DBG Managing Partner GmbH & Co. KG

60329 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRA 42857
Eingetragen
29.12.2005

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

Gesellschafterdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DBG Managing Partner GmbH & Co. KG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

Aktiva

30.9.2023 30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26 26
26 26
B. Umlaufvermögen
l. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 404 0
404 0
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 463 540
463 540
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 8
894 575

Passiva

30.9.2023 30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Kapitalkonto I 1 1
II. Kapitalkonto II 118 112
III. Kapitalkonto III 25 25
144 138
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 651 131
651 131
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3 305
2. Sonstige Verbindlichkeiten 95 1
98 306
894 575

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
für das Geschäftsjahr vom 1 . Oktober 2022 bis 30. September 2023

1.10.2022 bis
30.9.2023
1.10.2021 bis
30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
1 Erträge aus dem Fondsgeschäft 1.164 1.294
2 Sonstige betriebliche Erträge 8 6
3 Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.166 -1.285
4 Erträge aus Beteiligungen 0 3.006
5 Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 6 3.022
6 Gewinnzuweisung -6 -3.022
7 Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0 0

ANHANG

ALLGEMEINE ANGABEN

Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die DBG Managing Partner GmbH & Co. KG (im Folgenden auch "MP KG") mit Sitz in Frankfurt am Main ist seit dem 22. Mai 2017 als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) registriert. Sie ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (im Folgenden auch "DBAG"), einer börsennotierten Private-Equity-Gesellschaft und wird bei der Aufstellung des DBAG-Konzernabschlusses vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss der DBAG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Der Unternehmensgegenstand der MP KG ist die kollektive Verwaltung von Spezial-AIF (Alternative Investmentfonds) und alle damit zusammenhängenden Geschäfte auf Grundlage und im Umfang der Registrierung als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft. Darüber hinaus darf die Gesellschaft Geschäfte zur Anlage ihres eigenen Vermögens betreiben. Die MP KG kann - im Rahmen des aufsichtsrechtlich Zulässigen - alle Geschäfte betreiben und Handlungen vornehmen, die geeignet sind, dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen. Bei der Verwaltung der Spezial-AIF wird die MP KG von ihrer Schwestergesellschaft DBG Advising GmbH & Co. KG beraten.

Die MP KG verwaltet ausschließlich deutsche Fondsgesellschaften: DBAG Expansion Capital Fund GmbH & Co. KG, DBAG Expansion Capital Fund International GmbH & Co. KG, DBAG Fund VI Feeder GmbH & Co. KG, DBAG Fund VII Feeder GmbH & Co. KG, DBAG Fund VII B Feeder GmbH & Co. KG und DBAG Fund VIII Feeder GmbH & Co. KG. Sie ist die alleinige Liquidatorin der DBAG Fund V GmbH & Co. KG il und der DBAG Fund V International GmbH &Co. KG i.L.

Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRA 42857 geführt.

Grundlagen des Jahresabschlusses

Bei der Gesellschaft handelt es ich um eine kleine Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB i.V.m. § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften für kleine Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB aufgestellt. Die Ge- Seilschaft macht von den größenabhängigen Erleichterungen im Sinne des § 288 HGB teilweise Gebrauch. Es werden ausschließlich wesentliche Einmaleffekte erläutert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemaß § 275 Abs. 2 HGB. Unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten einer Kapitalverwaltungsgesellschaft werden anstelle von "Umsatzerlösen" die "Erträge aus dem Fondsgeschäft" ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Finanzanlagen sind nach dem Grundsatz der Einzelbewertung mit den Anschaffungskosten gemindert um etwaige Wertberichtigungen zu bilanzieren. Die Überprüfung der Werthaltigkeit dieses Wertansatzes erfolgt jährlich. Dabei werden die Buchwerte dem beizulegenden Wert der Finanzanlagen gegenübergestellt. Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten wird vorgenommen, wenn und soweit die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt

Eigenkapital

Für jeden Gesellschafter wird ein festes Kapitalkonto I (Einlagenkonto), ein Kapitalkonto II (Gewinn- und Verlustkonto) und ein Kapitalkonto III (Sonderrücklagenkonto) geführt.

Nach § 264c Abs. 2 HGB bilden diese Kapitalkonten den Bilanzposten "Eigenkapital".

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um erkennbare Risiken und Ungewisse Verpflichtungen abzudecken.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erträge aus dem Fondgeschäft

Die Erträge aus dem Fondgeschäft umfassen im Wesenlichen die Vergütung für die Fondsverwaltung und fließen der MP KG in Form von Gewinnzuweisungen zu; die Verwaltungsvergütung wird quartalsweise abgerechnet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstige betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen, verauslagte Kosten, die an die Fondsgesellschaften weiterberechnet werden sowie Haftungs- und Komplementärvergütungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen die Beratungsvergütungen an die DBG Advising GmbH & Co. KG, Kosten für die Abschlussprüfung, Beratung sowie Vergütung für die Geschäftsführung der Gesellschaft.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Anschaffungskosten
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. €
I. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 26 0 0 26
26 0 0 26
Abschreibungen
1.10.2022 Zugänge Abgänge 30.9.2023
in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. €
I. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
0 0 0 0
Buchwerte
30.9.2023 30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
I. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 26 26
26 26
26 26

Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen, wie im Vorjahr auch, die Anteile an der DBG Managing Partner Verwaltungs GmbH in Höhe von 25 Tausend Euro.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

30.9.2023 30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 404 0
davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 0 0
404 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Forderungen aus Lieferung und Leistung an die DBG Advising GmbH & Co. KG in Höhe von 361 Tausend Euro (Vorjahr: null Tausend Euro) und die Gewinnzuweisung der DBAG Expansion Capital Fund International GmbH & Co. KG in Höhe von 43 Tausend Euro (Vorjahr: null Tausend Euro), die ebenfalls den Forderungen aus Lieferung und Leistung zuzuordnen sind. Die Forderungen an die DBG Advising GmbH & Co. KG betreffen zu viel gezahlte und noch zu erstattende Beratungsvergütungen.

3. Eigenkapital

Kapitalkonto I

Das Kapitalkonto I beinhaltet wie im Vorjahr ausschließlich die Hafteinlage in Höhe von ein Tausend Euro.

Kapitalkonto II

Das Kapitalkonto II setzt sich wie folgt zusammen:

30.9.2023 30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
Stand Geschaftsjahresbeginn 112 90
Zugang 6 22
Stand Geschäftsjahresende 118 112

Kapitalkonto III

Das Kapitalkonto III beinhaltet wie im Vorjahr ausschließlich die Sonderrücklagen in Höhe von 25 Tausend Euro. Bei diesen handelt es sich um Anteile an der Komplementär-GmbH, die bei Gründung der Gesellschaft als Sacheinlage an die Gesellschaft übertragen wurden.

4. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

1.10.2022 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung 30.9.2023
in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. €
Sonstige Rückstellungen 131 69 2 591 651
131 69 2 591 651

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere einmaligen Ausgleichszahlungen an die Fondsinvestoren des DBAG ECF in Höhe von 360 Tausend Euro (Vorjahr: null Tausend Euro) und Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von 89 Tausend Euro (Vorjähr: 32 Tausend Euro). In den Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses enthalten sind Kosten für die Prüfung der Vorkehrungen zur Verhinderung von Finanzstraftaten in Höhe von 68 Tausend Euro (Vorjahr: 17 Tausend Euro); davon betreffen 28 Tausend Euro Mehraufwand aus dem Vorjahr.

5. Verbindlichkeiten

30.9.2023 30.9.2022
in Tsd. € in Tsd. €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3 305
Sonstige Verbindlichkeiten 95 1
davon aus Steuern 95 1
98 306

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von drei Tausend Euro (Vorjahr: drei Tausend Euro). Diese resultieren, wie auch im Vorjahr, aus der Haftungsvergütung der Komplementär-GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen eine Nachzahlung aus den Umsatzsteuer-Voranmeldungen des Berichtsjahres in Höhe von 95 Tausend Euro (Vorjahr: ein Tausend Euro).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

SONSTIGE ANGABEN

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse und keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

7. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter

8. Ereignisse nach dem Stichtag

Es bestehen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag

9. Funktion als persönlich haftende Komplementärin

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Komplementärin bei den folgenden Unternehmen:

- DBAG Fund V GmbH & Co. KG i.L, Frankfurt am Main

- DBAG Fund V International GmbH & Co. KG i.L, Frankfurt am Main

10. Komplementär

Alleinige Komplementärin der Gesellschaft ist die DBG Managing Partner VerwaltungsGmbH, Frankfurt am Main, ohne Kapitaleinlage. Deren Geschäftsführer sind:

Joachim Beickler, Mainz Unternehmensberater
Mirka Derksen, Frankfurt am Main (bis 16. Dezember 2022) Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Beteiligungs AG
Florian Döring, Heusenstamm Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Beteiligungs AG
Jürgen Fischer, Frankfurt am Main Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Beteiligungs AG
Wulf Ihler, Oberursel Unternehmensberater
André Mangin, Hamburg Unternehmensberate
Melanie Wiese, Bad Honnef (seit 15. Februar 2023) Vorstand der Deutschen Beteiligungs AG

11. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt der DBG Managing Partner Verwaltungs GmbH als Komplementärin.

Der Jahresabschluss der DBG Managing Partner GmbH & Co. KG wird im Unternehmensregister offengelegt

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2024

DBG Managing Partner GmbH & Co KG

 

Die Geschäftsführung
DBG Managing Partner Verwaltungs GmbH,
vertreten durch

Joachim Beickler

Florian Döring

Jürgen Fischer

Wulf Ihler

André Mangin

Melanie Wiese

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 28. Mai 2024.

LAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Struktur und Geschäftstätigkeit

Die DBG Managing Partner GmbH & Co. KG (im Folgenden auch "MP KG") mit Sitz in Frankfurt am Main ist seit dem 22. Mai 2017 als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) registriert. Sie ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Beteiligungs AG (im Folgenden auch "DBAG"), einer börsennotierten Private-Equity-Gesellschaft und wird bei der Aufstellung des DBAG-Konzernabschlusses vollkonsolidiert.

Der Unternehmensgegenstand der MP KG ist die kollektive Verwaltung von Spezial-AIF (Alternative Investmentfonds) und alle damit zusammenhängenden Geschäfte auf Grundlage und im Umfang der Registrierung als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft. Darüber hinaus darf die Gesellschaft Geschäfte zur Anlage ihres eigenen Vermögens betreiben. Die MP KG kann - im Rahmen des aufsichtsrechtlich Zulässigen - alle Geschäfte betreiben und Handlungen vornehmen, die geeignet sind, dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen. Bei der Verwaltung der Spezial-AIF wird die MP KG von ihrer Schwestergesellschaft DBG Advising GmbH & Co. KG beraten.

Die MP KG verwaltet ausschließlich deutsche Fondsgesellschaften: DBAG Expansion Capital Fund GmbH & Co. KG, DBAG Expansion Capital Fund International GmbH & Co. KG, DBAG Fund VI Feeder GmbH & Co. KG, DBAG Fund VII Feeder GmbH & Co. KG, DBAG Fund VII B Feeder GmbH & Co. KG und DBAG Fund VIII Feeder GmbH & Co. KG. Sie ist die alleinige Liquidatorin der DBAG Fund V GmbH & Co. KG i.L. und der DBAG Fund V International GmbH & Co. KG i.L.

Die MP KG beschäftigt kein eigenes Personal; die Geschäftsführung obliegt der DBG Managing Partner Verwaltungs GmbH.

Steuerung und Kontrolle

Die MP KG ist in das Steuerungssystem der DBAG eingebunden und wird zusammen mit weiteren Tochterunternehmen, die anlagebezogene Dienstleistungen für die von der DBAG initiierten und strukturierten geschlossenen Private-Equity-Fonds ("DBAG-Fonds") erbringen, dem Geschäftsfeld Fondsberatung der DBAG zugeordnet

Im Geschäftsfeld Fondsberatung verfolgt die DBAG insbesondere das finanzielle Ziel "Steigerung des Wertes des Geschäftsfeldes Fondsberatung" und misst dessen Erfolg an der langfristigen Entwicklung des Ergebnisses aus der Fondsberatung. Der Erfolg des Geschäftsfeldes setzt ein nennenswertes und mittelfristig steigendes verwaltetes oder beratenes Vermögen voraus; aus dessen Volumen ergeben sich die Erträge aus dem Fondsgeschäft.

Mit ihren Erträgen aus dem Fondsgeschäft trägt die MP KG zur Steigerung der Erträge aus dem Fondsgeschäft bzw. zur Steigerung des Ergebnisses vor Steuern des Segments Fondsberatung bei. Die MP KG wird entsprechend anhand von diesen zwei Kennzahlen gesteuert

WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES UNTERNEHMENS

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das makroökonomische Umfeld wird weltweit durch die gleichen Faktoren beeinflusst: Nur langsame Erholung von der COVID19-Pandemie und Belastung durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie teilweise massive Preisanstiege für Verbraucher und Wirtschaft bei zugleich kräftigen Zinsschritten der Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation. Vor diesem Hintergrund hat sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zwar aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) als bemerkenswert resilient erwiesen, allerdings bleibe das Wachstum langsam und ungleichmäßig, mit wachsenden globalen Divergenzen. Die globale Wirtschaftstätigkeit erreichte zum Ende des Kalenderjahres 2022 die Talsohle, aber eine vollständige Erholung in Richtung der vorpandemischen Trends scheine zunehmend außer Reichweite.

Nach den jüngsten Prognosen des IWF wird sich das globale Wachstum von 3,5 Prozent im Kalenderjahr 2022 auf 3,0 Prozent im Kalenderjahr 2023 abschwächen. Dies bleibe deutlich unter dem historischen Durchschnitt. Für die Industrieländer erwartet der IWF eine Verlangsamung des Wachstums von 2,6 Prozent im Jahr 2022 auf 1,5 Prozent im Jahr 2023. Dabei sollen sich die Vereinigten Staaten stabil entwickeln, während sich das Wachstum in der Eurozone abschwächen dürfte. Für Deutschland wird als einzigem Land der Eurozone sogar mit einem absoluten Rückgang des Bruttosozialprodukts gerechnet. In China, das unter besonders strengen Null-COVID-Maßnahmen gelitten hatte, soll sich das Wachstum von 3,0 Prozent im Jahr 2022 auf 5,0 Prozent im Jahr 2023 beschleunigen, allerdings könnte sich die Immobilienkrise in China künftig noch weiter verschärfen. Dies stellt eines der wesentlichen Risiken für die Weltwirtschaft dar. 1

Während die Nachfrage nach Unternehmenskrediten in Deutschland bis in das dritte Kalenderquartal 2022 hinein per Saldo positiv war, fiel sie im vierten Quartal 2022 drastisch und wurde per Saldo negativ. Von diesem niedrigen Niveau erholte sie sich im Verlauf des Jahres 2023 nicht, sondern bewegte sich tendenziell seitwärts. Parallel hierzu wurden die Finanzierungsbedingungen von Banken Ende 2022 sehr viel restriktiver gehandhabt. Wenngleich sie im zweiten und dritten Quartal 2023 wieder etwas gelockert wurden, so blieben sie in Summe jedoch restriktiver als im gesamten coronageprägten Kalenderjahr 2021.2 Insgesamt haben sich die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen in Deutschland damit verschlechten Wir begleiten unsere Portfoliounternehmen auf Basis unserer jahrzehntelangen Erfahrung kontinuierlich bei der Anpassung ihrer Finanzierungsstrukturen an sich verändernde Rahmenbedingungen und unterstützen sie dabei, sich in dem jeweiligen Umfeld möglichst optimal aufzustellen.

Das Geschäft der MP KG wurde von diesen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen kaum beeinflusst. Die Investoren der von der Gesellschaft verwalteten DBAG-Fonds sind zur Zahlung einer Verwaltungsvergütung verpflichtet. Die Verwaltungsvergütung wird entsprechend der vertraglichen Ausgestaltung bei den Investoren abgerufen. Kann ein Investor die Verwaltungsvergütung nicht bezahlen, so wird sein Teil an der Verwaltungsvergütung bei den anderen Investoren abgerufen, so dass dies insgesamt zu keiner Beeinträchtigung des Geschäfts der MP KG führt.

1International Monetary Fund, World Economic Outlook October 2023

224.10.2023 Press release Deutsche Bundesbank: October results of the Bank Lending Survey (BLS) in Germany

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Ist Ist
2021/2022 2022/2023 2022/2023
Erträge aus dem Fondsgeschäft Tsd. € 1.294 925 bis 1.025 1.164 Erwartung übertroffen
Ergebnis vor Steuern Tsd. € 3.022 10 bis 15 6 Erwartung nicht erfüllt

Im Berichtsjahr verminderte sich insgesamt die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Verwaltungsvergütung aus der DBAG Expansion Capital Fund GmbH & Co. KG und der DBAG Expansion Capital Fund International GmbH & Co. KG3. Seit Juni 2023 zahlt der DBAG ECF l keine Verwaltungsvergütung mehr. Der DBAG ECF III tätigte Folgeinvestitionen in einem Portfoliounternehmen; gegenläufig wirkte sich der Verkauf eines anderen Portfoliounternehmens aus. Insgesamt nahmen die Erträge aus dem Fondsgeschäft weniger stark als prognostiziert ab und übertrafen damit die Prognose. Infolge unerwartet hoher sonstiger betrieblicher Auf- Wendungen erreichte das Ergebnis vor Steuern jedoch nicht das geplante Niveau.

Ertragslage

Die Erträge aus dem Fondsgeschäft verminderten sich von 1.294 Tausend Euro auf 1.164 Tausend Euro infolge der insgesamt geringeren Bemessungsgrundlage im DBAG ECF.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich von 1.285 Tausend Euro auf 1.166 Tausend Euro. Ursächlich dafür war eine geringere Beratungsvergütung an die DBG Advising GmbH & Co. KG; gegenläufig wirkten höhere Beratungs- und Abschlussprüfungskosten, sowie ein höherer Rückstellungsbedarf für einmalige Ausgleichszahlungen an die Fondsinvestoren des DBAG ECF.

Insgesamt erzielte die MP KG ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von sechs Tausend Euro (Vor- Jahr: 3.022 Tausend Euro, darin enthalten waren einmalige Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der DBG Management GP (Guernsey) Limited in Höhe von 3.006 Tausend Euro).

Finanzlage

Die MP KG verfügt über flüssige Mittel in Höhe von 463 Tausend Euro (Vorjahr: 540 Tausend Euro).

Das Eigenkapital stieg leicht auf 144 Tausend Euro (Vorjahr: 138 Tausend Euro) an. Die Eigenkapitalquote verminderte sich auf 16,1 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 24,0 Prozent). Das Eigenkapital deckt unverändert das langfristige Vermögen vollständig und darüber hinaus das kurzfristige Vermögen zu 13,6 Prozent (Vorjahr: 20,4 Prozent).

Vermögenslage

Die Vermögenslage wurde im Wesentlichen geprägt durch zu viel gezahlte Beratungsvergütungen. Dies führte zu einem Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 404 Tausend Euro (Vorjahr: null Tausend Euro) und einem Rückgang der flüssigen Mittel auf 463 Tausend Euro (Vorjahr: 540 Tausend Euro).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich auf 651 Tausend Euro (Vorjahr: 131 Tausend Euro); dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einmaligen Ausgleichszahlungen an die Fondsinvestoren des DBAG ECF

3Die DBAG Expansion Capital Fund GmbH & Co. KG und die DBAG Expansion Capital Fund International GmbH & Co. KG - zusammen DBAG ECF - umfassen drei aufeinanderfolgende Investitionsperioden des DBAG ECF: DBAG ECF l, DBAG ECF II und DBAG ECF III.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 894 Tausend Euro (Vorjahr: 575 Tausend Euro).

Gesamtbeurteilung

Das Ergebnis nach Steuern 2022/2023 verminderte sich deutlich unter dem Vorjahresniveau, das durch den Abgang der Beteiligung an der DBG Management GP (Guernsey) Limited (Einmaleffekt) geprägt war. Das Berichtsjahr war insgesamt zufriedenstellend.

CHANCEN UND RISIKEN

Erläuterung der Risiken

Kein Neugeschäft

Aufgrund der zeitlichen Befristung des DBAG ECF und unter der Prämisse, dass die DBAG Fund VI Feeder GmbH & Co. KG, die DBAG Fund VII Feeder GmbH & Co. KG, die DBAG Fund VII B Feeder GmbH & Co. KG und die DBAG Fund VIII Feeder GmbH & Co. KG keine Vergütung für ihre Verwaltung zahlen, kann die MP KG nur dann Erträge aus dem Fondsgeschäft langfristig erzielen, wenn die DBAG einen neuen deutschen Fonds auflegt, der von der MP KG verwaltet wird.

Mit dem Abschaffen der Umsatzsteuer auf Beratungsvergütungen zum 1. Januar 2024 hat der Fondsstandort Deutschland einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil verloren. Daher könnten künftige Fonds gegebenenfalls wieder in Deutschland aufgelegt werden und die MP KG als Verwalterin eingesetzt werden. Konkret wird dies aktuell für einen Continuation Fund für ein Portfoliounternehmen im DBAG ECF geprüft.

Zum Ausgleich etwaiger Liquiditätsunterdeckungen hat sich die DBAG dazu verpflichtet, weitere Bareinlagen von bis zu 1,5 Millionen Euro in die Gesellschaft zu tätigen.

Compliance-Verstöße von Portfoliounternehmen

Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund einer möglichen Verletzung gesetzlicher Vor- Schriften oder regulatorischer Bestimmungen durch ein Portfoliounternehmen, etwa ein potenzieller Verstoß gegen das Kartellrecht, können bedeutende strafrechtliche Sanktionen für das Portfoliounternehmen zur Folge haben. Diese Sanktionen können unter Umständen eine Ausstrahlwirkung auf die MP KG haben und zu erheblichen Kosten und einem Reputationsschaden gegenüber den Fondsinvestoren oder Beteiligungspartnern führen.

Bereits im Rahmen der Due Diligence vor dem Eingehen neuer Beteiligungen untersucht die DBAG intensiv etwaige vergangene Compliance-Verstöße, um unter anderem Compliance- Risiken in den Bereichen Anti-Korruption und Kartellrecht zu identifizieren. Sofern eine Beteiligung eingegangen wird, wirkt die DBAG auf die zeitnahe Einführung eines Compliance- Systems hin, sofern das Portfoliounternehmen über kein solches System verfügt. Vorhandene Systeme werden bei Bedarf nachgeschärft, regelmäßig überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt.

Unzureichender Schutz vertraulicher Daten gegen unberechtigten Zugriff

Unser Geschäft erfordert nicht nur geeignete Soft- und Hardware, sondern auch eine zuverlässige Datensicherung sowie den Datenzugriff für Berechtigte zu jeder Zeit. Besonders wichtig ist ein sicherer Schutz gegen unberechtigten Zugriff, etwa auf sensible Informationen zu potenziellen Transaktionen, zu den Portfoliounternehmen oder zu wirtschaftlichen Informationen des DBAG-Konzerns. Es besteht die Gefahr, durch einen Hacker-Angriff, durch Schwachstellen im Netzwerk der DBAG oder zum Beispiel durch die Installation unerwünschter Software durch DBAG-Mitarbeiter oder durch die Geschäftsführer der DBG Managing Partner Verwaltungs GmbH einen solchen unberechtigten Zugriff zu erleiden. Die MP KG wäre möglicherweise erpressbar.

Die DBAG hat eigene IT-Fachkräfte; sie werden bei Bedarf von externen Beratern unterstützt. Den zunehmenden IT-Risiken im DBAG-Konzern (darunter auch bei der MP KG)begegnet die DBAG unter anderem durch regelmäßige interne und externe Überprüfungen. Den Aufwand für den Schutz der Systeme und Daten hat die DBAG in den vergangenen Jahren deutlich erhöht- das gilt sowohl für die Personalausstattung als auch für die technische Ausrüstung. Zudem führt sie für ihre aus dem Internet erreichbaren Systeme und für die Konfiguration der Software ihrer Bürokommunikation sowie für ihre Website wiederkehrend Sicherheits- Prüfungen durch und setzt die daraus gewonnenen Erkenntnisse zeitnah um.

Erläuterung der Chancen

Auflegung eines deutschen Fonds

Die letzten drei von der DBAG aufgelegten Fonds haben ihren Sitz in Luxemburg und auf Guernsey und werden größtenteils von einer Schwestergesellschaft der MP KG verwaltet. Die Abschaffung der Umsatzsteuer auf Beratungsvergütungen zum 1. Januar 2024 hat einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil des Fondsstandorts Deutschland beseitig. Sollte dies zum Auflegen eines deutschen Fonds führen, würde dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit von der MP KG verwaltet werden; das würde der MP KG erlauben, langfristig Erträge aus dem Fondsgeschäft zu generieren.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Im Berichtsjahr hat sich keine wesentliche Veränderung der Chancen- und Risikosituation gegenüber dem Vorjahr ergeben. Auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir weiterhin keine Risiken, die einzeln oder in Kombination miteinander eine Gefahr für den Fortbestand der Gesellschaft darstellen. Außerordentliche Chancen können wir nicht erkennen.

PROGNOSEBERICH

Erwartete Geschäftsentwicklung

Die wesentlichen Kennziffern prognostizieren wir ausschließlich für das neue, laufende Geschäftsjahr 2023/2024; eine darauf aufbauende Prognose für die Entwicklung in nachfolgenden Geschäftsjahren stellen wir nicht mehr dar

2022/2023 Erwartungen
2023/2024
Erträge aus dem Fondsgeschäft Tsd. € 1.164 455 bis 505
Ergebnis vor Steuern Tsd. € 6 0 bis 5

Für das neue, laufende Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir von weiteren Veräußerungen aus dem DBAG ECF aus und erwarten, dass die Erträge aus dem Fondsgeschäft in einer Spanne zwischen 455 Tausend Euro und 505 Tausend Euro, also deutlich unter dem Vorjahreswert, liegen werden. Beim Ergebnis vor Steuern gehen wir ebenfalls von einem Rückgang gegenüber dem Berichtsjahr aus; dieses erwarten wir im Geschäftsjahr 2023/2024 in einer Spanne zwischen null Tausend Euro und fünf Tausend Euro.

 

Frankfurt am Main, den 28. März 2024

DBG Managing Partner GmbH & Co KG

 

Die Geschäftsführung
DBG Managing Partner Verwaltungs GmbH,
vertreten durch

Joachim Beickler

Florian Döring

Jürgen Fischer

Wulf Ihler

André Mangin

Melanie Wiese

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DBG Managing Partner GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der DBG Managing Partner GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DBG Managing Partner GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i. V. m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i. V. m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 28. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bordt
Wirtschaftsprüfer

Schmidt
Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.