Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 1712
Vorher
Mugler Druck-Service GmbHMugler Druck GmbH
Eingetragen
15.1.1991
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von BöttcherwarenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Entwurf und Herstellung von Verpackungen und sonstigen Druckerzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Sanen
seit 17.1.2020
Geschäftsführer
Ulli Mugler
seit 11.2.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Ulli Mugler
Chemnitz
1.800.000 €
90.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mugler Masterpack GmbH

Hohenstein-Ernstthal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Die Aufstellung des Lageberichts der Mugler Masterpack GmbH erfolgte gemäß § 289 HGB.

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Mugler Masterpack GmbH (nachfolgend auch "Mugler Masterpack") wurde am 30. Juni 1990 gegründet. Satzungsgemäß hat sie ihren Sitz in Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Mugler Masterpack insgesamt 232,3 Mitarbeitende, davon 5,1 Auszubildende (Vorjahr: 246,2 Mitarbeitende, davon 6,6 Auszubildende).

A.1 Geschäftsmodell

Das Unternehmen hatte sich bereits seit seiner Gründung auf die Verpackungsherstellung für die Textilbranche, speziell auf Faltschachteln und Faltschachtelzuschnitte spezialisiert. Heute beliefert Mugler Masterpack branchenübergreifend Produkt- und Verkaufsverpackungen aus Karton/Vollpappe, sowie gefalzte Verpackungsbeilagen aus Papier.

Zu den Hauptkunden zählen heute deutsche Markenartikler und Privat-Labelanbieter aus den Branchen Lebensmittel, Hygiene und Pharmazie.

Das Unternehmen ist an den Produktionsstandorten am Firmensitz in Hohenstein-Ernstthal sowie der Betriebsstätte in Crimmitschau tätig.

A.2 Strategie

Die Strategie der Mugler Masterpack zielt darauf ab, den Unternehmenswert durch profitables Wachstum langfristig zu steigern. Die Basis dieser Strategie bilden Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Auftragsbearbeitung, höchste Ansprüche an die Qualität der Produkte, die Nutzung neuester Technologien und ein Rundumservice für die Kunden.

A.3 Compliance

Die Einhaltung geltender Gesetze, unternehmensinterner Richtlinien sowie ethischer Standards ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Mugler Masterpack GmbH. Die Geschäftsführung der Mugler Masterpack hat unternehmensweit gültige Verhaltensgrundsätze aufgestellt und allen im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern bekannt gegeben. Die Verhaltensgrundsätze sind verbindlicher Maßstab für das Handeln sowie Verpflichtung und Schutz aller Mitarbeiter zugleich.

B. Wirtschaftsbericht

B. 1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die WirtschaftsIeistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Hauptursache für die Entwicklung liegt in der Tatsache, dass die deutsche Wirtschaft gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen IndustrieanteiI an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging.

Entwicklung der Branche

Wir blicken auf ein schwieriges Jahr 2023 hinsichtlich Produktionsvolumen und -wert zurück. Nachdem 2021 und 2022 "zwei sehr gute Jahre" für die Branche waren, konfrontierten eine zunehmende Inflation, ein Nachfragerückgang sowie steigende Preise und der Abbau von Lagerbeständen in der gesamten Supply Chain die deutsche Faltschachtelindustrie im vergangenen Jahr,

Das Produktionsvolumen ging im Jahr 2023 infolgedessen um 6,2 % auf insgesamt 519.795 t zurück. Gleichzeitig stieg der Produktionswert um 2,3 % auf 1,47 Mrd €. Diese Steigerung erklärt sich vor allem damit, dass höhere Grundkosten für Rohmaterialien, Energie und Fracht durch die Faltschachtelproduzenten in der Lieferkette weitergegeben werden konnten. Im Schnitt hat sich der rechnerische Produktionswert einer Faltschachtel um 8,3 % verteuert.

Basierend darauf, geht der Verband für die gesamte Faltschachtelindustrie den Ausführungen zufolge von einem vergleichbaren Volumenrückgang von über 5 % und einer Produktionswertsteigerung von rund 2 % aus. Der Lagerabbau habe sich mittlerweile stabilisiert. Man geht für das Jahr 2024 von einer stabilen Seitwärtsbewegung aus.

Die wirtschaftliche Gesamtsituation hat auch vor der Faltschachtel-Industrie nicht Halt gemacht, die Nachfrage ist gesunken.

B.2 Geschäftsverlauf Entwicklung des Unternehmens

Im Verlauf des Berichtsjahres konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich außerordentlich um etwa 1,76 % gesteigert werden.

Das Geschäftsjahr 2023 konnte trotz der Herausforderungen, begründet vor allem durch einem Nachfragerückgang ab dem 2. Quartal, positiv abgeschlossen werden. Das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr fiel sogar deutlich besser aus.

Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 2.130,0 rund TEUR 898,6 und damit ca. 73,0 % über dem Vorjahresergebnis. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Umsatzwachstum um 2,95 % gesunken, Das Rohergebnis erhöhte sich um 7,2 % auf TEUR 27.218,8.

Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahr um 73,2 % auf TEUR 3.285,5 erhöht, die EBIT-Marge hat sich aufgrund der Kostenstruktur um 78,8 % auf 5,5 % erhöht. Die Umsatzrendite beläuft sich auf 3,5 % (Vorjahr: 2,1 %).

Der zum Jahresanfang 2023 noch hohe Auftragsbestand führte zu einer guten Auslastung der Kapazitäten bis in den Sommer hinein, welche jedoch ab Mitte August deutlich abfiel. Mit entsprechenden Maßnahmen wie der Freisetzung von Zeitarbeitskräften, sowie einer 2-monatigen Phase geringfügiger Kurzarbeit (ca. 15%) für weite Teile der Stammbelegschaft wurde auf diese Marktsituation reagiert. Der Personalaufwand hat sich trotz gesunkener VBE gegenüber dem Vorjahr relativ um 5,5 % und absolut um TEUR 586,8 erhöht, was unter anderem auf eine Modernisierung der Entgeltpolitik und die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie zugunsten der Mitarbeitenden zurückzuführen ist.

Zusammengefasst hat sich die Mugler Masterpack in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage sowie den branchenübergreifenden Herausforderungen konstant entwickelt und konnte sich gegenüber anderen Marktteilnehmern behaupten.

Auch in 2023 erwies sich das Geschäftsmodell der Mugler Masterpack als robust. Die Nachfrage für Lebensmittel-, Hygiene und Konsumgüterverpackungen vor allem im Segment Privat Label, im dem die Kunden von Mugler Masterpack stark vertreten sind, brach erst später und weniger stark ein als das klassische Markengeschäft.

B.3 Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Mugler Masterpack hat sich im Geschäftsjahr 2023 in der Gesamtbetrachtung positiv entwickelt.

Wesentliche Leistungsindikatoren sind das erzielte Jahresergebnis, d.h. das Ergebnis nach Steuern sowie die Umsatzerlöse. Die zu Beginn des Geschäftsjahres avisierte Planung hinsichtlich der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses wurde deutlich übererfüllt. Die Umsatzerlöse sind trotz sinkender Inflation um TEUR 1.044,3 gestiegen. Das Jahresergebnis liegt mit TEUR 898,6 deutlich über dem Vorjahresniveau.

B.3.1 Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Delta
TEUR
Umsatzerlöse 60.314 59.269 1.044
- davon Inland 58.662 57.448 1.214
- davon Innergemeinschaftlich 1.489 1.694 -205
- davon übriges Ausland 163 127 36
Rohergebnis 27.219 25.400 1.819
Rohergebnis in % 45,1 42,9 2,3
Operatives Ergebnis (EBITDA) 7.539 6.723 817
EBITDA-Marge in % 12,56 10,85 1,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 3.286 1.897 1.388
EBIT-Marge in % 5,5 3,1 2,4
Finanzergebnis -164 -138 -27
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.050 1.752 1.298
EBT-Marge in % 5,1 2,83 2,3
Ertragsteuern 920 521 399
Ergebnis nach Steuern 2.153 1.250 902
Eigenkapitalrentabilität in % 8 5 3,0
Cashflow 6.300 6.005 296
Cashflow-Marge in % 10,4 10,1

Der Umsatz hat sich um TEUR 1.045 auf TEUR 60.314 (Vorjahr: TEUR 59.269) erhöht. Dies entspricht einem Anstieg um 1,76 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Eigenkapitalrendite hat sich um 3,0% auf 8,0 % (Vorjahr: 5 %) erhöht und liegt damit weit über dem Kapitalmarktzins für langfristige Geldanlagen.

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 27.219 (Vorjahr: TEUR 25.400) erhöht und sich im Verhältnis zum Umsatz um ca. 2,2 %-Punkte gesteigert.

Das operative Ergebnis ist durch den Jahresüberschuss geprägt.

Die durchschnittliche Leistung pro Beschäftigten (232,3 gem. § 267 Abs. 5 HGB abzgl. Auszubildende = 227,2; Vorjahr: 239,6) hat sich um TEUR 13 auf TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 252) erhöht. Dabei wurden pro EUR 100,00 Personalkosten EUR 538 Umsatzerlöse (Vorjahr: EUR 557) erzielt.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 26,6 verschlechtert. Insbesondere die Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten sind um TEUR 90,4 gestiegen.

Der Cashflow hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 295,5 erhöht; während die Pensionsrückstellung auf Grund der Inanspruchnahme in Höhe von TEUR 83 weiter aufgelöst wurde, sind die Abschreibungen um TEUR 572 gesunken. Die Erhöhung des Cashflows resultiert damit hauptsächlich aus dem gestiegenen Jahresergebnis

Zusammengefasst kann die Ertragslage der Mugler Masterpack als stabil eingeschätzt werden.

B.3.2 Finanzlage Grundsätze und Ziele des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagement

Die Geschäftsführung verfolgt das finanzpolitische Ziel, die finanzielle Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten und jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft erfüllen zu können. Grundlage für die Liquiditätssicherung sind die jährliche Finanzplanung sowie die laufende Überprüfung des Liquiditätsstatus unter Berücksichtigung der täglich aktualisierten Daten zu Aufträgen, Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beliefen sich die liquiden Mittel auf TEUR 6.089,3 (Vorjahr: TEUR 774,5). Diese enthielten den Kassenbestand und die Bankguthaben. Die Steigerung resultiert hauptsächlich aus der Kapitalfreisetzung durch den Abbau von Lagerbeständen.

Das Unternehmen verfügt unverändert zum Vorjahr über fest zugesagte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 2.000.

Analyse der Kapitalflussrechnung

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 8.518 2.554
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.596 -1.450
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -302 -1.001
Veränderung Zahlungsmittelfonds 4.620 103
Zahlungsmittelfonds am 01.01. 469 366
Zahlungsmittelfonds am 31.12. 5.089 469

Die nach der indirekten Methode auf Grundlage des Deutschen Rechnungslegungs Standards 21 (DRS 21) erstellte Kapitalflussrechnung gibt einen Überblick über die Herkunft und Verwendung der finanziellen Mittel sowie die Veränderung des Finanzmittelfonds.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr ein Finanzmittelzufluss in Höhe von TEUR 8.518 nach TEUR 2.554 im Vorjahr. Dieser ist im Wesentlichen geprägt durch die hohen Abschreibungen.

Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 3.596 gegenüber einem Mittelabfluss von TEUR 1.450 im Vorjahr.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 1.001). Dieser war im Wesentlichen durch die planmäßige Tilgung von Krediten geprägt.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und, soweit durch Lieferanten angeboten, innerhalb der Skontofristen ausgeglichen.

B.3.3 Vermögenslage

Die Analyse der Bilanzstruktur zeigt folgende Übersicht:

2023 2022 Delta
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 25.870 58 25.682 60 188 0,7
Umlaufvermögen 18.625 42 16.752 39 1.872 11,2
davon Liquide Mittel 6.089 14 775 2 5.315 686,2
Übrige Aktiva 29 0 25 0 5 19,2
Eigenkapital 26.576 60 24.446 58 2.130 8,7
Sonderposten 1.181 3 1.257 3 -76 -6,0
Rückstellungen 2.791 6 1.856 4 935 50,4
- davon Steuerrückstellungen 1.125 3 99 0 1.026 1.039,3
langfristige Verbindlichkeiten 7.126 16 7.684 18 -558 -7,3
kurzfristige Verbindlichkeiten 5.764 13 5.759 14 4 0,1
Übrige Passiva 1.086 2 1.456 3 -370 -25,4
Bilanzsumme 44.524 100 42.459 100 2.065 4,9
statische Verschuldung 0,5 0,6

Die Bilanzsumme hat sich relativ um 4,86 % und absolut um TEUR 2.065 auf TEUR 44.524 (Vorjahr: TEUR 42.459) erhöht. Im Umlaufvermögen haben sich die flüssigen Mittel auf 6.089 (+ TEUR 5.315) um 686 % deutlich erhöht. Geringfügig erhöht hat sich das Anlagevermögen auf Grund laufender Investitionen bzw. geleisteter Anzahlungen auf TEUR 25.870.

Die Vermögensstruktur hat sich im unmittelbaren Vergleich zum Vorjahr auf Grund des Aufbaus der liquiden Mittel zugunsten des Umlaufvermögens verschoben, auch wenn das Anlagevermögen mit 58 % (Vorjahr: 60 %) nach wie vor den Großteil der Aktiva ausmacht. Das Anlagevermögen ist zu über 100 % durch Eigenkapital gedeckt.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital deutlich erhöht, während sich die Summe der Verbindlichkeiten, insbesondere die langfristigen Verbindlichkeiten, verringert haben.

Die Steuerrückstellungen beinhalten zum Einen die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern und zum Anderen folgende Steuernachzahlungen. In 2024 fand eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2020 bis 2022 statt. Durch abweichende Bilanzansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz werden sich die festgesetzten Steuernachzahlungen voraussichtlich in den folgenden 3 Geschäftsjahren ausgleichen.

Das Eigenkapital hat sich insbesondere auf Grund des Jahresüberschusses um TEUR 2.139 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich um 2 %-Punkte auf 60 % (Vorjahr: 58 %) erhöht. Die Mugler Masterpack liegt damit weiterhin noch deutlich über der durchschnittlichen Eigenkapitalquote aller Unternehmen in Deutschland in Höhe von 33 % (Stand 12/2023 lt. Deutsche Bundesbank für 2022).

Das Eigenkapital und die langfristigen Verbindlichkeiten decken das langfristige Anlagevermögen. Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft ist solide. Das Unternehmen ist fristenkongruent finanziert.

Der statische Verschuldungsgrad zeigt die Relation zwischen Eigen- und Fremdkapital und gibt damit Auskunft über die Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Die betriebswirtschaftliche Literatur empfiehlt einen statischen Verschuldungsgrad von maximal 2,0. Die statische Verschuldung liegt bei 0,5 (Vorjahr: 0,6).

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
langfristige Finanzschulden 7.126 7.684 -558 -7,26
kurzfristige Finanzschulden 1.275 1.459 -184 -12,61
Finanzverschuldung 8.401 9.143 -742 -8,12
Zahlungsmittelfonds 6.089 774 5.315 686,69
Nettoverschuldung 2.312 8.369 -6.057 -72,37

Die Nettoverschuldung der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz einer Neufinanzierung um TEUR 558 verringert. Durch die planmäßige Tilgung von Finanzschulden, welche die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie alle in den restlichen Verbindlichkeiten enthaltenen verzinslichen Anteile berücksichtigen, konnte die Finanzverschuldung dennoch um gute 8 Prozentpunkte reduziert werden. Die Nettoverschuldung ist auf Grund des deutlichen Liquiditätszuwachses um TEUR 6.057 gesunken.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit in 2023 fokussierte sich auf den Ausbau der Automatisierung der Abteilung Kleberei und Transportverpackung am Standort Crimmitschau. Vorhandene Faltklebelinien wurden entsprechend mit neuen leistungsfähigeren Aggregaten für die Zuführung der Zuschnittrohlinge in die Linie sowie die Befüllung der fertig gefalteten und verklebten Faltschachtel in Umkartons und deren Zuführlogistik erweitert. Darüber hinaus wurden alle Klebelinien an ein intelligentes Abtransportsystem angebunden, welches die befüllten Umkartons anschließend mithilfe von Portalkranrobotern auf entsprechende Versandpaletten stapelt, um diese dann final durch Schrumpffolien- und Umreifungsautomaten fertig etikettiert und verladefertig auszuschleußen. Daneben wurde eine Anlage für das sequenzielle Sortieren von verschiedenen Druckbildern - speziell für die Anforderungen der Tissuebranche - am Standort Wüstenbrand investiert und in Betrieb genommen.

Personal

Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 13,9 auf durchschnittlich 232,3 Arbeitnehmer verringert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass befristete Arbeitsverhältnisse aus quantitativen Erwägungen auch im Zusammenhang mit der Unterauslastung im 2. Halbjahr nicht verlängert wurden.

Der Großteil der Belegschaft ist in den produktiven Bereichen beschäftigt.

Aufgrund der weiterhin angespannten Situation am Arbeitsmarkt sowie steigender Personalkosten verfolgt Mugler Masterpack die Strategie, sukzessive die Arbeitskräfte für einfache manuelle Tätigkeiten durch den Einsatz von Roboter- und Automatisierungstechnik zu kompensieren. Mittel- und langfristig sieht das Unternehmen einen sinkenden Bedarf an niedrig qualifizierten Arbeitskräften, jedoch einen höheren Bedarf an höher qualifizierten Spezialisten. Neben der Neurekrutierung von Fachkräften bzw. zur Umschulung geeigneten Branchenfremden wird die interne Qualifizierung des Stammpersonals bei entsprechenden persönlichen Voraussetzungen angestrebt.

Qualitätssicherung

Im Berichtsjahr wurden die Rezertifizierung des Qualitätsmanagementsystems DIN ISO 9001:2105 sowie die Rezertifizierung im Lebensmittelbereich in Form des BRCGS für Verpackung und ebenso der Energienorm DIN ISO 50001 für beide Standorte Hohenstein-Ernstthal und Crimmitschau erfolgreich realisiert. Die BRCGS-Zertifizierung konnte mit der Note AA+ abgeschlossen werden.

Weiterhin wurde mit Erfolg ein Gruppenauditabschluss in Form eines Reaudits im Bereich der FSC- und PEFC-Produktkettennachweise ("Chain of Custody") erreicht.

B.3.4 Wirtschaftliche Lage - Zusammenfassung

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch die Herausforderungen einer sich abschwächenden Konjunktur sowie den Rückgang des privaten Konsums aufgrund einer noch immer hohen Inflationsrate geprägt. Dies hat sich in der Gesamtbetrachtung auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mugler Masterpack ausgewirkt.

Mit Hilfe von aktiven unternehmerischen und beschäftigungssichernden Gegensteuerungsmaßnahmen ist es der Gesellschaft gelungen, auf Basis einer soliden Ertragslage die angepassten Erwartungen an die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres zu erfüllen.

Die Rückführung der Verschuldung, stetige Investitionsmaßnahmen sowie eine sichere Liquiditätslage stellen das Fundament für eine weiterhin positive Entwicklung der Mugler Masterpack GmbH dar. Die Liquidität verbesserte sich deutlich, da die Lagerbestände während des Geschäftsjahres 2023 kontinuierlich abgebaut werden konnten.

Für das Geschäftsjahr 2024 blickt die Geschäftsführung zuversichtlich nach vorne. Nach dem kurzfristigen Einbruch der Nachfrage nach Verpackungen ab dem 2. Quartal 2023, der mit der lieferketten- und branchenübergreifenden Reduzierung von Lagerbeständen auf ein normales Vor-Corona-Niveau im Zusammenhang stand, hat sich die Nachfrage in den letzten Wochen des Jahres 2023 und Anfang 2024 wieder stabilisiert.

Der Umsatzplan 2024 wurde mit 54.135 TEUR verabschiedet, was einem Minus von ca. 5% bezogen auf dem Vorjahresplan darstellt. Diese Differenz kommt durch einen reduzierten Materialanteil aufgrund der sich im Laufe des Jahres 2023 entspannten Preissituation beim Rohmaterialeinkauf zustande, der sich in einer Reduzierung unserer Verkaufspreise widerspiegelt.

Unsere Ergebniserwartungen aus dem operativen Geschäft für 2024 werden aufgrund der konjunkturellen Marktsituation gegenüber dem Jahr 2023 geringer ausfallen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1 Prognosebericht

Deutsche Wirtschaftsverbände gehen für das Jahr 2024 von einer schwachen Konjunkturentwicklung aus. Auch besteht das Risiko von einer negativen Beeinflussung des Arbeitsmarktes, da eine wachsende Zahl von Branchen trotz der weiterhin schwierigen Fachkräftesituation nicht mehr an der bestehenden Belegschaft festhalten können. Zwar haben sich die Materialengpässe in der deutschen Industrie deutlich entspannt, doch die Folgen der Energiekrise sind längst nicht überwunden und die nach wie vor hohe Inflation nagt an der Kaufkraft der Verbraucher. Zudem führen unter anderem die politischen Spannungen zwischen China und den westlichen Staaten dazu, dass viele Unternehmen mit ihren Investitions- und Produktionsentscheidungen zögern.

Geopolitische Krisen schwächen die globale Konjunktur, was die vielen exportorientierten Unternehmen hierzulande hart trifft. Zudem engen die hohen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre zusammen mit den gestiegenen Zinsen den finanziellen Spielraum der Firmen ein.

Zwar haben sich die ursprünglichen Annahmen einer erneuten Schrumpfung der deutschen Wirtschaft um etwa 0,5 % im 1. Quartal 2024 nicht bewahrheitet, wenngleich die neue korrigierte Einschätzung von einem Miniwachstum von +0,2 % nicht wirklich Grund für Entwarnung gibt.

Für Mugler Masterpack war das Jahr 2023 von einer Konsolidierung der Beauftragungsmengen und der Lagerbestände geprägt. Eine sich im Jahresverlauf zunehmende Verbesserung der Rohmaterialversorgung aufgrund des Nachfragerückgangs führte auch zu einer Entspannung der Papiereinkaufspreise, wobei andere Rohstoffe, allen voran Energie, weiterhin zu sehr hohen Bezugspreisen eingekauft werden mussten.

Im kommenden Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer Rückkehr in den klassischen Verdrängungswettbewerb am Markt, der sich aus der schwachen Konjunkturprognose ergibt. Dies wird zu preislichen Zugeständnissen führen und unseren Druck auf die Erzielung von Produktivitätssteigerungen erhöhen.

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Wir werden auch zukünftig weiterhin in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

C.2 Risikobericht

Aufgrund einer Risikostreuung auf eine große Anzahl an Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen, sowie einer unter den Restriktionen der Marktkonzentration auf Seiten der Papierindustrie noch möglichen Aufteilung des Volumens auf mehrere Lieferanten, versuchen wir unser unternehmerisches Risiko so gering wie möglich zu halten. Wir sind nicht von einzelnen Kunden abhängig, jedoch sind wir beim Einkauf des Rohmaterials auf die Versorgung durch eine begrenzte Anzahl an Lieferanten angewiesen. Allerdings verfügen diese konsolidierten Konzerne über mehrere Produktionsstandorte und somit verringert sich das substanzielle Versorgungsrisiko entsprechend. Der Umsatz unserer Top-Kunden liegt bei jeweils zwischen ca. 7,5 % und 6,7 % des Gesamtumsatzes. Der Top-Lieferant im Bereich Karton liegt bei rund 32 % des Gesamteinkaufsvolumens; die übrigen Top-Lieferanten liegen bei zwischen 11 % und 25 %. Die strategische Herausforderung besteht zukünftig darin, noch etwas ausgewogener auf die verbleibenden Konzerne aufzuteilen.

Wirtschaftliche, rechtliche und sonstige bestandsgefährdende Risiken, welche die künftige Entwicklung wesentlich beeinflussen können, werden nicht gesehen.

C.2. a Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr, dass Forderungen verspätet ausgeglichen werden bzw. teilweise oder vollständig ausfallen. Zur Begrenzung des Risikos wurde ein effektives Mahnwesen implementiert. Darüber hinaus besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einer namhaften Wirtschaftsauskunftei und Inkassodienstleisterin. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.Für das Geschäftsjahr 2023 sehen wir im Bereich unserer Kundschaft keine nennenswerten Risiken.

C.2. b Beschaffungsrisken

Für das Jahr 2024 werden keine substanziellen Beschaffungsrisiken erwartet. Durch die schwache Konjunktur bestehen in der Lieferkette ausreichend Kapazitäten, die auch kurzfristige Beschaffungen ermöglichen. Allerdings hinterfragen die Lieferanten aus wirtschaftlichen Erwägungen stetig Ihr Angebotsportfolio, was zur Streichung von Artikeln und Sorten führen kann. Die Herausforderung besteht dann darin, diese kurzfristig durch Substitute zu ersetzen. Auch besteht weiterhin das Risiko temporärer Engpässe aufgrund von Streikgefahr, vor allem im Bereich der Logistik.

C.2. c Produkt- und Produktionsrisiken

Im Rahmen des Risikomanagementsystems finden regelmäßig Analysegespräche zwischen der Geschäftsführung und den Produktverantwortlichen statt. Dabei werden notwendige Schritte in die Wege geleitet und betreut.

C.2. d Ertragsrisiken

Im Rahmen des Berichtswesens werden monatlich betriebswirtschaftliche Auswertungen erstellt. Gleichzeitig gibt das Finanzcontrolling regelmäßig eine Einschätzung zur aktuellen Geschäftsentwicklung und zum voraussichtlichen Jahresergebnis ab.

Die Planungsrechnungen sind jeweils auf einen Zeitraum von einem Jahr ausgerichtet.

C.2. e Finanzrisiken

Auf Grund der stabilen Ertragslage, der Eigenkapitalsituation und der Ausstattung mit liquiden Mitteln sind Liquiditätsrisiken derzeitig nicht erkennbar. Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt aus Eigenmitteln und durch Bankfinanzierung.

C.2. f Währungsrisiken

Schwerpunkt der Leistungserbringung der Mugler Masterpack ist in Deutschland sowie in Europa. Die Fakturierung der erbrachten Leistungen erfolgt in EUR, wodurch Währungsrisiken ausgeschlossen sind.

C.2. g Personalrisiken

Einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und die Erreichung der strategischen Ziele der Mugler Masterpack haben das Engagement und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Dem wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften begegnen wir unter anderem durch die bestehenden Ausbildungsverhältnisse sowie die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. So haben wir 2023 insgesamt TEUR 20,1 (Vorjahr: TEUR 13,5) in die Fortbildung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter investiert. Ein jährlicher Schulungsplan sichert Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Ein wesentliches Risiko besteht in der Fluktuation von gut qualifizierten Fach- und Führungskräften sowie den steigenden Personalkosten aufgrund der Anhebung des Mindestlohns. Dem wollen wir durch eine Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber und geeigneten Angeboten für die Mitarbeitenden entgegenwirken. Kurzfristiger Personalbedarf wird auch in Zukunft durch den Einsatz von Zeitarbeitsfirmen abgedeckt werden können. Die Anzahl der Bewerber für eine duale Berufsausbildung in unseren Produktionsberufen ist wie auch im Vorjahr weiterhin gering und geht damit mit dem Branchentrend einher. Daher möchten wir zukünftig unsere Aktivitäten nicht nur auf dem heimischen Arbeitsmarkt konzentrieren, sondern auch im Ausland Menschen für eine Berufsausbildung bei uns in Deutschland rekrutieren. Eine Chance sehen wir perspektivisch in einer gewissen Verfügbarkeit von gewerblichen Arbeitskräften, die bei anderen regionalen - jedoch branchenfremden - Unternehmen aufgrund konjunktureller und struktureller Gründe freigesetzt wurden oder noch werden. Die Herausforderung, welche die Einstellung von Quereinsteigern mit sich bringt, liegt in einer längeren Qualifizierungsphase, speziell bei ausländischen Arbeitskräften oft einhergehend mit anfänglichen Sprachbarrieren. Dies bedingt Mehranstrengungen im Bereich der Qualitätssicherung und der Mitarbeiterführung, um unsere strategischen Unternehmensziele zu erreichen.

C.2. h Zinsänderungsrisiken

Aus den aktuell bestehenden langfristigen Darlehen ergeben sich keine Zinsänderungsrisiken.

C.3 Chancenbericht

Wir begegnen im Rahmen der Geschäftstätigkeit auf unseren Märkten verschiedenen Risiken und Chancen. So basiert jede unserer unternehmerischen Entscheidungen auf der bewussten Abwägung zwischen den damit verbundenen Chancen und Risiken.

Ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens und den Ausbau unserer Marktposition ist das Erkennen und Nutzen der sich in dem dynamischen Marktumfeld ergebenden Chancen.

Dabei sehen wir unsere Stärken vor allem in der Flexibilität, uns auf neue Rahmenbedingungen einzustellen und unsere Produktionspläne entsprechend des sich wandelnden Bedarfs anzupassen.

C.3. a Chancen durch gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Umsätze und Cashflows und damit auf unsere Ertrags- und Finanzlage. Unsere Planung für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf den Erwartungen, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend unserer Darstellungen im Prognosebericht entwickeln. Sollte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung besser als ursprünglich prognostiziert ausfallen und die Rekrutierung und Qualifizierung von Personal erfolgreich gelingen, kann sich das positiv auf unseren Umsatz und das Ergebnis auswirken und dazu führen, unsere Planungen zu übertreffen.

C.3. b Chancen durch langfristige Strategie

Die Strategie der Geschäftsführung zielt darauf ab, profitables Wachstum langfristig zu sichern. Die Basis dafür bilden Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Auftragsbearbeitung, höchste Ansprüche an die Qualität der Produkte und die Nutzung neuester Technologien. Durch die getätigten Investitionen soll ein zusätzlicher Mehrwert für die Kunden der Gesellschaft geschaffen werden. Auch weiterhin werden wir nach neuen Chancen suchen, um den Mehrwert für unsere Kunden stärker als erwartet zu steigern.

C.3. c Chancen durch Vertrieb

Durch unsere bewährte Vertriebstätigkeit wollen wir unsere Marktposition halten und ausbauen. Sollten sich die Vertriebsaktivitäten besser als derzeit erwartet entwickeln, könnte der Umsatz stärker als erwartet ausfallen.

C.3. d Chancen durch organisatorische Verbesserungen

Die weitere Optimierung unserer Geschäftsprozesse sowie die strikte Kostenkontrolle sind von hoher Bedeutung, um Profitabilität und Rendite im Unternehmen zu gewährleisten. Wir schätzen ein, dass weitere Möglichkeiten innerhalb der Mugler Masterpack zur Kostenoptimierung bestehen. Es bestehen weiterhin nicht gehobene Synergiepotenziale aus der Konsolidierung der historisch gewachsenen organisatorischen Doppelstrukturen an unseren beiden Standorten, die schrittweise in Zentralabteilungen überführt werden.

Die in 2022 begonnene und in 2023 fortgeführte Konsolidierung der Kunden- und Auftragsstruktur führt zu einem rückläufigen Beschäftigungsbedarf im Verwaltungsbereich.

Weitere Chancen sehen wir im Ausbau der digitalen Vernetzung von Maschinen und Prozessen, sowie die weitere Umsetzung unserer Automatisierungsstrategie.

D. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Unternehmen verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die wirksame und wirtschaftliche Tätigkeit des Unternehmens sicherstellen und Vermögensschädigungen verhindern bzw. aufdecken soll. Es umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen.

Im Hinblick auf das Rechnungswesen dient das interne Kontrollsystem der Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Buchführung, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss zutreffend und vollständig darzustellen.

Ein adäquates Richtlinienwesen ist eingerichtet und wird laufend ergänzt und aktualisiert.

Innerhalb des EDV-Systems bestehen entsprechende Zugriffsregelungen und ergänzende Sicherungsmaßnahmen gegenüber Cyber-Angriffen.

E. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen, verfügt die Mugler Masterpack GmbH über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Zusätzlich werden die Risiken über eine Warenkreditversicherung weitestgehend abgesichert. Außerdem arbeiten wir eng mit einem Inkassobüro zusammen. Zudem verfügen wir über ein elektronisch gesteuertes Kundenüberwachungsmodul für eine noch bessere Risikobewertung. Soweit Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Sofern eine Skontierungsmöglichkeit besteht, wird diese bei berechtigten Belastungen ausnahmslos in Anspruch genommen.

Einem Währungsrisiko ist die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgesetzt.

Die Liquiditätslage ist gut. Um Liquiditätsrisiken einschätzen zu können, wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, um die laufende Zahlungsfähigkeit unter Skontoausnutzung ständig gewährleisten zu können. Dieser Liquiditätsplan dient ebenfalls als Basis für die Geldmitteldisposition. Für unerwartete Liquiditätsengpässe stehen der Firma bei den Hausbanken eingeräumte Kreditlinien zur Verfügung.

F. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält eine weitere Betriebsstätte in Crimmitschau, Dammstraße 12a. Diese Betriebsstätte ist eine unselbstständige Niederlassung und dient Produktions- sowie auch Lagerzwecken.

 

Hohenstein-Ernstthal, den 31.10.2024

gez. Ulli Mugler, Geschäftsführer

gez. Christoph Sanen, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 25.870.319,34 25.682.307,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 109.306,00 171.873,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.423,00 116.390,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.883,00 55.483,00
II. Sachanlagen 25.760.163,14 25.509.634,58
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.939.862,37 11.117.262,37
2. technische Anlagen und Maschinen 9.351.407,67 10.375.448,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.435.139,50 3.701.914,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.033.753,60 315.008,94
III. Finanzanlagen 850,20 800,20
1. Beteiligungen 800,20 800,20
2. Genossenschaftsanteile 50,00
B. Umlaufvermögen 18.624.672,12 16.752.264,07
I. Vorräte 8.561.626,56 11.820.237,45
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.850.582,11 4.332.903,77
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 756.925,52 603.001,12
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.954.118,93 6.884.332,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.973.793,94 4.157.493,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.292.695,81 3.794.897,14
2. sonstige Vermögensgegenstände 681.098,13 362.596,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 41.085,00 41.085,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.089.251,62 774.532,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.315,04 24.592,34
Aktiva 44.524.306,50 42.459.164,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 26.576.450,38 24.446.482,90
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.175.975,52 2.175.975,52
1. andere Gewinnrücklagen 2.175.975,52 2.175.975,52
III. Gewinnvortrag 20.270.507,38 19.039.104,02
IV. Jahresüberschuss 2.129.967,48 1.231.403,36
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.180.758,30 1.256.523,30
C. Rückstellungen 2.791.275,25 1.856.452,83
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 613.838,00 696.853,83
2. Steuerrückstellungen 1.124.698,00 98.716,00
3. sonstige Rückstellungen 1.052.739,25 1.060.883,00
D. Verbindlichkeiten 12.889.740,17 13.443.652,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.576.287,64 5.406.108,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.275.358,07 1.458.844,37
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.300.929,57 3.947.264,57
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 50.559,97 121.367,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 50.559,97 121.367,02
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.262.278,54 2.630.192,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.262.278,54 2.630.192,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 590.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 590.000,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.000.614,02 4.695.984,19
davon aus Steuern 91.249,06 509.311,31
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.368,88 7.463,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.175.317,86 1.548.920,96
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.825.296,16 3.147.063,23
E. Rechnungsabgrenzungsposten 565,40 655,46
F. Passive latente Steuern 1.085.517,00 1.455.397,00
Passiva 44.524.306,50 42.459.164,19

Angaben unter der Bilanz

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen 23.169,00 108.140,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 60.313.633,47 59.269.332,81
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.776.289,23 -1.179.478,83
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.509.331,06 1.484.348,53
4. sonstige betriebliche Erträge 3.049.397,62 435.239,99
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 47,87
5. Materialaufwand 35.877.293,22 36.968.394,29
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.562.191,14 36.008.333,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.315.102,08 960.060,95
6. Personalaufwand 11.220.028,60 10.633.191,36
a) Löhne und Gehälter 9.310.449,31 8.846.588,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.909.579,29 1.786.603,16
davon für Altersversorgung 39.217,34 40.923,23
7. Abschreibungen 4.253.535,57 4.825.417,70
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.253.535,57 4.449.147,70
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 376.270,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.508.192,86 8.032.848,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 24,30
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.121,79 4.976,54
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.928,17 2.274,25
davon Erträge aus Abzinsung 3.941,75 2.274,25
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 235.488,73 145.078,20
davon an verbundene Unternehmen 4.166,67
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 920.056,61 520.604,33
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 369.880,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 264.191,00
13. Ergebnis nach Steuern 2.152.527,29 1.250.116,84
14. sonstige Steuern 22.559,81 18.713,48
15. Jahresüberschuss 2.129.967,48 1.231.403,36

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Mugler Masterpack GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in S 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Mugler Masterpack GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hohenstein-Ernstthal
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Chemnitz Abteilung B
Register-Nr.: 1712

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht direkt vergleichbar sind.

Zur Erläuterung wird ausgeführt:

In den übrigen betrieblichen Erträgen werden 1.624 TEUR Entlastungsbeträge für Strom- und Gas ausgewiesen.

Unter dem Materialaufwand werden Energiestoffe von 2.729 TEUR (Vorjahr: 702 TEUR) ausgewiesen. Der Anstieg wird mit den gestiegen Energiekosten begründet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem Ausfallrisiko bei den zum Nennwert bilanzierten Forderungen wurde ausreichend bemessene Pauschal- und Einzelwertberichtigung entsprochen.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 2.331.838,00 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten zum Einen die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern und zum Anderen folgende Steuernachzahlungen. In 2024 fand eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2020 bis 2022 statt. Durch abweichende Bilanzansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz werden sich die festgesetzten Steuernachzahlungen voraussichtlich in den folgenden 3 Geschäftsjahren ausgleichen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 653.379,08 21.069,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 153.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 806.379,08 21.069,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.730.647,76 52.596,96 91.797,21
2. technische Anlagen und Maschinen 35.155.134,23 164.298,85 869.416,47 465.041,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.791.362,74 1.929.177,06 10.112.310,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 315.008,94 2.275.582,99 -556.838,33
Summe Sachanlagen 75.992.153,67 4.421.655,86 10.981.727,28 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 800,20
2. Genossenschaftsanteile 0,00 50,00
Summe Finanzanlagen 800,20 50,00
Summe Anlagevermögen 76.799.332,95 4.442.775,23 10.981.727,28 0,00
A. andere Sonderposten 856.390,79
856.390,79
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 674.448,45 536.989,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 153.000,00 97.517,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 827.448,45 634.506,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.875.041,93 4.613.385,39
2. technische Anlagen und Maschinen 34.915.057,73 24.779.685,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.608.228,99 21.089.448,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.033.753,60 0,00
Summe Sachanlagen 69.432.082,25 50.482.519,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 800,20 0,00
2. Genossenschaftsanteile 50,00 0,00
Summe Finanzanlagen 850,20 0,00
Summe Anlagevermögen 70.260.380,90 51.117.025,17
A. andere Sonderposten 856.390,79 615.607,79
856.390,79 615.607,79
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.036,37 590.025,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 30.600,00 128.117,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 83.636,37 718.142,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 321.794,17 4.935.179,56
2. technische Anlagen und Maschinen 1.653.378,97 869.414,37 25.563.650,06
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.194.726,06 10.111.084,81 13.173.089,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 4.169.899,20 10.980.499,18 43.671.919,11
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00
Summe Anlagevermögen 4.253.535,57 10.980.499,18 44.390.061,56
A. andere Sonderposten 8.136,00 623.743,79
8.136,00 623.743,79
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.423,00 116.390,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.883,00 55.483,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 109.306,00 171.873,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.939.862,37 11.117.262,37
2. technische Anlagen und Maschinen 9.351.407,67 10.375.448,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.435.139,50 3.701.914,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.033.753,60 315.008,94
Summe Sachanlagen 25.760.163,14 25.509.634,58
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 800,20 800,20
2. Genossenschaftsanteile 50,00 0,00
Summe Finanzanlagen 850,20 800,20
Summe Anlagevermögen 25.870.319,34 25.682.307,78
A. andere Sonderposten 232.647,00 240.783,00
232.647,00 240.783,00

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 5 Jahre festgelegt. Die Schätzung basiert darauf, dass es sich hierbei um einen entgeltlich erworbenen Kundenstamm handelt.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 23.169,00 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Unterschiedbetrag aufgrund abweichender Marktzinssätze bei Pensionsrückstellungen 23.169,00
Gesamtbetrag 23.169,00

Sonderposten mit Rücklageanteil

Ausgewiesen werden Sonderposten für Investitionszuschüsse. Die Sonderposten wurden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,81 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
Rendendynamik 1,00

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 23.169,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.331.838,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 1.718.000,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 1.718.000,00
verrechnete Aufwendungen 42.965,00
verrechnete Erträge 126.750,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

- Personalkosten 472.488,25 EUR
- Instandhaltung 120.750,00 EUR
- Gewährleistung 234.885,00 EUR
- Berufsgenossenschaft 102.993,00 EUR
- Aufbewahrung Unterlagen 46.370,00 EUR
- Abschluss und Prüfung 41.745,00 EUR

Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und Sicherungsrechten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit Sicherung
bis zu 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
Betrag
EUR
Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 1.275.358,07 4.050.929,57 250.000,00 5.576.287,64 1, 2
erhaltene Anzahlungen 50.559,97 0,00 0,00 50.559,97
aus Lieferungen und Leistungen 3.262.278,54 0,00 0,00 3.262.278,54
sonstige Verbindlichkeiten 1.175.317,86 2.825.296,16 0,00 4.000.614,02 5
davon aus Steuern 91.249,06 0,00 0,00 0,00
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 5.368,88 0,00 0,00 0,00
0,00
Summe 5.763.514,44 6.876.225,73 250.000,00 12.889.740,17
Werte Vorjahr in Summe 5.326.219,59 7.198.257,92 486.069,88 13.010.547,39

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Darüber hinaus bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 4.796 TEUR wesentliche sonstige Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte.

- Pachtvertrag Grundstücke bis 06/2039 4.650 TEUR
- Leasingverträge für betriebliche Fahrzeuge bis 07/2027 52 TEUR
- Leasingverträge für betriebliche Wirtschaftsgüter bis 07/2028 94 TEUR

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern wurden in Höhe des Saldos aller passiven und aktiven latenten Steuern bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Latenzen werden verrechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Grundlage des unternehmensindividuellen Ertragssteuersatzes von 29,825 %.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt.

in TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo Steuern
31.12.2022 1.621 3.076 1.455
31.12.2023 2.126 3.212 1.086
Veränderung 505 136

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Gemäß § 286 Abs. 2 HGB werden die Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB nicht aufgegliedert.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 168,81
Angestellte 55,39
leitende Angestellte 3,00
Auszubildente 5,11
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 232,31

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Ulli Mugler Dipl.-Ing. Ökonom
Geschäftsführer: Christoph Sanen Industriekaufmann

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 15.625,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
Abschlussprüfungsleistungen 15.625,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Auf neue Rechnung werden 2.129.967,48 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hohenstein-Ernstthal, den 31.10.2024

gez. Ulli Mugler

gez. Christoph Sanen

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Gemäß §328 (1a) HGB wird darauf hingewiesen, dass bei der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 für die Mugler Masterpack GmbH für das Geschäftsjahr 2023, die Offenlegung nur teilweise, das heißt nicht in vollem Umfang und entsprechend gesetzlicher Auflagen gekürzt (§276, §288, §327 HGB), erfolgt ist. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mugler Masterpack GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mugler Masterpack GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mugler Masterpack GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-. Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 19.11.2024

KS auditing GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kffr. Steffi Krätzschmar, Wirtschaftsprüfer

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