Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 237659
Vorher
VHP Deutschland GmbH
Eingetragen
18.2.2020
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Die Planung und Errichtung, der Um- und Ausbau, Wartung und Instandhaltung von Bauwerken und Anlagen aller Art (insbesondere von Bauten auf dem Gebiet des Gesundheitswesens) im In- und Ausland, deren Einrichtung und Ausstattung, die Durchführung des Projektmanagements für diese Bauten und Einrichtungen; die Führung des Betriebs von Bauwerken aller Art (insbesondere von Bauten auf dem Gebiet des Gesundheitswesens); der Erwerb, der Besitz, die Verwaltung, der Verkauf und die An- und Vermietung sowie die Pachtung und Verpachtung von Liegenschaften, die Vermietung und Verpachtung von Wirtschaftsgütern jeglicher Art, jeweils unter Ausschluss der Tätigkeiten gemäß § 34c GewO; die Wartung von sowie der Handel mit und die Vermittlung von Geräten, Vorrichtungen und Maschinen auf dem Sektor der Haus- und Medizintechnik, medizintechnischen Systemen, ärztlichen Instrumenten jeder Art, Labor- und Krankenhauseinrichtungen, EDV-Ausstattung, sonstigen Geräten und Maschinen für die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen und touristischen Betrieben, Waren aller Art für die Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen und touristischen Betrieben; die Führung von technischen Büros (Beratung, Verfassung von Plänen und Berechnungen von technischen Anlagen) jedweden Fachgebietes, insbesondere auf den Gebieten der Haus- und Medizintechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Magnus Nickl
seit 12.5.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WWH Holding AktiengesellschaftCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
WWH GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VAMED Health Project GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die VAMED Health Project GmbH (VHP-D) ist eine 100%igeTochtergesellschaft der VAMED Deutschland Holding GmbH, Berlin, Deutschland (VDH). Die VAMED Deutschland Holding GmbH (VDH) ist eine 100%ige Konzerngesellschaft unter der Führung der VAMED Aktiengesellschaft in Wien, Österreich ("VAMED AG"). Die VAMED AG wird in den Konzernabschluss der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v.d.H., einbezogen.

Im Einzelnen erbrachte und erbringt die VHP-D folgende Leistungen:

Projektentwicklung Neubau und Sanierung
• Idee, Konzept, Analysen • PPP-Modelle
• Erarbeitung Planungsgrundlagen • GÜ- und TÜ-Modelle
• Finanzierungssicherung • Partnering
Beratung und Konzeption • Projektsteuerung/-management
• Betriebsorganisationsplanung • Interimsmaßnahmen
• Masterplanung Inbetriebnahme
• bauliche Zielplanung • Planung und Konzept
• Raum- und Funktionsplanung • Prozesssteuerung
Fachplanung • Change-Management
• medizintechnische Fachplanung • Schulungen, Einweisungen
• Laborplanung • technische Inbetriebnahme
• Planung gebäudetechnische Ausstattung

Gemäß Beschluss des Vorstands der VAMED AG aus 6/2023 sowie der Fresenius-Pressemitteilung vom 8.5.2024 werden das Geschäft der Gesellschaft sukzessive und geordnet zurückgefahren sowie laufende Projektverträge erfüllt. Unter Berücksichtigung der Bestandsverträge ist gegenwärtig von einer aktiven Abwicklung der Projekte bis zum Jahr 2030 auszugehen.

2. Forschung und Entwicklung

Die VHP-D hat im Geschäftsjahr 2023, wie bereits im Vorjahr, mit einem eigenen Team an der Weiterentwicklung der BIM-Lösungen ("Building Information Modeling") für die Durchführung von Bauvorhaben innerhalb der VAMED-Gruppe mitgewirkt. Im 2. Halbjahr 2023 hat die Gesellschaft die Forschungs- oder Entwicklungsaktivitäten eingestellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeines wirtschaftliches Umfeld

Der Krankenhausmarkt in Deutschland umfasst nach neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 1.874 (2022: 1.893) Krankenhäuser. Die Gesamtzahl der aufgestellten Betten reduzierte sich 2023 weiter leicht auf 476.924 (2022: 480.382). 1

Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser im Jahr 2023

Im Jahr 2022 beliefen sich die Gesamtkosten für den Betrieb der Krankenhäuser nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 132,7 Milliarden Euro (2021: 126,9 Milliarden Euro).

Davon entfielen

80,8 Milliarden Euro auf Personal, davon wiederum 1,0 Milliarde Euro auf den technischen Dienst

50,0 Milliarden Euro auf Sachkosten, davon wiederum 5,1 Milliarden Euro auf Aufwendungen für ausgelagerte Leistungen ("Outsourcing"). 2

Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Deutschland war im Jahr 2023 vor allem geprägt durch:

weiterhin steigende Kosten insbesondere für Energie, aber auch für Personal und den medizinischen Bedarf sowie externe Dienstleister wie Wäscherei, Reinigung und lebensmittelbezogene Leistungen,

rückläufige Fallzahlen aufgrund zunehmender Ambulantisierung der medizinischen Versorgung und

einen anhaltend hohen Fachkräftemangel bei medizinischen und pflegerischen Berufen. 3

In der Herbstumfrage 2023 des Deutschen Krankenhaus-Instituts bewerten 67 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als schlecht (43 Prozent) oder sehr schlecht (24 Prozent). Nur noch wenige Häuser (7 Prozent) beschreiben sie als gut oder sehr gut. Aufgrund der gegenwärtigen Situation erwarten 42 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser, ihr Leistungsangebot in den nächsten sechs Monaten reduzieren zu müssen, etwa indem sie Betten sperren oder Stationen vorübergehend schließen. 23 Prozent der Häuser gehen von Einschränkungen beim Leistungsumfang, zum Beispiel durch die Verschiebung planbarer Operationen, und 49 Prozent von Personalreduzierungen aus. Selbst Standortschließungen werden für die nächsten sechs Monate nicht mehr ausgeschlossen. 4

Die wirtschaftliche Lage im Bausektor

Laut der Marktstudie "Krankenhaus-Bauprojekte in Deutschland - 2023 und Folgejahre" sind im deutschen Klinikbereich aktuell 1.055 Neubau-, Umbau- oder Sanierungsprojekte in (Vor-) Planung beziehungsweise in der Umsetzung. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Bauaktivitäten damit auf einem konstant hohen Niveau. Viele Projekte würden aber weiterhin verschoben. Die Gründe dafür seien Lieferschwierigkeiten beim Baumaterial verbunden mit erhöhten Kosten, steigende Preise der Gewerke infolge des Handwerkermangels und die daraus resultierenden höheren Baukosten, die eine Nachfinanzierung erfordern. Darüber hinaus habe die geplante Krankenhausreform für Unsicherheiten gesorgt. 5

Die Baupreise sind nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie 2023 weiter gestiegen, wenn auch weit weniger stark als in den beiden Vorjahren. Seit Juli 2022 konnte bei einigen Materialien eine leichte Preisberuhigung beobachtet werden, die die Steigerung in den Vormonaten aber nicht vollständig ausglich. Das Preisniveau lag im September 2023 bei den meisten Baumaterialien noch über dem Niveau vom Jahresanfang 2021, dem Beginn der starken Preissteigerungen. Im August 2023 lagen die durchschnittlichen Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes um 3,6 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. Für das Gesamtjahr 2023 liegen die Preisprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute für die gesamten Bauinvestitionen im Durchschnitt bei 8,0 Prozent. Für 2024 wird nur noch ein leichtes Plus von einem Prozent erwartet. 6

Fachkräftemangel

Der Mangel an Fachkräften hat trotz schwächelnder Konjunktur 2023 leicht zugenommen. Das ergab eine im August veröffentlichte ifo-Konjunkturumfrage bei etwa 9.000 Unternehmen aus ganz Deutschland. 7 Unter Engpässen an qualifizierten Arbeitskräften litten demnach im Juli 43,1 Prozent der Firmen, nach 42,2 Prozent im April 2023. Bei den Architektur- und Ingenieurbüros berichten demnach etwa zwei Drittel der Unternehmen von Fachkräftemangel - ein neuer Höchststand für diese Branche. Mit an der Spitze der von Engpässen besonders betroffenen Branchen stehen laut einer DIHK-Umfrage von Ende 2022 auch die Gesundheits- und Sozialdienstleister: 71 Prozent von ihnen meldeten Stellenbesetzungsprobleme. 8 Die Lage auf dem Bauarbeitsmarkt ist ebenfalls nach wie vor angespannt: Im Durchschnitt der Monate Januar bis Oktober 2023 gaben im Rahmen einer ifo-Umfrage 28 Prozent der Befragten an, dass ihre Bautätigkeit durch Fachkräftemangel behindert werde. 9

Der Mangel an Arbeitskräften hat sich 2023 auch auf die VHP-D negativ ausgewirkt und bleibt insbesondere im Wind-Down eine Herausforderung.

2. Geschäftsverlauf 2023

Grundsätzlich hängt die wirtschaftliche Entwicklung der VHP-D stark von politischen Entscheidungen über einzelne Investitionsvorhaben in Krankenhäusern ab, deren Entwicklung und Vergabe mehrere Jahre dauern kann. Zudem besteht das Risiko, dass Vergabeverfahren und -entscheidungen seitens der Auftraggeber verzögert, verschoben oder vollständig aufgehoben werden.

Insgesamt war die Marktlage im Bereich Krankenhausplanung und -errichtung 2023 weiterhin von einem anhaltend starken Wettbewerb und einem hohen Preisdruck geprägt. Ebenso besteht unverändert eine knappe Verfügbarkeit von Fachkräften, insbesondere von Ingenieuren und Architekten.

Gemäß Beschluss des Vorstands der VAMED AG aus 6/2023 sowie der Fresenius-Pressemitteilung vom 8.5.2024 werden das Projektgeschäft sukzessive und geordnet zurückgefahren sowie laufende Projektverträge erfüllt.

Neue Aufträge

Gemäß der Entscheidung zum Wind-Down wurde die Akquisition von Aufträgen ab 6/2023 eingestellt.

Im 1. Halbjahr 2023 wurde i. W. nur das Projekt Hochrhein Albbruck als neuer Auftrag hereingenommen. Hierbei handelt es sich um einen Partnering-Vertrag, der aus Planungsphase (Pre-Construction) und Bauphase (Construction) besteht. Die Planungsphase wird sukzessive abgerufen und eine Fertigstellung ist für Anfang 2026 vorgesehen.

Der Abruf der Construction-Phase ist für das 2. Quartal 2026 und die Fertigstellung bis Ende 2030 geplant. Der Auftraggeber ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Construction-Phase nicht abzurufen, wenn der budgetierte Zielpreis unter Zugrundelegung einer detaillierten Kalkulation nach vertraglich definierten Zuschlagsätzen nicht eingehalten werden kann.

Zusammenfassung

Die VHP-D konzentrierte sich ab dem 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 darauf, die Organisation auf eine Restabwicklung der Bestandsprojekte - inklusive denen der Muttergesellschaft - umzustellen. Infolge des negativen Ergebnisses sowie der o. g. Sondersachverhalte kann das Geschäftsjahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung als unbefriedigend eingestuft werden.

3. Vermögens, Finanz- und Ertragslage 2023

a) Ertragslage

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 beträgt Mio. EUR 66,9 (Vorjahr: Mio. EUR 4,2). Der Umsatz resultiert hauptsächlich aus den erbrachten und schlussgerechneten Leistungen in den Projekten Rehaklinik Damp S2 Mio. EUR 39,2 und Rehaklinik Ahrenshoop Mio. EUR 24,9.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich der Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen) der Gesellschaft lag bei Mio. EUR 92,4 (Vorjahr Mio. EUR 33,4).

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei Mio. EUR 1,2 (Vorjahr Mio. EUR 0,9). Hintergrund sind Erträge aus Vertragsstrafen (Mio. EUR 0,4), das Auflösen von Rückstellungen (Mio. EUR 0,3) und Versicherungsentschädigungen (Mio. EUR 0,2).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme beträgt Mio. EUR -11,8 (Vorjahr Mio. EUR -5,1). Ursächlich hierfür ist i. W. die Bildung von Rückstellungen für drohenden Verlust im Projekt Öhringen über Mio. EUR 6,0 sowie für Restrukturierungsmaßnahmen über Mio. EUR 4,9. Die restlichen lfd. Projekte weisen eine positive Rentabilität und eine positive Liquidität aus.

Unter Berücksichtigung von Zinsen und Steuern erfolgt ein Verlustausgleich gemäß dem ab 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrag i. H. v. Mio. EUR 11,6 (Vorjahr Mio. EUR 5,2).

Das Finanzergebnis beträgt Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR -0,1), insbesondere infolge von Erträgen aus Cashpool Zinsen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme beträgt im Berichtsjahr Mio. EUR -11,6 (Vorjahr Mio. EUR -5,2). Das Jahresergebnis beträgt vor dem Hintergrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags EUR 0,0 (Vorjahr Mio. EUR 0,0).

b) Finanzlage

Die Gesellschaft ist an das Cash-Pooling-System des Fresenius-Konzerns angeschlossen. Die VHP-D hat zum 31.12.2023 Mio. EUR 19,5 (Vorjahr Mio. EUR 16,1) in den Cash Pool eingezahlt.

Die Liquidität der Gesellschaft war ganzjährig gesichert. Den Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit fristgerecht nachgekommen werden.

c) Vermögenslage

Der CAPEX beträgt TEUR 23,5. Das Anlagevermögen beläuft sich auf TEUR 48,0 und besteht aus erworbener Software.

Der Bestand der unfertigen Leistungen beläuft sich auf Mio. EUR 53,1 (Vorjahr Mio. EUR 33,5). Erhaltene Abschlagszahlungen wurden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt (Mio. EUR 52,0).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen mit Mio. EUR 0,5 (Vorjahr TEUR 10,4). Die VHP-D verfügt über ein effektives Forderungsmanagement, so dass Forderungsausfälle nur in sehr geringem Umfang vorkommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von Mio. EUR 16,1 auf Mio. EUR 19,4 gestiegen. Der Anstieg resultiert in voller Höhe aus der Einzahlung in den Cash Pool des Fresenius-Konzerns.

Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen mit Mio. EUR 17,4 (Vorjahr Mio. EUR 8,5) und resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag Mio. EUR 11,6.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 902,1 (Vorjahr: TEUR 17,0) und beinhalten hauptsächlich Ansprüche gegenüber Nachunternehmern sowie Forderungen gegenüber Personal.

Auf der Passivseite sind die sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 auf Mio. EUR 23,1 (Vorjahr Mio. EUR 8,3) gestiegen. Dies entfällt überwiegend auf Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen mit Mio. EUR 16,0 (Vorjahr Mio. EUR 7,2) und Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand in Höhe von Mio. EUR 4,9 (Vorjahr Mio. EUR 0,0).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 21,4 (Vorjahr Mio. EUR 31,7) umfassen im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von Mio. EUR 13,6 (Vorjahr Mio. EUR 18,7) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 4,1 (Vorjahr Mio. EUR 3,8). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. die bilanzierten Sicherheitseinbehalte in Höhe von Mio. EUR 2,5 (Vorjahr Mio. EUR 1,0).

Die Kapitalstruktur ist als unkritisch einzustufen und weist ein unverändert im Vergleich zum Vorjahr ein buchmäßiges Eigenkapital von EUR 25.000,00 aus. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführung der Geschäftstätigkeit aus.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird überwiegend über die Kennzahlen Gesamtleistung, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie Liquidität gesteuert, wobei für Prognosezwecke vorwiegend die Kennzahlen Gesamtleistung und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verwendet werden. Die Gesamtleistung bewegt sich mit Mio. EUR 92,4 ebenso im Rahmen der Erwartungen wie die Liquidität mit einem Guthaben des Cash Pool in Höhe von Mio. EUR 19,5 sowie einem quasi Verzicht auf Investitionen. Hingegen liegen EBIT mit Mio. EUR -11,8 sowie EBT mit Mio. EUR -11,5 vor Verlustübernahme resultierend aus den oben bereits erläuterten Faktoren deutlich unterhalb der Erwartungen.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren ist die Mitarbeiterzahl ein zentraler Leistungsindikator. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 108 (Vorjahr 76) und zum Bilanzstichtag 110 (Vorjahr 79) Mitarbeiter/innen beschäftigt. Es sind ausschließlich angestellte Mitarbeiter bei der VHP-D beschäftigt, davon 3 Geschäftsführer.

III. Prognosebericht

Bereits zur Jahresmitte 2023 gab mehr als die Hälfte der 600 größten Krankenhäuser in einer Umfrage von Roland Berger an, rote Zahlen zu schreiben. Besonders schwierig ist demnach die Lage der öffentlichen Krankenhäuser: Fast zwei Drittel - 63 Prozent - sind in der Verlustzone. Das RWI Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert, dass der Anteil aller Krankenhäuser im roten Ranking-Bereich im Jahr 2023 auf 18 Prozent und bis 2030 auf 44 Prozent steigen wird. Der Anteil der Krankenhäuser mit einem Jahresverlust würde 2023 auf 47 Prozent und bis 2030 auf 58 Prozent wachsen. 10

Wegen der schwierigen finanziellen Situation vieler Krankenhäuser hat das Bundesministerium für Gesundheit im Dezember 2022 eine umfassende Reform der Krankenhausfinanzierung angekündigt. Diese soll demnach künftig nicht mehr ausschließlich über Fallpauschalen erfolgen. Stattdessen soll ein fester Betrag die Vorhaltekosten abdecken. Hierzu sollen die Krankenhäuser in drei verschiedene Versorgungsstufen eingeteilt werden, innerhalb der einheitliche Mindestvoraussetzungen gelten. Damit würden erstmals einheitliche Standards für die apparative, räumliche und personelle Ausstattung gelten. 11 Wann die Reform umgesetzt wird und inwieweit sie sich entlastend auf den Krankenhaussektor auswirken wird, lässt sich derzeit, unverändert zum Vorjahr, nicht abschätzen, da das Vorhaben auf Grund bestehender Differenzen zwischen Bund, Ländern und Krankenhausbetreibern noch nicht als Gesetz verabschiedet werden konnte.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der VHP-D ist im Grundsatz von der Abrechnung einzelner Großprojekte geprägt. Gemäß dem Beschluss zur Restabwicklung der Bestandsprojekte wird zudem die Verfügbarkeit und Kontinuität des dafür erforderlichen Personals maßgeblich sein.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesamtleistung der Gesellschaft Mio. EUR 73,1 und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme Mio. EUR -24,0 betragen wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Zur Risikoerfassung und -überwachung ist ein Risikomanagementsystem entsprechend den Konzernvorgaben der Muttergesellschaft installiert.

An oberster Stelle stehen aus Sicht der VHP-D die branchentypischen Risiken der Baubranche, mit denen sich die Gesellschaft gemäß ihrem Geschäftsmodell konfrontiert sieht. Neben den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen fallen darunter im Bereich der operativen Risiken insbesondere Kalkulationsrisiken, Risiken bei der Auswahl, Steuerung und Kontrolle von Nachunternehmern einschließlich der mit diesen verbundenen Beschaffungsprozesse, Risiken in der Planung und Bauausführung einschließlich der Aussteuerung der Projekte mit den Auftraggebern, Gewährleistungsrisiken sowie Terminrisiken im Sinne von Bauzeitverzögerungen oder -überschreitungen.

VHP-D begegnet diesen Risiken durch eine standardisierte Risikoevaluierung in der Auftragskalkulation, frühzeitige Einbindung von Nachunternehmern bereits in der Kalkulationsphase, regelmäßige Berichterstattung über den Projektfortschritt einschließlich Neubeurteilung gebildeter oder erforderlicher Risikovorsorgen und durch die Einbindung interner und externer Experten und Gutachter.

Weitere Möglichkeiten der Risikosteuerung und -überwachung bieten die zunehmende Digitalisierung der Bauwirtschaft (z.B. BIM - Building Information Modeling) und die Entwicklung von Best Practice- und Benchmarkansätzen für die einzelnen Gewerke sowie deren Integration in sämtlichen planungs- und baurelevanten Prozessen.

Die Auswirkungen rechtlicher Änderungen, wie zum Beispiel bezüglich Baurechtsreform und Vergabewesen, sind schwer einschätzbar. Auch andere gesetzliche Neuerungen, insbesondere im Energierecht und im Gesundheitswesen, sind schwer vorhersehbar und können durchaus negative Auswirkungen auf die Höhe der Investitionsvorhaben der Krankenhäuser haben. Dadurch können die Entwicklung der Geschäftstätigkeit sowie die finanzielle Situation der Gesellschaft, insbesondere während laufender Bauvorhaben, maßgeblich beeinflusst werden.

Zu den branchentypischen Risiken zählen im weitesten Sinne auch rechtliche und finanzielle Risiken aus der gerichtlichen oder außergerichtlichen Auseinandersetzung mit Auftraggebern und Nachunternehmern. Hier greift VHP-D neben der internen Rechtsabteilung auf externe Rechtsanwälte, insbesondere auch mit Spezialisierung auf bauwirtschaftliche Themen, und Gutachter zurück, um sowohl Risiken als auch Chancen bestmöglich zu begegnen.

Die branchentypischen Risiken können infolge v. g. Maßnahmen im Hinblick auf Eintritt und Ausmaß als moderat eingestuft werden.

Risiken aus Finanzinstrumenten sind vornehmlich auf Bonitätsrisiken beschränkt. Die Gesellschaft reduziert das Risiko von bedeutenden Forderungsausfällen mit einem effektiven Forderungsmanagement.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen des Liquiditätsplanungssystems erkannt. Aufgrund des mit der Fresenius SE & Co. KGaA bestehenden Cash-Pooling-Vertrages kann die Gesellschaft auf ausreichend liquide Mittel für die geplanten Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten zurückgreifen.

Die Risiken aus Finanzinstrumenten und Zahlungsstromschwankungen können im Hinblick auf Eintritt und Ausmaß als moderat eingeordnet werden.

Als Risiko hat die Geschäftsführung die Rekrutierung, aber auch das Halten von Führungskräften und Know-how-Trägern mit der Expertise "Gesundheitsmarkt" und "Bauwesen" eingeschätzt. Es wurden umfangreiche Recruiting- und Incentivierungsmaßnahmen ergriffen, um den allgemeinen Marktschwierigkeiten des Personalwesens und insbesondere den Herausforderungen im Wind-Down-Prozess zu begegnen.

Das Risiko der Verfügbarkeit von Personal kann im Hinblick auf den Eintritt als hoch bewertet werden. Das Ausmaß der Folgen eines Risikoeintritts ist von der spezifischen Funktion des betreffenden Personals abhängig. Unter Berücksichtigung v. g. Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass das Ausmaß eines Risikoeintritts noch als moderat bezeichnet werden kann.

2. Chancenbericht

Chancen resultieren im Rahmen der Restabwicklung lediglich insoweit, dass bestehende Risiken reduziert und zusätzliche Risiken vermieden werden.

Das Abkühlen der Baukonjunktur führt zu einem höheren Wettbewerb auf dem Beschaffungsmarkt und eröffnet damit die Möglichkeit der Weitergabe von Leistungen an Fremdunternehmen zu vorteilhafteren Konditionen. Die Ausrichtung der Organisation auf die Restabwicklung der Projekte und damit des Fehlens von Akquisitionsdruck ermöglicht eine verstärkte Fokussierung auf die Abwehr zusätzlicher Forderungen von beauftragten Fremdunternehmen (Nachunternehmer) sowie der Geltendmachung - etwaig berechtigter - zusätzlicher Forderungen gegenüber den eigenen Auftraggebern.

3. Gesamtaussage

Nach Überprüfung der Gesamtrisikolage bestehen, unter Berücksichtigung der Ausführungen im Prognosebericht, nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenwärtig keine Risiken, die den Bestand und die Fortführung der Gesellschaft gefährden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

2023 kamen keine derivativen Finanzinstrumente für Sicherungszwecke zum Einsatz.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

 

Berlin, den 25. Oktober 2024

Robert Posthumus, Geschäftsführer

Alexander Rauch, Geschäftsführer

Dr.-Ing. Karen Treuter, Geschäftsführerin

1 Statistisches Bundesamt: Grundlagen der Krankenhäuser 2022
2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/kosten-krankenhaeuser-bl.html
3 Krankenhaus-Barometer des Deutsches Krankenhaus-Instituts, Umfrage 2023.
4 Deutsches Krankenhaus-Institut: "DKI Krankenhaus-Index: Herbstumfrage 2023", 09.11.2023
5 Krankenhausbau: Die große Übersicht für Deutschland und Österreich (schwab-marketing.com)
6 Preisentwicklung Bauhauptgewerbe - Die Deutsche Bauindustrie
7 ifo Konjunkturumfrage - 16. August 2023
8 DIHK-Report Fachkräfte 2022
9 "Baukonjunkturelle Lage: Arbeitskräftemangel als Herausforderung", Veröffentlichung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie vom 29.11.2023
10 "Roland Berger Krankenhausstudie 2023: "Vernetzt, ambulant, KI-gestützt: Wie Deutschlands Kliniken ihre Zukunft sehen"
11 "Regierungskommission legt Krankenhauskonzept vor - Lauterbach: Weniger Ökonomie, mehr Medizin", Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 6. Dezember 2022.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.431,00 53.099,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 685,00 0,00
48.116,00 53.099,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 53.088.301,59 33.531.961,25
2. erhaltene Abschlagszahlungen auf Bestellungen -51.954.157,79 -30.758.342,23
3. geleistete Anzahlungen 4.858.206,61 12.487.750,00
5.992.350,41 15.261.369,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 457.753,89 10.425,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.480.072,40 16.056.940,38
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 233,33 0,00
4. Forderungen gegen Gesellschafter 17.356.541,19 8.493.346,18
5. sonstige Vermögensgegenstände 902.146,15 16.983,46
38.196.746,96 24.577.695,58
III. Guthaben bei Kreditinstituten 12.361,94 16.204,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 274.321,44 174.545,35
44.523.896,75 40.082.913,19

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 23.076.622,43 8.342.048,28
23.076.622,43 8.342.048,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 14,80
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.645.154,84 18.726.848,90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 645.596,79 2.671.986,64
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.447.091,31 822.308,13
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 608.636,81 5.701.800,40
6. sonstige Verbindlichkeiten 4.075.794,57 3.792.906,04
21.422.274,32 31.715.864,91
44.523.896,75 40.082.913,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 66.871.530,45 4.230.923,32
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen 25.529.729,56 29.212.692,36
3. Gesamtleistung 92.401.260,01 33.443.615,68
4. sonstige betriebliche Erträge 1.150.053,59 851.679,18
5. Materialaufwand 79.770.768,85 28.951.389,24
Aufwendungen für bezogene Leistungen 79.770.768,85 28.951.389,24
6. Personalaufwand 14.912.260,73 7.570.787,52
a) Löhne und Gehälter 13.517.807,59 6.569.794,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.394.453,14 1.000.992,72
davon für Alterversorgung 8.361,71 2.861,50
7. Abschreibungen 6.001.913,84 23.025,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 28.524,62 23.025,96
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 5.973.389,22 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.626.174,45 2.812.512,44
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 281.883,33 20.051,65
davon aus verbundenen Unternehmen 279.876,82 20.051,65
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 146.303,68 135.439,27
davon an verbundene Unternehmen 140.163,54 134.789,89
11. Ergebnis nach Steuern -11.624.224,62 -5.177.807,92
12. sonstige Steuern 7.314,00 5.272,97
13. Erträge aus Verlustübernahme 11.631.538,62 5.183.080,89
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00
Firma: VAMED Health Project GmbH
Sitz: Berlin
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: HRB 237659

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Einführung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Die Gesellschaft ist im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses nach §§ 276 HGB und 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Bei der Bewertung der Vermögens- und Schuldposten im Jahresabschluss wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Am 14.11.2022 hat die Gesellschaft mit ihrer Muttergesellschaft, der VAMED Deutschland Holding GmbH einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, wonach sich die Gesellschaft verpflichtet, erstmals für das Jahr 2022 ihren gesamten Gewinn an die VAMED Deutschland Holding GmbH abzuführen. § 301 AktG gilt in seiner jeweils entsprechenden Fassung. Die VAMED Deutschland Holding GmbH verpflichtet sich zugleich, einen während der Vertragsdauer entstandenen Jahresfehlbetrag in Anwendung des § 302 AktG auszugleichen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen - bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen drei und fünf Jahren.

2.2 Umlaufvermögen

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen (Planungs- und Bauprojekte) werden zu Herstellungskosten, die sich aus Einzelkosten, Fertigungsgemeinkosten und angemessenen Verwaltungsgemeinkosten zusammensetzen, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Materialgemeinkosten fallen nicht an. Das Wahlrecht, Zinsen für Fremdkapital zu aktivieren, wurde nicht in Anspruch genommen. Erhaltene Abschlagszahlungen werden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Über den Bilanzansatz der einzelnen Planungs- und Bauprojekte hinausgehende erhaltene Abschlagszahlungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Geleistete Anzahlungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

2.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden nach den Grundsätzen des § 274 HGB ermittelt und bilanziert. Sie resultieren aus Verlustvorträgen und aus der unterschiedlichen Bewertung von langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (Sicherheitseinbehalte). Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Bei der Berechnung ist ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einer Gewerbesteuermesszahl von 3,5 % bei einem Hebesatz von 410 % zugrunde gelegt.

2.4 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

2.5 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in der Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrags bilanziert.

2.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.7 Umsatzerlösrealisierung

Die Erlösrealisierung erfolgt, wenn die Leistung erbracht ist und Schlussrechnung oder Teilschlussrechnungen gegenüber dem Auftraggeber gestellt wurden. Drohende Verluste werden, sofern vorhanden, als Wertberichtigung auf die unfertigen Leistungen ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Aktiva

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die gesonderte Darstellung gemäß Anlage I verwiesen.

In den immateriellen Vermögensgegenständen ist ausschließlich entgeltlich erworbene Software enthalten.

Die unfertigen Leistungen im Vorratsvermögen beinhalten Leistungen aus angearbeiteten Aufträgen. Von den unfertigen Leistungen werden sowohl erhaltene Anzahlungen i. H. v. Mio. EUR 52,0 (Vorjahr Mio. EUR 30,8) als auch eine, das Projekt Öhringen betreffende, Wertberichtigung auf den angearbeiteten Auftrag über Mio. EUR 6,0 (Vorjahr Mio. EUR 0,0) offen abgesetzt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit Mio. EUR 0,5 (Vorjahr TEUR 10,4) infolge der gestiegenen Umsatztätigkeit über denen des Vorjahres. Diese resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber der VAMED Deutschland Holding GmbH.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen Mio. EUR 19,5 (Vorjahr: Mio. EUR 16,1) und resultiert aus Forderungen aus dem Cash-Pooling-Rahmen mit der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen i. H. v. Mio. EUR 17,4 (Vorjahr Mio. EUR 8,5) und resultieren aus der Verlustübernahme 2023 über Mio. EUR 11,6 (Vorjahr Mio. EUR 5,2) gemäß dem seit 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrag.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegen einen Nachunternehmer in Höhe von Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) enthalten.

Die liquiden Mittel betreffen nahezu ausschließlich die gemäß Bauforderungssicherungsgesetz zweckgebundenen Mittel.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft vorausgezahlte Versicherungsprämien und Gebühren

3.2 Passiva

Die sonstigen Rückstellungen betreffen neben ausstehenden Eingangsrechnungen (Mio. EUR 16,0; Vorjahr: Mio. EUR 7,2) insbesondere Personalangelegenheiten (Mio. EUR 1,4; Vorjahr: Mio. EUR 1,0) und Restrukturierungsrückstellungen (Mio. EUR 4,9; Vorjahr Mio. EUR 0,0). Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen resultieren im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr durchgeführten und noch nicht vom Subunternehmer in Rechnung gestellten Leistungen und haben eine Laufzeit unter einem Jahr. Die Restrukturierungsrückstellung hingegen hat eine Laufzeit größer einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, bis auf die Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten, welche Restlaufzeiten von bis zu fünf Jahren haben.

Erhaltene Anzahlungen in Höhe von Mio. EUR 52,0 (Vorjahr: Mio. EUR 30,8) wurden offen von den unfertigen Leistungen auf der Aktivseite abgesetzt. Über den Bilanzansatz der einzelnen Planungs- und Bauprojekte hinausgehende erhaltene Abschlagszahlungen werden in Höhe von Mio. EUR 13,6 (Vorjahr: Mio. EUR 18,7) unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen Mio. EUR 0,6 (Vorjahr: Mio. EUR 2,7) und resultieren im Wesentlichen aus gestellten, noch nicht bezahlten Nachunternehmerrechnungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von Mio. EUR 2,4 (Vorjahr: Mio. EUR 0,8) und resultieren im Wesentlichen gegenüber der VAMED Deutschland Holding GmbH mit Mio. EUR 1,2 sowie der VAMED Technical Services Deutschland GmbH mit Mio. EUR 1,1.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen Mio. EUR 0,6 (Vorjahr: Mio. EUR 5,7) und betreffen Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen Mio. EUR 4,1 (Vorjahr Mio. EUR 3,8) und enthalten insbesondere Steuern in Höhe von Mio. EUR 0,2 (Vorjahr Mio. EUR 2,4), Aufwendungen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Mio. EUR 0,0 (Vorjahr Mio. EUR 0,0) sowie Sicherheitseinbehalte in Höhe von Mio. EUR 2,5 (Vorjahr: Mio. EUR 1,0) und sonstige Verbindlichkeiten über Mio. EUR 1,4 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4).

3.3 Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Aus der gesamtschuldnerischen Haftung bei den Arbeitsgemeinschaften bestehen Haftungsverhältnisse im Ausmaß der erfolgten Beauftragung durch die Auftraggeber. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird derzeit nicht gerechnet.

Weitere Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse nach § 251 oder § 268 Abs. 7 HGB bestanden wie zum Vorjahresstichtag zum Abschlussstichtag nicht.

Aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

31.12.2023
TEUR
davon ggü. verbundenen Unternehmen
TEUR
fällig im 1. Folgejahr 586 352
fällig im 2. bis 5. Folgejahr 1.723 1.407
2.309 1.758

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse und Bestandsveränderung

Die Umsatzerlöse i. H. v. Mio. EUR 66,9 (Vorjahr Mio. EUR 4,2) resultieren im Wesentlichen aus der Schlussrechnung von Projekten unter anderem Rehaklinik Damp S2 i. H. v. Mio. EUR 36,6 und Rehaklinik Ahrenshoop i. H. v. Mio. EUR 22,9. Die Bestandsveränderungen führten zu einer Bestandserhöhung i. H. v. Mio. EUR 25,5 (Vorjahr: Mio. EUR 29,2) entsprechend dem Baufortschritt von Planungs- und Bauprojekten im Inland.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Vertragstrafen TEUR 441, Versicherungsentschädigungen TEUR 227 sowie Erlöse aus Auflösung von Rückstellungen TEUR 294 enthalten. Verrechnungen von Sachbezügen betragen TEUR 184 (Vorjahr TEUR 104,0).

4.3 Materialaufwendungen

In den Materialaufwendungen sind Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von Mio. EUR 79,8 (Vorjahr: TEUR 29,0) enthalten.

4.4 Ertrag aus Verlustübernahme

Erträge aus dem seit 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft bestehen i. H. v. Mio. EUR 11,6 (Vorjahr Mio. EUR 5,2).

5. Sonstige Angaben

5.1 Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 108 (Vorjahr: 76) Mitarbeiter beschäftigt (ohne Geschäftsführer). Davon waren 97 vollzeit- und 11 teilzeitbeschäftigt.

5.2 Geschäftsführung

Dr. Karen Treuter (seit 01.04.2023)

(Bereich Engineering, insbesondere BO-, MT-, TGA-Planung inkl. Projektabwicklung; Organisationsentwicklung; Qualitäts- und Wissensmanagement)

Alexander Rauch

(Projektabwicklung insbesondere EPC, GÜ, Lebenszyklus- und PPP-Projekte; Digitalisierung und ESG-Projekte; Einkauf)

Robert Posthumus (seit 30.08.2023)

(Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, kaufmännische Projektabwicklung)

Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.3 Mutterunternehmen

Der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen wird von der Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg v.d.H., aufgestellt. Die Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe, als kontrollierende Obergesellschaft der Fresenius SE & Co. KGaA erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen.

Die VAMED Deutschland Holding GmbH und die von ihr beherrschten Gesellschaften werden in diese Konzernabschlüsse einbezogen. Beide befreiende Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger offengelegt.

Im Dezember 2021 veröffentlichte die OECD Modellregelungen zur Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung Pillar II. Die globalen Mindestbesteuerungsregeln sehen vor, dass pro Land die Differenz zwischen der effektiven Steuerquote gemäß GloBE Regelungen und 15 % Mindeststeuersatz - bezogen auf den bereinigten Mindeststeuergewinn - als Mindeststeuer durch die Ultimate Parent Entity entrichtet wird.

Aufgrund der Konzernzugehörigkeit der VAMED Deutschland Holding GmbH kommt die Gesellschaft in den Anwendungsbereich des deutschen Umsetzungsgesetzes der OECD-Regelungen. Die Einführung des deutschen Umsetzungsgesetzes und der dadurch etablierten nationalen Ergänzungssteuer in Deutschland kann dazu führen, dass die Zahllast für die Mindeststeuer auch bei der VAMED Deutschland Holding GmbH anfällt.

Wegen der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Berechnung des Globe-Einkommens sind die quantitativen Auswirkungen der beschlossenen oder in Kraft getretenen Gesetzgebung noch nicht zuverlässig abschätzbar. Die quantitative Betroffenheit wird aktuell analysiert. Latente Steuern aus der globalen Mindestbesteuerung werden nicht bilanziert.

5.4 Abschlussprüferhonorar

Für Abschlussprüferleistungen ist ein Aufwand von TEUR 81 erfasst.

5.5 Ergebnisverwendungsvorschlag

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag erfolgt die Verlustübernahme durch die VAMED Deutschland Holding GmbH.

5.6 Nachtragsbericht

Mit Pressemitteilung vom 08.05.2024 hat Fresenius SE & CO KGaA, Bad Homburg v.d.H., als Konzernobergesellschaft der VAMED Deutschland Holding, GmbH, Berlin bekanntgegeben, dass das in der 100%igen Beteiligung VAMED Health Project GmbH, Berlin, befindliche Projektgeschäft betreffend der Planung und Errichtung von Gesundheitseinrichtungen sukzessive zurückgefahren werden soll.

Innerhalb des Geschäftsjahres 2024 erfolgte eine weitere Zuführung zu den Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 13,3.

Weiterhin erfolgte innerhalb des Geschäftsjahres 2024 der Ausgleich einer Forderung aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag betreffend das Geschäftsjahr 2022.

 

Berlin, den 25. Oktober 2024

Robert Posthumus, Geschäftsführer

Alexander Rauch, Geschäftsführer

Dr.-Ing. Karen Treuter, Geschäftsführerin

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.374,00 10.142,58 0,00 76.516,58
Immaterielle Vermögensgegenstände 66.374,00 10.142,58 0,00 76.516,58
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.750,96 13.399,04 0,00 23.150,00
Sachanlagen 9.750,96 13.399,04 23.150,00
Summe Anlagevermögen 76.124,96 23.541,62 0,00 99.666,58
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.275,00 15.810,58 0,00 29.085,58
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.275,00 15.810,58 0,00 29.085,58
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.750,96 12.714,04 0,00 22.465,00
Sachanlagen 9.750,96 12.714,04 0,00 22.465,00
Summe Anlagevermögen 23.025,96 28.524,62 0,00 51.550,58
Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.431,00 53.099,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 47.431,00 53.099,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 685,00 0,00
Sachanlagen 685,00 0,00
Summe Anlagevermögen 48.116,00 53.099,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VAMED Health Project GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VAMED Health Project GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VAMED Health Project GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und b€teilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 25. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laurent Griffoul, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Arthur Lang, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.10.2024 festgestellt.

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