Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 112316
Eingetragen
18.9.2000
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Fertigung, der Vertrieb und der Handel chemisch-technischer Produkte sowie mit Waren aller Art einschließlich des Im- und Exports, ausgenommen erlaubnispflichtiger Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alice Bergemann
seit 9.3.2021
Prokura
Marco Dr. Bergemann
seit 2.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Dr. Marco BergemannDr. Bergemann Beteiligungsgesellschaft mbH
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Valvoline Holdings 2 B.V.NLD
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Valvoline Holdings 2 B.V.
Netherlands
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HAERTOL Chemie GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der HAERTOL Chemie GmbH, Magdeburg

1. Grundlagen des Unternehmens

HAERTOL entwickelt und produziert seit mehr als 60 Jahren chemisch-technische Produkte für u.a. die Automobil- und Kraftwerksindustrie. Hergestellt werden Kühlerschutzmittel, Wärmeträger und Spezialprodukte. Produkte unserer FROSTOX® Markenfamilie kommen weltweit in der Automobil-, Mineralöl- und Kraftwerksindustrie zum Einsatz. HAERTOL produziert nach strengen Qualitäts- und Umweltstandards und ist als Automobilzulieferer zertifiziert. Die Produkte werden stets nach dem aktuellen Stand der Technik fortentwickelt. Das garantiert unseren Kunden höchste Qualität. Basis unseres Handelns sind chemisch-technische Forschungs- und Entwicklungskompetenz, handwerkliches Know- how und kaufmännische Akribie.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Laut Sachverständigenrat der Deutschen Wirtschaft erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 zunehmend von der Corona-Krise, ihre Auswirkungen prägten jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Die beschleunigte Digitalisierung bietet große Potenziale, die zu heben sind. Für die Transformation und Steigerung der Produktivität sind höhere private und öffentliche Investitionen zu mobilisieren.

Im Sommer 2021 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von den Folgen der Pandemie erholt. Jedoch stören vielfältige angebotsseitige Engpässe die globalen Wertschöpfungsketten und dämpfen zusammen mit weiterhin bestehenden pandemiebedingten Einschränkungen das Wachstum. Der Sachverständigenrat erwartete im Rahmen des Jahresgutachten 2021/2022, dass sich insbesondere die Industrieproduktion zum Teil ins nächste Jahr verschiebt und prognostizierte für Deutschland einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,7 % im Jahr 2021 und um 4,6 % im Jahr 2022. Die weltwirtschaftliche Erholung wurde von einem Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise sowie angebotsseitigen Engpässen begleitet. Dies hat zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreisinflation geführt, die ohnehin durch Basis- und Sondereffekte erhöht ist. Der Sachverständigenrat erwartete in Deutschland eine Inflationsrate von 3,1 % für das Jahr 2021 und von 2,6 % für das Jahr 2022 1.

1 Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2021/22

Bereits im Rahmen seiner Konjunkturprognose für 2022 und 2023 aus März 2022 stellt der Sachverständigenrat dar, dass der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Aussichten für die Weltwirtschaft belastet und große politische Unsicherheit mit sich bringt. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind danach wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten werden zunehmen und den inflationären Druck erhöhen. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte nach 2,9 % in 2021 im Jahr 2022 um 1,8 % und im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,9 %. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. 2 Die laufende Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf bestätigt diese Risiken.

Die chemische Industrie ist eine traditionell starke Säule der deutschen Wirtschaft mit einem Umsatz von gut € 227,1 Mrd. in 2021 nach € 190,5 Mrd. in 2020. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes von 11,4 %. 3

Gemessen am Umsatz steht die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie in Europa auf Platz eins und weltweit an dritter Stelle hinter China und den USA. Zudem ist die Branche Exportweltmeister, gefolgt von den USA und China sowie drittgrößter Importeur nach den USA und China. Europa ist neben den USA der wichtigste Absatzmarkt. Die Hälfte aller Exporte geht in die Länder der EU. Der Wirtschaftszweig gehört in Deutschland weiterhin zu den Schlüsselbranchen. Als Vorlieferant für zahlreiche Abnehmerbranchen ist die Chemieindustrie einer der Frühindikatoren für die konjunkturelle Entwicklung und gleichzeitig Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft. Die chemisch-pharmazeutische Industrie konnte den Wachstumskurs aus der ersten Jahreshälfte ab dem im dritten Quartal 2021 nur abgeschwächt fortsetzen. Globale Knappheiten bei Material und Logistik sowie stark steigende Energiepreise führten zu Produktionsrückgängen in vielen Chemiesparten. Innerhalb der Chemiebranche ist die Situation allerdings sehr heterogen. 4

In Deutschland existieren etwa 2.100 Chemie- und Pharmaunternehmen, die zuletzt rund 466.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Bei 92 Prozent der deutschen Chemieunternehmen handelt es sich um kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten 5.

Die internationalen Rohstoffpreise sind im Jahr 2021 über nahezu alle Segmente hinweg stark angestiegen. Durch die Verknappung des Angebots aufgrund von Störungen der Lieferketten, hohen Frachtraten und der Energiekrise in China kam es zu einem Preisanstieg. Der HWWI-Rohstoffpreisindex, der die preislichen Veränderungen der 31 wichtigsten internationalen Rohstoffe aus den Bereichen Energie, Nahrungs- und Genussmittel sowie Industrierohstoffe abbildet, ist seit Jahresbeginn 2021 um mehr als 70 % gestiegen und lag im Oktober 2021 auf dem höchsten Stand seit 2011. 6

Für die Entwicklung der Gesellschaft ist die generelle Absatzentwicklung der Automobilindustrie, unabhängig von der Antriebstechnologie, ein wichtiger Einflussfaktor. Die Entwicklung des weltweiten Pkw-Markts war im Jahr 2021 zweigeteilt. Dank der kräftigen weltwirtschaftlichen Erholung bewegten sich die Verkaufszahlen in der ersten Jahreshälfte noch deutlich zweistellig über dem pandemiebedingt schwachen Vorjahresniveau. Im weiteren Jahresverlauf kamen allerdings die durch den Halbleitermangel bedingten Angebotsengpässe immer stärker zum Tragen.

Die durchschnittlichen Preise petrochemischer Rohstoffe sind im Jahr 2021, nach einem annähernd konstanten Niveau im Jahr 2020, fortwährend gestiegen und haben im April 2022 einen Höchststand erreicht.

2 Sachverständigenrat - Konjunkturprognose 2022 und 2023 aus März 2022
3 VCI e.V. Chemiewirtschaft in Zahlen 2022, S.32
4 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Chemie und Pharmazie, Branchenkonjunktur (Stand 16.12.2021)
5 siehe Fußnote 4
6 ifo Schnelldienst, Starke Preisanstiege auf den Rohstoffmärkten, Claudia Wellenreuther, ,1/2022

3. Geschäftsentwicklung

Die seit dem Frühjahr 2020 herrschende Corona Krise hat die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin stark beeinflusst. Insbesondere verteuerten sich die Rohstoffpreise. Mit einer erneuten Geschäftserweiterung auf Neukunden konnte die Gesellschaft den Absatz noch über das Niveau des Jahres 2019 steigern und gegenüber 2020 einen Anstieg von 9,7 % verzeichnen. Das Rohergebnis des Geschäftsjahres betrug T€ 8.814 gegenüber dem Rohergebnis des Vorjahres 2020 von T€ 7.885 und liegt damit deutlich über dem Wert des Vorjahres. Das Rohergebnis des Jahres 2019 konnte jedoch aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise und bestehenden bzw. verzögert angepassten Produktpreisen nicht erreicht werden.

Für das Geschäftsjahr 2021 betragen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 4.257 nach T€ 3.612 im Vorjahr. Im Wesentlichen ist hierbei neben einem Sondereffekt aus einem nicht weiter verfolgten Softwareprojekts in Höhe von T€ 122 ein Anstieg des Mietaufwandes sowie weiter gestiegene Frachtkosten bedingt durch die Geschäftserweiterung anzuführen. Der Anstieg der Personalaufwendungen um T€ 302 ergibt sich aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl. Danach ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von T€ 1.939 für das Geschäftsjahr 2021 nach T€ 2.007 für das Jahr 2020.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des erweiterten Bestandes an Vorräten sowie erhöhten kurzfristigen Forderungen um T€ 2.839 auf T€ 12.323 gegenüber T€ 9.484 im Vorjahr. Auf der Passivseite haben sich insbesondere die kurzfristigen Verbindlichkeiten um T€ 2.977 auf T€ 4.531 erhöht.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 61,4 % nach 79,8 % im Vorjahr 2020. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren durch die bestehende Kontokorrentlinie zu jeder Zeit sichergestellt.

Es wurden Investitionen in Höhe von T€ 292 durchgeführt und betreffen im Wesentlichen die Installation einer Abfüllmaschine in neuen Räumlichkeiten sowie die technische Erweiterung des Tanklagers.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nach unserer Einschätzung ist die wirtschaftliche Lage der HAERTOL zufriedenstellend. Unsere Strategie haben und werden wir weiterhin mit großer Zielstrebigkeit und auch mit einem entsprechenden Mitteleinsatz weiterverfolgen. Um den kontinuierlich gesteigerten Absatz in qualitativ hochwertigem Umfang weiter anzubieten, werden im ersten Halbjahr 2020 die Produktions- und Lagerkapazitäten erweitert. Gemeinsam mit unseren kompetenten Mitarbeitern werden wir den eingeschlagenen Kurs diszipliniert fortsetzen, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein und unverändert profitabel zu wachsen.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Ende 2021 haben sich die Preise für den Hauptrohstoff auf hohem Niveau einigermaßen stabilisiert und dieser Trend schien sich zunächst auch im Jahre 2022 fortzusetzen. Mit Beginn des Krieges zwischen Russland und der Ukraine stiegen die Rohstoffpreise, insbesondere aufgrund der Unterbrechung von Lieferketten und zum Teil mangelnder Verfügbarkeit von Rohstoffen, erneut stark an und notierten in den Monaten März bis Juni auf dem höchsten Stand der vergangenen Jahre. Ab Juli ist jedoch eine Trendwende eingetreten und die Rohstoffpreise gefallen. Damit bestehen zum jetzigen Zeitpunkt bedingt durch die verzögerten Preisanpassungen bei Kunden erstmalig seit über 24 Monaten Verkaufspreise in korrekter Relation zu den Rohstoff-Einkaufspreisen, was sich positiv auf die Margensituation auswirkt. Des Weiteren scheint der Mangel an Halbleitern bei den Kunden größtenteils überwunden zu sein. Die Absatzzahlen in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 erreichten Rekordwerte. Dies konnte kundenübergreifend beobachtet werden. Absatzseitig spürt die Gesellschaft keine Auswirkungen des Krieges zwischen der Ukraine und Russland. Es ist zudem gelungen, ab dem dritten Quartal die im Zuges des Krieges zwischen der Ukraine und Russland enorm gestiegenen Energie- und Transportkosten an die Kunden weiterzugeben. Die Gesellschaft erwartet insbesondere durch den bevorstehenden Produktionsstart bei einem größeren Neukunden weitere Absatzsteigerungen, sodass wir im Hinblick auf Absatz, Umsatz und Gewinn positiv in die Zukunft schauen. So erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 in Rohertrag (€ 10 Mio.) und Ergebnis vor Steuern (€ 4,8 Mio.) wieder das Niveau des Jahres 2019 zu erreichen und in Abhängigkeit der Entwicklung der Einflussfaktoren sogar steigern zu können.

Die Risiko- und Chancensituation des Unternehmens wird wesentlich durch die Einzelrisiken und -chancen der Automobilindustrie bestimmt. Hierzu werden beispielhaft durch den Volkswagen-Konzern Risiken aus einer negativen Absatz- und Marktentwicklung von Fahrzeugen und Originalteilen, zu denen die letzteren auch die von HAERTOL vertriebenen Produkte zählen, benannt. Ergänzend wird auf eine nicht bedarfs- und regelgerechte Produktentwicklung sowie Qualitätsproblemen hingewiesen. Mit einem modernen Qualitätsmanagement ist das Unternehmen bestrebt, diesen Herausforderungen insbesondere mit modernster Labortechnik zu begegnen.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Durch ergänzende Qualifikation der Mitarbeiter im Bereich des REACH sind wir bestrebt, auch in diesem Segment kompetent aufgestellt zu sein.

Hinweise auf künftige Risiken oder Umstände, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder sonst wie von Bedeutung sind, gibt es nicht.

Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2021 sind keine innerbetrieblichen Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung führen könnten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der seit März 2020 weltweit andauernden COVID-19-Pandemie sowie des seit Frühjahr 2022 andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022 auf die Gesellschaft sind im Rahmen des Prognose-, Chancen- und Risikoberichts dargelegt.

 

Magdeburg, den 21. Oktober 2022

Dr. Marco Bergemann

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.577,00 135
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.988,00 18
2. Technische Anlagen und Maschinen 991.305,00 954
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 840.048,00 894
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 377.946,08 380
2.224.287,08 2.246
2.237.864,08 2.381
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.115.203,43 2.646
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.890.230,60 3.611
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 35.308,58 812
10.040.742,61 7.069
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.578,94 34
12.323.185,63 9.484

Passiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Bilanzgewinn 7.518.504,21 7.519
7.568.504,21 7.569
B. Rückstellungen 223.309,95 360
C. Verbindlichkeiten 4.531.371,47 1.555
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.843,62 (Vorjahr: T€ 4) -
12.323.185,63 9.484

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
T€
1. Rohergebnis 8.814.029,23 7.885
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.895.902,67 -1.654
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -355.168,65 -2.251.071,32 -296
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -314.732,45 -293
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.256.624,58 -3.612
- davon aus Währungsumrechnung: € 2.428,74 (Vorjahr: T€ 50) -
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.466,37 -32
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.399,16 -5
8. Ergebnis nach Steuern 1.936.735,35 2.003
9. Sonstige Steuern -1.290,00 -1
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.935.445,35 -2.002
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.518.504,21 7.519
12. Bilanzgewinn 7.518.504,21 7.519

Anhang 2021

1. Allgemeine Angaben

Die HAERTOL Chemie GmbH, Magdeburg, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der HAERTOL Chemie GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Bilanzierung wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Gesellschaft mit Sitz in Magdeburg ist beim Amtsgericht Stendal unter HRB 112316 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Sämtliche Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 bis zu € 1.000,00 wurden bis 2017 in einem Sammelposten erfasst, aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Passiva

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Währungsumrechnung erfolgt unter Beachtung der in § 256a HGB enthaltenen gesetzlichen Vorschriften.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Werte des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 1.381 (Vorjahr: T€ 693).

Eigenkapital

Der ausgewiesene Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 7.519 (Vorjahr: T€ 7.519).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für Abschluss- und Prüfungskosten T€ 146 (Vorjahr: T€ 116), Urlaubsrückstellungen T€ 6 (Vorjahr: T€ 20) und Aufbewahrungsverpflichtungen T€ 10 (Vorjahr: T€ 10) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 12).

4. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zwei selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften. Auf Basis der zugrundeliegenden Verpflichtungen ergibt sich zum Bilanzstichtag ein zu vermerkender Betrag von € 5,4 Mio. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der Bonität des Schuldners als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 484, wobei ein Mietvertrag eine Laufzeit bis Ende 2026 mit einem jährlichen Betrag von T€ 139 hat. Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Pkw mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren bestehen in Höhe von T€ 37 jährlich.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterung nach § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB in Anspruch.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 30 (Vorjahr: 24) Arbeitnehmerinnen beschäftigt. Davon 17 (Vorjahr: 14) gewerbliche und 14 (Vorjahr: 10) angestellte.

Geschäftsführung

Herrn Dr. Marco Bergemann, Dipl.-Chemiker

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages abgeführt.

Nachtragsbericht

Für die Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und der Krankheit COVID-19 (Corona) auf unsere Geschäftstätigkeit sowie dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine verweisen wir auf die im Lagebericht im Kapitel Prognosebericht gemachten Angaben. Bisher haben sich noch keine negativen Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ergeben.

 

Magdeburg, 21. Oktober 2022

HAERTOL Chemie GmbH

Dr. Marco Bergemann

Der Jahresabschluss wurde am 27. Oktober 2022 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.167,39 4.260,75 0,00 0,00 140.428,14
2. Geleistete Anzahlungen 121.605,20 0,00 0,00 121.605,20 0,00
257.772,59 4.260,75 0,00 121.605,20 140.428,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.574,16 0,00 0,00 0,00 42.574,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.156.446,91 188.823,54 12.073,30 0,00 2.357.343,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.599.113,67 89.679,86 0,00 0,00 1.688.793,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 380.488,55 9.530,83 -12.073,30 0,00 377.946,08
3.497.033,91 288.034,23 0,00 0,00 4.466.657,52
Summe Anlagevermögen 3.754.806,50 292.294,98 0,00 121.605,20 4.607.085,66
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.309,39 4.541,75 126.851,14
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
122.309,39 4.541,75 126.851,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.793,16 2.793,00 27.586,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.202.161,91 163.876,84 1.366.038,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 705.224,67 143.520,86 848.745,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.932.179,74 310.190,70 2.242.370,44
Summe Anlagevermögen 2.054.489,13 314.732,45 2.369.221,58
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.577,00 13.858,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 121.605,20
13.577,00 135.463,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.988,00 17.781,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 991.305,00 954.285,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 840.048,00 893.889,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 377.946,08 380.488,55
2.224.287,08 2.246.443,55
Summe Anlagevermögen 2.237.864,08 2.381.906,75

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie dem Lagebericht der HAERTOL Chemie GmbH, Magdeburg, den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HAERTOL Chemie GmbH, Magdeburg,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HAERTOL Chemie GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAERTOL Chemie GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächl

ichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 25. Oktober 2022

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