EUROMASTER GmbHLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexis Félix Martin Bruno Garcin seit 9.7.2008 | Geschäftsführer |
Vincent Rousset-Rouvière seit 12.10.2006 | Geschäftsführer |
Brigitte Ovesen seit 19.9.2005 | Prokura |
Peter Keuth seit 1.8.2005 | Prokura |
Rudolf Otto Jurcik seit 1.8.2005 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Euromaster GmbHKaiserslauternJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006Geschäft und RahmenbedingungenUnternehmensprofil Mit mehr als 300 Service Centern und über 1900 Mitarbeitern zählt die Euromaster GmbH in Deutschland zu den führenden Reifen- bzw. Reifenservice-Spezialisten. Das Unternehmen ist in die europaweit tätige Euromaster-Gruppe eingebunden und gehört zum Michelin-Konzern. Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Kaiserslautern. Das Produktportfolio umfasst sowohl den Vertrieb von Reifen, Rädern und Autozubehör als auch die Erbringung der damit zusammenhängenden Dienstleistungen in den Segmenten
Die Euromaster GmbH ist in Deutschland nahezu flächendeckend mit eigenen Werkstätten vertreten. Darüber hinaus werden vor Ort Montagen und Pannenhilfen durchgeführt, um die Mobilität der Kunden sicherzustellen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung der Branche Im KfZ-Gewerbe setzte sich die gute Entwicklung fort. Bei PKW und Nutzfahrzeugen stieg die Zahl der Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Auch beim Autoservice war wieder ein Plus zu verzeichnen, nicht zuletzt aufgrund der Reparatur- und Wartungsaufträge für die hohe Zahl älterer PKW. Das Marktvolumen für PKW-Reifen im Ersatzgeschäft bewegte sich insgesamt etwa auf dem Vorjahresniveau, wobei der Bedarf an Ganzjahres- und Winter-Reifen, u. a. infolge der neuen gesetzlichen Regelung, zunahm. Bei LKW-Reifen blieb der Ersatzbedarf in etwa konstant. Rabattaktionen, der starke Verdrängungswettbewerb und steigende Wareneinstandspreise setzten die Margen im Reifengeschäft weiter unter Druck. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftErtragslage Entwicklung des Unternehmens Die Euromaster GmbH verzeichnete im Berichtszeitraum bereinigt um Zukäufe und Schließungen von Service Centern das stärkste Wachstum seit Jahren. Sowohl die Ertragslage als auch wichtige betriebswirtschaftliche Kennziffern verbesserten sich nachhaltig. Zwar fiel 2006 noch ein Verlust an, aber das Unternehmen ist nun klar erkennbar auf dem Weg in Richtung Break Even. Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz stieg insgesamt um 9,1 % bzw. bereinigt um geschlossene bzw. neu hinzugekommene Niederlassungen um mehr als 6 %. Das Wachstum wurde vor allem in den Bereichen LKW-Reifen und Dienstleistungen erzielt. Der Materialaufwand wuchs analog zu den Umsatzerlösen um 9,3 % bzw. um 18,5 Mio. €. Da sich die Umsatzerlöse um 28,9 Mio. € erhöhten verbesserte sich der Rohertrag entsprechend um 8,9 % bzw. um 10,5 Mio. €. Die Marge in Prozent vom Umsatz bewegte sich in etwa auf dem Vorjahrsniveau. Einsparungen konnten bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-9,5 Mio. €), insbesondere bei den Entsorgungskosten sowie durch niedrigere Werbe- und Marketingausgaben erreicht werden. Demgegenüber stiegen die Personalaufwendungen um 3,6 Mio. € infolge von mehr Mitarbeitern. Wesentliche Ursache war hier eine Akquisition mit 17 Servicecentern im November des Vorjahres. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,4 Mio. auf -12,9 Mio. €. Bereinigt um die Sondereinflüsse im Jahr 2005 beträgt die Ergebnisverbesserung im operativen Geschäft rund 9,4 Mio. €. Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus den Zuwächsen beim Umsatz bzw. Rohertrag sowie den Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Finanzergebnis ging um rund 0,8 Mio. € auf 0,6 Mio. € zurück. Ursache war der erhöhte Finanzierungsbedarf, der durch Konzernunternehmen gedeckt wurde. Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung des Unternehmens, in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, zufrieden. Entwicklung in den Segmenten Sowohl der PKW- als auch der Nutzfahrzeugbereich wuchsen im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr. Zu den Steigerungen trugen hauptsächlich der Ausbau des bestehenden Geschäftes aber auch die Akquisition neuer Servicecenter im November 2005 bei. Im Heavy Vehicle Business (LKW und andere Nutzfahrzeuge) führten u. a. die sehr erfolgreichen Aktivitäten in der Neukundenakquisition zu einem starken Umsatzwachstum von 17% auf 127 Mio. €. Dabei waren in nahezu allen Monaten große Zuwachsraten zu verzeichnen. Segmentdaten Heavy Vehicle Business*
* inklusive geschlossene und neu
übernommene Niederlassungen
Im Light Vehicle Business (PKW, LLKW und Motorräder) resultierten die Zuwächse aus der Forcierung des Dienstleistungs- und Zubehörgeschäfts, was sich auch im überproportionalen Anstieg des Gesamtrohertrages widerspiegelte. Die Nachfrage bei Reifen war dagegen bis in den Herbst hinein mehr oder weniger verhalten. Erst zu Beginn der Winter-Umrüstsaison stieg der Bedarf wieder spürbar, brach dann allerdings aufgrund der sehr milden Temperaturen Mitte November ein. Segmentdaten Light Vehicle Business*
* Inklusive geschlossene und neu
übernommene Niederlassungen
Niederlassungen Im Jahr 2006 wurden vier Servicecenter geschlossen. Die Zahl der Niederlassungen belief sich per 31.12.2006 auf 325 (Vorjahr 329). Vermögenslage Bilanzstruktur
Werte über 100% werden nicht dargestellt. Im letzten Quartal konnten die Lagerbestände nicht wie geplant abgebaut werden, da ab Mitte November infolge der milden Temperaturen die Nachfrage bei PKW-Winterreifen einbrach. Zum Jahresende erhöhten sich deshalb die Vorräte um 7,5 Mio. € auf knapp 35 Mio. €. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind um 5,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesunken. Es reduzierten sich hier vor allem die Rückstellung für ausstehende Rechnungen (1,2 Mio €), Rückstellung Nutzungsrecht Name Gummi Mayer (1,1 Mio €), Mietrückstellung Landau (1,0 Mio €), Rückstellung für Prozessrisiken (0,7 Mio €) und Rückstellung für Schließungskosten (0,6 Mio €). Die Verbindlichkeiten im Verbund wuchsen um 6,5 Mio. €, weil vor allem mehr Ware von den Michelin-Reifenwerken bezogen wurde. Finanzlage Investitionen und Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft läuft vollständig über die MICHELIN FINANZ, Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co OHG, Karlsruhe. Das Unternehmen investierte im Jahr 2006 rund 5,4 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Neben notwendigen Ersatzbeschaffungen wurden verstärkt bauliche Maßnahmen zur Erweiterung der Einlagerungskapazitäten durchgeführt, die Anzahl der Fahrzeuge für den Mobilservice erhöht und die Ausrüstung für das Autoservice-Geschäft verbessert bzw. erweitert. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen in den Mietzahlungen für die angemieteten Service Center (in 2006 19,1 Mio €). Stellungnahme zum Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich im Berichtszeitraum nachhaltig verbessert, wenngleich immer noch ein negatives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung auszuweisen ist. Insgesamt liegen die betriebswirtschaftlichen Eckdaten im Plan. Wir sind daher mit der positiven Geschäftsentwicklung zufrieden und rechnen auch in Zukunft mit einer weiteren Verbesserung beim Umsatz und Ertrag. Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch mittel- und langfristiges Kapital (Eigenkapital und langfristige Rückstellungen) gedeckt. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) beträgt unverändert 3,4%. Die Liquidität ist und war jederzeit gegeben; die Ertragskennzahlen entsprechen den Planwerten. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage daher als günstig zu bezeichnen. Unternehmerische VerantwortungAnzahl Mitarbeiter Zum Jahresende betrug die Zahl der Beschäftigten 1.915 Mitarbeiter (Vorjahr 2.036 Mitarbeiter ohne geringfügig Beschäftigte; jeweils berechnet auf Vollzeitbasis). Hauptgrund für den Rückgang ist die geringere Anzahl befristeter Arbeitsverhältnisse Ende Dezember 2006, da das Umrüstgeschäft in diesem Monat aufgrund der hohen Temperaturen schwächer als 2005 ausfiel. Aus- und Weiterbildung Technische Neuerungen und anspruchsvolle Kunden in einem wettbewerbsintensiven Markt setzen hohe Maßstäbe an die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Deshalb baut das Unternehmen die Fort- und Weiterbildungsaktivitäten kontinuierlich aus. So wurden im vergangenen Jahr 330 Schulungen bzw. Seminare mit mehr als 3.000 Teilnehmern durchgeführt. Um mittel- und langfristig den Bedarf an gut qualifiziertem Personal zu decken, setzt Euromaster verstärkt auf die Ausbildung junger Menschen. Zum 31.12.2006 erhöhte sich die Zahl der Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr um 18 auf insgesamt 156. Arbeitssicherheit Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen haben bei Euromaster einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr wurden alle Mitarbeiter in den Servicecentern erneut über gefährliche Arbeitssituationen unterwiesen. Die Zahl der berufenen Ersthelfer ist auf 425 gestiegen. Für die Mitarbeiter im Außendienst wurde ein Fahrsicherheitstraining durchgeführt. Die Zahl der Arbeitsunfälle mit einer Krankheitsdauer von mehr als einem Tag sank von 71 (Vorjahr) auf 53. RisikoberichtRisikomanagement und Risiken der zukünftigen Entwicklung Das Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende bzw. zukünftige Risiken möglichst früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, um Nachteile für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und die Umwelt zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Zur Erkennung von Risiken werden kontinuierlich Analysen (z. B. Szenariobetrachtungen, Branchen-/Konjunkturbeobachtungen, Geschäftsprozessanalysen) und Kontrollen durchgeführt. Die wesentlichen Kennzahlen über die Unternehmensentwicklung werden mindestens monatlich errechnet, analysiert und zeitnah der Geschäftsleitung gemeldet. Kritische Größen wie z. B. die Umsatz- und Margenentwicklung stehen den Entscheidungsträgern täglich zur Verfügung. In den Niederlassungen und Fachbereichen erfolgen regelmäßig Prüfungen, um die Einhaltung von unternehmensinternen und gesetzlichen Bestimmungen sicherzustellen und etwaige Schwachstellen aufzudecken. Zur Vermeidung und Begrenzung von Risiken existieren Richtlinien, organisatorische Vorkehrungen und spezielle Sicherungsinstrumente, die ständig weiterentwickelt werden. Dazu zählen beispielsweise abgestufte Genehmigungsverfahren, die Funktionstrennung sowie das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Vorgängen. Spezielle Risiken, wie z. B. Forderungsausfälle, werden weitgehend durch Versicherungen abgedeckt. Neben den Abteilungen "Controlling", "Revision" sowie "Sicherheit und Umwelt" kontrollieren die Muttergesellschaft und die Abschlussprüfer regelmäßig relevante Bereiche. Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung:
Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten sehen wir aus heutiger Sicht nicht. Chancen der zukünftigen Geschäftsentwicklung:
PrognoseberichtZukünftige Entwicklung Branche Es ist zu erwarten, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2007 fortsetzt. Der Bedarf der gewerblichen Kunden an Reifen und damit zusammenhängenden Dienstleistungen dürfte aufgrund der besseren Auftragslage tendenziell zunehmen. Bei den privaten Haushalten sind die Aussichten nicht so günstig. Angesichts höherer Steuern und mittelfristig steigender Spritpreise werden die Verbraucher weiter versuchen die Betriebskosten für ihre Fahrzeuge zu begrenzen und noch stärker auf den Preis achten. Die nach wie vor große Zahl älterer PKW bietet jedoch immer noch gute Rahmenbedingungen für das Autoservice-Geschäft. Der Ersatzbedarf bei PKW-Reifen dürfte im Jahr 2007 unter normalen Wetterbedingungen insgesamt leicht steigen. Wie in den Vorjahren ist hauptsächlich im M+S- und Ganzjahresreifensegment mit Zuwächsen zu rechnen. Milde Temperaturen im Winter können allerdings zu einer niedrigeren Nachfrage führen und stellen somit ein Umsatz- und Ergebnisrisiko dar. Bei der Nachfrage nach LKW-Reifen ist im Hinblick auf die günstigen Konjunkturdaten mit einer kleinen Steigerung im Jahr 2007 zu rechnen. Neben den Autohäusern machen nun andere Distributionskanäle, wie z. B. Internet-Anbieter, dem klassischen Reifenfachhandel zunehmend Konkurrenz. Darüber hinaus drängen verstärkt asiatische Hersteller mit Billig-Produkten auf den Markt. Dadurch wird Druck auf die Margen in vielen Warensegmenten weiter steigen. Euromaster Parallel zum wirtschaftlichen Gesundungsprozess festigte sich auch die Marktposition von Euromaster. Aufgrund höherer Wettbewerbsfähigkeit ist das Unternehmen nun in einer günstigeren Ausgangssituation als in den Jahren zuvor. Um die Ertragskraft weiter zu stärken, wird insbesondere die Entwicklung von Geschäftsfeldern und Standorten mit hohem Wachstums- und Ergebnispotential vorangetrieben. Wir rechnen deshalb im Jahr 2007 mit einem Wachstum, das wieder deutlich über dem der Branche liegt und sich in einer spürbaren Ergebnisverbesserung niederschlägt. Für 2008 erwarten wir aus heutiger Sicht ein ausgeglichenes Ergebnis. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Kaiserslautern, im März 2007 EUROMASTER GmbH Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2006AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006
Anhang1. Allgemeines Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.1.2006 bis zum 31.12.2006 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt worden, Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Insgesamt wurden zum Bilanzstichtag 325 Niederlassungen unterhalten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, entsprechend der betriebgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Bei der Abschreibung des Sachanlagevermögens wird sowohl die lineare als auch die degressive Methode angewandt. Seit dem 1.1.2004 werden Zugänge des Sachanlagevermögens ausschließlich linear abgeschrieben. Die Höhe entspricht den steuerlichen Sätzen. Geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, wobei die fifo-Methode angewandt wurde. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder ggf. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bestandsrisiken aus überhöhter Lagerdauer oder eingeschränkter Verwertbarkeit wurden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die flüssigen Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wurde durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund der Anforderungen der Konzerneinbindung in die Michelin-Gruppe nach der "projected unit credit" Methode gemäß IAS 19 gebildet. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 4,75 %, eine erwartete Einkommensentwicklung pro Jahr von 2,0 % und eine künftige Rentenanpassung von 1,75 % verwendet. Dies führte zu einer Erhöhung der Pensionsverbindlichkeit um T€ 157. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Rückzahlungsbetrag. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel (siehe Anlage) dargestellt. Die Gesellschaft hält folgende unmittelbare Beteiligungen (§285 Satz 1 Nr. 11 HGB):
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten Werkstattmaterial (T€ 1.574) und Heizöl (T€ 243). Unter den Waren werden im Wesentlichen Neureifen ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Abdeckung des allgemeinen Delkredererisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen abzüglich der Einzelwertberichtigung gebildet, soweit diese nicht durch Warenkreditversicherungen abgesichert waren. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzernverbund, (T€ 858) sowie Forderungen aus Ergebnisabführungsvertrag und Verrechnungskonto (T€ 47.247) gegenüber der Gesellschafterin, der Euromaster Holding GmbH, Kaiserslautern. Alle Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Sie gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Rückstellung für das Nutzungsrecht Name Gummi Mayer wurde in Höhe der zukünftigen Verpflichtung gebildet. Die Mietrückstellung Landau enthält die zukünftigen Mietanteile für leerstehende Gebäudeteile des Verwaltungsgebäudes und des Zentrallagers Landau. Die Abzinsung erfolgte mit 5 %. Die Rückstellung für Personalkosten (T€ 7.100) enthält Rückstellungen für Urlaubstage (T€ 2.110), für Abfindungen (T€ 1.630), Rückstellungen für Überstunden (T€ 1.260), Winterbonus (T€ 2.100). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen die Tagesgeldverbindlichkeit gegenüber der MICHELIN FINANZ Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co. OHG, Karlsruhe, (TEURO 35.899) sowie der Michelin Reifenwerke KG aA, Karlsruhe, aus Umsatzsteuer (TEURO 8.650). Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze resultieren im Wesentlichen aus dem Handel mit Reifen und Autoteilen im Inland. Von den Umsatzerlösen entfielen Mio € 127,2 auf den Bereich Heavy Vehicle und Mio € 217,6 auf den Bereich Light Vehicle. Beim Materialaufwand handelt es sich um Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie um bezogene Waren. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht bilanziert sind, liegen in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen vor. Entsprechend ihrer Laufzeit ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende Restverpflichtungen, die mit dem Nominalwert angegeben werden:
Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschluss-Stichtag nicht. 6. Angaben zu Unternehmensorganen und Mitarbeitern Geschäftsführer
Von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB (Gesamtbezüge der Geschäftsführung) wird Gebrauch gemacht. Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1966 (Gewerblich 992, Kaufmännisch 974) 7. Mutterunternehmen Die Euromaster GmbH, Kaiserslautern, ist eine 100 % ige Tochtergesellschaft der Euromaster Holding GmbH, Kaiserslautern. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Euromaster Holding, Kaiserslautern, weist die Gesellschaft nach Verlustübernahme ein ausgeglichenes Ergebnis aus. 8. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen, in den der Jahresabschluss der Euromaster GmbH und ihrer Tochterunternehmen einbezogen ist, wird durch die Compagnie Générale des Etablissements MICHELIN-MICHELIN et Cie. (CGEM) mit Sitz in Clermont-Ferrand / Frankreich erstellt. Die Compagnie Financière Michelin (CFM) mit Sitz in Granges-Paccot / Schweiz erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen. Die Konzernabschlüsse sind am Sitz der Gesellschaften in Clermont-Ferrand / Frankreich bzw. Granges-Paccot / Schweiz erhältlich.
Kaiserslautern, im Februar 2007 Euromaster GmbH Die Geschäftsführung Anlagespiegel 01. Januar bis 31. Dezember 2006
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EUROMASTER GmbH, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 1. Juni 2007 KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Orth, Wirtschaftsprüfer Benz, Wirtschaftsprüfer |
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