Arcadis Germany GmbHLiquidiert

64293 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 98096
Vorher
Hyder Germany GmbH
Eingetragen
13.8.2018
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für HochbauArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
Erbringung von Beratungs-, Managementund Ingenieurleistungen auf allen Gebieten des Bauwesens, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Wasser, Umwelt und Immobilien. Die Gesellschaft darf als Generalunternehmen und Gernalübernehmer sowie als Immobilienvermittler tätig werden. Die Gesellschaft darf für Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, Verwaltungs- und Managementaufgaben übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Birgit Dr. Guhse
seit 13.7.2023
Geschäftsführer
Tobias Plöger
seit 23.6.2023
Prokura
Frank Dünkel
seit 23.6.2023
Prokura
Ulrike Knorr
seit 23.6.2023
Prokura
Steffen Ruoff
seit 23.6.2023
Prokura
Arno Heemskerk
seit 23.6.2023
Prokura
Frank Ehwald
seit 23.6.2023
Prokura
Christian Ebenrecht
seit 23.6.2023
Prokura
Gordon Mauer
seit 23.6.2023
Prokura
Uwe Beyer-Schuch
seit 23.6.2023
Prokura
Florian Koch
seit 20.3.2023
Prokura
Marc Barcatta
seit 28.12.2022
Prokura
Philip Martens
seit 28.12.2022
Prokura
Gabi Dietz
seit 28.12.2022
Prokura
Ulrike Mecklenburg
seit 28.12.2022
Prokura
Markus Reppenhagen
seit 8.6.2022
Geschäftsführer
Anke Seelige
seit 8.6.2022
Prokura
Karl Dr. Noé
seit 8.6.2022
Geschäftsführer
Barbara Hudec
seit 8.6.2022
Prokura
Silke Schönthaler
seit 8.6.2022
Prokura
Geschäftsführer
Oliver Bartz
seit 17.5.2021
Prokura
Birgit Detig
seit 17.12.2020
Prokura
Jörg Müller
seit 28.5.2020
Prokura
Frank Walter
seit 28.5.2020
Prokura
Max Stietenroth
seit 28.5.2020
Prokura
Christian Borusiak
seit 28.5.2020
Prokura
Heinrich Bauer
seit 28.5.2020
Prokura
Stephan Dolata
seit 30.8.2018
Prokura
Ingo Berndt
seit 30.8.2018
Prokura
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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arcadis Germany GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs-, Management- und Ingenieurleistungen auf allen Gebieten des Bauwesens, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Wasser, Umwelt und Immobilien. Die Gesellschaft darf als Generalunternehmer und Generalübernehmer sowie als Immobilienvermittler tätig werden.

Die Gesellschaft gliedert sich in die vier operativen Sparten Umwelt, Immobilien, Infrastruktur und Wasser.

Die Kundenstruktur der Gesellschaft besteht sowohl aus öffentlichen als auch privaten Auftraggebern, die vorrangig im Inland aber auch im Ausland aktiv sind.

1.2 Steuerungssystem der Gesellschaft

Die wesentlichen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren sind:

Betriebliche Eigenleistung: Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge abzüglich bezogener Leistungen ("Net revenue")
Operating EBITA: Ergebnis vor dem Finanzergebnis, Steuern und Firmenwertabschreibungen ohne Restrukturierungs- und M&A Aufwendungen
Auftragsbestand: basierend auf dem geschlossenen Vertrag

Die Fluktuationsrate wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße genutzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem das preisbedingte Bruttoinlandsprodukt 2020 durch die COVID-19 Pandemie noch gesunken ist, konnte sich das BIP im Jahr 2021 wieder ein Wachstum verzeichnen. So ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Angaben des statistischen Bundesamtes 2021 um 2,7% gestiegen. Die Veränderung 2020 gegenüber dem Vorjahr lag bei -4,6%. Im Vergleich zu dem Jahr 2019 war das BIP 2021 noch um 2,0 % geringer. Die für Arcadis wichtigen Bauinvestitionen hingegen stiegen 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8% und wirkten stützend auf die Wirtschaft. (Quelle: Destatis, Statistisches Bundesamt)

Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, sank bei Berechnung auf dieser Grundlage von 3,7 % auf 3,0 %.

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 % (Quelle: Statista). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Inflationsrate gestiegen von 0,5 % auf 3,1 %. (Quelle: Statista)

2.2 Geschäftsverlauf

Das operative Geschäft blieb 2021 stabil bei gleichzeitigen Herausforderungen durch die Einführung eines neuen ERP-Systems. Alle vier operativen Sparten beendeten das Jahr 2021 mit positiven Ergebnissen. Unsere Eigenleistung 2021 ist leicht zurückgegangen. Weiter haben wir unsere Mitarbeiteranzahl um 5% angehoben, daraus resultiert ein Anstieg im gleichen Maße in den Personalkosten. Hingegen konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Die Senkung der Profitabilität und damit der Ausweis eines Jahresfehlbetrages wurde hauptsächlich durch die außerordentliche Abschreibung eines Beteiligungswertes hervorgerufen.

Vorhandene Aufträge wurden abgearbeitet und durch den stabilen Auftragseingang auf hohem Niveau kompensiert. Der Auftragseingang lag im Jahr 2021 insgesamt über dem Vorjahreswert (2020: 109 Mio EUR, 2021: 124 Mio EUR).

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Im Bereich der betrieblichen Leistung als Summe der Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstiger betrieblicher Erträge (EUR 144,2 Mio vs. EUR 146,5 Mio) ist eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Eigenleistung 2021 sank auf EUR 110,6 Mio von einem Wert von EUR 113,5 Mio. Die Profitabilität (Ergebnis vor Steuern / Eigenleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken (-1 % im Jahr 2021 vs. 8.1% im Vorjahr). Dies liegt im Wesentlichen an einer Abschreibung eines Beteiligungswertes (EUR 5,9 Mio) sowie höheren Personalaufwendungen vor allem aufgrund gestiegener Mitarbeiterzahlen (EUR 3,7 Mio).

Die Eigenleistung der Sparte Umwelt hat in 2021 mit EUR 30,8 Mio den Vorjahreswert in Höhe von EUR 28,1 Mio übertroffen. Der Auftragsbestand von EUR 25,9 Mio zum Jahresende ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 18,4 Mio) deutlich angestiegen und entspricht knapp einer Jahreseigenleistung, was auf eine weiterhin konstante Umsatzentwicklung für 2022 hindeutet.

Wie im Vorjahr konnte im Bereich Wasser der positive Trend fortgesetzt werden. Die Eigenleistung erhöhte sich deutlich von EUR 12,1 Mio auf EUR 14,0 Mio. Gleichzeitig wurde der Auftragsbestand von EUR 10,6 Mio auf EUR 12,7 Mio im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut.

Auch der Bereich Infrastruktur konnte seine Eigenleistung im Jahr 2021 weiter steigern. Dabei stieg die Eigenleistung von EUR 16,3 Mio um 18,0 % auf EUR 19,2 Mio im aktuellen Jahr an. Der Auftragsbestand liegt geringfügig unter dem Vorjahresniveau (EUR 14,2 Mio) und liegt zum Jahresende bei EUR 14,0 Mio.

Die Sparte Immobilien verzeichnete für 2021 einen Rückgang der Eigenleistung um 6,4% auf nun EUR 45,0 Mio im Vergleich zum Vorjahr (EUR 48,1 Mio). Allerdings konnte der Auftragsbestand deutlich ausgebaut werden und stieg im Vergleich zum Vorjahr (EUR 36,1 Mio) um 9,3% auf nun EUR 39,4 Mio an. Dies lässt im kommenden Jahr ein erneut gutes Wirtschaftsjahr in der Sparte Immobilien erwarten.

Die Personalaufwendungen sind im gleichen Maße wie unserer Mitarbeiteranzahl um ca. 5% (EUR 3,7 Mio) gestiegen.

Die Abschreibungen i.H.v. TEUR 1.070 haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.222) verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.610 gesenkt werden. Die Reisekosten sind Pandemie bedingt um TEUR 500 gesunken, hier wird eine Steigerung für 2022 erwartet. Unsere Housingkosten konnten um TEUR 400 reduziert werden, und die Umstrukturierungskosten sind weniger hoch angefallen (TEUR 400). Weitere Kostensenkungen führten zur dargestellten Gesamtreduzierung.

Die Tochtergesellschaften zahlten für das Jahr 2021 keine Dividende.

Es wurde eine Abschreibung in Höhe von TEUR 5.856 des Beteiligungswertes unserer Schweizer Tochterunternehmung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Der Verkauf unserer Anteile an der Arcadis Schweiz AG für insgesamt TEUR 3.838 an die Environmental Solutions Holding AG, Baar/Schweiz erfolgte im September 2022.

Die kalkulierten Ertragsteuern sind ebenfalls auf Grund des niedrigeren operativen Ergebnisses um TEUR 1.900 auf TEUR 1.330 gesunken, so dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -2.881 abschließt.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 60.202 auf TEUR 77.661 erhöht.

Zum Zeitpunkt des Bilanzstichtages noch nicht abgeschlossene Investitionen in Sachanlagen werden als geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen.

Die unfertigen Leistungen haben sich um EUR 17 Mio auf EUR 58,9 Mio (Vorjahr: EUR 75,9 Mio) verringert. Die korrespondierenden erhaltenen Anzahlungen verringerten sich um EUR 19,7 Mio auf EUR 57,5 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 18,0 Mio auf EUR 44,1 Mio erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen hingegen sind von EUR 9,7 Mio im Vorjahr auf EUR 14,3 Mio angestiegen.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,9 Mio im Vergleich zu EUR 5,0 Mio im Vorjahr.

Wie im Vorjahr ist die Gesellschaft in das Konzerncashpooling eingebunden und weist das Bankguthaben bei der BNP Paribas S.A. in Höhe von TEUR 12.907 (Vorjahr: TEUR 9.019) unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus.

Der Net Working Capital Prozentsatz (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zur betrieblichen Leistung) hat sich im Jahr 2021 leicht verschlechtert und liegt bei 16,7 % (Vorjahr: 15,6 %).

Die Bilanzsumme der Passivseite stieg von EUR 60,2 Mio auf EUR 77,7 Mio (Erhöhung um EUR 17,5 Mio). Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Passivseite ist auf die folgenden Positionen zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen verringerten sich von EUR 1,1 Mio auf einen Wert von EUR 0, es wird eine Steuerforderung auf der Aktivseite in Höhe von EUR 1,7 Mio ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen von EUR 22,4 Mio im Jahr 2020 auf EUR 30,5 Mio. Die Rückstellung für Nacharbeiten in den Projekten mit Teilgewinnrealisierung wurde um EUR 8,3 Mio auf EUR 23,3 Mio angepasst. Der Grund liegt in einem gestiegenen Risikopotential bei größeren Projekten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind von EUR 1,2 Mio auf einen Wert von 0 gesunken, das Netting der erhaltenen Anzahlungen mit den unfertigen Leistungen führte in diesem Berichtsjahr zum Ausweis auf der Aktivseite mit EUR 1,8 Mio in den Vorräten. Die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen stiegen von TEUR 709,7 auf EUR 11,8 Mio. Der Anstieg kommt auf der einen Seite durch eine bewusste Reduktion der Verbindlichkeiten aus LuL in Gesamtheit zum Jahresende 2020 auf EUR 1,4 Mio (Vgl. 2019 EUR 6,1 Mio.), hervorgerufen durch die Vorbereitungen der Einführung des neuen ERP-Systems zum 01.01.2021. Auf der anderen Seite wurde das Hauptaugenmerk im Jahr 2021 auf die Klärung und Bezahlung der externen Verbindlichkeiten aus LuL gelegt, die gestiegenen internen Verbindlichkeiten aus LuL wurden in der ersten Jahreshälfte 2022 beglichen.

Die Gesellschaft nutzt eine vorhandene Avallinie bei der BNP Paribas S.A. in Höhe von EUR 13,3 Mio sowie Avallinien bei der Sparkasse Darmstadt in Höhe von EUR 0,1 Mio und bei Euler Hermes in Höhe von EUR 0,7 Mio

31.12.2021
%
31.12.2020
%
Eigenkapitalquote 35,5 48,8
Liquiditätsgrad I 1,8 87,1

Dabei gelten folgende Definitionen:

Eigenkapitalquote: Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme
Liquiditätsgrad I: (ohne verbundene Unternehmen) Verhältnis der liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten

Die Schrumpfung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Verringerung des Eigenkapitals um EUR 2,9 Mio aufgrund des Jahresfehlbetrags und der Anstieg der Bilanzsumme (Anstieg der Rückstellungen und Verbindlichkeiten).

Der geringe Liquiditätsgrad ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des Guthabens bei Kreditinstituten zurückzuführen.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt nachkommen.

Der ARCADIS Konzern wird durch wenige großvolumige und originär durch die ARCADIS N.V., Amsterdam/Niederlande, vereinbarte Darlehens- und Bankbürgschaftsverträge finanziert. Die Arcadis Germany GmbH ist den globalen Finanzierungsvereinbarungen mit der BNP Paribas S.A., Amsterdam/Niederlande, beigetreten. Die Gesellschaft selbst ist ausschließlich konzernintern finanziert. Die Liquiditätsausstattung ist damit jederzeit sichergestellt.

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Die Gesellschaft wird aus Konzernsicht der Muttergesellschaft nach IFRS gesteuert. Dies betrifft das operating EBITA, sowie die betriebliche Eigenleistung. Der Unterschied zu HGB resultiert im Wesentlichen aus der Anwendung der Percentage of Completion Methode zur Bilanzierung des Projektgeschäfts. Somit erfolgt eine anteilige Vereinnahmung von Umsatzerlösen mit dem Fortschritt der Projekte wohingegen nach HGB die Projekte erst nach Abschluss in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Im Geschäftsjahr verringerte sich das operative EBITA nach IFRS um 1,3 Mio von EUR 11,5 Mio auf EUR 10,2 Mio, das Ergebnis lag unter den prognostizierten Erwartungen. Dieses Ergebnis ist zum größten Teil auf die fehlende Produktivität und die Umstellungsarbeiten durch die Einführung des neuen ERP-Systems zurückzuführen, 2021 kann als ein Übergangsjahr angesehen werden.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 beträgt EUR 92,1 Mio und liegt damit rd. 16 % über dem Vorjahreswert von EUR 79,4 Mio. Für das kommende Jahr 2022 wird ein erneut ansteigender Auftragsbestand im Vergleich zu 2021 erwartet, Ende September lag dieser bei EUR 108,8 Mio.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die Arcadis Germany GmbH 1.339 Mitarbeiter (Köpfe), davon 46 % weibliche und 54 % männliche Mitarbeiter. Die durchschnittliche Krankheitsquote lag auf einem mit dem Vorjahr vergleichbarem Niveau bei 3,6 %. Die Fluktuationsrate hat sich nach einem Hoch zu Beginn des Jahres im weiteren Verlauf wieder normalisiert und lag am Jahresende bei 13,4 % (Vorjahr: 12,5 %).

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2021 weiterhin mit den negativen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie zu kämpfen. Von dem wirtschaftlichen Abschwung ist Arcadis Deutschland nur wenig betroffen. Insgesamt verzeichnet Arcadis Deutschland einen spartenübergreifenden Anstieg der Eigenleistung.

Trotz des weiterhin starken Wettbewerb- und Preisdrucks im Markt der Beratungs-, Management- und Ingenieurleistungen weist die Entwicklung der Gesellschaft im operativen Geschäft eine positive Tendenz auf.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts wird insgesamt als positiv bewertet.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung für das Jahr 2021 lagen noch keine endgültigen HGB-Zahlen vor, daher verweisen wir auf unsere Steuerungskennzahlen im Konzern. Auf dieser Basis ist die betriebliche Eigenleistung im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr von EUR 113,5 Mio auf EUR 110,5 Mio gesunken. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2022 ist im ersten Forecast des Jahres ein moderates Eigenleistungswachstum von ca. 5 % auf EUR 115 Mio geplant. Der Auftragsbestand hat sich im Jahr 2021 ebenfalls positiv auf EUR 92,2 Mio entwickelt (Vgl. 2020: EUR 79,4 Mio). Für 2022 erwarten wir analog der Eigenleistung ein moderates Wachstum.

Durch die anhaltende COVID-19 Pandemie wird auch Geschäftsjahr 2022 mit finanziellen Folgen gerechnet. Operativ wird mit einigen Projektverzögerungen und möglicherweise auch Projektstornierungen gerechnet. Gleichzeitig werden auch diverse Kosteneinsparungen durch das Arbeiten von zuhause den negativen Folgekosten entgegenwirken.

Die ERP-Implementierung von Oracle (bisher SAP) hat im Jahr 2021 und wird auch im Jahr 2022 zu Effizienzverlusten und voraussichtlich Ertragseinbußen führen.

Wir gehen von einer gleichbleibenden Fluktuationsrate aus.

Bis auf die Sparte Immobilien erzielten alle Sparten für 2021 ein positives Umsatzwachstum. Die Sparte Immobilien ist am meisten von den Folgen der Pandemie betroffen und plant einen gleichbleibenden Umsatz für das Geschäftsjahr 2022. Die Gesamtmarge wird nahezu gleichbleibend prognostiziert.

Zur Realisierung des geplanten Wachstums der Eigenleistung ist ein moderater Personalaufbau in allen Bereichen geplant.

Bei einem Geschäftsverlauf ohne Eintritt wesentlicher später geschilderter Risiken, dürfte 2022 eine leicht gesteigerte Eigenleistung erreichbar sein. Jedoch wird aufgrund der ERP-Implementierung weiter mit einem leicht rückläufigem EBITA gerechnet. Für 2022 sehen wir verschiedene Entwicklungen, die sich auf unseren Nettoumsatz auswirken können. Obwohl es aufgrund hoher Unsicherheiten schwierig vorherzusagen ist, stellen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die zunehmende Inflation auf die wirtschaftliche Entwicklung große Unsicherheiten dar. Das erwartete Wirtschaftswachstum und unser neues Organisationsmodell werden positiv beitragen. Insgesamt erwarten wir ein leichtes Wachstum unseres Nettoumsatzes und unserer Mitarbeiterzahl für 2022.

3.2 Risikomanagement

Der ARCADIS Konzern überarbeitet seine Risikomanagementsysteme regelmäßig und stellt durch Management Tests und Audits den Nachweis der Effektivität sicher. Durch einen abgestuften Authority Chart sind die Handlungsvolumen der verschiedenen Konzernebenen beschrieben.

Im Rahmen von dem Arcadis Risk Control Framework wurden die kritischen Prozesse auf ihr Wirksamkeit geprüft. Das Management-Testing betraf in dieses Jahr insbesondere die folgenden Themenbereiche:

GO-/No-GO Prozess bei Abgabe von Angeboten: Risikoanalyse bei Angebotsabgabe

Project Startup im Hinblick auf vereinbarten Leistungsumfang und Risiken und Abmilderungsmaßnahmen

Project Reviews im Hinblick auf die Durchführung und inhaltliche Qualität: Kontinuierliche Überprüfung, ob die angefallenen Kosten des Projekts im Budget gedeckt sind.

Sublieferantenbewertung mit Fokus auf die größten, kritischen Lieferanten

Cash collections: Kontinuierliche Überprüfung, ob Kundenzahlungen pünktlich eingegangen sind.

Datenschutzrichtlinie für Mitarbeiterdaten und eine Datenschutzrichtlinie für Kunden-, Lieferanten- und Geschäftspartnerdaten

Das Enterprise Risk Register (ERR), dass die Risiken des Unternehmens abbilden, wurde vom Management aktualisiert.

Neben den durch das Deutschland Management vorgenommenen Kontrollen werden im Rahmen des QM-Managementsystems ISO 9001 und des Health & Safety Systems weitere Audits und Reviews durch Externe ausgeführt.

Grundsätzlich wird die Geschäftsentwicklung durch monatliche Soll-/Ist-Vergleiche der Erfolgsrechnungen und wesentlichen Kennzahlen überwacht und in den zuständigen Teams besprochen. Besonders kritische Kennziffern wie Auftragseingang und Produktivität (Gesamtzahl der verfügbaren Stunden, die auf Projekte abgerechnet werden können) werden zweiwöchentlich ausgewertet. Alle wesentlichen Daten zur Unternehmenssteuerung werden ab 2021 das ERP-System Oracle Cloud bereitstellen. Zur Überwachung der Marktentwicklung besteht seit 2012 ein verfeinertes "Sales Reporting" und eine eigene Client Development Abteilung.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch die Fakturierung von Anzahlungs- und Abschlagsrechnungen auf Teilleistungen und eine generell leistungsnahe Abrechnung begegnet. Insbesondere bei den Auslandsprojekten wurden Zahlungsvereinbarungen getroffen, die angemessene Vorauszahlungen vorsehen. Aufgrund der breiten Streuung der Leistungen und Kunden besteht grundsätzlich keine Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Hinsichtlich Regressforderungen aus potenziellen Mängeln in der eigenen Leistungserbringung besteht Versicherungsschutz.

Nachhaltigkeit ist eines unserer zentralen Prinzipien unserer Unternehmensstrategie. Wir zielen mit unseren Projekten weltweit auf ein nachhaltiges Wachstum in bestmöglicher Harmonie mit Natur und Umwelt. Die Lebensqualität zu verbessern, ist einer unserer Kernwerte. Um diese Prinzipien bei Arcadis in Deutschland systematisch in die Unternehmensprozesse zu integrieren, haben wir ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) und Umweltmanagement (ISO 14001) in unsere Unternehmensprozesse eingeführt. Beide Systeme sind zertifiziert und werden jährlich überwacht.

3.3 Chancen- und Risikobericht

Das Geschäftsjahr 2021 sowie 2022 wird weiterhin von der COVID-19 Pandemie sowie der Entwicklung der Ukraine-Krise geprägt sein. Hierzu wird die Geschäftsführung weiterhin zusammen mit einer internen Aufgabengruppe die Lage beobachten und Maßnahmen ergreifen.

Des Weiteren sehen wir keine wesentliche Veränderung der Chancen und Risiken.

Als besondere Stärken für das Geschäft sehen wir:

Starke lokale Präsenz,

Hohe Qualifizierung unserer Mitarbeiter/-innen,

Exzellente Referenzen sowie

unser internationales Netzwerk, das durch die Zusammenfassung der europäischen Landesgesellschaften unter einer einheitlichen Führung weiter gestärkt wurde.

Die Fokussierung der vertrieblichen Aktivitäten auf Key Clients, Key Market Sectors und Produkte/Leistungen, mit denen wir dem Kunden einen besonderen Marktwert bieten können (Core Value Propositions), wird als ein weiterer wichtiger Faktor zur Wachstumssicherung angesehen.

Durch diese Maßnahmen will das Unternehmen die Basis für weiteres ertragsstarkes Wachstum legen, um für mögliche Konjunktureinflüsse besser gewappnet zu sein.

Die wesentlichen Risiken resultieren aus:

einer potenziellen negativen Auftragsentwicklung,

Stopp langlaufender Projekte,

Verlustrisiken aus den Projekten,

Regressforderungen aufgrund von Mängeln bei der Leistungserbringung sowie

Bonitätsrisiken von Kunden.

Das Risiko aus einer potenziell negativen Auftragsentwicklung, insbesondere auf dem deutschen Markt, sehen wir als ein Risiko mit wesentlicher Bedeutung an. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts wird als gering eingeschätzt.

Zur Früherkennung wird regelmäßig der Angebotsausgang im Hinblick auf Marge und Preisqualität je Einheit überwacht und in den Gremien Management Team und (Sparten-) Business Teams diskutiert.

Die Ursachen für den Stopp langlaufender Projekte können vielfältig sein, beispielsweise politische, wirtschaftliche Unsicherheiten, und können daher nur schwer eingeschätzt werden.

Die Entwicklung großer und risikoreicher Projekte wird regelmäßig in den Gremien der Gesellschaft besprochen. Dies gilt insbesondere für Auslandsprojekte und solche, bei denen wir als Generalunternehmen tätig sind.

Wegen der besonderen Risiken des Auslandsgeschäfts bedürfen Aufträge mit entsprechenden Projektstandorten oder Kundensitz der Zustimmung von CEO oder CFO im Rahmen des "GO/No-GO Prozesses".

Im QM-System ist u. a. ein Auswahlverfahren für Subunternehmer festgelegt. Dadurch wird das Risiko aus Regressforderungen minimiert. Zudem bestehen die oben genannten Versicherungen, die das finanzielle Risiko aus potenziellen Regressforderungen auf ein kalkulierbares Maß reduzieren.

Arcadis Germany GmbH ist über den Mutterkonzern und einer globalen Police gegen Sach-, Vermögens- und Personenschäden versichert. Es existiert ebenso eine globale Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung.

Das Bonitätsrisiko der Kunden kann insgesamt als gering eingeschätzt werden, da eine hohe Diversifikation der Kunden besteht und eine Vielzahl der Kunden dem öffentlichen Bereich angehören oder multinationale Konzerne sind. Darüber hinaus wird durch das Anfordern von Anzahlungen von Kunden das Risiko von Forderungsausfällen minimiert. Über neue Kunden, Partner und Subunternehmen werden bei größeren zu erwartenden Auftragsvolumina Auskünfte bei Bisnode D & B und/oder Informationen über den Bundesanzeiger eingeholt.

Bei langfristigen Projekten können Zinsänderungsrisiken aufgrund marktbedingter Schwankungen des Zinsniveaus entstehen, woraus sich in der Folge entsprechende Auswirkungen auf die Finanzierung von Investitionen ergeben könnten.

Aus dem von Russland seit dem 24. Februar 2022 geführten Angriffskrieg auf die Ukraine ergeben sich keine direkten Auswirkungen auf das Projektgeschäft der Gesellschaft. Demgegenüber sieht sich Arcadis aufgrund der gestiegenen Inflation Preisrisiken ausgesetzt, die sich insbesondere in Form von steigenden Preisen in den Lieferketten auswirken könnten. Ein großer Teil unserer Projekte basiert auf der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (kurz HOAI), daher wird das Inflationsrisiko (teilweise) gemildert.

Angabe zu bestandsgefährdenden Risiken

Die Gesellschaft hat trotz des in 2021 erwirtschafteten Jahresfehlbetrags keine bestandsgefährdeten Risiken identifiziert, da dieser Verlust im Wesentlichen auf die nicht liquiditätswirksame Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts einer Tochtergesellschaft zurückzuführen ist.

3.4 Nachtragsbericht

Arcadis Germany GmbH wächst durch einen wichtigen Zukauf weiter. Mit der Übernahme der Giftge Consult GmbH im September 2022, stärkt Arcadis seine Position im attraktiven und wachstumsstarken Sektor der Energiewende. Im selben Monat wurde aus strategischen Gründen die Beteiligung an der Arcadis Schweiz AG verkauft.

3.5 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB)

Mit der Einführung des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst, müssen sich Unternehmen für die zukünftige Beteiligung von Frauen für die obersten Führungsebenen einsetzen, also für Aufsichtsrat, Vorstand sowie die erste und zweite Managementebene. So soll die Wirksamkeit des Gesetzes in der Privatwirtschaft verbessert und der Anteil von Frauen an Führungspositionen weiter gesteigert werden.

Im Jahr 2021 bestand unser deutsches Country Management Team, bestehend aus der originären Geschäftsführung und Bereichsleitern, durchschnittlich aus 12 ständigen Mitgliedern, von denen im Durchschnitt 2 Mitglieder Frauen waren (17%). Die Geschäftsführung bestand zum Ende des Geschäftsjahres aus zwei Geschäftsführern, Herrn Michael Hanita und Herrn Martin Ritterbach. Hinzu kamen im Jahr 2022 Herr Markus Reppenhagen und Herr Dr. Karl Noé. Eine prozentuale Quote auf der Ebene der Geschäftsführung wird nicht festgelegt.

Die Geschäftsführung strebt danach, dass mindestens 30 Prozent der Sitze von Männern und mindestens 30 Prozent von Frauen in allen Führungsebenen besetzt werden. Diversität, einschließlich geschlechtsspezifischer Aspekte, war und wird auch weiterhin ein wichtiger Aspekt bei den Auswahlverfahren für die (Wieder-)Bestellung von unseren Führungskräften sein. Darüber hinaus sind unsere Prioritäten bei der Prüfung von Vakanzen in allen Führungspositionen Qualität, Fachwissen und Erfahrung.

 

Darmstadt, den 09. Dezember 2022

Arcadis Germany GmbH

Gez. Michael Hanita

Gez. Markus Reppenhagen

Gez. Martin Ritterbach

Gez. Dr. Karl Noé

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.898 43.085
2. Geschäfts- oder Firmenwert   21.056
  1.898 64.141
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 980.941
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.313.226 2.106.808
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 370.241 29.760
  3.683.467 3.117.509
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.768.575 15.625.284
  9.768.575 15.625.284
  13.453.941 18.806.934
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 58.947.094 75.951.226
2. Erhaltene Anzahlungen -57.141.693 -75.951.226
  1.805.401 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.683.665 25.642.289
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.300.738 9.665.312
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.242.950 780.158
  60.227.353 36.087.760
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.896.850 5.006.599
  63.929.604 41.094.359
C. Rechnungsabgrenzungsposten 277.841 301.487
  77.661.386 60.202.780

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.800 25.800
II. Kapitalrücklage 20.821.428 20.821.428
III. Gewinnrücklagen 27.352.494 27.352.494
IV. Verlustvortrag -18.805.609 -24.705.966
V. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -2.880.864 5.900.357
  26.513.249 29.394.113
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 842.416 834.579
2. Steuerrückstellungen 0 1.107.704
3. Sonstige Rückstellungen 29.687.726 22.405.604
  30.530.142 24.347.887
D. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen 0 1.241.065
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.847.307 670.209
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.777.789 709.694
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.992.899 3.839.812
(davon aus Steuern € 1.153.555,02 ; Vorjahr € 3.233.465,97)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 90.876,96 ; Vorjahr € 486,08)    
  20.617.994 6.460.780
  77.661.386 60.202.780

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1.1. bis 31.12.2021
1.1. bis 31.12.2020
1. Umsatzerlöse 156.645.365 141.709.261
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -17.004.132 2.545.130
3. sonstige betriebliche Erträge 4.716.303 2.222.968
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 4.799,42, Vorjahr € € 47.806,82    
4. Materialaufwand:    
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -33.715.490 -33.016.375
5. Personalaufwand:    
a) Löhne und Gehälter -69.080.054 -65.726.380
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.057.789 -11.669.161
  -81.137.843 -77.395.541
- davon für Altersversorgung € 118.379,67, Vorjahr € 17.231,67    
6. Abschreibungen:    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.069.545 -1.221.498
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -24.058.437 -25.668.150
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 112.413,19, Vorjahr € 66.420,13    
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.518 10.718
- davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00, Vorjahr € 10.572,96    
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.856.709  
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -40.478 -47.814
- davon an verbundenen Unternehmen € 0,00, Vorjahr € 0,00    
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung € 38.541,00, Vorjahr € 45.370,00    
11. Ergebnis vor Steuern -1.518.449 9.138.699
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.330.104 -3.199.124
- davon aus der Veränderung latenter Steuern € 0,00, Vorjahr € 98.371,38    
13. Ergebnis nach Steuern -2.848.553 5.939.575
14. sonstige Steuern -32.311 -39.218
15. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -2.880.864 5.900.357

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben

Die Arcadis Germany GmbH hat ihren Sitz in Darmstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 98096).

Die Arcadis Germany GmbH ist im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB zum Bilanzstichtag 31.12.2021 eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich einzeln bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen über die planmäßige Nutzungsdauer vermindert.

Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear mit 20 % pro Jahr abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Eine Außerplanmäßige Abschreibung ist anzusetzen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB)

Die unfertigen Leistungen beinhalten bis zum Bilanzstichtag erbrachte Leistungen für noch nicht abgeschlossene Projekte und werden grundsätzlich zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert.

Neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten beinhalten die Herstellungskosten auch notwendige Gemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung.

Für solche Projekte, die sich über mehrere Geschäftsjahre erstrecken, werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips die anteiligen Selbstkosten als unfertige Leistungen angesetzt, soweit absehbar ist, dass die zukünftigen Erlöse abzüglich der noch anfallenden Herstellungs- und sonstigen Aufwendungen (Verwaltungs- und Vertriebskosten) und abzüglich eines Gewinnzuschlages den Wertansatz decken.

Für Projekte, bei denen voraussichtlich ein Verlust entstehen wird (die zu erwartenden Aufwendungen sind größer als das zu erwartende Honorar), werden die Herstellungskosten um diesen voraussichtlichen Verlust gemindert. Soweit der voraussichtlich noch entstehende Verlust die zum Stichtag aktivierten Kosten übersteigt, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennbetrag in Höhe der unfertigen Leistungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, der passivische Unterschiedsbetrag wird gesondert unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie das gezeichnete Kapital wurden zum Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird für Auszahlungen vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine gewisse Zeit nach diesem Stichtag darstellen, gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie bei einer entsprechenden vertraglichen Vereinbarung unter Berücksichtigung einer zukünftigen Rentensteigerung von 2 % p.a. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen blieben aufgrund der Ausgestaltung der Pensionszusagen zukünftig erwartete Gehalts- und Karrieretrends sowie die erwartete Mitarbeiterentwicklung (Fluktuation) unberücksichtigt. Zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen (31. Dezember 2021 1,87 % p.a.). Aus der Verwendung von prognostizierten Abzinsungssätzen haben sich keine wesentlichen Abweichungen ergeben. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Deckungsvermögen i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt entsprechend § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert, der zum 31. Dezember 2021 den Anschaffungskosten entspricht.

Eine prozentuale Lohn -und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3% bis 4% ist zu erwarten.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt TEUR 81,7 (Vj. TEUR 115).

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als verbundene Unternehmen wurden neben der ARCADIS NV (Konzernobergesellschaft) alle Unternehmen angesehen, an denen die Konzernobergesellschaft direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern diese sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, aus dem sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben. Der Anlagespiegel ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte und Werte 2 43
Geschäfts- oder Firmenwert 0 21
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 981
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.313 2.107
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 370 30
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.769 15.625
  13.454 18.807

Im Rahmen der Einführung des neuen ERP-Systems Oracle kam es innerhalb des Anlagevermögens zu einigen Re-Klassifizierungen zwischen den Anlageklassen, Einzelheiten kann man dem Anlagespiegel entnehmen.

Der im Rahmen des Asset Deals mit Hyder Consulting GmbH Deutschland im Jahre 2016 entstandene Firmenwert in Höhe von TEUR 315 wird über 5 Jahre abgeschrieben. Bei der Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer wurden die Kundenstruktur, das Geschäftsmodell der übertragenden Gesellschaften sowie das Know-how der Mitarbeiter berücksichtigt. Zum 31.12.2021 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert vollständig abgeschrieben auf TEUR 0.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 1.394 (Vj. TEUR 646) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 12.907 (Vj. TEUR 9.019) Forderungen aus dem Konzerncashpooling. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Im Zuge der vollständigen Eingliederung in das Konzerncashpooling werden Guthaben auf den Konten der BNP Paribas unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Forderungen aus Cashpooling 12.907 9.019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.394 646
  14.301 9.665

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 119 (Vj. TEUR 123) und Ertragssteuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 1.660 (Vj. TEUR 52).

Sämtliche Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Forderung gegen Versicherungen 0 0
Forderungen aus Kautionen 119 123
Forderungen aus Ertragsteuervorauszahlungen 1.660 52
Sonstige Forderungen 463 605
  2.242 780

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von TEUR 26 ist zum Vorjahr unverändert geblieben.

Gemäß §253 Abs. 6 S.2 HGB sind TEUR 81,7 (Vj. TEUR 115) aus dem Unterschiedsbetrag der Pensionen ausschüttungsgesperrt.

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Gezeichnetes Kapital 26 26
Kapitalrücklage 20.821 20.821
Andere Gewinnrücklagen 27.352 27.352
Verlustvortrag -18.806 -24.705
Jahresergebnis -2.881 5.900
  26.513 29.394

Das mit den Rückstellungen für Pensionen saldiert ausgewiesene Deckungsvermögen betrifft Rückdeckungsversicherungen. Die Verpflichtung aus Pensionszusagen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.923 (i. Vj. TEUR 1.975). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.081 (i. Vj. TEUR 1.122), sodass sich ein saldierter Ausweis in Höhe von TEUR 842 (i. Vj. TEUR 735) ergibt. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Erträge und Aufwendungen werden ebenfalls saldiert ausgewiesen.

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Pensionsverpflichtung 1.923 1.957
Deckungsvermögen 1.081 1.122
Rückstellung 842 835
Aufwand im Zusammenhang mit Pensionen 266 288
Ertrag im Zusammenhang mit Pensionen 266 232
Ergebnis 0 -56

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Nacharbeiten für Projekte 23.605 15.091
Prozesskosten 702 863
Abfindungen 308 68
Urlaub 2.111 1.612
Boni 1.666 1.271
Überstunden 38 71
Berufsgenossenschaft 0 464
Abschluss- und Prüfungskosten 205 226
Mietverpflichtungen 460 456
Sonstige nachkommende Rechnungen 591 2.284
Summe 29.688 22.406

Die Verbindlichkeiten des Unternehmens bestehen wie folgt:

Verbindlichkeitsspiegel 2021

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Erhaltene Anzahlungen 0 1.241
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.847 670
Verbindlichkeiten aus LuL gegen verbundene Unternehmen 11.777 710
Sonstige Verbindlichkeiten 3.992 3.840
  20.616 6.461

Sämtliche Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten sowie aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen weisen eine Laufzeit bis zu einem Jahr aus.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2021 teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Inland 148.807 137.820
Europa 6.945 2.995
Sonstiges Ausland 893 894
  156.645 141.709

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Infrastruktur 51.204 18.126
Umwelt 51.387 42.550
Immobilien 21.645 67.501
Wasser 32.407 13.532
  156.645 141.709

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 350 (Vj. TEUR 982), davon TEUR 0 (Vj. TEUR 324) sonstige Erträge aus Vorjahren, TEUR 0 (Vj. TEUR 28) aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine periodenfremden Aufwendungen (Vj TEUR 0).

Für den bestellten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Frankfurt am Main, fiel im Berichtsjahr ein Gesamthonorar von TEUR 104 (Vj. TEUR 143) auf Abschlussprüfungsleistungen an.

E. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB in Verbindung mit § 251 HGB zum 31. Dezember 2021:

2021
TEUR
2020
TEUR
Euler Hermes SA 695 762 Inanspruchnahme der Avallinie
Sparkasse Darmstadt 102 102 Inanspruchnahme der Avallinie
BNP Paribas S.A. 13.255 10.404 Inanspruchnahme der Avallinie
R+V Versicherung 990 990 Inanspruchnahme der Avallinie

Die ARCADIS Germany GmbH ist einem Darlehensvertrag zwischen ARCADIS N.V., Amsterdam/Niederlande, und der BNP Paribas S.A., Amsterdam/Niederlande beigetreten. Die Kreditlinie dient zur zentralen Finanzierung zahlreicher ARCADIS Gesellschaften, die über den Beitritt zum Darlehensvertrag einen Teilbetrag der Gesamtkreditlinie erhalten. Der nach niederländischem Recht geschlossene Darlehensvertrag sieht eine Haftung der ARCADIS N.V. sowie eine gesamtschuldnerische Haftung aller beigetretenen Gesellschaften vor. Der Haftungsbetrag der ARCADIS Germany GmbH ist auf den tagesgleichen Betrag des Cash pool Konto beschränkt.

Die bilanzierten Forderungen aus dem Finanzverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen auf Konten bei der BNP Paribas S.A. sind der BNP Paribas S.A. als Sicherheit verpfändet.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der finanziellen Ausstattung des ARCADIS Konzerns als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 13.540. Von diesem Betrag sind TEUR 3.857 innerhalb eines Jahres, TEUR 9.683 innerhalb von zwei bis fünf Jahren und TEUR 3.190 nach fünf Jahren fällig. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für die Miete von Gebäuden (TEUR 12.448), für Kfz-Leasing (TEUR 799) sowie für IT- und Büroausstattung (TEUR 292). Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Neben den dargelegten Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Es besteht zum 31. Dezember 2021 folgender Anteilsbesitz:

Beteiligung
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Arcadis Schweiz AG, Schlieren/Schweiz 100 3.069 369
EC Harris España S.L., Madrid/Spanien 100 4.323 411
Hyder Consulting GmbH Deutschland, Darmstadt / Deutschland 100 8.133 -157

Die Arcadis Schweiz AG wurde zum 01. September 2022 verkauft.

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2020 Herr Marcus Herrmann, Diplom-Betriebswirt/Master of Business Administration and Management, Aschheim (geschäftsführend tätig bis 01. April 2021). Bis zur Übernahme der Geschäftsführung durch seinen Nachfolger Herr Michael Hanita, Bonn, ab dem 01. Juli 2021 war Herr Jürgen Boenecke, Bodenheim, als Geschäftsführer ab 01.04.2021 tätig. Am Jahresende waren Herr Michael Hanita, Bonn (Business Area Director Mobility) und Herr Martin Ritterbach, Düsseldorf (Business Area Director Places) als Geschäftsführer bestellt. Hinzu kamen im Jahr 2022 Herr Markus Reppenhagen, Grünwald (Client Development Director) und Herr Dr. Karl Noé, Haßmersheim (Business Area Director Resilience). Aktuell sind vier Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen.

Auf den Ausweis der Geschäftsführerbezüge der Höhe nach wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, zum Jahresende 2021 waren nur 2 Geschäftsführer bestellt, erst Mitte des Jahres 2022 wurde die Geschäftsführung auf 4 Köpfe erweitert. Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden die Gesamtbezüge veröffentlicht.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.319 angestellte Mitarbeiter (i. Vj 1.252) beschäftigt. Es erfolgte eine Korrektur der Vorjahreszahl zur Einbeziehung kurzfristig beschäftigter Mitarbeiter. Davon waren 2021 durchschnittlich 173 Mitarbeiter befristet beschäftigt (i. VJ 155). Am Jahresende 2021 waren insgesamt 358 Mitarbeiter in Teilzeit angestellt.

Die ARCADIS Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen der ARCADIS Europe B.V., Amsterdam, und wird über diese in den Konzernabschluss der ARCADIS N.V., Arnheim/Niederlande, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei der Handelskammer van Koophandel in Arnheim/Niederlande erhältlich. Auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses wird verzichtet.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Aufgrund der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen ergeben sich keine wesentlichen unmittelbaren Risiken für die Gesellschaft. Die weiteren Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die Lieferketten, die Rohstoffpreise und die Inflation sind aktuell nicht absehbar. Ein großer Teil unserer Projekte basiert auf der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (kurz HOAI), daher wird das Inflationsrisiko (teilweise) gemildert.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor den Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 2.881 vorzutragen.

 

Darmstadt, den 09. Dezember 2022

ARCADIS Germany GmbH

Gez. Michael Hanita

Gez. Markus Reppenhagen

Gez. Martin Ritterbach

Gez. Dr. Karl Noé

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 108.062 0 0 0 108.062
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.826.456 0 42.109 0 8.826.456
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
  8.934.518 0 42.109 0 8.934.518
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.577.693     -1.577.693 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.237.475 1.232.778   1.577.693 7.047.946
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.760 340.481     370.241
  5.844.928 1.573.259 0 0 7.418.187
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundene Unternehmen 41.922.327 0 0 0 41.922.327
2. Beteiligungen 17.000 0 0 0 17.000
  41.939.327 0 0 0 41.939.327
  56.718.773 1.573.259 42.109 0 58.292.032
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 64.976 41.188 0 0 106.164
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.805.400 21.056 0 0 8.826.456
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
  8.870.376 62.244 0 0 8.932.620
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 596.752     -596.752 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.130.667 1.007.302   596.752 3.734.721
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  2.727.419 1.007.302 0 0 3.734.721
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundene Unternehmen 26.297.043 5.856.709 0 0 32.153.752
2. Beteiligungen 17.000 0 0 0 17.000
  26.314.043 5.856.709 0 0 32.170.752
  37.911.838 6.926.255 0 0 44.838.093
BUCHWERTE
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.898 43.085
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 21.056
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
  1.898 64.141
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0 980.941
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.313.225 2.106.808
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 370.241 29.760
  3.683.466 3.117.509
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundene Unternehmen 9.768.575 15.625.284
2. Beteiligungen 0 0
  9.768.575 15.625.284
  13.453.939 18.806.934

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arcadis Germany GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arcadis Germany GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arcadis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 9. Dezember 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Oliver Fließ, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Arcadis Germany GmbH zum 31.12.2021 wurde am 04.01.2023 festgestellt.

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