Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 3372
Vorher
IMAG - Internationaler Messe- und Ausstellungsdienst GmbH
Eingetragen
27.11.2001
Branche
Messe-, Kongress- und Business-Event-VeranstalterErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtMontage, Installation und Aufbau von Ständen auf Märkten, Ausstellungen und Messen
Gegenstand
Wahrnehmung von Aufgaben des Messeund Ausstellungswesens auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet insbesondere im Ausland. Hierzu gehören insbesondere, Durchführung von Messen, Ausstellungen, Kongressen und sonstigen ähnlichen geeigneten Veranstaltungen im In- und Ausland, Vorbereitung, Organisation und Durchführung deutscher Beteiligungen bei ausländischen Messen und Ausstellungen und ausländischer Beteiligung bei deutschen Messen und Ausstellungen, Durchführung von Verkaufsförderungsmaßnahmen und PR-Aktionen im In- und Ausland, Consulting für den Bereich Messen und Ausstellungen im In- und Ausland, Erbringung von Serviceleistungen für Aussteller und Dritte auf Messen im In- und Ausland, Ausstellerund Besucherakquisition für Drittveranstaltungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Bergleiter
seit 7.5.2014
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Messe München GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 37.495.469,76 48.038
II. Sachanlagen 887.763.236,56 919.201
III. Finanzanlagen 19.481.196,58 22.003
944.739.902,90 989.242
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 181.676,68 914
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 21.089,60 29
3. Geleistete Anzahlungen 1.214.079,30 1.084
1.416.845,58 2.027
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.075.203,18 11.546
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 121
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 400.544,20 538
4. Sonstige Vermögensgegenstände 20.116.446,38 19.966
26.592.193,76 32.171
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 93.724.544,69 134.879
121.733.584,03 169.077
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.434.223,18 3.829
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 1
1.069.907.710,11 1.162.149

Passiva

31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 248.656.580,58 248.657
II. Kapitalrücklage 98.400.090,21 98.400
III. Gewinnrücklagen 317.875,50 318
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 318.018,37 5.279
VI. Konzernbilanzverlust (Vorjahr: Konzernbilanzgewinn) -87.971.261,20 20.932
VII. Nicht beherrschende Anteile 1.924.730,48 2.528
261.646.033,94 376.114
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.893.940,55 12.768
2. Steuerrückstellungen 13.938.474,77 6.796
3. Sonstige Rückstellungen 49.384.723,79 48.221
76.217.139,11 67.785
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 690.724.428,61 625.800
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.192.468,49 62.618
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.769.996,83 22.644
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.202.936,39 2.343
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.935.438,83 4.671
731.825.269,15 718.076
D. Passive latente Steuern 219.267,91 174
1.069.907.710,11 1.162.149

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2020 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 167.240.045,40 474.237
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -732.673,35 1.998
3. sonstige betriebliche Erträge 7.341.095,37 3.671
173.848.467,42 479.906
4. Veranstaltungsbezogener Aufwand -89.682.365,18 -202.352
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -52.935.056,03 -68.710
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.137.006,63 -15.684
- davon für Altersversorgung: EUR 2.215.045,00 (Vorjahr TEUR 2.648)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -52.253.782,99 -49.098
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -59.883.909,24 -67.460
8. Erträge aus Beteiligungen -29.652,33 0
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.081.533,01 10.925
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 75.480,82 0
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.489.994,55 2.328
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.468.802,61 -14.439
- davon an Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 1.869)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.690.473,56 -9.219
14. Ergebnis nach Steuern -104.585.572,77 66.196
15. sonstige Steuern -3.986.624,13 -3.799
16. Konzernjahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen -108.572.196,90 62.397
17. Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile -331.544,48 -1.214
18. Konzernjahresergebnis -108.903.741,38 61.183
19. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 20.932.480,18 -40.251
20. Konzernbilanzverlust (Vorjahr: Konzernbilanzgewinn) -87.971.261,20 20.932

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Änderungen Kons. kreis/ Währungsdifferenzen Stand 01.01.2020
TEUR TEUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.753 -1.810 59.943
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.495 -142 44.353
106.248 -1.952 104.296
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.547.414 0 1.547.414
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.057 -135 140.922
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.255 0 2.255
1.690.726 -135 1.690.591
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.582 0 2.582
2. Beteiligungen 607 0 607
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 12.605 -23 12.582
15.794 -23 15.771
1.812.768 -2.110 1.810.658
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.418 498 891 63.968
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 44.353
4.418 498 891 108.321
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.046 244 0 1.549.704
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.174 0 1.067 142.029
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.308 -742 0 4.821
7.528 -498 1.067 1.696.554
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 2.582
2. Beteiligungen 0 0 0 607
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 12.582
0 0 0 15.771
11.946 0 1.958 1.820.646
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Änderungen Kons. kreis/ Währungsdifferenzen Stand 01.01.2020
TEUR TEUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.684 -320 40.364
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.526 -19 17.507
58.210 -339 57.871
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 646.258 0 646.258
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.267 -102 125.165
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
771.525 -102 771.423
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.225 0 1.225
2. Beteiligungen 0 0 0
3. Anteile an assoziierten Unternehmen -7.434 36 -7.398
-6.209 36 -6.173
823.526 -405 823.121
Kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.996 891 46.469
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.849 0 24.356
13.845 891 70.825
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.225 0 679.483
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.184 1.041 129.308
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
38.409 1.041 808.791
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 1.225
2. Beteiligungen 0 0 0
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.463 0 -4.935
2.463 0 -3.710
54.717 1.932 875.906
Buchwerte
Stand 31.12.2020 Vorjahr
TEUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.499 21.069
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.997 26.969
37.496 48.038
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 870.221 901.156
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.721 15.790
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.821 2.255
887.763 919.201
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.357 1.357
2. Beteiligungen 607 607
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 17.517 20.039
19.481 22.003
944.740 989.242

Konzernkapitalflussrechnung

2020 Vorjahr
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis inkl. Ergebnisanteilen nicht beherrschender Anteile -108.572 62.397
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 54.717 47.959
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 817 4.698
+/- Veränderung des Unterschiedsbetrages aus Währungsdifferenzen -4.961 909
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.382 41
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -18 31
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.585 8.502
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -49.261 -49.503
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 10.930 12.111
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 9.690 9.219
- Ertragsteuerzahlungen -2.547 -15.193
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -81.238 81.171
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 44 115
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -4.418 -6.641
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -7.528 -32.683
+ Erhaltene Zinsen 1.539 2.328
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10.363 -36.881
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 100.000 350.755
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -35.076 -35.075
- Rückzahlung des Gesellschafterdarlehens 0 -520.755
- Auszahlung der Vorjahresverzinsung des Gesellschafterdarlehens -1.869 -21.528
- Sonstige gezahlte Zinsen -11.997 -11.929
- Auszahlungen an andere Gesellschafter -611 -954
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 50.447 -239.486
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -41.154 -195.196
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 245
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres (= Flüssige Mittel) 134.879 329.830
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres (= Flüssige Mittel) 93.725 134.879

Konzerneigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
TEUR TEUR TEUR
Stand am 31.12.2018 248.657 98.400 61
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 0
Sonstige Änderungen 0 0 257
Konzernjahresergebnis 0 0 0
Stand am 31.12.2019 248.657 98.400 318
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 0
Sonstige Änderungen 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0
Stand am 31.12.2020 248.657 98.400 318
Mutterunternehmen
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn / -verlust Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand am 31.12.2018 4.370 -40.251 311.237
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 909 0 909
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 0
Sonstige Änderungen 0 0 257
Konzernjahresergebnis 0 61.184 61.184
Stand am 31.12.2019 5.279 20.933 373.587
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen -4.961 0 -4.961
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 0 0
Sonstige Änderungen 0 0 0
Konzernjahresergebnis 0 -108.904 -108.904
Stand am 31.12.2020 318 -87.971 259.722
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
TEUR TEUR
Stand am 31.12.2018 2.393 313.630
Einstellung in die Kapitalrücklage 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen -13 896
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -954 -954
Sonstige Änderungen -112 145
Konzernjahresergebnis 1.213 62.397
Stand am 31.12.2019 2.527 376.114
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen -515 -5.476
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteile -611 -611
Sonstige Änderungen 192 192
Konzernjahresergebnis 331 -108.573
Stand am 31.12.2020 1.924 261.646

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 - 31. Dezember 2020

Identifikation der Gesellschaft

Firma Messe München GmbH
Sitz München
Registergericht Amtsgericht München
Handelsregisternummer HRB 6311

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang erläutert. Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufgrund von Besonderheiten der Messewirtschaft wurde das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten Veranstaltungsbezogener Aufwand erweitert.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Messe München GmbH, München, als Mutterunternehmen folgende vollkonsolidierte Unternehmen:

Firma, Sitz Anteil am Eigenkapital 31.12.2020 Währung Nennkapital 31.12.2020 Eigenkapital 31.12.2020 Jahresergebnis 2020
% in Tausend TEUR TEUR
Direkt:
IMAG GmbH, München 100,00 EUR 102 281 -1.9281
MMI Asia Pte. Ltd., Singapur 100,00 SGD 50 14.668 29.538
Messe München India Pvt. Ltd, Mumbai 2) 100,00 INR 31.372 3.181 -727
MMI Asia (Hong Kong) Limited, Hong Kong, China ruhend 3) 100,00 HK$ 10 -16 0
Meplan GmbH, München 85,00 EUR 51 119 -3.155 1
Trendset GmbH, München 51,15 EUR 26 1.040 544
Messe Muenchen South Africa Proprietary Limited, Südafrika 3) 100,00 ZAR 41.968 1.847 -678
Messe Muenchen Rus LLC, Moskau 6) 95,00 RUB 10 1.761 -310
MM do Brasil Feiras Ltda. Sao Paulo 7) 99,99 BRA 21.608 785 -1.501
Indirekt:
Messe Muenchen Shanghai Co.
Ltd., Shanghai 4) bc Expo India Pvt. Ltd., 100,00 CNY 4.138 30.939 23.874
Mumbai 5) MMU BAU Fenestration Co. Ltd., 65,00 INR 44.950 1.098 -261
Peking 8) 75,00 CNY 7.500 3.891 767

1) vor Ergebnisabführung an die MMG
2) Es werden 32,86 % von der Messe München GmbH und 67,14 % von der MMI Asia Pte. Ltd gehalten.
3) Sämtliche Anteile an der Tochtergesellschaft werden von der Messe München GmbH gehalten.
4) Sämtliche Anteile an der Tochtergesellschaft werden von der MMI Asia Pte. Ltd. gehalten.
5) Es handelt sich um eine 65 %-ige Tochter der MMI Asia Pte. Ltd., Singapur.
6) Es handelt sich um eine 95 %-ige Tochter der Messe München GmbH.
7) Es werden 99,99 % von der Messe München GmbH und 0,01 % von der IMAG GmbH gehalten.
8) Es handelt sich um eine 75 %-ige Tochter der Messe Muenchen Shanghai Co. Ltd..

Konsolidierung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften der §§ 300 ff. HGB werden die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, d.h. an die Stelle der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen treten die Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Sonderposten der Tochterunternehmen.

Unter Ausübung des Wahlrechts nach § 296 Abs. 2 HGB wurde die MMI Eurasia Fuarcilik Limited Sirketi, Istanbul (Anteil am Eigenkapital 87,11 %) wegen Geringfügigkeit der Umsatzerlöse nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Danach werden die konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Ein sich ergebender passivischer Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung wird nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und linear über 4 Jahre, beginnend mit dem Folgejahr, bzw. über 10 Jahre abgeschrieben.

In 2015 hat die Gesellschaft 95 % an der Messe Muenchen Rus (vormals CTT Expo) LLC, Moskau, erworben. Da der Kaufpreis das erworbene Eigenkapital übersteigt, ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über 10 Jahre, beginnend mit 2016, abgeschrieben wird. Der Firmenwert wurde in 2017 um EUR 500.000,00 und in 2020 um EUR 1.670.000,00 auf Grund signifikanter Änderungen im wirtschaftlichen Umfeld und einer damit zusammenhängenden dauerhaften Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

In 2017 hat die Messe Muenchen Shanghai Co. Ltd. 75 % der Anteile an der MMU Bau Fenestration, Peking, erworben. Da der Kaufpreis das erworbene Eigenkapital übersteigt, ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag von EUR 19.527.088,88, der als Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über 10 Jahre, beginnend mit 2017, abgeschrieben wird.

In 2017 hat die Messe München 99,99 % an der MM do Brasil Feiras Ltda., Sao Paulo, erworben und sie wird erstmalig in 2019 in den Konzernabschluss einbezogen. Da der Kaufpreis das erworbene Eigenkapital übersteigt, ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag von EUR 1.118.472,64, der als Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über 10 Jahre, beginnend mit 2019, abgeschrieben wird. Der nach planmäßiger Abschreibung zum 31.12.2020 noch vorhandene Firmenwert in Höhe von EUR 894.778,12 wurde aufgrund signifikanter Änderungen im wirtschaftlichen Umfeld und einer dauerhaften Wertminderung in voller Höhe außerplanmäßig abgeschrieben.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Steuerabgrenzung

Latente Steuern werden grundsätzlich auf temporäre Unterschiede zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet, soweit diese - nach Verrechnung mit aktiven latenten Steuern - zu passiven latenten Steuern führen. Für ihre Bewertung werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten werden. Steuerlatenzen aus den Überleitungen zur Handelsbilanz II bzw. aus Konsolidierungsmaßnahmen bestehen nicht.

Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse erfolgt grundsätzlich nach dem Stichtagskursverfahren. Danach werden das Eigenkapital - mit Ausnahme des Jahresergebnisses - zu historischen Kursen, die übrigen Vermögens- und Schuldenpositionen zu den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die bilanziellen Unterschiedsbeträge daraus werden in einem gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Quotenkonsolidierung

Die EKO MMI Fuarcilik Limited Sirketi, Istanbul, wird von der Messe München GmbH und der konzernfremden EKO Fuarcilik Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, gemeinsam geführt. Die Gesellschaft wurde entsprechend der Beteiligung in Höhe von 50 % konsolidiert (§ 310 HGB).

Equity Konsolidierung

Die Messe München GmbH hält an der GEC German Exposition Corporation International GmbH, Berlin, eine Beteiligung von 33,3 %, die seit 2004 in den Konzernabschluss der MMG einbezogen wird. An der Messe Muenchen Zhongmao Co., Ltd., Shanghai, ist die MM Shanghai Co., Ltd., Shanghai, mit 50 % beteiligt. Seit 2017 wird die MM Zhongmao in den Konzernabschluss einbezogen. Damit ist bei diesen Beteiligungen maßgeblicher Einfluss im Sinne des § 311 Abs. 1 HGB vorhanden.

Die Bewertung dieser Beteiligungen erfolgt im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaften entsprechen im Wesentlichen den im Konzernabschluss angewandten Verfahren.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgestellt. Auf die Ausführungen des bestandsgefährdenden Risikos im Abschnitt VI. des zusammengefassten Lageberichts wird verwiesen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer ohne Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt 3 - 8 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hierbei wurden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern angesetzt: 40 Jahre bei Gebäuden, 3 bis 12 Jahre bei Betriebs- und Geschäftsausstattungen, 6 Jahre bei Fahrzeugen und 10 Jahre bei Betriebsvorrichtungen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Der unter den Vorräten ausgewiesene Bestand an noch nicht abgerechneten Veranstaltungen resultiert aus dem Durchführungsgeschäft der IMAG für öffentliche Auftraggeber. Die Bestände wurden zu den angefallenen Veranstaltungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen und der Rückstellung für Beihilfeverpflichtungen basieren auf der sog. Projected-Unit-Credit-Methode unter Ansatz einer monatlichen vorschüssigen Zahlungsweise. Der Bewertung liegen versicherungsmathematische Gutachten mit folgenden Annahmen zugrunde:

31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
Pensionsverpflichtung Beihilfeverpflichtung
Rechnungszinssatz 2,30 % 2,71 % 1,60 % 1,97 %
Gehaltstrend 2,00 % 2,00 % 0,00 % 0,00 %
Rententrend 2,00 % 2,00 % 0,00 % 0,00 %

Für die Bestimmung von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Berechnung der Anwartschaften auf Ehegattenrente erfolgte nach der Kollektivmethode. Die Berechnungen beruhen auf einem Finanzierungsendalter von 65 Jahren. Der Rechnungszins richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, wobei vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen wurde.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 843 (Vorjahr TEUR 897).

Den Berechnungen für die Entgeltumwandlung und für die Rückstellung für Altersteilzeit basieren auf der sog. Projected-Unit-Credit-Methode unter Ansatz einer monatlichen vorschüssigen Zahlungsweise. Es liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
Entgeltumwandlung Altersteilzeit
Zinssatz 1,60 % 1,97 % 0,44 % 0,58 %
Gehaltstrend - - 2,00 % 2,00 %
durchschn. Rententrend 1,00 % 1,00 % 2,00 % 2,00 %

Für die Bestimmung von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Rechnungszins richtet sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, wobei vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht wurde und eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen wurde.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung der Entgeltumwandlung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 111 (Vorjahr TEUR 111).

Die Absicherung der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit erfolgt über eine Bankbürgschaft. Die Absicherung zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung erfolgt über eine Rückdeckungsversicherung. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung liegt nach Angabe der Versicherung in Höhe von TEUR 742 und entspricht dem Zeitwert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 871.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem entsprechenden Passivposten verrechnet.

Für die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck herangezogen. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung beruht auf einem Zinssatz von 1,60 % (Vorjahr: 1,97 %), der Annahme eines Gehaltstrends in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) und einer Fluktuation in Höhe von 8,00 % (Vorjahr: 7,00 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate werden berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und dessen Zusammensetzung zum 31. Dezember 2020 sind im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Firma, Sitz Anteil am Eigenkapital 31.12.2020 Nennkapital 31.12.2020 Eigenkapital 31.12.2020 Jahresergebnis 2020
% TEUR TEUR TEUR
Ausland
verbundene Unternehmen
MMI Eurasia Furarcilik Ltd, Sirketi, Istanbul 1) 87,11 1.064 1.592 218
assoziertes Unternehmen
Messe Muenchen Zhongmao Co., Ltd., Shanghai 2) 50,00 125 4.723 4.621
Inland
assoziertes Unternehmen
GEC German Exposition Corporation International GmbH, Berlin 33,33 150 45 17.312

1 Stichtagskurs 0,14960 / Durchschnittskurs 0,15729
2 Stichtagskurs 0,12787 / Durchschnittskurs 0,12927

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel von insgesamt TEUR 93.725 beinhalten Bankguthaben und Kassenbestand.

Eigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den beigefügten Eigenkapitalspiegel.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen (TEUR 16.246; Vorjahr: TEUR 16.470), für Personalrückstellungen (TEUR 19.345; Vorjahr: TEUR 17.142), davon Nachversicherung bei der Zusatzversorgungskasse (TEUR 3.565; Vorjahr: TEUR 3.565) und ausstehende Rechnungen für Werbe-, Presse- und Durchführungskosten (TEUR 1.191; Vorjahr: TEUR 2.979) gebildet.

Aus der Umstellung der langfristigen Aufwandsrückstellungen für Baumängel/Gewährleistungsmängel 1. BA aufgrund der geänderten Bewertung durch das BilMoG wird von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und die Rückstellung beibehalten. Der Betrag der Rückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 16.246.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt fällig:

Fälligkeit 2020 2019
TEUR TEUR
< 1 Jahr 35.196 35.196
> 1 Jahr 655.528 590.604
davon > 5 Jahre 415.151 450.302

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 455.679 durch Grundschulden besichert.

Fälligkeit von Verbindlichkeiten

Nachfolgende Verbindlichkeiten sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig:

Verbindlichkeiten 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 22.192 62.618
aus Lieferungen und Leistungen 12.770 22.644
gegenüber Gesellschaftern 2.203 2.343

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Unter Beachtung von § 42 Abs. 3 GmbHG weist die Gesellschaft die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gesondert aus. Die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Landeshauptstadt München beläuft sich auf TEUR 2.203 aufgrund der Stundung der Grundsteuer (Vorjahr: TEUR 995) und gegen den Freistaat Bayern auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 874). Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten resultieren TEUR 950 (Vorjahr TEUR 1.501) aus Steuern. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

2020 2019
TEUR TEUR
< 1 Jahr 3.308 3.965
> 1 Jahr 627 706
davon > 5 Jahre 395 473

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten in Höhe von TEUR 13.801 (Vorjahr: TEUR 18.647). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben folgende Restlaufzeiten:

2020 2019
TEUR TEUR
< 1 Jahr 4.060 4.652
> 1 Jahr 9.741 13.995
davon > 5 Jahre 1 17

Der Neubau der beiden Messehallen ist abgeschlossen. Das Bestellobligo für Investitionen in den Neubau der beiden Messehallen beträgt somit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.033).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2020 2019
Umsatzerlöse TEUR TEUR
Aussteller 131.686 398.233
Öffentliche Auftraggeber 510 3.231
Besucher 2.387 28.703
Sonstige 32.657 44.070
167.240 474.237

Die Umsätze wurden zu 52 % in Deutschland sowie zu 48 % im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet unter anderem periodenfremde Erträge von TEUR 5.059, die vor allem aus den Corona Hilfen in Höhe von TEUR 2.000 und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.160 resultieren. Weiterhin ergaben sich Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 369.

Veranstaltungsaufwendungen

Der Posten beinhaltet neben dem Aufwand für Veranstaltungen des Geschäftsjahres 2020 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.010.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet unter anderem periodenfremde Aufwendungen von insgesamt TEUR 1.777, von denen TEUR 692 auf die Abschreibung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen. Weiterhin ergaben sich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 936.

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Hubert Aiwanger, MdL Staatsminister, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (Vorsitzender)
Dieter Reiter Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München (erster stellv. Vorsitzender)
Franz Xaver Peteranderl Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern (weiterer stellv. Vorsitzender)
Ulrike Bauer Vorsitzende des Betriebsrats, Messe München GmbH (weitere stellv. Vorsitzende)
Dr. Heiko Bauer Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat
Anja Berger Stadträtin, Landeshauptstadt München ab 20. Mai 2020
Albert Füracker, MdL Staatsminister, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat
Dr. Manfred Gößl Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern
Christian Horak Ministerialdirigent, Bayerische Staatskanzlei
Christian Lepp Abteilungsleiter, Messe München GmbH ab 1. Januar 2020
Abdul Mansouri Freigestellter Betriebsrat, Messe München GmbH
Georg Moller Bereichsleiter, Messe München GmbH
Sabine Nallinger Stadträtin, Landeshauptstadt München bis 13. Mai 2020
Frank Pastior Abteilungsleiter, Messe München GmbH
Hans Podiuk Stadtrat, Landeshauptstadt München bis 13. Mai 2020
Julia Post Stadträtin, Landeshauptstadt München ab 20. Mai 2020
Richard Progl Stadtrat, Landeshauptstadt München bis 13. Mai 2020
Helmut Schmid Stadtrat, Landeshauptstadt München bis 13. Mai 2020
Sebastian Schall Stadtrat, Landeshauptstadt München ab 20. Mai 2020
Rolf Tischer Bereichsleiter, Messe München GmbH
Christian Vorländer Stadtrat, Landeshauptstadt München ab 20. Mai 2020
Dr. Ulrike Wolf Ministerialdirektorin, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ab 1. Januar 2020

Mitglieder des Finanz- und Personalausschusses

Christian Vorländer, Vorsitzender ab 4. Juni 2020
Dr. Ulrike Wolf, stellv. Vorsitzende
Ulrike Bauer
Dr. Heiko Bauer
Anja Berger ab 4. Juni 2020
Dr. Manfred Gößl
Hans Podiuk bis 13. Mai 2020
Helmut Schmid bis 13. Mai 2020
Rolf Tischer

Geschäftsführung

Klaus Dittrich Vorsitzender der Geschäftsführung
Dr. Reinhard Pfeiffer Stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung
Stefan Rummel Geschäftsführer
Falk Senger Geschäftsführer
Gerhard Gerritzen Stellv. Geschäftsführer
Monika Dech Stellv. Geschäftsführerin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich 2020 auf:

EUR
Klaus Dittrich Vorsitzender 348.500,00
Dr. Reinhard Pfeiffer Stellv. Vorsitzender 310.948,80
Stefan Rummel Geschäftsführer 271.516,66
Falk Senger Geschäftsführer 269.262,20
Gerhard Gerritzen Stellv. Geschäftsführer 208.696,00
Monika Dech Stellv. Geschäftsführerin 241.701,44
1.650.625,10

In den Bezügen sind analog zum Vorjahr die Versorgungszuschläge öffentlich-rechtlicher Einrichtungen von EUR 67.287,84 sowie sonstige Beiträge zur Altersversorgung von EUR 54.999,96 nicht enthalten.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich 2020 auf EUR 43.263,14.

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Bezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen 2020 EUR 569.913,55. Für die Pensions- und Beihilfeverpflichtungen gegenüber früheren Organmitgliedern sind zum Bilanzstichtag EUR 5.070.480,00 bzw. EUR 1.278.395,00 gegenüber Hinterbliebenen früherer Organmitglieder zurückgestellt. Kredite an oder eingegangene Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern bestehen nicht.

Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Das in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen IMAG GmbH, München, legt seinen Jahresabschluss für 2020 unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB nicht offen.

Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung nach DRS 21 setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

Mitarbeiter

Innerhalb des Konzerns waren im laufenden Geschäftsjahr 1.149 (Vorjahr: 1.201) Mitarbeiter beschäftigt. Bei der Messe München GmbH belief sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 749 (Vorjahr: 786), davon waren 447 Frauen (Vorjahr: 475) und 302 Männer (Vorjahr: 311).

Bei der EKO MMI Fuarcilik Limited Sirketi, Istanbul/Türkei, die nach der Quotenkonsolidierung einbezogen wird, sind keine Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt für die Abschluss- und Konzernabschlussprüfung TEUR 220 (davon entfallen TEUR 137 auf das internationale Netzwerk des Abschlussprüfers) und für sonstige Beratung TEUR 5.

Nachtragsbericht

Gegenüber den Annahmen bei der Erstellung des Wirtschaftsplans 2021 im letzten Quartal 2020 dauert die Pandemie und damit die Einschränkungen auf das Veranstaltungsgeschäft der Messe München an. Alle größeren Veranstaltungen des 1. Halbjahres 2021 mussten konzernweit mit Ausnahme China abgesagt werden. Die Fachmesse LASER konnte in das Jahr 2022 verschoben werden. Die im 2. Halbjahr geplanten Messen Drinktec und IBA wurden bzw. werden wegen der extrem hohen Internationalität auf 2022 bzw. 2023 verschoben. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Die Hauptgesellschafter der Messe München haben im Februar 2021 einen Konsortialvertrag unterschrieben, in dem sie sich verpflichten, der Messe München bis Mitte 2021 100 Mio. EUR Eigenkapital zuzuführen. Die Mittel sind in den Haushalten der Landeshauptstadt München und des Freistaats Bayern für 2021 eingestellt. Die Mittelzuführung ist beihilferechtlich durch einen Private Investor Test abgesichert.

Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 waren nicht zu verzeichnen.

 

München, den 12. März 2021

Klaus Dittrich

Dr. Reinhard Pfeiffer

Stefan Rummel

Falk Senger

Gerhard Gerritzen

Monika Dech

Lagebericht und Konzernlagebericht 2020

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Ab Ende Februar 2020 mussten pandemiebedingt weltweit fast alle Messen und Kongresse abgesagt oder verschoben werden. Lediglich in China konnten ab dem 2. Halbjahr 2020 wieder Veranstaltungen durchgeführt werden. Diese Entwicklung setzt sich bislang im 1. Halbjahr 2021 fort. Alle Akteure im Messe- und Veranstaltungsgeschäft befinden sich in einem existenzbedrohenden Krisenmodus.

II. Geschäftsverlauf Messe München GmbH

Die Geschäftstätigkeit der Messe München GmbH erstreckt sich unverändert auf die Weiterentwicklung, den Betrieb und den Unterhalt der Messe München und des ICM - Internationales Congress Center München (nachfolgend "ICM" genannt), den Betrieb des MOC Veranstaltungs- und Ordercenter München (nachfolgend "MOC" genannt) sowie die Durchführung von Messeveranstaltungen im In- und Ausland. Standbau und Auslandsaktivitäten werden über Beteiligungsgesellschaften abgewickelt.

Der Januar und Februar 2020 schloss nahtlos an das ausgesprochen erfolgreiche Jahr 2019 an. Bis auf ganz wenige Ausnahmen mussten ab März 2020 aber alle Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. Für abgesagte Veranstaltungen wurden digitale Substitute angeboten, die aber von Umfang, Umsatz und Ertrag weit hinter den Präsenzmessen zurückblieben.

Bereits vor Ausbruch der Coronapandemie hat die Geschäftsführung ein Effizienzprogramm eingeleitet. Dieses Programm musste pandemiebedingt ausgeweitet werden. Neben einer Reduzierung von Investitionen und Sachkosten in erheblichem Umfang für die nächsten Jahre ist auch ein Abbau des Personals um ca. 170 Stellen vorgesehen, der bis spätestens 2022 abgeschlossen werden soll.

III. Geschäftsverlauf Konzern

Auch aus Konzernsicht war 2020 maßgeblich durch die Coronapandemie geprägt. Außer in China mussten in allen Ländern Messen abgesagt oder verschoben werden. In China fanden zwar im ersten Halbjahr 2020 keine Messen statt, die Messen des 1. Halbjahres konnten aber mit Ausnahme der ISPO Beijing ins 2. Halbjahr verschoben werden. Bei Ausstellern, Besuchern und vermieteten m 2 konnten in der Regel über 70 % der Planwerte erreicht werden.

Von den ausländischen Beteiligungsgesellschaften der Messe München erzielten 2020 nur die chinesischen Gesellschaften sowie die MMI Eurasia positive Jahresergebnisse.

Die Geschäfte des SNIEC, an dem die Messe München über die GEC GmbH mit 16,6 % beteiligt ist, waren zwar auch deutlich durch den Ausfall des Geschäfts im 1. Halbjahr geprägt. Im zweiten Halbjahr war das SNIEC aber nahezu ausgebucht. Es konnten fast 50 % der geplanten Umsätze und ca. 1/3 des geplanten Jahresergebnisses erzielt werden.

Die Umsätze der Tochtergesellschaft MEPLAN fielen von 39,0 Mio. EUR in 2019 auf ca. 10 Mio. EUR. Es wurde ein Jahresfehlbetrag ausgewiesen, der über einen Ergebnisübernahmevertrag von der Messe München ausgeglichen wurde.

Die IMAG verbuchte ebenfalls nur geringe Umsätze. Der Jahresfehlbetrag wurde über den Ergebnisübernahmevertrag von der Messe München übernommen.

Die Trendset konnte ihre beiden Messen im Frühjahr und im Sommer durchführen, wobei die auf September verschobene Sommermesse deutlich kleiner als normal war. Es wurden Umsätze von knapp 8 Mio. EUR und ein Jahresüberschuss erzielt.

IV. Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens ist ein umfangreiches Berichtswesen sowohl auf Unternehmens- und Konzernebene als auch für die einzelnen Messeprojekte implementiert. Quartalsweise werden alle Ist- und Prognosewerte für das betreffende Wirtschaftsjahr (Umsätze, Kosten, Investitionen) bei der Messe München GmbH und den Beteiligungen erfasst und den Planwerten gegenübergestellt. Ferner werden für die einzelnen Messeveranstaltungen Kennzahlen z.B. zur Kundenzufriedenheit, Rentabilität auf Deckungsbeitragsbasis, Auslandsanteile etc. ermittelt und gegen die Zahlen der Vorveranstaltungen und die Planwerte gespiegelt. Die Steuerung der Projekte erfolgt Software unterstützt in Form von Kostenträgerrechnungen, die Steuerung der Zentralabteilungen auf Kostenstellenbasis.

Die wesentlichen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 stellen sich wie folgt dar:

2020 Vorjahr
Umsatz Messe München GmbH (MMG) 93,6 Mio. EUR 404,4 Mio. EUR
Jahresergebnis -78,5 Mio. EUR 73,9 Mio. EUR
EBITDA -12,3 Mio. EUR 138,4 Mio. EUR
Konzernumsatz 167,2 Mio. EUR 474,2 Mio. EUR
Konzernjahresergebnis -108,9 Mio. EUR 61,2 Mio. EUR
Konzern-EBITDA -37,6 Mio. EUR 132,9 Mio. EUR
Aussteller Messegelände (MMG-Veranstaltungen) 7.000 22.000
Besucher Messegelände (MMG-Veranstaltungen) 0,6 Mio. 1,4 Mio.
Brutto-Ausstellungsfläche MMG gesamt 1,0 Mio. m 2 3,0 Mio. m 2

V. Lage des Unternehmens und des Konzerns

a) Ertragslage der Messe München

Die geplanten Umsatz- und Ertragsziele für das Jahr 2020 konnten bei weitem nicht erreicht werden. Die Umsatzerlöse betragen 93,6 Mio. EUR. Das EBITDA beträgt -12,3 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag beträgt 78,5 Mio. EUR.

Den Umsatzerlösen von 93,6 Mio. EUR (Vj. 404,4 Mio. EUR) standen den Veranstaltungen direkt zurechenbare Kosten von 59,1 Mio. EUR (Vj. 169,8 Mio. EUR) gegenüber. Es wurde ein Veranstaltungsergebnis in Höhe von 34,5 Mio. EUR (Vj. 234,6 Mio. EUR) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 4,7 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und staatlichen Fördermaßnahmen (November-/Dezemberhilfe).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank von 786 auf 749 Mitarbeiter. Der Personalaufwand reduzierte sich von 63,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 47,9 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen lagen mit 43,7 Mio. EUR (Vj. 43,4 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 51,4 Mio. EUR (Vj. 60,6 Mio. EUR). Der Rückgang beruht maßgeblich auf Einsparungen in allen Bereichen.

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen 58,6 Mio. EUR (Vj. 26,0 Mio. EUR). Hiervon entfallen 50,0 Mio. EUR auf Dividendenausschüttungen der MMI Asia Pte. Ltd.

Infolge von Wertberichtigungen auf Beteiligungen und Ausleihungen wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen von 12,2 Mio. EUR (Vj. 1,9 Mio. EUR) vorgenommen.

Der Zinsaufwand sank von 14,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist auf die Tilgung der Gesellschafterdarlehen Anfang 2019 zurückzuführen.

Ertragsteuern fielen im Geschäftsjahr 2020 keine an (Vj. 5,1 Mio. EUR). Die sonstigen Steuern betreffen überwiegend Grundsteuern.

b) Vermögens- und Finanzlage der Messe München

Die Bilanzsumme sank von 1.018,9 Mio. EUR auf 968,6 Mio. EUR. Auf der Aktivseite ging das Anlagevermögen von 970,5 Mio. EUR auf 928,6 Mio. EUR zurück. Durch Abschreibungen schrumpften die Sachanlagen von 917,5 Mio. EUR auf 885,7 Mio. EUR. Die Finanzanlagen veränderten sich von 39,2 Mio. EUR auf 31,0 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen sank auf 38,4 Mio. EUR, was vor allem am Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten liegt.

Auf der Passivseite sank das Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrages von 277,8 Mio. EUR auf 199,2 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten sind auf 690,7 Mio. EUR angestiegen (Vj. 625,8 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen blieben nahezu unverändert (von 43,6 Mio. EUR auf 43,2 Mio. EUR). Die zum 31. Dezember 2020 erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen lagen pandemiebedingt mit 3,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 28,7 Mio. EUR.

Die Liquidität war auch im Geschäftsjahr 2020 durch Aufnahme von zwei Bankkrediten über insgesamt 100 Mio. EUR und einen Kontokorrentrahmen von 50 Mio. EUR jederzeit sichergestellt. Der Finanzmittelfonds belief sich zum Jahresende auf 10,6 Mio. EUR.

c) Lage des Konzerns

Die Außenumsätze der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften im Konzern betrugen 91,4 Mio. EUR und liegen oberhalb des Vorjahres (83,7 Mio. EUR). Der Konzernjahresfehlbetrag beträgt 108,9 Mio. EUR (Vj. 61,2 Mio. EUR Überschuss). Die Differenz zum Jahresfehlbetrag der Messe München GmbH resultiert im Wesentlichen aus der im Jahresabschluss erfolgswirksam erfassten Dividendenausschüttung der MMI Asia Pte. Ltd. über 50,0 Mio. EUR, welche im Konzernabschluss konsolidiert wurde. Die Ergebnisse der Konzerninlandsbeteiligungen Meplan und IMAG sind über Ergebnisabführungsverträge, die Ergebnisse von Trendset und GEC über Ausschüttungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der Messe München GmbH enthalten.

Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist im Wesentlichen durch die vorbeschriebene Lage der Messe München geprägt.

VI. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Risikomanagement

Bei der Messe München ist ein Risikomanagementsystem installiert. Durch dieses Risikomanagementsystem werden die für die Messe München und die Beteiligungsgesellschaften relevanten Entwicklungen erfasst. Die erforderlichen Gegensteuerungs- und Ausgleichsmaßnahmen können jederzeit eingeleitet werden.

Die Risikolage wird vierteljährlich analysiert und bewertet. Gegen die üblichen Geschäftsrisiken sind Sach- und Haftpflichtversicherungen mit vertretbaren Selbstbeteiligungen im gebotenen Umfang abgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2020 haben sich aufgrund des Ausbruchs der Coronapandemie wesentliche Änderungen in der Einschätzung der Chancen- und Risikolage der Messe München ergeben. Durch die Absage von Messen und die Verschiebung von Veranstaltungen in spätere Jahre wird die Liquiditätslage des Unternehmens extrem belastet. Da eine wesentliche Unsicherheit über den weiteren Verlauf und damit auch die zukünftigen Auswirkungen der Pandemie (insbesondere Fortgeltung des Verbots zur Durchführung von Veranstaltungen in Bayern) besteht, sind weitere Belastungen der Liquiditätssituation nicht auszuschließen. Dies würde weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität erforderlich machen.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2020 wurden bereits diverse Finanzierungsmaßnahmen im Bereich Eigen- und Fremdkapital umgesetzt, welche für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und mithin für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zwingend erforderlich waren. Im Hinblick auf weitere zwischenzeitlich ergriffene und umgesetzte Maßnahmen wird auf den Nachtragsbericht des Anhangs des Jahresabschlusses verwiesen. Daneben sind nach Umfang und zeitlichem Anfall plangemäße Liquiditätszuflüsse aus vorgesehenen Messeprojekten für den Fortbestand der Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Die Realisierung dieser Maßnahmen hält die Geschäftsführung für überwiegend wahrscheinlich.

Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Messe München GmbH im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr über eine ausreichende Liquidität verfügen wird. Sofern die durch den Lockdown bestehenden Beschränkungen zur Durchführung von Messen über das Jahr 2021 hinaus Bestand haben sollten, und damit einhergehend eine deutlich negative Abweichung von der Planung eintritt, liegt ein bestandsgefährdendes Risiko vor.

Die aktuellen globalen Veränderungen beeinflussen auch die wirtschaftliche Entwicklung der Ausländsbeteiligungen. Politische Krisen, konjunkturelle Schwächephasen und Veranstaltungsabsagen wegen der Pandemie führen in Ländern, in denen die Messe München aktiv ist, zu Umsatzausfällen und zu Verlusten wegen teilweise erheblichen Wechselkursveränderungen. Betroffen sind hier vor allem die Beteiligungen in Brasilien, Südafrika, Russland und Indien, die keine positiven Ergebnisse erzielen konnten. China bietet trotz leichter wirtschaftlicher Eintrübung weiterhin solide Zuwachsraten.

Bei der Messe München GmbH existiert eine Compliance-Organisation mit den Funktionen eines internen Compliance Directors, eines internen Compliance Officers sowie eines externen Ombudsmanns. Hierdurch soll die Einhaltung der Anfang 2016 aktualisierten "Compliance Policy" sichergestellt werden. Neben der Aufdeckung und Sanktionierung von Fehlverhalten wird präventiv die Sensibilisierung für Compliance- Themen unterstützt und die Funktionsfähigkeit der bestehenden internen Systeme zur Vermeidung von Regelverstößen verbessert.

Der International Risk & Compliance Manager unterstützt die Weiterentwicklung der Compliance-Organisationen der Auslandsbeteiligungen und stärkt damit das Compliance-System der Messe München.

VII. Erklärung zur Unternehmensführung

Als Zielgrößen für den bis zum 30. Juni 2022 zu erreichenden Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung einen Frauenanteil von 22,2 % im Aufsichtsrat und von 20 % in der Geschäftsführung festgelegt.

Als Zielgrößen für den bis zum 30. Juni 2022 zu erreichenden Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene hat die Geschäftsführung einen Frauenanteil von 16,7 % in der ersten und 45 % in der zweiten Führungsebene festgelegt.

VIII. Voraussichtliche Entwicklung

2021 bleibt für die Messe München von der Coronapandemie geprägt. Nahezu alle Veranstaltungen des 1. Halbjahres mussten als Präsenzmessen abgesagt und konnten lediglich als digitales Format angeboten werden. In welchem Umfang das 2. Halbjahr von der Pandemie betroffen sein wird, ist derzeit noch offen. In Abstimmung mit den Branchenverbänden und Fachbeiräten wird in jedem Einzelfall anhand der spezifischen Situation und Bedürfnisse der Branche entschieden werden, ob die Messe als Präsenz-, Hybrid- oder Digitalveranstaltung durchgeführt, abgesagt oder verschoben wird.

Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass nach Normalisierung der Situation sich das Messegeschäft mittelfristig wieder auf Vorkrisenniveau erholen wird. Veranstaltungen werden künftig aber um digitale Elemente ergänzt werden. Die seit Mitte 2020 angebotenen Formate werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Da derzeit nicht absehbar ist, wann der Veranstaltungsbetrieb wieder aufgenommen werden kann, können die Auswirkungen auf Umsatzerlöse und Ergebnis noch nicht quantifiziert werden. Wir erwarten für 2021 einen Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau und ein negatives Jahresergebnis im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

 

München, den 12. März 2021

Klaus Dittrich

Dr. Reinhard Pfeiffer

Stefan Rummel

Falk Senger

Gerhard Gerritzen

Monika Dech

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Messe München GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Messe München GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Messe München GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Berichts über die Lageder Gesellschaft und des Konzerns haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Bericht über die Lage

 

der Gesellschaft und des Konzerns in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unser Prufungsurteil zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES BERICHTS ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen.

WESENTLICHE UNSICHERHEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DER FORTFÜHRUNG DER UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang sowie auf die Angaben im Abschnitt "VI- Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Risikomanagement" des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass, sofern die durch den Lock- down bestehenden Beschränkungen zur Durchführung von Messen über das Jahr 2021 hinaus Bestand haben sollten, und damit einhergehend eine deutlich negative Abweichung von der Planung eintritt, ein bestandsgefährdendes Risiko vorliegt. Wie im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang sowie in den Angaben im Abschnitt "VI. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Risikomanagement" des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder

 

unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES BERICHTS ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem

 

Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 21. April 2021

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wörl, Wirtschaftsprüfer

gez. Hornischer, Wirtschaftsprüfer

Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Das in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen Meplan GmbH, München, legt seinen Jahresabschluss für 2020 unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB nicht offen.

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