Dyckerhoff AktiengesellschaftLiquidiert
65203 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Sievert seit 31.1.2014 | Prokura |
Luigi Buzzi seit 23.1.2014 | Prokura |
Paolo Maggi seit 23.1.2014 | Prokura |
Christian Weiler seit 15.1.2014 | Prokura |
Paolo Zelano seit 15.1.2014 | Prokura |
Luigi Buzzi seit 15.1.2014 | Prokura |
Dirk Beese seit 15.1.2014 | Prokura |
Massimo Paris seit 15.1.2014 | Prokura |
Lars Kresse seit 8.5.2013 | Prokura |
Susanne Hoffmann seit 19.6.2012 | Prokura |
Ingo Sosna seit 19.6.2012 | Prokura |
Thomas Deuse seit 19.8.2011 | Prokura |
Paul Vogel seit 19.8.2011 | Prokura |
Jürgen Rhein seit 6.6.2011 | Prokura |
Silvia Häußermann seit 6.6.2011 | Prokura |
Isabel Ariane Rautenberg seit 6.6.2011 | Prokura |
Ralf Schmees seit 6.6.2011 | Prokura |
Jochen Korn seit 6.6.2011 | Prokura |
Daniel Piezonka seit 4.8.2010 | Prokura |
Gerd Best seit 7.5.2010 | Prokura |
Thomas Bilz seit 7.5.2010 | Prokura |
Peter Kremer seit 9.2.2010 | Prokura |
Nikolai Zöllkau seit 23.11.2009 | Prokura |
Georg Markowski seit 28.4.2009 | Prokura |
Markus Lappe seit 28.4.2009 | Prokura |
Birgit Eggersmeier seit 28.4.2009 | Prokura |
Holger Meyer-Oehme seit 28.4.2009 | Prokura |
Stefan Schmid seit 28.4.2009 | Prokura |
Wolfgang Bauer seit 16.3.2004 | Vorsitzender des Vorstands |
Michele Buzzi seit 26.2.2004 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dyckerhoff AGWiesbadenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Lagebericht des Dyckerhoff Konzerns für das Geschäftsjahr 2011ÜberblickMehrjahresübersicht
Überblick über das Geschäftsjahr 2011Unser Zementabsatz stieg um 15 % auf 15,9 Mio. t, der Transportbetonabsatz erhöhte sich um 19 % auf 7,9 Mio. m 3 . Im Jahr 2011 hat unser Geschäft stark von dem untypischen Winter profitiert, der nahezu ganzjährigen Zement- und Betonabsatz ermöglichte. Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 186,8 Mio. EUR oder 13,2 % auf 1,6 Mrd. EUR. Der um Veränderungen im Konsolidierungskreis und Wechselkursveränderungen bereinigte Konzernumsatz wuchs um 12,7 %. Neben dem besseren Absatz haben sich auch die Großinvestitionen der letzten Jahre in die neue Ofenlinie in Russland, in die Kohlemühlen in der Ukraine und auch in die Zementmühle in Luxemburg positiv ausgewirkt. Hier konnten wir durch eine effizientere Produktion die Kostensteigerungen insbesondere bei den Brennstoffen teilweise auffangen. Das Konzern-EBITDA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 72,4 Mio. EUR bzw. 33,1 % auf 291,0 Mio. EUR. Darin enthalten sind positive Einmaleffekte in Höhe von insgesamt 6,3 Mio. EUR (vor allem aus dem Verkauf eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes in Luxemburg). Dagegen beliefen sich die Einmaleffekte im Jahr 2010 auf minus 10,6 Mio. EUR (im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kapazitätserweiterung im Werk Suchoi Log in Russland sowie für die "Einmottung" des US-Werks Oglesby). Veränderungen im Konsolidierungskreis wirkten sich mit 3,3 Mio. EUR positiv aus; Wechselkurseffekte verminderten das EBITDA um 2,8 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge des Dyckerhoff Konzerns erhöhte sich von 15,5 % auf 18,2 %. Das EBIT stieg um 124,8 Mio. EUR; hier wirkte sich neben den operativen Verbesserungen der Wegfall der außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 73,2 Mio. EUR für die "Einmottung" des Werks Oglesby in den USA aus. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 72,9 Mio. EUR (2010: 14,2 Mio. EUR); der Konzernüberschuss beläuft sich auf 65,6 Mio. EUR (2010: 6,4 Mio. EUR). Der Vorstand schlägt vor, dass die Dyckerhoff AG eine Dividende von 0,80 EUR je Stamm- bzw. Vorzugsaktie ausschüttet. Die Dividendensumme beträgt 33,0 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Erhöhung um 60 % . Die Umsatzrentabilität erhöhte sich auf 4,6 % (2010: 1,0 %). Das Wirtschaftswachstum in unseren Märkten wird sich mit Ausnahme der USA voraussichtlich abschwächen. In den USA scheint sich die Bauwirtschaft endlich zu stabilisieren. Auch der bereits vorher beschriebene untypische Winter 2011 wird sich 2012 nicht wiederholen. Mengeneinbußen sind daher in Westeuropa und Teilen Osteuropas zu erwarten. In der Ukraine und in Russland gehen wir von Mengenzuwächsen aus, während sich der Zementabsatz in den USA stabil entwickeln wird. Wir rechnen daher mit einem Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2011 und erwarten ein EBITDA in der Größenordnung des EBITDA 2011; auch die Ergebnisse vor und nach Steuern werden sich stabil entwickeln. Für das Jahr 2013 rechnen wir wieder mit einem positiven Trend bei Umsatz und Ergebnis. Geschäft und RahmenbedingungenOrganisation, Leitung und KontrolleDer Dyckerhoff Konzern besteht aus der in Deutschland operativ tätigen Dyckerhoff AG und ihren Tochterunternehmen in Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, der Tschechischen Republik / Slowakei, der Ukraine, in Russland und in den USA. Die Kerngeschäfte der Dyckerhoff AG und ihrer Beteiligungen umfassen Produktion und Vertrieb von Zement und Transportbeton; diese Kerngeschäfte sind in den Geschäftsbereichen Deutschland / Westeuropa, Osteuropa und USA zusammengefasst. Die Geschäfte des Dyckerhoff Konzerns werden von dem vierköpfigen Vorstand der Dyckerhoff AG geführt, den ein neunköpfiger Aufsichtsrat überwacht. Die operative Leitung der Geschäftsbereiche Deutschland / Westeuropa und Osteuropa obliegt den organisatorisch in der Dyckerhoff AG angesiedelten Geschäftsleitungen, denen neben drei Vorstandsmitgliedern weitere sieben Personen angehören. Die Führung des Geschäftsbereichs USA - ein Gemeinschaftsunternehmen von Dyckerhoff (48,5 %) und dem Dyckerhoff Großaktionär Buzzi Unicem S.p.A. (51,5 %) - erfolgt über ein paritätisch besetztes Board. Gegenstand der regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Leitungsorgane sind neben der aktuellen Situation die strategischen Maßnahmen sowie die personellen und sonstigen Angelegenheiten. Dabei werden insbesondere die Abweichungen zu den Planungen identifiziert und gegebenenfalls wird steuernd eingegriffen. Die für die Steuerung des Konzerns wichtigsten Kennzahlen sind Absatz, Erlöse, Herstellkosten, EBITDA, Investitionsvolumen, Eigenkapitalquote (prozentualer Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme) und die Nettoverschuldung. Über den Geschäftsverlauf und die wesentlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren berichten wir in den nachfolgenden Kapiteln. Forschung und EntwicklungKennzahlen zu Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung sind ein wichtiger Teil unseres Unternehmens, für den wir 2011 insgesamt 9,1 Mio. EUR (2010: 8,7 Mio. EUR) ausgaben. Premiumzemente von Dyckerhoff sind gefragt für Anwendungen, die dem Stand der Technik entsprechen und die höchste Anforderungen an Belastbarkeit stellen. Unser Premiumzement Dyckerhoff Variodur ® etwa eignet sich für Bauteile, die dem Einfluss aggressiver Substanzen ausgesetzt sind. Dazu gehören Naturzugkühler, Abwasserrohre oder Biogasanlagen. 2011 testeten wir neue Anwendungsgebiete für die Premiumzemente Variodur ® und Nanodur ®. Tausalzbeständigkeit von ParkhausbödenIm Winter werden Parkhäuser besonders durch Tausalze von einfahrenden Autos strapaziert, Betonböden brauchen hier zusätzlich einen kostenintensiven Oberflächenschutz. Für diese Anwendung testeten wir den Einsatz unserer Variodur ®-Betone. Ihr dichtes Gefüge macht sie besonders widerstandsfähig, wodurch eine zusätzliche Bodenbeschichtung überflüssig werden soll. Höhere Belastbarkeiten erleichtern AnwendungEin weiteres Anwendungsfeld für unsere Premiumzemente ist Dränbeton: ein Baustoff, der sich hervorragend für lärmmindernde Straßenbeläge eignet. Die Hohlräume sorgen für gute Entwässerung und bauen Schallemissionen effektiv ab. Durch den Einsatz unseres Premiumzements Variodur ® konnten wir die Eigenschaften von Dränbeton merklich verbessern. Er wurde fester und dauerhafter, seine Anwendung im Straßenbau dadurch deutlich optimiert. Einfache Herstellung von Ultrahochfestem Beton (UHPC)Auch unser patentiertes Bindemittel Nanodur ® verbessert die Herstellung von leistungsstarken Werkstoffen. Ein solcher, außergewöhnlich belastbarer Werkstoff ist Ultrahochfester Beton (UHPC). Hier sind die konventionellen Rezepturen material- und mischtechnisch sehr aufwändig. Mit Nanodur ® wird die Herstellung von UHPC einfacher und auch in herkömmlichen Betonmischanlagen möglich, mit einfacher Mischtechnik und konventionellen Rohstoffen. Nanodur ®-Beton zeichnet sich durch hervorragende Schwingungsdämpfung aus. Deshalb eignet er sich nicht nur für Bauwerke, sondern auch ausgezeichnet für Maschinenbetten und Werkzeuggestelle, die bisher aus Mineralguss und Stahl gefertigt wurden. UmweltRespekt gegenüber der Umwelt und unserem UmfeldDie Herstellung von Zement ist zwangsläufig mit Eingriffen in die Umwelt und Auswirkungen auf unser Umfeld verbunden. Unser Ziel ist es, diese Einflüsse möglichst gering zu halten. Nachhaltiger Umweltschutz hat bei uns deshalb als Unternehmensziel den gleichen Stellenwert wie Wirtschaftlichkeit und Produktqualität. Auch ist uns wichtig, mit gezielten Maßnahmen nachteilige Auswirkungen auf unser Umfeld so weit wie möglich zu vermeiden. Unsere wichtigsten Aktivitäten zielen dabei auf die Reduzierung von staub- und gasförmigen Luftverunreinigungen, von Lärm sowie von Erschütterungen, die z. B. durch den Betrieb von Maschinen und durch Sprengungen in Steinbrüchen entstehen. Ein weiteres Anliegen ist es für uns, stillgelegte Steinbrüche durch Renaturierung oder Rekultivierung wieder in die Landschaft einzugliedern. Reststoffe aus der Herstellung und Verwendung von Zement und Beton, wie z. B. Stäube, Altbeton und zementhaltiges Abwasser, sollen möglichst vollständig wiederverwendet werden. Im Jahr 2011 haben wir insgesamt 37,5 Mio. EUR (2010: 35,4 Mio. EUR) in den Umweltschutz investiert. Davon entfielen 10,0 Mio. EUR auf umweltverbessernde Investitionen - das entspricht 12,6 % (2010: 5,9 %) unserer Sachinvestitionen. Für weitere Informationen zu den Sachinvestitionen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Kapitel "Investitionen". Die folgenden beiden Tabellen geben eine Übersicht über Umweltinvestitionen und Umweltaufwendungen in den Geschäftsbereichen und im Konzern: Umweltinvestitionen nach Geschäftsbereichen
Umweltaufwendungen nach Geschäftsbereichen
Einsatz von SekundärbrennstoffenWir sind bestrebt, fossile Energieträger wie Kohle, Gas oder Erdöl möglichst sparsam zu verwenden. Deshalb ersetzen wir sie verstärkt durch Sekundärbrennstoffe wie Altreifen, Fluff oder Lösemittel. Mit diesen Reststoffen aus anderen Prozessen reduzieren wir die Umweltbelastung, denn die Reststoffe werden im Drehofen vollständig verwertet und müssen nicht an anderer Stelle deponiert oder verbrannt werden. Im Jahr 2011 gelang es uns in unseren deutschen Werken, den Einsatz von Sekundärbrennstoffen auf 51 % zu erhöhen (2010: 49 %). Auch im Werk Nowiny in Polen haben wir den Sekundärbrennstoffanteil auf 36 % gesteigert (2010: 25 %). In Luxemburg blieb der Einsatz von Sekundärbrennstoffen mit 29 % (2010: 30 %) etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Minderung staubförmiger EmissionenIn unseren ukrainischen Zementwerken nahmen wir an verschiedenen Aggregaten neue Filter in Betrieb, die die Staubemissionen beim Verpacken und Versenden der Zemente verringern. Im russischen Werk Suchoi Log haben wir nach Inbetriebnahme der neuen fünften Ofenlinie damit begonnen, auch an den alten Ofenlinien die Entstaubungsanlagen durch moderne Filter zu ersetzen. Dies hilft, die Staubemissionen nachhaltig zu vermindern. Einführung eines extern zertifizierten EnergiemanagementsystemsVorstand und Geschäftsleitung haben die Arbeitsschutz- und Umweltpolitik unserer deutschen Zementwerke um Aufgaben zur Energieeinsparung erweitert und gemeinsam mit dem Betriebsrat neu verabschiedet. Um die Arbeitsschutz-, Umwelt- und Energiepolitik umzusetzen, wurden Verantwortliche benannt und mit allen hierfür erforderlichen Informationen sowie Ressourcen ausgestattet. Ein neues Energiemanagementsystem leistet dabei Unterstützung. An allen produzierenden Standorten ergänzt es das seit 2009 implementierte Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem gemäß den internationalen Normen DIN EN ISO 14011 und OHSAS 18001. Das Energiemanagementsystem greift auf vielen Ebenen. Zum Beispiel umfasst es die Erfassung von Kenngrößen und deren einheitliche Auswertung, die methodische Überprüfung der Anlagentechnik einschließlich aller Hilfsaggregate sowie den Vergleich mit innovativen, ggf. effizienteren Alternativen. Wichtiger Teil des Systems sind der Erfahrungsaustausch und die Dokumentation der Maßnahmen zur Energieeinsparung. Dies hilft dabei, den Austausch von Know-how zwischen verschiedenen Standorten zu erleichtern und praktische Erfahrungen einfacher zu übertragen und anzupassen. Durch jährlich wechselnde Schwerpunktthemen werden wir energieeffiziente Lösungen in allen Bereichen weiterentwickeln, auch außerhalb des Produktionsalltags. Sowohl interne als auch externe Auditierungen werden das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN 16001 / ISO 50001 jährlich überprüfen, Gleiches gilt für das Umweltmanagementsystem. Daraus ergeben sich Maßnahmen- und Terminpläne, mit deren Hilfe wir mögliche Verbesserungen konsequent umsetzen. BeschaffungDer größte Teil unserer Beschaffungskosten entfällt auf Brennstoffe und Strom, da die Zementproduktion sehr energieintensiv ist. 2011 stiegen die Öl- und Strompreise; zunächst aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung, dann noch stärker nach dem Erdbeben und Reaktorunglück in Japan. Ab Mitte des Jahres gingen die Preise wieder zurück, hauptsächlich wegen der Zuspitzung der Schuldenkrise und der unsicheren weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Primärbrennstoffe: Bezüge länderspezifisch geregeltIn den deutschen Werken setzen wir vor allem Braunkohlenstaub als Primärbrennstoff ein. Dieser Bezug ist längerfristig vertraglich geregelt, sodass er geringeren Preisschwankungen unterliegt. Steinkohle ist der wichtigste Primärbrennstoff für unsere Standorte in Luxemburg, Polen, der Tschechischen Republik und in der Ukraine. Im Jahr 2011 lagen die durchschnittlichen Preise für Steinkohle erwartungsgemäß deutlich höher als 2010. Erdgas war 2011 nur in Russland unser Hauptbrennstoff. Auch hier waren deutliche Preiserhöhungen zu verzeichnen. Sekundärbrennstoffe: Neue EinsparpotenzialeDie Märkte für Sekundärbrennstoffe profitierten auch 2011 weiter von der konjunkturell bedingt höheren Reststoffmenge. Wir nutzen diese Brennstoffe in unseren Werken in Deutschland, Luxemburg, Polen und in der Tschechischen Republik. Bei den festen Ersatzbrennstoffen (Fluff) war 2011 in Deutschland ein Trend zu niedrigeren Heizwerten erkennbar. Heizwertreiche Folienfraktionen werden teilweise abgetrennt und zur Weiterverwertung nach Asien exportiert. Durch eine Mengenverschiebung zwischen unseren Standorten konnten wir die Transportkosten optimieren und damit auch die Kosten im Bereich der festen Ersatzbrennstoffe reduzieren. Eine neue Abfallrichtlinie in Deutschland trug dazu bei, dass immer mehr Granulierungsunternehmen Altreifen stofflich verwerten und diese somit der Verwendung im Drehofen nicht mehr zur Verfügung stehen. Durch den Einsatz weiterer Ersatzbrennstoffe, wie abgepresste Klärschlämme, Gummi- und Kunststoffgranulate, haben wir neue Möglichkeiten geschaffen, um die Kostensituation zu verbessern. Strom: Energiewende wirkt sich auf Kosten ausStrom macht den weitaus größten Kostenanteil bei der Herstellung von Zement aus. Die Kurse für Bandlieferungen im Jahr 2012, die an der Strombörse EEX notiert werden, stiegen im Jahr 2011 zunächst von rund 53 EUR / MWh bis Anfang April auf rund 60 EUR / MWh an. Bis zum Jahresende gingen sie wieder auf rund 52 EUR / MWh zurück. Der steile Preisanstieg im Frühjahr war u. a. durch die Abschaltung von deutschen Kernkraftwerken bedingt, der Preisrückgang dann durch die nachlassende Stromnachfrage und den Preisverfall der CO 2 -Emissionszertifikate. Im Rahmen unserer längerfristig angelegten Preisstrategie kauften wir in Deutschland und in Luxemburg einzelne Tranchen für mehrere Jahre im Voraus. Dies reduziert das Risiko extremer Preissteigerungen. Andererseits können wir aber auch nicht vollständig von den niedrigsten Notierungen profitieren. Während die Strompreise unserer Werke in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik 2011 gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, blieben sie in Luxemburg auf etwa gleicher Höhe. In der Ukraine und in Russland stiegen sie deutlich. Deutschland
Dyckerhoff in den RegionenDeutschlandDie deutsche Wirtschaft wuchs im Gesamtjahr 2011 um 3,0 %. Die Dynamik vom Jahresbeginn schwächte sich im Jahresverlauf ab. Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen um 6,9 %. Die Bauinvestitionen nahmen kräftig um 5,4 % zu, wobei sich der Wohnungs- und der Wirtschaftsbau besonders erfreulich entwickelten. Der öffentliche Bau expandierte nur leicht. Der Zementverbrauch sowie der Betonverbrauch nahmen um je 14 % zu. Unser Absatz von Zement und anderen hydraulischen Bindemitteln lag mit 5,4 Mio. t um 12,8 % über dem Vorjahreswert. Die Durchschnittserlöse für unsere Zemente haben sich um über 1 % verringert. Unser Transportbetonabsatz lag mit 4,0 Mio. m 3 um 27,5 % über dem Vorjahr, unter anderem wegen der Übernahme der sibo-Gesellschaften im Juli 2010. Ohne die Veränderungen im Konsolidierungskreis wäre der Absatz um 16 % gestiegen. Die Transportbetonpreise waren nahezu stabil. Unser Absatz an Zuschlagstoffen stieg im Wesentlichen durch die erstmalige Konsolidierung eines weiteren Kieswerks um 39,0 %. Während die Sandpreise stabil blieben, nahmen die Kiespreise um etwa 6 % zu. Der Umsatz erhöhte sich um 88,1 Mio. EUR. Veränderungen im Konsolidierungskreis, im Wesentlichen durch die sibo-Gesellschaften, trugen mit 25,9 Mio. EUR zu dem Umsatzplus bei. Der um diese Effekte bereinigte Umsatz stieg aufgrund des höheren Absatzes von Zement und Beton um 62,2 Mio. EUR. Dyckerhoff Kennzahlen Deutschland
Zementverbrauch Deutschland (in Mio. t)
Das EBITDA verbesserte sich um 13,8 Mio. EUR. Positive Einmaleffekte und Veränderungen im Konsolidierungskreis erhöhten das EBITDA um 1,9 Mio. EUR bzw. 3,4 Mio. EUR. Im Vorjahr betrugen die positiven Einmaleffekte 0,5 Mio. EUR. Bereinigt um diese Effekte ergibt sich eine Verbesserung von 9,0 Mio. EUR. Insgesamt investierten wir 25,1 Mio. EUR. Die Sachinvestitionen sanken auf 21,8 Mio. EUR. Davon betrafen 9,0 Mio. EUR vor allem den verstärkten Einsatz von Sekundärbrennstoffen in unseren Zementwerken, Grundstücke sowie ein neues Betonwerk. Für den Ersatz und die Modernisierung unserer Zement- und Betonwerke betrugen unsere Investitionsausgaben 12,8 Mio. EUR. Die Finanzinvestitionen beliefen sich auf 3,3 Mio. EUR. Luxemburg
Dyckerhoff Kennzahlen Luxemburg
Zementverbrauch Luxemburg (in Mio. t)
LuxemburgIn Luxemburg wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 um 2,0 %. Die Bauwirtschaft entwickelte sich stabil mit leichter Tendenz nach oben. Der inländische Zementverbrauch stieg um 7 % . Insgesamt verkauften wir 22,4 % mehr Zement und andere hydraulische Bindemittel als im Vorjahr. Von den gut 1,3 Mio. t waren mehr als zwei Drittel Exporte. Unsere Durchschnittserlöse sanken um knapp 2 % . Der Umsatz stieg um 20,5 Mio. EUR. Das EBITDA nahm um 17,0 Mio. EUR zu. Davon stammen 7,1 Mio. EUR aus dem Verkauf eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes; das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 9,9 Mio. EUR. Die Investitionen verminderten sich auf 2,2 Mio. EUR. Davon entfielen noch 0,6 Mio. EUR auf abschließende Arbeiten an der neuen Zementmühle. 0,7 Mio. EUR investierten wir in die Vorbereitung der Erhöhung des Sekundärrohstoffeinsatzes sowie 0,9 Mio. EUR in die Modernisierung der bestehenden Technologie. Niederlande
Dyckerhoff Kennzahlen Niederlande
Zementverbrauch Niederlande (in Mio. t)
NiederlandeIn den Niederlanden wuchs die Gesamtwirtschaft im Jahr 2011 um 1,5 %. Entsprechend der Einschätzung des niederländischen EUROCONSTRUCT-Instituts EIB (Economisch Instituut voor de Bouwnijverheid) entwickelte sich die Bauwirtschaft überraschend gut und expandierte um knapp 4 %. Besonders im Wohnungsbau führten Nachholeffekte zu einer positiven Entwicklung, aber auch der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau expandierten. Der Zementverbrauch nahm um rund 6 % zu und der Verbrauch von Transportbeton stieg um 2 %. Wir verkauften in den Niederlanden über 0,9 Mio. m 3 Transportbeton, der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 3,6 %. Die Transportbetonpreise lagen jedoch um 3 % unter dem Vorjahreswert. Der Absatz von Zuschlagstoffen sank um 12,0 %, bei um 2 % niedrigeren Kies- und um 9 % höheren Sandpreisen. Unser Umsatz sank durch den Preisrückgang beim Transportbeton und den Absatzrückgang bei Sand und Kies um 3,5 Mio. EUR. Das EBITDA verbesserte sich insgesamt um 1,0 Mio. EUR. Positive Einmaleffekte führten zu einer Verbesserung von 1,2 Mio. EUR. Im Vorjahr wirkten sich Einmaleffekte mit minus 2,0 Mio. EUR aus. Das um diese Effekte bereinigte EBITDA ging um 2,2 Mio. EUR zurück. Die Investitionen betrugen 2,6 Mio. EUR. 0,4 Mio. EUR investierten wir in Grundstückserwerbe sowie 0,7 Mio. EUR in die Modernisierung unserer bestehenden Werke. Anteilserwerbe betrugen 1,5 Mio. EUR. Polen
Dyckerhoff Kennzahlen Polen
Zementverbrauch Polen (in Mio. t)
PolenIn Polen entwickelte sich die Gesamtwirtschaft weiterhin positiv: Wir gehen für das Jahr 2011 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 4,0 % aus. Ein wesentlicher Wachstumsmotor war die Bauwirtschaft, die nach Einschätzung des polnischen EUROCONSTRUCT-Instituts PAB (Polish Construction Research & Forecasting) um fast 13 % expandierte. Besonders hoch waren die durch EU-Gelder unterstützten öffentlichen Investitionen - zum Teil im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2012. Dieses Umfeld wirkte sich positiv auf den Zementverbrauch aus, der um mehr als 21 % zunahm. Der Transportbetonverbrauch stieg um gut 18 %. Unser Absatz von Zement stieg um 7,8 %, die Durchschnittserlöse nahmen leicht um knapp 1 % zu. Wir verkauften 1,0 Mio. m 3 Transportbeton, das waren 17,1 % mehr als im Vorjahr. Hier stiegen die Preise um 10 %. Der Umsatz erhöhte sich durch die Absatz- und Preissteigerungen um insgesamt 14,7 Mio. EUR. Wechselkurseffekte minderten den Umsatz um 4,5 Mio. EUR; währungsbereinigt nahm der Umsatz um 19,2 Mio. EUR zu. Das EBITDA lag um 3,5 Mio. EUR über dem Vorjahr. Wechselkurseffekte führten zu einer Verringerung um 1,3 Mio. EUR; das währungsbereinigte EBITDA verbesserte sich dadurch um 4,8 Mio. EUR. Die Sachinvestitionen in Höhe von 2,1 Mio. EUR verwendeten wir zur Modernisierung unserer Zement- und Betonwerke. Tschechische Republik / Slowakei
Dyckerhoff Kennzahlen Tschechische Republik / Slowakei
Zementverbrauch Tschechische Republik / Slowakei (in Mio. t)
Tschechische Republik / SlowakeiDie Gesamtwirtschaft in der Tschechischen Republik wuchs im Jahr 2011 um 1,8 %. Die Krise in der Bauwirtschaft setzte sich jedoch fort, dabei ging die Bautätigkeit in allen Sektoren zurück. Nach Einschätzung des tschechischen EUROCONSTRUCT-Instituts ÚRS PRAHA verringerten sich die Bauinvestitionen um mehr als 6 % . Der Zementverbrauch nahm um knapp 4 % zu. Der Transportbetonverbrauch nahm in der Tschechischen Republik um 12 % zu und blieb in der Slowakei konstant. Insgesamt verkauften wir rund 1,0 Mio. t Zement; dies entspricht einem Anstieg um 26,2 %. Etwa ein Drittel des Zementabsatzes wurde exportiert, vor allem nach Polen. Die Durchschnittserlöse unserer Zemente sanken um fast 12 %. Der Absatz der Dyckerhoff Transportbetongesellschaften nahm um 12,2 % auf gut 1,7 Mio. m 3 zu. Die Preise für Transportbeton verringerten sich in der Tschechischen Republik um rund 4 % und in der Slowakei um knapp 8 %. Der Absatz der Zuschlagstoffe stieg um 2,9 %. Die Kiespreise stiegen in der Tschechischen Republik und in der Slowakei, während die Sandpreise in beiden Ländern zurückgingen. Der Umsatz erhöhte sich insgesamt um 12,6 Mio. EUR. Durch positive Wechselkurseffekte stieg der Umsatz um 4,2 Mio. EUR. Die Absatzsteigerungen konnten die deutlichen Preisrückgänge beim Zement und Beton mehr als ausgleichen, sodass sich währungsbereinigt ein Anstieg von 8,4 Mio. EUR ergab. Das EBITDA verbesserte sich um 2,4 Mio. EUR. Veränderungen der Wechselkurse wirkten sich mit 1,1 Mio. EUR positiv aus. Im Vorjahr erhöhte ein Buchgewinn aus dem Verkauf eines Teilgeländes eines Steinbruchs das EBITDA um 2,9 Mio. EUR. Daraus ergibt sich ein Anstieg des währungsbereinigten EBITDA um 4,2 Mio. EUR. Die Sachinvestitionen verminderten sich auf 3,0 Mio. EUR. Davon entfielen 1,4 Mio. EUR auf neue Betonwerke und 1,6 Mio. EUR auf die Modernisierung der bestehenden Technologie. Ukraine
Dyckerhoff Kennzahlen Ukraine
Zementverbrauch Ukraine (in Mio. t)
UkraineDas Bruttoinlandsprodukt in der Ukraine wuchs im Jahr 2011 um 4,0 %. In der Bauwirtschaft kam es zur erhofften Trendwende, die Bauinvestitionen nahmen um 11,1 % zu. Die Vorbereitungen für die Fußball-Europameisterschaft 2012 begünstigten diese Entwicklung. Der Wohnungsbau war allerdings rückläufig. Der Zementverbrauch nahm um mehr als 13 % und der Transportbetonverbrauch nahm um 23 % zu. Wir konnten unseren Absatz an Zement und anderen hydraulischen Bindemitteln um 24,0 % auf rund 1,9 Mio. t steigern. Auch die Durchschnittserlöse stiegen deutlich um rund 17 %. Unser Transportbetonabsatz erhöhte sich um 23,0 % auf 0,2 Mio. m 3 bei um etwa 13 % höheren Preisen. Der Umsatz stieg um 31,0 Mio. EUR. Wechselkurseffekte minderten den Umsatz um 6,1 Mio. EUR. Die positive Mengen- und Preisentwicklung beim Zement und Beton führte zu einem Umsatzwachstum von 37,1 Mio. EUR. Das EBITDA verbesserte sich um 17,3 Mio. EUR. Wechselkurseffekte hatten einen negativen Effekt von 0,5 Mio. EUR. Das Vorjahr war mit Einmalaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR belastet, vor allem im Zusammenhang mit dem Bau der Kohlemühlen. Bereinigt um diese Effekte verbesserte sich das EBITDA um 16,6 Mio. EUR. Die Investitionen verringerten sich auf 8,6 Mio. EUR. Davon investierten wir insgesamt 4,6 Mio. EUR in Effizienzverbesserungen, unter anderem in die Fertigstellung der neuen Kohlemühlen in unseren beiden ukrainischen Zementwerken sowie den Bau eines Sichters am Standort Volyn. 2,6 Mio. EUR gaben wir für die Modernisierung unserer Werke aus. Außerdem sind noch insgesamt 1,3 Mio. EUR für Anlagenteile für den verschobenen Bau einer neuen Ofenlinie in unserem Werk Volyn enthalten. Die Finanzinvestitionen betrugen 0,1 Mio. EUR. Russland
Dyckerhoff Kennzahlen Russland
Zementverbrauch Russland (in Mio. t)
RusslandDie russische Gesamtwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2011 positiv, das Bruttoinlandsprodukt wuchs um 4,2 % . Die Bauwirtschaft expandierte nach verhaltenem Jahresbeginn seit dem Sommer kräftig. Insgesamt gehen wir von einem Wachstum um rund 5 % aus. Der Zementverbrauch nahm um knapp 15 % zu. Der Absatz unserer Zemente und anderer hydraulischer Bindemittel stieg um 33,7 % , er betrug rund 2,4 Mio. t. Die Durchschnittserlöse stiegen um fast 7 %. Unser Umsatz lag um 51,4 Mio. EUR über dem Vorjahr. Wechselkursveränderungen wirkten mit 2,7 Mio. EUR umsatzmindernd. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung bei Absatz und Preisen stieg der währungsbereinigte operative Umsatz um 54,1 Mio. EUR. Das EBITDA verbesserte sich um 26,0 Mio. EUR. Veränderungen des Wechselkurses und des Konsolidierungskreises hatten einen negativen Effekt von insgesamt 1,2 Mio. EUR. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kapazitätserweiterung in unserem Werk in Suchoi Log wirkten sich im Berichtsjahr mit 3,1 Mio. EUR aus; im Jahr 2010 betrugen sie 5,7 Mio. EUR. Danach ergibt sich eine Verbesserung von 24,6 Mio. EUR. Insgesamt investierten wir in Russland 30,7 Mio. EUR. 23,3 Mio. EUR entfielen auf unsere Kapazitätserweiterungsprojekte: den Bau einer neuen Ofenlinie in Suchoi Log und den Bau eines neuen Zementterminals in Omsk sowie auf den Erwerb von Anlagenteilen, zu dem wir vertraglich verpflichtet waren, für den verschobenen Neubau eines Zementwerks in Akbulak. Außerdem gaben wir 3,0 Mio. EUR für den Erwerb zusätzlicher Eisenbahnwaggons und 4,4 Mio. EUR für die Modernisierung unseres Werks aus. USA
Dyckerhoff Kennzahlen USA
Zementverbrauch USA (in Mio. t)
USADie Gesamtwirtschaft der USA wuchs im Jahr 2011 um 1,7 % und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Nach Einschätzung der amerikanischen Portland Cement Association (PCA) schrumpfte die Bauwirtschaft nochmals, jedoch mit einem Minus von 3,7 % weniger deutlich als in den Vorjahren. Während der Wohnungsbau stagnierte, gingen der öffentliche und insbesondere der Wirtschaftsbau deutlich zurück. Die PCA geht trotzdem von einem Wachstum des Zementverbrauchs um gut 1 % aus. Der Absatz von Buzzi Unicem USA sank leicht um 2,4 % auf knapp 2,5 Mio. t. Die Durchschnittserlöse gingen um rund 3 % zurück. Seit Beginn des Jahres 2004 sind unsere amerikanischen Zementwerke mit denen von Buzzi Unicem - unserem Großaktionär - in dem Gemeinschaftsunternehmen RC Lonestar/ Buzzi Unicem USA zusammengefasst, an dem Dyckerhoff mit 48,5 % beteiligt ist. Der Umsatz verminderte sich um 17,0 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung der negativen Währungseffekte in Höhe von 8,7 Mio. EUR sank der operative Umsatz um 8,3 Mio. EUR. Das EBITDA ging um 9,0 Mio. EUR zurück. Währungseffekte belasteten das EBITDA mit 1,0 Mio. EUR. Sonderaufwendungen für die Beseitigung von Flutschäden in einem unserer Werke am Mississippi wirkten sich im Berichtsjahr mit 0,8 Mio. EUR aus. Im Vorjahr betrugen die Einmalaufwendungen für die "Einmottung" des Werks Oglesby 5,1 Mio. EUR. Das um die Effekte bereinigte EBITDA sank um 12,3 Mio. EUR. Von den Investitionen in Sachanlagen in Höhe von insgesamt 9,5 Mio. EUR entfielen 0,1 Mio. EUR auf Restarbeiten am Kapazitätserweiterungsprojekt im Werk River, 2,8 Mio. EUR auf die Verbesserung der Mühleneffizienz und 6,6 Mio. EUR auf die Modernisierung unserer Werke. Umsatz-Anteile nach Regionen (in %)
Umsatz-Anteile nach Regionen (in %)
ErtragslageUmsatzUmsatz nach Geschäftsbereichen
Konzernumsatz um 13 % gestiegenUnser Zementabsatz nahm in allen Märkten mit Ausnahme der USA zu. Insgesamt verkauften wir 15,9 Mio. t Zement (2010: 13,9 Mio. t), das ist ein Anstieg um 15 %. Unser Transportbetonabsatz erhöhte sich um 19 % auf 7,9 Mio. m 3 (2010: 6,6 Mio. m 3 ); zu dieser Steigerung trugen alle unsere Transportbetonmärkte bei. Der Absatz von Zuschlagstoffen sank insgesamt um 4 % auf 5,5 Mio. t (2010: 5,7 Mio. t); die Zuwächse in Deutschland und in der Tschechischen Republik konnten den Absatzrückgang in den Niederlanden nicht ausgleichen. Im Jahr 2011 hat unser Geschäft stark von dem untypischen Winter profitiert, der nahezu ganzjährigen Zement- und Betonabsatz ermöglichte. Die Durchschnittserlöse für unsere Zemente sanken in Deutschland, Luxemburg, der Tschechischen Republik und in den USA, während sie in Polen, der Ukraine und in Russland stiegen. Entwicklung von Umsatz und EBITDA (in Mio. EUR)
Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 186,8 Mio. EUR oder 13,2 % auf 1,6 Mrd. EUR. Zu dem Umsatzwachstum trugen Veränderungen im Konsolidierungskreis mit 25,9 Mio. EUR, die im Wesentlichen aus der Übernahme der sibo-Gesellschaften im Juli 2010 stammen, bei. Wechselkursveränderungen reduzierten den Konzernumsatz um 17,9 Mio. EUR. Der um Veränderungen im Konsolidierungskreis und Wechselkursveränderungen bereinigte Konzernumsatz wuchs um 12,7 %. Mit Ausnahme der USA verbesserte sich der Umsatz in allen Geschäftsbereichen. Im Jahr 2011 entfielen 88,3 % (2010: 85,5 %) des Konzernumsatzes auf vollkonsolidierte Unternehmen und 11,7 % (2010: 14,5 %) auf quotal einbezogene Unternehmen. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel: Dyckerhoff in den Regionen. ErtragEBITDA deutlich gesteigertDas Konzern-EBITDA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 72,4 Mio. EUR bzw. 33,1 % auf 291,0 Mio. EUR. Darin enthalten sind positive Einmaleffekte in Höhe von insgesamt 6,3 Mio. EUR (vor allem aus dem Verkauf eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes in Luxemburg). Dagegen beliefen sich die Einmaleffekte im Jahr 2010 auf minus 10,6 Mio. EUR (im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kapazitätserweiterung im Werk Suchoi Log in Russland sowie für die "Einmottung" des US-Werks Oglesby). Veränderungen im Konsolidierungskreis wirkten sich mit 3,3 Mio. EUR positiv aus; Wechselkurseffekte verminderten das EBITDA um 2,8 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge des Dyckerhoff Konzerns erhöhte sich von 15,5 % auf 18,2 %. Umsatz nach Regionen (in Mio. EUR)
EBITDA nach Regionen (in Mio. EUR)
EBITDA nach Geschäftsbereichen
Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel: Dyckerhoff in den Regionen. Ergebnis nach Steuern deutlich gestiegenDer Materialaufwand erhöhte sich um 82,7 Mio. EUR. Wesentliche Gründe für den Anstieg sind sowohl die produktionsbedingte Zunahme als auch höhere Energiekosten. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) beträgt 47,9 % (2010: 48,3 %). Die Personalkosten stiegen hauptsächlich infolge der Übernahme der sibo-Gesellschaften sowie durch tarifliche Lohn- und Gehaltserhöhungen um 3,9 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten den Ertrag aus dem Verkauf eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes in Luxemburg in Höhe von 7,1 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 37,3 Mio. EUR vor allem durch absatzbedingt höhere Ausgangsfrachten. Aus dem Handel mit CO 2 -Emissionsrechten stammt ein Ergebnisbeitrag in Höhe von 10,3 Mio. EUR. Überblick Gewinn- und Verlustrechnung
Die Abschreibungen verminderten sich um 52,4 Mio. EUR; sie enthalten 8,2 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen auf verkaufte Anlagenteile, die für zurückgestellte Investitionsprojekte in Russland und in der Ukraine vorgesehen waren. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 73,2 Mio. EUR für die "Einmottung" des Werks Oglesby in den USA enthalten. Entsprechend erhöhte sich das EBIT um 124,8 Mio. EUR; die EBIT-Marge stieg von 1,6 % auf 9,2 %. Das Beteiligungsergebnis verminderte sich um 8,0 Mio. EUR; dies ist vor allem auf geringere Beteiligungsergebnisse aus assoziierten Unternehmen insbesondere in Deutschland, Luxemburg und den USA zurückzuführen. Das Zins- und sonstige Finanzergebnis verbesserte sich hauptsächlich infolge geringerer Nettoverschuldung um 5,9 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 122,7 Mio. EUR auf 102,2 Mio. EUR. Der Steueraufwand beträgt 29,3 Mio. EUR. Der im Vorjahr ausgewiesene Steuerertrag von 34,7 Mio. EUR war im Wesentlichen auf die Verminderung von latenten Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Werk Oglesby, auf die Reduzierung der latenten Steuersätze in den USA, auf die Erhöhung des Körperschaftsteuerguthabens in Deutschland und auf die Auflösung von Steuerrückstellungen in den USA zurückzuführen. Die Steuerquote 2011 beträgt 28,7 %. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 72,9 Mio. EUR; der Konzernüberschuss beläuft sich auf 65,6 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt vor, dass die Dyckerhoff AG eine Dividende von 0,80 EUR je Stamm- bzw. Vorzugsaktie ausschüttet. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Erhöhung um 60 %. Die für die Ausschüttung erforderliche Dividendensumme beträgt 33.012 TEUR. Cash Flow und Entwicklung der Zahlungsmittel
Die Umsatzrentabilität (das Verhältnis von Ergebnis nach Steuern zum Umsatz) erhöhte sich auf 4,6 % (2010: 1,0 %). Der Konzernumsatz überschritt mit 1,6 Mrd. EUR den Vorjahresumsatz um 186,8 Mio. EUR und lag leicht über unserer Vorhersage. Bei einem EBITDA in Höhe von 291,0 Mio. EUR - das entspricht einer EBITDA-Marge von 18,2 % - haben wir die Zielsetzung einer EBITDA-Marge von 17 % ebenfalls leicht übertroffen. Nettoverschuldung, Zinsergebnis, Abschreibungen und die Ergebnisse vor und nach Steuern haben sich wie prognostiziert verbessert. FinanzlageFinanzausstattungUnser langfristig gebundenes Vermögen ist wie im Vorjahr zu mehr als 100 % durch Eigenkapital und mittel-bis langfristiges Fremdkapital gedeckt. Ziel unseres Finanzmanagements ist es, jederzeit unter Berücksichtigung der Finanzierungskosten über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns fristgerecht erfüllen zu können. Die Dyckerhoff AG begab am 17. November 2011 ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 100 Mio. EUR mit fünf Tranchen zur rechtzeitigen Refinanzierung der 2012 fälligen Mezzanine-Finanzierung. Vom Schuldscheindarlehen wurden 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren, 22 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren und 20 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sechs Jahren zu einem Festzinssatz begeben. Die beiden Tranchen mit einer variablen Verzinsung belaufen sich auf 45,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren und 7,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren. Am 29. Juli 2009 begab die Dyckerhoff AG ein Schuldscheindarlehen mit zwei Tranchen über insgesamt 175 Mio. EUR, das eine Laufzeit von vier Jahren hat. Hierbei wurden 37 Mio. EUR zu einem Festzinssatz und 138 Mio. EUR mit einer variablen Verzinsung ausgegeben. Zum 29. Juli 2011 wurde die Tranche mit variabler Verzinsung restrukturiert und der Nominalbetrag um 47 Mio. EUR erhöht. Von den insgesamt 185 Mio. EUR mit variabler Verzinsung sind nunmehr 50,5 Mio. EUR zum 29. Juli 2013 und 134,5 Mio. EUR zum 29. Juli 2015 fällig. Die 37 Mio. EUR mit einem Festzinssatz sind unverändert zum 29. Juli 2013 fällig. Zum 31. Dezember 2011 bestehen vier Tilgungsdarlehen, die einen Saldo von 20,3 Mio. EUR ausweisen und deren Kreditlaufzeit im Jahr 2018 endet. 2009 wurde ein Tilgungsdarlehen in Höhe von 20 Mio. EUR abgeschlossen, welches ab 2010 bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2014 in gleichen Jahresraten getilgt wird. Außerdem wurde 2011 ein Tilgungsdarlehen in Höhe von 10 Mio. EUR abgeschlossen, welches ab Juni 2013 bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2021 quartalsweise getilgt wird. 2010 strukturierten wir mit einem internationalen Bankenkonsortium unsere Kreditfazilität in Höhe von 150 Mio. EUR neu. Die Kreditfazilität ist befristet bis September 2015. Ergänzend wurde im Dezember 2010 eine weitere Kreditfazilität in Höhe von 40 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2013 abgeschlossen. Beide Kreditfazilitäten wurden bisher noch nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren bestehen bilaterale Vereinbarungen mit Banken zur Bereitstellung von Kreditlinien in Höhe von 135 Mio. EUR. RC Lonestar platzierte im April 2010 im Rahmen eines Private Placement eine Anleihe in Höhe von 200 Mio. USD, fällig 2016, bei US-Investoren. Die Buzzi Unicem S.p.A. hatte sich bereits vor dem Anfang 2004 erfolgten Zusammenschluss der Aktivitäten von Buzzi Unicem und Dyckerhoff in den USA über ihre Tochtergesellschaft, die RC Cement Holding Company (RC), in den USA refinanziert: 2002 wurde durch die RC ein US Private Placement begeben, das sich in drei Tranchen aufteilt. 2003 wurde ein weiteres US Private Placement durch die RC emittiert, das zwei Tranchen umfasste. Für beide US Private Placements hat die Buzzi Unicem S.p.A. eine Garantieerklärung abgegeben. Die Verbindlichkeit aus dieser Refinanzierung ist zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 177,6 Mio. EUR im Konzernabschluss enthalten. Diese Verbindlichkeit wird jedoch durch eine Forderung in Form eines Darlehens an die Buzzi Unicem S.p.A. in gleicher Höhe ausgeglichen. Das Darlehen wird bei der Berechnung der Nettoverschuldung herausgerechnet. Während die korrespondierende Verbindlichkeit von 27,9 Mio. EUR (quotal) im Geschäftsjahr 2011 planmäßig in den USA getilgt wurde, wurde aufgrund der guten Liquiditätssituation der RC statt einer Rückzahlung ein Darlehen mit Buzzi Unicem in Höhe der geplanten Rückzahlung mit Fälligkeit zum 29. Mai 2012 vereinbart. Die Gemeinschaft der Familie Dyckerhoff, als ehemalige Mehrheitsaktionäre der Dyckerhoff AG, stellte Dyckerhoff im Dezember 2002 ein nachrangiges Darlehen (Mezzanine-Finanzierung) in Höhe von rund 200 Mio. EUR zur Verfügung. Die vertragliche Ausgestaltung erfolgte in Form eines Schuldscheindarlehens mit einer Laufzeit bis 2012, einer laufenden Verzinsung in Höhe von 4,5 % p. a. sowie einer zusätzlichen Verzinsung in Höhe von 2,5 % p. a. ohne Zinseszins für jedes volle aufgelaufene Jahr auf den jeweils ausstehenden Darlehensbetrag, zahlbar am Laufzeitende. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte unter Abzug eines Disagios in Höhe von 1 %. Die Mezzanine-Finanzierung ist nachrangig und eine Rückzahlung konnte frühestens mit Wirkung ab Ende 2008 gefordert werden. Von diesem Recht machten einzelne Darlehensgeber Gebrauch. Das Nominalvolumen des ausstehenden Darlehensbetrags reduzierte sich im Jahr 2011 um ca. 0,1 Mio. EUR. Für die Rückzahlung des im Dezember 2012 fälligen Darlehensbetrags (inklusive zusätzlicher Verzinsung) in Höhe von insgesamt ca. 241 Mio. EUR stehen zum 31. Dezember 2011 ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Im Jahr 2000 legte die Dyckerhoff AG ein EURO-Commercial-Paper-Programm in Höhe von 500 Mio. EUR auf, das derzeit aufgrund der Liquiditätssituation nicht als Finanzierungsmöglichkeit genutzt wird. Bezüglich der Verzinsung der aufgeführten Darlehen verweisen wir auf den Konzernanhang, Ziffer 47. Die Liquidität 1. Grades (Verhältnis der flüssigen Mittel zu kurzfristigem Fremdkapital) erhöhte sich auf 77,8 % (2010: 45,7 %). Die Liquidität 2. Grades (Verhältnis der Summe aus flüssigen Mitteln, kurzfristigen Forderungen und sonstigen Wertpapieren zu kurzfristigem Fremdkapital) erhöhte sich geringfügig auf 130,1 % (2010: 128,0 %). Der Dyckerhoff Konzern ist bis heute jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Auch für die Zukunft sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. RatingUnsere Ratings lauten derzeit:
Cash FlowLiquidität gestiegenGegenüber dem Vorjahr sind die Cash Flows aus betrieblicher Tätigkeit 2011 um 83,0 Mio. EUR auf 216,2 Mio. EUR gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür ist die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBITDA) um 72,4 Mio. EUR. Die Cash Flows aus betrieblicher Tätigkeit konnten den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit, der sich im Vergleich zum Vorjahr durch verringerte Auszahlungen vor allem für Sachinvestitionen auf 45,2 Mio. EUR verminderte, vollständig decken. Die Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit des Jahres 2011 in Höhe von 92,4 Mio. EUR betreffen im Wesentlichen die Aufnahme neuer Bankverbindlichkeiten in Höhe von 157,0 Mio. EUR. Vermindernd wirkten dabei die Tilgung von Anleihen in den USA in Höhe von 27,9 Mio. EUR, die Auszahlung der Dividende der Dyckerhoff AG für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 20,6 Mio. EUR sowie die fristgerechte Rückführung der Bankdarlehen, die 9,4 Mio. EUR ausmachten. Im Vorjahr ergab sich der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen durch die Dividendenzahlung sowie die fristgerechte Rückführung der Anleihen und Bankdarlehen. Insgesamt erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Bilanzstichtag um 261,7 Mio. EUR auf 391,6 Mio. EUR. (Tabelle Seite 63) Entwicklung der Eigenkapitalquote (in %)
VermögenslageBilanzDie Verminderung des Anlagevermögens um 95 Mio. EUR oder 3,8 % auf 2.402 Mio. EUR stammt im Wesentlichen aus Abschreibungen und Abgängen des laufenden Geschäftsjahres, die insgesamt deutlich über den Zugängen und den positiven Wechselkurseffekten lagen. Der Rückgang des sonstigen langfristigen Vermögens um 39 Mio. EUR oder 15,1 % auf 219 Mio. EUR ist bedingt durch die Umgliederung eines Teilbetrags der Ausleihungen an Aktionäre entsprechend ihrer Fälligkeit in den kurzfristigen Bereich sowie durch den Verkauf von Körperschaftsteuerguthaben. Positive Wechselkurseffekte wirkten sich in geringerem Umfang aus. Bilanzüberblick zum 31. Dezember
Entwicklung von Nettoverschuldung und Verschuldungsgrad (Gearing) (in Mio. EUR)
Die kurzfristigen Aktiva nahmen um 293 Mio. EUR oder 52,3 % auf 854 Mio. EUR zu. Zusätzlich zu dem Anstieg der kurzfristigen Ausleihungen an Aktionäre sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind hauptsächlich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gestiegen. Neben einem positiven Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit ist dies vor allem auf die Neuaufnahme von Bankdarlehen sowie die Einzahlungen aus Anlagenabgängen zurückzuführen, die in Summe die Auszahlungen für Investitionsprojekte, die Rückführung von Anleihen sowie die Zahlung der Dividende der Dyckerhoff AG überwogen. Die zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2011 17 Mio. EUR. Hierunter fallen fast ausschließlich bei der Dyckerhoff AG eingelagerte Anlagenteile, die für das geplante russische Werk in Akbulak in der Region Orenburg sowie für die neue Ofenlinie 8 in unserem ukrainischen Werk in Volyn bestimmt waren und aufgrund der zeitlich unbestimmten Verschiebung der Projekte verkauft werden. Gemäß IFRS 5 sind diese Vermögenswerte im Jahr 2011 aus dem Anlagevermögen in die zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte umzubuchen. Das Eigenkapital inklusive der Anteile anderer Gesellschafter stieg insgesamt um 56 Mio. EUR oder 3,3 % auf 1.728 Mio. EUR. Der erwirtschaftete Gewinn überstieg hierbei deutlich die Auszahlung der Dividende der Dyckerhoff AG für das Vorjahr. Die Abnahme der langfristigen Schulden um 100 Mio. EUR oder 7,4 % auf 1.2 60 Mio. EUR ist in erster Linie auf die Umgliederungen der Mezzanine-Finanzierung sowie eines Teilbetrags der Anleihen entsprechend ihrer Fälligkeiten in die kurzfristigen Schulden zurückzuführen. Die Erhöhung bzw. Neuaufnahme von Schuldscheindarlehen und Bankdarlehen sowie positive Wechselkurseffekte wirkten sich in geringerem Maße aus. Der Aufbau der kurzfristigen Schulden um insgesamt 219 Mio. EUR oder 77,1 % auf 504 Mio. EUR geht auf die erwähnte Umgliederung der Mezzanine-Finanzierung aus dem langfristigen Bereich zurück. Die Nettoverschuldung ohne Pensionsrückstellungen sank im Jahr 2011 im Wesentlichen durch die gestiegenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf 261,7 Mio. EUR (2010: 398,0 Mio. EUR). Das Gearing (Verhältnis der Nettoverschuldung zu bilanziellem Eigenkapital) fiel auf 15,1 % (2010: 23,8 %). Die Bilanzstruktur des Dyckerhoff Konzerns entwickelte sich wie folgt:
Die Eventualschulden haben sich zum 31. Dezember 2011 auf 26 Mio. EUR erhöht. InvestitionenInvestitionsausgaben weiter vermindertIm Geschäftsjahr 2011 reduzierten wir unsere Investitionsausgaben insgesamt um mehr als die Hälfte auf 87,4 Mio. EUR (2010: 181,0 Mio. EUR) vor allem durch geringere Investitionen in Russland und in der Ukraine. Die Investitionen verteilen sich mit 79,6 Mio. EUR (2010: 175,8 Mio. EUR) auf Sachanlagen und mit 7,8 Mio. EUR (2010: 5,2 Mio. EUR) auf Finanzanlagen. Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag in unseren Zementwerken. Im Jahr 2011 gaben wir weitere 25,3 Mio. EUR für unsere Erweiterungsprojekte, insbesondere den Bau der neuen Ofenlinie in Suchoi Log in Russland, den Bau des neuen Zementterminals in Omsk sowie für die zurückgestellten Großprojekte in Russland und der Ukraine aus. Infolge der krisenbedingten Marktschwäche in Russland und in der Ukraine hatten wir unsere dort geplanten Großprojekte im Jahr 2009 zurückgestellt: Unsere Investitionsausgaben für den Neubau des Zementwerks in Akbulak sowie den Neubau der Ofenlinie in unserem Werk Volyn begrenzten wir auf vorbereitende Arbeiten sowie auf den Erwerb der Anlagenteile, zu dem wir vertraglich verpflichtet waren. Zur Reduzierung der Mittelbindung haben wir einen Großteil der bereits erworbenen Anlagenteile im Wert von insgesamt 48,4 Mio. EUR verkauft, da für uns jederzeit die Möglichkeit besteht, sie bei Wiederaufnahme der Projekte neu zu bestellen. Für die Steigerung der Wirtschaftlichkeit unserer Zement- und Transportbetonwerke, insbesondere für Umbauten zum höheren Einsatz von Sekundärbrennstoffen, haben wir rund 22,0 Mio. EUR investiert. Die Sachinvestitionsquote (Verhältnis von Sachinvestitionen zu Umsatz) verminderte sich auf 5,0 % (2010: 12,4 %). Entwicklung von Sachinvestitionen, Abschreibungen und Sachinvestitionsquote (in Mio. EUR)
Die Finanzinvestitionen in Höhe von 7,8 Mio. EUR betrafen im Wesentlichen Anteilserwerbe in Deutschland, in den Niederlanden und in Russland. Investitionen nach Geschäftsbereichen
Mitarbeiter"Zukunft Personal" - ein modernes Konzept der PersonalentwicklungUnser Projekt "Zukunft Personal" bildete auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt unserer Personalarbeit. Vor zwei Jahren gestartet, stellt es ein wichtiges Instrument zur Personalentwicklung bei Dyckerhoff dar. Ziel dabei war und ist es, die ineinandergreifenden Elemente der Personalarbeit Schritt für Schritt im Alltag aller Beteiligten zu verankern und mit Leben zu füllen. So fanden unter anderem erneut die Fachbereichsgespräche Personal statt, welche die Mitarbeiterjahresgespräche vorbereiten. Letztere sind ein zentraler Baustein unserer Personalentwicklung. Sie stellen die Weichen für die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter und sind Ausgangspunkt für Weiterbildungsmaßnahmen. Entwicklung von durchschnittlicher Mitarbeiterzahl und Personalaufwendungen
Darüber hinaus haben wir in einem Pilotprojekt ein Führungsfeedback durch die Mitarbeiter erprobt. Ab 2012 wird es als neues Instrument der Führungskräfteentwicklung unser Personalkonzept ergänzen. "Kampf der Routine" - Kampagne in Sachen ArbeitssicherheitGrundsätzlich werden bei uns alle Arbeitsunfälle ausgewertet. Aus den Analysen geht hervor, dass Unachtsamkeit und Nachlässigkeit die häufigsten Unfallursachen sind. Um dem zu begegnen, initiierte die Geschäftsleitung Deutschland / Westeuropa im Frühjahr 2011 die Kampagne "Kampf der Routine". Mitarbeiter auf allen Ebenen arbeiten gleichberechtigt an dieser Kampagne mit, die ganz auf Praxisnähe und Erlebbarkeit ausgerichtet ist. Vorträge und Schulungen vermitteln Fachwissen und zeigen Auswege aus der Routine. Für besonders praxisrelevante Themen gibt es spezielle Unterweisungen. Sie zeigen die Gefahrensituationen im täglichen Arbeitsleben auf. Praktische Vorführungen machen sie anschaulich und direkt erlebbar. Ziel der Maßnahmen ist es, Gefahren aufzuzeigen und Unfälle zu verhindern, die aus der täglichen Routine entstehen. Belegschaft leicht gesunkenDie Zahl der Beschäftigten im Dyckerhoff Konzern lag zum 31. Dezember 2011 mit 6.790 Mitarbeitern unter dem Vorjahr (2010: 6.963 Mitarbeiter). Der Rückgang betrifft vor allem Veränderungen im Konsolidierungskreis und Rückgänge in Osteuropa. Die Personalaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3,9 Mio. EUR; dies ist im Wesentlichen auf die Übernahme der sibo-Gesellschaften seit Juli 2010 sowie auf Tarifsteigerungen zurückzuführen. Der Anteil der Belegschaft aus dem Ausland verringerte sich leicht und liegt bei 73 % (2010: 75 %). Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen
Personalaufwendungen
Dank an die MitarbeiterDyckerhoff hat sich im Jahr 2011 robust gezeigt und Boden gut gemacht. Das haben wir nicht nur der Konjunktur und dem Wetter zu verdanken, sondern vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Jeder von ihnen hat daran mitgewirkt und seinen Beitrag geleistet. Wir bedanken uns ausdrücklich für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und hoffen, auch im kommenden Jahr auf das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen zu können. Unser Dank gilt auch den Vertretungen der Arbeitnehmer für die stets sachliche und konstruktive Zusammenarbeit. Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Dyckerhoff AG betrug zum 31. Dezember 2011 weiterhin 105.640 TEUR und ist eingeteilt in 20.667.554 Stück nennbetragslose auf den Inhaber lautende Stammaktien (50,08 %) und 20.597.999 Stück nennbetragslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (49,92 %). Bei den Stammaktien gewährt jede Aktie eine Stimme. Die Vorzugsaktionäre erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Gewinn nach Maßgabe der Satzung vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,13 EUR je Stück Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteils von 0,13 EUR je Stück Stammaktie erhalten sie von einem weiteren zur Ausschüttung gelangenden Gewinn in gleicher Weise wie die Stammaktien einen dem Verhältnis des auf die Aktien entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals entsprechenden Anteil. Gelangt in einem Geschäftsjahr der Vorzugsgewinnanteil von 0,13 EUR je Stück Vorzugsaktie nicht zur Ausschüttung, so ist der Fehlbetrag ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn nachfolgender Geschäftsjahre vorweg auszuzahlen; hierbei sind zuerst die ältesten Rückstände nachzuzahlen; erst nach Ausgleich sämtlicher Rückstände ist der Vorzugsgewinnanteil für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuschütten. Beschränkungen von Stimmrechten und AktienübertragungenBeschränkungen, die Stimmrechte der Stammaktien oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor. Vereinbarungen zwischen Aktionären, aus denen sich derartige Beschränkungen ergeben könnten, sind nicht bekannt. Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitenEs besteht eine indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet. Sie ergibt sich wiederum aus zwei direkten Beteiligungen von mehr als 10 % der Stimmrechte: Die Fimedi S.p.A., Turin, Italien, hat uns am 7. Dezember 2006 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dyckerhoff AG, Wiesbaden, am 31. Januar 2005 die Schwellen von 5 % , 10 % , 25 % , 50 % und 75 % überschritten hat. Zum 31. Dezember 2011 beläuft sich der Stimmrechtsanteil der Fimedi S.p.A. auf 97,98 % (2010: 97,98 %). Die Stimmrechte sind der Fimedi S.p.A. über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG wie folgt zuzurechnen: Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, hält unmittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 73,79 %. Durch ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem Investimenti S.r.l., Casale Monferrato (AL), Italien, hält Buzzi Unicem S.p.A. weitere mehr als 10 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 24,19 %. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Buzzi Unicem S.p.A. ihren Anteilsbesitz an Vorzugsaktien leicht erhöht. Zum 31. Dezember 2011 hielt die Fimedi S.p.A. indirekt über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A. 97,98 % (2010: 97,98 %) der Stammaktien und 88,66 % (2010: 88,56 %) der Vorzugsaktien und damit 93,33 % (2010: 93,28 %) der Anteile am Grundkapital der Dyckerhoff AG. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht ausgegeben. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sindDerartige Stimmrechtskontrollen liegen nicht vor. Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederErnennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Dyckerhoff AG ergeben sich aus §§ 84 und 85 AktG und der Satzung der Dyckerhoff AG. Nach der Satzung besteht der Vorstand der Dyckerhoff AG aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Zahl der Vorstandsmitglieder und etwaiger stellvertretender Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung der Vorstandsmitglieder erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Bestimmungen über die Änderung der SatzungJede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Änderung wird mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam. Beschlüsse werden gemäß § 25 Abs. 1 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und - soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist - mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht Gesetz oder Satzung etwas anderes vorschreiben. Somit wurde von der in § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, mit Ausnahme der Änderung des Unternehmensgegenstands eine geringere Kapitalmehrheit vorzusehen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen (§ 30 Satz 1 der Satzung). Er kann außerdem die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anpassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden (§ 30 Satz 2 der Satzung). Befugnisse des Vorstands zur AktienausgabeEine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen, besteht nicht. Befugnisse des Vorstands zum AktienrückkaufEine Ermächtigung des Vorstands zum Aktienrückkauf besteht nicht. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenDie Dyckerhoff AG strukturierte im Juli 2011 das aus zwei Tranchen bestehende Schuldscheindarlehen über insgesamt 175 Mio. EUR in einem Umfang von 134,5 Mio. EUR neu. Des Weiteren erhöhte sich das Nominalvolumen um 47 Mio. EUR auf nunmehr 222 Mio. EUR. Außerdem schloss die Dyckerhoff AG im November 2011 ein aus fünf Tranchen bestehendes neues Schuldscheindarlehen über 100 Mio. EUR. Die neuen, wie auch die unverändert fortgeltenden Vertragsverhältnisse beinhalten für den Fall eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht für die Darlehensgeber. Die im Rahmen der Restrukturierung einer langfristigen Kreditfazilität im Jahr 2010 geschlossenen Rahmenverträge über 150 Mio. EUR sowie über 40 Mio. EUR berechtigen die jeweilige Darlehensgeberin für den Fall eines Kontrollwechsels, auch infolge eines Übernahmeangebots, zur Kündigung des Vertragsverhältnisses. Bilaterale Vereinbarungen mit Banken, die zur Bereitstellung von kurzfristigen Kreditlinien geschlossen worden sind, enthalten gleichfalls entsprechende Kontrollwechsel-Klauseln. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEs gibt, wie im Vorjahr, keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Chancen- und RisikoberichtDie Erfassung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Dyckerhoff AG ein konzernweites integriertes internes Überwachungssystem eingerichtet. Dieses umfasst das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das interne Revisionssystem. Das rechnungslegungs- bzw. konzernrechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, das Risikofrüherkennungssystem im Sinne des § 91 Abs. 2 AktG sowie das Compliance-Management sind Bestandteile unseres integrierten internen Überwachungssystems. Das interne Kontrollsystem bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist auf die vollständige Erfassung aller Geschäftsvorfälle und ihre ordnungsgemäße Abbildung in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften und im Konzernabschluss gerichtet. Es findet seinen Niederschlag insbesondere in einer klaren Verteilung von Verantwortlichkeiten, den in allen Konzerngesellschaften eingerichteten Prozesskontrollen und in nachgelagerten, prozessunabhängigen Kontrolltätigkeiten (z. B. Analysen der Monatsabschlüsse durch das Konzerncontrolling oder Prüfungen der Internen Revision). Die rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen werden jährlich durch ein so genanntes Self Assessment auf ihre Wirksamkeit geprüft. Im Self Assessment haben die Kontrollverantwortlichen die Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollen zu überprüfen und die Ergebnisse der Überprüfung in einer zentralen Datenbank zu dokumentieren. Die Ergebnisse des Self Assessment werden in Stichproben durch die Konzernrevision überprüft. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand regelmäßig über die Ausgestaltung und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems informiert. Die Konzernunternehmen nutzen zur Erfassung und Abbildung der Geschäftsvorfälle überwiegend eine zentral verwaltete SAP-Betriebssoftware. Die eingerichteten IT-Prozesse gewährleisten die Datensicherheit und -qualität. Die Ordnungsmäßigkeit und Einheitlichkeit des Rechnungslegungsprozesses im Dyckerhoff Konzern wird durch fortlaufende Qualifizierung der beteiligten Mitarbeiter und durch ein einheitliches Konzernhandbuch zur Berichterstattung und Bilanzierung gewährleistet. Dieses enthält einheitliche Vorgaben für alle Konzerngesellschaften zur Bilanzierung gemäß der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) und zum organisatorischen Ablauf der rechnungslegungsrelevanten Vorgänge im Konzern. Der Konzernabschluss wird mit Hilfe einer Konsolidierungssoftware erstellt, in der sämtliche Konsolidierungsvorgänge und die erforderlichen Anhangangaben dokumentiert werden. Das RisikomanagementsystemUnser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, um unverzüglich auf das jeweilige Einzelrisiko abgestimmte Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten und die bestehenden Risiken und die eingeleiteten Maßnahmen laufend zu überwachen. Regelmäßig werden alle relevanten Risiken mittels einer systemgestützten Risikoinventur nach konzerneinheitlichen Risikokategorien erfasst und unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen bewertet. Daneben erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung bei kurzfristig auftretenden Risiken. Die Risikoberichterstattung umfasst auch die zur Beseitigung oder Begrenzung der Risiken getroffenen Maßnahmen. Alle wesentlichen Risiken werden kontinuierlich überwacht und sind Gegenstand der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen bei der Dyckerhoff AG und den einzelnen Konzerngesellschaften. Maßnahmen zu wesentlichen Risiken im Konzern werden zentral durch den Vorstand ergriffen und überwacht. Das interne RevisionssystemIm Berichtsjahr wurden das Risikomanagement und die Konzernrevision der Dyckerhoff AG unter Beibehaltung der für das Revisionssystem im Dyckerhoff Konzern etablierten Berichtswege in einer neuen Abteilung "Governance, Risk und Compliance" (GRC) zusammengelegt, die im Vorstandsressort Business Services angesiedelt ist. Die Revisionsfunktion ist weisungs- und prozessunabhängig und hat ein uneingeschränktes Informationsrecht. Die Ausgestaltung der Revisionsfunktion ist an den maßgebenden berufsüblichen Standards der internen Revision ausgerichtet. Der Prüfungsplan der Konzernrevision ist grundsätzlich risikoorientiert und berücksichtigt die kontinuierliche Prüfung der Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Art und Umfang der Prüfungshandlungen und -ergebnisse werden einheitlich dokumentiert. Mittels eines etablierten Follow-up-Prozesses wird die Umsetzung vereinbarter Maßnahmen überwacht. Compliance-ManagementZur Vermeidung von Verstößen gegen rechtliche Vorschriften oder vertragliche Verpflichtungen werden im Dyckerhoff Konzern so genannte Compliance-Instrumente genutzt, wie beispielsweise ein Kartellrechtskodex, Schulungen, Prozesskontrollen oder die im Vorjahr eingeführte und regelmäßig durch externe Rechtsanwälte geprüfte Datenbank zur Dokumentation von Wettbewerberkontakten bestimmter Mitarbeiter. Berichterstattung an den AufsichtsratDer Vorstand der Dyckerhoff AG informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und über aktuelle Risiken im Dyckerhoff Konzern. Der Finanzausschuss und das Plenum des Aufsichtsrats befassen sich jährlich mit der Wirksamkeit des integrierten internen Überwachungssystems. Das integrierte interne Überwachungssystem wird fortlaufend an geänderte Anforderungen und Rahmenbedingungen angepasst. Chancen und RisikenMarktchancen und -risiken:Nach Überwindung der Wirtschaftskrise hatten die Volkswirtschaften aller Dyckerhoff Märkte im Jahr 2011 ein Wachstum zu verzeichnen, auch wenn die Wachstumsgeschwindigkeit im Jahresverlauf zurückgegangen ist. Die insgesamt positive Entwicklung war nicht unerheblich durch gutes Wetter beeinflusst. Wir gehen auch für das Jahr 2012 davon aus, dass sich die Volkswirtschaften der Dyckerhoff Märkte positiv entwickeln. In Deutschland erwartet der Branchenverband (VDZ) einen gleichbleibenden Zementverbrauch, daher sehen wir weiterhin ein Preisrisiko. Chancen für eine Verbesserung unserer Umsatzziele sehen wir insbesondere durch erhöhte Zementverbräuche in Russland und der Ukraine. Hierbei setzten wir voraus, dass die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum weiter unter Kontrolle gehalten werden kann. Insbesondere die Ukraine ist mit der hohen Abhängigkeit ihres Haushalts vom Internationalen Währungsfonds (IWF) auf ein funktionierendes Weltwährungssystem angewiesen. Beschaffungschancen und -risiken:Die Rohstoffversorgung unserer Werke ist durch eigene Rohstoffvorkommen und langfristige Beschaffungsverträge weitgehend langfristig gesichert. Risiken bezüglich der von uns eingesetzten Brennstoffe ergeben sich nach wie vor aus Lieferengpässen sowie aus Preiserhöhungen im Energiebereich. Preisschwankungen begegnen wir nach Möglichkeit durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen. In der Ukraine haben wir die Abhängigkeit von Erdgaspreisen durch die Umstellung auf den Brennstoff Kohle reduziert. CO 2 -Emissionsrechte wurden für die Handelsperiode 2008 bis 2012 in Jahresscheiben ausgegeben. Da CO 2 -Emissionsrechte zwischen den Jahresscheiben verschoben werden können ("borrowing and banking"), gehen wir aufgrund unserer Produktionsplanungen derzeit davon aus, im Jahr 2012 keine Rechte am Markt zukaufen zu müssen. Ein Marktpreisrisiko für CO 2 -Emissionsrechte besteht daher nicht. Für die kommende Handelsperiode ab dem Jahr 2013 erwarten wir jedoch eine Reduzierung der Allokation von CO 2 -Emissionsrechten in Europa, woraus sich mittelfristig Kostenrisiken für die Klinkerherstellung in unseren Werken ergeben. Gleichzeitig sehen wir durch den verstärkten Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen in unseren Werken Chancen zur nachhaltigen Begrenzung der Herstellkosten und zur Entlastung der Umwelt. Investitionsrisiken:Strategische Investitionen in Sachanlagen werden im Konzern zentral durch die Dyckerhoff AG durchgeführt. Dies betrifft den Bau eines neuen Zementwerks in Russland und den Bau einer weiteren Ofenlinie in der Ukraine. Beide Projekte sind seit dem krisenbedingten Rückgang des russischen und ukrainischen Marktes unterbrochen. Auch wenn diese Märkte sich zwischenzeitlich erholen, wurde ein Großteil der damals bezogenen Anlagenteile 2011 zur Reduzierung der Mittelbindung verkauft. Der Vorstand der Dyckerhoff AG hält an den Projekten weiterhin fest und plant die Fortsetzung, wenn die Marktlage dies in den jeweiligen Ländern unter Berücksichtigung der Finanzlage der Gruppe wirtschaftlich sinnvoll erscheinen lässt. Sollte sich die wirtschaftliche Situation in Russland und in der Ukraine allerdings nicht wie erwartet nachhaltig verbessern, besteht das Risiko, dass die für diese Projekte bereits bilanzierten (42,8 Mio. EUR) und verbindlich bestellten (2,9 Mio. EUR) Vermögenswerte nur zu einem niedrigeren Wert veräußert werden und Wertberichtigungen notwendig werden können. Chancen und Risiken für die Produktion, Umwelt, Arbeitssicherheit und Qualität:Grundsätzlich bestehen Risiken bedingt durch mögliche Betriebsausfälle in unseren Werken. Um längere Produktionsausfälle zu vermeiden, sorgen wir für geeignete Schutzmaßnahmen gegen Feuerschäden bzw. Sach- oder Personenschäden, für eine regelmäßige Beurteilung der Bevorratung von strategischen Ersatzteilen sowie für ein wirksames Instandhaltungsmanagement, um längere Ausfälle zu vermeiden. Der verstärkte Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen hilft uns, Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Die damit einhergehende höhere Komplexität des Produktionsprozesses kann jedoch das Betriebsausfallrisiko erhöhen. Darüber hinaus ergeben sich hieraus zusätzliche Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsrisiken in der Produktion, denen wir durch regelmäßige Anpassung und Optimierung unserer Managementsysteme im Bereich Qualität, Arbeitssicherheit und Umwelt begegnen. Diese Systeme dienen der Sicherstellung der höchstmöglichen Qualität unserer Prozesse und Produkte, dem Umweltschutz und dem Schutz der Arbeitnehmer in unseren Werken. Die drei Managementsysteme werden regelmäßig durch interne und externe Auditoren überprüft. Chancen und Risiken aus dem Personalbereich:Die Wahrnehmung von Chancen sowie der Erfolg unseres Unternehmens hängen wesentlich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter ab. Die zentrale Auswahl und Entwicklung von Führungskräften im In- und Ausland dient auch der Reduzierung des Risikos aus dem Verlust von Schlüsselpersonen und der Erschließung von Führungspotenzialen. Risiken aus Finanzinstrumenten:Finanzielle Risiken sehen wir vor allem bei Ausfallrisiken im Forderungsbereich sowie bei Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken. Die Aufgabe der Zentralen Finanzabteilung der Dyckerhoff AG besteht in der Identifikation, der Bewertung und Absicherung finanzwirtschaftlicher Risiken. Derivative Finanzinstrumente werden im Einzelfall als Micro Hedge oder als Cash Flow Hedge ausschließlich zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, aus Finanztransaktionen und der aus prognostizierten Cash Flows resultierenden Risiken eingesetzt. Das Kontrahentenrisiko wird reduziert, indem derivative Finanzinstrumente nur mit erstklassigen Kreditinstituten abgeschlossen werden. Das Risiko von Zinszahlungsstromschwankungen bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten aus einzelnen Tranchen der Schuldscheindarlehen ist teilweise durch den Abschluss von Zinsswaps begrenzt. Bei den festverzinslichen Anleihen und Darlehensverbindlichkeiten bestehen Zinsänderungsrisiken hinsichtlich des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten. Dieses Risiko wird in der Regel nicht abgesichert. Wir erwarten keine Risiken aus der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen hinsichtlich der vereinbarten "financial covenants" im Zusammenhang mit den in den USA platzierten US Private Placements. Darüber hinaus gibt es keine "financial covenants" im Dyckerhoff Konzern. Das Kreditausfallrisiko ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms mit einer Vielzahl von Einzelkunden in den unterschiedlichen Regionen begrenzt. Die Werthaltigkeit unserer Beteiligungsbuchwerte kann durch anhaltende Ergebnisrückgänge bei den Beteiligungen oder durch spezifische Länderrisiken gefährdet sein und wird daher regelmäßig überprüft. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Dyckerhoff Ende September 2011 von BBB- /A-3 auf BB+/B (non-investment grade) gesenkt. Das von Moody's im November 2011 bestätigte Investment Grade Rating Baa2 / P-2 ist mit einem negativen Ausblick versehen. Auf die Finanzierungsfähigkeit der Dyckerhoff AG hat das geänderte Rating keine wesentliche Auswirkung, es führt aber zu leicht erhöhten Finanzierungskosten. Dem Liquiditätsrisiko und einer eventuell auftretenden nicht fristenkongruenten Finanzierung wurde durch den Abschluss von Rahmenkreditfazilitäten und bilateralen Vereinbarungen mit Banken zur Bereitstellung von Kreditlinien begegnet. Risiken aus Verstößen gegen Rechtsvorschriften und schwebende Rechtsverfahren:Verstöße gegen Rechtsvorschriften und insbesondere gegen Wettbewerbsgesetze stellen ein wesentliches Risiko für Dyckerhoff dar. Der Hauptaktionär der Dyckerhoff AG, Buzzi Unicem S.p.A., hatte im Dezember 2010 eine Benachrichtigung über die Einleitung eines Kartellverfahrens durch die Europäische Kommission erhalten. Die Kommission untersucht, ob es wettbewerbswidrige Verhaltensweisen in Bezug auf Zement und verwandte Produkte gegeben hat und hat in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2011 qualifizierte Auskunftsverlangen erlassen. Die Untersuchung betrifft auch die Dyckerhoff AG, CIMALUX S.A: und Cement Hranice a.s. Dyckerhoff hat keine Anhaltspunkte, die die Vermutung der Kommission stützen, und erwartet nach derzeitigem Stand aus dem Verfahren keine Belastungen. Über die Sammelschadenersatzklage ("Cartel Damage Claims") von Zementkunden aus dem Kartellverfahren in Deutschland gegen die verschiedenen Zementunternehmen, unter anderem gegen die Dyckerhoff AG, ist noch nicht entschieden. Das Verfahren soll im März 2012 aufgenommen werden. In dem aus 2006 datierenden polnischen Kartellverfahren steht unverändert die Bestimmung eines gerichtlichen Verhandlungstermins über den Einspruch unserer Tochtergesellschaft gegen den im Dezember 2009 verhängten Bußgeldbescheid über 15 Mio. EUR aus. Für das Risiko einer möglichen Belastung wurde in beiden Fällen bilanzielle Vorsorge getroffen. Dennoch sieht Dyckerhoff auch Chancen, die bilanzielle Vorsorge nicht ausschöpfen zu müssen. Steuerrisiken:Grundsätzlich besteht, bedingt durch die Dynamik im Steuerrecht, ein Risiko aus der Auslegung und Anwendung von steuerlichen Vorschriften in den Ländergesellschaften. Aus diesem Grund arbeiten unsere Steuerabteilung und unsere Berater eng mit den betroffenen Abteilungen zusammen, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Für Risiken aus strittigen Steuersachverhalten wurden in ausreichendem Umfang Rückstellungen gebildet. Auch hier sehen wir Chancen, die bilanzielle Vorsorge nicht ausschöpfen zu müssen. Wir sehen zum aktuellen Zeitpunkt keine zusätzlichen Risiken aus laufenden Betriebsprüfungen. Risiken für die Finanzberichterstattung:Unter Berücksichtigung der in unserem integrierten internen Überwachungssystem erfassten Maßnahmen und Kontrollen sehen wir keine wesentlichen Risiken einer nicht zutreffenden Finanzberichterstattung des Dyckerhoff Konzerns. Weitere Chancen:Wir sehen Entwicklungsmöglichkeiten für den Konzern in der Erschließung neuer Märkte für Produkte mit variablen Zumahlstoffgehalten, um hierdurch Herstellkosten zu reduzieren. Durch Senkung des Klinkerfaktors im Zement (Anteil Klinker je Tonne Zement) können CO 2 -Emissionsrechte eingespart werden. Durch den Einsatz moderner Mess- und Regeltechnik werden unsere Produktionen für eine optimale Auslastung und Steigerung der Produktqualität laufend verbessert. Durch eine positive Entwicklung können sich unsere Ergebnisse verbessern. Bewertung der RisikosituationNach Überprüfung der Risikolage liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Konzerns gefährden. VergütungsberichtVergütungsgrundsätzeFür die Festlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist nach entsprechender Vorbereitung durch den Vorstandsausschuss des Aufsichtsrats das Plenum zuständig. Die individuelle Vergütung orientiert sich an den Aufgaben und persönlichen Leistungen der einzelnen Vorstandsmitglieder, an der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsaussichten des Unternehmens, an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütungen vergleichbarer Unternehmen sowie an den Üblichkeiten der Vergütungen im Unternehmen. Die Gesamtvergütung des Vorstands besteht aus festen und variablen Bestandteilen, Pensionszusagen und den Nebenleistungen. Die Vergütung des Vorstands wird in regelmäßigen Abständen überprüft: Für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John fand sie am 10. Dezember 2010 statt. Für Herrn Wolfgang Bauer fand sie am 1. September 2011 im Zusammenhang mit seiner Wiederbestellung statt. Für Herrn Michele Buzzi entfällt seit dem Geschäftsjahr 2006 die variable Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2011 setzt sich die variable Vergütung für die Herren Dr. Fink ab dem 1. März und Dr. John ab dem 1. Juni aus einer mehrjährigen Ergebniskomponente (Bonus i) und langfristigen Nachhaltigkeitszielen (Bonus II) zusammen. Die mehrjährige Ergebniskomponente bemisst sich am durchschnittlichen EBIT mehrerer Geschäftsjahre; sie ist unterlegt mit einem Mindestergebnis und wird erst bei seiner Überschreitung wirksam. Zusätzlich wurde ein Maximum festgelegt, das nicht überschritten werden kann. Die langfristigen Nachhaltigkeitsziele bestehen aus für das Zementgeschäft wichtigen Steuerungsgrößen: Klinkerfaktor, Sekundärbrennstoffeinsatzrate (Anteil Sekundärbrennstoffe am Gesamtbrennstoffvolumen), Unfallrate und Anti-Trust-Prävention. Die sich daraus ergebenden variablen Vergütungen sind auf 10 TEUR je Nachhaltigkeitsziel und insgesamt 40 TEUR begrenzt. Sie werden jährlich einem Bonuskonto gutgeschrieben. Über den gutgeschriebenen Betrag kann das Vorstandsmitglied jeweils zwei Jahre nach dem Datum der Gutschrift verfügen. Der Aufsichtsrat entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Höhe der Gutschrift. Für Herrn Wolfgang Bauer gilt ab dem Zeitraum seiner Wiederbestellung im März 2012 ein entsprechendes Vergütungsmodell ohne Festlegung eines Mindestergebnisses. Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011Die feste Vergütung wird in zwölf gleichen Monatsbeträgen ausgezahlt. Sie umfasst zusätzlich Nebenleistungen wie die Überlassung eines Dienstwagens auch für die private Nutzung in Höhe der nach den steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Sachbezüge. Diese Sachbezüge stehen grundsätzlich allen Mitgliedern des Vorstands in gleicher Weise zu; die Höhe variiert im Hinblick auf die unterschiedliche persönliche Situation. Die Sachbezüge sind von den Mitgliedern des Vorstands zu versteuern. Ferner sind die Zuschüsse zur Rentenversicherung (nur für Wolfgang Bauer, Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John) und die Beiträge zur freiwilligen Unfallversicherung in der Berufsgenossenschaft enthalten. Die Tantieme für das Geschäftsjahr 2011 für die Herren Dr. Fink und Dr. John errechnet sich ab 1. März bzw. ab 1. Juni 2011 zunächst aus dem oben beschriebenen Bonus i; über die Höhe des gutzuschreibenden Bonus II wird das Plenum des Aufsichtsrats in der Bilanzsitzung beschließen. Für den vorhergehenden Zeitraum bemisst sich die Tantieme nach dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2011 in Relation zum EBIT des Geschäftsjahres 2007; sie ist mit einem Mindestwert bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr unterlegt (Dr. Stefan Fink 125 TEUR, Dr. Stefan John 100 TEUR). Für Herrn Wolfgang Bauer errechnet sich die Tantieme nach dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2011 (Referenzwert ist der entsprechende Wert des Geschäftsjahres 2007) und ist mit einem Mindestwert von 300 TEUR unterlegt. Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertorientierte Anreizsysteme bestehen nicht. In der nachfolgenden Tabelle wird in individualisierter Form die Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 aufgeführt; für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John enthält die ausgewiesene Tantieme noch nicht den Bonus II für das Geschäftsjahr 2011, da dieser noch nicht durch den Aufsichtsrat festgelegt wurde. Hierzu verweisen wir auf den Bericht des Aufsichtsrats. Die Vorjahreszahlen werden jeweils zum Vergleich dargestellt.
Wolfgang Bauer, Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John haben eine dienstvertragliche Pensionszusage erhalten, auf deren Basis im Pensionsfall der Anspruch auf Ruhegeld besteht. Der Pensionsfall ist gegeben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet; tritt vor Vollendung des 65. Lebensjahres entweder dauerhafte Dienstunfähigkeit ein oder wird der Dienstvertrag seitens der Dyckerhoff AG vorzeitig beendet bzw. nicht verlängert, besteht ab dem Folgemonat ein Anspruch auf Ruhegeld. Die Pensionszusagen der Vorstände entsprechen rechtlich denen der Mitarbeiter der Dyckerhoff AG mit der Ausnahme, dass die Unverfallbarkeit der Zusage sofort gegeben ist, es sei denn, das Ausscheiden ist vorsätzlich verschuldet. Das Ruhegeld errechnet sich für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John aus den zuletzt erhaltenen festen Bezügen; für Herrn Wolfgang Bauer sind die zuletzt erhaltenen festen Bezüge mit einem Mindestbetrag von 900.000 EUR unterlegt. Das Ruhegeld setzt sich zusammen aus einem festen Sockelprozentsatz sowie einem individuellen Steigerungsprozentsatz für jedes volle Vorstandsdienstjahr. Der Anspruch auf Ruhegeld ist auf 50 % der zuletzt erhaltenen festen Bezüge bzw. des Mindestbetrages begrenzt. Zum Bilanzstichtag 2011 betrug der Anspruch auf Ruhegeld für Dr. Stefan Fink 27,88 % (2010: 26,04 %) und für Dr. Stefan John 20,25 % (2010: 18,50 %) der zuletzt erhaltenen festen Bezüge; für Wolfgang Bauer betrug der Anspruch auf Ruhegeld 31,83 % (2010: 30,30 %) des Mindestbetrages in Höhe von 900.000 EUR. Nach Eintritt des Pensionsfalls wird das Ruhegeld regelmäßig angepasst. Die Anpassung orientiert sich an der allgemeinen Entgeltentwicklung der Branche. Nach dem Ableben des Ruhegeldberechtigten erhalten die Hinterbliebenen ein anteilig gestaffeltes Ruhegeld als Witwen- bzw. Waisengeld. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung für Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand der Vorstandsmitglieder betrug insgesamt 670 TEUR (2010: 599 TEUR). Davon entfielen 418 TEUR (2010: 374 TEUR) auf den Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Bauer, 143 TEUR (2010: 130 TEUR) auf Dr. Stefan Fink und 109 TEUR (2010: 95 TEUR) auf Dr. Stefan John. Der Barwert der Pensionsverpflichtung beträgt 5.516 TEUR (2010: 4.841 TEUR); davon entfallen 2.846 TEUR (2010: 2.722 TEUR) auf Wolfgang Bauer, 1.779 TEUR (2010: 1.438 TEUR) auf Dr. Stefan Fink und 891 TEUR (2010: 681 TEUR) auf Dr. Stefan John. Die Abfindungsansprüche des Vorstandsvorsitzenden der Dyckerhoff AG sind für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses begrenzt auf eine Entschädigung in Höhe der Summe der bis zum ordentlichen Vertragsende ausstehenden Gesamtvergütung, jedoch maximal der Gesamtvergütung für zwei Kalenderjahre. Seine derzeitige Bestellung endet am 28. Februar 2015. Abfindungsansprüche im Zusammenhang mit einem so genannten "Change of Control" sind den einzelnen Vorständen nicht eingeräumt worden. Allerdings steht dem Vorsitzenden des Vorstands der Dyckerhoff AG, für den Fall von Maßnahmen des Großaktionärs Buzzi Unicem S.p.A., die eine eigenverantwortliche Leitung der Gesellschaft durch den Vorstand nicht mehr gewährleisten und ihm keine adäquate Position zu den bisherigen Bedingungen eingeräumt wird, ein Kündigungsrecht zu. Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betrugen im Jahr 2011 2.396 TEUR (2010: 2.465 TEUR). Für Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind 27.492 TEUR nach IFRS zurückgestellt (2010: 27.414 TEUR). Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 12. Mai 2004 auf eine ausschließlich feste Vergütung umgestellt. Die Aufsichtsratsvergütung ist in § 17 der Satzung der Dyckerhoff AG niedergelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält demgemäß eine feste Vergütung (Grundvergütung) von 40 TEUR. In der Hauptversammlung am 10. Mai 2011 wurde die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats von dem Dreifachen der Grundvergütung auf das Zweieinhalbfache reduziert. Ebenso wurde die Vergütung der Stellvertreter des Vorsitzenden vom Zweifachen auf das Anderthalbfache der Grundvergütung verringert. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied, das Mitglied eines Aufsichtsratsausschusses ist, ein weiteres Viertel der normalen Vergütung; jeder Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses erhält stattdessen eine weitere Hälfte. Dies gilt nicht für den Vorsitzenden des Vorstandsausschusses. Die Mitglieder des Vorstandsausschusses erhalten das weitere Viertel der normalen Vergütung nur dann, wenn sie nicht bereits aus anderen Gründen eine erhöhte Aufsichtsratsvergütung beziehen. In seiner Sitzung am 16. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat beschlossen, seine Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2011 individuell zu veröffentlichen. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2011 522 TEUR (2010: 560 TEUR). Darin enthalten ist die Vergütung für die Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse, die im Jahr 2011 ebenfalls unverändert 40 TEUR ausmachte. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhielten Arbeitnehmervertreter als Arbeitnehmer im Dyckerhoff Konzern Entgeltleistungen einschließlich der Arbeitgeberzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung in Höhe von 195 TEUR (2010: 129 TEUR), die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat standen. AktienbesitzMitteilungspflichtiger Aktienbesitz gemäß Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag zum 31. Dezember 2011 nicht vor. Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011
NachtragsberichtIm Februar 2012 haben Vertreter der niederländischen Wettbewerbsbehörde sowie des Bundeskartellamts im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der niederländischen Wettbewerbsbehörde Geschäftsräume der Dyckerhoff Basal in den Niederlanden sowie der sibo-Gruppe in Deutschland durchsucht. Wir haben alle erbetenen Informationen, Akten und Daten zur Verfügung gestellt. Ergebnisse dieser Überprüfung sind uns zu diesem frühen Zeitpunkt nicht bekannt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass sie sich - wenn überhaupt - nicht wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dyckerhoff Konzerns auswirken werden. PrognoseberichtZukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDer vorliegende Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen gemäß den aktuellen Informationen basieren. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten und können daher deutlich von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Die Dyckerhoff AG hat keine Verpflichtung, die in diesem Dokument gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen. ÜberblickUnser Ausblick bezieht sich auf die Aktivitäten des bestehenden Geschäfts; eventuelle - heute noch nicht absehbare - Zu- oder Verkäufe von Konzerngesellschaften oder sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises sind nicht berücksichtigt. Das Wirtschaftswachstum in unseren Märkten wird sich mit Ausnahme der USA voraussichtlich abschwächen. In den USA scheint sich die Bauwirtschaft endlich zu stabilisieren. Auch der untypische Winter 2011, der nahezu ganzjährigen Zement- und Betonabsatz ermöglichte, wird sich 2012 nicht wiederholen. Mengeneinbußen sind daher in Westeuropa und Teilen Osteuropas zu erwarten. In der Ukraine und in Russland gehen wir von Mengenzuwächsen aus, während sich der Zementabsatz in den USA stabil entwickeln wird. Wir rechnen daher mit einem Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2011 und erwarten ein EBITDA in der Größenordnung des EBITDA 2011; auch die Ergebnisse vor und nach Steuern werden sich stabil entwickeln. Für das Jahr 2013 rechnen wir wieder mit einem positiven Trend bei Umsatz und Ergebnis. Abschwächung des Wirtschaftswachstums in fast allen unseren MärktenDie deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2012 nur leicht wachsen - das ifo Institut für Wirtschaftsforschung geht von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % aus. Die Zunahme bei den Bauinvestitionen wird bei 1,5 % liegen. Der deutsche Zementverbrauch wird laut dem Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) stagnieren, und der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB) geht von einem Rückgang des Transportbetonverbrauchs um mehr als 2 % aus. In den Benelux-Ländern rechnen wir mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um rund 1 % und mit einem stabilen Zement- bzw. Betonverbrauch. In den für uns wichtigen osteuropäischen Ländern sind die Aussichten für 2012 unterschiedlich. In Polen wird sich das Wachstum zwar verlangsamen, doch die erwartete Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um gut 3 % ist immer noch größer als in den meisten anderen EU-Ländern. Für die Bauinvestitionen rechnet das polnische EUROCONSTRUCT-Institut PAB (Polish Construction Research & Forecasting) mit einem Wachstum um gut 4 %. Der Zementverbrauch wird das hohe Niveau des Vorjahres nicht halten können und um 9 % abnehmen. In der Tschechischen Republik wird das Bruttoinlandsprodukt nur leicht um knapp 1 % wachsen, und für die Bauwirtschaft sagt das tschechische EUROCONSTRUCT-Institut ÚRS PRAHA einen Rückgang um 4 % voraus. Der Zementverbrauch soll um 5 % unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Die ukrainische Gesamtwirtschaft hängt stark von einer Fortsetzung der Kredithilfen durch den IWR ab. Unter den derzeitigen Voraussetzungen wird im Jahr 2012 mit einem Wachstum um 2 % gerechnet. Bei den Bauinvestitionen wird sich die positive Entwicklung aus dem Vorjahr fortsetzen - wir erwarten ein Wachstum von 9 %. Der Zementverbrauch wird um 13 % zunehmen. Das Bruttoinlandsprodukt in Russland wird voraussichtlich um knapp 4 % wachsen und für die Bauinvestitionen wird eine Steigerung um 8 % vorausgesagt. Wir rechnen damit, dass der russische Zementverbrauch im Jahr 2012 um knapp 11 % zunehmen wird. Das Bruttoinlandsprodukt in den USA wird nach Einschätzung der PCA (Portland Cement Association) im Jahr 2012 um 2 bis 3 % steigen. Die Lage der Baubranche wird sich langsam stabilisieren, die PCA geht von leichten Steigerungen bei den Bauinvestitionen und einem stabilen Zementverbrauch aus. Dyckerhoff Märkte 2012Das Jahr 2011 war im Hinblick auf den ausgefallenen Winter am Anfang und Ende des Jahres ein außergewöhnliches Jahr. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden in Westeuropa, und teilweise auch in Osteuropa, aufgrund der günstigen Witterung erhebliche Zement- und Betonlieferungen bereits früher abgerufen haben und dass uns diese Mengen in der Jahresbetrachtung 2012 fehlen werden. In der Ukraine und in Russland gehen wir hingegen von Mengenzuwächsen aus. In den USA wird unser Zementabsatz auf dem gleichen Niveau bleiben. Geschäftsentwicklung 2012In dem beschriebenen Umfeld rechnen wir 2012 mit einem Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2011. Dabei gehen wir vor allem davon aus, dass sich unsere geplanten Preiserhöhungen im Markt durchsetzen lassen. Unvermeidbaren Kostensteigerungen, vor allem bei den Energiekosten, werden wir durch eine Erhöhung des Einsatzes von Sekundärbrennstoffen gegensteuern. Wir erwarten daher ein EBITDA in der Größenordnung des EBITDA 2011; auch die Ergebnisse vor und nach Steuern werden sich stabil entwickeln. Unser Investitionsbudget liegt über dem für das Jahr 2011 und enthält für das Jahr 2012 insbesondere Ausgaben für den gesteigerten Einsatz von Sekundärbrennstoffen und zur Reduzierung der Emissionen. Allerdings wird ein Teil des Budgets erst innerhalb des Jahres 2012, in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft, zur Umsetzung durch den Vorstand vom Aufsichtsrat freigegeben. Nach unseren derzeitigen Planungen wird sich die Zahl unserer Mitarbeiter nur geringfügig verändern. Schwerpunkte unserer zukünftigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten stellen unverändert Bindemittel für spezielle Anwendungen und die Optimierung von Rezepturen dar. Für das laufende Jahr planen wir Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und für Umweltmaßnahmen auf dem Niveau des Vorjahres. Eine Änderung der Dividendenstrategie ist vom Vorstand nicht geplant. Geschäftsentwicklung 2013Für das Jahr 2013 erwarten wir in allen unseren Märkten eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung. In Osteuropa und in den USA rechnen wir mit einem kräftigen Wachstum des Zementverbrauchs. Wir gehen davon aus, dass sich unser Zementabsatz, Konzernumsatz und unsere Ergebnisse vor und nach Steuern erhöhen werden. Dabei wollen wir die Investitionsausgaben und die Zahl unserer Mitarbeiter stabil halten.
Wiesbaden, den 28. Februar 2012 DER VORSTAND WOLFGANG BAUER MICHELE BUZZI DR. STEFAN FINK DR. STEFAN JOHN Konzernabschluss der Dyckerhoff Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2011
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Jahr 2011
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Jahr 2011
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011
Entwicklung des Eigenkapitals
Konzernanhang 2011Die Dyckerhoff AG ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft mit Sitz in Wiesbaden. Die Firmenanschrift lautet: Dyckerhoff AG, Biebricher Straße 69, 65203 Wiesbaden. Die Kernaktivitäten der Dyckerhoff AG und deren Tochterunternehmen (im Folgenden auch Dyckerhoff oder Dyckerhoff Konzern genannt) umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Zement und Transportbeton. Einzelheiten sind im Lagebericht erläutert. Erläuterungen zur Konsolidierung, Bilanzierung und Bewertung1. Grundlagen des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss der Dyckerhoff AG zum 31. Dezember 2011 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt. Alle Angaben im Konzernlagebericht und im Konzernanhang erfolgen in TEUR oder in Millionen Euro (Mio. EUR). Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dyckerhoff Konzerns. Der Konzernabschluss enthält gemäß IAS 1.12 eine gesonderte Gewinn- und Verlustrechnung, die der Gesamtergebnisrechnung unmittelbar vorangestellt ist. Darüber hinaus enthält der Konzernabschluss eine Bilanz nach IAS 1 (Presentation of Financial Statements), eine Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 (Statement of Cash Flows), eine Übersicht zur Entwicklung des Eigenkapitals gemäß IAS 1 sowie eine Segmentberichterstattung nach den Grundsätzen des IFRS 8 (Operating Segments). Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzernbilanz wurden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. 2. Schätzunsicherheiten und AnnahmenDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist auch von Schätzungen abhängig. Dies betrifft im Dyckerhoff Konzernabschluss vor allem die Ermittlung möglicher Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten (insbesondere Goodwill) und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens gemäß IAS 36 (Impairment of Assets), die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt gemäß IFRS 3 (Business Combinations), die gemäß IAS 12 (Income Taxes) bilanzierten aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie sämtliche Rückstellungen. Bei den der Bilanzierung dieser Posten zugrunde liegenden Verfahren sind unter anderem Annahmen über zukünftige Cash Flows und über zukünftiges zu versteuerndes Einkommen, über Wachstumsraten sowie über am Markt erzielbare Werte, erwartete Nutzungsdauern und Restwerte von Vermögenswerten zu treffen. Auch der zum Bilanzstichtag anzusetzende Zinssatz zur Diskontierung der zukünftigen Cash Flows hat Auswirkungen auf die Wertansätze. Weitergehende Erläuterungen sind den Ausführungen unter Ziffer 27. Immaterielle Vermögenswerte sowie 46. Latente Steuerschulden zu entnehmen. Die ermittelten Zahlen zu den Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Annahmen und Schätzungen. Einzelheiten sind unter Ziffer 44. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erläutert. Die Ermittlung aller sonstigen Rückstellungen basiert auf Einschätzungen zu Wahrscheinlichkeiten und zukünftigen Kostenentwicklungen sowie auf Erwartungen des Managements zu Zeitpunkt und Höhe des zukünftigen Nutzenabflusses anhand von Erfahrungswerten. Für langfristige Verpflichtungen hat der Abzinsungssatz einen Einfluss auf den Wertansatz. Eine Veränderung der genannten Einflussfaktoren bzw. ein Abweichen der sich tatsächlich ergebenden Werte von den Schätzwerten kann wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Wir verweisen auf Ziffer 45. Sonstige Rückstellungen. 3. Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards und InterpretationenDyckerhoff wendet die von der EU zum 31. Dezember 2011 übernommenen und verpflichtend anzuwendenden IFRS sowie deren Interpretationen an. Die im Folgenden genannten Standards und Interpretationen, die auch von der EU übernommen wurden, waren im Geschäftsjahr 2011 erstmalig verpflichtend anzuwenden: Standards und Interpretationen, die verpflichtend anzuwenden waren im Geschäftsjahr 2011
n. a. = nicht anwendbar; regelt Sachverhalte, die bei Dyckerhoff in den betrachteten Geschäftsjahren nicht vorkommen Durch den geänderten IAS 24 wurde ab dem Geschäftsjahr 2011 der Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen um die Eventualverbindlichkeiten und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber diesen Unternehmen und Personen erweitert. Außerdem wurde der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen um die assoziierten Unternehmen sowie die Gemeinschaftsunternehmen der Buzzi Unicem S.p.A. ergänzt. Da zu diesen nahestehenden Unternehmen der Buzzi Unicem S.p.A. derzeit keine Beziehungen bestehen, hatten die Änderungen keine Auswirkungen auf den Bericht zu den wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Die übrigen Verlautbarungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss oder regeln Sachverhalte, die bei Dyckerhoff in den betrachteten Geschäftsjahren nicht vorkamen. Dyckerhoff wendet die folgenden Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, zum 31. Dezember 2011 nicht vorzeitig an: Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden waren im Geschäftsjahr 2011
n. a. = nicht anwendbar; regelt Sachverhalte, die bei Dyckerhoff in den betrachteten Geschäftsjahren nicht vorkommen
* war zum 31.12.2011 noch nicht in EU-Recht
übernommen
Die Auswirkungen des neuen Standards IFRS 10 auf die Zusammensetzung des Dyckerhoff Konzerns sind noch nicht abschließend geprüft. Da als Konsolidierungsmerkmal weiterhin die Stimmrechtsmehrheit gilt und potenzielle Stimmrechte an bisher nicht konsolidierten Gesellschaften nicht vorliegen, wird es aus heutiger Sicht keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis geben. Die Auswirkungen des neuen Standards IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen und des geänderten IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (2011) werden weitreichend sein, da diese Änderungen das derzeit noch geltende Wahlrecht zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen abschaffen. Die bisher im Dyckerhoff Konzernabschluss quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, vor allem die US-amerikanische RC Lonestar, werden zukünftig "at equity" zu bewerten sein. Somit entfällt deren Beitrag zu wesentlichen Kenngrößen wie Umsatzerlöse, EBITDA und EBIT. Auch die Bilanzstruktur des Dyckerhoff Konzerns wird sich durch diese Bilanzierungsänderung wesentlich verändern. Der Jahresüberschuss wird von dieser Änderung nicht berührt werden, da der Beitrag der "at equity" zu bewertenden Gemeinschaftsunternehmen in das Beteiligungsergebnis einfließen wird. Die folgende Übersicht zeigt diese Auswirkungen auf wesentliche Kennzahlen im Dyckerhoff Konzern, wenn die Gemeinschaftsunternehmen bereits im Geschäftsjahr 2011 "at equity" bewertet worden wären: Auswirkungen IFRS 11 und IAS 28 (2011)
Auch die Auswirkungen der geänderten Fassung des IAS 19 werden für den Dyckerhoff Konzern wesentlich sein. Die versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von 53,5 Mio. EUR, die zum 31. Dezember 2011 bei Anwendung der Korridor-Methode nicht zu bilanzieren waren, würden nach Berücksichtigung von latenten Steuern das Eigenkapital des Dyckerhoff Konzerns um rund 34,5 Mio. EUR mindern. Auch nach Berücksichtigung dieser Änderung hätte die Eigenkapitalquote des Dyckerhoff Konzerns noch bei rund 49 % gelegen. Bei Anwendung der neuen Fassung des IAS 19 würde darüber hinaus das Konzernergebnis, insbesondere durch den Wegfall der Aufwendungen für die Amortisation dieser versicherungsmathematischen Verluste im Personalaufwand (rund 2,2 Mio. EUR), entlastet werden. Die übrigen oben genannten Verlautbarungen regeln Sachverhalte, die bei Dyckerhoff nicht oder in unwesentlichem Umfang vorkommen, oder haben deshalb keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dyckerhoff Konzerns, da sie die Art der Darstellung von Sachverhalten präzisieren oder geänderte bzw. erweiterte Anhangsangaben regeln. 4. KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der in den Dyckerhoff Konzern einbezogenen Unternehmen wurden gemäß IAS 2 7 (Consolidated and Separate Financial Statements) auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt und an die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden entsprechend IAS 27 aufgerechnet; Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde gemäß IFRS 3 (Business Combinations) die Erwerbsmethode angewendet unter Zugrundelegung der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs. Noch verbleibende, auf Dyckerhoff entfallende aktivische Unterschiedsbeträge wurden gemäß IFRS 3 als Geschäfts- und Firmenwerte aktiviert. Diese Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich in einem sogenannten "impairment test" nach IAS 36 (Impairment of Assets) auf Werthaltigkeit untersucht und, falls notwendig, außerplanmäßig abgeschrieben. Bei dem Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen von weniger als 100 % der Anteile werden die nicht beherrschenden Anteile mit dem anteiligen auf sie entfallenden Nettovermögen angesetzt; die "Full Goodwill"-Methode wird nicht angewendet. Bei der Auf- oder Abstockung von Anteilen, wenn bereits vor Aufstockung eine Mehrheitsbeteiligung bestand bzw. wenn auch nach Abstockung die Mehrheitsbeteiligung bestehen bleibt, wenden wir das "economic entity model" an, nach dem solche Erwerbe oder Verkäufe als Transaktionen zwischen Anteilseignern angesehen und erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals abgebildet werden. Beträge aus diesen Transaktionen sind Ziffer 42. Rücklage aus Währungsumrechung, sonstige Rücklagen und Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zu entnehmen. 5. KonsolidierungskreisTochterunternehmen werden direkt oder indirekt von Dyckerhoff beherrscht und deshalb vollkonsolidiert. Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden könnten, sind bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, zu berücksichtigen. Nicht einbezogen sind Tochterunternehmen, die für den Konzern einzeln betrachtet und in ihrer Gesamtheit, gemessen an Umsatzerlösen, Bilanzsumme und Ergebnisbeitrag, von untergeordneter Bedeutung sind. Diese sind innerhalb der sonstigen Finanzanlagen als Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen oder Personen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Diese werden in den Dyckerhoff Konzernabschluss quotal einbezogen. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über den Beitrag der quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen im Dyckerhoff Konzernabschluss: Gemeinschaftsunternehmen
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die Dyckerhoff einen maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Diese werden - soweit wesentlich - gemäß IAS 2 8 (Investments in Associates) "at equity" bewertet. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Umsatzerlöse, Ergebnis nach Steuern, Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der wesentlichen assoziierten Unternehmen des Dyckerhoff Konzerns. Es handelt sich um nicht quotierte Zahlen. Die Schulden verstehen sich als Summe aus Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Bei den Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 handelt es sich teilweise um vorläufige Zahlen. Assoziierte Unternehmen
Dyckerhoff ist insgesamt mit 63,12 % an der NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V. i.L. in den Niederlanden beteiligt. Trotz der Stimmrechtsmehrheit liegt keine Beherrschung der Gesellschaft, sondern nur ein maßgeblicher Einfluss vor. Aus diesem Grund wird die NCD als assoziiertes Unternehmen geführt. Die Rechtsform der NCD gewährt nach niederländischem Gesellschaftsrecht dem Mehrheitsgesellschafter nicht per se einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft. Dyckerhoff stellt zudem nicht die Mehrheit der Aufsichtsratsmitglieder bei der NCD. Die Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen des Dyckerhoff Konzerns zum 31. Dezember 2011 sind der nachfolgenden Beteiligungsübersicht zu entnehmen. Zweigniederlassungen bestehen nicht. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011
* Vorläufiger Jahresabschluss 2011
Bei den genannten Werten für Eigenkapital und Jahresergebnis handelt es sich um Werte aus der für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses erfolgten IFRS-Konzernberichterstattung der Gesellschaften. Für die einbezogenen verbundenen deutschen Personenhandelsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG gilt die Befreiung gemäß § 264b HGB. Von der Nennung der Ergebnisse wurde abgesehen, sofern aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge (EAV) bei den betroffenen Kapitalgesellschaften keine eigenen Ergebnisse ausgewiesen werden. Mit Ausnahme der BTG Beton-Transport-Gesellschaft mbH und der Kieswerk Leubingen GmbH gilt für diejenigen einbezogenen verbundenen deutschen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, bei denen aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge kein Ergebnis ausgewiesen wird, die Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB. 6. Angaben zu den Veränderungen im KonsolidierungskreisNachfolgend geben wir einen Überblick über die Entwicklung des Konsolidierungskreises und die Anzahl der Gesellschaften im Jahr 2011: Konsolidierungskreis des Dyckerhoff Konzerns
Zugänge:
Am 14. Juni 2011 hat die Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG die Anteile am Kieswerk Seltz um 26,0 % auf nun 51,0 % erhöht. Für diesen Zuerwerb wurden 2,0 Mio. EUR gezahlt. Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 30 TEUR wurden im Aufwand der Periode erfasst. Der beizulegende Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile betrug 1,9 Mio. EUR; die sich aus der Bewertung ergebende Abschreibung in Höhe von 0,2 Mio. EUR auf den bisherigen Buchwert von 2,1 Mio. EUR wurde im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Das bilanzielle Eigenkapital vor Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum 14. Juni 2011 betrug - 0,5 Mio. EUR. Nach Anpassungen aus der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 (Business Combinations) ergab sich ein bilanzielles Eigenkapital von 4,1 Mio. EUR; hiervon entfiel ein Betrag von 2,1 Mio. EUR auf den Anteil von Dyckerhoff. Der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bilanzierte Goodwill in Höhe von 1,8 Mio. EUR repräsentiert die nicht bilanzierungsfähigen Vermögenswerte; er ist nicht steuerlich abzugsfähig. Das Kieswerk Seltz wurde erworben, um die Rohstoffversorgung (Sand und Kies) für den Transportbeton im südlichen Vertriebsgebiet der Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG zu wettbewerbsfähigen Preisen sicherzustellen. Durch die Möglichkeit, sich selber mit Rohstoffen (Sand und Kies) zu versorgen, erlangt die Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG zusätzlich Verhandlungsvorteile gegenüber Drittlieferanten. Der Goodwill repräsentiert die Erwartungen an diese Kostenvorteile im Materialaufwand der Dyckerhoff Beton. Am 1. Januar 2011 hat die Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG die Anteile an der Beton Union Ruhr-Lenne GmbH & Co. KG um 50,0 % auf dann 100,0 % erhöht. Hierfür wurden 0,2 Mio. EUR gezahlt. Bei einem Buchwert von 1,00 EUR ergab sich aus der Bewertung der bisher gehaltenen Anteile eine Zuschreibung von ebenfalls 0,2 Mio. EUR, die im Beteiligungsergebnis ausgewiesen wurde. Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft vor Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden betrug 0,4 Mio. EUR. Nach Anpassungen aus der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 ergab sich ein bilanzielles Eigenkapital von 0,5 Mio. EUR. Dies führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 0,1 Mio. EUR, der erfolgswirksam aufzulösen war. Der Betrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Abschlag auf den Kaufpreis ergab sich aus der derzeitigen Ergebnissituation der Gesellschaft sowie den anstehenden Investitionen. Am 1. Januar 2011 hat Dyckerhoff im Rahmen eines Tauschvorgangs 100,0 % der Anteile am ehemaligen Kieswerk Oppermann in Riethnordhausen (Kieswerk Riethnordhausen) erworben. Das Kieswerk Riethnordhausen ist ein stillgelegtes Kieswerk, welches aufgrund der Rohstoffvorkommen (Sand und Kies) für Dyckerhoff von Interesse ist und als Reservefläche für das nahe gelegene Kieswerk Leubingen dienen soll. Der Geschäftsvorfall fällt nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3, da es sich um einen Tausch von Vermögenswerten handelte. Die ehemalige Kieswerk Oppermann GmbH wurde zum gleichen Zeitpunkt auf die vollkonsolidierte Kieswerk Leubingen GmbH verschmolzen. Dyckerhoff hat ein Transportbetonwerk und diverse Sachanlagen getauscht sowie einen Barausgleich in Höhe von 0,3 Mio. EUR geleistet. Im Mai 2011 wurde die assoziierte Gesellschaft Ravenswaarden B.V. gegründet. Unser Anteil (50,0 %) am Gründungskapital wurde in Höhe von 9 TEUR eingezahlt. Im Zusammenhang mit der Liquidation der assoziierten Baggerbedrijf De Bonkelaar B.V. i.L., die wir unter den Abgängen erläutern, wurden 50,0 % an der ungarischen Gesellschaft Aranykavics k.f.t. zum Buchwert von knapp 1 TEUR von der Baggerbedrijf De Bonkelaar übernommen. Bezüglich der OOO Sukholozhskcemremont verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Abgängen. Abgänge:
Am 12. März 2011 wurde die SMT SIBO-Milde-Transportbeton GmbH & Co. KG im Rahmen eines Tauschvorgangs veräußert und deshalb endkonsolidiert. Es sind keine Zahlungsmittel geflossen. Die Veräußerung hatte keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Die bisher vollkonsolidierte russische Gesellschaft OOO Sukholozhskcemremont ist durch den Verkauf von 51,0 % unserer Anteile seit dem 24. Juni 2011 ein assoziiertes Unternehmen des Dyckerhoff Konzerns. Es wurde ein Betrag von 1 TEUR an Dyckerhoff gezahlt. Aufgrund des negativen Nettovermögens der Gesellschaft ergab sich aus der Endkonsolidierung ein Ertrag von 45 TEUR; dieser ist im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Bezüglich der Veränderungen bei der Beton Union Ruhr-Lenne GmbH & Co. KG sowie des Kieswerks Seltz verweisen wir auf die Erläuterungen unter den Zugängen. Abgänge durch Verschmelzung (ohne Auswirkungen auf den Konzernabschluss):
Am 1. April 2011 haben wir unseren Anteil an der bereits vollkonsolidierten Gesellschaft Ostfriesische Transport-Beton GmbH & Co. KG gegen Zahlung eines Kaufpreises von 0,7 Mio. EUR von 54,0 % um 26,0 % auf 80,0 % erhöht. Der Unterschiedsbetrag zum anteiligen Nettovermögen in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurde ergebnisneutral gegen das Konzerneigenkapital verrechnet. Ende Dezember 2011 haben wir unseren Anteil an dem quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen Westerwald-Beton GmbH & Co. KG durch einseitige Kapitalerhöhung in Form einer Sacheinlage in Höhe von 0,1 Mio. EUR um 2,0 % auf nun 52,0 % erhöht. Da die Satzung der Gesellschaft nicht verändert wurde, wird das Unternehmen weiterhin gemeinschaftlich geführt und deshalb quotal in den Konzernabschluss einbezogen, zum 31. Dezember 2011 nun mit einer Quote von 52,0 %. Anfang Januar 2012 wurden nach Freigabenachricht des Bundeskartellamts die gesellschaftsrechtlichen Regelungen der Westerwald-Beton GmbH & Co. KG dahingehend geändert, dass Dyckerhoff seitdem die Gesellschaft führt. Sie wird im Geschäftsjahr 2012 im Dyckerhoff Konzernabschluss vollkonsolidiert werden. Hierdurch werden der Konzernumsatz um rund 2,4 Mio. EUR und das Konzern-EBITDA um rund 0,1 Mio. EUR steigen. Die bisher bereits vollkonsolidierte Frisch-Beton Aegidienberg GmbH & Co. KG ist im Januar 2012 auf die Westerwald-Beton verschmolzen worden; dies hat keine Auswirkungen auf den Dyckerhoff Konzernabschluss. Am 6. April 2011 haben wir unsere Beteiligung an der bereits vollkonsolidierten Gesellschaft Wolst Beheer B.V. von 60,0 % um 40,0 % auf nunmehr 100,0 % erhöht. Die Anschaffungskosten betrugen 1,5 Mio. EUR; hiervon wurden 1,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011 und 0,5 Mio. EUR Anfang 2012 gezahlt. Der Unterschiedsbetrag zum anteiligen Nettovermögen in Höhe von 0,8 Mio. EUR wurde ergebnisneutral gegen das Konzerneigenkapital verrechnet. Außerdem erwarben wir für 5 TEUR Anteile an unserer luxemburgischen Gesellschaft CIMALUX S.A., was ohne nennenswerte Auswirkung auf das Konzerneigenkapital blieb. Unseren Anteil an der bereits vollkonsolidierten russischen Gesellschaft OAO Sukholozhskcement haben wir am 25. Juli 2011 gegen Zahlung eines Kaufpreises von 2,9 Mio. EUR von 76,7 % um 10,9 % auf 87,6 % erhöht. Der Unterschiedsbetrag zum anteiligen Nettovermögen erhöhte ergebnisneutral das Konzerneigenkapital um 24,5 Mio. EUR. An unseren ukrainischen Gesellschaften PAT Volyn-Cement und PAT YUGcement erhöhten wir für einen Kaufpreis von insgesamt 87 TEUR unsere Anteile geringfügig; auch diese Zuerwerbe waren zahlungswirksam im Jahr 2011. Die Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital waren von untergeordneter Bedeutung. Die Bilanzwerte der im laufenden Jahr erst- und endkonsolidierten Gesellschaften sowie die Effekte aus den Konsolidierungskreisveränderungen auf Umsatzerlöse und Ergebnis, bezogen auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Zahlen der sibo-Gruppe waren im Geschäftsjahr 2010 nur mit sechs Monaten enthalten, deshalb sind sie aus Vergleichsgründen bei den Effekten aus Konsolidierungskreisveränderungen ebenfalls darzustellen. Da die Veränderungen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2011 für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt unwesentlich waren, wurde auf eine Einzeldarstellung für diese Gesellschaften verzichtet (IFRS 3.b65). Effekte Konsolidierungskreisänderungen
In den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten sind lang- bzw. kurzfristige Forderungen in Höhe von - 478 TEUR enthalten, die im Wesentlichen die nun erstmals zu eliminierende Darlehensforderung gegenüber dem Kieswerk Seltz betreffen. Die Buchwerte der übernommenen Forderungen entsprechen den Zeitwerten und den Bruttobeträgen dieser Forderungen. Wir gehen davon aus, dass diese Forderungen in voller Höhe werthaltig sind. Der in den Effekten Konsolidierungskreisveränderungen ausgewiesene Anteil Fremder am Eigenkapital stammt fast ausschließlich aus dem Kieswerk Seltz. Da die "Full Goodwill"-Methode nicht angewandt wird, ergibt sich dieser aus dem auf Fremdgesellschafter entfallenden Anteil am Eigenkapital der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung nach Neubewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Durch die Erstkonsolidierungen des Jahres 2011 erhöhten sich die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen um 16 TEUR. Der Umsatz- bzw. Ergebnisbeitrag aller im Jahr 2011 erstkonsolidierten Gesellschaften beläuft sich auf 1.750 TEUR bzw. 35 TEUR. Würde eine Einbeziehung in den Konzern rückwirkend zum 1. Januar 2011 anstatt zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt unterstellt werden, dann betrüge der Umsatzbeitrag dieser Gesellschaften 2.219 TEUR und der Ergebnisbeitrag - 79 TEUR. Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 wurde die Gesellschaft Lichtner-Dyckerhoff Beton Niedersachsen GmbH & Co. KG unter Beteiligung der Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG mit einer Beteiligung von 50,0 % und einem anteiligen Kommanditkapital von 100 TEUR gegründet. Lichtner und Dyckerhoff wollen die im Marktgebiet Niedersachsen / Sachsen-Anhalt vorhandenen Transportbeton-Ressourcen gemeinsam nutzen. Da die Gesellschaft gemäß Gesellschaftsvertrag von der Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG geführt wird (Konzernprivileg), wird sie ab dem 1. Januar 2012 im Wege der Vollkonsolidierung in den Dyckerhoff Konzernabschluss einbezogen werden. Dyckerhoff wird vier Werke in diesem Marktgebiet an die Lichtner-Dyckerhoff Beton Niedersachsen verpachten. Hieraus ergeben sich keine Effekte auf den Dyckerhoff Konzernabschluss. Lichtner wird fünf Werke an die Gesellschaft Lichtner-Dyckerhoff Beton Niedersachsen verpachten. Insgesamt wird sich durch die Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft der Konzernumsatz voraussichtlich um rund 5 Mio. EUR und das Konzern-EBITDA um rund 0,1 Mio. EUR erhöhen. Dyckerhoff hielt bisher 49,12 % der Anteile an der MKB Mörteldienst Köln-Bonn GmbH & Co. KG. Zum 1. Januar 2012 ist einer der Mitgesellschafter aus der Gesellschaft ausgeschieden; hierdurch erhöhte sich unser Anteil auf 64,77 %. Die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt im Wege der Vollkonsolidierung in den Dyckerhoff Konzernabschluss einbezogen werden. Die MKB Mörteldienst Köln-Bonn vertreibt Mörtel, der teilweise in Dyckerhoff Betonwerken bezogen wird. Durch die erstmalige Konsolidierung der Gesellschaft wird sich der Konzernumsatz um knapp 0,7 Mio. EUR und das Konzern-EBITDA um rund 30 TEUR erhöhen. Die Erstellung der Eröffnungsbilanz ist noch nicht abgeschlossen. Die Auswirkungen aus der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft werden für den Dyckerhoff Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sein. Die Bilanzsumme bzw. das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt vor Kaufpreisallokation rund 0,5 Mio. EUR bzw. 0,2 Mio. EUR. In den ersten Monaten des Jahres 2012 gab es keine weiteren Unternehmenstransaktionen, die wesentliche Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis oder auf den Konzernabschluss hätten. 7. WährungsumrechnungDie Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften wurden entsprechend dem Konzept der Funktionalwährung nach IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) umgerechnet. Bei allen betroffenen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte überwiegend in ihrer Landeswährung betreiben. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der Fremdwährungsgesellschaften erfolgte zum Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags, während für die Aufwendungen und Erträge der Durchschnittskurs des Jahres die Grundlage für die Währungsumrechnung bildete. Die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals der Fremdwährungsgesellschaften wurden gemäß IAS 21 erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Einzelheiten sind in der Übersicht zur Entwicklung des Eigenkapitals auf Seite 90 dargestellt. Die Umrechnungsdifferenzen aus abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie mögliche Rundungsdifferenzen aus Währungsumrechnung und Darstellung des Abschlusses in TEUR wurden ebenfalls erfolgsneutral behandelt. Der erstmalige Ansatz monetärer Posten aus Fremdwährungsgeschäften erfolgt zunächst mit den am jeweiligen Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakursen. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne oder -verluste aus der Bewertung dieser Posten mit dem Stichtagskurs werden grundsätzlich ergebniswirksam berücksichtigt. Sofern es sich bei diesen monetären Posten um einen Bestandteil der Nettoinvestition in ein Tochterunternehmen handelt (z. B. kapitalersetzende Darlehen), wurden die Umrechnungsdifferenzen gemäß IAS 21 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Devisenkurse zur Umrechnung der Einzelabschlüsse in fremder Währung
8. Ansatz und BewertungErträge werden erfasst, wenn hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt und dieser verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Käufer wirtschaftlicher Eigentümer der Ware ist, d. h. bei Übergang der Preisgefahr auf den Abnehmer. Die Umsatzerlöse sind netto (ohne Umsatzsteuer), vermindert um Erlösschmälerungen wie z. B. Frachtvergütungen, gewährte Preisnachlässe (Rabatte), Boni oder Kundenskonti, ausgewiesen. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zeitanteilig erfasst, Dividendenerträge mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zwischen 3 und 17 Jahren linear abgeschrieben. Die Vermögenswerte werden außerplanmäßig abgeschrieben (sogenanntes "impairment"), wenn der erzielbare Betrag - der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert - niedriger ist als der Buchwert. Die immateriellen Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer umfassen im Dyckerhoff Konzern vor allem Konzessionen, Softwarelizenzen und Kundenstämme. Entwicklungskosten, die den Voraussetzungen zur Aktivierung nach IAS 38.57 (Intangible Assets) entsprechen, sind nicht angefallen. Die ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte umfassen den Goodwill aus der Konsolidierung sowie aus den Einzelabschlüssen übernommene Geschäfts- und Firmenwerte z. B. aus Verschmelzungen. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis der erzielbaren Beträge der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf eine Wertminderung untersucht. Der Werthaltigkeitstest nach IAS 36 (Impairment of Assets) ist einmal jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden, auch wenn die Gründe für die zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind. Sachanlagen werden nach IAS 16 (Property, Plant and Equipment) zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ("historical costs"), vermindert um planmäßige nutzungsbedingte und außerplanmäßige Abschreibungen ("impairment losses"), angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Verwaltungskosten und Abschreibungen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden - soweit wesentlich -aktiviert. Kosten für die Reparatur oder Wartung von Sachanlagen werden nur dann aktiviert, wenn die Maßnahme der Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung der Anlagen dient. Sachanlagen, die im Rahmen eines Finance-Lease-Vertrags genutzt werden, werden nach den Vorschriften des IAS 17 (Leases) aktiviert. Solche Verträge sind im Dyckerhoff Konzern von untergeordneter Bedeutung. Sachanlagen werden unter Berücksichtigung des Komponentenansatzes über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, soweit nicht eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzenverlauf sachgerechter wird. Die als Grundstücke aktivierten eigenen Kalksteinvorkommen werden entsprechend dem Abbau abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ("impairment losses") werden gemäß IAS 36 vorgenommen. Nutzungsdauern der Sachanlagen
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Vermögenseinnahmen gehalten und weder in der Produktion noch für die Verwaltung eingesetzt. Diese Immobilien sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt im Dyckerhoff Konzern in Übereinstimmung mit IAS 40 (Investment Property) nach dem Anschaffungskostenmodell. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind im Dyckerhoff Konzern von untergeordneter Bedeutung. Zur Bilanzierung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen unter Ziffer 5. Konsolidierungskreis. Unter den Zugängen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind im Konzern-Anlagenspiegel auch die anteiligen Gewinne erfasst. Ausschüttungen sowie Verluste von "at equity" bewerteten Gesellschaften werden im Konzern-Anlagenspiegel bei den Abgängen ausgewiesen. Die sonstigen Finanzanlagen beinhalten grundsätzlich Eigenkapitalinstrumente wie Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie an sonstigen Beteiligungen. Diese sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) zugeordnet. Zur Bilanzierung von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten nach IAS 39 verweisen wir auf Ziffer 9. Finanzinstrumente. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach IAS 2 (Inventories) mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Die jahresdurchschnittlichen Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Verwaltungskosten und Abschreibungen. Für Mengen- und Qualitätsrisiken werden in ausreichender Höhe Abschläge vorgenommen. Das IASB (International Accounting Standards Board) hat in seiner Sitzung im Juni 2005 den IFRIC 3 (Emission Rights) zurückgezogen. Nach der von Dyckerhoff gewählten Bilanzierungsmethode wurden die unentgeltlich erhaltenen CO 2 -Emissionsrechte zu Anschaffungskosten mit einem Wert von 0 EUR in der Bilanz angesetzt. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Dieser Wert bestimmt auch den Ansatz der Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe von CO 2 -Emissionsrechten, soweit zum Bilanzstichtag CO 2 -Emissionsrechte zur Erfüllung der Rückgabeverpflichtungen zur Verfügung stehen. Für den Fall, dass nicht ausreichend CO 2 -Emissionsrechte zur Verfügung stehen, wird die Rückgabeverpflichtung mit dem Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Die Ausleihungen an Aktionäre sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") nach IAS 39 zugeordnet und werden entsprechend bilanziert. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Ziffer 9. Finanzinstrumente. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen vor allem Forderungen gegen verbundene und assoziierte Unternehmen, gegen Beteiligungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte, die der Definition des IAS 39 entsprechen. Diese sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") nach IAS 39 zugeordnet und werden entsprechend bilanziert. Ebenfalls enthalten sind nach IAS 19 (Employee Benefits) zu aktivierende Vermögenswerte aus Planvermögen, insbesondere aus Pensionsfonds. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte auch Wertpapiere des Umlaufvermögens, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") zuzuordnen sind, sowie derivative Finanzinstrumente. Die ebenfalls hier ausgewiesenen Anzahlungen auf Unternehmenserwerbe sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") zugeordnet. Zur Bilanzierung der Kategorien "Kredite und Forderungen", "zu Handelszwecken gehalten" und "zur Veräußerung verfügbar" sowie zur Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente verweisen wir auf die Ausführungen unter Ziffer 9. Finanzinstrumente. Steuererstattungsansprüche betreffen nach IAS 12 (Income Taxes) ausschließlich Erstattungsansprüche aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Alle sonstigen Steuerforderungen sowie Zinsen auf Steuerforderungen werden unter den sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Steuererstattungsansprüche werden - soweit langfristig und unverzinslich - auf ihren Barwert abgezinst. Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte umfassen Forderungen aus sonstigen Steuern, Zinsansprüche aus Steuerforderungen, geleistete Anzahlungen und Vorauszahlungen sowie sonstige nicht-finanzielle Posten, die nicht der Definition eines Finanzinstruments entsprechen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die die Kriterien des IAS 7 (Statement of Cash Flows) erfüllen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Ziffer 9. Finanzinstrumente. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden gemäß IFRS 5 (Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations) als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Sie sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wie Zusagen für Krankheitskosten sowie die Höhe des Planvermögens werden jährlich von unabhängigen Gutachtern ermittelt. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der "projected unit credit method" gemäß IAS 19 (Employee Benefits). Die Zuführungen zu den Rückstellungen für die zu erwartenden Versorgungsleistungen nach Eintritt des Versorgungsfalls werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt. Die zukünftigen Verpflichtungen werden unter Einrechnung dynamischer Entwicklungen nach versicherungsmathematischen Verfahren berechnet. Hierbei werden Annahmen zur Lebenserwartung - in Deutschland nach den seit 2005 geltenden Sterbetafeln, den sogenannten "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck - sowie Annahmen zum Einkommens-, Renten- und Krankheitskostentrend, zur Fluktuation sowie zum erwarteten Ertrag aus dem zugehörigen Planvermögen getroffen. Aus Veränderungen des Barwerts der Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursachen für solche versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste liegen in Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ertrag aus dem Planvermögen. Solche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden über die durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen amortisiert, soweit sie 10 % des höheren Betrags aus Barwert der Versorgungszusage bzw. beizulegendem Zeitwert des Planvermögens überschreiten. Der Zinsaufwand für die Pensionen und Krankheitskosten ist im Zinsergebnis und die erwarteten Erträge aus Planvermögen sind im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Aufwendungen sind innerhalb des Personalaufwands als Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) und - soweit die Verpflichtungen Leistungen an Arbeitnehmer betreffen - nach IAS 19. Rückstellungen werden angesetzt, wenn rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen und Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag auf Basis von Schätzungen bewertet. Langfristige Rückstellungen werden auf ihren Barwert abgezinst, soweit der Effekt hieraus wesentlich ist. Dies betrifft im Dyckerhoff Konzern insbesondere die Rekultivierungsrückstellungen sowie die Rückstellungen in Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Bei der Bewertung der latenten Steueransprüche bzw. -schulden wird die "balance sheet liability method" nach IAS 12 angewandt. Nach dieser Methode werden mit Ausnahme des Goodwills und eines Teils der sogenannten "outside basis differences" aus Anteilen an Tochterunternehmen für sämtliche zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen IFRS- und Steuerbilanz latente Steuern gebildet, unabhängig von dem Zeitraum, in dem sich diese Differenzen ausgleichen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Aktive latente Steuern auf steuerlich nutzbare Verlustvorträge werden für eine überschaubare Periode angesetzt. Wesentliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen bestehen vor allem bei den Sachanlagen und den Pensionsrückstellungen. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Latente Steuern sind saldiert, soweit ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung besteht. Die Mezzanine-Finanzierung, Anleihen, Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten und - soweit langfristig - unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zu Einzelheiten sowie zur Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die ebenfalls innerhalb der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind, verweisen wir auf die Ausführungen unter Ziffer 9. Finanzinstrumente. Die Steuerschulden, die separat ausgewiesen sind, beinhalten nach IAS 12 tatsächliche Verpflichtungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sind innerhalb der sonstigen Rückstellungen bzw. innerhalb der sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit, Zinsverbindlichkeiten aus Steuern, erhaltene Anzahlungen und Vorauszahlungen sowie sonstige nicht-finanzielle Posten, die nicht der Definition eines Finanzinstruments entsprechen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Eventualschulden und -forderungen sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle von Dyckerhoff stehen. Eventualschulden sind außerdem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus einem Ereignis der Vergangenheit resultieren, bei denen aber der Abfluss von wirtschaftlichen Ressourcen unwahrscheinlich ist oder dieser nicht verlässlich ermittelbar ist. Sie werden gemäß IAS 37 nicht bilanziert. 9. FinanzinstrumenteDefinition von FinanzinstrumentenEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen in diesem Zusammenhang insbesondere die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, an anderen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalinstrumente (z. B. Beteiligungen, Aktienbestände) und Anzahlungen auf Eigenkapitalinstrumente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig eine Rückgabeverpflichtung in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente. Bilanzierung von FinanzinstrumentenDie Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement). Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald Dyckerhoff Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern werden alle Kassageschäfte (Regular Way Contracts) unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Der Handelstag hingegen ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts eingegangen ist. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen regelmäßig den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, erfolgt eine Bewertung durch Anwendung üblicher Verfahren (Bewertungsmodelle) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Parameter. IAS 39 unterscheidet für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale"), "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit and loss"). Letztere wird gemäß dem Standard wiederum in die Unterkategorien "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") und "beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" (sogenannte "Fair Value Option") unterteilt. Von dieser Option wurde weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht. Der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") wurden im Dyckerhoff Konzern keine finanziellen Vermögenswerte zugeordnet. Die Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") beinhaltet im Dyckerhoff Konzern die Ausleihungen an Aktionäre, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene und assoziierte Unternehmen, Forderungen gegen Beteiligungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich werden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden auf ihren Barwert abgezinst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Wertminderungen wird zwischen Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfolio-Basis differenziert. Sie berücksichtigen angemessen die Ausfallrisiken, die aufgrund von Erfahrungswerten und individuellen Risikoeinschätzungen ermittelt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto erfasst. Sobald die Forderung definitiv ausgefallen ist, erfolgt eine direkte Minderung der Forderung. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten (unter einem Jahr) werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht abgezinst. Da Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte im Dyckerhoff Konzern von untergeordneter Bedeutung sind, werden diese in der Regel nicht über ein Wertberichtigungskonto, sondern direkt gegen das Forderungskonto gebucht. Die Bestandteile der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte ("held for trading") werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben den Wertpapieren des Umlaufvermögens, für die ein aktiver Markt besteht, die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") stellt bei Dyckerhoff die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Im Wesentlichen werden hierunter Eigenkapitaltitel wie Anteile an verbundenen Unternehmen, Anteile an sonstigen Beteiligungen sowie Anzahlungen auf Unternehmenserwerbe ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte bzw. wesentliche Wertminderungen handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten grundsätzlich nach der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Umwidmungen von Finanzinstrumenten in andere Bewertungskategorien lagen weder im Geschäftsjahr 2011 noch im Vorjahr vor. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines finanziellen Vermögenswerts höher ist als der Barwert der erwarteten zukünftigen Cash Flows, diskontiert mit dem originären Effektivzinssatz des Finanzinstruments. Dabei werden Cash Flows aus kurzfristigen Forderungen vereinfachend nicht diskontiert. Die Überprüfung, ob ein Wertminderungsbedarf besteht, wird zu jedem Bilanzstichtag vorgenommen. Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden Auslöser herangezogen wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder Schuldners, Vertragsbruch z. B. durch das Überschreiten bestimmter Mahnstufen oder Fristen, Zugeständnisse an den Kreditnehmer, die in Zusammenhang mit dessen finanziellen Schwierigkeiten stehen, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder einer Sanierungsnotwendigkeit des Schuldners, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert oder ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten. Für Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") wird eine Wertminderung vorgenommen, wenn der beizulegende Zeitwert dauerhaft signifikant unterhalb der ursprünglichen Anschaffungskosten liegt. Dauerhaftigkeit wird angenommen, wenn der beizulegende Zeitwert mehr als neun Monate permanent unterhalb der ursprünglichen Anschaffungskosten liegt. Der Verlust ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert des Finanzinstruments. Wertaufholungen sind grundsätzlich erfolgsneutral vorzunehmen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterscheidet IAS 39 hierbei neben der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ("financial liabilities at amortized cost") noch die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading"). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten und - soweit langfristig - unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dies betrifft im Dyckerhoff Konzern neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die Verbindlichkeiten aus Mezzanine-Finanzierung, Anleihen, Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente. Derivative FinanzinstrumenteDie derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ist dieser positiv, führt dies zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts; ist er negativ, werden finanzielle Verbindlichkeiten angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert. Wenn ein Marktwert nicht vorliegt, wird der beizulegende Zeitwert mit Barwert- und Optionspreismodellen errechnet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, soweit wie möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Bewertungsparameter verwendet, die von anerkannten Quellen bezogen werden. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 wurde kein Hedge Accounting nach IAS 39 angewendet. Derivative Finanzinstrumente sind daher zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. RisikomanagementDyckerhoff setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, Finanztransaktionen und prognostizierten Cash Flows resultierenden Risiken ein. Derivative Finanzinstrumente werden weder zu Handelszwecken noch aus spekulativen Gründen, sondern ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten und eingesetzt. Der Einsatz derartiger Instrumente unterliegt Richtlinien und internen Kontrollen. Den Marktwertveränderungen der Derivate stehen nahezu kompensierende Marktwertveränderungen aus den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber. Auch ohne ein Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 kommt es dadurch grundsätzlich zur Absicherung der Risiken. Dyckerhoff sieht sich vor allem dem Kredit- und Ausfallrisiko, dem Liquiditätsrisiko sowie Marktrisiken durch den Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt. Nennenswert sind dabei insbesondere das Wechselkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das Marktpreisrisiko von CO 2 -Emissionsrechten und bestimmte Beschaffungspreisrisiken. Die Aufgabe der Zentralen Finanzabteilung der Dyckerhoff AG besteht diesbezüglich in der Identifikation, der Bewertung und der Absicherung der finanzwirtschaftlichen Risiken mit dem Ziel der Minimierung nachteiliger Folgen für die finanzielle Leistungsstärke des Konzerns. Zu den weiteren nach IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) geforderten Informationen zum Risikomanagement, wie z. B. die Ziele, Strategien und Verfahren zur Steuerung der Risiken, verweisen wir auf den Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Kreditrisiko / AusfallrisikoDie Buchwerte der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte stellen das höchstmögliche Ausfallrisiko dar. Ausfallrisiken existieren grundsätzlich für alle Klassen von Finanzinstrumenten. Wesentlich für Dyckerhoff sind hierbei vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Ausleihungen an Aktionäre. Dyckerhoff sieht sich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keinem nennenswerten Ausfallrisiko gegenüber einer einzelnen Vertragspartei ausgesetzt. Die Konzentration des Ausfallrisikos ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms mit einer Vielzahl von Einzelkunden in den unterschiedlichen Regionen begrenzt. Dem durch die Finanz- und Wirtschaftskrise insbesondere in den Ländern Ukraine und Russland gestiegenen Ausfallrisiko wurde durch erhöhte Wertberichtigungen Rechnung getragen, die die bilanzierten Buchwerte bereits gemindert haben. Das Bonitätsrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten und aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist dadurch begrenzt, dass entsprechende Kontrakte lediglich mit erstklassigen Vertragspartnern bestehen. Bei den Ausleihungen an Aktionäre handelt es sich um eine Darlehensbeziehung zwischen dem quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen RC Lonestar und unserem Großaktionär Buzzi Unicem S.p.A. Aufgrund der soliden Bilanzkennzahlen der Buzzi Unicem S.p.A. erachten wir das Ausfallrisiko als gering. Finanzinstrumente, die unmittelbar von der Staatsschuldenkrise betroffen sind, hatte Dyckerhoff weder zum 31. Dezember 2011 noch zum 31. Dezember 2010 im Bestand. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko stellt das Risiko dar, dass das Unternehmen seinen eigenen Verbindlichkeiten nicht fristgerecht nachkommen kann. Um die fristgerechte Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität zu gewährleisten, hält Dyckerhoff eine Liquiditätsreserve in Form von schriftlich zugesagten Kreditlinien und Barmitteln vor. Die Kreditlinien werden per Stichtag von 17 Banken bereitgestellt und sind jederzeit ausnutzbar. Aufgrund der entsprechenden Anzahl von Banken ist eine Risikokonzentration nicht gegeben. MarktrisikoMarktrisiken entstehen aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwerts der diesen Risikofaktoren zugrunde liegenden Transaktionen führt. Für das Unternehmen sind vor allem das Wechselkursrisiko sowie das Zinsänderungsrisiko relevant. WechselkursrisikoWährungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben hierbei unberücksichtigt. Originäre monetäre Finanzinstrumente sind im Regelfall entweder unmittelbar in der funktionalen Währung denominiert oder werden gemäß der Konzernrichtlinie ab einem bestimmten Betrag durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben in diesen Fällen keine wesentliche Auswirkung auf das Ergebnis oder das Eigenkapital. Zinserträge und -aufwendungen, die aus Finanzinstrumenten heraus resultieren, werden ebenfalls entweder direkt in der funktionalen Währung erfasst oder durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung überführt. Bei Derivaten, die als Sicherungsinstrument zur Absicherung eines bilanzierten Grundgeschäfts eingesetzt werden, gleichen sich die wechselkursbedingten Wertveränderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge besteht auch hier kein wesentliches Währungsrisiko. Demnach ist Dyckerhoff nur Währungsrisiken aus nicht abgesicherten Grundgeschäften oder aus Derivaten ausgesetzt, die der Absicherung noch nicht bilanzierter künftiger Transaktionen dienen. Die folgende Tabelle stellt das Fremdwährungsrisiko für die für Dyckerhoff wesentlichen Währungen dar: Wechselkursrisiko
Das Wechselkursrisiko aus dem Euro betrifft vor allem Verbindlichkeiten unserer Zementwerke in der Ukraine und in Russland gegenüber der Dyckerhoff AG aus konzerninternen Darlehensbeziehungen und aus dem Erwerb der aus Deutschland stammenden Anlagenteile; gegenläufig wirkten Forderungen in Euro von tschechischen Gesellschaften. Es bestehen zum 31. Dezember 2011 in der Ukraine offene Positionen in Euro in Höhe von 112.258 TEUR (2010: 107.058 TEUR) sowie in Russland in Höhe von 31.339 TEUR (2010: 50.427 TEUR). Bedingt durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben sich überdurchschnittliche Zinsdifferenzen zwischen dem Euro-Raum auf der einen Seite und den Ländern Russland und Ukraine auf der anderen Seite. Hierdurch kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Sicherungskosten, so dass im Einzelfall eine Absicherung ökonomisch nicht zu rechtfertigen ist. Das Volumen der Transaktionen zur Sicherung des Wechselkurses (derzeit nur Währungsswaps) umfasst per 31. Dezember 2011 einen nominellen Betrag von 2.434 TEUR (2010: 5.608 TEUR). Die Sicherungsgeschäfte weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf und betreffen ausschließlich den US-Dollar. IFRS 7 fordert zur Darstellung von Marktrisiken eine Sensitivitätsanalyse für jede Risikoart. Durch die Anwendung von Sensitivitätsanalysen wird für jede Risikoart ermittelt, welche Auswirkungen eine Änderung der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne bzw. Verluste sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag haben würde. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Für das Wechselkursrisiko wird eine Sensitivitätsanalyse nur für diejenigen Fremdwährungen vorgenommen, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer Aufwertung bzw. Abwertung des Euro um 10 % gegenüber den wesentlichen Währungen auf das Ergebnis vor Steuern und auf das Eigenkapital. Währungssensitivitäten
ZinsänderungsrisikoDie folgende Tabelle stellt das Zinsänderungsrisiko vor Berücksichtigung von Zinssicherungsinstrumenten für die verschiedenen Bilanzposten dar: Zinsänderungsrisiko
Die nicht verzinslichen Kassenbestände sind innerhalb der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als festverzinslich ausgewiesen, da auch sie keinem Zinsänderungsrisiko unterliegen. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte einer Änderung der Marktzinssätze auf die Zinserträge und Zinsaufwendungen und auf das Eigenkapital dar. Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Jahresergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Folglich unterliegen alle Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei Derivaten, die als Zinssicherungsinstrument zur Absicherung eines gebuchten Grundgeschäfts eingesetzt werden, gleichen sich die zinsbedingten Wertveränderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge besteht auch hier kein wesentliches Zinsänderungsrisiko. Ein Zinsänderungsrisiko besteht demnach nur aus Zinszahlungen für variabel verzinsliche Finanzinstrumente, die nicht abgesichert sind, sowie aus Zinsderivaten, die der Absicherung geplanter Kreditaufnahmen dienen. Signifikante Zinsänderungsrisiken werden in der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse nachfolgend berücksichtigt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer Verschiebung der Zinskurven um jeweils 100 Basispunkte nach oben oder nach unten auf das Ergebnis vor Steuern. Direkte Effekte auf das Eigenkapital ergeben sich nicht. Aufgrund der derzeitigen Zinssituation an den Finanzmärkten ist eine einheitliche Berechnung der Zinssensitivitäten bezogen auf eine angenommene Erhöhung bzw. Reduzierung der Zinskurve zu gleichen Teilen nicht darstellbar. Aus diesem Grund erfolgte die Berechnung einer Reduzierung der Zinskurve unter folgender Voraussetzung: Ist der Nominalzins kleiner als 1,00 % p. a., so erfolgt die Reduzierung des Zinssatzes maximal in Höhe des zugrunde liegenden Nominalzinssatzes. Zinssensitivitäten
Marktpreisrisiko von CO2-EmissionsrechtenCO 2 -Emissionsrechte wurden für die Handelsperiode ab 2008 für fünf Jahre zugeteilt. Die Rechte werden in Jahresscheiben ausgegeben und können auch über die laufende Handelsperiode hinaus zwischen den Jahresscheiben verschoben werden ("borrowing and banking"). Wir gehen aufgrund unserer Planungen für die Produktion davon aus, im Jahr 2012 keine Rechte am Markt zukaufen zu müssen. Deshalb besteht für das Jahr 2012 kein Marktpreisrisiko aus CO 2 -Emissionsrechten. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zum 31. Dezember 2011 bzw. zum 31. Dezember 2010 kontrahierten derivativen Finanzinstrumente: Finanzderivate
Positive Zeitwerte von Derivaten sind in den lang- bzw. kurzfristig ausgewiesenen sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten, negative Zeitwerte von Derivaten in den Posten lang- bzw. kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Nominalwerte entsprechen den zwischen den Vertragsparteien vereinbarten Beträgen gemessen in Euro; die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Beträgen, zu denen vertragswillige, sachverständige und voneinander unabhängige Dritte einen Vermögenswert tauschen oder eine Schuld begleichen würden. Aus den oben genannten Finanzderivaten sind 3.424 TEUR (2010: 1.624 TEUR) an Erträgen und 4.592 TEUR (2010: 1.855 TEUR) an Aufwendungen im Zins- und sonstigen Finanzergebnis des Konzerns enthalten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung10. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse stammen aus dem Verkauf von Zement und anderen hydraulischen Bindemitteln sowie von Transportbeton und Zuschlagstoffen. Zur Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Ertragslage im Lagebericht. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse ist der Segmentberichterstattung zu entnehmen. 11. Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche Erträge
Bei den Miet- und Pachterträgen handelt es sich vor allem um Erträge aus der Vermietung von Grundstücken, Gebäuden, Werksanlagen und ähnlichen technischen Anlagen sowie aus der Vermietung eines Baggerschiffs in den Niederlanden. Außerdem sind hier die Mieterträge aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten. Zu Einzelheiten verweisen wir auf Ziffer 29. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Von den ausgewiesenen Miet- und Pachterträgen entfallen 218 TEUR auf bedingte Miet- und Pachtzahlungen. Aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen erwarten wir Mindestleasingeinzahlungen in Höhe von insgesamt 4.439 TEUR. Hiervon entfallen 1.697 TEUR auf das Jahr 2012, 2.142 TEUR auf die darauffolgenden vier Jahre sowie 600 TEUR auf den Zeitraum nach fünf Jahren. Die Erträge aus Versicherungsleistungen betreffen mit 0,4 Mio. EUR eine Versicherungserstattung für Schäden an zwei Werken in den USA, die durch Eissturm verursacht wurden, sowie mit 0,2 Mio. EUR Schadensleistungen für Hochwasserschäden in der Tschechischen Republik. Der verbleibende Betrag in Höhe von 0,9 Mio. EUR betrifft eine Vielzahl von kleineren Erstattungsbeträgen vor allem für Fahrzeugschäden und für Produkthaftung insbesondere im deutschen und tschechischen Transportbeton. Im Jahr 2010 hatte die Dyckerhoff AG eine Erstattung für den Flutschaden im Werk Lengerich vereinnahmt (2,5 Mio. EUR). Die ausgewiesenen Erträge aus Anlagenabgängen betreffen mit rund 7,1 Mio. EUR den Verkauf des ehemaligen Verwaltungsgebäudes in Luxemburg. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter Ziffer 29. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Den Erträgen aus CO 2 -Emissionsrechten in Höhe von 15,8 Mio. EUR stehen Aufwendungen für CO 2 -Emissionsrechte innerhalb des Materialaufwands in Höhe von 5,5 Mio. EUR gegenüber. Das Ergebnis aus CO 2 -Emissionsrechten betrug damit 10,3 Mio. EUR (2010: 7,1 Mio. EUR). 12. MaterialaufwandMaterialaufwand
Im Materialaufwand sind 2.884 TEUR (2010: 2.663 TEUR) Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Vorräte enthalten. Im Geschäftsjahr 2011 konnten Wertberichtigungen in den USA in Höhe von 32 6 TEUR aufgelöst werden, da in Vorjahren wertberichtigte Ersatzteile - teilweise in anderen Werken - wieder eingesetzt wurden. Darüber hinaus wurden Wertberichtigungen aufgrund von Gängigkeits- und Reichweitenabschlägen in Deutschland, in der Tschechischen Republik sowie in Russland in Höhe von 192 TEUR aufgelöst. Die Wertaufholungen des Vorjahres betrugen 137 TEUR. 13. PersonalaufwandMitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr vor allem wegen der Veränderungen im Konsolidierungskreis (- 84 Mitarbeiter) und den Rückgängen in Osteuropa um 173 auf 6.790 Mitarbeiter (2010: 6.963). Personalaufwand
14. Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungen
Die Aufwendungen für Mieten, Pachten und Operate-Leasing in Höhe von insgesamt 20,2 Mio. EUR (2010: 21,2 Mio. EUR) betreffen mit 8,9 Mio. EUR (2010: 10,6 Mio. EUR) Leasingaufwendungen für Transportkapazitäten wie z. B. Fahrmischer, Eisenbahnwaggons oder Schiffe und mit 2,8 Mio. EUR (2010: 2,7 Mio. EUR) Leasingaufwendungen für Firmenwagen vor allem in Deutschland, in den Niederlanden, in der Tschechischen Republik und in den USA. Ein Betrag von 8,5 Mio. EUR (2010: 7,9 Mio. EUR) entfällt auf Aufwendungen für die Miete von Grundstücken, Transportbetonanlagen, Kiesgruben, Büro-, Lager- und Produktionsgebäuden sowie Büroausstattung. Die als Aufwand erfassten bedingten Miet- und Leasingzahlungen aus Miet-, Pacht- und Operate-Leasingverhältnissen betragen 116 TEUR. Die bedingten Zahlungen betreffen Betonwerke in der Tschechischen Republik und sind von der produzierten Menge an Beton abhängig. Darüber hinaus waren Mietzahlungen für gemietete Grundstücke in Polen von Preisindices abhängig. Für Finanzierungsleasing wurden keine bedingten Leasingzahlungen geleistet. In den übrigen Aufwendungen sind z. B. Aufwendungen für Spenden, Portokosten, Geschenke, die Vergütung des Aufsichtsrats, Lizenzen und Patente sowie für Zeitschriften und Bücher enthalten. 15. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenIn den Abschreibungen des Jahres sind 11.478 TEUR (2010: 75.401 TEUR) außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. Davon entfielen 8.241 TEUR auf die Anlagenteile für zurückgestellte Investitionsprojekte in Russland und in der Ukraine. Hier bildet der Nettoveräußerungswert die Basis für die Ermittlung der Abschreibungen, da diese Anlagenteile inzwischen verkauft sind. Bei den übrigen außerplanmäßigen Abschreibungen wurde bei Grundstücken in der Regel ebenfalls der Nettoveräußerungswert, bei sonstigen Sachanlagen der Nutzungswert herangezogen. Im deutschen Transportbeton mussten insbesondere eine Mörtelanlage, ein Grundstück sowie eine Mischanlage wertberichtigt werden; hierauf entfielen 1.434 TEUR. Weitere 1.003 TEUR betrafen Wertberichtigungen auf nicht mehr genutzte Anlagenteile in zwei Werken in den USA. Die verbleibenden Wertberichtigungen in Höhe von 800 TEUR betrafen kleinere Bereinigungen vor allem in Polen sowie in Russland infolge eines Brandschadens. Im Vorjahr betrafen die außerplanmäßigen Abschreibungen überwiegend unser US-amerikanisches Gemeinschaftsunternehmen RC Lonestar. Aufgrund der aktuellen Marktaussichten für den amerikanischen Zementmarkt und bestehender Überkapazitäten wurden im Jahr 2010 im Werk Oglesby die Produktionsanlagen auf unbestimmte Zeit "eingemottet". Das Werk wird als Zementterminal weiter betrieben und mit Zement aus anderen Werken beliefert, um die Kunden in diesem Marktgebiet weiter beliefern zu können. Weder im Jahr 2011 noch im Vorjahr gab es "impairment losses" auf Geschäfts- und Firmenwerte. Durch die Neueinschätzung von Nutzungsdauern vor allem von Sandabbaurechten in den Niederlanden erhöhten sich die Abschreibungen um 1.138 TEUR. Diese Neueinschätzung bewirkt eine Entlastung der Abschreibungen der kommenden acht Jahre um ca. 0,1 Mio. EUR pro Jahr. In den als Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesenen Beträgen sind auch die Abschreibungen auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien mit 346 TEUR (2010: 256 TEUR) enthalten. 16. BeteiligungsergebnisBeteiligungsergebnis
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen betrifft mit 1,0 Mio. EUR das Ergebnis aus der quick-mix Holding GmbH & Co. KG. Die Gewinne aus den sonstigen deutschen assoziierten Gesellschaften (0,4 Mio. EUR) sowie den niederländischen (0,8 Mio. EUR) und tschechischen (0,5 Mio. EUR) assoziierten Unternehmen wurden durch Verluste in Luxemburg (- 0,9 Mio. EUR), bei der US-amerikanischen Kosmos (- 0,6 Mio. EUR) sowie in Russland (- 0,2 Mio. EUR) weitgehend kompensiert. Im Vorjahr waren die Ergebnisse der bis einschließlich Juni 2010 assoziierten Sievert AG & Co. sowie der assoziierten Gesellschaften der sibo-Gruppe enthalten. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich durch diesen Konsolidierungskreiseffekt sowie durch verminderte Ergebnisse in Luxemburg und bei der quick-mix Holding GmbH & Co. KG. Die Erträge aus Beteiligungen sowie die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen ausschließlich Beteiligungen in Deutschland und in den Niederlanden. Die hier ausgewiesenen Zuschreibungen und ein Teil der Abschreibungen (158 TEUR) stehen im Zusammenhang mit der erstmaligen Vollkonsolidierung der bisher assoziierten Gesellschaften Beton Union Ruhr-Lenne und dem Kieswerk Seltz. Im Zuge der Erstkonsolidierung waren die bisher gehaltenen Anteile auf den Erwerbsstichtag zu bewerten. Wir verweisen auf Ziffer 6. Angaben zu den Veränderungen im Konsolidierungskreis. Weitere 63 TEUR betreffen Abschreibungen auf die assoziierte Gesellschaft EURO BETON in der Slowakei. Die verbleibenden Abschreibungen in Höhe von 37 TEUR betreffen sonstige Beteiligungen in den Niederlanden. 17. ZinsergebnisZinsergebnis
18. Sonstiges FinanzergebnisSonstiges Finanzergebnis
19. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Diese beinhalten neben den tatsächlich gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern auch die latenten Steuern. Die sonstigen Steuern sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Zu den erfolgsneutral im Eigenkapital verbuchten Steuern verweisen wir auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung auf Seite 86. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die periodenfremden Steuererträge im Geschäftsjahr betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern der Dyckerhoff AG und der luxemburgischen CIMALUX S.A.. Die latenten Steuern im Jahr 2011 stammen überwiegend aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS in Deutschland und Luxemburg sowie aus geringeren aktiven latenten Steuern, die für in Deutschland nutzbare steuerliche Verlustvorträge anzusetzen waren. Gegenläufig erhöhten sich die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in den USA. Durch die Änderung des Ertragsteuersatzes im Wesentlichen in den USA ergab sich ein latenter Steueraufwand von 2,1 Mio. EUR. Es besteht ein Potenzial aus körperschaftsteuerlichen und unbeschränkt vortragbaren Verlustvorträgen in Höhe von rund 1,4 Mrd. EUR, welches bei der Ermittlung der latenten Steuern nicht berücksichtigt wurde. Bei der Ermittlung der latenten Steuern fanden lediglich diejenigen Verlustvorträge Berücksichtigung, die über die Effekte aus der Umkehrung der temporären Differenzen hinaus durch Gewinne innerhalb eines Zeitraums von etwa fünf Jahren genutzt werden können. Die folgende Tabelle zeigt gemäß IAS 12 (Income Taxes) eine Überleitungsrechnung des "erwarteten" Ertragsteueraufwands, der sich bei Anwendung der gesetzlichen Steuersätze für die Dyckerhoff AG in Höhe von unverändert 30 % ergeben würde, auf die in der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres ausgewiesenen Ertragsteuern. Steuerüberleitungsrechnung
Der Steuereffekt auf steuerliche Verlustvorträge im Jahr 2011 betrifft im Wesentlichen Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Deutschland. Die negativen Steuersatzdifferenzen zum Ausland gehen auf niedrigere ausländische Steuersätze im Vergleich zu dem in der Überleitungsrechnung verwendeten inländischen Gesamtsteuersatz von 30 % zurück. Bei den sonstigen Ertragsteuern handelt es sich hauptsächlich um ausländische Ertragsteuern, Quellensteuer auf Dividenden von ausländischen Konzerngesellschaften und Steuernachlässe. Die sonstigen Effekte umfassen grundsätzlich alle Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Absetzungen der individuellen Steuerberechnungen der Konzerngesellschaften sowie Überleitungsposten, die ausschließlich im Konzern und damit nicht steuerlich zu berücksichtigen sind. 20. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Stammaktie gemäß IAS 33 (Earnings per Share) ergibt sich aus dem Konzernüberschuss in Höhe von 65.598 TEUR (2010: 6.434 TEUR) abzüglich des auf die Vorzugsaktien (20.597.999 Stück) entfallenden Anteils von 32.744 TEUR (2010: 3.212 TEUR), das sind 32.854 TEUR (2010: 3.222 TEUR), dividiert durch die Anzahl der Stammaktien (20.667.554 Stück). Veränderungen bei der Anzahl der Aktien haben sich im Jahr 2011 nicht ergeben. Sowohl zum 31. Dezember 2011 als auch zum 31. Dezember 2010 gab es keine potenziellen Aktien (z. B. aus Optionsanleihen). Somit entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie beider Jahre dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung21. ErläuterungenIm Geschäftsjahr wurden keine Umgliederungsbeträge der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung22. ErläuterungenIn der Kapitalflussrechnung wird die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch die Mittelzu- und Mittelabflüsse des Geschäftsjahres dargestellt. Die Zahlungsströme (Cash Flows) werden unterschieden in Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit, Cash Flows aus der Investitionstätigkeit und Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit. Die in der Kapitalflussrechnung dargestellten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die die Kriterien des IAS 7.7 erfüllen. Wir verweisen auf Ziffer 39. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. 23. Cash Flows aus der betrieblichen TätigkeitDas EBITDA bildet die Ausgangsgröße zur Darstellung der Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit. Das EBITDA ist definiert als Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Zuschreibungen. Hierzu verweisen wir auf die Gewinn- und Verlustrechnung auf Seite 86 des Konzernabschlusses. Hinzugerechnet werden Zahlungsströme aus Zinsen, aus dem Beteiligungsergebnis sowie aus Steuern. Die nicht zahlungswirksamen Ergebnisse werden bereinigt. Außerdem sind Ergebnisse aus Anlagenabgängen und Beteiligungsveräußerungen in die Investitionstätigkeit umzugliedern. Nach Berücksichtigung der Veränderungen der der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnenden Aktiva und Passiva ergeben sich die Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit. Die Veränderung der der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnenden Aktiva betrifft Veränderungen bei den Vorräten, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerten ohne die Zahlungsströme aus dem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens, ohne die Veränderungen bei den Forderungen aus Kaufpreisen von veräußerten Gesellschaften sowie ohne die Veränderungen der Darlehensforderungen. Diese Zahlungsströme sind innerhalb der Investitionstätigkeit auszuweisen. Die Veränderung der der betrieblichen Tätigkeit zugehörigen Passiva setzt sich zusammen aus Veränderungen von Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen und nicht-finanziellen Verbindlichkeiten. 24. Cash Flows aus der InvestitionstätigkeitDie Cash Flows aus der Investitionstätigkeit sind definiert als Saldo aus Abflüssen für Sach- und Finanzinvestitionen (ohne Transaktionen zwischen Anteilseignern), Zuflüssen aus Anlagenabgängen, konsolidierungskreisbedingten Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Einzahlungen aus der Tilgung von bzw. Auszahlungen für an Dritte gewährte Darlehen sowie Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition durch den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Saldo aus Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen und erworbenen Zahlungsmitteln
25. Cash Flows aus der FinanzierungstätigkeitDie Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit ergeben sich grundsätzlich aus Ein- und Auszahlungen von und an Eigen- und Fremdkapitalgeber. Auszahlungen für Transaktionen zwischen Anteilseignern
Erläuterungen zur Konzernbilanz26. AnlagevermögenKonzern-Anlagenspiegel für das Jahr 2011
Konzern-Anlagenspiegel für das Jahr 2010
27. Immaterielle VermögenswerteDer im Jahr 2011 aus der Erstkonsolidierung des Kieswerks Seltz (Segment Deutschland) zu bilanzierende Goodwill betrug 1,8 Mio. EUR. Die Geschäfts- und Firmenwerte verminderten sich in Polen durch Währungsveränderungen (- 0,8 Mio. EUR). Ausgehend von der Managementstruktur und damit der Struktur der Segmentierung werden die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUS) für Zwecke des Wertminderungstests auf Ebene der operativen Segmente, d. h. der Länder, zusammengefasst. Im Rahmen der Wertminderungsprüfung nach IAS 36 (Impairment of Assets) wird mindestens einmal jährlich der Buchwert einer Gruppe von CGUS, denen ein Goodwill zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag dieser Gruppe von CGUS verglichen. Wenn der erzielbare Betrag der Vermögenswerte den Buchwert unterschreitet, wird die Differenz als "impairment loss" ergebniswirksam berücksichtigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der Impairment-Test wird in der Regel anhand des Nutzungswerts durchgeführt, da bei nicht börsennotierten Gesellschaften kein aktiver Markt besteht und auch keine Verkaufsverhandlungen geführt werden. Die Cash Flow-Schätzungen umfassen einen Planungshorizont von fünf Jahren, bevor in die ewige Rente übergegangen wird. Die im Herbst vorgelegten und vom Aufsichtsrat genehmigten detaillierten operativen Planungen bilden die Basis für die Planungen der Jahre 2012 und 2013, die um drei Perioden anhand adäquater Annahmen zu Preis-, Mengen- und Kostenentwicklungen und zu Investitionsausgaben extrapoliert werden. Die Diskontierungssätze (WACC) werden in einem Zwei-Phasen-Modell ermittelt. Für Phase 1 wird ein Diskontierungszinssatz verwendet, mit dem die zukünftigen Cash Flows für die ersten fünf Jahre abgezinst werden. Für die Ermittlung des Endwerts ("terminal value") wird der Diskontierungszinssatz um den Ansatz eines Wachstumsabschlags modifiziert (Diskontierungszinssatz für Phase 2). Der so ermittelte Endwert wird dann mit dem für Phase 1 ermittelten WACC auf den Bilanzstichtag abgezinst. Weder im Jahr 2011 noch im Vorjahr gab es "impairment losses" auf Geschäfts- und Firmenwerte. Goodwill sowie Ergebnisse und Annahmen Impairment-Test
28. SachanlagenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 59 TEUR (2010: 77 TEUR) waren durch Nutzfahrzeuge des Anlagevermögens besichert. Darüber hinaus waren unverändert zum Vorjahr sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 186 TEUR durch Grundpfandrechte besichert. Sonstige Sachanlagen, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet wurden, gab es nicht. Es wurden Fremdkapitalkosten auf Basis eines durchschnittlichen Finanzierungskostensatzes von 5,3 % (2010: 3,5 %) in Höhe von 87 TEUR (2010: 5 TEUR) für Investitionen in den USA erfasst. Bei den sonstigen Konzerngesellschaften ergaben sich im Geschäftsjahr 2011 keine zu aktivierenden Fremdkapitalkosten. Vermögenswerte, die im Rahmen von Finance Lease-Verträgen genutzt werden, sind in den bilanzierten Sachanlagen mit 1.975 TEUR (2010: 2.843 TEUR) enthalten. Hierbei handelt es sich um Verträge in der Tschechischen Republik über technische Anlagen und Maschinen in Betonwerken mit einem Buchwert von 984 TEUR (2010: 1.352 TEUR) und über Betriebs- und Geschäftsausstattung wie Fahrmischer, Radlader und Pumpen mit einem Buchwert in Höhe von 991 TEUR (2010: 1.491 TEUR). Die durchschnittliche Vertragslaufzeit liegt bei fünf Jahren. Es gibt Kaufoptionen, jedoch keine Verlängerungsoptionen. Die Kaufoptionen werden nur dann ausgeübt, wenn der Optionspreis im Vergleich zum Marktpreis zum Vertragsende für uns günstig bzw. gleichwertig ist. Mindestleasingeinzahlungen aus der Untervermietung dieser im Rahmen von Finance Lease-Verträgen genutzten Sachanlagen gibt es nicht. In den im Anlagenspiegel ausgewiesenen Abgängen ist auch ein Betrag in Höhe von 57.124 TEUR (Anschaffungskosten) bzw. 8.276 TEUR (außerplanmäßige Abschreibungen) enthalten, der auf die unter Ziffer 40. erläuterten zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte entfällt. Das quotal in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen RC Lonestar hat in Vorjahren in Zusammenhang mit der Erweiterung des Werks River Vereinbarungen mit dem Landkreis Jefferson, Missouri, USA, geschlossen. Das Eigentumsrecht an dem beweglichen Sachanlagevermögen des Werks River wurde auf den Landkreis übertragen, der wiederum dieselben Anlagen an die RC Lonestar für eine Dauer von 15 Jahren vermietet hat. RC Lonestar hat vom Landkreis ausgegebene Bonds in Höhe von 71,8 Mio. EUR (quotal 34,8 Mio. EUR) mit der gleichen Laufzeit gezeichnet. Unser Gemeinschaftsunternehmen ist für die Unterhaltung des beweglichen Sachanlagevermögens verantwortlich und hält eine Kaufoption zum Ende der Leasingvereinbarung. Die Vereinbarung beinhaltet eine Vergünstigung von 50 % auf die Substanzsteuer für ca. 15 Jahre. Wird die Option nicht ausgeübt, wird RC Lonestar verpflichtet sein, 125 % der normalerweise anfallenden Substanzsteuer zu zahlen. Da es sich nach dem wirtschaftlichen Gehalt dieser Transaktion nicht um ein Leasingverhältnis nach IAS 17 (Leases) handelt, wurde es nicht als solches bilanziert. Die ursprünglichen Anschaffungskosten des Sachanlagevermögens wurden innerhalb der Sachanlagen bilanziert und werden über die wirtschaftlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum 31. Dezember 2011 betrug 29,9 Mio. EUR. 29. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
* wurde im Geschäftsjahr 2011
veräußert
Die Entwicklung der Buchwerte der Immobilien ist dem Anlagenspiegel unter Ziffer 26. Anlagevermögen zu entnehmen. Die Abschreibung erfolgt linear gemäß dem Komponentenansatz über einen Zeitraum zwischen 10 und 50 Jahren. Das ehemalige Verwaltungsgebäude in Luxemburg wurde im ersten Quartal des Jahres 2011 gegen Zahlung eines Kaufpreises von 7,9 Mio. EUR veräußert. Der Buchgewinn hieraus betrug 7,1 Mio. EUR. Die Marktwerte der Immobilien in Osnabrück wurden Ende 2010 von einem unabhängigen Gutachter ermittelt. Es ergaben sich im Geschäftsjahr 2011 über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinaus keine Erkenntnisse über von diesen Werten abweichende Marktwerte. Für das bebaute Grundstück (vermietetes Werksgelände) in Luxemburg liegt ein aktuelles Gutachten vor. Es gab weder außerplanmäßige Abschreibungen ("impairment losses") noch Wertaufholungen auf die hier ausgewiesenen Immobilien. Die in der Tabelle genannten Mindestmietzahlungen betreffen einen Zeitraum von bis zu einem Jahr. Es gab weder Eventualmietzahlungen noch Bestellobligo für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. 30. Beteiligungen an assoziierten UnternehmenDie Veränderungen im Konsolidierungskreis aus den Zuerwerben bei den ehemals assoziierten und nun vollkonsolidierten Gesellschaften Kieswerk Seltz und Beton Union Ruhr-Lenne sowie die Erwerbe und Veräußerungen von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind unter Ziffer 6. Angaben zu den Veränderungen im Konsolidierungskreis im Einzelnen erläutert. Zu den ausgewiesenen Zu- und Abschreibungen verweisen wir auf Ziffer 16. Beteiligungsergebnis. 31. Sonstige FinanzanlagenDie in dieser Position enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen und an sonstigen Beteiligungen sind als "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") klassifiziert und werden unverändert zum Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da eine verlässliche Ermittlung des Marktwerts nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich wäre. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Verwaltungs-GmbHs der deutschen operativen Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, sowie um Minderheitsbeteiligungen in Deutschland in der Rechtsform der GmbH oder der GmbH & Co. KG. Diese Anteile sind nicht börsennotiert und es besteht kein aktiver Markt. Eine Veräußerung der Anteile ist zurzeit nicht vorgesehen. Wertminderungen der sonstigen Finanzanlagen sind innerhalb des Beteiligungsergebnisses und im Konzern-Anlagenspiegel als Abschreibungen dargestellt. Dort ist die Entwicklung der Wertminderungen im Geschäftsjahr erkennbar, es werden also auch laufende Zuführungen sowie Abgänge bei den Wertminderungen ersichtlich. Die Wertminderungen des Geschäftsjahres sind unter Ziffer 16. Beteiligungsergebnis erläutert. Ein Betrag von 27 TEUR bei den Abgängen der nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen betrifft die OMT Beton Verwaltungs GmbH. Die Gesellschaft wurde für einen Kaufpreis von 26 TEUR veräußert; es ergab sich ein Buchverlust von 1 TEUR. Der Kaufpreis wurde gestundet. Weitere 13 TEUR bei den Abgängen betreffen die Veräußerung von 50,0 % an der Lichtner-Dyckerhoff Beton Niedersachsen Verwaltungs-GmbH zum Buchwert. Der Betrag war in voller Höhe zahlungswirksam im Geschäftsjahr 2011. Bei den sonstigen Beteiligungen haben wir unseren Anteil an der SAFA GmbH & Co. KG sowie an der SAFA Verwaltungsgesellschaft mbH gegen Zahlung eines Kaufpreises von insgesamt 164 TEUR um 3,5 % auf 13,5 % erhöht. Die Zugänge aus Umbuchungen betreffen die sibobeton Kurhessen / Leinetal GmbH & Co. KG für Betonherstellung. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter Ziffer 6. Angaben zu den Veränderungen im Konsolidierungskreis. 32. Latente SteueransprücheDie als Saldo ausgewiesenen latenten Steueransprüche, die gemäß IAS 12 (Income Taxes) aktivisch auszuweisen sind, entstanden im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Russland und in der Ukraine sowie aus zukünftig zu erwartenden Steuerminderungen durch Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in der Ukraine. Die Zusammensetzung der latenten Steueransprüche ist unter Ziffer 46. Latente Steuerschulden dargestellt. Die aktivisch ausgewiesenen latenten Steuern zum Bilanzstichtag ergaben sich aus den folgenden Sachverhalten: Aktivisch ausgewiesene latente Steueransprüche
33. VorräteVorräte
Der Buchwert der Vorräte, auf die Wertberichtigungen vorgenommen wurden, betrug zum 31. Dezember 2011 80.896 TEUR (2010: 86.540 TEUR). Vorräte, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet wurden, gab es nicht. 34. Ausleihungen an AktionäreBuzzi Unicem S.p.A. hat sich bereits vor dem Anfang 2004 erfolgten Zusammenschluss unserer Aktivitäten in den USA über ihre Tochtergesellschaft in den USA über US Private Placements refinanziert. Die Verbindlichkeit hieraus ist zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 177,6 Mio. EUR (31. Dezember 2010: 201,5 Mio. EUR) im Dyckerhoff Konzern enthalten. Dieser Verbindlichkeit steht eine Forderung gegen die Buzzi Unicem S.p.A. in gleicher Höhe in Form eines unter den Ausleihungen an Aktionäre ausgewiesenen Darlehens gegenüber. Während die korrespondierende Verbindlichkeit im Geschäftsjahr 2011 mit 27,9 Mio. EUR (quotal) planmäßig in den USA getilgt wurde, wurde aufgrund der guten Liquiditätssituation der RC Lonestar statt einer Rückzahlung ein Darlehen mit der Buzzi Unicem S.p.A. in Höhe der geplanten Rückzahlung mit Fälligkeit zum 29. Mai 2012 vereinbart. Darüber hinaus erhöhten Wechselkursveränderungen die Ausleihungen an Aktionäre um 6,1 Mio. EUR. Die beiden Darlehen sind weder überfällig noch wertberichtigt. Wir verweisen auf Ziffer 47. Mezzanine-Finanzierung, Anleihen, Schuldverschreibungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie auf Ziffer 57. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Ausleihungen an Aktionäre werden bei der Ermittlung der Nettoverschuldung berücksichtigt. 35. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kumulierte Einzelwertberichtigungen
Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Ergebnisse aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen als Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen sowie unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Wertberichtigungen auf Umlaufvermögen und Verluste aus Abgängen des Umlaufvermögens ausgewiesen. Überfällige Forderungen werden erst nach einer bestimmten Anzahl von Tagen der Überfälligkeit oder nach bestimmten Mahnstufen wertberichtigt. Dies führt dazu, dass auch überfällige Forderungen als nicht wertberichtigt auszuweisen sind. Darüber hinaus erfolgt eine Wertberichtigung sofort, wenn konkrete Anzeichen für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Kunden bestehen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Abgesehen von den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind Kreditsicherheiten bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Dyckerhoff Konzern unüblich. Bestehen Anzeichen dafür, dass der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht nachkommen kann, werden Lieferungen nicht getätigt. 36. Sonstige finanzielle VermögenswerteSonstige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen sind ebenso wie die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen verzinslich. Bei den kurzfristigen Forderungen gegen assoziierte Unternehmen sowie gegen sonstige Beteiligungen handelt es sich überwiegend um unverzinsliche Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen; auf verzinsliche Darlehen und Verrechnungskonten entfällt ein Betrag in Höhe von 2.392 TEUR (2010: 4.675 TEUR). Die Ergebnisse aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen als Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen sowie unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Wertberichtigungen auf Umlaufvermögen und Verluste aus Abgängen des Umlaufvermögens ausgewiesen. Das Ergebnis aus Wertberichtigungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betrug 1.207 TEUR (2010: 229 TEUR). Dyckerhoff hält in geringem Umfang Sicherheiten für Mitarbeiterdarlehen in Form von eingetragenen Grundschulden. Darüber hinaus halten wir keine Sicherheiten bei den finanziellen Vermögenswerten. Die Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG tritt erstmals seit diesem Geschäftsjahr als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen auf. Es handelt sich bei den Verträgen um die Verpachtung von nicht mehr benötigten Werksgeländen mit günstigen Kaufoptionen nach Ablauf der Pachtzeit. Die durchschnittliche Laufzeit dieser Verträge beträgt 11 Jahre. Die Leasingforderungen sind weder wertberichtigt noch überfällig. Als Erträge erfasste bedingte Leasingzahlungen gibt es aus diesen Verträgen nicht. Überleitung der künftigen Mindestleasingeinzahlungen aus Finanzierungsleasing zu deren Barwert sowie vertragliche Restlaufzeiten
37. SteuererstattungsansprücheIn den lang- und kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen zum 31. Dezember 2010 war die Steuerforderung der Dyckerhoff AG aus dem im Jahr 2006 aktivierten Körperschaftsteuerguthaben in Deutschland mit einem Barwert von 18,8 Mio. EUR enthalten. Dieses Körperschaftsteuerguthaben wurde im Geschäftsjahr 2011 vollständig verkauft. Dies führte zu einem Mittelzufluss von 16,9 Mio. EUR. Die verbleibenden langfristigen Steuererstattungsansprüche stammen fast ausschließlich aus der US-amerikanischen RC Lonestar und betreffen Steuererstattungsansprüche aus Verlustrückträgen. Die kurzfristigen Steuererstattungsansprüche betreffen überwiegend Steuerforderungen in Luxemburg, in den Niederlanden, in Deutschland und in den USA. 38. Sonstige nicht-finanzielle VermögenswerteDie sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten vor allem Forderungen aus sonstigen Steuern (z. B. Umsatzsteuer), aktivierte Abraumkosten sowie geleistete Anzahlungen und Vorauszahlungen. 39. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Der Anteil der hier ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, über den der Dyckerhoff Konzern im Sinne des IAS 7.48 (Statement of Cash Flows) nicht verfügen kann, betrug 844 TEUR (2010: 754 TEUR). Hierbei handelt es sich vor allem um gesetzlich geforderte Kautionen zur Besicherung von Rekultivierungsverpflichtungen in der Tschechischen Republik und in Polen. 40. Zur Veräußerung bestimmte langfristige VermögenswerteBei den zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerten handelt es sich überwiegend um bei der Dyckerhoff AG eingelagerte Anlagenteile, die für das geplante russische Werk in Akbulak in der Region Orenburg sowie für die neue Ofenlinie 8 in unserem ukrainischen Werk in Volyn bestimmt waren und aufgrund der Verschiebung der Projekte verkauft werden. Die bisher im Anlagevermögen unter den Anlagen im Bau bilanzierten Vermögenswerte von ursprünglich 56.649 TEUR wurden um 8.241 TEUR wertberichtigt und dann mit einem Betrag von 48.408 TEUR in die zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Inzwischen wurden diese Anlagenteile verkauft. Ein Teil der verkauften Anlagenteile konnte bereits ausgebucht werden (36.159 TEUR), da das wirtschaftliche Eigentum gegen Zahlung des Kaufpreises auf den Erwerber übergegangen ist. Werterhöhend wirkten Anlagenteile, die im Umfang der veräußerten Anlagenteile enthalten sind, bereits bestellt und nun mit einem Betrag von 4.264 TEUR zu aktivieren waren. Mit dem Zahlungseingang aus dem Verkauf der zum 31. Dezember 2011 bilanzierten Vermögenswerte mit einem Nettoveräußerungswert von 16.513 TEUR rechnen wir in den Jahren 2012 und 2013. Dieser Sachverhalt ist in der Segmentberichterstattung dem Zentralbereich Ost zugeordnet. Darüber hinaus hatte die US-amerikanische RC Lonestar im Herbst 2011 ein unbebautes Grundstück mit ursprünglichen Anschaffungskosten von 475 TEUR um 35 TEUR abzuwerten und mit einem Nettoveräußerungswert von 440 TEUR in die zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerte umzugliedern. Hierbei handelt es sich um quotierte Zahlen. Der Verkauf des Grundstücks wird voraussichtlich innerhalb des ersten Quartals 2012 abgeschlossen sein. Der Kaufpreis wird mit der Übertragung des Grundstücks an den Erwerber innerhalb der nächsten Monate fällig werden. Die oben genannten Wertberichtigungen sind in den unter Ziffer 15. erläuterten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Der zum 31. Dezember 2010 unter diesem Bilanzposten ausgewiesene Kran, der bisher beim Bau der Ofenlinie 5 in unserem russischen Zementwerk in Suchoi Log eingesetzt war, konnte im Januar 2011 für den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Betrag von 1.500 TEUR veräußert werden. 41. Gezeichnetes Kapital und KapitalrücklageDas Grundkapital der Dyckerhoff AG in Höhe von 105.639.815,68 EUR besteht unverändert zum Vorjahr und ist eingeteilt in 20.667.554 nennbetragslose auf den Inhaber lautende Stammaktien (50,08 %) und 20.597.999 nennbetragslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (49,92 %). Bei den Stammaktien gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Bei den in der Kapitalrücklage der Dyckerhoff AG ausgewiesenen Beträgen in Höhe von 293.684 TEUR handelt es sich um die Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag der Aktien hinaus erzielt wurden (Agio). Gemäß § 150 Abs. 2 AktG trägt die Kapitalrücklage mit einem Betrag von 10.083 TEUR zur Dotierung der gesetzlichen Rücklage bei. Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Gewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von je 0,13 EUR. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteils von 0,13 EUR je Stück Stammaktie erhalten sie von einem weiteren zur Ausschüttung gelangenden Gewinn in gleicher Weise wie die Stammaktien einen dem Verhältnis des auf die Aktien entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals entsprechenden Anteil. Gelangt in einem Geschäftsjahr der Vorzugsgewinnanteil von 0,13 EUR je Aktie nicht zur Ausschüttung, so ist dieser Betrag ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn nachfolgender Geschäftsjahre vorweg auszuzahlen; hierbei sind zuerst die ältesten Rückstände nachzuzahlen. Zum 31. Dezember 2011 besteht keine derartige Nachzahlungsverpflichtung. Der Vorstand schlägt vor, aus dem nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Jahresüberschuss der Dyckerhoff AG in Höhe von 34.982.627,13 EUR eine Dividende in Höhe von insgesamt 33.012.442,40 EUR (2010: 20.632.776,50 EUR) auszuschütten - dies entspricht 0,80 EUR (2010: 0,50 EUR) für die Vorzugs- und die Stammaktien - und den verbleibenden Betrag in Höhe von 1.970.184,73 EUR in die Gewinnrücklagen einzustellen. Die Fimedi S.p.A., Turin, Italien, hat uns am 7. Dezember 2006 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dyckerhoff AG, Wiesbaden, am 31. Januar 2005 die Schwellen von 5, 10, 25, 50 und 75 % überschritten hat und 94,90 % beträgt. Davon sind der Fimedi S.p.A. 94,90 % der Stimmrechte über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG wie folgt zuzurechnen: Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, hält unmittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 70,71 % der Stimmrechte. Durch ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, hält Buzzi Unicem S.p.A. weitere mehr als 10 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 24,19 % der Stimmrechte. Insgesamt hält Buzzi Unicem S.p.A. unmittelbar und mittelbar mehr als 75 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 94,90 % der Stimmrechte. Am 1. Dezember 2008 hat uns die Buzzi Unicem Investimenti S.r.l., Casale Monferrato (AL), Italien, eine Tochtergesellschaft der Buzzi Unicem S.p.A., mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft Buzzi Unicem Deutschland GmbH am 30. November 2008 im Wege der aufnehmenden Verschmelzung mit ihr verschmolzen ist und sie seitdem unmittelbar 24,19 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG hält. An diesem Tag hat sie gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG die Schwellen von 3, 5, 10, 15 und 20 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG unmittelbar überschritten. Ferner hat nach § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG die Buzzi Unicem Deutschland GmbH die Schwellen von 3, 5, 10, 15 und 20 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG am 30. November 2008 unterschritten und hält nun keine Stimmrechte an der Dyckerhoff AG mehr. Die Buzzi Unicem Deutschland GmbH ist verschmelzungsbedingt am 30. November 2008 erloschen. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Buzzi Unicem S.p.A. ihren Anteilsbesitz an Vorzugsaktien leicht erhöht. Zum 31. Dezember 2011 hält die Fimedi S.p.A., Turin, Italien, über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, 97,98 % der Stammaktien und 88,66 % der Vorzugsaktien und damit 93,33 % der Anteile am Grundkapital der Dyckerhoff AG. Zum Jahresende 2011 waren die stimmberechtigten Stammaktien von Dyckerhoff im Besitz der folgenden Aktionärsgruppen: Stammaktionäre der Dyckerhoff AG
Unsere Zielsetzung beim Kapitalmanagement ist es, den Fortbestand des Unternehmens und damit auch die Erträge für die Aktionäre sicherzustellen sowie eine optimale Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten zu erreichen. Um die Kapitalstruktur zu erhalten bzw. zu adjustieren, können wir Investitionsaktivitäten und Dividendenzahlungen anpassen, Kapitalerhöhungen oder Kapitalherabsetzungen vornehmen oder Vermögenswerte mit dem Ziel des Schuldenabbaus verkaufen. Um die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens nachhaltig sicherzustellen, bedienen wir uns verschiedener Instrumente. Das Konzerninvestitionsprogramm von Dyckerhoff wird entsprechend den strategischen Zielen des Konzerns und den operativen Erfordernissen der einzelnen Gesellschaften aufgestellt. Eine Priorisierung des dezentral ermittelten Investitionsbedarfs erfolgt hierbei durch den Vorstand der Dyckerhoff AG und die Leitung der Geschäftsbereiche. Soweit es sich um Maßnahmen zur Effizienzverbesserung, zur Kapazitätssteigerung und zur Erschließung neuer Märkte handelt, wird mittels Wirtschaftlichkeitsrechnungen der zukünftige Ergebnisbeitrag im Einzelnen dargestellt. Investitionsobjekte mit einem Volumen von über 10 Mio. EUR (bei Grundstücken über 5 Mio. EUR) werden dem Aufsichtsrat einzeln zur Genehmigung vorgelegt. Im Rahmen von Planungssitzungen wird die operative Planung der einzelnen Gesellschaften im Herbst mit den jeweiligen Länderverantwortlichen diskutiert. In diesen Gesprächsrunden werden die Ergebnisziele und die Investitionen für die beiden Folgejahre geplant und im Dezember dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die Zielerreichung der vom Aufsichtsrat genehmigten Planzahlen wird über ein weltweites, ergebnisabhängiges Vergütungssystem für das Management gesteuert. Der Zielerfüllungsgrad hängt hierbei sowohl von der Erreichung der Planzahlen als auch von der Erreichung von individuell vorgegebenen Zielen ab. Der Vorstand verfolgt die Zielerreichung der Planzahlen über das monatliche Berichtswesen sowie über die Sitzungen der Geschäftsleitungen, in denen die jeweiligen Segmentergebnisse diskutiert sowie Entscheidungen über einzelne Aktivitäten in den Ländern getroffen werden. Die Erreichung der individuell vorgegebenen Ziele des Managements wird in persönlichen Gesprächen überprüft, die mindestens zweimal jährlich stattfinden. Die Kapitalstruktur wird bei Dyckerhoff anhand der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads (Gearing) überwacht. Die Eigenkapitalquote ist der prozentuale Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Der Verschuldungsgrad (Gearing) ist das Verhältnis der Nettoverschuldung zum bilanziellen Eigenkapital. Die Nettoverschuldung ergibt sich als Summe der verzinslichen Verbindlichkeiten (Anleihen, Schuldverschreibungen, Bankverbindlichkeiten, Mezzanine-Finanzierung, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und aus Zinsabgrenzungen) abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, der Wertpapiere, der Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie der Ausleihungen an Aktionäre. Kennzahlen Kapitalmanagement
42. Rücklage aus Währungsumrechnung, sonstige Rücklagen und Anteil anderer Gesellschafter am EigenkapitalDie Entwicklung der Rücklage aus Währungsumrechnung, der sonstigen Rücklagen und des Anteils anderer Gesellschafter am Eigenkapital ist dem Eigenkapitalspiegel auf Seite 90 zu entnehmen. Neben den erfolgsneutral berücksichtigten Währungseffekten bestehen keine weiteren Posten (z. B. Neubewertungsrücklage, Rücklage für Wertänderungen aus Cash Flow Hedges oder Rücklage für zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente), die als "sonstiges Ergebnis" gemäß IAS 1.106 (d) (Presentation of Financial Statements) auszuweisen sind. Die sonstigen Rücklagen enthalten im Wesentlichen Einstellungen aus Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Zu den direkt im Eigenkapital verrechneten Ergebnissen verweisen wir auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung auf Seite 86. In den sonstigen Rücklagen ist auch die Gewinnrücklage der Dyckerhoff AG enthalten. Die Gewinnrücklage betrifft mit 481 TEUR die gesetzliche Rücklage, die zusammen mit einem Teil der Kapitalrücklage 10 % des Grundkapitals beträgt. Diese Rücklage kann nur zweckgebunden zum Ausgleich von Jahresfehlbeträgen und Verlustvorträgen verwendet werden. Soweit sie zusammen mit der Kapitalrücklage einen Betrag entsprechend 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt, kann der übersteigende Betrag außerdem zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden. Aus dem bei Erwerben von weiteren Anteilen an bereits vollkonsolidierten Gesellschaften und indirekten Anteilsänderungen angewendeten "economic entity model" wurde ein Betrag in Höhe von insgesamt 23.340 TEUR direkt in den sonstigen Rücklagen erfasst. Dieser Betrag stammt insbesondere aus den Zuerwerben bei unserer russischen Gesellschaft OAO Sukholozhskcement (24.513 TEUR), bei der niederländischen Wolst Beheer B.V. (- 846 TEUR) und bei der Ostfriesische Transport-Beton GmbH & Co. KG (- 244 TEUR). Zu Einzelheiten verweisen wir auf Ziffer 6. Angaben zu den Veränderungen im Konsolidierungskreis. 43. RückstellungenDie im Konzern-Rückstellungsspiegel ausgewiesenen Auflösungen von insgesamt 4.933 TEUR sind mit 1.697 TEUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die verbleibenden 3.236 TEUR sind im Zinsergebnis enthalten und betreffen Erträge aus der Anpassung der Abzinsungssätze langfristiger Rückstellungen (2.862 TEUR), Zinserträge aus der Laufzeitverlängerung von langfristigen Rückstellungen (359 TEUR) sowie Auflösungen von Rückstellungen für Zinsen aus Steuern (15 TEUR). Die Aufwendungen aus der Änderung der Abzinsungssätze sowie der Laufzeiten für langfristige Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 173 TEUR. Dieser Betrag sowie die Effekte aus laufenden Aufzinsungen dieser Rückstellungen sind im Konzern-Rückstellungsspiegel in den Zuführungen enthalten. Konzern-Rückstellungsspiegel
44. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür zahlreiche Mitarbeiter treffen wir für die Zeit nach der Pensionierung direkt oder durch Zahlungen an Pensionsfonds Vorsorge. Je nach wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen Besonderheiten der jeweiligen Länder bestehen unterschiedliche Systeme der Alterssicherung. Die Pensionszusagen berücksichtigen für die Höhe der Leistungen das Entgelt und die Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter ("defined benefit plan") und schließen in der Regel Hinterbliebenenversorgungen ein. Überblick über die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der größte Teil der Direktzusagen bei Pensionen betrifft leistungsorientierte Zusagen für Mitarbeiter in Deutschland, insbesondere für Mitarbeiter der Dyckerhoff AG. Der Wert des entsprechenden Treuhandvermögens (Contractual Trust Agreement) der Dyckerhoff AG zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 24.785 TEUR (2010: 24.738 TEUR) mindert den als Rückstellung auszuweisenden Betrag. Auch in Luxemburg bestehen leistungsorientierte Direktzusagen. In den Niederlanden sind die Deckungsmittel der Pensionszusagen ausgelagert; hierbei handelt es sich um ein Versicherungsmodell. In den USA ist der größte Teil der Pensionsverpflichtungen durch externe Pensionsfonds abgedeckt. Das nicht verrechnete Planvermögen war aktivisch als sonstiger Vermögenswert auszuweisen, da der Saldo aus den Verpflichtungen und dem Fondsvermögen vor Verrechnung von versicherungsmathematischen Verlusten positiv war. Daneben bestehen in den USA für einen kleineren Personenkreis auch nicht fondsgedeckte Verpflichtungen, die über die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen abgedeckt sind. Die Verpflichtungen aus dem Altersversorgungssystem für Krankheitskosten von Pensionären in den USA sowie die Direktzusagen für die Übernahme von Krankheitskosten für Pensionäre in Deutschland sind auch über Rückstellungen abgedeckt. Hierbei handelt es sich um nicht ausfinanzierte Verpflichtungen. Zur Bilanzierung der Pensionsrückstellungen und ähnlicher Verpflichtungen verweisen wir auf Ziffer 8. Ansatz und Bewertung. Bei der Bewertung der Rückstellungen sind neben Annahmen zur Lebenserwartung und zur Fluktuation anhand der aktuellen statistischen Erkenntnisse folgende Parameter berücksichtigt: Parameter der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
* 7,5 % zum 31. Dezember 2011, jeweils pro Jahr
um 0,5 % abnehmend bis auf 5,0 % ab dem 01.01.2017
Die oben dargestellten Annahmen spiegeln realistische Erwartungen in dem jeweiligen Land wider. Als Zinssatz wurde der am Bewertungsstichtag gültige Zinssatz für erstrangige festverzinsliche Wertpapiere bzw. Industrieanleihen mit einer den jeweiligen Versorgungszusagen entsprechenden Laufzeit gewählt. Die erwarteten Einnahmen aus den Pensionsfonds bzw. aus dem Treuhandvermögen basieren, ausgehend von der Portfoliostruktur, auf den langfristigen Renditen der Vergangenheit und zukünftig langfristig zu erwartenden Renditen. Würde sich der angenommene Krankheitskostentrend in den USA um einen Prozentpunkt erhöhen bzw. vermindern, so hätte dies die folgenden Auswirkungen auf die Aufwendungen der Periode bzw. auf den Barwert der Verpflichtungen für Krankheitskosten: Auswirkung von Änderungen des angenommenen Krankheitskostentrends um einen Prozentpunkt
In den USA existierten im Geschäftsjahr 2011 Pensionsverpflichtungen in Höhe von 111.646 TEUR (2010: 103.193 TEUR), die durch externe Pensionsfonds abgedeckt sind. Darüber hinaus bestehen ausfinanzierte Verpflichtungen bei der Dyckerhoff AG in Höhe von 186.682 TEUR (2010: 182.628 TEUR) sowie in den Niederlanden in Höhe von 11.206 TEUR (2010: 10.248 TEUR). Die Deckungsmittel in den Niederlanden sind über eine Versicherung ausgelagert. Zusätzlich bestanden Direktzusagen für Pensionen vor allem in Luxemburg, in Deutschland und in den USA in Höhe von 22.184 TEUR (2010: 21.609 TEUR). Die in den USA eingegangenen Verpflichtungen für Krankheitskosten von Pensionären betrugen insgesamt 47.154 TEUR (2010: 45.989 TEUR). Die Verpflichtungen für Krankheitskosten in Deutschland waren in Höhe von 5.601 TEUR (2010: 6.095 TEUR) auszuweisen. Die folgende Übersicht zeigt den Finanzierungsstatus dieser Pläne mit einer Überleitung auf die als Rückstellung ausgewiesenen Beträge: Bilanzierte Nettowerte der Pensionen und der Krankheitskosten
Entwicklung der Barwerte der Verpflichtungen und der Marktwerte des Planvermögens
Zusammensetzung des Planvermögens
* Anlagenstruktur nicht darstellbar, da
Versicherungslösung
Zusammensetzung der neu entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne (+)/ Verluste (-)
Erstattungsansprüche seitens Dyckerhoff gegenüber dem Treuhänder für nicht gezahlte Leistungen, die wieder in das Planvermögen eingebracht werden, werden in der Entwicklung des Planvermögens brutto gezeigt, d. h. sie sind in den oben genannten Auszahlungen der Periode und in den Arbeitgeberbeiträgen enthalten. Für das Geschäftsjahr 2012 werden in Deutschland über diese Erstattungsansprüche hinaus keine weiteren Einzahlungen in das Planvermögen erwartet. In den USA bzw. in den Niederlanden erwarten wir für das Jahr 2012 Arbeitgeberbeiträge an die Fonds von rund 1,9 Mio. EUR (quotal) bzw. 0,5 Mio. EUR. Außerdem werden Zahlungen direkt an die Pensionäre in Höhe von insgesamt rund 19,6 Mio. EUR erwartet. Aufwand der Pensionen und der Krankheitskosten
Die Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen betrugen im Jahr 2011 rund 19,7 Mio. EUR (2010: 18,0 Mio. EUR). Diese sind ebenfalls innerhalb des Personalaufwands ausgewiesen. 45. Sonstige RückstellungenDie Zusammensetzung und Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel unter Ziffer 43. Rückstellungen zu entnehmen. Die Umweltrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rekultivierung von Steinbrüchen sowie sonstige umweltbezogene Verpflichtungen. Die übrigen langfristigen Rückstellungen betreffen beispielsweise personalbezogene Verpflichtungen für die Zahlung von Jubiläumsgeldern oder aus Altersteilzeitverträgen. Darüber hinaus sind hier auch erwartete Zahlungsverpflichtungen aus dem polnischen Kartellverfahren und Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit dem deutschen Kartellverfahren enthalten. Zu den Kartellverfahren und den hiermit in Zusammenhang stehenden Schadensersatzansprüchen verweisen wir auf die Ausführungen unter Ziffer 58. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzansprüche und sonstige Eventualschulden. Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten z. B. Rückstellungen für Zinsaufwendungen aus Steuern, Rückstellungen für Prozesskosten und Gewährleistungsrückstellungen. Die zum 31. Dezember 2011 bilanzierte Rückstellung für die Rückgabeverpflichtung von CO 2 -Emissionsrechten entspricht dem Wert der innerhalb des Vorratsvermögens ausgewiesenen entgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionsrechte. Darüber hinaus stehen ausreichend unentgeltlich zugeteilte CO 2 -Emissionsrechte zur Erfüllung der Rückgabeverpflichtung zur Verfügung. Aufgrund der bestehenden Schätzunsicherheiten, ob und in welcher Höhe letztendlich einer Zahlung nachzukommen ist, kann der zu zahlende Betrag nicht unwesentlich von den hier ausgewiesenen Rückstellungen abweichen. Dies gilt insbesondere für die unter den sonstigen langfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für das polnische Kartellverfahren sowie für die Schadensersatzansprüche aus dem deutschen Kartellverfahren. In beiden Verfahren rechnen wir mit einer Auszahlung nicht vor dem Jahr 2014. Für beide Fälle ist der auf den 31. Dezember 2011 abgezinste Maximalbetrag zurückgestellt. 46. Latente SteuerschuldenDer latente Steuersatz für Deutschland in Höhe von unverändert 30 % beinhaltet die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbeertragsteuer. Im Ausland wurden die latenten Steuern jeweils mit dem landesspezifischen Steuersatz ermittelt. In den ausgewiesenen Beträgen in Höhe von 348.181 TEUR (2010: 341.377 TEUR) waren latente Steuerschulden in Höhe von 443.975 TEUR (2010: 429.659 TEUR) mit latenten Steueransprüchen in Höhe von 95.794 TEUR (2010: 88.282 TEUR) gemäß IAS 12 (Income Taxes) zu verrechnen. Die im Jahr 2011 nicht saldierungsfähigen latenten Steueransprüche sind unter Ziffer 32. Latente Steueransprüche dargestellt. Die passivisch ausgewiesenen latenten Steuern ergaben sich aus Unterschieden in den folgenden Bilanzposten: Passivisch ausgewiesene latente Steuerschulden
Gemäß IAS 12 sind latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden, wenn mit der Realisierung zu rechnen ist ("outside basis differences"). Aufgrund der Anwendungsvorschriften des IAS 12.39 waren latente Steuern auf zukünftig geplante Dividenden in Höhe von 0,9 Mio. EUR zu bilden. Für "outside basis differences" der Tochtergesellschaften der Dyckerhoff AG in Höhe von 256,9 Mio. EUR wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da weitere Ausschüttungen nicht geplant sind. Zusammensetzung latente Steuern
Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge beruhen auf realistischen Erwartungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit; sie basieren auf vom Aufsichtsrat der Dyckerhoff AG verabschiedeten Planungsrechnungen der jeweiligen Tochtergesellschaften. 47. Mezzanine-Finanzierung, Anleihen, Schuldverschreibungen und Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDer Dyckerhoff AG wurde in den Geschäftsjahren 2002 und 2003 von Mitgliedern der Familie Dyckerhoff, von mit der Familie verbundenen Personen sowie von Buzzi Unicem S.p.A. ein Darlehen mit einem Nominalwert von ursprünglich 201.294 TEUR zur Verfügung gestellt. Die vertragliche Ausgestaltung erfolgte in Form eines nachrangigen Schuldscheindarlehens mit einer Laufzeit bis 2012, einer laufenden Verzinsung in Höhe von 4,5 % p. a. sowie einer zusätzlichen Verzinsung in Höhe von 2,5 % p. a. ohne Zinseszins für jedes volle Jahr auf den noch ausstehenden Darlehensbetrag, zahlbar am Laufzeitende. Eine Rückzahlung konnte frühestens mit Wirkung ab Ende 2008 gefordert werden. Von diesem Sonderkündigungsrecht haben einige Darlehensgeber Gebrauch gemacht. In den Geschäftsjahren 2008 bis 2010 wurden insgesamt 9.476 TEUR zurückgezahlt, u. a. auch an die Buzzi Unicem S.p.A., die zum 31. Dezember 2008 damit nicht mehr zu den Darlehensgebern aus der Mezzanine-Finanzierung gehörte. Im Geschäftsjahr 2011 betrug die Rückzahlung inklusive Zinsen 150 TEUR. Einschließlich der zusätzlichen Verzinsung in Höhe von 2,5 % p. a. ergibt sich per 31. Dezember 2011 eine Gesamtverbindlichkeit gegenüber den Darlehensgebern in Höhe von 235.820 TEUR (2010: 230.295 TEUR). Trotz der Rückzahlungen erhöhte sich die Verbindlichkeit insgesamt durch die endfällige zusätzliche Verzinsung im Geschäftsjahr 2011. Die 2002 und 2003 platzierten Anleihen betreffen im Wesentlichen US-Dollar-Anleihen der RC Lonestar. Die Buzzi Unicem S.p.A. hatte sich bereits vor dem Zusammenschluss der RC Cement und der Lone Star Industries im Jahr 2004 über ihre Tochtergesellschaft in den USA refinanziert. Diese Fremdverschuldung ist ebenfalls mit 48,5 % im Dyckerhoff Konzern enthalten, wird jedoch durch eine Forderung gegen die Buzzi Unicem S.p.A. in gleicher Höhe in Form eines Darlehens kompensiert und bei der Berechnung der Nettoverschuldung berücksichtigt. Wir verweisen hierzu auch auf Ziffer 34. Ausleihungen an Aktionäre. Außerdem platzierte RC Lonestar im April 2010 eine weitere Anleihe in Höhe von 200 Mio. USD, fällig 2016. Konditionen der Anleihen, Schuldverschreibungen und der wesentlichen Darlehen
Die US Private Placements beinhalten sogenannte "financial covenants", die das Einhalten bestimmter Finanzkennzahlen erfordern. Solche Verpflichtungen sind am Finanzmarkt bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen und Krediten gängige Praxis. Im Falle von RC Lonestar wird ein bestimmtes konsolidiertes Mindesteigenkapital bezogen auf den Buzzi Konzern gefordert. Außerdem darf das Verhältnis der Nettoverschuldung zum konsolidierten EBITDA des Buzzi Konzerns den Faktor 3,0 nicht überschreiten. Im November 2010 wurde eine ergänzende Vereinbarung mit den USPP-Investoren getroffen, dass das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung zum konsolidierten EBITDA für den Zeitraum Ende September 2010 bis Ende September 2011 auf den Faktor 3,4 angehoben wurde. Für den nachfolgenden Zeitraum bis Ende Juni 2012 wird der Faktor auf 3,25 und danach auf 3,0 gesenkt. Außerdem darf das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und Eigenkapital der RC Lonestar den Faktor 1,5 nicht überschreiten. Darüber hinaus gibt es keine "financial covenants" im Dyckerhoff Konzern. Bei den oben genannten Bankkrediten handelt es sich um insgesamt sechs Tilgungsdarlehen. Ein im Jahr 2009 aufgenommenes Tilgungsdarlehen in Höhe von 20 Mio. EUR wurde bzw. wird seit 2010 bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2014 in gleichen Jahresraten zu je 4.000 TEUR getilgt. Für vier weitere Tilgungsdarlehen in Höhe von insgesamt 25 Mio. EUR waren die Jahre 2008 und 2009 tilgungsfrei. Im Jahr 2010 wurden hieraus 1.563 TEUR getilgt, ab dem Jahr 2011 werden 3.125 TEUR pro Jahr getilgt. Im Jahr 2018, dem letzten Jahr der Darlehenslaufzeit, beläuft sich der zu tilgende Betrag auf 1.563 TEUR. Im Jahr 2011 wurde ein weiteres Tilgungsdarlehen in Höhe von 10 Mio. EUR aufgenommen, welches ab Juni 2013 bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2021 quartalsweise getilgt wird. Die Dyckerhoff AG hat im Jahr 2009 ein endfälliges Schuldscheindarlehen in zwei Tranchen über insgesamt 175 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren aufgenommen. Hierbei wurden in einer Tranche 37 Mio. EUR zu einem Festzinssatz und in einer weiteren Tranche 138 Mio. EUR mit einer variablen Verzinsung ausgegeben. Im Jahr 2011 erfolgte eine Restrukturierung der Tranche mit variabler Verzinsung bei gleichzeitiger Erhöhung des Nominalbetrages um 47 Mio. EUR, so dass nunmehr 50,5 Mio. EUR im Jahr 2013 und 134,5 Mio. EUR im Jahr 2015 fällig werden. Im Jahr 2011 wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen mit fünf Tranchen über insgesamt 100 Mio. EUR durch die Dyckerhoff AG begeben. Hierbei wurden 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren, 22 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren und 20 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sechs Jahren jeweils zu einem Festzinssatz begeben. Die zwei Tranchen mit einer variablen Verzinsung belaufen sich auf 45,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren und auf 7,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren. Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der Mezzanine-Finanzierung, der Anleihen und Schuldverschreibungen sowie der Bankverbindlichkeiten ersichtlich: Vertragliche Restlaufzeiten der Mezzanine-Finanzierung, Anleihen und Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Diese Darstellung zeigt keine Planzahlen, sondern nur die Finanzinstrumente, die am 31. Dezember 2011 im Bestand waren und für die vertragliche Vereinbarungen über die Zahlungen bestehen. Fremdwährungsbeträge sind mit dem Stichtagskurs zum jeweiligen Bilanzstichtag umgerechnet worden. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 59 TEUR (2010: 77 TEUR) durch Anlagevermögen besichert. Alle sonstigen Anleihen, Schuldverschreibungen und Darlehen sind unbesichert. Finanzielle Vermögenswerte wurden nicht als Sicherheiten gestellt. 48. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. 49. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenSonstige finanzielle Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungen sind verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 1.603 TEUR (2010: 1.095 TEUR) enthalten. In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 71.030 TEUR (2010: 76.194 TEUR) sind 18.238 TEUR (2010: 20.680 TEUR) verzinsliche Verbindlichkeiten enthalten. Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich. Für die Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen sind keine Bruttoabflüsse auszuweisen, da diese gemäß IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) in den Bruttoabflüssen für Mezzanine-Finanzierung, Anleihen, Schuldverschreibungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten sind. Vertragliche Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
Überleitung der künftigen Mindestleasingauszahlungen aus Finanzierungsleasing zu deren Barwert sowie vertragliche Restlaufzeiten
50. SteuerschuldenDie Steuerschulden enthalten tatsächliche steuerliche Verpflichtungen vom Einkommen und vom Ertrag gemäß IAS 12 (Income Taxes); latente Steuern werden separat ausgewiesen. Aus der Betriebsprüfung für die Jahre 1993 bis 1997 haben sich Steuerforderungen der Finanzverwaltung betreffend der Nichtanerkennung von Verlustvorträgen der Dyckerhoff AG ergeben. Für diese Steuerverbindlichkeiten wurde bereits in früheren Jahren bilanzielle Vorsorge getroffen. Im Jahr 2011 wurde ein Teil der Steuernachforderungen beglichen. Der zum 31. Dezember 2011 bilanzierte Betrag in Höhe von 15,0 Mio. EUR (2010: 23,6 Mio. EUR) deckt das verbleibende Risiko, das im Klageweg vor dem Finanzgericht überprüft wird, vollständig ab. Aufgrund von Unsicherheiten bezüglich der Entscheidung des Finanzgerichts kann der zukünftig zu zahlende Betrag von dem zurückgestellten Betrag abweichen. 51. Sonstige nicht-finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern (z. B. Umsatzsteuer) und im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie erhaltene Anzahlungen und Vorauszahlungen. 52. Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenBuchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
n.a. = nicht anwendbar
* siehe Anmerkungen unter Ziffer 52.
Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Grundsätzlich wurden in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 die Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie die derivativen Finanzinstrumente zum Fair Value bewertet. Der IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) unterscheidet drei Stufen, die sich nach der Erheblichkeit der in die Bewertungen einfließenden Faktoren richtet. Für Finanzinstrumente, die nach der Stufe 1 zum Fair Value bewertet werden, wird für die Bewertung auf Preise zurückgegriffen, die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notieren. Dies sind z. B. Börsenkurse. Dieser Stufe gehören im Dyckerhoff Konzern Wertpapiere des Umlaufvermögens an. Für Finanzinstrumente, die nach der Stufe 2 zum Fair Value bewertet werden, wird für die Bewertung auf Inputfaktoren zurückgegriffen, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Dies betrifft im Dyckerhoff Konzern die derivativen Finanzinstrumente, da der beizulegende Zeitwert mit Barwert- und Optionspreismodellen errechnet wird. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, soweit wie möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Preise und Zinssätze verwendet, die von anerkannten Quellen bezogen werden. Für Finanzinstrumente, die nach der Stufe 3 zum Fair Value bewertet werden, wird nicht auf auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung zurückgegriffen. Die Fair Value-Ermittlung erfolgt z. B. mittels der Discounted Cash Flow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden. Dies betrifft z. B. assoziierte Unternehmen, die grundsätzlich nach IAS 28 (Investments in Associates) "at equity" zu bewerten waren, bei denen jedoch der Fair Value unterhalb des Equity-Werts lag. Dies betraf zum 31. Dezember 2011 drei (zum 31. Dezember 2010 zwei) assoziierte Unternehmen mit Buchwerten in Höhe von unverändert zum Vorjahr 17.101 TEUR. Im Geschäftsjahr 2011 gab es keine Umgliederungen zwischen den Stufen im Sinne des IFRS 7.27B. Anteile an sonstigen Personengesellschaften und nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften, die nicht nach IAS 2 8 "at equity" zu bewerten waren, sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle von früheren Wertminderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eine verlässliche Ermittlung eines Fair Value wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. Auch für Finanzinstrumente, die nicht zum Fair Value zu bilanzieren sind, sind zusätzlich zu den Buchwerten die beizulegenden Zeitwerte am jeweiligen Bilanzstichtag anzugeben. Falls relevant, sind diese der vorstehenden Tabelle zu entnehmen. Hierbei wurden die folgenden Annahmen getroffen: Für Kredite und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Kredite und Forderungen wird angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben generell eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Die beizulegenden Zeitwerte für die börsennotierten Anleihen entsprechen der Anzahl der ausgegebenen Wertpapiere multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschlussstichtag. Für die nicht börsennotierten Anleihen, Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Anwendung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der jeweils gültigen währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve ermittelt. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten sind im Zinsergebnis ausgewiesen. Dies betrifft Zinserträge aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), mögliche Zinserträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") sowie Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ("financial liabilities at amortized cost"). Bei Devisentermin- und Devisenswapgeschäften, die ebenfalls der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") zuzuordnen sind, wird die Differenz aus Devisenkassa- und Devisenterminkurs ebenfalls als Zinsergebnis ausgewiesen. Die Beteiligungsergebnisse aus Eigenkapitalinstrumenten, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") zugeordnet sind, sind im Beteiligungsergebnis enthalten, die Ergebnisse aus dem Abgang dieser Finanzinstrumente im sonstigen Finanzergebnis. Die Wertberichtigungen oder Wertaufholungen der Forderungen des Umlaufvermögens sind Bestandteil des sonstigen betrieblichen Aufwands bzw. des sonstigen betrieblichen Ertrags. Abschreibungen auf assoziierte Unternehmen und sonstige Finanzanlagen (sogenannte "impairment losses") sowie ergebniswirksam zu erfassende Wertaufholungen sind innerhalb des Beteiligungsergebnisses ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Folgebewertung von Finanzinstrumenten sind im sonstigen Finanzergebnis enthalten. Dies betrifft insbesondere die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung, die Ergebnisse aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Bewertungs- und Abgangsergebnisse aus Wertpapieren des Umlaufvermögens. In das Ergebnis aus der Folgebewertung zum Fair Value von Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Dies betrifft vor allem die derivativen Finanzinstrumente. Im Geschäftsjahr 2011 fielen Zinserträge in Höhe von 17.228 TEUR (2010: 19.945 TEUR) und Zinsaufwendungen in Höhe von 51.103 TEUR (2010: 55.289 TEUR) aus Finanzinstrumenten an, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Diese werden im Zinsergebnis gezeigt. Es ergaben sich keine Zinserträge aus wertberichtigten finanziellen Vermögenswerten. SegmentberichterstattungSegmentberichterstattung
53. Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten basiert auf dem Grundsatz des "management approach" nach IFRS 8 (Operating Segments). Die Segmentierung des Dyckerhoff Konzerns erfolgt auf Basis von Ländern. Die Bestimmung der operativen Segmente basiert auf der Struktur der internen Finanzberichterstattung sowie auf der Existenz von ergebnisverantwortlichen Segment-Managern je Land, die direkt bzw. über Gremien an die Geschäftsleitungen bzw. den Vorstand der Dyckerhoff AG berichten. Die Segmente werden in die Geschäftsbereiche Deutschland /Westeuropa, Osteuropa und USA zusammengefasst. Der Dyckerhoff Konzern berichtet über acht operative Segmente, die aufgrund der Art der Produkte sowie aufgrund der regionalen Abgrenzung von Produktionsstätten und Märkten eigenständig geführt werden. Die Segmente Deutschland, Polen, Tschechische Republik / Slowakei und Ukraine umfassen dabei sowohl Zement- als auch Betonaktivitäten. In den Ländern Luxemburg, Russland und USA sind wir überwiegend im Zement vertreten und in den Niederlanden ausschließlich im Beton. Die Zementaktivitäten erstrecken sich vom Abbau des Rohmaterials, dem Kalkstein, über die Herstellung von Klinker bis zum Vertrieb von Zementen unterschiedlicher Güte. Die Betonaktivitäten umfassen die Herstellung und den Vertrieb von Transportbeton; dort, wo die lokalen Marktgegebenheiten es zulassen, werden sie ergänzt um den Abbau und Handel der hierfür notwendigen Zuschlagstoffe Sand und Kies. In der Überleitung werden die Eliminierungen der Umsatz- und Finanzbeziehungen der Segmente untereinander und zu den Zentralbereichen bzw. dem Zentralbereich Ost, in denen die Verwaltungsfunktionen gebündelt sind, zusammenfassend dargestellt. Den Segmentdaten liegen die im Konzernabschluss verwendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden zugrunde. Konzerninterne Geschäftsbeziehungen zwischen den beteiligten Gesellschaften entsprechen dem "at arm's length"-Grundsatz. Die Preise für die Zementlieferungen werden entsprechend der Preisstruktur des jeweiligen regionalen Absatzmarkts unter Berücksichtigung von Sonderboni und Rabatten sowie von erstatteten Frachtvorlagen festgelegt. Die Klinkerlieferungen innerhalb des Konzerns erfolgen zu Selbstkosten. Einzelne Kunden, mit denen Dyckerhoff mindestens 10 % des Konzernumsatzes erzielt, gab es nicht. Das Zement- und Transportbetongeschäft ist grundsätzlich durch eine Vielzahl von Einzelkunden in unterschiedlichen Regionen geprägt. Das EBITDA, definiert als das Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, stellt dabei eine maßgebliche Steuerungs- und Ergebnisgröße zur Beurteilung der Segmente dar. Wir verweisen auch auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auf Seite 86. Die ausgewiesenen Sachinvestitionen beinhalten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, in Sachanlagen und in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Überleitung vom EBITDA aller Segmente zum Ergebnis vor Steuern
Informationen über Produkte
Bei den geografischen Angaben in den nachfolgenden Tabellen gemäß IFRS 8.33 erfolgt die Aufteilung des Konzernumsatzes auf das Inland und das Ausland nach dem Standort der jeweiligen Kunden, während sich die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte am Standort des betreffenden Vermögens orientiert. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, langfristige Steuererstattungsansprüche sowie sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte. Geografische Angaben
Sonstige Angaben54. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Fristigkeiten von Haftungsverhältnissen aus Bürgschaften und Garantien
Fristigkeiten der Miet- und Leasingverpflichtungen
Das ausgewiesene Bestellobligo betrifft fast vollständig (19.548 TEUR) das Bestellobligo für Sachanlagen für Investitionsprojekte vor allem in den USA, in Russland, in Deutschland und in Luxemburg. Der verbleibende Betrag (58 TEUR) betrifft immaterielle Vermögenswerte. RC Lonestar hat in Zusammenhang mit den noch laufenden US Private Placements eine Garantiezusage unseres Aktionärs Buzzi Unicem S.p.A. in Höhe von quotal 251.316 TEUR (2010: 272.290 TEUR) erhalten. Die ausgewiesenen Miet- und Leasingverpflichtungen betreffen vor allem bewegliches Anlagevermögen wie Nutzfahrzeuge- und PKW-Leasing sowie Immobilien (Grundstücke, Büro-, Lager- und Produktionsgebäude), Transportbetonanlagen und Büroausstattung. Aufgrund von unkündbaren Unter- und Weitervermietungen dieser Miet- und Leasinggegenstände werden zukünftige Mindesteinzahlungen in Höhe von 143 TEUR erwartet. 55. ForschungIm Jahr 2011 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 9,1 Mio. EUR (2010: 8,7 Mio. EUR). Sie waren nach IAS 38 (Intangible Assets) nicht zu aktivieren, da die Forschungs- und Entwicklungsphasen nicht eindeutig getrennt werden können. 56. Honoraraufwand und Auslagen des KonzernabschlussprüfersFolgende Honorare und Auslagen wurden im Konzernabschluss 2011 als Aufwand für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berücksichtigt: Honoraraufwand und Auslagen des Konzernabschlussprüfers
57. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und PersonenWesentliche nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 (Related Party Disclosures) sind bei Dyckerhoff neben dem Mehrheitsaktionär Buzzi Unicem S.p.A. vier quotal in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, hier vor allem die mit Buzzi Unicem S.p.A. gemeinschaftlich geführte RC Lonestar/ Buzzi Unicem USA. Zu der die Buzzi Unicem S.p.A. beherrschenden Gesellschaft Fimedi S.p.A. bestehen keine Geschäftsbeziehungen. Darüber hinaus bestehen Beziehungen zu assoziierten Unternehmen des Dyckerhoff Konzerns, hier vor allem zu assoziierten Unternehmen der CIMALUX S.A. in Luxemburg. Weiterhin unterhalten die Dyckerhoff AG und die RC Lonestar Geschäftsbeziehungen zur dy-pack Verpackungen Gustav Dyckerhoff GmbH. Ein Mitglied des Aufsichtsrats der Dyckerhoff AG war bis Oktober 2011 geschäftsführender Gesellschafter der dy-pack. Die Geschäftsbeziehungen zu den genannten Gruppen von nahestehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und können folgender Tabelle entnommen werden: Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsbeziehungen zum Mehrheitsaktionär Buzzi Unicem S.p.A. ergeben sich im Wesentlichen aus dem durch RC Lonestar/ Buzzi Unicem USA an die Buzzi Unicem S.p.A. gewährten Darlehen und den daraus erwachsenden Zinseinkünften. Wir verweisen hierzu auch auf Ziffer 34. Ausleihungen an Aktionäre. Darüber hinaus wurden für die Dyckerhoff AG Ingenieur- und Beratungsleistungen erbracht sowie Personal gestellt. Die Dyckerhoff AG wiederum lieferte Spezialprodukte und stellte der Buzzi Unicem S.p.A. Personal. Die gegenüber den sonstigen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ausgewiesenen Beträge betreffen überwiegend Erlöse aus Zementlieferungen sowie von diesen Unternehmen empfangene Frachtleistungen. dy-pack ist Lieferant von Zementpapiersäcken. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristig und unbesichert. Die Dyckerhoff AG hat dem assoziierten Unternehmen quick-mix Holding GmbH & Co. KG eine Kreditlinie über maximal 12,0 Mio. EUR bis zum 31. Dezember 2017 eingeräumt, die derzeit nicht in Anspruch genommen wird. quick-mix zahlt eine jährliche Bereitstellungsprovision in Höhe von 36 TEUR. Sollte die quick-mix ihren Zahlungsverpflichtungen aus der gezogenen Kreditlinie nicht nachkommen, kann Dyckerhoff vom Mitgesellschafter der quick-mix die Sicherungsübereignung eines Teil-Kommanditanteils verlangen. Die Buzzi Unicem S.p.A. hat der RC Lonestar in Vorjahren eine Garantie zur Absicherung einer Geldaufnahme am Kapitalmarkt gegeben. Am 31. Dezember 2011 betrug die Garantiesumme 518 Mio. EUR. Von untergeordneter Bedeutung in diesem Zusammenhang sind Beziehungen zu sonstigen verbundenen Unternehmen der Buzzi Unicem S.p.A. sowie zu Vorstand, sonstigen Aufsichtsratsmitgliedern und deren nahen Angehörigen. Bezüglich der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats verweisen wir auf Ziffer 63. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 58. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzansprüche und sonstige EventualschuldenIm Rahmen der im Dezember 2010 von der EU-Kommission gegen mehrere Zementhersteller eingeleiteten Kartellverfahren hat die EU-Kommission im Kalenderjahr 2011 ein qualifiziertes Auskunftsverlangen an die Buzzi Unicem S.p.A. gerichtet, das sich ausdrücklich auch auf die von dieser kontrollierten europäischen Beteiligungsgesellschaften und somit auch auf die Dyckerhoff AG, CIMALUX S.A. und Cement Hranice a.s. bezog. Das Auskunftsersuchen sowie zwei sich auf die Antworten beziehende Ergänzungsfragen wurden fristgerecht bearbeitet. Wir haben unverändert keine Anhaltspunkte, die die Vermutungen der EU-Kommission stützen, und erwarten daher nach derzeitigem Stand aus dem Verfahren keine Belastungen. In dem aus 2006 datierenden polnischen Kartellverfahren steht unverändert die Bestimmung eines gerichtlichen Verhandlungstermins über den Einspruch unserer Tochtergesellschaft gegen den im Dezember 2009 verhängten Bußgeldbescheid über 15 Mio. EUR aus. In dem im Jahr 2005 begonnenen Klageverfahren der belgischen Aktiengesellschaft "Cartel Damage Claims S.A." gegen Dyckerhoff und weitere deutsche Zementhersteller, welches durch Zwischenurteil vom 21. Februar 2007 für zulässig erklärt worden war, wurde der vom Landgericht Düsseldorf für die Fortsetzung des Verfahrens für Mai 2011 anberaumte Verhandlungstermin abgesagt und auf März 2012 verschoben. Für mögliche zu erwartende Belastungen aus diesen beiden Verfahren ist in vollem Umfang Vorsorge getroffen. Gegen unsere Beteiligungsgesellschaft in den USA werden und können auch in Zukunft Ansprüche geltend gemacht werden, die mit angeblichen Gesundheitsschäden durch den Umgang mit Sand als Strahlmittel begründet wurden. Die Gesellschaft hatte während des überwiegenden Teils der Zeit, in der sie Sand als Strahlmittel vertrieben hatte, umfangreichen Versicherungsschutz. Das Verfahren über eine von dem Hauptversicherer erhobene Klage auf Feststellung, wie künftige Ansprüche abzuwickeln seien, wurde im September 2009 durch einen Vergleich abgeschlossen, der bis 2019 Gültigkeit besitzt. Demzufolge erteilten auch andere Versicherer Deckungszusagen für diese Schäden. Für den Teil der erwarteten Schäden, für den nach den in den Jahren 2009 und 2010 mit den Versicherern abgeschlossenen Vergleichen kein Versicherungsschutz besteht, besteht bilanzielle Vorsorge. In der Ukraine bestehen Rechtsstreitigkeiten zur Klärung von Ansprüchen der ukrainischen Finanzverwaltung, die sich auf Umsatzsteuern und die Abzugsfähigkeit von Betriebsausgaben unserer Werke YUGcement und Volyn-Cement beziehen. Der gesamte Streitwert beträgt rund 15 Mio. EUR. Da die Ansprüche der Finanzverwaltung durch die aktuelle ukrainische Gesetzgebung nicht abgedeckt sind, halten wir einen Mittelabfluss für unwahrscheinlich. Rückstellungen wurden deshalb nicht gebildet. Andere gerichtliche und außergerichtliche Verfahren, die einen erheblichen Einfluss auf die Lage von Dyckerhoff haben können, sind weder anhängig noch angedroht. In den Niederlanden werden derzeit zwei Sandprojekte entwickelt. Wenn für diese beiden Projekte die Genehmigung zum Abbau von Sand erteilt sein wird, haben wir die Verpflichtung, die betroffenen Grundstücke oder Sandvorkommen gegen Zahlung eines Kaufpreises von rund 7 Mio. EUR zu erwerben. Dies wird voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2013 sein. 59. Ereignisse nach der BerichtsperiodeIm Februar 2012 haben Vertreter der niederländischen Wettbewerbsbehörde sowie des Bundeskartellamts im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der niederländischen Wettbewerbsbehörde Geschäftsräume der Dyckerhoff Basal in den Niederlanden sowie der sibo-Gruppe in Deutschland durchsucht. Wir haben alle erbetenen Informationen, Akten und Daten zur Verfügung gestellt. Ergebnisse dieser Überprüfung sind uns zu diesem frühen Zeitpunkt nicht bekannt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass sie sich - wenn überhaupt - nicht wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dyckerhoff Konzerns auswirken werden. 60. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben am 16. Dezember 2011 gemäß § 161 AktG eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben. Die vollständige Erklärung finden Sie im Internet unter www.dyckerhoff.com. 61. AktiengeschäftePersonen, die bei Dyckerhoff Führungsaufgaben wahrnehmen, haben eigene Geschäfte mit Aktien von Dyckerhoff oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, insbesondere Derivate, nach § 15a WpHG mitzuteilen. Die Pflicht obliegt auch Personen, die mit einer solchen Person in einer engen Beziehung stehen, z. B. deren Ehepartnern. Die Pflicht besteht nicht, solange die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von 5.000 EUR bis zum Ende des Kalenderjahres nicht erreicht. Der Dyckerhoff AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Geschäfte gemeldet. 62. Angaben zu Aufsichtsrat und VorstandDie Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands haben folgende Mandate inne: AufsichtsratDR. JUR. JÜRGEN LOSE, Wiesbaden (bis 10. Mai 2011 Vorsitzender; danach Ehrenvorsitzender) ehem. Mitglied des Vorstands der Dyckerhoff AG Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenRC Lonestar Inc. GUNNAR GREMLIN, London, England (Vorsitzender ab 10. Mai 2011) Industrieberater Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenLeybold Optics GmbH (Vorsitzender) PSM International Holdings Ltd. (Vorsitzender) TitanX Holding AB (Vorsitzender) Nederman Holding AB RC Lonestar Inc. DR.-ING. ALESSANDRO BUZZI, Casale Monferrato, Italien (stellv. Vorsitzender) Chairman der Buzzi Unicem S.p.A. Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenMandate Buzzi Unicem Gruppe:Alamo Cement Co. (Vorsitzender) KLAUS-DIETER BECKER * , Lindlar (ab 10. Mai 2011; weiterer stellv. Vorsitzender) Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG / Laborant KARL-HEINZ HORSTKOTTE * , Lengerich (bis 10. Mai 2011; weiterer stellv. Vorsitzender) Personalreferent im Werk Lengerich der Dyckerhoff AG NORBERT BERDOLT * , Mainz (ab 10. Mai 2011) Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dyckerhoff AG KLAUS BUSSAU * , Wiesbaden (bis 10. Mai 2011) ehem. Vorsitzender des Betriebsrats der Hauptverwaltung der Dyckerhoff AG ENRICO BUZZI, Casale Monferrato, Italien Vice Chairman der Buzzi Unicem S.p.A. Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenMandate Buzzi Unicem Gruppe:Unical S.p.A. (Vorsitzender) Corporación Moctezuma S.A. de C. V. PIETRO BUZZI, Casale Monferrato, Italien Chief Executive Finance der Buzzi Unicem S.p.A. Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenBanco Popolare S.c.r.l. Mandate Buzzi Unicem Gruppe:Alamo Cement Co. Buzzi Unicem International S.à r.l. Buzzi Unicem Investimenti S.r.l. RC Lonestar Inc. Unical S.p.A. GERT DYCKERHOFF, Seehausen am Staffelsee Gesellschafter und Beiratsvorsitzender der Unternehmensgruppe dy-pack Verpackungen Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenGütermann Holding SE Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenMandate dy-pack Gruppe:dy-pack Asia Sdn. Bhd. (Vorsitzender) dy-pack International GmbH (Vorsitzender) dy-pack MEXICO S.A. DE C.V. (Vorsitzender) dy-pack Packaging (India) Private Limited (Vorsitzender) dy-pack (UK) Ltd. (Vorsitzender) dy-pack U.S. LLC (Vorsitzender) dy-pack Verpackungen Gustav Dyckerhoff GmbH (Vorsitzender) HEINZ ENGELHARDT * , Mainz-Kastel (ab 10. Mai 2011) Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Dyckerhoff AG GISBERT HUKE * , Heilbad Heiligenstadt (bis 10. Mai 2011) Ausbilder der Deuna Zement GmbH THOMAS WEISGERBER, Berlin (ab 10. Mai 2011) ehem. Mitglied der Geschäftsführung des Bundesverbands deutscher Banken e. V.
* von den Mitarbeitern gewählt
VorstandDIPL.-WIRTSCH.-ING. WOLFGANG BAUER, Königstein-Falkenstein Vorstandsvorsitzender Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenSievert AG Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenKonzernmandate:CIMALUX S.A.(Vorsitzender) Dyckerhoff Basal Nederland B.V. (Vorsitzender) Dyckerhoff Luxembourg S.A. (Vorsitzender) NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V. i.L. (Vorsitzender) RC Lonestar Inc. Mandate Buzzi Unicem Gruppe:Buzzi Unicem S.p.A. ING. MICHELE BUZZI, Casale Monferrato, Italien Vorstandsmitglied Unternehmensentwicklung Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenKonzernmandate:CIMALUX S.A. Dyckerhoff Luxembourg S.A. RC Lonestar Inc. Mandate Buzzi Unicem Gruppe:Buzzi Unicem S.p.A. Cementi Moccia S.p.A. Laterlite S.p.A. Unical S.p.A. DR.-ING. STEFAN FINK, Wiesbaden Vorstandsmitglied Finanzen und Controlling Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenSievert AG Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenKonzernmandate:CIMALUX S.A. Dyckerhoff Basal Nederland B.V. Dyckerhoff Luxembourg S.A. Dyckerhoff Polska Sp. z o.o. NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B.V. i.L. RC Lonestar Inc. DR. JUR. STEFAN JOHN, Frankfurt am Main Vorstandsmitglied Business Services Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenGWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH 63. Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie laufenden Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 1.837 TEUR (2010: 1.825 TEUR). Für den Vorstand betrug die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen für Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand im Jahr 2011 670 TEUR (2010: 599 TEUR). Hinsichtlich der Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht. Im Jahr 2011 betrugen die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder oder ihrer Hinterbliebenen 2.396 TEUR (2010: 2.465 TEUR). Der Verpflichtungsumfang für Pensionszusagen nach IFRS für diesen Personenkreis beträgt zum 31. Dezember 2011 27.492 TEUR (2010: 27.414 TEUR). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2011 522 TEUR (2010: 560 TEUR). Darin enthalten ist die Vergütung für die Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse, die im Jahr 2011 unverändert 40 TEUR ausmachte. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhielten Arbeitnehmervertreter als Arbeitnehmer im Dyckerhoff Konzern Entgeltleistungen einschließlich Arbeitgeberzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung in Höhe von 195 TEUR (2010: 129 TEUR), die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. 64. KonzernzugehörigkeitDer Konzernabschluss der Dyckerhoff AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und ist dauerhaft im elektronischen Unternehmensregister zugänglich (Registernummer HRB 2035, geführt beim Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden). Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Buzzi Unicem S.p.A., Italien, aufgestellt. Dieser wird beim Handelsregister Alessandria, Italien, unter der Registernummer 00930290044 hinterlegt. 65. Zeitpunkt der Genehmigung zur VeröffentlichungNach Beendigung der Aufstellung des Konzernabschlusses am 28. Februar 2012 und Beendigung der Konzernabschlussprüfung am 29. Februar 2012 wird der Konzernabschluss dem Aufsichtsrat vorgelegt, der in seiner Bilanzsitzung am 13. März 2012 über dessen Billigung beschließt.
Wiesbaden, den 28. Februar 2012 DER VORSTAND WOLFGANG BAUER MICHELE BUZZI DR. STEFAN FINK DR. STEFAN JOHN Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Wiesbaden, den 28. Februar 2012 DER VORSTAND WOLFGANG BAUER MICHELE BUZZI DR. STEFAN FINK DR. STEFAN JOHN Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Dyckerhoff Aktiengesellschaft, Wiesbaden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Dyckerhoff Aktiengesellschaft, Wiesbaden, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 29. Februar 2012 Deloitte
& Touche GmbH
Dr. Buhleier, Wirtschaftsprüfer Botsch, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Führung der Geschäfte der Gesellschaft laufend überwacht. Er war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und wichtige Geschäftsereignisse, über die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement und die Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden anhand der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Wenn für Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder sonstigen Regelungen eine Zustimmung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat dazu ausführliche schriftliche Informationen erhalten. In den Sitzungen wurden die entsprechenden Beschlussvorlagen geprüft und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Planmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats fanden im März, Mai, September und Dezember 2011 statt. Im Oktober fand eine Abstimmung im schriftlichen Verfahren statt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an mehr als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Neuwahl des Aufsichtsrats und Bildung der AusschüsseMit Ablauf der Hauptversammlung am 10. Mai 2011 sind die Herren Dr. Jürgen Lose, Karl-Heinz Horstkotte, Klaus Bussau und Gisbert Huke aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Zuvor wurde Herr Dr. Lose zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern auch an dieser Stelle für ihr engagiertes Wirken und ihren wertvollen Rat. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden die Herren Klaus-Dieter Becker, Norbert Berdolt, Heinz Engelhardt als Arbeitnehmervertreter und Thomas Weisgerber als Anteilseignervertreter. Als Anteilseignervertreter wiedergewählt wurden Dr.-Ing. Alessandro Buzzi, Enrico Buzzi, Pietro Buzzi, Gunnar Gremlin und Gert Dyckerhoff. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 10. Mai 2011 wurde Gunnar Gremlin zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Dr. Alessandro Buzzi zum stellvertretenden Vorsitzenden und Klaus-Dieter Becker zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ferner wurden die Ausschüsse des Aufsichtsrats neu gebildet: Dem Vorstandsausschuss gehören seitdem die Herren Gunnar Gremlin (Vorsitzender), Dr. Alessandro Buzzi und Heinz Engelhardt an. Der Finanzausschuss besteht aus den Herren Gunnar Gremlin (Vorsitzender), Pietro Buzzi und Heinz Engelhardt. Schwerpunkte der BeratungenIn den Aufsichtsratssitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat behandelte das Risikomanagement sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Weitere Themen waren der Jahres- und Konzernabschluss 2010, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2011 nebst Vorschlägen zur Gewinnverwendung, zur Wahl des Aufsichtsrats einschließlich von Ersatzmitgliedern und zu den Satzungsänderungen, hier vor allem zur Herabsetzung der Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie seiner Stellvertreter und zur Verkleinerung des Aufsichtsrats von neun auf sechs Mitglieder, die erstmals bei der Wahl des Aufsichtsrats im Jahr 2014 wirksam werden soll. Ebenso behandelte der Aufsichtsrat das weitere Vorgehen bei den wegen des krisenbedingten Rückgangs des russischen und ukrainischen Marktes im Jahr 2009 unterbrochenen Expansionsprojekten und die entsprechenden Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung. Vorstand und Aufsichtsrat halten an der Fortführung der Projekte fest. Ferner wurden das Investitionsprogramm, die sonstige Planung für das Jahr 2012 sowie das Compliance-Management-System und Aufsichtsratsangelegenheiten behandelt. So beschloss der Aufsichtsrat, seine Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 im Vergütungsbericht individuell zu veröffentlichen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über die durchgeführten und geplanten Maßnahmen zur strikten Einhaltung des Wettbewerbsrechts sowie über den Stand der wettbewerbsrechtlichen Verfahren. Die Entsprechenserklärung 2011 wurde verabschiedet. Der Aufsichtsrat beschloss ferner, das Mandat des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Wolfgang Bauer, auf die Dauer von drei Jahren zu verlängern. In diesem Zusammenhang wurden seine Gesamtbezüge unter Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2010 gemäß den gesetzlichen Vorgaben modifizierten Vergütungssystems neu festgesetzt. In zwei Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit der Durchführung der Effizienzprüfung befasst. Die Prüfung kam zu einem positiven Ergebnis. Die Aufnahme des Schuldscheindarlehens im November 2011 wurde durch schriftliche Stimmabgabe beschlossen. Arbeit der AusschüsseIm August 2011 fand eine Sitzung des Vorstandsausschusses statt. Der Vorstandsausschuss bereitete die Beschlussfassung zur Verlängerung der Bestellung des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Bauer sowie die Festsetzung seiner künftigen Gesamtbezüge vor. Der Finanzausschuss tagte in den Monaten Februar, März, Mai, Juli und November 2011 sowie im März 2012 und befasste sich mit den Jahresabschlüssen der Dyckerhoff AG und des Konzerns einschließlich der Lageberichte, dem Vorschlag zur Gewinnverwendung, dem Quick Report sowie den Quartalsabschlüssen und dem Halbjahresabschluss. Soweit die Abschlüsse testiert oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen wurden, war der Prüfer bei der Beratung des Ausschusses zugegen. Weitere Themen waren die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 sowie für den Prüfer für die prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten während des Geschäftsjahres 2011, die Honorarvereinbarung sowie die Überwachung der Unabhängigkeit der Prüfer. Ferner hat sich das Gremium mit der Wirksamkeit, der Ausstattung und den Feststellungen der Konzernrevision beschäftigt. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit des integrierten internen Überwachungssystems insgesamt auf Basis der Berichterstattung durch die Abteilung Governance, Risk und Compliance vorberaten. Jahresabschluss und KonzernabschlussDer nach den Regeln des HGB vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der Dyckerhoff AG für das Geschäftsjahr 2011 wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung am 10. Mai 2011 und der anschließenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernabschluss wurde - ebenso wie im Vorjahr - nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung am 10. Mai 2011 und der nachfolgenden Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat ebenfalls von Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Nach den Feststellungen des Abschlussprüfers hat die Dyckerhoff AG den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Dyckerhoff AG haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB erhalten. In seinem Bestätigungsvermerk geht der Wirtschaftsprüfer auf die Verantwortung von Vorstand und Abschlussprüfer ein und erläutert die Prüfungsgrundsätze. Prüfungsschwerpunkte waren die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie das Forderungsmanagement bei Gesellschaften des Konzerns insbesondere bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Jahresabschlüsse, die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden in der Bilanzsitzung des Plenums des Aufsichtsrats am 13. März 2012 ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie für ergänzende Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung gestanden. Auf der Grundlage der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte und des Gewinnverwendungsvorschlags hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfungen des Abschlussprüfers zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts, des Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Gewinnverwendung der Dyckerhoff AG waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 in seiner Sitzung am 13. März 2012 gemäß der Empfehlung des Finanzausschusses gebilligt. Der Jahresabschluss der Dyckerhoff AG wurde damit festgestellt. Mit dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn der Dyckerhoff AG zur Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR zu verwenden und den verbleibenden Teil in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, ist der Aufsichtsrat einverstanden. AbhängigkeitsberichtDie Dyckerhoff AG steht in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zu der Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato, Italien. Der Vorstand hat daher einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und uns vorgelegt. Der Abschlussprüfer erteilte gemäß § 313 Abs. 3 AktG dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 der Dyckerhoff AG folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ebenfalls geprüft und stimmt entsprechend der Empfehlung seines Finanzausschusses dem Urteil des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts abgegebene und in den Lagebericht der Dyckerhoff AG aufgenommene Erklärung des Vorstands. Corporate GovernanceAuch im Geschäftsjahr 2011 hat sich der Aufsichtsrat mit der Corporate Governance des Unternehmens befasst. Detailliertere Ausführungen dazu sind dem Corporate Governance Bericht zu entnehmen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex blieb im Jahr 2011 unverändert. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 16. Dezember 2011 die Entsprechenserklärung für das Jahr 2011 abgegeben. Die im Dezember 2010 erklärten Abweichungen bestanden für das Kalenderjahr 2011 fort. Aufgrund der Veröffentlichung der individuellen Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder erstmals im Vergütungsbericht 2011 entfällt ab dem Geschäftsjahr 2012 die dazu erklärte Abweichung. Die übrigen Abweichungen bestehen auch künftig unverändert fort. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie die vorangegangenen stehen auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung. VorstandspersonaliaIn seiner Sitzung im September 2011 hat der Aufsichtsrat die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Wolfgang Bauer, verlängert (ab 1. März 2012 bis 28. Februar 2015) und die künftigen Gesamtbezüge festgesetzt. In der Bilanzsitzung 2012 des Aufsichtsrats wurde für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John der Bonus II der variablen Vergütung festgelegt: Für Herrn Dr. Stefan Fink beträgt er 29 TEUR und für Herrn Dr. Stefan John 20 TEUR. Damit belaufen sich die Gesamtbezüge 2011 für Herrn Dr. Stefan Fink auf 450 TEUR und für Herrn Dr. Stefan John auf 402 TEUR. Dank des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Vertretungen der Mitarbeiter aller zum Dyckerhoff Konzern gehörenden Unternehmen für ihren erfolgreichen Einsatz und ihre sachliche und konstruktive Zusammenarbeit.
Wiesbaden, den 13. März 2012 DER AUFSICHTSRAT GUNNAR GREMLIN, VORSITZENDER Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Vorstand und Aufsichtsrat der Dyckerhoff AG haben zuletzt am 16. Dezember 2011 die nachfolgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben: "Die Dyckerhoff AG hat seit der letzten Entsprechenserklärung vom 15.12.2010 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26.05.2010 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprochen und wird diesen Empfehlungen mit den ersten drei Ausnahmen weiterhin entsprechen:
Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert. Lagebericht und Jahresabschluss der Dyckerhoff AG zum 31. Dezember 2011Lagebericht der Dyckerhoff AG für das Geschäftsjahr 2011Organisatorische Leitung und KontrolleDie Dyckerhoff AG als einer der führenden Zementhersteller in Deutschland betreibt vier integrierte Zementwerke in Wiesbaden (Amöneburg), Göllheim, Geseke und Lengerich sowie zwei Mahlwerke an den Standorten Neuss und Neuwied. Die Werke verfügen über eine Kapazität von 5,2 Mio. Tonnen. Die Dyckerhoff AG beliefert von hier aus insbesondere den deutschen und den niederländischen Markt. Gleichzeitig ist die Gesellschaft Holding für die in- und ausländischen Tochterunternehmen. Neben den Tochterunternehmen, die Zement produzieren, gibt es andere, die Transportbeton herstellen und ihren regionalen Markt versorgen. Tochterunternehmen bestehen in Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Polen, Tschechien, der Slowakei, der Ukraine, Russland und den USA. Die Geschäfte der Dyckerhoff AG werden von einem vierköpfigen Vorstand geführt, den ein neunköpfiger Aufsichtsrat überwacht. Die operative Leitung obliegt den Geschäftsleitungen, denen neben drei Vorstandsmitgliedern weitere sieben Personen angehören. Gegenstand der regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Leitungsorgane sind insbesondere die Analyse der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Finanzierung und der Investitionsprojekte sowie personelle Angelegenheiten und strategische Maßnahmen. Dabei werden insbesondere die Abweichungen von den Planungen analysiert und gegebenenfalls steuernd eingegriffen. Die für die Steuerung wichtigsten Kennzahlen sind Absatz, Erlöse, Herstellkosten, EBITDA, Investitionsvolumen, Eigenkapitalquote und die Verschuldung. Zu weiteren Ausführungen im Rahmen der Erklärung zur Unternehmensführung verweisen wir auf unsere Homepage unter Corporate Governance (http://www.dyckerhoff.com/online/de/Home/Unternehmen/CorporateGovernance/ErklrungzurUnternehmensfhrung.html). Wirtschaftliches UmfeldZementverbrauch steigt kräftig anDie deutsche Wirtschaft expandierte im Gesamtjahr 2011 um 3,0 %. Die Dynamik vom Jahresbeginn schwächte sich jedoch im Jahresverlauf ab. Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen um 6,9 %. Die Bauinvestitionen nahmen um 5,4 % zu, wobei sich der Wohnungs- und der Wirtschaftsbau besonders erfreulich entwickelten. Der öffentliche Bau expandierte nur leicht. Der deutsche Zementverbrauch nahm um 13,7 % zu. Zementverbrauch Deutschland (in Mio. t)
Geschäftsverlauf und Ertragslage des UnternehmensUmsatz beeinflusst durch Absatzsteigerung bei ErlösrückgangDer Absatz von Zement und anderen hydraulischen Bindemitteln der Dyckerhoff AG lag mit 4,1 Mio. Tonnen um 13,8 % über Vorjahr. Durch die günstigen Witterungsverhältnisse im Frühjahr sowie aus einem Basiseffekt aus dem strengen Winter 2010 konnten im Inland sowie im Export, hier vor allem in die Niederlande und nach Frankreich, Absatzsteigerungen verzeichnet werden. Analog zum Absatz lag die Klinkerproduktion mit 2.457 Kt über dem Vorjahr (2.292 Kt). Im Durchschnitt unserer Werke wurde eine Auslastung der Klinkerkapazität in Höhe von 86 % erreicht (2010: 80 %). Aufgrund der Absatzsteigerung erhöhten sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Mio. EUR oder 12,6 % auf 310,3 Mio. EUR. Durch das im deutschen Markt zurückgehende Erlösniveau lagen im Durchschnitt aller von uns abgesetzten Produkte die Nettoerlöse 2011 (Umsatz abzüglich Versendungsauslagen) um rund 1,4 % unter denen des Vorjahres. In 2011 erfolgte ein Abbau der Bestände in Höhe von 31,0 Mio. EUR gegenüber einem Bestandsaufbau von 26,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die Abweichung um 57,8 Mio. EUR betrifft überwiegend den Abbau von unfertigen Leistungen im Zusammenhang mit der geplanten Durchführung von Sachinvestitionen für Tochterunternehmen in Osteuropa. Die Dyckerhoff AG ist für Planung und Beschaffung einschließlich Ingenieurleistungen verantwortlich. Die Investitionsgüter und Fremdleistungen werden zunächst auf Rechnung der Dyckerhoff AG beschafft und nach Projektabschluss an unsere osteuropäischen Tochterunternehmen verkauft. Zwei Projekte zum Bau eines neuen Zementwerks in Russland und einer Ofenlinie in der Ukraine sind seit dem krisenbedingten Rückgang des russischen und des ukrainischen Markts unterbrochen. In 2011 erfolgte daher zur Reduzierung der Mittelbindung der Verkauf von bereits beschafften Maschinen und technischen Anlagen, die für diese Projekte vorgesehen waren. Durch den Abbau der Bestände verringert sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierter Eigenleistung) um 23,1 Mio. EUR (das sind 7,6 %) auf 279,6 Mio. EUR. Bereinigt um den erläuterten Sondereffekt ergibt sich ein Anstieg um 31,3 Mio. EUR (das sind 11,4 %) auf 307,3 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 64,7 Mio. EUR um 32,9 Mio. EUR höher als im Vorjahr. In 2011 sind Erträge aus dem Verkauf an Dritte von Maschinen und technischen Anlagen der aktuell unterbrochenen Investitionsprojekte in Höhe von 36,6 Mio. EUR enthalten. Die Erträge aus dem Verkauf von Emissionsrechten in Höhe von 8,1 Mio. EUR waren um 2,1 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die Erträge aus Schadensabrechnung waren um 2,9 Mio. EUR geringer. Im Ergebnis 2010 war die Abwicklung des Flutschadens an unserem Standort Lengerich enthalten. Der Materialaufwand stieg um 8,0 Mio. EUR oder 5,9 % auf 142,4 Mio. EUR. Die Mahlleistung war analog zu Absatz und Klinkerproduktion mit 3.798 Kt über Vorjahresniveau (3.293 Kt). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Produktionsleistung, aus 4,2 Mio. EUR höheren Kosten für Zusätze und aus um 3,9 Mio. EUR höheren Brennstoffkosten. Bei den Zusätzen wirkte vor allem der Mehrverbrauch von Hüttensand bei Preisen auf Vorjahresniveau kostenerhöhend. Dem Preisanstieg für Brennstoffe von rund 8 % konnte durch eine weitere Steigerung der Wärmedeckung durch Sekundärbrennstoffe in der Klinkerproduktion positiv entgegengewirkt werden. In 2011 wurde ein Anteil von 52,3 % gegenüber 50,6 % im Jahr 2010 realisiert. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand bezogen auf die bereinigte Gesamtleistung) beträgt 46,3 % gegenüber 48,7 % im Vorjahr. Der Personalaufwand betrug 70,1 Mio. EUR, damit 4,3 Mio. EUR bzw. 6,6 % mehr als im Vorjahr. Wesentliche Ursache waren die durch Tarifsteigerungen höhere Entgeltzahlung sowie gestiegene Aufwendungen für die Altersversorgung. Zum Jahresende 2011 war die Belegschaft inkl. Auszubildende mit 967 Mitarbeitern nahezu unverändert (2010: 964 Mitarbeiter). Die Abweichung ergibt sich aus 57 Abgängen und 60 Zugängen. Gemessen an Kündigungen durch Mitarbeiter ergab sich eine Fluktuation von 0,8 % (2010: 0,9 %). Der sonstige betriebliche Aufwand reduzierte sich um 10,4 Mio. EUR oder 9,0 % auf 104,3 Mio. EUR. Die Kosten für Fremdleistungen lagen im Wesentlichen durch geringere Fremdleistungen im Rahmen unserer Investitionsprojekte in Osteuropa um 18,7 Mio. EUR unter Vorjahr. Durch den Mehrversand sind die Frachtaufwendungen um 5,5 Mio. EUR gestiegen, die Kosten für fremde Instandhaltungsleistungen sind um 2,3 Mio. EUR höher. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit über dem VorjahrDas EBITDA 2011 (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen sowie Beteiligungs- und Zinsergebnis) beträgt 27,5 Mio. EUR und liegt um 7,9 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge (EBITDA bezogen auf die Umsatzerlöse) beträgt 8,9 % gegenüber 7,1 % im Vorjahr. Die Abschreibungen waren im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Mio. EUR höher und betrugen 24,9 Mio. EUR. Im Ergebnis 2011 sind Abwertungen auf unfertige Erzeugnisse im Rahmen der Investitionsprojekte in Osteuropa in Höhe von 8,2 Mio. EUR enthalten. Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist ein Rückgang um 2,3 Mio. EUR auf 16,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Das EBIT 2011 (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Beteiligungs- und Zinsergebnis) beträgt 2,6 Mio. EUR und liegt um 2,0 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die EBIT-Marge (EBIT bezogen auf die Umsatzerlöse) beträgt 0,8 % gegenüber 0,2 % im Vorjahr. Beteiligungsergebnis beeinflusst durch geringere Ergebnisse aus OsteuropaDas Beteiligungsergebnis 2011 betrug 79,7 Mio. EUR gegenüber 88,1 Mio. EUR in 2010. In 2011 sind ausschließlich Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und aus Beteiligungen enthalten, Verlustübernahmen gab es nicht. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses betrifft im Wesentlichen durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bedingte Dividendenrückgänge in Osteuropa von Dyckerhoff Polska Sp. z o.o., Cement Hranice a.s. und ZAPA beton a.s. Positiv wirkte der Ergebnisanstieg von unserer Tochtergesellschaft Deuna Zement GmbH im Inland. Das Zinsergebnis war mit 38,9 Mio. EUR negativ und somit um 2,8 Mio. EUR schlechter als im Vorjahr. Das Vorjahresergebnis war positiv beeinflusst durch höhere Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3,7 Mio. EUR durch eine Neueinschätzung der Laufzeiten unserer Steinbrüche. Das negative außerordentliche Ergebnis in Höhe von 7,9 Mio. EUR resultiert aus der Anwendung der BilMoG-Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB und verbesserte sich um 4,5 Mio. EUR. In 2010 waren zusätzlich Aufwendungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR aus der Übernahme der Anteile an der sibo-Gruppe enthalten. Das Steuerergebnis war mit 0,6 Mio. EUR negativ und somit um 21,5 Mio. EUR schlechter als im Vorjahr. Das Ergebnis 2010 war positiv beeinflusst durch eine mit dem Jahressteuergesetz 2010 geänderte Berechnung des Körperschaftsteuerguthabens. Insgesamt beläuft sich der Jahresüberschuss auf 35,0 Mio. EUR gegenüber einem Jahresüberschuss von 61,1 Mio. EUR im Vorjahr. Hauptursache für den Rückgang waren im Wesentlichen das geringere Beteiligungsergebnis und der Entfall des Sondereffektes im Steuerergebnis. DividendenvorschlagDer Vorstand der Dyckerhoff AG schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der Dyckerhoff AG eine Dividendensumme von 33.012 TEUR entsprechend 0,80 EUR je Aktie auszuschütten. VermögenslageDie Bilanzsumme ist um 189,2 Mio. EUR auf 2.543 Mio. EUR gestiegen. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens an der Bilanzsumme geht von 88,9 % auf 81,0 % zurück. Das Sachanlagevermögen reduzierte sich um 2,9 Mio. EUR auf 119,5 Mio. EUR. Zugängen von 13,2 Mio. EUR standen Abschreibungen und Abgänge von 16,1 Mio. EUR gegenüber. Die Sachinvestitionen lagen auf Vorjahresniveau. Sie betrafen im Wesentlichen die Modernisierung unserer Werksstandorte. Schwerpunkt waren Investitionen in Anlagen zum verstärkten Einsatz von Sekundärbrennstoffen und technische Optimierungen zur Reduzierung der Herstellkosten. Die Wertberichtigungsquote der Sachanlagen hat sich von 89,1 % auf 89,5 % erhöht. Die Finanzanlagen erhöhten sich leicht um 1,1 Mio. EUR. Trotzdem sank der Anteil der Finanzanlagen an der Bilanzsumme auf nunmehr 73,4 %. Das Umlaufvermögen lag mit 553,8 Mio. EUR um 191,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Dabei steht einem Zugang der liquiden Mittel um 247,3 Mio. EUR ein Abbau der Vorräte um 41,2 Mio. EUR und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 14,4 Mio. EUR gegenüber. Der Rückgang der Vorräte resultiert neben dem Bestandsabbau von Klinker im Wesentlichen aus dem beschriebenen Verkauf von Anlagenteilen. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen durch eine Teilzahlung für die Ofenlinie 5 in Suchoi Log und dem Verkauf einer Forderung aus Körperschaftsteuerguthaben bedingt. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um den Jahresüberschuss (35,0 Mio. EUR) abzüglich der Vorjahresdividende (20,6 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 60,1 % auf 56,2 %. Die Rückstellungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR. Einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 10,0 Mio. EUR standen Rückgänge der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 10,2 Mio. EUR gegenüber. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung von Steuerrückstellungen und den daraus resultierenden Zinsen. FinanzlageDer Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verringerte sich von 84,6 % auf 78,2 %. Die Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital (Anlagendeckungsgrad i) stieg auf 71,8 % (2010: 71,0 %). Unter Einbeziehung langfristiger Rückstellungen und langfristiger Verbindlichkeiten (Anlagendeckungsgrad II) ergibt sich ein Rückgang auf 99,5 % (2010: 102,4 %). Der Anteil der langfristigen Finanzierung ist nach Abzug der vorgeschlagenen Dividendenausschüttung um 71,8 Mio. EUR von 8 5,7 % auf 7 6,5 % der Bilanzsumme zurückgegangen. Risiken aus der nicht vollständig fristengerechten Finanzierung bestehen aufgrund des erwarteten künftigen Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der vorhandenen offenen Kreditlinien nicht. Die Verbindlichkeiten lagen mit 873,9 Mio. EUR um 175,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Zugang erklärt sich überwiegend durch die Aufnahme neuer Schuldscheindarlehen zur rechtzeitigen Refinanzierung der Ende 2012 fälligen Mezzanine-Finanzierung. Die Liquidität 1. Grades (Verhältnis flüssige Mittel zu kurzfristigem Fremdkapital) liegt bei 43,0 % (2010: 2,9 %). Die Liquidität 2. Grades (Verhältnis der Summe aus flüssigen Mitteln, kurzfristigen Forderungen und sonstigen Wertpapieren zu kurzfristigem Fremdkapital) erhöhte sich ebenfalls und liegt bei 67,9 % (2010: 42,3 %). Cash Flow und Liquiditätsentwicklung
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit der Dyckerhoff AG war im Geschäftsjahr 2011 mit 137,0 Mio. EUR positiv. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr um 138,0 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der kurzfristigen Aktiva und Passiva. Aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit konnte der Mittelabfluss für die laufenden Investitionen in Sach- und Finanzanlagen (19,4 Mio. EUR) vollständig finanziert werden. Der überschüssige Free Cash Flow und der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit führen zu einer Erhöhung des Zahlungsmittelbestandes um 247,2 Mio. EUR auf 256,9 Mio. EUR. Zusammenfassende Beurteilung des GeschäftsverlaufsWir haben die im Vorjahr prognostizierten Absatzziele deutlich übertroffen. Bedingt durch die Mehrmengen lagen Umsatz und EBITDA trotz leichtem Rückgang der Nettoerlöse (Umsatz abzüglich Versendungsauslagen) über den Erwartungen. Die Kostenerhöhungen entwickelten sich überwiegend wie prognostiziert. Der Zahlungsmittelbestand hat sich deutlich erhöht. Aufgrund des hohen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der soliden Eigenkapitalquote wurde der Dividendenvorschlag pro Aktie angehoben. RatingUnsere Ratings lauten derzeit:
FinanzausstattungZiel unseres Finanzmanagements ist es, jederzeit unter Berücksichtigung der Finanzierungskosten über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllen zu können. Die Dyckerhoff AG begab am 17. November 2011 ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 100 Mio. EUR mit fünf Tranchen. Davon wurden 5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren, 22 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren und 20 Mio. EUR mit einer Laufzeit von sechs Jahren zu einem Festzinssatz begeben. Die beiden Tranchen mit einer variablen Verzinsung belaufen sich auf 45,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von drei Jahren und 7,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren. Am 29. Juli 2009 begab die Dyckerhoff AG ein Schuldscheindarlehen mit zwei Tranchen über insgesamt 175 Mio. EUR, das eine Laufzeit von vier Jahren hat. Hierbei wurden 37 Mio. EUR zu einem Festzinssatz und 138 Mio. EUR mit einer variablen Verzinsung ausgegeben. Zum 29. Juli 2011 wurde die Tranche mit variabler Verzinsung restrukturiert und der Nominalbetrag um 47 Mio. EUR erhöht. Von den nun insgesamt 185 Mio. EUR mit variabler Verzinsung sind nunmehr 50,5 Mio. EUR zum 29. Juli 2013 und 134,5 Mio. EUR zum 29. Juli 2015 fällig. Die 37 Mio. EUR mit einem Festzinssatz sind unverändert zum 29. Juli 2013 fällig. Zum 31. Dezember 2011 bestehen vier Tilgungsdarlehen, die einen Saldo von 20,3 Mio. EUR ausweisen und deren Kreditlaufzeit im Jahr 2018 endet. 2009 wurde ein Tilgungsdarlehen in Höhe von 20 Mio. EUR abgeschlossen, welches ab 2010 bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2014 in gleichen Jahresraten getilgt wird. Außerdem wurde 2011 ein Tilgungsdarlehen in Höhe von 10 Mio. EUR abgeschlossen, welches ab Juni 2013 bis zum Ende der Kreditlaufzeit im Jahr 2021 quartalsweise getilgt wird. 2010 strukturierten wir mit einem internationalen Bankenkonsortium unsere Kreditfazilität in Höhe von 150 Mio. EUR neu. Die Kreditfazilität ist befristet bis September 2015. Ergänzend wurde im Dezember 2010 eine weitere Kreditfazilität in Höhe von 40 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2013 abgeschlossen. Beide Kreditfazilitäten wurden bisher noch nicht in Anspruch genommen. Des Weiteren bestehen bilaterale Vereinbarungen mit Banken zur Bereitstellung von Kreditlinien in Höhe von 107 Mio. EUR. Die Gemeinschaft der Familie Dyckerhoff, als ehemalige Mehrheitsaktionäre der Dyckerhoff AG, stellte Dyckerhoff im Dezember 2002 ein nachrangiges Darlehen (Mezzanine-Finanzierung) in Höhe von rund 200 Mio. EUR zur Verfügung. Die vertragliche Ausgestaltung erfolgte in Form eines Schuldscheindarlehens mit einer Laufzeit bis 2012, einer laufenden Verzinsung in Höhe von 4,5 % p. a. sowie einer zusätzlichen Verzinsung in Höhe von 2,5 % p. a. ohne Zinseszins für jedes volle aufgelaufene Jahr auf den jeweils ausstehenden Darlehensbetrag, zahlbar am Laufzeitende. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte unter Abzug eines Disagios in Höhe von 1 %. Die Mezzanine-Finanzierung ist nachrangig und eine Rückzahlung konnte frühestens mit Wirkung ab Ende 2008 gefordert werden. Von diesem Recht machten einzelne Darlehensgeber Gebrauch. Das Nominalvolumen des ausstehenden Darlehensbetrags reduzierte sich im Jahr 2011 um ca. 0,1 Mio. EUR. Für die Rückzahlung des im Dezember 2012 fälligen Darlehensbetrags (inklusive zusätzlicher Verzinsung) in Höhe von insgesamt ca. 241 Mio. EUR stehen zum 31. Dezember 2011 ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Im Jahr 2000 legte die Dyckerhoff AG ein EURO-Commercial-Paper-Programm in Höhe von 500 Mio. EUR auf, das derzeit aufgrund der Liquiditätssituation nicht als Finanzierungsmöglichkeit genutzt wird. Die Dyckerhoff AG ist bis heute jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Auch für die Zukunft sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. Mitarbeiter"Zukunft Personal" - ein modernes Konzept der PersonalentwicklungUnser Projekt "Zukunft Personal" bildete auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt unserer Personalarbeit. Vor zwei Jahren gestartet, stellt es ein wichtiges Instrument zur Personalentwicklung bei Dyckerhoff dar. Ziel dabei war und ist es, die ineinandergreifenden Elemente der Personalarbeit Schritt für Schritt im Alltag aller Beteiligten zu verankern und mit Leben zu füllen. So fanden unter anderem erneut die Fachbereichsgespräche Personal statt, welche die Mitarbeiterjahresgespräche vorbereiten. Letztere sind ein zentraler Baustein unserer Personalentwicklung. Sie stellen die Weichen für die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter und sind Ausgangspunkt für Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus haben wir in einem Pilotprojekt ein Führungsfeedback durch die Mitarbeiter erprobt. Ab 2012 wird es als neues Instrument der Führungskräfteentwicklung unser Personalkonzept ergänzen. "Kampf der Routine" - Kampagne in Sachen ArbeitssicherheitGrundsätzlich werden bei uns alle Arbeitsunfälle ausgewertet. Aus den Analysen geht hervor, dass Unachtsamkeit und Nachlässigkeit die häufigsten Unfallursachen sind. Um dem zu begegnen, initiierte die Geschäftsleitung Deutschland / Westeuropa im Frühjahr 2011 die Kampagne "Kampf der Routine". Mitarbeiter auf allen Ebenen arbeiten gleichberechtigt an dieser Kampagne mit, die ganz auf Praxisnähe und Erlebbarkeit ausgerichtet ist. Vorträge und Schulungen vermitteln Fachwissen und zeigen Auswege aus der Routine. Für besonders praxisrelevante Themen gibt es spezielle Unterweisungen. Sie zeigen die Gefahrensituationen im täglichen Arbeitsleben auf. Praktische Vorführungen machen sie anschaulich und direkt erlebbar. Ziel der Maßnahmen ist es, Gefahren aufzuzeigen und Unfälle zu verhindern, die aus der täglichen Routine entstehen. Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung sind ein wichtiger Teil unseres Unternehmens, für den wir 2011 insgesamt 8,2 Mio. EUR (2010: 8,0 Mio. EUR) ausgaben. Auch zukünftig wird sich der Aufwand in dieser Größenordnung bewegen. Premiumzemente von Dyckerhoff sind gefragt für Anwendungen, die dem Stand der Technik entsprechen und die höchste Anforderungen an Belastbarkeit stellen. Unser Premiumzement Dyckerhoff Variodur ® etwa eignet sich für Bauteile, die dem Einfluss aggressiver Substanzen ausgesetzt sind. Dazu gehören Naturzugkühler, Abwasserrohre oder Biogasanlagen. 2011 testeten wir neue Anwendungsgebiete für die Premiumzemente Variodur ® und Nanodur ®. Tausalzbeständigkeit von ParkhausbödenIm Winter werden Parkhäuser besonders durch Tausalze von einfahrenden Autos strapaziert, Betonböden brauchen hier zusätzlich einen kostenintensiven Oberflächenschutz. Für diese Anwendung erproben wir den Einsatz unserer Variodur ®-Betone. Durch das dichte Gefüge des Betons soll eine zusätzliche Bodenbeschichtung überflüssig werden. Höhere Belastbarkeiten erleichtern AnwendungEin weiteres Anwendungsfeld für unsere Premiumzemente ist Dränbeton: ein Baustoff, der sich hervorragend für lärmmindernde Straßenbeläge eignet. Die Hohlräume sorgen für gute Entwässerung und bauen Schallemissionen effektiv ab. Durch den Einsatz unseres Premiumzements Variodur ® konnten wir die Eigenschaften von Dränbeton merklich verbessern. Er wurde fester und dauerhafter, seine Anwendung im Straßenbau dadurch deutlich optimiert. Einfache Herstellung von Ultrahochfestem Beton (UHPC)Auch unser patentiertes Bindemittel Nanodur ® verbessert die Herstellung von leistungsstarken Werkstoffen. Ein solcher, außergewöhnlich belastbarer Werkstoff ist Ultrahochfester Beton (UHPC). Hier sind die konventionellen Rezepturen material- und mischtechnisch sehr aufwändig. Mit Nanodur ® wird die Herstellung von UHPC einfacher und auch in herkömmlichen Betonmischanlagen möglich, mit einfacher Mischtechnik und konventionellen Rohstoffen. Nanodur ®-Beton zeichnet sich durch hervorragende Schwingungsdämpfung aus. Deshalb eignet er sich nicht nur für Bauwerke, sondern auch ausgezeichnet für Maschinenbetten und Werkzeuggestelle, die bisher aus Mineralguss und Stahl gefertigt wurden. UmweltRespekt gegenüber der Umwelt und unserem UmfeldDie Herstellung von Zement ist zwangsläufig mit Eingriffen in die Umwelt und Auswirkungen auf unser Umfeld verbunden. Unser Ziel ist es, diese Einflüsse möglichst gering zu halten. Nachhaltiger Umweltschutz hat bei uns deshalb als Unternehmensziel den gleichen Stellenwert wie Wirtschaftlichkeit und Produktqualität. Auch ist uns wichtig, mit gezielten Maßnahmen nachteilige Auswirkungen auf unser Umfeld so weit wie möglich zu vermeiden. Unsere wichtigsten Aktivitäten zielen dabei auf die Reduzierung von staub- und gasförmigen Luftverunreinigungen, von Lärm sowie von Erschütterungen, die z. B. durch den Betrieb von Maschinen und durch Sprengungen in Steinbrüchen entstehen. Ein weiteres Anliegen ist es für uns, stillgelegte Steinbrüche durch Renaturierung oder Rekultivierung wieder in die Landschaft einzugliedern. Reststoffe aus der Herstellung und Verwendung von Zement und Beton, wie z. B. Stäube, Altbeton und zementhaltiges Abwasser, sollen möglichst vollständig wieder verwendet werden. Einsatz von SekundärbrennstoffenWir sind bestrebt, fossile Energieträger wie Kohle, Gas oder Erdöl möglichst sparsam zu verwenden. Deshalb ersetzen wir sie verstärkt durch Sekundärbrennstoffe wie Altreifen, Fluff oder Lösemittel. Mit diesen Reststoffen aus anderen Prozessen reduzieren wir die Umweltbelastung, denn die Reststoffe werden im Drehofen vollständig verwertet und müssen nicht an anderer Stelle deponiert oder verbrannt werden. Für Umweltschutzmaßnahmen hat die Dyckerhoff AG im Jahr 2011 28,4 Mio. EUR ausgegeben. Davon entfielen 6,5 Mio. EUR auf Umwelt verbessernde Investitionen - entsprechend 48,7 % (2010: 40,0 %) unserer Sachinvestitionen. Die Aufwendungen für Umweltschutz der Dyckerhoff AG betrugen im abgelaufenen Jahr 21,9 Mio. EUR. Einführung eines extern zertifizierten EnergiemanagementsystemsVorstand und Geschäftsleitung haben die Arbeitsschutz- und Umweltpolitik unserer deutschen Zementwerke um Aufgaben zur Energieeinsparung erweitert und gemeinsam mit dem Betriebsrat neu verabschiedet. Um die Arbeitsschutz-, Umwelt- und Energiepolitik umzusetzen, wurden Verantwortliche benannt und mit allen hierfür erforderlichen Informationen sowie Ressourcen ausgestattet. Ein neues Energiemanagementsystem leistet dabei Unterstützung. An allen produzierenden Standorten ergänzt es das seit 2009 implementierte Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem gemäß den internationalen Normen DIN EN ISO 14011 und OHSAS 18001. Das Energiemanagementsystem greift auf vielen Ebenen. Zum Beispiel umfasst es die Erfassung von Kenngrößen und deren einheitliche Auswertung, die methodische Überprüfung der Anlagentechnik einschließlich aller Hilfsaggregate sowie den Vergleich mit innovativen, ggf. effizienteren Alternativen. Wichtiger Teil des Systems sind der Erfahrungsaustausch und die Dokumentation der Maßnahmen zur Energieeinsparung. Dies hilft dabei, den Austausch von Know-how zwischen verschiedenen Standorten zu erleichtern und praktische Erfahrungen einfacher zu übertragen und anzupassen. Durch jährlich wechselnde Schwerpunktthemen werden wir energieeffiziente Lösungen in allen Bereichen weiterentwickeln, auch außerhalb des Produktionsalltags. Sowohl interne als auch externe Auditierungen werden das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN 16001 / ISO 50001 jährlich überprüfen, Gleiches gilt für das Umweltmanagementsystem. Daraus ergeben sich Maßnahmen- und Terminpläne, mit deren Hilfe wir mögliche Verbesserungen konsequent umsetzen. BeschaffungDer größte Teil unserer Beschaffungskosten entfällt auf Brennstoffe und Strom, da die Zementproduktion sehr energieintensiv ist. 2011 stiegen die Öl- und Strompreise; zunächst aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung, dann noch stärker nach dem Erdbeben und Reaktorunglück in Japan. Ab Mitte des Jahres gingen die Preise wieder zurück, hauptsächlich wegen der Zuspitzung der Schuldenkrise und der unsicheren weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Primärbrennstoffe: Preise für Braunkohlenstaub stabil in 2011In den deutschen Werken setzen wir vor allem Braunkohlenstaub als Primärbrennstoff ein. Dieser Bezug ist längerfristig vertraglich geregelt, sodass er geringeren Preisschwankungen unterliegt. Sekundärbrennstoffe: Neue EinsparpotenzialeDie Märkte für Sekundärbrennstoffe profitierten auch 2011 weiter von der konjunkturell bedingt höheren Reststoffmenge. Bei den festen Ersatzbrennstoffen (Fluff) war 2011 in Deutschland ein Trend zu niedrigeren Heizwerten erkennbar. Heizwertreiche Folienfraktionen werden teilweise abgetrennt und zur Weiterverwertung nach Asien exportiert. Durch eine Mengenverschiebung zwischen unseren Standorten konnten wir die Transportkosten optimieren und damit auch die Kosten im Bereich der festen Ersatzbrennstoffe reduzieren. Eine neue Abfallrichtlinie in Deutschland trug dazu bei, dass immer mehr Granulierungsunternehmen Altreifen stofflich verwerten und diese somit der Verwendung im Drehofen nicht mehr zur Verfügung stehen. Durch den Einsatz weiterer Ersatzbrennstoffe, wie abgepresste Klärschlämme, Gummi- und Kunststoffgranulate, haben wir neue Möglichkeiten geschaffen, um die Kostensituation zu verbessern. Strom: Energiewende wirkt sich auf Kosten ausStrom stellt den weitaus größten Kostenanteil bei der Herstellung von Zement. Die Kurse für Bandlieferungen im Jahr 2012, die an der Strombörse EEX notiert werden, stiegen im Jahr 2011 zunächst von rund 53 EUR / MWh bis Anfang April auf rund 60 EUR/MWh an. Bis zum Jahresende gingen sie wieder auf rund 52 EUR / MWh zurück. Der steile Preisanstieg im Frühjahr war u. a. durch die Abschaltung von deutschen Kernkraftwerken bedingt, der Preisrückgang dann durch die nachlassende Stromnachfrage und den Preisverfall der CO 2 -Emissionszertifikate. Im Rahmen unserer längerfristig angelegten Preisstrategie kauften wir einzelne Tranchen für mehrere Jahre im Voraus. Dies reduziert das Risiko extremer Preissteigerungen. Andererseits können wir aber auch nicht vollständig von den niedrigsten Notierungen profitieren. Während die Strompreise in 2011 gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, erwarten wir für 2012 moderate Preiserhöhungen. Geschäft und RahmenbedingungenÜbernahmerechtliche Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Dyckerhoff AG betrug zum 31. Dezember 2011 weiterhin 105.640 TEUR und ist eingeteilt in 20.667.554 Stück nennbetragslose auf den Inhaber lautende Stammaktien (50,08 %) und 20.597.999 Stück nennbetragslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (49,92 %). Bei den Stammaktien gewährt jede Aktie eine Stimme. Die Vorzugsaktionäre erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Gewinn nach Maßgabe der Satzung vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,13 EUR je Stück Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteils von 0,13 EUR je Stück Stammaktie erhalten sie von einem weiteren zur Ausschüttung gelangenden Gewinn in gleicher Weise wie die Stammaktien einen dem Verhältnis des auf die Aktien entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals entsprechenden Anteil. Gelangt in einem Geschäftsjahr der Vorzugsgewinnanteil von 0,13 EUR je Stück Vorzugsaktie nicht zur Ausschüttung, so ist der Fehlbetrag ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn nachfolgender Geschäftsjahre vorweg auszuzahlen; hierbei sind zuerst die ältesten Rückstände nachzuzahlen; erst nach Ausgleich sämtlicher Rückstände ist der Vorzugsgewinnanteil für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuschütten. Beschränkungen von Stimmrechten und AktienübertragungenBeschränkungen, die Stimmrechte der Stammaktien oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor. Vereinbarungen zwischen Aktionären, aus denen sich derartige Beschränkungen ergeben könnten, sind nicht bekannt. Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreitenEs besteht eine indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet. Sie ergibt sich wiederum aus zwei direkten Beteiligungen von mehr als 10 % der Stimmrechte: Die Fimedi S.p.A., Turin, Italien, hat uns am 7. Dezember 2006 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dyckerhoff AG, Wiesbaden, am 31. Januar 2005 die Schwellen von 5 %, 10 %, 25 %, 50 % und 75 % überschritten hat. Zum 31. Dezember 2011 beläuft sich der Stimmrechtsanteil der Fimedi S.p.A. auf 97,98 % (2010: 97,98 %). Die Stimmrechte sind der Fimedi S.p.A. über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG wie folgt zuzurechnen: Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, hält unmittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 73,79 %. Durch ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem Investimenti S.r.l., Casale Monferrato (AL), Italien, hält Buzzi Unicem S.p.A. weitere mehr als 10 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 24,19 %. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Buzzi Unicem S.p.A. ihren Anteilsbesitz an Vorzugsaktien leicht erhöht. Zum 31. Dezember 2011 hielt die Fimedi S.p.A. indirekt über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A. 97,98 % (2010: 97,98 %) der Stammaktien und 88,66 % (2010: 88,56 %) der Vorzugsaktien und damit 93,33 % (2009: 93,28 %) der Anteile am Grundkapital der Dyckerhoff AG. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht ausgegeben. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sindDerartige Stimmrechtskontrollen liegen nicht vor. Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederErnennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Dyckerhoff AG ergeben sich aus §§ 84 und 85 AktG und der Satzung der Dyckerhoff AG. Nach der Satzung besteht der Vorstand der Dyckerhoff AG aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Zahl der Vorstandsmitglieder und etwaiger stellvertretender Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung der Vorstandsmitglieder erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Abänderung und die Kündigung der Anstellungsverträge einem Aufsichtsratsausschuss übertragen. Bestimmungen über die Änderung der SatzungJede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Änderung wird mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam. Beschlüsse werden gemäß § 25 Abs. 1 der Satzung mit einfacher Stimmenmehrheit und - soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist - mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls nicht Gesetz oder Satzung etwas anderes vorschreiben. Somit wurde von der in § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, mit Ausnahme der Änderung des Unternehmensgegenstands eine geringere Kapitalmehrheit vorzusehen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen (§ 30 Satz 1 der Satzung). Er kann außerdem die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anpassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden (§ 30 Satz 2 der Satzung). Befugnisse des Vorstands zur AktienausgabeEine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen, besteht nicht. Befugnisse des Vorstands zum AktienrückkaufEine Ermächtigung des Vorstands zum Aktienrückkauf besteht nicht. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenDie Dyckerhoff AG strukturierte im Juli 2011 das aus zwei Tranchen bestehende Schuldscheindarlehen über insgesamt 175 Mio. EUR in einem Umfang von 134,5 Mio. EUR neu. Des Weiteren erhöhte sich das Nominalvolumen um 47 Mio. EUR auf nunmehr 222 Mio. EUR. Außerdem schloss die Dyckerhoff AG im November 2011 ein aus fünf Tranchen bestehendes neues Schuldscheindarlehen über 100 Mio. EUR. Die neuen wie auch die unverändert fortgeltenden Vertragsverhältnisse beinhalten für den Fall eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht für die Darlehensgeber, mit dem sie die vorzeitige Rückzahlung fordern können. Die im Rahmen der Restrukturierung einer langfristigen Kreditfazilität im Jahr 2010 geschlossenen Rahmenverträge über 150 Mio. EUR sowie über 40 Mio. EUR berechtigen die jeweilige Darlehensgeberin für den Fall eines Kontrollwechsels, auch infolge eines Übernahmeangebots, zur Kündigung des Vertragsverhältnisses. Bilaterale Vereinbarungen mit Banken, die zur Bereitstellung von kurzfristigen Kreditlinien geschlossen worden sind, enthalten gleichfalls entsprechende Kontrollwechsel-Klauseln. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEs gibt, wie im Vorjahr, keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Chancen- und RisikoberichtDas integrierte interne ÜberwachungssystemDer Vorstand der Dyckerhoff AG hat ein integriertes internes Überwachungssystem eingerichtet. Dieses umfasst das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das interne Revisionssystem. Das rechnungslegungs- bzw. konzernrechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, das Risikofrüherkennungssystem im Sinne des § 91 Abs. 2 AktG sowie das Compliance Management sind Bestandteil unseres integrierten internen Überwachungssystems. Das interne Kontrollsystem hinsichtlich der RechnungslegungDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist Bestandteil unseres internen Überwachungssystems und findet seinen Niederschlag insbesondere in einer klaren Verteilung von Verantwortlichkeiten, den eingerichteten Prozesskontrollen sowie in nachgelagerten Kontrolltätigkeiten. Bei den Prozesskontrollen handelt es sich sowohl um automatische, im SAP-System eingerichtete, als auch um manuelle Kontrollen, die durch Mitarbeiter durchgeführt werden, wie z. B. das Vier-Augen-Prinzip oder Abstimmungskontrollen. Die nachgelagerten Kontrolltätigkeiten betreffen im Wesentlichen die monatlichen Abweichungsanalysen durch das Controlling oder Prüfungen der Internen Revision. Die eingerichteten Kontrollen werden jährlich durch ein sogenanntes Self Assessment auf ihre Wirksamkeit geprüft. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine Datenbank, in der konzernweit sämtliche prozessrelevanten Kontrollen und das Ergebnis der Wirksamkeitsprüfungen hinterlegt sind. Die Ergebnisse des Self Assessment werden in Stichproben durch die Konzernrevision überprüft. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand regelmäßig über die Ausgestaltung und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems informiert. Das RisikomanagementsystemUnser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, um unverzüglich auf das jeweilige Einzelrisiko abgestimmte Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten und die bestehenden Risiken und die eingeleiteten Maßnahmen laufend zu überwachen. Zur laufenden Risikoüberwachung dient in erster Linie ein detailliertes Monatsreporting, das Gegenstand der regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Geschäftsleitungen ist. Daneben erfolgt jährlich eine systemgestützte Risikoinventur, in der die Risiken nach konzerneinheitlichen Risikokategorien dezentral erfasst und unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen bewertet werden. Bei kurzfristig auftretenden Risiken erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung. Die Risikoberichterstattung umfasst auch die zur Beseitigung oder Begrenzung der Risiken getroffenen Maßnahmen. Die Umsetzung der getroffenen Maßnahmen wird durch die jeweilige Geschäftsleitung und den Vorstand überwacht. Das interne RevisionssystemIm Berichtsjahr wurden das Risikomanagement und die Konzernrevision der Dyckerhoff AG unter Beibehaltung der für das Revisionssystem etablierten Berichtswege in einer neuen Abteilung "Governance, Risk und Compliance" (GRC) zusammengelegt, die im Vorstandsressort Business Services angesiedelt ist. Die Revisionsfunktion ist weisungs- und prozessunabhängig und hat ein uneingeschränktes Informationsrecht. Die Ausgestaltung der Revisionsfunktion ist an den maßgebenden berufsüblichen Standards der internen Revision ausgerichtet und wird in regelmäßigen Abständen durch externe Gutachter überprüft. Der Prüfungsplan der Konzernrevision ist grundsätzlich risikoorientiert und berücksichtigt die kontinuierliche Prüfung der Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Art und Umfang der Prüfungshandlungen und -ergebnisse werden einheitlich dokumentiert. Mittels eines etablierten Follow-up-Prozesses wird die Umsetzung eingeleiteter Maßnahmen überwacht. Berichterstattung an den AufsichtsratDer Vorstand der Dyckerhoff AG informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und aktuelle Risiken der Dyckerhoff AG und ihrer Tochterunternehmen. Der Finanzausschuss und das Plenum im Aufsichtsrat befassen sich mit dem integrierten internen Überwachungssystem. Die Angemessenheit des Risikofrüherkennungssystems wird jährlich gemäß § 317 Abs. 4 HGB vom Abschlussprüfer beurteilt. Chancen und RisikenMarktchancen und -risikenNach Überwindung der Wirtschaftskrise hatten die Volkswirtschaften aller Dyckerhoff Märkte im abgelaufenen Jahr ein Wachstum zu verzeichnen, auch wenn die Wachstumsgeschwindigkeit im Jahresverlauf zurückgegangen ist. Der Zementverbrauch in Deutschland nahm deutlich zu. Die insgesamt positive Entwicklung war nicht unerheblich auch durch gutes Wetter beeinflusst. In Deutschland erwartet der Branchenverband (VDZ) für das Jahr 2012 einen gleichbleibenden Zementverbrauch, daher sehen wir weiterhin ein Preisrisiko. Beschaffungschancen und -risikenCO 2 -Emissionsrechte wurden 2008 bis 2012 in Jahresscheiben ausgegeben. Da CO 2 -Emissionsrechte auch über die laufende Handelsperiode hinaus zwischen den Jahresscheiben verschoben werden können ("borrowing and banking"), gehen wir aufgrund unserer Produktionsplanungen derzeit davon aus, im Jahr 2012 keine Rechte am Markt zukaufen zu müssen. Ein Marktpreisrisiko für CO 2 -Emissionsrechte besteht daher für uns nicht. Für die kommende Handelsperiode ab dem Jahr 2013 erwarten wir jedoch eine Reduzierung der Allokation von CO 2 -Emissionsrechten in europa, woraus sich mittelfristig Herstellkostenrisiken für die Klinkerherstellung in unseren Werken ergeben. Gleichzeitig sehen wir durch den verstärkten Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen Chancen zur nachhaltigen Begrenzung der Herstellkosten und zur Entlastung der Umwelt. InvestitionsrisikenStrategische Investitionen in Sachanlagen werden im Konzern zentral durch die Dyckerhoff AG durchgeführt. Dies betrifft aktuell den geplanten Bau eines neuen Zementwerks in Russland und den Bau einer weiteren Ofenlinie in der Ukraine. Beide Projekte sind seit dem krisenbedingten Rückgang des russischen und ukrainischen Markts unterbrochen. Auch wenn diese Märkte sich zwischenzeitlich erholen, wurde ein Großteil der damals bezogenen Anlagenteile im abgelaufenen Jahr zur Reduzierung der Mittelbindung verkauft. Der Vorstand der Dyckerhoff AG hält an den Projekten jedoch weiterhin fest und plant die Fortsetzung, wenn die Marktlage dies in den jeweiligen Ländern unter Berücksichtigung der Finanzlage der Gruppe wirtschaftlich sinnvoll erscheinen lässt. Sollte sich die wirtschaftliche Situation in Russland und in der Ukraine jedoch nicht wie erwartet nachhaltig verbessern, besteht das Risiko, dass die unter den unfertigen Erzeugnissen bilanzierten Anlagenteile (24,7 Mio. EUR) und verbindlich bestellten Vermögenswerte (2,9 Mio. EUR) nur zu einem niedrigen Wert veräußert werden und dass Wertberichtigungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte notwendig werden können. Chancen und Risiken für die Produktion, Umwelt, Arbeitssicherheit und QualitätGrundsätzlich bestehen Risiken durch mögliche Produktionsausfälle in unseren Werken. Um längere Produktionsausfälle zu vermeiden, sorgen wir für geeignete Schutzmaßnahmen gegen Feuerschäden bzw. Sachschäden, für regelmäßige Beurteilungen der Bevorratung von strategischen Ersatzteilen und für ein effektives Instandhaltungsmanagement. Der verstärkte Einsatz von alternativen Brenn- und Rohstoffen hilft uns, Kostensteigerungen entgegenzuwirken. Die damit einhergehende höhere Komplexität des Produktionsprozesses kann jedoch das Betriebsausfallrisiko erhöhen. Darüber hinaus ergeben sich hieraus zusätzliche Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsrisiken in der Produktion, denen wir durch regelmäßige Anpassung und Optimierung unserer Managementsysteme im Bereich Qualität, Arbeitssicherheit und Umwelt begegnen. Diese Systeme dienen der Sicherstellung der höchstmöglichen Qualität unserer Prozesse und Produkte, dem Umweltschutz und dem Schutz der Arbeitnehmer in unseren Werken. Die drei Managementsysteme werden jährlich durch interne und externe Auditoren überprüft. Chancen und Risiken aus dem PersonalbereichDie Wahrnehmung von Chancen sowie der Erfolg unseres Unternehmens hängen wesentlich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter ab. Die zentrale Auswahl und Entwicklung von Führungskräften dient auch der Reduzierung des Risikos aus dem Verlust von Schlüsselpersonen und der Erschließung von Führungspotenzialen. Finanzwirtschaftliche RisikenFinanzielle Risiken bestehen für die Dyckerhoff AG bei Ausfallrisiken im Finanzanlagen- und Forderungsbereich sowie bei Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken; im Rahmen der Finanzierung wurden keine sogenannten "financial covenants" vereinbart. Das Kreditausfallrisiko ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms mit einer Vielzahl von Einzelkunden in den unterschiedlichen Regionen begrenzt und wird zudem durch eine laufende Bonitätsbeurteilung unserer Vertragspartner im Rahmen unseres Kreditmanagements überwacht. Die Überwachung der Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken ist Aufgabe der zentralen Finanzabteilung der Dyckerhoff AG. Derivative Finanzinstrumente werden im Einzelfall als Micro Hedge ausschließlich zur Absicherung der aus der operativen Tätigkeit, aus Finanztransaktionen und der aus prognostizierten Cash Flows resultierenden Risiken eingesetzt. Sie werden weder zu Handelszwecken noch aus spekulativen Gründen gehalten und begeben. Das Kontrahentenrisiko wird reduziert, indem derivative Finanzinstrumente nur mit erstklassigen Kreditinstituten abgeschlossen werden. Das Risiko von Zinszahlungsschwankungen bei den variablen verzinslichen Verbindlichkeiten aus einzelnen Tranchen der Schuldscheindarlehen ist teilweise durch den Abschluss von Zinsswaps begrenzt. Bei den festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten bestehen Zinsänderungsrisiken hinsichtlich des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten. Dieses Risiko wird in der Regel nicht abgesichert. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bewertung der Kreditwürdigkeit von Dyckerhoff Ende September 2011 von BBB- / A-3 auf BB+ / B (non-investment grade) gesenkt. Das von Moody's im November 2011 bestätigte Investment Grade Rating Baa2/ P-2 ist mit einem negativen Ausblick versehen. Auf die Finanzierungsfähigkeit der Dyckerhoff AG hat das geänderte Rating keine wesentliche Auswirkung, es führt aber zu leicht erhöhten Finanzierungskosten. Die Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte der Dyckerhoff AG kann durch anhaltende Ergebnisrückgänge bei den Beteiligungen oder durch spezifische Länderrisiken gefährdet sein und wird daher regelmäßig überprüft. Dem Liquiditätsrisiko und der nicht fristenkongruenten Finanzierung wurde durch den Abschluss von Rahmenkreditfazilitäten und bilateralen Vereinbarungen mit Banken zur Bereitstellung von Kreditlinien begegnet. Risiken aus Verstößen gegen Rechtsvorschriften und schwebenden RechtsverfahrenVerstöße gegen Rechtsvorschriften und insbesondere gegen Wettbewerbsgesetze stellen ein wesentliches Risiko für Dyckerhoff dar. Der Hauptaktionär der Dyckerhoff AG, Buzzi Unicem S.p.A., hat im Dezember 2010 eine Benachrichtigung über die Einleitung eines Kartellverfahrens durch die europäische Kommission erhalten. Die Kommission untersucht, ob es wettbewerbswidrige Verhaltensweisen in Bezug auf Zement und verwandte Produkte gegeben hat und hat in diesem Zusammenhang im Geschäftsjahr 2011 qualifizierte Auskunftsverlangen erlassen. Die Untersuchung betrifft auch die Dyckerhoff AG, die CIMALUX S.A. und die Cement Hranice a.s. Dyckerhoff hat keine Anhaltspunkte, die die Vermutung der Kommission stützen, und erwartet nach derzeitigem Stand aus dem Verfahren keine Belastungen. Über die Sammelschadenersatzklage ("Cartel Damage Claim") von Zementkunden aus dem Kartellverfahren in Deutschland gegen die verschiedenen Zementunternehmen, unter anderem gegen die Dyckerhoff AG, ist noch nicht entschieden. Das Verfahren soll im März 2012 aufgenommen werden. Für das Risiko einer möglichen Schadenersatzzahlung wurde bilanzielle Vorsorge getroffen. Dennoch sieht Dyckerhoff unverändert Chancen, die bilanzielle Vorsorge nicht ausschöpfen zu müssen. Zur Vermeidung von Verstößen gegen rechtliche Vorschriften oder vertragliche Verpflichtungen werden in der Dyckerhoff AG sogenannte Compliance Instrumente genutzt, wie beispielsweise ein Kartellrechtskodex, Schulungen, Prozesskontrollen oder die im Vorjahr eingeführte und regelmäßig durch externe Rechtsanwälte geprüfte Datenbank zur Dokumentation von Wettbewerberkontakten bestimmter Mitarbeiter. SteuerrisikenGrundsätzlich besteht bedingt durch die Dynamik im Steuerrecht ein Risiko aus der Auslegung und Anwendung von steuerlichen Vorschriften. Die Dyckerhoff AG und ihre Organgesellschaften unterliegen durchgehenden Betriebsprüfungen. Aus der Betriebsprüfung für die Jahre ab 1997 resultiert ein Klageverfahren bezüglich der Anerkennung von Verlustvorträgen aus Tochtergesellschaften, die im Jahr 1997 auf die Dyckerhoff AG verschmolzen wurden. Für die Risiken aus diesem Verfahren wurden in vollem Umfang Rückstellungen gebildet. Auch hier sehen wir Chancen, die bilanzielle Vorsorge nicht ausschöpfen zu müssen. Risiken für die FinanzberichterstattungUnter Berücksichtigung der in unserem integrierten internen Überwachungssystem erfassten Maßnahmen und Kontrollen sehen wir keine wesentlichen Risiken einer nicht zutreffenden Finanzberichterstattung der Dyckerhoff AG. Weitere ChancenWir sehen Entwicklungsmöglichkeiten für das Unternehmen in der Erschließung neuer Märkte für Produkte mit variablen Zumahlstoffgehalten, um hierdurch Herstellkosten zu reduzieren. Durch Senkung des Klinkerfaktors im Zement können CO 2 -Emissionsrechte eingespart werden. Durch den Einsatz moderner Mess- und Regeltechnik wird laufend unsere Produktion für eine optimale Auslastung und Steigerung der Produktqualität verbessert. Durch eine positive Entwicklung, insbesondere bei unseren Tochtergesellschaften in Osteuropa, können sich unsere Beteiligungsergebnisse steigern. Bewertung der RisikosituationNach Überprüfung der Risikolage liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. VergütungsberichtVergütungsgrundsätzeFür die Festlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist nach entsprechender Vorbereitung durch den Vorstandsausschuss des Aufsichtsrats das Plenum zuständig. Die individuelle Vergütung orientiert sich an den Aufgaben und persönlichen Leistungen der einzelnen Vorstandsmitglieder, an der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsaussichten des Unternehmens, an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütungen vergleichbarer Unternehmen sowie an den Üblichkeiten der Vergütungen im Unternehmen. Die Gesamtvergütung des Vorstands besteht aus festen und variablen Bestandteilen, Pensionszusagen und den Nebenleistungen. Die Vergütung des Vorstands wird in regelmäßigen Abständen überprüft: Für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John fand sie am 10. Dezember 2010 statt. Für Herrn Wolfgang Bauer fand sie am 1. September 2011 im Zusammenhang mit seiner Wiederbestellung statt. Für Herrn Michele Buzzi entfällt seit dem Geschäftsjahr 2006 die variable Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2011 setzt sich die variable Vergütung für die Herren Dr. Fink ab dem 1. März und Dr. John ab dem 1 . Juni aus einer mehrjährigen Ergebniskomponente (Bonus I) und langfristigen Nachhaltigkeitszielen (Bonus II) zusammen. Die mehrjährige Ergebniskomponente bemisst sich am durchschnittlichen EBIT mehrerer Geschäftsjahre; sie ist unterlegt mit einem Mindestergebnis und wird erst bei seiner Überschreitung wirksam. Zusätzlich wurde ein Maximum festgelegt, das nicht überschritten werden kann. Die langfristigen Nachhaltigkeitsziele bestehen aus für das Zementgeschäft wichtigen Steuerungsgrößen: Klinkerfaktor (Anteil Klinker je Tonne Zement), Sekundärbrennstoffeinsatzrate (Anteil Sekundärbrennstoffe am Gesamtbrennstoffverbrauch), Unfallrate und Anti-Trust-Prävention. Die sich daraus ergebenden variablen Vergütungen sind auf 10 TEUR je Nachhaltigkeitsziel und insgesamt 40 TEUR begrenzt. Sie werden jährlich einem Bonuskonto gutgeschrieben. Über den gutgeschriebenen Betrag kann das Vorstandsmitglied jeweils zwei Jahre nach dem Datum der Gutschrift verfügen. Der Aufsichtsrat entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Höhe der Gutschrift. Für Herrn Wolfgang Bauer gilt ab dem Zeitraum seiner Wiederbestellung im März 2012 ein entsprechendes Vergütungsmodell ohne Festlegung eines Mindestergebnisses. Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011Die feste Vergütung wird in zwölf gleichen Monatsbeträgen ausgezahlt. Sie umfasst zusätzlich Nebenleistungen wie die Überlassung eines Dienstwagens auch für die private Nutzung in Höhe der nach den steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Sachbezüge. Diese Sachbezüge stehen grundsätzlich allen Mitgliedern des Vorstands in gleicher Weise zu; die Höhe variiert im Hinblick auf die unterschiedliche persönliche Situation. Die Sachbezüge sind von den Mitgliedern des Vorstands zu versteuern. Ferner sind die Zuschüsse zur Rentenversicherung (nur für Wolfgang Bauer, Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John) und die Beiträge zur freiwilligen Unfallversicherung in der Berufsgenossenschaft enthalten. Die Tantieme für das Geschäftsjahr 2011 für die Herren Dr. Fink und Dr. John errechnet sich ab 1. März bzw. ab 1. Juni 2011 zunächst aus dem oben beschriebenen Bonus I; über die Höhe des gutzuschreibenden Bonus II wird das Plenum des Aufsichtsrats in der Bilanzsitzung beschließen. Für den vorhergehenden Zeitraum bemisst sich die Tantieme nach dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2011 in Relation zum EBIT des Geschäftsjahres 2007; sie ist mit einem Mindestwert bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr unterlegt (Dr. Stefan Fink 125 TEUR, Dr. Stefan John 100 TEUR). Für Herrn Wolfgang Bauer errechnet sich die Tantieme nach dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2011 (Referenzwert ist der entsprechende Wert des Geschäftsjahres 2007) und ist mit einem Mindestwert von 300 TEUR unterlegt. Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertorientierte Anreizsysteme bestehen nicht. In der nachfolgenden Tabelle wird in individualisierter Form die Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 aufgeführt; für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John enthält die ausgewiesene Tantieme noch nicht den Bonus II für das Geschäftsjahr 2011, da dieser noch nicht durch den Aufsichtsrat festgelegt wurde. Hierzu verweisen wir auf den Bericht des Aufsichtsrats im Geschäftsbericht der Dyckerhoff AG. Die Vorjahreszahlen werden jeweils zum Vergleich dargestellt.
Wolfgang Bauer, Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John haben eine dienstvertragliche Pensionszusage erhalten, auf deren Basis im Pensionsfall der Anspruch auf Ruhegeld besteht. Der Pensionsfall ist gegeben, wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet; tritt vor Vollendung des 65. Lebensjahres entweder dauerhafte Dienstunfähigkeit ein oder wird der Dienstvertrag seitens der Dyckerhoff AG vorzeitig beendet bzw. nicht verlängert, besteht ab dem Folgemonat ein Anspruch auf Ruhegeld. Die Pensionszusagen der Vorstände entsprechen rechtlich denen der Mitarbeiter der Dyckerhoff AG mit der Ausnahme, dass die Unverfallbarkeit der Zusage sofort gegeben ist, es sei denn, das Ausscheiden ist vorsätzlich verschuldet. Das Ruhegeld errechnet sich für die Herren Dr. Stefan Fink und Dr. Stefan John aus den zuletzt erhaltenen festen Bezügen; für Herrn Wolfgang Bauer sind die zuletzt erhaltenen festen Bezüge mit einem Mindestbetrag von 900.000 EUR unterlegt. Das Ruhegeld setzt sich zusammen aus einem festen Sockelprozentsatz sowie einem individuellen Steigerungsprozentsatz für jedes volle Vorstandsdienstjahr. Der Anspruch auf Ruhegeld ist auf 50 % der zuletzt erhaltenen festen Bezüge bzw. des Mindestbetrages begrenzt. Zum Bilanzstichtag 2011 betrug der Anspruch auf Ruhegeld für Dr. Stefan Fink 27,88 % (2010: 26,04 %) und für Dr. Stefan John 20,25 % (2010: 18,50 %) der zuletzt erhaltenen festen Bezüge; für Wolfgang Bauer betrug der Anspruch auf Ruhegeld 31,83 % (2010: 30,30 %) des Mindestbetrages in Höhe von 900.000 EUR. Nach Eintritt des Pensionsfalls wird das Ruhegeld regelmäßig angepasst. Die Anpassung orientiert sich an der allgemeinen Entgeltentwicklung der Branche. Nach dem Ableben des Ruhegeldberechtigten erhalten die Hinterbliebenen ein anteilig gestaffeltes Ruhegeld als Witwen- bzw. Waisengeld. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung betrug unter Berücksichtigung des im Jahr 2011 amortisierten Teils des Umstellungsbetrages aus der Umstellung auf BilMoG insgesamt 903 TEUR (2010: 901 TEUR). Davon entfielen 215 TEUR (2010: 499 TEUR) auf den Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Bauer, 457 TEUR (2010: 265 TEUR) auf Dr. Stefan Fink und 231 TEUR (2010: 137 TEUR) auf Dr. Stefan John. Der Barwert der Pensionsverpflichtung beträgt 5.516 TEUR (2010: 4.948 TEUR); davon entfallen 2.846 TEUR (2010: 2.780 TEUR) auf Wolfgang Bauer, 1.779 TEUR (2010: 1.469 TEUR) auf Dr. Stefan Fink und 891 TEUR (2010: 699 TEUR) auf Dr. Stefan John. Die Abfindungsansprüche des Vorstandsvorsitzenden der Dyckerhoff AG sind für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses begrenzt auf eine Entschädigung in Höhe der Summe der bis zum ordentlichen Vertragsende ausstehenden Gesamtvergütung, jedoch maximal der Gesamtvergütung für zwei Kalenderjahre. Seine derzeitige Bestellung endet am 28. Februar 2015. Abfindungsansprüche im Zusammenhang mit einem sogenannten "Change of Control" sind den einzelnen Vorständen nicht eingeräumt worden. Allerdings steht dem Vorsitzenden des Vorstands der Dyckerhoff AG, für den Fall von Maßnahmen des Großaktionärs Buzzi Unicem S.p.A., die eine eigenverantwortliche Leitung der Gesellschaft durch den Vorstand nicht mehr gewährleisten und ihm keine adäquate Position zu den bisherigen Bedingungen eingeräumt wird, ein Kündigungsrecht zu. Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betrugen im Jahr 2011 2.396 TEUR (2010: 2.465 TEUR). Für Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind 24.126 TEUR zurückgestellt (2010: 23.172 TEUR). Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 12. Mai 2004 auf eine ausschließlich feste Vergütung umgestellt. Die Aufsichtsratsvergütung ist in § 17 der Satzung der Dyckerhoff AG niedergelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält demgemäß eine feste Vergütung (Grundvergütung) von 40 TEUR. In der Hauptversammlung am 10. Mai 2011 wurde die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats von dem Dreifachen der Grundvergütung auf das Zweieinhalbfache reduziert. Ebenso wurde die Vergütung der Stellvertreter des Vorsitzenden vom Zweifachen auf das Anderthalbfache der Grundvergütung verringert. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied, das Mitglied eines Aufsichtsratsausschusses ist, ein weiteres Viertel der normalen Vergütung; jeder Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses erhält stattdessen eine weitere Hälfte. Dies gilt nicht für den Vorsitzenden des Vorstandsausschusses. Die Mitglieder des Vorstandsausschusses erhalten das weitere Viertel der normalen Vergütung nur dann, wenn sie nicht bereits aus anderen Gründen eine erhöhte Aufsichtsratsvergütung beziehen. In seiner Sitzung am 16. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat beschlossen, seine Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2011 individuell zu veröffentlichen. Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2010 560 TEUR. Darin enthalten ist die Vergütung für die Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse, die im Jahr 2010 unverändert 40 TEUR ausmachte. AktienbesitzMitteilungspflichtiger Aktienbesitz gemäß Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag zum 31. Dezember 2011 nicht vor. PrognoseberichtNur leichtes Wirtschaftswachstum bei stagnierendem ZementverbrauchDie deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2012 voraussichtlich nur leicht wachsen - das ifo Institut für Wirtschaftsforschung geht von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % aus. Die Zunahme bei den Bauinvestitionen wird in 2012 bei knapp 1,5 % liegen, in 2013 werden 2,0 % erwartet. Der deutsche Zementverbrauch wird laut Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) stagnieren. Für die Dyckerhoff AG erwarten wir in 2012 einen Anstieg der Nettoerlöse (Umsatz abzüglich Versendungsauslagen) um rund 5 % bei gegenüber dem Vorjahr verminderten Absatzmengen. Im Jahr 2011 wurde durch die günstigen Witterungsverhältnisse im Frühjahr sowie durch einen Nachholeffekt aus dem strengen Winter 2010 ein Mehrabsatz realisiert, der in 2012 so nicht wieder erwartet wird. Dadurch liegt der für 2012 erwartete Umsatz geringfügig unter dem Vorjahr. In den Folgejahren ab 2013 rechnen wir mit einem gleichbleibenden Zementabsatz und leicht ansteigenden Nettoerlösen und somit auch weiter steigenden Umsatzerlösen. Ziel ist es, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und den Einsatz von Sekundärbrennstoffen in unseren Zementwerken weiter zu erhöhen. In den Werken Göllheim und Lengerich sind Investitionen in Sekundärbrennstofflager und Dosierung vorgesehen. Durch stetige Optimierung unserer Produktionsanlagen und des Produktportfolios werden Einsparpotenziale genutzt. In 2012 werden wir die Zusammenarbeit unserer Produktionswerke weiter optimieren, um flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können. Aufgrund des optimierten Produktportfolios gehen wir davon aus, dass wir keine CO 2 -Rechte für die Produktion der geplanten Absatzmengen zukaufen müssen. Die für das Jahr 2012 geplanten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen von rund 20 Mio. EUR und die geplante Dividendenausschüttung sollen aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus bestehenden Kreditlinien finanziert werden. Eine Darlehensaufnahme in nennenswertem Umfang ist nicht vorgesehen. Durch die Fortsetzung des langfristig angelegten Kostenmanagements bei Wartung und Instandhaltung sowie permanenter Optimierung unserer Geschäftsprozesse wird eine weitere Senkung dieser Kosten angestrebt. Unsere internen, auch der Ergebnissicherung dienenden Instrumente wie Qualitäts-, Energie- und Umweltaudit werden weiter ausgebaut und intensiv angewandt werden. Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gelten unter anderem der weiteren Ausfüllung von Marktnischen und Bindemitteln für spezielle Anwendungen. Wir erwarten in den Jahren 2012 und 2013 einen leichten Anstieg der Herstellkosten in Deutschland, der durch Erlösverbesserungen ausgeglichen werden kann. Die Kostensteigerungen betreffen im Wesentlichen den Personalaufwand durch Tarifsteigerungen; ebenfalls erwarten wir einen moderaten Preisanstieg für Energien. Durch den prognostizierten Umsatzrückgang wird das EBITDA 2012 voraussichtlich unter dem des Jahres 2011 liegen. Für das Jahr 2013 gehen wir von einem gleichbleibenden oder leicht höheren EBITDA aus. Das Beteiligungsergebnis ist durch die positive Entwicklung in Osteuropa geprägt. Auf Basis der geplanten Dividendenausschüttungen erwarten wir für das Jahr 2012 ein Beteiligungsergebnis, das über dem des Jahres 2011 liegt. Für 2012 und 2013 erwarten wir eine weitere Erholung der osteuropäischen Märkte und demzufolge eine Verbesserung des Beteiligungsergebnisses im Jahr 2013. Durch den erwarteten Anstieg des Beteiligungsergebnisses gehen wir für die Jahre 2012 und 2013 von einem Jahresüberschuss über dem Niveau des Jahres 2011 aus. Eine Änderung der Dividendenstrategie ist vom Vorstand der Dyckerhoff AG nicht geplant. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode liegen nicht vor. Erklärung gemäß § 312 AktGDie Dyckerhoff AG steht seit dem 25. September 2001 in einem Abhängigkeitsverhältnis zu der Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato, Italien. Der Vorstand der Dyckerhoff AG hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft im Geschäftsjahr nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen."
Wiesbaden, den 28. Februar 2012 DER VORSTAND WOLFGANG BAUER MICHELE BUZZI DR. STEFAN FINK DR. STEFAN JOHN Jahresabschluss der Dyckerhoff AG für das Geschäftsjahr 2011Bilanz zum 31. Dezember 2011der Dyckerhoff AGAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2011der Dyckerhoff AG
Anhang zum Jahresabschluss 2011der Dyckerhoff AGErläuterungen zur Bilanz1. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss der Dyckerhoff AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Dabei umfassen die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingten Werteverzehr des Anlagevermögens. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden, soweit sie bis 2009 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen abgeschrieben. Bei Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode gehen wir auf die lineare Methode über, wenn sich hierbei höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Die Möglichkeit gemäß § 254 HGB a. F. zu Abschreibungen auf einen steuerrechtlich zulässigen niedrigeren Wert wurden bis 2009 voll genutzt. Diese Vermögensgegenstände werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB mit den bisherigen Wertansätzen unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften fortgeführt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres, des Vorjahres und auch künftiger Geschäftsjahre wird hierdurch nicht wesentlich belastet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und abnutzbare Sachanlagen mit Anschaffungsdatum nach dem 31.12.2009 werden linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden seit 2008 jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der auf betrieblichen Erfahrungswerten basierenden voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Einzelnen liegen den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zu Grunde: Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, sofern dieser voraussichtlich dauerhaft ist. Unverzinsliche Ausleihungen werden unter Anwendung eines laufzeitkongruenten Zinssatzes auf ihren Barwert abgezinst. Den Ausfallrisiken von Ausleihungen wird durch angemessene Abschreibungen Rechnung getragen. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Lifo-Methode. Dem Niederstwertprinzip wurde durch Wertberichtigungen wegen mangelnder Gängigkeit und durch Berücksichtigung von niedrigeren Beschaffungspreisen am Bilanzstichtag Rechnung getragen. Unentgeltlich erhaltene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten mit einem Erinnerungswert von 0 EUR in der Bilanz angesetzt. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Marktwert angesetzt. Dieser Wert bestimmt auch den Ansatz der Rückstellungen für die Verpflichtung zur Rückgabe von Emissionsrechten, soweit zum Bilanzstichtag Emissionsrechte zur Erfüllung der Rückgabeverpflichtungen zur Verfügung stehen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu durchschnittlichen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Lifo-Methode angesetzt. Die jahresdurchschnittlichen Herstellungskosten umfassen neben allen aktivierungspflichtigen Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingten Werteverzehr des Anlagevermögens. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Langfristige, unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Anwendung eines laufzeitkongruenten Zinssatzes auf ihren Barwert abgezinst. Den Ausfallrisiken ist durch angemessene Abschreibungen bzw. Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Disagien aus der Aufnahme von Darlehen werden unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt und durch planmäßige lineare jährliche Abschreibungen getilgt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag, Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zur ausschließlichen Erfüllung von Pensionsverpflichtungen stellte die Dyckerhoff AG auf Basis eines Treuhandvertrags dem BHF Pension Trust e. V., Frankfurt am Main, entsprechende Mittel zur Verfügung, für die der Treuhänder Spezialfondsanteile erwarb, die dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Contractual Trust Agreement). Die Bewertung des Spezialfonds erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet wird. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus arbeitnehmerfinanzierter Altersvorsorge (Deferred Compensation) wurde durch die Dyckerhoff AG eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, deren Ansprüche an die Mitarbeiter verpfändet sind. Bei leistungskongruent rückgedeckten Altersversorgungszusagen entspricht der Wert des Verpflichtungsumfangs dem Aktivwert der Versicherung. In den bei der Dyckerhoff AG vorliegenden Fällen handelt es sich um leistungskongruent rückgedeckte Verpflichtungen, da die Zahlungen aus der Rückdeckungsversicherung sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte deckungsgleich sind mit den Zahlungen an die Versorgungsberechtigten. Aufgrund des Saldierungsgebotes nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB kommt es in der Handelsbilanz zu einem Ausweis von 0 EUR. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G der Heubeck AG, Köln, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und einem Rententrend von 2,0 % aus. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß von 5,1 % handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wurde durch die Dyckerhoff AG eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, deren Ansprüche an die Mitarbeiter verpfändet sind. Aufgrund des Saldierungsgebotes nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird der Aktivwert mit den entsprechenden Verpflichtungen in der Bilanz saldiert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit beinhalten für laufende Verträge den Erfüllungsrückstand und die Aufstockungsbeträge. Für Vorratsverträge und erwartete Altersteilzeitfälle beinhalten die Rückstellungen die Aufstockungsbeträge. Die Dyckerhoff AG ist für einen geschlossenen Kreis an Pensionären zur Übernahme von Teilen der Krankenversicherungsbeiträge verpflichtet. Die Gesamtverpflichtung wurde unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G der Heubeck AG, Köln, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Verwendung eines Zinsfußes von 5,1 % und eines Rententrends von 1,0 % p. a. bis 2,0 % p. a. ermittelt. Gemäß einer bestehenden Betriebsvereinbarung erhalten Mitarbeiter in Abhängigkeit von der geleisteten Dienstzeit Jubiläumszuwendungen. Die Gesamtverpflichtung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 5,1 % ermittelt. Für nicht mehr genutzte geleaste Immobilien wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe des Barwerts des zum Bilanzstichtags bestehenden Verpflichtungsüberhangs gebildet. Rückstellungen werden bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in der Regel mit den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichen durchschnittlichen laufzeitkongruenten Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf ihren Barwert abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, sofern dieser bei Aktivposten zu einem niedrigeren und bei Passivposten zu einem höheren Wertansatz führt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden nicht nur die Unterschiede aus eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organgesellschaften bzw. bei Personengesellschaften bestehen, an denen die Dyckerhoff AG beteiligt ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Dyckerhoff AG, der wie im Vorjahr 30,0 % beträgt. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt wie im Vorjahr 16,0 %. Im Geschäftsjahr ergab sich nach Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern insgesamt ein Überhang aktiver Steuerlatenzen, der unter Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wurde. 2. AnlagevermögenDie Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel auf Seite 48 dargestellt. 3. FinanzanlagenDie Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt auf Seite 50 und folgende. 4. VorräteAus der Anwendung des Lifo-Verfahrens ergaben sich folgende Beträge, um die die Buchwerte unter den letzten vor dem Bilanzstichtag bekannten Marktpreisen liegen: Unterschiedsbetrag nach Lifo
5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Konzernfinanzierungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben 69.500 TEUR (2010: 84.000 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Darlehensforderungen. Sie beinhalten auch Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 100 TEUR (2010: 17 TEUR) sowie Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von 1.562 TEUR (2010: 3.372 TEUR). Sämtliche Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und Ansprüche gegenüber Versicherungen aus der Abrechnung von Schadensfällen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 291 TEUR (2010: 16.323 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 6. RechnungsabgrenzungspostenUnter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Disagien für Darlehen in Höhe von 510 TEUR (2010: 753 TEUR) ausgewiesen. 7. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Dyckerhoff AG beträgt zum 31.12.2011 unverändert 105.640 TEUR und ist eingeteilt in 20.667.554 nennbetragslose Stammaktien und 20.597.999 nennbetragslose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. 8. KapitalrücklageBei den in der Kapitalrücklage ausgewiesenen Beträgen in Höhe von 293.684 TEUR handelt es sich um die Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag der Aktien hinaus erzielt wurden (Agio). Gemäß § 150 Abs. 2 AktG trägt die Kapitalrücklage mit einem Betrag von 10.083 TEUR zur Dotierung der gesetzlichen Rücklage bei. 9. GewinnrücklagenGewinnrücklagen
10. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beruhen auf Einzelzusagen und den geltenden Pensionsordnungen der Gesellschaft. Sie sind anhand von versicherungsmathematischen Gutachten nachgewiesen. Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Vermögenswerte aus dem Spezialfonds in Höhe von 24.785 TEUR (2010: 24.738 TEUR) und aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von 2.456 TEUR (2010: 2.050 TEUR) mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Angaben zur Verrechnung von Vermögensgegenständen und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Anschaffungskosten des Spezialfonds betragen 26.090 TEUR. Der Betrag der in der Bilanz in Anwendung der Übergangsvorschriften gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen beträgt am Bilanzstichtag 23.744 TEUR (2010: 31.659 TEUR). Die größten Posten unter den sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sowie Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von 28.996 TEUR (2010: 28.431 TEUR), Personalkosten in Höhe von 17.008 TEUR (2010: 16.279 TEUR), Zinsen für Steuernachzahlungen in Höhe von 10.961 TEUR (2010: 15.818 TEUR), Rückstellungen für Rekultivierung von Steinbruchgelände in Höhe von 9.706 TEUR (2010: 9.020 TEUR) und Drohverlustrückstellungen in Höhe von 8.323 TEUR (2010: 7.174 TEUR). Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Vermögenswerte aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.430 TEUR (2010: 1.479 TEUR) mit den entsprechenden Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in den sonstigen Rückstellungen verrechnet. 11. VerbindlichkeitenDer Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2002 von Mitgliedern der Gemeinschaft der Familienaktionäre der Dyckerhoff AG sowie von mit der Familie verbundenen Darlehensgebern ein Darlehen (Mezzanine-Finanzierung) zur Verfügung gestellt. Die vertragliche Ausgestaltung erfolgte in Form eines nachrangigen Schuldscheindarlehens mit einer Laufzeit bis 2012, einer laufenden Verzinsung in Höhe von 4,5 % p. a. sowie einer zusätzlichen Verzinsung in Höhe von 2,5 % p. a. ohne Zinseszins für jedes volle Jahr auf den jeweils ausstehenden Darlehensbetrag, zahlbar am Laufzeitende. Die Gläubiger haben ein vorzeitiges Kündigungsrecht zu jedem Jahresende. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen im Wesentlichen aus Konzernfinanzierungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten auch Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 1.237 TEUR (2010: 1.044 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerschulden in Höhe von 778 TEUR (2010: 1.261 TEUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit waren wie im Vorjahr nicht auszuweisen. Verbindlichkeiten
12. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Abschlussstichtag bestanden keine außerbilanziellen Geschäfte mit einem möglichen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Risiken einer möglichen Inanspruchnahme aus Bürgschaften werden aufgrund der Bonität der Hauptschuldner zum Bilanzstichtag als gering eingestuft. 13. FinanzderivateZur Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken erfolgt der Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermin- und Devisenswapgeschäften sowie von Zinsswapgeschäften. Zur Absicherung des Währungsrisikos und des Zinsänderungsrisikos wurden Währungsswap- und Devisentermingeschäfte im Nominalvolumen von 2.434 TEUR sowie Zinsswapgeschäfte mit einem Nominalvolumen von 205.000 TEUR abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Übernahmeverpflichtungen von Gesellschaftsanteilen in Höhe von 2.690 TEUR. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zum 31. Dezember 2011 bestehenden derivativen Finanzinstrumente: Finanzderivate
Die Bewertung unterjährig getätigter Devisentermingeschäfte, der Währungsswaps und der Zinsswapgeschäfte zum beizulegenden Zeitwert erfolgt im Hinblick auf die Zinskomponente durch die Diskontierung zukünftiger Cash Flows. Dabei wurden ausgehend von standardisierten Laufzeiten die Zinsdifferenzen der tatsächlichen Laufzeiten durch Interpolation ermittelt. Die Informationen zu den standardisierten Laufzeiten wurden dem handelsüblichen Marktinformationssystem Bloomberg entnommen. Die ermittelte Differenz zwischen der Zinskomponente zum vereinbarten Kontraktterminkurs und der Zinskomponente zum Stichtagskurs wird auf den Bilanzstichtag mit den entsprechenden Zinssätzen gemäß der Restlaufzeit abgezinst. Die Zeitwertberechnung der Währungskomponente erfolgt für das jeweilige Währungspaar durch den Vergleich des kontrahierten Kassakurses mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag (EZB-Referenzkurs). In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für drohende Verluste aus Finanzderivaten in Höhe von 4.368 TEUR (2010: 3.139 TEUR) enthalten. Die Übernahmeverpflichtung von Gesellschaftsanteilen betrifft die bedingte Verpflichtung, weitere Anteile an einem russischen verbundenen Unternehmen zu erwerben. Ein Marktwert ist für die jeweilige Übernahmeverpflichtung nicht ermittelbar, da die entsprechenden Eigenkapitaltitel nicht an einem organisierten Markt gehandelt werden. Ausgehend von den aktuellen Planungen und Annahmen über die künftige Entwicklung des Unternehmens wurde ein anteiliger Unternehmenswert auf Grundlage des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens unter Verwendung eines Diskontierungssatzes von 13,0 % und eines Wachstumsabschlags von 4,1 % ermittelt. Dieser deckt den Kaufpreis aus der Übernahmeverpflichtung der Gesellschaftsanteile. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung14. UmsatzerlöseUmsatzerlöse
15. Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 5.205 TEUR (2010: 7.439 TEUR) enthalten, davon 1.692 TEUR (2010: 2.700 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und 1.041 TEUR (2010: 286 TEUR) aus der Auflösung von Wertberichtigungen. Die sonstigen Erträge enthalten auch Erträge aus dem Verkauf von Maschinen und technischen Anlagen der aktuell unterbrochenen Investitionsprojekte in Russland und der Ukraine in Höhe von 36.608 TEUR. Unrealisierte Erträge aus der Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag sind nicht enthalten (2010: 140 TEUR). 16. MaterialaufwandMaterialaufwand
17. PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: Personalaufwand
Die Erträge aus der Erhöhung des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung sowie die Aufwendungen der korrespondierenden Rückstellung von jeweils 406 TEUR (2010: 529 TEUR) wurden im Personalaufwand saldiert. BeschäftigteIm Jahresdurchschnitt waren 507 (2010: 513) Angestellte und 380 (2010: 376) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. 18. AbschreibungenAbschreibungen
Aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurden auf Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 7 TEUR (2010: 91 TEUR) vorgenommen. 19. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten auch sonstige Steuern in Höhe von 857 TEUR (2010: 551 TEUR), davon betreffen 307 TEUR (2010: 0 TEUR) periodenfremde Steuern. Die übrigen periodenfremden Aufwendungen betragen 4.334 TEUR (2010: 882 TEUR). Unrealisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag sind nicht enthalten (2010: 43 TEUR). 20. Beteiligungs- und ZinsergebnisBeteiligungs- und Zinsergebnis
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge aus Steuererstattungen in Höhe von 330 TEUR (2010: 0 TEUR) sowie Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 369 TEUR (2010: 3.707 TEUR) enthalten. Im Zinsertrag ist auch der Ertrag aus der Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts des verrechneten Fondsvermögens in Höhe von 48 TEUR (2010: Zinsaufwand 932 TEUR) enthalten. Der Zinsaufwand aus den Pensionsrückstellungen ist im Zinsergebnis mit 11.249 TEUR (2010: 9.410 TEUR) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind periodenfremde Zinsaufwendungen aus Steuern in Höhe von 879 TEUR (2010: 5.453 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 13.194 TEUR (2010: 11.120 TEUR) enthalten. 21. Außerordentliches ErgebnisDie außerordentlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen im Zusammenhang mit der BilMoG-Übergangsregelung nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB für Pensionsrückstellungen unverändert zum Vorjahr in Höhe von 7.915 TEUR. Im Vorjahr waren darüber hinaus noch weitere Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Umstellung auf BilMoG sowie ein Realteilungsverlust enthalten. Das außerordentliche Ergebnis hatte auf den Steueraufwand der Periode keinen wesentlichen Einfluss. 22. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 556 TEUR (2010: Steuerertrag 20.964 TEUR) betrifft mit 786 TEUR (2010: 20.999 TEUR) periodenfremde Steuererträge. Latente Steuern sind aufgrund des Überhangs aktiver Steuerlatenzen nicht enthalten. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf Verlustvorträge ging die Dyckerhoff AG davon aus, dass diese für eine Verrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zur Verfügung stehen. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick der wesentlichen Posten, die der Ermittlung nicht bilanzierter aktiver und passiver latenter Steuern zugrunde lagen: Übersicht der latenten Steuern
23. Überleitung vom Jahresüberschuss zum BilanzgewinnDer im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss entspricht dem Bilanzgewinn. Sonstige Angaben24. Angaben zu Aufsichtsrat und VorstandDie Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands haben folgende Mandate inne: AufsichtsratDR. JUR JÜRGEN LOSE, Wiesbaden (bis 10. Mai 2011 Vorsitzender; danach Ehrenvorsitzender) ehem. Mitglied des Vorstands der Dyckerhoff AG Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenRC Lonestar Inc. GUNNAR GREMLIN, London, England (Vorsitzender ab 10. Mai 2011) Industrieberater Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenLeybold Optics GmbH (Vorsitzender) PSM International Holdings Ltd. (Vorsitzender) TitanX Holding AB (Vorsitzender) Nederman Holding AB RC Lonestar Inc. DR.-ING. ALESSANDRO BUZZI, Casale Monferrato, Italien (stellv. Vorsitzender) Chairman der Buzzi Unicem S.p.A. Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenMandate Buzzi Unicem Gruppe:Alamo Cement Co. (Vorsitzender) KLAUS-DIETER BECKER * , Lindlar (ab 10. Mai 2011; weiterer stellv. Vorsitzender) Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Dyckerhoff Beton GmbH & Co. KG / Laborant KARL-HEINZ HORSTKOTTE * , Lengerich (bis 10. Mai 2011; weiterer stellv. Vorsitzender) Personalreferent im Werk Lengerich der Dyckerhoff AG NORBERT BERDOLT * , Mainz (ab 10. Mai 2011) Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dyckerhoff AG KLAUS BUSSAU * , Wiesbaden (bis 10. Mai 2011) ehem. Vorsitzender des Betriebsrats der Hauptverwaltung der Dyckerhoff AG ENRICO BUZZI, Casale Monferrato, Italien Vice Chairman der Buzzi Unicem S.p.A. Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenMandate Buzzi Unicem Gruppe:Unical S.p.A. (Vorsitzender) Corporación Moctezuma S. A. de C. V. PIETRO BUZZI, Casale Monferrato, Italien Chief Executive Finance der Buzzi Unicem S.p.A. Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenBanco Popolare S.c.r.l. Mandate Buzzi Unicem Gruppe:Alamo Cement Co. Buzzi Unicem International S.à r.l. Buzzi Unicem Investimenti S.r.l. RC Lonestar Inc. Unical S.p.A.
* von den Mitarbeitern gewählt
GERT DYCKERHOFF, Seehausen am Staffelsee Gesellschafter und Beiratsvorsitzender der Unternehmensgruppe dy-pack Verpackungen Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenGütermann Holding SE Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenMandate dy-pack Gruppe:dy-pack Asia Sdn. Bhd. (Vorsitzender) dy-pack International GmbH (Vorsitzender) DY-PACK MEXICO S.A. DE C.V. (Vorsitzender) dy-pack Packaging (India) Private Limited (Vorsitzender) dy-pack (UK) Ltd. (Vorsitzender) dy-pack U. S. LLC (Vorsitzender) dy-pack Verpackungen Gustav Dyckerhoff GmbH (Vorsitzender) HEINZ ENGELHARDT * , Mainz-Kastel (ab 10. Mai 2011) Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Dyckerhoff AG GISBERT HUKE * , Heilbad Heiligenstadt (bis 10. Mai 2011) Ausbilder der Deuna Zement GmbH THOMAS WEISGERBER, Berlin (ab 10. Mai 2011) Ehem. Mitglied der Geschäftsführung des Bundesverbands deutscher Banken e. V. VorstandDIPL.-WIRTSCH.-ING. WOLFGANG BAUER, Königstein-Falkenstein Vorstandsvorsitzender Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenSievert AG Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenKonzernmandate:CIMALUX S.A. (Vorsitzender) Dyckerhoff Basal Nederland B. V. (Vorsitzender) Dyckerhoff Luxembourg S. A. (Vorsitzender) NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B. V. i.L. (Vorsitzender) RC Lonestar Inc. Mandate Buzzi Unicem Gruppe:Buzzi Unicem S.p.A. ING. MICHELE BUZZI, Casale Monferrato, Italien Vorstandsmitglied Unternehmensentwicklung Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenKonzernmandate:CIMALUX S.A. Dyckerhoff Luxembourg S. A. RC Lonestar Inc. Mandate Buzzi Unicem Gruppe:Buzzi Unicem S.p.A. Cementi Moccia S.p.A . Laterlite S.p.A. Unical S.p.A.
* von den Mitarbeitern gewählt
DR.-ING. STEFAN FINK, Wiesbaden Vorstandsmitglied Finanzen und Controlling Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenSievert AG Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von WirtschaftsunternehmenKonzernmandate:CIMALUX S.A. Dyckerhoff Basal Nederland B. V. Dyckerhoff Luxembourg S. A. Dyckerhoff Polska Sp. z o.o. NCD Nederlandse Cement Deelnemingsmaatschappij B. V. i. L. RC Lonestar Inc. DR. JUR. STEFAN JOHN, Frankfurt am Main Vorstandsmitglied Business Services Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bei inländischen GesellschaftenGWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie laufenden Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 1.837 TEUR (2010: 1.825 TEUR). Für den Vorstand betrug die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen im Jahr 2011 903 TEUR (2010: 901 TEUR). Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB verweisen wir auf den Lagebericht. Im Jahr 2011 betrugen die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen 2.396 TEUR (2010: 2.465 TEUR). Für diesen Personenkreis war ein Betrag in Höhe von 24.126 TEUR zurückgestellt (2010: 23.172 TEUR). Ein Teil des zum 1. Januar 2010 entstandenen Verteilungsbetrages aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz in Höhe von 3.366 TEUR (2010: 4.488 TEUR) war zum 31. Dezember 2011 noch nicht zurückgestellt. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Jahr 2011 522 TEUR (2010: 560 TEUR). Darin enthalten ist die Vergütung für die Arbeit der Aufsichtsratsausschüsse, die im Jahr 2011 unverändert 40 TEUR ausmachte. 25. Entsprechenserklärung gemäß §161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben am 16. Dezember 2011 gemäß § 161 AktG die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben. Die vollständige Erklärung finden Sie im Internet unter www.dyckerhoff.com. 26. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand der Dyckerhoff AG schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 34.983 TEUR eine Dividendensumme von 33.012 TEUR entsprechend 0,80 EUR je Aktie auszuschütten und den Restbetrag von 1.971 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. 27. Angaben nach §285 Nr. 17 HGBHinsichtlich der Angaben zum Gesamthonorar der Abschlussprüfer verweisen wir auf den Konzernanhang der Dyckerhoff AG. 28. Angaben nach §285 Nr. 21 HGBGeschäfte mit nahe stehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande kamen, wurden nicht abgeschlossen. 29. Anteil an den Dyckerhoff StammaktienDie Fimedi S.p.A., Turin, Italien, hat uns am 7. Dezember 2006 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dyckerhoff AG, Wiesbaden, am 31. Januar 2005 die Schwellen von 5 %, 10 %, 25 %, 50 % und 75 % überschritten hat und nun 94,90 % beträgt. Davon sind der Fimedi S.p.A. 94,90 % der Stimmrechte über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG wie folgt zuzurechnen: Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, hält unmittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 70,71 % der Stimmrechte. Durch ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, hält Buzzi Unicem S.p.A. weitere mehr als 10 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 24,19 % der Stimmrechte. Insgesamt hält Buzzi Unicem S.p.A. unmittelbar und mittelbar mehr als 75 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG, nämlich 94,90 % der Stimmrechte. Am 1. Dezember 2008 hat uns die Buzzi Unicem Investimenti S.r.l., Casale Monferrato (AL), Italien, eine Tochtergesellschaft der Buzzi Unicem S.p.A., mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft Buzzi Unicem Deutschland GmbH am 30. November 2008 im Wege der aufnehmenden Verschmelzung mit ihr verschmolzen ist und sie seitdem unmittelbar 24,19 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG hält. An diesem Tag hat sie gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG unmittelbar überschritten. Ferner hat nach § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG die Buzzi Unicem Deutschland GmbH die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % der Stimmrechte an der Dyckerhoff AG am 30. November 2008 unterschritten und hält nun keine Stimmrechte an der Dyckerhoff AG mehr. Die Buzzi Unicem Deutschland GmbH ist verschmelzungsbedingt am 30. November 2008 erloschen. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Buzzi Unicem S.p.A. ihren Anteilsbesitz an Vorzugsaktien leicht erhöht. Zum 31. Dezember 2011 hält die Fimedi S.p.A., Turin, Italien, über ihr Tochterunternehmen Buzzi Unicem S.p.A., Casale Monferrato (AL), Italien, 97,98 % (2010: 97,98 %) der Stammaktien und 88,66 % (2010: 88,56 %) der Vorzugsaktien und damit 93,33 % (2010: 93,28 %) der Anteile am Grundkapital der Dyckerhoff AG. Zum Jahresende 2011 waren die stimmberechtigten Stammaktien von Dyckerhoff im Besitz der folgenden Aktionärsgruppen: Stammaktionäre der Dyckerhoff AG
30. AktiengeschäftePersonen, die bei Dyckerhoff Führungsaufgaben wahrnehmen, haben eigene Geschäfte mit Aktien von Dyckerhoff oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, nach § 15a WpHG mitzuteilen. Die Pflicht obliegt auch Personen, die mit einer solchen Person in einer engen Beziehung stehen, zum Beispiel deren Ehepartnern. Die Pflicht besteht nicht, solange die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von 5.000 EUR bis zum Ende des Kalenderjahres nicht erreicht. Der Dyckerhoff AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Geschäfte gemeldet. 31. KonzernzugehörigkeitDer Einzelabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Dyckerhoff AG Wiesbaden, der nach den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie nach § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt wird, einbezogen. Der Konzernabschluss der Dyckerhoff AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und ist dauerhaft im elektronischen Unternehmensregister zugänglich (Registernummer HRB 2035, geführt beim Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden). Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Buzzi Unicem S.p.A., Italien, aufgestellt. Dieser wird beim Handelsregister Alessandria, Italien, unter der Registernummer 00930290044 hinterlegt.
Wiesbaden, den 28. Februar 2012 DER VORSTAND WOLFGANG BAUER MICHELE BUZZI DR. STEFAN FINK DR. STEFAN JOHN Anlagenspiegelder Dyckerhoff AG
Anteilsbesitzliste der Dyckerhoff AG zum 31.12.2011
* Vorläufiger Jahresabschluss 2011
Für die einbezogenen verbundenen deutschen Personenhandelsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. kg gilt die Befreiung gemäß § 264b HGB. Von der Nennung der Ergebnisse wurde abgesehen, sofern aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge (EAV) bei den betroffenen Kapitalgesellschaften keine eigenen Ergebnisse ausgewiesen werden. Mit Ausnahme der BTG Beton-Transport-Gesellschaft mbH und der Kieswerk Leubingen GmbH gilt für diejenigen einbezogenen verbundenen deutschen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, bei denen aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge kein Ergebnis ausgewiesen wird, die Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Wiesbaden, den 28. Februar 2012 DER VORSATND WOLFGANG BAUER MICHELE BUZZI DR. STEFAN FINK DR. STEFAN JOHN Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dyckerhoff Aktiengesellschaft, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Dyckerhoff Aktiengesellschaft, Wiesbaden, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 29. Februar 2012 Deloitte
& Touche GmbH
Dr. Buhleier, Wirtschaftsprüfer Botsch, Wirtschaftsprüfer |
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