Transportsysteme 24 GmbH
Im Bresselsholze 18, 07819 Triptis, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Naumann seit 8.11.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FSN Kupplung BidCo GmbHLeutenbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Der Betrag, der zur Ausschüttung an die Gesellschafter der FSN Kupplung BidCo GmbH, Leutenberg/OT Munschwitz, zur Verfügung steht, beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 2.842.264,90 und unterliegt keinen satzungs- bzw. gesellschaftsrechtlichen Ausschüttungssperren. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeines Das Mutterunternehmen FSN Kupplung BidCo GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland und hat ihren Firmensitz in Leutenberg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Registernummer HRB 515464 eingetragen. Der Unternehmensgegenstand der FSN Kupplung BidCo GmbH ist der Erwerb, das Halten und Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen jeder Rechtsform im In- und Ausland, einschließlich Beteiligung an Grundbesitzgesellschaften sowie die entgeltliche Erbringung von Managementdienstleistungen, Verwaltungsdienstleistungen, zentralen Dienstleistungsfunktionen (z.B. strategischen, M&A-bezogenen, administrativen und/oder kaufmännischen Dienstleistungen) sowie Dienstleistungen im Rahmen der Fremdfinanzierung und Eigenkapitalbeschaffung für Gesellschaften jeglicher Industriesektoren, insbesondere jedoch im Bereich des Handels mit Autoersatzteilen und -zubehör, jeweils im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Funktionale Währung ist der Euro. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Soweit Wahlrechte für die Aufnahme von Angaben in der Bilanz oder im Anhang bestehen, wurde das Wahlrecht dahingehend ausgeübt, dass die Angaben in die Bilanz aufgenommen wurden. Ausgenommen hiervon sind die Davon-Vermerke der Restlaufzeiten. Diese sind aus dem Forderungsspiegel und dem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang ersichtlich. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen FSN Kupplung BidCo GmbH, Leutenberg, alle in der Anteilsbesitzliste aufgeführten Unternehmen einbezogen. Im Berichtsjahr wurde 100% der Anteile an
erworben. Die Gesellschaft wurde ebenfalls im Berichtsjahr rückwirkend zum 01.01.2021 in die französische Schwestergesellschaft France Attelage SAS verschmolzen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der konsolidierten Tochtergesellschaften erfolgte nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden bei Sachanlagen und Vorräten aufgedeckt bzw. als Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß § 301 Abs.3 HGB aktiviert. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, wobei eine imparitätische Behandlung bei Unterschiedsbeträgen vorgenommen wurde. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden - sofern vorhanden - gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie konzerninterne Zinszahlungen werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen gemäß § 305 Abs. 1 HGB verrechnet. Gemäß § 306 HGB wurden passive latente Steuern gebildet. Bilanzierung und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften des § 298 HGB in Verbindung mit §§ 252 bis 256a HGB aufgestellt. Für die ausländischen einbezogenen Konzerngesellschaften werden hierfür, soweit erforderlich, Handelsbilanzen II entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Im Einzelnen erfolgt die Bewertung wie im Folgenden dargelegt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die auf Basis der vorliegenden Werttreiber angenommene Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben, die Nutzungsdauer der Markenrechte beträgt fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach dem voraussichtlichen Nutzungsverlauf vorgenommen. Die zu Grunde liegenden Abschreibungssätze orientieren sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei und 10 Jahre. Gebäude, grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden über 10 Jahre bis 40 Jahre abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen liegt zwischen drei und 20 Jahren. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden ebenfalls zwischen drei und 20 Jahren genutzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 EUR wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden zum Nominalwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der nachfolgenden landesspezifischen Steuersätze:
Die Bildung latenter Steuern erfolgte auf Grund von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht im Bereich der im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommenen Aufstockungen. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Konzernabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, falls nötig, zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem beiliegenden Anlagenspiegel ersichtlich. Aus der im Rahmen der Erstkonsolidierung der Scopia SAS zum 1. Juni 2021 durchgeführten Kaufpreisallokation wurde auf Grund zu vernachlässigender Vermögenswerte und vergleichsweise niedriger Markenbekanntheit auf die Aufdeckung stiller Reserven im Bereich des Vorratsvermögens und des Anlagevermögens verzichtet. Der gesamte Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und erworbenen Nettovermögen wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5.794.569,76 EUR bilanziert. Alle Firmenwerte werden über die auf Basis der vorliegenden Werttreiber angenommene Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben, da die Konstanz der Cashflows und das Geschäftsmodell eine entsprechende Nutzungsdauer erwarten lassen. Die zum Stichtag bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte betragen insgesamt 91.316 TEUR (i.Vj. 92.831 TEUR). Im Berichtsjahr wurden darauf planmäßige Abschreibungen in Höhe von 11.962 TEUR (i.Vj. 11.257 TEUR) durchgeführt. Angaben zu Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0 TEUR. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Bonusansprüche gegenüber Lieferanten in Höhe von 556 TEUR (i.Vj. 985 TEUR) enthalten, für die zum Bilanzstichtag noch keine Bonusgutschriften vorliegen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die in der Bilanz aufgeführten Bestände entsprechen der Definition des "Finanzmittelfonds" in der Konzernkapitalflussrechnung. Passiva Angaben zum Konzerneigenkapital Die Höhe des Stammkapitals und der Kapitalrücklage der Muttergesellschaft FSN Kupplung BidCo GmbH ist im Berichtsjahr unverändert. Mit Vertrag vom 04. März 2021 wurden 14,82 % Anteile an der Koukkupaja Oy, Oulu Finnland, von bisherigen Minderheitsgesellschaftern erworben. Der sich aus der Verrechnung des anteiligen Eigenkapitals und des Kaufpreises entstehende Unterschiedsbetrag in Höhe von 564 TEUR wurde erfolgsneutral mit dem Verlustvortrag verrechnet. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die Steuerrückstellungen zeigen Ertragssteuern aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und nicht verbrauchte Zeitguthaben 516 TEUR (i.Vj. 205 TEUR) und Rücklieferungen 70 TEUR (i.Vj. 64 TEUR) sowie für die Erstellung und Prüfung von Jahres-und Konzernabschluss 105 TEUR (i.Vj. 129 TEUR) enthalten. Alle weiteren sonstigen Rückstellungen betreffen sonstige betriebliche Verpflichtungen für das Geschäftsjahr 2020, zu welchen zum Bilanzstichtag noch keine Rechnung vorlag. Angaben zu Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 12.971 TEUR (i.Vj. 15.621 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus dem vom Pemberton European Mid-Market Debt Fund II SCS, SICAV-FIS, Luxemburg/Luxemburg, mittels Kreditverträgen vom 29. November 2018 und 15. Dezember 2020 ausgereichten Darlehen sowie eines Kontokorrentkredits bei der UniCredit Bank AG. Der Gesamtbetrag der Darlehen von Kreditinstituten in Höhe von 133.802 TEUR ist durch die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen abgesichert: Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung von diversen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten enthalten. Angabe zu passiven latenten Steuern Die Entwicklung der passiven latenten Steuern im Berichtsjahr stellte sich wie folgt dar:
Die passiven latenten Steuern zum 31.12.2020 und auch zum 31.12.2021 resultieren vollständig aus der Erstkonsolidierung der Gruppe zum 01.01.2019 sowie entsprechenden Folgeeffekten. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei einzelnen Konzerngesellschaften wurden zum Zwecke der Liquiditätsoptimierung Leasinggeschäfte über Mobilien abgeschlossen, die nicht in der Bilanz enthalten sind. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von 1.883 TEUR im Jahr 2022 sowie 5.649 TEUR in den Jahren 2023 bis 2026. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaften der Rameder-Gruppe haben folgendes Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen:
Das Sicherungsgeschäft wurde mit dem Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Sich ausgleichende Wertschwankungen werden nach der Einfrierungsmethode nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Rameder Gruppe lassen sich wie folgt auf Regionen verteilen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 863 TEUR (i.Vj. 479 TEUR). Darin sind im Wesentlichen Schadenersatzleistungen von 184 TEUR (i.Vj. 177 TEUR) für Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz durch die Versender enthalten. Außerdem sind Erträge aus der Währungsumrechnung von 119 TEUR (i.Vj. 182 TEUR) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 32.892 TEUR (i.Vj. 25.588 TEUR) und enthalten vorrangig Werbeaufwendungen in Höhe von 7.115 TEUR (i.Vj. 4.629 TEUR), Versandkosten in Höhe von 9.056 TEUR (i.Vj. 7.337 TEUR) sowie Aufwendungen für Mieten in Höhe von 3.417 TEUR (i.Vj. 2.829 TEUR). Außerdem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 315 TEUR (i.Vj. 435 TEUR) enthalten. Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Im Berichtsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 3.686 TEUR im Abschluss enthalten, die unter anderem im Zusammenhang mit dem Erwerb der Scopia SAS sowie diverser einmaliger Beratungskosten stehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von 346 TEUR (i.Vj. 346 TEUR) enthalten. Sonstige Pflichtangaben Beschäftigte Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs in der Rameder-Gruppe beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 430 (i.Vj. 332). Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 225 TEUR (i.Vj. 185 TEUR). Die Leistungen wurden dabei wie folgt erbracht:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Beirat Auf Ebene der FSN Kupplung BidCo GmbH ist ein Beirat eingerichtet, dem im Berichtsjahr folgende Mitglieder angehörten:
Vergütungen der Geschäftsführer und des Beirats Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 HGB. Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 152. Im Geschäftsjahr wurden den Mitgliedern der Geschäftsführung keine Vorschüsse/Kredite gewährt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet: Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021
Veröffentlichung Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Folgende Tochtergesellschaften der FSN Kupplung BidCo GmbH sind aufgrund ihres Einbezugs in den Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss (und einen Lagebericht) zu erstellen und offenzulegen:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Vertrag vom 09.03.2022 hat die Konzerngesellschaft Blitz 21-973 (künftig: Janssen Anhängerkupplungen GmbH) die Betriebe der Janssen Gruppe in Glehn, Bramsche, Vechta, Senden und Limburg erworben. Ebenfalls mit Vertrag vom 09.03.2022 verkauft die Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH 30% der Anteile an der Blitz 21-973 GmbH an die Verkäufer der vorgenannten Betriebe. Unterschrift der Geschäftsleitung
Leutenberg, den 23. Mai 2022 Florian Welz Marcus Vollbracht Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021FSN Kupplung BidCo GmbH, LeutenbergInhaltsverzeichnis A. Grundlagen des Konzerns B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Ertragslage 4. Finanzlage 5. Vermögenslage 6. Gesamtaussage C. Prognose, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht 2. Risikobericht 3. Chancenbericht A. Grundlagen des Konzerns Die FSN Kupplung BidCo GmbH wird im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 515464 mit der Geschäftsanschrift c/o Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH, Am Eichberg Flauer 1, 07338 Leutenberg, geführt. Zum 31. Dezember 2021 besteht die Gruppe neben der FSN Kupplung BidCo GmbH als Muttergesellschaft aus folgenden Gesellschaften: Beeken Fahrzeugteilen GmbH, Apen, Deutschland (1) Bertelshofer GmbH, Weichering, Deutschland (1) BilX Nordic AB, Halmstad, Schweden (1) Blitz 21-973 GmbH, München, Deutschland (3) Dragkrok 1 Norden AB, Halmstad, Schweden (1) France Attelage S.A.S., Roncq, Frankreich (1) FSN Kupplung Zwischenholding 1 GmbH, Leutenberg/OT Munschwitz, Deutschland (1) FSN Kupplung Zwischenholding 2 GmbH, Leutenberg/OT Munschwitz, Deutschland (1) ELSA Group s.r.o., Prag, Tschechische Republik (1) Koukkupaja Oy, Vantaa, Finnland (1) Kupplung vor Ort GmbH, Pilsting, Deutschland (1) Krokverkstad Sverige AB, Upplands Väsby, Schweden (2) Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH, Leutenberg/OT Munschwitz, Deutschland (1) rameder. Anhängerkupplungen Swiss GmbH, Neuenhof, Schweiz (1) rameder. Vetokoukku Suomi Oy, Helsinki, Finnland (1) Rameder GmbH, Leutenberg/OT Munschwitz, Deutschland (1) Rameder Sweden Holding AB, Halmstad, Schweden (1) Supertrade Sweden AB, Halmstad, Schweden (1) Transportsysteme 24 GmbH, Pößneck, Deutschland (1) Die mit (2) gekennzeichnete Gesellschaft wurde 2019 erworben, befindet sich aber in Liquidation und wird auf Grund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert. Die mit (3) gekennzeichnete Gesellschaft wurde 2021 als Vorratsgesellschaft in Vorbereitung auf eine Akquisition erworben. Da die Gesellschaft zum Bilanzstichtag neben dem eingezahlten Stammkapital keine weiteren Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten ausweist und im Geschäftsjahr nicht operativ geschäftstätig war, wurde sie wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert. Die FSN Kupplung BidCo GmbH übernimmt innerhalb des Rameder Konzerns (FSN Kupplung BidCo GmbH und ihre Tochterunternehmen) typische Holdingaufgaben. Unternehmensgegenstand der FSN Kupplung BidCo GmbH ist der Erwerb, das Halten und Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen jeder Rechtsform im In- und Ausland, einschließlich Beteiligung an Grundbesitzgesellschaften sowie die entgeltliche Erbringung von Managementdienstleistungen, Verwaltungsdienstleistungen, zentralen Dienstleistungsfunktionen (z.B. strategischen, M&A-bezogenen, administrativen und/oder kaufmännischen Dienstleistungen) sowie Dienstleistungen im Rahmen der Fremdfinanzierung und Eigenkapitalbeschaffung für Gesellschaften jeglicher Industriesektoren, insbesondere jedoch im Bereich des Handels mit Autoersatzteilen und -zubehör, jeweils im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Die wirtschaftlich bedeutendste Gesellschaft der Unternehmensgruppe ist die Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH mit Sitz in Leutenberg/OT Munschwitz. Hier befindet sich auch das Logistik-Zentrum. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist der Vertrieb und Anbau von Anhängerkupplungen und sonstigen Kfz-Transportlösungen wie Dachträger, Dachboxen und Fahrradträger. Der Rameder Konzern ist im Wesentlichen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Finnland und Schweden sowie mit einem geringeren Umsatzanteil in anderen Ländern der EU sowie der Schweiz tätig. Der Umsatz wird vorrangig über Online-Vertriebskanäle realisiert und wird schwerpunktmäßig in den Monaten März bis September erzielt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Entwicklung der Gesamtwirtschaft Nachdem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 in Deutschland zum stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung in einem Quartal seit Beginn der vierteljährlichen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung im Jahr 1970 führte, erholte sich die Gesamtwirtschaft im Folgejahr 2021 und das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete eine Zuwachsrate von 2,9 %. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt für 2021 pandemiebedingt moderates Wachstum. Der Stand des Barometers zeigt im ersten Quartal 2021 104 Punkte und im zweiten und dritten Quartal 110 Punkte, was eine deutliche Erholung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Nachlaufende Lieferenpässe, unter anderem im Bereich der Chipindustrie, ließen das Barometer im vierten Quartal 2021 auf 106 Punkte sinken. Somit entwickelte sich dieser Wert insgesamt auf einem deutlich höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Im 1. Quartal 2022 blieb das Konjunkturbarometer konstant auf einem Wert von 106 Punkten. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Quartal 2022 steht ganz im Zeichen des Ukraine-Konflikts mit Russland. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen. Die Bürger:innen und die Wirtschaft in Deutschland spüren den Konflikt vor allem an den stark gestiegenen Energiepreisen. Die hohen Inflationsraten dürften den privaten Konsum im Jahresverlauf dämpfen. Ebenso dürfte die gestiegene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung und einem negativen Effekt auf den Welthandel führen. Wie groß diese Effekte sind und was sie für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts 2022 und ff. bedeuten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beziffern, da die in der Konjunkturberichterstattung genutzten Indikatoren zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage einen zeitlichen Nachlauf von ein bis zwei Monaten haben. Entwicklung der Branche Die Entwicklung im Handel mit PKW-Zubehör ist weiterhin durch einen anhaltenden Preis- und Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Der Absatz von Anhängerkupplungen ist unter anderem von Kfz-Neuzulassungen und Kfz-Umschreibungen geprägt. Das Kraftfahrt-Bundesamt veröffentlicht in seiner Jahresbilanz 2021 einen Rückgang bei Kfz-Neuzulassungen von -10,1 % gegenüber 2020. Damit stehen in der Jahresbilanz insgesamt 2,6 Millionen neu zugelassene Personenkraftwagen. Der Anteil der privaten Neuzulassungen sank 2021 von 37,1 % auf 34,6 %. Die Besitzumschreibungen sind im Berichtszeitraum um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Markt für Anhängerkupplungen und Kfz-Transportlösungen, welcher das Kerngeschäft der Rameder Gruppe darstellt, ist neben den genannten Zulassungszahlen ebenfalls sehr stark vom Freizeitverhalten der Menschen abhängig und scheint sich gegenläufig zu entwickeln. Die durch die Covid-Pandemie verursachte Verunsicherung der Bevölkerung und die teilweise bestehenden Reisebeschränkungen in Bezug auf internationale Urlaubsreisen führten zu einer Zunahme der Freizeitaktivitäten und Urlaubsreisen im Inland und somit zu einer erhöhten Nachfrage nach Kfz-Transportlösungen wie Anhängerkupplungen, Fahrradträgern, Dachträgern und Dachboxen. Pandemiebedingte temporäre Unterbrechungen der Lieferketten haben zu einer Verknappung von Microchips (Bestandteil von Elektrosätzen für Anhängerkupplungen) und Stahl (Hauptrohstoff zur Produktion von Anhängerkupplungen) auf dem europäischen Markt geführt. So verdoppelte sich der Stahlpreis im Laufe des ersten Halbjahres 2021, was zu einem deutlichen Kostenanstieg führte. Ab dem zweiten Quartal 2021 sorgte die ebenfalls pandemiebedingte Chipkrise zusätzlich zu einem weltweiten Engpass an Microchips. Infolge dessen war einerseits die Produktion und Verfügbarkeit von Elektrosätzen eingeschränkt, andererseits wurde die gesamte Automobilproduktion erheblich gestört, was zu stark verzögerten Auslieferungen führte und somit erheblich zur Reduktion der Neuzulassungen beitrug. 2. Geschäftsverlauf Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage entwickelte sich der Geschäftsverlauf der Gruppe im Berichtsjahr insgesamt positiv, die Erwartungen an die Steigerung des Gesamtumsatzes konnten erfüllt werden. Dies lag einerseits an der gestiegenen produktspezifischen Nachfrage nach Anhängerkupplungen, Fahrradträgern, Dachboxen und Dachträgern aufgrund des veränderten Freizeitverhaltens der Gesellschaft, sowie der guten Warenverfügbarkeit der Rameder Gruppe. In Bezug auf die zentrale Steuerungsgröße EBITDA (Ergebnis nach Steuern abzgl. Steuern vom Einkommen und Ertrag, Zinsergebnis, außergewöhnliche Aufwendungen sowie Abschreibungen) wurde das Ziel trotz der außergewöhnlichen Marktsituation nur knapp verfehlt. Im Kernmarkt Deutschland verzeichneten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr einen minimalen Rückgang (-1 %). Gleichzeitig wurden die guten Wachstumsraten in den neuen Märkten fortgesetzt. Die Kosten der Beschaffungsseite haben sich weitestgehend erwartungsgemäß entwickelt und sind mittels Liefer- und Konditionsvereinbarungen größtenteils vertraglich fixiert. Unterjährige Einkaufspreisanpassungen aufgrund der Schwankungen am Rohstoffmarkt konnten an die Kunden weitergegeben werden. 3. Ertragslage Der Umsatz belief sich auf 126.325 TEUR (i.Vj. 115.332 TEUR), wobei folgende Aufteilung vorgenommen wird:
Der Materialaufwand stellt mit einem Wert von 63.145 TEUR (i.Vj. 58.409 TEUR) die wesentlichste Aufwandsposition dar. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) zum Stichtag beträgt 49,99 % (i.Vj. 50,65 %). Der Personalaufwand zum Stichtag beträgt 17.515 TEUR (i.Vj. 14.395 TEUR), die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Umsatzerlöse) beläuft sich auf 13,86 % (i.Vj. 12,5 %). Aufgrund der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und deren Verzinsung beträgt das Finanzergebnis -8.885 TEUR (i.Vj. -5.804 TEUR). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung) im Berichtsjahr betrug 17.324 TEUR (i.Vj. 19.859 TEUR). Die zu Beginn des Jahres prognostizierten Ziele wurden knapp unterschritten. 4. Finanzlage Die Liquidität im Berichtsjahr war immer ausreichend vorhanden, um jederzeit alle finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Der Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 10.789 TEUR (i.Vj. 17.163 TEUR). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr -13.581 TEUR (i.Vj. -6.232 TEUR), wovon -11.274 TEUR (i.Vj. -3.694 TEUR) auf den Erwerb konsolidierter Unternehmen oder Unternehmensanteile entfallen ist. Die wesentlichen Investitionen im Berichtsjahr entfielen auf den Anteilserwerb der Scopia SAS in Frankreich und den Erwerb von Minderheitsanteilen an der Koukkupaja OY in Finnland. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 11.245 TEUR (i.Vj. 7.025 TEUR) an Investitionen getätigt. Wesentliche, bereits zum Stichtag bestehende Investitionsverpflichtungen für Folgejahre bestehen nicht. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber externen Kreditgebern betragen 130.750 TEUR (i.Vj. 119.750 TEUR) und betreffen die Darlehen der FSN Kupplung BidCo GmbH, der FSN Kupplung Zwischenholding 1 GmbH sowie der Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH. Wir gehen auf Basis der Unternehmensplanung davon aus, unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Kapitalstruktur ist am 31. Dezember 2021 im Wesentlichen beeinflusst von Verbindlichkeiten gegenüber externen Kreditgebern. Eine detaillierte Aufstellung der Kapitalstruktur ist den Ausführungen zur Vermögenslage zu entnehmen. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Stichtag 4.316 TEUR (i.Vj. 6.953 TEUR). 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich zum Bilanzstichtag auf 148.949 TEUR (i.Vj. 141.246 TEUR). Analyse der Vermögensstruktur:
Die immateriellen Vermögensgegenstände bilden den größten Teil des Vermögens und setzen sich im Wesentlichen aus dem Geschäfts- und Firmenwert sowie Markenrechten zusammen. Der bewertete Bestand der Vorräte beträgt zum Stichtag 12.668 TEUR (i.Vj. 11.900 TEUR) und zeigt die Warenbestände der Rameder Anhängerkupplungen und Autoteile GmbH, der Beeken Fahrzeugteile GmbH, der Supertrade Sweden AB, der Koukkupaja Oy sowie der ELSA Group s.r.o. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum Stichtag 19.659 TEUR (i.Vj. 7.648 TEUR) ist im Wesentlichen durch den Verlustvortrag und den Konzernverlust des Geschäftsjahres verursacht. Analyse der Kapitalstruktur:
In den Rückstellungen sind Steuerrückstellungen aus Ertragssteuern des Berichtszeitraums in Höhe von 1.625 TEUR (i.Vj. 2.339 TEUR) und sonstige Rückstellungen in Höhe von 1.357 TEUR (i.Vj. 935 TEUR) enthalten. 6. Gesamtaussage In Anbetracht der oben genannten Information ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe im Geschäftsjahr als positiv zu bezeichnen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist im Wesentlichen durch die hohen Abschreibungen auf Firmenwerte von erworbenen Unternehmen im Konsolidierungskreis sowie auf aufgedeckte stille Reserven im Rahmen von Kaufpreisallokationen verursacht. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aufgrund des Ukraine-Konflikts, des weiteren Covid19-Pandemiegeschehens und der stark steigenden Inflation in vielen europäischen Ländern lassen auch unsere Erwartungen an weiteres starkes Wachstum vorsichtig werden. Die Effekte der Konjunktur bzw. die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben elementaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes vor allem in Bezug auf die Dauer des Konfliktes und die damit verbundenen Folgen für Lieferketten und Rohstoffverfügbarkeit. Als wesentliche Nachwirkung der Pandemie wird weiterhin eine gestiegene Nachfrage nach Kfz-Transportlösungen aufgrund zunehmender Freizeit- und Urlaubsaktivitäten mit dem Kfz im Inland gesehen. Aus heutiger Sicht halten wir die folgende Prognose für realistisch: Für das Kalenderjahr 2022 gehen wir von einer Umsatz- und Ergebnissteigerung aus. Wir prognostizieren einen leichten Umsatzzuwachs. Die EBITDA-Prognosen liegen ebenfalls im Aufwärtstrend, es wird für das Geschäftsjahr 2022 von einer leichten Steigerung ausgegangen. Auf Basis der derzeitigen Planungen wird mit einer positiven Fortentwicklung des Konzerns gerechnet. 2. Risikobericht Risikomanagementziele und Methoden Vom Konzern wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Der Konzern verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die fortlaufend weiter verfeinert und ausgebaut werden. Dabei werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Auswirkungen bestimmter Risiken auf den Jahresabschluss prinzipiell in die Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" eingeordnet. Um auch weiterhin potentielle Auswirkungen der Covid-19 Krise auf die operativen Geschäftsprozesse weitestgehend zu minimieren, werden die in 2020 eingeführten Maßnahmen und Vorbereitungen zur Minimierung der Infektionswahrscheinlichkeit der Mitarbeiter weitestgehend aufrecht erhalten und an die aktuelle Entwicklung angepasst. Um die potentiellen Folgen der Ukraine-Krise auf der Beschaffungsseite frühzeitig zu erkennen, steht die zentrale Einkaufsabteilung der Rameder Gruppe in ständigem Kontakt mit den Lieferanten, um auf potentielle Engpässe sofort reagieren zu können. Weiterhin wurde das Portfolio an Lieferanten erhöht, um schneller auf alternative Bezugsquellen ausweichen zu können. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Die aktuelle Entwicklung auf Beschaffungsseite liegt im generellen Rahmen des aktuellen Inflationsgeschehens und die Preissteigerungen können auf die Verkaufspreise weitergegeben werden. Nach Einschätzung der Konzernleitung bestehen in diesem Bereich keine über das normale unternehmerische Risiko hinausgehenden spezifischen Risiken. Weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für den Konzern wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Trotz der aktuell sehr positiven Entwicklung der Nachfrage, besteht ein Risiko von erneuten konjunkturellen Einbrüchen aufgrund des Ukraine-Konflikts oder potentieller erneuter Covid-Infektionswellen. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Durch regelmäßige Markt- und Umfeldbeobachtungen sowie durch ein regelmäßiges Managementreporting werden solche Risiken aber zeitnah identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen, sodass das Risiko in diesem Bereich als gering eingestuft werden kann. Als weiteres Risiko ist die mitunter nicht planbare Lieferfähigkeit der Zulieferer zu sehen. Auftretenden Lieferengpässen entgegnen wir mit großer Flexibilität bei der Disposition von Alternativartikeln. Produktrisiken Die zukünftige Konzernentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu marktgerechten Preisen zu präsentieren. Dazu wird der Markt hinsichtlich neuer Kfz-Modelle ständig beobachtet. Die zügige Entwicklung neuer fahrzeugspezifischer Anhängerkupplungen und Elektrosätze wirkt sich vorteilhaft aus, weshalb das Risiko auch in diesem Bereich als gering eingeschätzt werden kann. Investitions-/Finanzierungsrisiken Die hier möglicherweise bestehenden Risiken werden durch eine langfristige Planung und eine langfristige Finanzierung minimiert. Die Rameder Gruppe finanziert sich über langfristige Kredite von Banken. Die Bankfinanzierung erfordert die Einhaltung bestimmter vertraglich festgelegter Finanzkennziffern (Financial Covenants), die im Berichtsjahr erfüllt wurden. Die Aufrechterhaltung der Finanzierungen hängt maßgeblich von der Erfüllung dieser Finanzkennziffern in der Zukunft ab. Die zeitnahe Überwachung der Finanzkennzahlen, als auch ggf. das zeitnahe Eingreifen bei Abweichungen werden durch entsprechende Controllingmaßnahmen gewährleistet. Bei Nichteinhaltung der Financial Covenants würden den Banken Sonderkündigungsrechte entstehen, die die Aufnahme von Verhandlungen oder gar eine Umfinanzierung erforderlich machen könnten und den Konzern in einem negativen Szenario sogar in seinem Bestand gefährden könnten. Auf Basis der derzeitigen Unternehmensplanungen ist nur ein geringes Risiko in diesem Bereich festzustellen. Risiken aus Finanzinstrumenten Der Konzern setzt derzeit derivative Finanzinstrumente nur in Form eines Caps zu Sicherungszwecken im Bereich des Zinsaufwendungen ein, es wurde eine Bewertungseinheit mit dem entsprechenden Grundgeschäft designiert (vgl. auch weitere Angaben im Konzernanhang). Der aktive bzw. spekulative Einsatz von Finanzinstrumenten wird grundsätzlich vermieden. Außer dem oben genannten Derivat werden keine Finanzinstrumente verwendet, die nicht direkt aus dem Konzernabschluss ersichtlich sind. Die Risiken aus Finanzinstrumenten werden demnach als gering eingestuft. Wettbewerbsrisiken Durch gezielte Marktbeobachtung werden Risiken schnell erkannt. Anpassungen des Sortiments mit entsprechender Preisgestaltung können jederzeit zügig umgesetzt und das Risiko in diesem Umfeld als gering angesehen werden. Kundenabhängigkeit Die Rameder Gruppe verkauft überwiegend an Endkunden und kleinere Gewerbekunden, wobei auch Beziehungen mit Großkunden bestehen. Das Risiko der Kundenabhängigkeit ist insbesondere bei Endkunden auf Grund der großen Streuung und der überwiegenden Zahlung per Vorkasse (oder vergleichbarer Online-Zahlungsmethoden) als gering einzuschätzen. Im Bereich der Großkunden sind verschiedene Maßnahmen im Vertriebscontrolling und Monitoring implementiert, um eventuelle Risiken aufzudecken und entsprechend gegenzusteuern, sodass das Risiko auch hier gering ist. Personalrisiken Qualifizierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Realisierung unserer wachstumsorientierten Unternehmensstrategie. Sollte es zukünftig nicht gelingen, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Maße für unser Unternehmen auszubilden oder zu gewinnen und langfristig zu binden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Zusätzlich ergeben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus möglicherweise resultierenden Fachkräftemangels mittel- bis langfristige Personalrisiken. Wir begegnen diesen Risiken, indem wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Hierzu gehört die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, die die fachliche Kompetenz des Personals sichert. Zudem verfolgen wir eine auf personelle Vielfalt (Diversity) ausgerichtete Personalpolitik und betreiben zudem zielgruppenspezifisches Personalmarketing, sodass die Risiken in diesem Umfeld als gering einzustufen sind. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht erkennbar. 3. Chancenbericht Marktchancen Eine weitere Expansion in andere EU-Länder stellt die Hauptchance für den weiteren Erfolg des Unternehmens dar. Mit den online zur Verfügung stehenden firmeneigenen Portalen und der Akquisition von lokalen Spezialisten im Bereich Fahrzeugtransportlösungen im In- und Ausland wurden die Voraussetzungen für europaweite Ausdehnung geschaffen. Durch den weiteren Ausbau eigener Montagepoints im In- und Ausland wird weiterer Umsatzzuwachs erzielt und die Marktposition des Konzerns gestärkt.
Leutenberg, den 23. Mai 2022 Florian Welz Marcus Vollbrecht Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FSN Kupplung BidCo GmbH, Leutenberg/OT Munschwitz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FSN Kupplung BidCo GmbH, Leutenberg/ OT Munschwitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FSN Kupplung BidCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 25. Mai 2022 KPMG
AG
Herr, Wirtschaftsprüfer Eberle, Wirtschaftsprüfer |
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