Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 20260
Eingetragen
29.11.2004
Branche
Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb einschließlich Export und Import von gußeisernen Formstücken, Hydranten, Armaturen und Kundenguß.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Pohl
seit 24.2.2025
Prokura
Friedrich Greiser
seit 24.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
vonRoll hydro agCHE
94.00%
meloxa agCHE
6.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VEM Holding GmbH
Germany
25.000 €
1.25%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Keulahütte GmbH

Krauschwitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Verzeichnis der Anlagen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Der nachstehende Bestätigungsvermerk vom 19. August 2024 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und nicht auf den verkürzt offengelegten Jahresabschluss.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30. November 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.752,00 70
II. Sachanlagen 3.566.761,40 3.067
III. Finanzanlagen 1,00 175
3.636.514,40 3.312
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 8.913.222,27 12.332
II. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 4.258.305,52 3.456
• Forderungen gegen verbundene Unternehmen 143.155,91 (566)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 535.668,48 1.225
13.707.196,27 17.013
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.510,59 18
17.373.221,26 20.343

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000
II. Kapitalrücklage 16.200.652,16 16.201
III. Verlustvortrag -16.009.791,55 -16.590
IV. Jahresergebnis -1.072.941,29 580
1.117.919,32 2.191
B. Rückstellungen 1.880.305,92 2.131
C. Verbindlichkeiten 14.374.996,02 16.021
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 10.440.842,00 (i.V. T€ 9.674)
• Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.654.181,19 (5.654)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 826.574,00 (i.V. T€ 315)
17.373.221,26 20.343

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€
1. Rohergebnis 12.606.208,66 13.365
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.489.267,53 6.498
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.304.665,93 7.793.933,46 1.342
- davon für Altersversorgung € -60.773,00 (T€ -32)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 687.174,89 516
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.573.053,21 4.161
Betriebsergebnis -447.952,90 848
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 175.000,00 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 449.988,39 268
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen € 13.790,00 (T€ 42)
Finanzergebnis -624.988,39 -268
7. Ergebnis nach Steuern -1.072.941,29 580
8. Jahresfehlbetrag -1.072.941,29 580

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Keulahütte GmbH hat ihren Sitz in Krauschwitz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (Reg. Nr. HRB 20260).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Vorschriften des Handelsgesetzbuches wurden in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) angewendet.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 - 274a, 275 - 286 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeführt. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die Bilanzierung und Bewertung ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern; § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) erfolgt.

In 2023 hat sich ein Jahresfehlbetrag von -T€ 1.073 ergeben, der das Eigenkapital der Gesellschaft auf T€ 1.119 vermindert hat. Aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse (-T€ 1.650) bei nur unterproportionalen Kosteneinsparungen hat sich das Betriebsergebnis von T€ 848 um -T€ 1.296 auf -T€ 448 verschlechtert.

Um künftig die Eigenkapitalausstattung, Liquiditäts- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu verbessern haben wir in 2023 nachfolgende Maßnahmen eingeleitet bzw. für 2024 geplant:

Durch Verlagerung der Armaturenherstellung von Prenzlau zur Keulahütte soll die Auslastung in den Produktionsbereichen Mechanik, Beschichtung und Montage deutlich verbessert werden. Wir rechnen hier mit einem zusätzlichen Ergebnisbeitrag von TEUR 300 bis TEUR 500.

Geplant ist die Investition in eine neue CNC-Bearbeitungsmaschine, welche die Fertigungsmöglichkeiten und -effizienz deutlich erhöht. Das geplante Investitionsvolumen beträgt ca. TEUR 500.

Durch zusätzliche Weiterbildungsmaßnahmen soll eine Flexibilisierung der Mitarbeiter erzielt werden, so dass diese dann in den unterschiedlichsten Produktionsbereichen eingesetzt werden können. Damit können wir dann deutlich flexibler die Produktionsleistung anpassen.

Weiterhin wollen wir zukünftig unsere Produktion auf eine reine auftragsbezogene Produktion umstellen. Dies kann unsere Ansicht nach nur durch die oben beschriebene Personalflexibilisierung und einer kontinuierlichen Verbesserung des Produktionsprozesses entsprechend unserer Leanmanagement-Strategie erfolgen.

Im Kalenderjahr 2022 hat eine Kapazitätserweiterung der Gussemallierung von Formstücken, Hydranten und Armaturen durch unsere Tochtergesellschaft der Keula Coating GmbH in Raschau begonnen. Hieraus erwarten wir eine direkte Umsatz- und Erlössteigerung. Diese erfolgt im direkten Zusammenspiel mit den VONROLL- Vertriebsgesellschaften.

Markteinführung und Serienfertigung des neuen Unterflurhydranten (UFO).

Vorbereitende bzw. vertiefende Maßnahmen / Anstrengungen wie z.B. die Qualifizierung zur Erlangung des RAL-Gütezeichens um die betriebliche Nachhaltigkeit bzw. das Nachhaltigkeitsmanagement der Keulahütte in allen Bereichen zu gewährleisten.

Mechanische Bearbeitungsleistungen sollen die Wertschöpfungskette im Bereich Kundenguss ergänzen, wodurch sich neue Marktpotenziale ergeben und die Wirtschaftlichkeit der Kundengussprodukte erhöhen.

Die geplante Intensivierung der Zusammenarbeit mit der vonRoll casting Gruppe im Bereich Kundenguss und Marktauftritt.

Weiterführung der Lean-Management-Projekte zur Steigerung der Produktivität und Effizienz in der Produktion.

Darüber hinaus ist zur Verbesserung der Liquiditäts- und Finanzlage eine mögliche Einlage der Gesellschafter in noch zu definierendem Umfang oder ein weiterer Forderungsverzicht zur Stärkung des Eigenkapitals und die Vereinbarung einer working-capital Finanzierung mit einer Geschäftsbank geplant.

Sollten die vorstehenden Maßnahmen mittelfristig wider Erwarten nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Ertrags- und der Finanzlage führen, könnte der Bestand der Gesellschaft gefährdet sein.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen lag eine Nutzungsdauer von maximal fünf Jahren zugrunde.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen entsprachen hinsichtlich der Abschreibungshöhe und der Abschreibungsmethode der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 bis 8 Jahren.

Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

In den Zugängen des Berichtsjahres sind keine aktivierten Eigenleistungen enthalten.

In Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 250 werden im Anschaffungsjahr als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Umlaufvermögen

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten, teilweise mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten bzw. auf der Grundlage der Lagerdauer durch Gängigkeitsabschläge ermittelt.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden zum Nennwert bewertet.

Bankguthaben in Höhe von EUR 91.550,00 wurden zu Gunsten Aval gewährender Kreditinstitute verpfändet.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach der Methode der laufenden Einmalbeträge berechnet und werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren (gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) ergibt. Der Rechnungszins beträgt 1,83 % (Vj. 1,78 %). Die biometrischen Grundwerte entstammen den Richttafeln von Klaus Heubeck, Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln 2018 G. Es wurde eine jährliche Steigerung der laufenden Leistungen in Höhe von 1,50 % eingerechnet. Die Beträge, die aus der Anpassung der Bewertung an das BilMOG resultieren, wurden wie im Vorjahr in Höhe von einem Fünfzehntel unter den außerordentlichen Aufwendungen erfasst. Die Unterdeckung der Rückstellung beträgt zum Stichtag TEUR 15 (VJ: TEUR 10).

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen nicht.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanztag unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagevermögen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird 100%-Beteiligung an der KEULA COATING GMBH, Raschau, ehemals Omeras Raschau GmbH, Raschau, in Höhe von 1,00 € ausgewiesen. Es erfolgte aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 175 auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Das Jahresergebnis der Gesellschaft betrug -685.473,16 € und das Eigenkapital 155.685,28 € zum 31.12.2022. Das Jahresergebnis 2023 und das Eigenkapital zum 31.12.2023 war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs noch nicht bekannt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 4.259 (VJ: TEUR 3.456) Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 2.594 (VJ: TEUR 1.620). Es existieren keine Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen waren keine antizipativen Forderungen enthalten.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält keine Beträge aus abgegrenzten Disagien.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.000.000,00. Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum 31.12.2023 unverändert EUR 16.200.652,16.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen wurden ausschließlich für einen früheren Geschäftsführer gebildet. Im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ist der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,75 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Der Unterschiedsbetrag ermittelt sich wie folgt:

Sollrückstellung mit Zinssatz:

Durchschnitt 7 Jahre (Zins 1,75 %): 1.264.565 €
Durchschnitt 10 Jahre (Zins 1,83 %): 1.249.944 €
Unterschiedsbetrag: 14.621 €

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.960 (VJ: TEUR 5.654) waren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 826 (VJ: TEUR 315) und Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 3.134 (VJ: TEUR 5.340) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten keine gegenüber dem Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.188 (VJ: TEUR 329) und die sonstigen Verbindlichkeiten solche gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 5.771 (VJ: TEUR 5.553).

Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatz Inland 31.013 30.306
Umsatz Ausland 1.428 3.787
Erlösschmälerungen (69) (71)
32.372 34.022

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.899 (Vj. TEUR 60) enthalten unter anderem die außerordentliche ertragswirksame Erfassung eines Darlehensverzichts in Höhe von TEUR 1.200 sowie die außerordentliche Weiterbelastung von Instandhaltungsaufwendungen an die KHK Immobilien GmbH in Höhe von TEUR 202. Darüber hinaus Erträge aus einem außerordentlichen Forderungsverzicht der vonRoll hydro (deutschland) gmbh & co. kg in Höhe von TEUR 282.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen den Mietaufwand für das Betriebsgrundstück, Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Instandhaltungskosten, Versicherungsbeiträge sowie sonstige Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen.

Finanzergebnis

Der Zinsaufwand beinhaltet TEUR 447 (VJ: TEUR 222) Zinsen, die an verbundene bzw. nahestehende Unternehmen aufzuwenden waren. Darüber hinaus ist eine Abschreibung auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von T€ 175 zu verzeichnen.

Zinsen aus der Abzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellung belaufen sich auf TEUR 14 (VJ: TEUR 42).

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Bürgschaften, Avale und Garantien in Höhe von EUR 91.550 (VJ: TEUR 92). Von einer Inanspruchnahme wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der laufenden Überwachung nicht ausgegangen.

Es bestehen künftige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von jährlich TEUR 1.101 (VJ: TEUR 992); davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 500 (VJ: TEUR 627). Des Weiteren besteht die Verpflichtung zur Zahlung einer jährlichen Service Umlage in Höhe von TEUR 741 (VJ: TEUR 633). Für die Nutzung von Modellen und Kernkästen waren für das Berichtsjahr TEUR 144 zu leisten. Im Wirtschaftsjahr 2023/2024 wurden für Modelle und Kernkästen 1 % der durch die Keulahütte GmbH, Krauschwitz, vereinnahmten Umsätze mit den aufgeführten Modellen fällig. Ab dem 01.07.2024 erhöhen sich die Aufwendungen auf 2 %.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, getrennt nach Gruppen, betrug:

2023 2022
Arbeiter 151 155
Angestellte (ohne Geschäftsführung und mit Auszubildenden) 35 41
Mitarbeiter 186 196

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 1.072.941,29 zusammen mit dem bestehenden Verlustvortrag von EUR 16.009.791,55 auf neue Rechnung vorzutragen.

Organe der Gesellschaft und Bezüge der Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Sebastian Molch, Kaufmann, Krauschwitz,

Herr Jürgen Häusler, Kaufmann, Schöffengrund-Oberwetz und

Herr Jörg Krauskopf, staatl. gepr. Techniker, Leipzig.

Die Herren Sebastian Molch, Jürgen Häusler und Jörg Krauskopf sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft macht von den Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, weil ein Geschäftsführer von einem nahestehenden Unternehmen unentgeltlich beigestellt wurde.

F. Unterschrift gemäß § 245 HGB

 

Krauschwitz, den 16. August 2024

Sebastian Molch, Geschäftsführer

Jörg Krauskopf, Geschäftsführer

Jürgen Häusler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens in 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Schutzrechte 262.566,71 46.366,50 0,00 35.018,37 273.914,84
262.566,7 46.366,50 0,00 35.018,37 273.914,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 137.683,96 0,00 0,00 1.412,00 136.271,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.599.839,36 1.068.428,87 394.339,63 920.140,88 32.142.466,98
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.960.259,61 95.210,08 0,00 92.887,95 2.962.581,74
4. Anlagen im Bau 397.701,79 0,00 -394.339,63 3.362,16 0,00
35.095.484,72 1.163.638,95 0,00 1.017.802,99 35.241.320,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 175.001,00 0,00 0,00 0,00 175.001,00
35.533.052,43 1.210.005,45 0,00 1.052.821,36 35.690.236,52
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Schutzrechte 192.480,02 46.701,19 35.018,37 204.162,84
192.480,02 46.701,19 35.018,37 204.162,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 80.807,67 15.091,47 1.258,65 94.640,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.123.735,96 589.692,08 904.355,45 28.809.072,59
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.823.519,30 35.690,15 88.363,25 2.770.846,20
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
32.028.062,93 640.473,70 993.977,35 31.674.559,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 175.000,00 0,00 175.000,00
32.220.542,95 862.174,89 1.028.995,72 32.053.722,12
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Schutzrechte 69.752,00 70.086,69
69.752,00 70.086,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 41.631,47 56.876,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.333.394,39 2.476.103,40
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 191.735,54 136.740,31
4. Anlagen im Bau 0,00 397.701,79
3.566.761,40 3.067.421,79
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 175.001,00
3.636.514,40 3.312.509,48

Verbindlichkeitenspiegel 2023

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
EUR EUR EUR EUR
1. erhaltene Anzahlung 0,00 0,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen 4.175.804,16 0,00 0,00 4.175.804,16
und Leistungen (4.204.606,31) (0,00) (0,00) (4.204.606,31)
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen
a) Darlehen vonRoll Personalvorsorgestiftung 0,00 0,00 2.797.766,06 2.797.766,06
(0,00) (0,00) (2.797.766,06) (2.797.766,06)
b) Darlehen KHK Immobilien GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00
(0,00) (1.341.736,00) (0,00) (1.341.736,00)
c) Darlehen vR infratec (asset management) ag 0,00 0,00 0,00 0,00
(0,00) (1.200.000,00) (0,00) (1.200.000,00)
d) Darlehen vRce immoblien ag 0,00 0,00 335.736,00 335.736,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
d) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen IC 826.574,00 0,00 0,00 826.574,00
(314.679,13) (0,00) (0,00) (314.679,13)
4. Sonstige Verbindlichkeiten
a) Darlehen vonRoll hydro gmbh & co. kg, Wetzlar 218.581,14 800.651,96 0,00 1.019.233,10
(218.581,14) (1.007.822,95) (0,00) (1.226.404,09)
b) Übrige sonstige Verbindlichkeiten 5.219.882,70 0,00 0,00 5.219.882,70
(4.936.008,07) (61.969,70) (0,00) (4.936.008,07)
10.440.842,00 800.651,96 3.133.502,06 14.374.996,02
(9.673.874,65) (3.549.558,95) (2.797.766,06) (16.021.199,66)
Sicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte
EUR Art
1. erhaltene Anzahlung
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen
a) Darlehen vonRoll Personalvorsorgestiftung 10.000.000,00 Grundschuld
9.133.632,76 Sicherungsübereignung Vorräte
b) Darlehen KHK Immobilien GmbH
c) Darlehen vR infratec (asset management) ag
d) Darlehen vRce immoblien ag
d) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen IC
4. Sonstige Verbindlichkeiten
a) Darlehen vonRoll hydro gmbh & co. kg, Wetzlar
b) Übrige sonstige Verbindlichkeiten 141.493,50 Sicherungsübereignung
(141.193,50) Sicherungsübereignung
10.141.493,50
(10.141.493,50)

Vorjahreszahlen in ()

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Vorbemerkung:

Die Keulahütte GmbH entwickelt, produziert und vertreibt gusseiserne Formstücke, Hydranten, Armaturen und Kundenguss. Die Herstellung der genannten Produkte erfolgt sowohl in Serien- als auch in Einzelanfertigung. Dabei orientieren sich unsere Mitarbeiter an den speziellen Bedürfnissen und Wünschen der Kunden, um qualitativ überzeugende Lösungen für die Branchen Trinkwasserversorgung, Gas und Abwasser, Maschinen- und Anlagenbau, Bahntechnik, Windkraftanlagen und Architekturguss zu bieten.

Im Januar 2018 erfolgte der Verkauf sämtlicher Anteile an der Keulahütte GmbH von der VEM Holding GmbH (Zossen) an die KHK Casting AG (Schweiz) mit Wirkung zum 01. Januar 2018. Das Betriebsgrundstück, welches ebenfalls von der VEM Holding GmbH veräußert wurde, wird weiterhin auf Basis eines langfristigen Mietvertrages genutzt.

Die bereits in 2021 begonnenen Vorbereitungen hinsichtlich größerer geplanter Investitionsvorhaben, wurden auch in 2023 konsequent weitergeführt und finalisiert.

So wurde planmäßig die neue Vergießmaschine in den Monaten Januar und Februar installiert und in Betrieb genommen. Mit dieser Investition vollzog die Keulahütte nicht nur den Schritt hin zu einer neuen Gießtechnologie, welche den aktuellen Stand der Technik abbildet, sondern ebenso massive Energieeinsparmaßnahmen im Vergleich zur vorherigen Vergießtechnik realisiert.

1. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bereits mit Beendigung des 1. Quartals zeichnete sich im Bereich der Tiefbauprodukte ein deutlicher Abwärtstrend im Auftragseingang ab. Dieser führte im Monat April dazu, die Produktionsleistung im Bereich des maschinengeformten Gusses erstmalig zu drosseln. Da sich auch in den Folgemonaten keine konjunkturelle Erholung einstellte, wurden weitere Anpassungen der Produktionsleistung notwendig. Mit dem Monat Juli erfolgte die Kurzarbeit in den einzelnen vom Rückgang des Tiefbaugeschäftes betroffenen Produktionsabteilungen. Dagegen zeigte sich das Geschäft im Sektor Industrieguss über das gesamte Jahr hinweg als stabil. Dies ermöglichte es, dass Bereiche der Gießerei, hier im speziellen der Handformbereich, ganzjährig von der Kurzarbeit ausgenommen werden konnten und die geplante Jahrestonnage erreicht wurde.

Gründe für die Rückgänge im Programmgeschäft, sind die im Baugewerbe von der Inflation getriebenen Kosten für Material sowie der Fachkräftemangel. Dazu erschwerten schlechtere Finanzierungsbedingungen die Durchführung geplanter Projekte und führten so zu einem deutlichen Rückgang, welches sich unmittelbar auf Hersteller wie die Keulahütte negativ auswirkte.

Die Energie- und Rohstoffpreisentwicklung sind die aktuellen Treiber des Umsatzwachstums, nicht mehr die Konjunktur.

Trotz der konjunkturellen Rückgänge im Jahr 2023, hält die vonRoll Gruppe am Statement ZEROWATERLOSS und das Investitionsprogramm Werk 2030 unbeirrt fest. Der Bedarf an Tiefbauprodukten für eine sichere Wasserversorgung ist nach wie vor, sowohl in Deutschland als auch weltweit, ungebrochen.

Geschäftsverlauf 2023

Der Umsatz von TEUR 32.372 lag um -TEUR 1.650 oder -4,8 % unter dem Vorjahresergebnis. Trotz des leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr, unterstreicht die Richtigkeit der Entscheidung, die KEULA-Programmprodukte exklusiv über VONROLL HYDRO zu vertreiben. In einem stagnierenden bis schrumpfenden Gesamtmarkt hat KEULA Marktanteile gewinnen und dabei auch die teuerungsbedingten Preisanpassungen gegenüber VONROLL HYDRO und den VONROLL HYDRO-Kunden durchsetzen können.

Auch der Bereich Kundenguss, welcher weiterhin durch die Keulahütte direkt vertrieben wird, konnte den Auftragseingang erhöhen und dabei auch die nötigen Preisentwicklungen durchsetzen.

Im Einzelnen entwickelten sich die Umsatzerlöse wie folgt:

(in TEUR) 2023 2022 2021
Umsatz Inland 30.013 30.306 23.912
Umsatz Ausland 1.428 3.787 3.173
Erlösschmälerungen (69) (71) (70)
Gesamtumsatz 32.732 34.022 27.015

Der Kundengussumsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 709, jedoch ist das Auslandsgeschäft um TEUR 2.359 abgeflacht.

Im Berichtsjahr sank das Auftragsvolumen gegenüber Vorjahr (TEUR 28.773) um 6,87 % auf TEUR 26.796.

Die Weitergabe von Energie- und Rohstoffpreissteigerungen wird konsequent fortgesetzt. Insbesondere im Kundengusssegment bestehen Verträge, die auf monatlichen bzw. quartalsweisen Anpassungen der Materialteuerungszuschläge basieren.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/innen beträgt in 2023 186 (Vorjahr: 196). Das laufende Lean-Production- und Reorganisationsprojekt ist also weiterhin erfolgreich.

Nach dem positiven Betriebsergebnis im Vorjahr, schloss das generell für die Branche nicht einfache Geschäftsjahr 2023 mit einem Betriebsergebnis von TEUR -448 (Vorjahr Verlust von TEUR 848) ab.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zum Abschlussstichtag 31.12.2023 weist die Bilanz der Keulahütte GmbH eine Bilanzsumme von TEUR 17.374 aus, TEUR 2.970 oder -14,6 % weniger als im Vorjahr. Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 1.073 auf TEUR 1.119. Die Eigenkapitalquote beträgt 6,4 % gegenüber 10,8 % im Vorjahr.

Das Anlagevermögen ist um TEUR 325 gestiegen, während das Umlaufvermögen um TEUR 3.295 gesunken ist.

Hierbei standen den Investitionen in Höhe von 1.210 TEUR, Abgänge von TEUR 23 und Abschreibungen (inklusive Finanzanlagevermögen) in Höhe von TEUR 862 gegenüber. Die Instandhaltungsaufwendungen betrugen TEUR 740.

Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Vorräten an Programmgussteilen zur Sicherung der Lieferbereitschaft in der kommenden Bausaison (TEUR 8.913; Vorjahr: TEUR 12.332).

Die Keulahütte GmbH finanziert sich im Wesentlichen über mittel- bis langfristige Tilgungsdarlehen von mit ihr geschäftlich verbundenen Unternehmen.

Die Keulahütte GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1.073 aus.

Der Rohertrag des Geschäftsjahres 2023 (TEUR 12.606) liegt um -TEUR 759 unter dem Vorjahr und das bei einem um TEUR 5.885 reduzierten Materialaufwand sowie sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 1.899.

Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital zu 30,8 % gedeckt (Vorjahr 66,1 %).

Die Verbindlichkeiten sind um -TEUR 1.897 auf TEUR 16.255 gesunken, im Wesentlichen durch die Verrechnungen mit ausstehenden Forderungen mit nahestehenden Unternehmen sowie den Erlass der Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.200 durch die KHK Immobilien GmbH.

3. Soll-Ist-Vergleich

Der prognostizierte Umsatz 2023 in Höhe von TEUR 36.000 konnte mit TEUR 32.372 nicht ganz erreicht werden. Der Rückgang ist unter anderem dem herausfordernden Marktumfeld geschuldet. Auch die Produktionsleistung der Keulahütte GmbH lag mit 5.500 t um rund 185 t unter Plan.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Keulahütte GmbH haben der Umweltschutz und die Reduktion der eingesetzten Ressourcen einen hohen Stellenwert. Für beide Bereiche werden verschiedenste Ziele festgelegt und es findet ein umfassendes Controlling statt. Daneben soll das verantwortungsvolle Energiemanagement die Kosten senken und nachhaltig die Umwelt schützen. Die Keulahütte GmbH hat in 2013 damit begonnen, ein Energiemanagementsystem zu installieren. Dies soll dazu dienen, die unternehmensinternen Vorgaben zur Energieeffizienz zu messen. Werden negative Abweichungen festgestellt, sind Veränderungsmöglichkeiten auszuarbeiten, in denen Maßnahmen, Zuständigkeiten, Mittel zur Umsetzung und der Umsetzungszeitraum festgelegt sind. Die Keulahütte GmbH wird jährlich einem externen Überprüfungsaudit nach DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 unterzogen. In 2023 wird die Keulahütte ein Projekt zur Umsetzung der angestrebten Umweltmanagementzertifizierung nach ISO 14001 starten. Ziel ist es, in 2024 die Zertifizierung erfolgreich abschließen zu können.

Die Geschäftsentwicklung der Keulahütte GmbH beginnt sich auch im Personalwesen auszuwirken. Es gelingt zunehmend, gut bis sehr gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu rekrutieren und zu halten. Weiterhin agiert die Keulahütte, entgegen der Trends in der Branche, sehr erfolgreich bei der Gewinnung neuer Auszubildender.

5. Forschung und Entwicklung

Der Unternehmensbereich Forschung und Entwicklung ist bei der vonRoll-Gruppe in der Schweiz angesiedelt. Schwerpunkte sind die Verbesserung bestehender Produkte und der damit verbundenen Herstellungsprozesse (in Zusammenarbeit mit dem VONROLL CASTING Engineering Center in CH-Emmenbrücke) sowie die Entwicklung neuer Produkte im Rahmen des ZEROWATERLOSS-Mission Statement:

Neue, gewichts- und leistungsoptimierte Generation von Absperrklappen

Unterflurhydrant UFO

Gewichtsreduktion des Formstücksortiments.

6. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikobericht

Es besteht weiterhin das Risiko darin, dass die europäischen Kunden (meist die öffentliche Hand) zwar immer höhere und teurere Produktionsstandards nicht nur definieren, sondern auch durchsetzen, gleichzeitig aber die billigsten Produkte einkaufen. Dabei sind dann Produktionsstandards regelmäßig ebenso wenig Thema, wie die Kostenfolgen der europäischen Energiepolitik.

Daneben ist die Gießerei Industrie von einem ausgeprägten Fachkräftemangel bedroht.

Diese zentralen Risiken werden durch strukturierte Einkäufe in der VONROLL-Gruppe kontrollierbar und dem Fachkräftemangel wird durch interne Ausbildungen begegnet.

Hinsichtlich der bereits umgesetzten bzw. geplanten Maßnahmen zur nachhaltigen und wesentlichen Steigerung der Gesamtleistung sowie der Verbesserung der Finanz- und Liquiditätslage und den möglichen bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschaft verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Anhang zu B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Chancenbericht

Die Keulahütte GmbH hat sich in einem neuen industriellen Umfeld mit fünf Gießereien und mehreren Armaturenbetrieben des vonRoll-DUKTUS-Verbundes zu einem leistungsfähigen Gießereistandort entwickelt. Hier und in der Ausrichtung des ehemaligen Eisenkochers zu einem wichtigen Player im Wassergeschäft liegen die Chancen für 2024 und die Folgejahre.

Die eingeführten Systeme, wie Shopfloor Management und Lean-Management Prozesse, zeigen positive Entwicklungen im Hinblick auf die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse, der Qualität, der Effizienz und der Produktivität des gesamten Unternehmens.

Weiterhin ist die Keulahütte dabei, die von ihr gesetzten Standards bei der Produktqualität, sozialen Standards, sowie Transparenz ihrer Geschäftsprozesse über entsprechende Gütezeichen am Markt zu platzieren und den Kunden bekanntzumachen, um sich so von Wettbewerbern erfolgreich zu unterscheiden und absetzen zu können. Da immer weiter steigende Umweltstandards, auch von unseren Kunden und den Endverbrauchern immer mehr in den Fokus bei der Wahl eingesetzter Materialien rücken, bieten sich gerade hier auch im Vergleich zu anderen Materialarten, wie Plastik, neue Chancen. So verstehen wir uns als Recycler, da der Werkstoff Gusseisen unendlich wieder der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden kann.

Weitere Chancen ergeben sich durch den Ausbau unserer Kapazitäten und einer gezielten Marktbearbeitung beim Thema der Guss-Emaillierung. Dieser Werkstoff dokumentiert nicht nur das eigene Know how bei der Herstellung von sogenannten emaillierfähigen Guss, sondern ermöglicht es uns, unseren Kunden neue gehobene Standards und Anwendungsmöglichkeiten anbieten zu können. So lassen sich mit bereits vorhandenen Produkten aber aufgrund einer neuen Beschichtungsvariante, durch ihre Eigenschaften, auch neue Märkte erschließen. Zu nennen sind hier der Anlagenbau und die chemische Industrie.

Zur Liquiditätssicherung ist die Keulahütte GmbH weiterhin von der Finanzierung über die Gesellschafterin abhängig, die unsere Gesellschaft mit Liquidität ausgestattet hat.

7. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Durch die Zusammenarbeit in einem innovativen, giessereiaffinen Umfeld, welches in verschiedenen Bereichen die Technologieführerschaft beansprucht, wird sich die Produktivität weiter verbessern. Die Tatsache, dass sich der nicht von Aufträgen der öffentlichen Hand abhängige Industrieguss (Handformguss) posititv entwickelt, belegt, dass die Leistungsfähigkeit der Keulahütte GmbH im Markt erkannt und honoriert wird. Wir gehen davon aus, dass sich vor diesem Hintergrund weiterhin neue Kunden und neue Modelle gewinnen lassen.

Die Keulahütte GmbH rechnet im laufenden 2024 mit einem Umsatzwachstum und einem leichten Gewinn. Die Gesellschaft wird sich relativ zum Gesamtmarkt weiterhin verbessern.

Die Planung für das Folgegeschäftsjahr 2024, sieht eine Umsatzentwicklung auf 36,5 Mio. € und eine Tonnageleistung von 7.150 t verkauften Guss vor (Erholung des Programmgusses, Ausbau Handform- und Industrieguss). Daraus ergibt sich ein positiver EBITDA in Höhe von 1.470 T€.

Hinsichtlich der Liquidität wird eine Verbesserung angestrebt, indem nach der Bilanzsanierung (Mögliche Einlage der Gesellschafter in einem noch zu definierenden Umfang) eine normale Working-Capital-Finanzierung mit einem Bankpartner etabliert wird.

 

Krauschwitz, den 16. August 2024

Sebastian Molch, Geschäftsführer

Jörg Krauskopf, Geschäftsführer

Jürgen Häusler, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

Keulahütte GmbH, Krauschwitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Keulahütte GmbH, Krauschwitz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Keulahütte GmbH, Krauschwitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang sowie die Angaben zu den Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Ertrags- und Finanzlage beschreiben. Für den Fall, dass die umgesetzten bzw. geplanten Maßnahmen nicht zu einer nachhaltigen und wesentlichen Verbesserung der Ertrags- und Finanzlage führen, weisen die gesetzlichen Vertreter auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentliche falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 19. August 2024

ANDAMOS Unternehmensberatungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Hohn, Wirtschaftsprüfer

Andreas Kummer, Wirtschaftsprüfer

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