HSE Shopdesign GmbHLiquidiert

Mevissenstraße 66, 47803 Krefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 10724
Vorher
Wella Salon Einrichtungen GmbH
Eingetragen
15.7.2005
Branche
Herstellung von Ladenmöbeln und sonstigen ObjektmöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
Die Herstellung, Weiterverarbeitung, Distribution und der Verkauf von Friseursaloneinrichtungen und Einrichtungsgegenständen sowie damit zusammenhängender Beratungs- und Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HSE Holding GmbH & Co. KG
Germany
30.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wella Salon Einrichtungen GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum 30. Juni 2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.7.2006 bis zum 30.6.2007

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

Die Wella Salon Einrichtungen GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wella Manufacturing GmbH, Darmstadt, deren Anteile indirekt mehrheitlich von der The Procter & Gamble Company mit Sitz in Cincinnati, Ohio, USA ("P&G Company"), gehalten werden.

Die Wella Salon Einrichtungen GmbH, Krefeld, ist seit dem 1.10.2005 operativ tätig. Seit dem liegt der Schwerpunkt der Gesellschaft in der auftragsbezogenen Produktion und dem weitgehend konzerninternen Verkauf von Friseursalon-Einrichtungen. Die durch die Gesellschaft hergestellten Erzeugnisse werden mehrheitlich an die Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz ("PGIO"), fakturiert und im Rahmen eines Kommissionärssystems (d.h. im Auftrag und für Rechnung der PGIO) von der Wella AG, Darmstadt, auf dem deutschen Markt bzw. von Wella- bzw. P&G-Vertriebsgesellschaften im Ausland vertrieben. Sitz der Gesellschaft ist Krefeld, wo insbesondere die Funktionsbereiche Produktion und Logistik angesiedelt sind; daneben werden wenige Verwaltungsbüros in Darmstadt unterhalten. Ihrerseits bezieht die Wella Salon Einrichtungen GmbHauf der Grundlage eines Service Agreementsunterschiedliche Verwaltungsdienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Buchhaltung, Personalverwaltung, Informationstechnologie, Marketing sowie Unternehmensberatung von der Wella Service GmbH, Darmstadt.

1.2. Wirtschaftliche Einflussfaktoren

In Fortsetzung zum Geschäftsjahr 2005/2006 zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Aufwärtstrend der Weltwirtschaft. Trotz gestiegener Energiepreise und einer Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums in den USA verzeichnete der Wirtschaftsraum der Europäischen Union infolge der Ankurbelung der Binnennachfrage gemessen an der Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts das höchste Wirtschaftswachstum der letzten sechs Jahre. Auch in Deutschland, das in den letzten Jahren deutlich hinter dem EU-Durchschnitt zurück blieb, belebte sichnach mehreren Jahren der Stagnation bzw. sehr mäßigen Wachstumsdie wirtschaftliche Situation wieder. Die allgemeine Befürchtung einer durch das weltweite Wirtschaftswachstum bzw. durch die gestiegenen Ölpreise ausgelösten Inflation hat sich nicht bestätigt. Auch für die nächsten Jahre wird von einem moderaten Weltwirtschaftswachstum ausgegangen, wenngleich dies voraussichtlich leicht hinter den Wachstumswerten der letzten Monate zurückbleiben wird. Vor diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wuchs der Weltmarkt für Friseur-Haarkosmetik im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 auf Basis fester Wechselkurse nach unserer Einschätzung um rund 3%. Insgesamt hat sich damit die Entwicklung des internationalen Friseur-Haarkosmetikmarktes gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. In Deutschland dagegen war der Gesamtmarkt für Friseurdienstleistungenentgegen der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungenim Geschäftsjahr 2006/2007 rückläufig. Auch wenn die Wella-Gruppe primär als internationaler Anbieter von Haarkosmetikprodukten tätig ist, hängt die Geschäftsentwicklung der Wella Salon Einrichtungen GmbH weniger von der Entwicklung des Weltmarkts bzw. Binnenmarkts für Friseur-Haarkosmetik ab. Das Geschäftsvolumen der Gesellschaft wird vielmehr von der allgemeinen Investitionsneigung, speziell der lokalen Friseursalons, beeinflusst. Hierbei handelt es sich jedoch um einen wenig erforschten Markt, so dass keine validen Aussagen über das Volumen und die Entwicklung des Gesamtmarkts Saloneinrichtungen getroffen werden können.

2. Ertragslage

2.1 Entwicklung und Struktur des Ergebnisses

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2006/2007 für die Wella Salon Einrichtungen GmbH mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von rund 2,8 Mio. € (d.h. 16,3% vom Nettoumsatz) gegenüber einem Vorjahresverlust in Höhe von 1,7 Mio. € (d.h. -11,0% vom Nettoumsatz) erfolgreich. Der Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 4,4 Mio. € beruht im Wesentlichen auf höheren "Sonstige betriebliche Erträge". Diese sind insbesondere auf die durch PGIO erstmals im Rahmen eines abgeschlossenen Dienstleistungsvertrags geleistete Erstattung von Kosten (zuzüglich eines Gewinnaufschlags) in Höhe von 1,4 Mio. € sowie die Erstattung von Kosten infolge der Unterschreitung vertraglich vereinbarter Mindestabnahmemengen in Höhe von 4,2 Mio. € für die Jahre 2005 bis 2007 zurückzuführen. Hiervon entfallen auf das Vorjahr 0,7 Mio. € bzw. 1,6 Mio. € im Sinne periodenfremder Erträge. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 2,8 Mio. € wurde entsprechend dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag nach Abzug des Verlustvortrags in Höhe von 1 T € an die Wella Manufacturing GmbH abgeführt (Vorjahr: Verlustübernahme in Höhe von 1,7 Mio. €).

2.2 Entwicklung und Struktur des Umsatzes

Die Umsatzerlöse der Wella Salon Einrichtungen GmbH beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 17,1 Mio. € (gegenüber 15,2 Mio. € im Vorjahr) und ergaben sich gemäß dem zwischen der Gesellschaft und PGIO abgeschlossenen Vertrag weitgehend aus dem Verkauf der hergestellten Saloneinrichtungen an PGIOfakturiert zu Herstellungskosten zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von rund 13%, die im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass die Wella Salon Einrichtungen GmbH im vergangenen Geschäftsjahr ihre operative Geschäftstätigkeit erst zum 1.10.2005 aufgenommen hat. Die Umsätze der Wella Salon Einrichtungen GmbH werden zu 98% mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet. Wichtigster Geschäftspartner ist die PGIO mit einem Umsatzanteil rund 90%, da auf Basis des Procter & Gamble-Geschäftsmodells die durch die lokalen Vertriebsgesellschaften initiierten Umsätze direkt durch PGIO an die Kunden fakturiert werden. Darüber hinaus werden Geschäfte mit der Procter & Gamble International Operations, Singapur, wenigen direkt belieferten Wella-Vertriebsgesellschaften sowie Drittkunden getätigt. Dies kommt entsprechend in der regionalen Verteilung der Umsätze zum Ausdruck: Bedeutendste Region der Gesellschaft warwie auch im Vorjahrinfolge des Sitzes von PGIO die Region "Übriges Europa" mit einem Umsatzanteil von 95%. Den anderen Regionen kommt mit einem Umsatzanteil von insgesamt ca. 5% eine nur sehr geringe Umsatzbedeutung zu.

2.3 Entwicklung und Struktur der Aufwendungen

Den Umsätzen stehen "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" in Höhe von ca. 17,1 Mio. €, d.h. knapp 100% des Nettoumsatzes (Vj.: 14,4 Mio. €, d.h. 95,1% vom Nettoumsatz), sowie Vertriebskosten in Höhe von ca. 2,7 Mio. €, d.h. 15,6% des Nettoumsatzes (Vj.: 2,1 Mio. €, d.h. ca. 14,2% vom Nettoumsatz), und Allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von 60 T €, d.h. 0,4% vom Nettoumsatz (Vj.: 0,3 Mio. €, d.h. 2,0% vom Nettoumsatz), gegenüber. In den Herstellungskosten sind im Wesentlichen die Material- und Personalkosten sowie Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung der Stellen, die direkt in den Leistungserstellungsprozess eingebunden sind, enthalten. Die Vertriebskosten beinhalten insbesondere die Personal- und Sachkosten des Bereichs Absatzlogistik, darüber hinaus auch der Bereiche Marketing und Vertrieb. Unter den Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der allgemeinen Verwaltungsstellen ausgewiesen.

Aus der Gegenüberstellung der Umsatzerlöse mit den operativen Aufwendungen ergibt sich ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von -2,7 Mio. € (Vj. -1,7 Mio. €). Solche Kostenunterdeckungen entstehen vor allem dann, wenn die seitens PGIO zugesagten Abnahmemengen, die wiederum auf den Absatzplanungen der Vertriebe für die lokalen Märkte basiert, nicht erreicht werden. Da die Kapazitäten der Gesellschaft aber an diesen Vertriebsplanungen ausgerichtet werden und die Kosten der Gesellschaft unterjährig weitgehend fixer Natur sind, können somit kurzfristig die operativen Kosten nicht in gleichem Umfang an etwaige Auftrags-/Mengenunterschreitungen angepasst werden. Damit im Einklang steht die anteilige durch PGIO im Rahmen des rückwirkend zum 1.10.2005 abgeschlossenen Dienstleistungsvertrags geleistete Erstattung von remanenten Kosten infolge der Unterschreitung des vertraglich vereinbarten Mindestabnahmevolumens für das Geschäftsjahr 2006/2007 in Höhe von 2,6 Mio. €; für den Vorjahreszeitraum wurden im Geschäftsjahr 2006/2007 nachträglich Kosten in Höhe von 1,6 Mio. € erstattet.

3. Finanzlage

Der Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -2,9 Mio. € (Vj. -3,3 Mio. €).

Der Finanzbedarf der Wella Salon Einrichtungen GmbH ist durch die Einbindung der Gesellschaft in den Cash Pool und das Nettingverfahren des Wella-Konzerns gesichert. Die Wella Salon Einrichtungen GmbH ist daher jederzeit in der Lage, überflüssige Liquiditätsmittel abzuführen bzw. einen Liquiditätsbedarf kurzfristig zu decken und offene Positionen mit Konzerngesellschaften auszugleichen. Die Investitionen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 176 T € und umfassten den Kauf von neuen Sägen im Sinne einer Ersatzinvestition, die gleichzeitig zu einer Verbesserung der Effizienz der Produktionsabläufe beitrug, sowie die Anschaffung von Werkzeugen. Im Einklang mit der Finanzierungsstrategie des Wella-Konzerns wurden diese Investitionen nicht über die Aufnahme von Krediten bei Dritten, sondern über die Nutzung von konzerninternen Liquiditätsüberschüssen finanziert. Verpflichtungen aus außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten bestehen nicht.

4. Vermögenslage

4.1 Vermögens- und Kapitalstruktur

Zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahrs betrugen die Aktiva der Wella Salon Einrichtungen GmbH 18,2 Mio. € (Vj.: 12,4 Mio. €) und setzten sich zu 6% aus Anlagevermögen (Vj.: 8%) und zu 94% aus Umlaufvermögen (Vj.: 92%) zusammen. Die Erhöhung der Summe der Aktiva um 5,8 Mio. € sowie die geringfügige Erhöhung des Anteils des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme ergaben sich insbesondere aus einer Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 5,1 Mio. € bzw. der Vorräte um knapp 0,6 Mio. €. Weitere nennenswerte Veränderungen in der Höhe einzelner Aktivpositionen bzw. in der Struktur der Aktiva sind nicht zu berichten.

Der Anteil des Sachanlagevermögens fällt mit 2% der Bilanzsumme (Vj.: 3%) gering aus. In den Finanzanlagen sind die Wertpapiere als Sicherungen für Pensions- und Altersteilzeitzusagen gegenüber den Mitarbeitern der Wella Salon Einrichtungen GmbH enthalten. Das Umlaufvermögen bildete sich zu 23% (Vj.: 29%) aus Vorräten und zu 77% (Vj.: 70%) aus "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände". Die Vorräte der Gesellschaft umfassten mit einem Anteil von 86% (Vj.: 85%) im Wesentlichen fertige Erzeugnisse und Waren und fielen im Vergleich zum Vorjahres-Bilanzstichtagmaßgeblich bedingt durch das Insourcing der Lagerbestände eines weltweit bevorzugten Lieferanten bzw. Lizenzfertigers (global preferred supplier) - um 17% höher aus. Hinsichtlich der Vorräte werden keine nennenswerten Risiken gesehen, da diese regelmäßig auf ihre Verwertbarkeit überprüft und insofern angemessen bewertet werden.

Die Forderungen in Höhe von 13,1 Mio. € (Vj.: 8,0 Mio. €) bestanden am 30.6.2007 zu 97% (Vj.: 91%, inkl. Forderungen gegen Gesellschaftern) gegen verbundene Unternehmen. Dabei bestanden die größten Forderungspositionen gegen die PGIO zum einen wegen des Erstattungsanspruchs der remanenten Kosten für die Unterschreitung der Abnahmeverpflichtungen und etwaiger Servicekosten (insgesamt in Höhe von 6,6 Mio. €), zum anderen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 2,2 Mio. € (Vj.: 1,8 Mio. €) sowie gegen die Procter & Gamble Financial Services Company, Dublin, Irland ("P&G FinServ"), in Höhe von 3,8 Mio. € (Vj.: 3,7 Mio. €), die wiederum aus einer seinerzeit von der Wella Manufacturing übertragenen Darlehensforderung primär zum Ausgleich von Lasten für Pensionsverbindlichkeiten von Mitarbeitern der Gesellschaft resultiert. Die Passiva der Gesellschaft bildeten sich zu 27% (Vj.: 40%) aus Eigenkapital, zu 18% (Vj.: 24%) aus Rückstellungen und zu 55% (Vj.: 36%) aus Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb während des Geschäftsjahrs mit knapp 5 Mio. € nahezu konstant. Die Reduzierung der Eigenkapitalquote von im Vorjahr 40% auf 27% ergab sich rechnerisch infolge der durch die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen erhöhten Bilanzsumme. Die Rückstellungen waren nahezu ausschließlich mitarbeiterbezogen und umfassten mehrheitlich die Beträge, die für die in Vorjahren gegenüber Mitarbeitern eingegangenen Pensionszusagen gebildet wurden.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzten sich zu 63% (Vj.: 87%) aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, und hier maßgeblich aus einer Nettingverbindlichkeit gegenüber der Wella AG, Darmstadt, zur Deckung des kurzfristigen Kapitalbedarfs zusammen (=5,0 Mio. €, Vj.: 3,7 Mio. €). Darüber hinaus bestanden weitere 28% der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, d.h. in Höhe der Ergebnisabführung an die Wella Manufacturing GmbH.

4.2 Mitarbeiter

Die Wella Salon Einrichtungen GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj.: 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

Während des Geschäftsjahres waren die Herren Hartmut Romfeld und Heinz-Joachim Schultner als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Beiträge und den erfolgreichen Einsatz für das Unternehmen.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss gehabt hätten und über die somit zu berichten wäre, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

6. Risikobericht

Mit der Gesellschafterin, der Wella Manufacturing GmbH, besteht ein seit dem 21.11.2005 wirksamer Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der eine Laufzeit von fünf Zeitjahren vom 1.7.2005 bis zum 30.6.2010 hat.

6.1 Risiken aus Finanzinstrumenten gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Zum Abschlussstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente nach § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB. Nennenswerte Ausfall- und Fremdwährungsrisiken bestehen nicht, da die Forderungen und Verbindlichkeiten weitgehend auf Intercompany-Beziehungen beruhen und nahezu ausschließlich in Euro-Währung abgeschlossen werden. Speziell die Darlehnsforderung gegen die P&G FinServ ist durch einen Comfort Letter der P&G International S.a.r.L., Luxembourg, abgesichert. Im Allgemeinen werden im Zuge des Konzernverbunds Ausfallrisiken als gering eingestuft. Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bewegen sich für die Gesellschaft in einem vertretbaren Rahmen: Das zuvor genannte Darlehn an die P&G FinServ wird zu LIBOR zuzüglich 0,25% p.a. verzinst; etwaige Cash-Zuführungen von der Wella AG an die Wella Salon Einrichtungen GmbH werden zu LIBOR abzüglich 0,25% p.a. verzinst.

6.2 Kundenstruktur

Die Wella Salon Einrichtungen GmbH erbringt seit dem 1.10.2005 primär Produktions- und Lieferleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf Basis eines zwischen der Gesellschaft und PGIO abgeschlossenen "contract manufacturing agreements". Diese Vereinbarung wurde zunächst mit einer Laufzeit bis zum 30.6.2006 vereinbart und gilt seit dem unbefristet mit einer Kündigungsfrist von 90 Tagen weiter. Zwar werden im Rahmen des Konzernverbunds keine Vertragsrisiken gesehen, jedoch könnten sich Risiken derart ergeben, dass PGIO Saloneinrichtungen bei Dritten produzieren lässt.

Das Risiko der wirtschaftlichen Abhängigkeit von einem verbundenen Unternehmen wird innerhalb der Wella-Gruppe bzw. des P&G-Konzerns grundsätzlich als vertretbar angesehen. Abgesehen davon sind die finanziellen Risiken auch durch den zwischen der Wella Salon Einrichtungen GmbH und der PGIO abgeschlossenen Dienstleistungsvertrag zunächst insofern begrenzt, als etwaige nichtabbaubare Kosten infolge einer kurzfristig nicht möglichen Kapazitätsanpassung an eine veränderte Auftragslage durch PGIO zu erstatten sind. Ferner erlaubt die Vertragsgestaltung zwischen der Gesellschaft und PGIO die Aufnahme einer Geschäftsbeziehung mit anderen Partnern. Im Zuge dessen wurden erste Schritte unternommen, um erste Aufträge als Produzent im Ladenbau außerhalb des Wella- bzw. P&G-Konzernverbunds zu akquirieren.

6.3 Risikomanagement

Die Wella Salon Einrichtungen GmbH ist in die Risikomanagement- und Kontrollprozesse der Wella AG eingebunden, die sich seit mehreren Jahren im praktischen Einsatz befinden und bewährt haben. Der Abschlussprüfer der Wella AG hat im Rahmen seiner Abschlussprüfung festgestellt, dass das Wella-Risikomanagementsystem die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Zudem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Standort Krefeld in das Schlüsselelemente-Programm des Mutterkonzerns Procter & Gamble für Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz ("Health, Safety and Environment Program" - HS&E) einbezogen, wonach alle Produktionsstätten im P&G-Konzernverbund im Einklang mit internationalen Qualitäts- und Arbeitsschutzstandards auditiert und weiterentwickelt werden. Dies führt regelmäßig zu einer Stärkung der bislang existierenden Umweltschutz- und Sicherheitsmaßnahmen sowie zu einer Angleichung der betrieblichen Abläufe an P&G-Standards. Auch im kommenden Geschäftsjahr leistet die Wella Salon Einrichtungen GmbH durch die geplante Investition in eine neue Spanstaub-Absauganlage einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Umweltbedingungen. Basierend auf den derzeitigen Strukturen der Wella Salon Einrichtungen GmbH, sind uns bestandsgefährdende Risiken nicht bekannt.

7. Prognosebericht

Grundsätzlich gilt, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Wella Salon Einrichtungen GmbH von der erfolgreichen Umsetzung der Vertriebsstrategie sowie der Förderung des Verkaufs von Saloneinrichtungen in den lokalen Märkten abhängig ist. Ausbaupotenzial besteht weiterhin vor allem in Osteuropa und Asien, und hier insbesondere in China und Korea.

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 erwartet die Geschäftsführung eine Volumensteigerung von rund 10% und ein positives Ergebnis vor Ergebnisabführung, das jedoch unterhalb des Ergebnisses 2006/2007 liegen wird. Zur Absicherung eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses für das neue Geschäftsjahr 2007/2008 werden Restrukturierungsprojekte zur Kostenoptimierung bzw. Kostenflexibilisierung fortgeführt bzw. eingeleitet. Auch für das Geschäftsjahr 2008/2009 erwartet die Geschäftsführung ein positives Ergebnis vor Ergebnisabführung, das in etwa auf dem Niveau des Ergebnisses 2007/2008 liegen wird.

Inwieweit sich durch die weitergehende Integration der Wella-Gruppe in das Procter & Gamble-Geschäftsmodell und die P&G-Organisationsstruktur Veränderungen für die Gesellschaft allgemein ergeben werden, kann nur schwer abgeschätzt werden.

8. Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Einschätzungen künftiger Entwicklungen seitens der Geschäftsführung basieren. Die Aussagen und Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risikenwie die im Lagebericht angesprocheneneintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Krefeld, 19.9.2007

Die Geschäftsführung

Hartmut Romfeld

Heinz-Joachim Schultner

Bilanz

AKTIVA

Anhang 30.06.2006 30.06.2007
T EUR T EUR
Sachanlagen (10) 324 357
Finanzanlagen (11) 654 759
Anlagevermögen 978 1.116
Vorräte (12) 3.362 3.919
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (13) 8.036 13.116
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 61 59
Umlaufvermögen 11.459 17.094
12.437 18.210

PASSIVA

Anhang 30.06.2006 30.06.2007
T EUR T EUR
Gezeichnetes Kapital (14) 30 30
Kapitalrücklage (15) 4.939 4.939
Bilanzverlust -1 0
Eigenkapital 4.968 4.969
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (16) 1.979 2.210
Sonstige Rückstellungen (17) 1.067 1.086
Rückstellungen 3.046 3.296
Verbindlichkeiten (18) 4.423 9.945
12.437 18.210

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2005/2006 2006/2007
T EUR T EUR
Umsatzerlöse (2) 15.157 17.105
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (3) 14.417 17.091
Bruttoergebnis vom Umsatz 740 14
Vertriebskosten (4) 2.146 2.661
Allgemeine Verwaltungskosten (5) 299 60
Sonstige betriebliche Erträge (6) 167 5.702
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 37
Zinsergebnis (7) -117 -173
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (=Jahresergebnis) -1.664 2.785
Verrechnung des Verlustvortrags (8) 0 -1
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn (Vorjahr: ausgeglichener Verlust) (9) 1.664 -2.784
Jahresüberschuss 0 0
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1 0
Bilanzverlust . 1 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Wella Salon Einrichtungen GmbH ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Zusammengefasste Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Umsatzkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss der Wella Salon Einrichtungen GmbH wird in Tausend EURO (T€) aufgestellt. Dadurch können geringfügige Rundungsdifferenzen auftreten.

Durch die Übertragung der Produktionsaktivitäten am Standort Krefeld von der Wella AG über die Wella Manufacturing GmbH auf die Wella Salon Einrichtungen GmbH zum 1. Oktober 2005 hatte sich die Geschäftstätigkeit im Vorjahr wesentlich geändert. In der Vergangenheit war die Gesellschaft eine Mantelgesellschaft ohne operatives Geschäft. Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung ist beeinträchtigt, da im Vorjahr nur 9 Monate operative Geschäftstätigkeit enthalten ist. Wesentliche Auswirkungen werden bei der Erläuterung der Einzelposten dargestellt.

Mit der Gesellschafterin, der Wella Manufacturing GmbH, Darmstadt, besteht mit Wirkung vom 21. November 2005 ein Ergebnisabführungsvertrag, der eine feste Laufzeit von fünf Jahren rückwirkend vom 1. Juli 2005 bis 30. Juni 2010 hat. Daneben wurde am 25./28. Juni 2007 mit Rückwirkung zum 1. Oktober 2005 mit Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz, ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen.

Wesentliche Einflüsse

Mit dem rückwirkend zum 1. Oktober 2005 mit Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz, abgeschlossenen Vertrag werden der Wella Salon Einrichtungen GmbH die im Rahmen der erbrachten Product Supply Dienstleistungen angefallenen Kosten von Procter & Gamble zuzüglich eines Gewinnaufschlags erstattet. Daneben hat sich Procter & Gamble zum Ausgleich von remanenten Kosten im Zuge der Unterschreitung der vertraglich vereinbarten Mindestabnahmemenge verpflichtet.

( 1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Die Nutzungsdauer wurde nach betrieblichen Erfahrungswerten bestimmt.

Den Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen ist eine Nutzungsdauer zwischen zwei und zehn Jahren zugrunde gelegt, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend zwischen drei und fünf und - in wenigen Ausnahmefällenbis längstens 15 Jahre. Bewegliche Anlagegüter werden überwiegend degressiv unter Ausnutzung der steuerlichen Höchstsätze abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert wegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erforderlich ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Folgejahr als Abgang behandelt. W ertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und zur Anpassung an niedrigere beizulegende Werte um Abschreibungen vermindert.

Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren Marktpreis bzw. dem beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die notwendigen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Als niedrigerer Marktpreis werden bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren die Wiederbeschaffungskosten, als beizulegender Wert bei fertigen Erzeugnissen der realisierbare Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt (Prinzip der verlustfreien Bewertung). Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder wegen verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten geschieht auf Basis der Durchschnittsmethode.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden erstmals mit dem Anwartschaftsbarwert nach IAS 19 angesetzt, da dieser Wert zum 30. Juni 2007 erstmals die handelsrechtliche Mindestverpflichtung gemäß § 6a EStG überschritt. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 5,25% (Vj. 4,25%) angewendet.

Der Lebenserwartung wurde durch die Anwendung der Richttafeln nach Heubeck 2005G Rechnung getragen.

Im Vorjahr wurden die Pensionsverpflichtungen entsprechend dem Teilwertverfahren nach § 6a EStG bewertet, da dieser im Vorjahr den Anwartschaftsbarwert nach IAS 19 überstiegen hat.

Die zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen dienenden Anlagen in Pensionsfonds werden unter den Finanzanlagen als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten, die hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind, in Höhe des Betrags der voraussichtlichen Inanspruchnahme bzw. Belastung gebildet. V erbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Ergeben sich aus der Umrechnung zu Kursen am Bilanzstichtag niedrigere Forderungen oder höhere Verbindlichkeiten in EURO, so werden diese Werte angesetzt.

Erläuterungen zur GEWINN- und verlustrechnung

(Tabellenwerte in T €)

( 2) Umsatzerlöse

01.07.2005 - 30.06.2006 01.07.2006 - 30.06.2007
Nach Regionen
Deutschland 377 259
Übriges Europa 14.389 16.316
Nord- und Südamerika 269 181
Asien, Afrika, Pazifik 122 349
15.157 17.105

Hiervon entfallen 16.798 T € (Vj. 14.804 T €) auf verbundene Unternehmen.

( 3) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

In dieser Position werden die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren ausgewiesen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Material-, Personal- und Energiekosten auch die Gemeinkosten und Werkzeugkosten einschließlich der Abschreibungen.

Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren beträgt insgesamt 9.447 T € (Vj. 9.195 T €).

( 4) Vertriebskosten

Sie enthalten Marketingkosten und die Kosten der Vertriebsorganisation sowie die Kosten der Logistik in Höhe von 2.055 T € (Vj. 1.576 T €).

( 5) Allgemeine Verwaltungskosten

Zu diesen Kosten gehören die Personal- und Sachkosten der allgemeinen Verwaltungsstellen.

( 6) Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält erstmals die seitens Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz, im Rahmen des Dienstleistungsvertrages erstatteten Kosten in Höhe von 1.361 T € sowie Erstattungen für die Unterschreitung der vertraglich vereinbarten Mindestabnahmemenge durch Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz, von 4.229 T €. Hiervon entfallen 706 T € bzw. 1.565 T € auf Erstattungen für das Vorjahr (periodenfremde Erträge).

Daneben enthält diese Position u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 65 T € (Vj. 86 T €) sowie Erträge aus Anlageabgängen.

( 7) Zinsergebnis

01.07.2005 - 30.06.2006 01.07.2006 - 30.06.2007
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 156
- Davon aus verbundenen Unternehmen (19) (115)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 142 -329
- Davon an verbundene Unternehmen ( - 16) (-142)
Zinsergebnis (Saldo) - 117 -173

( 8) Verrechnung des Verlustvortrags

Der im Vorjahr ausgewiesene Verlustvortrag (552,75 €) betraf vororganschaftlich entstandene Verluste.

( 9) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn (Vorjahr: ausgeglichener Verlust)

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2006/2007 nach Abzug des Verlustvortrags an die Wella Manufacturing GmbH, Darmstadt, abgeführt (2.784 T €; Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.664 T € durch Wella Manufacturing GmbH, Darmstadt, ausgeglichen).

Erläuterungen zur Bilanz

(Tabellenwerte in T €)

(10-11) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

(10) Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten hauptsächlich Produktionsanlagen und EDV-Ausstattung sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Berichtszeitraum wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

(11) Finanzanlagen

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten Wertpapierfonds, die zur Sicherung der Pensions-/Altersteilzeitrückstellung bestimmt sind. Die Zugänge wie auch die Abgänge bei den sonstigen Ausleihungen betreffen Ausleihungen an Mitarbeiter.

(12) Vorräte

30.06.2006 30.06.2007
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 401 434
Unfertige Erzeugnisse 102 126
Fertige Erzeugnisse, Waren 2.859 3.359
3.362 3.919

(13) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.06.2006 30.06.2007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 411 287
Forderungen gegen Gesellschaftern 1.668 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.719 12.719
Sonstige Vermögensgegenstände 238 110
8.036 13.116

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 3.773 T € (Vj. 3.724 T €) um kurzfristige Ausleihungen an Procter & Gamble Financial Services Company, Dublin, Irland, sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, u.a. gegen die Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz, in Höhe von 8.800 T € (Vj. 1.774 T €).

Die am 30. Juni 2007 ausgewiesenen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(14) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Wella Salon Einrichtungen GmbH beträgt zum 30. Juni 2007 30 T € (Vj. 30 T €).

(15) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt zum 30. Juni 2007 unverändert 4.939 T €.

(16) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden im Geschäftsjahr 2006/2007 zum Anwartschaftsbarwert nach IAS 19 bewertet. Dieser Wert lag um 138 T € über dem Teilwert gemäß § 6a EStG.

Zum 30. Juni 2006 wurden die Pensionen gemäß § 6a EStG mit 1.979 T € bilanziert, da dieser Wert 108 T € über dem nach IAS 19 mit einem Zinssatz von 4,25% ermittelten Betrag lag.

(17) Sonstige Rückstellungen

30.06.2006 30.06.2007
Personalbezogene Rückstellungen 1.032 1.031
Übrige Rückstellungen 35 55
1.067 1.086

In den personalbezogenen Rückstellungen sind Urlaubsrückstellungen von 112 T € (Vj. 126 T €) und Jubiläumsrückstellungen von 188 T € (Vj. 153 T €) enthalten.

(18) Verbindlichkeiten

30.06.2006 30.06.2007 davon
Restlaufzeit bis 1 Jahr
davon
Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 274 274 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 513 546 546 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 2.784 2.784 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.857 6.274 6.274 0
Sonstige Verbindlichkeiten 53 67 67 0
- davon Steuern (53) (65) (65) 0
- davon Sozialabgaben (0) (0) (0) (0)
4.423 9.945 9.945 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten die Ergebnisabführung in Höhe von 2.784 T € (Vj. Forderung in Höhe von 1.664 T €). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich mit einer Höhe von 5,0 Mio. € (Vj. 3,7 Mio. €) um Nettingverbindlichkeiten gegenüber der Wella AG, Darmstadt, sowie um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

SONSTIGE ANGABEN

(19) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

(20) Derivative Finanzinstrumente

Zum Abschlussstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente gemäß § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB.

(21) Personalaufwand

01.07.2005 - 30.06.2006 01.07.2006 - 30.06.2007
Löhne und Gehälter 3.357 4.415
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 630 1.073
- Davon für Altersversorgung (11) (178)
3.987 5.488

(22) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

01.07.2005 - 30.06.2006 01.07.2006 - 30.06.2007
Logistik 19 26
Produktion 45 70
Verwaltung 40 6
104 102

(23) Geschäftsführung

Geschäftsführer sind die Herren Hartmut Romfeld, Leiter Geschäftsbereich Einrichtungen, Wella AG, Darmstadt, und Heinz-Joachim Schultner, Leiter Konzerncontrolling und -rechnungswesen, Wella AG, Darmstadt.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat den Geschäftsführern keine Kredite gewährt.

(24) Konzernverhältnisse

Die Wella Salon Einrichtungen GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Wella Manufacturing GmbH, Darmstadt, und damit eingebunden in den obersten Konzernabschluss von The Procter & Gamble Company, Cincinnati/ Ohio, USA.

Der Konzernabschluss der Wella AG, Darmstadt, für den kleinsten Konsolidierungskreis wird zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort veröffentlicht und über diesen automatisch an das elektronische Unternehmensregister unter HRB 1046 weitergeleitet.

Der Konzernabschluss von The Procter & Gamble Company, Cincinnati/Ohio USA, für den größten Konsolidierungskreis wird unter Central Index Key 080424 bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt.

 

Darmstadt, 19. September 2007

Hartmut Romfeld, Die Geschäftsführung

Heinz-Joachim Schultner, Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder
Herstellungskosten
01.07.2006 Zugänge Abgänge Umbuchungen
in T € in T € in T € in T €
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 69. - . 0 - .
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 209 176. 3 120
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120 - . .-.. - 120
399 176 3. -
II. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 617 128. 19 -
2. Sonstige Ausleihungen 39 6. 9 -
656 133 28 -
1.055 309 31 -
Anschaffungs- oder
Herstellungskosten
Abschreibungen kum. Abschreib.
30.06.2007 Jahresbetrag Zuschreibungen 30.06.2007
in T € in T € in T € in T €
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 69. 16. - 29
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 503. 127 3 186
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - . - - .
572 143. 3 215
II. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 725 - - 3
2. Sonstige Ausleihungen 36 - . - -
761 - - 3
1.333 143 3 218
Nettobuchwert Nettobuchwert
30.06.2006 30.06.2007
in T € in T €
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 57 40
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 147 317
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120 -
324 357
II. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 615 723
2. Sonstige Ausleihungen 39 36
654 759
978 1.116

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhangunter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wella Salon Einrichtungen GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Wella Salon Einrichtungen GmbH, Krefeld, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 19. September 2007

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Deselaers), Wirtschaftsprüfer

(ppa. Wiesner), Wirtschaftsprüfer

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