Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 403568
Vorher
InterKordSA GmbHIntercord Thüringen GmbH
Eingetragen
31.1.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen darausHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung, die Weiterverarbeitung, der Handel und der Vertrieb von technischen Fäden jeder Art, insbesondere aber nicht ausschließend Single End Cord und Tire Cord Fabric Ferner hat die Gesellschaft die Beteiligung an anderen Unternehmen mit einem verwandten Unternehmenszweck sowie deren Geschäftsführung unter Übernahme der unbeschränkten Haftung zum Gegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Trillhase
seit 26.1.2026
Prokura
Axel Magin
seit 5.11.2025
Geschäftsführer
Michael J. Dubin
seit 12.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Beaver Manufacturing Company, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Beaver Manufacturing Company, Inc.
United States
6.124.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Beaver Manufacturing GmbH

Mühlhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Beaver Manufacturing GmbH, Mühlhausen

1. Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Die Beaver Manufacturing GmbH ist ein international agierender Hersteller von Einzelfäden den Single-End-Cords bzw. kurz SEC. Einzelfäden sind im Allgemeinen verzwirnte, mit Chemikalien beschichtete und verstreckte Chemiefasern. Die breite Produktpalette der Beaver Manufacturing GmbH umfasst Steif- und Weichcorde sowie zementierte Corde für Kraftübertragungselemente, Antriebsriemen, Schläuche, Reifen für Automotiv und für die Industrie, Papiermaschinenbespannungen, Luftfedersysteme und verschiedene andere technische Gummianwendungen für Automotiv und Industrie.

Die Firma Beaver Manufacturing GmbH befindet sich vollständig im Eigentum der Firma Beaver Manufacturing Company,12ED Needham Drive, Mansfield, GA 30055, USA. Die 2020 erfolgte Übernahme der Beaver Manufacturing GmbH hat sich in Bezug auf die Zielsetzung der Sicherung des Europäischen Marktes für Beaver Produkte und der Erweiterung der Produktpalette für den Markt und die Kundschaft weiterhin positiv ausgewirkt. Die unterschiedlichen Herstellungstechnologien ermöglichen die Erweiterung des Marktes in der EU und den USA.

2. Bericht zur gesamtwirtschaftlichen Lange und Branchensituation

Im Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr. Während die globale Wirtschaftsleistung 2022 noch um 3,5 % gestiegen war, betrug das Wachstum 2023 lediglich 3,3 %. Diese Abschwächung resultierte aus einer Vielzahl globaler Herausforderungen, die das wirtschaftliche Wachstum hemmten. Trotz dieser Verlangsamung blieb die Weltwirtschaft insgesamt auf einem positiven Kurs, auch wenn die Unsicherheiten und Risiken im globalen Umfeld zunahmen.

Die deutsche Wirtschaft sah sich 2023 ebenfalls erheblichen Herausforderungen gegenüber und entwickelte sich nur verhalten. Nach einem schwierigen Jahr 2022, das durch Energiekrisen, Inflation und Probleme in den Lieferketten geprägt war, setzte sich die wirtschaftliche Unsicherheit fort. Obwohl in einigen Bereichen Anzeichen einer Stabilisierung erkennbar waren, war das Wirtschaftswachstum im Geschäftsjahr leicht rückläufig. Vor allem die industrielle Produktion litt weiterhin unter hohen Kosten und einer rückläufigen globalen Nachfrage. In bestimmten Branchen, wie der Automobil- und Maschinenbauindustrie, zeigten sich jedoch erste Anzeichen einer Erholung, da Unternehmen verstärkt in digitale Transformation und nachhaltige Technologien investierten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig belasteten die anhaltend hohe Inflation und steigende Zinsen sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionsbereitschaft. Infolgedessen entwickelte sich die deutsche Wirtschaft rückläufig und blieb hinter den Erwartungen vieler Experten zurück.

3. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Beaver Manufacturing GmbH im Geschäftsjahr 2023 begann zunächst planmäßig, wobei der Umsatz im ersten Quartal noch im Einklang mit den Budgetvorgaben lag. Ab dem zweiten Quartal zeigte sich jedoch ein deutlicher Rückgang der Auftragseingänge in einzelnen Geschäftssparten, was vor allem auf die zuvor genannten Gründe zurückzuführen ist. In der Folge verzeichneten wir im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 20 %. Im Gleichklang mit dem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von 4.814 T€ reduzierten sich auch die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren (3.966 T€), sodass ein operatives Ergebnis in etwas in Höhe des Vorjahres erzielt wurde.

Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr, einschließlich des eingetretenen Auftragsrückganges sowie aufgrund von Lieferengpässen, wird die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 als nicht zufriedenstellend eingeschätzt.

4. Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Gesellschaft werden insbesondere die folgenden Leistungsindikatoren herangezogen:

• EBITDA (Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen und Ertragsteuern)

• Rohergebnis

• Materialbestände und deren Umschlagshäufigkeit

• Cashflow.

Ferner werden die folgenden nichtfinanziellen Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens verwendet:

• Absatzmenge pro Segment, Monat und Jahr

• Health, Safety & Environmental (HSE)

• Qualität

• Liefertreue

• Produktivität

• Durchlaufzeit

• Umwelt- und Energiekennzahlen.

5. Ertragslage

Im Jahr 2023 sanken die Umsatzerlöse auf 19.153,9 T€, was einem Rückgang von 20,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf die nachlassende globale Nachfrage und die damit verbundene geringere Abnahme zurückzuführen.

Die Gesamtabsatzmenge (einschließlich Lohn-Zwirnen), sank im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 % auf 1.686 t (Vorjahr: 2.397 t). Besonders stark war der Rückgang bei Handelswaren, die sich um 83 % auf 55 t (Vorjahr: 323 t) verringerten.

Die Materialaufwendungen reduzierten sich um 4.411 T€ auf 12.579 T€ (Vorjahr: 16.990 T€), was einer Verringerung von etwa 26 % entspricht. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Rohergebnis von 6,5 Mio. € erzielt, wobei Einsparungen bei den Rohmaterialien die Hauptursache für die gesunkenen Materialaufwendungen waren. Die Energiekosten stiegen unter Berücksichtigung der Energiekostenpreisbremse insgesamt um 110 T€, was einer Erhöhung von 6,7 % entspricht. Die Lagerbestände an Rohmaterialien sowie fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurden um 365 T€ auf 3.711 T€ reduziert.

Der Personalaufwand verringerte sich im Berichtsjahr um 364 T€ auf 4.897 T€ (Vorjahr: 5.261 T€). Damit stieg die Personalaufwandsquote auf 25,6 % der Gesamtleistung, was einem Anstieg von 3,3 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 174 T€ auf 2.097 T€ (Vorjahr: 1.923 T€). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Raumkosten aufgrund höherer Energiepreise, durchgeführte Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen an unseren Anlagen und Maschinen, Werbekosten und erhöhte Versicherungskosten zurückzuführen.

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt -1.259 T€ (Vorjahr: -1.267 T€). Das EBITDA verbesserte sich leicht auf -473 T€, verglichen mit -608 T€ im Vorjahr.

Ursprünglich war für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA von 1,5 Mio. € und ein Rohergebnis von 8,7 Mio. € prognostiziert worden. Diese Prognose konnte jedoch aufgrund eines erheblichen Rückgangs der Nachfrage nicht erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird jedoch eine Verbesserung der Ertragslage erwartet, bedingt durch Mengen- und Preiserhöhungen.

6. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 13.114 T€ (Vorjahr: 15.022 T€) und hat sich um 1.908 T€ verringert.

Das Anlagevermögen sank leicht um 22 T€. Es wurden Investitionen in Höhe von 626 T€ vorgenommen, wobei der wesentliche Teil die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft. Das Anlagevermögen beträgt somit rund 5.425 T€ und hat einen Gesamtanteil an der Bilanzsumme von 41 %.

Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich das Umlaufvermögen um 2.033 T€ und beträgt zum Bilanzstichtag 7.499 T€. Im Detail sanken die Vorräte um 371 T€ auf 3.711 T€, was auf die Bereinigung von Altbeständen und den fortgesetzten Verbrauch der Waren zurückzuführen ist. Ebenso reduzierten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1.643 T€ auf 3.760 T€, hauptsächlich bedingt durch die Tilgung der vertraglichen Vereinbarung mit dem Gesellschafter, die mit 642 T€ zurückgezahlt wurde, sowie dem auftragsbedingten Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 906.

Auf der Passivseite stiegen die Sonderposten für Zulagen und Zuschüsse um 48 T€ auf 286 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich durch die Rückzahlung von Darlehen von 3.874 T€ auf 3.648 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten um 113 T€ gesenkt werden und betragen zum Bilanzstichtag 2.724 T€.

Insbesondere durch den Jahresfehlbetrag hat sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 %-Punkte verringert und liegt bei nun 45,9 %. Die Verschuldung blieb im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert, da die Investitionen aus den Eigenmitteln finanziert wurden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 1.074 T€ (Vorjahr: -328 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten beträgt -533 T€ (Vorjahr: -1.398 T€). Die Investitionen konnten daher vollständig aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres betrug -2.037 T€ (Vorjahr: -1.813 T€). Den finanziellen Verpflichtungen konnte im Geschäftsjahr nachgekommen werden. Die weitere Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch den erwarteten positiven operativen Cashflow sowie bei Bedarf unter Rückgriff auf Finanzmittel des Gesellschafters.

7. Produktion

Aufgrund der unvorhersehbaren Schwankungen und des Rückgangs der Anfragen im Berichtszeitraum mussten wir die Produktion vorübergehend einstellen und das Personal in Kurzarbeit versetzen. Die dadurch entstandenen Stillstandszeiten wurden genutzt, um Wartungsarbeiten und Reparaturen an den Anlagen durchzuführen.

8. Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr haben wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden Prozesse maßgeschneidert, optimiert und implementiert, wobei der Schwerpunkt auf den Bereichen Riemenkorde, Luftfedersysteme und Schläuche lag. Der Technologietransfer von Beaverloc durch Beaver USA wurde erfolgreich weiter vorangetrieben, um unsere europäischen Kunden zu bedienen. Strategisch zielt diese Erweiterung darauf ab, unser bestehendes Produktportfolio zu optimieren, die Verfahren weiterzuentwickeln und die Herstellungskosten im Sinne der Nachhaltigkeit zu senken.

9. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 konnten nicht alle geplanten Projekte abgeschlossen werden. Die getätigten Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände beliefen sich insgesamt auf 626 T€.

10. Risikobericht

Branchenrisiken

Unsere Branche sowie die damit verbundenen Industriezweige sind stark von der globalen Wirtschaftslage abhängig. Das Ausmaß und die Bedeutung der wirtschaftlichen Risiken in unserem Umfeld hängen maßgeblich von der allgemeinen Branchenentwicklung ab. Wesentliche Einflussfaktoren sind hierbei die Entwicklungen des allgemeinen Maschinen- und Anlagenbaus und der Automobilindustrie sowie globale politische Veränderungen.

Beschaffungsrisiken

Eine bedeutende Risikokomponente stellt die Rohstoffknappheit dar. Dank unserer Technologie, Fachkompetenz und modernster Maschinen sowie durch die enge Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft in den USA sind wir jedoch gut gerüstet, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Ein weiteres Risiko sehen wir in der globalen Lieferkette, da Naturkatastrophen, Transportengpässe oder die hohe Abhängigkeit von bestimmten Transportwegen zu Rohstoffengpässen führen können. Eventuelle Risiken durch fehlerhafte Produkte werden durch eine Produkthaftpflichtversicherung minimiert.

Personalrisiken

Im Bereich Personal sehen wir Risiken aufgrund des Fachkräftemangels und der alternden Belegschaft. Sowohl bei der Rekrutierung als auch bei der Bindung von Fachkräften stehen wir im Wettbewerb mit anderen lokalen Arbeitgebern. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzen wir auf Maßnahmen zur Weiterbildung und Qualifizierung der bestehenden Belegschaft. Zusätzlich versuchen wir durch gezieltes Recruiting und Employer Branding in Zusammenarbeit mit externen Partnern, diesen Herausforderungen zu begegnen. Ebenso legen wir einen starken Fokus auf die Ausbildung unseres Nachwuchses.

Zinsänderungsrisiken

Marktzinsänderungen, die zu höheren Zinssätzen führen, stellen ein Risiko für unsere Kontokorrentkredite dar. Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente wurde im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Bei unseren langfristigen Finanzierungsinstrumenten setzen wir auf Tilgungsdarlehen.

Ausfallrisiken

Erkennbare Ausfallrisiken bei finanziellen Vermögenswerten werden durch entsprechende Wertberichtigungen abgedeckt. Angesichts der Bonität unserer Kunden ist derzeit jedoch nicht mit wesentlichen Forderungsausfällen zu rechnen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die vorhandenen Kreditlinien gesichert. Aktuell sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

11. Chancenbericht

Die Beaver Manufacturing GmbH sieht bedeutende Chancen vor allem durch die Erweiterung der Marktsegmente in den Bereichen Luftfedern, Antriebsriemen und zusätzliche Mengen bei Schlauchkonstruktionen. Auch die enge Zusammenarbeit mit Kunden, einschließlich Allianzen und Kooperationen, soll das Umsatzwachstum nachhaltig positiv beeinflussen. In diesem Zusammenhang wurden folgende strategische Maßnahmen beschlossen:

• Erweiterung der Kundenbasis für Beaverloc Produkte.

• Kontinuierliche Verbesserung der Erfolgsfaktoren Prozessqualität, Produktivität & des Energieeinsatzes.

• Fokussierung auf Produkte mit überdurchschnittlichen Margen durch neue Vereinbarungen und Verträgen mit Kunden.

• Wöchentliche Management-Meetings zur Besprechung von Erfolgsfaktoren wie Umsatz, Produktionsplänen, Liquidität, Kosten, Beständen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Krediten.

• Realisierung von Synergieeffekten durch eine konsolidierte Beschaffung.

• Modernisierung und Optimierung von Technologien zur Realisierung von Einsparpotentialen.

• Strenge Überwachung aller Ausgaben und Investitionen, wobei Einsparungen, wo möglich, realisiert wurden.

• Ausbau der Synergieeffekte zwischen Beaver USA und Beaver Germany.

• Enge Zusammenarbeit mit Kunden und strategischen Partnern.

• Konsequent nutzer- und kundenorientierte digitale Prozesse, unterstützt durch neue IT-Systeme, mit hoher Priorität umgesetzt.

• Fortlaufende Optimierung der Produktionskapazitäten zur Maximierung der Anlagenauslastung und Effizienzsteigerung.

• Sicherung der Unternehmenszukunft durch den Einsatz neuer Technologien.

12. Prognosebericht

Alle im Bericht enthaltenen Bewertungen und Erwartungen beruhen auf unseren sorgfältigen Einschätzungen. Soweit absehbar, wurden mögliche Auswirkungen von wirtschaftlichen Entwicklungen und unternehmensrelevanten Faktoren in den jeweiligen Prognosen berücksichtigt.

Wir gehen davon aus, dass sich im kommenden Geschäftsjahr das Umfeld moderat positiv entwickeln wird. Insbesondere erwarten wir ein stabiles Wachstum in den für uns relevanten Märkten. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und möglicher wirtschaftlicher Volatilität bleiben wir zuversichtlich, dass wir unsere Marktposition weiter stärken können.

Die Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres 2024 ist wie prognostiziert weiterhin gestiegen. Die verstärkte Fokussierung auf Produkte mit überdurchschnittlichen Margen und die Erweiterung unseres Kundenkreises werden voraussichtlich zu einer positiven Umsatzentwicklung führen. Der Wettbewerb bleibt herausfordernd, aber wir sehen uns durch unsere Innovationskraft, Qualität und nachhaltige Marktpräsenz gut aufgestellt, um zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.

Für das Geschäftsjahr 2024 werden ein EBITDA in Höhe von 1,33 Mio. € und ein Rohergebnis in Höhe von 8,44 Mio. € erwartet. Das moderate Umsatzwachstum basiert auf den aktuellen Marktbedingungen und unserer strategischen Ausrichtung. Wir streben an, unsere Kostenstruktur weiter zu optimieren und die Profitabilität zu erhöhen. Die Verbesserung der Margen durch Fokussierung auf hochmargige Produkte sowie die Ausweitung der Synergieeffekte werden voraussichtlich zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses beitragen. Wir prognostizieren eine Verbesserung des Cashflows aufgrund unserer bereits eingeführten Maßnahmen und der weiteren Verbesserung unseres Liquiditätsmanagements.

Trotz der positiven Prognose gibt es weiterhin Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten. Dazu zählen unter anderem die Volatilität auf den Rohstoffmärkten, mögliche Störungen in der Lieferkette sowie das anhaltende Risiko des Fachkräftemangels. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um diesen Risiken zu begegnen.

Insgesamt blicken wir optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. Die Maßnahmen, die wir zur Steigerung der Effizienz, Qualität und Kundenorientierung ergriffen haben, werden uns voraussichtlich in die Lage versetzen, unsere Wachstumsziele zu erreichen und unsere Marktstellung weiter auszubauen. Wir werden weiterhin flexibel auf Marktveränderungen reagieren und unsere Strategie entsprechend anpassen, um die langfristige Stabilität und den Erfolg unseres Unternehmens zu sichern.

 

Mühlhausen, den 20. November 2024

Beaver Manufacturing GmbH

Jörg Czempisz, Geschäftsführer

Michael J. Dubin, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.424.676,71 5.446.975,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 283.219,00 194.491,52
II. Sachanlagen 5.141.457,71 5.252.483,84
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.560.675,71 2.753.311,71
2. technische Anlagen und Maschinen 2.117.772,00 1.948.776,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 463.010,00 332.408,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 217.988,13
B. Umlaufvermögen 7.499.350,51 9.531.841,46
I. Vorräte 3.711.003,57 4.081.585,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.760.307,32 5.402.607,26
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 641.548,14
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.760.307,32 4.761.059,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 28.039,62 47.649,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 190.358,18 42.945,09
Aktiva 13.114.385,40 15.021.761,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.019.658,49 7.279.007,26
I. Gezeichnetes Kapital 6.124.000,00 6.124.000,00
II. Kapitalrücklage 349.869,58 349.869,58
III. Gewinnvortrag 805.137,68 2.072.085,26
IV. Jahresfehlbetrag 1.259.348,77 1.266.947,58
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 239.307,89 180.364,50
C. andere Sonderposten 47.094,62 57.620,78
D. Rückstellungen 185.434,98 156.308,32
E. Verbindlichkeiten 6.622.889,42 7.348.461,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.648.199,21 3.874.165,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.483.348,80 2.268.000,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.164.850,41 1.606.165,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 295.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 295.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.974.690,21 3.179.295,24
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.974.690,21 3.179.295,24
Passiva 13.114.385,40 15.021.761,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.533.108,96 6.576.583,34
2. Personalaufwand 4.896.934,77 5.261.475,57
a) Löhne und Gehälter 4.069.819,11 4.462.988,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 827.115,66 798.487,18
davon für Altersversorgung 25.301,34 22.438,00
3. Abschreibungen 648.238,77 552.870,71
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 648.238,77 552.870,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.097.057,47 1.923.129,84
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.423,58 41.826,75
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 363,00 0,21
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 139.191,36 95.679,20
davon an verbundene Unternehmen 2.502,08
7. Ergebnis nach Steuern -1.247.950,41 -1.256.571,77
8. sonstige Steuern 11.398,36 10.375,81
9. Jahresfehlbetrag 1.259.348,77 1.266.947,58

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Beaver Manufacturing GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Mühlhausen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 403568

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgten anhand der AfA-Tabellen der Finanzverwaltung.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 EUR werden vollständig im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern sich am Bilanzstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert ergab, wurde dieser angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der FiFo-Methode gemäß § 256 Satz 1 HGB.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen werden Zuwendungen der Thüringer Aufbaubank sowie des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausgewiesen. Diese werden analog zu den Nutzungsdauern der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Stichtag beträgt die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weniger als ein Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter

Die im Vorjahr ausgewiesene Forderung gegen Gesellschafter in Höhe von 642 TEUR wurde im Geschäftsjahr vorzeitlich in voller Höhe beglichen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 251 TEUR auf 156 TEUR vermindert.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen Personalkosten 72.500 EUR
Rückstellungen Gewährleistungen 45.000 EUR
Rückstellungen Abschluss und Prüfung 58.800 EUR

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten im Vorjahr aus einem kurzfristigen Darlehen, welches im Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt wurde.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.268.307,04 EUR.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
Sicherungs- vermerk
gegenüber Kreditinstituten 3.648 2.483 1.165 0 1-2-5
- Vorjahr 3.874 2.268 1.508 98 1-2-5
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
- Vorjahr 31 31 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 2.724 2.724 0 0
- Vorjahr 2.837 2.837 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
- Vorjahr 295 295 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 251 251 0 0
- Vorjahr 312 312 0 0
Summe 6.623 5.458 1.165 0
Summe Vorjahr 7.349 5.743 1.508 98

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Firmenwagen betragen 31 TEUR. Das Bestellobligo beträgt 13 TEUR.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Grundpfandrechte und Bürgschaften in Höhe von 3.000 TEUR.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 62
Angestellte 28
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 90

Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Aus dem Mindeststeuergesetz ergeben sich keine Auswirkungen. Die Gesellschaft erzielt und versteuert ihr zu versteuerndes Einkommen ausschließlich in Deutschland.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Jörg Czempisz Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Michael J. Dubin Beruf: Geschäftsführer

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag eine 100%ige Tochter der Beaver Manufacturing Co., Inc. mit Sitz in Mansfield, Georgia, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis vom Unternehmen aufstellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 1.259 TEUR wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 805 TEUR auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Mühlhausen, den 25. November 2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

Mühlhausen, den 20.11.2024

gez.

Jörg Czempisz

Michael J. Dubin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Beaver Manufacturing GmbH, Mühlhausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Beaver Manufacturing GmbH, Mühlhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beaver Manufacturing GmbH, Mühlhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 20. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thomas Sauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Max Dietrich, Wirtschaftsprüfer

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