Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 5230
Eingetragen
30.6.1986
Branche
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von WärmepumpenHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Gegenstand
Die Herstellung und der Handel mit Öl-Hydraulikerzeugnissen und Förderpumpen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marko Klecker
seit 20.3.2026
Prokura
Geschäftsführer
Matthias Augener
seit 2.1.2024
Prokura
Stefan Ochse
seit 16.12.2021
Prokura
Jens Vielhaber
seit 17.7.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Atlas Copco AktiebolagSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.556.500 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
2.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kracht GmbH

Werdohl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht Jahresabschluss zum 31.12.2022

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1 Geschäftsmodell

Die 1911 (als Hillebrandt & Kracht oHG) gegründete heutige Kracht GmbH, Werdohl, konstruiert, produziert und handelt mit Pumpen, Ventilen, Durchflussmessgeräten, Zylindern und Hydraulikanlagen.

Kracht ist als langjähriger und hochwertiger Lieferant für ölhydraulische Komponenten auf den unterschiedlichen Märkten im In- und Ausland bekannt. Für die fluidtechnische Beherrschung von projektbezogenen Anwendungen und Komplettlösungen stehen wir unseren Kunden mit jahrzehntelanger Erfahrung weltweit zur Seite.

Ein Netz von Verkaufs- und Kundendienststellen sorgt national und international für einen umfassenden Beratungs- und Kundenservice. KRACHT ist international durch seine Tochtergesellschaften Kracht Corp in den USA, Kracht Fluid Technology in China und die Kracht Hidraulik Kft in Ungarn direkt vertreten. Zudem mit etwa 20 Vertretungen in diversen Ländern auf allen Kontinenten aktiv.

Durch regelmäßige Produktschulungen und gemeinsame Kunden- und Messebesuche wird die Zusammenarbeit stetig aktuell gehalten.

I.2 Forschung und Entwicklung

Die Kracht GmbH entwickelt und konstruiert grundsätzlich sämtliche hergestellten Erzeugnisse. Neben den Standardprodukten werden auch regelmäßig kundenspezifische Lösungen und Varianten erarbeitet. Im F&E-Bereich inklusive eigener Versuchsabteilung sind etwa 30-35 Mitarbeiter beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2022 preisbereinigt um 1,9% zulegen. Im Verarbeitenden Gewerbe stagnierte die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahezu mit +0,2% im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgrund waren hier die weiter gestörten Lieferketten besonders im ersten Halbjahr. Dazu gesellten sich die massiv gestiegenen Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs.

(Quelle: Destatis, 13.01.2023)

Über den Binnenmarkt hinaus betrug das weltweite Wachstum 3,2% und in der Eurozone separat 3,1%. Hiervon konnte die KRACHT GmbH profitieren, da der geschrumpfte russische Markt kein wesentlicher Abnehmer ist.

(Quelle: bmwk, Die Lage in der Weltwirtschaft zum Ende des Jahres 2022 vom 28.11.2022)

Der Maschinen- und Anlagenbau ist trotz all der Widrigkeiten in 2022 "auf Kurs geblieben und blickt mit einiger Zuversicht auf das kommende Jahr", sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der Jahres-Pressekonferenz des Verbands. Der reale Produktionszuwachs solle etwa 1% in 2022 betragen haben, für 2023 wird jedoch ein Rückgang um etwa 2% prognostiziert.

(Quelle: VDMA, Die Bilanz des VDMA 13.12.2022)

Von diesen krisenbedingten Zahlen und Prognosen kann sich die KRACHT GmbH aktuell deutlich abkoppeln. Mit zweistelligen Wachstumsraten, die zwar preisbereinigt etwas geringer ausfallen, wurde im Vergleich zum gesamten Maschinen- und Anlagenbau überperformt. Auch der höhere Anstieg beim Auftragseingang zum Umsatz lässt weiteres Wachstum in 2023 erwarten.

II.2. Überblick über den Geschäftsverlauf und die Lage

Gestiegene Neubestellungen Ende 2021 ließen bereits steigende Umsätze für 2022 erwarten. Nach der Cyber-Attacke im Februar 2022 und dem kurz darauf beginnenden Ukraine-Krieg schienen diese Hoffnungen jäh zu zerplatzen. Aber auch die weiterhin bestehenden Lieferprobleme konnten dann die steigenden Auftragseingänge und Umsätze nicht bremsen. Mit 65,181 Mio € übertrafen die produktbezogenen Umsatzerlöse den Vorjahreswert um mehr als 17,7 %, den Planwert für 2022 um etwa 13,4%. Die auf 77,22 Mio € angewachsenen Auftragseingänge lassen weitere Erlössteigerungen erwarten.

Die Planungen der nächsten Jahre entsprechen den genannten Einschätzungen.

Umsatz je Strategischem Geschäftsfeld [T€]

Bereich/Jahr 2021 2022 2023/Plan
Pumpentechnologie 35.459 42.555 45.200
Fluidmesstechnologie 12.186 13.328 14.800
Ventiltechnologie 3.811 4.402 4.500
Antriebstechnologie 3.221 4.436 5.000
Systemtechnologie 716 460 3.000
Summe 55.393 65.181 72.500

Aufgrund geringfügiger interner Umstrukturierungen wurden die Strategischen Geschäftsfelder ab 2022 umbenannt.

II.2.a) Ertragslage

Leistung 2022 2021 Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 68.806 56.732 12.074 21,28%
Abschreibungen 6.903 6.398 505 7,89%
Betriebsergebnis 5.359 4.384 975 22,25%
Zinsergebnis -410 -322 -88 -27,45%
Beteiligungsergebnis 84 0 84 100,00%
Steuerergebnis -1.694 -771 -923 -119,57%
Jahresergebnis 3.310 3.293 17 0,53%

Die Gesamtleistung des Unternehmens stieg in 2022 um 21,28 %, da neben dem Umsatzanstieg auch zusätzlich die Vorratsbestände im Vorgriff auf die hohen Auftragseingänge aufgebaut wurden.

Das Betriebsergebnis ist um 22,25 % gestiegen. Hier findet erfahrungsgemäß bei guter Auslastung eine überproportionale Erhöhung im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtleistung statt.

Beim Zinsergebnis gab es gegenläufige Entwicklungen. Im Zuge der Neuaufnahme von Krediten und generell steigender Zinsen ab der Jahresmitte stiegen die Aufwendungen hierfür an.

In Summe war das Zinsergebnis um 27,45 % schlechter.

Das Beteiligungsergebnis 2022 stieg von 0 T€ auf 84 T€, da die KRACHT Fluid Technology in China erstmals ausschüttete. Bei den anderen Tochtergesellschaften fand keine Ausschüttung statt.

Das Steuerergebnis ist um 0,923 Mio € angestiegen. Im Vorjahr wurde dies durch die erstmalige Aktivierung von latenten Steuerforderungen in Höhe von 0,556 Mio € positiv beeinflusst.

Unterm Strich beträgt das Jahresergebnis aufgrund der zuvor beschriebenen Tatbestände 3,310 Mio €. Unter Berücksichtigung der wesentlich gestiegenen Abschreibungen und den Folgen der Cyber-Attacke ist das Jahresergebnis erfreulich und hat den Planwert von 2,656 Mio € um 24,63 % übertroffen.

II.2.b) Finanzlage

Wir schätzen unsere Finanzlage als sehr gut ein, der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (op. Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr 10,213 Mio €.

Das partnerschaftliche Verhältnis zu unseren Hausbanken wird durch ständigen Kontakt und eine offene Kommunikation gepflegt. Als Folge eines regelmäßigen und umfangreichen Reportings konnten auch 2022 die sehr guten Konditionen gehalten werden.

II.2.c) Vermögenslage

Das langfristig gebundene Vermögen ist in 2022 um 14,3% auf 35,684 Mio € angestiegen. Da der gesamte Anstieg jedoch bei den Anlagen im Bau/Anzahlungen stattgefunden hat, ist er noch nicht abgeschlossen und wird sich im kommenden Jahr fortsetzen, korrespondierend zu den steigenden Umsatzerlösen. Im Zuge der Ausweitung des Produktportfolios um Dosieranlagen, Meß-Turbinen und Coriolis-Zähler werden zwei neue Hallen zur Ausweitung der Fertigungskapazitäten gebaut. Hierfür wurde auch ein Lieferant erworben und dessen Know-How integriert.

Der deutliche Anstieg im Umlaufvermögen resultiert einerseits bei den Forderungen aus erhöhten Umsätzen und andererseits einer im Vorfeld der Lieferengpässe begonnenen und durch den Nachfrageschub weiterhin steigenden Bevorratung zum Erhalt der Lieferfähigkeit. Ein kleiner Anstieg resultiert auch aus der Preisentwicklung.

In der folgenden Übersicht sind die Aktiva-Bilanzposten zum 31.12.2022 den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

Bilanzposten 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
[T€] [T€] [T€] [%]
immaterielle VG 1.818 1.451 367 25,3%
Grundstücke/Bauten 7.009 6.676 333 5,0%
Techn. Anlagen 7.756 8.618 -862 -10,0%
Betr. u. Gesch.ausst. 11.749 12.282 -533 -4,3%
Anlagen im Bau, Anz. 6.106 873 5.233 599,5%
Finanzanlagen 1.246 1.248 -2 -0,2%
langfr. gebundenes Vermögen 35.684 31.148 4.536 14,6%
Vorräte 22.432 16.642 5.790 34,8%
Forderungen aus LuL 9.114 6.852 2.262 33,0%
Ford. gegen verb. Unt. 967 1.303 -336 -25,8%
sonstige Vermögensg. 760 1.186 -426 -35,9%
aktive latente Steuern 395 556 -161 -29,0%
liquide Mittel 2 87 -85 -97,7%
Aktive RAP 135 106 29 27,4%
Anteile an verb. UN 152 0 152 100,0%
kurz-/mittelfr. geb. Vermögen 33.957 26.732 7.225 27,0%
Gesamtvermögen 69.641 57.880 11.761 20,3%

Im Bereich des Eigenkapitals wurden 11. Mio € von den Gesellschaftern in die Kapitalrücklage eingelegt. Zudem haben sich die Pensionsrückstellungen erstmals spürbar um 7,3% verringert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt um 9.041 T€ gestiegen. Die Darlehen wurden im Vorfeld der Investitionen zur Steigerung der Kapazität aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in 2022 infolge der gestiegenen Betriebsleistung und der Investitionstätigkeiten ebenfalls gestiegen.

In der folgenden Übersicht sind die Passiv-Bilanzposten zum 31.12.2022 den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

Bilanzposten 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
[T€] [T€] [T€] [%]
Gezeichn. Kapital 5.115 5.115 0 0,0%
Kapitalrücklage 11.000 0 11.000 100,0%
Gewinnrücklage 10 10 0 0,0%
Bilanzgewinn 15.740 25.680 -9.940 -38,7%
Pensionsrückstellung. 5.234 5.648 -414 -7,3%
Verb. Kreditinstitute 16.154 2.263 13.891 613,9%
langfr. verfügbares Kapital 53.253 38.716 14.537 37,5%
sonst. Rückstellungen 2.122 1.772 350 19,8%
Verb. Kreditinstute 10.732 15.582 -4.850 -31,1%
Verb. aus LuL 3.229 1.496 1.733 115,8%
sonst. Verbindlichk. 305 314 -9 -2,8%
kurz-/mittelfr. verf. Kapital 16.388 19.164 -2.776 -14,5%
Gesamtkapital 69.641 57.880 11.762 20,3%

Aufgrund der positiven operativen Ergebnisse in den letzten Jahren kann die kontinuierliche Bilanzpolitik mit solider Finanzierung in die Zukunft gerichteter Investitionen fortgesetzt werden. Eine stetige Überprüfung der Tätigkeiten und fortlaufende Planungen sollen diese Entwicklung auch weiterhin unterstützen und steuern.

II.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Unternehmens ist ein Zusammenspiel vieler Bausteine aus allen Bereichen der KRACHT GmbH. Wesentlich hierbei sind jedoch die Umsatzentwicklung und -rendite sowie die nominelle und relative Betriebsleistung. Die Umsatzrendite bezeichnet das Verhältnis von Gewinn zu Umsatz, die nominelle Betriebsleistung entspricht der Gesamtleistung und bei der relativen Betriebsleistung wird dieser Wert ins Verhältnis zu den produktiven Stunden gesetzt.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 9.895 T€ auf 65.983 T€ gestiegen, die Umsatzrendite verringerte sich leicht von 5,87 % auf 5,02 % in 2022.

Die relative Betriebsleistung stieg demgegenüber von 263,9 €/Std auf 270,2 €/Std.

II.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir sind ein inhabergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen, das von den Prinzipien der Wertschätzung gegenüber unseren Kunden, Geschäftspartnern sowie unseren Mitarbeitern geprägt wird.

Als sozialverantwortlicher Arbeitgeber betrachten wir unsere Mitarbeiter als schützenswerten Kern von hohem Wert. Wir schaffen ein Umfeld, welches unseren Mitarbeitern die Möglichkeit von beruflicher und persönlicher Entfaltung bietet. Wir investieren in die Qualifikation, Kompetenz und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern.

In unserer Umweltpolitik genießen die Verpflichtungen zum Schutz der Umwelt, der Kunden und der Mitarbeiter einen hohen Stellenwert. Neben dem Ziel, unsere Leistungsfähigkeit im Wettbewerb zu verbessern, stehen gleichrangig die Verantwortung für unsere Mitarbeiter und der schonende Umgang mit unserer Umwelt. Unsere Fluktuationsquote beträgt im Geschäftsjahr 2022 7,56 % (Vj: 3,78%) und liegt deutlich unter dem Wert innerhalb Deutschlands.

Diese Werte sind in unseren Unternehmensrichtlinien formuliert.

Im Rahmen unserer zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme wird die Einhaltung von Kundenzufriedenheit, Umweltleistungen, dem korrekten Umgang mit Gefahrstoffen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben kontinuierlich überprüft und bewertet. Diese nach ISO 9001 (zertifiziert am 01.11.2021 und gültig bis zum 31.10.2024) und ISO 14001 (zertifiziert am 11.02.2022 und gültig bis zum 31.12.2024) zertifizierten Systeme haben wesentlich zur positiven Entwicklung der KRACHT GmbH beigetragen. Die umweltrelevanten Vorgänge, Zielsetzungen und Maßnahmen sind im Umweltbericht dargelegt.

Parallel zu Investitionsvorhaben im operativen Unternehmensbereich wird auch versucht, mit Neuanschaffungen die Nutzung regenerativer Energien zu beschleunigen um den CO 2 -Verbrauch zu reduzieren.

II.5. Gesamtaussage

Bei den stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der letzten Jahre stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KRACHT GmbH gut dar. Trotz eines Cyber-Angriffs in 2022 konnten der Auftragseingang und Umsatz deutlich im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Zudem wurden die Produktionskapazitäten und das Produktportfolio ausgeweitet. In regelmäßigen Gesprächen zwischen Geschäftsführung, Controlling und den verbundenen Kreditinstituten werden Planungen, wirtschaftliche und geopolitische Veränderungen und Erwartungen diskutiert und gegebenenfalls Maßnahmen hieraus abgeleitet und umgesetzt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen nach Möglichkeit unter Ausnutzung von Skontoabzügen zu begleichen. Gleichzeitig sollen Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden, ein intensives Mahnungssystem unterstützt hierbei und geringe Forderungsausfälle bestätigen diese Vorgehensweise.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt, zudem werden uns Kreditrahmen im Kontokorrent gewährt.

III. Bericht über Tochtergesellschaften

Die KRACHT Hidraulik Kft in Budapest/Ungarn ist eine Vertriebsgesellschaft mit 3 Mitarbeitern, die in enger Abstimmung mit der KRACHT GmbH Kunden in Ungarn und angrenzenden Ländern betreut.

Die KRACHT Corp in Ohio/USA ist eine Vertriebsgesellschaft mit 4 Mitarbeitern, die zusätzlich nur leichte Montagetätigkeiten am im 2016 neu errichteten Werk durchführt.

Die KRACHT Fluid Technology Ltd in Shanghai/China ist eine Vertriebsgesellschaft mit 6 Mitarbeitern, die unsere Kunden in China betreut.

In 2022 konnte die KRACHT Hidraulik Kft ihre Umsätze um 7,8% auf 468 T€ steigern. Auch die Planung wurde damit um 5,2% übertroffen. Das Ergebnis liegt mit 67 T€ deutlich über Plan und hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Auch die KRACHT Corp in den USA konnte das ambitionierte Umsatzziel mit 3,37 Mio € leicht übertreffen. Das Ergebnis liegt mit 343 T€ um 44,1% über der Planung, einen gewissen Anteil hieran haben auch die Wechselkurseffekte bei der Kreditbewertung (ca. 46 T€).

Unsere chinesische Tochtergesellschaft KRACHT Fluid Technology in Shanghai erreichte einen Umsatz von 4,861 Mio € und übertraf den Planwert um etwas mehr als 8,0%. Hierbei sind besonders die widrigen Begleitumstände mit Corona-Pandemieeinschränkungen und Hafenschließungen zu berücksichtigen. Das Vorsteuerergebnis mit 1,173 Mio € hat den Budgetwert ebenfalls mehr als verdoppelt.

IV. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten.

Zur Sicherung der Marktposition werden regelmäßige Weiterentwicklungen oder Ausweitungen des Produktportfolios betrieben. In Zusammenarbeit mit unserem Außendienst und den Auslandsvertretungen werden fortlaufend die Märkte beobachtet und auf deren weitere Entwicklung hin analysiert. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung bestätigt unser wohlbedachtes, aber trotzdem effektives und flexibles Handeln. Hierdurch versuchen wir den ständigen wirtschaftlichen und weltpolitischen Veränderungen auch weiterhin gerecht zu werden.

Die zukünftige Entwicklung der KRACHT GmbH wird grundsätzlich auch weiter deutlich positiv gesehen. Das frühzeitige Erkennen von Veränderungen und angemessene Reaktionen hierauf sollen die kontinuierliche Geschäftspolitik auch weiterhin gewährleisten.

Im Vorjahr prognostizierten wir eine etwa 3,8%ige Steigerung der Umsatzerlöse aus unserem üblichen Geschäft auf 57,5 Mio €. Mit fast 65,2 Mio € wurde der Budgetwert um etwa 13,3% übertroffen. Eine den Umständen entsprechend gute Lieferperformance und eine weiterhin global sehr erfreuliche Entwicklung der Windkraftbranche waren zwei Gründe für die positive Entwicklung beim Umsatz. Die relative Betriebsleistung mit 268,5 €/h verfehlte den Planwert um 3,3%. Grund hierfür waren die Auswirkungen der Cyber-Attacke, die eine zeitweise wenig geplante Fertigung zur Folge hatte und daraus resultierende zeitliche Verschiebungen bei einigen Projekten.

Für das Geschäftsjahr 2023 prognostizieren wir einen Umsatz von etwa 72,5 Mio €, dies entspricht einer Steigerung um etwa 11%. Das Wachstum generiert sich in weiten Teilen aus der Ausweitung des Produktportfolios und der Bearbeitung neuer Geschäftsfelder im Bereich des Anlagenbaus.

Die Betriebsleistung 2023 soll auf etwa 72,6 Mio € und die relative Betriebsleistung auf 285 €/h gesteigert werden. Mit den vollzogenen und noch zu beendenden Umstrukturierungen sehen wir uns gut gerüstet diese leicht steigenden Werte zu erreichen. Die erhöhte Bevorratung soll wieder etwas zurückgefahren werden, in Erwartung sich normalisierender Lieferketten.

V. Chancen- und Risikobericht

Grundsätzlich wird eine regelmäßige Geschäfts-, Ergebnis- und Risikobetrachtung des Unternehmens auf Ebene der obersten Leitung durchgeführt und eine Soll-/Istbewertung erstellt.

Die weltweiten Vertretungen und deren intensive Betreuung aus dem Stammwerk bedingen eine sehr gute Marktabdeckung. Aufgrund der breiten Branchen- und Kundenstreuung können einzelne schwächelnde Bereiche zumeist durch andere annähernd kompensiert werden.

Die bereits beschriebene Kundenstruktur und sehr geringe Forderungsausfälle in den letzten Jahren, einhergehend mit stetigen Bonitätsprüfungen und regelmäßigem Informationsaustausch mit den Außendienstmitarbeitern/-vertretungen lassen aktuell keine besonderen Risiken erkennen. Zudem zeigen sich aktuell die bei der Kracht GmbH bedeutsamen Wechselkurse bei USD, HUF und RMB weiterhin recht stabil.

Um eventuellen Forderungsausfällen vorzubeugen, werden bei Neukunden ab einem Auftragswert von 2.000 € Auskünfte eingeholt und ggfs. Vorauskasse vereinbart, so daß keine erhöhten Risiken erkennbar sind.

Aufgrund der eigenen bekannten Projekte, diversen Kundengesprächen und Einschätzungen von Auslandsvertretungen sehen wir durchaus auch weiteres Potential im Markt. Gerade die intensiv geführte Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsthematik bietet viele Ansatzpunkte für den Einsatz unserer Produkte.

Darüberhinaus bietet die Ausweitung unseres Produktportfolios mit den neuen Dosieranlagen, Meß- Turbinen und Coriolis-Zählern weitere Expansionschancen. Hierauf wurde mit der Ausweitung der Kapazitäten mit dem begonnenen Bau zweier neuer Hallen begleitend reagiert.

Den grundsätzlich sehr guten Chancen zum Ausbau der Geschäftstätigkeiten, stehen aktuell aber auch weiterhin Risiken aufgrund des Ukraine-Kriegs und dessen Begleiterscheinungen bei Energie- und Materialversorgung sowie schwelende Rezessionsängste, die momentan wieder durch kriselnde Finanzinstitute in den USA verstärkt werden.

Die sich ergebenden Risiken aus der Inflationsentwicklung und steigende Material- und Energiekosten sind grundsätzlich im Markt bekannt und akzeptiert, sie können weitgehend vertriebsseitig eingepreist werden.

Eine mäßige Fluktuation (7,56 %) dokumentiert die hohe Motivation der Belegschaft, die tariflich inklusive Leistungszulagen entlohnt und auf deren Sicherheit mit anspruchsvollen Arbeitsschutzvorkehrungen geachtet wird. Als nachhaltiges Invest wird auch das firmeneigene Gesundheitszentrum betrachtet.

Zusammenfassend sehen wir wie bereits angedeutet bei intakten geopolitischen Rahmenbedingungen gute Chancen für einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf in den nächsten Jahren, die aber momentan durch gewisse Risiken negativ beinflusst werden können.

 

Werdohl, den 05. Juni 2023

gez. Heiko Zahn

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.817.557,00 1.451.051,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.008.748,30 6.676.438,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.756.261,00 8.617.940,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.748.793,64 12.281.512,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.106.441,93 872.670,84
32.620.244,87 28.448.561,13
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.233.358,36 1.233.358,36
2. Sonstige Ausleihungen 11.759,96 13.220,63
3. Genossenschaftsanteile 1.200,00 1.200,00
1.246.318,32 1.247.778,99
35.684.120,19 31.147.391,12
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.010.132,18 5.716.634,60
2. Unfertige Erzeugnisse 10.949.964,55 9.053.811,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.251.330,33 2.743.620,40
23.211.427,06 17.514.066,72
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -779.217,25 -872.305,08
22.432.209,81 16.641.761,64
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.114.189,80 6.851.558,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 966.674,07 1.303.358,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 760.663,29 1.186.290,80
10.841.527,16 9.341.208,52
III. WERTPAPIERE
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 151.663,80
IV. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 2.003,89 86.930,52
33.427.404,66 26.069.900,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 134.640,97 106.313,08
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 395.000,00 556.000,00
69.641.165,82 57.879.604,88

PASSIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 5.115.000,00 5.115.000,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 11.000.000,00 0,00
III. GEWINNRÜCKLAGEN 9.831,00 9.831,00
IV. BILANZGEWINN 15.740.193,01 25.680.223,22
31.865.024,01 30.805.054,22
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.234.273,00 5.648.330,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.122.310,32 1.771.958,77
7.356.583,32 7.420.288,77
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.885.626,14 17.844.538,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.228.644,44 1.496.094,10
3. Sonstige Verbindlichkeiten 305.287,91 313.629,30
30.419.558,49 19.654.261,89
69.641.165,82 57.879.604,88

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FUR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 65.983.329,62 56.088.200,19
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.403.862,76 295.314,56
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 418.558,01 348.262,42
Gesamtleistung 68.805.750,39 56.731.777,17
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.437.066,28 478.753,98
70.242.816,67 57.210.531,15
5. Materialaufwand
a) für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.643.757,02 16.627.067,51
b) für bezogene Leistungen 522.267,45 465.869,22
22.166.024,47 17.092.936,73
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.027.866,59 19.982.600,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4.347.150,29 4.140.353,44
27.375.016,88 24.122.953,87
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.903.061,58 6.397.534,53
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.439.407,85 5.213.537,36
64.883.510,78 52.826.962,49
Betriebsergebnis 5.359.305,89 4.383.568,66
9. Erträge aus Beteiligungen 84.327,42 0,00
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 634,38 1.915,21
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.084,12 352,51
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -30.000,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -413.565,88 -321.703,45
-355.519,96 -319.435,73
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.608.198,19 -688.482,59
15. Ergebnis nach Steuern 3.395.587,74 3.375.650,34
16. Sonstige Steuern -85.617,95 -83.016,56
17. Jahresüberschuss 3.309.969,79 3.292.633,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Kracht GmbH hat ihren Sitz in Werdohl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Iserlohn unter HRB 5230 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 III HGB auf.

Der Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§242 ff., 264 I, 266 ff. HGB). Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Darstellungswahlrechte dahingehend ausgeübt, dass ergänzende Angaben und Davon-Vermerke im Anhang ausgewiesen werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (§§253 I 1, III i.V.m. 255 I HGB). Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (§253 III 3 HGB).

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3-5 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage amtlicher Abschreibungstabellen für den Maschinenbau linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter, deren Wert € 250 netto nicht übersteigt, werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert € 800 nicht übersteigt, werden sofort abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden pro rata temporis vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Sonderkosten der Fertigung berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet (§ 253 IV HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt; allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die unter den Wertpapieren ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu beizulegenden Werten angesetzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Wirtschaftsjahre.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i.H.d. innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern wurde Gebrauch gemacht.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 I 2, 2. HS HGB). Es wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für die Pensionsrückstellungen nach der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" eingeholt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,78 % sowie eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung in der Anwartschaftsphase von 2,5% und 1,5% in der Ruhephase zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 153 T€ (VJ: T€ 263). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumsrückstellungen wurden nach anerkannten mathematischen Grundsätzen ermittelt. Insolvenzfestes Planvermögen wurde mit bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Im Übrigen werden langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze abgezinst. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 3/A) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung 2022 Eigenkapital 2022 Ergebnis
% in T€ in T€
Kracht Hidraulik Kft., Budapest (Ungarn) 100,0 532 168
Kracht Corp., Ohio (USA) (vorläufig) 100,0 864 343
Kracht Fluid Technology (Shanghai) Ltd., Shanghai (China) 100,0 1.239 814
MMG Flow Kft., Budapest (Ungarn) 100,0 64 -47

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten ebenfalls sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive latente Steuern

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 91 T€ (passiv)
Sachanlagen: 746 T€ (passiv)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: 1.803 T€ (aktiv)
Sonstige Rückstellungen: 350 T€ (aktiv)

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30 % (KSt, SolZ und GewSt) zugrunde gelegt. Zu berücksichtigende steuerliche Verlustvorträge bestanden nicht.

Die Veränderung der aktiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich in T€ wie folgt dar:

31.12.2021 Verbrauch Zugang 31.12.2022
Aktive latente Steuern 635 10 20 645
Passive latente Steuern 79 0 171 250
Aktive latente Steuern 556 10 182 395

Sonstige Rückstellungen

Jubiläum T€ 440
Urlaub und Überstunden T€ 573
Altersteilzeit
Erfüllungsbetrag der Rückstellung T€ 221
Aktivwert (Zeitwert) T€ 99 T€ 122
Garantien T€ 264
Ausstehende Rechnungen/Instandhaltung T€ 215
Übrige T€ 500
T€ 2.122

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten dar.

Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die Vorjahreswerte sind jeweils in Klammern dargestellt.

T€ T€ T€ T€
bis ein Jahr 31.12.2022 (31.12.2021) über ein Jahr 31.12.2022 (31.12.2021) über 5 Jahre 31.12.2022 (31.12.2021) Gesamt 31.12.2022 (31.12.2021)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.732 16.153 4.509 26.885
(9.076) (8.769) (2.262) (17.845)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.229 - - 3.229
(1.496) (-) (-) (1.496)
3. sonstige Verbindlichkeiten 305 - - 305
(314) (-) (-) (314)
Davon aus Steuern 280 - - 280
(273) (-) (-) (273)
14.266 16.153 4.509 30.419
Gesamt (10.886) (8.769) (2.262) (19.655)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von T€ 8.680 und durch Sicherungsübereignungen in Höhe von T€ 12.611 besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 981 T€ aus Miet- und Leasingverträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in T€ verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

Inland 25.799
EU-Ausland 13.504
Drittland 26.740
Gesamt 65.983

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach folgenden Tätigkeitsbereiche (sonstiges nicht berücksichtigt):

Pumpentechn. 42.555
Fluidmesstechn. 13.328
Ventieltechn. 4.402
Antriebstechn. 4.436
Systemtechn. 460
Gesamt 65.181

Außergewöhnliche Erträge und außergewöhnliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Versicherungserstattungen in Höhe von T€ 622 enthalten. Korrespondierend hierzu sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen und Inanspruchnahme von Dienstleistungen in Höhe von T€ 867 enthalten.

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung beinhalten in Höhe von T€ 472 (VJ: T€ 371) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 533 (VJ: T€ 248) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (VJ: T€ 4) enthalten.

Beteiligungserträge

In den Beteiligungserträgen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 84 T€ (VJ: 0 T€) enthalten.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 103 (VJ: T€ 125). In den Zinserträge sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3 (VJ: T€ 0) enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Herr Heiko Zahn, Dipl.-Ing. Maschinenbau (Gesamtgeschäftsführer)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, so dass auf die Angaben der den Geschäftsführern gewährten Gesamtbezüge verzichtet wird.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 264
Angestellte Arbeitnehmer 123
Gesamt 387

Konzernzugehörigkeit

Die Kracht GmbH wird in den Konzernabschluss der Zahn Beteiligungs GmbH, Werdohl, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim elektrischen Bundesanzeiger erhältlich. Die Zahn Beteiligungs GmbH stellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers unterbleibt aufgrund des Einbezuges dieser Angabe in den Konzernabschluss der Zahn Beteiligungs GmbH.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Werdohl, den 5. Juni 2023

gez. Heiko Zahn

Geschäftsführung

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.646.898,41 1.095.802,89 25.628,35 454.311,79 4.314.017,86
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.471.164,64 81.903,97 591.916,09 78.227,25 11.066.757,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.099.511,67 1.466.280,64 730.039,94 864.891,05 31.430.941,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.322.910,43 2.279.781,17 83.589,18 3.548.150,07 25.138.130,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 872.670,84 6.664.944,65 -1.431.173,56 0,00 6.106.441,93
67.766.257,58 10.492.910,43 -25.628,35 4.491.268,37 73.742.271,29
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.991.758,91 0,00 0,00 0,00 1.991.758,91
2. Sonstige Ausleihungen 26.445,43 0,00 0,00 1.460,67 24.984,76
3. Genossenschaftsanteile 1.200,00 0,00 0,00 0,00 1.200,00
2.019.404,34 0,00 0,00 1.460,67 2.017.943,67
73.432.560,33 11.588.713,32 0,00 4.947.040,83 80.074.232,82
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.195.847,41 754.925,24 454.311,79 2.496.460,86
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.794.726,49 341.509,91 78.227,25 4.058.009,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.481.571,67 2.942.289,58 749.181,05 23.674.680,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.041.398,29 2.864.336,85 3.516.398,07 13.389.337,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
39.317.696,45 6.148.136,34 4.343.806,37 41.122.026,42
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 758.400,55 0,00 0,00 758.400,55
2. Sonstige Ausleihungen 13.224,80 0,00 0,00 13.224,80
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
771.625,35 0,00 0,00 771.625,35
42.285.169,21 6.903.061,58 4.798.118,16 44.390.112,63
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.817.557,00 1.451.051,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.008.748,30 6.676.438,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.756.261,00 8.617.940,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.748.793,64 12.281.512,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.106.441,93 872.670,84
32.620.244,87 28.448.561,13
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.233.358,36 1.233.358,36
2. Sonstige Ausleihungen 11.759,96 13.220,63
3. Genossenschaftsanteile 1.200,00 1.200,00
1.246.318,32 1.247.778,99
35.684.120,19 31.147.391,12

Der Bestätigungsvermerk wurde zum vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht erteilt und betrifft nicht die vorliegende, unter Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB verkürzte Fassung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kracht GmbH, Werdohl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kracht GmbH, Werdohl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kracht GmbH, Werdohl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Plettenberg, den 5. Juni 2023

Prange Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Otto Prange, Wirtschaftsprüfer

Kathrin Rickert, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12. Juni 2023 festgestellt.

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