Voss GmbH & Co. KGLiquidiert

45699 Herten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRA 4601
Vorher
Voss GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Eingetragen
31.10.1972

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Voss GmbH & Co. KG

Herten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.609,14 15.044,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.386,40 23.289,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 196.327,53 137.761,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.601,58 1.218.054,77
1.218.315,51 1.379.105,25
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 26.075,89 26.075,89
2. Genossenschaftsanteile 2.250,00 2.150,00
28.325,89 28.225,89
1.255.250,54 1.422.375,14
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 10.096,96 26.572,66
2. Waren 5.687.280,33 5.537.564,37
5.697.377,29 5.564.137,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.705.698,43 4.069.175,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.031.540,86 859.581,29
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.173.011,77 1.228.645,23
6.910.251,06 6.157.402,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 321.251,64 193.586,10
12.928.879,99 11.915.125,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.802,25 39.578,48
Summe Aktiva 14.226.932,78 13.377.079,06

PASSIVA

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil des Kommanditisten 1.588.076,85 1.282.706,11
II. Rücklagen 2.500.000,00 2.500.000,00
4.088.076,85 3.782.706,11
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 26.075,89 26.075,89
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 55.569,00 17.953,00
2. Sonstige Rückstellungen 437.615,34 318.775,16
493.184,34 336.728,16
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.026,19 193.079,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 50.269,72 (i.Vj. EUR 123.499,06)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30.137,95 261.412,01
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 970.783,44 1.214.688,45
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.484.946,37 7.365.926,00
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
5. Sonstige Verbindlichkeiten 63.701,75 196.463,22
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
- davon aus Steuern EUR 53.657,35 (i.Vj. 189.243,63)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 64,21 (i.Vj. EUR 0,00)
9.619.595,70 9.231.568,90
Summe Passiva 14.226.932,78 13.377.079,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

2010
EUR
2009
EUR
1. Umsatzerlöse 63.900.684,37 60.881.761,85
2. Sonstige betriebliche Erträge 626.938,67 352.665,86
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -51.398.837,32 -48.839.804,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.067.206,62 -5.492.005,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.110.957,18 -1.187.082,47
-6.178.163,80 -6.679.088,44
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -324.167,09 -323.885,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.065.982,03 -5.563.302,81
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 691,14
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.449,10 64.857,81
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -288.956,03 -305.433,83
- davon an verbundene Unternehmen EUR 280.788,20 (i.Vj EUR 287.847,23)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 328.965,87 -411.537,94
11. Steuern vom Ertrag 3.699,01 1.012,96
12. Sonstige Steuern -19.896,12 -24.262,12
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 305.370,74 -436.813,02

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahresabschluss grundsätzlich unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögen bis zu einem Wert von 410 €, die in 2010 angeschafft worden sind (in Vorjahren 150 €), wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit Wertminderungen zu berücksichtigen waren, sind diesen durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) berücksichtigt. Für einen Teil der Forderungen bestand eine Kreditversicherung.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung kaufmännischer Vorsicht in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend den Vorschriften des § 275 HGB gegliedert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Teilbeträge aus unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Darlehensforderungen im Gesamtbetrag von 40 T€ sind erst nach dem 31. Dezember 2011 fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Vermögensgegenstände (überwiegend aus Lieferantenbonusforderungen gegen die Muttergesellschaft).

Unter den flüssigen Mitteln sind Bargeld, Guthabenbestände bei Kreditinstituten sowie unterwegs befindliche Guthaben ausgewiesen.

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Kapitalanteil des Kommanditisten 1.588 1.283
darin Verlustanteile 972 1.277
davon Jahresüberschuss/-fehlbetrag des Geschäftsjahres 305 -437
Rücklagen 2.500 2.500

Die Steuerrückstellungen enthalten die ausstehende Gewerbesteuer für 2010.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalrückstellungen mit 290 T€ (Vj. 221 T€) (Abfindungszahlungen, Verpflichtungen aus noch nicht genommenem Urlaub der Mitarbeiter, aus Mehrarbeit, zur Zahlung der Tantiemen und Boni an die Mitarbeiter und der Berufsgenossenschaftsbeiträge). Für Verpflichtungen aus der Prüfung des Jahresabschlusses, ausstehender Eingangsrechnungen und Gutschriften/Boni an Kunden sind insgesamt 147 T€ (Vj. 98 T€) zurückgestellt.

Die Bankkredite sind durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Objekte abgesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen u.a. die Konzernfinanzierung durch die BayWa AG in Höhe von 8.304 T€. Von dem Gesamtbetrag des Bilanzpostens sind 8.340 T€ sonstige Verbindlichkeiten und 144 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Bilanz weist Forderungen gegen den Gesellschafter BayWa AG, München, in Höhe von 1.025 T€ und Verbindlichkeiten gegenüber der BayWa AG im Gesamtbetrag von 8.436 T€ aus. Gegenüber der Komplementärin, der Voss Gesellschaft mit beschränkter Haftung, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 36 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Bereich des Baustoffgroß- und Baustoffeinzelhandels im Ruhrgebiet und Münsterland sowie aus dem Betrieb der Baumärkte/des Fachhandels getätigt. Geringe Umsätze stammen aus Dienstleistungen und der Vermietung von Baumaschinen und Geräten. Mit Kunden in der europäischen Union (im Wesentlichen in den Niederlanden) wurden Erlöse von 1.038 T€ erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Kosten für Betrieb und Verwaltung - einschließlich Energiekosten, Mieten, Pachten und Versicherungsbeiträge - sowie Vertriebs- und Werbekosten.

Im Ergebnis des Geschäftsjahres sind periodenfremde Erträge von 369 T€ und periodenfremde Aufwendungen von 166 T€ enthalten. Steuererstattung von 52 T€ sind im Ergebnis enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 128 T€ sowie aus Mietverpflichtungen in Höhe von 27.106 T€. Die Verpflichtung gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt 26.501 T€.

Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2010 von der Voss Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Herten, vertreten durch Herrn Marcus Alig, Spartengeschäftsführer NRW, wahrgenommen. Herr Marcus Voss ist mit Wirkung zum 1. Januar 2010 als Geschäftsführer ausgeschieden; die Eintragung erfolgte am 2. Juni 2010.

Unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung verzichtet.

Mitarbeiter Durchschnitt 2010 Stand zum 31.12.2010
Angestellte Mitarbeiter 101 103
Gewerbliche Mitarbeiter 30 31
Teilzeitkräfte/Aushilfen 54 56
gesamt 185 190

Die Voss GmbH & Co. KG ist alleiniger Gesellschafter der Voss Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Herten, die geschäftsführende Gesellschafterin der Gesellschaft ist. Ihr gezeichnetes Kapital beträgt 26.075,88 €. Das Eigenkapital zum Stichtag 31. Dezember 2009 hat 36 T€ betragen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Jahresfehlbetrag von 364 € erzielt.

Das vom dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 berechnete Honorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 22,5 T€ und für Steuerberatungsleistungen 3 T€.

Der Jahresabschluss der Voss GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 der BayWa AG, München einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft, beim Bundesanzeiger und über die Homepage der BayWa AG als download erhältlich.

 

Herten, im Februar 2011

Voss GmbH & Co. KG

Der geschäftsführende Gesellschafter
die Voss GmbH
vertreten durch den Geschäftsführer

Marcus Alig

Entwicklung des Anlagevermögens für das Jahr 2010 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.593,50 573,75 -342,87 21.824,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.937,99 -160,00 44.777,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 487.351,16 32.865,69 186.893,99 277.331,23 610.654,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.410.289,77 301.673,38 163.830,70 -276.828,36 2.271.304,09
Summe 2.942.578,92 334.539,07 350.724,69 342,87 2.926.736,17
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 26.075,89 0,00 0,00 0,00 26.075,89
2. Genossenschaftsanteile 2.150,00 100,00 0,00 0,00 2.250,00
Summe 28225,89 100,00 0,00 0,00 28.325,89
Summe 2.992.398,31 335.212,82 350.724,69 0,00 2.976.886,44
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.549,50 6.764,61 -98,87 13.215,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.648,87 7.277,72 -535,00 28.391,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 349.589,80 59.247,48 76.249,69 81.738,97 414.326,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.192.235,00 250.877,28 96.304,67 -81.105,10 1.265.702,51
Summe 1.563.473,67 317.402,48 172.554,36 98,87 1.708.420,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1.570.023,17 324.167,09 172.554,36 0,00 1.721.635,90
Buchwerte
Stand 31.12.2010
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.609,14 15.044,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.386,40 23.289,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 196.327,53 137.761,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.601,58 1.218.054,77
Summe 1.218.315,51 1.379.105,25
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 26.075,89 26.075,89
2. Genossenschaftsanteile 2.250,00 2.150,00
Summe 28.325,89 28.225,89
Summe 1.255.250,54 1.422.375,14

Lagebericht der Geschäftsführung zum Geschäftsjahr 2010

Voss GmbH & Co. KG, Herten

A. Geschäfts und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Umsatzentwicklung im Baugewerbe korrespondiert mit der Entwicklung der Bauinvestitionen. Die Bauinvestitionen kommen in 2010, nach dem leichten Rückgang im Jahr zuvor, auf ein Plus von knapp 3%. Der Wohnungsbau und der öffentliche Bau haben diesen Zuwachs getragen, der Wirtschaftsbau erreichte zumindest wieder das Vorjahresniveau.

Für 2011 erwarten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes insgesamt eine leichte Umsatzsteigerung von gut einem Prozent und landen bei 66,5 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten hält etwa das Niveau von 630.000. Die Unternehmen im Bereich Ausbau gehen für 2011 von einem Umsatz von 55 Mrd. Euro nach 54,2 Euro in 2010 (+1,5%) aus. Auch der Bereich Energie-/Gebäudetechnik und Dienstleistungen geht von einer Umsatzsteigerung für 2011 aus, und zwar um 2%.

2. Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum der Fa. Voss konzentriert sich auf Lieferungen sämtlicher Bauprodukte für den Neubau- und Renovierungsbereich von Rohbaustoffen, Dachbaustoffen über Innenausbaumaterialien bis zu Do-it-Yourself-Produkten im Baumarkt. Durch diese breite Palette ist die Beteiligung nicht einseitig auf den Neubau ausgerichtet, sondern forciert auch den Renovierungs- und Sanierungsmarkt.

Weiter ist die Fa. Voss das Filialnetz im Münsterland und im Ruhrgebiet nicht auf Teilmärkte angewiesen und kann somit regionale Marktentwicklungen ausgleichen. Die breit angelegte Kundenstruktur reicht vom ,,Selbstbau-Kunden" über den privaten Hausbauer und Modernisierer sowie zunehmend mehr über den Sanierungsbereich bis hin zur größten Zielgruppe, dem Profiunternehmer.

3. Beschaffung

Die Beteiligung ist an den zentralen Einkauf NRW der BayWa AG angeschlossen und kann somit sämtliche Vorteile und Synergien im vollen Umfang nutzen.

D. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

Der Jahresumsatz steigerte sich um 3.018 T€ bzw. um 4,96%. Von den Bruttoumsatzerlösen (Umsätze vor Skonti, Boni und Rabatten) von 65.354 T€ (im Vorjahr 62.256 T€, Plan 2010 60.564 T€) wurden 38.890 T€ im Streckengeschäft (im Vorjahr 37.842 T€) und 25.979 T€ (im Vorjahr 23.916 T€) im Lagergeschäft erzielt. (Differenz sind Sonstige Erträge)

Die Umsätze in den Hauptgruppen im Geschäftsjahr 2010 stellen sich wie folgt dar:

Hauptwarengruppen T€
Grundbaustoffe für Hochbau 38.927
Grundbaustoffe für Tiefbau 12.821
Baumarkt 5.349
Türe, Tore, Fenster, Fenster, Treppen 3.302
Befestigungstechnik, Eisenwaren,... 2.116
Holz- und Holzwerkstoffe 1.307
Produktion und Dienstleistungen 985
Wand und Bodenbeläge 432
Übrige Erlöse 115

Die Rohertragsentwicklung aus dem Warenwirtschaftssystem HIBIS zeigt gegenüber dem Vorjahr eine geringfügige Reduzierung von -0,1% (von 15,2% auf 15,1%). In der Strecke hat sich der Koeffizient gegenüber dem Vorjahr um 0,1% (von 8,7% auf 8,8%) verbessert und im Lager um 0,8% (von 24,1% auf 23,3%) reduziert.

Das Ergebnis hat sich um 772 T€ von -436 T€ (2009) auf +306 T€ (2010) deutlich verbessert. Dies steht im Zusammenhang mit der Umsatzausweitung in Höhe von 3.018 T€ bei fast (-0,1%) gleichem Rohertragskoeffizienten. Weitere Ergebniseffekte ergeben sich aus Kosteneinsparungen aus den verschiedensten Kostenarten sowie Sonstigen Erträgen.

2. Vermögenslage

Die Gesellschaft hat in 2010 Investitionen in Höhe von 335 T€ durchgeführt:

EDV 128 T€
Fuhrpark 118 T€
Betriebs. und Geschäftsausstattung 89 T€

Die Vorräte der Gesellschaft stiegen um 133 T€ auf 5.697 T€ (Vorjahr 5.564 T€)

Aufgrund der Umsatzsteigerungen haben sich die Kundenforderungen um 636 T€ auf 4.705 T€ (Vorjahr 4.069 T€) erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 244 T€ auf 971 T€ reduziert (Vorjahr 1.215 T€)

Die Verbindlichkeiten sind um 387 T€ von 9.232 T€ auf 9.619 T€ angestiegen.

3. Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt ganzjährig über die BayWa AG, so dass jederzeit die benötigte Liquidität zur Verfügung steht.

C. Prognosebericht

Nach einem erfolgreichem Wirtschaftsjahr 2010 erwarten wir für das Jahr 2011 eine stabile gerade Ausfahrt.

Unter Berücksichtigung der Integration der Voss GmbH & Co. KG in das Warenwirtschaftssystem SAP der BayWa AG liegt das Plan-Ergebnis 2011 rd. 300 T€ über Vorjahr. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Steigerung des Rohertragskoeffizienten sowie mit Kosteneinsparungen, insbesondere die Vermeidung von höheren Forderungsausfällen.

Die Planungssteigerung des absoluten Rohertrages liegt bei rd. 220 T€ und ist aus unserer Sicht anspruchsvoll und realistisch. Die Umsatzplanung ist gegenüber dem Vorjahr rd. 4% niedriger, dem gegenüber steht jedoch die Steigerung des Rohertragskoeffizienten von rd. 1,2%.

Zusätzliche Chancen ergeben sich aus dem dichten Standortnetz der BayWa AG in NRW. Die gemeinsame Außendarstellung wirkt sich positiv auf den Kunden und somit auf die Umsatzentwicklung aus.

Im Wirtschaftsjahr 2011 setzt die BayWa NRW weiterhin auf umweltbewusste Energien wie zum Beispiel Photovoltaik. Durch intensive Vertriebsanstrengungen erwarten wir eine gute zusätzliche Marktbearbeitung und somit Umsatzzuwachs.

Risiken ergeben sich aus der Baukonjunktur, die nicht prognostizierbar ist. Trotz positiver Konjunkturentwicklung konnten in jüngster Vergangenheit Insolvenzen aus dem Mittelstand sowie weiterer Arbeitsplatzabbau bei großen Arbeitgebern nicht vermieden werden.

Die Verschmelzung in die BayWa AG soll in 2012 erfolgen.

Die Voss GmbH & Co. KG, unter der Führung der Baywa Baustoffe NRW, sieht optimistisch in das Geschäftsjahr 2011.

D. Bestehende Zweigniederlassungen

Unsere Gesellschaft, deren Hauptsitz sich in Herten befindet, unterhält zum 31. Dezember 2010 folgende Niederlassungen:

Baustoff-Fachhandel:

Coesfeld, Dülmener Straße 155

Dülmen, Linnertstraße 4-6

Stadtlohn, Bahnallee 13-15

Münster, Harkortstraße 18

Datteln, Gottlieb-Daimler-Straße 14

Essen, Prinz-Friedrich-Straße 20

Waltrop, Sandstraße 48-50

Baumärkte/Profishops

Coesfeld, Dülmener Straße 155

Dülmen, Linnertstraße 4-6

Waltrop, Sandstraße 48-50

Herten, im Februar 2011

Die geschäftsführende Gesellschafterin, die Voss Verwaltungs-GmbH vertreten durch

Marcus Alig, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss -- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Voss GmbH & Co. KG, Herten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Voss GmbH & Co. KG, Herten. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, den 3. Februar 2011

WZT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Zingraf, Wirtschaftsprüfer

Graf, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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