Alu Menziken Germany GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Quadflieg seit 13.2.2019 | Geschäftsführer |
Maria Fritz seit 18.1.2017 | Prokura |
Alexander-Dimitrie Deica seit 18.1.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ALPINE METAL TECH GmbH | 71.17% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alpine Metal Tech Germany GmbHDillingen/SaarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ALPINE METAL TECH GERMANY GMBH, DILLINGEN/SAARA) Grundlagen des Unternehmens 1) Geschäftsmodell Die Alpine Metal Tech Germany GmbH ("AMT GER") ist mittelbares Tochterunternehmen der Alpine Metal Tech GmbH, Regau/Österreich, und ein Beteiligungsunternehmen der Montana Tech Components AG, Menziken/Schweiz. Die AMT GER ist ein weltweit führender Anbieter von individuellen Lösungen im Bereich Sondermaschinenbau und Autogentechnik für das Brennschneiden und Flämmen in der Stahlindustrie. Das Produktportfolio wird durch die Sparte Walzwerktechnik, den branchenübergreifend tätigen Bereich Fördertechnik sowie durch die Sparte Maschinenbau und Systementwicklung im Bereich der Aluminiumradproduktion abgerundet. Ebenfalls werden Ersatzteile für Werkzeugmaschinen sowie Testmaschinen für die Aluminiumradproduktion unserer Schwestergesellschaft IMT Intermato S.p.A., I - Crosio della Valle angeboten. Mit 146 Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 2023) werden an den beiden deutschen Standorten Dillingen/Saar und Forst die Kundenprojekte und Serviceaufträge realisiert. Zu den Kunden der AMT GER zählen die bedeutendsten international tätigen Anlagenbauer, zahlreiche Stahl- und Walzwerke sowie diverse Aluminiumradhersteller weltweit. Für sie realisiert das Unternehmen u.a. innovative und anwendungsorientierte Technologien sowie Transport- und Elektrik-/ Automatisierungslösungen. Der Bereich Fördertechnik stellt den Kunden die Konstruktion bis hin zur Lieferung und Inbetriebnahme von kompletten Förderanlagen oder Anlagenteilen zur Verfügung. Der Bereich Automotive liefert und serviciert für führende Aluminiumradhersteller eine breite Palette von Mess- und Prüfmaschinen sowie entsprechende Spannvorrichtungen. 2) Ziele und Strategien Gega-Maschinen, -Geräte und -Teile haben in der Stahlindustrie auf dem Weltmarkt einen bedeutenden Stellenwert. An die 3.500 verkaufte Maschinen und Anlagen sowie zahlreiche Patente belegen eindrucksvoll die hohe Innovationskraft sowie den fortschrittlichen Charakter der GeGa-Technologien. Eine wesentliche Erfolgsstrategie ist die Individuallösungskompetenz der AMT GER. Mit den innovativen Lösungen, die aus maßgeschneiderten und technisch richtungsweisenden Produkten, kombiniert mit Engineering- und Beratungsleistungen, bestehen, geht die AMT GER individuell, auch in den Verbundunternehmen, auf die spezifischen Wünsche der Auftraggeber ein. Zu einer weiteren Säule des Unternehmens wird der Bereich Fördertechnik weiter ausgebaut, der unter der Marke Amakon branchenübergreifend spezielle anwendungsbezogene Produkte und Lösungen unseren Kunden bereitstellt. Die Automotivesparte konzentriert sich auf Maschinen und Systeme zur Unterstützung der Aluminiumradproduktion durch Handling, Markieren, Bearbeiten, Messen und Testen. 3) Steuerungssysteme ERP Im Berichtsjahr wurde die Nutzung des ERP Systems AMS durch gezielte Schulungen der Anwender erweitert und verbessert. In diesem Zusammenhang wurden 5 neue User-Lizenzen angeschafft. Für das laufende Geschäftsjahr ist ein Upgrade auf die Version 13.5. geplant. QM Im Mai 2023 fand ein Überwachungsaudit nach DIN ISO 9001:2015 am Standort Dillingen sowie am Standort Forst erfolgreich statt. Hierbei wurden die bestehenden QS-Systeme geprüft und abgenommen. Der Gesellschaft wurde das QS-Zertifikat nach ISO 9001:2015 für die Bereiche Brennschneid-, Walzwerk- und Fördertechnik, die unter den Marken GEGA und AMAKON am Markt agieren, sowie für die Bereiche spanntechnische Vorrichtungen und Sondermaschinen und Mess- und Prüfmaschinen, die unter der Marke MAKRA auftreten, jeweils bis zum 28. August 2025 erteilt. Des Weiteren wurde im Juni 2023 ein Überwachungsaudit nach DIN ISO 14001:2015 durchgeführt. Das entsprechende QS-Zertifikat ist bis zum 31. Juli 2025 erteilt. PDM/CAD (Produktdatenmanagement) In der Alpine Metal Tech Division wird ein einheitliches System genutzt, um so die Synergien zwischen den Verbundunternehmen zu nutzen. Aus diesem Grund wurde bereits in 2014 damit gestartet, INVENTOR als CAD-Software einzuführen und damit verbunden in Q1/2015 VAULT als einheitliches PDM-System zu implementieren. Die Umstellung im Bereich EPLAN, der Engineering Software für die elektrische Konstruktion im Verbund mit unserer Obergesellschaft Alpine Metal Tech, Regau/Österreich, wurde in 2018 abgeschlossen. In Q4/2019 wurde eine Schnittstelle von EPLAN zum ERP System AMS realisiert, womit eine automatische Übernahme der Artikel und der Stücklisten gewährleistet wird. Durch den Releasewechsel des ERP-Systems AMS auf die Version 10.0 konnte im Jahr 2020 ergänzend noch die Schnittstelle zum mechanischen Engineering in das ERP-System AMS realisiert werden. In 2022 wurde der Standort Forst im Rahmen der BIOS-Migration auf AMS hierin eingebunden. Im Berichtsjahr wurde das Manufacturing Execution System proMExS implementiert, wodurch eine intelligente Vernetzung von Produktionsdaten, selbstregulierende Prozesse und eine transparente Produktion ermöglicht wird. Beschaffung Aufgrund des nennenswerten Anteils an externer Wertschöpfung resultiert unser Geschäftserfolg nicht zuletzt auch aus der partnerschaftlichen und langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. An dieser Stelle verfolgen wir die Strategie, in jedem prozessentscheidenden Bereich über zumindest 2 bis 3 Anbieter zu verfügen. 4) Forschung und Entwicklung Brennschneiden Seit einigen Jahren hat sich eine neue Generation von gastechnischen Entbartern (Schneiden und Entbarten in einem Schritt) am Markt etabliert. Die Variante für Knüppelanlagen ist bei mehreren Kunden in Deutschland, USA, Indien, China, Korea und Argentinien im Einsatz. Im Berichtsjahr wurde eine neue Dickschneiddüse-Familie (Typname SDS 82,84) entwickelt, die in der Lage ist, Stahlblöcke mit einem Durchmesser bis zu ca. 1,5 m zu trennen. Erste Tests bei Kunden sind erfolgreich verlaufen. Diese Entwicklung bestätigt noch einmal unseren Technologievorsprung im internationalen Wettbewerb. Die patentierte "Torch Jacket" wurde auch im Berichtsjahr weiterentwickelt und optimiert. Als Nachrüstkitt für jeden Brenner einsetzbar, ist die "Torch Jacket" durch eine stabile und sichere Zündung der Flamme unabhängig von der Brennerposition, eine zuverlässige Flammenüberwachung sowie längere Lebenszeiten für Brenner und Düsen, charakterisiert. Die Reduzierung der Betriebskosten durch flexibles Löschen und Anzünden der Flamme ist auch eine wichtige Eigenschaft für die weitere erfolgreiche Vermarktung des Produktes. Es wurde auch bei der Plattenschneidtechnologie eine Düsenfernregelung verbessert und bei dem Kunden SSAB (Schweden) in Betrieb genommen. Eine mechanische Synchronisierung über einen pneumatischen Klemmarm wurde für den Kunden Posco (Korea) entwickelt. Die vereinfachte Ausführung kann bei der inline Brammenmaschine eingesetzt werden. Flämmen Der Flämm-Manipulator wurde mit modernisierten Eigenschaften hinsichtlich Steuerung, Präzision und Verfahrbarkeit im Berichtsjahr weiterentwickelt. Robotertechnik Die etablierte und weltweit verbreitete Technologie mit Manipulator-Scarfing wird sukzessive gegen eine robotergesteuerte Technologie ausgetauscht. Durch ein Scansystem werden die Materialdaten an das Roboter-Kontrollzentrum übermittelt. Zurzeit wird die Implementierung eines Prototyps auf Flämmanlagen von British Steel sowie von Tata geprüft. Beheizungssysteme In Deutschland (BGH) wurde erfolgreich eine weitere Tundish-Beheizungsanlage mit modernisierten Eigenschaften in Betrieb genommen. Material Handling Im Berichtsjahr wurde das Produkt Chain Conveyor um zwei Spezialförderer erweitert. Im Rahmen eines Auftrags von SICIT in Italien haben wir ein Fördersystem für die kurzfristige Pufferung und den Abtransport von Klärschlamm ausgeliefert und in Betrieb genommen. Ferner wurde in einem Projekt mit Hindustan Zinc in Indien ein Trogkettenförderer für den Transport von Zinkblenden konzipiert. Hervorzuheben ist hierbei die hohe Schüttguttemperatur von bis zu 950 °C. Die Auslieferung dieses Fördersystems ist im ersten Halbjahr 2024 geplant. Automotive Im Bereich Automobil lag der Schwerpunkt der Aktivitäten im Berichtsjahr auf der Entwicklung des neuen Spannmittels UCS4. Es wurde eine Stufe weiterentwickelt und intern getestet. Die kundenseitigen Tests und die Markteinführung sind für 2024 vorgesehen. Ferner wurden zusätzlich folgende hydraulische Spannfutter neu entwickelt: Für den Kunden Otto Fuchs wurde das neue hydraulische Spannmittel mit dem Augenmerk auf die Fertigungsflexibilität und den minimalen Umrüstungsaufwand entwickelt. Zum Einsatz soll das Produkt bei der Zerspanung von Al-Schmiederädern kommen. Für den Kunden Leifeld wurde ein hydraulisches Futter speziell für die Anforderungen an das Drück-Walz-Ziehverfahren von Al-Rädern entwickelt. Die innovative Plattform bietet die Möglichkeit für individuelle Flexibilität- und Produktivitätsanpassung bei minimalem Rüstaufwand. Bei der BUP Biegeumlaufmaschine wurde ein notwendiges Sicherheitsupdate getestet und in die Serie übernommen. Die Applizierung der Biegestäbe musste aufgrund einer Änderung an den verwendeten Materialen modifiziert und entsprechend abgesichert werden. Die Windows 10 Software ist in der jetzt verfügbaren Version 7.3.3.0 mit zusätzlichen Features versehen und nach ausgiebigen Tests zur Installation freigegeben worden. Des Weiteren wurde die erste Version der automatischen Fliehkraftverstellung erfolgreich beim TÜV Süd installiert und vom Kunden abgenommen. B) Wirtschaftsbericht 1) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2023, gemessen am BIP, um 0,3 % geschrumpft, nachdem im Vorjahr eine Zunahme des Wachstums um 1,9 % zu verzeichnen war. Die deutsche Wirtschaft konnte damit u.a. die Auswirkungen der hohen Energiekosten und der damit verbundenen Produktionsrückgänge in der verarbeitenden Industrie, den Einbruch der Bauwirtschaft aufgrund des hohen Zinsniveaus sowie den schwachen privaten Konsum nicht kompensieren. Dagegen hat sich die Weltkonjunktur in 2023 mit einem Wachstum um 3,0 % erhöht, was aufgrund der schwachen Konjunktur in China sowie der Wachstumsabschwächung auf breiter Front infolge der restriktiven Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation geringer als erwartet ausgefallen ist. Jedoch dürfte das Wachstumstempo im Jahr 2024 aufgrund der vorgenannten negativen Auswirkungen auf dem schwachen Niveau verharren. Für Deutschland wird vom Institut der deutschen Wirtschaft für 2024 eine weitere Schrumpfung der Wirtschaft um 0,5 % prognostiziert. b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltstahlproduktion verminderte sich in 2023 um 0,1 % auf rd. 1,88 Mrd. t. Die chinesische Stahlproduktion blieb gegenüber dem Vorjahr isoliert betrachtet konstant und hält damit einen Weltmarktanteil an der Gesamtproduktion in Höhe von 55,1 %. Eine wachsende Produktion zeigte sich vor allem in Indien, Iran und Indonesien (Quelle: World Steel News 2023). Die Stahlnachfrage stieg in 2023 um 1,0 % auf 1,81 Mrd. t und soll - lt. worldsteel - in 2024 wiederum um rd. 2,2 % auf 1,85 Mrd. t wachsen. Immer noch kämpft die Stahlindustrie mit stagnierenden Märkten und einer unzureichenden Kapazitätsauslastung, die sich leicht verschlechtert hat und sich auf dem Niveau von ca. 76 % bewegen dürfte. Die noch immer am Stahlmarkt bestehenden massiven Überkapazitäten können nur langsam durch Werksstilllegungen und steigende Nachfrage ausgeglichen werden. Erste Werksschließungen erfolgten jedoch bislang lediglich punktuell in UK, den USA und China. In Europa machen einzelne Stahlwerke wieder Kurzarbeit. Im Jahr 2023 haben die PKW-Zulassungen in Deutschland um 7,3 % zugenommen, während die Zulassungen in den großen Märkten China und USA um 10,6 % bzw. 8,5 % angestiegen sind. Insgesamt gibt es trotz des hohen Transformationsdruckes insbesondere infolge der Energiekrise noch eine große Zurückhaltung bei den Herstellern für Kapazitätserweiterungen bzw. Neuinvestitionen. Trotz der weltweit schwächeren Konjunkturaussichten wird von einer leichten Erholung der Automobilbranche ausgegangen und ein Anstieg der Zulassungen um ca. 3,5 % erwartet, während in Deutschland von einem Rückgang der PKW-Zulassungen in 2024 um 1 % ausgegangen wird. 2) Geschäftsverlauf Die Nachholeffekte bei den Investitionen der Stahlindustrie, die sich erholende Konjunktur in der Automobilindustrie, politische Unsicherheiten, hohe Energiekosten und die generell anhaltende Investitionszurückhaltung in den Kernregionen Asien (Ausnahme China), Europa, USA und Brasilien spiegeln sich auch im Geschäftsverlauf der AMT GER in 2023 wieder. Der Auftragseingang der AMT GER ist im GJ 2023 mit rd. EUR 24,4 Mio. um 21 % im Vergleich zu 2022 (rd. EUR 31,0 Mio.) zurückgegangen, hauptsächlich bedingt durch Rückgänge im Maschinengeschäft der GEGA Brand und der MAKRA Brand bei einer geringen Zunahme des LCB-Geschäfts der GEGA Brand. Für 2024 wird mit einem geringfügigen Anstieg der weltweiten Stahlnachfrage gerechnet, während diese in Europa und Deutschland weiterhin rückläufig bleiben soll. Steigende Fahrzeugpreise, mangelndes Kleinwagen-Angebot, die sich abschwächende Konjunktur, das hohe Zinsniveau und die ausgelaufene Förderung für E-Autos werden in 2024 zu einem Rückgang der PKW Zulassungen in Deutschland führen während weltweit von einem entsprechenden geringen Wachstum in Höhe von ca. 3,5 % ausgegangen wird. 3) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Die Bilanzsumme der AMT GER belief sich zum Jahresende auf TEUR 24.684. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 220 (= 0,9 %). Die Bilanzsumme ist damit im Vergleich zum Vorjahr geringfügig angestiegen. Auf der Aktivseite ist der Rückgang beim Anlagevermögen um TEUR 933 weitgehend auf die planmäßige Abschreibung des aktivierten Firmenwertes der vormaligen AMT Makra GmbH zurückzuführen. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.175 erhöht, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Vorräte inklusive erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen (um TEUR 962) und dem Guthaben bei Kreditinstituten (um TEUR 400) zurückzuführen ist. Passivisch handelt es sich bei den wesentlichen Veränderungen um den Anstieg der Rückstellungen (um TEUR 291). Dem steht ein Rückgang der Verbindlichkeiten entgegen (um TEUR 167). Das Jahresergebnis 2023 ist mit TEUR 96 positiv; gleiches gilt für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR 617. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass sich die Gesellschaft durch die bereits getätigten und noch umzusetzenden operativen Maßnahmen zur Stärkung der Geschäftsbereiche Maschinen und LCB der Brands GEGA, MAKRA und AMAKON nach der strukturellen und krisenbedingten Abschwächung der Konjunktur in der Automobilbranche sowie der leichten Erholung der Stahlbranche finanziell und operativ nachhaltig weiterhin positiv entwickeln wird. Hierbei streben wir eine konstant positive EBIT-Marge in Höhe von ca. 5 % bis 10 % sowie ausreichende freie Liquidität über den Planungshorizont hinaus an. Die Finanzierung der Berichtsgesellschaft erfolgt nach wie vor nahezu ausschließlich durch Inanspruchnahme eines bis Ende 2028 laufenden Darlehensrahmens des Beteiligungsunternehmens Montana Tech Components GmbH, Wien/Österreich. Hierdurch ist der Fortbestand der Gesellschaft abgesichert. b) Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem operativen Cash-Flow (TEUR 398) und im Bedarfsfall mittels der Inanspruchnahme mittelfristiger Finanzierungen durch das Verbundunternehmen Montana Tech Components GmbH, Wien/Österreich. (i) Cashflow / Finanzierung Der Free-Cashflow vor Finanzierung, definiert als Saldo aus dem Mittelzu-/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Mittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit, beträgt in der Berichtsperiode TEUR 459 (Vorjahr: TEUR 1.841). (ii) Finanzierungsmaßnahmen Der Betriebsmittelbedarf für die AMT GER wird nach wie vor über einen Finanzierungsrahmen des Beteiligungsunternehmens Montana Tech Components GmbH gesichert. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über ausstehende Finanzierungen in Höhe von TEUR 1.675 und Avallinien in Höhe von TEUR 7.000. Zudem sichert ein Gesellschafterdarlehen der Alpine Metal Tech Germany Holding GmbH in Höhe von TEUR 3.387 die Finanzierung. Von den der AMT GER zur Verfügung stehenden Avallinien wurden per Bilanzstichtag TEUR 1.744 in Anspruch genommen. Es bestanden somit am Bilanzstichtag freie Avallinien in Höhe von TEUR 5.256. (iii) Investitionen Im Berichtsjahr wurden notwendige IT-Investitionen (ERP-Lizenzen und die Lizenz proMexs für die Fertigungssteuerung) sowie kleinere Ersatzinvestitionen vorgenommen. In 2024 sind weitere Investitionen in den Maschinenpark, die IT-Infrastruktur und die Betriebsausstattung geplant. (iv) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Hingegen haben zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen wie folgt bestanden: unbefristete Mietverhältnisse mit einem Jahresbetrag in Höhe von TEUR 309 sowie bis 2028 befristete Mietverhältnisse mit einem Jahresbetrag in Höhe von TEUR 198. Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen und sonstigen Mietverträgen mit einer befristeten Laufzeit in Höhe von insgesamt TEUR 679. Für das operative Geschäft benötigt die AMT GER Avallinien, um im Zusammenhang mit Maschinenaufträgen Bürgschaften und Garantien für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu können. Zum Bilanzstichtag waren Voraus-, Anzahlungs- und Gewährleistungsavale in Höhe von TEUR 1.744 gegenüber Kunden ausgegeben. Leasing wird üblicherweise zur Finanzierung des Maschinenparks, der ERP-Software sowie für Hardware-Anschaffungen im IT-Bereich und für Firmen-Kfz genutzt. (v) Mittelherkunft Das buchmäßige Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9.437. Die Eigenkapitalquote 2023 beträgt 38,2 %. Es bestehen keine langfristigen konzernexternen Finanzschulden. c) Ertragslage Der Umsatz erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber 2022 um TEUR 1.703 auf TEUR 28.110 hauptsächlich aufgrund von Umsatzzuwächsen im Maschinengeschäft der GEGA-Brand. Unter Berücksichtigung des Bestandsabbaus in Höhe von TEUR 460 und der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 626 resultiert eine Betriebsleistung in Höhe von TEUR 28.276, welche um TEUR 1.110 über der Betriebsleistung aus 2022 liegt. Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich bedingt durch die angestiegene Betriebsleistung. Die Materialeinsatzquote in Bezug auf die Betriebsleistung lag im Berichtsjahr mit 46,2 % nicht unwesentlich aufgrund verminderter Rohstoff- und Bezugspreise unter der des Vorjahres (47,1 %). Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere aufgrund der Zunahme des Headcounts und infolge von Lohn- und Gehaltssteigerungen um TEUR 361 auf TEUR 8.779 (Vorjahr: TEUR 8.418). Die Personalaufwandsquote blieb aufgrund der erhöhten Betriebsleistung unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 31,0 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 935 auf TEUR 4.763. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere übrige Aufwendungen, hier Management und Licence Fees (um TEUR 440), Verkaufsprovisionen (um TEUR 143) und Ausgangsfrachten (um TEUR 96), zurückzuführen. Das EBIT liegt im Berichtsjahr bei TEUR 617 (Vorjahr: TEUR 1.068). Der Jahresüberschuss beträgt im Berichtsjahr TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 513). C) Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1) Prognosebericht Laut aktueller IWF-Prognose wird 2024 mit einem Wirtschaftswachstum weltweit in Höhe von 3,1 % gerechnet. Die Prognose für China beläuft sich auf 4,6 %, die für die USA auf 2,1 %. Für den Euroraum wird ein Wachstum in Höhe von 1,2 % erwartet. Für Deutschland reduzierte der IWF seine Einschätzung für 2024 um 0,4 %-Punkte auf ein Wachstum von 0,5 %. Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet hingegen für 2024 mit einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft um 0,5 %. Für die generell schwächeren Wachstumserwartungen sind maßgeblich die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, die hohen Energiepreise, die hartnäckige Inflation und das erhöhte Zinsniveau verantwortlich. Der Stahlbereich befindet sich zudem in einer nach wie vor angespannten Sondersituation. Ein Abbau der Überkapazitäten einerseits durch Stilllegungen und andererseits eine gesteigerte Nachfrage erscheint grundsätzlich unumgänglich und wird die Stahlindustrie in den nächsten Jahren begleiten. Aufgrund der starken sozialen Bedeutung der Stahlbranche sowie der dazugehörigen Zulieferbranche werden notwendige Schritte aber nur zögerlich umgesetzt, weswegen sich die Krise auch nur sehr langsam entschärft. Wir erwarten daher, dass sich der in 2023 deutlich erholte Maschinenverkauf sich zukünftig wieder rückläufig entwickelt. Wir erhalten jedoch weiterhin positive Signale aus Asien und den USA, da dort notwendig werdende Ersatzinvestitionen in den Stahlwerken wieder vorgenommen werden. Im Ersatzteilbereich erwarten wir nach den Zuwächsen der letzten beiden Geschäftsjahre, welche im Wesentlichen auf die Investitionszurückhaltung der Vorjahre zurückzuführen waren, nur einen moderaten Anstieg des Servicegeschäftes und der damit verbundenen Ersatzteilverkäufe in 2024 gegenüber dem Niveau des Vorjahres. Der Material- und Fachkräftemangel, hohe Fahrzeugpreise und die schwache Konjunktur bremsen die Automobilbranche in 2024, so dass weltweit nur mit einer moderaten Zunahme der Neuzulassungen in Höhe von 3,5 % gerechnet wird. In Deutschland wird hauptsächlich aufgrund des Wegfalls der Förderung für Elektrofahrzeuge, dem Anstieg der Strompreise, den Reallohnverlusten und des gestiegenen Zinsniveaus von einem Rückgang der PKW-Neuzulassungen in 2024 ausgegangen. Wir erwarten daher, dass die Kunden in 2024 wieder Ersatzinvestitionen tätigen und in den Folgejahren ihre Pläne zur Kapazitätserweiterung bzw. zur Neuausrichtung der Fertigungen weiterverfolgen werden. Entsprechend der Prognose des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse im Berichtsjahr deutlich angestiegen. Die Umsatzprognose von EUR 28,4 Mio. (inkl. IC-Erlöse) wurde mit EUR 28,1 Mio. nahezu erreicht. Dies war im Wesentlichen auf den zu Jahresbeginn hohen Auftragsbestand im Maschinenbereich der Brand GEGA sowie auf den guten Auftragseingang im LCB Bereich GEGA und im LCB Bereich MAKRA zurückzuführen. Die Ergebnisprognose von EUR 2,2 Mio. (Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) wurde mit EUR 1,7 Mio. nicht erreicht. Ursächlich waren vor allem über Plan liegende sonstige betriebliche Aufwendungen. Aufgrund des sich im Maschinenbereich der Brand GEGA abgeschwächten Auftragseinganges erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz der AMT GER in Höhe von ca. EUR 26,4 Mio. (inkl. IC-Erlösen) und ein positives Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1,3 Mio. Inwieweit sich möglicherweise weitere negative Auswirkungen des Ukrainekrieges und des Nahost-Konflikts sowie die schwache Weltkonjunktur und die Markterwartungen für die US Präsidentschaftswahl auf die Erreichung der Unternehmensplanung des Geschäftsjahres 2024 auswirken, lässt sich derzeit nicht abschätzen. 2) Risikobericht a) Risikomanagementsystem Das Risikomanagement der AMT GER hat zum Ziel, Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie geschäftliche Einbußen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft verhindert und durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen langfristig Wert geschaffen werden. Unter Risiko versteht die Gesellschaft jedes Ereignis, dass das Erreichen der kurzfristigen operativen oder der langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Als Chancen werden mögliche Erfolge, die über definierte Ziele hinausgehen, verstanden. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, analysiert die Geschäftsführung der AMT GER regelmäßig die Geschäftsentwicklung. Hierzu werden die Einhaltung der Unternehmensplanung anhand von monatlichen Plan-Ist-Vergleichen auf Basis einer konsolidierten Bilanz, GuV und Cash-Flow-Rechnung überprüft und im Rahmen eines Reportings analysiert. Zukünftige Perioden werden kurzfristig mit Hilfe von Auftragseingangs-/Auslastungsanalysen und Liquiditätsforecasts sowie mittel- und langfristig über integrierte Businessplanungsmodelle abgebildet. Zudem überwachen wir die vorgegebenen Budgets und Liefertermine unserer Maschinenprojekte mittels einer mitlaufenden Projektkalkulation und ständiger Auftragsreviews. b) Risiken Die Gesellschaft rechnet in 2024 mit einem unterdurchschnittlich weltweiten Wachstum der Wirtschaft und einem nahezu gleichbleibenden hohen Zinsniveau. Die Höhe des Wachstums ist schwer absehbar und hängt von der Überwindung der Materialengpässe, der Entwicklung der Energiepreise, der Zinsentwicklung sowie den globalen Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine ab. Wesentliche Risiken für das Unternehmen stellen ferner Cyberangriffe und die Verfügbarkeit von Fachkräften dar. Die allgemeine Wachstumsschwäche, der Preisverfall in der Stahlbranche und die globalen Konjunkturunsicherheiten stellen wesentliche Risiken für die Absatzseite der Gesellschaft dar. Auch die Preispositionierung der AMT GER mit hochwertigen Qualitätsprodukten in regionalen Märkten stellt grundsätzlich ein potentielles Risiko dar. Die angespannte Ertragslage der Stahl- und Automobilbranche erhöht den Kostendruck auf den Einkauf der Unternehmen und verlagert die Stärke des Einflusses der technischen Abteilungen hin zum Einkauf bei erhöhtem Kostenbewusstsein. Dies kann die Gesellschaft jedoch durch das hohe technische Level, die Technologieführerschaft bei komplexen Maschinen sowie den engen Kontakt zu unseren Kunden minimieren. Internen Risiken, wie z.B. dem Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter und der damit verbundene Know-how-Verlust, begegnen wir durch transparente systemische Arbeitsweisen, einheitliche und aktuelle Dokumentation der internen Geschäftsprozesse sowie funktionierende Vertretungsregelungen. Risiken aus Wechselkursschwankungen und weitere oberhalb des Niveaus von 2023 liegende Preissteigerungen im Bereich der Beschaffung sehen wir analog der Vorjahre auch weiterhin als gering an. Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr einen positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 398 (Vorjahr: TEUR 2.121) aus und hat keine Bankverbindlichkeiten. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch einen bis Ende 2028 laufenden Darlehensrahmen eines Beteiligungsunternehmens sowie durch ein Gesellschafterdarlehen mit einer unbestimmten Laufzeit sichergestellt. 3) Chancenbericht Die weltweite Nachfrage nach Stahl - vor allem in den Schwellenländern - schätzen wir nach wie vor auf hohem Niveau verbleibend ein. Die USA, Indien, Asien und Südamerika bieten erhebliche Wachstumschancen. Vertrieblich sehen wir insbesondere in der Tatsache Chancen, dass die AMT GER durch stetige Weiterentwicklung eines Nischenproduktes und des flexiblen Eingehens der Gesellschaft auf Kundenwünsche in den letzten Jahren ihre Marktposition behaupten konnte. Durch technologische Neuerungen im Maschinen- und Ersatzteilbereich, z.B. durch Einsatz der Robotertechnik, Wasserstoffschneiden sowie den Ausbau der Serviceaktivitäten und dem damit verbundenen Angebot innovativer Produkte und Lösungen, ist die Chance für unsere Mitbewerber, in unseren Geschäftsfeldern Marktanteile zu gewinnen, deutlich minimiert, wenngleich der Markt umkämpfter denn je ist. Die AMT GER sieht sich nach wie vor als Weltmarktführer im Kernbereich Brennschneiden, verfügt hier bei weitem über die größte "Installed Base" und damit das größte Potenzial für Ersatzteil- und Serviceverkäufe. Die Geschäftsführung ist daher auch weiterhin überzeugt, diese Position weiter auszubauen und die Kunden auch weiterhin durch exzellenten Service und beste Qualität sowie Kundennähe zu überzeugen. In der Automobilsparte erwarten wir eine stetige moderate Zunahme der weltweiten PKW-Zulassungszahlen und damit einen nachhaltigen Wachstumsbeitrag für unser Geschäft. Hierbei spielt der Wachstumsmarkt China weiterhin eine große Rolle, aber auch die Nachholeffekte aus der weltweit pandemiebedingten Rezession sowie der zum Teil durch staatliche Förderungen begünstigte Boom bei Elektrofahrzeugen. Ferner wird die Nachfrage nach Prüfmaschinen für größere Felgentypen der Brand Makra durch die bei Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommenden größeren Reifen mit schmaler Lauffläche erhöht. Durch die enge Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft in Österreich und der in 2020 durch die Gruppe erworbenen Schwestergesellschaft IMT Intermato, Italien, welche auf dem gleichen Sektor wie der Brand MAKRA tätig ist, erwarten wir uns eine erweiterte vertriebliche Marktdurchdringung sowie eine effizientere Produktentwicklung. Mittels der weltweiten Servicierung unserer Maschinen und Spannvorrichtungen sowie durch die enge entwicklungstechnische Zusammenarbeit mit unseren Kunden sehen wir Chancen, unsere Marktposition im Sektor Prüfmaschinen und Spannmittel zu festigen und auszubauen. D) Fazit der Geschäftsleitung Die AMT GER setzt weiterhin auf Technologie und Service in den Bereichen Sondermaschinenbau für Brennschneid- und Fördertechnik sowie für Prüf- und Messmaschinen für die Aluminiumradindustrie, um so die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der GEGA, AMAKON und MAKRA Brands zu sichern und auszubauen. Die Entwicklung unserer Geschäftsfelder sowie die kostenseitige und organisatorische Optimierung werden weiterhin fortgesetzt werden. Daher sieht die Geschäftsführung der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft positiv entgegen.
Dillingen/Saar, den 11. April 2024 Thorsten Quadflieg, Geschäftsführer Michael Kissel, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ALPINE METAL TECH GERMANY GMBH, DILLINGEN/SAARAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ALPINE METAL TECH GERMANY GMBH, DILLINGEN/SAARI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Alpine Metal Tech Germany GmbH wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
II. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig lineare Abschreibungen über die typisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren, angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr in den GWG-Sammelposten eingestellt und planmäßig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und zu Nominalwerten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Einzel-/Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wird gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Den Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kenston Pension GmbH, Köln, zu Grunde. Dabei wird das Projected Unit Credit-Verfahren angewandt. Der Berechnung liegt ein Rechnungszins von 1,83 % sowie ein Rententrend von 1,5 % zu Grunde. Verwendet werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der sich aufgrund der Umstellung des Bewertungsverfahrens infolge des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ergebende Unterschiedsbetrag wird gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB auf 15 Jahresraten verteilt. Im Berichtsjahr 2023 wurde eine außerordentliche Zuführung in Höhe von EUR 18.667,00 berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt der verbleibende Unterschiedsbetrag EUR 18.670,00. Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Für Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurde der Devisenkassamittelkurs der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag verwendet (§ 256a HGB). Gemäß § 256a HGB sind bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde von der AMT Makra GmbH übernommen, die im Geschäftsjahr 2020 auf die Gesellschaft verschmolzen wurde. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde ursprünglich in 2016 aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde, da keine verlässliche Schätzung möglich ist, typisiert 10 Jahre festgelegt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen/Gesellschafter Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf EUR 683.059,70 (Vorjahr: EUR 833.741,49). Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde das Projected Unit Credit-Verfahren angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 war eine Zuführung zu den Rückstellungen erforderlich. Der erhöhte Zuführungsbetrag wird über 15 Jahre angesammelt; der verbleibende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 18.670,00. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,76 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 8.169,00. Sonstige Rückstellungen Der Posten enthält insbesondere Rückstellungen für Provisionen (TEUR 660), Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungspflichten (TEUR 606) sowie Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 582). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 39.276,48 (Vorjahr: EUR 70.858,86). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 85.784,51 (Vorjahr: EUR 60.235,34) enthalten. Die Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB werden in Höhe von EUR 18.667,00 (Vorjahr: EUR 18.667,00) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind, bestehen aus: 1) Miet- und Pachtverträge für Immobilien Der Jahresbetrag aus dem Mietverhältnis Kochstraße 2, 66793 Dillingen/Saar, beträgt EUR 309.480,00. Es handelt sich hierbei um eine Verpflichtung gegenüber einem verbundenen Unternehmen (Alpine Metal Tech Germany Holding GmbH). Der Vertrag ist unbefristet geschlossen. Der Jahresbetrag aus dem Mietverhältnis Werner-von-Siemens-Straße 13 und 15, 76694 Forst/Baden, beträgt EUR 198.279,50. Die Verpflichtung besteht gegenüber einem nahestehenden Unternehmen (VIM GmbH, Ellwanger (Jagst)). Dieser Vertrag ist bis 2028 befristet geschlossen. 2) Leasingverträge und sonstige Mietverträge Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen und sonstigen Mietverträgen mit einer befristeten Restlaufzeit betragen insgesamt EUR 678.538,30 (Vorjahr: EUR 342.216,24). Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum 31. Dezember 2023 wurden Avallinien für Voraus-, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften an Kunden in Höhe von EUR 1.743.994,18 (Vorjahr: EUR 3.036.203,04) in Anspruch genommen. Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 10 HGB Geschäftsführer: Thorsten Quadflieg, Chief Executive Officer, Lebach Michael Kissel, Chief Financial Officer, Selters Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 a) HGB unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB. Konzernzugehörigkeit Die Alpine Metal Tech Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Alpine Metal Tech GmbH, Regau/Österreich, einbezogen. Der Abschluss wird im Firmenbuch der Republik Österreich veröffentlicht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:
Unterschrift der Geschäftsleitung
Dillingen/Saar, den 11. April 2024 Thorsten Quadflieg, Geschäftsführer Michael Kissel, Geschäftsführer
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Alpine Metal Tech Germany GmbH, Dillingen/Saar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Alpine Metal Tech Germany GmbH, Dillingen/Saar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alpine Metal Tech Germany GmbH, Dillingen/Saar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der Alpine Metal Tech Germany GmbH, Dillingen/Saar, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 12. April 2024 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Dr. Ternes, Wirtschaftsprüfer Remig, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 24. September 2024 festgestellt. |
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