Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 100733
Vorher
Thieme Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
3.1.2006
Branche
Herstellung von SportgerätenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Geänderter Gegenstand: Die Herstellung und der Vertrieb von Sport-, Freizeit- und Modebekleidungsartikeln sowie Therapiegeräten und Vereinsbedarf aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Josef Egerer
seit 23.9.2025
Geschäftsführer
Prokura
Maximilian Hohe
seit 16.9.2014
Geschäftsführer
Axel Gieseke
seit 3.1.2006
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sport-Thieme GmbH

Grasleben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

1. Grundlagen des Unternehmens

Sport-Thieme entwickelt, stellt her und vermarktet Bewegungs-, Sport- und Therapieprodukte. Als Deutschlands führender Spezialversandhandel versteht sich das Unternehmen als Partner für alle, die sich im institutionellen/organisierten Rahmen mit Bewegung, Sport und Therapie befassen. Sport-Thieme betreibt neben dem Hauptsitz in Grasleben neun Betriebsstätten im gesamten Bundesgebiet Deutschland. Neben den Auslandsgesellschaften gehören weitere Unternehmen und Beteiligungen in kerngeschäftsnahen Bereichen zur Sport-Thieme-Gruppe.

2. Wirtschaftsbericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hatte, setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte BIP war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preis,- saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % niedriger als im Vorjahr und ist im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 preis ,saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gestiegen.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Das dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %).

Trotz nachlassender Inflation blieb eine Erholung der privaten Konsumausgaben im 1. Quartal 2024 aus. Diese sanken preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 % im Vergleich zum Vorquartal.

Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hatte, stieg damit die öffentliche Verschuldung gegenüber dem Jahresende 2022 um 3,3 % beziehungsweise um 77,4 Mrd. EUR. Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände in Deutschland erhöhte sich um 9,1 % beziehungsweise 12,9 Mrd. EUR.

In unserem wichtigen Auslandsmarkt Schweiz ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 gemäß dem Bundesamt für Statistik der Schweizerischen Eidgenossenschaft gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt der 27 EU-Staaten ist lt. Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ebenfalls gestiegen (+0,4 %).

Die Absatzstruktur der Sport-Thieme GmbH hat sich nach dem Ende der Corona-Pandemie weiter normalisiert. Die Umsätze in unseren Kernzielgruppen, der institutionellen Kundschaft, Behörden und Einrichtungen entwickeln sich weiter positiv bei einer gleichzeitigen Abnahme im B2C-Geschäft. Während der Corona-Pandemie hat es gegenläufige Absatzentwicklungen gegeben.

Die Preisentwicklung aufgrund des Marktdruckes und des Ukraine-Krieges mit steigenden Material- und Bezugskosten belasten unseren Rohertrag weiterhin. Durch moderate Preisanpassungen, aber nicht mehr in der Breite des Sortiments wie im Vorjahr, haben wir auf die Entwicklung reagiert.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist durch einen Umsatz auf Vorjahresniveau bei prozentual zum Umsatz steigenden Rohertrag sowie ein höheres Ergebnis vor Steuern (Jahresüberschuss zuzüglich Steuern vom Einkommen und Ertrag) gekennzeichnet.

Zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit nutzt die Geschäftsführung folgende finanzielle Kennzahlen: Rohertrag, Marketingaufwendungen und Ergebnis vor Steuern. Diese werden durch die nichtfinanziellen Kennzahlen Zufriedenheit der Kundschaft und Zufriedenheit der Mitarbeitenden ergänzt.

Ertragslage

Die Gesellschaft verzeichnet im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz auf Vorjahresniveau in Höhe von 100 Mio. EUR. Nach Umsatzanstiegen zu Beginn des Geschäftsjahres sind die Umsätze ab November 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. U. a. aufgrund der unsicheren politischen Rahmenbedingungen durch eine ungeklärte Haushaltslage im Bund und aufgrund dessen verhängter Haushaltssperren auf kommunaler Ebene sind Umsätze mit Schulen und Institutionen im Geschäftsjahr 2023/24 gesunken. Dieses konnte durch gestiegene Umsätze an Wiederverkaufende kompensiert werden.

Dem Preisdruck in der Branche wird mit einem vermehrten Verkauf von Eigenmarken begegnet.

In unserem Online-Shop überwachen wir regelmäßig die Zufriedenheit der Kundschaft anhand der Trusted Shop-Bewertungen. Dieser Wert sollte die Note 4,5 nicht unterschreiten. Zum Stichtag lag dieser Wert bei 4,71 (i.V. 4,65) und damit konnte wie geplant das sehr gute Niveau gehalten werden.

Der Materialaufwand entwickelte sich insbesondere aufgrund gesunkener Bezugskosten unterproportional zu den Umsatzerlösen, sodass insgesamt der Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, sonstigen betrieblichen Erträgen und Materialaufwand) gegenüber dem Vorjahr prozentual um 10,7 % gestiegen ist, sowie wertmäßig um 4.731 TEUR von 44,3 Mio. EUR auf 49,0 Mio. EUR zugenommen hat. Damit liegt der Rohertrag sowohl wertmäßig als auch prozentual im Verhältnis zur Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen) über unseren Planungen von einem deutlichen absoluten und einem leichten relativen Anstieg.

Die Anzahl der Mitarbeitenden ist im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich auf 397 (i. V. 393) gestiegen. Die Erhöhung des Personalbestands und vor allem höhere Rückstellungen sowie die Anpassung der Löhne und Gehälter ab 1. Oktober 2023 führten zum Anstieg des Personalaufwands um 1.440 TEUR.

Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist für uns ein wichtiges Kriterium, um Mitarbeitende langfristig an das Unternehmen zu binden. Über das Internetportal Kununu überwachen wir regelmäßig die Bewertungen. Zum Stichtag lag der Wert bei 4,0 (i.V. 4,0) und damit nicht unter dem geplanten Wert von 4,0.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Vorjahr um 2.363 TEUR auf 25.374 TEUR gestiegen. Ursächlich dafür sind zum einen die Aufwendungen aufgrund betriebsbedingter Umstrukturierungen im Vertriebsbereich von 0,5 Mio. EUR. Die zum Vorjahr um 667 TEUR gestiegenen Rechts- und Beratungskosten, die zum Vorjahr um 560 TEUR gestiegenen Raum- und Grundstücksaufwendungen sowie die um 488 TEUR gestiegenen Aufwendungen für Verpackung und Versand haben ebenfalls zur Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen. Die Marketingaufwendungen sind dagegen nur um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, womit der Anstieg deutlich unter dem geplanten Wert von 13 % liegt. Insgesamt liegt der Anstieg über dem geplanten Wert, da zum Zeitpunkt der Planung die Entwicklung in einigen Aufwandsbereichen noch nicht eindeutig absehbar war.

Das Beteiligungs- und Zinsergebnis (Summe aus Erträgen aus Beteiligungen, Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Abschreibungen auf Finanzanlagen und Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ist von 842 TEUR im Vorjahr auf 1.130 TEUR gestiegen. Dafür ursächlich sind im Wesentlichen die höheren Erträge aus Beteiligungen (1.070 TEUR, i. V. 872 TEUR).

Das Ergebnis vor Steuern hat sich damit insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 1.128 TEUR auf 4.279 TEUR (i. V. 3.151 TEUR) erhöht und liegt deutlich über unserer Planung von einem Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau.

Aufgrund des höheren Ergebnisses vor Steuern haben sich die Ertragsteuern um 263 TEUR erhöht.

Der Jahresüberschuss ist aufgrund der zuvor angeführten Punkte für das aktuelle Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 855 TEUR gestiegen.

Vermögenslage

Es wurde im Geschäftsjahr 2023/24 eine Summe von 543 TEUR in das Anlagevermögen investiert. Davon entfallen 84,1 % auf Sachanlagen. Die wesentlichen Zugänge betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung (449 TEUR).

Da der wesentliche Teil des eingesetzten Betriebsvermögens gepachtet ist, beträgt der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme nur 5,9 %.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 % bzw. 1.206 TEUR gesunken. Dabei sind insbesondere die Warenbestände deutlich zurückgegangen. Das Volumen des Warenbestands ist allerdings weiterhin hoch. Daher erwarten wir auch weiterhin eine hohe Lieferfähigkeit. Die Vorräte umfassen damit 52,6 % (i. V. 60,9 %) der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund rückläufiger Umsatzerlöse sowie stichtagsbedingt um 923 TEUR (17,37 %) reduziert.

Die Kapitalstruktur hat sich im Geschäftsjahr verbessert. Die Eigenkapitalquote ist von 68,7 % auf 69,2 % gestiegen. Trotz erfolgter Ausschüttung im aktuellen Jahr hat sich das Eigenkapital aufgrund des hohen Jahresüberschusses verbessert.

Die Rückstellungen sind aufgrund von um 1.020 TEUR höheren Personalrückstellungen sowie aufgrund um 164 TEUR gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen trotz der um 603 TEUR geringeren Steuerrückstellungen insgesamt um 726 TEUR gestiegen.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten um 248 TEUR auf 4.046 TEUR resultiert aus der stichtagsbedingten Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie aus der Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Finanzlage

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4.649 TEUR auf 5.473 TEUR erhöht.

Die Gesellschaft verfolgt weiterhin eine konservative Finanzierungsstrategie, in der Darlehen zu festen Zinssätzen abgeschlossen werden und es keine derivativen Finanzinstrumente gibt.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, mithilfe der eingeräumten Kreditlinien von 7,0 Mio. EUR, die am Bilanzstichtag nicht genutzt waren, ihren Zahlungsverpflichtungen vollständig und termingerecht nachzukommen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2023/24 ist durch den deutlichen Anstieg des Rohertrages (Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, sonstigen betrieblichen Erträgen und Materialaufwand) infolge der Reduzierung des Materialaufwands gekennzeichnet. Gestiegene Personalaufwendungen und die deutliche Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere durch gestiegene Rechts- und Beratungskosten, konnten durch die Rohertragssteigerung kompensiert werden. Aufgrund dieser Tatsachen ist das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Der gesunkene aber weiterhin hohe Bestand bei den Vorräten soll unverändert die hohe Lieferfähigkeit garantieren.

Trotz erfolgter Ausschüttung hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund des hohen Jahresüberschusses von 68,7 % auf 69,2 % verbessert. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten konnten deutlich erhöht werden.

Der Geschäftsführende bewertet die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft als zufriedenstellend.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Als Anbietende im Bereich Schulsport, Vereinssport, Fitness und Therapie, mit einem großen Lager, sind wir sehr flexibel und in der Lage, unserer Kundschaft individuelle Produkte anzubieten. Das Produktmanagement überwacht den jeweiligen Produktbereich und passt das Sortiment ständig an die Wünsche der Kundschaft an. Der Dialog mit unserer Kundschaft, Mitarbeitenden und Liefernden, aber auch mit Vereinen, Behörden, Schulen und kommerziellen Sportanbietenden ist für uns ein wichtiges strategisches Instrument. Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit und Erfahrung verfügen wir nach unserer Einschätzung über ausgezeichnete Lieferantenbeziehungen und -kontakte sowie über einen großen Kund:innenstamm.

Die gegenwärtigen Strukturen und Instrumente sichern unseres Erachtens der Geschäftsführung ausreichende Informationen zur Steuerung des Unternehmens und zur Erkennung von Risiken und Chancen.

Die Zufriedenheit der Kundschaft in unserem Internetshop überwachen wir weiterhin anhand der Trusted Shop-Bewertungen. Wir planen, die Bewertung auf dem aktuellen, sehr guten Niveau zu halten.

Bezüglich der Zufriedenheit der Mitarbeitenden überwachen wir regelmäßig die Bewertungen das Internetportal Kununu auch im Hinblick auf den weiter zunehmenden Fachkräftemangel. Bei Bedarf wird auf ungünstige Kommentare eine Stellungnahme eingestellt. Ziel ist es, in der Bewertung auch zukünftig über 4,0 zu liegen. Es besteht aufgrund der wirtschaftlichen und personalstrukturellen Veränderungen die Möglichkeit, dass die Bewertung zukünftig unter die Schwelle von 4,0 rutscht.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024/25 keine Erholung der Wirtschaftsleistung in Deutschland und Europa.

In unseren Planungen, welche zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden haben, haben wir für das Geschäftsjahr 2024/25 Umsätze berücksichtigt, die knapp über dem Vorjahr liegen. Den Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, sonstigen betrieblichen Erträgen und Materialaufwand) planten wir sowohl absolut als auch im Verhältnis zur Gesamtleistung auf Vorjahresniveau. Bei den Marketingaufwendungen gehen wir gegenüber dem Vorjahr von einer Reduzierung von ca. 6 % aus. Bei den Rechts- und Beratungskosten kalkulieren wir aufgrund der Investition in ein neues ERP-System sowie aufgrund von Kostensteigerungen einen Anstieg um ca. 65 %, da aufgrund von IT-Investitionen weiterhin in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens investiert wird. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2024/25 dann ganzjährig enthaltenen Miete für eine neue Logistikimmobilie planen wir auch mit einem deutlichen Anstieg der Raum- und Grundstücksaufwendungen. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Ergebnis vor Steuern deutlich unter Vorjahresniveau kalkuliert.

Effizienzsteigerungen erwarten wir uns von der Zusammenfassung unserer Logistikimmobilien. Ein wesentlicher Teil der geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2024/25 von 2 Mio. EUR entfällt daher auf den Bereich Logistik.

Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2024/25 ist aus Sicht der Sport-Thieme GmbH ernüchternd. Die wirtschaftliche Situation per August ist unter Plan und aktuell deutlich unter dem Vorjahr.

Bei den Umsatzerlösen bewegen wir uns per August 2024 bei fast allen Kundengruppen deutlich unter Planniveau, bei allerdings niedrigerem Materialaufwand, womit eine Reduzierung des Rohertrags für das Geschäftsjahr 2024/2025 wahrscheinlich erscheint, der aber aktuell im Verhältnis zur Gesamtleistung leicht über der Planung prognostiziert wird. Beim Ergebnis vor Steuern erwarten wir aktuell eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Plan, allerdings deutlich unter Vorjahresniveau. Gründe für die Verbesserung gegenüber dem Plan sind vor allem Kostenverschiebungen im Bereich Rechts- und Beratungskosten, die sich erst im nächsten Geschäftsjahr niederschlagen werden (Prognose ca. 32 % unter Plan).

Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen und finanzpolitischen Lage in Deutschland bestehen Risiken bezüglich der Entwicklung der öffentlichen Haushalte und damit mögliche Umsatzrückgänge seitens unserer institutionellen Kundschaft. Ebenso kann dieses zu weiterer Kaufzurückhaltung aller Kund:innengruppen führen.

Weiterhin besteht ein grundsätzliches Risiko von Preisdruck im Markt, insbesondere wenn Mitbewerbende in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten würden und den Preiswettbewerb in ihrer finanziellen Not weiter verstärken.

Unverändert bleibt das Risiko steigender Kosten im Material- und Lohnbereich vor allem durch den weiter anhaltenden Krieg in der Ukraine und den Krieg im Nahen Osten.

Die aktuelle Kostenentwicklung wird durch die steigenden Materialbezugskosten getrieben. Hier führen u. a. auch der Ukraine-Krieg und der Krieg im Nahen Osten zu längeren Transportzeiten durch längere Fahrwege der Containerschiffe. Auch innerhalb Deutschlands sind die Bezugskosten durch Mauterhöhungen und Personalkostensteigerungen gestiegen. Wir versuchen mit intensiven Lieferantengesprächen Einsparungen im Einkauf zu realisieren und auf die Entwicklung zu reagieren. In den nächsten Jahren hoffen wir auf wieder mehr Preisstabilität am Markt. Sollte diese Preisstabilität nicht eintreten, könnte dieses zu sinkenden Roherträgen führen.

Das in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene Ausfallrisiko wird durch Bonitätsprüfungen und konsequente Überwachungen der Zahlungseingänge überwacht. Die Werthaltigkeit der Beteiligungen sowie Anteile und Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen wird durch regelmäßige Reports und Berichterstattungen der Gesellschaften überprüft.

Die Preisentwicklung im Markt sowie die steigenden Kosten im Materialbezug und Lohnbereich, insbesondere auch durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten, das Nachfragerisiko und der Fachkräftemangel bilden aktuell die größten und wesentlichsten wirtschaftlichen Risiken für das Unternehmen.

 

Grasleben, den 26. September 2024

gez. Maximilian Hohe

Bilanz zum 31. März 2024

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene Software und Lizenzen) 26.196,72 60.752,02
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 308.285,48 369.404,60
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.380.972,05 1.332.720,42
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.000,00 62.000,00
1.751.257,53 1.764.125,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 366.900,20 366.900,20
2. Beteiligungen 540.133,70 483.387,92
3. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
4. sonstige Ausleihungen 32.595,81 6.232,03
939.779,71 856.670,15
2.717.233,96 2.681.547,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.020.483,47 1.447.045,96
2. unfertige Erzeugnisse 83.022,09 5.250,65
3. fertige Erzeugnisse und Waren 13.966.976,36 14.861.514,09
4. geleistete Anzahlungen 548.426,70 511.179,34
15.618.908,62 16.824.990,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.392.452,57 5.315.923,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 420.964,03 1.056.640,39
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 127.066,80 127.312,97
4. sonstige Vermögensgegenstände 272.218,50 300.790,04
5.212.701,90 6.800.666,94
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.473.214,02 824.161,53
26.304.824,54 24.449.818,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 660.306,32 514.742,97
29.682.364,82 27.646.108,67
Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.505.941,51 2.505.941,51
III. Gewinnvortrag 13.835.401,40 13.131.356,80
IV. Jahresüberschuss 3.209.005,77 2.354.044,60
20.550.348,68 18.991.342,91
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 216.152,00 819.566,48
2. sonstige Rückstellungen 4.869.457,48 3.540.425,83
5.085.609,48 4.359.992,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.546,43 32.897,96
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 910.072,44 938.628,03
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.020.911,96 2.263.341,79
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 591.608,77 622.313,94
5. sonstige Verbindlichkeiten 498.267,06 437.591,73
davon aus Steuern 153.297,65 EUR (Vorjahr 130.897,31 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 109.550,49 EUR (Vorjahr 94.961,61 EUR)
4.046.406,66 4.294.773,45
29.682.364,82 27.646.108,67

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 99.969.822,24 100.032.901,17
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 213.477,92 88.067,81
3. sonstige betriebliche Erträge 467.438,04 352.971.01
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.913,82 EUR (Vorjahr 2.062,68 EUR)
4. Materialaufwand (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren) 51.647.742,93 56.201.642,78
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.679.195,70 15.452.602,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.301.990,98 3.088.673,62
davon für Altersversorgung 87.716,65 EUR (Vorjahr 54.649,26 EUR)
19.981.186,68 18.541.276,43
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 498.955,30 410.239,12
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 25.374.251,93 23.011.640,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.781,40 EUR (Vorjahr 6.247,88 EUR)
8. Erträge aus Beteiligungen 1.070.062,29 872.245,60
davon aus verbundenen Unternehmen 1.021.080,00 EUR (Vorjahr 802.340,00 EUR)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 20.993,20 20.637,82
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 186,64 318,95
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.939,15 27.530,71
davon aus verbundenen Unternehmen 76.298,05 EUR (Vorjahr 26.939,60 EUR)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 99.836,67 79.126,85
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung 7.264,00 EUR (Vorjahr 4.516,00EUR)
davon an verbundene Unternehmen 89.552,81 EUR (Vorjahr 47.170,66 EUR)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.059.649,76 796.702,58
14. Ergebnis nach Steuern 3.219.296,21 2.354.044,60
15. sonstige Steuern 10.290,44 0,00
16. Jahresüberschuss 3.209.005,77 2.354.044,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

I. Allgemeine Angaben

Die Sport-Thieme GmbH mit Sitz in Grasleben wird beim Amtsgericht Braunschweig unter der Handelsregisternummer HRB 100733 geführt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit ist gewahrt.

Währungsumrechnungen während des Geschäftsjahres sind mit den Kursen am Tag der Zahlung erfolgt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend der bisherigen Handhabung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um zeitanteilige, nach der linearen Methode berechnete Abschreibungen, in Ansatz gekommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - vermindert um Abschreibungen, berechnet nach der linearen oder der degressiven Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Abnutzbare bewegliche Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zum Anteilsbesitz werden folgende Angaben gemacht:

prozentualer Kapitalanteil Eigenkapital gesamt Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Sport-Thieme B.V., Den Helder (Niederlande) 100,0 -235,9 -24,0
Sport-Thieme AG, St. Gallen (Schweiz) 100,0 2.249,2 901,1
Sport Thieme GmbH, Linz (Österreich) 100,0 -280,8 43,8
Sport-Thieme AB, Falkenberg (Schweden) 100,0 8,7 -37,9
Holz-Hoerz GmbH, Münsingen 100,0 2.633,0 337,5
Automaten-Hoffmann GmbH, Grasleben 100,0 334,6 0,0 1
Klubben AS, Flisa (Norwegen) 38,7 2.478,7 271,1
Solves Gate AS, Flisa (Norwegen) 38,7 975,8 14,7

1 Ergebnisabführungs vertrag mit der Sport-Thieme GmbH

Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024 ist im Folgenden dargestellt:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.04.2023 Zugang Abgang Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene Software und Lizenzen) 1.296.798,35 160.172,57 1.136.625,78
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.002.995,06 7.193,20 6.195,95 1.003.992,31
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.155.655,57 449.143,73 316.510,54 4.288.288,76
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.000,00 62.000,00
5.220.650,63 456.336,93 322.706,49 5.354.281,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 937.751,22 937.751,22
2. Beteiligungen 483.387,92 56.745,78 540.133,70
3. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
4. sonstige Ausleihungen 6.232,03 29.464,34 3.100,56 32.595,81
1.427.521,17 86.210,12 3.100,56 1.510.630,73
7.944.970,15 542.547,05 485.979,62 8.001.537,58
Abschreibungen
Stand am 01.04.2023 Zugang Abgang Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene Software und Lizenzen) 1.236.046,33 34.546,65 160.163,92 1.110.429,06
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 633.590,46 68.310,28 6.193,91 695.706,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.822.935,15 396.098,37 311.716,81 2.907.316,71
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
3.456.525,61 464.408,65 317.910,72 3.603.023,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 570.851,02 570.851,02
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
570.851,02 0,00 0,00 570.851,02
5.263.422,96 498.955,30 478.074,64 5.284.303,62
Buchwerte
Stand am 31.03.2023 Stand am 31.03.2024
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene Software und Lizenzen) 60.752,02 26.196,72
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 369.404,60 308.285,48
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.332.720,42 1.380.972,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.000,00 62.000,00
1.764.125,02 1.751.257,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 366.900,20 366.900,20
2. Beteiligungen 483.387,92 540.133,70
3. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
4. sonstige Ausleihungen 6.232,03 32.595,81
856.670,15 939.779,71
2.681.547,19 2.717.233,96

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des jeweiligen Fertigstellungsgrades angesetzt. Wertabschläge wegen eingeschränkter Verwendbarkeit und schlechter Marktgängigkeit sind vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung zwecks Erfassung des Ausfallrisikos und des Zinsverlustes infolge verspäteter Zahlung gekürzt worden. Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen vorhandenen Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben 3.374,10 EUR (i. V. 43 TEUR) der sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 0,00 EUR (i. V. 708 TEUR) auf die Gesellschafterin, 34.920,68 EUR (i. V. 335 TEUR) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 386.043,35 EUR (i. V. 721 TEUR) auf sonstige Vermögensgegenstände. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen entfallen in Höhe von 78.084,51 EUR (i. V. 127 TEUR) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 48.982,29 EUR (i. V. 0 TEUR) auf sonstige Vermögensgegenstände.

Nicht bilanzierte aktive latente Steuern beruhen auf temporären aktiven Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in den sonstigen Vermögensgegenständen sowie in den sonstigen Rückstellungen und passiven temporären Differenzen in Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Bewertung erfolgt mit dem aktuellen Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer von 30 %.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag gebildeten Rückstellungen erfassen erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen zur Leistung von Jubiläumszuwendungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der PUC-Methode bewertet worden. Die Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat März 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,8 %. Es wurden ein Lohn- und Gehaltstrend von 2,0 % und nach Alter gestaffelte Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 6 bis 15 % berücksichtigt. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert bewertet worden. Die Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat März 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 4 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,22 %. Es wurde ein Lohn- und Gehaltstrend von 2,0 % berücksichtigt. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal- (3.824 TEUR) und Archivierungskosten (170 TEUR) sowie ausstehende Rechnungen (597 TEUR).

Von den zum Erfüllungsbetrag angesetzten Verbindlichkeiten haben die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 7.584,10 EUR (i. V. 7 TEUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 17.962,33 EUR (i. V. 26 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des finanzierten Vermögensgegenstandes gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 241.482,39 EUR (i. V. 0 TEUR) auf die Gesellschafterin, 257.944,30 EUR (i. V. 9 TEUR) auf Lieferungen und Leistungen sowie 333.664,47 EUR (i. V. 614 TEUR) auf sonstige Verbindlichkeiten.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse wurden in Höhe von 81,2 Mio. EUR in Deutschland und in Höhe von 18,7 Mio. EUR im Ausland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kfz-Steuern (11,1 TEUR, i. V. 10,6 TEUR). Aus Umstrukturierungen im Vertriebsbereich sind Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführer ist Herr Maximilian Hohe, Geschäftsführer der Sport-Thieme GmbH.

Hinsichtlich der Angabe von Bezügen unterbleiben die Angaben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmenden:

angestellte beschäftigte Personen 276
gewerbliche beschäftigte Personen 99
geringfügig beschäftigte Personen 22
397

Ferner bestanden durchschnittlich 26 Ausbildungsverhältnisse.

Aus einem Pacht- und Mietvertrag mit einem verbundenen Unternehmen, der sich um jeweils drei Jahre verlängert, über materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter dieses Unternehmens im Rahmen einer Betriebsaufspaltung bestehen variable finanzielle Verpflichtungen, die sich in 2023/24 auf 1,6 Mio. EUR beliefen. In Folgejahren ist mit ähnlichen Größenordnungen zu rechnen. Des Weiteren besteht ein Mietvertrag über Lagerkapazitäten mit finanziellen Verpflichtungen von 14,8 Mio. EUR über die Restlaufzeit des Vertrages. Die Gesellschaft hat anstatt des Kaufs dieser Vermögensgegenstände aus Liquiditäts- und Flexibilitätsgründen diese Finanzierungsform gewählt. Risiken bestehen aus der Abhängigkeit von diesen Verträgen, wenn die Gesellschaft sich bei Kündigung durch die Vertragspartnerinnen kurzfristig insbesondere andere Grundstücke und Gebäude zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit suchen müsste sowie bei nicht mehr möglicher Weiternutzung der Vermögensgegenstände aus der Weiterzahlung der Miete bzw. Pacht bis zum nächsten Kündigungstermin.

Aus weiteren Miet- sowie Leasingverträgen bestehen für die Restlaufzeit der Verträge finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 5,2 Mio. EUR. Davon sind 1,4 Mio. EUR in 2024/25, 2,9 Mio. EUR im Zeitraum 2025/26 bis 2028/29 und 0,9 Mio. EUR nach 2028/29 fällig.

Mit einem verbundenen Unternehmen gibt es eine Vereinbarung über die Bereitstellung von zusätzlichen Finanzmitteln, wenn dieses ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen kann bis zu einem Jahr nach dem Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses dieser Gesellschaft. Des Weiteren wurde gegenüber einem verbundenen Unternehmen eine Patronatserklärung bis zum 31. März 2027 abgegeben, mit der sich die Sport-Thieme GmbH verpflichtet, diese Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten stets erfüllen kann. Es ist jeweils keine Passivierung erfolgt, da eine Inanspruchnahme höchst unwahrscheinlich ist. Die Gesellschaften konnten bisher stets alle Zahlungsverpflichtungen gegenüber konzernexternen Gläubigern erfüllen. Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich daran etwas ändern wird.

Die Angabe des von der Abschlussprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars unterbleibt, da die Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.

Die Thieme GmbH & Co. KG, Grasleben, stellt als Mutterunternehmen nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB einen befreienden Konzernabschluss auf, der beim Unternehmensregister offen zu legen ist.

 

Grasleben, den 19. August 2024

gez. Maximilian Hohe

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde in der Gesellschafterversammlung am 6. Februar 2025 festgestellt. Zugleich wurde beschlossen den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sport-Thieme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sport-Thieme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sport-Thieme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Braunschweig, den 27. Januar 2025

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