Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 10051
Eingetragen
18.8.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Halten von Beteiligungen an Unternehmen jeder Art, insbesondere an der MK Metallfolien GmbH.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Stina Cloppenburg
seit 7.4.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Stina Vormann
Liboristr. 14, 44143 Dortmund
12.750 €
51.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MKM Holding GmbH

Hagen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 48.541.719,14 50.914.502,01
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.198.232,75 6.999.777,01
3. Gesamtleistung 45.343.486,39 57.914.279,02
4. sonstige betriebliche Erträge 1.164.711,35 1.032.765,17
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.479.288,82 26.629.046,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 84.785,73 166.310,55
21.564.074,55 26.795.357,14
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.944.482,07 5.934.003,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.077.176,49 1.087.990,41
7.021.658,56 7.021.994,35
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.211.258,75 2.049.498,92
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.888.492,01 6.219.412,94
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des FAV 0 -461,75
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.508,25 3.881,62
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 494.131,16 571.281,91
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.729.867,71 5.135.793,43
12. Ergebnis nach Steuern 6.654.223,25 11.157.125,37
13. sonstige Steuern 53.820,25 83.844,96
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 6.600.403,00 11.073.280,41

Konzernbilanz zum 30. Juni 2023

AKTIVA

30.06.2023 30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.591,10 16.415,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,46 0,46
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 67.031,00 0,00
82.622,56 16.415,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.787,19 42.157,17
2. technische Anlagen und Maschinen 3.648.232,83 4.637.843,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.287,81 271.287,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 310.322,97 54.657,25
4.261.630,80 5.005.945,74
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.883.512,07 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.197.548,64 8.918.045,36
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.076.534,83 13.188.256,79
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.693.583,98 2.907.888,59
25.967.667,45 25.014.190,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.615.949,67 7.154.925,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.452.884,24 3.666.706,51
7.068.833,91 10.821.632,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.434.182,74 9.670.684,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 192.600,82 68.908,03
D. Aktive Latente Steuern 199.616,13 307.477,84
54.090.666,48 50.905.254,87

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 14.552.971,40 14.552.971,40
III. Eigenkapitaldifferenz aus Fremdwährungsumrechnung 136.132,22 591.706,99
IV. Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-) 15.350.278,46 4.060.057,37
V. Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 6.383.462,33 11.073.280,42
36.447.844,41 30.303.016,18
C. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen
1. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 7.333,33 4.500,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 739.114,69 883.468,36
2. Steuerrückstellungen 2.366.370,44 2.280.383,14
3. sonstige Rückstellungen 1.747.263,61 2.174.654,37
4.852.748,74 5.338.505,87
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 360.621,36 307.182,70
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 9.695,03
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.081.279,36 4.677.723,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 10.340.839,28 10.264.631,89
12.782.740,00 15.259.232,82
54.090.666,48 50.905.254,87

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

der MKM Holding GmbH, Hagen

A. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen MKM Holding GmbH, Hagen, hat den Konzernabschluss zum 30. Juni 2023 entsprechend den gesetzlichen Regelungen nach den §§ 290 ff HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die MKM Holding GmbH mit Sitz in Hagen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter der Nummer HRB 10051 eingetragen.

B. Konsolidierungskreis und Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Einzelabschlüsse

Der Konsolidierungskreis umfasst die folgenden Unternehmen:

MKM Holding GmbH, Hagen (Mutterunternehmen)

MK Metallfolien GmbH, Hagen,

MK Metalfoils USA Inc., Duncan/Greenville (USA)

MK Metalfoils (Wujiang) Co. Ltd, Wujiang (China).

Das Mutterunternehmen hält 100% der Anteile an der MK Metallfolien GmbH. Diese wiederum hält 100% der Anteile an der MK Metalfoils USA Inc. und an der MK Metalfoils (Wujiang) Co. Ltd.

Sowohl die MKM Holding GmbH, Hagen, die MK Metallfolien GmbH, Hagen, als auch die MK Metalfoils USA Inc., Duncan, haben den 30. Juni als Abschlussstichtag. Die MK Metalfoils (Wujiang) Co. Ltd, Wujiang hat den 31.12. als Abschlussstichtag. Für diese Gesellschaft wurde zum 30.06.2023 ein Zwischenabschluss erstellt.

Der Jahresabschluss der MK Metallfolien GmbH wird in den Konzernabschluss der MKM Holding GmbH, Hagen, einbezogen. Die MK Metallfolien GmbH nimmt gem. § 264 Abs. 3 HGB folgende Erleichterungen in Anspruch:

Verzicht auf die Aufstellung eines Anhangs,

Verzicht auf die Erstellung des Lageberichts,

Verzicht auf die Offenlegung des Einzelabschlusses.

C. Angaben zur Konsolidierung, Bewertung und Bilanzierung

I. Konsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Aus der Kapitalkonsolidierung zum 31.10.2015 ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Umrechnung von Abschlüssen in fremder Währung für den Konzernabschluss erfolgte nach Maßgabe von § 308a HGB. Zur Ermittlung der Durchschnittskurse für die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das arithmetische Mittel der monatlichen Stichtagskurse gebildet. Fremdwährungsdifferenzen bei der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral, bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung ergebniswirksam erfasst.

II. Bewertung und Bilanzierung

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Der durch die Kapitalkonsolidierung zum 31.10.2015 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wurde linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt.

Die Zugänge im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wurden linear abgeschrieben. Bei unterjährigen Zu- oder Abgängen werden die Abschreibungen zeitanteilig (monatsgenau) berechnet.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der betreffenden Vermögensgegenstände wurden die steuerlichen Regelungen zur Bilanzierung und Bewertung von geringwertigen Wirtschaftsgütern auch für handelsrechtliche Zwecke übernommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert bis 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgte zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden (Wiederbeschaffungs-) Wert. Die Anschaffungskosten werden mittels Einzelfeststellung und gleitender Durchschnittsbewertung ermittelt.

Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgte die Aktivierung zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen des Anlagevermögens und angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie freiwillige soziale Leistungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. In den Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten.

Da zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden die sich daraus -nach Saldierung- insgesamt ergebenen latenten Steuern aktiviert.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beinhaltet einen Zuschuss aus einem Umweltbonus für einen geleasten Pkw der vertragskonform aufgelöst wird.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionszusagen wurden Rückstellungen gebildet. Für die Berechnung der Pensionsverpflichtung in der Handelsbilanz wird das laufende Einmalbeitragsverfahren (PUC-Methode) zu Grunde gelegt.

Folgende Bewertungsparameter zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags der Pensionsrückstellung nach § 253 Abs. 2 HGB zum 30.06.2023 wurden berücksichtigt:

7 Jahresdurchschnitt 10 Jahresdurchschnitt
Bewertungsmethode PUC Methode PUC Methode
Rechnungszins 1,57 % p. a. 1,80 % p. a.
Rententrend 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Gehaltstrend 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Karrieretrend 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Fluktuation 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Biometrische Annahmen (c) Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck (c) Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB zwischen der Berechnung auf Grundlage eines 7-Jahresdurchschnitts und der neuen Berechnung mit einem 10-Jahresdurchschnitt beträgt 22.265 Euro.

Bei der Bestimmung des Zinssatzes für die Pensionsrückstellung wird die Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und eine Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt.

Die Pensionsrückstellung wurde mit einer Rückdeckungsversicherung saldiert, die die Anforderungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen vor Saldierung mit der Rückdeckungsversicherung belief sich zum 30.06.2023 auf TEUR 1.991.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsverpflichtung erfolgte zum Aktivwert und beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 1.252. Der Aktivwert entspricht nach Auskünften der Versicherungsmathematiker den Anschaffungskosten sowie näherungsweise dem Zeitwert.

Der Zinsaufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 42 wird, nach Saldierung mit den ertragswirksamen Wertänderungen aus den Rückdeckungsversicherungen von TEUR 29, im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr oder Vorjahre betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem restlaufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, wobei jede Rückstellung einzeln bewertet wurde.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten werden auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen.

Sachverhalte in fremder Währung werden mit dem Stichtagskassakurs am Tag des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet. Zum Bilanzstichtag noch bestehende kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs (Mittelkurs) am Bilanzstichtag bewertet.

D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzern-Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 43 (i.Vj. TEUR 84) eine Restlaufzeit über ein Jahr.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen i. H. v. TEUR 1.053 (i. Vj. TEUR 281) sowie antizipative Forderungen aus Stromsteuern in Höhe von TEUR 133 (i.Vj. TEUR 231). Es bestehen Forderungen auf Grund von Quarantäneanordnungen i. H. v. TEUR 17 (i. VJ TEUR 19).

3. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für

voraussichtliche Jahresboni an Kunden (TEUR 706)

ausstehende Rechnungen für die Buchhaltung sowie die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 318)

Rückbauverpflichtungen (TEUR 281)

Rückstellungen für ausstehende Tantiemen (TEUR 191) und

ausstehenden Urlaub des Personals (TEUR 133)

enthalten.

4. Derivative Finanzinstrumente

Es sind diverse Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Devisenswaps vorhanden. Diese bilden keine Bewertungseinheit und werden daher zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum 30.06.2023 ergaben sich daraus drohende Verluste, für die eine Rückstellung gebildet wurde. Die Bewertungen stammen von einem Kreditinstitut, spiegeln den Wert des betreffenden Finanzinstruments unter den am Bilanzstichtag vorherrschenden Marktbedingungen wider und leiten sich vom Mid.Market-Preis ab, zu dem das Kreditinstitut die Finanzinstrumente an dem Stichtag beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte.

5. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten 30.06.2023
davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamt bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 361 169 192 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.081 2.081 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.341 1.141 9.200 0
-davon gegenüber Gesellschaftern 6.400
- davon aus Steuern 815
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 54
Verbindlichkeiten 30.06.2023 30.06.2022
davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamt bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 307 307 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10 10
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.678 4.678 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.265 1.065 0 9.200
-davon gegenüber Gesellschaftern 6.465
- davon aus Steuern 636
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 86

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 358 sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Wirtschaftsgüter (Glühe nebst Zubehör) besichert.

6. Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzposten:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
30.06.2023 30.06.2023
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände -4 0
Sachanlagen 148 527
Vorräte Inkl. Zwischengewinneliminierung 191 0
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 106 34
Übrige Aktiva 0 46
Pensionsrückstellungen 229 0
Steuerrückstellungen 7 0
Sonstige Rückstellungen 117 0
Verbindlichkeiten gesamt 30 17
Latenz auf Verlustvortrag 0
Bruttobetrag 824 624
Saldierungen -624
Bilanzansatz 200

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz i.H.v. 33% für steuerliche Latenzen in Deutschland, 25% für die USA und 5 % für China zu Grunde gelegt.

Die Entwicklung der Latenzen im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Stand 30.06.2022 Veränderung Stand 30.06.2023
TEUR in TEUR TEUR
aktive Latenzen 1.384 -560 824
passive Latenzen 1.074 -450 624
saldiert 307 200
(aktive Latenzen)

II. Posten der Gewinn und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:

TEUR
Inland 29.602
Übriges Gebiet der Europäischen Union 2.280
USA 9.559
China 2.199
Übrige Drittstaaten 4.902
Gesamt 48.542

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktionsgruppen stellt sich wie folgt dar:

TEUR
Katalysatorfolie 40.501
Präzisionsband 993
Handelsware 474
Lohnarbeit 1.344
Sonstiges 5.230
Gesamt 48.542

2. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnungen in H. v. TEUR 282 (i.Vj TEUR 676).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 165 enthalten (i.VJ TEUR 268). Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 47; i. VJ TEUR 37) und Erträgen aus dem Erlass eines Darlehens der NRW Bank i. H. v. TEUR 100 (im VJ aus dem Paycheck Protection Program in den USA von TEUR 222).

Des Weiteren ist in dem Posten ein Ertrag aus einem Investitionszuschuss von TEUR 456 (i. Vj TEUR 0) enthalten.

3. Personalaufwand

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 110 (i.Vj. TEUR 131) enthalten.

4. sonstige betriebliche Aufwendungen

Das in diesem Posten ausgewiesene Honorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 81.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 155 (i. VJ 101) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 352 (i.Vj. TEUR 212) enthalten.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dem Posten sind keine Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (i.Vj. TEUR 2) enthalten.

6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Dieser Posten setzt sich wie folgt zusammen:

Aufwendungen aus lfd. Steuern für das aktuelle Geschäftsjahr TEUR 2.642 (VJ 5.135)
Aufwendungen (+) oder Erträge aus latenten Steuern (-) TEUR 88 (VJ 98)

E. Sonstige Pflichtangaben. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 2.781. Hiervon entfallen TEUR 2.353 auf das unbewegliche Sachanlagevermögen.

II. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich folgende Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) beschäftigt:

Angestellte 26
Gewerbliche Arbeitnehmer 72
Gesamt 98

III. Ergänzende Angaben zum Eigenkapitalspiegel

EUR
Betrag, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung steht 36.110.658,01
Betrag, der gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegt 194.007,95
Betrag, der gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren unterliegt 10.778.798,31

IV. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, was dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten entspricht, abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen sowie der Termingelder, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören.

Die Zusammensetzung stellt sich wie folgt dar:

30.06.2023 30.06.2022
in Euro in Euro
Guthaben bei Kreditinstituten 14.434.182,74 9.670.684,56
abzüglich Termingeld/Finanzanlagevermögen -2.000.000,00 0,00
abzgl. jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -2.291,36 -1.919,58
Saldo 12.431.891,38 9.668.764,98

Der Bestand des Finanzmittelfonds unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen.

Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge ergaben sich nicht.

Die sonstiges zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen betrafen im Geschäftsjahr

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 47)

Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellung (TEUR 112)

((noch)nicht gezahlte Zinsen) (TEUR -101)

Übrige (TEUR 13)

V. Organe der Muttergesellschaft und Gesamtbezüge

Als Geschäftsführer der Muttergesellschaft sind bestellt:

 

Stina Vormann, Kaufmännische Leiterin MK Metallfolien GmbH

Von den Vorschriften des § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Das Geschäftsjahr 2022/2023 des Mutterunternehmens MKM Holding GmbH schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 4.621 und einem Gewinnvortrag von TEUR 16.937 ab. Beides soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Hagen, den 22.04.2024

Stina Vormann, Geschäftsführerin

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 30.06.2022 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.518,75 7.409,08 5.956,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.355.330,05 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 67.031,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 24.439.848,80 74.440,08 5.956,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der der Bauten auf fremden Grundstücken 153.672,05 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 20.667.317,12 41.091,00 6.081,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.191,01 93.824,15 60.927,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.657,25 354.695,52 0,00
Summe Sachanlagen 21.813.837,43 489.610,67 67.008,84
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.968.153,18 84.641,11
Summe Finanzanlagen 0,00 1.968.153,18 84.641,11
Summe Anlagevermögen 46.253.686,23 2.532.203,93 157.605,95
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchungen Währungsdifferenz Stand 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -2.736,93 83.234,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 24.355.330,05
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 67.031,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 -2.736,93 24.505.595,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -12.832,62 140.839,43
2. technische Anlagen und Maschinen 98.240,90 -105.384,48 20.695.182,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -20.357,26 950.730,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -98.240,90 -788,90 310.322,97
Summe Sachanlagen 0,00 -139.363,26 22.097.076,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.883.512,07
Summe Finanzanlagen 0,00 1.883.512,07
Summe Anlagevermögen 0,00 -142.100,19 48.486.184,02
Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 30.06.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zuschreibungen des Geschäfts- jahres Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.103,56 6.947,66 0,00 5.955,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.355.329,59 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 24.423.433,15 6.947,66 0,00 5.955,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der der Bauten auf fremden Grundstücken 111.514,88 1.928,79 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 16.029.473,61 1.117.412,43 0,00 2.520,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 666.903,20 84.969,86 0,00 52.454,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.807.891,69 1.204.311,08 0,00 54.974,90
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 41.231.324,84 1.211.258,74 0,00 60.929,90
Abschreibungen
Umbuchungen Währungsdifferenz kumulierte Abschreibungen 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.452,42 67.643,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 24.355.329,59
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.452,42 24.422.973,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.391,43 102.052,24
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 97.415,83 17.046.949,81
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 12.975,47 686.443,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 121.782,73 17.835.445,14
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 123.235,15 42.258.418,53
Buchwerte
30.06.2023 30.06.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.591,10 16.415,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,46 0,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.031,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 82.622,56 16.415,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der der Bauten auf fremden Grundstücken 38.787,19 42.157,17
2. technische Anlagen und Maschinen 3.648.232,89 4.637.843,51
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.287,81 271.287,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 310.322,97 54.657,25
Summe Sachanlagen 4.261.630,87 5.005.945,74
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.883.512,07 0,00
Summe Finanzanlagen 1.883.512,07 0,00
Summe Anlagevermögen 6.227.765,50 5.022.361,39

Konzernlagebericht der für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

A. Grundlagen des Konzerns

Die MKM Holding GmbH wurde im Juli 2015 gegründet. Sie ist eine reine Finanzholding und übernimmt keine operativen Aufgaben innerhalb des Konzerns. Der Konzern wird von der geschäftsführenden Gesellschafterin der MKM Holding GmbH, Frau Stina Vormann geleitet.

In seiner aktuellen Struktur ist der Konzern Ende Oktober 2015 entstanden. Seit dem hält die MKM Holding GmbH 100 % der Anteile an der MK Metallfolien GmbH. Die MK Metallfolien GmbH wiederum hält 100% der Anteile an den Tochterunternehmen MK Metalfoils USA, Inc. und MK Metalfoils (Wuijang) Co. Ltd..

Der Konzern unterhält Produktionsstätten in Deutschland, USA und China. Gegenstand der Unternehmenstätigkeit ist die Herstellung, Verarbeitung und der weltweite Vertrieb von Metallfolien insbesondere für die Automobilindustrie.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Geschäftsverlauf

Konjunktur - Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2022 laut OECD um 3,2 % und damit deutlich niedriger als noch im Vorjahr wuchs, lag das globale Wirtschaftswachstum 2023 bei 3,1 % - insgesamt ein konjunkturell durchwachsenes Jahr.

Treiber für die Wirtschaftsleistung war die Konjunkturentwicklung in den USA und in einigen Schwellenländern. So konnte USA einen Zuwachs von 2,5 %, China in Höhe von 5,2 % und Indien von 6,7 % erzielen.

Als größte Volkswirtschaft in der Europäischen Union bremste Deutschland die Wirtschaftsleistung im letzten Jahr. Während Eurostat für die EU ein geringes Wachstum von 0,5 % zum Vorjahr verzeichnete, sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % laut Statistischem Bundesamt. Die Wirtschaft in Deutschland wurde im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei zugleich hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursachen hierfür waren einerseits der schwache private Konsum in Folge der Kaufkraftverluste durch die Energiepreiskrise sowie die insgesamt geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft in Verbindung mit den Auswirkungen der geopolitischen Spannungen und Krisen im letzten Jahr.

Automobilindustrie - 2022 waren die internationalen Automobilmärkte von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Laut VDA blieb der PKW-Weltmarkt mit 71,2 Mio. abgesetzten PKW insgesamt auf dem Stand des Jahres 2021. Während die Neuzulassungen in Europa und den USA unter dem Vorjahresniveau blieben, legte der chinesische Markt deutlich zu.

Im Jahr 2023 konnte weltweit dann ein deutliches Wachstum verzeichnet werden. Der chinesische PKW-Markt konnte mit knapp 25,8 Mio. neu zugelassenen PKW ein Rekordjahr erreichen und lag damit 11 % über Vorjahr. Der Absatz in China trotzte damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft. Auf dem indischen Markt wurden mit 4,1 Mio. 8 % mehr PKW verkauft als im Vorjahr, wodurch Indien mittlerweile den drittgrößten PKW-Einzelmarkt der Welt einnimmt. Während in den USA die Light-Vehicle-Verkäufe um 12 % auf 15,5 Mio. Fahrzeuge gestiegen sind, wurden auf dem europäischen PKW-Markt mit 12,8 Mio. Neufahrzeugen rund 14 % mehr als im Vorjahr verkauft.

In Deutschland konnten die Neuzulassungen um 7 % auf 2,8 Mio. Einheiten zulegen. Die PKW-Inlandsproduktion konnte sogar mit einem Plus von 18 % auf 4,1 Mio. Einheiten wachsen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist dies immer noch ein Minus von 21 % im Hinblick auf die Absätze bzw. 12 % im Hinblick auf die Produktionszahlen. Im Gesamtjahr 2023 wurden insgesamt 700.200 Elektro-PKW neu zugelassen. Das sind 16 % weniger als im Vorjahr als Reaktion auf die Änderungen im Förderungsregime.

Stahlmarkt - Nachdem 2021 ein außergewöhnliches Jahr mit guten Gewinnen für die globale Edelstahlindustrie war, ist die weltweite Produktion in 2022 um 5,2 % auf 55,3 Mio. Tonnen gesunken. Die Basispreise und Legierungszuschläge der für uns relevanten Güten lagen zu Beginn unseres Geschäftsjahres im Sommer 2022 auf einem Allzeithoch - insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten und dem hohen Chrompreis. In den ersten neun Monaten 2023 konnte ein Teil des Produktionsrückgangs im Vergleich zum Vorjahr wieder kompensiert werden - die Edelstahlproduktion verzeichnete bis September ein Wachstum von 2,5 % auf 42,6 Mio. Tonnen.

Ergebnisentwicklung - Das abgelaufene Geschäftsjahr lief für uns besser als ursprünglich erwartet, sodass wir mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden sein können. Wir liegen sowohl hinsichtlich des Konzernumsatzes als auch des EBITDAs über unserer Planung. Unsere Umsätze sind im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr 2021/22 jedoch gesunken. Das EBITDA ist mit einem Minus von 41,7 % sogar deutlich stärker eingebrochen, was zum Teil aber auch auf positive Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen ist.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist der Umsatz im Verhältnis zum Vorjahr um rund 4,7 % auf 48,5 Mio. Euro gesunken. Der Umsatz nach Ländern stellt sich im Konzern wie folgt dar:

01.07.2022 bis 30.06.2023 01.07.2021 bis 30.06.2022
TEUR in % TEUR in %
Deutschland 29.602 61,0% 24.520 48,2%
Übriges Gebiet der EU 2.280 4,7% 6.880 13,5%
China 2.199 4,5% 3.530 6,9%
USA 9.559 19,7% 10.374 20,4%
Übrige Drittstaaten 4.902 10,1% 5.611 11,0%
48.542 100,0% 50.915 100,0%

In unserem wichtigsten Segment, den Katalysatorfolien, sank der Umsatz von 41,2 Mio. Euro auf 40,5 Mio. Euro. Dies bedeutet ein Umsatzrückgang i. H. v. 1,7 %.

Bezogen auf den Konzernumsatz haben die Katalysatorfolien einen Anteil von 83,4 % (i.V. 80,9 %). Die weiteren Umsätze entfallen insbesondere auf Lohnarbeit, Präzisionsband, Brennstoffzellen und Stanzteile.

3. Umweltschutz

Da wir Folien für die Produkte des Umweltschutzes liefern, sehen wir den Umweltschutz als wichtigen Bestandteil unserer betrieblichen Aktivitäten. Der bestehende Anlagenpark wird diesbezüglich ständig auf die Umwelt-Effizienz geprüft und entsprechend aufgewertet. Der Natur entnommene Ressourcen versuchen wir möglichst lange in der wirtschaftlichen Verwendung zu halten und dadurch die zusätzliche Zufuhr endlicher Ressourcen in den Wirtschaftskreislauf zu minimieren. Unser Ziel ist es, unseren Kunden genau die Produkte zur Verfügung zu stellen, die sie gerade benötigen. Das ist herausfordernd bei der derzeitig angespannten Lage der Lieferketten und der vielfältigen Art der Anwendungen.

Die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001:2015 und 14001:2015 wurden im August 2023 neu ausgestellt für die MK Metallfolien GmbH. Die DIN EN ISO 9001:2015 ist eine internationale Norm für das Qualitätsmanagement. Sie legt die Anforderungen fest, die ein Unternehmen erfüllen muss, um ein wirksames Qualitätsmanagementsystem zu etablieren und aufrechtzuerhalten. Die DIN EN ISO 14001:2015 enthält Anforderungen an Umweltmanagementsysteme, und zwar bezüglich der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung, der Erfüllung der rechtlichen und sonstigen Verpflichtungen sowie der Formulierung konkreter Umweltziele. Weiterhin wurde das Energiemanagementsystem der MK Metallfolien GmbH nach DIN EN ISO 50001:2018 im August 2023 überprüft und bestätigt. Ziel dieser Norm ist es, die eingesetzten Energieträger zu erfassen und auf Optimierungen zu analysieren.

In den USA wurde die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 im August 2023 überprüft und bestätigt.

In China wurde die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 im Oktober 2023 überprüft und bestätigt.

4. Vermögenslage

Aktiva 30.06.2023 30.06.2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 83 16 67
Sachanlagen 4.262 5.006 -744
Finanzanlagen 1.884 0 1.884
Vorräte 25.968 25.014 954
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.616 7.155 -1.539
Sonstige Vermögensgegenstände 1.453 3.667 -2.214
Liquide Mittel 14.434 9.671 4.763
Aktive latente Steuern 200 307 -107

Die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen überwiegend auf geleistete Anzahlungen für ein neues Warenwirtschaftssystem.

In diesem Jahr wurden keine umfangreichen Investitionen ins Sachanlagevermögen vorgenommen. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf TEUR 490.

Aufgrund der hohen Liquidität wurden über einen Vermögensverwalter Investitionen von TEUR 1.884 in Wertpapiere (v.a. Aktien und Aktien sowie renten-ETF) getätigt.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % angestiegen. Ursächlich ist hier ein mengenmäßiger Anstieg um ca. 10% auf rund 4.900 Tonnen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagbedingt um 21,5% auf TEUR 1.453 gesunken.

Die liquiden Mittel sind aufgrund der Geschäftsentwicklung und des Umstands, dass keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter für das Vorjahr erfolgt ist, um 49 % gestiegen.

Passiva 30.06.2023 30.06.2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Bilanzielles Eigenkapital 36.447 30.303 6.149
Rückstellungen 4.853 5.338 -485
Nachrangdarlehen (ohne Zinsen) (ausgewiesen unter den sonstigen Verbindlichkeiten) 9.200 9.200 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 361 307 54
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 2.081 4.678 -2.597
Übrige Passiva 1.148 1079 69

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Wert Vorjahr Wert
TEUR in % TEUR in %
(Eigenkapital + nachrangige Gesellschafterdarlehen x 100) / 45.645/ 39.503/
Gesamtkapital 54.091 50.905
Wirtschaftliches Eigenkapital in % 84,4 77,6

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt deutlich um 55,5 % reduziert.

5. Finanzlage

Die Finanz- und Liquiditätsstruktur stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Wert Vorjahr Wert
TEUR TEUR
Fremdkapital und Rückstellungen 17.635 20.597
- Flüssige Mittel 14.434 9.671
Nettoverschuldung in TEUR 3.201 10.926

In der o.a. Nettoverschuldung sind die vorgenannten Nachrangdarlehen enthalten, die aufgrund ihrer Laufzeit und ihrer Nachrangigkeit eher dem Eigenkapital zuzurechnen sind. Ohne Berücksichtigung der Nachrangdarlehen zum 30.06.2023 von TEUR 9.200 besteht eine positive Nettoliquidität i. H. v. EUR 5.999.

Die Liquidität beträgt zum 30.06.2023 14,4 Mio. Euro und ist als sehr gut zu beurteilen.

Es bestehen Kontokorrentkreditvereinbarungen mit einer Bank, die aber angesichts der sehr guten Liquidität zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.

Zur Entwicklung des Cash Flows verweisen wir auf die Konzern-Kapitalflussrechnung.

Im Rahmen des Finanzmanagements sichern wir regelmäßig Forderungen in USD und zum Teil auch in CNY über Devisentermingeschäfte ab. Bewertungseinheiten mit den konkreten Forderungen werden nicht gebildet. Im aktuellen Geschäftsjahr lagen die ergebniswirksamen Währungseffekte einschließlich der Ergebnisse aus den Devisentermingeschäften saldiert bei TEUR - 70 (i. Vj. TEUR +464).

6. Ertragslage

01.07.2022 - 30.06.2023 01.07.2021 - 30.06.2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse 48.542 50.915 -2.373
Gesamtleistung (=Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) 45.343 57.914 -12.571
Sonstige betriebliche Erträge 1.165 1.033 132
Materialaufwand 21.564 26.796 -5.232
Personalaufwand 7.022 7.022 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.888 6.219 669
Ergebnis vor Abschreibung, Steuern und Finanzergebnis (EBITDA) 11.034 18.910 -7.876
Abschreibungen 1.211 2.049 -838
Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis (EBIT) 9.822 16.861 -7.038
Finanzergebnis -439 -568 129
Steuern (inkl. sonstige Steuern) -2.784 -5.220 -2.436
Jahresergebnis 6.600 11.073 -4.473

Zur Umsatz- und Auftragsentwicklung vgl. Abschnitt A. 2.

Die Materialaufwandsquote (Relation von Materialaufwand zur Gesamtleistung) liegt bei 47,6 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %-Punkte erhöht. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass wir die stark gestiegenen Kosten bspw. für die Legierungszuschläge oder Energie, welche im Sommer 2022 ihren Höhepunkt erreichten, nicht vollumfänglich an unsere Kunden weitergegeben haben.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung) liegt bei 15,5 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 3,5 %-Punkte gestiegen. Dies ist vor allem auf Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Absolut ist der Personalaufwand unverändert zum Vorjahr, die Gesamtleistung bleibt aber hinter dem Vorjahr zurück.

Die Abschreibungen i. H. v. insgesamt TEUR 1.211 (i.Vj. TEUR 2.049) haben sich deutlich verringert. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der im Konzernabschluss ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert seit dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr vollständig abgeschrieben ist und dadurch ein Abschrei-bungsvolumen von TEUR 540 p.a. entfällt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um TEUR 669 gestiegen. Neben den allgemeinen Kostensteigerungen haben insbesondere die um rund TEUR 284 höheren Instandhaltungsaufwendungen sowie die um TEUR 127 gestiegenen Miet- und Raumkosten zu diesem Anstieg beigetragen.

Das EBITDA (wesentlicher finanzieller Leistungsindikator) hat sich um 7,9 Mio. Euro verringert. Dies begründet sich zum einen durch den Umsatzrückgang, durch die höheren Kosten in den verschiedensten Bereichen, aber auch dadurch, dass im vorangegangenen Geschäftsjahr einmalige Sondereffekte zu dem sehr guten EBITDA geführt haben, bspw. der Verkauf von bereits stark abgewertetem Vormaterial zu einem höheren Preis.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren setzen wir nicht zur Steuerung ein.

Das Finanzergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 129 verbessert.

Insgesamt lagen wir sowohl bei den Umsätzen, dem EBITDA und dem Jahresergebnis deutlich über unseren letztjährigen Erwartungen für diese Geschäftsjahr und sind daher mit dem Geschäftsverlauf zufrieden.

C. Forschung und Entwicklung

Unsere aktuell laufenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten befassen sich mit neuen Werkstoffkonzepten für unser Katalysatorfoliengeschäft als auch für neue Anwendungen bei alternativen Antrieben wie z.B. Brennstoffzellen.

Im Bereich der Brennstoffzellentechnik befassen wir uns insbesondere mit der Herstellung und Beschichtung von Bipolarplatten. Pro Brennstoffzelle sind zwei Bipolarplatten erforderlich. Der Grundwerkstoff sollte eine gute elektrische und thermische Leitfähigkeit besitzen und eine hohe Haltbarkeit unter den gegebenen Betriebsbedingungen gewährleisten. Wir beschäftigen uns intensiv mit Werkstoffen, die aktuell bereits für die Herstellung von Bipolarplatten eingesetzt werden, sowie mit Alternativen hierzu, die die vorab genannten Eigenschaften ebenfalls erfüllen können. Um einen guten elektrischen Kontakt zur Membran-Elektroden-Einheit sicherzustellen, bekommen die Platten an der Außenseite bspw. durch Aufdampfen von Gold eine leitfähige Beschichtung, die gleichzeitig Korrosionsschutz bieten soll. Wir haben bereits verschiedene Beschichtungen auf das von uns gewalzte Material aufgebracht und getestet. Die Proben wurden an unterschiedliche Kunden versendet. Auf Basis der uns vorliegenden Testergebnisse haben wir die am besten geeigneten Beschichtungen ausgewählt, umformen lassen und im Langzeittest ausgewertet. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Herstellung einer eigenen Dispersion sowie in diversen Projekten mit Material für die Hochtemperaturbrennstoffzelle.

In Bezug auf unsere Katalysatorwerkstoffe ist die Verschärfung der weltweiten Abgasgesetze für Verbrennungsmotoren weiterhin Treiber unserer F&E-Aktivitäten. So arbeiten wir stetig daran, auch die bereits langjährig bestehenden Werkstoffe entsprechend der Anforderungen unserer Kunden weiterzuentwickeln. Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten lag beim elektrisch beheizbaren Katalysator. Der Einsatz des elektrischen Heizkatalysators in Kombination mit dem 48 V-System soll die gleichzeitige Optimierung von Emissionen und Energieeffizienz durch ein gezieltes Thermomanagement ermöglichen. Konkret ermöglicht es der Heizkat, die Betriebstemperatur des motornahen SCR (selektive katalytische Reduktion) möglichst schnell zu erreichen und so die NOx-Emissionen signifikant zu senken. Dieses Konzept soll dann für Hybrid- und Dieselfahrzeuge eingesetzt werden und sicherstellen, dass der Katalysator beim Einsatz sofort auf Betriebstemperatur ist und somit die katalytische Wirkung umgehend einsetzt. Nachdem die Europäische Kommission im November 2022 ihren Vorschlag zur Euro 7 Gesetzgebung gemacht hat, haben sich Ende 2023 der Rat und das Parlament für eine Abschwächung der geplanten Abgasnorm ausgesprochen. Es wird damit gerechnet, dass der finale Gesetzestext im Sommer 2024 steht, wodurch sich das Inkrafttreten der Norm nochmals verzögern dürfte. Voraussichtlich gilt die Verordnung dann Ende 2026 für die Typgenehmigung (ganz neue Modelle, die auf den Markt kommen) bzw. Ende 2027 für die Erstzulassung (alle Neuzulassungen). Durch die deutliche Abschwächung der Norm, wenden sich Kunden mittlerweile vom Heizkat ab und wir erwarten keine größeren Absatzmengen mehr mit diesen Projekten.

In anderen Anwendungsgebieten unserer Katalysatorwerkstoffe verschärfen sich die Regelungen jedoch weiter, z.B. was den Schadstoffausstoß von stationären Anlagen, Schiffen oder Kaminöfen betrifft.

Grundsätzlich können wir Lösungsansätze für Werkstoff- und Folien-Know-How, Prozesswissen in der Kalt- und Weiterverformung und weltweite logistische Leistungsfähigkeit anbieten. Auf diesen Gebieten sehen wir unsere Kernkompetenz, die wir konsequent durch F&E-Aktivitäten weiter ausbauen.

D. Risikobericht

Risikomanagement

Im Rahmen unserer Strategie-, Planungs- und Budgetprozesse sowie in der Unternehmensberichterstattung werden die wesentlichen Risiken laufend beobachtet und bewertet und im Gesellschafterkreis diskutiert.

Um Prozess- und Wertschöpfungsrisiken zu begegnen, werden die Prozesse der Leistungserbringung mittels Verfahrensvorgaben zu Produkt- und Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umwelt gesteuert. Die Zertifizierungen des Qualitätsmanagements nach ISO 9001, des Umweltmanagementsystems nach DIN ISO 14001 sowie des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 werden in Deutschland und teilweise auch in den USA und China jährlich auditiert.

Für mögliche Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie für andere Schadens- und Haftpflichtfälle wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Absatzrisiken und -chancen

Grundsätzlich sind die Auftragsbücher in der Automobilindustrie nicht mehr so gut gefüllt und der Rückstand durch die Lieferengpässe infolge der Corona-Pandemie wurde weitestgehend abgearbeitet. Die gestiegenen Preise, die teilweise über Rabatte relativiert werden, gepaart mit den hohen Zinsen und der Rezessionsangst sorgen für eine Verlangsamung der Verbrauchernachfrage und versetzen der Industrie einen Dämpfer. Der sinkende Auftragsbestand und der anhaltende Druck auf Kosten und Margen stellt in diesem Zusammenhang auch für unsere Produkte ein Risiko dar.

Erhebliche Risiken könnten darüber hinaus durch den schnellen Ausbau der Elektromobilität folgen, wodurch die Nachfrage nach Komponenten für Verbrennungsmotoren weiter abnehmen wird. Im Verbrenner wird im Vergleich zum Elektroauto fast die zehnfache Menge an Edelstahl verbaut, da heute mehr als 80% des Edelstahlbedarfs in den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in die Abgasnachbehandlung einfließen. Entscheidende Voraussetzungen für den weiteren Erfolg der Elektromobilität sind der rasche und flächendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Sicherstellung von deren Leistungsfähigkeit. Nicht zu unterschätzen sind vor diesem Hintergrund auch die politischen Anreize, die für reine Elektro- sowie Hybridfahrzeuge gesetzt werden. Für unser Geschäft ist insbesondere die Entwicklung der Diesel-Verkaufszahlen relevant. Der Diesel-Anteil bei PKW-Neuzulassungen ist seit einigen Jahren rückläufig. 2023 lag der Anteil in der EU laut ACEA bei 13,6 %, während der Anteil von batterieelektrischen Fahrzeugen auf 14,6 % wachsen konnte. Die Gefahr einer Substitution in Richtung alternative Antriebe, insbesondere durch den reinen Elektroantrieb, ist eine entscheidende Einflussgröße für unser Geschäft.

Aus neuen Gesetzen und anderen veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen können weitere Risiken für unsere Absatzsituation entstehen, wie z.B. durch die strengeren CO 2 Vorgaben in der EU oder das beschlossene Verbrenner-Aus ab 2035. Während einzelne Länder bereits entschieden haben, schon vor 2035 nur noch Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor zuzulassen, haben gleichzeitig auch einige Automobilhersteller den vorzeitigen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor verkündet. In Deutschland bestehen in einigen Städten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Während das Verbrenner-Aus in der EU einen stärkeren Effekt haben dürfte, stufen wir die regulatorischen Risiken aus Fahrverboten für unseren Absatz als gering ein. Durch die Abschwächung der Euro 7 Norm werden die zuvor gesehenen Chancen im Bereich des Heizkats für uns ausbleiben.

Im Automobilzulieferergeschäft besteht auch grundsätzlich die Gefahr möglicher Markt- und Wachstumsschwankungen. Angesichts unserer Umsatzverteilung liegt unser Fokus auf der Entwicklung in Europa. Durch unsere Standorte in USA und China konnten wir unsere Umsätze diversifizieren und profitieren von den damit verbundenen Absatzchancen sowohl in den USA als auch in Asien. Es besteht das Risiko, dass der Wettbewerbs- und Preisdruck weltweit weiter zunehmen wird.

Die Produktion von Katalysatorfolien ist nach wie vor unser Hauptprodukt. Dadurch können Abhängigkeiten von der Entwicklung unserer Kunden im Automobilzulieferergeschäft entstehen. Diesem Risiko versuchen wir durch den weltweiten Absatz unserer Produkte sowie durch eine Ausweitung unserer Produktpalette auch auf andere Geschäftsbereiche (z.B. stationäre Motoren, Ceranfelder, erneuerbare Energien, Berstscheiben für Airbags) und auf Märkte der Zukunft (wie z.B. Brennstoffzellen) zu begegnen. So konnten wir unseren Automobilanteil sukzessive verringern in den vergangenen Jahren, auch wenn wir grundsätzlich der Meinung sind, dass trotz des politisch motivierten Ausstiegs aus dem Verbrennungsmotor, dieser global noch für einige Jahre eine Daseins-Berechtigung haben wird.

Durch neu entwickelte Werkstoffe und gezielte Investitionen in unsere Maschinen werden wir in den nächsten Jahren in der Lage sein, unsere Produktpalette zu erweitern und neu entstehende Märkte zu bedienen. Auch im Titan- und Edelstahlbereich sehen wir noch Wachstumspotenzial.

Beschaffungs- und Energierisiken

Bei der Versorgung mit Vormaterial sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Die Anzahl der Lieferanten für unsere Hauptmaterialien ist gering, weshalb hier ebenfalls Risiken und Abhängigkeiten bestehen. Aufgrund der Einschätzung unserer Beschaffungsquellen gehen wir aber derzeit davon aus, dass die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten auch in Zukunft gewährleistet ist. Mit unserem hohen Vormaterialbestand haben wir genug Puffer, um auch kurzfristige Lieferverzögerungen abzufangen.

Im Hinblick auf Lieferungen aus Übersee sind wir von den EU-VO 2015//478 Safeguards betroffen (siehe Risiken aus Handelsbeschränkungen).

Die Containerpreise haben sich innerhalb des Geschäftsjahres wieder normalisiert. Seit Dezember 2023 haben die Bedrohungen für die Schifffahrt im Roten Meer jedoch die Frachtkosten erneut erhöht und die Lieferzeiten verlängert.

Ein potenzielles Risiko für die Ertragslage der Unternehmensgruppe ist das sehr hohe Preisniveau für Energie und Rohstoffe, insbesondere auch für unsere Stahlqualitäten. Diesen Risiken begegnen wir durch intensive Marktbeobachtung, eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, sowie langfristiger Lieferverträge und Überwachung der gesamten Lieferkette.

Im Laufe des Geschäftsjahres unterlag insbesondere der Chrom-Preis, der entscheidend in den Legierungszuschlag unserer Haupt-Werkstoffe einfließt, Schwankungen. Während der Legierungszuschlag zu Beginn des Geschäftsjahres auf einem sehr hohen Niveau lag, reduzierte er sich bis zum Ende des Geschäftsjahres wieder um mehr als 30 %, erreichte damit aber dennoch bei weitem nicht die durchschnittlichen Vorjahreswerte. Auch die Basispreise sind, vor allem getrieben durch die hohen Energiepreise bei der Erzeugung, auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig ist die Sensibilität für das Thema Nachhaltigkeit gestiegen und es werden im Markt vermehrt Edelstähle mit reduziertem CO 2 -Fußabdruck nachgefragt. Auch wir erhalten mehr Anfragen zu unserer CO 2 -Bilanz. Selbstverständlich versuchen wir wo möglich Energie einzusparen und den Ressourceneinsatz zu optimieren. Darüber hinaus ist uns aus eigenem Antrieb daran gelegen so wenig CO 2 wie möglich zu produzieren. Es besteht das Risiko, dass wir die diesbezüglichen Kostenerhöhungen nicht vollumfänglich an unsere Kunden weitergeben können.

Die Strompreise haben wir aufgrund der Beschlüsse zur Energiewende bereits auf einem dauerhaft hohen Niveau für Deutschland prognostiziert. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat eine Energiekrise von historischem Ausmaß ausgelöst. Ab Jahresbeginn 2022 sind die Strom- und Gaspreise erheblich angestiegen und erreichten in den Sommermonaten ihren Höhepunkt. Seit Anfang 2022 sind wir hinsichtlich unserer Stromversorgung auf ein semi-flexibles Modell umgestiegen, bei dem wir zu verschiedenen Zeitpunkten einen Teil unseres Bedarfs vorab zu einem fixen Preis absichern und den restlichen Bedarf flexibel am Spotmarkt hinzukaufen. Aufgrund der hohen Spotpreise haben wir im Jahr 2022 deutlich höhere Ausgaben für Strom getätigt. Bis zum Geschäftsjahresende haben sich die Preise etwas normalisiert, liegen aber weiterhin deutlich über unserem durchschnittlichen Strompreis 2021.

Seit Anfang 2023 haben wir auch auf ein semi-flexibles Einkaufsmodell für unseren Gasbedarf umgestellt. Im Jahr 2022 konnten wir noch vom fixierten Gaspreis profitieren. 2023 lag unser durchschnittlicher Erdgaspreis dann rund drei Mal so hoch wie in den Vorjahren.

Somit sind wir mittlerweile in beiden Fällen teilweise stark von Marktpreisschwankungen betroffen. Auch wenn Engpässe bei der Gasversorgung sowie die von vielen erwartete Fortsetzung der Energiekrise in 2023 ausgeblieben sind, ist auch dieses Risiko nicht vernachlässigbar. Insgesamt sehen wir beim Thema Energie in Deutschland starke Nachteile betreffend unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. In den USA sehen wir hingegen diesbezüglich keine größeren Probleme auf uns zukommen.

Risiken aus den Standorten USA und China

Für den Aufbau der Gesellschaften in den USA und in China haben wir in den vergangenen Jahren hohe Sach- und Geldinvestitionen getätigt. Der Ausbau unserer weltweiten Präsenz mit langjährigen Kundenbeziehungen in den für unsere Geschäftsaktivitäten relevanten Märkten trägt nach unserer Auffassung wesentlich dazu bei, Abhängigkeiten von einzelnen Absatzmärkten und Branchen zu reduzieren und Nachfragerückgänge abzufedern. Gleichwohl besteht das Risiko, dass die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Unternehmen unter unseren Erwartungen bleibt.

Ausfallrisiken und Fremdwährungsrisiken

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten werden in Deutschland und USA teilweise durch eine Kreditausfallversicherung gegen Ausfallrisiken abgesichert. Aufgrund der Unwägbarkeiten, die die letzten Monate mit sich gebracht haben, beobachten wir unsere offenen Posten sehr genau.

Die Konzernumsätze werden zu rund 25 % (VJ 27%) in fremden Währungen (USD, CNY) fakturiert. Dementsprechend bestehen insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fremdwährungsrisiken. Zu unterschiedlichen Stichtagen sichern wir den Umrechnungskurs für einen fixen USD-Betrag und teilweise auch für CNH-Beträge daher ab.

Weiterhin werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften im Rahmen der Konzernerstellung in Euro umgerechnet. Schwankungen der Devisenkurse haben daher auch Auswirkungen auf die Wertermittlungen des Konzernabschlusses.

Risiken aus Handelsbeschränkungen

Wegen der weltweiten Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ist MK Metallfolien Risiken ausgesetzt, die sich aus Handelsbeschränkungen wie Antidumping-/Antisubventionszöllen, Exportbeschränkungen sowie aus anderen protektionistisch oder politisch motivierten Hemmnissen ergeben können

In Europa sind wir teilweise hinsichtlich unserer Rohmaterialimporte von den EU-VO 2015/478 Safeguards betroffen. Diese Zölle fallen nach dem Überschreiten eines gewissen Freikontingents an. Um die zusätzlichen Kosten in Höhe von 25 % zu vermeiden, lassen wir Rohmaterial falls notwendig bis zum Beginn des nächsten Quartals in ein Zollfreilager bringen.

In den USA wurden im Mai 2018 Strafzölle nach Section 232 - eine Klausel im US-Handelsgesetz, nach der man die Einfuhr von Stahl aus sicherheitspolitischen Gründen beschränken kann - eingeführt. Da unsere Werkstoffe für Katalysatoren in USA nicht hergestellt werden, haben wir Ausnahmegenehmigungen erteilt bekommen. Die Ausnahmegenehmigungen sind auf bestimmte Mengen begrenzt und müssen jährlich verlängert werden. Im Januar 2022 wurden die Regelungen modifiziert, sodass seitdem ebenfalls eine Quartalsfreigrenze für die Einfuhr von Edelstählen besteht - unabhängig vom Vorliegen einer Ausnahmegenehmigung. Diese Regelung wurde im Dezember 2023 verlängert. Beim Versand von Edelstahl versuchen wir daher darauf abzuzielen, dass das Material zu Beginn eines Quartals in den USA eintrifft und somit Zölle umgangen werden können.

Liquiditätsrisiken

Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherstellen zu können, werden sowohl auf Ebene der einzelnen Gesellschaften als auch auf Konzernebene laufend Liquiditätsplanungen erstellt, um etwaige Defizite frühzeitig festzustellen und gegensteuern zu können. Zum 30.6.2023 halten wir etwaige Liquiditätsrisiken aufgrund des Zahlungsmittelbestands für gering. Neben den flüssigen Mitteln steht der GmbH eine Kreditlinie über 2,5 Mio. Euro bei der Commerzbank zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

Zinsrisiken

Um unseren Kapitalbedarf zu decken, stehen von Gesellschaftern langfristige, verzinsliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von 9,2 Mio. Euro zur Verfügung.

Seit Beginn der Zinswende im Juli 2022 hat die EZB mehrfach den Leitzins angehoben. Der wichtigste Leitzins im Euro-Raum liegt aktuell bei 4,5 %. Die Kosten zukünftiger Finanzierungen sind dadurch immens gestiegen. Aktuell sehen wir jedoch keinen weiteren Finanzierungsbedarf.

Risiken aus derivativen Finanzinstrumenten

Es besteht in der Holding noch ein Zinsswaps mit einer Laufzeit bis 31.12.2023, der zum 30.06.2023 keine Bewertungseinheit mit Grundgeschäften bildet. Das hierdurch abgesicherte Volumen beträgt zum Stichtag 300.000 Euro.

Zur Absicherung unserer Fremdwährungsumsätze haben wir teilweise den USD-Umrechnungskurs für einen fixen Betrag abgesichert.

Die derivativen Finanzinstrumente werden regelmäßig von den kontrahierenden Banken bewertet. Soweit sich negative Marktwerte ergeben, werden hierfür Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Personalrisiken

Für den Unternehmenserfolg sind engagierte Mitarbeiter von immenser Bedeutung. Es besteht das Risiko, insbesondere für Schlüsselpositionen geeignete Mitarbeiter zu finden oder kompetente Mitarbeiter zu verlieren. Diesem Risiko versuchen wir durch eine langfristige Bindung der Mitarbeiter und eine leistungsgerechte Bezahlung zu begegnen.

Der Mangel an Fachkräften und geeigneten Auszubildenden macht sich auch für uns mehr und mehr bemerkbar. Daher setzen wir mittlerweile insbesondere bei der Azubisuche verstärkt auf die Nutzung von Social Media und die gezielte Werbung hierüber.

IT-Risiken

Unsere Geschäftsprozesse sind IT-gestützt und dementsprechend Risiken der Informationssicherheit und Funktionsfähigkeit ausgesetzt. Hierbei lassen wir uns durch externe Dienstleister beraten, die gemeinsam mit uns maßgeschneiderte Lösungen für unsere Systeme entwickeln und implementieren. Zum 1. Juli 2025 planen wir eine Umstellung unseres ERP-Systems, die wir aktuell vorbereiten.

Cyber-Risiken sind heute allgegenwärtiger als je zuvor. Um uns zu einem gewissen Grad vor den Auswirkungen von Cyber-Angriffen zu schützen, haben wir eine Cyberschutz Versicherung abgeschlossen. Zur Prävention führen wir Mitarbeiterschulungen durch.

Datenschutz

Die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für den sorgsamen Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen ist für uns ein wichtiges Thema und wird immer wieder hinterfragt. Gemeinsam mit einem externen Datenschutzbeauftragten stellen wir sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich gemäß den Regelungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden.

Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Risiko-/Chancenprofil nicht wesentlich geändert.

Aus derzeitiger Sicht ergibt sich weder aus einzelnen Risiken noch aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten eine Bestandsgefährdung des Konzerns.

E. Prognosebericht

Konjunktur - Der Ausblick auf das Wachstum der Weltwirtschaft ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Die OECD erwartet ein Weltwirtschaftswachstum von 2,9 % für 2024 und 3,0 % für 2025 - das globale Wachstum behauptet sich, die Geschwindigkeit ist jedoch von Land zu Land weiterhin unterschiedlich. Wie bereits 2023 dürfte Asien auch im Zeitraum 2024-2025 maßgeblich zum Wachstum der Weltwirtschaft beitragen. Die geopolitischen Spannungen bleiben jedoch ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor und haben mit der Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten weiter zugenommen.

Die Inflation liegt nach wie vor über den Zielwerten. Aufgrund des nachlassenden Kostendrucks dürfte sich der allmähliche Rückgang der Inflation fortsetzen, sodass sich die Gesamtinflation in den G20-Staaten voraussichtlich von 6,6 % im Jahr 2024 auf 3,8 % im Jahr 2025 verringern wird.

Für Deutschland hat die OECD die Wachstumsprognose zuletzt drastisch gesenkt. So soll die deutsche Wirtschaft in 2024 nur noch um 0,3 % wachsen und steht damit im Kreis der G20-Staaten an vorletzter Stelle. Für 2025 wird ein Wachstum von 1,1 % erwartet.

Automobilindustrie - Die internationalen Automobilmärkte konnten in 2023 ein kräftiges Wachstum verzeichnen. Laut VDA werden die globalen Autoverkäufe in 2024 um weitere 2 % zulegen und damit fast das Vorkrisenniveau aus 2019 erreichen. Dabei dürften die Märkte in Europa und den USA 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt. Für Deutschland wird ein Rückgang der Absatzzahlen von 1 % auf 2,8 Mio. Einheiten prognostiziert. Damit wird der deutsche Markt noch ca. 25 % unter dem Vorkrisenjahr 2019 liegen. Die PKW-Inlandsproduktion wird mit 4,1 Mio. Einheiten auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Jahr bleiben. Während für die inländische Produktion von Elektrofahrzeugen ein Plus von 19 % in 2024 geschätzt wird, wird für den Absatz von Elektro-PKW in Deutschland ein Minus von 9 % auf 635.000 Einheiten vorhergesagt.

Erwartete Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die wohl wichtigsten Einflussfaktoren für die Entwicklung im kommenden Jahr sind in den Folgen der geopolitischen Spannungen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie dem Nachfragerückgang aufgrund der weiterhin hohen Energie- und Verbraucherpreise zu sehen. Eine Zuspitzung der Lage hinsichtlich des China-Taiwan-Konflikts oder der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten ist nicht ausgeschlossen. Die Risiken aufgrund von Handelskonflikten, Protektionismus, Überregulierung oder sonstigen geopolitischen und umweltbedingten Unwägbarkeiten bleiben ebenfalls bestehen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der verschiedenen Wahlen, die im Superwahljahr 2024 stattfinden werden, ihren Einfluss haben. Die zuletzt rückläufige Inflation dürfte sich jedenfalls positiv auswirken.

Wie oben schon aufgeführt, sind die Auftragsbücher in der Automobilindustrie nicht mehr so gut gefüllt und der Rückstand durch die Lieferengpässe infolge der Corona-Pandemie wurde weitestgehend abgearbeitet. Die gestiegenen Preise, die teilweise über Rabatte relativiert werden, gepaart mit den hohen Zinsen und der Rezessionsangst sorgen für eine Verlangsamung der Verbrauchernachfrage und versetzen der Industrie einen Dämpfer. Der sinkende Auftragsbestand und der anhaltende Druck auf Kosten und Margen stellt in diesem Zusammenhang auch für unsere Umsatzentwicklung im folgenden Jahr ein Risiko dar. Insgesamt gehen wir daher von einem Rückgang der konzernweiten Umsatzerlöse um rund 6% aus.

Erwartete Entwicklung der Ertragslage, EBITDA und Ergebnis

Wie oben beschrieben ist das Preisniveau für Energie und Rohstoffe sehr hoch. Wir erwarten hier für das nächste Geschäftsjahr keine Entlastung. Insgesamt wird die Materialaufwandsquote daher mindestens auf dem Vorjahresniveau liegen.

Auch bei den Personalkosten erwarten wir weitere Lohn- und Gehaltssteigerungen.

Aufgrund dessen erwarten wir sowohl beim EBITDA als auch beim Jahresergebnis für das nächste Jahr einen Rückgang zwischen 20 und 25%.

 

Hagen, den 22.04.2024

Stina Vormann, Geschäftsführerin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

17 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.