AD 2 GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Hottenträger seit 28.7.2025 | Geschäftsführer |
Miguel Angel Polo López seit 9.12.2024 | Prokura |
Ralph Moritz seit 9.12.2024 | Prokura |
Markus Pölzl seit 12.7.2024 | Prokura |
Markus Dipl.-Ing. (FH) Bammer seit 12.7.2024 | Prokura |
Dirk Mühlenmeister seit 23.1.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kämmerer Paper GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kämmerer Paper GmbHOsnabrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Kämmerer Paper GmbH, mit Sitz in Osnabrück, ist im Handelsregister unter HRB 1062 beim Amtsgericht Osnabrück - Registergericht - eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 Jahre bis 10 Jahre) entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bei Zugang während des Geschäftsjahres zeitanteilig.
Degressive Abschreibungen auf Basis steuerlicher Wahlrechte für vor dem 1. Januar 2008 zugegangene bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens wurden gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zur Berücksichtigung voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,01 bis EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst, der gewinnmindernd über fünf Jahre aufgelöst wird. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden mit der Anschaffung als Aufwand gebucht. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Unentgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit EUR 0,00 angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen zum Bilanzstichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage fortgeführter Durchschnittswerte. Die niedrigeren Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den ermittelten Herstellkosten der Artikel und des jeweils erreichten Verarbeitungsgrades. Dabei sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Allgemeine Verwaltungskosten und/oder Fremdkapitalzinsen sind bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse nicht einbezogen worden. Soweit der aus Tagespreisen des Absatzmarktes abgeleitete beizulegende Wert am Bilanzstichtag die so ermittelten Herstellkosten unterschreitet, ist dieser niedrigere Wert angesetzt (Niederstwertprinzip). Auf Bestände minderer Qualität werden über die ermittelten Werte hinaus in angemessenem Umfang weitere Wertabschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert (Einzelwertberichtigungen) bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken mit Hilfe von Wertberichtigungen berücksichtigt. Den pauschalen nicht bekannten Risiken im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,33 % (Vorjahr: 1,32 %) auf den Nettobetrag der Forderungen Rechnung getragen. Das Wahlrecht für die Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB wird nicht ausgeübt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt betreffen. Das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern auf die Vorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen werden gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 1,83 %. Der Unterschiedsbetrag aus der Umstellung zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 2010 vom Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG auf das Anwartschaftsbarwertverfahren betrug TEUR 8.729. Die zum 31. Dezember 2023 verbleibende Unterdeckung beträgt TEUR 582. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Des Weiteren wurden ein erwarteter Gehaltstrend von 0,0 %, eine Rentenentwicklung von 2,0 % und eine erwartete Fluktuationsrate von 2,5 % berücksichtigt. Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen, dabei ergibt sich der durchschnittliche Marktzinssatz bei sonstigen Rückstellungen weiterhin aus dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre, bei Altersversorgungsverpflichtungen wurde dieser Zeitraum jedoch auf zehn Jahre verlängert. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen und wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter - sofern erforderlich - Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Sie enthalten zudem Rückstellungen für die Abgabeverpflichtung gemäß § 6 TEHG, nach der bis zum 30. April des Folgejahres eine Anzahl von Emissionsrechten abzugeben ist, die den verursachten Emissionen entspricht. Für diese Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten werden Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zuschüsse zum Sachanlagevermögen und wird entsprechend der Buchwertentwicklung der betreffenden Anlagengüter aufgelöst. 3. Angaben zur Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft wird im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung verkauft. Diese Finanzierungsform gleicht wesentliche Schwankungen im Bereich des kurzfristigen gebundenen Kapitals aus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig. c) Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 6.098 (Vorjahr: TEUR 6.986) resultieren in Höhe von TEUR 3.032 (Vorjahr: TEUR 2.606) im Wesentlichen aus der Differenz zwischen Handels- und Steuerrecht (insbesondere aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen) sowie in Höhe von TEUR 3.066 (Vorjahr: TEUR 4.380) aus der Aktivierung von Verlustvorträgen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz (Körperschaft- und Gewerbesteuer) von rd. 31 % zugrunde. Der Betrag der latenten Steuern unterliegt einer Ausschüttungssperre. d) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten ausschließlich Pensionsverbindlichkeiten. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMOG zum 1. Januar 2010 (BilMOG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 8.729. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 582) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von zehn Jahren und der ehemaligen Regelung von sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 193. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. e) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
f) Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.328 sind folgende Sicherheiten bestellt:
4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Angabe zur Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB wurde aufgrund der Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 2 HGB unterlassen. b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 314). c) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 582) enthalten. d) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen beträgt TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 438). Für den Effekt aus der Veränderung des Rechnungszinses bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR -110 (Vorjahr: TEUR 202) erfasst. 5. Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen In den Bereichen Fuhrpark und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Grundstück und Gebäude bestehen zum Bilanzstichtag diverse Leasing- und Mietverhältnisse. Darüber hinaus bestehen Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Gaslieferverträgen. Daraus ergeben sich am Bilanzstichtag folgende Verpflichtungen:
Es bestehen u. a. sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag für das Grundstück inklusive diverser Gebäude der AD GmbH in Osnabrück, Römereschstraße 33, in Höhe von TEUR 413 jährlich (Laufzeit bis zum 31. Dezember 2039) sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag über das Logistikgelände der AD2 GmbH ebenfalls in Osnabrück, Römereschstraße 33, in Höhe von TEUR 392 jährlich (Laufzeit bis zum 31. Dezember 2032). b) Haftungsverhältnisse Die Kämmerer Paper Holding GmbH, Hof, hat bei der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, am 3. August 2018 ein Ratentilgungsdarlehen über ursprünglich TEUR 20.000 aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Darlehensschuld bei der Kämmerer Paper Holding GmbH TEUR 4.800. Für dieses Darlehen hat u. a. die Kämmerer Paper GmbH folgende Sicherheiten gegeben:
Zudem hat die Kämmerer Paper Holding GmbH, Hof, bei der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, am 3. März 2022 ein Festsatzdarlehen über ursprünglich TEUR 5.000 aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Darlehensschuld bei der Kämmerer Paper Holding GmbH TEUR 5.000. Für dieses Darlehen hat u. a. die Kämmerer Paper GmbH folgende Sicherheiten gegeben:
Die Kämmerer Spezialpapiere GmbH, Osnabrück, hat bei der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, am 24. November 2023 einen Kreditrahmen als Überbrückungskredit über bis zu TEUR 5.000 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Darlehensschuld bei der Kämmerer Spezialpapiere GmbH TEUR 1.011. Für dieses Darlehen hat u. a. die Kämmerer Paper GmbH folgende Sicherheiten gegeben: - Haftung als Gesamtschuldner im Wege eines Schuldbeitritts Die Kämmerer Energie GmbH, Osnabrück, hat bei der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, am 3. März 2022 ein Festsatzdarlehen über ursprünglich TEUR 3.825 aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Darlehensschuld bei der Kämmerer Energie GmbH TEUR 2.125. Für dieses Darlehen hat u. a. die Kämmerer Paper GmbH folgende Sicherheiten gegeben: - Haftung als Gesamtschuldner im Wege eines Schuldbeitritts Für die Bankschulden der Gesellschaften der Kämmerer-Gruppe wurden sog. Financial Covenants vereinbart, die an bestimmte Finanzkennzahlen des Konzernabschlusses der Kämmerer Paper Holding GmbH gebunden sind. Die Haftung der Kämmerer Paper GmbH hängt damit maßgeblich von ihrer eigenen wirtschaftlichen Fähigkeit ab, einen Beitrag zur Erreichung der Finanzkennzahlen in der Kämmerer-Gruppe zu leisten. Die Nichteinhaltung der Financial Covenants zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde von der finanzierenden Bank schriftlich und verbindlich im Wege eines sog. Waivers geduldet. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kämmerer-Gruppe verbunden mit der Ende Mai bzw. Anfang Juni 2024 vollzogenen Übernahme der Kämmerer-Gruppe durch die ROXCEL- Gruppe sowie infolge der Verlängerung von Bankfinanzierungen und des sog. Waiver wird derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. c) Derivative Finanzinstrumente Die Kämmerer Paper GmbH nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich zur Absicherung von Zahlungsströmen gegen Währungsschwankungen. Zum 31. Dezember 2023 hat die Kämmerer Paper GmbH als Sicherungsinstrument Devisentermingeschäfte auf Basis US-Dollar in Höhe von nominal EUR 10,2 Mio. zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Einkaufstransaktionen aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Devisentermingeschäfte und die abgesicherten operativen Geschäfte werden alle innerhalb eines Jahres fällig. Des Weiteren wurden Rohwarenswapgeschäfte auf Erdgas zu einem nominalen Wert in Höhe von TEUR 1.093 (Marktwert zum Stichtag: TEUR 1.031) abgeschlossen. Bewertungseinheiten wurden gleichwohl nicht bilanziert. d) Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 114 (Vorjahr: 103) Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:
e) Finanzanlagen Die Gesellschaft verfügt über Finanzanlagen in Höhe von TEUR 17.516 (Vorjahr: TEUR 13.766), die aus Ausleihungen an die Kämmerer Paper Holding GmbH (TEUR 15.950; Vorjahr: TEUR 12.200) sowie an die Kämmerer Energie GmbH (TEUR 1.566; Vorjahr: TEUR 1.566) resultieren. f) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Abschlussprüferhonorar inklusive Auslagen beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 38), für andere Beratungsleistungen TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 25) sowie für Steuerberatungsleistungen TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 7). g) Geschäftsführung Zum Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Herr Jürgen Oess, Jurist, Osnabrück, bestellt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. h) Konzernzugehörigkeit Die Kämmerer Paper GmbH, Osnabrück, wird als eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Kämmerer Paper Holding GmbH, Hof, die den Konzernabschluss für den gleichzeitig kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. i) Nachtragsbericht (Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag) Mit notariellem Kauf- und Übertragungsvertrag vom 10. April 2024 und Vollzugstag zum 31. Mai 2024 wurden sämtliche Geschäftsanteile der Alleingesellschafterin Kämmerer Paper Holding GmbH mit dinglicher Wirkung zum 31. Mai 2024 an die ROXCEL Industry Holding GmbH, Wien, Österreich, übertragen. Im Zuge dieses Verkaufs fließen der Kämmerer-Gruppe rd. EUR 15 Mio. liquide Mittel zu. Mit Vertrag vom 30. Mai 2024 wurden der Kämmerer Paper GmbH und ihrer Schwestergesellschaft Kämmerer Spezialpapiere GmbH zudem ein Kreditrahmen (Sanierungskredit) in Höhe von EUR 3 Mio. zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde die zum 31. Mai 2024 ausgelaufene, an die Kämmerer Paper GmbH und an ihre Schwestergesellschaft Kämmerer Spezialpapiere GmbH ausgereichte Borrowing Base- Finanzierung in Höhe einer gemeinsamen Inanspruchnahme bis zur Höhe von maximal EUR 10 Mio. bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.
Osnabrück, 19. Juni 2024 Kämmerer Paper GmbH Jürgen Oess Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Kämmerer Paper GmbH mit Sitz in Osnabrück ist ein Hersteller von Tapetenrohpapieren und -vliesen, Posterpapieren sowie Trägerpapieren für Selbstklebeetiketten. Eigentümer der Kämmerer Paper GmbH ist die Kämmerer Paper Holding GmbH mit Sitz in Hof. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kämmerer Paper Holding GmbH einbezogen. Seit dem 31. Mai 2024 ist die Kämmerer Paper Holding GmbH Teil der ROXCEL- Gruppe mit Sitz in Wien, Österreich. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Papiermarkt In seinem im Mai 2024 erschienenen Frühjahrsgutachten beziffert der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Weltwirtschaft die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit einem preisbereinigten Rückgang von 0,2 % im Jahr 2023 und erwartet für 2024 mit 0,2 % nur ein geringes BIP-Wachstum. Für 2025 erwartet der Sachverständigenrat ein Wirtschaftswachstum von 0,9 %. Dass die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 auf nahezu demselben Niveau wie vor vier Jahren lag, wäre vor allem auf die Corona-Pandemie sowie die Energiekrise zurückzuführen. Deutschland verzeichnete seit der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 rechnet der Sachverständigenrat mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, nachdem die Inflation 2023 noch bei 5,9 % lag. In seiner Pressemitteilung vom 15. Mai 2024 erwartet der Sachverständigenrat im Verlauf des Jahres 2024, dass der Welthandel und die globale Industrieproduktion zunehmen. Die exportorientierten Unternehmen sähen sich allerdings mit einem scharfen Wettbewerb, steigenden Arbeitskosten und weiterhin erhöhten Energiepreisen konfrontiert. Erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft werden in dem andauernden Krieg in der Ukraine sowie dem Konflikt im Nahen Osten gesehen. Es bestünde die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Energiepreise, der aufgrund des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung einer Erholung der deutschen Volkswirtschaft entgegenwirkte. Die insgesamt schwache gesamtwirtschaftliche Lage 2023 wirkte sich auch auf die die Kämmerer Paper GmbH betreffenden Papiermärkte belastend aus. Eine Erholung des Umsatzes nach dem stark durch den Ausbruch des Russland-/Ukrainekonflikts geprägten Vorjahr fand in der Gesamtbetrachtung für das Geschäft der Kämmerer Paper GmbH nur in sehr begrenztem Umfang statt. Belastend wirkten für alle Produktbereiche vor allem die maßgeblich durch die steigenden Energiepreise getriebenen hohen Preise der Rohstoffe und setzten die Produktmargen einem unverändert hohen Druck aus. Dies betraf gleichermaßen die Bereiche der Tapetenrohpapiere und -vliese, den der Posterpapiere sowie den der Releasepapiere. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 entspricht die Auftragssituation weitestgehend den Planerwartungen. Der Ukrainekrieg und seine negativen Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung belasten jedoch nach wie vor die Geschäftstätigkeit der Kämmerer Paper GmbH. Die Dauer dieser Auswirkungen ist aufgrund der mangelnden Vorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung der geopolitischen Situation nur schwer absehbar. Geschäftsverlauf Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 kann für die Märkte für Tapetenrohpapiere und -vliese grundsätzlich als unverändert schwach bezeichnet werden. Nach einem Einbruch des Jahresabsatzes 2022 gegenüber 2021 um 22,0 % fiel der Absatz 2023 um weitere 4,0 %. Die Planzahlen wurden um 11,7 % unterschritten. Eine leichte Erholung zeigt sich lediglich in den westeuropäischen Märkten für Tapetenrohpapiere und -vliese. Im Bereich der Posterpapiere konnten 2023 die Absatzmengen des starken Jahres 2022 nicht bestätigt werden. Sie fielen um 8,1 %. Der Plan wurde um 8,5 % verfehlt. Insbesondere das erste Halbjahr war schwach, was auf Destockingmaßnahmen seitens der Kunden zurückzuführen ist. Eine zunehmende Erholung setzte erst mit dem Beginn des zweiten Halbjahres 2023 ein. Der Absatz im Bereich der Releasepapiere fand auf dem Niveau des Vorjahres statt. Der Plan wurde um 10,9 % überschritten. Die Gesamtabsatzmengenabweichung lag 2023 bei -4,7 % gegenüber Vorjahr und -8,8 % gegenüber Plan. Dementsprechend produzierte die Produktionslinie mit einem gegenüber dem Vorjahr und Plan nochmals deutlich niedrigeren Auslastungsgrad. Die Preise für das Hauptrohmaterial Zellstoff und eine Vielzahl der sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, für Brennstoffe sowie für Frachten waren während der gesamten Periode auf einem hohen Niveau, sodass die spezifischen Produktmargen während des gesamten Geschäftsjahres einer hohen Belastung ausgesetzt waren. Hauptaugenmerk im Bereich der Forschung und Entwicklung sowie der Produktion lag auch im Geschäftsjahr 2023 auf der Weiterentwicklung der Produkte mit dem Ziel der Verbesserung ihrer Qualität und Anwendungsmöglichkeiten. Investitionen Die Investitionsaktivität bezog sich im Geschäftsjahr 2023 auf eine Vielzahl kleinerer Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen im Bereich der Produktion zur Erhöhung der Maschinen- und Materialeffektivität. Die Summe der Investitionen in das Sachanlagevermögen belief sich auf TEUR 1.943. Personal Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 114 (Vorjahr: 103) Personen in der Gesellschaft beschäftigt. Gemäß Tarifabschluss vom 18. November 2022 erfolgte zum 1. Januar 2023 eine pauschale Erhöhung von EUR 150,00 pro Person, unabhängig von der Lohn- oder Gehaltsgruppe der jeweilig beschäftigten Person. Zudem wurden Inflationsausgleichssonderzahlungen von in Summe EUR 2.250,00 pro Person geleistet. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 121.148 (Vorjahr: TEUR 124.993). Der Jahresfehlbetrag beträgt nach Zinsen und Steuern TEUR -5.055 (Vorjahr Jahresüberschuss: TEUR 265). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen/Bestandsveränderung) erhöhte sich in der Kämmerer Paper GmbH von 75,6 % im Vorjahr auf 76,7 % in 2023. Das Verbleiben auf diesem hohen Niveau ist im Wesentlichen auf die während des gesamten Geschäftsjahres hohen Preise des Hauptrohstoffes Zellstoff, denen der sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie den hohen Energiekosten zurückzuführen. Die Personalkosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.734 auf TEUR 8.267. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen verliefen mit TEUR 1.895 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.784). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 23.974 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 24.754). Dies hing vor allem mit den mit dem niedrigeren Absatz zusammenhängenden niedrigeren Sondereinzelkosten des Vertriebs zusammen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhten sich aufgrund der Erhöhung des Zinses für Fremdkapital von TEUR 892 im Vorjahr auf TEUR 1.119 in 2023. b) Finanzlage Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf TEUR -2.703 und resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag. Das Finanzmanagement zielt weiterhin darauf ab, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen sowie Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unser etabliertes und langjähriges Kunden- und Lieferantenmanagement ermöglichte eine konsequente Umsetzung dieser Zielsetzung auch in dem nach wie vor schwierigen Geschäftsumfeld im Jahr 2023. Der Finanzmittelfonds lag am Ende der Periode bei TEUR 2.188 (Vorjahr: TEUR 4.756). Zur Finanzierung des Working Capital wurde der Kämmerer Paper GmbH gemeinsam mit den verbundenen Unternehmen Kämmerer Spezialpapiere GmbH und Kämmerer Paper Holding GmbH ein im Mai 2024 bis Dezember 2026 verlängerter Gesamtkreditrahmen von EUR 10 Mio. eingeräumt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hat die Kämmerer Paper GmbH den Kreditrahmen mit TEUR 4.328 in Anspruch genommen. Als zusätzliches Finanzierungsinstrument verfügt die Kämmerer Paper GmbH über einen Factoring-Vertrag. Aufgrund des wesentlichen Einflusses des Ukrainekrieges auf die Geschäftstätigkeit der Kämmerer Paper GmbH wurden bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2022 KfW-Mittel aus einem Sonderprogramm in Höhe von TEUR 5.000 beantragt und bewilligt. Der Mittelzufluss erfolgte im Januar 2023. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Kämmerer Paper GmbH reduzierte sich im Jahr 2023 von TEUR 63.062 auf TEUR 60.492. Der Anteil des Anlagevermögens (TEUR 26.367) ist von 35,8 % auf 43,6 % gestiegen. Das Eigenkapital beträgt TEUR 8.381 (Vorjahr: TEUR 13.436). Es bestehen langfristige Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 22.750 (Vorjahr: TEUR 21.752). Das Umlaufvermögen reduzierte sich im Jahr 2023 von TEUR 33.498 auf TEUR 28.021. Es reduzierten sich vor allem die Vorräte an Fertig- und Halbfertigfabrikaten. Der ausgewiesene passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 296) und betrifft zum Teil die vom ehemaligen Mutterkonzern Ahlstrom erhaltenen Zuschüsse für in den Vorjahren getätigte Investitionen. Diese werden linear über die Laufzeit der Investitionen abgebaut. d) Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Kämmerer Paper GmbH wird über verschiedene Leistungsindikatoren gesteuert. Hierzu zählen insbesondere die Umsatzerlöse, das EBITDA sowie der Auslastungsgrad der Maschinen. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich die Umsatzerlöse der Kämmerer Paper GmbH von TEUR 124.993 auf TEUR 121.148. Das EBITDA lag mit TEUR -1.416 erheblich unter dem Niveau des Vorjahres von TEUR 2.535. Die Kapazitätsauslastung sank weiter von 90,4 % in 2022 auf 84,8 % in 2023. Die Umsatzerlöse lagen unter der Prognose des vorangegangenen Jahres, der Auslastungsgrad der Papiermaschine lag ebenso deutlich unter der Planannahme. Die Geschäftsführung bewertet das Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 als ein Übergangsjahr, in dem unternehmensintern im Zusammenhang mit der Schließung der Produktionslinie 3 in der Schwestergesellschaft am Standort Kämmerer Spezialpapiere GmbH eine Vielzahl weiterer Prozessverbesserungen und Rationalisierungsmaßnahmen umgesetzt werden konnten. Aufgrund des Ukrainekrieges und seiner unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft mit Tapetenrohpapieren und -vliesen sowie seines fortgesetzten Einflusses auf die Energiekosten- und Rohstoffkostenentwicklung, der lediglich in begrenztem Umfang auf der Kundenseite weitergegeben werden konnte, lag das Jahresergebnis jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Für die Bankschulden der Gesellschaften der Kämmerer-Gruppe und somit auch für die Kämmerer Paper GmbH wurden sog. Financial Covenants vereinbart, die an bestimmte Finanzkennzahlen des Konzernabschlusses der Kämmerer Paper Holding GmbH gebunden sind. Die Sollgröße des in diesem Zusammenhang definierten EBITDA/Net-Debt-Verhältnisses konnte zum 31. Dezember 2023 nicht eingehalten werden. Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, hat sich in einem sog. Waiver bereit erklärt, diese Nichteinhaltung der Financial Covenants zum 31. Dezember 2023 zu dulden und aus der Nichteinhaltung keine Rechte abzuleiten. Am 11. April 2024 wurde zwischen den Gesellschaftern der Kämmerer Paper Holding GmbH und der ROXCEL-Gruppe mit Sitz in Wien, Österreich, ein Share Purchase and Transfer and Restructuring Agreement unterzeichnet. Das Closing und damit ein 100%iger zivilrechtlicher Eigentumsübergang an die ROXCEL-Gruppe fand am 31. Mai und 3. Juni 2024 statt. Der Kauf beinhaltet für die Kämmerer-Gruppe einen unmittelbaren Zufluss an liquiden Mitteln von in Summe EUR 15 Mio., die zu ca. zwei Dritteln für die Ablösung von in der Kämmerer-Gruppe bestehenden Darlehen verwendet werden. Vor dem Hintergrund der vorgenannten Ausführungen beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kämmerer Paper GmbH als derzeit gesichert. 4. Risiko- und Chancenbericht In der Kämmerer Paper GmbH ist eine Vielzahl von Kontrollmechanismen etabliert, die kontinuierlich fortgeführt werden. Dies umfasst die Erfassung, Überwachung und Steuerung der internen Prozesse und Geschäftsrisiken, verschiedene Management- und Kontrollsysteme sowie einen detaillierten Planungsprozess. Es fanden in 2023 Audits zu DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001 sowie DIN EN ISO 45001 mit positivem Ergebnis statt. Diese Zertifikate beziehen sich auf das Qualitäts-, Umweltschutz-, Sicherheits-, Gesundheits- und Energiemanagementsystem. Des Weiteren wurde unser etabliertes Performance Excellence Programm "A-Plus" im Geschäftsjahr 2023 weitergeführt, in dessen Rahmen insbesondere die Verfolgung von operativen Leistungsindikatoren wie spezifische Energieverbräuche, Produktqualität, Kundenzufriedenheit etc. im Fokus stehen. Auf der Absatzseite werden die Forderungen durch eine Kreditversicherung mit einer Deckungsquote von über 50 % des Gesamtforderungsbestandes abgesichert. Die Kämmerer Paper GmbH nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich zur Absicherung von Zahlungsströmen gegen Währungsschwankungen. Zum 31. Dezember 2023 hat die Kämmerer Paper GmbH als Sicherungsinstrument Devisentermingeschäfte auf Basis US-Dollar in Höhe von nominal EUR 10,2 Mio. zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Einkaufstransaktionen aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Devisentermingeschäfte und die abgesicherten operativen Geschäfte werden alle innerhalb eines Jahres fällig. Des Weiteren wurden Rohwarenswapgeschäfte auf Erdgas zu einem nominalen Wert in Höhe von TEUR 1.093 (Marktwert zum Stichtag: TEUR 1.031) abgeschlossen. Bewertungseinheiten wurden gleichwohl nicht bilanziert. Die finanziellen Risiken der Gesellschaft umfassen auch Risiken aus der Haftung für Bankschulden des Mutterunternehmens Kämmerer Paper Holding GmbH und für Schwestergesellschaften. Diese Haftungsrisiken können sich in erheblichem Maße negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Da für diese Fremdfinanzierung Financial Covenants vereinbart sind, die an bestimmte Finanzkennzahlen des Konzernabschlusses der Kämmerer Paper Holding GmbH gebunden sind, hängt die Haftung der Kämmerer Paper GmbH somit maßgeblich von ihrer eigenen wirtschaftlichen Fähigkeit ab, einen Beitrag zur Erreichung der Finanzkennzahlen in der Kämmerer-Gruppe zu leisten. Aufgrund der prognostizierten wirtschaftlichen Verhältnisse der Kämmerer-Gruppe verbunden mit der Übernahme durch die ROXCEL-Gruppe und den damit einhergehenden Mittelzuflüssen und weitergehenden Finanzierungszusagen wird das Haftungsrisiko für die Kämmerer Paper GmbH als gering eingeschätzt. Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung - insbesondere belastet durch die derzeitigen geopolitischen Verwerfungen - und damit einhergehend der Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten, die Situation auf den weltweiten Energiemärkten, die unverändert angespannte Lage in den Lieferketten sowie die weitere Entwicklung der Produktions- und Materialeffektivitäten und damit der spezifischen variablen Produktionskosten stellen nach wie vor hohe Risiken dar und werden von unverändert hoher Bedeutung für die Ertragslage und damit für die wirtschaftliche Entwicklung der Kämmerer Paper GmbH sein. Im Allgemeinen ist in der Verpackungsindustrie eine Tendenz zu erkennen, ölbasierte Produkte durch nachhaltige, naturfaserbasierte Produkte zu substituieren. Hier bestehen auch für die Kämmerer Paper GmbH Chancen, diese Entwicklung mit neuen und modifizierten Produkten zu begleiten. Ein Teil unserer Entwicklungstätigkeit wurde bereits auf dieses Potential ausgerichtet. Mit Vollzugstag zum 31. Mai 2024 hat sich der Gesellschafterkreis unserer Muttergesellschaft Kämmerer Paper Holding GmbH vollständig geändert. Neuer, alleiniger Eigentümer der Kämmerer-Gruppe ist nunmehr die ROXCEL-Gruppe mit Sitz in Wien, Österreich. Im Zuge dieses Eigentümerwechsels fließen der Kämmerer-Gruppe und somit zumindest indirekt auch unserer Gesellschaft nicht nur liquide Mittel in Höhe von EUR 15 Mio. zu; darüber hinaus verfügt der neue Eigentümer auch über langjährige Branchenerfahrung und Zugang zu neuen Märkten, was sich in den kommenden Jahren positiv auf unsere Gesellschaft auswirken wird. Durch den Eigentümerwechsel sowie aufgrund mit der Hausbank vereinbarten Refinanzierungsmaßnahmen steht dem Unternehmen ein nach derzeitigem Planungsstand ausreichender Finanzierungsspielraum zur Verfügung. 5. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2023 entsprach nicht den Prognosen zu Beginn des Geschäftsjahres. Die signifikante Absatzmengen- und Umsatzabweichung sowie die hohen Energie- und Rohstoffkosten resultierten in einer negativen Jahresergebnisabweichung. Das EBITDA als Spitzenkennzahl zur internen Steuerung des Unternehmens belief sich auf TEUR -1.416. Der Plan waren TEUR 5.806. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2024 entspricht hinsichtlich des sich positiv entwickelnden Auftragseingangs und der gesteigerten Absatzvolumina weitestgehend unseren Erwartungen. Dies gilt für den Bereich der Posterpapiere, für den der Trägerpapiere für Selbstklebeetiketten und auf einem unverändert niedrigeren Niveau für den Bereich der Tapetenrohpapiere und -vliese. Eine Herausforderung stellen unverändert die seit Jahresbeginn weiter steigenden Rohstoffkosten und der damit einhergehende Druck auf die Produktmargen dar. Die zukünftigen Möglichkeiten, Kostensteigerungen in höhere Verkaufspreise umzusetzen, werden für den weiteren Geschäftsverlauf der Kämmerer Paper GmbH von wesentlicher Bedeutung sein. In diesem Zuge wird ein noch konsequenteres Fixkosten- und Working-Capital- Management betrieben werden müssen, das die Auswirkungen etwaiger Margen- und Kassenverluste begrenzt. Des Weiteren sind neben den oben genannten Maßnahmen im Zuge des vollzogenen Eigentümerwechsels weitere Initiativen zur Optimierung der Produktionsabläufe und zur Absatzsteigerung gestartet worden. Für 2024 rechnen wir mit einem signifikant steigenden und positiven EBITDA; für 2025 mit einem gegenüber 2024 leicht rückläufigen, aber immer noch deutlich positiven EBITDA. Eine abschließende Prognose etwaiger Auswirkungen der derzeitigen geopolitischen Unsicherheiten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kämmerer Paper GmbH stellt sich als schwierig dar. Daher können die tatsächlichen Ergebnisse von den oben dargestellten Erwartungen mehr oder weniger abweichen, sofern sich unsere Annahmen als unzutreffend erweisen sollten.
Osnabrück, 19. Juni 2024 Kämmerer Paper GmbH Jürgen Oess Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kämmerer Paper GmbH, Osnabrück Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kämmerer Paper GmbH, Osnabrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kämmerer Paper GmbH, Osnabrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 19. Juni 2024 PSP
Peters Schönberger GmbH
Bernhard Winterstetter, Wirtschaftsprüfer Oliver Münz, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung In der Gesellschafterversammlung vom 28. November 2024 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
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