Beteiligungsgesellschaften
DRK-Service GmbH
Murtener Straße 18, 12205 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Martin seit 16.1.2023 | Geschäftsführer |
Ulrich Starz seit 4.8.2014 | Prokura |
Kerstin Bories seit 4.8.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Niedersachsen e.V. | 48.49% |
Deutsches Rotes Kreuz e.V. | 46.77% |
Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Westfalen-Lippe e.V. | 4.74% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DRK-Service GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I Grundlagen des Unternehmens Die DRK-Service GmbH ist ein Beteiligungsunternehmen des Bundesverbandes DRK e. V. und zwei weiterer Landesverbände des DRK. Die Gesellschaft hilft Verbänden und Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes, ihre geschäftlichen Herausforderungen effektiver zu meistern, indem es maßgeschneiderte Dienstleistungen, Produkte und digitale Lösungen anbietet, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Organisationen einen wirtschaftlichen Mehrwert zu verschaffen und ihre Arbeit zu fördern. Mehr denn je sind die Fähigkeit, Veränderungen schnell zu erkennen und die Bereitschaft, sich darauf einzustellen, gefragt. Vor diesem Hintergrund richtet die DRK-Service GmbH ihren Schwerpunkt darauf, die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse im Rotkreuz-Umfeld frühzeitig zu erkennen und die Verbände optimal in der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. Die fünf Geschäftsbereiche Strategischer Einkauf, Handel, Verlag, Digitale Dienstleistungen und Fundraising, die in insgesamt 14 Geschäftsfelder untergliedert sind, bilden das Geschäftsportfolio der Gesellschaft. Die föderale Struktur des DRK bewirkt, dass sich die DRK-Service GmbH im Beschaffungsmarkt in Wettbewerb zu regionalen Lieferanten und Dienstleistern befindet, die ebenfalls im Bereich der DRK-Gliederungen agieren. Die Gesellschaft strebt danach, ihre Marktposition durch stetiges organisches Wachstum zu festigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Innovation, Kundennähe und Nachhaltigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Die Digitalisierungstrends in ihrem Marktumfeld werden aktiv mitgestaltet, indem die Entwicklung eigener digitaler Services vorangetrieben wird. Im Juni 2023 wechselte die Gesellschaft den Geschäftssitz und bezog neue Büroflächen auf dem DRK-Campus. Der neue Standort bietet nicht nur moderne Büroflächen, er wird auch den Anstieg der Mieten minimieren und die Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Gesellschaftern fördern. II Wirtschaftsbericht Die anhaltenden globalen Unsicherheiten, welche bereits 2022 die Dynamik der Weltwirtschaft spürbar drosselten, haben ihre negativen Auswirkungen auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Die Gesellschaft befand sich im Geschäftsjahr 2023 wiederum in einem nach wie vor anspruchsvollen Marktumfeld, in dem sie mit der Herausforderung einer hohen Inflation, auch beeinflusst durch den offenen Fortgang des Krieges in der Ukraine und einem rückläufigen Konsumverhalten der Verbraucher konfrontiert war. Zusätzlich beeinflusste die Instabilität im Nahen Osten eine weitere Fragmentierung der Handelsströme. Das gesamte Geschäftsjahr war von Preiserhöhungen in den Bereichen Beschaffung, Transport und Logistik geprägt. Dennoch hatten diese Entwicklungen vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die Märkte, auf denen die Gesellschaft tätig ist. Im Geschäftsjahr blieb die Nachfrage der DRK-Verbände und Einrichtungen nach Produkten und Dienstleistungen der DRK-Service GmbH stabil auf dem Niveau des Vorjahres, mit einer durchgehend hohen Nachfrage nach Bekleidung, Erste-Hilfe-Lehrmaterialien und Werbeartikeln. Im Geschäftsbereich Strategischer Einkauf verzeichnete die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs an Nachfragen nach Angeboten der Rotkreuzpolice und aus Kooperationen. Obwohl der Bereich Rahmenverträge nach wie vor das leistungsstärkste Segment des Geschäftsbereichs war, gelang es nicht, die Ergebnisse des Vorjahres zu übertreffen. Das Geschäftsjahr war von schwankenden Marktnachfragen und zeitweisen Lieferproblemen, sowie von Investitionsstopps bei Produzenten und Lieferanten in unterschiedlichen Angebotsbereichen gekennzeichnet. Die Produktnachfrage im Geschäftsbereich Handel blieb während des gesamten Geschäftsjahres hoch. Starke Sondereffekte aus Ad-hoc-Beschaffungen für Großschadenslagen hatten nicht mehr den gleichen Einfluss auf das Jahresergebnis wie im Vorjahr und reduzierten sich auf Aufträge zur Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine und Hilfeleistungen im aktuellen Nahostkonflikt. Innerhalb des Kernsortimentes wurden deutliche Steigerungen in den Bereichen Bekleidung und Werbemittel verzeichnet. Im Handelssektor gestalteten sich die Beschaffungsmärkte über das gesamte Geschäftsjahr als herausfordernd, geprägt von teilweise erheblichen Lieferverzögerungen in der Logistik und steigenden Frachtkosten. Zur Vermeidung von Engpässen und Unterbrechungen in der Lieferkette wurden alternative Bezugsquellen identifiziert und strategische Partnerschaften mit Zulieferern aufgebaut. Die erhöhten Kosten für Rohstoffe und Energie machten Preisanpassungen bei bestimmten Produkten notwendig. Trotz dieser Bemühungen erreichte der Handelsbereich das Ergebnis des Vorjahres nicht vollständig. Der Geschäftsbereich Verlag verzeichnete 2023 ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Bereich Fachpublikationen konnte durch ein neues innovatives Produkt zur Sanitätsausbildung erneut signifikanten Zuwachs erzielen. Im Jahr 2023 trug der digitale Mitgliederbrief aufgrund der Gewinnung neuer Kunden zu einem stabilen Ergebnis bei. Jedoch führten gestiegene Rohstoff- und Personalkosten dazu, dass der Verlagsbereich ein leicht niedrigeres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Der Geschäftsbereich Digitale Dienstleistungen registrierte im Geschäftsjahr eine hohe Nachfrage nach den Modulen der CRM-Webplattform, die insbesondere durch umfassende Kundenberatungen vor Ort einen merklichen Auftrieb erfahren haben. Zusätzlich wurden im Jahr 2023 weitere Programmieraufträge sowie die Koordinierung und Administration der DRK-internen Online-Plattform zur Kommunikation und Vernetzung umgesetzt. Der Zuwachs an Aufträgen im digitalen Bereich resultiert auch aus dem Standortwechsel und der neuen räumlichen Nähe zu den Fachbereichen des DRK-Generalsekretariats. Dies führte insgesamt zu einem positiven Ergebnis, das signifikant über dem Vorjahreswert lag. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete der Geschäftsbereich Fundraising in den Teilbereichen Mitgliederservice und Mitgliederspendenmarketing einen Zuwachs im Vergleich zum vorangegangenen Jahr. Diese Entwicklung führte dazu, dass der Geschäftsbereich Fundraising insgesamt ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielten konnte. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die für die operative Steuerung und die Bewertung des Strategieerfolgs der DRK-Service GmbH herangezogen werden, umfassen den Rohertrag und das Betriebsergebnis. Diese Indikatoren stehen typischerweise in Verbindung mit dem Umsatzwachstum, wobei die Stärke der Korrelation je nach Geschäftsbereich variiert. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Berichtsjahr nicht verändert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, wie die Entwicklung nachhaltiger Produkte, digital getriebener Dienstleistungsangebote und Kundenbindungsprogramme spielen eine entscheidende Rolle als unterstützende Elemente für die langfristige strategische Orientierung der Gesellschaft. Trotz der herausfordernden Bedingungen im Geschäftsjahr und dem Standortwechsel hat die DRK-Service GmbH eine starke operative Performance gezeigt. Der Rohertrag für das Jahr 2023 lag deutlich über den gesetzten Zielen, wenngleich das operative Ergebnis unter dem des Vorjahres blieb. Dies reflektiert das angestrebte organische Wachstum, das auf langfristig stabilen Geschäftsmodellen beruht. Die finanzielle Situation der Gesellschaft bleibt stabil, getragen von einer soliden Vermögens- und Finanzstruktur. II.1 Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Anstieg des Rohergebnisses der Gesellschaft um 3,0 % auf TEUR 7.040 erzielt werden (Vorjahr TEUR 6.832), da die rückläufige Nachfrage nach Hilfsgütern für Krisensituationen den Effekt der niedrigen Marge bei deren Beschaffung deutlich abgeschwächt hat. Gut 80 % der Erträge der Gesellschaft stammen direkt aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen an DRK-Verbände und Einrichtungen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurden auch im Geschäftsjahr die Erträge mit besonders hohen Margen außerhalb des Verbandsgeschäfts erzielt. Der Personalaufwand hat sich mit TEUR 3.472 (Vorjahr TEUR 3.342) um 3,9 % gegenüber dem Vorjahreswert erhöht. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf Entgelterhöhungen und Rückstellungen aus Personalverpflichtungen zurückzuführen. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl stieg von 45,0 im Vorjahr auf 50,0. Der sonstige betriebliche Aufwand ist gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.550 (Vorjahr TEUR 1.093) gestiegen, wobei die Zunahme überwiegend auf Kosten im Zusammenhang mit dem Standortwechsel und Aufwendungen für die IT durch den Wechsel zu Cloud-Anwendungen sowie den daraus resultierenden deutlich gestiegenen EDV-Lizenzkosten zurückzuführen ist. Im Resultat hat sich das operative Ergebnis um 16,6 % zum Vorjahr (TEUR 2.306) auf TEUR 1.923 verringert. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag lag bei TEUR 588, was im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 704) um TEUR 258 niedriger ausfiel. Nach Steuerabzug hatte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 1.349 erwirtschaftet (Vorjahr TEUR 1.607). Die Eigenkapitalrendite nach Steuern erreichte 21,7 % gegenüber 29,3 % im Vorjahr. II.2 Finanzlage Der Gesamt-Cashflow der Gesellschaft verringerte sich 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um TEUR 342 auf TEUR -443. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit reduzierte sich um TEUR 686 auf TEUR 895 und war trotz Mittelzufluss aus Jahresüberschuss auf die stichtagsbezogene Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Mittelabfluss aus gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 344 auf TEUR -738 verringert. Die Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus ausgebliebenen Käufen von Investments im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig wirkten sich die höheren Auszahlungen für Sachanlagen aus. Der Mittelabfluss aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultierte aus Gewinnausschüttungen an Gesellschafter. Der Bestand an Zahlungsmitteln ist im Geschäftsjahr um TEUR 443 auf TEUR 2.126 gesunken (Vorjahr TEUR 2.569). Die Gesellschaft konnte jederzeit ihre Zahlungsfähigkeit durch die vorhandenen liquiden Mittel gewährleisten. Zusätzlich existiert eine Kreditlinie bei der Bank der Gesellschaft in Höhe von TEUR 500, die im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen wurde. Damit ist die Finanzierung der Gesellschaft mittel- und langfristig weiterhin sehr gut gesichert. II.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 8.068 um TEUR 612 über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg im Anlagevermögen ist im Wesentlichen auf Mietereinbauten und Investitionen in Sachanlagen durch den Standortwechsel veranlasst und lag mit TEUR 1.822 über dem Vorjahreswert (Vorjahr TEUR 1.178). Der leichte Rückgang der Vorräte auf TEUR 2.000 (Vorjahr TEUR 2.072) ist im Wesentlichen auf den Abbau der Lagerbestände von Infektionsschutzartikeln aufgrund mangelnder Nachfrage zurückzuführen. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen stieg um TEUR 116 auf TEUR 1.567 (Vorjahr TEUR 1.401) stichtagsbezogen. Für gefährdete Forderungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr TEUR 23) angesetzt. Der Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 749 auf TEUR 6.232 (Vorjahr TEUR 5.482) resultierte im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023. Der Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 600 steht ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.349 gegenüber. Die Eigenkapitalquote liegt bei 77,2 % (Vorjahr 73,5 %). Nach Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von TEUR 1.982 resultiert für das Jahr 2023 ein Bilanzgewinn von TEUR 3.332. Dies unterstreicht die solide Kapitalbasis und die robuste finanzielle Ausstattung der Gesellschaft. Die Rückstellungen stiegen im Geschäftsjahr von TEUR 944 im Vorjahr auf TEUR 998 an und sind im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen aus Personalverpflichtungen und Steuern zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich stichtagsbezogen auf TEUR 836 (Vorjahr TEUR 1.026). III Prognosebericht sowie Chancen- und Risikobericht III.1 Prognosebericht Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2024, der im Dezember 2023 vom Aufsichtsrat verabschiedet wurde, bildet die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft. Die DRK-Service GmbH setzt für die Zukunft auf eine Strategie, die neben dem Fokus auf natürliches Wachstum verstärkt die Investition in digitale Services und Produkte umfasst, um den wachsenden Anforderungen ihrer Kunden optimal zu begegnen. Die Anstrengungen aus der Standortverlegung sind von den Mitarbeitern der Gesellschaft gut gemeistert worden, die Geschäftsbereiche haben sich gut positioniert, um ihren Wachstumskurs fortzusetzen und zukünftige Chancen zu nutzen. Ohne Sondereinflüsse aus unterschiedlichsten Krisensituationen wird der Wirtschaftsplan weiterhin vorsichtig und risikoorientiert aufgestellt. Für 2024 wird ein Rohertrag von TEUR 5.693 erwartet, welcher über dem Planniveau des Berichtsjahres liegt. Das operative Ergebnis ist mit TEUR 601 und das Jahresergebnis nach Steuern mit TEUR 414 prognostiziert worden. Trotz der fortwährenden wirtschaftlichen Unwägbarkeiten bewertet die Gesellschaft ihre finanzielle Situation sehr positiv, gestützt auf einen starken Auftragseingang im aktuellen Geschäftsjahr. Es wird erwartet, dass das anvisierte Jahresergebnis mindestens erreicht wird. Der Geschäftsbereich Strategischer Einkauf wird seine Aktivitäten im Bereich der Beschaffung durch intensive Marketingmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Rahmenvertragspartnern weiter auszubauen. Ein spezieller Schwerpunkt wird auf die Akquise von Rahmenverträgen gelegt, die für die private Nutzung durch DRK-Mitarbeiter bestimmt sind. Neben Neuauflagen von Einkaufsführern zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten sind diverse Veranstaltungen geplant, die in einem monatlichen Eventkalender veröffentlicht werden. Das "DRK-Einkaufsportal" wird einem Relaunch unterzogen, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und die Präsentation von Zusatzangeboten zu optimieren. Digitalisierung und für DRK-Mitarbeiter privat nutzbare Rahmenverträge bleiben aufgrund der anhaltenden Nachfrage auch im Jahr 2024 zentrale Fokusthemen. Im Geschäftsbereich Handel bleibt die Konzentration auf der zunehmend komplexeren Schaffung geopolitisch sicherer Lieferketten. Die daraus resultierenden ansteigenden Logistik- und Transportkosten werden sich sowohl auf die Einkaufs- als auch auf die Verkaufspreise auswirken. Die Entwicklung neuer, an den Bedarf angepasster Produkte wird als ein wesentlicher Faktor für die Steigerung von Erträgen betrachtet. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt. Durch den verstärkten Ausbau von Groß- und Direktlieferungen sowie der aktiven Teilnahme an Ausschreibungen zielt die DRK-Service GmbH darauf ab, agiler auf kurzfristige Anfragen in Krisensituationen reagieren zu können, aber auch zusätzliche Erträge generieren zu können. Der E-Commerce-Shop (rotkreuzshop.de) wird in 2024 einem Relaunch unterzogen, um veraltete Infrastrukturen abzulösen und den Kunden ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis bieten zu können. Im Fokus steht dabei auch eine durchgängig mobile Nutzung. Im Geschäftsbereich Verlag liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Akquise neuer Abonnenten für den digitalen Mitgliederbrief sowie auf der langfristigen Bindung bestehender Kunden. Dies dient dem Ziel, dem Rückgang der Auflagezahlen, der durch Mitgliederrückgänge verursacht wird, entgegenzuwirken. Ab 2024 wird das digitale Erst-Hilfe-Handbuch durch die DGUV eingeführt und ein deutlicher Auftragsrückgang des Print-Medium erwartet, der durch personalisierte digitale Abonnementsversion des Erste-Hilfe-Handbuchs und den laufenden Überarbeitungen von Lehrunterlagen und Fachpublikationen im Jahr 2024 vermutlich nicht kompensiert werden kann. E-Learning-Angebote für die Erste Hilfe werden weiterentwickelt, die maßgeblich von der Ausrichtung des Bundesverbandes geprägt sind. Der Fokus des Geschäftsbereichs Digitale Dienstleistungen liegt neben der stetigen Aktualisierung und Verbesserung existierender Module für die CRM-Webplattform vor allem auf der Förderung der neuen Serviceverträge, die für diese Plattform angeboten werden. Entwicklungsaufträge, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband realisiert werden, rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Zusätzlich bleiben die Neukundengewinnung und der Benutzersupport wesentliche Kernpunkte des Geschäftsbereichs. Im Zentrum der Kundenbetreuung bleibt die persönlichen Beratung. Zusätzlich werden neue Analysetools für die Mitgliederbetreuung und andere digitalisierte Informations- und Beratungsangebote dazu beitragen, langfristige und nachhaltige Kundenbeziehungen zu schaffen. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft zielt darauf ab, sie als einen verlässlichen, erfahrenen und innovativen Begleiter für ihre Kunden zu etablieren, besonders in einem dynamischen und sich stetig verändernden Umfeld. Für 2024 sind Investitionen geplant, die den Wechsel geschäftsrelevanter IT-Anwendungen in Cloud-Umgebungen und die Überarbeitung diverser Online-Plattformen und -Auftritte der Gesellschaft umfassen. III.2 Chancen- und Risikobericht Die DRK-Service GmbH hat ein Risikobewertungssystem implementiert, das auf frühzeitiger Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen ausgerichtet ist, um den gesetzlichen Anforderungen an Transparenz und Kontrolle gerecht zu werden. Der Schwerpunkt dieses Systems liegt auf der aktiven Risikominimierung durch entsprechende Gegenmaßnahmen, insbesondere um existenzbedrohende Risiken zu vermeiden. Neben einem regelmäßigen Berichtswesen zur Risikoerfassung und -bewertung ist eine Ad-hoc-Berichterstattung etabliert, die in den monatlichen Prozess der Lageeinschätzung mit Beteiligung aller Geschäftsbereiche integriert ist. Im Jahr 2020, zu Beginn der Covid-19-Pandemie wurde die Risikobewertung um Aspekte von Krisensituationen und Extremlagen erweitert. Die Effektivität der Maßnahmen wird kontinuierlich überprüft und bei Bedarf angepasst. In einem anspruchsvollen Geschäftsjahr hat die DRK-Service GmbH einmal mehr bewiesen, dass sie in der Lage ist, trotz schwieriger Umstände herausragende operative Leistungen zu erbringen. Dies belegt, dass die Gesellschaft mit seiner diversifizierten Ausrichtung in verschiedenen Geschäftsbereichen und -modellen sowie seiner tiefen Verpflichtung gegenüber den Anforderungen des Roten Kreuzes exzellent aufgestellt ist. Damit ist die Gesellschaft bestens gerüstet, um auch künftigen Herausforderungen schnell zu begegnen und ein zufriedenstellendes Rohergebnis zu sichern. Die Gesellschaft schöpft ihre Einnahmen aus einem breit gefächertem Portfolio an Produkten und Dienstleistungen und sieht neue Marktchancen durch die Eigenentwicklung von Angeboten, die sich durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen. Weitere Chancen ergeben sich durch den fortschreitenden Trend der Digitalisierung und die wachsende Nachfrage nach KI-basierten Lösungen bei den Kunden. Neben dem Risiko eines Rückgangs der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Gesellschaft haben im Berichtsjahr die Risiken, die sich aus geopolitischen Störungen ergeben, nicht an Bedeutung verloren. Auch wenn im Geschäftsjahr eine gewisse Entspannung auf den Beschaffungsmärkten zu beobachten war, liegt der Schwerpunkt weiterhin auf dem Ausbau des Lieferantennetzwerks und der erhöhten Lagerbestände für besonders gefragte Produkte, um eine kontinuierliche Versorgung sicherzustellen. Die Risikobegrenzungsmaßnahmen sind Bestandteil des Risikomanagements. Obwohl Risiken, wie der Verlust wichtiger Rahmenvertragspartner oder unvorhersehbare Forderungsausfälle nie vollständig ausgeschlossen werden können, wird die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts als eher gering eingeschätzt. Die Gesellschaft misst der Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur und Daten hohe Bedeutung bei und begegnet der zunehmenden Gefahr von Cyberangriffen durch ständiges aktives Monitoring, um diese Bedrohungen kontinuierlich zu überwachen. Organisatorische und technische Maßnahmen werden regelmäßig angepasst und umgesetzt, um die IT-Sicherheit zu verbessern. Ein wesentlicher Aspekt zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebs auch unter extremen Bedingungen ist die Möglichkeit, dass die meisten Mitarbeiter mobil arbeiten können. Dies erhöht die Flexibilität der Gesellschaft, auf sich ändernde Umstände zu reagieren und trägt dazu bei, die Kontinuität der Geschäftsaktivitäten zu sichern. Zur Minimierung des Risikos von Forderungsausfällen setzt die Gesellschaft auf ein effizientes Debitorenmanagement. Aktuell werden keine wesentlichen Risiken für die Ertragslage gesehen. Aufgrund des Inkrafttretens des Hinweisgeberschutzgesetzes hat die DRK-Service GmbH im Berichtsjahr ein Hinweisgebersystem eingerichtet. Das bietet der Gesellschaft die Möglichkeit, schnell auf gemeldete Missstände zu reagieren oder Prozesse zu verbessern. Um eine angemessene Absicherung gegen betriebsübliche Risiken zu gewährleisten, hat die Gesellschaft branchenübliche Versicherungen abgeschlossen. Durch diese Maßnahmen ist die DRK-Service GmbH in der Position, potenzielle Schäden zu managen und seine Liquidität sowie die Finanz- und Ertragslage zu sichern. Im Zuge einer detaillierten Risikoanalyse wurden sämtliche Einzelrisiken identifiziert und als kontrollierbar bewertet. Für das Jahr 2024 sind keine neuen Risiken erkennbar, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten. Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert, und es werden aktuell keine signifikanten Veränderungen in der Chancen- und Risikosituation erwartet.
Berlin, den 12.April 2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den geltenden Rechtsvorschriften, insbesondere dem dritten Buch des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) und unter Beachtung des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die DRK-Service GmbH erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB und hat daher entsprechende Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses gemäß den Vorschriften §§ 276, 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im vorliegenden Jahresabschluss angewendet wurden, wurden im Vergleich zum Vorjahr beibehalten. 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen ausgewiesen. Für geringwertige Vermögensgegenstände werden entsprechend § 6 Abs.2 Nr. 2a EStG Sammelposten gebildet und über fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder im Fall von dauerhaften Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 2. Umlaufvermögen Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Abwertungen wurden je Artikel nach pauschalen Verfahren (Altersstruktur und Gängigkeitsanalyse) vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Forderungen wurden mit dem Nominalwert angesetzt, wobei das allgemeine Ausfallrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1 %) berücksichtigt wird. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind mit dem Nennwert angesetzt. 3. Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 4. Gezeichnete Kapital Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst, der Zinsanteil im Zinsergebnis erfasst. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. 7. Passive Rechnungsabgrenzung Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. III. Angaben zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung des in der Bilanz ausgewiesenen Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Jahr 2023 ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. Die ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten ausschließlich Anteile an Wertpapierfonds. 2. Vorräte Der Warenbestand zum Bilanzstichtag stellt sich wie folgt dar:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegenüber Gesellschafter entfallen analog zum Vorjahr in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig innerhalb eines Jahres fällig. 4. Eigenkapital Das in der Bilanz ausgewiesene gezeichnete Kapital i.H.v. TEUR 2.900 entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Stammkapital der Gesellschaft. Die Beteiligung der Gesellschafter an der DRK-Service GmbH wird mit TEUR 1.250 von dem Deutsches Rotes Kreuz e.V., Berlin, sowie mit TEUR 1.000 vom Landesverband Niedersachsen e.V., Hannover und mit TEUR 650 vom Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Münster, gehalten. Vom Jahresüberschuss aus 2022 wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 600 an die Gesellschafter entsprechend ihrem Anteil ausgeschüttet. Der Bilanzgewinn zum Bilanzstichtag von TEUR 3.332 enthält zusammenfassend einen Gewinnvortrag von TEUR 1.982. 5. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen umfassen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 570; VJ: TEUR 551), ausstehende Rechnungen (TEUR 79; VJ: 85) sowie für Übriges (TEUR 22; VJ: TEUR 22). Rückstellungen mit einer Laufzeit vom mehr als einem Jahr wurden abgezinst. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter entfallen analog zum Vorjahr in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr kurzfristig innerhalb eines Jahres fällig. 7. Finanzergebnis Das Finanzergebnis für das Geschäftsjahr wird wie folgt detailliert:
8. Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten keinen Steueraufwand für Vorjahre. IV. Sonstige Pflichtangaben 1. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:
3. Nachtragsbericht Wertbegründende Ereignisse sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten. 4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.349.461,36. Ein Teilbetrag von EUR 900.000,00 kommt entsprechend ihrem Anteil am Stammkapital an die Gesellschafter zur Ausschüttung, ein Teilbetrag von EUR 400.000,00 wird in die Gewinnrücklage eingestellt. Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 49.461,36 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Geschäftsführer Diplomwirtschafter Rudolf Michael Kämpf (bis 30.Juni 2023) Dipl. Medieninformatiker (FH) Tobias Martin (ab 1. Januar 2023) Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 6. Aufsichtsratsmitglieder Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr: Christian Reuter, Vorstand des DRK e.V., (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Dr. Norbert-Christian Emmerich, Bundesschatzmeister des DRK e.V. Dr. Hasan Sürgit, Vorsitzender des Vorstands des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe e.V. Moritz Krawinkel, Landesschatzmeister des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe e.V. Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbands Niedersachsen e.V. Dr. Ralf Selbach, Landesgeschäftsführer des DRK- Landesverband Niedersachsen e.V. Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Berichtsjahr keine Vergütung von der DRK-Service GmbH erhalten. Geschäfte mit Gesellschaftern oder Mitgliedern des Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht abgeschlossen.
Berlin, den 12. April 2024 Tobias Martin, Geschäftsführer Anlangenspiegel 2023
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