich zum Gesamtjahr 2021 um Mio. EUR 1,5 verschlechtert. Das EBITDA blieb um Mio. EUR 5,2 hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Wesentliche Gründe waren die allgemeinen Preissteigerungen, in Folge des Russland-Ukraine-Krieges, vor allem im Bereich Energie und damit auch in der Rohmaterialbeschaffung, welches wiederum sehr energieintensiv produziert wird. Diese Preissteigerungen konnten in unserem sehr wettbewerbsintensiven Markt nicht vollständig an unsere Kunden weitergegeben werden.

Im Jahr 2023 haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 25,9 verringert, was einer Verringerung von 59,3 % entsprach. Die Umsatzerlöse blieben mit Mio. EUR 45,1 und damit um 71,7 % hinter den geplanten Ergebnissen zurück. Als Gründe hierfür sind vor allem die anhaltende Marktunsicherheit und der steigende Anteil an Stahlimporten zu nennen.21 Im Planungszeitraum wurde noch von einer Markterholung ausgegangen, konträr dazu führte die Marktversorgung durch Importe zu einem Nachfrageeinbruch.

Das voraussichtliche EBITDA nach Abkehr der Unternehmensfortführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 2,6 verschlechtert. Das EBITDA blieb um Mio. EUR 5,7 hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Wesentliche Gründe waren die weiterhin sehr hohe Inflation und Ihre Auswirkung auf die, nicht vollständig an unsere Kunden weiterzugebenen, hohen Kosten und den weit hinter der notwendigen Auslastung zurückgebliebenen Umsatzmengen.

Im Jahr 2024 haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 2,3 verringert, was einer Verringerung von 12,9 % entsprach. Die Umsatzerlöse blieben mit Mio. EUR 26,8 und damit um 63,3 % hinter den geplanten Ergebnissen zurück. Als Gründe hierfür sind vor allem die anhaltende Marktunsicherheit durch schwache Konjunkturerwartungen und rückläufige Exportprognosen zu nennen.22 Darüber hinaus wurde zum Planungszeitraum davon ausgegangen, dass eine fixkostendeckende Verkaufsmenge erreicht werden wird.

21 https://de.statista.com/infografik/33009/rohstahlerzeugung-in-deutschland/ https://de.statista.com/infografik/33011/anteile-der-regionen-an-der-
weltweiten-produktion-von-rohstahl/

Das voraussichtliche EBITDA nach Abkehr der Unternehmensfortführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,7 verschlechtert. Das EBITDA blieb um Mio. EUR 7,7 hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Wesentliche Gründe waren nicht weitergegebene Kostensteigerungen, insbesondere durch hohe Energiepreise und gestiegene Logistikkosten und den weit hinter der notwendigen Produktionsauslastung zurückgebliebenen Umsatzmengen.

Das Geschäftsjahr 2025 stellt die ArcelorMittal Dortmund GmbH i. L. in vielerlei Hinsicht vor große Herausforderungen. Die Betriebsstilllegung wurde zu Beginn des zweiten Quartals 2025 entsprechend dem Liquidationsbeschlusses vollzogen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan zum Interessensausgleich vereinbart, der zum 15. Mai 2025 wirksam wurde. Zur sozialverträglichen Lösung gehört im Wesentlichen die Gründung einer Transfergesellschaft, in welche ein Teil der Mitarbeiter übergegangen sind.

Um die erzielbaren Preise für Grundstücke und Gebäude einerseits und andererseits für alle anderen Anlagegüter zu ermitteln, sind Gutachter mit der Wertermittlung beauftrag worden. Dar- über hinaus liegen für einen überwiegenden Teil der maschinellen Anlagen bereits konkrete Kaufverträge vor. Die Gutachten sind im Mai 2025 fertiggestellt worden und zeigen in Verbindung mit den Kaufverträgen vorläufige stille Reserven in Höhe von Mio. EUR 1,5. Hiervon konnten im zweiten Halbjahr 2025 bereits Mio. EUR 0,6 durch den Verkauf eines großen Teils der maschinellen Anlagen realisiert werden. Für die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung wird im Nachgang ein Gutachter zu einem überwiegenden Teil mit der Verwertung beauftragt. Die restlichen Bestände an Fertigerzeugnissen sind bis zum 31. August 2025 mit den höchstmöglichen Angebotspreisen veräußert worden.

Die bisherigen Entwicklungen im Bereich Anlage- und Umlaufvermögen zeigen aus Sicht des Liquidators ein geringes Risiko einer nicht zeitgerechten Liquidation bis zum 30. Juni 2026. Chancen sehen wir in der Realisierung von höheren Verkaufspreisen im Vergleich zur Marktbewertung sowie der Wertermittlung der Gutachter.

Des Weiteren wird die Gesellschaft, vor Beginn der Liquidationsphase, aus laufenden Versicherungs-, Leasing- oder Dienstleistungsverträgen austreten. Die Verhandlungen zeigen aus Sicht des Liquidators, dass hier mit keinen unerwarteten Strafzahlungen oder sonstigen Ansprüchen zu rechnen ist.

Für das Geschäftsjahre 2025 entstand ein voraussichtliches EBITDA nach Abkehr von der Unternehmensfortführung in Höhe von Mio. EUR -2,9 und lag damit um 12,1 % höher als die ursprüngliche Erwartung in Höhe von Mio. EUR -3,3. Dies begründet sich überwiegend mit den Rückstellungen für zu erwartende Abfindungen, welche aufgrund der Abkehr vom Prinzip der Unternehmensfortführung bereits zum 30. April 2021 gebildet wurden und im Jahr 2025 aufgrund geringerer tatsächlich auszuzahlender Abfindungen aufgelöst werden könnten.

Die Umsatzerlöse betrugen im selben Zeitraum Mio. EUR 1,6. Wesentlicher Einflussfaktor sind die stark unter Wettbewerbsdruck befindlichen Verkaufspreise und die damit einhergehend verringerte Marge beim Absatz der Bestände, sowie der produktionsseitige Betriebsstillstand bei fortlaufenden Kosten.

22 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-100.html

Für das Jahr 2026 wird ein EBITDA nach Abkehr der Unternehmensfortführung in Höhe von Mio. EUR 0,8 geplant. Dies begründet sich durch den geplanten Verkauf der Grundstücke und Gebäude sowie den restlichen Anlagen und der damit verbundenen Realisierung der zum Stichtag 31. Dezember 2025 noch bestehenden stillen Reserven.

Aufgrund des mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigten Ergebnisabführungsvertrages mit dem Gesellschafter, der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, und des für das Jahr 2025 erwarteten Jahresfehlbetrages von Mio. EUR 4,1 wird das Eigenkapital der Gesellschaft aufgezehrt und ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von Mio. EUR 4,1 erwartet, der sich innerhalb des Prognosezeitraums bis zum Ende der Liquidation im Jahr 2026 nicht mehr ausgleichen wird.

Die Finanzierung der Gesellschaft bis zum Ende der Liquidation erfolgt im Rahmen des Cash-Managements (Cashpooling) mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Die Cashpool-Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2025 betragen Mio. EUR 17,0. Für diesen Vertrag liegt ein Kündigungsverzicht vor sowie eine Zusage in Höhe von EUR 0,6 Mio. weitere Mittel bei Bedarf bereitzustellen. Der Kündigungsverzicht datiert vom 27. Januar 2026. Der Liquidator geht bis zum Abschluss der Liquidation von einem unbeschränkten Zugriff auf das Cashpooling der ArcelorMittal-Gruppe aus.

Die zum 31. Dezember 2025 in Anspruch genommene Kreditlinie aus dem Cashpooling in Höhe von Mio. EUR 17,0 sowie die gegebenenfalls benötigen weiteren Mittel sollen im Jahr 2026 durch die Zahlungen des Gesellschafters aus den Verlustübernahmen für die Jahre 2021 bis 2024 in Höhe von insgesamt Mio. EUR 24,8 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zurückgeführt werden. Die Zahlungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag werden nach Abschluss der Prüfungen der Jahresabschlüsse und Feststellung der Jahresabschlüsse fällig.

Des Weiteren erwartet der Liquidator, dass die durch Verwertung des Anlage- und Umlaufvermögens realisierbaren Zahlungsmittelzuflüsse neben den Zahlungen aus den Ergebnisabführungsverträgen die laufenden Kosten der Liquidation und Rückführung der Verbindlichkeiten, insbesondere der Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, ausreichen werden, allerdings nicht für eine vollständige Tilgung des Darlehens des Gesellschafters, welches mit Mio. EUR 11,7 zum Berichtszeitpunkt valutiert. Der Gesellschafter, die ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, hat mit Schreiben vom 20. Januar 2026 einen qualifizierten Rangrücktritt für die Darlehensforderung ausgestellt, um eine Überschuldung i.S.v. § 19 InsO der Gesellschaft zu vermeiden und eine geordnete Abwicklung der Liquidation zu gewährleisten.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bis zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft damit von der ordnungsgemäßen Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages für die Jahre 2021 bis 2024, dem Erzielen der erwarteten Liquidationszuflüsse aus den Verwertungserlösen sowie dem Fortbestand des Cashpooling der Arcelor-Mittal-Gruppe bis zur Erzielung der Zahlungsmittelzuflüsse abhängig und stellt eine wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit der geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit dar.

Aufgrund der noch nicht vollständig absehbaren Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden, maschinellen Anlagen sowie sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind jedoch Prognosen mit einer sehr hohen Unsicherheit verbunden.

 

Dortmund, den 27. Januar 2026

ArcelorMittal Dortmund GmbH i. L.

Robin Wichmann, Liquidator

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