MINARIS Regenerative Medicine GmbH

Ludwig-Bölkow-Allee 22A, 82024 Taufkirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 220566
Vorher
Apceth Biopharma GmbH
Eingetragen
3.9.2015
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Durchführung von Aufträgen zur Herstellung von Medikamenten, insbesondere auf dem Gebiet der Zell- und Gentherapie (ATMP), die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen, insbesondere zur Optimierung von Produktionsprozessen, sowie der Erwerb und die Verwaltung von eigenem Vermögen und Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Renate Sporrer
seit 17.11.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Minaris Germany LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Minaris Germany LLC
United States
25.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MINARIS Regenerative Medicine GmbH

Ottobrunn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Minaris Regenerative Medicine GmbH ist ein privates, biopharmazeutisches Unternehmen, welches als Contract Development and Manufacturing Company (CDMO) tätig ist. Durch ihr spezifisches Know-how in der modernen Zell- und Gentherapie unterstützt sie internationale Kunden bei der Entwicklung ihrer komplexen Produkte und stellt diese im Auftrag her.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Trotz der Nachwirkungen der Corona/COVID-19 Pandemie im Jahr 2022 konnte die positive Geschäftsentwicklung des Vorjahres in den ersten drei Quartalen fortgesetzt werden. Im vierten Quartal konnte der Wegfall eines langjährigen Bestandskunden, der sich aus dem europäischen Mark zurückzieht, nicht kompensiert werden. Zwei Ersatzprojekte mussten in einem Fall auf Grund von Safety, in dem anderen Fall auf Grund von Efficacy Problemen von Seiten der Kunden beendet werden. Trotz dieser widrigen Umstände konnte der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Die durch den Ukrainekrieg einsetzende Inflation und die sich damit im Laufe des Jahres deutlich verschlechterte Möglichkeit für viele Firmen in der Zell- und Gentherapie ihre Projekte zu finanzieren, haben bereits im Jahr 2022 Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung gehabt und das Wachstum gestoppt. Laufende Projekte sind verschoben worden und die Neukundenakquise ist deutlich schwerer geworden, so dass wir für 2023 eine weitere Abschwächung des Geschäftsverlaufs und der damit verbundenen Umsätze erwarten.

Steuerung der Gesellschaft

Projektmanagement, Liquiditätsmanagement mit Vorausrechnung und Finanzbuchhaltung gewährleisten, dass finanzielle und geschäftliche Risiken frühzeitig erkannt werden und entsprechende Aktivitäten zur Abwehr der Risiken ergriffen werden können. Es erfolgt eine jährliche Budget- und rollierende Fünf-Jahres-Planung. Kontinuierlich werden die IST-PLAN Abweichungen analysiert. Wesentliche Steuerungsgrößen sind Umsatz und EBIT.

B. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Für das Geschäftsjahr beliefen sich die Umsätze auf TEUR 21.819 (Vorjahr: TEUR 22.134) und der Jahresüberschuss auf TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 3.110). Damit liegt die Umsatzrentabilität mit 3% deutlich unter dem im Vorjahr prognostizierten Bereich von 9,3%. Ursächlich für den deutlich unter dem Vorjahr liegenden Jahresüberschuss ist insbesondere das Fehlen der Einmalzahlung, die sich aus dem Rückzug eines langjährigen Kunden vom europäischen Markt ergeben hat. Zudem hat sich das Finanzierungsumfeld für unsere Kunden signifikant verändert, was durch Projektverschiebungen und einer erschwerten Neukundenakquise einen erheblichen Einfluss auf das erwartete Wachstum hat.

Die wesentlichen Aufwendungen entstanden im Bereich Personalaufwand, Verbrauchsmaterial sowie Abschreibungen auf Kapazitätserweiterungen, welche im direkten Zusammenhang mit den CDMO Aktivitäten standen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 161). Im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, resultiert ein Großteil aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 12.429 (Vorjahr: TEUR 11.502). Bedingt durch die Nachfrage nach Minaris Dienstleistungen waren im Geschäftsjahr 2022 im Durchschnitt bei Minaris 164 Mitarbeiter beschäftig (im Vorjahr durchschnittlich 155 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 5.665 (Vorjahr: TEUR 4.583). Die Aufwendungen für externe Dienstleistungen gefolgt von den Instandhaltungen für Laborgeräte sind hier die größten Posten.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen steigt durch Investitionen in das Sachanlagevermögen, hierbei sind bereits die Planungsaufwände für den Bau sowie bereits erbrachte Konstruktionsarbeiten des neuen Produktionsgebäudes eingeflossen.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 10.686 getätigt, davon entfällt ein Betrag von TEUR 8.759 auf geleistete Anzahlungen für die Planung und Konstruktionsarbeiten des neuen Produktionsgebäudes in Taufkirchen, welches voraussichtlich Anfang 2024 in Betrieb genommen werden soll. Das Grundstück ist in der Nähe des jetzigen Standortes in Ottobrunn gelegen. Weitere Mittel wurden in Digitalisierungsprojekte investiert, insbesondere die Investition in eine GMP Software in Höhe von TEUR 414.

Der Forderungsbestand verringert sich geringfügig durch niedrigere Umsätze zum Ende des Jahres. Insgesamt hat sich das Umlaufvermögen reduziert, was überwiegen mit dem gesunkenen Bankbestand zusammenhängt. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 erreicht damit TEUR 39.802 (Vorjahr: TEUR 31.920).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 19.665 (Vorjahr: TEUR 19.017). Die Erhöhung resultiert aus dem Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 648. Die Eigenkapitalquote sinkt auf 49,4 % (Vorjahr 59,6 %). Dies beruht im Wesentlichen auf der Kreditaufnahme zur Finanzierung des Produktionsgebäudes.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 13.000 (Vorjahr: TEUR 10.000) und gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 0). Hierbei handelt es sich um Darlehen zur Finanzierung eines Grundstücks und Produktionsgebäudes zur Erweiterung der Produktionskapazitäten.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Rückstellungen für Gewerbesteuer i. H. von TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 512) und die Körperschaftsteuer i. H. von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 661).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Dienstleistungsbereich, Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Rückstellung für Jahresabschluss und Prüfungskosten sowie Steuererklärungen.

Finanzlage

Die Finanzlage ist geordnet. Die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, ist jederzeit gewährleistet. Eine ausreichende Liquidität ist sichergestellt.

Risikobericht

Derzeit haben wir keine wesentlichen, durch die Pandemie bedingten Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Minaris. Weiterhin strikte interne Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus sowie interne Impfangebote haben dazu beigetragen, das Risiko für Minaris zu verringern.

Ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine sind weitere Risiken zu nennen. Hierzu zählt die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Materialien, die aufgrund der globalen Verflechtung der Lieferketten zu einem Verkäufermarkt führen, so dass neben den zum Teil deutlich längeren Lieferzeiten zusätzlich nicht unerhebliche Preissteigerungen von Lieferanten gefordert werden. Preissteigerungen werden zudem durch die hohe Inflation verstärkt. Liquiditätsplanung über einen längeren Zeitraum, Maßnahmen zur Erhöhung der Lagerreichweite sowie die Erweiterung der Lieferantenbasis tragen dazu bei, das Risiko für Minaris zu verringern. Da die weitere Entwicklung des Ukraine-Krieges nicht vorhersehbar ist, können mögliche weitere Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Ein dem CDMO Geschäft impliziertes Risiko ist die Möglichkeit der Kunden, laufende Verträge innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist zu kündigen. Mangelnde Safety der Produkte oder unzureichende Testergebnisse von Produkten in der klinischen Erprobung können Gründe für eine Kündigung sein.

Ein der Auftragsherstellung immanentes Risiko ist die optimale Auslastung der Mitarbeiter und auch die bedarfsgenaue Bereitstellung von ausgebildetem Personal. Auch die bedarfsgenaue Auslastung und Bereitstellung von Reinräumen stellt eine Herausforderung für CDMO's dar.

Ein weiteres Risiko für die konstante Auslastung der CDMO, die zu einer Verschiebung der geplanten Umsätze und der damit verbundenen Zahlungsströme führen kann, sind Verzögerungen im Projektverlauf der Kundenprojekte, die beispielsweise durch die mangelnde Verfügbarkeit von Patienten auftreten können. Durch entsprechende vertragliche Regelungen wird diesem Risiko, sofern es möglich ist, Rechnung getragen.

Es bestehen Forderungsausfall- und damit Liquiditätsrisiken, die bei den Pharmakunden eher gering sind, jedoch bei den Biotechkunden nicht ausgeschlossen werden können. Durch das Einholen von Bonitätsauskünften wird versucht, das Risiko zu verringern.

Die Entwicklung und Herstellung im Kundenauftrag impliziert die Erprobung der Produkte an Patienten/Probanden. Hieraus ergeben sich Haftungsrisiken, z. B. aus Personenschäden. Um finanzielle Folgen dieser Risiken zu begrenzen bzw. auszuschließen wurden Versicherungen abgeschlossen, deren Angemessenheit regelmäßig überprüft wird.

Wirtschaftliche Risiken durch Umweltschäden sind auf Grund des Geschäftsmodells als eher gering anzusehen, können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Ein Risiko im Bereich CDMO besteht zudem darin, dass durch die Inflation erforderliche Preissteigerungen im Markt nicht durchsetzbar sind.

Chancenbericht

Die Eintrübung von Finanzierungsmöglichkeiten für Zell- und Gentherapiefirmen hat das prognostizierte Marktwachstum verlangsamt. Der durch die Zell- und Gentherapieprodukte gestiftete bzw. erwartete Nutzen durch diese neuartigen Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen mit ungedecktem medizinischem Bedarf, lässt jedoch erwarten, dass die Verlangsamung nur vorübergehend sein wird.

Minaris Deutschland wird, auch durch die internationale Präsenz der Gruppe, als attraktiver Partner für die Herstellung dieser neuartigen Produkte in Europa wahrgenommen.

Mit den kommerziellen Produkten "Zynteglo", und "Skysona" hat Minaris Erfahrung als eine der ersten CDMO's kommerziell für den europäischen Markt zu produzieren. Hierdurch hebt sich Minaris von anderen CDMO's ab und stärkt die Position des Unternehmens auf dem Markt. Dies steigert die Möglichkeiten in der Neukundengewinnung und bestätigt eindeutig die hohe Qualität der Minaris Dienstleistungen. Trotzdem ist die Auslastung der Kapazitäten eine Herausforderung für das kommende Jahr, der durch die Erschließung von neuen Geschäftsfeldern begegnet wird. Unter anderem werden Möglichkeiten der Vermietung von Reinräumen und Laboren, einschließlich zugehöriger Services für den Betrieb, evaluiert. Eine Intensivierung der Maßnahmen im Business Development soll die Akquise von Neukunden des Kerngeschäfts beleben. Eine Vergrößerung des Business Development Teams, eine stärkere Präsenz auf Konferenzen, intensives Datamining, um das Kundentargeting zu verbessern und die Einbindung der Fachabteilungen in die Akquise sind solche Maßnahmen. Das Jahr 2023 wird trotz dieser Maßnahmen voraussichtlich noch durch das schwierige Finanzierungsumfeld für unsere Kunden geprägt sein. Genannte Maßnahmen, die Weiterentwicklung der Organisation und der IT-Systeme sollten jedoch sicherstellen, dass Minaris nach Wiederbelebung des Marktes gut aufgestellt ist.

Prognosebericht

Zell- und Gentherapien besitzen das Potenzial zur Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf. Weltweit sind mehr als 1.457 Unternehmen an der Erforschung, Entwicklung und Kommerzialisierung von Zell- und Gentherapie Produkten beteiligt. Zurzeit werden in mehr 2.200 klinischen Studien rund um den Globus Zell- und Gentherapie Produkte getestet, wobei sich mehr als 200 in der Phase III befinden. Dies zeigt das Cell and Gene State of the Industry Briefing im Januar 2023 der Alliance for Regenerative Medi- cine.

Auf Basis dieser soliden Pipeline wird im Cell Therapy Manufacturing Market Size, Growth & Trends Report der FMI erwartet, dass der Markt für Zelltherapeutika bis 2032 ein Volumen von über 13,9 Milliarden Dollar erreichen wird. Das jährliche Wachstum des Marktes wird für diesen Zeitraum 2022 bis 2032 mit 14,2% (CAGR) prognostiziert. Aufgrund des aktuell schwierigen Finanzierungsumfelds erwarten wir für das Jahr 2023 jedoch eine Umsatzrentabilität, die voraussichtlich deutlich unterhalb von 2022 liegen wird.

 

München, 22. Juni 2023

Dusan Kosijer, Geschäftsführer der Minaris Regenerative Medicine GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 539.602,00 516.843,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.071.299,16 734.763,21
1.610.901,16 1.251.606,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.665.366,38 7.763.527,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 244.216,00 241.746,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.611.459,00 5.735.478,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.872.093,51 4.649.197,15
27.393.134,89 18.389.948,53
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 361.035,23 344.728,23
2. Unfertige Leistungen 198.654,00 51.536,00
559.689,23 396.264,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.146.006,60 3.298.917,92
2. Forderungen gegen Gesellschafter 5.833,33 70.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 770.190,67 505.729,54
3.922.030,60 3.874.647,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.046.657,78 7.780.966,14
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 269.709,42 227.029,98
39.802.123,08 31.920.462,55

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.100,00 25.100,00
II. Kapitalrücklage 12.942.897,58 12.942.897,58
III. Gewinnvortrag 6.048.690,51 2.938.980,41
IV. Jahresüberschuss 648.097,36 3.109.710,10
19.664.785,45 19.016.688,09
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 481.874,00 1.172.497,89
2. Sonstige Rückstellungen 449.912,37 345.818,82
931.786,37 1.518.316,71
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aeaenüber Kreditinstituten 4.000.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.782.200,64 1.025.395,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 13.000.000,00 10.000.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 423.350,62 360.062,73
19.205.551,26 11.385.457,75
39.802.123,08 31.920.462,55

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.818.983,33 22.134.269,30
2. Bestandsveränderungen 147.118,00 22.239,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 40.434,26 161.177,17
22.006.535,59 22.317.685,47
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -1.935.263,87 -1.610.467,55
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.310.644,89 -9.538.543,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.118.815,57 -1.963.308,37
davon für betr. Altersvorsorge: -181.628,27 € (Vj.: -191.362,89 €)
-12.429.460,46 -11.501.851,61
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.323.781,42 -1.438.549,61
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.665.412,51 -4.583.375,40
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.240,46 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -117.729,49 -42.277,09
-89.489,03 -42.277,09
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 89.671,70 -26.325,47
11. Ergebnis nach Steuern 652.800,00 3.114.838,74
12. Sonstige Steuern -4.702,64 -5.128,64
13. Jahresüberschuss 648.097,36 3.109.710,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die Minaris Regenerative Medicine GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 220566) und ist seit dem 02.04.2019 eine 100 % Tochter der Showa Denko Materials Co. Ltd, Tokio, Japan.

Die Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse der Klarheit der Darstellung werden Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang aufgeführt.

Alle Angaben werden in Euro (€) gemacht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 01.01.2022 und endet am 31.12.2022.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert bis 800,- EUR werden sofort abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern betragen bei Software in der Regel zwischen 2 und 7 Jahren. Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zwischen 8 und 23 Jahren abgeschrieben. Gebäude werden über einen Zeitraum von 33 Jahren abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen der Posten des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sind die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens in den Folgejahren entfallen, so wird dem Wertaufholungsgebot entsprochen.

Umlaufvermögen

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Unfertige Leistungen sind zu aufgelaufenen Herstellungskosten bilanziert. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sind in der Berechnung der Herstellungskosten einbezogen worden. Gemeinkosten, soweit sie nicht durch die Fertigung veranlasst sind, und Vertriebskosten werden in die Berechnung der Herstellungskosten nicht eingerechnet. Soweit erforderlich, werden die Herstellungskosten der Projekte auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemindert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Abgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins, der von der Bundesbank veröffentlicht wird.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in ihrer Entwicklung im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Die Höhe der Kapitalrücklage beträgt TEUR 12.943 (31.12.2021: TEUR 12.943).

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 247 (31.12.2021: TEUR 512) und die Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 235 (31.12.2021: TEUR 661). Die Reduktion der Steuerrückstellung ergibt sich aus der Vorauszahlung für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von TEUR 605 und dem körperschaftsteuerlichen Verlustrücktrag aus dem Geschäftsjahr 2022 auf das Geschäftsjahr 2021. Dabei handelt es sich wie bereits im Vorjahr um die Folgewirkung der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2015-2018.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Dienstleistungsbereich, Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Rückstellung für Jahresabschluss und Prüfungskosten sowie Steuererklärungen.

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit über 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000 4.000 0
Vorjahr 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.782 1.782 0
Vorjahr 1.025 1.025 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.000 0 13.000
Vorjahr 10.000 4.000 6.000
Sonstige Verbindlichkeiten 423 325 98
Vorjahr 360 166 194
Gesamt 19.205 6.107 13.098
Vorjahr 11.385 5.191 6.194

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Showa Denko Materials Co. Ltd., Regenerative Medicine Business Sector in Höhe von TEUR 13.000 (31.12.2021: TEUR 10.000) enthalten. Hierbei handelt es sich um zwei Darlehen zur Finanzierung eines Produktionsgebäudes zur Erweiterung der Produktionskapazitäten, in der Nähe der bestehenden Anlage in Ottobrunn.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer i. H. von TEUR 160 (31.12.2021: TEUR 166) sowie Verbindlichkeiten aus Anzahlungen für Kundenverträge i. H. von TEUR 98 (31.12.2021: TEUR 194) enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in den Rückstellungen, Verbindlichkeiten oder Haftungsverhältnissen enthalten sind, teilen sich wie folgt auf:

insgesamt davon bis Ende 2027
TEUR TEUR
Miet- und Leasingverträge 1.061 531
Neubau 13.314 13.314
Sonstige Verträge 222 172
14.597 14.017

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, wie im Vorjahr, keine wesentlichen periodenfremden Erträge/ Aufwendungen und keine wesentlichen Erträge/ Aufwendungen aus Währungsumrechnung.

In dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 648 nach Steuern sind außergewöhnliche Erträge aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 86 als Auswirkung der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2015-2018 enthalten.

E. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Dusan Kosijer, Rosbach, CEO der Minaris Regenerative Medicine GmbH

Naoki Kanenari, Mountain View, Vereinigte Staaten, Executive Vice President and Deputy General Manager

Kazuchika Furuishi, Tokio, Japan, Corporate Officer & General Manager, ausgeschieden am 28.02.2022

Hiroto Bando, Osaka, Japan, General Manager, Regenerative Medicine Business Sector, neu bestellt am 28.02.2022

Noriaki Kawata, Tokio, Japan, General Manager, Life Science Business Headquarter

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt.

Auf die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Anzahl der Arbeitnehmer

2022 Vorjahr
Angestellte 164,4 155,2

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Showa Denko Materials Co. Ltd., Regenerative Medicine Business Sector (ehemals Hitachi Chemical Company, Ltd.), Tokio, einbezogen.

F. Nachtragsbericht

Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Verknappung von Energieträgern wie Gas und Öl, haben in der gesamten Wertschöpfungskette zu nicht unerheblichen Preissteigerungen geführt. Auf die sehr hohen Inflationsraten weltweit haben die Zentralbanken in den USA und Europa mit sehr starken Zinsanpassung über historisch einen sehr kurzen Zeitraum reagiert, wodurch die Finanzierungs- u. Refinanzierungskosten erheblich gestiegen sind. Dies hat dazu geführt, dass für unsere Kunden und potentielle Neukunden die Liquiditätsbeschaffung erschwert und die Kosten hierfür deutlich gestiegen sind. Infolgedessen sind Projekte verschoben sowie die Projektpipeline verschlankt worden. Zudem konzentrieren sich Kunden und potentielle Neukunden mit ihren Projekten verstärkt auf den finanzstärkeren amerikanischen Markt. Zwar ist die Inflationsrate durch die Anhebung des Leitzzinses gesunken, befindet sich aber weiterhin oberhalb der anvisierten Zielmarke von 2%, so dass weitere Leitzinserhöhungen der Zentralbanken in Europa und den USA anzunehmen sind. Eine Stabilisierung auf eine planbare Zinsgröße ist damit weiterhin noch ausstehend. Folglich stellt die Beschaffung von Liquidität und damit Finanzierung von Projekten weiterhin eine große Herausforderung für Kunden und potentiellen Neukunden dar, so dass weitere negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu erwarten sind.

 

München, 22. Juni 2023

Dusan Kosijer, Geschäftsführer der Minaris Regenerative Medicine GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.301.984,78 49.839,00 110.204,85 0,00 1.462.028,63
2. Geleistete Anzahlungen 734.763,21 446.740,80 -110.204,85 0,00 1.071.299,16
2.036.747,99 496.579,80 0,00 0,00 2.533.327,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.388.712,44 6.446,87 43.949,87 0,00 11.439.109,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 460.575,09 40.537,30 0,00 0,00 501.112,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.091.059,68 651.975,76 223.876,77 53.243,15 13.913.669,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.649.197,15 9.490.723,00 -267.826,64 0.00 13.872.093,51
29.589.544,36 10.189.682,93 0,00 53.243,15 39.725.984,14
31.626.292,35 10.686.262,73 0,00 53.243,15 42.259.311,93
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 785.141,78 137.284,85 0,00 922.426,63
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
785.141,78 137.284,85 0,00 922.426,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.625.185,06 148.557,74 0,00 3.773.742,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.829,09 38.067,30 0,00 256.896,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.355.581,68 999.871,53 53.243,15 8.302.210,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0.00 0,00 0.00 0,00
1.1.199.595,83 1.186.496,57 53.243,15 12.332.849,25
11.984.737,61 1.323.781,42 53.243,15 13.255.275,88
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 539.602,00 516.843,00
2. Geleistete Anzahlungen 1.071.299,16 734.763,21
1.610.901,16 1.251.606,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.665.366,38 7.763.527,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 244.216,00 241.746,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.611.459,00 5.735.478,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.872.093.51 4.649.197,15
27.393.134,89 18.389.948,53
29.004.036,05 19.641.554,74

Der Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gem. §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MINARIS Regenerative Medicine GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MINARIS Regenerative Medicine GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MINARIS Regenerative Medicine GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrund-satzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 22. Juni 2023

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Peter Schill, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses 2022

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der MINARIS Regenerative Medicine GmbH mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 648.097,36 und einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 39.802.123,08 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 9. August 2022 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Auszug aus dem Protokoll der Gesellschafterversammlung der MINARIS Regenerative Medicine GmbH vom 9. August 2023:

"Der im Jahresabschluss per 31. Dezember 2022 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von EUR 648.097,36 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

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