All-fish Handelsgesellschaft mbH

Eckernförder Straße 313, 24119 Kronshagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 4188 KI
Eingetragen
21.10.2004
Branche
Großhandel mit Fisch und FischerzeugnissenEinzelhandel mit Fisch, Meeresfrüchten und FischerzeugnissenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Handel mit Fisch und hiermit in unmittelbarer oder mittelbar im Zusammenhang stehenden Erzeugnissen, und zwar sowohl im Bereich des Imports als auch des Exports. Außerdem kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, gleiche oder ähnliche Unternehmungen zu gründen, bestehende zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen und sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, die Tätigkeit der Gesellschaft zu fördern. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerard Peter Maas
seit 22.12.2006
Geschäftsführer
Hermann Kroes
seit 21.10.2004
Geschäftsführer
Stefan Schulze
seit 21.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Herman Kroes
14163 Berlin
400.000 €
40.00%
Stefan Schulze
24783 Osterrönfeld
270.000 €
27.00%
G***** P**** M***
230.000 €
23.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

All-fish Handelsgesellschaft mbH

Kronshagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.126,00 1.842,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.366,00 82.450,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1,00 1,00
63.493,00 84.293,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 12.362.141,29 16.270.577,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.294.794,72 3.819.878,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 425.917,60 7.776,77
16.082.853,61 20.098.232,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 32.490,33 39.370,96
16.178.836,94 20.221.896,31

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Bilanzgewinn 3.989.006.44 2.400.566,76
4.989.006,44 3.400.566,76
B. RÜCKSTELLUNGEN 794.950,36 1.041.740,11
C. VERBINDLICHKEITEN 10.394.880,14 15.775.401,19
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 4.188,25
16.178.836,94 20.221.896,31

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.792.788,46 10.235.270,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.888.971,35 -1.920.860,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -312.846,57 -320.467,68
- davon für Altersversorgung: EUR 140.348,04 (Vorjahr: EUR 148.172,05)
-2.201.817,92 -2.241.327,69
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -40.242,12 -51.657,77
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.471.461,38 -4.360.854,72
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 43.895,13 (Vorjahr: EUR 34.641,75)
5. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 500.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.965,09 1.829,77
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -457.309,00 -180.664,88
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -529.869,88 -999.004,63
9. Ergebnis nach Steuern 1.595.053,25 2.403.590,36
10. Sonstige Steuern -6.613,57 -3.023,60
11. Jahresüberschuss 1.588.439,68 2.400.566,76
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.400.566,76 2.884.334,77
13. Ergebnisverwendung 0,00 -2.884.334,77
14. Bilanzgewinn 3.989.006,44 2.400.566,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen

I. Allgemeine Angaben

Die All-fish Handelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Kronshagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRB 4188 Kl eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des GmbHG wurden beachtet.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 266, 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Zudem werden abnutzbare, bewegliche, geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 entsprechend § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen werden nur im Falle dauernder Wertminderungen vorgenommen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich eines pauschalen Aufschlags für Anschaffungsnebenkosten in Höhe von EUR 0,07 je kg Direktimportware unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Auf US-Dollar-Basis erworbene Vorräte werden am Bilanzstichtag zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Als Anschaffungsnebenkosten wurden im Berichtsjahr TEUR 81 berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung mit 1 % Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert. Fremdwährungsdevisen werden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit geleistete Zahlungen anteilig eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.000.000,00. Das Kapital ist vollständig eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bzw. mit dem abgesicherten Kurs umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags.

III. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechung

A. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Erstattungsansprüche gegen das Finanzamt aus Ertragsteuern (EUR 219.000,00; Vj. EUR 166.000,00) und Umsatzsteuer (EUR 161.636,39; Vj. EUR 308.334,43).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Jahresüberschuss 1.588.439,68 2.400.566,76
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.400.566,76 2.884.334,77
Gewinnausschüttung 0,00 -2.884.334,77
Bilanzgewinn 3.989.006,44 2.400.566,76

4. Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 527.382,15 (Vj. EUR 3.602.286,64).

Folgende Sicherheiten bestanden zum Stichtag im Hinblick auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

Abtretung Ansprüche aus Importversicherungsvertrag,

Gleichbehandlungserklärung.

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 401.750,00) sowie gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 4.140.000,00 (Vj. EUR 6.975.843,25).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 62.951,41 (Vj. EUR 18.993,22) sowie aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 11.612,69 (Vj. EUR 0,00).

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag, wie auch bereits zum Vorjahresstichtag, bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr und größer fünf Jahren bestehen nicht.

B. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 74.646,13 (Vj. EUR 253.883,71) ausgewiesen.

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 43.895,13 (Vj. EUR 34.641,75) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten

2. Aufwendungen für Altersversorgung

In dem Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 140.348,04 (Vj. EUR 148.172,05) enthalten.

3. Zinsaufwand

Der Zinsaufwand der Gesellschaft in Höhe von EUR 457.309,00 (Vj. EUR 180.664,88) beinhaltet Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 250.609,59 (Vj. EUR 108.496,08 ).

IV. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag mit 25,0 % an der SEAWORK GmbH, Kronshagen, beteiligt. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 2.638.130,01. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 889.148,00. Die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 steht noch aus.

2. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 10 weibliche Angestellte (Vj. 10) sowie 11 männliche Angstellte (Vj. 10), inkl. Geschäftsführern.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamtbetrag Fälligkeit < 1 Jahr Fälligkeit 1 bis 5 Jahre Fälligkeit > 5 Jahre
Finanzielle Verpflichtungen EUR EUR EUR EUR
Miet-/Wartungsverträge 207.826,63 85.148,69 122.677,94 0,00
Leasingverträge 192.140,40 56.715,75 135.424,65 0,00

Die am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehenden Eventualverbindlichkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Kreditinstitut Eventualverbindlichkeit USD EUR
Commerzbank AG, Frankfurt am Main Akkreditiv 1.372.738,12 0,00
Commerzbank AG, Frankfurt am Main Avalbürgschaft 0,00 5.500,00
UniCredit Bank AG, München Avalkredit/ Akkreditiv 743.461,00 0,00
Förde Sparkasse, Kiel Akkreditiv 379.381,30 0,00
Förde Sparkasse, Kiel Avalkonto 329.325,00 5.510,63

4. Derivative Finanzinstrumente

Die All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen, sichert US-Dollar Wareneinkäufe durch Devisenterminkontrakte ab. Drohende Verluste aus am Bilanzstichtag schwebenden Devisenoptionsbzw. Devisentermingeschäften werden mit am Bilanzstichtag unrealisierten Gewinnen aus schwebenden Einkaufskontrakten in fremder Währung verrechnet (geschlossene Position). Isoliert betrachtet ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende drohende Verluste aus den Termingeschäften:

Kreditinstitut Absicherungsinstrument Abgesicherte Währung Absicherungsumfang
Commerzbank AG, Frankfurt a.M. Devisentermingeschäft USD 71.490,00
Summe USD 71.490,00
Kreditinstitut Bewertungsstichtag Unrealisierte Gewinne Drohende Verluste
EUR EUR
Commerzbank AG, Frankfurt a.M. 31.12.2023 0,00 881,66
Summe

Den Marktbewertungen der Devisentermingeschäfte liegen sog. "Mark-to-Market"-Bewertungen der Banken zugrunde. Die Bewertungen basieren auf bankeninternen Risikomodellen, die sich durchaus unterscheiden können.

Den Marktbewertungen der Devisentermingeschäfte liegen sog. "Mark-to-Market"-Bewertungen der Banken zugrunde. Die Bewertungen basieren auf bankeninternen Risikomodellen, die sich durchaus unterscheiden können. Eine eigene Bewertung der Devisentermingeschäfte ist aufgrund der Komplexität der zugrundeliegenden Bewertungsmodelle nicht möglich.

Die gehaltenen derivativen Finanzinstrumente sind Teil von Bewertungseinheiten. Die Absicherungen werden anhand von Micro-Hedges vorgenommen. Der entsprechende Sicherungszusammenhang und die Wirksamkeit der Absicherung werden anhand der Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert (sog. Critical Term Match- Methode).

Die nicht erfassten negativen Marktwerte aus Devisentermingeschäften belaufen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt - TEUR 1.

5. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Herman Kroes, Kaufmann, Berlin

Gerard Peter Maas, Kaufmann, Gronau

Stefan Schulze, Kaufmann, Laboe

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft allein. Sie dürfen Rechtsgeschäfte mit sich selbst und mit sich als Vertreter Dritter abschließen.

V. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.588.439,68 auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Die Gesellschaft ist, wie viele andere Unternehmen weltweit auch, den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen ausgesetzt. Inwieweit sich die insgesamt wahrnehmbare Verunsicherung der Marktteilnehmer auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft auswirken, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.

Die gegenwärtig zu beobachtende Situation verändert sich täglich. Bis einschließlich Anfang April 2024 hat sich die Ukraine-Krise nicht nennenswert auf unsere Vermögens, Finanz und Ertragslage ausgewirkt. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 so bestätigt, können jedoch nicht ausschließen, dass auch die Gesellschaft von der gegenwärtig zu beobachtenden rückläufigen konjunkturellen Entwicklung betroffen sein könnte.

 

Kronshagen, den 15. April 2024

All-fish Handelsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Herman Kroes

Gerard Peter Maas

Stefan Schulze

Der Jahresabschluss der All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen, wurde am 22. Mai 2024 festgestellt. Mit dem Datum vom 22. Mai 2024 ist beschlossen worden, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 28.137,74 4.500,00 0,00 32.637,74
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301.022,19 15.383,12 2.591,58 313.813,73
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 1,00 0,00 0,00 1,00
329.160,93 19.883,12 2.591,58 346.452,47
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 26.295,74 1.216,00 0,00 27.511,74
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.572,19 39.026,12 2.150,58 255.447,73
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
244.867,93 40.242,12 2.150,58 282.959,47
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.126,00 1.842,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.366,00 82.450,00
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 1,00 1,00
63.493,00 84.293,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Das 1995 gegründete Unternehmen All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen, (All-fish) gilt in der internationalen Fischwirtschaft seit seiner Gründung als etablierter Handelspartner, der das Ansehen von Herstellern und Produzenten in allen Herkunftsländern genießt.

Gegenstand unseres Unternehmens ist unverändert der Import und die Distribution von tiefgefrorenem Fisch- und Meeresfrüchten aus aller Welt einschließlich der exklusiven Vertretung der Seawork Fish Processors (PTY) Ltd., Walvisbay, Namibia, in Deutschland und angrenzenden Ländern, insbesondere der EU und der Schweiz.

Mit einem umfangreichen Sortiment an Fisch-, Krebs- und Weichtierprodukten aller Art hat sich All-fish zu einem der führenden Handelsunternehmen in Deutschland und Europas entwickelt. Durch die langjährige Erfahrung im Handel können wir unsere Kunden und Lieferanten mit wertvollen Marktinformationen versorgen und ihnen ein umfassendes Leistungsspektrum bieten. Von der Beratung bis zur Beschaffung, Entwicklung und Vermarktung reicht das Spektrum - so realisieren wir für Kunden neben den handelsüblichen Aufmachungen auch individuell auf ihre Anforderungen zugeschnittene Produktlösungen.

Die ausschließliche Tätigkeit unserer Gesellschaft bestand auch in diesem Berichtsjahr in dem Handel - Agenturgeschäft auf Kommissionsbasis ist eher zu vernachlässigen - mit tiefgefrorenen Fisch-, Krebs- und Weichtieren und Produkten daraus.

Es bestehen keine Niederlassungen. Die Gesellschaft betreibt keine originäre Forschung- und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief laut Destatis im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbedingten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona- Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.

Insgesamt ging die Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbedingt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Die dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Versorgung des deutschen Marktes mit Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen hat uns als Teilnehmer der Wertschöpfungskette Seafood weiterhin vor Herausforderungen gestellt. Das immer noch hohe Niveau der Rohstoff- und Energiepreise sowie steigende Anforderungen an die Administration und Bürokratie waren für höhere Absatzpreise verantwortlich, die nicht immer im gleichen Ausmaß und auch teilweise nur mit Verzögerungen an die Abnehmer weitergegeben werden konnten.

In 2023 waren keine außergewöhnlichen Maßnahmen in Hinblick auf die Ausläufer der COVID-19 Pandemie mehr von Nöten; die Lieferketten haben sich weitgehend wieder normalisiert. Auch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben keine gravierenden Auswirkungen auf die Branche zur Folge.

Im den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 haben die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland mehr Geld im Einzelhandel für Fisch und Meeresfrüchte ausgegeben als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dieser Trend zeigt sich auch in Zuwächsen für Tiefkühlerzeugnisse. Diesen Umsatzzuwächsen standen aber Einkaufsmengenreduzierungen gegenüber, so dass über alle Produktgruppen hinweg eine Steigerung der Einkaufspreise zu beobachten war.

Insbesondere im letzten Quartal des Jahres 2023 war ein Einbruch im gesamten Markt mit Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen zu beobachten, so dass das Gesamtjahr 2023 deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Neben der Bewältigung der beschriebenen Herausforderungen durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben die Unternehmen die Zukunftsfähigkeit des Sektors im Blick. Fisch und Seafood sind die Quellen tierischen Proteins für die menschliche Ernährung mit den geringsten Klimaauswirkungen. Darauf gilt es in der Diskussion zum Thema "Green Deal" immer wieder hinzuweisen.

3. Geschäftsverlauf

Die Normalisierung der Lieferketten und die Versorgung mit Fischereierzeugnissen, Krebs- und Weichtieren hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Trotz eines leicht sinkenden Preisniveaus, insbesondere im Bereich Krebstiere aus Asien, konnten wir stabile Umsatzzahlen im Vergleich zu 2022 verzeichnen. Der Gesamtumsatz lag mit ca. 3,5 % unter dem Vorjahr.

Angebot und Nachfrage unterlagen den normalen Schwankungen, so dass es zu keinen nennenswerten Versorgungsengpässen gekommen ist. Der Gesamtumsatz verteilt sich wie in der Vergangenheit hälftig auf den Absatz in Deutschland und die andere Hälfte im EU-Ausland. Exporte in Drittländer oder Nicht-EU-Länder sind kaum nennenswert mit Ausnahme der Schweiz.

Die Kundenanzahl hat sich nur unwesentlich verändert, wir können weiter auf eine sehr breite Kundenbasis bauen, der größte Einzelkunde bleibt dabei weiter erfreulich unterhalb von 5 % vom Gesamtumsatz. Die Umsatzanteile in den verschiedenen Märkten haben sich nicht wesentlich gegenüber den vorangegangenen Jahren verändert, die Länder Deutschland, Österreich, Niederlande und Polen sind unverändert die Hauptabsatzmärkte.

Das Jahr 2023 fing im ersten Quartal mit einem Plus von nahezu 14,6 % verheißungsvoll an, allerdings war bis zur Jahreshälfte schon eine deutliche Abkühlung mit nur noch 6 % im Vergleich zu 2022 zu erkennen. Das dritte Quartal war dann auch spürbar von Kaufzurückhaltung, besonders im deutschen Markt, geprägt. Eine Art von "perfektem Sturm", unverändert hohe Kosten für Energie und Kraftstoff, Bestandsware mit längerer Lagerdauer und höheren Einstandspreisen bei merklich reduzierter Nachfrage, gingen einher mit einem negativen Einfluss auf das operative Ergebnis.

Teilnahmen an Messeveranstaltung im In- und Ausland, Kunden- und Lieferantenbesuche waren wieder ohne jegliche Einschränkungen möglich. Nutzung von Videokonferenzen oder ähnliches werden bei Bedarf eingesetzt, Arbeiten von zu Hause spielt kaum eine Rolle oder wird nicht als notwendig erachtet.

Zu den weiterhin hohen Kosten für Strom (Lagerung) und Kraftstoff (Transport) steigt der Aufwand für geforderte Administration und Bürokratie um das eigentliche Handeln weiter an. Wir sind ständig bestrebt, effiziente Lösungen zu finden, um diese Kosten im Rahmen zu halten, da diese nicht immer als Teil der Preisgestaltung an den Markt abgegeben werden können. Das ohnehin schon immer verankerte Kostenmanagement war und ist daher auch immer ein wichtiger Prozess in unserem Geschäftsmodell.

Ein gutes Bestandsmanagement ist ein sehr wesentlicher Bestandteil im Rahmen des Kostenmanagements. Wir konnten den Warenbestand bis zum Jahresende auf ca. EUR 11,9 Mio. abbauen (Jahresanfang EUR 15,9 Mio.). Abschreibungen auf den Warenbestand wegen kurzer Haltbarkeiten oder abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum mussten nicht vorgenommen werden.

Die Währungsschwankung im Laufe des Jahres für den US-Dollar hatte dabei kaum einen wesentlichen Einfluss auf die Einstandspreise, die Schwankungen sind als Teil der Kalkulation mit den Verkaufspreisen weitergeben worden.

Die kriegerische Auseinandersetzung Russlands mit der Ukraine hat auf die Warenbeschaffung insofern keinen direkten Einfluss als das Fischererzeugnisse mit Ausnahme von Kaviar keinen Sanktionen unterliegen. Einige deutsche Abnehmer akzeptieren keine Produkte aus Russland, Alternativen sind vorhanden. Compliance-Prüfungen im Bereich für das Auslandsgeschäft bei den Banken hatten eine Anpassung von Arbeitsprozess zur Folge.

Die Anzahl der Mitarbeiter/-innen ist nahezu unverändert geblieben. Personalentwicklung für den Bereich Vertrieb bleibt unser Hauptaugenmerk. Die Robustheit des Arbeitsmarktes stellt uns dabei wie viele andere Unternehmen weiterhin vor die üblichen Herausforderungen.

Das deutlich veränderte Zinsumfeld macht sich unter der Berücksichtigung, dass der überwiegende Teil der Importwaren zum Zeitpunkt der Einfuhr bzw. kurz nach Eintreffen beglichen werden müssen, bemerkbar. Im Rahmen der Möglichkeiten sind die Gesellschafter-Darlehen reduziert worden, um eine unmittelbaren Effekt in der Zinsbelastung für die kommenden Monate zu erzielen und die Gesellschaft zu entlasten.

All-Fish steht weiterhin auf einer sehr soliden finanziellen Basis und ist zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen seinen Verpflichtungen nach zu kommen. Die Mischung aus Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Fremdfinanzierung in Verbindung mit der Forderungsabtretung (Factoring) ergeben eine grundsolide Basis für unsere Geschäftsaktivitäten.

Die erfolgreichen Re-Zertifizierungen für den IFS Broker sowie MSC wurde in 2023 um die Zertifizierung ASC für zertifiziert-nachhaltige Produkte aus der Aquakultur erweitert, auch wenn die dafür notwendigen Prozesse aktuell durch hohen Aufwand von Personal und Zeit, damit finanzielle Mittel, herausfordernd sind, handelt es sich am langen Ende um lohnenswerte Investitionen in die Zukunft.

Weitere Investitionen in ein modernes Arbeitsumfeld mit allen für unser Geschäft notwendigen Voraussetzungen werden wir mit einem neuen Warenwirtschaftssystem und einem angepassten IT-System in 2024 vornehmen, um auch hier allen gesetzlichen aber auch administrativen Anforderungen unserer Kunden und Abnehmern gerecht zu werden.

Das von uns eingesetzte Warenwirtschaftssystem in Verbindung mit der IT-Landschaft ist weiterhin laufend an die jeweiligen Anforderungen angepasst worden. Maßnahmen zur Abwehr von sogenannten Cyberangriffen sind fortgeführt worden.

4. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Ertragslage

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich auf TEUR 1.588.

Den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 57.307 stehen Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 48.606 gegenüber. Insgesamt erhöhte sich somit die Materialaufwandsquote leicht auf 84,8 % (Vj. 83,4 %).

2023 2022
Jahresüberschuss TEUR 1.588 TEUR 2.401
EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) TEUR 2.579 TEUR 3.582
EBT (Ergebnis vor Steuern) TEUR 2.125 TEUR 3.403

b. Finanzlage

Unser Finanzmanagement hat zum Ziel, eine für unser Unternehmen optimale Kapitalstruktur durch einen Mix von Eigen- und Fremdkapital zu erreichen, so dass wir unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können.

Die Gesellschaft setzt zur Finanzierung unter anderem einen Forderungskaufvertrag ein. Seit Dezember 2015 besteht eine Zusammenarbeit mit der VR Factoring GmbH, Eschborn, an die wie bisher ein erheblicher Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft werden. Das "Einvertragsmodell" beinhaltet u.a. auch eine Warenkreditversicherung mit einer 100%-igen Ausfalldeckung sowie das komplette Debitorenmanagement für die abgetretenen Forderungen.

Im Berichtsjahr war unser Unternehmen jederzeit zahlungsfähig, Kreditlinien nebst umfangreichen Gesellschafterdarlehen stehen für den Bedarfsfall jederzeit und in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Der Einsatz von weiteren außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten wie Leasing nimmt keine besondere Bedeutung ein und wird lediglich für einen Teil der Kfz-Flotte in Anspruch genommen.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahresabschluss von TEUR 20.222 um TEUR 4.043 (20,0 %) auf TEUR 16.179 deutlich vermindert.

Das Eigenkapital der Gesellschaft konnte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.588 auf TEUR 4.989 erhöht werden, da das Ergebnis des Geschäftsjahres vorgetragen wurde. Die Eigenkapitalquote konnte so deutlich gesteigert werden.

Auf der Aktivseite haben sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die Vorräte (TEUR 3.908) vermindert. Gegenläufig haben sich die flüssigen Mittel der Gesellschaft um TEUR 418 erhöht.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 3.075 sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (- TEUR 2.434) zurückgeführt worden.

Das Anlagevermögen wird planmäßig abgeschrieben.

2023 2022
Eigenkapitalquote 30,8 % 16,8 %
Fremdkapitalquote 69,2 % 83,2 %

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) weiterhin als äußerst gut bis sehr gut basierend auf der Kombination von einem hohen Maß an Kundenzufriedenheit in Verbindung mit Produktqualität und Lieferzuverläßigkeit.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung, mit der wir im zurückliegenden Geschäftsjahr sehr zufrieden sein können.

Jahresergebnis, welches sich auf einem guten Niveau befindet, jedoch sehr stark durch die realisierten Kostenanstiege im vergangenen Geschäftsjahr geprägt ist.

Die Gesellschaft beschäftigte im vergangenen Jahr durchschnittlich 21 Mitarbeiter.

Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden folgende Faktoren in unsere Steuerung einbezogen:

Produktqualität, die wir nicht zuletzt durch unsere Nähe zu unseren Lieferanten sicherstellen und

Kundenzufriedenheit, die durch intensive Kundenbetreuung sowie kurze Reaktionszeiten gepflegt wird.

6. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant bis positiv.

Die Geschäftsführung fühlt sich durch den positiven Geschäftsverlauf in ihren strategischen Entscheidungen bestätigt.

III. Chancen- und Risikobericht

Als allgemeines Risiko ist insbesondere die notwendige Vorratshaltung an Fischereierzeugnissen und Erzeugnissen aus Aquakultur zu benennen. Diese Vorratshaltung muss teilweise kurzfristig fremd finanziert werden, was ein Zinsänderungsrisiko mit sich bringen kann, das jedoch aufgrund der allgemein bekannten Rahmenbedingungen weiterhin als sehr gering einzustufen ist. Darüber hinaus ist das Wechselkursrisiko ein Teil des allgemeinen Risikos.

Mit unserem kontinuierlichen Risikomanagement fördern wir das Chancen- und Risikobewusstsein der Geschäftsleitung und auch unserer Mitarbeiter. Durch den bewussten und kontrollierten Umgang mit den benannten Risiken, lässt sich das Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum ausrichten, können Chancen genutzt und Wettbewerbsvorteile realisiert werden.

Unser Risikomanagement hilft, Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen und daraus resultierende Gefahren für unser Unternehmen abzuwenden. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichtserstattungsprozesses. Wesentliche Kernelemente des Risikomanagements sind die strategische Planung, die Mittelfristplanung und Budgetierung, das Reporting und permanentes Controlling.

Die Geschäftsführung hat die Aufgabe, die Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Das Aufspüren von Risiken bedeutet dabei sowohl Gefahren zu erkennen, die den Erfolg oder im Extremfall den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, als auch positive Chancen zu finden und diese für das Unternehmen wahrzunehmen.

Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Da ein Teil der Risiken außerhalb unseres Einflussbereiches liegt, kann auch ein funktionierendes Risikomanagement nicht garantieren, dass alle Risiken ausgeschaltet sind. Insoweit können sich Entwicklungen ergeben, die von unserer Planung abweichen.

Unser Unternehmen unterliegt den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Chancen und Risiken in den Ländern und Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist.

Auf die bestehenden Einzelrisiken wurde bereits weiter oben eingegangen. Insgesamt betrachten wir das wirtschaftliche Umfeld der All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen, weiterhin als positiv und ausbaufähig.

Die konjunkturelle und allgemeine wirtschaftliche Lage sehen wir für uns auch in den folgenden Jahren als mittelständisches international tätiges Unternehmen als relativ neutral an, so dass derzeit insgesamt keine größeren Konsequenzen abgeleitet werden können.

Wir sind auch den branchentypischen Risiken ausgesetzt. Zyklische Nachfrageschwankungen wichtiger Abnehmerbranchen sowie der intensive Wettbewerb in den Absatzmärkten stellen operative Risiken dar. Darüber hinaus können externe, von uns nicht beeinflussbare, Faktoren dafür verantwortlich sein, dass die öffentliche Wahrnehmung von Lebensmitteln und insbesondere von Fisch und Meeresfrüchten das Konsumentenverhalten nachhaltig stören kann. Einer zunehmenden Konzentration im Bereich der temperaturgeführten Transportanbieter, vor allem national, und einer Verknappung von Transportkapazitäten aufgrund fehlenden Personals und den dadurch verbundenen Kostenrisiken, reagiert das Unternehmen mit einer kontinuierlichen Beobachtung des Marktes.

Zins- und Währungsrisiken werden gegebenenfalls durch geeignete Vertrags- und Finanzinstrumente abgesichert. Durch die Beschaffungsstruktur der Gesellschaft besteht ein erhöhtes Transaktionsrisiko aus der Veränderung von Wechselkursen. Um Planungssicherheit in der Preiskalkulation zu haben, sichert die Gesellschaft auf US-Dollar basierende Käufe durch Devisenterminkontrakte ab. Durch diese Vorgehensweise ist das Transaktionsrisiko aus Wechselkursschwankungen als gering einzustufen. Entsprechende Devisenkontrakte werden ausschließlich zur Absicherung geplanter oder kontrahierter Beschaffungs- bzw. Verkaufsverträge im Rahmen eines sog. Micro-Hedge eingesetzt.

Mehr als übliche Akquisitions- und Investitionsprojekte sind nicht geplant; situativ ist die Gesellschaft jedoch in der Lage auf sich ändernde Bedingungen kurzfristig zu reagieren.

Bestimmte Abnehmerkreise bestehen im Hinblick auf eine weitere Zusammenarbeit zunehmend auf einer Zertifizierung hinsichtlich Lebensmittel-, Produkt- und Servicestandards. Die dafür notwendigen Maßnahmen fließen in ein Projekt zur Identifizierung infrage kommender Zertifikate ein. Maßnahmen zur Implementierung werden zeitnah in die bestehenden Arbeitsprozesse einfließen.

Informationstechnischen Risiken begegnen wir mit regelmäßigen Investitionen in moderne Hard- und Software. Mit Hilfe moderner Sicherheitslösungen schützen wir unsere Daten und unsere Infrastruktur vor ungewollten Zugriffen. Derzeit sind keine datenverarbeitungsrelevanten Risiken in unserem Unternehmen erkennbar.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland und den unmittelbaren Nachbarländern ist äußerst robust. Für ein weiteres Wachstum und die weitere Entwicklung unseres Unternehmens sind die Mitarbeiter die wichtigste Ressource. Fluktuation im Bereich der Mitarbeiter sind ein wesentliches Risiko, nicht nur in Schlüsselpositionen. Dazu bleibt Personalbeschaffung- und entwicklung von Fach- und Führungskräften kurz- und mittelfristig eine große Herausforderung. Wir begrenzen diese Risiken z.B. durch die Schaffung motivierender Arbeitsbedingungen, Qualifizierungsangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie leistungs- und marktgerechte Vergütungspakete (betriebliche Altersvorsorge etc.).

Weitere sonstige Risiken sind derzeit für unser Unternehmen nicht erkennbar.

Es hat sich keine wesentliche Änderung der Risikolage für das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach unserer Einschätzung gegenwärtig und in absehbarer Zeit für das Unternehmen keine wesentlichen Einzelrisiken. Auch die Gesamtsumme der Risiken sowie Risiko-Kombinationen gefährden nicht den Fortbestand des Unternehmens.

Das Risikomanagement stellt jederzeit sicher, dass Chancen und Risiken rechtzeitig erkannt und adressiert werden. Für die typischen Geschäftsrisiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben könnte, ist Vorsorge getroffen.

IV. Prognosebericht

All-Fish verfügt über eine solide finanzielle Basis und konnte wie gewohnt zu jedem Zeitpunkt seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Auch für den Bereich der Warenkreditversicherung waren keine negativen Auswirkungen zu verzeichnen.

Auch nach zwei Jahren der Coronapandemie und allen Folgen der Maßnahmen steht das Unternehmen auf einer soliden finanziellen Basis und ist zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen seinen Verpflichtungen nach zu kommen. Die Mischung aus Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Fremdfinanzierung in Verbindung mit der Forderungsabtretung (Factoring) ergeben eine grundsolide Basis für unsere Geschäftsaktivitäten.

Die erfolgreiche Re-Zertifizierung für den IFS Broker 3.1 Standard zeigt, dass das Unternehmen für die zukünftigen Anforderungen seitens der Lieferanten und Kunden in Bezug auf die Qualität und Sicherheit sämtlicher Produkte gut aufgestellt ist. Eine kontinuierliche Verbesserung für diesen Bereich wie auch andere administrative Bereiche wurde und wird darüber hinaus konsequent angewendet.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass sich das Geschäftsjahr 2023 erfreulich entwickelt hat und sich das Geschäftsmodell auch nach zwei Jahren pandemiebeeinflusst als sehr belastbar gezeigt hat. Die Geschäftsführung bleibt auch für 2024 und 2025 optimistisch, dass sich Umsatz und Ertrag weiterhin positiv entwickeln werden, sofern keine weiteren deutlichen Verschlechterungen der Rahmenbedingung insbesondere im Hinblick auf die Energiekostenentwicklung eintreten.

Ein Höchstmaß an Flexibilität wird auch wie in der Vergangenheit an die aktuellen Gegebenheiten für den Bereich der Beschaffung erwartet, Einflüsse wie das politische Klima in Europa und dem Rest der Welt, kurzfristige Reaktionen auf Devisenmärkte sowie mittel- und langfristige Entscheidungen wie Embargos, Handelsbeschränkungen usw. stellen auch zukünftig und weiterhin Herausforderungen an die täglichen Entscheidungsprozesse dar. Die Intensivierung der Beziehungen zu Herstellern und Lieferanten ist daher umso wichtiger.

Die Geschäftsführung geht derzeit für das laufende Geschäftsjahr 2024 von einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 aus. Für die Entwicklung der Umsatzerlöse erwarten wir ein leichtes Plus von 10 % im Vergleich zu 2023. Es wird keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geben.

 

Kronshagen, den 10. April 2024

All-fish Handelsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Herman Kroes

Gerard Peter Maas

Stefan Schulze

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der All-fish Handelsgesellschaft mbH, Kronshagen, für das Geschäftsjahr 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme) ,die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 3. Mai 2024

tricon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hendrik Heuser, Wirtschaftsprüfer

Knud Oelerking, Wirtschaftsprüfer

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