Windpark Bermaringen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Adolph seit 7.7.2016 | Geschäftsführer |
Klaus Eder seit 9.7.2015 | Geschäftsführer |
Marcus Deutenberg seit 10.1.2011 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 50.00% | |
| 50.00% | |
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWU Energie GmbHUlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023A. ANGABEN ZUR FORM UND DARSTELLUNG VON BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie SWU Energie GmbH mit Sitz in Ulm ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichtes Ulm unter der Nummer HRB 4711 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der SWU Energie GmbH, Ulm (Donau) wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff HGB, sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSSI. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 2 und 48 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für das bewegliche Anlagevermögen, das bis 2007 zugegangen ist, wird unter Anwendung des in Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrechts, überwiegend die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Abschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die Gebäude werden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren abgeschrieben. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Ab dem Jahre 2008 werden die Zugänge beim Sachanlagevermögen generell nur noch linear abgeschrieben. Öffentlich-rechtliche Zuschüsse werden bei den betreffenden Anschaffungskosten abgesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 250,00 (bis zum 31. Dezember 2017 € 150,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 (bis zum 31.12.2017 € 150,00 bis € 1.000,00), die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 % p. a. im Zugangsjahr und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbunden Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ein Nachrangdarlehen an die Windpark Altdorfer Wald GmbH. Die SWU Energie GmbH tritt hinsichtlich des Rückzahlungsanspruchs aus dem gewährten Darlehen, einschließlich Kosten und Zinsen, im Rang hinter sämtliche Forderungen gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger (Forderungen im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO). Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage A zu diesem Anhang dargestellt. (2) UmlaufvermögenDie Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach gleitenden Durchschnittspreisen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Entgeltich erworbene CO 2 -Emmissionsrechte werden mit ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Unentgeltlich erworbene CO 2 -Emmissionsrechte werden bei Zugang mit ihren Tageswerten bewertet. Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind u.a. enthalten:
Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 39.052 (Vorjahr T€ 18.651) betreffen in Höhe von T€ 39.052 (Vorjahr T€ 18.651) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 3.923 (Vorjahr T€ 3.298) betreffen in Höhe von T€ 3.923 (Vorjahr T€ 3.298) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. debitorische Kreditoren T€ 3.344 (Vorjahr T€ 5.759) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind vor Ablauf eines Jahres fällig. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. (3) RechnungsabgrenzungspostenIn den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen i. H. von T€ 1.483 (Vorjahr T€ 2.173) für Lieferungen und Leistungen enthalten, die sich auf künftige Perioden beziehen. (4) Latente SteuernAufgrund der steuerlichen Organschaft fallen etwaige latente Steuern beim Organträger SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau) an. (5) SonderpostenDer Sonderposten enthält die Investitionszuschüsse der Kunden ab dem Jahre 2003, welche über die Nutzungsdauer der Anlagegegenstände, für welche die Zuschüsse gezahlt wurden, aufgelöst werden. (6) RückstellungenDie Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode, unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Nach § 253 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches sind Pensionsverpflichtungen mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Rechnungszinssatzes abzuzinsen. Als Rechnungszinssatz wird bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre (bis 31.12.2015 sieben Jahre) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 für Altersversorgungsverpflichtungen herangezogen. Der Rechnungszinssatz nach der PUC-Methode beträgt zum 31.12.2023 1,82 % (Vorjahr 1,78 %). Der zum Bilanzstichtag ermittelte Unterschiedsbetrag nach alter und neuer Regelung beträgt T€ 13. Der Rententrend wurde mit 1,00 % p. a. und der Gehaltstrend mit 0,00 % p. a. berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit 0,00 % p.a. angesetzt. Art und Höhe der Versorgungsleistungen sind im Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe vom 6. März 1967 (VersTV-G) in der Fassung des Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes vom 1. März 2002 sowie der Zusatzversorgungsordnung der Stadt Ulm vom 23. Januar 1970 (ZVO 1970) festgelegt und gilt für alle Mitarbeiter, die bis zum 8. Juli 1982 bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm eingetreten sind. Bei ZVK-Versicherten Mitarbeitern richten sich die Ansprüche gemäß § 2 ZVO und den §§ 2 und 3 der Vereinbarung vom 23. Mai/11. Juli 1969 zwischen der Stadt Ulm - Stadtwerke - und dem Württembergischen Kommunalen Versorgungsverband - Zusatzversorgungskasse - in der Fassung der Zusatzvereinbarung vom 04. März 1981 nur insoweit gegen die ZVK, als sie die Mindestversorgungsrente nicht überschreiten. Nach § 31 Abs. 3 der Satzung der ZVK beträgt die monatliche Mindestversorgungsrente 0,03125 v. H. der Summe der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte nach dem 31. Dezember 1977 und 1,25 v. H. der Summe der Pflichtbeiträge bis 31. Dezember 1977. Letzteres entspricht bei einem Pflichtbeitragssatz von 2,5 v. H. ebenfalls 0,03125 v. H. der Entgelte. Die von den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm aufgegebenen Pflichtbeiträge wurden deshalb zur einheitlichen Berechnung in Entgelte umgerechnet. Maßgebend ist die bis zum 31. Dezember 2001 erreichte Entgeltsumme. Die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen sind durch Pensionsrückstellungen voll gedeckt. Darüber hinaus ist die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau), Mitglied bei der zuständigen öffentlichen Zusatzversorgungskasse Karlsruhe. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Unter den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten ausgewiesen:
Für Versorgungsverpflichtungen der ZVK für aktive und ehemalige Mitarbeiter ab dem Jahr 2002 bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen. Der seitens der ZVK angewandte Umlagesatz betrug vom 01.01.2023 - 31.12.2023 6,3 %. Dieser teilt sich in einen Arbeitgeberanteil von 5,75 %-Punkten und einen Arbeitnehmeranteil von 0,55 %-Punkten. Des Weiteren wird ein Sanierungsgeld in Höhe von 1,7 - 3,7 % und ein Zusatzbeitrag von 0,54 % erhoben. In 2023 betrugen die umlagepflichtigen Entgelte T€ 4.947. Die Zahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer beträgt insgesamt 84 Personen. Die Rückstellung für die Abgabe von CO 2 -Emissionsrechten ist mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Erläuterung zur Rückstellung Drohende Verluste aus Kohlekraftwerk Lünen: Durch den abgeschlossenen Strombezugsvertrag mit der Trianel Power Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co.KG (TKL) ist die SWU Energie GmbH verpflichtet, Strommengen entsprechend ihres Anteils von rund 40 MW abzunehmen. Das Risiko, welches hieraus entsteht, ist, dass der Spread zwischen Stromverkaufspreis und Kosten für den Brennstoffeinsatz Kohle nicht ausreicht, um die Fixkosten des Kraftwerkes zu decken. Die entsprechenden Forward-Preise weisen derzeit einen nicht auskömmlichen Spread auf. Die SWU Energie GmbH hat deshalb eine Risikovorsorge mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von insgesamt rund 46,8 Mio. € getroffen. Hierfür wird der Zeitraum bis 2030 berücksichtigt, um das Risiko eines möglichen Kohleausstiegs abzubilden. Jedoch sind ab 2031 weitere negative Deckungsbeiträge aus dem Strombezugsvertrag möglich, sollte sich der Energiemarkt nicht grundlegend ändern. Die SWU Energie wird permanent die Marktentwicklung beobachten. (7) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.316 (Vorjahr T€ 9.489) betreffen in Höhe von T€ 5.316 (Vorjahr T€ 9.489) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen sind u. a. Verbindlichkeiten aus nicht abgelesenem Verbrauch in Höhe von T€ 20.782 (Vj.: T€ 20.474) enthalten. Ihnen stehen geleistete Anzahlungen in Höhe von T€ 18.203 (Vj.: T€ 17.253) gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 588 (Vorjahr T€ 816) betreffen in Höhe von T€ 588 (Vorjahr T€ 816) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In dem Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden Forderungen in Höhe von T€ 490 (Vj.: T€ 370) mit Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.078 (Vj.: T€ 1.186) aufgerechnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 32.377 (Vj.: T€ 44.455) betreffen das verbundene Unternehmen SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 2.004 (Vorjahr T€ 170). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der beiliegenden Anlage B. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse (inkl. Strom- und Energiesteuern) verteilen sich auf die einzelnen Betriebszweige wie folgt:
Die Umsatzerlöse enthalten im Hochrechnungsverfahren ermittelte, nicht abgelesene Verbrauche für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme in Höhe von T€ 174.537 (Vorjahr T€ 125.971). In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 48 (Vj.: T€ 630) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.923 (Vj.: T€ 274) enthalten. (2) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Vermögensveräußerungen T€ 5.530 (Vorjahr T€ 80), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen T€ 2.680 (Vorjahr T€ 772), Erträge aus Weiterverkauf BEHG-Zertifikate T€ 482 (Vorjahr T€ 537), Kostenersätze aus Mahnung und Beitreibung T€ 157 (Vorjahr T€ 177) und sonstige betriebliche Erträge T€ 120 (Vorjahr T€ 90) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge T€ 1.212 (Vorjahr T€ 1.678), davon aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 1.092 (Vorjahr T€ 1.624) und periodenfremde sonstige betriebliche Erträge T€ 120 (Vorjahr T€ 54) enthalten. (3) MaterialaufwandIm Wesentlichen enthalten sind T€ 472.353 (Vorjahr T€ 355.904) für Energiebezug (Strom u. Gas) einschl. Netznutzung. Im Materialaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.988 (Vorjahr: T€ 668) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 1.137 (Vorjahr: T€ 670) enthalten. (4) Sonstige betriebliche AufwendungenAusgewiesen sind hier unter anderem die Aufwendungen aus Konzernverrechnungen wie Mieten, Datenverarbeitung, Rechnungswesen, Unternehmensleitung und Personalverwaltung T€ 11.301 (Vorjahr T€ 10.486). Des Weiteren sind im Posten sonstiger betrieblicher Aufwand u. a. die Entnahme aus der Rückstellung Drohverluste Kohlekraftwerk Lünen in Höhe von T€ -440 (Vorjahr Zuführung T€ 7.620), die Zuführung zur Rückstellung Drohverluste Stromvertrieb in Höhe von T€ 3.904 (Vorjahr T€ 0) und die Zuführung zur Rückstellung Drohverluste Erdgasvertrieb in Höhe von T€ 3.776 (Vorjahr T€ 0) enthalten. (5) Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Strom- und Energiesteuern auf den Eigenverbrauch, Grundsteuer, Steuer nach § 37b EStG, sowie KFZ-Steuern. (6) ErgebnisabführungAufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der entstandene Jahresüberschuss in Höhe von T€ 43.046 (Vorjahr T€ 23.602) an die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau), abgeführt. C. ERGÄNZENDE ANGABEN(1) HaftungsverhältnisseGemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen ihrer Organschaft bestehenden Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuer des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering betrachtet. Es besteht eine Garantieerklärung für Kredite in Höhe von € 9.400.000,00 für die WKW Staustufe Kostheim/Main GmbH & Co. KG zur Finanzierung der Wasserkraftanlage. Daneben bestehen noch folgende Bürgschaften: Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 5.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 16.03.2009 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 11.500.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 08.06.2011 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 15.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 23.07.2012 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 20.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 16.09.2013 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 30.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 11.07.2019 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 40.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 08.07.2020 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 20.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 30.11.2020 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft i. H. v. € 15.000.000,00 für DKB Deutsche Kreditbank AG für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 27.07.2021 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Das Risiko aus einer Inanspruchnahme aus diesen Selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 31.500.000,00 für Forderungen diverser Banken und sonstiger Zeichner aus Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen vom 12.06.2014 und 24.07.2014 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 20.000.000,00 für Forderungen diverser Banken und sonstiger Zeichner aus Schuldscheindarlehen vom 24.06.2015 und Darlehensvertrag vom 01.07.2015 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 10.000.000,00 für die IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 02.08.2016 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 13.000.000,00 für die ING-DiBa AG, Frankfurt am Main für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 30.09.2021 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 10.000.000,00 für die IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 25.02.2022 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 10.000.000,00 für die IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 26.10.2023 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 25.000.000,00 für die Sparkasse Hannover für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 14.11.2023 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Gesamtschuldnerische Mithaftung i. H. v. € 7.000.000,00 für die Sparkasse Ulm für eine Forderung der Bank aus einem Darlehensvertrag vom 05.12.2023 mit der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung schätzen wir aus heutiger Sicht als gering ein. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Gewährleistungsbürgschaft i. H. v. € 35.780,50 für Staatliches Vermögens- und Hochbauamt Ulm, Mähringer Weg 148, 89075 Ulm, für Lieferung elektrischer Energie. Vertragserfüllungsbürgschaft i. H. v. € 150.000,00 für Firma RWE Net AG, Flamingoweg 1, 44139 Dortmund, für Zahlungsverpflichtungen aufgrund der Eröffnung des Bilanzkreises. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Gewährleistungs- u. Vertragserfüllungsbürgschaft schätzen wir aus heutiger Sicht als sehr gering ein, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden können, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. (2) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen gegenüber Dritten beträgt im Berichtsjahr T€ 1.332 (Vorjahr T€ 941). Davon sind bis zum 31.12.2023 T€ 444 (Vorjahr T€ 314) fällig. An verbundene Unternehmen werden jährlich T€ 1.193 (Vorjahr T€ 560) an Miet- und Leasingaufwendungen entrichtet. Die Verpflichtungen aus erteilten Investitionsaufträgen (Bestellobligo) aus dem laufenden Geschäftsbetrieb betragen T€ 1.762. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bezugsverträgen bis 2026 für Strom und Gas in Höhe von T€ 225.993 (Vorjahr T€ 337.111). Hierbei handelt es sich um tatsächlich getätigte Geschäfte für die Beschaffung von Energiemengen auf Basis von Langfristprognosen im Rahmen von Tranchenbeschaffungen bei diversen Vorlieferanten. (3) Beziehung zu BeteiligungsunternehmenDie SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), ist an folgenden Unternehmen zum Bilanzstichtag wesentlich beteiligt:
* Das Jahresergebnis 2023 von der Stadtwerke
Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, Ulm (Donau) wird vor
Ergebnisabführung an die SWU Energie GmbH, Ulm
(Donau), ausgewiesen.
(4) Konzern- und BeteiligungsverhältnisMutterunternehmen für die Gesellschaft ist die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau). Die SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), ist Tochterunternehmen i.S. § 290 HGB und damit verbundenes Unternehmen i.S. § 271 Abs. 2 HGB zur SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau) (oberstes Mutterunternehmen) und deren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. Ein Teilkonzernabschluss der SWU Energie GmbH wird auf Grund der befreienden Wirkung nach § 291 Abs. 1 HGB nicht aufgestellt, da das Mutterunternehmen für die Gesellschaft die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau), den für die Gesellschaft befreienden HGB-Konzernabschluss aufstellt. Die SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), wird in den Konzernabschluss der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau), (oberstes Mutterunternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. (5) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. (6) Geschäfte größeren Umfangs mit verbunden oder assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG
(7) AufsichtsratDie aufgeführten Aufsichtsräte sind zugleich Aufsichtsräte in der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau), der SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), der SWU Verkehr GmbH, Ulm (Donau) und der SWU mobil GmbH, Ulm (Donau).
(8) GeschäftsführungKlaus Eder, Dip.-Ing. / MBA, Ulm Kaufmännischer Geschäftsführer Bernd Adolph, Dipl.-Ing. (FH), Ulm Technischer Geschäftsführer (9) Sonstige AngabenBezüge an die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 1.260,00 (Vorjahr € 2.190,00) als Aufwand verbucht. Die Bezüge der Geschäftsführer werden unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt. Die Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB werden im Konzernanhang des Konzernabschlusses der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH angegeben. (10) Bilanzierung schwebender Energiebeschaffungs- und EnergieabsatzmengenEs besteht ein enger wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Energiebeschaffungsgeschäften und Energieabsatzgeschäften. Die Beschaffungs- sowie Absatzgeschäfte sind gleichartigen Risiken ausgesetzt. Die Zusammenfassung der Vertragsportfolios wurde auf Basis der Gleichartigkeit aufgebaut. Diese sind nach Laufzeitbändern unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme künftig voraussichtlich ausgleichen werden. Damit hat sich die SWU Energie GmbH gegen den Einzelbewertungsgrundsatz nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB entschieden. Die Strom-/Gasbezugs- und Absatzgeschäfte sind unter der Bezugnahme auf die IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Besonderheiten bei der Bilanzierung von Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträgen in handelsrechtlichen Abschlüssen von Energieversorgungsunternehmen" (IDW RS ÖFA 3) als Portfolio bewertet worden. Aufgrund dessen, dass die Kundenstruktur im Tarifbereich ausschließlich Standardlastprofilkunden beinhaltet, deren Verbrauchsmengen somit weitgehend konjunktur- und wetterunabhängig sind und daher nahezu homogenen Verbrauchsstrukturen unterliegen, können die geplanten Absatzmengen als quasisicher angesehen werden. (11) BelegschaftIm Jahresdurchschnitt 2023 waren 79 (Vorjahr 71) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren:
(12) NachtragsberichtNach dem Stichtag 31.12.2023 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die für die Geschäftstätigkeit von Relevanz sind.
Ulm, 24. April 2024 SWU Energie GmbH, Ulm (Donau) Die Geschäftsführung Klaus Eder Bernd Adolph Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2023Verbindlichkeitsspiegel SWU Energie GmbH
Als Sicherheiten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Lagebericht 2023I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), ist eine 100-%ige Tochtergesellschaft der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm (Donau). Zu den Aufgaben der SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), gehört:
2. Ziele und StrategienIm Geschäftsjahr 2023 wurde innerhalb der SWU Energie GmbH sehr erfolgreich an der Umsetzung der Zielvorgaben aus der Konzernstrategie SWU 2030 gearbeitet. Wie im Vorjahr lag dabei der Fokus auf dem Ausbau der regenerativen Stromerzeugung. Hier konnte die Flächenakquise und Flächensicherung für PV-Freiflächen- und Windenergieanlagen weiter vorangetrieben werden. Auch wurde durch die Fortsetzung und Initiierung wichtiger Wärmeprojekte die Wärmeversorgung in Ulm, Neu-Ulm und Senden weiter ausgebaut. Beim Ausbau der Wärmeversorgung steht dabei stets die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugungsanlagen im Vordergrund. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur wurde auch im Jahr 2023 weiter forciert. Viele neue E-Ladepunkte sind dadurch in der Region und bei den kommunalen Beteiligungen entstanden. Auch hat sich das E-Mobilitätsangebot der SWU Energie GmbH durch die Eröffnung weiterer SWU2go-Standorte in der Region deutlich vergrößert. 3. InnovationNach dem eher reaktiven Innovationsjahr 2022 konnte im abgeschlossenen Jahr 2023 das systematische Innovationsmanagement wieder vorangetrieben werden. Auf Basis der strategischen Ziele für die SWU 2030 wurden grundlegende Maßnahmen vorbereitet, die die SWU Energie GmbH in den nächsten Jahren kontinuierlich innovativer machen. Dabei wurden die meisten Maßnahmen direkt für den Gesamtkonzern mitgedacht. Das Ideenmanagement wurde vom bisherigen klassischen Ansatz des "Vorschlagswesens" in ein modernes Management der Ideen transformiert. Dazu wurden sämtliche Prozesse und Rollen überarbeitet und mit einem Dienstleister eine neue passende Software entwickelt. Insbesondere kann jeder Fachbereich künftig sein eigenes Innovationsportfolio führen und so erstmals systematisch eine durchgängige Transparenz über die Ertrags- und Einsparpotenziale schaffen. Die Vorbereitungen dazu sind abgeschlossen und werden zum Start des Jahres 2024 live gesetzt. Auch im Innovationsmanagement wurde der Ansatz der Geschäftsmodell-Sensibilisierung weiter systematisiert und wird künftig um einen Trendradar erweitert. So können Trendeinschätzungen frühzeitig in bestehende Produkte integriert und neue Produkte pilotiert werden. Passend wurde ein Portfolio-Ansatz der aktuellen Produkte und Dienstleistungen gestartet, der ebenfalls in die Geschäftsmodell-Sicht überführt werden soll. Ein weiteres Zukunftsthema konnte im Jahr 2023 gestartet werden. Im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende werden diese beiden Bereiche weiter zusammenwachsen. Dies zeigt sich im Bereich der Elektromobilität und insbesondere beim bidirektionalen Laden. Dabei werden die Fahrzeuge vom Stromverbraucher potenziell zu einem örtlich und zeitlich flexiblen Stromspeicher. In diesem Umfeld konnte die SWU Energie GmbH zusammen mit der Technischen Hochschule Ulm, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, den Firmen be.storaged, streamergy, der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH sowie weiteren Partnern ein Entwicklungsprojekt starten. Das Projekt "InterBDL - Interoperables Management für Bidirektionales Laden für den optimierten, resilienten Stromnetzbetrieb mit innovativen Geschäftsmodellen" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Die Partner verfolgen das Ziel, die bisher nur teilweise umgesetzten und proprietären Ansätze beim bidirektionalen Laden zu standardisieren und damit für mehr Marktpartner einsetzbar zu machen. Die SWU Energie GmbH führt dabei vor allem das Thema Geschäftsmodell-Entwicklung, um in den kommenden Jahren ein für Kunden und Stadtwerke gleichermaßen sinnvolles Produkt zu entwerfen und zu demonstrieren. Der Ausbau des eigenen Windkraft-Portfolios wurde weiter vorangetrieben. Gleichzeitig wurde auch das Zukunftsthema Wasserstoff weiterverfolgt und die Projektierung des ersten Elektrolyseurs wurde begonnen. Die SWU Energie GmbH positioniert sich so bereits jetzt in wichtigen Zukunftsmärkten, um die Energiewende in der Region weiter voranzubringen. Zu Beginn des Jahres waren ca. 1.880.000 E-Fahrzeuge deutschlandweit unterwegs. Insgesamt wurden im Laufe des Jahres 2023 über 700.000 Elektrofahrzeuge zugelassen und damit -16,0 % eniger als im Jahreszeitraum 2022. Bei den reinen Elektrofahrzeugen (BEV) steigen die Zulassungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +11,4 % Im Zuge der Verhandlungen zum Klima- und Transformationsfonds wurde am 13. Dezember 2023 beschlossen, die Förderung durch den Umweltbonus zeitnah zu beenden. Seit dem 18.12.2023 können keine neuen Anträge gestellt werden. Der Wegfall der Förderung kann den Erfolg der Elektromobilität im neuen Jahr deutlich schwächen. Der abgegebene Ladestrom an den öffentlichen Ladesäulen ist im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen. Die 2 Mio. kWh Marke wurde fast geknackt. In der Region Ulm, Neu-Ulm und Umgebung gibt es bereits über 350 öffentliche SWU-Ladepunkte an über 100 Standorten (davon 24 DC-Ladepunkte). Dadurch gehört Ulm zu den deutschen Großstädten mit der höchsten Anzahl von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge pro 1.000 Einwohner. Das ist das Ergebnis eines Ladesäulen-Rankings der Stuttgarter Zeitung, bei dem Ulm auf dem dritten Platz in Baden-Württemberg und deutschlandweit auf dem sechsten Platz landet. Aufgrund der gesunkenen Energiebezugskosten konnte die SWU zum 03.05.2023 den Lade-Strom-Tarife anpassen. Dabei wurden die Arbeitspreise für Ladestrom für alle Tarife um 6 cent/kWh (brutto) gesenkt. Durch die Vermarktung der THG-Quoten für den öffentlichen Ladestrom werden sich die Einnahmen in den nächsten Jahren aufgrund der sinkenden Quote reduzieren. Das E-Carsharing swu2go hat mittlerweile 46 Standorte in Betrieb. In 2023 sind acht neue Standorte dazugekommen und es wird auch zukünftig weiter ausgebaut, wobei der Fokus im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm liegt. Einige Standorte mussten geschlossen werden, andere Standorte wurden mit einer Zuzahlung durch die Kommune verlängert, um somit das Ergebnis zu verbessern. Für das Jahr 2024 sind weitere 14 neue Standorte geplant. Im Bereich "Laden in der Wohnwirtschaft" und "Laden für Gewerbekunden" wird der hohe Bedarf wahrgenommen. In diesen Geschäftsfeldern werden die Aktivitäten im Jahr 2024 weiter ausgebaut. Die SWU Energie GmbH übernimmt hier die Planung, Installation, Stromlieferung und Betriebsführung der Ladepunkte. Auch Gewerbekunden können von dem Angebot profitieren. Die Energiekrise in Folge des Krieges in der Ukraine hatte zu extremen Preisanstiegen bei Strom und Erdgas geführt. Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die Energiemärkte langsam wieder beruhigt. Insbesondere ein milder Winter mit gut gefüllten Erdgasspeichern im Frühjahr haben dazu beigetragen. Nachdem sich die Strategie der strukturierten Beschaffung mit einer Vielzahl von Handelspartnern bewährt hat, wird diese beibehalten und noch weiter ausgebaut. Der liquide Marktzugang ermöglicht neben den Vorteilen bei der Energiebeschaffung, Synergien mit der Direktvermarktung eigener Kraftwerkskapazitäten und der Kraftwerke Dritter (PV, Wasserkraft, Kraftwärmekopplung, ...). In der Direktvermarktung von KWK- und EEG Erzeugungsanlagen konnte die SWU an die gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Während die hohen Marktpreise im Vorjahr der wesentliche Treiber für steigende Kundenzahlen insbesondere im Biogas-Segment waren, konnte das Direktvermarktungsteam die Kundenzahlen gerade im Segment Biogas und PV weiter steigern. Hauptgrund war vor allem die schnelle und flexible, aber auch unkomplizierte Herangehensweise in der Zeit der hohen Strompreise, die verschiedenen Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Viele Referenzen in der Region, aber auch weit über die Region hinaus, haben wiederum eine Vielzahl weiterer Anlagenbetreibern dazu bewegt, im Jahr 2023 zur SWU Direktvermarktung zu wechseln. Die Kundenzuwächse im PV Segment sind hauptsächlich davon geprägt, dass die Energiepreiskrise mehrheitlich Industrieunternehmen dazu bewegt, eigene Erzeugungskapazitäten aufzubauen, um den selbst erzeugten Strom weitestgehend selbst zu nutzen. Was auf der Vertriebsseite einerseits zu Absatz- und Umsatzeinbußen führt, kann damit im Rahmen der SWU-Direktvermarktung teilweise aufgefangen werden. Die Förderzusagen für den Bau zweier Wasserstoffproduktionsanlagen konnten in ein konkretes Projekt überführt werden. Ein 3 MW Elektrolyseur soll in Q1/2024 bestellt und ab 2026 das ZSW mit grünem Wasserstoff beliefern. In einem zweiten Projekt soll im Ulmer Norden eine innovative "Tankstelle der Zukunft" entstehen. Die Abteilung Stromproduktion (intern "EP1") erarbeitet zusammen mit einem Partner ein Konzept zum Betrieb und Versorgung der Tankstelle mit grünem Wasserstoff. Dies soll mittels einer geplanten 10 MW Elektrolyseanlage realisiert werden, welche über eine Direktleitung die Tankstelle mit Wasserstoff versorgen wird. Das Geschäftsfeld Fernwärme der SWU Energie GmbH ist im Wesentlichen für das Fernwärmeverbundnetz Neu-Ulm/Senden und acht Nahwärmegebiete auf der Gemarkung Ulm zuständig. Auf dem bisher bereits begangenen Weg zur Klimaneutralität wurden Konzepte entwickelt, um zum einen bestehende Wärmeerzeugungsanlagen und -netze zu dekarbonisieren und zum anderen bei Neubaugebieten die Wärmeversorgungen mit großem innovativen Charakter zu planen und zu realisieren, indem bereits hier die Chance genutzt wird diese Gebiete jetzt schon möglichst treibhausgasneutral zu gestalten. Bei dem Projekt "Wohnen am Illerpark" wird zum Beispiel die Versorgung von 600 Wohneinheiten mit 125 Fernwärmeanschlüssen mittels Wärmepumpentechnologie unter Nutzung von CO 2 -neutralem Strom aus einem SWU eigenen Wasserkraftwerk realisiert. Bei diesem Projekt ist neuartig, dass hier ein Vierleitersystem zum Einsatz kommt, mittels welchem bei hohem Tempera turniveau die Brauchwasserbereitung bewerkstelligt wird und auf Niedertemperaturniveau die Gebäudebeheizung sattfindet. Zusätzlich besitzt dieses Projekt innovativen Charakter, indem im Sommer das zur Verfügung stehende Grundwasser zur freien Kühlung eingesetzt werden kann. Um Kunden in diesem Gebiet nun nicht nur mit Fernwärme versorgen zu können, wird bei diesem Projekt ergänzend das Produkt "Kühlung" angeboten werden. Als Folgeprojekt zu "Wohnen am Illerpark" im Bereich Wärmepumpentechnologie kann das Projekt "Im Eiland" angesehen werden. Bei diesem Projekt wird ein neu zu erschließendes Wohngebiet in zwei Bauabschnitten am nördlichen Ortsrand von Neu-Ulm Pfuhl mit ca. 190 Wohneinheiten im Endausbauzustand versorgt werden, wobei nun das Projekt für den ersten Bauabschnitt gestartet wird. Bei diesem Projekt werden die Neubauten mittels Niedertemperaturnetz im Bereich von 55°C mit Wärme für Raumheizung und Warmwasserbereitung versorgt. Um die Trinkwasserhygiene auch bei diesem niedrigen aber somit auch energieeffizienten Temperaturniveau sicher zustellen wird mit dezentralen Frischwasserstationen an den jeweiligen Trinkwasserentnahmestellen in den Gebäuden nach einer Drei-Liter-Regel verfahren, bei welcher die Rohrleitungsvolumina zwischen Trinkwassererwärmung und -entnahme begrenzt werden. Ein weiteres innovatives Projekt wird im südöstlichen Bereich von Senden bereits im Jahr 2024 im Wesentlichen für das Neubaugebiet "Wohnen am Stadtpark" errichtet, welches momentan noch über eine herkömmliche mobile Wärmeerzeugungsanlage versorgt wird. Da nun u.a. ein angrenzendes Schulzentrum an dieses Wärmenetz ergänzend angeschlossen werden soll und eine Verbindung zum Fernwärmeverbundnetz nicht zeitnah realisiert werden kann macht es Sinn für dieses Wärmenetz eine Energiezentrale zu errichten, bis dieses an das Fernwärmeverbundnetz Neu-Ulm/Senden angebunden werden kann. Die Energiezentrale wird derart gestaltet, dass die Technologien und Energieträger Biomasse in Form von Pellets, Kraft-Wärme-Kopplung und eine herkömmliche Kesselanlage miteinander kombiniert werden. In Summe wird die Anlage rd. 6,3 GWh Fernwärme pro Jahr erzeugen, wobei mehr als 65% Wärme aus erneuerbarer Energie und ca. 15 % mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden wird. Diese Energiezentrale ist in Betonmodulbauweise geplant und modular aufgebaut, was eine schnelle Realisierung und rasche Errichtung vor Ort ermöglicht. Mit dem hier angewandten Konzept in Bezug auf Technologiekombination in Verbindung mit der beschriebenen Modulbauweise ist es möglich mit hoher Realisierungsgeschwindigkeit den Erfordernissen von Wohngebieten für die Errichtung von Fernwärmesystemen mit hohem erneuerbarem Anteil bzw. mit einer ausgewählten Technologiekombination zügig nachkommen zu können. Mit den beschriebenen Projekten kann aufgezeigt werden auf welche unterschiedliche Art und Weise Fernwärmeversorgung und somit die Wärmewende mittels Dekarbonisierungstechnologien, schnelle und zielführende Projektrealisierung durch attraktive Modulbauweisen und Technologiekombinationen sowie Abstimmung von Eigenschaften der Wärmeversorgung auf Verbraucher und umgekehrt bis hin zu einer kostenoptimierten Versorgungssicherheit innovativ gestaltet werden kann. Im Energievertrieb wurde aufgrund der stark schwankenden Marktpreise die Angebote mit Spot-markt-Bepreisung im Geschäftskundensegmenten stark vorangetrieben. Im Industriekundensegment und bei höheren Verbrauchsvolumina werden das Modell SpotFix (Bandbezug mit Ausgleich am Spotmarkt) offeriert. Zum einen profitieren die Unternehmen von den geringen Spotmarktpreisen, zum anderen reduziert die SWU das Marktpreisrisiko deutlich. Ergänzend dazu werden die Geschäfts- und Gewerbekunden über diverse Vertriebs- und Kommunikationswege weiterhin mit digitalen Services und Produkten angesprochen und informiert. Mit dem "SWU Preis-Update" bekommen z.B. Kunden ein tagesaktuelles indikatives Angebot und eine automatische Mail mit Zielvergleich und Handlungsempfehlung. Dadurch entfällt der für Kunde und SWU sehr aufwändige mehrmalige Iterationsprozess und die Kundenzufriedenheit kann deutlich gesteigert werden. Innovationen und Produktneuerungen werden den Kunden vom Vertrieb über zahlreiche Webinare angeboten. Dieses Format erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und ist ein sehr gutes Akquise- und Kundenbindungsinstrument. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Energiedienstleistungen/Kundenlösungen (ED) weitere Dienstleistungen wie Elektromobilität, Energieaudits und Eigenerzeugungslösungen angeboten. Die SWU Energie GmbH konnte damit erneut eindrucksvoll Ihre Innovationskraft für die Kunden, die Region und die Mitarbeitenden gleichermaßen demonstrieren. II. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima, die ZEW-Konjunkturerwartungen oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Auch private Haushalte scheinen im Zuge der rückläufigen Inflationsraten und wieder steigender Realeinkommen etwas optimistischer, was sich im GfK-Konsumklima in einer gestiegenen Anschaffungsneigung und rückläufigen Sparabsichten - wenn auch ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau - niederschlägt. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar. (Quelle: BMWK - Wirtschaftliche Entwicklung) Das Jahr 2023 brachte eine Reihe von zentralen klimapolitischen Fortschritten, insbesondere in den Sektoren Gebäude und Strom, aber auch zusätzliche Herausforderungen. Die Debatte um das Gebäudeenergiegesetz hinterließ Spuren in der Bevölkerung, was das Vertrauen in die praktische Umsetzung und soziale Ausgewogenheit klimapolitischer Maßnahmen angeht. Spätestens mit dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts wird die Frage nach der Finanzierung von Klimaschutzinvestitionen zum zentralen Thema für 2024. Dies gilt umso mehr, als weiterhin eine erhebliche Lücke zwischen aktuellen Maßnahmen und dem Klimaziel für 2030 klafft. Auf den ersten Blick hält das Jahr 2023 positive Botschaften bereit: die Emissionen fallen überraschend deutlich und Erneuerbare Energien erzeugen mehr Strom als je zuvor. Hauptgrund für die Emissionsminderungen ist die geringere Industrieproduktion in Folge der fossilen Energiekrise kombiniert mit einer verbesserten Lage am europäischen Strommarkt. Die Problemsektoren Gebäude und Verkehr liefern weiterhin keine signifikanten Emissionsminderungen. Mit dem im Jahr 2023 gestärkten europäischen Emissionshandelssystem ist klar: nur eine klimaneutrale Industrie kann in Europa langfristig bestehen; auch in Gebäuden und im Verkehr verteuern sich fossile Technologien ab 2027. Zur Sicherung des Industriestandorts und bezahlbarer Energie ist eine wirksame Energie- und Klimapolitik damit wichtiger denn je. Nach dem Karlsruher Haushaltsurteil steht die Bundesregierung 2024 nun vor der Aufgabe, die Klima- und Energiepolitik neu aufzustellen und finanziell nachhaltig abzusichern. Nur dann wird Deutschland seine Emissionen dauerhaft und wohlstandsfördernd senken können. Nach dem mit Abstand heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und dem Beschluss der COP 28 zum "Übergang weg von fossilen Energien" sind Investitionen in Klimaneutralität dringender denn je. Um das 2030-Klimaziel zu erreichen, sind 2024 weitere Instrumente zur Absicherung dieser Investitionen und der Finanzierung sozialer Ausgleichsmaßnahmen notwendig. (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024) Die Entwicklung der Großhandelspreise für Strom sind aus der folgenden Grafik ersichtlich:
Die Entwicklung der Großhandelspreise für Erdgas sind aus der folgenden Grafik ersichtlich:
Der Rollout zur Ausbringung von intelligenten Messsystemen wurde im Herbst 2023 gestartet. Circa 100 intelligente Messsysteme wurden verbaut und erste Erfahrungen im Betrieb gesammelt. Die Prozesse rund um die intelligenten Messsysteme werden fortlaufend verbessert und auf die bei den Kunden umgesetzten Messkonzepte vorgetestet und angepasst. Die Pflicht-Rolloutquote für die Erfüllung der 20%-Marke (Ende 2025) liegt bei ca. 2.500 Gateways. 2. GeschäftsverlaufDer intensive Preiswettbewerb setzte sich im Jahr 2023 unvermindert fort. Die Stromlieferungsaktivitäten der SWU Energie GmbH konzentrieren sich hierbei auf alle Kundensegmente - Geschäfts- und Privatkunden - innerhalb und außerhalb des eigenen Netzgebietes. Die intensiv durchgeführten Vertriebsmaßnahmen und -kampagnen sowie die eingeführten Produktinnovationen zeigten Erfolge, so dass z.B. die Kundenanzahl im Geschäftskundensegment um rd. 8% gesteigert werden konnte. Die Strategie der ertragsorientierten Preispolitik in Ergänzung mit weiteren Dienstleistungsangeboten, wie z.B. PV-Anlagen, Energieaudits und Elektromobilität, wurde weiterverfolgt. Durch den kriegsbedingten starken Anstieg der Energiepreise und die andauernde Energiekrise (Gasmangellage, fehlende Marktliquidität...) wurden die Prozesse und Schnittstellen nochmals analysiert und entsprechend angepasst. Die Marktlage hat sich im Jahresverlauf 2023 wieder normalisiert und auch stabilisiert. Es werden der Marktlage entsprechende Produkte wie SWU Spot und SpotFix und für einzelne Kundensegmente wieder Festpreis-Angebote offeriert. In der Regel werden bei Festpreis-Angeboten zur Minimierung der Risiken entsprechende sog. "Take oder Pay" Klauseln verwendet. Dadurch ist der fixierte Energiepreis in einer gewissen Schwankungsbreite fixiert. Darüber hinaus gehende Mengen werden zu- oder abverkauft und zu Marktpreisen an den Kunden verrechnet. Über diverse Vertriebs- und Kommunikationswege werden Geschäfts- und Gewerbekunden weiterhin mit digitalen Services und Produkten angesprochen und informiert. Die Themen Verlässlichkeit, Seriosität, Beratung und die persönliche Ansprache werden gerade in Krisenzeiten von den Kunden stärker geschätzt und honoriert. Darüber hinaus wurde zu Beginn des Jahres 2023 der Vertrieb von Stromprodukten an Privat- und Gewerbekunden über die SWU Online-Plattform (SWU SchwabenStrom und SWU NaturStrom) wieder aufgenommen. Mit diesen Produkten werden Stromkunden in ganz Bayern und Baden-Württemberg und weiteren Bundesländern bedient. Somit werden die bestehenden Prozesse und Abläufe für eine deutlich größere potenzielle Kundenanzahl genutzt. Bis Ende 2023 sind über diesen Vertriebsweg 30.843 Kunden (-3,85 %) in Belieferung gegangen. Die SWU Energie GmbH kommt mit ihrem starken Engagement in der Onlinevermarktung dem veränderten Konsum- und Abschlussverhalten der Kunden nach. Insbesondere die am Großhandelsmarkt bis März 2023 gefallenen und damit sehr volatilen Energiepreise für Strom und Gas haben die SWU Energie GmbH vor neue Herausforderungen gestellt. Intern wurden viele Prozesse, Abläufe und Schnittstellen kurzfristig angepasst, um Risiken für die SWU weiter zu minimieren. Auf der Vertriebsseite wurden ebenfalls Produkte, Prozesse und Kalkulationen geändert und angepasst. Als Beispiele hierfür sind die deutlich verkürzte Bindefristmatrix und deutlich erhöhte Zusatzkosten zur Abdeckung der Risiken zu nennen. Die zum Jahreswechsel regelmäßig geänderten energiewirtschaftlichen Steuern/Abgaben/Umlagen und Netznutzungsentgelte konnte bei den Geschäftskunden aufgrund bestehender vertraglicher Regelungen weiterverrechnet werden. Im Segment der Privatkunden werden die gestiegenen Kostenpositionen ebenfalls angepasst und im Rahmen der Preisanpassung bzw. Kundenmitteilung von Steuern/Abgaben/Umlagen sowie Netznutzungsentgelte entsprechend berücksichtigt. Durch die stark gestiegenen Marktpreise am Großhandelsmarkt wurden auch die monatlichen Tranchen (Strom/Gas) für das Privatkunden-Portfolio zu höheren Preisen eingedeckt. Daraus resultierte ein stark erhöhter Portfoliopreis, der an die Kunden weitergegeben werden muss. Die Kündigungsquoten sind daher gegenüber den Vorjahren erhöht. Die verkaufte Strommenge in den Kundensegmenten (Geschäftskunden, Privatkunden und Beteiligungen) erhöhte sich durch einen gestiegenen Absatz an die Geschäftskunden auf 994 GWh. Im Erdgasmarkt intensivierte sich der Wettbewerb zu Beginn des Jahres 2023 ebenfalls weiter. Durch den kriegsbedingten starken Anstieg der Gaspreise und die andauernde Energiekrise (Gasmangellage, fehlende Marktliquidität...) wurden die Prozesse und Schnittstellen nochmals analysiert und entsprechend angepasst. Die Marktlage hat sich im Jahresverlauf 2023 wieder normalisiert und stabilisiert. Es werden der Marktlage entsprechende Produkte wie SWU Spot und SpotFix und für einzelne Kundensegment wieder Festpreis-Angebote offeriert. Im Gasvertrieb wird ebenfalls mit "Take oder Pay" Klauseln gearbeitet. Über diverse Vertriebs- und Kommunikationswege werden die Kunden weiterhin mit digitalen Services und Produkten angesprochen und informiert. Im Heizgasbereich (Haushaltskunden) reduzierte sich die Kundenzahl auf 19.725 Kunden. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Jahr 2022 von rd. 14,9 %. Im Segment der Großkunden mit individuellen Verträgen reduzierte sich die Kundenanzahl durch Verluste im externen Netzgebiet. Die gesamte Absatzmenge an Endkunden, Weiterverteiler und Portfoliomanagement für Dritte lag mit insgesamt 1.072 GWh/a rd. 8 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Gassegment ist die Einführung des Online-Produktes bereits in 2018 umgesetzt worden. Innerhalb des angestammten Netzgebietes und in definierten und erweiterten PLZ-Gebieten außerhalb des eigenen Netzgebietes konnten Kunden das SWU SchwabenGas online abschließen. Bis Ende Dezember 2023 wurden 5.310 Kunden über diesen Vertriebsweg beliefert. Dies entspricht einer weitestgehend stabilen Kundenanzahl gegenüber dem Jahr 2022. Sowohl im Gas- als auch im Stromvertrieb wurde durch die Energiekrise und den vermehrten Einsparbemühungen bzw. die Nutzung alternativer Energieträger bei einzelnen Geschäftskunden weniger abgesetzt. Durch die Strategie der Diversifikation der Branchen innerhalb der mittelständischen Industrie und entsprechender vertraglicher Regelungen konnten die Abverkäufe in einem gewissen Rahmen gehalten werden. Im Jahr 2023 lag der Wärmeverkauf im Bereich der Wärmedienstleistungen bei ca. 23,3 GWh. Hinzu kamen Wärme-Contractinganlagen wie beispielsweise in der Reinzstraße 8 in Neu-Ulm. Über die sog. "Mieterdirektabrechnung" werden in 2023 geschätzt ca. 6 GWh zusätzlich an Wärme abgerechnet. Die Ablesung und Rechnungsstellung erfolgen dabei über ein regionales Partnerunternehmen der SWU Energie GmbH. Ausgehend von den Erfahrungen aus Projekten der Vergangenheit wird angestrebt, künftig ganzheitliche Lösungen zur Wärmeversorgung von Gebäuden und Wohngebieten zu entwickeln. Dies reicht von der Konzepterstellung, der Mitwirkung bei Ausschreibungen und der anschließenden Umsetzung der Baumaßnahmen bis hin zur Abrechnung mit dem Endkunden. Im Vordergrund stehen hierbei die Einhaltung aller gesetzlichen Regel ungen und Vorgaben zur regenerativen und effizienten Wärmeversorgung. Die Planung zur Umsetzung der Wärmeversorgung des Außenbeckens mittels Wärmepumpe im Bad Blau ist beauftragt und schreitet weiter voran. Des Weiteren wurden Wärmeversorgungskonzepte für die Wilhelmsburg in Ulm, für ein geplantes Neubaugebiet der Stadt Memmingen sowie für ein Bestandsgebiet der "Memminger Wohnungsgenossenschaft eG" in 2023 abgeschlossen. Der erste Bauabschnitt des Baugebietes "Breiter Weg" in Langenau wurde erschlossen. Hier übernimmt die SWU als Dienstleister den Vertrieb der Fernwärmeanschlüsse der GVL. Der Beginn der Leistungsphasen 4 bis 9 im Projekt "Breiter Weg" in Langenau erfolgt im Januar 2024. Die Erweiterung der Fernwärmeversorgung der GVL in Langenau wird umgesetzt. Im Jahr 2023 betrug die Fernwärmeabsatzmenge 96.071 MWh was einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 2,8 % entspricht. Die Stromerzeugung konnte auf 60.273 MWh und somit im Vergleich zum Jahr 2022 um 5,3% gesteigert werden. Statistische Betrachtungen ergaben, dass es im Jahr 2023 ca. 20% weniger Heiztage als im langjährigen Mittel gab. Des Weiteren beschrieb der Deutsche Wetterdienst das Jahr 2023 in Deutschland als wärmstes Jahr seit Messbeginn im Jahr 1881. Dies stellte die Fernwärme auch derart fest, dass die Stromerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung unter den zu erwartenden Werten blieb, was im Wesentlichen an den wärmeren Übergangszeiten und einer daraus resultierenden Verminderung der Betriebsstunden von BHKW-Anlagen lag. Die Erhöhung des Wärmeabsatzes und der Stromproduktion durch Kraft-Wärme-Kopplung kam somit nicht durch kühlere Temperaturen, sondern durch vermehrte Wärmelieferung an Neukunden aufgrund von Nachverdichtung und Fernwärmeausbau zustande. Die positiven Steigerungen trotz des äußerst warmen Jahres beim Wärme- und Stromabsatz spiegeln sich leider nicht im Ergebnis der Fernwärme wieder, da im Jahr 2023 die spezifischen Stromerlöse um ca. 68% niedriger ausfielen als es Prognosen darstellten. Zusätzlich sank zwar auch das Preisniveau von Erdgas aber im Vergleich zum Strommarkt bewegte sich dieses weiterhin auf einem verhältnismäßig hohen Niveau. Des Weiteren reduzierte sich die Indizes basierte Fernwärmepreisgestaltung aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen im Jahresmittel gegenüber dem Plan bereits um ca. 6%. Die Auswirkungen der im Jahr 2022 beginnenden Energiekrise und die anhaltenden nicht normalen Marktsituationen im Jahr 2023 konnten aufgrund deren gewichtigen Einflussnahme auf das Geschäftsfeld nicht durch die dargestellten moderaten Absatzsteigerungen kompensiert werden und führten schlussendlich im Jahr 2023 zu einem negativen Ergebnis des Fernwärmebereichs. Die Erfahrungen aus der Energiekrise mit einer daraus sich entwickelten Beschleunigung der Energiewende haben natürlich auch die Fernwärme in Politik und bei der Bürgerschaft in den Fokus gestellt. Die Kundenanfragen für Fernwärme sind exponentiell gestiegen und der Wunsch nach Dekarbonisierung wird immer größer. Deshalb wurde die Kapazität im Bereich des Vertrieb Fernwärme gestärkt, um den Anforderungen und Anfragen von Neukunden gerecht zu werden. Hierbei wird natürlich eine Nachverdichtung in bestehenden Fernwärmegebieten sowie ein möglichst strukturierter Fernwärmeausbau mit hohen Anschlussquoten angestrebt. Für die stattfindende Nachverdichtung und den Fernwärmeausbau ist es natürlich erforderlich auch die Erzeugungskapazität nachzuführen und zu steigern. Projekte und Maßnahmen zur Wärmetransformation und Dekarbonisierung der Fernwärme wurden hierfür unter anderem über das Förderprogramm "Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)" des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt, wobei der Bereich Fernwärme im Jahr 2023 Zuwendungsbescheide in Höhe von mehr als 1,75 Mio. EUR beschieden bekam. Diese Förderungen dienen dazu den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme weiter voranzutreiben und somit die Wärmewende zielführend zu gestalten. Die Stromproduktion aus Wasserkraft konnte im Jahr 2023 die Erzeugung auf ~ 91 Mio. kWh steigern. Das langjährige Mittel wurde nicht erreicht, da die Wasserführung sehr volatil mit teilweise extrem trockenen Monaten war. Durch die stabile Verfügbarkeit der Wasserkraftwerke bei starker Wasserführung, wurde das Dargebot bestmöglich turbiniert. Die Erzeugung in der Photovoltaik kam durch die Wetterbedingungen und einen längeren Ausfall an der Anlage EvoBus nicht an die Vorjahreserzeugung heran, mit ~ 2,7 Mio. kWh wurde der Zielwert nicht erreicht. Mit insgesamt ~93 Mio. kWh und weiterhin guter Vermarktung, hat die Stromproduktion einen Ergebnisbeitrag von rund 8,5 Mio. Euro beigesteuert. Die wasserbauliche Infrastruktur befindet sich weiterhin in einer Phase der Aufarbeitung instandsetzungsbedürftigen Anlagenbeständen. Es wurden Teilbereiche des Stauhaltungsdammes zum KW Böfinger Halde saniert und Planungen für die Stauhaltungsdämme des Illerkanals erstellt. Am Kraftwerk Donaustetten wurde unter laufendem Betrieb das Rechenpodest erneuert. Die Maßnahmen nach Ökokonto Verordnung konnten um weitere 120.000 Punkte bei der ehemaligen Kurzumtriebsplantage gesteigert werden. Eine weitere Aufwertung bei Donaurieden konnte mit 70.000 Ökopunkten im Verzeichnis eingetragen werden. Somit stehen der SWU nun insgesamt ~ 595.000 Ökopunkte zur Verfügung. Das Verfahren zur Neuzulassung des Kraftwerks Böfinger Halde nimmt einen zusätzlichen Zeitaufwand in Anspruch. Die Untersuchungen zur Herstellung der Durchgängigkeit und des Fischschutzes nach WRRL zeigen auf, dass es keinen definierten Stand der Technik gibt und somit keine zufriedenstellenden Ergebnisse aus Sicht des Betreibers bzw. Behörde erzielt werden konnten. Die Strategie zur Neuzulassung wurde nun um ein zusätzliches Vorhaben am Neu Ulmer Donauufer erweitert, mit diesen Planungen und Konzeptvorschlägen soll das Potential einer Verbesserung gegenüber dem aktuellen Zustand aufgezeigt werden. In den Verfahren zur Neuzulassung Kraftwerke Öpfingen und Wiblingen laufen Abstimmungen mit Vertretern der Behörden. Für den Antrag in Öpfingen konnte gemeinsam mit der Fischereibehörde ein Konzept erarbeitet werden, welches aus heutiger Sicht genehmigungsfähig und auch wirtschaftlich umsetzbar erscheint. Die Untersuchungen am KW Wiblingen bleiben schwierig, da die Gewässersituation durch den um 1900 erbauten Hochwasserschutz wenig Möglich keiten bietet. Die Renaturierung des Jungfraustücks ist nicht ohne negative Auswirkungen auf den Hochwasserschutz umsetzbar. Es werden weiter Varianten zum Weiterbetrieb des Kraftwerks geprüft, ein kompletter Neubau an der Wehranlage könnte eine mögliche Abhilfe sein. Die Ziele aus SWU 2030 mit dem Ausbau auf mindestens 15 MWp PV Leistung sind im Plan, mit dem Bau der ersten größeren Anlage im Örlinger Tal soll im Herbst 2024 begonnen werden. Weitere geplante Projekte können in die nächste Phase überführt werden und in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Durch personelle Aufstockung zum Jahresende, können nun Projekte schneller bearbeitet werden. Für das WKW Kostheim war das Jahr 2023 teilweise positiv, die Baumaßnahme zum Fischaufstieg konnte baulich fertiggestellt werden. Die technischen Einbauten wie Antriebe und Steuerungen werden in Abstimmung mit der Behörde bis Q2/2024 fertiggestellt. Somit ist die Zulassungskonformität für den Fischaufstieg in absehbarer Zukunft erreicht. Die Planungen für einen geeigneten Fischabstieg wurden zurückgestellt. Die Erzeugung war in 2023 mit ~8 Mio. kWh sehr gering. Der Ausfall der Maschine 2 mit einem Laufradschaden konnte nicht kompensiert werden. Die Trockenlegung der Maschine ist mit dem vorhandenen Nadelwehr technisch nicht möglich, ein Fangedamm im Einlaufkanal soll nun Abhilfe schaffen. Durch anhaltendes Rheinhochwasser seit Anfang November 2023 konnte dieser noch nicht fertiggestellt werden. Die Maschinenrevision ist für das Frühjahr 2024 geplant. Die Produktion von grünem Wasserstoff wurde organisatorisch als Fachbereich eingestuft und um eine weitere Stelle ergänzt. Dadurch wurden die organisatorischen Voraussetzungen zur Verortung des innovativen Geschäftsfelds bei der SWU geschaffen. Derzeit wird an zwei Projekten gearbeitet, perspektivisch wird gemeinsam mit dem Bereich PV an Modellen zur Umwandlung von PV-Strom in Wasserstoff mittels Pufferspeicher gearbeitet. Dies könnte eine sinnvolle Portfolioergänzung darstellen, da sich die Verfügbarkeiten von geeigneten Netzanschlüssen an vielen Projektstandorten zunehmend schwierig gestalten. Im Jahr 2023 setzte sich der im Abwärtstrend bei den Strom- und Erdgaspreise auf dem Großhandelsmarkt bis Mitte März fort. Danach bewegten sich die Preise sowohl für Strom- als auch für Erdgashandelsprodukte bis Mitte November seitwärts, um danach bis zum Jahresende (und darüber hinaus) noch einmal nachzugeben. Die Preisentwicklung führte dazu, dass das erwartete Ergebnis des Trianel Kohlekraftwerk Lünen im Laufe des Jahres konstant im positiven Bereich lag, da bereits vermarktete Mengen günstiger am Markt zurückgekauft werden konnten. Die SWU Energie GmbH ist zu 5,28 % an der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG beteiligt, was einer Leistungsscheibe von 40 Megawatt entspricht. 88,32 GWh Strom wurden mit dieser Leistungsscheibe im Jahr 2023 produziert. Damit lag die Menge rund 55 % unter dem Vorjahreswert. Da auch in 2023 das Trianel Gaskraftwerk in Hamm, an dem die SWU Energie GmbH mit 9,36% beteiligt ist, in der Warmreserve betrieben wurde, wurde kein Strom von der SWU Energie GmbH aus dem Kraftwerk bezogen. Somit sind in 2023 auch keine Kosten bzw. Verluste für die SWU Energie GmbH aus dieser Kraftwerksbeteiligung entstanden. Gaskraftwerk LeipheimIm August 2023 wurde das Gaskraftwerk Leipheim planmäßig und erfolgreich in Betrieb genommen. Der Betriebsbeginn verlief reibungslos und entsprach den Erwartungen. In Q2 2024 werden der SWU von LEAG-Performanceberichte übermittelt auf deren Abrechnung die Betriebserfolgsbeteiligung berechnet wird. Die SWU bleibt optimistisch, dass die wirtschaftliche Partizipation an der betrieblichen Performance des Kraftwerks positiv sein wird. Beteiligungsportfolio ErzeugungsanlagenIm Rahmen der SWU Strategie 2030 liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau von Onshore-Wind- und PV-Kapazitäten im süddeutschen Raum. Im Geschäftsjahr 2023 hat die SWU mehrere potenzielle Projektstandorte für Wind- und PV-Anlagen identifiziert. Im spezifischen Bereich der Windenergie steht eine wichtige Phase bevor: Im Jahr 2024 wird der Regionalverband Donau-Iller eine Festlegung der Windenergiestandorte in der Region treffen. Trotz der Tatsache, dass einige der von SWU identifizierten Standorte von dieser Auswahl ausgeschlossen werden, bleibt das Unternehmen engagiert und sieht den Auswahlprozess und den Wettbewerbsprozess mit anderen Marktteilnehmern als eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur weiteren Stärkung seines Portfolios an Erzeugungsanlagen. Die Wachstumsdynamik des Geschäftsbereichs Direktvermarktung setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Insgesamt vermarktete die SWU täglich über 360 Erzeugungsanlagen. Darunter stellt das Photovoltaik Segment, aufgrund des rasanten Zubaus mit 210 Anlagen, anzahlmäßig das größte Portfolio dar, während die 80 Biogasanlagen aufgrund ihrer deutlich höheren Benutzungsstunden volumenmäßig nahezu die Hälfte der vermarkteten Strommengen produzieren. Mit allen Erzeugungsanlagen, u.a. KWK-Anlagen, Wasserkraftanlagen, Biogas- und PV Anlagen wurden insgesamt 507 GWh/a Strom vermarktet. Um mit dem rasanten Wachstum Schritt zu halten, aber auch gleichzeitig den zahlreichen Herausforderungen daraus gerecht zu werden und weitere Dienstleistungen zu entwickeln, u.a. die flexible Fahrweise von Biogasanlagen, wurde der Energiehandel um drei weitere Mitarbeiter verstärkt. Damit ist die Direktvermarktung ein Beispiel, welches zeigt, dass wir erfolgreich neue Dienstleistungen entwickeln und etablieren können. Der Ausbau des Direktvermarktungsportfolios ist ein vielversprechender Schritt in Richtung eines spartenübergreifenden Systemdienstleisters. Nachdem der Winter 2022/2023 relativ mild verlaufen war und es zu keiner Situation mit der Bedrohung durch eine Gasmangellage gekommen ist, haben sich die Energiemärkte im Laufe des Jahres 2023 wieder spürbar beruhigt. Mehr und mehr konnten wir zu den etablierten Prozessen zurückkehren. Die Liquidität an den Strom - und Erdgasmärkten kehrte langsam zurück, wodurch es möglich war die gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Mengen besser als Plan zu beschaffen. Das Beschaffungsmodell der strukturierten Beschaffung hat sich, sowohl bei Strom wie auch Erdgas, im Jahr 2023 bewährt. Mit einem Jahresüberschuss von T€ 43.046 liegt die SWU Energie GmbH um T€ 7.577 über dem Plan des Jahres 2023. 3. Lage der GesellschaftA. Darstellung der VermögenslageIn der folgenden Übersicht sind die Bilanzpositionen zum 31.12.2023 den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Bilanzpositionen sind nachfolgend erläutert.
Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 112.904 (+ 34,8 %) erhöht. Die Erhöhung resultiert zum einen aus der Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals durch Darlehensaufnahme und zum anderen aus Positionen der Energiepreisbremse, welche nicht saldiert werden dürfen. Das Anlagevermögen erhöhte sich um T€ 20.614. Ein Großteil der Investitionen in die Sachanlagen entfiel auf die Erneuerung und den Ausbau der Netze und Anlagen zur Wasser- und Wärmeversorgung. Die Finanzierung erfolgte aus Eigen- und Fremdmitteln, welche durch Schuldscheindarlehen am Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt wurden. Die Investitions- und Ertragszuschüsse haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 255 vermindert. B. Darstellung der FinanzlageIn der folgenden Übersicht sind die Zahlungsströme in Anlehnung an DRS 21 getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufbereitet und den entsprechenden Vorjahreswerten gegenübergestellt.
Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den flüssigen Mitteln in Höhe von T€ 15.130 (i. V. T€ 18.257) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 5 (i. V. T€ 84). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. C. Darstellung der Ertragslage und des GeschäftsergebnissesIn der folgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreswerten gegenübergestellt. Die wesentlichen Veränderungen der einzelnen GuV-Posten sind nachfolgend erläutert.
Die einzelnen Versorgungsbereiche haben sich für die SWU-Gruppe wie folgt entwickelt:
Der intensive Preiswettbewerb setzte sich im Jahr 2023 unvermindert fort. Die Stromlieferungsaktivitäten der SWU Energie GmbH konzentrieren sich hierbei auf alle Kundensegmente - Geschäfts- und Privatkunden - innerhalb und außerhalb des eigenen Netzgebietes. Die intensiv durchgeführten Vertriebsmaßnahmen und -kampagnen sowie die eingeführten Produktinnovationen zeigten Erfolge, so dass z.B. die Kundenanzahl im Geschäftskundensegment um rd. 8% gesteigert werden konnte. Die Strategie der ertragsorientierten Preispolitik in Ergänzung mit weiteren Dienstleistungsangeboten, wie z.B. PV-Anlagen, Energieaudits und Elektromobilität, wurde weiterverfolgt. Durch den kriegsbedingten starken Anstieg der Energiepreise und die andauernde Energiekrise (Gasmangellage, fehlende Marktliquidität...) wurden die Prozesse und Schnittstellen nochmals analysiert und entsprechend angepasst. Die Marktlage hat sich im Jahresverlauf 2023 wieder normalisiert und auch stabilisiert. Es werden der Marktlage entsprechende Produkte wie SWU Spot und SpotFix und für einzelne Kundensegmente wieder Festpreis-Angebote offeriert. In der Regel werden bei Festpreis-Angeboten zur Minimierung der Risiken entsprechende sog. "Take oder Pay" Klauseln verwendet. Dadurch ist der fixierte Energiepreis in einer gewissen Schwankungsbreite fixiert. Darüber hinaus gehende Mengen werden zu- oder abverkauft und zu Marktpreisen an den Kunden verrechnet. Über diverse Vertriebs- und Kommunikationswege werden Geschäfts- und Gewerbekunden weiterhin mit digitalen Services und Produkten angesprochen und informiert. Die Themen Verlässlichkeit, Seriosität, Beratung und die persönliche Ansprache werden gerade in Krisenzeiten von den Kunden stärker geschätzt und honoriert. Darüber hinaus wurde zu Beginn des Jahres 2023 der Vertrieb von Stromprodukten an Privat- und Gewerbekunden über die SWU Online-Plattform (SWU SchwabenStrom und SWU NaturStrom) wieder aufgenommen. Mit diesen Produkten werden Stromkunden in ganz Bayern und Baden-Württemberg und weiteren Bundesländern bedient. Somit werden die bestehenden Prozesse und Abläufe für eine deutlich größere potenzielle Kundenanzahl genutzt. Bis Ende 2023 sind über diesen Vertriebsweg 30.843 Kunden (-3,85 %) in Belieferung gegangen. Im Erdgasmarkt intensivierte sich der Wettbewerb zu Beginn des Jahres 2023 ebenfalls weiter. Durch den kriegsbedingten starken Anstieg der Gaspreise und die andauernde Energiekrise (Gasmangellage, fehlende Marktliquidität.) wurden die Prozesse und Schnittstellen nochmals analysiert und entsprechend angepasst. Die Marktlage hat sich im Jahresverlauf 2023 wieder normalisiert und stabilisiert. Es werden der Marktlage entsprechende Produkte wie SWU Spot und SpotFix und für einzelne Kundensegment wieder Festpreis-Angebote offeriert. Im Gasvertrieb wird ebenfalls mit "Take oder Pay" Klauseln gearbeitet. Über diverse Vertriebs- und Kommunikationswege werden die Kunden weiterhin mit digitalen Services und Produkten angesprochen und informiert. Im Heizgasbereich (Haushaltskunden) reduzierte sich die Kundenzahl auf 19.725 Kunden. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Jahr 2022 von rd. 14,9 %. Im Segment der Großkunden mit individuellen Verträgen reduzierte sich die Kundenanzahl durch Verluste im externen Netzgebiet. Die gesamte Absatzmenge an Endkunden, Weiterverteiler und Portfoliomanagement für Dritte lag mit insgesamt 1.072 GWh/a rd. 8 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im Gassegment ist die Einführung des Online-Produktes bereits in 2018 umgesetzt worden. Innerhalb des angestammten Netzgebietes und in definierten und erweiterten PLZ-Gebieten außerhalb des eigenen Netzgebietes konnten Kunden das SWU SchwabenGas online abschließen. Bis Ende Dezember 2023 wurden 5.310 Kunden über diesen Vertriebsweg beliefert. Dies entspricht einer weitestgehend stabilen Kundenanzahl gegenüber dem Jahr 2022. Die Umsatzerlöse (ohne Strom- und Energiesteuer) der SWU Energie GmbH, Ulm (Donau), erhöhten sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr (T€ 448.266) um T€ 144.694 auf T€ 592.960. Die Kraftwerke der SWU Energie GmbH haben im Jahr 2023 zusammen ca. 156 GWh Strom in der Region produziert, gegenüber dem Vorjahreswert (145 GWh) entspricht dies einem Anstieg von ca. 7,4 %. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die stabile Verfügbarkeit der Wasserkraftwerke bei starker Wasserführung sowie die höhere Stromproduktion in BHKWs aufgrund des Fernwärmeausbaus. Der SWU-Anteil des in den Beteiligungen der SWU Energie erzeugten Stroms beläuft sich auf 214 GWh in 2023 (2022: 370 GWh). Für die Strombezugsverträge mit dem Kohlekraftwerk in Lünen wurde die Drohverlustrückstellung im Vergleich zum Vorjahr um 23 T€ erhöht. In das SWU-Fernwärme- und Nahwärmenetz konnten 119 GWh Wärme aus SWU-eigenen Anlagen eingespeist werden. In dieser Menge enthalten sind nicht die Einspeisungen der FUG. Im Trinkwasserbereich wurden 12,2 Mio. m 3 Trinkwasser gefördert und ins Netz eingespeist. Somit fällt die Trinkwasserförderung in 2023 höher aus als in 2022, was sich aber auch im Verbrauch widerspiegelt. Das Betriebsergebnis der SWU Energie GmbH ist auch in 2023 positiv. Der Materialaufwand erhöhte sich um T€ 122.073 gegenüber dem Vorjahr, da vor allem Strom- und Gasbezugskosten aufgrund deutlich höherer Preise gestiegen sind. Die Abschreibungen sind relativ konstant zum Vorjahr und verminderten sich nur um T€ 22. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich um T€ 3.079. Die Tochterunternehmen haben sich wie folgt entwickelt: Das Ergebnis der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.659 auf einen Jahresüberschuss von T€ 2.559. Hauptgrund hierfür ist der deutlich teurere Einkauf von Verlustenergie. Die Erzeugung der WKW Staustufe Kostheim/Main GmbH & Co. KG lag mit 8,2 GWh unter dem Regeljahr mit 18,5 GWh und unter dem Vorjahr mit 12,3 GWh. Dies resultiert vor allem aus einer Niedrigwassersituation und dem Ausfall einer Turbine. Das Jahresergebnis 2023 beträgt T€ -995 (2022: +T€ 1.103). Der an die Muttergesellschaft SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH abgeführte Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung der SWU Energie GmbH, Ulm (Donau) beträgt für das Jahr 2023 T€ 43.046 (Vorjahr T€ 23.602). Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei der im Jahre 1998 erfolgten Firmengründung die Verbindlichkeiten in der Muttergesellschaft belassen wurden und auch die gesamte Ertragssteuerlast von dieser getragen wird. Die Konzessionsabgabe wurde auch im Jahr 2023 wieder voll erwirtschaftet. Die Geschäftsführung ist mit Geschäftsverlauf, dem operativen Ergebnis und dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. IV. PROGNOSEBERICHTDas Jahr 2024 beginnt mit schwierigen Rahmenbedingungen für eine wirksame Klima- und Energiepolitik. Dessen ungeachtet erfordern der real stattfindende Klimawandel wie auch die international veränderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen dringend weitere Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität. Um die positive Dynamik beim Ausbau von Solarenergie und Onshore-Wind zu verstetigen, gilt es, begonnene Vorhaben konsequent zu Ende zu führen und einen attraktiven Investitionsrahmen zu erhalten. Flächenverfügbarkeit, schnellere Genehmigungsverfahren und eine vereinfachte Umsetzung bleiben weiterhin elementar wichtig. In diesem Zusammenhang sind die Umsetzung der Beschleunigungsgebiete (auch als sogenannte Goto Areas bekannt) aus der 2023 novellierten Erneuerbare Energien Richtlinie (RED III), die Novelle des Bundesimmissionsschutzgesetzes sowie des Baugesetzbuches und die Umsetzung der Solarpakte I und II zentral. Ein bundesweites Vorziehen der Fristen im Windenergieflächenbedarfsgesetz könnte ebenfalls die rechtzeitige Ausweisung von Flächen unterstützen. Die Umsetzung der neuen EU-Strommarktregeln in deutsches Recht sollte dazu genutzt werden, weiterhin einen sicheren Investitionsrahmen für Erneuerbare Energien zu erhalten, beispielsweise über die Einführung marktkonform ausgestalteter Contracts for Difference. (Quelle:Agora Energiewende) Die SWU Energie GmbH treibt ihre Flächenakquise zum Bau von Freiflächen-PV-Anlagen und Windenergieanlagen auch im Jahr 2024 konsequent voran. Erste PV-Freiflächenanlagen werden dabei bereits im Laufe des Jahres 2024 in den Bau gehen. Der Zubau regelbarer klimaschonender Kraftwerke muss 2024 mit hoher Priorität vorangetrieben werden. Das KTF-Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellt auch die Finanzierung der geplanten Kraftwerksstrategie vor große Herausforderungen. Diese müssen dessen ungeachtet unverzüglich, schon zu Jahresbeginn gelöst werden, um ausreichend gesicherte Leistung zum Ende des Jahrzehnts sicherzustellen. Zur strukturellen Lösung des Kapazitätsproblems sollte darüber hinaus die Schaffung zusätzlicher Kapazitätsinstrumente beziehungsweise eines Kapazitätsmarktes vorangetrieben werden. Eine sektorübergreifende Infrastrukturplanung und die Verbesserung der Systemflexibilität rücken mit fortschreitender Transformation ebenfalls immer stärker in den Fokus. 2024 soll im Rahmen einer dritten Novelle des EnWG die Planung von Gas- und Wasserstoffnetzen in einem Netzentwicklungsplan (NEP) gebündelt werden. Im ersten Halbjahr wird eine erste Version der Systementwicklungsstrategie vorgelegt, die so schnell wie möglich als Grundlage für die Netzentwicklungspläne Strom, Gas und Wasserstoff genutzt werden sollte. Eine mögliche vierte und fünfte EnWG-Novelle könnte die Ende 2023 vorgelegte Speicherstrategie rechtlich verankern. Eine deutliche Steigerung der Systemflexibilität könnte darüber hinaus durch eine seit vielen Jahren überfällige Reform der Netzentgelte ermöglicht werden. Seit der EnWG-Änderung 2023 ist hierfür die Bundesnetzagentur verantwortlich. (Quelle: Agora Energiewende) Die SWU Energie GmbH setzt beim Ausbau der eigenen Stromerzeugung neben den erneuerbaren Erzeugungsanlagen aus Wasserkraft-, PV- und Windkraftanlagen auch weiterhin auf den Ausbau von Kraftwärmekopplungsanlagen (KWK/BHKW), welche flexibel, netzdienlich und strompreisorientiert eingesetzt werden können. Zur Optimierung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Anlagen sind bei der SWU Energie GmbH innovative Elektrolyse- und Speicherprojekte initiiert worden, die auch im Jahr 2024 weiter vorangetrieben werden. 2024 stehen keine neuen Gesetzesinitiativen im Gebäudebereich an. Die praktische Implementierung der kommunalen Wärmeplanung und des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie die Absicherung der notwendigen Fördermittel dürften die politische Debatte maßgeblich prägen. Immer mehr Kommunen werden 2024 ihre kommunale Wärmeplanung starten. Zudem greifen erstmals die Vorgaben nach dem neuen GEG. Insbesondere bei der Wärmeplanung gilt es, Herausforderungen und Probleme aktiv zu identifizieren und bei Bedarf zeitnah nachzusteuern. Dies wird auch Fragen zur Absicherung notwendiger Fördermittel aufwerfen, denn schon vor dem KTF-Urteil war die Bundesförderung Effiziente Wärmenetze (BEW) unzureichend ausgestattet. In diesem Zusammenhang wirken Fehlanreize durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) problemverschärfend, so dass eine zeitnahe Reform des KWKG für eine erfolgreiche Transformation der Wärmenetze unerlässlich ist. Bis zum Ende der Legislaturperiode stehen außerdem die Umsetzung der EU-Gasnetzregulierung und der Gebäuderichtlinie an. Weitere Initiativen zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit von Elektrifizierungsmaßnahmen und eine gezieltere Ausgestaltung der Heizungsförderung können den Heizungsmarkt besser auf Zielkurs bringen. Auch die Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) steht spätestens zu Beginn der nächsten Legislatur vor finanziellen Herausforderungen. Eine Reform von Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom beziehungsweise fossile Energien ist überfällig und kann den Förderbedarf senken. Darüber hinaus können zinsgünstige Kredite beziehungsweise Leasing und Mietmodelle für Wärmepumpen ihre Nutzung ohne hohe Anfangsinvestitionen ermöglichen. Da private Haushalte ihre Kaufentscheidung stark vom aktuellen Kostenverhältnis der Energieträger abhängig machen, besteht hier ein direkter Hebel, um den Heizungsmarkt auf Zielkurs zu bringen. (Quelle: Agora Energiewende) Die SWU Energie GmbH hat in 2023 bereits damit begonnen, für das Fernwärmeverbundnetz Neu-Ulm/Senden einen Wärmetransformationsplan zu entwickeln. Dieser Transformationsplan hat die vollständige Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung im genannten Netzgebiet bis zum Jahr 2045 zum Ziel. Im Wärmebereich ist die SWU Energie GmbH ebenfalls Dienstleister für Ihre Gesellschafter und kommunalen Beteiligungen bei der Maßnahmenplanung und Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen kommunalen Wärmeplanung. Dabei ist bereits sehr deutlich geworden, dass die gemeinsame Bearbeitung und Umsetzung des Themas Wärmeplanung von Kommune und Wärmeversorger sehr große Vorteile bietet. Die Klima- und Energiepolitik im Jahr 2024 wird absehbar geprägt sein von Unwägbarkeiten der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. Die historisch niedrigen Emissionen des Jahres 2023 mit einer Minderung von 47 % gegenüber 1990 sollten dessen ungeachtet als Ansporn dienen, um Deutschland auf Zielkurs für eine Treibhausgasreduktion von mindestens 65 % bis 2030 gegenüber 1990 zu bringen. Vor allem wird es darauf ankommen, im Verkehrs- und Gebäudesektor den Instrumentenmix zügig nachzuschärfen. Im Industriesektor gilt es, eine Investitionswelle zur Standortsicherung und Dekarbonisierung auszulösen. All das kann jedoch nur gelingen, wenn die Klima- und Energiepolitik auf ein tragfähiges finanzielles Fundament gestellt wird. (Quelle: Agora Energiewende) Die Konzernstrategie SWU2030 ist u.a. stark auf die von der Bundesregierung ausgerufenen Klimaziele ausgerichtet. Viele Projektvorhaben der Geschäftsfelder der SWU Energie GmbH haben eine erneuerbare Komponente und tragen somit zur Reduzierung von Treibhausgasen bei. Die Wirtschaftlichkeit dieser Projektvorhaben ist gegeben und lässt die SWU Energie GmbH somit profitabel innerhalb der Region wachsen. Weiterhin spielen Maßnahmen aus den Bereichen Finanzen, Prozesse, Service sowie Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Weiterhin ist auch von entscheidender Bedeutung, wie stark regulatorische Maßnahmen die Aktivitäten der nächsten Jahre beeinflussen (z. B. Änderung der Netznutzungsentgelte, Einführung neuer Steuern/Umlagen). Kurzfristige und kostenrelevante Änderungen dieser Rahmenbedingungen können je nach Produkt und Kundensegment nur zeitversetzt im Markt weitergegeben werden. Die im Jahr 2022 sehr stark gestiegenen und im Folgejahr 2023 wieder fallenden Energiepreise haben in einigen Kundensegmenten ein Umdenken bewirkt. Die Kundenberatung, regionale Nähe, das Produktportfolio und der Service über die verschiedenen Kanäle werden wieder stärker bei Kaufentscheidungen berücksichtigt. Dies bestärkt nochmals die Vertriebsstrategie der SWU Energie GmbH. Die erfolgreiche Umsetzung der Vertriebsstrategie wird auch in 2024 weiter fortgeführt. Die SWU Energie GmbH wird ihre Marktposition trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen behaupten und weiter ausbauen. Dies soll im Wesentlichen nicht über eine aggressive Preispolitik, sondern vielmehr über Produktinnovationen, Serviceorientierung, Regionalität, Digitalisierung und verbesserte Vertriebsstrukturen erreicht werden. Dabei bewegt sich die SWU Energie GmbH im Rahmen der Strategie der SWU-Unternehmensgruppe. Weiterhin werden neue Produkte, Dienstleistungen und Serviceangebote die Kundenbindung stärken, die Neukundengewinnung unterstützen und positive Deckungsbeiträge erwirtschaften. Als Beispiele können hier die Produkte Telekommunikation, dynamische Stromtarife, Direktvermarktung, Angebote rund um das Thema Elektromobilität und Sharing-Modelle sowie PV-Anlagen für Privat- und Gewerbekunden genannt werden. Im intensiven Preiswettbewerb im Erdgasmarkt liegt der Fokus auf der Erhaltung der Kundenbeziehungen in allen Segmenten. Auch hier zielt die Strategie nicht auf die Preispolitik, sondern auf Kundenbindung durch Innovationen, Service- und Umweltorientierung. Die Kompensation geringerer Absatzmengen erfolgt durch die Akquisition neuer Kunden in der umliegenden Region. Hier kann die SWU Energie GmbH zusätzlich mit Regionalität und Nähe punkten. Grundsätzlich sind eher sinkende Absatzmengen pro Heizgas-Kunde zu erwarten, da vermehrt Energieeffizienz- und Wärmedämmungsmaßnahmen zum Einsatz kommen. Zudem wächst die Konkurrenz durch regenerative Wärmekonzepte. Im Bereich Energiedienstleistungen und Kundenlösungen liegt der Fokus erneut auf dem Ziel der Neukundengewinnung und Bindung der Bestandskunden. Innerhalb des klassischen Contracting-Portfolios (Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb, Wärmelieferung, Abrechnung) werden Lösungen realisiert. Weiter unterstützt der Bereich bei der Einführung einer Energiemanagementsoftware und der Produktentwicklung LoRaWAN, um damit künftig ein betriebliches Energiemanagement entwickeln und anbieten zu können. Aktuell ist der Bereich hier auf die Zuarbeit der Bereiche S8 und SWU TeleNet angewiesen, um hier weiter zu kommen. Das Geschäftsfeld Photovoltaik wurde in 2023 auf den Bereich Planungsleistungen reduziert und der Verkauf eingestellt. Dies hatte den Hintergrund, dass es der SWU mit bestehenden Konstrukten nicht möglich ist, einen wirtschaftlichen Betrieb des Angebots zu machen. Positiv ist hier, dass zahlreiche Planungen für die Beteiligungen, aber auch potentielle neue Partner wie die Stadt Memmingen erfolgreich umgesetzt werden konnten. Im Bereich Elektromobilität lag der Schwerpunkt auf der Fertigstellung der CarSharing Standorte und der Wohnungswirtschaft. Hier kann man nun über 300 Wallboxen im Betrieb verzeichnen. Für 2024 sollen die Schwerpunkte wieder mehr auf dem öffentlichen Ausbau von Ladeinfrastruktur liegen, um u.a. das Elektromobilitätskonzept der Stadt Ulm umzusetzen, aber auch für die Stadt Neu-Ulm und Senden eigene Konzepte aus Sicht der SWU zu entwickeln. Zusammenfassend wird eine Ausrichtung und Erweiterung des Energiedienstleistungsportfolios unter Berücksichtigung von Produktinnovation, Nachhaltigkeit und Serviceorientierung angestrebt. Der Trend einer Zunahme von regional übergreifend agierenden Wettbewerbern für Energiedienstleistungsprodukte nimmt jedoch weiter zu und führt zu einem stärkeren Wettbewerb. Die SWU Energie GmbH wird hier mit entsprechenden innovativen und kundenorientierten Ansätzen agieren. Die Strommärkte, ebenso wie die Erdgasmärkte, haben sich im letzten Jahr deutlich beruhigt und sind auf ein Preisniveau zurückgekehrt, das nur noch wenig über dem Niveau vor der Energiekrise liegt. Aus heutiger Sicht liegt eine Phase mit einem ähnlichen Preisniveau, wie wir es heute sehen, vor uns. Zusammen mit der Tatsache, dass die Liquidität an die Märkte zurückgekehrt ist, sind die Aussichten für die Beschaffung positiv. Die Bemühungen für Umbau der Energieerzeugung auf Erneuerbare Energien zeigen inzwischen bei Zubau von PV deutlich Wirkung. Etwas zeitverzögert ist das auch für einen beschleunigenden Ausbau der Windkraft zu erwarten. Für die Direktvermarktung bedeutet dies, dass in den kommenden Jahren weiterhin ein wachsender Markt mit einer steigenden Anzahl von Anlagen zu erwarten ist. Weiterhin wird uns das Thema der Kundenbindung und Kundenbetreuung bei der Direktvermarktung beschäftigen. Die starken Verwerfungen der letzten Jahre führen dazu, dass Geschäftsmodelle und damit Kundenverträge angepasst werden müssen. Das Jahr 2023 war geprägt von richtungsweisenden Gesetzesänderungen zur Beschleunigung der Energie- und Wärmewende. Das Wärmeplanungsgesetz zum Beispiel trat nun zusammen mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes am 01. Januar 2024 in Kraft. Im Nachfolgenden sind drei Auszüge zur Veranschaulichung des Stellenwertes der Fernwärme aus der Homepage der Bundesregierung aufgeführt, welche die Fernwärme als wichtigen Baustein der Wärmewende darstellen. Erster AuszugFernwärme nimmt in der klimaneutralen Wärmeversorgung der Zukunft eine herausragende Rolle ein, insbesondere in urbanen Gebieten. Deshalb müssen die Wärmenetze ausgebaut und auf Wärme aus Erneuerbaren Energien umgestellt werden. Zweiter AuszugDie Bundesregierung hat mit dem Gesetz für eine flächendeckende kommunale Wärmeplanung die rechtliche Grundlage geschaffen, die für ganz Deutschland einheitliche Standards und Vorgaben definiert. Die Wärmeversorgung soll klimaneutral werden - bis spätestens 2045 soll in Deutschland ausschließlich mit Erneuerbaren Energien geheizt werden. Bis 2045 müssen dann alle Wärmenetze klimaneutral sein. Es muss dann also 100 % Erneuerbare Energie eingeleitet werden. Das Wärmeplanungsgesetz enthält Mindestziele für den Anteil von Wärme aus Erneuerbaren Energien und unvermeidbarer Abwärme. Es legt den Rahmen für die schrittweise Dekarbonisierung und den Ausbau der Fernwärme fest: Für neue Wärmenetze soll gelten: Bereits ab dem 1. Januar 2024 müssen in jedes neue Wärmenetz mindestens 65 % erneuerbare Wärme eingeleitet werden. Bis zum Jahr 2030 soll die Hälfte der leitungsgebundenen Wärme klimaneutral erzeugt werden. Die Wärmenetze sollen bis dahin zu 30 % und bis 2040 zu 80 % mit Wärme aus Erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Dritter AuszugVorteile von Fernwärme: Für Fernwärme kann beispielsweise die Abwärme genutzt werden, die bei Industrieprozessen entsteht. Es können große natürliche Wärmequellen (Luft, Geothermie, Gewässer) beispielsweise durch Großwärmepumpen genutzt werden. Fernwärme ermöglicht eine effiziente Wärmebereitstellung in hochverdichteten Regionen bei geringem Platzbedarf, also in Städten. Sie kann zudem einfach und in mehreren Schritten auf Erneuerbare Energieträger bei geringeren Investitionskosten umgestellt werden. Auszüge der Homepage der Bundesregierung unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/waermeplanungsgesetz-2213692 Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bilden für die Fernwärme nun klare Leitplanken. Die SWU Energie GmbH hat den Weg des Ausbaus und der Dekarbonisierung der Fernwärme schon vor geraumer Zeit beschritten und sich selbst ambitionierte Ziele gesetzt. Nun gilt es diesen Kurs weiter und mit hoher Geschwindigkeit zu gestalten, da die Nachfrage nach Fernwärme von Privatkunden, Gewerbe, Wohnungswirtschaft u.v.a. enorm gestiegen ist. Das bedeutet für die Fernwärme nicht nur Herausforderungen beim Ausbau von Wärmenetzen sondern auch bei der Erhöhung der Fernwärmeerzeugungskapazität unter Berücksichtigung des Einsatzes von Erneuerbaren Energien. Zur Bewerkstelligung dieser Herausforderungen können beispielhaft zwei Referenzprojekte genannt werden. Dies ist zum einen der bereits dargestellte Neubau einer Energiezentrale im südöstlichen Bereich von Senden in Modulbauweise mit sehr ökologischer Technologiekombination und zum anderen ein bereits mit Hochdruck in Planung befindliches Brückenprojekt mittels "innovativer KWK-Technologie (iKWK)". Bei dieser Art von Projekten wird Wärmepumpentechnologie, hocheffiziente KWK-Technologie und Power to heat miteinander kombiniert und verbunden. Durch eine innovative Gestaltung dieses Projektes mittels Flusswasserwärmepumpen kann die Erzeugungskapazität des Fernwärmeverbundnetzes Neu-Ulm/Senden nennenswert gesteigert und gleichzeitig Bestandsanlagen effizient mit erneuerbaren Energieformen substituiert werden. Im Fernwärmebereich wurden bereits die Weichen gestellt, dass Projektentwicklung und -realisierung für Fernwärmeerzeugung und -netz durch Prozessoptimierungen, Digitalisierung sowie Steigerung notwendiger Ressourcen, wie es zum Beispiel im Bereich des Vertriebs notwendig wurde, den Erfordernissen der Wärmewende mit Fernwärme als wichtiger Baustein nachkommen kann. Bereits im September 2023 wurde zum Beispiel ein frühzeitig gestellter Antrag zur Wärmetransformationsplanung des Fernwärmeverbundnetzes Neu-Ulm/Senden beschieden, welcher sich somit aktuell in der Erarbeitung befindet und in dessen Zuge unter anderem die Potenziale zur Nutzung von Tiefer Geothermie umfassend untersucht werden. Als Ergebnis wird die Wärmetransformationsplanung u.a. bis September 2024 eine "Roadmap" liefern, welche die Wärmetransformation des Fernwärmeverbundnetzes Neu-Ulm/Senden beschreibt. Im Jahr 2024 wurden bereits weitere BEW-Förderanträge gestellt, wobei die Summe der beschiedenen Förderungen diejenige des Vorjahres 2023 bereits jetzt schon übertrifft, was die Notwendigkeit von geförderten Projekten und die hohe Geschwindigkeit der Projektentwicklung und -realisierung im Bereich effizienter Fernwärmenetze mit Erneuerbaren Energien aufzeigt. Die Erzeugungsanlagen der SWU Energie GmbH haben rund 94 GWh Strom aus Wasserkraft und Photovoltaik erzeugt und damit die konstante regenerative Erzeugung bestätigt. Gegen den Trend war 2023 ein Jahr mit gutem Wasserdargebot. Die Voraussetzungen für die PV waren aufgrund des vielen Niederschlags dagegen nicht optimal. Durch den weiteren Ausbau der PV werden wir den ausgleichenden Portfolioeffekt von Wasserkraft und PV weiter ausbauen können. Die Verfügbarkeit der Kraftwerke ist in Summe sehr hoch, so dass auch für die Folgejahre mit stabilen Beiträgen zum Ergebnis gerechnet werden kann. Ab 2025 wird voraussichtlich die Wasserstoffproduktion einen ersten, wenn auch kleinen Ergebnisbetrag liefern. Entwicklung des Onshore-WindkraftportfoliosIm Jahr 2023 hat die SWU signifikante Fortschritte beim Aufbau ihres Onshore-Windkraftportfolios erzielt. Es wurden weitere potenzielle Standorte identifiziert und teilweise die Grundstückssicherung eingeleitet. Mit Blick auf das Jahr 2024 ist zu erwarten, dass die Regionalverbände Windenergiestandorte ausweisen werden. Dank der Unterstützung der Kommunen ist es wahrscheinlich, dass einige der SWU Standorte in diese Auswahl aufgenommen werden, was die Position der SWU im Bereich der Windenergie weiter stärkt. Aufbau der SWU Erneuerbare Energien GmbHDas Jahr 2023 war für die SWU Erneuerbare Energien GmbH ein Jahr des strukturellen und organisatorischen Aufbaus. Eine zentrale Neuerung war die Einführung einer Projektcontrollertätigkeit, um den Finanzfluss der Projekte zu überwachen und zu steuern. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit mit iTerra und anderen Dienstleistern intensiviert, um die Kapazitäten für die Bewältigung der zahlreichen anstehenden Projekte zu erhöhen. Ein Konzept für den weiteren Kompetenzaufbau wurde entwickelt, und für 2024 ist die Schaffung weiterer Stellen bei der SWU Erneuerbaren Energie GmbH geplant, um die Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien erfolgreich durchführen und managen zu können. Ein bedeutender strategischer Schritt war der Vorratsbeschluss bei den Eigentümern der SWU und der Kommunalaufsicht, der die Gründung von Projektgesellschaften ohne langwierige Einzelgenehmigung ermöglicht und die SWU im Wettbewerb deutlich stärkt. Projektentwicklung im Altdorfer WaldDas Projekt im Altdorfer Wald hat im Jahr 2023 bedeutende Fortschritte gemacht. Die naturschutzfachliche Untersuchung wurde eingeleitet und erfolgreich durchgeführt, mit ersten Zwischenergebnissen, die positiv ausfielen. Die orientierende Windmessung übertraf die Erwartungen leicht, was die Aussichten für das Projekt weiter verbessert. Die Ergebnisse der umfassenden Untersuchungen werden Anfang 2024 erwartet. Das Projekt wird unter der "Windpark Altdorfer Wald GmbH" geführt, was die Fokussierung und das Engagement der SWU in diesem Bereich unterstreicht. Am Vorhaben, einen konzernweit einheitlichen Kundenservice auf gleich hohem Serviceniveau bis 2030 zu schaffen, wurde weiter mit geeigneten Maßnahmen gearbeitet. Im Zentrum der Weiterentwicklung des Kundenservice lag die Konzeption und der Auf- und Ausbau der beiden neuen Servicestandorte in der Bahnhofspassage und der Karlstraße 3. Die Umsetzungen Festlegungen zur Energiepreisbremse führten zu einem enormen Umsetzungsaufwand, der den Handlungsspielraum zum weiteren Ausbau hin zur Serviceexzellenz verlaengsamte. Die erfolgreiche Einführung eines konzernweiten CRM-Systems wird zentraler Aspekt der nachhaltigen Perfektionierung des Kundenservice. Geplant ist, Ende 2024 ein CRM-System für die Servicebereiche produktiv zu setzen und so den Kundendialog, deren Betreuung und die Schaffung eines positiven Kundenerlebnisses systemisch gestützt wird, sicherzustellen. Die SWU Energie GmbH, Ulm (Donau) rechnet vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes für Energieversorger und der weiteren regulatorischen Maßnahmen der Regulierungsbehörde mit einer herausfordernden Situation. Ausschlaggebende Gründe hierfür sind u.a.: a) sinkende Margen aufgrund der Wettbewerbsentwicklung, b) sinkende Erlöse bei der Stromvermarktung durch das sehr hohe und volatile Preisniveau der Strom-Großhandelspreise, c) hohe Investitions- und Finanzierungskosten, d) geringere Netznutzungsentgelte durch die festgelegten Erlösobergrenzen aus der Anreizregulierung. Unter Berücksichtigung aller oben genannten Entwicklungen wird in den Jahren 2024 und 2025 mit einem niedrigeren Betriebsergebnis als 2023 gerechnet. Für das Jahr 2024 plant die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von T€ 37.015. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTNach einem weiteren Temperaturrekordjahr 2023 gilt es auf dem Weg Richtung Klimaneutralität konsequent alle Maßnahmen und Projekte zur Erreichung der klimapolitischen Vorgaben voranzutreiben und umzusetzen. Der klimapolitische Maßnahmenkatalog ist nahezu deckungsgleich mit den Handlungsfeldern und Zielvorgaben aus der Konzernstrategie SWU2030. Diese Themenfelder beinhalten für die SWU Energie GmbH nach wie vor sehr große Chancen, bei Umsetzung der geforderten Maßnahmen und Projekte wirtschaftlich zu wachsen, innovative Produkte zu entwickeln und neue Dienstleistungen für Kunden anzubieten. Beispielhaft können hier die ambitionierten Ausbauziele für Onshore-Windenergie sowie Freiflächen-Photovoltaik genannt werden. Für den Wärmebereich gilt es gemäß SWU2030 weiterhin den Ausbau des Fernwärmenetzes bei gleichzeitiger Reduzierung der CO 2 -Emmissionen voranzutreiben. Auch bietet die SWU Energie GmbH den Städten und Kommunen in der Region Unterstützung bei der Erstellung der von Bund und Land geforderten kommunalen Wärmeplanung an. Alle diese genannten Maßnahmen und Dienstleistungen werden dazu beitragen, die erforderlichen CO 2 Einsparungen zu erreichen und gleichzeitig das wirtschaftliche Ergebnis der SWU Energie GmbH zu steigern. Das immer noch recht hohe Strompreisniveau lässt für die Stromerzeugungsanlagen der SWU Energie GmbH gute Ergebnisse erwarten. Im Bereich erneuerbare Energien ist die SWU Energie GmbH mit ihren Laufwasserkraftwerken sowie den PV-Dachanlagen gut aufgestellt. Bei der Wasserkraft gilt es auslaufende Betriebsgenehmigungen zu erneuern und die Kosten neuer Genehmigungsauflagen durch Optimierungsmaßnahmen bzw. Leistungssteigerungen auszugleichen. PV-Freiflächenprojekte wurden inzwischen so weit vorangetrieben, dass der Bau erster Anlagen im Jahr 2024 in Angriff genommen werden kann. Neben technischen Risiken, der teilweise recht betagten Wasserkraftanlagen, steht bei der Stromproduktion das Risiko fallender Marktpreise stets im Fokus der Betrachtungen. Um den Weg zur Klimaneutralität zu beschreiten, wurden bereits mehrere Machbarkeitsstudien und Untersuchungen angestellt wie z.B. im Bereich der Wärmepumpentechnologie, der Abwärmenutzung und auch der tiefen Geothermie. Der Bereich Fernwärme hat sich derart aufgestellt, dass für Maßnahmen des Fernwärmeausbaus, sowie der Erhöhung der Erzeugungskapazität, die Förderlandschaft strukturiert betrachtet und somit geeignete Förderprogramme für Projekte in Anspruch genommen werden können. Eine große Herausforderung im Bereich der Fernwärme in den nächsten Jahren ist es, bestehende Wärmenetze im ersten Schritt so zu gestalten, dass diese mindestens einen erneuerbaren Anteil von 65 % erreichen, sodass Fernwärmekunden entsprechende Förderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Anspruch nehmen können. Im Bereich der Fernwärme sind nun nach dem Wärmeplanungsgesetz für alle Wärmenetze bis 30. Juni 2026 bzw. bis 30. Juni 2028 netzbezogene Wärmepläne zu erstellen. Das bedeutet, dass die SWU Energie GmbH im Ulmer Bereich bis Mitte des Jahres 2026 für alle acht Nahwärmegebiete entsprechende Wärmepläne zu erarbeiten hat. Wärmetransformationspläne sind ein zielführendes Werkzeug zukunftsorientierte Ausbaupotenziale und nachhaltige Erzeugungstechnologien zur Klimaneutralität in Anwendung zu bringen. Hierbei werden "netzbezogene Roadmaps zur Wärmetransformation" erstellt und gestaltet. Dies ist Basis für eine strukturierte Vorgehensweise und technologische sowie strategische Ausrichtung in den jeweiligen Wärmenetzgebieten. Um die Wärmewende kosteneffizient und für Kunden bezahlbar zu gestalten sind Förderungen für Investition und Betrieb, wie es z.B. die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze in vier verschiedenen Modulen abbildet, ein sehr wichtiger Baustein. Ebenso sehr wichtig sind die Fördermechanismen des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG), welche unter Berücksichtigung vorgegebener technischer Sachverhalte gesetzlich verankert sind und somit als gesichert angesehen werden können. Der Bereich Fernwärme wurde nun derart aufgestellt und organisiert, dass die Förderlandschaft strukturiert Berücksichtigung findet und geeignete Förderprogramme für Projekte und Maßnahmen in Anspruch genommen werden können. Nur so kann auch in Zukunft die Fernwärme trotz sehr investiver Maßnahmen im Fernwärmenetzausbau und zur Erhöhung von Erzeugungskapazitäten unter Berücksichtigung des Einsatzes Erneuerbarer Energien weiterhin kosteneffizient gestaltet werden. Die Direktvermarktung war auch im Jahr 2023 einer der Wachstumsmärkte. Durch den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ist für die Direktvermarktung auch in den folgenden Jahren weiterhin ein Wachstum zu erwarten. Die organisatorischen und prozessualen Voraussetzungen wurden im Energiehandel dafür geschaffen. Ein bedeutendes Wachstumspotenzial liegt in der Direktvermarktung von Windkraft. Während wir in allen anderen Segmenten des Marktes (Wasserkraft, Biogas, Biomasse, KWK, MHKW) inzwischen sehr gut etabliert sind, haben wir dieses Segment noch gar nicht besetzt. Die onshore Windkraft ist schon heute eine der erzeugungsstärksten regenerativen Quellen. Zusätzlich können sich in Zukunft signifikante Synergien mit dem geplanten Ausbau der Windkraft bei der SWU Unternehmensgruppe ergeben. Auf der anderen Seite geraten Teile unserer Direktvermarktungskunden - nach sehr erfolgreichen Jahren - zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Besonders zu nennen sind hier die Biogasanlagen. Sollten diese ihr Geschäft mittelfristig aufgeben müssen oder auf alternative Geschäftsmodelle (wie beispielsweise die Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz) umschwenken, könnte das zu Kundenverlusten bei der Direktvermarktung führen. Als Gegenmaßnahme ist es dringend notwendig eine strompreisoptimierte Fahrweise der Anlagen zu unterstützen und entsprechende Dienstleistungen anzubieten. Das Thema der optimierten Nutzung von Flexibilitäten wird uns zukünftig auch bei den Verbrauchern beschäftigen. Und ebenso bei der Fahrweise unseres derzeit projektierten Elektrolyseurs. Da der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien mit einem Ausbau von Speicherkapazitäten einhergehen wird, ist es strategisch unumgänglich für diesen Bereich Dienstleistungen zu entwickeln. Nicht zuletzt, um negative Rückwirkungen auf das Geschäftsfeld der Direktvermarktung zu vermeiden. Die Kombination von Erzeugungsanlage und Energiespeicher wird voraussichtlich in Zukunft eher der Standardfall als die Ausnahme darstellen. Sehr erfreulich ist, dass wir in der Direktvermarkt bis heute keine signifikanten Kundenverluste zu verzeichnen hatten. Allein aufgrund der Größe, auf die das Segment inzwischen angewachsen ist und aufgrund des intensiven Wettbewerbs, werden gewisse Kündigungen oder ausbleibende Vertragsverlängerungen in Zukunft nicht komplett zu verhindern sein. Für die Beteiligung am Wasserkraftwerk in Kostheim konnten in 2017 wichtige Betriebs- und Genehmigungsvereinbarungen mit dem Regierungspräsidium Darmstadt getroffen werden. Ziel dieser Vereinbarungen ist der genehmigungskonforme Betrieb der Wasserkraftanlage bei gleichzeitiger Verlängerung der Betriebsgenehmigung. So liegt für das Kraftwerk mittlerweile der Genehmigungsbescheid für einen verbesserten Fischaufstieg vor. Dieser wird seit Ende 2021 gebaut und wurde im März 2023 im Wesentlichen fertig gestellt. Parallel dazu werden die Planungsarbeiten und das Genehmigungsverfahren für einen verbesserten Fischabstieg weiter vorangetrieben. Die SWU Energie GmbH hat ihr Engagement in den Bereichen PV, Elektromobilität und Wärme weiter ausgebaut. Hierzu bietet die Abteilung Energiedienstleistungen/Kundenlösungen (ED) der SWU Energie GmbH zahlreiche Produkte und Geschäftsfelder an. Das bisherige Geschäftsfeld der Privatkunden und Gewerbekunden, in dem PV-Anlagen mit oder ohne Speicher direkt an die Kunden aus dem Ulmer Raum verkauft werden musste aufgrund der hohen Aufwendungen und geringen Beauftragungen in 2023 eingestellt werden. Stattdessen wird nun die Beratung und Planung der PV-Anlagen an die Großkunden verkauft. In diesem Bereich tritt die Abteilung Energiedienstleistungen (intern "ED") als ein Planungsbüro auf und erstellt die Planungen gemäß der HOAI für unsere Kunden. Eine hohe Nachfrage gibt es nach dem Produkt der Konzeptstudien in der Wohnungswirtschaft für Elektromobilität. Hier konnten in 2023 rund 40 Konzepte erstellt und geplant werden. Aus diesen Konzepten ergaben sich Folgeaufträge für die Umsetzung oder den Betrieb und die Abrechnung der Ladepunkte in Höhe von 300 Wallboxen. Die Ergebnisentwicklung der Beteiligung am Trianel-Steinkohlekraftwerk Lünen (TKL) ist nach wie vor negativ. Das Strompreisniveau war auch im Jahr 2023 aufgrund der Energiekrise deutlich höher als in den Vorjahren. Die Strompreisprognosen für die Folgejahre sind deutlich niedriger und können die Fixkosten des Kraftwerkes nicht decken. Durch den abgeschlossenen Strombezugsvertrag mit der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co.KG (TKL) ist die SWU Energie GmbH verpflichtet, Strommengen entsprechend ihres Anteils von rund 40 MW abzunehmen. Das Risiko, welches hieraus entsteht, ist, dass der Spread zwischen Stromverkaufspreis und Kosten für den Brennstoffeinsatz Kohle nicht ausreicht, um die Fixkosten des Kraftwerkes zu decken. Die entsprechenden Forward-Preise weisen derzeit einen nicht auskömmlichen Spread auf. Die SWU Energie GmbH hat deshalb eine Risikovorsorge mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von insgesamt rund 46,8 Mio. € getroffen. Es wird nun der Zeitraum bis 2030 berücksichtigt, um das Risiko eines möglichen Kohleausstiegs zu berücksichtigen. Jedoch sind ab 2031 weitere negative Deckungsbeiträge aus dem Strombezugsvertrag möglich, sollte sich der Energiemarkt nicht grundlegend ändern. Unter der Voraussetzung der Vertragsprolongation des Strombezugsvertrages nach Laufzeitende im Jahre 2034 (Ende der Abschreibungsdauer) werden positive Ergebnisse erwartet. Die SWU Energie wird permanent die Marktentwicklung beobachten. Beim GuD-Kraftwerk in Hamm-Uentrop, an dem die SWU Energie GmbH mit 9,36% beteiligt ist, erfolgte in 2015 eine Umstrukturierung der Kraftwerksgesellschaft. Diese Umstrukturierung hatte zum Ziel, die langfristige Verpflichtung der Kraftwerksgesellschaft beim Gasbezug aufzulösen. Damit entfiel auch die Verpflichtung zum Strombezug aus dem Kraftwerk. Das Kraftwerk kann damit bis zu einer Markterholung in einen flexiblen Minimalbetrieb gehalten werden. Im Energievertrieb wird die Kundenservice- und Produktoffensive intensiv vorangetrieben. Parallel dazu wurde ein CRM-System konzipiert und aufgebaut. Das System befindet sich in der finalen Implementierungs- und Testphase und soll im 1. Quartal 2024 produktiv geschaltet werden. Weiterhin ist die Einführung eines SWU-weiten Kundenportals in Planung. Die Vorbereitungen wurden ebenfalls im Jahr 2023 gestartet. Die Auftragsvergabe ist für das 1. Quartal 2024 vorgesehen. Zur Ertragssteigerung ist die Entwicklung von neuen innovativen Produkten von entscheidender Bedeutung. Neben den klassischen Energieprodukten rücken zunehmend technische Dienstleistungen und digitale Kundenlösungen für Privat- und Gewerbekunden in den Fokus. Um dieses Geschäftsfeld zukünftig effektiver bedienen zu können, werden seit dem Jahr 2019 sämtliche Aktivitäten rund um diese Non-Commodity-Produktwelt in der Abteilung "Energiedienstleistungen und Kundenlösungen" gebündelt. Diese Abteilung hat sich zum Ziel gesetzt, mittels agiler Arbeitsmethoden und der dazu passenden Unternehmenskultur die Entwicklung von Non-Commodity-Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Wärmeversorgung, Trinkwasser, Photovoltaik, Stromspeicher, Elektromobilität sowie Smart Home Anwendungen voranzutreiben. Privatkunden, Gewerbe, Industrie wie auch Kommunen sollen aus diesem neuen Bereich zielgerichtet mit den jeweils passenden innovativen Kundenlösungen bedient werden können. Die Folgen der Energiekrise mit sehr volatilen Energiepreisen beschäftigen weiterhin die SWU Energie GmbH in besonderem Maße. Gesetzliche Regelungen wie z.B. die Umsetzung der bis zum 31.12.2023 geltenden Preisbremse für Strom, Gas und Wärme verursachen hohe Kosten und binden eine hohe Anzahl an internen Kapazitäten. Weiterhin ist die Kommunikation zum Kunden eine komplexe Aufgabe. Im klassischen Energievertrieb bietet die SWU Energie GmbH bei Bedarf Stundungen oder Änderungen der Abschlagszahlungen in den betroffenen Branchen an. Die Entwicklung wird hier sehr eng verfolgt, um etwaige Gegensteuerungsmaßnahmen schnell umsetzen zu können. Im Bereich der RLM-Kunden könnte es bei größeren Schwankungen der Verbrauchsmengen zu Handels- und Ausfallrisiken kommen, da bereits kontrahierte Mengen am Markt verkauft werden müssen. Hier wird durch die Vertriebsstrategie aktiv gegengesteuert. Beispielsweise durch erhöhte Aufschläge innerhalb der Kalkulation, vermehrte Abschlüsse mit Spotmarkt-Anbindung oder Vermeidung von sog. "Klumpen-Risiken". Bei den Haushaltskunden wird mittelfristig eine zurückgehende Verbrauchsmenge bei Strom und Gas erwartet. Zum einen zeigen die Einsparbemühungen aufgrund der hohen Energiepreise eine deutliche Wirkung. Zum anderen verstärkt sich der Trend nach Eigenproduktion durch installierte PV-Anlagen und damit auch der Eigenverbrauch an selbst erzeugtem Strom. I. RISIKOMANAGEMENT UND FINANZINSTRUMENTEEventuelle resultierende Risiken aus Finanzinstrumenten sind im Anhang erläutert. Auch im Jahre 2023 wurden im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements alle Risiken der SWU Energie GmbH aktualisiert und neu bewertet. Das Ergebnis wurde im Risikomanagementreport vom 04.12.2023 zusammengefasst. Für das Wirtschaftsjahr 2023 kann festgestellt werden, dass es bei der SWU Energie GmbH zwölf Risiken in der Risikoklasse "kritisch" gibt, alle anderen Risiken werden unter den Kategorien "hoch" bzw. "mäßig". Insbesondere diese der Risikoklasse "kritisch" zugordneten Risiken werden monatlich bezüglich der Wirksamkeit der hierzu festgelegten Gegenmaßnahmen überprüft. Auf Basis der zu einem Gesamtbild der Risikosituation der Gesellschaft zusammengeführten Risiken kann jedoch festgehalten werden, dass auf Ebene der SWU Energie GmbH auch für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken festzustellen waren.
Ulm, 24 April 2024 SWU Energie GmbH, Ulm (Donau) Die Geschäftsführung Klaus Eder Bernd Adolph BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SWU Energie GmbH VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der SWU Energie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWU Energie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGPrüfungsurteilWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Unterföhring, 24. April 2024 IWSB
- Innovative Wirtschafts- und Steuerberatung GmbH
Wolfgang Görg, Wirtschaftsprüfer Walter Bechny, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates an die GesellschafterversammlungDie Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres durch schriftliche und mündliche Berichte sowie durch ausführliche Erläuterungen in den Aufsichtsratssitzungen über die Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet. Der Jahresabschluss und der Geschäftsbericht wurden von der durch die Gesellschafterversammlung am 09.05.2023 zum Abschlussprüfer bestellten IWSB Innovative Wirtschafts- und Steuerberatung GmbH geprüft. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Der Prüfungsbericht hat dem Aufsichtsrat vorgelegen. Dieser hat von dem Ergebnis der Prüfung Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss geprüft. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Ulm, 16. Mai 2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Oberbürgermeister Martin Ansbacher Niederschrift über die Verhandlung der Gesellschafterversammlung vom 16. Mai 2024nicht öffentlich §3Jahresabschluss 2023 - SWU Energie GmbH
Beratungsgrundlage ist die Beschlussvorlage der Geschäftsführung vom 25. März 2024 (Anlage zu dieser Niederschrift). Ohne Diskussion wird von der Gesellschafterversammlung in offener Abstimmung, Widerspruch wird nicht erhoben, nach dem Antrag des Aufsichtsrates einstimmig beschlossen: Der Bericht des Aufsichtsrates an die Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2023 der SWU Energie GmbH wird zur Kenntnis genommen. Der Jahresabschluss 2023 der SWU Energie GmbH, wird in der vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Fassung mit einem Ergebnis von + 43.046.015,98 € und einer Bilanzsumme von 436.965.517,72 € festgestellt. Das Ergebnis wird laut bestehendem Ergebnisabführungsvertrag von der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH übernommen. Der Geschäftsführung wird Entlastung erteilt. Der Beschluss wird vorbehaltlich der Zustimmung der kommunalen Gremien der Gesellschafter gefasst. |
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