Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 46950
Vorher
TST West GmbH
Eingetragen
22.8.2016
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
Geändert, jetzt: Die Spedition und Lagerei von Gütern in Logistikzentren im Stadtbereich von Biebesheim am Rhein.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Schmidt
seit 22.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Frank Schmidt
67590 Monsheim, Wasserturmstraße 1 b
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TST Biebesheim GmbH

Worms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

TST Biebesheim GmbH

I. Wirtschaftsbericht

I.1. Situation der Gesamtwirtschaft und der Branche

Geprägt u.a. durch den geopolitischen Konflikt in der Ukraine, wie auch durch Rekordwerte in Bezug auf die Inflationsraten, stellte uns das Vorjahr vor besondere Herausforderungen. Auch wirkten u.a. vorgenannte Themen belastend auf die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Gesamtleistung im Berichtsjahr. Das Wachstum des weltweit realen Bruttoinlandsprodukts sank im Vorjahresvergleich erneut ab und belief sich nach ersten Einschätzungen auf lediglich +3,1 % (im Vorjahr +3,5 %).1 Einen weiteren Rückgang des Weltwirtschaftswachstums verhinderten insbesondere die staatlichen Interventionen zur Stützung der nationalen Volkswirtschaften. Dämpfend wirkten dabei die Leitzinsanhebungen, die von vielen nationalen Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflationsraten durchgeführt wurden. Die weltweite Inflation konnte somit im Berichtsjahr nach ersten Prognosen auf 6,9 % gegenüber dem Vorjahr (8,7 %) etwas reduziert werden, was der wirtschaftlichen Stabilisierung zuträglich war.2

Innerdeutsch dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die konjunkturelle Entwicklung. Die Verbraucherpreise lagen im Berichtsjahr nach ersten Einschätzungen um +5,9 % über denen des Vorjahres.3 Weiterhin sorgten vor allem steigende Zinsen für ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine insgesamt nachlassende Nachfrage, sowohl aus dem In- wie auch Ausland. Unter diesen Gegebenheiten verringerte sich das nationale Bruttoinlandprodukt erstmals seit den letzten beiden Jahren preis- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 %.4

Die diesbezüglichen Auswirkungen auf die Logistikbranche, fallen gleichfalls ungünstig aus. Der Logistik-Indikator der deutschen Logistikwirtschaft, welcher im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) von Seiten des ifo Institutes ermittelt wird, zeigte im vierten Quartal 2023 zwar eine insgesamt leichte Verbesserung des Geschäftsklimas, jedoch gehen die Befragten überwiegend von ungünstigen Geschäftsbedingungen aus. Rückläufige Nachfragen sowie weitverbreitet sinkende Auftragsbestände belasten die nationale Logistikbranche. Hinzu kommen wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die insbesondere in Deutschland höher sind als anderswo. Im ersten Quartal 2024 bestätigte sich diese Einschätzung. Die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen trübten sich weiter ein. Handel und Industrie korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage erkennbar nach unten und zeigten sich somit weitverbreitet unzufrieden. Sachlogisch trifft diese Entwicklung den Logistikbereich mit etwas Verzögerung. Entlastend wirken die Aussichten auf eine zumindest allmählich gesamtwirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2024. Auch die geldpolitische Entwicklung, insbesondere das stabilisierte bzw. leicht gesunkene Preisniveau sowie die gegenüber dem Berichtsjahr 2023 gesunkenen Kreditzinsen versprechen eine Entspannung des wirtschaftlichen Handelns, wenn auch die weiteren Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben. Experten rechnen mit spürbaren Entspannungen ohnehin erst in der zweiten Jahreshälfte 2024.5

I.2. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell

Unsere Gesellschaft erbringt personalintensives Retourenmanagement für andere Unternehmen der TST-Gruppe. Die Tätigkeitsschwerpunkte umfassen Kommissionier- und Konfektionierungsarbeiten, bei denen die Waren für die Ein- bzw. Auslagerung entsprechend aufbereitet werden, wie auch das zugehörige komplette Lagermanagement. Im Detail wickeln wir u.a. das komplette Retourenmanagement von Handelsartikeln namhafter Einzelhändler ab. Nicht verkaufte Ware wird deutschlandweit gebündelt und an unseren Standorten nach Güte und Produkt sortiert und bis zum Wiederverkauf eingelagert. Die Gesellschaft profitiert dabei insbesondere von den Erfahrungswerten und den Synergien, die innerhalb der TST-Gruppe vorhanden sind.

b) Geschäftsverlauf und Ertragslage

Non-Food-Aktionsartikel stellen seit Jahren einen umfangreichen Bereich im Sortiment der Lebensmitteleinzelhändler dar. Die Kunden fordern diese Artikel, die im Rahmen des regelmäßigen Lebensmitteleinkaufs, sozusagen "nebenbei" mit in die Einkaufswägen wandern. Dementsprechend hat sich das Sortiment in diesem Bereich über die Jahre hinweg deutlich im Umfang ausgeweitet. Wöchentlich wechselnde Aktionen stellen die Standardsituation im Lebensmitteleinzelhandel dar. Von dieser Entwicklung profitieren wir als nachgelagerter Dienstleister, der den Rücklauf dieser Artikel verarbeitet, sehr.

Die im Berichtsjahr verarbeiteten Rücklaufmengen an Aktionsartikeln nahmen gegenüber dem Vorjahr weiter zu. Die Umsatzerlöse konnten daher im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. Lagen die Umsatzerlöse im Vorjahr mit 17,7 Mio. Euro nach den belastenden Corona-Jahren bereits auf einem sehr guten Niveau, so konnten diese im Berichtsjahr mit 20,8 Mio. Euro nochmals deutlich erhöht werden. Gleichzeitig wurde der Einsatz von Fremdpersonal reduziert. Wie auch bereits in den Vorjahren forciert, setzen wir verstärkt auf den Einsatz von Eigenpersonal, dass unserer Erfahrung nach deutlich verantwortungsvoller die Abarbeitung der Kundenware durchführt. Dem betrieblichen Rohertrag waren diese beiden Umstände sehr zuträglich, sodass dieser auf 19,0 Mio. Euro (Vj. 15,2 Mio. Euro) anstieg. Neben der Einstellung weiterer Mitarbeiter stieg der Personalaufwand aufgrund der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns, wie auch durch weitere Gehaltsanpassungen gegenüber dem Vorjahr um rund 9 % auf 10,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug damit im Berichtsjahr 3,7 Mio. Euro (Vj. 0,8 Mio. Euro), der Jahresüberschuss 2,6 Mio. Euro (Vj. 0,5 Mio. Euro).

c) Vermögenslage

Da unsere Gesellschaft ausschließlich Dienstleistungen für andere TST-Gruppengesellschaften erbringt, stellen die Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen mit 5,7 Mio. Euro rund 96 % der Bilanzsumme und damit den wesentlichen Teil des Vermögens der Gesellschaft dar. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Forderungen um 3,3 Mio. Euro erhöht, was neben dem stichtagsbedingten Effekt insbesondere auf die gegenüber dem Vorjahr gesteigerten Umsatzerlöse zurückgeführt werden kann.

Das Eigenkapital konnte durch die Thesaurierung des Jahresergebnisses weiter gestärkt werden. Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro und führt damit zu einer Eigenkapitalquote in Höhe von 67,8 % (Vj. 54,3 %). Das ausschließlich kurzfristige Fremdkapital beziffert sich zum Berichtsjahresende auf 1,9 Mio. Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. Euro erhöht. Hierbei machen die gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die aufgrund der verbesserten Ergebnissituation angestiegen sind, den größten Anteil aus.

d) Finanzlage und Finanzierung

Zum Berichtsjahresende beläuft sich der Finanzmittelfonds in Form des Bankbestands auf 0 TEuro (Vj. 17 TEuro). Im Berichtsjahr wurde mit anderen TST-Gruppengesellschaften ein kreditinstitutsbezogener Cash-Pooling-Vertrag eingegangen, im Zuge dessen freie Liquidität an die Cash-Pool-Trägerin TST GmbH abgeführt wurden. Aus dem Cash-Pooling bestehen zum 31. Dezember 2023 Forderungen in Höhe von 4,9 Mio. Euro.

Der operative Zahlungsmittelzufluss (Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und Abschreibungen) belief sich auf 2,6 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro). Im Jahresüberschuss sind zudem Steueraufwendungen im Zusammenhang mit der Erhöhung der Steuerrückstellungen (+0,9 Mio. Euro) enthalten, die jedoch im Berichtsjahr zu keinem Zahlungsmittelabfluss führten. Gegenläufig wirkte sich insbesondere der Aufbau von Forderungen gegenüber der TST GmbH in Folge der Abführung liquider Mittel im Rahmen des Cash-Pooling aus.

Im Rahmen eines Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahrens (Cash-Pooling) stellen sich die Unternehmen der TST-Gruppe untereinander bei Bedarf Liquidität zur Verfügung. Hierdurch wird die Unabhängigkeit gegenüber außenstehenden Kreditgebern verringert und gleichzeitig die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit auf geänderte Rahmenbedingungen verbessert.

Zum Berichtsjahresende wurden keinerlei Mittel aus dem Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahren gewährt bzw. in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gesichert.

I.3. Beurteilung des Geschäftsjahresverlaufs durch die Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr ist aus Sicht der Unternehmensleitung sehr positiv verlaufen. Das Aktionsgeschäft der Handelsunternehmen hat sich weiter etabliert und nimmt von Jahr zu Jahr an Umfang weiter zu.

Ausgehend von der Entwicklung des Vorjahres rechneten wir mit leicht gestiegenen Umsatzerlösen und einer nahezu korrespondierende Entwicklung der Betriebsaufwendungen, sodass das Ergebnis vor Ertragsteuern gleichsam gesteigert werden würde. Aufgrund der deutlich größeren Menge an Retouren konnten unsere Verarbeitungskapazitäten sehr gut ausgelastet werden. Die Umsatzerlöse legten infolgedessen deutlicher zu als geplant. Durch, gegenüber dem Vorjahr, in Summe nahezu unveränderter Betriebsaufwendungen gelang es uns, diese positive Entwicklung bis hin zum Ergebnis vor Ertragsteuern mitzuführen.

I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung stellen die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dar.

II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

II.1. Risikobericht (Risiken und Risikomanagement)

Es sind keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt. Ungeachtet dessen unterliegt die Gesellschaft den folgenden allgemeinen Branchenrisiken:

• Für Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind in ausreichendem Maße Versicherungen abgeschlossen.

• Forderungsausfälle sind aufgrund der Kundenstruktur eher theoretischer Natur. Die Gesellschaft erbringt ausschließlich Leistungen gegenüber anderen Unternehmen der TST-Gruppe; deren Kunden verfügen im Wesentlichen über höchste Bonitätsbewertungen.

• Kundenverluste: Die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften der TST-Gruppe ist strategisch zu sehen und wegen vergleichbarer Gesellschafterstruktur ist nicht davon auszugehen, dass diese Kundenbeziehungen gefährdet sind, zumal es sich um ausschließlich langfristige Verträge handelt.

• Arbeitsmarktsituation: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg der Gesellschaft dar. Aufträge können hierdurch effizienter abgearbeitet und unkalkulierbare Zusatzkosten bspw. durch Schäden vermieden werden. Die Gesellschaften der TST-Gruppe stehen in einem hart umkämpften nationalen / internationalen Wettbewerb. Fachkräfte an sich binden und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem für den Beruf des Lageristen / Staplerfahrers zu akquirieren, hat oberste Priorität. Im derzeitigen Arbeitsmarktumfeld mit einer Arbeitslosenquote von nur 5,7 %6 ist dies eine große Herausforderung, der wir uns allerdings gut gerüstet gegenübersehen. Die fortschreitende Digitalisierung erfordert von uns einen konsequenten Wandel. Neue Kompetenzprofile bei Mitarbeitern und Führungskräften werden permanent weiterentwickelt. Eine eigens ins Leben gerufene Recruiting-Abteilung innerhalb der TST-Gruppe verfolgt ganzjährig die Zielsetzung Mitarbeiterpotenziale zu identifizieren und durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zu heben. Zudem wird von dort die Außenpräsenz zur Akquise neuer Mitarbeiter für die TST-Unternehmensgruppe gesteuert. Die TST-Gruppe forciert darüber hinaus vor allem die Berufsausbildung junger Menschen, die so direkt für eine Beschäftigung in unserer Gruppe begeistert werden können. Zudem ermöglicht uns die Berufsausbildung, Mitarbeiter nach unseren Qualitätsstandards individuell zu entwickeln.

• Widerstandsfähigkeit der genutzten Informationsinfrastruktur: Dem Thema Datensicherheit sowie der Effizienz und Verlässlichkeit genutzter Informationsverarbeitungssysteme kommt in unserer heutig digitalisierten Welt ein hoher Stellenwert zu. Dessen sind wir uns mehr denn je bewusst, was sich auch in entsprechender Investitionstätigkeit im Gruppenverbund widerspiegelt. Der reibungslose Lagerbetrieb kann nur mit einer gut funktionierenden IT-Infrastruktur bewerkstelligt werden. Um diese auch zukünftig sicherstellen zu können, treiben wir die Entwicklung hier kontinuierlich weiter, um auf dem aktuellsten Stand der Technik zu sein.

• Nationale / internationale gesundheitliche Krisenzustände: Die letzten Jahre, vor allem geprägt durch Einschränkungen der Corona-Pandemie, haben gezeigt, dass die weltweit vernetzten Wirtschaftsbeziehungen sehr sensibel auf solche Entwicklungen reagieren. Diesem Thema schenken wir auch weiterhin größte Aufmerksamkeit und das ungeachtet dessen, dass die größten Gefahren der Pandemie überwunden zu sein scheinen. Die Schulung strikter Hygienemaßnahmen und Kontrolle deren tatsächlicher Umsetzung, werden weiterhin forciert.

• Humanitäre / wirtschaftliche Krisen: Der geopolitische Konflikt in der Ukraine wie auch die aktuelle Krisensituation in Nahost verdeutlichen die so fern geglaubten Folgen, die militärische Konflikte mit sich bringen. Flüchtlingsströme und deren effiziente zielgerichtete Koordination bestimmen das politische und reale Leben in Deutschland. Weiterhin sehen wir uns seit gut einem Jahr mit Rohstoffknappheiten und ungekannten Preissteigerungen konfrontiert, denen wir uns in unserem unternehmerischen Handeln stellen müssen. Unser Geschäftsmodell wird u.a. deshalb kontinuierlich evaluiert und situationsbezogen an die sich neu einstellenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen angepasst. Zwar führten Lieferschwierigkeiten in der näheren Vergangenheit bereits vereinzelt dazu, dass Aktionsartikel nicht wie geplant in den Verkauf gebracht werden können, jedoch reagiert der Einzelhandel hierauf flexibel und ergänzt das Sortiment um alternative Produkte.

II.2. Prognosebericht / Chancen

Für das Jahr 2024 rechnen wir mengenmäßig mit nahezu konstanten bis leicht rückläufigen Bearbeitungsmengen an Retouren. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse bereits abgelaufener Monate des Jahres 2024 gehen wir von einem leichten Umsatzrückgang bei insgesamt etwas stärker gestiegenen Betriebsaufwendungen und folglich von einem leichten bis mittleren Rückgang des Ergebnisses vor Steuern aus. Vor allem bei den Personalaufwendungen haben wir unsere Planungsannahmen gegenüber dem Berichtsjahr angehoben. Wie bereits an früherer Stelle erläutert, möchten wir eigenes Personal in ausreichendem Maße vorhalten und dieses auch über mehrere Jahre hinweg fest an uns binden. Die Personalaufwandssteigerungen liegen sowohl in Neueinstellungen als auch in weiteren Gehaltsanpassungen bereits beschäftigter Mitarbeiter begründet.

Das Geschäftsmodell unserer Gesellschaft ist zukunftsfähig und sehr krisenresistent, was sich in der jüngsten Vergangenheit bestätigt hat. Aufwandsseitig besitzen wir aufgrund der Größe der TST-Gruppe, welcher unsere Gesellschaft angehört, eine hohe Flexibilität, weswegen wir hier schnell und bedarfsorientiert reagieren können. Die Kundenstruktur bleibt plangemäß auch im kommenden Jahr uneingeschränkt erhalten und die Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut. Zusätzlich wird weiterhin die Prozessoptimierung vorangetrieben, um Kostensteigerungen entgegenzuwirken.

Für die Zukunft sehen wir uns mit unserer Dienstleistung sehr gut aufgestellt. Seit Jahren wächst das Geschäft mit Aktionsartikeln stetig an. Unsere Kunden haben diesen Bereich Ihres Sortiments als festen Bestandteil in Ihren Märkten etabliert. Kunden erwarten dieses Warensortiment und fordern darüber hinaus eine permanente Verfügbarkeit. Dementsprechend wird sich dieser Bereich auch in Zukunft profitabel für unsere Gesellschaft weiterentwickeln.

Insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und unseren Mitarbeitern gegenüber sehen wir uns in dieser gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeit besonders verpflichtet. Unser unternehmerischer Erfolg sichert das Einkommen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Wohlstand deren Familien.

Mit Blick auf die bereits abgelaufenen Monate des Jahres 2024 sehen wir uns in unserer Prognoseeinschätzung bestätigt.

II.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten bzw. Forderungen aus dem kreditinstitutsbezogenen Cash-Pooling.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, der insbesondere andere TST-Gesellschaften umfasst. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, da unsere Kunden überwiegend eine sehr gute Bonität besitzen. Potenzielle Neukunden werden im Vorfeld auf Bonität geprüft. Ein aktives Forderungsmanagement zur Reduzierung von Ausfällen ist geübte Praxis.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und bei Bedarf über Kreditlinien verschiedener Banken. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes bedeutsame Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

 

Worms, den 27. Juni 2024

gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer

1 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ [12.04.2024, 15:25h].

2 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [12.04.2024, 15:35h].

3 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html [12.04.2024, 15:50h].

4 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile [12.04.2024, 16:14h].

5 Vgl. BVL: * BVL_Logistikindikator_2023_Q4_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io); * BVL_ifo_Logistikindikator_2024_Q1_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io) [17.04.2024, 10:38].

6 Vgl. Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 [17.04.2024, 14:07h]

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 88.973,00 70.786,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.408,00
II. Sachanlagen 85.565,00 70.786,00
1. technische Anlagen und Maschinen 12.032,00 24.063,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.533,00 46.723,00
B. Umlaufvermögen 5.880.083,75 2.649.329,77
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.880.083,75 2.632.003,24
1. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 5.738.582,76 2.398.977,21
2. sonstige Vermögensgegenstände 141.500,99 233.026,03
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 17.326,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.000,00 4.500,00
Aktiva 5.972.056,75 2.724.615,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.050.112,39 1.482.617,01
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.457.617,01 914.168,51
III. Jahresüberschuss 2.567.495,38 543.448,50
B. Rückstellungen 1.460.335,76 536.328,99
C. Verbindlichkeiten 461.608,60 705.669,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 19.619,31 276.644,49
2. sonstige Verbindlichkeiten 441.989,29 429.025,28
Passiva 5.972.056,75 2.724.615,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.974.686,32 15.234.173,47
2. Personalaufwand 10.402.346,22 9.536.951,22
a) Löhne und Gehälter 8.574.969,16 7.894.400,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.827.377,06 1.642.550,88
davon für Altersversorgung 9.452,73 10.017,66
3. Abschreibungen 50.858,43 26.831,59
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 50.858,43 26.831,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.888.096,25 4.831.983,29
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.397,10
davon aus verbundenen und nahestehenden Unternehmen 56.397,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 846,69 356,50
davon an verbundene und nahestehende Unternehmen 87,72 30,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.119.471,85 282.484,58
8. Ergebnis nach Steuern 2.569.463,98 555.566,29
9. sonstige Steuern 1.968,60 12.117,79
10. Jahresüberschuss 2.567.495,38 543.448,50

Anhang

I Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TST Biebesheim GmbH, Worms, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mainz unter HRB 46950 eingetragen.

II Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und das GmbHG in der jeweils gültigen Fassung beachtet. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht § 266 HGB für die Bilanz und § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren).

Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie zugehörige Zinserträge und Zinsaufwendungen separat ausgewiesen. Als nahestehende Unternehmen wurden hierbei operativ tätige Unternehmen definiert, an denen die Gesellschafter der TST GmbH, Worms, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt sind ("TST-Gruppe") und die nicht die Voraussetzungen eines verbundenen Unternehmens erfüllen.

III Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bewertet. Der Ansatz der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die wirtschaftlich dem folgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken ist, soweit sie bis zur Erstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

IV Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der folgenden Seite dargestellt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.544,39 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.544,39 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 34.090,11 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 74.186,98 69.465,04 13.611,80
Summe Sachanlagen 108.277,09 69.465,04 13.611,80
Summe Anlagevermögen 108.277,09 74.009,43 13.611,80
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.544,39
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.544,39
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 34.090,11
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 130.040,22
Summe Sachanlagen 0,00 164.130,33
Summe Anlagevermögen 0,00 168.674,72
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.136,39 0,00 0,00 1.136,39
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.136,39 0,00 0,00 1.136,39
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 10.027,11 12.031,00 0,00 0,00 22.058,11
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.463,98 37.691,04 8.647,80 0,00 56.507,22
Summe Sachanlagen 37.491,09 49.722,04 8.647,80 0,00 78.565,33
Summe Anlagevermögen 37.491,09 50.858,43 8.647,80 0,00 79.701,72
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3.408,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3.408,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 12.032,00 24.063,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 73.533,00 46.723,00
Summe Sachanlagen 0,00 85.565,00 70.786,00
Summe Anlagevermögen 0,00 88.973,00 70.786,00

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von TEuro 5.739 (Vj. TEuro 2.399) betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche. Zudem bestehen Rückstellung für Prämien, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jahresabschlusskosten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro < 1 Jahr
TEuro
> 1 Jahr
TEuro
davon > 5 Jahre
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 126 126 0 0
gegenüber nahestehenden Unternehmen 20 20 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 316 316 0 0
Summe 462 462 0 0

Die Verbindlichkeiten waren im Vorjahr ebenso allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

V Sonstige Angaben

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Die TST Biebesheim GmbH nimmt als Cash-Pool-Teilnehmer zudem am Cash-Pool der TST-Gruppe teil. Die Gesellschaft und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für Kreditverbindlichkeiten aus dem Cash-Pool. Zum 31. Dezember 2023 weisen die Cash-Pool-Konten der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH Guthaben aus.

Aufgrund der finanziellen Situationen der am Cash-Pool teilenhmenden Gruppengesellschaften, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausstehende Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Transportgeräte und EDV-Anlagen) in Höhe von TEuro 374.

Personalbestand

Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 282 283
Kaufmännische und technische Arbeitnehmer 30 31
312 314

Einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Frank Schmidt (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Worms, den 27. Juni 2024

gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Angaben zur Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss 2023 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TST Biebesheim GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TST Biebesheim GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TST Biebesheim GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der beigefügte Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetztlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Landau, 27. Juni 2024

PALATAX GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Arnold, Wirtschaftsprüfer

gez. Konrath, Wirtschaftsprüfer

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