Mercer Timber Products Stendal GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Roh- und Schnittholz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Dr. Zenker seit 5.6.2019 | Prokura |
Daniel Elies seit 9.11.2018 | Prokura |
André Listemann seit 29.11.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mercer Stendal GmbHArneburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. AllgemeinDie Mercer Stendal GmbH, Arneburg (im Folgenden kurz "MS"), gehört zum internationalen Konzern der Mercer International Inc., Seattle, Washington / USA. Außerdem betreibt Mercer International Inc., Seattle/USA, die Mercer Rosenthal GmbH (MR) in Rosenthal am Rennsteig/Thüringen, und ist damit der einzige Kraftzellstoffproduzent in Deutschland, dem größten Zellstoffimportmarkt in Europa. Weitere Zellstoffwerke des Mercer-Konzerns befinden sich in den kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta. Daneben betreibt der Mercer-Konzern zwei Sägewerke in Deutschland sowie Holzverarbeitungswerke in den USA und Kanada. Im Januar 2020 wurde die Mercer Timber Products Stendal GmbH, Arneburg (MTPS), gegründet. Die MTPS ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MS. Gegenstand der Gesellschaft ist die Errichtung eines Sägewerkes am Standort Arneburg und die industrielle Be- und Verarbeitung von Holz, der Handel mit Rund- und Schnittholz sowie Holzabfallprodukten. Das im Jahr 2004 in Betrieb genommene Zellstoffwerk bei Stendal verfügt aktuell über eine technisch mögliche Produktionskapazität von 740.000 Tonnen Kraftzellstoff. Das Faserholz, Basis für die Herstellung von Kraftzellstoff, Biochemikalien und Bioenergie, wird hauptsächlich aus heimischen Wäldern bezogen. Jährlich werden ca. 3,4 Mio. Festmeter Holz benötigt. Dieser Holzbedarf wird zu rund 70% aus Rundholz und zu rund 30% aus Hackschnitzeln gedeckt. Für die Bereitstellung des Holzes ist die Mercer Holz GmbH, Rosenthal am Rennsteig (MH), verantwortlich, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Mercer Europe GmbH, Rosenthal am Rennsteig (ME). Die logistische Abwicklung der Zellstoffauslieferung obliegt der Mercer Stendal Logistik GmbH, Arneburg (ML), eine 100%ige Tochtergesellschaft der MS. Der Zellstoff der MS wird unter dem Markennamen MERCER PULP verkauft. Zusätzlich zur Zellstoffproduktion gewinnt die MS aus dem Rohstoff Holz auch Nebenprodukte wie Tallöl und Terpentin, die entsprechend vermarktet werden. Die MS betreibt das größte Biomassekraftwerk Deutschlands (laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur mit Stand 17. November 2023), welches Strom im Kraft-Wärme-Kopplungsverfahren erzeugt. Ungefähr 50% des aus Biomasse erzeugten Stroms werden in das öffentliche Netz eingespeist. B. Markt- und WettbewerbsumfeldDer Zellstoffmarkt im Jahr 2023 war von erheblichen Herausforderungen geprägt, insbesondere durch eine signifikante Eintrübung im europäischen Papiermarkt. Am stärksten betroffen war die Produktion von grafischen Papieren, in Europa verzeichnete diese im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von etwa 29%. Die Gründe für diesen Rückgang waren vielfältig. Hohe Lagerbestände aus dem Vorjahr, eine schwache konjunkturelle Entwicklung und der weiter wachsende Trend zur Nutzung digitaler Medien sind hier zu nennen. Die Nachfrage nach Langfaserzellstoff war demgemäß in 2023 in Europa deutlich rückläufig, eine Entwicklung, die im Laufe des Jahres allerdings durch eine stärkere Nachfrage aus China mehr als wettgemacht werden konnte. So sank die Nachfrage in Europa etwa um 17%, stieg aber in Asien um 25%. Global wuchs die Nachfrage in diesem Zeitraum um 3,5%. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte gingen die Zellstoffpreise in allen Märkten zurück, eine Erholung setzte in Asien ab dem Anfang und in Europa ab dem Ende des dritten Quartals ein. Der Rückgang der Zellstoffpreise bei gleichzeitig steigenden Kosten insbesondere in Skandinavien und Nordamerika hatte eine ungewöhnlich hohe Anzahl an temporären Abstellmaßnahmen von Zellstoffwerken zur Folge, aber auch finale Schließungen von Produktionsanlagen. In Folge dieser Kapazitätskürzungen sanken die globalen Zellstoffbestände bei gleichzeitig anziehender Nachfrage. MS war aufgrund seiner guten Positionierung im asiatischen Markt in der Lage, den ausbleibenden Bedarf aus Europa in Asien abzusetzen und konnte somit die volle Produktionskapazität verkaufen. Zum Ende des Jahres befindet sich der Markt wieder in einer robusten Verfassung mit ersten Anzeichen einer Erholung der europäischen Papiernachfrage und einem konsolidierten Wettbewerbsumfeld in Folge der Schließung nicht wettbewerbsfähiger Zellstoffwerke. Unter Berücksichtigung der Produktionssituation im Jahr 2023, reflektieren die Verkaufszahlen der MS des Jahres 2023 die oben erläuterten Marktbedingungen. C. Entwicklung und Lage der MSIm Verlaufe des Berichtsjahres 2023 haben sich die Einschränkungen, resultierend aus dem Großbrand vom Juli 2022 im Werk Arneburg, aufgrund von getroffenen operativen Maßnahmen verringert. Weiter anhaltend gewesen sind dagegen die wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der Verwerfungen an den Energiemärkten, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und dessen Folgen. Hohe direkte Kosten aus Energiekäufen, vornehmlich aus hohen Erdgaspreisen, aber auch indirekte Ableitungen wie gestiegene Holzpreise haben das Ergebnis in 2023 belastet. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Zellstoffproduktion (+ 19%) haben sich die Umsatzerlöse, vornehmlich wegen stark fallenden Zellstoffpreisen am Weltmarkt aber auch wegen durchschnittlich geringerer Strompreise, in Summe um fast 13% vermindert. Somit trat die Prognose nicht ein, dass die Umsatzerlöse in 2023 leicht steigen werden. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen, wie eine allgemein schwächelnde Konjunktur, hohe Unsicherheiten aus Energiepreisen und regulatorischen Veränderungen bei anhaltend hohen Holz- und Rohstoffpreisen, wird die Geschäftsentwicklung der MS als noch zufriedenstellend angesehen. Im Berichtsjahr ist MS nach dem Großbrand im Vorjahr wieder auf den normalen Pfad der Produktionstätigkeit zurückgekehrt. Mit der vollständigen Inbetriebnahme der letzten verbliebenen Teile der Erweiterungsinvestition zum Projekt Stendal 740 konnte MS in 2023 erstmals mehr als 700.000t Zellstoff produzieren und machte damit weitere Fortschritte in der langfristigen Strategie der ständigen Optimierung der Anlageneffizienz. Die damit im Vergleich zum Wettbewerb günstigen Stückkosten bei Zellstoff als auch der hohe Grad an Energieeffizienz werden als Grund für die verhältnismäßig günstige Lage im für die Branche eigentlich kritischen Jahr 2023 gesehen. Im Berichtsjahr ist mit Bio-Methanol, ein weiteres Nebenprodukt hinzugekommen. Insgesamt wurden Nebenprodukte wie Tallöl im Berichtsjahr in einem durchschnittlichen Maß produziert und verkauft. Auf weiterhin hohem Niveau, nur mit geringen Abschlägen versehen, entwickelten sich die Preise für den Hauptrohstoff Holz im Berichtsjahr. Die Rückgänge hier, wie auch die bei den Chemikalienkosten als nächst wichtigem Kostenfaktor, blieben in Summe hinter den Rückgängen auf der Verkaufsseite zurück und konnten diese damit nicht kompensieren. Insgesamt nahmen die Materialaufwendungen dennoch um 11,5% im Vergleich zum Vorjahr zu, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Produktionsmenge zurückzuführen ist. Das verkürzte Arbeitszeitmodell (35 Wochenstunden ohne Lohnausgleich im Vergleich zum Standard des Tarifvertrages der Papier- und Zellstoffindustrie von 38 Wochenstunden) wurde in 2023 weitergeführt. Im Oktober 2018 wurde ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag mit der Gewerkschaft IG BCE abgeschlossen, der die verkürzte Arbeitszeit fortschreibt und neben den bereits geltenden Punkten des Flächentarifvertrages die Anwendung des Tarifvertrages Altersteilzeit und Demographie umfasst. Der verbandsbezogene Firmentarifvertrag trat am 01. Januar 2019 in Kraft und kann von jeder der Parteien mit halbjährlicher Frist zum Jahresende gekündigt werden. Im Jahr 2024 steht die Einführung des neuen Bundesentgeltrahmentarifvertrages an. Im Ergebnis ist das operative EBITDA im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von EUR 224,3 Mio. auf EUR 94,5 Mio. gesunken und bewegte sich damit unterhalb des langjährigen Durchschnitts der letzten Geschäftsjahre. Der im Vorjahr prognostizierte stärkere Rückgang des EBITDA ist somit eingetreten. 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 178,2 Mio. auf EUR 552,9 Mio. reduziert. Auf der Aktivseite nahm das Anlagevermögen um EUR 32,0 Mio. ab, da die planmäßigen Abschreibungen (EUR 42,2 Mio.) höher als die Zugänge zum Anlagevermögen (EUR 17,7 Mio.) ausfallen. Darin ist auch der Abgang aus Finanzanlagen in Höhe von EUR 7,4 Mio. enthalten, der aus dem Verkauf der Anteile der MS an der MH resultiert. Innerhalb des kurzfristig gebundenen Vermögens reduzierte sich das Vorratsvermögen um EUR 5,1 Mio., da insbesondere die Holzbestände, die als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bilanziert sind, preis- und mengenbedingt gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Mio. gesunken sind. Dagegen erhöhte sich der Bestand an Fertigerzeugnissen um EUR 4,2 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um EUR 0,3 Mio. gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich auf EUR 14,2 Mio. (Vorjahr: EUR 162,8 Mio.). Einerseits wurde ein im Jahr 2022 ausgereichtes Darlehen an die ME von EUR 90 Mio. vollständig zurückgezahlt und andererseits wurden verstärkt flüssige Mittel von EUR 67,4 Mio. aus dem bestehenden Cash-Pooling-Vertrag mit verbundenen Unternehmen entnommen, um insbesondere die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung des Vorjahres an die Gesellschafterin zu begleichen. Die flüssigen Mittel sind auf EUR 28,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) angestiegen. Die sonstigen Vermögensstände reduzierten sich auf EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 26,7 Mio.). Mit dem ab dem 1. Januar 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrag trat die MS in eine Organschaft mit dem Organträger ME ein. Im Vorjahr wurden daraufhin sonstige Forderungen gegenüber dem Finanzamt und der Kommune bilanziert, welche im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 mit bestehenden Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung verrechnet wurden. Auf der Passivseite ist das bilanzielle Eigenkapital durch die Abführung des Gewinns an die ME auch in 2023 unverändert geblieben. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich deutlich auf 75,6% (Vorjahr: 57,2%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von EUR 250,5 Mio. auf EUR 97,0 Mio. gesunken. Im Wesentlichen ist die Begleichung der Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung des Vorjahres für den Rückgang verantwortlich. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch € 55,0 Mio. aus der Gewinnabführung für das laufende Geschäftsjahr enthalten. Die Rückstellungen sind insgesamt auf EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 21,3 Mio.) gefallen, was im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen auf ausstehende Rechnungen in 2022 zurückzuführen war. 2. Finanzlage/Liquidität Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich auf EUR 17,7 Mio. (Vorjahr: EUR 27,8 Mio.). Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 113,2 Mio. (Vorjahr Mittelzufluss von EUR 165,7 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zurückzuführen. Im Gegensatz zum Vorjahr führte eine Rückzahlung eines ausgereichten Darlehens an den Gesellschafter in Höhe von EUR 90,0 Mio. zu einem Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 158,6 Mio. (Vorjahr Mittelabfluss von EUR 237,9 Mio.). Die im Mercer-internen Cashpool geparkten Mittel von EUR 67,4 Mio. wurden dem Finanzmittelfonds 1 wieder zugeführt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 erhöhte sich der Finanzmittelfonds1, der sich wie im Vorjahr aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ("flüssige Mittel") zusammensetzt, auf EUR 28,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Der seit dem 1. März 2019 bestehende Cash-Pooling-Vertrag innerhalb der Mercer-Gruppe in Deutschland hatte im Geschäftsjahr 2023 weiterhin Bestand. Dadurch konnte der Liquiditätsbedarf innerhalb der Gruppe jederzeit kurzfristig und in vorhersehbarer Weise gedeckt werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Pooling-Vertrag wurden auf EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 70,9 Mio.) reduziert. Seit September 2022 besteht eine gemeinsame Kreditlinie "Revolving Facility" in Höhe von EUR 300,0 Mio. Mit der Vereinbarung vom 22. März 2023 und gemäß "Increase Certificate" vom 18. September 2023 wurde die Kreditlinie auf insgesamt EUR 370,1 Mio. erhöht. Die Gesellschaften MS, MR, ML, MTPS, MH, ME, Mercer Torgau GmbH Co. KG, Torgau (MT), sowie Mercer Timber Products GmbH, Saalburg-Ebersdorf (MTP), haften gesamtschuldnerisch. Der Kreis der Kreditnehmer erweiterte sich in 2023 um MT. Die zusätzliche Kreditlinie wurde auf die vorhandenen Parteien des Bankenkonsortiums aufgeteilt. MS kann je nach Inanspruchnahme der anderen Gesellschaften auf bis zu 100% der Kreditlinie verfügen. Unter dem vorgenannten Vertrag stehen den Kreditnehmern Ancillary Facilities in Höhe von maximal EUR 50,0 Mio. in Anrechnung auf die "Revolving Facilitiy" Gesamtlinie zur wahlweisen Ausnutzung als Kontokorrent bzw. Avalkredit zur Verfügung. Die MS hat die Gesamtlinie zum Bilanzstichtag lediglich im Rahmen eines Avalkredits von EUR 0,1 Mio. in Anspruch genommen. Die Zahlungsfähigkeit der MS war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Alle Zahlungen konnten fristgerecht und unter Ausnutzung von Skonto ausgeführt werden. 3. Ertragslage Aufgrund der gefallenen Zellstoffpreise in 2023, die unter den prognostizierten Preisen lagen, gingen die Umsatzerlöse um 12,9% auf EUR 548,7 Mio. (Vorjahr: EUR 629,8 Mio.) moderat zurück. Der prognostizierte leichte Anstieg der Umsatzerlöse ist damit nicht eingetreten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wiesen zum Jahresende eine Bestandserhöhung von EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) aus. Die Materialaufwendungen stiegen im Wesentlichen mengenbedingt um 11,5% auf EUR 402,1 Mio. (Vorjahr: EUR 360,7 Mio.). Der Rückgang der Rohstoffpreise konnte den im Vergleich noch stärker gefallenen Zellstoffpreis nicht kompensieren. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,2 Mio. auf EUR 30,0 Mio. Während die Abschreibungen nur moderat stiegen, erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 4,4 Mio. und die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um EUR 3,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Dies resultiert einerseits aus den geringeren Erträgen aus der Währungsumrechnung von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 18,7 Mio.). Andererseits wurden im Geschäftsjahr 2023 höhere Erträge aus Schadensersatzleistungen aus der Versicherung des Brandschadens von EUR 27,5 Mio. (Vorjahr: EUR 16,5 Mio.) vereinnahmt. Das Finanzergebnis von EUR -53,0 Mio. (Vorjahr: EUR -209,1 Mio.) wird im Berichtsjahr durch die Gewinnabführung der MS von EUR 55,0 Mio. beeinflusst. Das Finanzergebnis setzt sich weiterhin aus Zinserträgen, Erträgen aus Gewinnübernahmen und Zinsaufwendungen bereinigt um Zinsen aus Steuern sowie um Aufwendungen aus der Gewinnabführung zusammen. Darüber hinaus reduzierten sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf EUR -1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 27,3 Mio.). Der negative Steueraufwand ist wie im Vorjahr auf eine Steuererstattung zurückzuführen. 4. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Absatzmenge erreichte einen neuen Rekordwert von 690.129 Tonnen (Vorjahr: 607.200 Tonnen) und profitierte direkt von der stark gesteigerten Produktion. Die Umsatzerlöse durch den Verkauf von Marktzellstoff nach Erlösschmälerungen reduzierten sich trotzdem preisbedingt gegenüber dem Vorjahr von EUR 484,4 Mio. auf EUR 456,3 Mio. Es kam während des Geschäftsjahres 2023 zu keinen Forderungsausfällen. Im Gleichklang mit der Produktion wurden mit 544,8 Gigawattstunden (GWh) deutlich mehr Überschussstrom verkauft als noch im Vorjahr (450,4 GWh). Die Einspeisung von Überschussstrom erreichte ebenfalls einen Rekordwert. Trotzdem sanken die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Überschussstrom von EUR 104,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 51,6 Mio. deutlich. Die im Vorjahr stark gestiegenen Marktpreise für Strom - infolge des Ukraine-Krieges - normalisierten sich wieder und sanken sogar unter das Vorkriegsniveau in 2022. Seit 2009 findet die Erzeugung von Überschussstrom der MS als größtes Biomassekraftwerk in Deutschland seine Anerkennung unter dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Weiterhin wurden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Biochemikalien von EUR 21,5 Mio. (Vorjahr: EUR 10,9 Mio.) erzielt. Die Erhöhung ist insbesondere auf eine höhere Produktion zurückzuführen, welche durch einen Rückgang an abgelagertem Kalamitätsholz begünstigt wurde. Die sonstigen Umsatzerlöse sanken auf EUR 19,3 Mio. (Vorjahr: EUR 30,2 Mio.). 5. Produktion Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit 703.777 Tonnen das Vorjahresniveau mit 592.682 Tonnen Zellstoff deutlich übertroffen und somit ein neuer Rekordwert in der Produktion erreicht. Die Zellstoffherstellung erfolgte an 364 Tagen (Vorjahr: 323 Tage). In 2023 wurden nur kleinere geplante Stillstände durchgeführt, eine Generalrevision wie in den Jahren 2021 und 2022 fand nicht statt. Der nächste längere geplante Stillstand erfolgt turnusgemäß wieder im Juni 2024. Die durchschnittliche Tagesproduktion lag mit 1.933 Tonnen deutlich über dem Vorjahr mit 1.835 Tonnen. Die Mehrproduktion ist einerseits auf die geringen Stillstandszeiten und andererseits auf die deutlich erhöhte Kapazität der Zellstofffabrik 2023 zurückzuführen. Erstmals zeigten die Investitionen der Vorjahre in die technischen Anlagen des Werkes ihre Wirkung. Trotz des erreichten Rekordwerts verhinderte der Wiederaufbau der beim Brandschaden vom 1. Juli 2022 beschädigten Förderbandanlagen bei laufender Produktion, dass die volle Kapazität von ca. 740.000 Tonnen erreicht werden konnte. Unberührt von den Herausforderungen in der Produktion wurde stets größter Wert auf die hohen Qualitätsvorgaben des produzierten Zellstoffes und die Einhaltung aller umweltrelevanten Vorgaben gelegt. 6. Beschaffung Zur Herstellung von Zellstoff wird in der MS hauptsächlich (ca. 75%) Nadelindustrieholz benötigt, das als Produkt beim Holzeinschlag oder bei der Durchforstung des Waldes anfällt. Die restlichen 25% des Rohstoffbedarfs der MS werden durch Hackschnitzel aus Sägewerken abgedeckt. Ungefähr 30% des gesamten Verbrauchs in Deutschland entfallen auf die Holzwerkstoff- sowie die Papier- und Zellstoffindustrie. Demgegenüber ist der Anteil für die energetische Nutzung des Rohstoffes Holz seit den 1990er Jahren gestiegen, was zu einem Wettbewerb zwischen stofflicher und energetischer Nutzung geführt hat. Die Holzbeschaffung der MS sowie die Holzlogistik zum Werk wird ausschließlich über die MH abgewickelt. Die Beschaffung ist entsprechend dem Verbrauch so aufgestellt, dass Schwankungen im Rohstoffangebot ausgeglichen werden können. Für die Transporte stehen langfristig angemietete Waggons dauerhaft zur Verfügung, die in Ganzzügen gekoppelt bundesweit über 100 Verladestationen bedienen. Weiterhin kauft die MH europaweit ein. Ein wichtiger Logistikstrom wird dabei über den Hafen in Rostock organisiert, wo Holz über die Ostsee per Schiff angeliefert wird. Durch die sehr trockenen Sommer der vergangenen Jahre war der inländische Anfall von Nadelkalamitätsholz so hoch, dass die Mengen über die Ostsee im Jahr 2023 weiterhin auf einem deutlich reduzierten Niveau eingekauft wurden. Die MS und die MH sind nach den beiden in Deutschland führenden Zertifizierungssystemen für nachhaltige Waldbewirtschaftung PEFC (Program for Endorsement of Forest Certification Schemes) und FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert. 7. Investitionen Im Jahr 2023 gingen die Zugänge in das Sachanlagevermögen von EUR 27,9 Mio. auf EUR 17,7 Mio. zurück. Schwerpunktmäßig wurde im zurückliegenden Geschäftsjahr in den Wiederaufbau der beim Brand in 2022 beschädigten Förderbandanlagen mit EUR 9,5 Mio. investiert. Im nächsten Jahr werden diese Investitionen insbesondere in eine neue Sprinkler- und Brandmeldeanlage abgeschlossen. Die restlichen Investitionen wurden vorwiegend in die Optimierung oder den Neubau von technischen Anlagen aufgewendet. So wurde unter anderem ein neu errichteter Weißlaugenbehälter in Betrieb genommen. 8. Personal- und Sozialbereich In der MS waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 456 (Vorjahr 451) Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten in 2023 betragen 30,0 Mio. (Vorjahr: EUR 29,8 Mio.). In den letzten Gehaltstarifverhandlungen des Jahres 2022 zwischen der IG BCE und den Arbeitgeberverbänden ergaben sich folgende Ergebnisse: Die Entgelte werden ab dem 1. Januar 2023 um einen Festbetrag von 150 EUR brutto und ab dem 1. April 2024 um zusätzliche 50 EUR brutto erhöht. Da MS eine abweichende tarifliche Arbeitszeit von 35 statt 38 Stunden in der Woche hat, reduziert sich der Betrag auf 138,16 EUR für vollbeschäftigte Mitarbeiter und bei den teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern entsprechend zeitanteilig. Die Ausbildungsvergütungen steigen um 75 EUR brutto, sowie ab dem 1. April 2024 um weitere 50 EUR brutto. Diese geben wir aus Kulanzgründen zu 100% weiter. Des Weiteren einigten sich die Tarifvertragsparteien auf die Anhebung der Durchfahrzulage auf 7,5%. Für Auszubildende wurden 1.200 EUR zur Abmilderung der gestiegenen Verbraucherpreise vereinbart. Diese wurde mit der Abrechnung Dezember 2022 ausgezahlt. Dieser Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2024. Zum 1. September 2024 ist die Ablösung der bisherigen Kaufmännischen und Lohntarife durch einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag (BETV) zwischen den Tarifpartnern vereinbart. Die in den Vorjahren als Reaktion auf die demographische Entwicklung aufgenommenen Aktivitäten zum Ausbildungsmarketing wurden fortgeführt. Hierzu gehörten, neben den weitergeführten Veranstaltungen mit den Schülern der Sekundarschulen in der Region, Messeauftritte bei Ausbildungsmessen in Stendal und Magdeburg, Informationsabende für Eltern und Schüler in den Schulen, von denen ein großer Anteil digital durchgeführt wurde. Mit einer Reihe von Universitäten und Fachhochschulen wurde weiterhin eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Angeboten von Praktika und der Betreuung von Abschlussarbeiten sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich durchgeführt. Für das 2023 beginnende Ausbildungsjahr wurden acht neue Auszubildende bedarfsgerecht in den Berufen Chemikant, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Mechatroniker eingestellt. Des Weiteren erfolgte die Übernahme eines Auszubildenden zum Mechatroniker im zweiten Lehrjahr, der seine Ausbildung in seinem vorherigen Ausbildungsbetrieb nicht weiterführen konnte. D. Chancen und Risiken der künftigen GeschäftsentwicklungDie künftige Geschäftsentwicklung der MS unterliegt vielfältigen Chancen und Risiken, die die Ertrags- und Finanzlage beeinflussen können. Die Geschäftsleitung beurteilt und beobachtet die Risiken kontinuierlich anhand des integrierten Managementsystems (IMS). Dies beinhaltet ein internes Kontrollsystem in Verbindung mit Sarbanes-Oxley Act (SOX), ein Qualitäts- und Umweltmanagement (QMS, UMS), ein Energiemanagement (EnMS), ein Sicherheitsmanagement inklusive Arbeitssicherheit, ein Compliance-Managementsystem (CMS) und ein Risikomanagementsystem (RMS). Im Bedarfsfall leitet sie geeignete Maßnahmen ein, um die Risiken im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage einerseits und die Wahrscheinlichkeit ihres Eintrittes andererseits zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen. Es bestehen im Wesentlichen Chancen und Risiken der folgenden Art:
Unter den beschriebenen Chancen und Risiken sehen wir die Verfügbarkeit auf der Beschaffungsseite sowie den Preis und das Wechselkursrisiko auf der Absatzseite als die wesentlichen Risiken und Chancen an. Die Entwicklung dieser Einflussfaktoren kann das Ergebnis des Folgejahres sehr deutlich beeinflussen, sowohl in positiver wie auch in negativer Hinsicht. Neben den bereits erwähnten Risiken ergeben sich für MS auch Chancen, insbesondere auf dem Energiemarkt. Erlöse aus Verkauf von Überschussstrom können zunehmen und die Nachteile aus gestiegenen Einkaufskosten für Gas ausgleichen, so es die regulatorischen Maßnahmen zulassen. Insgesamt schätzt die MS die Chancen und Risiken als ausgeglichen ein. Bestandsgefährdende Risiken werden aktuell nicht gesehen. E. Voraussichtliche EntwicklungFür das laufende Jahr wird ein leichter Rückgang des Jahresergebnisses prognostiziert. Die größte Unsicherheit besteht in Bezug auf die weitere Entwicklung im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt in der Ukraine und den zunehmenden regulatorischen Maßnahmen. Die Zellstoffpreise werden nur auf einem leicht höheren Niveau erwartet als im Jahr 2023. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Zellstoff in 2024 werden auch von einem leicht steigenden Produktions- und Verkaufsvolumen bei Zellstoffprodukten positiv beeinflusst werden, insgesamt aber nur leicht ansteigen. Die Umsätze aus dem Verkauf von Überschussstrom und Biochemikalien werden nach unserer Einschätzung wegen der weiter gefallenen Marktpreise im Verlauf des Jahres 2023 leicht unterhalb des Vorjahres prognostiziert. In Summe wird aber von leicht steigenden Umsatzerlösen ausgegangen. Im Jahr 2024 wird zwar grundsätzlich mit einer weiteren Beruhigung der Preise für Holz, Prozesschemikalien und Energie gerechnet, jedoch immer noch auf einem höheren Niveau als noch im Mittel der letzten Jahre. Dies gilt im Besonderen für die Holzpreise. Die Ertragskraft für 2024 wird auch wegen der turnusmäßig wieder anstehenden Generalrevision sowie aufgrund des Fehlens von einmaligen Sonderfaktoren wie in 2023 insgesamt geringer ausfallen als im Vorjahr. Demzufolge wird ein leichter Rückgang beim EBITDA für das Jahr 2024 erwartet. Die Prognosen basieren auf eigenen Einschätzungen, die nach der Auswertung von Analystenmeinungen zur Entwicklung von Preisen und Wechselkursen vorgenommen wurden. Wir weisen darauf hin, dass bezüglich dieser Annahmen erhebliche Unsicherheiten bestehen, so schwanken die vorhergesagten EUR/USD-Umrechnungskurse für 2024 zwischen 1,0859 und 1,1571 auf der Analyseseite https://kursprognose.com/euro-dollar-prognose. Bezogen auf das geplante Geschäft der MS würde sich allein aus dieser Schwankungsbreite ein EBITDA-Effekt in Höhe von bis zu EUR 30 Mio. im Jahr 2024 ergeben. Die Angaben und Erwartungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, sind aber aufgrund der Zukunftsorientierung selbstverständlich mit den entsprechenden Unsicherheiten behaftet.
Arneburg, 25. März 2024 André Listemann, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023HRB 2446, Amtsgericht StendalAllgemeine HinweiseDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Mercer Stendal GmbH, Arneburg (im Folgenden kurz "MS"), wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die MS ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite um den Posten Emissionsberechtigungen und auf der Passivseite um den Sonderposten für Investitionszuschüsse erweitert. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der derzeit gültigen Fassung. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert. Folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden den planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegt:
Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu je EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden in einem Sammelposten erfasst, der im Jahr der Bildung und den vier folgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Ausnahme hiervon bilden die Holzvorräte, welche nach dem FIFO Verfahren bewertet werden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die die direkten Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit durch die Fertigung veranlasst, umfassen. CO 2 -Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Unentgeltlich erworbene CO 2 -Emissionsrechte werden zum Zeitpunkt der Ausgabe mit dem Zeitwert bewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei der Vorratsbewertung wird das Niederstwertprinzip berücksichtigt. Im Geschäftsjahr wurde die Werthaltigkeit der Ersatzteile überprüft. Der Anpassungsbetrag beträgt TEUR 239 (aufwandserhöhend). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich vorgenommener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital sowie die übrigen Eigenkapitalpositionen sind zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten wurde für Investitionszuschüsse (Gemeinschaftsaufgabe: "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur") gebildet. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Fremdwährungsumrechnung in Euro Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Ersterfassung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, wobei bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr noch nicht realisierte Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestehen nicht. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist. Angaben zum Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:
* vor Gewinn- oder Verlustübernahme des Ergebnisses der ML durch MS auf Grund des bestehenden Beherrschungsvertrags Mit notariell beurkundetem Anteilskaufvertrag vom 19. Dezember 2023 und dazugehöriger einvernehmlicher Änderung des notariell beurkundeten Anteilskaufvertrags vom 29. Dezember 2023 hat die Mercer Stendal GmbH sämtliche Anteile von 75,075% (EUR 25.000) an der Mercer Holz GmbH an die Mercer Europe GmbH veräußert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen stellen sich wie folgt dar:
Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten mit TEUR 2.151 enthält Versicherungsbeiträge (TEUR 1.666) und sonstige Leistungen (TEUR 485). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 41.408.018,00. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 3.073), Abwasserabgabe (TEUR 15), Emissionsberechtigungen (TEUR 2.104), Erlösschmälerungen (TEUR 195), sowie den Personalbereich (TEUR 1.547). Von den ausstehenden Rechnungen entfallen TEUR 1.587 auf Investitionen in das Anlagevermögen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Latente Steuern Mit dem ab dem 1. Januar 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrag trat die MS in eine Organschaft mit der Organträgerin ME ein. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden nun auf Ebene der Organträgerin ME bilanziert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Die MS verpflichtet sich gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zum Ausgleich der zukünftigen Verluste der ML. Die Sauerstoff- und Gaslieferverträge wurden abgeschlossen, um zukünftig benötigte Mengen zu vorteilhaften Konditionen langfristig zu sichern. Bei den Obligos handelt es sich um offene Bestellungen für zukünftige Investitionen und größere Reparaturmaßnahmen. Die Serviceverträge wurden abgeschlossen, um jährlich wiederkehrende Dienstleistungen langfristig zu gesicherten Konditionen mit den gleichen Serviceanbietern zu sichern. Durch langfristige Mietverträge kann das Risiko eines hohen Liquiditätsabflusses, wie bei einem Kauf, verhindert werden. Haftungsverhältnisse Seit September 2022 besteht eine gemeinsame Kreditlinie "Revolving Facility" in Höhe von EUR 300,0 Mio. Mit der Vereinbarung vom 22. März 2023 und gemäß "Increase Certificate" vom 18. September 2023 wurde die Kreditlinie auf insgesamt EUR 370,1 Mio. erhöht. Die Gesellschaften Mercer Rosenthal GmbH (MR), Mercer Timber Products GmbH, Mercer Timber Products Stendal GmbH, Mercer Torgau GmbH & Co.KG, Mercer Holz GmbH, Mercer Europe GmbH, Mercer Stendal Logistik GmbH, Mercer Pulp Sales GmbH sowie Mercer Stendal GmbH haften gesamtschuldnerisch. Unter dem vorgenannten Vertrag stehen den Kreditnehmern Ancillary Facilities in Höhe von maximal EUR 50,0 Mio. in Anrechnung auf die "Revolving Facilitiy" Gesamtlinie zur wahlweisen Ausnutzung als Kontokorrent bzw. Avalkredit zur Verfügung. Die Mercer Stendal GmbH hat die Gesamtlinie zum Bilanzstichtag lediglich im Rahmen eines Avalkredits von EUR 0,1 Mio. in Anspruch genommen. Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen in der Vergangenheit vollumfänglich erfüllt wurden und auch künftig voraussichtlich erfüllt werden. Zum Bilanzstichtag wird die Kreditlinie auch von Mercer Timber Products GmbH, Mercer Torgau GmbH & Co.KG, Mercer Holz GmbH und Mercer Europe GmbH in Anspruch genommen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse für Zellstoff teilen sich regional in die folgenden Gebiete auf:
Nach Produktarten gegliedert wurden mit ECF-Zellstoff TEUR 320.504 (Vorjahr TEUR 331.691) und mit TCF-Zellstoff TEUR 140.755 (Vorjahr TEUR 158.173) Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen erzielt. Sonstige Umsatzerlöse wurden mit dem Verkauf von Strom im Inland TEUR 51.586 (Vorjahr: TEUR 104.228) und Nebenprodukten der Zellstoffherstellung TEUR 21.530 (Vorjahr: TEUR 10.921) erzielt. Darüber hinaus wurden sonstige Umsatzerlöse von TEUR 19.275 (Vorjahr TEUR 30.194) vor allem aus der Erbringung von Dienstleistungen im Konzernverbund erwirtschaftet. Darin sind sonstige Umsatzerlöse aus dem Erdgaseinkauf mit MR mit TEUR 14.807 (Vorjahr: TEUR 19.752) enthalten. Da auch Erdgasmengen der MR im Bilanzkreis der MS eingekauft werden, erfolgt eine Weiterberechnung an das Zellstoffwerk MR in Thüringen. Die Einkaufskosten dafür werden in den Materialaufwendungen ausgewiesen. Frei gewordene Erdgasmengen wurden zu Marktpreisen verkauft, dabei wurden Erlöse von TEUR 1.082 (Vorjahr: TEUR 6.919) erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (TEUR 3.797), Erträge aus der Erstattung von Energie- und Stromsteuer (TEUR 5), Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 2.412), empfangene Schadensersatzleistungen im Zusammenhang mit dem Brandschaden (TEUR 27.531) sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (TEUR 36). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Frachten (TEUR 27.582), Aufwendungen aus Kursverlusten (TEUR 4.497) und Aufwendungen aus der Inanspruchnahme von Rechten und Diensten (TEUR 11.050). Darin sind auch Aufwendungen aus Verlusten aus Schadensfällen (TEUR 14), periodenfremde Aufwendungen (TEUR 856) sowie das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 314 enthalten. Davon entfallen TEUR 314 auf Abschlussprüfungsleistungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund des geltenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Organträgerin ME entfallen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.682 ausschließlich auf periodenfremde Steuererstattungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr 2021. Eine quantitative Angabe des Steueraufwands im Sinne des § 285 Nr. 30a HGB, der sich nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach §274 Abs. 3 Nr. 2 HGB ergibt, ist nach aktuellem Stand noch nicht möglich. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Anwendung dieser Gesetze Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, da der effektive Steuersatz, den die Gesellschaft zahlt, über dem Mindeststeuersatz von 15% liegt. Die Mercer Europe GmbH setzt sich als Konzernmutter für die Jurisdiktion Deutschland mit den Vorgaben aus dem deutschen Mindeststeuergesetz auseinander. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern von TEUR 268 (Vorjahr TEUR 125) betreffen im Geschäftsjahr vor allem Stromsteuer. Sonstige AngabenGeschäftsführung Mitglied der Geschäftsführung der Mercer Stendal GmbH war im Geschäftsjahr 2023:
Die Gesellschaft macht in Bezug auf die Angabe der Organbezüge von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 456 Arbeitnehmer (Vorjahr: 451) beschäftigt. Diese teilen sich zum Ende des Geschäftsjahres in die folgenden Bereiche auf:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine marktunüblichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Konzernverhältnisse Die Mercer International Inc., Seattle, Washington / USA ("Mercer Inc."), ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt wird, ist in englischer Sprache bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) erhältlich. Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts Der Konzernabschluss der Mercer International Inc., Seattle, Washington/USA, hat für die MS befreiende Wirkung von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Wesentliche Abweichungen in den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden bestehen im befreienden Konzernabschluss bei den Sachanlagen durch abweichende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern in den Vorjahren und die Kürzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten um die erhaltenen Investitionszuschüsse. Darüber hinaus besteht eine Vielzahl an Leasingverhältnissen, welche im Konzernabschluss als Finanzierungsleasing bilanziert werden, während im handelsrechtlichen Abschluss keine Aktivierung (operatives Leasing) erfolgt. Latente Steuern werden je steuerpflichtiger Gesellschaft errechnet und die jeweiligen aktiven bzw. passiven Überhänge werden als langfristiger Posten verrechnet. Der Konzernabschluss der Mercer International Inc., Seattle, Washington/USA, soll in englischer Sprache im elektronischen Unternehmensregister offengelegt werden. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, die weder in der Bilanz noch Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind. ErgebnisverwendungsvorschlagDem ab 1. Januar 2022 geltenden Ergebnisabführungsvertrag folgend wurde der Jahresüberschuss 2023 der MS in Höhe von 54.985.450,12 Euro an die Organträgerin ME abgeführt.
Arneburg, 25. März 2024 André Listemann, Geschäftsführer Anlagenspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mercer Stendal GmbH, Arneburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mercer Stendal GmbH, Arneburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercer Stendal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 25. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Frederik Mielke, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Katzy, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.06.2024 festgestellt. |
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