Roland AssistancePartner GmbH

Ammonstraße 35, 01067 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 26040
Vorher
DBF Deutsche Bestattungsfürsorge Beteiligungen GmbH
Eingetragen
22.6.2005
Branche
Erbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
Erbringen von Dienst- und Hilfe- (Assistance) Leistungen sowie telefonischen Dienstleistungen aller Art, wie: Telefonische Serviceleistungen rund um die Uhr; Telefon-Notruf mit Tag- und Nacht-Bereitschaftsdienst; Organisation von Krankenrücktransporten und Fahrzeugrückholungen im In- und Ausland; Gestellung und/oder Vermittlung von Ersatzfahrern und Ersatzfahr-zeugen im Inund Ausland; Übernahme von Schadenregulierung und -bearbeitung von In- und Auslandschäden; Einkauf und Verwaltung von Werbemitteln; Kurierdienste; Personenbetreuungsdienste; Gebäudeüberwachungsdienste; Überlassung eigener Arbeitnehmer an Dritte; Sonsiges mit Ausnahme von Geschäften im Sinne des § 34 c Gewerbeordnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johanna Metker
seit 11.12.2025
Geschäftsführer
Prokura
René Otto
seit 12.11.2024
Prokura
Christopher Büchel
seit 12.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AGCHE
0.00%
VHV Holding AG
0.00%
Mecklenburgische Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit
0.00%
DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK Versicherungsverein a.G., Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn
0.00%
ROLAND Assistance GmbHEigenbeteiligung
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Roland AssistancePartner GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nachdem sich im Jahr 2022 bei den Konsumentenpreisen in der Eurozone unterjährig zweistellige Steigerungsraten ergaben und die Inflation bei 8,4% lag, nahm die Inflationsdynamik im Verlauf des Jahres 2023 ab, so dass die Inflation im Jahre 2023 auf 5,5% sank. Für 2024 wird mit einem weiteren Rückgang der Inflation gerechnet.

Das globale Wachstum wird für 2023 bei 3,0% erwartet und entwickelte sich somit besser als im Konsens zu Beginn des Jahres angenommen. Zwar wird für Deutschland ein leicht negatives Wachstum erwartet, insgesamt wird für die Eurozone allerdings für 2023 ein moderates Wachstum von 0,5% projiziert. Ein scharfer Rückgang des Wirtschaftswachstums ist somit ausgeblieben, auch wenn die Wachstumsraten global und in der Eurozone im Vorjahresvergleich rückläufig waren. In den USA wird für 2023 sogar mit einem leichten Anstieg des Wachstums im Vorjahresvergleich gerechnet, wobei für 2024 geringeres Wachstum projiziert wird.

Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft erbringt überwiegend Dienstleistungen für die operativen Geschäftseinheiten Automotive & Technik, Gesundheit & Mobilität sowie Schaden & Schutzbrief der ROLAND Assistance GmbH. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Frontoffice-Tätigkeiten.

Geschäftsentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr war im Geschäftsjahr ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen (-4,9 Prozent).

Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen sanken von 12.070,0 Tsd. € im Vorjahr auf 11.369,0 Tsd. €.

Neben den Dienstleistungs-Erlösen werden unter den Umsätzen weitere Erlöse in Höhe von 211,3 Tsd. € (Vj.: 103,4 €) ausgewiesen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um 2,9 Prozent von 1.496,3 Tsd. € auf 1.539,6 Tsd. €.

ROLAND AssistancePartner beschäftigte im Durchschnitt 210 festangestellte Mitarbeiter (Vj.: 252). Die Personalaufwendungen sanken um 833,9 Tsd. € auf 8.505,5 Tsd. €. Die Personalkostenquote bezogen auf die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen sank von 77,4 Prozent im Vorjahr auf 74,8 Prozent.

Im Berichtsjahr blieb der Fachkräftemangel weiterhin ein Thema, dass den Fokus der Unternehmensführung erfordert. Aufgrund der weiterhin gegebenen Fluktuation von Mitarbeitenden wurden im Geschäftsjahr verstärkt externe Dienstleister beauftragt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 162,8 Tsd. € von 1.369,7 Tsd. € auf 1.532,5 Tsd. €.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt nach Steuern mit einem Jahresüberschuss von 42,4 Tsd. € (Vj.: 8,6 Tsd. €) ab.

Vermögenslage und Finanzlage

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (Anlagenquote) sank von 7,6 Prozent auf 6,3 Prozent. Der wesentliche Grund hierfür ist ein Zuwachs des Umlaufvermögens und damit auch der Bilanzsumme aufgrund gestiegener Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Aktiv-Passiv- Mehrung).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Berichtsjahr wie im Vorjahr nahezu ausschließlich an die ROLAND Assistance GmbH fakturierte Dienstleistungen betreffen, stiegen um 8,3 Prozent auf 1.580,1 Tsd. €.

Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft erbringt überwiegend Dienstleistungen für die operativen Geschäftseinheiten Automotive & Technik, Gesundheit & Mobilität sowie Schaden & Schutzbrief der ROLAND Assistance GmbH. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Frontoffice-Tätigkeiten.

Geschäftsentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr war im Geschäftsjahr ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen (-4,9 Prozent).

Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen sanken von 12.070,0 Tsd.€ im Vorjahr auf 11.369,0 Tsd. €.

Neben den Dienstleistungs-Erlösen werden unter den Umsätzen weitere Erlöse in Höhe von 211,3 Tsd. € (Vj.: 103,4 €) ausgewiesen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um 2,9 Prozent von 1.496,3 Tsd. € auf 1.539,6 Tsd. €.

ROLAND AssistancePartner beschäftigte im Durchschnitt 210 festangestellte Mitarbeiter (Vj.: 252). Die Personalaufwendungen sanken um 833,9 Tsd.€ auf 8.505,5 Tsd.€. Die Personalkostenquote bezogen auf die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen sank von 77,4 Prozent im Vorjahr auf 74,8 Prozent.

Im Berichtsjahr blieb der Fachkräftemangel weiterhin ein Thema, dass den Fokus der Unternehmensführung erfordert. Aufgrund der weiterhin gegebenen Fluktuation von Mitarbeitenden wurden im Geschäftsjahr verstärkt externe Dienstleister beauftragt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 162,8 Tsd. € von 1.369,7 Tsd. € auf 1.532,5 Tsd. €.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt nach Steuern mit einem Jahresüberschuss von 42,4 Tsd. € (Vj.: 8,6 Tsd. €) ab.

Vermögenslage und Finanzlage

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (Anlagenquote) sank von 7,6 Prozent auf 6,3 Prozent. Der wesentliche Grund hierfür ist ein Zuwachs des Umlaufvermögens und damit auch der Bilanzsumme aufgrund gestiegener Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Aktiv-Passiv- Minderung).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Berichtsjahr wie im Vorjahr nahezu ausschließlich an die ROLAND Assistance GmbH fakturierte Dienstleistungen betreffen, stiegen um 8,3 Prozent auf 1.580,1 Tsd. €.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Vorjahr nahezu ausschließlich Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 173.177,80 €. Diese betrafen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG.

Das Eigenkapital stieg infolge der oben beschriebenen, insgesamt leicht positiven, Entwicklung zum 31.12.2023 in Höhe des Jahresüberschusses um 42,4 Tsd.€. Die Eigenkapitalquote sank als Folge der gestiegenen Bilanzsumme von 55,7 Prozent im Vorjahr auf 50,9 Prozent im Berichtsjahr.

Die notwendige Liquidität war in 2023 jederzeit gegeben.

Risiko- und Chancenbericht

Risikosituation von ROLAND AssistancePartner

Grundsätzlich hat ROLAND AssistancePartner einen Dienstleistungsvertrag mit der Muttergesellschaft ROLAND Assistance, die mit jedem Kunden einen individuellen Dienstleistungsvertrag hat. In diesem Zusammenhang werden gegenüber den Kunden auch Dienstleistungen durch ROLAND AssistancePartner erbracht. Das Entgelt für diese Dienstleistungen ist im Wesentlichen von der Fallanzahl (Regulierungsvorgänge und Anzahl Telefonate), der Qualität der Betreuung (und damit der benötigten fachlichen Qualifikation) und der Tiefe der übernommenen Wertschöpfungsprozesse abhängig.

Die dargestellten finanziellen Beziehungen legen bei ROLAND Assistance folgende Kategorisierung der Risiken nahe, denen ROLAND AssistancePartner indirekt ebenfalls ausgesetzt ist:

Umsatzrisiko, d.h. die Kosten der Kundenbeziehungen werden durch die entsprechenden Umsätze nicht gedeckt,

Stornorisiko, d.h. ein Großkunde kündigt und die Fixkosten des Geschäftsbereiches werden nicht mehr gedeckt,

Ausfallrisiko, d.h. ein Kunde fällt aus, mit der Folge, dass die entsprechenden Umsätze und die an ihn gerichteten Forderungen ausfallen,

Liquiditätsrisiko, d.h. die Vorschüsse an dritte Dienstleister oder die Entgelte für die eigenen Dienstleistungen werden vom Kunden erst verspätet bezahlt.

Des Weiteren werden die operationellen und sonstigen Risiken unterschieden.

Umsatz- und Stornorisiko

Das Umsatzrisiko entsteht im Wesentlichen dadurch, dass die geplanten Vorgänge und zu regulierenden Schadenfälle ausbleiben und die damit verbundenen Umsätze nicht realisiert werden, so dass die Kosten für das entsprechend vorgehaltene Personal nicht mehr gedeckt werden können.

Das Umsatzrisiko wird auch durch die Abhängigkeit des Vorgangsvolumens von den Witterungsverhältnissen sowie von etwaigen allgemeinen Bewegungseinschränkungen bestimmt. Beispielsweise steigt in der Geschäftseinheit Automotive und Technik die Anzahl zu regulierender Schadenfälle im Falle eines Wintereinbruchs. Andererseits reduziert sich das Volumen bei Einschränkungen der allgemeinen Mobilität.

Das Stornorisiko entsteht dadurch, dass ein Großkunde bei der Muttergesellschaft ROLAND Assistance kündigt und der zugehörige Fixkostenanteil nicht in gleicher Geschwindigkeit reduziert werden kann.

Insgesamt weist ROLAND AssistancePartner eine andauernd starke Abhängigkeit von den Großkundenentwicklungen bei der Muttergesellschaft ROLAND Assistance auf. Unterscheidet man die Umsätze der ROLAND Assistance im Geschäftsjahr 2023 nach den einzelnen Kunden, so entfallen 38 Prozent (Vj.: 39 Prozent) des gesamten Umsatzes auf die drei größten Kunden (Gesamtanzahl gruppenexterne Kunden: 73; Vj.: 75). Auf das gruppeninterne Geschäft mit ROLAND Rechtsschutz und ROLAND Schutzbrief entfallen 24 Prozent (Vj.: 22 Prozent) des gesamten Umsatzes.

Die Analyse der Risiken erfolgt in den monatlichen Sitzungen der Geschäftsführung und wird durch das Controlling vorgenommen.

Anhand regelmäßiger Hochrechnungen überprüft das Controlling, ob die Geschäftsentwicklung planmäßig verläuft oder signifikante Abweichungen eingetreten sind.

Dem Umsatz- und Stornorisiko begegnet ROLAND AssistancePartner gemeinsam mit der Muttergesellschaft durch folgende Maßnahmen:

die Erweiterung bzw. Diversifizierung des Kundenportfolios, insbesondere über die Forcierung der Neukundenakquise,

die Fokussierung auf Dienstleistungen mit kontinuierlichem Geschäftsverlauf (weniger witterungsabhängig),

eine Umsatzplanung und ein entsprechendes Controlling auf Einzelvertragsbasis,

die Identifizierung potentieller Umsatzabweichungen und die Initiierung entsprechender Gegenmaßnahmen sowie

eine intensive Kundenbetreuung.

Das Risiko der Kündigung seitens eines Kunden der ROLAND Assistance hängt unter anderem auch von dessen Zufriedenheit mit der von ROLAND AssistancePartner erbrachten Dienstleistung ab. Deshalb sind alle Maßnahmen zur Optimierung der Servicequalität der Geschäftsprozesse von besonderer Bedeutung für die Minimierung des Stornorisikos (vgl. Abschnitt "Operationelle und sonstige Risiken").

Ausfall- und Liquiditätsrisiko

Das Ausfall- und Liquiditätsrisiko besteht für ROLAND AssistancePartner im Wesentlichen mittelbar darin, dass Kunden offene Forderungen gegenüber ROLAND Assistance nicht oder erst nach Fälligkeitsdatum begleichen. Mit dem Ausfall eines Kunden bleiben darüber hinaus die geplanten Umsätze aus.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen bestehen in Höhe von rund 1,58 Mio. € (Vj. 1,46 Mio. €) ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen und entfallen hauptsächlich auf die 100%-Gesellschafterin ROLAND Assistance GmbH.

Der Liquiditätsgrad 1 (Verhältnis der flüssigen Mittel zum kurzfristigen Fremdkapital) ist im Geschäftsjahr 2023 von 5,1 Prozent auf 11,4 Prozent gestiegen. Die Steigerung ist auf einen Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten zurückzuführen. Die ebenfalls gestiegenen Forderungen werden für diese Kennzahl nicht berücksichtigt. Dem Ausfall- und Liquiditätsrisiko begegnet ROLAND AssistancePartner gemeinsam mit der Muttergesellschaft durch folgende Maßnahmen:

die Diversifizierung des Kundenportfolios, insbesondere über den Ausbau des Vertriebes und die Forcierung der Neukundenakquise,

ein regelmäßiges Controlling der Liquidität und der offenen Forderungen,

Maßnahmen zur Senkung des Liquiditätsbedarfs in Folge verauslagter Kosten und Maßnahmen zur Reduzierung der offenen Forderungen sowie

ein zeitnahes und konsequentes Forderungsmanagement.

Operationelle und sonstige Risiken

Die Durchführung sämtlicher Geschäftsprozesse ist mit operationellen Risiken verbunden. Operationelle Risiken beschreiben die Gefahr von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen und ausgelagerten Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen.

Zu den sonstigen Risiken zählen im Wesentlichen das strategische Risiko und das Reputationsrisiko. Das strategische Risiko ist das Risiko, welches sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Dazu zählt auch das Risiko, dass Entscheidungen nicht oder nicht rechtzeitig an ein geändertes Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z.B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Gesellschaftern, Behörden) ergibt.

Die Maßnahmen von ROLAND AssistancePartner zur Minimierung der operationellen und der sonstigen Risiken sind teilweise bereits in den vorher dargestellten Risikokategorien aufgeführt. Darüber hinaus begegnet ROLAND AssistancePartner den Risiken durch folgende Maßnahmen:

Qualitätsprüfung der Zulieferer, insbesondere der bestehenden Netzwerke und deren Dienstleister,

Betrieb eines Business Continuity Managements, insbesondere Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Notfallpläne und -strategien,

Berücksichtigung der Vorgaben der DSGVO durch fachbereichsübergreifende Prozesse, Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten sowie dem Einsatz dezentraler Datenschutzkoordinatoren

Aktives Qualitätsmanagement, insbesondere zur Optimierung der Performance und Servicequalität von Geschäftsprozessen,

die Anpassung der Unternehmensstrategie von ROLAND Assistance, welche auch für ROLAND AssistancePartner Anwendung findet,

Weiterentwicklung des Compliance Management-Systems sowie

Ausbau der Maßnahmen zur Eindämmung der Fluktuationsrate.

Gesamtbild der Risikolage

Insgesamt sind vor dem Hintergrund der Eigenmittelausstattung derzeit keine Entwicklungen zu erkennen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ROLAND AssistancePartner nachhaltig beeinträchtigen könnten. Zudem ergeben sich bei positiver Abweichung der Unternehmensentwicklung von den dargelegten Risiken auch neue Chancen für die Gesellschaft.

Prognosebericht 1

Der im Vorjahresbericht prognostizierte leichte Umsatzrückgang ist im Geschäftsjahr 2023 eingetreten. Allerdings ist das Ergebnis dank des betriebswirtschaftlichen Kostenmanagements mit einem Gewinn im mittleren fünfstelligen Bereich positiver ausgefallen als von uns erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Stabilisierung auf dem derzeitigen Umsatzniveau bei weiterhin gegebenem Kostendruck. Wir rechnen mit einem ausgeglichenen Ergebnis zum Jahresende 2024.

1 Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den im Prognosebericht dargestellten Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Köln, den 08. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Büchel

Tiedtke

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 2.023,50 0,00
II. Sachanlagen 121.835,58 129.963,93
Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.835,58 129.963,93
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.580.137,89 1.458.996,94
- davon gegen Gesellschafter: € 1.454.884,86 (VJ € 1.293.612,03)
2. sonstige Vermögensgegenstände 35.491,11 35.490,97
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 35.491,11 EURO (VJ: 35.213,31 EURO)
1.615.629,00 1.494.487,91
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 104.336,49 38.351,47
1.719.965,49 1.532.839,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.820,12 38.251,01
1.943.621,19 1.701.054,32

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 515.000,00 515.000,00
III. Gewinnvortrag 407.282,52 398.657,79
IV. Jahresüberschuss 42.362,12 8.624,73
989.644,64 947.282,52
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 34.958,00 26.941,00
2. sonstige Rückstellungen 648.268,29 594.924,67
683.226,29 621.865,67
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 21.889,41
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 173.177,80 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr - 97.572,46 110.016,72
davon aus Steuern: 63.959,75 EURO (Vj: 88.521,08 EURO)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.106,85 EURO (Vj.: -2.387,85 EURO)
270.750,26 131.906,13
1.943.621,19 1.701.054,32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 11.580.263,01 12.173.434,68
2. sonstige betriebliche Erträge 111.474,77 105.353,16
3. Materialaufwand
a) Aufwand für bezogene Leistungen 1.539.576,56 1.496.249,43
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.122.206,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung unf für Unterstützung 1.383.309,97
- davon für Altersversorgung € 3.387,38; VJ € 7.021,44
8.505.516,79 9.339.406,37
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.212,21 31.133,25
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.532.521,64 1.369.742,96
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.548,46 33.631,10
8. Ergebnis nach Steuern 42.362,12 8.624,73
9. Jahresüberschuss 42.362,12 8.624,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Bei der Bewertung und dem Ausweis der Vermögens- und Schuldposten wurden die Vorschriften des HGB und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung beachtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Sie werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen ein und 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis zu 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Forderungen und liquide Mittel sind zum Nominalwert bilanziert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden in Höhe ihres Erfüllungsbetrages ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des auf das Folgejahr entfallenden Anteils an den Aufwendungen gebildet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von 32,45 Prozent, eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wäre in der Bilanz als passive latente Steuer anzusetzen. Im Falle einer Steuerentlastung wird der Entlastungsbetrag nur so weit angesetzt, als ihm eine passive latente Steuer in gleicher Höhe gegenübersteht. Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, der nicht bilanziert ist. Dieser resultiert aus den sonstigen Rückstellungen.

Die Kosten für die von der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG erbrachten Dienstleistungen werden in der GuV-Position "Materialaufwand" als Aufwand für bezogene Leistungen ausgewiesen.

2. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem folgenden Anlagespiegel dargestellt:

Anschaffungskosten
Vortrag zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 125.495,20 2.698,00 0,00 128.193,20
II. Sachanlagen 1.215.877,67 22.385,86 1.853,40 1.236.410,13
1.341.372,87 25.083,86 1.853,40 1.364.603,33
Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2023 des Gesch.Jahres Auflösung durch Abgänge Stand am 31.12.2023
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 125.495,20 674,50 0,00 126.169,70
II. Sachanlagen 1.085.913,74 32.537,71 1.853,40 1.116.598,05
1.211.408,94 33.212,21 1.853,40 1.242.767,75
Buchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.023,50 0,00
II. Sachanlagen 119.812,08 129.963,93
121.835,58 129.963,93

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Überstunden in Höhe von 150,2 Tsd. € (Vj. 163,8 Tsd. €), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 135,7 Tsd.€ (Vj. 171,3 Tsd. €), für Zeitpersonal in Höhe von 141,3 Tsd. € (Vj. 80,8 Tsd. €) sowie für Sonderzahlungen in Höhe von 129,4 Tsd. € (Vj. 152,9 Tsd. €).

Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 11.580,3 Tsd. € betreffen ganz überwiegend mit 11.369,0 Tsd. € Umsätze aus dem Dienstleistungsvertrag mit der ROLAND Assistance GmbH.

3. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit 1.580.137,89 € (Vj. 1.458.996,94 €). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in gleicher Höhe.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: Diese betrafen mit 173.177,80 € (Vj. 0,00 €) ausschließlich Verbindlichkeiten aus bezogenen Lieferungen und Leistungen der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG.

4. Sonstige Angaben

Alleiniger Anteilseigner der Roland AssistancePartner GmbH, Dresden, ist die ROLAND Assistance GmbH, Köln. Der Konzernabschluss wird von der AXA S.A., Paris, für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufgestellt. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorites des Marches Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et de Societes) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird durch die AXA Konzern AG, Köln, in englischer Sprache bei der das Unternehmensregister führenden Stelle offengelegt. Auf die Einbeziehung der Roland AssistancePartner GmbH in den Konsolidierungskreis der AXA S.A., Paris, wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die Gesellschaft ist eine mittlere Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Die ROLAND AssistancePartner GmbH ist beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer HRB 26040 in das Handelsregister der Stadt Dresden eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dresden.

Die Gesellschaft ist Teil einer Unternehmensgruppe, deren oberste Muttergesellschaft mit Sitz in Frankreich den französischen Umsetzungsregelungen zur globalen Mindestbesteuerung (OECD Pillar 2) ab dem Wirtschaftsjahr 2024 unterliegt. Darüber hinaus unterliegt die Gesellschaft in Deutschland ab dem Wirtschaftsjahr 2024 dem Mindeststeuergesetz und hat insbesondere die Regelungen zur nationalen Ergänzungssteuer zu beachten.

Die Gesellschaft macht für die Wirtschaftsjahre bis 2026 aufgrund einer hinreichenden Steuerbelastung vom CbCR-Safe-Harbour Gebrauch und erwartet auch darüber hinaus keine steuerlichen Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes.

Die postalische Anschrift lautet: Ammonstraße 35, 01067 Dresden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Der Geschäftsführung gehören bzw. gehörten die folgenden Personen an:

Andreas Tiedtke, Hauptgeschäftsführer der ROLAND Assistance GmbH (bis 12.04.2023 und seit 11.01.2024)

Tobias von Mäßenhausen, Vorstand der ROLAND-Rechtsschutz-Versicherungs-AG (bis 11.01.2024)

Joachim Schabacker, Leiter Vertrieb der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG (bis 12.04.2023)

Christopher Büchel, Geschäftsführer der ROLAND Assistance GmbH (seit 12.04.2023)

Die Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr von Konzernunternehmen vergütet. Nur in dem Umfang, in dem sie für die Gesellschaft tätig geworden sind, ist es im Rahmen der allgemeinen Konzernumlage zu einer Belastung unserer Gesellschaft gekommen. Aufgrund der Aufgaben, die die Geschäftsführer bei den anderen Konzerngesellschaften haben, ist diese anteilige Vergütung mitunter gering. Da sich bei der Gesellschaft die individuelle Vergütung der anderen Geschäftsführer errechnen ließe, wurde eine Nennung aufgrund § 286 Abs. 4 HGB nicht vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 210 (Vj. 252) Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen) beschäftigt.

Die angefallenen Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 10.080,25 €.

Für bestehende Leasing-/Mietverträge sind in den nächsten Jahren insgesamt 1.128.000,00 € (netto) zu leisten. Hierbei handelt es sich um den Mietvertrag für die selbst genutzte Geschäftsimmobilie. Der Vertrag wurde mit Wirkung ab 1. Mai 2023 verlängert. Er ist grundsätzlich während der Laufzeit nicht kündbar, für eine Teilfläche besteht ein Sonderkündigungsrecht. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 449.644,64 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, den 08. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Büchel

Tiedtke

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Roland AssistancePartner GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Roland AssistancePartner GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roland AssistancePartner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 22. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Trauschke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marina Haag, Wirtschaftsprüferin

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte durch die Gesellschafterversammlung am 12. April 2024.

Die Gesellschafterversammlung beschloss, den Bilanzgewinn in Höhe von 449.644,64 € auf neue Rechnung vorzutragen.

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