ib prozessleittechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Waas seit 31.10.2025 | Prokura |
Kai Lenfert seit 14.9.2023 | Geschäftsführer |
Michael Walter seit 13.2.2023 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elektron Systeme und Komponenten GmbHWeißenoheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.20231. Grundlagen des Unternehmens Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen Die Gesellschaft firmiert unter Elektron Systeme und Komponenten GmbH mit Sitz in 91367 Weißenohe. Registriert ist das Unternehmen beim Amtsgericht Bamberg unter der Handelsregisternummer HRB 11110. Bis zum 19.12.2022 wurde die Geschäftstätigkeit des aktuellen Unternehmens durch die Elektron Systeme Komponenten GmbH & Co. KG betrieben. Die Gesellschaft wurde zu diesem Zeitpunkt vom damaligen Gesellschafter veräußert und wuchs in dem Zuge per 12.01.2023 auf die Elektron Systeme und Komponenten GmbH an. Der Sitz der Gesellschaft war vormals ebenso Weißenohe. Die Eintragung zur Anwachsung erfolgte am 12.01.2023. Seit dem 19.12.2022 ist das Unternehmen somit ein Tochterunternehmen der GBS Electronic Solutions GmbH (ehemals GRUNDIG Business Systems GmbH) mit Sitz in Bayreuth. Elektron Systeme ist ein Dienstleister für die Entwicklung und Bestückung von Leiterplatten sowie die Montage von elektronischen Komponenten. Neben der klassischen Bestückung werden die gesamten Beschaffungs- und Lagerungsprozesse für elektronische Komponenten und Bauteile angeboten. Die Wertschöpfungskette beinhaltet weiterhin Prüf- und Testverfahren. Der moderne Maschinenpark sichert die notwendige Flexibilität und deckt die hohen Qualitätsansprüche der Branche. Handelsrechtlich konnte der Jahresabschluss der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG per 31.12.2022 beschlossen werden. Die Elektron Systeme und Komponenten GmbH ist operativ im Sinne der beabsichtigten Geschäftstätigkeit ab dem 01.01.2023 tätig geworden. Die Vorjahreszahlen der GmbH per 31.12.2022 sind demnach nicht vergleichbar, weshalb im weiteren Verlauf an geeigneten Stellen Vergleichszahlen aus der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG herangezogen werden (benannt mit „KG“). Beschaffungsmärkte, Produktion und Logistik Die Beschaffung von Rohstoffen wird weitestgehend über Lieferanten aus Deutschland sowie teilweise aus dem asiatischen Bereich gedeckt. Der Beschaffungsprozess unterliegt einem permanenten Monitoring, sodass Beschaffungsrisiken i. d. R. frühzeitig erkannt werden und Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig vorgenommen werden können. Um Risiken zu minimieren, wird - wo möglich und von Elektron Systeme beeinflussbar - eine Mehr-Lieferanten-Strategie angewendet. Des Weiteren wird nach Möglichkeit auf langjährige, verlässliche Partner zurückgegriffen. Zudem sind - im Rahmen der Möglichkeiten - Sicherheitsbestände für kritische Bauteile, Halb- und Fertigerzeugnisse angelegt und Notfallpläne für Werkzeugverlagerungen abrufbar. Der Einkauf ist als eigenständige Abteilung organisiert und an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst. Die Herausforderungen der als „Bauteilkrise“ bekannt gewordenen Ära konnten im Berichtszeitraum teilweise abgebaut werden. Die Beschaffungsmärkte haben sich stabilisiert. Ziel von Elektron Systeme ist es, den Produktionsablauf flexibel in einer qualitativ hochwertigen Weise auf die sich verändernden Rahmenbedingungen, welche durch Kunden und Lieferanten entstehen, einzustellen. Als EMS-Dienstleister versteht sich das Unternehmen und deren Mitarbeiter als Servicelieferant für deren Kunden. Umwelt und Sicherheit Aufgrund der EU-Richtlinie 2011/65/EU zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen (RoHS 2) kann der gesamte Produktionsprozess bleifreies Löten sicherstellen. Des Weiteren wurden sämtliche verwendeten Bauteile und Komponenten auf die Verwendung evtl. gefährdender Stoffe untersucht und durch alternative Rohstoffe ersetzt (ausgenommen von der Umstellung ist der Teilbereich, in dem auf Kundenanforderungen im Rahmen der zulässigen Ausnahmeregelungen teilweise mit der hergebrachten Technologie gearbeitet wird). Hierbei wurden auch die Zulieferer verstärkt mit einbezogen, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Ziel ist eine permanente und kontinuierliche Emissionsreduzierung in sämtlichen Bereichen. Hierzu trägt auch die kontinuierliche Verbesserung im Qualitätswesen bei. Die Reduzierung von Schadstoffen und Emissionen im Produktionsprozess bedeutet ebenso eine Steigerung der Produktqualität, wie die Erreichung und Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Schadstoffvorgaben. In diesem Zusammenhang werden alle Voraussetzungen für die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) erfüllt. Ein weiteres Ziel ist die permanente Erhöhung der Arbeitssicherheit, welches durch verschiedene Programme mittels externer Schulungspartner, der Berufsgenossenschaft sowie Maßnahmen des gezielten Arbeitsschutzes erreicht wird. Die regelmäßige Aufklärung über sicheres Verhalten am Arbeitsplatz sorgt für mehr Sicherheit und reduziert die Unfallhäufigkeit nachhaltig. Forschung und Entwicklung Ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten liegt in der Entwicklung von Hardware für elektronische Baugruppen. Hier werden neue Projekte und Prozesse entwickelt und technologisch umgesetzt. Für die Umsetzung arbeitet das Unternehmen eng mit Partnerunternehmen zusammen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktentwicklung im Jahr 2023 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1%. Die angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen deutliche Auswirkungen auf das verarbeitende Gewerbe. In dem Sektor beträgt der Rückgang 2,0%, der im Wesentlichen von Unternehmen im Bereich der Energieversorgung verursacht war. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)) In der Industrie ist der sog. „Chipmangel“ inzwischen gelöst und die aufgelaufenen Bestellungen sind geliefert. Die Lagerbestände wurden in den zurückliegenden Jahren in der EMS-Branche deutlich erhöht. Trotz steigender Finanzierungskosten und leicht verbesserten Materialzuteilungen war in 2023 eine leichte jedoch nicht signifikante Trendwende in der Bauteilverfügbarkeit erkennbar. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im EMS-Bereich hat sich auftragsseitig im Jahr 2023 abgekühlt. Gestiegene Lager- und Finanzierungskosten legten den Fokus auf bestandsoptimierte Beschaffungen. Elektron Systeme konnte sich trotzdem mit Aufträgen bei neuen Kunden positionieren und ihre Marktposition als mittelständischer, hochflexibler und qualitätsbewusster EMS-Anbieter für kleinere und mittlere Stückzahlen ausbauen. 2. Geschäftsverlauf und Lage von Elektron Systeme im Geschäftsjahr 2023 Umsatz und Ergebnis Elektron Systeme weist für das Jahr 2023 Umsätze in Höhe von EUR 17,0 Mio. aus (Vorjahr: EUR 0 Mio.; EUR 15,5 Mio. in der KG), was bezogen auf die KG gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Erhöhung von 9,7% (EUR 1,5 Mio.) bedeutet. Die Umsatzentwicklung liegt aufgrund der leicht verbesserten Materialverfügbarkeit im Beschaffungsmarkt sowie der weiteren Gewinnung von Neukunden deutlich über dem Vorjahr. Wesentlich getrieben wurden die Umsätze auch von erhöhten Materialaufwendungen, welche an die Kunden weitergereicht werden konnten. Der Personalaufwand hat sich im Berichtszeitraum um TEUR 200 bezogen auf den Personalaufwand der KG (Vorjahr: EUR 0 Mio.; EUR 6,15 Mio. in der KG) auf EUR 6,35 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht. Verursacht wurden die Mehraufwendungen im Wesentlichen durch Anpassungen von Löhnen und Gehältern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellten sich bei EUR 1,71 Mio. ein. Im Jahresvergleich zur KG entspricht dies einer Steigerung von TEUR 130, welche hauptsächlich aus der Weiterverrechnung für Intercompany-Dienstleistungen entstanden sind. Im Rahmen einer in Auftrag gegebenen PPA (Purchase Price Allocation) sind - bedingt durch den Firmenverkauf im Jahr 2022 und der Anwachsung im Januar 2023 - stille Reserven und der Geschäfts- und Firmenwert im Berichtszeitraum identifiziert und aktiviert worden. Die hieraus entstehende Abschreibung beträgt für das Jahr 2023 TEUR 99. Weiterhin wurden stille Reserven im Umfang von TEUR 1.230 aktiviert und der AfA zugerechnet. Es handelt sich beim letztgenannten Punkt um einen Einmaleffekt. Das Jahresergebnis wurde durch die vorgenannten Faktoren um TEUR 1.329 belastet. Der Jahresfehlbetrag wird mit TEUR 382 ausgewiesen (VJ -TEUR 24; KG TEUR 259). Vermögens- und Kapitalstruktur sowie Liquiditätsausstattung Das Gesamtvermögen von Elektron Systeme beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 11.601 (VJ TEUR 7.712). Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um TEUR 3.889 (50,4%). Im Wesentlichen wurden die durch die Anwachsung transferierten Vorräte aktiviert. Per 31.12.2023 beläuft sich der Wert auf TEUR 3.021. Den substantiellen Teil bildet somit das Umlaufvermögen mit TEUR 7.101 (VJ TEUR 4.220). Die im Jahr 2023 getätigten Ersatz- und Erweiterungs-Investitionen wurden weitestgehend liquiditätsschonend geleast. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 380 (VJ: Eigenkapital TEUR 1). Durch die vorgenannten Abschreibungen aus der Aktivierung des Geschäfts- und Firmenwertes sowie der stillen Reserven i.H.v. TEUR 1.329 ist ein Jahresfehlbetrag entstanden, der zu einem negativen Eigenkapital führt. Bei der Bewertung des nicht gedeckten Fehlbetrags im Eigenkapital ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieser Sachverhalt durch einmalige Bewertungseffekte entstanden ist. Das um die Sondereffekte bereinigte Jahresergebnis beträgt TEUR 947. Das um die Sondereffekte bereinigte Eigenkapital beträgt demnach 8,2%. Durch die nachhaltige Ertragskraft des Unternehmens wird aus heutiger Sicht im Geschäftsjahr 2024 wieder ein positives Eigenkapital ausgewiesen werden können. Auch deshalb wurde der Jahresabschluss auf Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse) erstellt. Der Finanzmittelfonds umfasst die Forderungen sowie den Kassenbestand zum 31.12. des Berichtsjahres. In Abzug gebracht sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Finanzmittelfonds beträgt somit TEUR 846 (Vorjahr TEUR 2.544). Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist deutlich eingeschränkt, da die Effekte aus der Anwachsung die Kennzahl beeinflussen. Die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie Liquiditätsausstattung werden zusammenfassend als stabil und gegen überschaubare Störungen resistent eingestuft. Personal Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug der Personalstand 171 Mitarbeiter (Vorjahr: 0; KG: 170) und am Bilanzstichtag 166 Mitarbeiter. 3. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Chancenbericht Das EMS-Geschäft unterliegt der marktüblichen Volatilität und den teilweisen nicht kalkulierbaren Risiken der globalen Marktversorgung mit elektronischen Bauteilen. Insbesondere im Einkauf, aber auch in den Vertriebsabteilungen ergeben sich ressourcenmäßig hohe Aufwendungen, die nicht unmittelbar ertragswirksam kompensiert werden können. Trotzdem führten bereits gestartete vertriebliche Maßnahmen zu deutlich erkennbaren Erfolgen. Es konnten neue Kunden, insbesondere im Bereich der industriellen Steuerungs- und Regelungstechnologie gewonnen werden, die einen guten Umsatzbeitrag in den Folgejahren liefern werden. Insbesondere durch den Zusammenschluss mit der GBS Electronic Solutions GmbH ergeben sich weitreichende Synergieeffekte. Als eigenständiges Unternehmen, aber in einem größeren Unternehmensverbund, können durch konstruktive Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung von Best-Practice-Ansätzen Kundennutzen erhöht und Wettbewerbsvorteile geschaffen werden. Risikomanagement Als überwiegend national tätiges Unternehmen ist die Gesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Zinsänderungs-, Rohstoffpreisänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Diese Risiken werden aufgrund interner Kontrollen, zentral festgelegter Prozesse und einheitlicher Richtlinien minimiert. Risikomanagement bedeutet frühzeitiges Erkennen und sachgerechtes Abwägen von Chancen und Risiken als integraler Bestandteil unternehmerischen Handelns und aller geschäftlichen Entscheidungsprozesse. Faktoren, wie z. B. die Schnelligkeit und Flexibilität hinsichtlich Kundenanforderungen sowie die Erfüllung der regulatorischen Vorgaben und der Markterfordernisse, beeinflussen das Wachstum und den Erfolg wesentlich. Steigenden Kosten konnte Elektron Systeme durch eine regelmäßige Kostenkontrolle entgegenwirken. Aufgrund der monatlichen rollierenden Berichterstattung wird sichergestellt, dass Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können. Risikobericht Umfeld- und Branchenrisiken Die konjunkturelle Entwicklung im Hauptmarkt Deutschland hat im Berichtsjahr keine gravierenden Effekte auf das Unternehmen. Durch die Bestands- und Liquiditätsoptimierung lassen sich jedoch Verzögerungen bei der vertraglichen Verpflichtung zur mittelfristigen Abnahme von Baugruppen feststellen. Die Gesellschaft hat weitere Neukunden aufbauen und bestehende Kundenbeziehungen ausbauen können. Der Schwerpunkt der vertrieblichen Arbeit liegt hierbei in den Bereichen Steuerungs- und Regelungstechnik. Grundsätzlich sind die Kundenaufträge - wo möglich - durch Rahmenvereinbarungen und zeitliche Abrufaufträge planbar und mit einer gewissen Vorhersehbarkeit in die Zukunft abgesichert. Elektron Systeme unterliegt einem - in normalen Zeiten - moderaten Beschaffungsrisiko. Eingespielte Lieferketten und verlässliche Logistik-Prozesse sind Grundlage einer profitablen EMS-Dienstleistung. Die sich Anfang des Jahres 2023 abzeichnende Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt hat sich in dessen Verlauf weiter fortgesetzt. Elektron Systeme sichert weiterhin die Beschaffung durch ein sehr enges und intensives Lieferantenmanagement-Konzept ab und hat ein nachhaltiges Risiko-Management dafür installiert. Nach der sich entspannenden Lage mit Beginn des Jahres 2023 wird das weitere Risiko aus der Bauteilversorgung mit einer mittleren Gewichtung eingestuft. Finanzwirtschaftliche Risiken Währungsrisiken entstehen dort, wo Forderungen, Schulden und Zahlungsmittel in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Dies ist bei Elektron Systeme nur sehr eingeschränkt vorhanden. Beschaffungen werden nur zu einem geringen Anteil aus dem asiatischen Raum getätigt, Umsätze in Fremdwährung werden nicht realisiert. Zinsrisiken aufgrund der Wertänderung von Finanzinstrumenten bzw. aus Änderungen des Marktzinssatzes bei Vermögenswerten und Schulden sind, bedingt durch das niedrige Finanzierungsvolumen, gering. Ein Kreditrisiko besteht, wenn der Wert von Vermögenswerten beeinträchtigt werden könnte oder es zum Ausfall kommt. Elektron Systeme minimiert dieses Risiko durch den Abschluss einer Forderungsausfallversicherung mit einem weltweit tätigen Kreditversicherer. Die Ausfallversicherung erstreckt sich u.a. auch auf den Materialbestand. Des Weiteren werden Neukunden, bis ein Versicherungsschutz besteht, grundsätzlich nur gegen Vorauskasse beliefert. Das Kreditrisiko wird demnach als gering eingestuft. Sonstige Risiken Elektron Systeme agiert unter anderem in Märkten, in denen die Preise für Rohstoffe und Produkte unter Umständen starken Schwankungen unterliegen. Daher besteht ein Rohstoffpreisrisiko, welches einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben kann. Es liegt in der Verantwortung der Einkaufsabteilungen bzw. Materialbeschaffung, dieses Risiko zu reduzieren. Dies erfolgt im Rahmen von internen, zentral festgelegten Richtlinien, welche einer ständigen Überprüfung unterliegen. Bei längerfristigen Lieferverträgen wird eine Preisbindung eingesetzt, bei starker Abhängigkeit von Zulieferern werden alternative Bezugsquellen genutzt. Es besteht wegen unsicherer Perspektiven ein mittleres Risiko. Risikosituation durch den russischen Angriffs-Krieg in der Ukraine Elektron Systeme selbst hat keine Zulieferer oder Kunden in der Ukraine oder Russland. Staatliche Sanktionen gegen Russland haben Stand heute keine Auswirkungen auf das Tagesgeschäft von Elektron Systeme. Jedoch existiert mit diesem Krieg in Europa ein weiterer Störfaktor für die Beschaffungs- und Logistikketten, Auswirkungen daraus sind punktuell und lassen sich nicht exakt voraussagen. Ein weiteres mögliches Risiko kann durch die kriegerischen Handlungen abgeleiteten, preislich negativen Auswirkungen auf den Energiesektor entstehen. Elektron Systeme konnte sich jedoch als durchschnittlich mittelmäßig energieintensives Unternehmen einerseits und noch in 2023 gültigen, günstigen Energie-Belieferungsverträgen andererseits starken Kostensteigerungen entziehen. Risiken für den Fortbestand des Unternehmens sieht die Geschäftsführung nicht. 4. Ausblick und Prognose Der Mietvertrag der Gesellschaft für das Werksgelände in Weißenohe wurde Ende 2022 neu verfasst und für fünf Jahre abgeschlossen. Die Geschäftsräume in Igensdorf sind ebenfalls gemietet. Der Mietvertrag verlängert sich ohne entsprechende Kündigung automatisch jeweils um ein Jahr. Durch die langfristigen Mietverträge besteht für die Zukunft eine gute Planungssicherheit für die Produktionsstandorte. Darüber hinaus plant die Gesellschaft, den qualitativen und quantitativen weiteren Ausbau des EMS-Geschäftes voranzubringen und durch die Gewinnung von neuen Kunden - soweit dies in der momentanen Situation möglich ist -, bzw. den Ausbau der bestehenden Kunden und das Angebot von attraktiven Dienstleistungen diesen Bereich stabil und zukunftsorientiert auszubauen. Im Jahr 2023 wurde eine neue Bestückungslinie in Betrieb genommen. Hierdurch konnten die Fertigungskapazitäten spürbar ausgebaut werden, womit dem bisherig guten Auftragseingang Rechnung getragen werden konnte. Weitere Investitionen im Umfang von TEUR 118 wurden im Wesentlichen für die Bereiche Digitalisierung und Erneuerung von Produktionsequipment getätigt. Zur Nutzung von Wettbewerbsvorteilen und Absicherung des Produktionsstandortes sind auch für die Zukunft weitere zielgerichtete Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen geplant. Insb. im Hinblick auf den deutschen Produktionsstandort müssen hier Synergien aus sinnvoller Automatisierung und Digitalisierung von Arbeitsabläufen zur Sicherstellung höchster Qualität und Flexibilität geschaffen werden. Der Umsatz des Jahres 2024 wird auf Basis der Budget-Planung mit einer Steigerung um ca. 15% zum Jahr 2023 prognostiziert. Bezogen auf das operative Ergebnis wird ein Wert im gleichen Verhältnis zur Entwicklung des Umsatzes erwartet. Für die folgenden Jahre - unter der Voraussetzung einer dann wiederkehrenden konjunkturellen und gesamtwirtschaftlichen Erholung und insbesondere Stabilität - sieht die Geschäftsführung ebenso eine weiterhin positive Gesamtentwicklung. Insgesamt sind Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, weder für den Berichtszeitraum noch für die überschaubare Zukunft, insbesondere für das nächste Geschäftsjahr, erkennbar.
Weißenohe, den 25.07.2024 Roland Hollstein Rainer Malzer Kai Lenfert BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden nach den steuerrechtlichen Regelungen abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten) angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert bewertet. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Gewährleistungsrückstellung wurde auf gleicher Berechnungsbasis wie in den Vorjahren bei der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG durchgeführt, ist nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen geschätzt und beträgt 0,5% der Umsatzerlöse. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern wurden nach der Nettomethode ermittelt. Im Fall eines Aktivüberhangs wurde vom Ansatzwahlrecht in der Form Gebrauch gemacht, dass kein Ansatz erfolgt. Passive latente Steuerüberhänge wurden - soweit vorhanden - unter Beachtung der Wesentlichkeit bilanziert. Die Bewertung erfolgte in diesen Fällen mit dem künftig geltenden Steuersatz. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Schlussbilanzwerte der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG sind durch Anwachsung auf die Elektron Systeme und Komponenten GmbH übergegangen. Beim Jahresabschluss der GmbH wurden die bisher bei der GmbH & Co. KG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr - Jahresabschluss der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG - fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Planmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert Durch den Austritt der elsysko Beteiligungs-GmbH (Komplementär-GmbH) aus der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG sind die Vermögensgegenstände und Schulden der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG auf die letztverbleibende Gesellschafterin, die Elektron Systeme und Komponenten GmbH, übergegangen. Die Anteile der Elektron Systeme und Komponenten GmbH an der Elektron Systeme und Komponenten GmbH & Co. KG sind infolgedessen untergegangen. Der Buchwert der untergehenden Anteile stellt hierbei die Anschaffungskosten für die übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden dar. Da die Anschaffungskosten die Zeitwerte der einzelnen übernommenen Vermögensgegenstände abzüglich der Zeitwerte der einzelnen Schulden übersteigen, wurde der positive Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Für den entgeltlich erworbenen Firmenwert wird eine handelsrechtliche Abschreibungsdauer von 15 Jahren angenommen. Der Firmenwert setzt sich vor allem aus bilanzierungsfähigen Vermögensgegenständen bzw. nicht bilanzierungsfähigen rein wirtschaftlichen Vorteilen (bspw. dem Mitarbeiter- stamm oder Kundenbeziehungen) sowie dem Differenzbetrag aus den beizulegenden Zeitwerten der angesetzten Vermögensgegenstände des Unternehmens und deren fiktiven Werten bei unterstellter unbestimmter Nutzungsdauer zusammen (Going-Concern-Komponente). Aufgrund der auskunftsgemäß geringen Fluktuationsraten der Mitarbeiter und der hohen Kundenbindung und -loyalität - z. T. bestehen Geschäftsbeziehungen schon seit 15 Jahren oder länger - ist ein Ansatz der Abschreibungsdauer des Firmenwertes mit 15 Jahren vertretbar. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeitenspiegel
* Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Sonstigen Verbindlichkeiten verbunden: 1) Sicherungsübereignung Inventar, Warenlager, Abtretung von Forderungen 2) Sicherungsübereignung Maschinen Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Latente Steuern Die bilanzierten latenten Steuern betragen am Ende des Geschäftsjahres 0,00 Euro. Aufgrund des Überhangs aktiver latenter Steuern wurde von dem Ansatzwahlrecht in der Form Gebrauch gemacht, dass kein Ansatz erfolgt.
Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Bewertungsunterschieden bei den sonstigen Rückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen. Die passiven latenten Steuern beruhen auf Bewertungsunterschieden bei dem Geschäfts- oder Firmenwert. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.549.796,85 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betragen insgesamt 16.966.905,49 Euro. In den Erlösen aus Lieferungen und Leistungen sind Erlöse an die Schwestergesellschaft ib prozessleittechnik GmbH in Höhe von 589.900,67 Euro und an die Gesellschafterin GBS Electronic Solutions GmbH in Höhe von 5.088,48 Euro enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 150.128,59 Euro setzen sich aus verrechneten sonstigen Sachbezügen in Höhe von 57.434,71 Euro, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 41.606,93 Euro, Erträgen aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 37.250,00 Euro, Versicherungsentschädigungen in Höhe von 7.093,39 Euro, sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 4.093,76 Euro, Erträgen aus der Verbuchung von verjährten Rechnungen in Höhe von 2.608,00 Euro sowie Erträgen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 41,80 Euro zusammen. Der Materialaufwand beträgt insgesamt 7.467.362,54 Euro. Im Materialaufwand sind Fremdleistungen in Höhe von 261.625,72 Euro und Kosten für Fremdarbeitnehmer in Höhe von 252.415,07 Euro enthalten. Gegenläufig wirken erhaltene Skonti in Höhe von 3.233,28 Euro. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt 6.347.407,07 Euro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 5.153.115,65 Euro und auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von 1.194.291,42 Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 1.705.465,30 Euro. Die größten Aufwandspositionen betreffen die Bereiche Raumkosten in Höhe von 444.944,24 Euro, Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 337.148,68 Euro, Fahrzeugkosten in Höhe von 121.503,71 Euro sowie verschiedene betriebliche Kosten in Höhe von 642.064,01 Euro. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen insgesamt 343.822,61 Euro. In diesen Zinsen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 203.017,54 Euro und Zinsen zur Finanzierung von Anlagevermögen in Höhe von 117.509,23 Euro enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Weißenohe, den 25.07.2024 Roland Hollstein Rainer Malzer Kai Lenfert sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Weißenohe, den 25.07.2024 gezeichnet Roland Hollstein Rainer Malzer Kai Lenfert Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 05.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elektron Systeme und Komponenten GmbH, Weißenohe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Elektron Systeme und Komponenten GmbH, Weißenohe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elektron Systeme und Komponenten GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 22. Oktober 2024 KPMG AG Rüdiger Herr, Wirtschaftsprüfer Thomas Eberle, Wirtschaftsprüfer |
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