Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
ADAM Audio GmbH
Rudower Chaussee 50, 12489 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sally Ann McKone seit 7.4.2021 | Geschäftsführer |
Timothy Paul Carroll seit 8.8.2019 | Geschäftsführer |
Rolf Christian Hellinger seit 20.3.2017 | Geschäftsführer |
Sebastian Hans Georg Canzler seit 9.1.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADAM Audio GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023ADAM Audio GmbH, Berlin1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die ADAM Audio GmbH (im Folgenden auch kurz ADAM Audio) mit Sitz in Berlin entwickelt, fertigt und vertreibt professionelle Studio-Lautsprecher (Monitore) samt Zubehör sowie Kopfhörer. Neben dem Standort Berlin gehört eine chinesische Servicegesellschaft in Dongguan (ADAM Audio Business Service Co., Ltd.) zur ADAM Audio Gruppe. Die ADAM Audio GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der Pro Audio Beteiligungs GmbH, Berlin, welche durch Verkauf seit dem 16. Juli 2019 eine Tochtergesellschaft der Focusrite PLC mit Sitz in High Wycombe, Großbritannien, ist. Die betrieblichen Funktionen Produktmanagement, F&E, Einkauf, Logistik, Service & Support, der Produktionsbereich inkl. Fertigung, Montage und Reparatur sowie Sales & Marketing sind in Berlin angesiedelt. Die chinesische Tochtergesellschaft konzentriert sich primär auf Qualitätssicherung und Logistikunterstützung vor Ort. Einige Produkte werden auch in China gefertigt. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2020/2021 hatte ADAM Audio darüber hinaus auch den Vertrieb der Produkte der Marken Focusrite und Novation in Deutschland und Österreich übernommen. Gleichzeitig wurde der Vertrieb der eigenen Produkte in Großbritannien an die Focusrite PLC übergeben. Zum 1. April 2022 wurde auch der Vertrieb der Marke Sequential in Deutschland und Österreich übernommen. ADAM Audio verkauft ihre Produkte weltweit über ein Netz aus Distributoren, nur in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in Frankreich wurden die Produkte von ADAM Audio direkt an den Handel verkauft. In den USA werden die ADAM Audio Produkte über die Focusrite Group US (FGUS) direkt an die amerikanischen Händler verkauft. Die wesentlichen Segmente, die von ADAM Audio bedient werden, sind die Bereiche "Music Industry (MI)" (Markt unterhalb des Profi-Segments) und "Professional Audio" (Profi-Segment). Zum Kerngeschäft gehört die Produktentwicklung und Fertigung von Studio Monitoren sowie der Service der gesamten Produktpalette. Durch die breite Produktplatte ist ADAM Audio in der Lage, den gesamten Markt der Studio Monitore zu bedienen - vom Einstiegssegment, z. B. Homerecording, über Tonstudios bis hin zum High-End B2B Bereich. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Zielsetzung der Forschung- und Entwicklungsaktivitäten von ADAM Audio ist die Schaffung von innovativen, kunden- und marktorientierten Produkten, die sich unter wirtschaftlichen Bedingungen mit hohem Qualitätsanspruch fertigen lassen. Hierbei geht es immer auch darum, Technologien und Trends maßgeblich mitzugestalten und neue Standards zu definieren. Der Wechsel von analogen zu digitalen Lautsprechern wurde 2017 mit der neuen S-Serie im Premiumsegment begonnen und 2018 mit der neuen T-Serie für das Einstiegssegment fortgesetzt. Im vergangenen Geschäftsjahr (Juni 2022) wurde mit der Markteinführung der neuen A-Serie die für ADAM Audio relevanteste Produktserie veröffentlicht. Damit wurde eine über vierjährige Entwicklung abgeschlossen, die sich sowohl durch die technologische Komplexität einer digitalen Plattform inkl. der Implementierung einer automatischen Raumkorrektur, als auch die inmitten der Entwicklung eingetretene Chip Krise und Komponenten-Knappheit deutlich verzögert hatte. Neben der Hardware der A-Serie (der Lautsprecher), wurde zusätzlich auch eine Desktop-Software für zusätzliche Einstellung und Anpassungen durch den Kunden entwickelt, die "A Control" Software. Die hierfür eingegangene Entwicklungs-Kooperation mit einer ukrainischen Software Firma wurde durch den Ausbruch des Russland-Ukraine Krieges massiv beeinträchtigt, wodurch sich der Release der Software um mehrere Monate verzögert hatte und erst nach dem Release der Hardware im ersten Schritt über eine Public Beta und nach weiteren Monaten im Oktober 2023 mit einer Version 1.0 veröffentlicht wurde. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 der Aus- und Umbau der F&E Abteilung weiter vorangetrieben, neue Fachbereiche inhouse etabliert und mit neuen Forschungs- und Entwicklungsprojekten begonnen. Für bestmögliche Ergebnisse und Produkte arbeiten wir darüber hinaus mit ausgewählten, internationalen Partnern und Lieferanten zusammen. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 1.865 TEUR (Vorjahr: 1.314 TEUR). Die im Geschäftsjahr 2022/2023aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 1.420 TEUR (Vorjahr: 1.095 TEUR) entfallen in Höhe von 557 TEUR (Vorjahr: 1.026 TEUR) auf die in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögenswerte und in Höhe von 863 TEUR (Vorjahr: 69 TEUR) auf selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte. Davon waren 485 TEUR durch Leistungen von Dritten für Forschung- und Entwicklungskosten erbracht worden. Die Abschreibung der selbstgeschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte betrug 339 TEUR (Vorjahr 139 TEUR) im Geschäftsjahr. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Entwicklung der Branche 1 Der weltweite Pro-Audio-Markt, zu dem auch die Produktgruppe der Studio Monitore gehört, schrumpfte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 % auf rund 8,7 Milliarden US-Dollar2. Dies ist zweitgrößte Wert seit Beginn der Berichterstattung aus dem Music Industry Census Report im Jahr 1992 und liegt immer noch deutlich über dem Vor-Corona-Niveau von 8,1 Milliarden US-Dollar3. Weiterhin deutlich angestiegen sind die Umsätze in den Bereichen Live-Installation und Touring, die nach der Corona Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns und abgesagten Veranstaltungen nun wieder stark anziehen. Auf der anderen Seite ist insbesondere die Unterkategorie "Recording Produkte", zu denen auch Studio Monitore gehören, gegenüber 2021 von 889,1 Mio US$ auf 786,4 Mio US$ gesunken4. Auch wenn keine detaillierten Zahlen zu der Kategorie "Studio Monitore" gesondert vorliegen, würden wir nach Gesprächen mit Händlern und Distributoren weltweit den Abschwung gegenüber dem Vorjahr als wesentlich einschätzen. Der bereits im Jahr 2022 eingetretene "Post-Covid-Effekt" mit sehr hohen Produktmengen in den Vertriebskanälen bei gleichzeitig sinkender Nachfrage (bedingt durch geopolitische Krisen, massiv gestiegene Inflation und verändertes Konsumverhalten gegenüber der Pandemiezeit) hat deutlich länger angehalten als ursprünglich angenommen und ist bis heute spürbar. Gleichzeitig hat sich wiederum die angespannte Situation der Lieferkette deutlich entspannt gegenüber dem Vorjahr. Rohstoffe und Komponenten sind in der Regel wieder mit normalen Lieferzeiten verfügbar, und auch die Logistiksituation (Kosten und Laufzeiten) hat sich deutlich verbessert. Bereits zu Beginn des Geschäftsjahres zeichnete sich in der Kategorie der Studio Monitore ab, dass sich die durch globale Krisen und hohe Inflation gestiegene Unsicherheit bei den Kunden vor allem auf das Kaufverhalten bei höherpreisigen (Premium) Monitoren auszuwirken schien, wohingegen sich die ADAM Monitore im Einsteiger-Segment sehr stabil bis wachsend verkauften. Losgelöst von den regionalen und globalen Krisen und damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Branche, setzte und setzt sich der Trend zu 3D/Immersive Audio (z.B. das Format "Dolby Atmos") weiterhin fort. Für die Jahre 2021 bis 2031 wird von einem CAGR(compound annual growth rate) von 15,5%5 ausgegangen; immer mehr Studios, Musikschaffende und Content Creators werden ihre Werke künftig in multi-channel Formaten erstellen und benötigen dafür auch das entsprechende Setup der Studio Monitore, deren dafür benötigte Anzahl auf ein Vielfaches gegenüber 2 Lautsprechern einer Stereo Umgebung ansteigt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Branche nach der Corona Pandemie immer noch kein klares, eindeutiges Bild des "neuen Normals" hat; durch die stetigen internationalen Krisen und Irritationen ist ein weitreichender, verlässlicher Ausblick auf die kommenden Jahre sehr schwierig. Grundsätzlich ist jedoch festzustellen, dass der Markt im Bereich "Content Creation" (Musik, Podcasting, Streaming) stetig wächst6 und somit auch wieder der Bedarf an Studio Monitoren. 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023 verlief, gemäß definierter Leistungsindikatoren (siehe Punkt 2.4.), für ADAM Audio nur teilweise zufriedenstellend. Im Geschäftsjahr 2022/2023 erwirtschafteten wir einen Umsatz in Höhe von 34.027 TEUR (Vorjahr: 32.645 TEUR), was einem Wachstum von 1.382 TEUR bzw. 4% entspricht. Den größten Teil hierzu haben die Verkäufe der Focusrite und Sequential Produkte beigetragen. Zum Jahresende wurden Focusrite Scarlett 3. Generation Artikel abverkauft. Sequential Verkäufe waren im GJ 2021/2022 lediglich ab dem 2. Halbjahr erfolgt. Die ADAM Audio Verkäufe waren rückläufig, was in der Hauptsache auf 2 Faktoren zurückzuführen ist. Zum einen wurden aufgrund der Markteinführung der neuen A-Serie Ende des vorigen Geschäftsjahres hohe Umsätze erzielt. Zum anderen gingen die Umsätze in APAC (-56%) und AMERICAS (-32%) stark zurück. Dies ist hauptsächlich mit der schwierigen ökonomischen Lage zu erklären (hohe Inflation und geringe Bereitschaft von Konsumenten große Anschaffungen zu tätigen. Die COVID-19 Pandemie hatte auch im vergangenen Geschäftsjahr weiterhin Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Zwar haben sich Lieferkettenschwierigkeiten wieder entspannt, allerdings bestanden aufgrund hoher Inflationsraten noch immer Beeinträchtigungen unsere Absatzzahlen - vor allem in Asien und Lateinamerika und bei den Premium Produkten der A-Serie und S-Serie. Aber auch die Umsätze der T-Serie lagen unter denen des Vorjahrs - bedingt durch geringe Verkäufe in China. Zwar lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr über dem Vorjahr, allerdings wurden die avisierten Verkaufszahlen nicht realisiert. Die Verteilung auf die Verkaufsregionen stellt sich wie folgt dar:
Die Verteilung auf die Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:
2.3 Lage 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag auf 22.573 TEUR (Vorjahr 25.183 TEUR) verringert. Ursächlich für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr sind im Wesentlichen die geringeren Vorräte (hauptsächlich ADAM Produkte, welche im Vorjahr aufgrund der Markteinführung der neuen A-Serie sehr hoch waren). Darüber hinaus sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.371 TEUR zurückgegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 2.226 TEUR im Vorjahr auf 3.333 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr, insbesondere durch die Aktivierung der Produktentwicklungskosten der A-Serie sowie der Kopfhörer und Subwoofer. Gegenläufig wirkten sich die planmäßigen Abschreibungen aus. Die Sachanlagen reduzierten sich von 373 TEUR im Vorjahr auf 338 TEUR im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen. Der Rückgang im Vorratsvermögen von 12.526 TEUR im Vorjahr auf 11.979 TEUR im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandsabbau von Adam und Focusrite Produkten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 2.371 TEUR auf 1.633 TEUR (Vorjahr: 4.004 TEUR) verringert, insbesondere aufgrund des hohen Geschäftsvolumens im letzten Monat des Vorjahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ebenfalls von 2.898 TEUR im Vorjahr auf 2.569 TEUR im Geschäftsjahr gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Focusrite Australia Ltd, Focusrite USA und Pro Audio Beteiligungs GmbH, wohingegen die Forderungen gegendie Focusrite UK (FAEL) gestiegen sind. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen aus Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerüberzahlungen in Höhe von 84 TEUR (Vorjahr: 611 TEUR), sowie Mietkautionen in Höhe von 87 TEUR (Vorjahr: 87 TEUR) und Steuerkautionen in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR). Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Umsatz und Vorsteuer in Höhe von 98 TEUR. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel von 2.319 TEUR (Vorjahr: 2.314 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 784 TEUR (Vorjahr: 698 TEUR) um 86 TEUR über Vorjahresniveau. Dies im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr geringere Rückstellungen für ergebnisabhängige Vergütungen gebildet worden waren. Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um 4.973 TEUR auf 9.882 TEUR gesunken. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 8.334 TEUR, (Vorjahr: 11.641 TEUR) sowie aus Lieferungen und Leistungen (1.618 TEUR) zurückzuführen. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung gegenüber FAEL (3.877 TEUR) und Sequential (1.593 TEUR). Demgegenüber stehen neue Verbindlichkeiten gegenüber Focusrite PLC aufgrund eines neuen Darlehens von 3 Mio GBP (3.405 TEUR). Das Eigenkapital erhöhte sich durch den gegenüber dem Vorjahr höheren Bilanzgewinn in Höhe von 9.120 TEUR auf 11.020 TEUR (Vorjahr: 9.087 TEUR). Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.932 TEUR und dem Gewinnvortrag des Vorjahres (7.187 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote steigt somit von 36% im Vorjahr auf 49% im Geschäftsjahr, vor allem bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen. 2.3.2. Finanzlage Die ADAM Audio GmbH war unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme von Darlehen von Konzerngesellschaften grundsätzlich jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Der Zahlungsmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 5 TEUR angestiegen. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über 2.319 TEUR liquide Mittel (Vorjahr: 2.314 TEUR). Das Working Capital (Umlaufvermögen abzgl. kurzfristiger Verbindlichkeiten) beträgt zum Stichtag 8.097 TEUR (Vorjahr: 6.081 TEUR). Weiterhin ist die Gesellschaft über Darlehen der Unternehmensgruppe finanziert.
Zum Stichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1.190 TEUR (Vorjahr: 285 TEUR), welche aufgrund der Verlängerung des Mietvertrages im Vergleich zum VJ gestiegen sind Investiert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere in die Entwicklung von Neuserien und Software 1.420 TEUR (Vorjahr: 1.095 TEUR). Im folgenden Geschäftsjahr wird die Gesellschaft weiterhin in die Entwicklung von Neuserien investieren. Die Investitionen sollen aus eigenem Cash-Flow getätigt werden. 2.3.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 34.027 TEUR und damit über dem Vorjahreswert von 32.645 TEUR, was zum einen am Abverkauf der Focusrite Scarlett 3rd Gen Produkten zum Ende des Geschäftsjahres sowie an nun ganzjährig berücksichtigten Sequential Umsätzen lag. Allerdings trüben Rückgänge der Umsätze mit Adam Produkten in APAC und AMERICAS das Ergebnis. Besonders die hohe Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit in Asien trugen hierzu bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.106 TEUR (Vorjahr 680 TEUR) ergaben sich im Geschäftsjahr 2023/2022 im Wesentlichen aus Erträgen der Transfer Price True-Up Berechnungen mit Focusrite UK und Focusrite Australien (FAPL) sowie Kursgewinnen aus der Fremdwährungsumrechnung (TEUR 315, Vorjahr TEUR 278). Bedingt durch den gestiegenen Umsatz ist der Materialaufwand von 22.825 TEUR im Vorjahr auf 23.733 TEUR gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/ Umsatz + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen) liegt unverändert bei 66%. Der Personalaufwand liegt im Berichtszeitraum mit 5.978 TEUR über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 4.736 TEUR. Hier wirkt sich der Anstieg der Mitarbeiterzahl sowie die Anpassung der Gehälter aufgrund des Inflationsausgleichs aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im vergangenen Geschäftsjahr bei 3.909 TEUR und damit wieder unter dem Vorjahr mit 4.457 TEUR. Wesentliche Treiber für die gesunkene betrieblichen Ausgaben waren Marketingkosten (Rückgang um 97 TEUR) und Entwicklungskosten (Rückgang um 78 TEUR) sowie der Aufwand aus Währungsumrechnungen (Rückgang um 162 TEUR). Im Ergebnis ist das EBITDA mit 3.355 TEUR vergleichbar mit dem Vorjahr von 3.379 TEUR. Der Jahresüberschuss liegt im aktuellen Geschäftsjahr bei 1.932 TEUR (Vorjahr: 2.077 TEUR). 2.3.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Als Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage lässt sich festhalten, dass die Gesellschaft in einem schwierigen Marktumfeld agierte. Auch wenn das gesteckte Ziel in diesem Geschäftsjahr deutlich verfehlt wurde, konnten dennoch höhere Umsätze als im Vorjahr erzielt werden, was teilweise zufriedenstellend ist. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. 2.4 Leistungsindikatoren Zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens nutzt die Geschäftsführung die folgenden Leistungsindikatoren: - Umsatz - EBITDA - Zahlungsmittelbestand Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Umsatzerlöse mit 34.027 TEUR (Vorjahr: 32.645 TEUR) über dem Vorjahresniveau. Bei stabilen Preiseffekten haben sich die Umsatzerlöse durch höhere Focusrite und Sequential Verkäufe positiv entwickelt. Diesen stehen Rückgänge bei Verkäufen der Adam Produkte in Asien und Amerika entgegen. Das EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die zusätzlichen Umsätze in Verbindung mit einer konstant gebliebenen Materialaufwandsquote konnten höhere Kosten (insbesondere bei Löhnen und Gehältern) ausgleichen. Auch der Zahlungsmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über 2.319 TEUR liquide Mittel (Vorjahr: 2.314 TEUR). Somit sind alle Leistungsindikatoren Umsatz, EBITDA und Zahlungsmittelbestand stabil beziehungsweise leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings hatte die Geschäftsführung mit einem höheren Wachstum geplant, welches jedoch speziell in Asien aufgrund der wirtschaftlichen Lage nicht eingetreten ist. 3. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird erwartet, keine nennenswerten Verfügbarkeitsprobleme sowohl von Rohstoffen, Komponenten als auch fertigen Gütern zu haben. Auch hinsichtlich der weltweiten Logistik werden keine größeren Engpässe erwartet. Bedingt durch die aktuellen weltwirtschaftlichen Herausforderungen (Inflation etc.) sowie die geopolitischen Krisen und teilweise sehr regionalen Krisen (Ukraine, Israel etc.) erwarten wir für das neue Geschäftsjahr hinsichtlich der Nachfrage von Studio Monitoren allgemein eher eine Stagnation. Auch eine rückläufige Tendenz ist in manchen Regionen nicht ausgeschlossen.. Sollten sich die aktuellen Krisen noch ausweiten oder verschärfen, sind weitere negative Einflüsse auf die Nachfrage nach Studio Monitoren zu erwarten. Innerhalb dieser Marktgegebenheiten wird für unsere Produkte keine substantielle Steigerung der Nachfrage im Premium Segment erwartet (obere A-Serie und S-Serie), da es sich hierbei meist um Investitionen handelt, bei denen sich die Kunden in der aktuellen Lage eher zurückhalten. Im Einstiegssegment (T-Serie) hingegen sehen wir Wachstumspotenziale gegenüber dem vergangenen Jahr, vorwiegend durch unsere international verstärkte regionale Vertriebs- und Marketing Präsenz, durch die wir erwarten, Marktanteile steigern zu können. Wir gehen trotz der eher widrigen Umstände und in der Annahme, dass keine weitere Verschärfung der aktuellen Krisen eintritt, von einem moderaten Wachstum in Umsatz und EBITDA aus. Wir erwarten für das gesamte Jahr ausreichende Warenverfügbarkeit, eine weitere Etablierung der neuen A-Serie im Markt und wachsende Marktanteile der T-Serie. Ebenfalls durch den zunehmenden Anteil an 3D Audio/Immersive Audio Nutzern sehen wir bereits im kommenden Geschäftsjahr Wachstumspotenziale. Insgesamt gehen wir weiterhin von einem stabilen Zahlungsmittelbestand aus. 4. Chancen- und Risikobericht Das vergangene Geschäftsjahr unterlag erneut vielschichtigen primär externen Einflüssen. Auch für das neue Geschäftsjahr 2023/2024 wird von diversen Faktoren ausgegangen, die Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung haben können. Dies umfasst sowohl Chancen als auch Risiken, die teilweise bereits im vergangenen Geschäftsjahr Bestand hatten und auch weiterhin Gültigkeit haben. Generell wird von einem weiteren, anhaltenden Wachstum im Bereich der "Content Creation" ausgegangen (11,3% CAGR von 2023-20307). Dies beinhaltet auch die Nutzung von Studio Monitoren, die für eine neutrale Audioausgabe bei der Erstellung von digitalen Inhalten benötigt werden. ADAM Audio bietet mit dem aktuellen Portfolio für sämtliche Bereiche der Content Creation ein passendes Produkt an - vom Einsteiger (Podcaster, Youtuber etc.) über Musikschaffende im Homestudio-Bereich bis hin zu Radio- und Rundfunkanstalten und professionellen Tonstudios. Durch dieses sehr breit aufgestellte Portfolio kann ein Marktpotenzial bedient werden. Die im Jahr 2022 veröffentlichte A-Serie eröffnet ADAM Audio durch neue Formfaktoren, innovative Technologien und Funktionen sowie einer zusätzlichen Steuerungssoftware darüber hinaus den Einstieg in neue Lautsprecher-Marktsegmente (Verticals), in denen wir aktuell noch nicht stark vertreten sind - wie z.B. Broadcast und Education - und spricht auch neue Kunden mit neuen Nutzungsbereichen an. Innerhalb der gehobeneren Kategorie von Studio Monitoren hebt sich die ASerie gegenüber den Mitbewerbern ab. Die größten Potentiale sehen wir allerdings nach wie vor durch die sich immer weiter etablierenden und verbreitenden Mehrkanal-Tonverfahren wie "Immersive Audio" oder "Dolby Atmos", die bereits bei rund 18 % der Studio Monitor Nutzer zur Anwendung kommen. Diese Systeme benötigen eine Vielzahl von Lautsprechern, da gegenüber einem Stereosystem mit 2 Lautsprechern, neun oder noch mehr Monitore benötigt werden. Die weitere Verbreitung, Etablierung und Standardisierung dieser Tonverfahren birgt ein großes Wachstumspotential durch höhere Absatzahlen unserer Monitore. Im 3D Audio Markt wird von einem CAGR von 15,5% bis 2031 ausgegangen8. Durch den geplanten weiteren Auf- und Ausbau von regionalen Vertriebsniederlassungen in Amerika, Europa und Asien wird die Kommunikation mit dem Endkunden durch gezielte Ansprache mit lokalisiertem Content über sämtliche Medienformate hinweg ebenfalls deutlich gesteigert. Dies soll vorwiegend die Wahrnehmung der einzelnen Marken und Produkte sehr positiv beeinflussen, was sich letztendlich auch auf eine höhere Nachfrage auswirken kann. Dieser Fokus auf regionale Präsenz und hohes lokales Engagement direkt mit dem Handel und dem Endkunden wird durch zusätzlichen Personalaufbau in Vertrieb und Marketing unterstützt werden. Wie alle global agierenden Unternehmen ist auch ADAM Audio diversen Risiken ausgesetzt. Unsere Produkte werden weltweit sowohl im klassischen Einzelhandel aber auch Online an Endverbraucher verkauft. Dieses Geschäftsfeld unterliegt sowohl globalen als auch nationalen Wirtschaftsfaktoren. Geopolitische und weltwirtschaftliche Lage Auch wenn von einer Entspannung im neuen Geschäftsjahr ausgegangen wird, bergen die Auswirkungen der im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr anhaltend hohen Inflation, die globale Energiekrise sowie die generellen Sorgen um den wirtschaftlichen Ausblick sowie Rezessionsängsten ein generelles Risiko für eine sinkende Nachfrage im kommenden Geschäftsjahr. Hierzu können auch sich weiter verschärfende internationale Krisen beitragen, wie der Ukraine-Krieg, die weitere Entwicklung zwischen China und Taiwan oder auch die Entwicklung im mittleren und nahen Osten. Bei diesem Risiko bleibt jedoch festzuhalten, dass es sich weder um ein Lautsprecher-branchenspezifisches noch um ein unternehmensspezifisches Risiko handelt, sondern sämtliche Unternehmen der MI nahezu gleichermaßen betroffen sein werden. Hierbei wiederum ist die Focusrite Gruppe diversifiziert aufgestellt, so dass wir das akute Risiko basierend auf dem Status Quo als gering einschätzen. Bei einer weiteren Verschlechterung der Lage, gehen wir jedoch von einem teilweise erheblichen Risko einer sinkenden Nachfrage aus, welche sich entsprechend auf sinkende Umsätze, geringerem EBITDA sowie einer Verschlechterung des Zahlungsmittelbestands auswirken würde. Fachkräftemangel ADAM Audio Produkte sind geprägt von der Weiterentwicklung von Technologien und der Entwicklung von Industrie-Standards. Unser Anspruch ist es, auf Änderungen der Kundenbedürfnisse einzugehen und regelmäßig neue, wettbewerbsfähige Produkte auf den Markt zu bringen. Auch wenn man unter der Produktgruppe der Lautsprecher primär eine "Hardware" versteht, so wird durch den Wechsel von analog zu digital auch der Bereich der Software für unsere Produkte immer wichtiger. Um auch diese Entwicklung mit voranzutreiben, wird neues, hochqualifiziertes Personal benötigt. Der bereits sehr angespannte Markt für Fachkräfte stellt hierbei ein Risiko für die geplanten Neuentwicklungen dar, die ggfs. erst mit Verzögerungen auf den Markt gebracht werden können, sollte das benötige Personal nicht rechtzeitig eingestellt werden können. Mögliche Konsequenzen wären entsprechend spätere Umsätze durch verzögerte Produkte in den kommenden Jahren. Um dieses Risiko zu begrenzen, ermöglichen wir flexible Arbeitsmodelle für unser Personal (z.B. durch das Angebot von Home-Office und Ähnlichem). Das Risiko des Fachkräftemangels wird noch als moderat eingeschätzt, allerdings wird über einen längeren Zeitraum betrachtet eher von einer Verschärfung als einer Entspannung ausgegangen. Lieferanten-Konzentration ADAM Audio ist nach wie vor auf eine kleine Anzahl von Lieferanten angewiesen, insbesondere auf die beiden chinesischen Lieferanten für die T- und die neue A-Serie. Produktionsausfälle oder wesentliche Verzögerungen durch unsere Lieferanten könnten sich erheblich nachteilig auf die Geschäfts-, Betriebs- und Finanzlage des Unternehmens auswirken und zu einem Rückgang der Umsätze und des Ergebnisses sowie der Liquidität führen. Um dem Risiko von Lieferengpässen oder Verzögerungen entgegenzuwirken, plant die Gesellschaft auch weiterhin Bestände von Komponenten und Fertigwaren auf Lager vorrätig zu halten. Zudem wird auch versucht, durch die Nutzung anderer Lieferanten für die weiteren Serien die Diversifizierung der Lieferanten auszubauen. Das Risiko der Lieferanten-Konzentration wird von der Gesellschaft daher als moderat eingeschätzt.
Berlin, den 01.03.2024 Christian Hellinger, Geschäftsführer Timothy Paul Carroll, Geschäftsführerin Sally Ann McKone, Geschäftsführer 1 Quelle: Music Trades Corporation (2023), The Music Industry Census, S. 3f. 2 Quelle: Music Trades Corporation (2023), The Music Industry Census, S. 4f. 3 Quelle: Music Trades Corporation (2023), The Music Industry Census, S. 4f. 4 Quelle: Music Trades Corporation (2023), The Music Industry Census, S. 4f. 5 Quelle: Transparency Market Research (transparencymarketresearch.com/3d-audio-market.html) 6 Quelle: Grand View Research (https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/digital-content-creation-market-report) 7 Quelle: U.S. Digital Content Creation Market (https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/digital-content-creation-market-report) 8 Quelle: 3D Audio Market (www.transparencymarketresearch.com/3d-audio-market.html) BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist unter der Firma ADAM Audio GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin, Charlottenburg, unter der Registernummer HRB 163953B eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und denen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie nimmt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (einschließlich der in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögenswerte) umfassen Entwicklungskosten in Form der Weiterentwicklung der verschiedenen Serien an Lautsprechern. Insofern handelt es sich um eindeutig abgrenzbare Produktentwicklungen, die als technisch realisierbar einzustufen und für die Vermarktung vorgesehen sind. Weiterhin geht die Gesellschaft von der voraussichtlichen Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und einer zuverlässigen Bewertung des Vermögensgegenstandes aus. Die Aktivierung der Entwicklungskosten beginnt mit dem erstmaligen Erfüllen der Ansatzvoraussetzungen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. Diese enthalten die nach § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig linear pro rata temporis ab dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Verwendungsmöglichkeit abgeschrieben. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung erfasst. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 800 EUR (Vorjahr: 800 EUR) wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB wurde gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB verzichtet. Die Vorräte wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern am Bilanzstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert vorlag, wurde dieser angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit den aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Es wird verlustfrei bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen erfolgen unter vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe der am Stichtag abzugrenzenden Beträge angesetzt. Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und soweit einschlägig drohende Verluste gebildet. Dabei wurden alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in Fremdwährung erfolgt zum Kurs im Zeitpunkt der erstmaligen Einbuchung. Die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgte am Bilanzstichtag zum Stichtagskurs gemäß § 256a HGB (Devisenkassamittelkurs). Bei Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung von § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB die Bewertungen bei erstmaliger Einbuchung (Anschaffungskosten) als Wertober- bzw. -untergrenzen berücksichtigt. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer, eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern sind saldiert angesetzt. Der Ertragsteuersatz beträgt 30% und umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). Forschungs- und Entwicklungskosten Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bzw. in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 1.865.951 EUR (Vorjahr: 1.313.834 EUR). Die aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 1.420.122 EUR (Vorjahr: 1.094.682 EUR) entfallen in Höhe von 556.776 EUR (Vorjahr: 1.026.135 EUR) auf die in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögenswerte und in Höhe von 863.346 EUR (Vorjahr: 68.547 EUR) auf selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 1.632.867 EUR (Vorjahr: 4.003.864 EUR) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.720.055 EUR (Vorjahr: 1.671.129 EUR), sonstige Forderungen in Höhe von 6.899 EUR (Vorjahr: 414.382 EUR), davon 6.899 EUR (Vorjahr: 414.382 EUR) gegen Gesellschafter mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr und Forderungen aus Darlehen in Höhe von 842.507 EUR (Vorjahr: 812.313 EUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 337.195 EUR (Vorjahr: 786.630 EUR) betreffen 87.500 EUR (Vorjahr: 87.500 EUR) Mietkautionen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr. Eigenkapital Das Eigenkapital enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 7.187.449 EUR. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 2.287.126 EUR. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
* Vermeidung der Doppelerfassung passiver latenter Steuern Rückstellungen Der Posten sonstige Rückstellungen hat sich wie folgt entwickelt:
Die Position der übrigen sonstigen Rückstellungen wurde für fehlende Frachtkosten über 59.834 EUR und für ausstehende Abrechnungen von Dienstleistern zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung in Höhe von 85.506 EUR gebildet. Hinsichtlich der Gewährleistungsrückstellung wurde von einem Garantiezeitraum von zwei Jahren ausgegangen. Für die Bewertung der Rückstellung wurde darüber hinaus, basierend auf Erfahrungswerten, ein Prozentsatz von 0,5% auf die gewährleistungsbehafteten Nettoumsätze zum Ansatz gebracht. Die anteilige Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst, im vorangegangenen Geschäftsjahr abgezinste Bestandteile nach der verbleibenden Restlaufzeit werden entsprechend aufgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 8.334.020 EUR (Vorjahr: 11.641.269 EUR). Davon resultieren 4.855.900 EUR (Vorjahr: 2.651.310 EUR) aus Darlehen (ohne Zinsverbindlichkeiten aus Darlehen), davon 1.420.000 EUR (Vorjahr 1.420.000 EUR) gegenüber Gesellschafter. Die Darlehen haben eine unbestimmte Restlaufzeit, die auf die Darlehen entfallenden Zinsen des Geschäftsjahres in Höhe von 83.992 EUR (Vorjahr: 97.140 EUR), davon 56.800 EUR (Vorjahr 56.800 EUR) gegenüber Gesellschafter, sind kurzfristig zu zahlen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass ihr die zur Verfügung gestellten Darlehensmittel zum überwiegenden Teil gemäß der Abbildung im Verbindlichkeitsspiegel mittel- bis langfristig zur Verfügung stehen. Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.285.606 EUR (Vorjahr 8.827.452 EUR) sowie Zinsverbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 192.515 EUR (Vorjahr: 162.507 EUR) mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer über 157.891 EUR (Vorjahr: 51.576 EUR), Umsatzsteuerverbindlichkeiten im Ausland über 23.403 EUR (Vorjahr: 17.816 EUR), Verbindlichkeiten aus einbehaltener Quellensteuer über 6.899 EUR (Vorjahr: 0 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 5.597 EUR (Vorjahr: 2.866 EUR). Betrag der Verbindlichkeiten mit Sicherungsrechten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Höhe, Zusammensetzung sowie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Latente Steuern Zum Stichtag ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von 85.734 EUR (Vorjahr 127.716 EUR), insbesondere aufgrund unterschiedlicher Wertansätze des Geschäfts- und Firmenwertes sowie darüber hinaus aus Fremdwährungsdifferenzen bei Forderungen und Verbindlichkeiten. Passive latente Steuern in Höhe von 973.407 EUR (Vorjahr 670.364 EUR) ergeben sich insbesondere aufgrund unterschiedlicher Wertansätze der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände und in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände sowie darüber hinaus auch bei den anderen Anlagen der Betriebs- und Geschäftsausstattung und aus Fremdwährungsdifferenzen bei Forderungen. Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 887.674 EUR (Vorjahr: 542.648 EUR). Im Laufe des Geschäftsjahres gab es Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 345.026 EUR. Die Zuführung entfällt mit 41.982 EUR auf die Herabsetzung aktiver latenter Steuern und zu 303.043 EUR auf die Zuführung von passiven latenten Steuern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen: Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.190.368 EUR (Vorjahr: 285.052 EUR) ergeben sich aus Dauerschuldverhältnissen. Insbesondere hat die Gesellschaft Mietverträge über Werkhallen und Büroräume abgeschlossen. Die insgesamt aus Mietverträgen über Grundstücke und Gebäude nach dem Abschlussstichtag zu leistenden Mietzahlungen (ohne Umsatzsteuer) belaufen sich auf 1.052.357 EUR (Vorjahr: 162.775 EUR). Des Weiteren hat die Gesellschaft Leasingverträge über PKW und Arbeitsmittel mit Restlaufzeiten bis zu 3,6 Jahren abgeschlossen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich bis zum Jahr 2027 auf insgesamt 138.011 EUR (Vorjahr: 122.278 EUR). Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bestellten Lieferungen und Leistungen im üblichen Umfang. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 34.027.069 EUR (Vorjahr: 32.645.118 EUR) erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.106.069 EUR (Vorjahr 680.350 EUR) ergeben sich im Wesentlichen aus Transferpreisverrechnungen über EUR 521.657 (Vorjahr: 0 EUR), aus der Währungsumrechnung in Höhe von 315.357 EUR (Vorjahr: 277.637 EUR), aus der Verrechnung von Sachbezügen in Höhe von 141.466 EUR (Vorjahr: 62.115 EUR), aus der unentgeltlichen Zuwendung von Waren über EUR 61.958 EUR (Vorjahr: 45.654 EUR), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 41.242 EUR (Vorjahr: 174.224 EUR), aus weiteren betriebs- und periodenfremden Erträgen in Höhe von 10.999 EUR (Vorjahr: 111.568 EUR), aus Zuschüssen in Höhe von 8.250 EUR (Vorjahr: 0 EUR) sowie aus Versicherungsentschädigungen und Schadensersatz in Höhe von 5.054 EUR (Vorjahr: 122 EUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3.908.838 EUR (Vorjahr: 4.456.508 EUR) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Warenabgabe über 676.507 EUR (Vorjahr: 776.912 EUR), für Werbung und Reisen in Höhe von 616.035 EUR (Vorjahr: 770.277 EUR), Miet- und Raumkosten in Höhe von 426.433 EUR (Vorjahr: 372.345 EUR), Aufwendungen für die Warendistribution in China in Höhe von 298.311 EUR (Vorjahr: 352.049 EUR), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 244.224 EUR (Vorjahr: 406.630 EUR), Leasingaufwendungen für bewegliche Vermögensgegenstände über 118.062 EUR (Vorjahr: 85.751 EUR), Aufwendungen für IT-Dienstleistungen, Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 100.807,97 EUR (Vorjahr: 204.047 EUR) , Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge über 92.413 EUR (Vorjahr: 66.343 EUR) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 23.302 EUR (Vorjahr: 56.457 EUR). Finanzergebnis Im Finanzergebnis sind neben den Erträgen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 716 EUR (Vorjahr: 381 EUR) im Wesentlichen auch Zinserträge für Darlehen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 30.194 EUR (Vorjahr: 29.230 EUR) enthalten. In den Aufwendungen sind neben den Aufwendungen für Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 381 EUR (Vorjahr: 444 EUR) im Wesentlichen auch Zinsaufwendungen für Darlehen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 83.992 EUR (Vorjahr: 97.140 EUR) inkludiert. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren: - Erster Geschäftsführer: Christian Hellinger, Chief Executive Officer ADAM Audio GmbH, Berlin, Deutschland - Weiterer Geschäftsführer: Timothy Paul Carroll, Chief Executive Officer Focusrite PLC, High Wycombe, Großbritannien - Weitere Geschäftsführerin: Sally Ann McKone, Chief Financial Officer Focusrite PLC, High Wycombe, Großbritannien Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die ADAM Audio GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Pro Audio Beteiligungs GmbH, Berlin. Die Focusrite PLC, High Wycombe, Großbritannien, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, stellt einen Konzernabschluss für den größten sowie kleinsten Kreis von Unternehmen nach den Vorschriften des International Financial Reporting Standards Board (IFRS) auf, in den die ADAM Audio GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist bei der Focusrite PLC, High Wycombe, Großbritannien, erhältlich (https://focusriteplc.com/investors/reports-and-presentations/). Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss beträgt 1.932.100 EUR (Vorjahr: 2.076.673 EUR). Die Geschäftsführer schlagen in Absprache mit dem Gesellschafter vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 9.119.549 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind weiterhin keine Beeinträchtigungen der bestehenden Lieferketten oder negative Auswirkungen auf die Absatzzahlen und Werthaltigkeit von Vermögensgegenständen zu verzeichnen. Nach Einschätzung der Gesellschaft sind nach dem Bilanzstichtag insgesamt keine Ereignisse eingetreten, die von besonderer Bedeutung sind. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023
sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, den 01.03.2024 gez. Christian Hellinger, Geschäftsführer gez. Timothy Paul Carroll, Geschäftsführer gez. Sally Ann McKone, Geschäftsführerin Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die ADAM Audio GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ADAM Audio GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADAM Audio GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 1. März 2024 KPMG
AG
gez. Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer gez. Bach, Wirtschaftsprüfer |
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