Lebensmitteleinzelhandel Hans Czaikowski GmbH

Jägerhofstraße 24, 45478 Mülheim an der Ruhr, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 14582
Eingetragen
15.7.2004
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenEinzelhandel mit Back- und SüßwarenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Ausübung des Lebensmittelhandels sowie die Herstellung und der Vertrieb von Backwaren und Konditorwaren und sämtlicher damit im weitesten Sinne zusammenhängenden Geschäfte. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten, sich an branchenähnliche Unternehmen beteiligen und solche erwerben. Sie ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annika Czajkowski
seit 20.12.2017
Geschäftsführer
Oliver Czajkowski
seit 15.7.2004
Geschäftsführer
Hans Czajkowski
seit 15.7.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Buteweg 8, 45481 Mülheim an der Ruhr
52.000 €
52.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lebensmitteleinzelhandel Hans Czaikowski GmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anlagen

Jahresabschluss 2023

• Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2022)

• Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2022)

• Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit den Vorjahreszahlen zum 31. Dezember 2022)

AKTIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Software 39.704.50 51.921,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 753.909,71 768.795,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 755.909,00 1.017.207,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.387.893,00 1.825.595,00
2.897.711,71 3.611.598,21
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 470.785,03 470.785,03
3.408.201,24 4.134.304,74
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 4.004.872,97 3.704.640,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 211.079,55 206.553.27
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.783.886,37 1.495.532,57
III. Kassenbestand. Guthaben bei Kreditinstituten 8.661.826,34 6.486.817,37
14.661.665,23 11.893.543,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.522,41 4.447,97
SUMME AKTIVA 18.071.388.88 16.032.295,92

PASSIVA

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 847.947,87 847.947,87
III. Gewinnvortrag 9.946.377,76 8.508.477,09
IV. Jahresüberschuss 1.121.531,35 1.437.900,67
12.015.856.98 10.894.325,63
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 12.204,75 26.850,44
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 216.911,00 230.738,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 291.820,45
3. Sonstige Rückstellungen 852.570,69 739.529,88
1.069.481,69 1.262.088,33
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.357.120,00 1.681.725,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.339.667,25 1.710.095,15
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.122.925,16 252.298,35
davon aus Steuern: € 214.317,37; (Vj.: T€ 170)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit: € 0,00; (Vj.: T€ 0)
4.819.712,41 3.644.118,50
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.815,05 15.574,02
F. PASSIVE LATENTE STEUER 139.318,00 189.339,00
SUMME PASSIVA 18.071.388,88 16.032.295,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(mit den Vorjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2022)

1.1.-31.12. 2023 1.1.-31.12. 2022
1. Umsatzerlöse 79.393.289,14 78.593.534,94
2. Sonstige betriebliche Erträge 312.336,10 838.235,96
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -56.801.118,10 -56.690.821,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.588.054,24 -1.787.253,55
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.113.134,24 -8.015.483,42
b) Soziale Abgaben -1.701.472,69 -1.730.793,44
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -990.254,57 -999.621,12
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.124.822,65 -8.185.667,15
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 468.959,28 380.893,44
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.647,48 3.073,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -26.428,75 -35.093,60
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -740.389,41 -932.307,76
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 50.021,00 (Vj. Aufwand: € 185.697,00)
12. Ergebnis nach Steuern 1.122.557,35 1.438.696,67
13. Sonstige Steuern -1.026,00 -796,00
14. Jahresüberschuss 1.121.531,35 1.437.900,67

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

ALLGEMEINE HINWEISE

Die Lebensmitteleinzelhandel Hans Czaikowski GmbH hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg unter der HRB-Nr. 14582.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten für die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für große Kapitalgesellschaften. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Angaben zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich der Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Anhang gemacht.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung (bei Zugängen zeitenteilig), unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Nutzungsdauer beläuft sich auf 3 bzw. 5 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden, sofern notwendig, vorgenommen. Ab dem 1. Januar 2018 werden angeschaffte Wirtschaftsgüter im Einzelwert bis € 800,00 (bis Ende 2017 bis € 410,00) in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungs- /Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2019 erhaltene Investitionskostenzuschüsse haben wir nicht von den Anschaffungs- / Herstellungskosten der damit korrespondierenden Wirtschaftsgüter abgesetzt, sondern grundsätzlich erfolgswirksam vereinnahmt und als Sonderposten für Investitionszuschüsse abgegrenzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Bei Zugängen von abnutzbaren Vermögenswerten wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem 1. Januar 2018 mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam in Abzug gebracht, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit (bei Anschaffungskosten bis € 250,00) in den Aufwendungen ausgewiesen werden. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung.

Die aus der Schlussbilanz der Besitzgesellschaft übertragenen Vermögensgegenstände wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2016 zu Buchwerten nach den Vorschriften des § 24 UmwStG übernommen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen des Besitzunternehmens wurden in den Anlagenspiegel einbezogen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist.

Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Seit der Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems im Jahr 2022 ist es möglich die artikelgenaue und sortenreine Bestandsführung und Bewertung der Handelswaren zum eigenen gleitenden Durchschnittspreis der letzten Wareneingänge durchzuführen. Daneben werden für wertmäßig geführte Artikel die Bestände auf Warengruppenebene (wie Obst und Gemüse, Bedienung) am Bilanzstichtag mit den Ladenverkaufspreisen aufgenommen. Zwecks Ermittlung der Anschaffungskosten sind von den Ladenverkaufspreisen individuelle Abschläge für die einzelnen Warengruppen vorgenommen worden; die Abschläge beinhalten die jeweilige Umsatzsteuer und die Handelsspanne, abgeleitet aus dem Verhältnis zwischen Einkauf und Verkauf. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden berücksichtigt. Durch eine im Vorjahr erfolgte Bewertungsänderung wurde im Jahr 2022 ein um rd. T€ 300 geringerer Warenbestand (Vermögenslage) ausgewiesen mit Auswirkungen auf den Jahresüberschuss von rd. T€ 193 (Ertragslage).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird (sofern erforderlich) durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Währungsrisiken bestehen nicht.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die anteiligen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Als Sonderposten für Investitionszuschüsse werden nicht rückzahlbare Zuwendungen (sofern der Zuwendungszweck über einen Zeitraum von 5 Jahren erfüllt wird) zur Förderung von Maßnahmen an gewerblichen Kälte- und Klimaanlagen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren (Ende im Jahr 2024).

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung handelsrechtlicher Vorschriften (Sterbetafeln Dr. Klaus Heubeck von 2018 G; ein Rententrend findet keine Berücksichtigung; eine Gehaltsdynamik sowie Fluktuation finden keine Berücksichtigung). Bei der Bewertung wurden die Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB i.d.F. des BilMoG berücksichtigt; die Bewertung erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode). Gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften erfolgt für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 enden, die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über einen Zeitraum von zehn Jahren (Rechnungszinssatz 1,82 % p.a.). Das Wahlrecht zum Ausweis des Zinseffektes aus der Änderung des Zinssatzes (Zinsaufwand: € 4.107,00) wurde dahingehend ausgeübt, dass dieser im Zinsergebnis ausgewiesen wird und die Änderung des Zinssatzes zum Jahresende eintritt. Der Differenzbetrag zu dem Erfüllungsbetrag, der sich aus dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre (altes Recht) von 1,74 % ergibt, beträgt € 1.083,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie werden in Höhe der jeweiligen Erfüllungsbeträge gebildet. Langfristige Rückstellungen für Aufbewahrungskosten werden wegen Geringfügigkeit nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Währungsrisiken bestehen nicht.

Die anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden in dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Sie betreffen vorausbezahlte Mieten.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen (Anlage III, Blatt 9).

Die Finanzanlagen betreffen Geschäftsguthaben bei und sonstige Ausleihungen an der Genossenschaft EDEKA Rhein-Ruhr eG, Moers. Die Gesellschaft ist unverändert mit insgesamt 208 Anteilen an der Genossenschaft beteiligt. Ihr Ausweis erfolgt unter sonstige Ausleihungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Körperschaft- sowie Gewerbesteuererstattungsansprüche (T€ 895), von der Versicherung anerkannte Erstattungsansprüche aus dem Einrichtungs- und Unterbrechungsschaden des im Jahr 2022 durch Brand zerstörten Getränkemarktes (T€ 434), Bonusansprüche an die Genossenschaft (T€ 240) sowie Forderungen an nahestehende Personen (T€ 51) enthalten. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen € 96.767,17 (Vorjahr: T€ 54).

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer erwarteten Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt € 0,00 (Vorjahr: T€ 20).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aufgrund einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung vom 23. August 2016 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von € 52.000,00 um € 48.000,00 auf € 100.000,00 erhöht. Der neue Gesellschaftsanteil wurde ausschließlich zugunsten des Alleingesellschafters mit der Maßgabe ausgegeben, dass die Einlage auf den neuen Geschäftsanteil in Geld zu erbringen war und dass zusätzlich die Leistung eines in die Kapitalrücklage einzustellen Agios in der Weise geschuldet wurde, dass das Besitzunternehmen mit allen Aktiva und Passiva auf die Betriebsgesellschaft übertragen wurde. Die Eintragung der Stammkapitalerhöhung wurde am 26. August 2016 im Handelsregister vorgenommen.

Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses zum 31. Dezember 2022 in Höhe von € 1.437.900,67 ergibt sich insofern ein Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022 von € 9.946.377,76.

Als Sonderposten für Investitionszuschüsse werden nicht rückzahlbare BAFA- Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen an gewerblichen Kälte- und Klimaanlagen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren (Ende im Jahr 2024).

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Energiekosten, Tantiemen, ausstehende Eingangsrechnungen, Urlaubsverpflichtungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Jahresabschlusskosten, Pfandrückstellungen sowie Aufbewahrungskosten gebildet.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
über 1 Jahr
31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon: mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.357.120.00 285.720,00 1.071.400,00 0,00
31.12.2022 (1.681.725,00) (324.605,00) (1.357.120,00) (214.240,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.339.667,25 2.339.667,25 0,00 0.00
31.12.2022 (1.710.095,15) (1.710.095,15) (0,00) (0.00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.122.925,16 238.956,55 883.968,61 90.010,14
31.12.2022 (252.298,35) (189.323,64) (62.974.71) (0.00)
Gesamt 4.819.712,41 2.864.343,80 1.955.368.61 90.010,14
31.12.2022 (3.644.118,50) (2.224.023,79) (1.420.094,71) (214.240,00)

Das Warenlager (T€ 1.059) sowie Inventar (Maschinen und Gegenstände mit Bestandteilen und Zubehör = T€ 1.192) der Filiale in Krefeld (Gutenbergstraße) wurde zu Gunsten der EDEKABANK AG (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) zu Sicherungszwecken übereignet.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen € 214.317,37 (Vj.: T€ 170) auf Steuern. Verbindlichkeiten i.R. der sozialen Sicherheit von € 88.100,00 (Vj.: T€ 80) sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 3.736,43 (Vj.: TEUR 63) ausgewiesen. Die Veränderung zum Vorjahr betrifft hauptsächlich eine Verbindlichkeit (T€ 886) gegenüber EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH, Hamburg. Zur Entlastung wurden zusätzliche Kosten aus der Belieferung von Strom über fünf Jahre gestundet.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von € 157.252,00 (Vj.: T€ 209) betreffen die auf den Unterschiedsbetrag des Sachanlagevermögens zwischen Handels- und Steuerbilanz entfallenden Körperschaft- und Gewerbesteuern sowie Wertdifferenzen für Ersatzbeschaffungen durch Brand zerstörter Wirtschaftsgüter, für die in der Steuerbilanz eine steuerfreie Rücklage gebildet wurde. Außerdem ergeben sich aktive latente Steuern aus den unterschiedlichen Wertansätzen bei der Pensionsrückstellung in Höhe von € 17.934,00 (Vj.: T€ 20). Insgesamt hat sich ein passiver Saldo (€ 139.318,00) ergeben (Vj.: T€ 189). Auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses würde sich ein erwarteter Steueraufwand von rd. T€ 721 ergeben. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand von T€ 772 wird durch die Auflösung der passiven latenten Steuer (es entsteht ein latenter Steuerertrag in Höhe von € 50.021,00) auf den zu erwartenden Steueraufwand angepasst. Es wurden die Steuersätze i.H.v. 39,4 % zugrunde gelegt.

ERLÄUTERUNGEN ZU EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN

Eine Eventualverbindlichkeit der Gesellschaft steht in Zusammenhang mit dem gewährten Investitionszuschuss (T€ 73) für eine Kälte- und Klimaanlage erhalten. Der Zuschuss ist mit der Maßgabe gewährt worden, die geförderte Anlage mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu nutzen. Andernfalls hat der Zuschussgeber das Recht, eine zeitanteilige Rückzahlung des Zuschusses zu verlangen; der Zuschuss am 31. Dezember 2023 beträgt € 12.204,75. Wir gehen davon aus, dass eine Inanspruchnahme (= Risiko) aus den Eventualverbindlichkeiten zurzeit sehr unwahrscheinlich ist, weil die Gesellschaft die Gegenstände innerhalb der zeitlichen Bindung entsprechend dem Zuwendungszweck verwendet und diese unverändert benötigt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die aus der Bilanz nicht ersichtlich werden, resultieren aus

Mietverträgen für die Märkte von insgesamt T€ 25.033 (davon innerhalb von 12 Monaten fällig: T€ 4.810).

Leasingverpflichtungen von T€ 232 (davon innerhalb von 12 Monaten fällig: T€ 178).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf die 5 SB-Warenhäuser. Ein geringer Anteil entfällt auf 3 den Warenhäusern angeschlossene Getränkemärkte. Die Umsatzerlöse untergliedern sich wie folgt:

2023 2022
(€) (€)
Edeka-Märkte 76.871.775,48 75.812.366,10
Miet- und Pachteinnahmen 2.313.601,84 2.235.400,35
Werbekostenzuschüsse 19.066,65 3.570,00
Sonstige Dienstleistungen 188.845,17 542.198,49
79.393.289,14 78.593.534,94

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich vor allem um Versicherungsentschädigungen aus einem Unterbrechungsschaden (T€ 150), Sachbezüge (T€ 42), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 24) sowie eines Investitionszuschusses (T€ 15: Ertrag aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse) und Erträge aus Konkurrenzschutz. Die periodenfremden Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 23.641,07 (Vj.: T€ 52). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entfällt hauptsächlich auf reduzierte Erstattungsansprüche (- T€ 520) gegenüber der Versicherung aus dem Feuerschaden (Getränkemarkt Krefeld 2022).

Die im Materialaufwand erfassten Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten entsprechend der Neudefinition durch das BilRUG die anteiligen Mietaufwendungen durch Untervermietung, Aufwendungen für den Regalservice sowie Mieten für die in Eigenregie geführten Parkhäuser. Seit Einführung eines SAP gestützten Buchhaltungssystems können Aufwendungen für Gutscheine, Giftcards und Telefonkosten nicht mehr gesondert ermittelt und in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert werden; die korrespondierenden Aufwendungen sind im Berichtsjahr folglich im Materialaufwand für bezogene Waren enthalten.

Die Abschreibungen (T€ 990) befinden sich nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 1.000).

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 18.679,80 (Vj.: T€ 19).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 9.125) enthalten im Wesentlichen Miet- und Pachtaufwendungen (T€ 3.760), Energiekosten (T€ 2.209), Werbekosten (T€ 740). Instandhaltungsaufwendungen (T€ 458), Reinigungs- und Wartungskosten (T€ 383) und Verpackungskosten (T€ 340). Periodenfremde Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die Nichtanerkennung im Vorjahr bilanzierter Versicherungserstattungsansprüche aus dem Feuerschaden 2022 (T€ 266) sowie Energiekosten in Höhe von € 81.685,58; das Vorjahr enthält hauptsächlich Aufwendung betreffend die Energiekosten (T€ 54).

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen einen Bonus (T€ 202; Vj.: T€ 198) der sich an dem mit der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG getätigten Warenumsatz bemisst und dem Ergebnis der Genossenschaft EDEKA Rhein-Ruhr eG entnommen wird sowie einen Energiebonus, welcher einen Beitrag zur Energiekostensteigerung in Höhe von T€ 239 leistet (Vj.: T€ 158 Bonus für Kosten im Zusammenhang mit der Erweiterung der IT Infrastruktur).

Von den Zinserträgen entfallen € 3.931,31 (Vj.: 800,55) auf die Gesellschafter.

Von den Zinsaufwendungen entfallen € 4.107,00 (Vj.: T€ 5) auf die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und betreffen in Höhe von € 761,72 (Vj.: € 2.241,54) Zinsen an Gesellschafter.

Die Ertragsteuern betragen T€ 740 und enthalten Erträge aus der Auflösung latenter Steuern (T€ 50) sowie periodenfremde Aufwendungen (T€ 19); das sind 39,7 % vom Betriebsergebnis vor Steuern (Vorjahr: 39,3 %). Die Steuerquote entsteht aufgrund überproportional hoher gewerbesteuerlicher Hinzurechnungsvorschriften.

AUßERGEWÖHNLICHE ERTRAGS-/ AUFWANDSPOSTEN

Für den im Vorjahr durch Brand zerstörten Getränkemarkt (Krefeld) hat die Versicherung den Betriebsunterbrechungsschaden des Jahres 2023 mit T€ 150 bewertet und anerkannt. Dieser Anspruch wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen; es handelt sich um einen außergewöhnlichen Ertragsposten, da diese Erträge nicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind.

Ein im Vorjahr aktivierter Anspruch für den erlittenen Waren-, Einrichtungs-, sowie Betriebsunterbrechungsschäden wurde von der Versicherung im Berichtsjahr u.a. aufgrund Abweichungen zu den zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen sowie fehlender Nachweise nicht in voller Höhe anerkannt. Die Anpassung ist in Höhe von T€ 266 im Berichtsjahr gewinnmindernd berücksichtigt worden (sonstige betriebliche Aufwendungen).

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 von € 11.067.909,11 (€ 9.946.377,76 Gewinnvortrag zzgl. € 1.121.531,35 Jahresüberschuss) auf neue Rechnung vorzutragen.

SONSTIGE ANGABEN

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen resultieren aus verzinslichen Finanzforderungen (T€ 97) gegen die Geschäftsführer (Gesellschafter), einem Darlehen durch einen Geschäftsführer (Gesellschafter) in Höhe von T€ 4, Gehaltszahlungen sowie Tantiemen an die Geschäftsführer (Gesellschafter) und eine mitarbeitende Familienangehörige sowie Mietzahlungen an eine mitarbeitende Familienangehörige. Alle Geschäfte werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 3 4
Angestellte 294 296
Summe 297 300
Auszubildende (nachrichtlich) 40 36
Gesamt 337 336

Als Geschäftsführer bestellt sind die Herren Hans Czajkowski, Kaufmann, Mülheim an der Ruhr und Oliver Czajkowski, Dipl.- Kaufmann, Mülheim an der Ruhr sowie Frau Annika Czajkowski, M.A., Mülheim an der Ruhr. Die Geschäftsführer sind befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Von der Schutzklausel des § 286 HGB bezüglich der Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde Gebrauch gemacht.

Ein im Jahr 2021 durch ein Organmitglied gewährtes Darlehen von ehemals € 150.000,00 valutierte am 31.12.2023 mit € 3.736,43 und wurde im Berichtsjahr um € 60.000,00 zurückgeführt (Saldo Vj.: € 62.974,71). Die Ansprüche werden mit 3 % über dem jeweils gültigen Basiszinssatz verzinst und sind am 30. September 2024 endfällig. Sondertilgungen sind möglich. Die allgemeinen Finanzforderungen gegen Gesellschafter valutieren am 31.12.2023 mit € 96.767,17. Diese Ansprüche wurden mit 3 % über dem jeweils gültigen Basiszinssatz verzinst und sind flexibel zurückzuzahlen. Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen

Die Honorare (Aufwand 2023) für die Jahresabschlussprüfung betrugen im Berichtsjahr T€ 27,5. Des Weiteren wurden unserem Abschlussprüfer für sonstige Leistungen (T€ 4,6) vergütet.

 

Mülheim an der Ruhr, den 31. Januar 2025

Die Geschäftsführung

Hans Czajkowski

Oliver Czajkowski

Annika Czajkowski

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

WIRTSCHAFTSBERICHT: ENTWICKLUNG VON BRANCHE UND GESAMTWIRTSCHAFT

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2023 war weiterhin geprägt von den multiplen globalen Krisen und ihren Folgen. Der anhaltende Krieg in der Ukraine führte zu extremen Preissteigerungen in den Sektoren Energie und Nahrungsmittel. Als im Herbst 2023 der Nahostkonflikt für neue Unsicherheiten sorgte, verschärfte sich die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist die deutsche Wirtschaft 2023 in eine Rezension gerutscht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt einen Rückgang um 0,3 % (Vorjahr: Anstieg 1,8 %).

Im Jahr 2023 ging der Umsatz des deutschen Einzelhandels, inflationsbereinigt im Vergleich zum Vorjahr, um 3,3 Prozent zurück. Bei den Lebensmitteln bewegten sich die realen Umsätze auf einem niedrigen Niveau der Vor-Corona-Zeiten; hier wird das Jahr 2015 zum Vergleich herangezogen. Im Vorjahr stieg die Inflationsrate mit 7,9 Prozent auf den höchsten Stand seit über 70 Jahren. Für diesen hohen Anstieg waren vor allem die deutlich höheren Preise für Energieprodukte (Anstieg um 34,7 Prozent) und Nahrungsmittel (Anstieg um 13,4 Prozent) ursächlich.

Ein Vergleich der Vertriebsschienen des Lebensmitteleinzelhandels zeigt ein anhaltendes Wachstum, vor allem im Discount-Geschäft. Hier verzeichnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) einen nominalen Anstieg in 2023 von rd. 10,3 Prozent. Die Vollsortimenter entwickeln sich mit 6,3 Prozent vergleichsweise positiv. Als Gründe für den Anstieg der Umsätze bei den Discountern werden neben einer anhaltenden inflationsbedingten Preissteigerung auch eine steigende Kauffrequenz sowie steigende Bonsummen angegeben (Aufnahme von Handelsmarken). In den Pandemiejahren konnten die Vollsortimenter und die Drogeriemärkte deutlich bessere Entwicklungen als der Mittelwert verzeichnen; man verzeichnete in 2022 Umsatzsteigerungen von 7,6 Prozent.

Der EDEKA-Verbund konnte seine Position im weiterhin von hoher Wettbewerbsintensität geprägten deutschen Lebensmitteleinzelhandel erneut verteidigen. So stieg der Gesamtumsatz im Jahr 2023 um 6,7 Prozent. Es entwickelte sich das von selbständigen Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft ebenfalls positiv. Die selbständigen EDEKA-Unternehmer konnten im Geschäftsjahr 2023 ihren Umsatz im Vorjahresvergleich um 7,7 Prozent ausbauen (Vorjahr: 5,2 %).

Die großflächigen SB-Warenhäuser der Vertriebsschiene Marktkauf (an deren Entwicklung wir uns orientieren) verzeichnen im Jahr 2023 auf vergleichbarer Fläche einen Umsatzanstieg von rd. 2,6 %. Im Vorjahr verzeichnete diese Vertriebsschiene einen Umsatzzuwachs von rd. 2,1 %.

GESCHÄFTSVERLAUF 2023 UND ERTRAGSLAGE DER GESELLSCHAFT

Unsere Gesellschaft betreibt 5 großflächige SB-Warenhäuser sowie 3 den Warenhäusern direkt angeschlossene Getränkemärkte in von EDEKA gemieteten Räumen. Es ist uns gelungen, alle Standorte strategisch neu auszurichten. Zuletzt lag unser Schwerpunkt auf der qualitativen Optimierung der Bestandsfläche in Krefeld. Diese Filiale wurde grundlegend modernisiert und nach einer neun-wöchigen umbaubedingten Schließung am 18. Juni 2018 neu eröffnet.

Die maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung unseres Unternehmens sind die Umsatzerlöse sowie Handelsspanne aus dem Handelsgeschäft und das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT).

Die Umsatzerlöse aus den Edeka-Märkten sind im Geschäftsjahr 2023 um 1,4 % auf T€ 76.872 angestiegen (Vj.: -4,8%). Dabei ist zu beachten, dass durch die Zerstörung des Getränkemarktes (Brandschaden am 31. Juli 2022) am Standort Krefeld Umsätze von rd. T€ 707 im Vorjahresvergleich fehlen. Bereinigt läge somit unser Umsatzanstieg betreffend alle Märkte folglich bei rd. 2,3 %. Bei der allgemeinen Geschäftsentwicklung ist insbesondere die Tatsache zu berücksichtigen, dass wir in den durch die Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahren 2020 und 2021 Rekordumsätze erwirtschaftet haben, die nach einer rückläufigen Entwicklung 2022 nicht wieder erreicht werden konnten. Bei all unseren Standorten konnten wir 2023 Umsatzzuwächse verzeichnen. Die höchsten Steigerungen entfallen auf die Märkte in Duisburg. Am Standort in Duisburg, Atroper Str., einem Markt mit Grenz- oder Innenstadtlage, konnten wir die stärksten Umsatzzuwächse von 6,0% realisieren. Insgesamt liegt unsere Gesellschaft im Jahr 2023 mit dieser (bereinigten) Entwicklung im Vergleich zu anderen großflächigen SB- Warenhäusern leicht unterhalb des Branchendurchschnitts von +2,6 %. Die Umsatzerlöse entsprechen mit rd. € 76,8 Mio. unserem Budget.

Der Rohertrag (Umsatzerlöse aus den Edeka Märkten minus Wareneinsatz) hat sich absolut gesehen von T€ 19.121 im Vorjahr auf T€ 20.071 im Berichtsjahr erhöht. In Relation zu den Umsatzerlösen ist ein Anstieg der Rohertragsmarge um 0,9 %-Punkte auf 26,1 % zu verzeichnen. Damit liegen wir für das Geschäftsjahr 2023 leicht über unserer Prognose, die eine Handelsspanne von 25,7 % vorsah. Eine Margenverbesserung wird in allen Märkten verzeichnet. So gelang es uns vor allem bei den Märkten erhebliche Spannenverbesserungen zu erzielen, die in den letzten zwei bis drei Jahren von stetig sinkende Rohertragsmargen betroffen waren (ein veränderter, preisbewusster Einkauf der Kunden sowie durch Inflation getriebene Einstandspreise konnten nicht in voller Höhe an die Kunden weiterbelastet werden).

Die Miet- und Pachteinnahmen liegen mit T€ 79 leicht über Vorjahresniveau (allgemeine Mieterhöhungen). Die Erlöse aus Expansionsvergütungen, Werbekostenzuschüssen sowie sonstigen Dienstleistungen betragen T€ 208 (Vorjahr: T€ 546). Wesentlicher Einflussfaktor sind geringere Umsatzerlöse aus Gutscheinen und Telefonkarten (-T€ 207), die seit Einführung der SAP gestützten Finanzbuchhaltung innerhalb der Umsatzerlöse aus dem Handelsgeschäft ausgewiesen werden. Dem stehen um T€ 127 geringere Erlöse aus einer nur im Vorjahr erfolgten Auflösung einer Leergutrückstellung gegenüber.

Der Rückgang der Sonstigen betrieblichen Erträge um T€ 526 ist insbesondere durch geringere Versicherungsentschädigungen aus dem Feuerschaden (-T€ 520) geprägt.

Der Anstieg beim Personalaufwand von T€ 69 oder 0,7 % betrifft trotz eines geringeren Personalstandes fast alle Märkte (Ausnahme: Krefeld). Im Jahresdurchschnitt wurden 297 Mitarbeiter sowie 40 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 300 Mitarbeiter und 36 Auszubildende). Trotz einer strukturellen Veränderung des Personalbestandes, optimierten Personaleinsatzplanung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten ist es uns nicht vollständig gelungen tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen zu kompensieren. Die Kennzahl Personalaufwand/Umsatzerlöse aus EDEKA- Märkten liegt mit 12,8 % nahezu auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 12,9 %). Belastungsspitzen bei den Mitarbeitern wurden durch den flexiblen aber vermehrten Einsatz von Dienstleistern entgegengewirkt, was sich in einem Anstieg (+T€ 17 oder 4,4%) bei den bezogenen Leistungen (= Regalservice) widerspiegelt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich bei unterschiedlicher Entwicklung im Einzelnen im Saldo um T€ 940 oder 11,5 % gegenüber dem Vorjahr stark erhöht. Sie betragen 11,9 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 10,8 %). Die größten Veränderungen betreffen signifikant gestiegene Aufwendungen für Energiekosten (+T€ 977, was einem Anstieg um 79,3 % entspricht), Aufwendungen durch die Nichtanerkennung im Vorjahr bilanzierter Versicherungserstattungsansprüche (+T€ 266) sowie gestiegene Mieten (+T€ 91 = Indexierung Krefeld, Rheinhausen und Uerdingen). Dem stehen im Wesentlichen geringere Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen (T€ 181), nur im Vorjahr enthaltene IT-Infrastruktur Aufwendungen für ein SAP-gestütztes Warenwirtschaftssystem (T€ 91) sowie Aufwand aus der Veränderung von Leergut (T€ 127) gegenüber.

Das Finanzergebnis (T€ 477) enthält anders als im Vorjahr nicht nur einen Bonus der Genossenschaft EDEKA Rhein-Ruhr eG (T€ 202) für den Warenbezug, sondern ebenfalls einen Energie Bonus (T€ 239), welcher seitens der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co.KG einen Beitrag zur Energiekostensteigerung darstellt. Das Vorjahr enthält einen einmaligen "ELSA-Bonus" (T€ 158) als Beitrag für die Kosten, die uns aufgrund der neuen IT-Infrastruktur (SAP-Einführung) entstanden. Des Weiteren sind Dividenden der Genossenschaft sowie sonstige Zinsen enthalten. Dem stehen Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 26 (hauptsächlich für langfristige Darlehen in Höhe von T€ 21) gegenüber.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) schließt mit einem Gewinn von T€ 1.862 ab (Vorjahr: T€ 2.370), der unseren Erwartungen entspricht; hier sind wir in unseren Planungen von einem EBT von T€ 2.162 ausgegangen. Es ergibt sich eine Ergebnisverschlechterung um T€ 508 gegenüber dem Vorjahr. Ein durch Umsatz- und Margenverbesserung um +T€ 950 gestiegener Rohertrag aus dem Handelsgeschäft, konnte die stark gestiegenen Energiekosten (+T€ 977) nahezu kompensieren. Weiteren Einfluss auf die negative Entwicklung des EBT zum Vorjahr haben insbesondere die geringeren Erträge aus Versicherungsentschädigungen wegen des Feuerschadens (-T€ 520).

Das positive Ergebnis ist maßgeblich auf die Standorte in Duisburg Rheinhausen und Mülheim zurück zu führen. Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Der Standort in Duisburg Rheinhausen verzeichnet (neben Krefeld) mit 26,9 % die höchste Handelspanne. Die Kennziffer "Personalaufwand / Umsatzerlöse" stellt an diesem Standort ebenfalls mit 10,8 % eine sehr gute Quote dar. Gleiches gilt für das Verhältnis "Mietaufwand / Umsatzerlöse" von 3,2 %. Wir sind zufrieden, dass dieser Markt sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld positionieren konnte und unserem Unternehmen den höchsten EBT-Beitrag liefert.

Der anhaltende Verlust am Standort Duisburg, Atroper Straße ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass in 2018 langjährige Mietsubventionen entfielen und wir nicht alle Fixkosten der Immobilie an die Untermieter weiterbelasten konnten. Die Entscheidung zur Eröffnung dieses Marktes war jedoch für uns aus strategischer Sicht zwingend notwendig, um den Eintritt eines direkten Wettbewerbers zu verhindern. Andernfalls hätte sich der Wettbewerb negativ auf die Ergebnisse unseres in unmittelbarer Nähe befindlichen Marktes ausgewirkt.

Der Ertragssteueraufwand zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr um - T€ 192 insbesondere aufgrund des gesunkenen zugrundeliegenden steuerlichen Einkommens reduziert. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag (T€ 740) wird ein Jahresüberschuss von T€ 1.122 ausgewiesen. Die daraus abzuleitende Umsatzrendite von 1,5 % ist für uns nicht vollends zufriedenstellend, entspricht aber nahezu unserer Prognose von 1,7 %.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen geringeren Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen von 16,3 % (Vj.: 22,8 %) gekennzeichnet. Hier stehen Investitionen (T€ 264) den jährlichen Abschreibungen (T€ 990) gegenüber. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen beträgt 81,1 %. Der Anteil der liquiden Mittel am Gesamtvermögen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 47,9 % und Vorräte haben einen Anteil von 22,2 % am Gesamtvermögen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 12.016 und die Eigenkapitalquote bei einer leicht gestiegenen Bilanzsumme 66,5 % (Vj.: 68,0 %). Dieses Eigenkapital deckt das gesamte Anlagevermögen, Vorratsvermögens sowie sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ab.

Das langfristige Fremdkapital (Pensionsrückstellung, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Investitionszuschüsse sowie Darlehen) beläuft sich auf T€ 2.176 (12,0 % der Bilanzsumme) und das kurzfristige Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) auf T€ 3.879 (21,5 % der Bilanzsumme).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 1.357) stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit den Investitionen in den Edeka-Märkten. Das Sachanlagevermögen ist zu 46,8 % fremdfinanziert (Vorjahr: 46,6 %).

Das Netto-Umlaufvermögen (T€ 14.663 kurzfristig realisierbares Vermögen abzüglich T€ 3.879 kurzfristig fällige Verbindlichkeiten) beträgt T€ 10.784. Dass das Netto- Umlaufvermögen um T€ 2.347 über dem Vorjahr liegt, beruht vor allem auf dem Brutto-Cash- Flow von T€ 2.111.

Die liquiden Mittel (Kassen- und Bankguthaben) haben sich folglich ergebnisbedingt um T€ 2.175 auf T€ 8.662 erhöht. Das sind 47,9 % der Bilanzsumme. Die Liquidität war somit zu jedem Zeitpunkt des Jahres 2023 in ausreichendem Umfang vorhanden. Die laufende Finanzierung kleinerer Investitionen sowie die Rückführung der Finanzverbindlichkeiten kann aus dem operativen Cashflow erfolgen. Vor dem Hintergrund, dass der Standort in Mülheim im ersten Quartal des Jahres 2024 grundlegend modernisiert wurde, werden wird Eigenmittel T€ 1.700 einsetzen und ein Darlehen in Höhe von T€ 1.000 aufnehmen. Weitere Kapitalmaßnahmen sind aktuell nicht weiter notwendig.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Risikomanagement

Zur Überwachung möglicher Risiken und zur Verfolgung der Zielerreichung haben wir einen Controllingprozess etabliert. Es werden Planungen erstellt, die Geschäftsentwicklung analysiert und Entwicklungen verfolgt. Die monatliche Analyse der Ergebnisrechnungen der verschiedenen Märkte dient für uns als Grundlage zur Entscheidungsfindung und Steuerung der Märkte. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie durch den Informationsaustausch mit den selbstständigen Kaufleuten. Größe und Organisation des Unternehmens lassen darüber hinaus einen guten Einblick in die betrieblichen Abläufe zu, dass spezielle und auch allgemeine Risiken schnell erkannt und erforderliche Maßnahmen kurzfristig eingeleitet werden können. Die Umstellung im Jahr 2022 auf ein SAPgestütztes Warenwirtschaftssystem hat zu anfänglichen Schwierigkeiten geführt, da viele Mitarbeiter die Prozesse noch nicht verinnerlicht haben. Wir erwarten aber Effizienzgewinne (Optimierung des Einkaufs und Steuerung der jeweiligen Umsatzprozesse, Margensteigerungen, Bestandsanalyse und -optimierung, Liquiditätserhöhung durch Bestandsabbau etc.). Als nächstes planen wir Digitalisierung der Finanzbuchhaltung. Auch schaffen wir uns durch die Digitalisierung der Prozesse eine gute Ausgangsbasis, um neue Geschäftsideen zu verbessern. Spezielle Risiken für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens sehen wir derzeit nicht. Allgemeine Risiken können sich aus einer Verschlechterung der konjunkturellen Situation und einer damit verbundenen Reduzierung des privaten Verbrauchs ergeben.

Geschäftsrisiken und Chancen

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zählt zu den am härtesten umkämpften Teilmärkten in der Volkswirtschaft. Wir fühlen uns im EDEKA-Verbund gut aufgestellt. Durch diese Einbindung, die hohe Sortimentskompetenz sowie permanente Optimierung der Geschäftsprozesse gelingt es, den Druck auf die Margen zu kompensieren. Die EDEKA AG ist unter anderem auch für die erfolgreiche Profilierung der Eigenmarken verantwortlich. Unsere Geschäftsstrategie und Ausrichtung haben sich auch in Krisenjahren als wettbewerbsfähig erwiesen.

Mit unseren individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten sehen wir uns in der Lage, flexibel auf Änderungen des Marktes zu reagieren. Um die Grundlage für weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen zu schaffen, müssen wir uns ständig den Anforderungen der Kunden, des Marktes und Wettbewerbs stellen und im Hinblick auf Umbauten, Erweiterungen sowie optimiertes Ladendesign reagieren. Bei diesen Investitionen steht nicht nur ein neues, attraktives optisches Erscheinungsbild im Vordergrund, sondern auch der Einsatz neuer Technologien, um vor allem den steigenden Energiekosten (energiesparende Gebäudetechnik, Solaranlagen, Licht und Einrichtung) Rechnung zu tragen. Die Wettbewerbsfähigkeit sowie ein damit verbundenes Risiko sind von der Attraktivität des individuellen Standortes und Entwicklung des direkten Wettbewerbs stark abhängig.

Risiken für den Einzelhandel ergeben sich zunehmend aus der Veränderung der Alterspyramide in Deutschland, die zunehmende Vereinzelung von Haushalten in Großstädten sowie die steigende Urbanisierung. Insbesondere eine bereits hohe Marktdichte trägt dazu bei, dass in Deutschland die Möglichkeiten quantitativen Wachstums zumindest auf lange Sicht begrenzt sind. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Gestaltung attraktiver Angebote an regionalen Produkten und höherwertigen Lebensmitteln sowie Bio-Erzeugnissen zunehmend an Bedeutung. Regionale Produkte und authentische, auf Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft zugeschnittene Spezialsegmente sowie Bio- und Convenience-Erzeugnisse sind daher in den letzten Jahren verstärkt in das Sortiment integriert worden.

Vor diesem Hintergrund gewinnen neue Geschäftsmodelle im Bereich des Online-Handels eine Chance. Nachhaltige Wachstumsimpulse werden aktuell noch nicht erwartet. Durch das Marktänderungsrisiko kann es zu maßgeblichen Wertberichtigungen auf unsere Vermögenswerte (Sachanlagen, Vorräte) kommen. Aktuell sehen wir keine Risiken, denen wir durch die Bildung von Wertberichtigungen begegnen müssen.

Operative Risiken und Chancen

Durch die grundlegende Modernisierung des Marktes in Krefeld wurde unsere Wettbewerbsposition weiter gestärkt. Wir haben uns an die Markt- sowie Branchenentwicklung angepasst. Die strategische Neuausrichtung des mit Verlust betriebenen Marktes wird uns in den nächsten Jahren weiterhin fordern und erwartungsgemäß dazu führen, die Verluste nachhaltig abzubauen. Weiterhin liegt eine Herausforderung in der kontinuierlichen Optimierung und Entwicklung der bestehenden Märkte. So haben wir die Modernisierung des Mülheimer Standortes Anfang April 2024 durchgeführt. Nachdem der Getränkemarkt in Krefeld durch Brand im Jahr 2022 vollständig zerstört wurde, ist nicht nur die Erneuerung, sondern auch die flächenmäßige Erweiterung Mitte 2024 (Neueröffnung) erfolgreich umgesetzt worden. Insgesamt gilt es zukünftig weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen zu generieren, um vor allem der tarifbedingten Kostenentwicklung auf dem Personalsektor sowie den überproportional stark gestiegenen Energiekosten entgegen zu wirken. Die EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH unterstützt uns, dem Risiko steigender Energiekosten durch eine gemeinsam festgelegte Beschaffungsstrategie zu begegnen. Damit sind die kurzfristigen Ziele unserer Unternehmensplanung erreicht. Mittelfristig streben wir zunächst keine Ausweitung unserer Standorte an. Operative Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse sowie die Ertragslage können sich aus der zukünftigen Entwicklung und Flächenstruktur der unterschiedlichen Einzelhandelsstandorte ergeben. Dieses Risiko wird durch die langfristig abgeschlossenen Mietverträge verstärkt. Spezielle Risiken sehen wir derzeit keine. Diese können sich jedoch aus den langfristig abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen bei branchenbedingt defizitär entwickelnden Standorten ergeben und für uns zu einem beachtlichen Risiko führen.

Des Weiteren stellt die Verschärfung der Preisentwicklung im Wettbewerbsumfeld des Lebensmitteleinzelhandels eine große Herausforderung dar. Insbesondere der im Discount-Wettbewerb forcierte Ausbau des Markengeschäfts, eine Verschärfung des Online-Handels sowie ein steigender Anteil des Aktionsgeschäfts können zu fallenden Ladenverkaufspreisen führen. Die Entwicklung des Online-Handels mit Lebensmitteln, der in Deutschland bisher als schwieriges Terrain gilt, wird von EDEKA intensiv beobachtet. Der Online-Händler "PICNIC", an welchem der EDEKA-Großhandelsbetrieb Rhein-Ruhr beteiligt ist, operiert im Ruhrgebiet und wächst sehr dynamisch. Die Corona-Pandemie hat ab 2020 dazu geführt, dass traditionelle Einkaufsgewohnheiten überdacht wurden, so dass die Nachfrage im Online-Handel enorm gestiegen ist.

Eigene Aktivitäten in diesem Segment mögen in Zukunft auch für uns wichtiger werden, um auch die technikaffine Generation mit dem Online-Angebot zu erreichen. Sich ergebende Risiken aus dem Ausfall von Mietern durch Insolvenz bzw. dem (partiellen) Ausfall der Miete haben wir durch eine dezidierte Überwachung sowie einem engen Austausch mit den jeweiligen Mietern Rechnung getragen.

Lieferantenrisiken und -chancen

Ein ausgefeiltes Qualitätssicherungssystem der EDEKA ermöglicht eine dauerhafte hochwertige und gleichbleibende Produktqualität. Risiken aus möglichen Versorgungsengpässen (intensiviert durch den Krieg in der Ukraine) sind durch gezielte Planungen der jeweiligen Herkunft reduziert. In besonders sensiblen Warengruppen wie z.B. Fleisch und Wurst engagiert sich der EDEKA-Verbund seit langem selbst in der Produktion, kann so die hohen Qualitätsstandards selbst besser kontrollieren und das Vertrauen beim Kunden in die Marke EDEKA stärken. Das durch das Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz gesetzlich verpflichtende Thema menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette wird bei EDEKA bereits seit 2019, unter Berücksichtigung bereits vorhandener Wissens- und Kompetenzstrukturen, durch eigene Experten koordiniert.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität zur Abwicklung der operativen Geschäftsprozesse sehen wir für unser Unternehmen als eine wesentliche Aufgabe.

Die kurzfristige Finanzierung des laufenden Warenbezugs erfolgt durch die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH. Die Finanzierung der Modernisierungen unserer Märkte sowie möglicher Expansionen ist grundsätzlich durch unsere, der Unternehmensgröße angepassten, Liquiditätsplanung und hohen Eigenkapitalquote gesichert. Des Weiteren steht uns die EDEKABANK AG, Hamburg, seit Jahren als verlässlicher Partner zur Verfügung. Dieses gilt auch für die umfassende Modernisierung unseres Standortes in Mülheim in Höhe von rd. 2,5 Mio. €, die wir zu 1,0 Mio. €, fremdfinanzieren. Regelmäßig wiederkehrende Sachinvestitionen erfolgen aus dem operativen Cashflow.

Den Risiken aus laufenden Zahlungsstromschwankungen wird durch eine der Unternehmensgröße angepasste Liquiditätsdisposition und -steuerung begegnet. Die sehr gute Eigenkapitalquote verbunden mit den von den Banken gewährten Kreditlinien ermöglichen kurzfristige Liquiditätsspitzen abzufedern.

Personalrisiken und -chancen

Unsere Fachmitarbeiter sind seit langen Jahren eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden. Die demografische Entwicklung bewirkt vor allem in der aktuellen Wirtschaftslage eine zunehmende Verschärfung am Arbeitsmarkt. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel im Einzelhandel stellt ein personelles Risiko für die Zukunftsentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel dar.

Mitarbeiterzufriedenheit und -engagement sind für uns wichtige Aspekte der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens. In puncto Mitarbeiterbindung, als nichtfinanzieller Leistungsindikator, verfolgen wir aus eigener Kraft flexible Einzellösungen sowie differenzierte Programme zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern.

Umweltrisiken

Ein in den letzten Jahren eher als unwahrscheinlich eingestuftes Risiko besteht in den Folgen einer Ausbreitung von Epidemien, was durch das Corona-Virus (COVID-19) bestätigt wurde. Von diesen Auswirkungen war der Einzelhandel durch erhebliche Schwankungen bei der Nachfrage betroffen. Es wurden Risikoprozesse im EDEKA-Verbund neu bewertet, um dafür Krisenmanagementsysteme zu etablieren.

Informationssicherheit

Durch die kontinuierlich qualitative Weiterentwicklung der bestehenden IT-Systeme in der EDEKA Gruppe wird die Informationssicherheit auch in unserem Unternehmen auf einem hohen Niveau gewährleistet und stetig an die gegebenen Rahmenbedingungen angepasst. Dies trägt zu einer Risikoreduktion bei.

Zusammenfassend kommen wir zu dem Ergebnis, dass bestandsgefährdende Risiken für unsere Gesellschaft derzeit nicht erkennbar sind.

PROGNOSEBERICHT

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Laufe des Jahres 2024 kontinuierlich verlangsamt und endet mit einem leichten Rückgang im letzten Quartal des Jahres 2024. Nach Angeben der Bundesregierung ist klar, dass das BIP für das Jahr 2024 um 0,2% geschrumpft ist. Die deutsche Wirtschaft hat sich somit im zweiten Jahr in Folge verlangsamt. Einige der Herausforderungen, die zu diesem Rückgang beigetragen haben, waren die hohe Energiekosten, zunehmende Konkurrenz auf wichtigen Absatzmärkten, hohes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten.

Im Jahr 2024 konnte der Umsatz des deutschen Einzelhandels, inflationsbereinigt (real) im Vergleich zum Vorjahr, um 1,1 Prozent wachsen. Bei den Lebensmitteln bewegten sich die realen Umsätze auf einem niedrigen Niveau von 0,7 % (real) und 2,9 Prozent nominal.

Ein Vergleich der Vertriebsschienen des Lebensmitteleinzelhandels zeigt ein anhaltendes Wachstum, vor allem im Discount-Geschäft. Die Discounter profitierten von der anhaltenden Preissensibilität der Verbraucher und verzeichneten einen nominalen Anstieg in 2024 von rd. 7,2 Prozent. Die Vollsortimenter entwickeln sich mit 1,3 Prozent vergleichsweise gering.

Als Gründe für den Anstieg der Umsätze bei den Discountern werden neben einer anhaltenden inflationsbedingten Preissteigerung auch eine steigende Kauffrequenz sowie steigende Bonsummen angegeben (Aufnahme von Handelsmarken). Im Jahr 2024 hat die EDEKA Gruppe ihren Umsatz um rd. 6,7 Prozent steigern können. Trotz des Wachstums blieb EDEKA hinter dem Gesamtmarkt zurück, der durch die starken Leistungen von Aldi und Lidl getrieben wurde.

Unsere Umsatzerlöse liegen im Jahr 2024 rd. 1,2 Prozent unter dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir durch die vollständige Modernisierung unseres Marktes im ersten Quartal 2024 in Mülheim schließungsbedingte Umsatzausfälle von rd. T€ 1.400 verzeichnen mussten. Unsere bereinigten Umsätze lägen folglich rd. 1,0 Prozent über dem Jahr 2023.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2024 leicht sinkende Umsatzerlöse aus dem Handelsgeschäft von rd. 75,9 Mio. €. Des Weiteren gehen wir in unseren Planungen von einer stabilen bis geringfügig steigenden Rohertragsmarge aus, die wir in unserer Prognose zwischen rd. 26,1 Prozent und 26,5 Prozent ermittelt haben. Der Personalaufwand wird jedoch tarifbedingt über dem des Vorjahres liegen. Die Energiekosten werden trotz Entlastungen durch die Strompreisbremse auf dem hohen Niveau des Jahres 2023 liegen und unverändert unser Ergebnis nachhaltig belasten. Durch die Neueröffnung des Getränkemarktes sowie Modernisierung unseres Marktes in Mülheim budgetieren wir steigende Abschreibungen von rd. T€ 150. Leichte Einsparungen erkennen wir bei unserem geringeren Werbebudgets sowie dem Entfall von nur im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen, die im Zusammenhang mit Brandschaden des Jahres 2022 standen. Es wird in Zukunft zunehmend schwerer, tarifbedingte Personalkostenerhöhungen durch weitere Margenverbesserungen oder Einsparungen zu kompensieren.

Für das Jahr 2024 wird insgesamt von einem leicht rückläufigen Ergebnis ausgegangen, welches im Wesentlichen durch die Modernisierung unseres Marktes und schließungsbedingten Umsatzausfall verursacht wird (dieser Effekt beträgt zwischen TE 365 und T€ 450). Wir prognostizieren für das Jahr 2024 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 1,3 Mio. € und 1,8 Mio. € und gehen auf Basis dieser Planung insgesamt von einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf aus.

Für das Jahr 2025 erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute keine nachhaltige Erholung und prognostizieren ein Wachstum von weniger als einem Prozent. Die Prognosen variieren, aber es scheint ein allgemeines Bild von schwachem Wachstum zu geben. Die Institute betonen, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin mit Herausforderungen wie hohen Energiekosten, politischer Unsicherheit und strukturellen Problemen konfrontiert ist. Man erwartet, dass ein nominaler Kaufkraftzuwachs möglicherweise durch die Inflation im Jahr 2025 aufgezehrt wird, so dass die reale Kaufkraft auch stagnieren könnte. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für 2025 aufgrund einer getrübten Stimmung und Unsicherheiten bei Unternehmen und Verbrauchern. Folglich wird auch unser Ergebnis im Jahr 2025 nur mit weiteren strukturellen Veränderungen dem des Jahres 2024 entsprechen können.

 

Mülheim an der Ruhr, den 31. Januar 2025

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lebensmitteleinzelhandel Hans Czaikowski GmbH, Mülheim an der Ruhr

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Lebensmitteleinzelhandel Hans Czaikowski GmbH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Lebensmitteleinzelhandel Hans Czaikowski GmbH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses habe ich unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus:

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Mülheim an der Ruhr, den 31. Januar 2025

Matthes, Wirtschaftsprüfer

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