Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 19611
Eingetragen
15.3.2002
Branche
Herstellung von Solarzellen und SolarmodulenHerstellung von Batterien und AkkumulatorenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und die sonstige industrielle Betätigung auf dem Gebiet der Photovoltaik.

Historie

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Management

NameRolle
Holger Reetz
seit 15.4.2014
Geschäftsführer
Ute Dr. Mareck
seit 16.7.2012
Prokura
Volker Mehlig
seit 15.1.2009
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutsche Cell GmbH

Freiberg/Sachsen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Lagebericht für das Jahr 2006

der Deutsche Cell GmbH

Rahmenbedingungen

In der Öffentlichkeit wird der sich vollziehende Klimawandel und die sich daraus ergebende Notwendigkeit zu einer energiepolitischen Wende hin zu regenerativen Energien immer stärker thematisiert. Damit wächst das positive Image und das Interesse an der Photovoltaik-Branche in der Bevölkerung, aber auch bei Investoren. Die Nachfrage nach PV-Systemen erhöht sich entsprechend nach wie vor stetig.

Die weltweite Produktion von hochwertigem Silizium als Rohstoff für Solarwafer, -zellen und -module hinkt dieser anhaltenden Entwicklung allerdings hinterher. In der Folge übertrifft die Nachfrage nach Solarzellen ebenfalls deutlich das Angebot.

Weltweit, insbesondere in Asien, werden deshalb die Fertigungskapazitäten zur Herstellung von Solarzellen ausgebaut. Die Unterversorgung an Silizium-Rohstoff führt jedoch bei einigen Wettbewerbern zu einer schlechten Auslastung der Produktionskapazitäten, bis hin zum Stillstand ganzer Produktionsstrassen. Demgegenüber konnte die Deutsche Cell GmbH aufgrund ihrer langfristigen Lieferoptionen, insbesondere innerhalb des SolarWorld-Konzerns, die Produktionskapazitäten voll auslasten. Im Jahr 2006 betrug die Produktion 72 MWp.

Investitionen

Der Ausbau der Fertigung in der Produktionsebene 2 (DCE2) von 30 MWp/a auf 60 MWp/a, welcher sich in 2005 durch Insolvenz eines Anlagenlieferanten stark verzögert hatte, konnte in 2006 erfolgreich abgeschlossen werden. Der mit M+W Zander bereits am 23.09.2004 vereinbarte "Ausbau und Anlagenerweiterungsvertrag" wurde abgeschlossen, alle Anlagen wurden abgenommen. Inklusive Nachträge belief sich diese Investitionsmaßnahme auf ein Volumen von 12,4 Mio EUR, wovon in 2006 Restzahlungen in Höhe von 1,43 Mio EUR erfolgten.

Zentrales Ereignis im Jahr 2006 war die Errichtung einer zweiten Fertigungslinie in der Produktionsebene 1 (DCE1) mit einer Nominalkapazität von zusätzlichen 100 MWp/a. Dies machte auch den Neubau der Abwasserbehandlungsanlage notwendig (Gebäude DS 401), welche auf einem von der Deutschen Solar AG erworbenen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Produktionsgebäude DS 400 errichtet wurde. Der sehr ambitionierte Zeitplan konnte aufgrund des engagierten Einsatzes der Mitarbeiter umgesetzt und 97 % aller Anlagen konnten noch in 2006 abgenommen werden.

Das Gesamtinvestitionsvolumen im Geschäftsjahr 2006 betrug 34,9 Mio. EUR und wurde aus dem Cash-Flow der Gesellschaft zusammen mit dem strukturierten Finanzierungsvertrag vom 11.03.2005 unter Federführung der IKB gedeckt. Die Kontokorrent-Linie in Höhe von 16 Mio. EUR wurde mit 5 Mio. EUR in Anspruch genommen (Stand 31.12.2006) und kann ansonsten weiterhin abgerufen werden.

Produktion und Technologie

Anfang des Jahres 2006 wurde die Produktion durch den Verzug der für 2005 geplanten Erweiterung DCE2 stark behindert. Erst ab dem zweiten Halbjahr konnten hier planmäßige Produktionszahlen erreicht werden, nachdem in einer konzertierten Aktion unserer Ingenieure mit dem Anlagenlieferanten die spät gelieferten Siebdrucklinien ertüchtigt wurden. Im vierten Quartal erfolgte die Inbetriebnahme der neuen Fertigungslinie DCE1 erfreulich positiv, wodurch die Plan-Untererfüllung des ersten Halbjahres teilweise ausgeglichen werden konnte. Insgesamt wurden 58 MWp polykristalline und 14 MWp monokristalline Silizium-Solarzellen gefertigt.

Mit Inbetriebnahme der Produktionslinie DCE1 fällt die Deutsche Cell GmbH unter die Grundpflichten der 12. BImschV (Störfallverordnung). Dementsprechend erfolgte der Aufbau eines Anlagensicherheitsmanagementsystems, was zum störungsfreien Betrieb beiträgt. Des Weiteren befindet sich die Deutsche Cell GmbH in der Aufbauphase eines Umweltmanagementsystems nach ISO 1400.

Planmäßig wurde im vierten Quartal die Reduzierung der Waferdicke weiter vorangetrieben. Sowohl die monokristallinen Silizium-Solarzellen im Format 125 mm Kantenlänge, als auch die polykristallinen Silizium-Solarzellen im Format 156 mm Kantenlänge werden jetzt aus 210 µm dicken Wafern anstatt wie bisher aus 240 µm dicken Wafern gefertigt. Mit der damit verbundenen Einsparung von Rohstoffkosten setzen wir unser Ziel der kontinuierlichen Kostenreduktion sukzessive um.

Mit der Inbetriebnahme der zweiten Fertigungslinie wurde das entwickelte Produkt DCT156 (texturierte polykristalline Silizium-Solarzellen) erfolgreich in die Produktion eingeführt. Die neue Technologie ermöglicht Solarzellen mit einem optisch homogeneren Erscheinungsbild und deutlich höherer elektrischer Leistung. Damit stärken wir unsere Marktposition mit einem extrem wettbewerbsfähigen Qualitätsprodukt.

Unsere monokristallinen Solarzellen DCM125 entwickelten sich in 2006 zu einem Prime-Produkt am Markt. Mit Wirkungsgraden über 17 % fertigt die Deutsche Cell GmbH die weltweit beste Silizium-Solarzelle in Standardtechnologie. Entsprechend positiv ist die Resonanz bei unseren Kunden.

Absatz und Ertragslage

Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr 2006 im Vergleich zu den Vorjahren mit 62,7 Mio. EUR (2004) bzw. 62,2 Mio. EUR (2005) auf 134,8 Mio. EUR, und damit um über 100 %, gesteigert werden. Die Deutsche Cell GmbH schließt das Geschäftsjahr (nach HGB) mit einem EBIT von 25,9 Mio. EUR ab. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit vor Steuern beträgt 24,2 Mio EUR.

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten stieg zum 31.12.2006 um 15 auf 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 5 geringfügig Beschäftigte. Damit wurde den wachsenden Anforderungen in Produktion, Technik und Entwicklung maßvoll Rechnung getragen. Unterstützt wurde die Produktion zusätzlich durch 75 Leiharbeitskräfte (Stichtag 31.12.2006). Diese stellten in der schwer planbaren Ausbau- und Erweiterungsphase die Produktivität mit einem Höchstmaß an Flexibilität sicher. So konnte kurzfristig reagiert werden, wenn Anlagen während der Inbetriebnahme Auslastungstests oder umgekehrt Nachbesserungen unterzogen werden mussten. Schwerpunkt des Einsatzes der zusätzlichen Leiharbeitskräfte war die manuelle Überbrückung von noch nicht funktionierenden vollautomatischen Handhabungs- oder Transportsystemen.

Im Zuge der Überarbeitung der Organisationsstruktur gaben die Geschäftsführer die kommissarische Leitung der Bereiche Verwaltung bzw. Produktion ab. Zum Verwaltungsleiter wurde Herr Ehrmann, bislang Assistent der Geschäftsführung, ernannt. Für die Produktionsleitung konnte mit Herrn Kubitz eine erfahrene Führungskraft aus der Elektronikindustrie gewonnen werden. Der Bereich Technik wurde um zwei Ingenieure für Facility- bzw. Automatisierungstechnik verstärkt. Im Bereich Technologie unterstützen zusätzlich vier Technologen bzw. Techniker die Prozessoptimierung und Produktentwicklung. Insbesondere in den beiden letzt genannten Bereichen macht sich eine Verknappung entsprechend qualifizierter und erfahrener Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die aktive Personalentwicklung wird deshalb weiter verstärkt.

Der Krankenstand lag kumuliert bei 2,43 % und damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Chancen und Risiken zukünftiger Entwicklung

Im Jahr 2007 sind alle Produktionserweiterungen zunächst abgeschlossen und die Produktivität wird eine Konsolidierung erfahren. Um die Produktivität in der Fertigung weiter zu verbessern, sind technische Änderungen an zwei Siebdrucklinien für das erste Halbjahr geplant.

Durch die Einbindung in den vertikal integrierten SolarWorld-Konzern unterliegt die Gesellschaft keinen nennenswerten Ausfall- und Preisänderungsrisiken. Insbesondere die Versorgung mit Wafern ist über Lieferungen durch die Deutsche Solar AG gesichert. Liquiditätsrisiken werden nur im allgemeinen Produktionsausfallrisiko gesehen.

 

gez. Dr. Ralf Lüdemann, Geschäftsführer

Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006

Deutsche Cell GmbH, Freiberg/Sachsen

AKTIVA

  31.12.2006 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   658.661,69   183.061,57
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.363.842,84   4.669.194,25  
2. technische Anlagen und Maschinen 58.498.345,34   31.613.895,08  
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.027,41   460.416,16  
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164.714,87 64.570.930,46 429.358,01 37.172.863,50
    65.229.592,15   37.355.925,07
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.288.500,79   1.276.570,81  
2. unfertige Erzeugnisse 1.301.094,31   6.401.338,27  
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.825.657,83   3.084.834,95  
4. geleistete Anzahlungen 4.200.000,00 24.615.252,93 0,00 10.762.744,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.419.312,80   690.080,21  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.844.525,54   7.467.314,61  
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.214.396,30 12.478.234,64 0,00 8.157.394,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.939.372,58   9.115.530,52
    40.032.860,15   28.035.669,37
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   70.633,60   75.203,20
    105.333.085,90   65.466.797,64

PASSIVA

       
  31.12.2006 Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital 15.300.000,00   8.000.000,00  
II. Gewinnvortrag 8.638.224,56   4.019.716,46  
III. Jahresüberschuss 15.307.357,44 39.245.582,00 4.618.508,10 16.638.224,56
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND -ZULAGEN   14.274.024,76   16.526.019,91
C. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Steuerrückstellungen 6.492.383,00   1.305.000,12  
2. sonstige Rückstellungen 1.498.755,25 7.991.138,25 861.958,76 2.166.958,88
D. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.507.793,00   14.290.225,00  
2. erhaltene Anzahlung auf Bestellung 0,00   38.886,86  
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.115.492,25   609.479,80  
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.320.459,23   14.512.578,24  
5. sonstige Verbindlichkeiten 878.596,41   684.424,39  
davon aus Steuern EUR 134.239,00 (Vorjahr: EUR 133.649,00)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 102.026,00 (Vorjahr: EUR 72.339,00)   43.822.340,89   30.135.594,29
    105.333.085,90   65.466.797,64

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006

Deutsche Cell GmbH, Freiberg/Sachsen

  2006
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 134.758.429,71 62.236.415,98
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.371.999,20 6.976.433,47
3. sonstige betriebliche Erträge 5.131.786,33 3.099.786,43
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 92.168.095,95 49.973.576,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.301.900,02 1.013.662,68
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 3.509.153,00 2.724.266,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 508.397,33 429.902,60
6. Abschreibungen    
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.127.734,89 4.774.253,26
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.018.406,89 4.572.865,84
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125.040,64 113.014,84
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.832.628,61 1.975.377,93
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24.176.940,79 6.961.745,50
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.863.039,75 2.336.986,80
12. sonstige Steuern 6.543,60 6.250,60
13. Jahresüberschuss 15.307.357,44 4.618.508,10

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006

Deutsche Cell GmbH, Freiberg/Sachsen

I. Allgemein

Der Jahresabschluss der Deutsche Cell GmbH entspricht in Ansatz und Bewertung den gesetzlichen Grundlagen.

Die Aufstellung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gliederung ist gemäß § 265 Abs. 5 erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich entsprechend § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Zugänge zu Sachanlagen werden linear , bewegliche Anlagegüter werden im Rahmen der Regelung des § 7 Abs. 2 Satz 3 EStG degressiv abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe grundsätzlich mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten und die Erzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen. Niedrigere Marktpreise, verminderte Verwertbarkeit sowie das allgemeine Vorratsrisiko werden durch Abschreibungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Abschläge wegen erkennbarer Ausfälle berücksichtigt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen enthält die noch nicht ertragswirksam gewordenen Zuwendungen. Er wird kongruent zur Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt.

III. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Buchungstag oder mit dem niedrigerem Kurs (Forderungen) bzw. höheren Kurs (Verbindlichkeiten) am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2006
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.036.108,74 82.628,26 609.864,96 5.957,12 1.722.644,84
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.084.099,66 3.221,00 862.911,11 0,00 5.950.231,77
2. technische Anlagen und Maschinen 42.096.334,73 46.610,89 33.296.539,87 0,00 75.439.485,49
3. andere Anlagen, Belriebs- und Geschäftsausstattung 1.064.374,97 165.643,98 200.439,89 92.166,78 1.338.292,06
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 429.358,01 34.705.112,69 -34.969.755,83 0,00 164.714,87
  48.674.167,37 34.920.588,56 -609.864,96 92.166,78 82.892.724,19
  49.710.276,11 35.003.216,82 0,00 98.123,90 84.615.369,03
  Abschreibungen
Stand 1.1.2006
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 853.047,17 216.893,10 5.957,12 1.063.983,15
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 414.905,41 171.483,52 0,00 586.388,93
2. technische Anlagen und Maschinen 10.482.439,65 6.458.700,50 0,00 16.941.140,15
3. andere Anlagen, Belriebs- und Geschäftsausstattung 603.958,81 280.657,77 90.351,93 794.264,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.501.303,87 6.910.841,79 90.351,93 18.321.793,73
  12.354.351,04 7.127.734,89 96.309,05 19.385.776,88
  Restbuchwerte
Stand 31.12.2006
EUR
Stand Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 658.661,69 183.061,57
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.363.842,84 4.669.194,25
2. technische Anlagen und Maschinen 58.498.345,34 31.613.895,08
3. andere Anlagen, Belriebs- und Geschäftsausstattung 544.027,41 460.416,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164.714,87 429.358,01
  64.570.930,46 37.172.863,50
  65.229.592,15 37.355.925,07

2. Vorräte

  31.12.2006
EUR
Vorjahr
EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.288.501 1.276.571
unfertige Erzeugnisse 1.301.094 6.401.338
fertige Erzeugnisse und Waren 5.825.658 3.084.835
Geleistete Anzahlungen 4.200.000 0,00
  24.615.253 10.762.744

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2006 TEUR 15.300 (Vorjahr: TEUR 8.000). Durch die einzige Gesellschafterin, die SolarWorld AG, Bonn, wurde im Jahr 2006 beschlossen, das Stammkapital um TEUR 7.300 zu erhöhen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte zum 19. Dezember 2006.

5. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen

Der Sonderposten (EUR 14.274.025) enthält Beträge, die im Rahmen des regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Freistaates Sachsen (EUR 7.249.811) und des Investitionszulagengesetzes (EUR 7.024.214) gewährt wurden.

6. Sonstige Rückstellungen

Die wesentlichsten Posten innerhalb der sonstigen Rückstellungen (EUR 1.498.755) sind die Rückstellungen, für Personalaufwendungen (EUR 1.026.627) und für Reklamationen (EUR 250.000).

7. Verbindlichkeiten

  Gesamtbetrag 31.12.2006
EUR
davon mit einer Restlaufzeit davon besichert
EUR
Art und Form der Sicherheit Restlaufzeit bis 1 Jahr Vorjahr
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.507.793 10.598.461 19.242.672 2.666.660 14.290.225 Grundschuld 2.858.225
erhaltene Anzahlungen auf Bestellung 0 0 0 0     38.887
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.115.492 2.115.492 0 0   branchenübl. Eigentumsvorbehalte 609.480
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.320.459 8.320.459 0 0     14.512.578
sonstige Verbindlichkeiten 878.596 197.156 681.440 0     332.523
  43.822.340 21.231.568 19.924.112 2.666.660     18.351.693

8. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Gesellschaft hat zur Finanzierung des Ausbaues der Zellfertigung Kredite unter der Konsortialführung durch die IKB, Düsseldorf, aufgenommen. Zum Stichtag belaufen sich die Verbindlichkeiten auf TEUR 32.508. Im Berichtsjahr wurden Darlehen in Höhe von TEUR 27.000 gezogen und um TEUR 8.856 getilgt. Die Laufzeit des Kreditvertrages endet am 31. Dezember 2012.

9. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 8.320.459 (Vorjahr: EUR 14.512.578). Der Betrag betrifft ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (Vorjahr: EUR 5.722,582).

10. Sonstige Verbindlichkeiten

  31.12.2006
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten Lohn/Gehalt 152.715 125.131
Verbindlichkeiten GOMAB 681.440 351.901
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 10.202 72.339
Verbindlichkeiten aus Steuern 34.239 29.888
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 0 103.761
übrige Verbindlichkeiten 0 1.404
  878.596 684.424

11. Haftungsverhältnisse

Für die Verbindlichkeiten der Solar Factory GmbH gegenüber dem von der IKB AG geführten Konsortium von Darlehensgebern haftet die Gesellschaft aus der Sicherungsübereignung von Sachanlagen und Vorräten sowie durch die Einräumung einer Grundschuld von TEUR 24.000. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Stichtag mit TEUR 11.800.

12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.757 (Vorjahr: TEUR 40.479). Diese Verpflichtungen betreffen Mietverpflichtungen (TEUR 1.129), Dienstleistungsabnahmeverpflichtungen (TEUR 163) sowie ausgelöste Bestellungen für Investitionen (TEUR 465).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt auf:

  2006
EUR
Vorjahr
EUR
Bundesrepublik Deutschland 90.468.326 39.777.051
übriges Europa 31.880.922 21.687.184
sonstige 12.409.182 772.181
  134.758.430 62.236.416

Ein Teilbetrag in Höhe von EUR 117.260.428 betrifft Umsätze mit verbundenen Unternehmen.

2. sonstige betriebliche Erträge

  31.12.2006
EUR
Vorjahr
EUR
Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen 2.264.671 1.782.271
Erlöse Zellschrottveräußerung 1.159.731 673.923
Erlöse aus Vertragsstrafen 1.182.300 0
Zuschüsse für Forschungsvorhaben 300.762 550.635
übrige betriebliche Erträge 224.322 92.957
  5.131.786 3.099.786

3. Materialaufwand

  2006
EUR
Vorjahr
EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 92.168.096 49.973.577
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.301.900 1.013.662
  93.469.996 50.987.239

4. Personalaufwand

  2006
EUR
Vorjahr
EUR
Löhne und Gehälter 3.509.153 2.724.266
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 508.397 429.903
davon für Altersversorgung EUR 234.132 (Vorjahr: EUR 203.140)    
  4.017.550 3.154.169

5. sonstige betriebliche Aufwendungen

  2006
EUR
Vorjahr
EUR
Aufwendungen für Instandhaltung 1.225.770 1.008.940
Aufwendungen für Personal- und sonstige Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen 1.625.025 1.475.844
Aufwendungen für Personal- und sonstige Dienstleistungen von Fremden 2.516.533 1.492.996
übrige betriebliche Aufwendungen 1.651.079 595.086
  7.018.407 4.572.866

6. Zinsergebnis

  2006
EUR
Vorjahr
EUR
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125.041 113.015
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 (Vorjahr: EUR 18.870)    
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.832.629 -1.975.378
davon an verbundene Unternehmen EUR 346.750 (Vorjahr: EUR 365.000)    
  -1.707.588 -1.862.363

7. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraumes beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:

  2006
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
Produktion 71 62
Verwaltung 4 4
  75 66

8. Mitglieder der Geschäftsführung

Dipl.-Ing. Boris Klebensberger, Bonn

Dr. Ralf Lüdemann, Dresden

9. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleiben unter Hinweis auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB.

10. Konzernmutter

Das Mutterunternehmen SolarWorld AG mit Sitz in Bonn stellt einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser wird beim Handelsregister in Bonn (HRB 8319) hinterlegt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Freiberg/Sachsen, den 6. März 2007

Deutsche Cell GmbH

gez. Dr. Lüdemann, Geschäftsführer

gez. Klebensberger, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Deutsche Cell GmbH, Freiberg/Sachsen

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Deutsche Cell GmbH, Freiberg/Sachsen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftervertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs-legungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bonn, den 6. März 2007

BDO Deutsche Warentreuhand
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schäfer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Lubitz, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Unter Verzicht auf sämtliche Form- und Ladungsfristen treten die Gesellschafter der Deutsche Cell GmbH zusammen und beschließen Folgendes:

Der Jahresabschluss 2006 wird mit einer Bilanzsumme von 105.333.085,90 € und einem Jahresüberschuss von 15.307.357,44 € festgestellt.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Geschäftsführung wird Entlastung für das Geschäftsjahr 2006 erteilt.

Der BDO Warentreuhand AG, Potsdamer Platz 5, in 53119 Bonn, wird zum Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2007 bestellt.

 

Frank H. Asbeck, Vertreter der Gesellschafter

Dr. Ralf Lüdemann, Vertreter der Gesellschaft

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