Westernacher Solutions GmbH

Columbiadamm 37, 10965 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 204064
Eingetragen
20.2.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die organisatorische, informationstechnische und strategische Beratung von Unternehmen und Personen, insbesondere im Bereich der öffentlichen Verwaltung sowie die Herstellung, Anpassung und Verwertung von Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tino Jezewski
seit 7.3.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Westernacher Solutions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 438.227,00 1.023
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 996,00 3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.225,00 41
2. Technische Anlagen und Maschinen 159,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.758,96 179
233.142,96 220
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 504.295,88 378
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 539.891,00 0
3. Beteiligungen 7.628,00 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 288.000,00 0
1.339.814,88 386
2.012.180,84 1.632
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 293.532,00 80
2. Geleistete Anzahlungen 1.762,50 2
295.294,50 82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.293.177,86 1.811
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 299.520,29 11
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.371,73 43
1.624.069,88 1.865
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.306.321,85 1.984
4.225.686,23 3.931
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 279.273,54 337
6.517.140,61 5.900

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 50.000,00 50
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.000,00 5
III. Gewinnvortrag 517.998,96 354
IV. Jahresüberschuss 290.332,36 164
863.331,32 573
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 306.132,80 63
2. Sonstige Rückstellungen 1.118.898,89 1.207
1.425.031,69 1.270
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29,76 0
2. Erhaltene Anzahlungen 0,00 1
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 235.095,80 230
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 417.179,94 504
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.110.334,33 1.967
2.762.639,83 2.702
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.334.669,67 1.125
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 131.468,10 230
6.517.140,61 5.900

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 16.734.295,54 15.699
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 213.437,00 -399
3. Gesamtleistung 16.947.732,54 15.300
4. Sonstige betriebliche Erträge 278.311,35 403
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.555.121,73 -2.556
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.767.865,26 -7.878
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.654.998,85 -1.467
(davon für Altersversorgung EUR 25.624,98, Vj. TEUR 25)
-10.422.864,11 -9.345
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -683.705,39 -694
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.995.780,98 -2.781
9. Betriebsergebnis 568.571,68 327
10. Erträge aus Beteiligungen 1.745,91 0
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.745,91, Vj. TEUR 0)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30,00 99
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.391,17 -22
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 10.388,34,00, Vj. TEUR 18)
13. Finanzergebnis -8.615,26 77
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -269.483,06 -241
(davon Auflösung latente Steuern EUR 98.531,00, Vj. Zuführung TEUR 230)
15. Ergebnis nach Steuern 290.473,36 163
16. Sonstige Steuern -141,00 1
17. Jahresüberschuss 290.332,36 164

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Die Westernacher Solutions GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter HRB 204064 B eingetragen. Alleinige Gesellschafterin der Westernacher Solutions GmbH ist die Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG.

Der Jahresabschluss 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB und macht von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 276, 288 HGB) teilweise Gebrauch.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 863 (Vorjahr TEUR 573) aus. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit sichergestellt. Die konzerninternen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 belaufen sich insgesamt auf TEUR 417 (Vorjahr TEUR 504). Das von der Gesellschafterin zur Verfügung gestellte Darlehen ist langfristig zur Verfügung gestellt und mit einem Rangrücktritt versehen. Wir verweisen hierzu auf die detaillierte Darstellung in Abschnitt 3 des Lageberichts. Durch Umstrukturierungen in den Vorjahren und Effizienzsteigerungen konnte die Wirtschaftlichkeit deutlich erhöht werden, sodass auch im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss erzielt wurde. Die vorliegende Planung der Gesellschaft für die kommenden vier Jahre weist kontinuierlich steigende Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie insgesamt eine positive Liquiditätsentwicklung aus. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt daher unter der Annahme einer positiven Fortführungsprognose.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Abschreibung der Zugänge erfolgt zeitanteilig.

Auf bestimmte Projekte entfallende Entwicklungskosten werden als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert, wenn sicher ist, dass die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes technisch realisierbar ist und aus der Vermarktung zukünftige Überschüsse entstehen. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, in dem zukünftige Erlöse aus dem zugehörigen Entwicklungsprojekt erwartet werden. Der erwartete Nutzungszeitraum beträgt im vorliegenden Fall sieben Jahre. Die Abschreibung begann mit dem Abschluss der Entwicklungsphase zum 30. September 2017. Seit diesem Zeitpunkt wird der Vermögenswert genutzt.

Im Geschäftsjahr wurde das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB für neue Projekte nicht in Anspruch genommen und somit keine weiteren selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Diese Kosten wurden im Geschäftsjahr direkt als Aufwand in Ansatz gebracht.

Anlagegüter, deren Anschaffungskosten 800,00 EUR netto nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr sofort als Aufwand verbucht.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Entfallen die Gründe für die Wertminderung, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten.

Die Vorräte werden mit den angefallenen Herstellungskosten angesetzt. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen sind für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahren gem. § 253 II 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Wertansatz von Vermögensgegenständen und Schulden in der Steuerbilanz und dem Buchwert in der Handelsbilanz resultieren, erfasst. Passive latente Steuern resultieren aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände liegen wie im Vorjahr alle Restlaufzeiten unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 13 TEUR (Vorjahr 10 TEUR).

Ausschüttungsgesperrte Beträge i. S. v. § 268 Abs. 8 HGB

Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich darauf entfallender passiver latenter Steuern beläuft sich der ausschüttungsgesperrte Betrag i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB auf 307 TEUR.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50 TEUR.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gratifikationen i.H.v. 848 TEUR (Vorjahr 994 TEUR) sowie weitere Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 setzen sich wie folgt zusammen (Vorjahresangaben im Klammern):

Restlaufzeiten
in TEUR (Vorjahr in TEUR) Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre Gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 0 0
Kreditinstituten (0) (0) (0) (0)
2. Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
(1) (0) (0) (1)
3.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 235 0 0 235
Leistungen (230) (0) (0) (230)
4.Verbindlichkeiten gegenüber 417 0 0 417
verbundenen Unternehmen (504) (0) (0) (504)
5.Sonstige Verbindlichkeiten 2.110 0 0 2.110
(1.967) (0) (0) (1.967)
Summe 2.762 0 0 2.762
(2.702) (0) (0) (2.702)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von 683 TEUR (Vj. 787 TEUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 26 TEUR (Vj. 5 TEUR) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 287 TEUR (Vj. 134 TEUR) sowie 130 TEUR aus Darlehen (Vj. 370 TEUR) gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

Latente Steuern

Aus der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 131. Der Bestand von TEUR 230 aus 2022 wurde im Berichtsjahr um TEUR 98 gemindert.

Bilanzgewinn

2023 2022
(in EUR) (in EUR)
Jahresüberschuss 290.332,36 164.483,79
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 517.998,96 353.515,17
Ausschüttung 0,00 0,00
Bilanzgewinn 808.331,32 517.998,96

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 83 TEUR (Vorjahr 145 TEUR), wovon 62 TEUR (Vorjahr 60 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen stammen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 102 TEUR (Vorjahr 107 TEUR), wovon 58 TEUR (Vorjahr 106 TEUR) auf Forderungsverluste entfallen.

Wesentliche Aufwendungen oder Erträge aus der Währungsumrechnung sind wie im Vorjahr nicht enthalten.

Sonstige Erläuterungs- und Angabepflichten

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 149 Mitarbeiter (Vorjahr 129 Mitarbeiter) beschäftigt. Die beschäftigten Mitarbeiter waren vorwiegend im Bereich der Beratung, Entwicklung und Support, aber auch innerhalb der Verwaltung sowie der internen IT tätig.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Absicherung einer Kreditlinie über 1 Mio. EUR der Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG, Heidelberg, besteht eine Globalabtretung von Forderungen an die Sparkasse Heidelberg.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zu einem wesentlichen Teil aus einem geschlossenen Mietverhältnis für die Geschäftsräume in Berlin. Das Mietverhältnis endet am 31. März 2027 und ist nicht vorher kündbar. Darüber hinaus bestehen weitere langfristige Mietverhältnisse in Bad Kreuznach und Heidelberg. Die aus diesen Verträgen resultierenden finanziellen Verpflichtungen inklusive der Miete für Büroeinrichtung betragen vom Berichtsjahr bis zu den jeweiligen Vertragsenden insgesamt 1.546 TEUR.

Beteiligungen, verbundene Unternehmen

Die Westernacher Solutions GmbH ist an folgenden Kapitalgesellschaften beteiligt:

Beteiligung 31.12.2023 Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Justin LegalTech GmbH, Bernau 100,0 0 2022: -178

Darüber hinaus ist die Gesellschaft mit einem Konsortialpartner an der Wesroc GbR, Berlin, beteiligt.

Konzernzugehörigkeit

Die Westernacher Solutions GmbH, Berlin, ist ein 100 % Tochterunternehmen der Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG, Heidelberg. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

Geschäftsführung

Es wurden nachfolgende Geschäftsführer bestellt:

Dr. Heiko Pfeffer-Orth, CEO

Tino Jezewski, COO

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da diese Angabe insgesamt im Konzernabschluss der Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG, Heidelberg, enthalten ist.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine nennenswerten Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

 

Berlin, den 15. Mai 2024

Tino Jezewski, Geschäftsführer

Dr. Heiko Pfeffer-Orth, Geschäftsführer

Anlagespiegel 31.12.2023

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.090.124,21 0,00 0,00 0,00 4.090.124,21
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 814.229,48 0,00 0,00 0,00 814.229,48
4.904.353,69 0,00 0,00 0,00 4.904.353,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.760,92 0,00 0,00 0,00 101.760,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 253.664,95 0,00 0,00 2.259,00 251.405,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.640,99 110.685,39 0,00 6.914,89 713.411,49
965.066,86 110.685,39 0,00 9.173,89 1.066.578,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 378.509,04 213.476,40 0,00 87.689,56 504.295,88
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 539.891,00 0,00 0,00 539.891,00
3. Beteiligungen 7.628,00 0,00 0,00 0,00 7.628,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 288.000,00 0,00 0,00 288.000,00
386.137,04 1.041.367,40 0,00 87.689,56 1.339.814,88
6.255.557,59 1.152.052,79 0,00 96.863,45 7.310.746,93
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.067.594,21 584.303,00 0,00 0,00 3.651.897,21
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 811.100,48 2.133,00 0,00 0,00 813.233,48
3.878.694,69 586.436,00 0,00 0,00 4.465.130,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.508,92 10.027,00 0.00 0.00 70.535.92
2. Technische Anlagen und Maschinen 253.504,95 0,00 0,00 2.258,00 251.246,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 431.324,03 87.242,39 0,00 6.913,89 511.652,53
745.337,90 97.269,39 0,00 9.171,89 833.435,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.624.032,59 683.705,39 0,00 9.171,89 5.298.566,09
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 438.227,00 1.022.530,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 996,00 3.129,00
439.223,00 1.025.659,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.225.00 41.252.00
2. Technische Anlagen und Maschinen 159,00 160,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.758,96 178.316,96
233.142,96 219.728,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 504.295,88 378.509,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 539.891,00 0,00
3. Beteiligungen 7.628,00 7.628,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 288.000,00 0,00
1.339.814,88 386.137,04
2.012.180,84 1.631.525,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Gesamtwirtschaftliche Situation / Branchensituation

Auch im Jahr 2023 herrschte in der IT-Branche eine anhaltend positive Stimmung. Im Geschäftsfeld der Westernacher Solutions konnte unter anderem durch gesetzliche und vor allem gesellschaftliche Veränderungen ein deutlicher Anstieg der Nachfrage verzeichnet werden. Die Investitionen von Unternehmen in IT-Systeme, Software und Qualitätssicherung werden auch in den kommenden Jahren stark zunehmen.

Neben Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter steht bei Unternehmen, Behörden und NPOs die digitale Transformation im Zentrum des Handelns. Insbesondere im Justizumfeld und den öffentlichen Bereichen werden Prozesse zunehmend auf eine elektronische Kommunikation und Datenspeicherung umgestellt. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) spielt eine immer größere Rolle in allen Kundensegmenten. Themen wie Sicherheit und Datenschutz bekommen zudem eine immer größere Gewichtung in der IT-Branche und spielen bei der Digitalisierung eine zentrale Rolle. Der Schutz von Daten rückt nicht nur bei den Nutzern und Kunden in das Zentrum des Bewusstseins, sondern auch bei gesetzlichen Regelungen (bspw. DSGVO).

Die Westernacher Solutions zielt auf diese Entwicklungen ab und bietet Produkte und Dienstleistungen an, die sich auf die innovative Nutzung von Informationstechnologien zur digitalen Transformation konzentrieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf IT-Lösungen mit erhöhten Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz, sowie der Automatisierung von Prozessabläufen und Datenprozessierung, insbesondere durch Einsatz von Kl-basierten Technologien. Neben dem konsequenten Ausbau der bisherigen Marktsegmente, Justiz & Notariat (eJustice) und Kirche & NPO, wird in den kommenden Jahren verstärkt der Bereich eGovernment die Geschäftstätigkeit des Unternehmens weiter diversifizieren.

2 Produkte und Dienstleistungen

Westernacher Solutions bietet Produkte und Dienstleistungen für Justiz, Kirche und Behörden in Europa an:

Produkte

NOAH: Fachanwendung für Notariate

ISIDOR: Informations-Management-System für kirchliche Organisationen

TellMe: Informations-Management-System für große und sehr große Organisationsstrukturen, wie beispielsweise Konzerne, Kirchen und Parteien

botterfly: Kl gestützter Chatbot zur Optimierung von Supportprozessen

FYDLOX: IT-Lösung zur automatisierten Archivierung von vertraulichen Nachrichten innerhalb der Justiz (EGVP/OSCI-Nachrichten)

sowie über das Tochterunternehmen Justin LegalTech GmbH die Software Justin Legal; eine Anwendung (SaaS Lösung) zur digitalen Mandantenannahme (Onboarding).

Dienstleistungen

Softwareentwicklung

DevOps

Fach- und Architekturberatung

Anforderungsmanagement

Projektmanagement

Qualitätssicherung

Support / Servicedesk

3 Wirtschaftsbericht

3.1 Steuerungsgrößen

Die wesentlichen Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern (EBT).

3.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Westernacher Solutions hat sich im Geschäftsjahr deutlich verbessert. Durch den im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahresüberschuss von 290 TEUR hat sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 auf 863 TEUR erhöht (Vorjahr 573 TEUR).

Damit konnte der wirtschaftliche Erfolg der Vorjahre fortgesetzt werden. Aufgrund der sehr positiven Entwicklung in den letzten Geschäftsjahren und den sehr guten Ertragsaussichten durch bestehende und langfristig ausgelegte Kundenverträge ist die Unternehmensfortführung auch langfristig gesichert. Gemäß aktueller Planung kann das Unternehmen in den kommenden Geschäftsjahren fortlaufend Jahresüberschüsse erzielen. Weitere Informationen zur Finanzierung und der Ertragslage sind in den nachfolgenden Kapiteln 3.3 und 3.4 dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen im Unternehmensverbund bestanden i.H.v. 417 TEUR. Darin enthalten ist ein mit einem Rangrücktritt versehenes Gesellschafterdarlehen (siehe hierzu Kapital 3.3).

Im Jahr 2023 hat die Westernacher Solutions GmbH erneut in erheblichem Umfang in das zukünftige Leistungsportfolio des Unternehmens investiert.

Im Mittelpunkt standen hierbei neben der konsequenten Weiterentwicklung der Fachanwendungen für Notariate (NOAH) und Kirchen (ISIDOR) der umfangreiche Ausbau des Geschäftsbereichs eJustice und Investitionen in die Konzeption und Entwicklung weiterer Produkte sowie der Aufbau des Geschäftsbereiches eGovernment. Darüber hinaus wurde mit FYDLOX eine neue LegalTech Anwendung zur Archivierung für OSCI Nachrichten von Anwälten (beA) und Notaren (beN) entwickelt. Zum Ende Geschäftsjahres hat die Westernacher Solutions sämtliche Anteile an der Justin LegalTech GmbH mit der Softwarelösung Justin Legal zur Unterstützung der Mandantenannahme (Onboarding) übernommen.

Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionstätigkeiten sollen zu einem stetigen Umsatzwachstum in den Folgejahren und einer weiteren Diversifikation der Geschäfts- und Kundenfelder im Unternehmen führen.

3.3 Finanzlage

Die Liquidität war im Geschäftsjahr zu keiner Zeit angespannt und die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Für gewährte Darlehen aus den Vorjahren wurde im Geschäftsjahr die Rückzahlung im geplanten Umfang fortgesetzt.

Die in den Jahren 2020 und 2021 vereinbarten Finanzierungen bestanden im Geschäftsjahr fort:

1.

Intercompany-Darlehen mit der Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG (Heidelberg) über 1.600 TEUR mit Fälligkeit bis zum 15.03.2025 mit einer monatlichen festen Rückzahlung ab 15.01.2021. Die offene Verbindlichkeit aus diesem Darlehen ist in Höhe von maximal 1.300 TEUR mit einem Rangrücktritt gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 InsO versehen. Im Geschäftsjahr konnte das Darlehen durch Tilgung auf 130 TEUR zum Bilanzstichtag reduziert werden.

2.

Intercompany-Kreditlinie mit der Dr. Westernacher & Partner Unternehmensberatung AG (Heidelberg) von bis zu 400 TEUR ohne Fälligkeit; im Geschäftsjahr musste hiervon kein Gebrauch gemacht werden. Diese Kreditlinie ersetzt den Kreditrahmen der Hausbank.

3.4 Ertragslage

Die Gesamtertragslage des Unternehmens war auch im Berichtssjahr sehr erfolgreich. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 lag zwar sehr geringfügig unter den Erwartungen der Geschäftsführung, aber das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte im geplanten Umfang erreicht werden. Die angestrebte Diversifikation auf verschiedene Geschäftsfelder und Kundensegmente konnte erfolgreich fortgesetzt werden.

Die Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 16,9 Mio. Euro (Vorjahr 15,3 Mio. Euro). Diese verteilen sich auf die einzelnen Geschäftsfelder wie folgt:

Geschäftsfeld Umsatz in Mio. EUR Umsatzanteil
Application Development 8,9 53%
Consulting 0,3 2%
Products 2,6 15%
Professional Services 0,8 5%
Operations & Support 4,0 24%
Others 0,3 1%
Summe 16,9 100%

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug im Geschäftsjahr +560 TEUR (Vorjahr +404 TEUR). Es konnte damit das angestrebte Jahresziel erreicht werden.

Darin enthalten sind die Abschreibungen auf die aktivierten, selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, welche sich mit 584 TEUR ergebnismindernd auswirken.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr auf 10.423 TEUR (Vorjahr 9.345 TEUR) gestiegen. Dies ist insbesondere durch einen Anstieg der Mitarbeiterzahl (+16%), Gehaltserhöhungen, höhere Mitarbeiterprämien und die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie zu begründen.

Durch in den vergangenen Jahren eingeleitete Maßnahmen im Unternehmen und durch neu abgeschlossene Verträge im Geschäftsjahr kann auch weiterhin von einer deutlich positiven Ertragslage (siehe Prognosebericht) ausgegangen werden.

4 Chancen- und Risikobericht

Aufgrund der immer höheren Bedeutung der Digitalisierung und Automatisierung besteht ein stetig wachsender Bedarf an anspruchsvoller Beratung und innovativen IT-Lösungen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Westernacher Solutions liegt auf der Entwicklung von Fachanwendungen für Auftraggeber aus den Bereichen der öffentlichen Verwaltung, der Justiz und kirchlichen Organisationen. Gerade in diesen Bereichen besteht auf der Seite bestehender und potenzieller Auftraggeber weiterhin ein erheblicher Druck zur Modernisierung und zur Investition in die Digitalisierung von Verfahren und Prozessen.

Die Westernacher Solutions adressiert diese Bedarfe durch das Angebot von innovativen Lösungen auf der Basis aktuellen, sicheren und zukunftsweisenden Prozess- und IT-Know- Hows. Um die langfristige Stabilität und Ausgewogenheit des Markt-Portfolios sicherzustellen, baut das Unternehmen strategisch seine Produktangebote aus. So wurde auch im Geschäftsjahr 2023 in die Weiterentwicklung der Produkte investiert.

Mit der Übernahme der Justin LegalTech GmbH zum Ende des Jahres 2023 erweitert die Westernacher Solutions ihr Portfolio an Softwareprodukten für die Justiz und die öffentliche Verwaltung. Das als SaaS Lösung vertriebene Produkt Justin Legal ermöglicht eine digitale Mandantenannahme, sowie Kl-basierte Analyse und Generierung relevanter Dokumente. Während der Fokus zunächst auf dem Einsatz in Kanzleien und Notariaten liegt, bietet das Produkt großes Potential für den Einsatz in anderen Wirtschaftszweigen, insbesondere bei Versicherungen, Finanzdienstleistern oder Kammerorganisationen, sowohl auf dem deutschen als auch dem internationalen Markt.

Auch nach der Übernahme sind weitere Investitionen in das Unternehmen notwendig, so dass den Chancen in Bezug auf Umsatz und Gewinn auch entsprechende Risiken entgegenstehen.

Mittels eines kennzahlengestützten Reportings werden mögliche Risikoindikatoren transparent an die entsprechenden Entscheidungsgremien gemeldet. Durch eine entsprechende Risikobewertung werden mögliche bestandsgefährdende Risiken identifiziert. Bedeutende Risikobereiche liegen in der Qualität der Dienstleistung im Projektgeschäft, im Feld der Compliance, beim Datenschutz und in der IT-Security. Darüber hinaus bestehen finanzwirtschaftliche Risiken, Produkt-Investitionsrisiken sowie der in der Branche vorhandene Fachkräftemangel. Das Unternehmen betreibt bei den wesentlichen Risiken aktive Risikosteuerungsmaßnahmen. Diese erfolgen durch Risikovermeidung bzw. -minderung im Rahmen von Versicherungen und durch Risikoüberwälzungsmaßnahmen an Dritte.

5 Sonstige Angaben

5.1 Umweltschutz

Die Westernacher Solutions setzt umweltschonende Technik und umweltschonendes Material ein. Sie hält ihre Mitarbeiter zu umweltgerechtem Verhalten, z.B. bei der Auswahl der Verkehrsmittel bei geschäftlicher Reisetätigkeit, an und bietet allen Mitarbeitern eine finanzielle Unterstützung bei der Nutzung des ÖPNV für die Fahrten zur Arbeit. Das Unternehmen hat nach anerkannten Standards die eigenen CO 2 Emissionen ermittelt und kompensiert. In den kommenden Geschäftsjahren wird eine kontinuierliche Reduzierung angestrebt. Die Westernacher Gruppe, inklusive der Westernacher Solutions GmbH, wurde nach dem international anerkannten PAS 2060 Standard zertifiziert.

5.2 Forschung, Entwicklung, Investitionen

Die Westernacher Solutions investiert laufend in die Ausbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies gilt sowohl für die fachliche Kompetenz im Bereich der Beratung als auch die technische und prozessuale Kompetenz im Bereich der Software-Entwicklung und der Qualitätssicherung. Bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde hierzu ein eigener Personalentwicklungsbereich im Unternehmen neu aufgebaut und personell besetzt. Hierüber werden aktiv Mitarbeitende über individuelle und unternehmensweite Weiterbildungsmaßnahmen fortgebildet. Darüber hinaus werden Möglichkeiten für ein Selbststudium durch Mitarbeitende bereitgestellt.

Ergänzend dazu lag auch in diesem Geschäftsjahr ein weiterer Schwerpunkt auf dem Aufbau entsprechender Kompetenzen in den Bereichen Datenschutz, IT-Security, künstlicher Intelligenz (KI), elektronischer Rechtsverkehr (ERV) und elektronischen Identitäten (elD)

5.3 Zweigniederlassungen

Die Westernacher Solutions unterhält keine selbständigen Zweigniederlassungen im Sinne der §§ 13 und 14 HGB.

5.4 Qualitätsmanagement, Informationssicherheit und Datenschutz

Das Unternehmen ist bereits seit vielen Jahren nach DIN EN ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagement zertifiziert. Diese Zertifizierung wurde im Geschäftsjahr erneut verlängert.

Gleiches gilt für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 27001:2017 für Informationssicherheit, die im Jahr 2022 erstmals attestiert und 2023 erfolgreich rezertifiziert wurde.

Mit beiden Zertifizierungen und dem etablierten Datenschutzbereich kommt das Unternehmen den selbst gesetzten und vom Markt geforderten Nachweisen zur Einhaltung von Standards nach und nimmt seine Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitern wahr. Die Disziplinen Informationssicherheit, Datenschutz und Qualitätsmanagement wurden in einem gemeinsamen Managementsystem zusammengeführt.

6 Prognosebericht

Die Umsatzplanung für das laufende Jahr sieht ein wachsendes Geschäft in allen Geschäftsfeldern vor. Die entsprechenden Umsätze sind größtenteils durch bereits bestehende Verträge und Budgetplanungen mit Bestandskunden gesichert.

Die Kostenstruktur im Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2023 erneut verbessert werden. Trotz gestiegenem Umsatz konnten dabei die Kosten insgesamt stabil gehalten werden.

Darüber hinaus investiert die Westernacher Solutions in den Ausbau und die Qualifizierung der Mitarbeiter.; insbesondere in den Tätigkeitsfeldern Entwicklung, DevOps, Beratung und Support. Dieser Aufbau versetzt das Unternehmen in die Lage, der bestehenden Auftragslage auch in der Zukunft gerecht zu werden.

Das Unternehmen wird den eingeschlagenen Weg der Fokussierung auf zielgruppenorientierte Lösungen fortführen. Durch die Bestrebungen der Vorjahre wurde die Wahrnehmung als Branchenspezialist für die Digitalisierung der Justiz weiter erhöht. Die Geschäftsführung wird die Ausrichtung des Unternehmens hin zu Märkten und Themen in den kommenden Geschäftsjahren stärker vorantreiben. Dazu wurden 2023 weitere strategische Investitionen in den Kompetenzaufbau in den Bereichen Digital Security, Elektronischer Rechtsverkehr (ERV), künstliche Intelligenz (KI) und elektronische Identitäten (elD) vorgenommen, die sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen werden. Durch eine weitere Diversifikation innerhalb der angestrebten Märkte wird zudem auch künftig die Abhängigkeit des Unternehmens von einzelnen Auftraggebern und Produkten weiter reduziert.

Zusätzliche Umsätze und die Stärkung der Wahrnehmung als Anbieter sicherer, innovativer und zukunftsorientierter IT-Lösungen auf dem Markt erwarteten das Unternehmen auch durch die in den Vorjahren begonnenen Entwicklungen weiterer Produkte. Hierzu zählen insbesondere Archivlösungen für die Anwälte und Notariate, sowie diverse auf Kl - insbesondere NLP - basierende Lösungen, wie beispielsweise ein Assistenz- und Knowledge- Managementsystem für Supportprozesse. Mit der Erweiterung des Portfolios um die Justin LegalTech GmbH wurde darüber hinaus ein weiter Grundstein für die zukünftige Diversifizierung der Westernacher Solutions GmbH und die Stellung im stark wachsenden LegalTech Markt gelegt.

Entsprechend allen vorgenannten Faktoren rechnet die Geschäftsführung für das kommende Jahr für das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg von mehr als 5%, einem deutlich positiven Ergebnis von mehr als 700 TEUR und anhaltend positiven Geschäftsergebnissen in den Folgejahren.

 

Berlin, den 15. Mai 2024

Dr. Heiko Pfeffer-Orth, Geschäftsführer

Tino Jezewski, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westernacher Solutions GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Westernacher Solutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westernacher Solutions GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 15. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Peter Schill, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Westernacher Solutions GmbH, Berlin, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 26. Juni 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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