Schönberg real concept GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Gutmann seit 13.3.2006 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gutmann Finanz Strategien AktiengesellschaftWittnauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Das Unternehmensziel der Gutmann Finanz Strategien AG (GFS AG) besteht darin, Vermögens - verwaltungsleistungen , insbesondere die Finanzportfolioverwaltung , für Kunden anzubieten . Dabei steht der Aufbau einer langfristigen Vertrauensbasis basierend auf der vier Jahrzehnte langen Erfahrung und auf der Authentizität des Managements der GFS AG im Mittelpunkt. 1. Geschäftsverlauf und Lage 1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft, der Finanzmärkte und der Branche 2023 war ein bewegtes Jahr. Das 2022 eingeleitete Ende der expansiven Fiskalpolitik und die schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch höhere Energiepreise und nachlassende Wachstumsdynamik in Asien, insbesondere China, sorgten für einen volatilen Verlauf der Aktienmärkte. Bedingt durch die Hoffnung auf wieder fallende Zinssätze stiegen dann die Kurse ab November stark an. Dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wurde keine so bedeutende Rolle mehr beigemessen, was man auch an den eher weiter nachlassenden Energiepreisen ablesen konnte. Die Konsumentenstimmung blieb aber vor allem kriegsbedingt gedämpft. Auch die Immobilienmärkte blieben zins- und konjunkturbedingt, in Deutschland aber auch durch kostenträchtige regulatorische Vorgaben und Unsicherheiten, weiter schwierig. Der globale MSCI-World-Aktienindex gewann ca. 18% Prozent an Wert (in €), der DAX stieg um 20%. In den USA stieg der Dow Jones rund 13%, der breite S&P-500 24% und der technologiedominierte Nasdaq sogar um 54%. In Asien verloren der Hang Seng (-14%) und der Shanghai Composite (-4%) erneut, während der Nikkei in Japan (+28%) und der KOSPI in Südkorea mit +19% kräftig zulegen konnten. Anleihen erholten sich nach dem starken Zinsanstieg im Vorjahr leicht. Gold gewann auf USD-Basis 10% während der USD zum EUR 3% verlor. 1.2. Entwicklung unseres Unternehmens Auch in 2023 war die GFS AG im Bereich der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten ausschließlich in der Finanzportfolioverwaltung nur betreffend den bei der HANSAINVEST im Jahr 2008 aufgelegten Aktienfonds GFS Aktien Anlage Global tätig. Die Entwicklung war in 2023 mit einem Wertzuwachs von 2,7% je Anteil jedoch unterdurchschnittlich und weit schwächer als an den meisten Aktienmärkten in Europa und den USA, wo vor allem die Technologieaktien einen sehr starken Aufschwung hinlegten, wo insbesondere das Thema Künstliche Intelligenz (KI) gespielt wurde. Unsere Favoriten, mehrheitlich aus dem Bereich "Value-Aktien" und "SmallCaps" konnten davon nicht profitieren und die beibehaltenen Positionen an verkauften Calls auf den DAX und den S&P 500 drückten durch die Höherbewertung auf unser Ergebnis. Das Fondsvolumen sank bedingt durch leichte Mittelabflüsse von 12,1 Mio. auf 11,7 Mio. €. Bilanziell sind wir weiterhin solide aufgestellt. Die größte Position im Wertpapierdepot bleibt die Aktie der Logwin AG mit einem Buchwert von 219 T€ und Marktwert 640 T€. Das Geschäft dieses weltweit tätigen Logistik-Unternehmens läuft weiterhin gut, was auch die für 2023 bezahlte Dividende von 14 € je Aktie zeigt (Div.Rendite 5,4% bei gut 50% Ausschüttungsquote). Wir bleiben hier aufgrund der relativ günstigen Bewertung und des starken Großaktionärs positiv, auch wenn im Logistikgeschäft wohl weltweit wieder härterer Wettbewerb zu spüren ist. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme der GFS AG verringerte sich auf 904 T€ (Vj. 1.121 T€), vor allem durch die 2023 ausbezahlte höhere Dividendensumme (200 T€). Die stillen Reserven beliefen sich auf 469 T€ (Vj. 504 T€). Die Eigenkapitalquote (inkl. Bilanzgewinn) stieg leicht um 1% auf 76%, unter Hinzurechnung der Risikovorsorge-Position "Fonds für allgemeine Bankrisiken" liegt sie bei 80% (Vj. 83%). Wir waren jederzeit in der Lage, unseren Finanzbedarf zu decken. Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalgrenzen wurden komfortabel eingehalten. Ertragslage und Umsatzentwicklung Die Provisionserträge aus der FPV blieben mit 113 T€ konstant entsprechend dem jahresdurchschnittlich recht konstanten Fondsvolumen. Eine Performance-Fee wurde nicht erzielt. Die Verwaltungsaufwendungen sanken auf 151 T€ (Vj. 160 T€) vor allem durch geringere Personalkosten (Wegfall einer Tantieme-Zahlung). Die Schönberg real concept GmbH, Wittnau, (Beteiligungsquote von 20%) erzielte 2022 ein positives Ergebnis, es bestehen hohe stille Reserven. Auch das Geschäftsjahr 2023 verlief positiv, vor allem dominiert durch hohe vereinnahmte Dividendenzahlungen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die GFS AG strebt ertragreiches Wachstum bei hoher Unternehmensstabilität an. Die GFS AG definiert zur erfolgreichen Umsetzung der Geschäftsstrategie in erste Linie die Performance als wesentliche Größe, insbesondere relativ zu den Aktienmärkten und zu den Mitbewerbern. Weiterhin ist auch die Steigerung des verwalteten Volumens (AuM) ein Ziel, wobei eine Steigerung zu den damit verbundenen Anlagebereichen passen muss (Marktliquidität). Letztendlich ist es das Ergebnis vor Steuern, das wir langfristig steigern wollen. Als Zielgröße definieren wir eine AMBT (asset margin before tax) von 0,3% p.a., was bedeutet, dass ein Drittel unserer Marge im Aktienfonds (hier bleiben uns knapp 0,9% des durchschn. Volumens) nach allen Kosten aber vor Steuern übrig bleiben sollte. Dieses Ziel wurde 2023, wieder bedingt durch Erlöse aus Verkäufen von Finanzanlagen und erhaltenen Zahlungen daraus, mit einer AMBT von 0,80% (Vj. 0,35% p.a.) erreicht. Weiterhin wird auf ein günstiges Cost-Income-Ratio geachtet. Eine weitere Zielsetzung ist eine breite, diversifizierte Kundenstruktur. Hiermit werden Abhängigkeiten und Risikokonzentrationen niedrig gehalten. Nachhaltigkeit Effizientes Wirtschaften prägt unser Handeln seit Anbeginn, wozu auch der schonende Umgang mit Ressourcen gehört. So nutzen wir E-Mobility im PKW-Bereich und der Anteil von Solarstrom an unserem Strombedarf wurde deutlich gesteigert und soll noch zunehmen. Die CO 2 -Gesamtbilanz unseres Unternehmens wird sich weiterhin verbessern. 2. Risikobericht 2.1. Gesetzliche Vorgaben Die Gutmann Finanz Strategien AG ist ein Wertpapierinstitut im Sinne des WpIG (Wertpapierinstitutsgesetz) und hat die Erlaubnis die folgenden Dienstleistungen zu erbringen: Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung und die Finanzportfolioverwaltung. Dabei unterliegt die Gutmann Finanz Strategien AG der Überwachung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und hat die besonderen Vorschriften zur Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung und zur Liquidität entsprechend den rechtlichen Vorgaben zu beachten. Daraus ergeben sich zudem weitgehende organisatorische Pflichten zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken sowie zur ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation und zu angemessenen internen Kontrollverfahren und organisatorischen Sicherheitsvorkehrungen. Die GFS AG hält, ihrer Größe entsprechend, für alle Geschäftsbereiche die regulatorischen Vorgaben ein. 2.2 Risikomanagement Ziel des Risikomanagements ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und damit die Sicherung des Unternehmensfortbestandes. Hierzu werden die bewusst eingegangenen Risiken ständig beurteilt. Dabei werden regelmässig Szenarien (Stress-Tests), insbesondere ein Normal Case- und ein Worst Case- Szenario aufgestellt. Das verfügbare Risikodeckungspotenzial wird den potenziellen Risiken gegenübergestellt. 2.3 Risiken Marktrisiken Die GFS AG ist Marktrisiken ausgesetzt, die Auswirkungen auf die Performance des verwalteten Vermögens haben können. Eine stark negative Entwicklung an den Aktienmärkten wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch negativ auf die verwalteten Portfolios auswirken, was zur Minderung bzw. zum Wegfall der erfolgsabhängigen Honorarkomponenten führt. Weiterhin ergibt sich ein negativer Effekt auf die volumenabhängigen Provisionseinnahmen durch die kursbedingt eintretende Abnahme der Kundenvermögen. Zusätzlich könnten dann auch die Kunden im Rahmen von Kündigungs- bzw. Verkaufsmöglichkeiten ihre Anlagen aktiv reduzieren. Liquiditätsrisiken Mögliche Liquiditätsengpässe können als Folge operationaler Risiken oder als Folge von Adressausfall- bzw. Marktrisiken eintreten. Das Adressausfallrisiko ist bei unserer Kundenstruktur und Art des Geschäftes weitgehend vernachlässigbar, während aus operationalen Risiken und vor allem Marktrisiken negative Liquiditätseffekte entstehen können. Sollten dennoch Engpässe auftreten, besteht im Aktionärskreis die Bereitschaft und das Potenzial, abwehrende Kapitalmaßnahmen vorzunehmen. Operationale und betriebliche Risiken Operationale Risiken betreffen Risiken in betrieblichen Systemen und Prozessen, die insbesondere durch menschliches oder technisches Versagen bzw. durch externe Einflussfaktoren (betriebliche Risiken) oder aufgrund vertraglicher Vereinbarungen und rechtlicher Rahmenbedingungen (rechtliche Risiken) auftreten können. Betriebliche Risiken, die jederzeit in Form von technischen Problemen oder von Störungen der Arbeitsabläufe innerhalb des Unternehmens auftreten können, werden vor allem durch den Einsatz von entsprechenden Sicherungssystemen (Daten- und System-Backup, Notfallplan, Zugriffs- und Virenschutz etc.) verhindert bzw. deren Auswirkung minimiert. Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Risiken können derart auftreten, dass sich unsere Marktpositionierung durch zukünftige Entwicklungen als unzutreffend erweist, obwohl umfangreiche Analysen den Anlageentscheidungen vorausgegangen sind. Ein weiteres Risiko besteht in der Fokussierung der Geschäftspolitik und der Depotbetreuung auf den Alleinvorstand. Durch eine umfassende Informationspolitik gegenüber fachkundigen Personen im Umfeld, insbesondere aus dem Kreis der Aufsichtsräte und Aktionäre, wäre aber bei einem Ausfall des Alleinvorstands eine zumindest vorübergehende Weiterführung und ggf. Abwicklung der Kundendepots gewährleistet. Trotz aller Vorsicht und Erfahrung des Vorstandes und trotz des Einsatzes professioneller Informations- und Analysesysteme kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass es mögliche Restrisiken gibt, die hier nicht aufgezählt sind. Diesen Restrisiken begegnen wir durch unser Risikomanagement und organisatorischen Maßnahmen. Kundenbeschwerden waren auch 2023 nicht zu verzeichnen, so dass hieraus keine Risiken zu erkennen sind. Risiken aus dem rechtlichen und dem institutionellen Rahmen, Rechtsrisiken Als Wettbewerbsnachteil und damit Standortrisiko muss nach wie vor das deutsche System der Anlegerentschädigung - durch die EdW umgesetzt - genannt werden. Durch dieses System wird die Bildung von Eigenkapital aus Gewinnen behindert, da die Beiträge insbesondere leistungsfähige, ertragreiche Finanzdienstleistungsinstitute erheblich belasten können. Unverständlich dabei ist insbesondere, dass unsere Kunden - von extremen Ausnahmefällen abgesehen - gar nicht in den Genuss von Entschädigungsleistungen kommen können, da wir Kundengelder immer separat vom firmeneigenen Vermögen halten. Rechtsrisiken umfassen das Risiko nachteiliger Wirkungen durch neue gesetzliche Regelungen, Unwirksamkeit oder Mangelhaftigkeit vertraglich vereinbarter Bestimmungen, sowie deren mangelnde Durchsetzbarkeit vor Gericht. Zusammenfassende Darstellung der Risiken Wir kennen die Risiken, die unser Geschäft mit sich bringt, insbesondere trägt die nun 40jährige Erfahrung des Vorstandes mit Finanzmärkten dazu bei, dass wir auch mit starken, unerwarteten Bewegungen an den Märkten umgehen können. Weiterhin ist unsere gewachsene, breit diversifizierte Endkundenstruktur ein wichtiger Pfeiler der Stabilität unseres Unternehmens. Mit der gegenwärtigen Konzentration auf die Verwaltung unseres Aktienfonds ist unser Risiko-Exposure insgesamt überschaubar. Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, bestanden und bestehen derzeit aus Sicht des Vorstands nicht. 3. Prognosebericht Rückblick Die erwartete schwierige Marktsituation blieb bis Mitte November bestehen. Danach strömte die wohl weiterhin reichlich vorhandene Liquidität wieder verstärkt in die Aktienmärkte, vor allem angetrieben durch die Hoffnung auf wieder niedrigere Zinsen. Insbesondere Technologie-Aktien, und hier vor allem die KI-Werte übernahmen die Führung in Performance-Ranglisten. Die von uns präferierten Value-Aktien und SmallCaps blieben weitgehend zurück. Durch das Aufrechterhalten der verkauften Calls auf den DAX und den S&P 500 ist der von uns verwaltete Fonds dann am Jahresende weit hinter die relevanten Märkte zurückgefallen. Ausblick Die Inflation ist geblieben, die Notenbanken haben ihren restriktiveren Kurs beibehalten. Die Konjunkturprognosen wurden in Europa, insbesondere in Deutschland, nach unten korrigiert. Das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale ist nicht gebannt worden, was man an den anhaltend hohen Lohnsteigerungen in Deutschland ablesen kann. Die Kerninflationsraten (im April USA 3,6%, EU 3,1%) sind zwar deutlich zurück gegangen, bleiben aber relativ hoch und vermindern somit die Aussichten auf die von den Aktienmärkten eigentlich schon stark vorweggenommenen Aussichten auf deutlichere Zinssenkungen. Die 2%-Zielmarke der EZB ist nicht in Sichtweite. Zu Aktien gibt es durch die gestiegenen Zinsen wieder Alternativen, insbesondere Industrieanleihen werfen wieder deutlich höhere Renditen als die Inflationsraten ab. Auch Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten (> 5 Jahre) sind attraktiver geworden. So können mit 10jährigen US-Treasuries wieder positive Realzinsen erzielt werden, dies ist bei Deutschen Bundesanleihen aber immer noch nicht der Fall. Das Bewertungsniveau an den Aktienmärkten ist in den USA aber auch in Europa nach den starken Kursanstiegen eher am oberen Ende der historischen Bandbereite. So beträgt die Rendite der US-Staatsanleihen ca. 4,5%, das KGV des S&P 500 liegt derzeit bei ca. 27 und damit die Gewinnrendite bei 3,7%. Die S&P 500-Aktien haben derzeit also eine negative Risikoprämie! Somit bleiben wir vorsichtig beim Aktien-Exposure und behalten bzw. rollen die Short-Call-Optionen bei Fälligkeit weiter. Bei der Aktienselektion gilt es, wie immer, zu erkennen, welche Unternehmen sich gut schlagen oder von den neuen Trends profitieren können, dabei aber eine relativ niedrige Bewertung und damit Kurspotenzial besitzen. Value-Aktien und SmallCaps sollten aus der Vernachlässigung entkommen können und insgesamt in der näheren Zukunft besser abschneiden. Erhöhte Volatilitäten wollen wir weiterhin zum Vereinnahmen von Put-Optionen auf solide oder unterbewertete Aktien nutzen, womit wir dann aber auch diese Aktien bei entsprechend starken Kursrückgängen abnehmen müssen bzw. werden. In den ersten vier Monaten des neuen Jahres hat uns der fortschreitende Bull-Run weiter über die verkauften Calls belastet, unser Aktienfonds ist per Ende April mit 8% im Minus, der DAX bei + 7% und der S&P500 bei +5%. Wir zielen auf einen Jahresüberschuss in der Größenordnung der Vorjahre ab, also von 40 bis 60 T€. In 2024 wollen wir uns auf Volumenerhalt und wenn machbar auf Zuflüsse bei unseren Fonds konzentrieren.
Wittnau, 14. Mai 2024 gez. Martin Gutmann, Vorstand Jahresbilanz zum 31.12.2023Gutmann Finanz Strategien Aktiengesellschaft, WittnauAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Gutmann Finanz Strategien AG hat Ihren Sitz in 79299 Wittnau und ist beim Amtsgericht Freiburg unter der Nr. HRB 5748 im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vom 11. Dezember 1998 aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der Staffelform gemäß Formblatt 3 der RechKredV dargestellt. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei Zugängen wurde pro rata temporis abgeschrieben. Bei Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis EUR 800,00 wurde im Jahr des Zuganges der Abgang unterstellt. Wertpapiere wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bei dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen wurden vorgenommen soweit die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Von der Möglichkeit der Verrechnung der Aufwandsposten mit den Ertragsposten nach den §§ 32 und 33 RechKredV wurde kein Gebrauch gemacht. 2. Angaben zur Bilanz a) Forderungen und Verbindlichkeiten Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sind grundsätzlich fällig innerhalb eines Jahres. Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden haben Laufzeiten oder Kündigungsfristen von weniger als 3 Monaten. Die Forderungen an Kunden beinhalten Portfolio-Manager-Vergütungen. Gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestanden zum Bilanzstichtag Sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr in Höhe von TEUR 15 sowie eine Sonstige Forderung aus Genussrechtskapital in Höhe von insgesamt TEUR 50 mit einer Restlaufzeit von 4 Jahren. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr betragen TEUR 18, davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 2 und Sonstige Verbindlichkeiten TEUR 16. Die Verbindlichkeiten von 1 bis 5 Jahren betragen TEUR 135. Es handelt sich hierbei um eine Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten. Hierfür wurde eine Buchgrundschuld über TEUR 60 und eine Briefgrundschuld über TEUR 90 auf ein im Anlagevermögen befindlichen Grundstück begeben. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über 5 Jahre bestehen nicht. b) Risiken und Vorteile Es bestehen keine Risiken oder Vorteile aus nicht in Bilanz enthaltenen Geschäften. c) Nahestehende Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen abgeschlossen. d) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Bei allen Wertpapieren handelt es sich bis auf eine Position in Höhe von TEUR 1 um börsennotierte Aktienpositionen. Alle Positionen sind dem Anlagevermögen zugerechnet (siehe Anlagespiegel). Der Buchwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 362, der Zeitwert TEUR 830. Zum Bilanzstichtag bestanden stille Reserven in Höhe von TEUR 468. e) Beteiligungen Die Position beinhaltet eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft in Höhe von TEUR 5. f) Sachanlagen Der Anlagespiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist beigefügt. Das Sachanlagevermögen ist vollumfänglich eigen genutzt. Die Position besteht aus einem bebauten und eigengenutzten Grundstück TEUR 343 und Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 7. g) Sonstige Vermögensgegenstände Diese Position besteht aus Forderungen gegenüber Aktionären TEUR 107, Genussrechtskapital TEUR 50, Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen TEUR 15, sowie Steuerrückforderungen TEUR 2. h) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten sonstige Verbindlichkeiten TEUR 17. i) Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 15, Aufbewahrungsverpflichtungen TEUR 9 und Aufsichtsratsvergütungen TEUR 2. j) Fonds für allgemeine Bankrisiken In 2023 wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken um TEUR 45,5 auf TEUR 37,2 vermindert. k) Eigenkapital Zum Bilanzstichtag setzt sich das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 50 aus 50.000 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 zusammen. 3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Mieterträge von der Schönberg real concept GmbH in Höhe von TEUR 5, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1, sowie Sonstige in Höhe von TEUR 4. b) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen sind in den Anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1 enthalten. 4. Kredite an Organe Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 107 zwei verzinsliche Forderungen an den Vorstand mit 2,5 % Verzinsung mit Rückführungen von TEUR 144 und Neuaufnahmen von insgesamt TEUR 22. 5. Beteiligungen
6. Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen insgesamt ein Leasingvertrag und ein Mietvertrag mit einer jährlichen Belastung in Höhe von TEUR 10. Der Leasingvertrag hat eine Laufzeit Mitte 2025, der Mietvertrag hat eine unbegrenzte Laufzeit. b) Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres den Alleinvorstand. c) Bezüge des Vorstandes und Aufsichtsrates Die Bezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 57, die des Aufsichtsrates TEUR 5. d) Organe
e) Honorar des Abschlussprüfers Das im Jahresabschluss berücksichtigte Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen und andere Bestätigungsleistungen beträgt TEUR 9,5. f) Vorschlag zur ErgebnisverwendungVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 38,7, der Gewinnvortrag nach Verwendung beträgt TEUR 2,1. TEUR 50,0 werden als Dividenden-Ausschüttung vorgeschlagen, entsprechend 1,00 EUR pro Aktie. TEUR 10,0 werden aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen. 7. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz oder Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.
Wittnau, 14.05.2024 gez. Martin Gutmann, Vorstand Brutto Anlagenspiegel zum 31.12.2023Gutmann Finanz Strategien AktiengesellschaftWittnau
Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der Gutmann Finanz Strategien AG die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat dazu regelmässig, zeitnah in mündlicher und schriftlicher Form informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstand ganzjährig in stetem und intensivem Austausch. Es fanden 4 Sitzungen, davon 3 mit persönlicher Präsenz und eine online als Webkonferenz statt. Darüber hinaus gab es rege Kommunikation und Informationsaustausch über Telefon und digitale Medien. Dem Aufsichtsrat standen grundsätzlich alle maßgeblichen Informationen zu den Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung und über die Lage der Gesellschaft, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, zur Verfügung. Auf der Grundlage der Berichte des Vorstands wurden
erörtert. Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands, die nach Gesetz oder anderweitiger Regelung einer Zustimmung bedurften, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgrund von Beschlussvorlagen und von schriftlichen Informationen geprüft und verabschiedet. Tatsachen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, haben sich nicht ergeben. Es wurden im Jahr 2023 keine Ausschüsse gebildet. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden von Herrn WP Markus Liebermann, FIDAUDIT GmbH, Eschborn, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Wirtschaftsprüfer erläuterte in der Aufsichtsratssitzung vom 09.07.2024 die wesentlichen Eckdaten des Jahresabschlusses 2023. Das Prüfungsergebnis wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Es sind auch nach dem abschließenden Ergebnis eigener Prüfungen bezogen auf den Jahresabschluss und Lagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt und festgestellt. Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit. Auch den Kunden und Aktionären der GFS AG spricht der Aufsichtsrat Dank für das der Gesellschaft entgegengebrachte Vertrauen aus.
Wittnau, 9. Juli 2024 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Valentin Weislämle, Vorsitzender II. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gutmann Finanz Strategien Aktiengesellschaft Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gutmann Finanz Strategien Aktiengesellschaft, Wittnau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gutmann Finanz Strategien Aktiengesellschaft, Wittnau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 31. Mai 2024 FIDAUDIT
GmbH
gez. Markus Liebermann, Wirtschaftsprüfer |
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