Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 76059
Eingetragen
9.4.1985
Branche
Herstellung von Körperpflegemitteln und DuftstoffenGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnEinzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Mitteln und Gegenständen zur Körper- und Schönheitspflege

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cheryl Monroe
seit 13.6.2019
Geschäftsführer
Tara Eustace
seit 19.4.2013
Geschäftsführer
Elke Kopp
seit 5.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mary Kay Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mary Kay Inc.
United States
1500000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mary Kay Cosmetics GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Mary Kay Cosmetics GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Mary Kay Inc., Dallas, Texas, USA, die in den USA zu den führenden Unternehmen in der Kosmetikbranche gehört.

Die Mary Kay Cosmetics GmbH vertreibt auf dem deutschen Markt Produkte der Körper- und Schönheitspflege. Dabei reicht die Angebotspalette der Gesellschaft von pflegender Kosmetik über dekorative Kosmetik zu Artikeln der Körperpflege, Duftboutique, Herrenkosmetik und Sonnenschutz-Artikeln.

Bei diesen Artikeln handelt es sich fast ausschließlich um Erzeugnisse der Muttergesellschaft Mary Kay Inc. Der Absatz erfolgt durch Direktvertrieb über ein Netz von selbständigen Vertragspartnern, den sog. "Mary Kay Schönheits-Consultants". Die Anzahl der Schönheits-Consultants beeinflusst wesentlich die Umsatzentwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf 2022

Das Bruttosozialprodukt ist 2022 gegenüber dem Vorjahr real um 1,8% gestiegen. Der private Konsum ist preisbereinigt um 3,4% gestiegen.

Die durchschnittliche Anzahl an Schönheits-Consultants im Geschäftsjahr 2022 konnte um 1,9% auf durchschnittlich 67.006 (Vorjahr: 65.772) gesteigert werden. Damit wurde die Prognose aus dem Vorjahr (7,0%) um 5,1% verfehlt. Dies lag in erster Linie an einer geringeren Anwerberate. Für die Märkte Deutschland, die Niederlande und die Schweiz ergibt sich insgesamt eine Brutto-Umsatzminderung von 18,3%. Damit wurde die Prognose aus dem Vorjahr (Brutto-Umsatzsteigerung um 6,9%) um 25,2% verfehlt. Das lag in erster Linie an einer geringeren Produktivität pro Schönheits-Consultant von 20,1%. In Deutschland sank der Brutto-Umsatz um 19,6%, in der Schweiz um 5,5% und in den Niederlanden um 0,9%.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Zu Steuerungszwecken verwendet das Unternehmen den Umsatz als finanziellen Leistungsindikator sowie die Anzahl an Schönheits-Consultants als nicht finanziellen Leistungsindikator.

Die Mary Kay Cosmetics GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.939 (Vorjahr T€ 7.085) erzielt.

Weitere Kennzahlen entwickelten sich wie folgt:

2022 2021 Veränderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 73.073 100% 85.365 100% -12.292 -14,4%
Betriebsergebnis inkl. Neutrales Ergebnis 4.428 6,1% 10.596 12,4% -6.168 -58,2%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.428 6,1% 10.596 12,4% -6.168 -58,2%
Jahresüberschuss 2.939 4,0% 7.085 8,3% -4.146 -58,5%

Die Umsatzerlöse (T€ 73.073, VJ: T€ 85.365) sind auf eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Produktivität pro Schönheits-Consultant von 21,9% zurückzuführen.

Der Materialaufwand (T€ 20.241) ist aufgrund höherer Einkaufspreise prozentual zum Umsatz gestiegen. (Vorjahr: T€ 22.144). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr in erster Linie aufgrund von geringeren Bonuszahlungen gesunken (T€ 6.391; Vorjahr: T€ 6.617). Die Abschreibungen (T€ 171; Vorjahr: T€ 216) sind durch einen Rückgang bei den Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände gekennzeichnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 42.205; Vorjahr: T€ 46.134) sind im Verhältnis zum Umsatz leicht überproportional (58% in 2022 vs. 54% in 2021) gestiegen, da das Unternehmen höhere Kostenweiterbelastungen für IT-Dienstleistungen vom Mutterkonzern erhalten hat.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist gegenüber 2021 eine Erhöhung um T€ 212 auf T€ 555 (Vorjahr: T€ 343) zu verzeichnen. Das liegt zum großen Teil an höheren Einnahmen aus Anmeldegebühren für Verkaufsveranstaltungen.

Die Vermögens- und Finanzlage ist durch eine Senkung der Bilanzsumme von T€ 24.894 auf T€ 20.935 gekennzeichnet. Auf der Aktivseite sank das Anlagevermögen (T€ 276 Vorjahr: T€ 393) aufgrund von planmäßigen Abschreibungen. Im Umlaufvermögen (T€ 20.169 Vorjahr: T€ 24.316) verminderten sich die Guthaben bei den Banken aufgrund von Zahlungen an 2 emeritierte Nationale Verkaufsdirektorinnen, die Anerkennungszahlungen im Wert von 2,4 Mio. Euro erhalten haben. Des Weiteren wurden höhere Steuervorauszahlungen in 2022 geleistet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich auf T€ 490 (Vorjahr: T€ 184) aufgrund gestiegener geleisteter Vorauszahlungen für Veranstaltungen.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital von T€ 10.190 auf T€ 13.128. Die Eigenkapitalmehrung beruht auf dem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.939. Die Eigenkaptalquote erhöhte sich von 41,0% in 2021 auf 62,7% in 2022. Die Rückstellungen (T€ 2.868; Vorjahr: T€ 6.952) verringerten sich aufgrund von geringeren Steuerrückstellungen und geringeren Rückstellungen für Anerkennungsprämien für Nationale Verkaufsdirektorinnen. Die Verbindlichkeiten (T€ 4.912; Vorjahr: T€ 6.884) sanken aufgrund niedrigerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten sank von T€ 869 auf T€ 27 wegen niedrigerer abzugrenzender Umsatzerlöse.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wir erwarten in 2023 eine Brutto-Umsatzsteigerung von 14,7% bei einem Schönheits-Consultant Wachstum von 15,1%. Bis einschließlich März ging das Bruttoumsatz-Wachstum verglichen zum Vorjahr um 6,2% zurück. Allerdings gehen wir davon aus, dass sich das Umsatzwachstum im Laufe des Jahres wieder erhöhen wird. Das liegt daran, dass wir unsere Anzahl an Schönheits-Consultants in Q1 2023 um 5.290 Consultants erhöhen konnten und wir davon ausgehen, dass der Trend weiterhin positiv verlaufen wird.

Insgesamt erwarten wir für 2023 eine Steigerung beim operativem Ergebnis in Höhe von 24,4%.

2. Chancen

Durch die Bildung einer Rangordnung werden die Chancen und Risiken entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele.

In gezielten Rekrutierungsmaßnahmen und Reaktivierungsmaßnahmen sehen wir die größte Chance unsere Ziele zu erreichen. Als zweit wichtigsten Faktor sehen wir die Einführung von attraktiven neuen Produkten und das Offerieren attraktiver Produktangebote. Der intensive Fokus auf die Optimierung unserer Trainings wird als dritt größte Chance wahrgenommen. Mit Hilfe von gezielten PR-Maßnahmen und der Nutzung von Social Media Plattformen möchten wir den Markennamen Mary Kay stärken und die Markenbekanntheit erhöhen. Aufgrund der starken Konkurrenzsituation im Bereich PR und Werbung betrachten wir diese Chance allerdings als die Geringste.

3. Risiken

Das zweigleisige Marketingkonzept unserer Gesellschaft gliedert sich in Unternehmensführung und selbständige Vertragshändler, die Mary Kay-Produkte verkaufen.

Im Bereich der Unternehmensführung haben wir Risiken systematisch identifiziert. Geopolitische Konflikte und damit einhergehende Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in den Ländern Deutschland, der Niederlande und der Schweiz haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Geschäftsmodel. Die wichtigsten Risikokategorien, die unser Geschäft nachhaltig beeinflussen können, sind:

Makroökonomische Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sind vor dem Hintergrund des Ukrainekonflikts und der daraus resultierende makroökonomischen Entwicklungen nicht zu vernachlässigen. Gestiegene Preise, Energie- und Lieferengpässe bedrohen den Wohlstand unserer Gesellschaft. So ist es möglich, dass Firmen in den Konkurs gehen und folglich Arbeitsplätze abgebaut werden. Für den Fall, dass sich der Konsum aufgrund einer gestiegenen Arbeitslosenquote spürbar eintrübt, sind wir zwar gerüstet, da unser Vertriebsmodell die Chance offeriert einer selbstständigen Tätigkeit nachzugehen. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit kann das zu steigenden Anwerbungen führen. Allerdings halten viele Konsumenten ihr Geld zurück, was den Verkauf von Produkten erschwert. Dies haben wir im Jahr 2022 zu spüren bekommen, als unsere Produktivität signifikant gesunken ist.

Betriebliche und finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen des operativen Geschäftes unterliegen wir unwesentlichen Währungsrisiko, da wir die Produkte in Euro einkaufen. Wir nutzen das umfassende Know-how von Spezialdienstleistern, um unseren Kunden Effizienz und bestmöglichen Service zu bieten. Der kurzfristige Ausfall sowie Nachlässe in der Qualität der Dienstleistungen können unsere Ertragskraft beeinträchtigen. Zur Begegnung dieses Risikos wurde mit den wesentlichen Vertragspartnern ein Kontrollsystem aufgesetzt, das regelmäßige Statusberichte an die Geschäftsführung beider Vertragspartner sowie die Auswahl und Schulung von qualifiziertem Personal beinhaltet.

Umfeldrisiken

Das politische, rechtliche und gesellschaftliche Umfeld ist beständig in Veränderung begriffen und hinsichtlich seiner Beständigkeit ein wesentlicher Risikofaktor, insbesondere auch in unserem Geschäftsfeld, dem Direktvertrieb. Wir versuchen mit Sachkenntnis bei unseren Entscheidungen stabile Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Akzeptanz für unsere Produkte und unseren Marketingplan sicherzustellen, was teilweise durch die sich verändernden Umfeldbedingungen erschwert wird.

Marktrisiken

Wie jedes am freien Markt operierende Unternehmen ist auch Mary Kay Cosmetics GmbH den allgemeinen Marktrisiken sowie den branchen- und direktvertriebsspezifischen Risiken ausgesetzt. Dabei spielen insbesondere steigende Lebenshaltungskosten, eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage sowie die enorme Bandbreite an Kosmetikprodukten, die über Ladengeschäfte, das Internet oder auch Konkurrenz-Direktvertriebsfirmen am Markt angeboten werden, eine wesentliche Rolle.

Makroökonomische Risiken stellen das größte Risiko dar. Da ein großer Teil unserer Kosten variabel ist, können wir selbst bei stärkeren Umsatzeinbußen über Monate kostendeckend arbeiten. Sollte sich die Wirtschafts- oder Finanzlage allerdings weiter verschärfen und es zu einer globalen Finanz- oder gar Weltwirtschaftskrise kommen, ist natürlich auch unser Unternehmen bezüglich seiner Existenz bedroht. Wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Finanz- oder Vermögenssituation sehen wir derzeit nicht. Die Zahlungsfähigkeit in den nächsten zwölf Monaten wird aufgrund der vorhandenen Liquidität und den geplanten Ergebnissen jederzeit gegeben sein.

Betriebliche und finanzwirtschaftliche Risiken stellen das zweitgrößte Risiko dar, da Qualitätsprobleme zu deutlichen Umsatzeinbußen führen können.

Umfeldrisiken sind nicht zu vernachlässigen und stellen aus unserer Sicht das dritthöchste Risiko dar. Da wir ausschließlich mit selbständigen Vertriebspartnern zusammenarbeiten haben Gesetzesänderungen im Bereich der Selbständigkeit größere Auswirkungen auf die Attraktivität unseres Marketingplanes.

Marktrisiken stellen aktuell aus unserer Sicht das geringste Risiko dar. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken zum einen mit einem sehr attraktiven Marketingplan und leichten Einstiegskriterien für Consultants, zum anderen mit der Ausarbeitung weiterführender Programme. Zusätzlich sichern wir unsere Wettbewerbsposition im Bereich des Direktvertriebes durch offensive Absatzstrategien und konsequentes Kostenmanagement. Insofern erwarten wir trotz sich verändernden Wettbewerbs keine Nachteile für unser Geschäft.

 

München, den 10. Juli 2023

Mary Kay Cosmetics GmbH

Die Geschäftsführung

Tara Eustace

Cheryl Monroe

Elke Kopp

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 23.767
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.491 369.572
276.491 393.339
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 10.755.957 9.535.235
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84.703 140.388
2. Sonstige Vermögensgegenstände 605.702 587.952
690.405 728.340
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.722.246 14.052.663
20.168.608 24.316.238
C. Rechnungsabgrenzungsposten 490.131 184.204
20.935.231 24.893.782

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 766.938 766.938
II. Gewinnvortrag 9.422.584 2.337.493
III. Jahresüberschuss 2.938.959 7.085.090
13.128.481 10.189.521
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.522.524 3.397.515
2. Sonstige Rückstellungen 1.345.544 3.554.097
2.868.068 6.951.612
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.569 621.658
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.253.618 2.065.211
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.559.689 4.196.993
(davon aus Steuern € 833.634 ; Vorjahr € 1.078.991)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4.012; Vorjahr € 3.400) 4.911.876 6.883.862
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.806 868.787
20.935.231 24.893.782

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 73.073.017 85.364.752
2. Sonstige betriebliche Erträge 554.924 343.108
73.627.941 85.707.860
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -20.241.255 -22.144.419
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.446.202 -5.713.407
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -944.537 -903.819
(davon für Altersversorgung € 0; Vorjahr € 0)
-6.390.739 -6.617.226
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -171.232 -216.333
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -42.405.526 -46.133.565
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.264 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.489.494 -3.511.227
9. Ergebnis nach Steuern 2.938.959 7.085.090
10. Jahresüberschuss 2.938.959 7.085.090

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Mary Kay Cosmetics GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg. Nr.: 76059). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter der Berücksichtigung des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über eine Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwendungen erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Vermögen der Gesellschaft aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungswerten unter Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahrens FIFO unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen des Bilanzstichtages bewertet. Zur Abdeckung von Risiken wegen Ungängigkeit wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen und alle Forderungen älter als 90 Tage werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 10 % auf Forderungen, die älter als 30 Tage, jedoch nicht älter als 90 Tage sind, gebildet. Die Forderungen über 90 Tage werden voll abgeschrieben.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Erfüllungsbeträgen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt entsprechend dem Zeitpunkt der Leistungserbringung an die unmittelbaren Vertragspartner.

III. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Diese Position enthält im Wesentlichen Prämien (T€ 472; Vorjahr T€ 493).

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position betrifft hauptsächlich im Jahr 2022 geleistete Vorauszahlungen für Veranstaltungen (T€ 254; Vorjahr T€ 30) und das Autoprogramm (T€ 92; Vorjahr T€ 83).

5. Eigenkapital

Die Anteile am Stammkapital der Gesellschaft wurden zum Bilanzstichtag von der Mary Kay Inc., Dallas, Texas, USA, gehalten. Das Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert € 766.938 (DM 1.500.000). Eine Umstellung des Betrages auf Euro ist bisher nicht erfolgt.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 498; Vorjahr T€ 1.032) und Preisverleihungen (T€ 338; Vorjahr T€ 632).

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

8. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen den Verrechnungssaldo aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

9. Sonstige Verbindlichkeiten

Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Schönheits-Consultants aus Verkaufsprovisionen (T€ 2.212; Vorjahr T€ 2.778), Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer (T€ 700; Vorjahr T€ 960) und einer Mietverbindlichkeit (T€ 262; Vorjahr T€ 336).

10. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten betrifft im Jahr 2022 erhaltene Vorauszahlungen für im Jahr 2023 zu realisierende Umsatzerlöse (T€ 27; Vorjahr T€ 869).

11. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen im Inland. Die Umsatzerlöse werden vollständig aus dem Verkauf von Produkten erzielt.

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Zuzahlungen der Consultants zum Autoprogramm (T€ 274; Vorjahr T€ 254). Wesentliche periodenfremde Erträge liegen im Geschäftsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht vor. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 166 (Vorjahr T€ 23) enthalten.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten beinhaltet hauptsächlich Aufwendungen für Verkaufsprovisionen (T€ 18.922; Vorjahr T€ 23.976), Seminar- und Konferenzkosten (T€ 2.637; Vorjahr T€ 1.735), Werbungs- und Verkaufsförderungskosten (T€ 2.955; Vorjahr T€ 3.261), Versandkosten (T€ 2.646; Vorjahr T€ 2.888), Kostenweiterbelastungen (T€ 7.697; Vorjahr T€ 5.735) und Aufwendungen für Logistikleistungen (T€ 2.937; Vorjahr T€ 2.940). Ebenso sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 459 (Vorjahr T€ 345) enthalten.

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich in erster Linie um Aufwendungen für das Jahr 2022.

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer und Mitarbeiter

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022 die folgenden Personen bestellt:

 

Elke Kopp, General Manager Mary Kay Cosmetics GmbH, Olching

 

Tara Eustace, Region President Europe, Addison, Texas, USA

 

Cheryl Monroe, Vice President Corporate Accounting & Treasury Mary Kay Inc., Addison, Texas, USA

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft stets einzeln.

Die Gesellschaft hat gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet, da lediglich ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr Bezüge von der Gesellschaft erhielt.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 78 Angestellte und 2 Aushilfen (Vorjahr: 77 Angestellte und 2 Aushilfen).

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2022 bestanden aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen folgende nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

Fällig im Geschäftsjahr 2023: T€ 2.476
Fällig im Geschäftsjahr 2024: T€ 1.728
Fällig in den Geschäftsjahren 2025 bis 2027: T€ 1.371
Gesamt: T€ 5.575

Die Gesellschaft hat am 26.10.2016 einen neuen Mietvertrag unterschrieben. Der Mietvertrag läuft vom 01.06.2017 bis zum 31.05.2027. Hieraus entstehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.386. Einen weiteren Teil der finanziellen Verpflichtungen bildet der Vertrag mit dem Logistik-Dienstleister 4PX, Tschechien, der bis zum 31.07.2024 läuft. Die sich daraus ergebende finanzielle Verpflichtung beträgt T€ 2.535 Die übrigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.051 betreffen Verpflichtungen aus den laufenden PKW-Leasingverträgen.

Bei der Deutschen Bank AG bestehen Avale in einer Gesamthöhe von T€ 99, bei der ING Bank (Niederlande) in einer Gesamthöhe von T€ 30 und bei der Schweizerischen Nationalbank in einer Gesamthöhe von T€ 3, die als Festgelder angelegt sind und wie in den Vorjahren unter Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen werden. Außerdem sind T€ 23 als Deposit bei der Eidgenössischen Zollverwaltung hinterlegt.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr

Das Honorar des Abschlussprüfers betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen; es beläuft sich auf T€ 45.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Es haben keine Ereignisse staatgefunden, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

5. Mutterunternehmen/Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen der Mary Kay Inc. in den Konzernabschluss der Mary Kay Holding Corporation, Dallas, Texas, USA, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens in Delaware, USA erhältlich.

 

München, den 10. Juli 2023

Mary Kay Cosmetics GmbH

Die Geschäftsführung

Tara Eustace

Cheryl Monroe

Elke Kopp

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.042.067 0 0 8.042.067
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.112.835 139.950 148.154 1.104.631
9.154.902 139.950 148.154 9.146.698
Abschreibungen
Stand am 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.018.300 23.767 0 8.042.067
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 743.263 112.228 27.351 828.140
8.761.563 135.995 27.351 8.870.207
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 23.767
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.491 369.572
276.491 393.339

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mary Kay Cosmetics GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mary Kay Cosmetics GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mary Kay Cosmetics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Juli 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ralph Jakobi, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 11. Juli 2023 festgestellt.

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