Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 17464
Eingetragen
25.1.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen, mit Ersatzteilen und Zubehör; Reparatur von Kraftfahrzeugen und Fahrzeugen aller Art; Vermietung von Personenkraftwagen an Selbstfahrer; Abschlepp- und Bergedienst, Betrieb einer Autolackiererei; Im- und Export von Kraftfahrzeugen und Ersatzteilen; Vermittlung von Finanzierungs- und Leasingverträgen und Versicherungsverträgen im Fahrzeugbereich

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Volkmar Stöcker
seit 2.9.2003
Geschäftsführer
Mario Ebert
seit 28.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

8 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 8 angezeigt

Evelyne Zimpel
Zschorlau
174.000 €
34.46%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zimpel & Franke GmbH

Zwickau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Zimpel & Franke GmbH

A. Grundlage des Unternehmens

A.I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Zimpel & Franke GmbH, mit Sitz in Zwickau, ist durch Fusion und Zukauf einzelner Händlerbetriebe seit dem 01.01.2000 ein auf Wachstum und Expansion orientiertes automobiles Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Es bestehen Vertriebs- und Serviceverträge mit den Marken bzw. Herstellern Opel, Subaru, Isuzu, Chevrolet, Peugeot, Citroën, Saab, Suzuki, Challenger, Hyundai, DFSK und Microcar/Ligier. Zusätzlich werden an den Standorten Zwickau und Schwarzenberg Verträge mit der Service-Kette "Automeister" gehalten.

Das aktive Tagesgeschäft wird an zehn verschiedenen, nachfolgend aufgeführten Standorten betrieben:

- Zwickau

AH Zimpel & Franke mit Opel, Isuzu, DFSK, Chevrolet-Service und Microcar/Ligier

AH Zimpel & Franke mit Suzuki, Saab-Service und Automeister

- Zschorlau

AH Zimpel mit Opel, Isuzu, DFSK, Teile-Vertriebs- und Lackierzentrum

- Reinsdorf / Friedrichsgrün

AH Franke & Ebert mit Opel, Isuzu, DFSK und Subaru-Service

- Bad Schlema

AH Zimpel mit Opel, Isuzu, Challenger, DFSK und Chevrolet-Service

- Klingenthal

AH Klingenthal mit Opel, Isuzu und Subaru-Service

- Schwarzenberg

AH Zimpel & Franke mit Subaru, Isuzu, Suzuki und Automeister

- Annaberg-Buchholz

Erstes Annaberger Autohaus mit Opel, Isuzu, DFSK, Chevrolet- und Subaru-Service

AH Zimpel & Franke mit Hyundai, Peugeot- und Citroën-Service

- Meerane

AH Zimpel & Franke mit Opel, Suzuki, Isuzu, DFSK, Challenger, Chevrolet-Service und Nutzfahrzeug-Kompetenzzentrum

Weiterhin bestehen enge vertraglich vereinbarte Geschäftsbeziehungen zu einer Reihe juristisch selbstständiger Vermittlerbetriebe.

Damit ist die Zimpel & Franke GmbH eines der größten Automobilhandels- und Serviceunternehmen im Raum Erzgebirge/Westsachsen.

Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld ist die Ersatzteilbelieferung an eine Vielzahl von Kraftfahrzeug-Reparaturbetrieben im Marktgebiet durch das Teile-Vertriebs-Zentrum in Zschorlau.

In den Lackierbetrieben in Zschorlau, Annaberg-Buchholz und in Klingenthal wird eine stetig steigende Anzahl externer Kunden bedient.

B. Wirtschaftsbericht

B.I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschland befand sich 2023 überwiegend im Abschwung. Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022 hatte die nach der Pandemie einsetzende Erholung schnell wieder beendet. Im März 2023 erreichte die Kerninflationsrate mit 7,8 % ihren Höhepunkt. Dadurch wurde den privaten Haushalten Kaufkraft entzogen. Die Leitzinsen sind seit Juli 2022 um über vier Prozentpunkte gestiegen.

Allerdings haben mittlerweile die Löhne aufgrund der Teuerung angezogen, die Energiepreise abgenommen und die Exporteure die höheren Kosten teilweise weitergegeben, so dass die Kaufkraft zurückkehrt.

Im gesamten Jahr 2023 sind die Verbraucherpreise um 5,9 % angestiegen (2022: 7,9 %). Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte seit Mitte des Jahres 2022 die Leitzinsen sehr kräftig angehoben, um der historisch hohen Inflation zu begegnen. Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die monetären Bedingungen im Euroraum infolge der geldpolitischen Straffung weiter angespannt.

Die Stimmung in den Unternehmen hat sich 2023 verschlechtert, dazu trägt auch die politische Unsicherheit bei. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland ist im März 2024 im Vergleich zum Vorjahreswert von 92,7 auf 87,8 Punkte gesunken.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 % gesunken (2022: plus 1,9 %). Damit mussten die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose vom Frühjahr 2023 kräftig nach unten revidieren.

Die Arbeitsmarktdaten sind trotz der konjunkturellen Schwäche weiter relativ stabil. Für 2023 wird eine leicht verbesserte Arbeitslosenquote von 5,7 % ausgewiesen.

Die geopolitische Lage wie zum Beispiel der Krieg von Russland gegen die Ukraine oder die Spannungen im Nahen Osten erzeugten Unsicherheiten und wirtschaftliche Risiken.

Durch teils ungeschicktes politisches Agieren und staatliches Eingreifen in marktwirtschaftliche Prozesse wie zum Beispiel die Gestaltung des Mindestlohnes oder die Energiegewinnung im ursächlichen Zusammenhang mit der Klimapolitik wurden die negativen Entwicklungen noch verstärkt und die Stagnation beziehungsweise der Rückgang am Wirtschaftsstandort Deutschland eingeleitet.

Es zeichnet sich ab, dass der sich immer weiter zuspitzende Fachkräftemangel, dessen Ursachen in demografischen, aber auch gesellschaftlichen Veränderungen zu finden sind, in immer weiter zunehmendem Maße die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst.

Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die Lieferketten stabilisiert und die Engpässe in den Logistik- und Speditionskapazitäten entspannt. Ab der zweiten Jahreshälfte konnten dann auch die Automobilhersteller in ausreichendem Maße produzieren und liefern.

Durch sich im Laufe des Jahres 2023 reduzierende staatliche Umweltbonis verlangsamte sich der Umstieg auf batterieelektrische Fahrzeuge, die Neuzulassungen von Plug-In-Hybriden ging drastisch zurück. Die kurzfristige Einstellung aller Umweltbonus-Förderungen im Dezember 2023 ließ die Glaubwürdigkeit in die Politik noch mehr sinken und bestrafte alle Käufer vollelektrischer Fahrzeuge, die ihren Neuwagen auf Grund langer Lieferzeiten der Hersteller bis dahin noch nicht zulassen konnten.

In 2023 wurden 2,84 Mio. Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 7,3 Prozent. Knapp die Hälfte aller Pkw (1,38 Mio. / 48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um 11,4 Prozent zu (2022: plus 32,2 %), Plug-In-Hybride waren aus oben genannten Gründen mit minus 51,5 Prozent rückläufig (2022: plus 11,3%).

Mit ca. 290.700 neu zugelassenen Nutzfahrzeugen stieg der betreffende Markt entgegen dem Vorjahr um 14,5 % (2022: minus 13,5 %).

Allerdings sind die Zahlen durch den außergewöhnlich hohen Anteil an Hersteller- und Händler-Eigenzulassungen im noch unverkauften Bestand stark verfälscht.

Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um 4,9 Prozent auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km).

Fast jeder dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Mio. Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen.

Die Pkw-Besitzumschreibungen stiegen um 6,9 % auf ca. 6,0 Mio. Einheiten, die der Nutzfahrzeuge um 5,1 % auf ca. 388.000 Einheiten.

Das knappe Angebot an Neuwagen nutzten die Hersteller, um weitere überdurchschnittliche Preissteigerungen im Markt durchzusetzen. So stieg der durchschnittliche Anschaffungspreis eines Neuwagens in 2023 wiederum um deutliche 1.840 € auf nun 44.630 €.

Auf Grund der schlechten Verfügbarkeit von Neuwagen fehlten zwangsläufig im Markt ebenfalls Jung- und Gebrauchtwagen. Diese Verknappung und der sich daraus ergebenden Umkehrung von Angebot und Nachfrage führte zu einer Stabilisierung des hohen Preisniveaus von durchschnittlich ca. 18.620 € und andererseits zu einer überproportionalen Alterung des rollenden Bestandes. Da dies einen höheren Wartungs- und Reparaturaufwand nach sich zog, profitierte hiervon trotz gestörter Ersatzteilversorgung wiederum das Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft.

Der rollende Bestand erhöhte sich um 0,9 % im Vergleich zum Vorjahresstichtag und wies am 1. Januar 2024 rund 69,1 Mio. in Deutschland zugelassene Fahrzeuge auf. Diese gliederten sich in rund 60,7 Mio. Kraftfahrzeuge und knapp 8,4 Mio. Kfz-Anhänger. Mit rund 49,1 Mio. Einheiten und einem Plus von 0,7 % bildeten die Personenkraftwagen erneut die anteilsstärkste Fahrzeugklasse. Das Durchschnittsalter aller Pkw stieg von 10,0 Jahre auf 10,3 Jahre.

B. II. Geschäftsverlauf

B. II.1. Umsatzentwicklung (Auftragsentwicklung)

Der Gesamtabsatz im Fahrzeugverkauf der Zimpel & Franke GmbH lag mit 1.822 Einheiten 83 Einheiten und damit plus 4,8 % über dem Vorjahresergebnis.

Der Gebrauchtwagenabsatz lag mit 1.028 Einheiten eine Einheit über 2022.

Der Neuwagenabsatz lag bei 794 Einheiten (Vorjahr: 712 Einheiten). Die Kernmarke Opel trug mit 501 verkauften Neuwagen bei (minus 2,9 % / minus 15 Einheiten). Von den Modellen der anderen Marken des Portfolios wurden insgesamt 293 Neuwagen abgesetzt (plus 49,5 % / plus 97 Einheiten).

Die erreichten Zahlen spiegeln jedoch nicht das Leistungsvermögen der Zimpel & Franke GmbH wieder. Die vor allem im ersten Halbjahr schlechte Verfügbarkeit an Neuwagen sowie kaum verfügbare Bestände an niedrigpreisigen Gebrauchtwagen schränkte das Verkaufsgeschäft stark ein.

Die genauen Umsatzentwicklungen aller Geschäftsbereiche zum Vorjahr hier nun im Einzelnen:

- Neuwagen plus 18,3 %
- Gebrauchtwagen plus 3,3 %
- Teile und Zubehör plus 7,3 %
- Service/Karosserie/Lack plus 4,6 %
- Autovermietung plus 9,3 %
- Abschleppdienst/Sonstiges minus 8,2 %

Trotz gesunkener Rohertragsquote von 26,2 % (Vorjahr 27,9 %) stieg der Rohertrag absolut um 416 Tsd. €.

B. II.2. Investitionen

Die Errichtung der Autohausstandorte fand überwiegend bereits vor mehr als 30 Jahren statt. Das physikalische wie auch das ideologische Alter der maschinellen Ausrüstung sowie die gestiegenen Anforderungen der Hersteller ziehen weiterhin eine permanente und umfangreiche Erneuerung nach sich. Hier fanden auch in 2023 erhebliche Investitionen statt und werden in den Folgejahren weiterhin notwendig sein.

In 2023 wurden an allen Standorten Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 625 kWp installiert. Diese Anlagen sollen perspektivisch die immer weiter steigenden Energiekosten minimieren.

Der Hersteller Opel wird in seinen Handels- und Servicebetrieben bis Ende 2024 ein neues Erscheinungsbild umsetzen. Hierfür werden in die Immobilien und in die Geschäftsausstattung ebenfalls erhebliche Investitionen notwendig sein.

B. II.3. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Neben der Finanzierung von Neuwagen-Lagerfahrzeugen, vorrangig über die Herstellerbanken Opel-Bank S.A., Hyundai Finance, Suzuki Finance, ISUZU Bank, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH sowie der S-Kreditpartner GmbH und der von der Erzgebirgssparkasse zur Verfügung gestellten Kontokorrentlinie, gibt es im externen Bereich keinerlei weiteren Bankverbindlichkeiten.

Um bei Haus- und Herstellerbanken Zinskosten zu sparen, wurden stattdessen Darlehen innerhalb der Zimpel & Franke-Gruppe in Anspruch genommen.

Zukünftige Finanzierungsvorhaben mit Banken sind nicht in Planung. Alle erfolgten Investitionen wurden aus dem laufenden Cash-Flow getätigt.

B. II.4. Personal- und Sozialbereich

Während des Geschäftsjahres gehörten durchschnittlich 247 Mitarbeiter zur Belegschaft der Zimpel & Franke GmbH, davon durchschnittlich 196 Vollzeitbeschäftigte, 13 Aushilfen bzw. Teilzeitkräfte und 38 Auszubildende. Damit waren im Durchschnitt 2 Mitarbeiter weniger beschäftigt als im Vorjahr.

Der Personalbestand wird konsequent auf die betrieblichen Erfordernisse ausgerichtet.

Mit einer hohen Ausbildungsquote wird dokumentiert, dass die unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung ernst genommen wird. Dem Mangel an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt kann so zumindest zum Teil entgegengetreten werden.

Die Qualifikation der Mitarbeiter entspricht den Erfordernissen. Der schnell fortschreitenden technischen Entwicklung im Automobilbau wird durch permanente und planmäßige Mitarbeiterentwicklung und -qualifikation Rechnung getragen.

B. III. Lage des Unternehmens

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und im Anhang ausreichend dargestellt.

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und Rohertrag.

Die Anlagenintensität ist wegen der gestiegenen Bilanzsumme von 23,2 % auf 14,9 % gesunken.

Im Lagebericht des Vorjahres wurden deutliche Umsatz- und Ertragseinbußen prognostiziert. Durch Preisanpassungen und sich stabilisierende Lieferketten insbesondere im zweiten Halbjahr konnte der Umsatz 2023 jedoch um 4,5 Mio. € (plus 9,7 %) gesteigert werden, der Rohertrag stieg jedoch nur um 416 Tsd. €. Der Personalaufwand stieg durch inflationsbedingte Lohnerhöhungen um 366 Tsd. €. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um 110 Tsd. € (plus 3,2 %). Die Kostenentwicklung entsprach im Großen und Ganzen so auch den Erwartungen der Geschäftsleitung.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme 23,7 % (Vorjahr: 34,2 %). Die Eigenkapitalrentabilität liegt mit 2,5 % deutlich unter der Eigenkapitalrentabilität des Vorjahres (4,8 %).

Die Gesamtkapitalrentabilität beläuft sich auf 2,6 % (Vorjahr: 3,2 %).

Alle Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2023 planmäßig beglichen. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit mit einer ausreichenden Liquidität ausgestattet.

C. Prognosebericht

Für die Wirtschaft, aber vor allen auch für Automobilhandels- und Servicebetriebe wie die Zimpel & Franke GmbH, ist das Tagesgeschäft, aber vor allem auch die Planung der richtigen Zukunftsstrategie mehr und mehr zu einer Herausforderung geworden.

Im Tagesgeschäft kann nur noch in Monaten gedacht werden.

Der Mangel an verfügbarer Handelsware, ständig steigende Energie-, Beschaffungs- und Zinskosten stellen die Geschäftsleitung täglich vor neue Aufgaben und Herausforderungen.

Eine längerfristige Planung ist auf Grund der sich ständig wechselnden Situationen kaum möglich. Das Vertrauen in politische Entscheidungen und die daraus resultierende mangelnde Planbarkeit schieben Investitionsentscheidungen auf. Branchen, denen es möglich ist, wandern an bessere Produktionsstandorte ab und die Kaufkraft vor Ort geht dadurch verloren.

Der politische und gesellschaftliche Wandel in Deutschland und Europa lässt wirklich durchdachte Strategien vermissen und erschwert immer mehr die Entwicklung einer zielgerichteten und wirtschaftlich tragfähigen Planung.

Darüber hinaus hat die überdurchschnittliche Erhöhung des Mindestlohnes eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt, die auch im Unternehmen Zimpel & Franke nicht mehr mit Kostensenkungen kompensiert werden kann. Die Preiserhöhungen der angebotenen Dienstleistungen mussten deshalb ebenfalls überdurchschnittlich hoch kalkuliert werden.

Auch ist inzwischen das Konsumverhalten der Bevölkerung stark auf Konsolidierung und Sicherheit ausgerichtet. Hohe Investitionen, wie zum Beispiel der Kauf eines neuen Autos, werden nachrangig.

Die Konflikte zwischen Russland und der Ukraine sowie im Nahen Osten erzeugen weitere Unsicherheiten und lassen weitere Unwägbarkeiten erwarten.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 beherrschen weiterhin die oben aufgeführten Fakten das Wirtschaftsleben. Obwohl die Zimpel & Franke GmbH überlegt, strukturiert und planvoll geführt wird und fast wider Erwarten ein respektables Ergebnis erzielt hat, werden deshalb voraussichtlich in 2024 keine nennenswerten Umsatz- und Ertragssteigerungen stattfinden. Die Ertragserwartung liegt nach Ansicht der Geschäftsleitung auf gleichem Ergebnis des Jahres 2023.

Die Aufgabe der Geschäftsführung ist es, unter Ausnutzung der jeweiligen Gegebenheiten Lücken und Ertragschancen im bestehenden Markt zu finden und flexibel den Geschäftsbetrieb an die herrschende Situation anzupassen.

Hier nun eine kurze Einschätzung der Hersteller, mit welchen die Zimpel & Franke GmbH im Vertragsverhältnis steht.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass in 2023 übergreifend alle Hersteller große Lieferschwierigkeiten hatten und die Kunden und den Markt nur bedingt bedienen konnten. Die Gründe hierfür wurden beschrieben.

Opel (Stellantis)

Seit 2018 arbeitet Opel wieder rentabel und erwirtschaftet Gewinne, die jedoch zum Teil vorher den Handelsbetrieben in Form von Margenkürzungen und Umverlagerungen von Kosten und Risiken auferlegt wurden.

Die Modellpalette ist durchschnittlich, die Produktqualität der nun auf Stellantis-Plattformen basierenden Modelle ist zufriedenstellend und die E-Mobilitätsstrategie zukunftsgerichtet.

Dennoch gelingt es dem Hersteller nicht, in Deutschland und Europa seinen Marktanteil nennenswert zu steigern.

Durch die interne Zusammenlegung und Vereinheitlichung der Datenverarbeitungs- und Bestellsysteme bei Stellantis kommt es zu großen Einschränkungen in der Kommunikation sowie im Bestell- und Finanzwesen zwischen dem Hersteller und den Vertragsunternehmen.

Chevrolet

Nach dem Rückzug der Marke aus Europa sinkt der Fahrzeugbestand sukzessive und wird in nur wenigen Jahren eher bedeutungslos.

Einzig mit der Wartung und Reparatur hochmotorisierter US-Modelle konnte sich die Zimpel & Franke GmbH profilieren und wird in diesem Bereich auch zukünftig noch nennenswerte Umsätze generieren.

Subaru

Die modellpolitischen Einschnitte in der jüngeren Vergangenheit sowie das nur rudimentär vorhandene Angebot von Elektrofahrzeugen verengen den in Frage kommenden Kundenkreis.

Es ist fraglich, ob Subaru wie auch Suzuki als weltweit eher kleine eigenständige Automobilhersteller die notwendige Innovationskraft aufbringen können, um auch zukünftig für alle Erfordernisse des (europäischen) Marktes gewappnet zu sein oder sein zu wollen.

Peugeot (Stellantis)

Der Vertrieb von Neuwagen wird durch die Zimpel & Franke GmbH als Vermittler durchgeführt.

Das Design der Fahrzeuge differenziert sich wohltuend, die Markenwahrnehmung ist tendenziell positiv. Damit, sowie auch mit seiner Preispolitik versucht der Hersteller, sich höher zu positionieren.

Auf Grund der auch hier rückläufigen Nachfrage geht die Bedeutung dieser Marke im Portfolio der Zimpel & Franke GmbH immer weiter zurück.

Citroën (Stellantis)

Der Vertrieb von Neuwagen wird durch die Zimpel & Franke GmbH als Vermittler durchgeführt. Auf Grund der rückläufigen Nachfrage geht die Bedeutung dieser Marke im Portfolio der Zimpel & Franke GmbH immer weiter zurück.

Isuzu

Isuzu spielt im Gesamtmarkt auf Grund der angebotenen Nischenprodukte keine nennenswerte Rolle. Dennoch ist die Marke für die Zimpel & Franke GmbH zur Vervollständigung des Angebotes als Vollsortimenter wichtig. Ähnlich wie Subaru und Suzuki ist Isuzu als sehr kleiner Hersteller innovativ eingeschränkt. Durch einen hohen Spezialisierungsgrad in der besetzten Nische kann sich der Hersteller jedoch differenzieren. Von Vorteil ist, dass inzwischen viele andere Hersteller sich wieder aus dieser Nische zurückgezogen haben und sich damit perspektivisch der potentielle Marktanteil für Isuzu wieder erhöhen wird.

Ligier / Microcar

Dieser Hersteller ist spezialisiert auf Leichtkraftfahrzeuge.

Die ursprüngliche Zielgruppe eher älterer Menschen ist faktisch nicht mehr vorhanden. Zur Erschließung neuer Käufergruppen wurde die Modellpolitik frühzeitig und erfolgreich gezielt auf Jugendliche ausgerichtet und Fahranfängern ab 15 Jahren Leichtkraftfahrzeuge als Alternative zum noch nicht vorhandenen PKW-Führerschein angeboten.

Besonders auch in der Vermietung dieser Fahrzeuge und im nachfolgenden Werkstattgeschäft werden gute Erträge realisiert.

Suzuki

Suzuki positioniert sich als Anbieter ehrlicher, bodenständiger, eher konservativ zurückhaltender Fahrzeuge. Die breite Allrad-Palette, vor allem auch im Klein- und Kompaktwagensegment, ermöglicht ein gezieltes Eindringen in potentielle Kundengruppen. Obwohl auch Suzuki ein relativ kleiner Hersteller und eine wirkliche Strategie zur Elektromobilität nicht erkennbar ist, werden die Zukunftsaussichten der Marke positiv eingeschätzt.

Challenger (Trigano)

Die Reisemobilbranche erlebt einen seit Jahren andauernden Aufschwung.

Challenger ist in der Mittelklasse der Reisemobile angesiedelt und bietet ein ausgewogenes Preis-/Leistungsverhältnis.

Der Hersteller von Wohnanhängern "Sterckeman" ist ebenfalls Teil des Trigano-Konzernes. Es ist geplant, diesen in das Portfolio mit aufzunehmen und dann zusätzlich auch Wohnanhänger mit zu vertreiben.

Trotz hoher Beratungs- und Personalintensität ist der Reisemobil-Geschäftszweig überdurchschnittlich profitabel.

Hyundai

Hyundai ist innovativ und kundenorientiert. Die Angebotspalette ist breit, die verfügbare Elektromobilität ist marktführend. Allerdings ist hier der Intrabrand-Wettbewerb hoch und wird vom Hersteller auch nicht reguliert.

DFSK

Der Hersteller DFSK als Tochter der chinesischen Dongfeng-Gruppe bietet lediglich kleinste Nutzfahrzeuge an, die jedoch das vorhandene Portfolio der Zimpel & Franke Gruppe an dieser Stelle gut bereichern. Es werden nur geringe Absatzzahlen erwartet.

In welchem Umfang chinesische Hersteller auf den europäischen Markt drängen, ist noch nicht abzuschätzen. Dies wird aber früher oder später stattfinden. Um zu sondieren, wurden hier durch die Zimpel & Franke GmbH bewusst erste Berührungspunkte zu einem chinesischen Hersteller geschaffen.

Gebrauchtwagen

Mangels ausreichender Neuwagen im Markt fehlte der entsprechende "Nachschub" an Gebrauchtwagen. Zusätzlich wichen viele Neuwagenkäufer alternativ auf Jungwagen aus.

Dies führte dazu, dass die Nachfrage nach Gebrauchtwagen deutlich das verfügbare Angebot insbesondere von kleinen und günstigen Fahrzeugen überstieg und die Angebots- und Verkaufspreise auf hohem Niveau verbleiben.

Von den dadurch gestiegenen Erträgen pro Fahrzeug profitierte die gesamte Branche, insbesondere auch die Zimpel & Franke GmbH. Damit konnten die geringeren Verkaufsstückzahlen durch höhere Erträge pro Stück kompensiert werden.

Die Wertentwicklung und Preisstabilität von gebrauchten Elektrofahrzeugen ist schwierig einzuschätzen. Die Geschäftsführung der Zimpel & Franke GmbH schätzt hier das Risiko als sehr hoch ein und hat deshalb weiterhin entschieden, Leasing-Rückkaufverpflichtungen für vollelektrische Fahrzeuge nur in Einzelfällen einzugehen.

In den Werkstätten wurde der Bestandsrückgang von vor allem Opel-Fahrzeugen sowie die sich bereits auswirkende geringe Wartungstiefe von Elektrofahrzeugen kompensiert durch den höheren Wartungsaufwand des durch die Mangelsituation stark gealterten Fahrzeugbestandes.

D. Chancen- und Risikobericht

Die Zimpel & Franke GmbH als Kfz-Handels- und Dienstleistungsunternehmen ist permanent den Entscheidungen der Fabrikatshersteller, der Politik und nicht zuletzt den Medien, welche wiederum ihrerseits den Markt beeinflussen, ausgeliefert - ohne sofort und direkt Einfluss nehmen zu können. Dies hat zur Folge, dass die Unternehmensleitung oft nur reagieren anstatt agieren kann. Darin liegt nach wie vor ein erhebliches Risiko.

Um dem entgegen zu wirken, wird es immer notwendiger sein, die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern und Geschäftsfeldern zu verringern und das Geschäft breiter auf weitere, zusätzliche Standbeine zu verteilen.

Es besteht weiterhin die potentielle Gefahr, dass sich kleinere, im Portfolio der Zimpel & Franke GmbH befindliche Hersteller auf Grund der hohen administrativen Hürden aus dem europäischen Markt zurückziehen. Derlei Bestrebungen sind derzeit noch nicht feststellbar, müssen aber ständig und wachsam beobachtet werden.

Grundsätzlich besteht das Risiko von Forderungsausfällen unserer Kunden. Jeder Kunde wird daher Bonitätsprüfungen unterzogen.

Die weiteren in diesem Bericht geschilderten Risikofaktoren werden von der Geschäftsleitung der Zimpel & Franke GmbH folgendermaßen eingeschätzt:

Auch im Jahr 2024 werden bei allen Entscheidungen neben den notwendigen Investitionen Konsolidierung und Liquiditätssicherung im Vordergrund stehen.

Langfristiges und seit langem verfolgtes Ziel der Zimpel & Franke GmbH ist es, das Unternehmen unabhängig von den Herstellern als eigenständige und vom Kunden wahrgenommene Marke zu festigen. Dies gilt es weiter fortzuführen und auszubauen.

Die Geschäftsleitung der Zimpel & Franke GmbH ist ständig bemüht, die Auswirkungen der aufgezeigten Risiken aktiv im Fokus zu behalten und die in diesem Zusammenhang auch sich aufzeigenden möglichen Chancen zu nutzen.

E. Gesamtaussage

Auch in Zukunft wird sich die Geschäftsleitung der Zimpel & Franke GmbH allen planbaren und auch unvorhersehbaren Herausforderungen uneingeschränkt stellen. Dies ist natürlich nur mit einem gut trainierten und professionell arbeitenden Team möglich.

Nur durch hohe Fachkompetenz, kundenorientierten Service und hohe Qualität zu einem marktgerechten Preis kann eine überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit erreicht und die langfristige Bindung der Kunden an das Unternehmen gesichert werden.

F. Bericht über Zweigniederlassungen

Um das Gesamtunternehmen zukunftsorientiert und wirtschaftlich stabil führen zu können, ist es notwendig, die Ertragskraft der einzelnen Zweigbetriebe permanent und genau zu analysieren. Das ist nur durch ein professionelles Qualitätsmanagement möglich, welches wiederum fortlaufend Kennzahlen darstellt, die zur rechtzeitigen Erkennung von Fehlentwicklungen unumgänglich sind.

In der Zimpel & Franke GmbH werden einmal je Quartal die Ergebnisse der Zweigniederlassungen und aller ihrer Abteilungen analysiert, verglichen und ausgewertet. Somit ist es möglich, bei Bedarf umgehend Maßnahmen zur Änderung von Strategien im Tagesgeschäft im Gesamten, sowie auch an den einzelnen Standorten, einzuleiten.

Weiterhin sind die zeitnahen Analysen und Vergleiche der Zahlen den Abteilungs- und Betriebsleitern ein wichtiges Hilfsmittel, sich an besseren Ergebnissen anderer Zweigniederlassungen zu orientieren und einen konstruktiven Erfahrungsaustausch untereinander zu führen.

Im Einzelnen soll nur auf Standorte mit nennenswerten Veränderungen eingegangen werden:

In Bad Schlema wurde neben Meerane ebenfalls das Reisemobilgeschäft installiert und erfolgreich aufgebaut. Dieses nimmt aber inzwischen am Standort so hohe Ressourcen in Anspruch, dass die Entscheidung getroffen wurde, einen ortsnahen, zusätzlichen Standort anzumieten und das Reisemobilgeschäft dorthin auszulagern.

Weiterhin wurde entschieden, das Opel-Geschäft von Bad Schlema auf den Standort Zschorlau zu übertragen und im Rahmen der mit dem Hersteller Hyundai vereinbarten Wachstumsstrategie den Standort Bad Schlema als zweiten Hyundai-Standort auszubauen.

In Zschorlau wurde zum Jahresende der ADAC-Vertrag gekündigt. Die kostendeckende Arbeit in diesem Geschäftsfeld war bereits seit mehreren Jahren nicht mehr gewährleistet. Die dadurch freiwerdenden Ressourcen und die eingesparten Kosten sollen die Arbeitsabläufe und das wirtschaftliche Ergebnis des Standortes stabilisieren.

Am Standort Klingenthal wurde durch den früheren Erwerb einer zusätzlichen Immobilie durch ein nahestehendes Unternehmen die Möglichkeit der dringend notwendigen Erweiterung der Betriebsanlage geschaffen. Durch die Umsetzung der Karosserie- und Lackierabteilung in die neue Immobilie konnte die dringend notwendige Entlastung und Steigerung der Effizienz am Standort in Klingenthal erreicht werden.

G. Schlussbemerkung

Das in dieser Bilanz ausgewiesene Unternehmensergebnis der Zimpel & Franke GmbH dokumentiert wiederholt ein engagiertes und zeitnahes Management, durch welches die Unternehmensleitung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die gegebenen Chancen erkennt und das maximale Ergebnis daraus zu erzielen versteht.

Quellen:

- Statistisches Bundesamt

- Kraftfahrtbundesamt

- DAT-Report 2023

- ZDK

* Kursiv gehaltene Aussagen sind vom Wirtschaftsprüfer nicht geprüft, da sie nur bedingt prüfbar sind.

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.753.644,62 5.017.634,62
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 37.071,00 27.111,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.071,00 27.111,00
II. Sachanlagen 4.651.822,09 4.925.772,09
1. technische Anlagen und Maschinen 922.161,00 860.692,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 816.307,09 820.229,09
3. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 2.913.354,00 3.244.851,00
III. Finanzanlagen 64.751,53 64.751,53
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.573,45 34.573,45
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 30.178,08 30.178,08
B. Umlaufvermögen 26.943.515,56 16.405.183,72
I. Vorräte 22.717.614,27 12.276.404,52
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.000,00 8.175,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 22.654.133,18 12.268.229,52
3. geleistete Anzahlungen 61.481,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.251.200,31 3.006.608,56
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.744.408,41 2.371.885,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 506.791,90 634.722,94
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 974.700,98 1.122.170,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.454,73 8.283,73
D. Aktive latente Steuern 196.420,00 163.690,00
Aktiva 31.907.034,91 21.594.792,07

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.565.488,74 7.381.540,53
I. Gezeichnetes Kapital 505.000,00 505.000,00
II. Gewinnvortrag 6.876.540,53 6.532.372,23
III. Jahresüberschuss 183.948,21 344.168,30
B. Rückstellungen 1.646.324,61 2.164.640,55
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 537.409,61 570.122,30
2. Steuerrückstellungen 0,00 455.570,25
3. sonstige Rückstellungen 1.108.915,00 1.138.948,00
C. Verbindlichkeiten 22.691.894,92 12.042.610,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.020.559,57 9.104.135,37
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 357,66
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.440.214,44 1.136.861,14
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.231.120,91 1.801.256,34
davon aus Steuern 126.123,06 81.128,87
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 335,26 6.692,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.326,64 6.000,48
Passiva 31.907.034,91 21.594.792,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 50.934.032,21 46.390.245,57
2. sonstige betriebliche Erträge 133.524,52 479.421,19
3. Materialaufwand 37.771.528,29 34.003.949,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.401.708,61 33.745.247,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 369.819,68 258.701,56
4. Personalaufwand 8.212.920,70 7.847.850,55
a) Löhne und Gehälter 6.819.037,80 6.326.921,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.393.882,90 1.520.928,98
davon für Altersversorgung -35.004,41 66.947,77
5. Abschreibungen 898.944,09 968.487,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 898.944,09 968.487,52
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.478.222,13 3.362.131,40
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 3.987,00 3.987,00
7. Erträge aus Beteiligungen 36.494,62 16.894,15
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 673,93 0,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.813,77 4.024,19
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.805,74
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 416.304,26 120.289,23
davon an verbundene Unternehmen 11.947,19 10.310,97
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 16.073,00 16.443,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 115.213,80 189.515,44
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 32.730,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 36.191,00
13. Ergebnis nach Steuern 228.405,78 387.556,14
14. sonstige Steuern 44.457,57 43.387,84
15. Jahresüberschuss 183.948,21 344.168,30

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Zimpel & Franke GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Zimpel & Franke GmbH hat ihren Sitz in 08056 Zwickau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Chemnitz unter HR B 17464 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 4 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz ist gemäß § 265 Abs. 5 HGB i. V. m. § 42 Abs. 3 GmbHG um folgende Posten erweitert worden:

- Geschäfts- und Vorführwagen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Erläuterungen erfolgen in der Reihenfolge der Posten der Bilanz (inkl. der Angaben unter der Bilanz) und der Gewinn- und Verlustrechnung.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode unter Beachtung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern zwischen 3 und 23 Jahren vorgenommen.

Im Bereich der Geschäfts- und Vorführwagen wurden die neu angeschafften Fahrzeuge linear abgeschrieben.

Im Jahr 2023 angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, welche mit den Anschaffungskosten bewertet wurden.

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist in dem beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

2. Vorräte

Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnahme nachgewiesen.

Die Neuwagen des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des doppelten Niederstwertprinzips bewertet. Für sämtliche Gebrauchtwagen erfolgte eine Einzelbewertung auf Basis der Bewertung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT), sofern diese die Anschaffungskosten nicht überstieg.

Ersatzteile und Zubehör wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei Artikeln mit geringer Gängigkeit wurde ein Bewertungsabschlag vorgenommen.

Die noch nicht gutgeschriebenen Ansprüche auf Boni und Verkaufshilfen im Bereich der sonstigen Vorräte wurden aufgrund belastbarer Daten der Fahrzeugdisposition ermittelt.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr betragen TEUR 2.744. Das allgemeine Ausfallrisiko und der Zinsverlust wurden im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen angemessen berücksichtigt und diese aktivisch abgesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in ausreichender Höhe vorgenommen.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden regelmäßig mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

5. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

6. Aktive latente Steuern

In der Handelsbilanz zum 31. Dezember 2023 wurde das Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf temporären aktivischen Differenzen der Pensionsrückstellungen (480.762 EUR) sowie passivischen Differenzen des Anlagevermögens (35.463 EUR). Für den in der Steuerbilanz in 2020 gemäß § 4e Abs. 3 EStG in den folgenden zehn Wirtschaftsjahren gleichmäßig zu verteilenden Betrag in Höhe von 209.878 EUR wurden ebenfalls aktive latente Steuern gebildet. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 29,98 % angewandt.

Die aktiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand zum 01.01.2023
TEUR
Auflösung 2023
TEUR
Zuführung 2023
TEUR
Stand zum 31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 164 0 32 196

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

8. Rückstellungen

Die verbleibenden Rückstellungen für Pensionen werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 gebildet. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Rückstellungen wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Hierbei wurde mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Berücksichtigt wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % p.a. (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,78 %), als Rententrend wurden 2,00 % p.a. angenommen. Es wurden sonst keine Trends berücksichtigt.

Durch die veränderte Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 12.383,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Daneben bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 285 Nr. 28 HGB in Höhe von insgesamt 196.420,00 EUR, die in voller Höhe auf aktive latente Steuern entfallen.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG in 2010 ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 59.791,00. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde von 2010 bis 2023 der Mindestbetrag von 1/15, also EUR 3.987,00, den Pensionsrückstellungen von 2010 bis 2023 zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt EUR 3.973,00 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB).

Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 878.866,00 wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den an die Berechtigten verpfändeten und dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungen und Wertpapieren im Wert von EUR 341.456,39 saldiert, so dass sich noch Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 537.409,61 ergeben. Die zugehörigen Zinsaufwendungen betrugen EUR 16.073,00 und wurden mit den zugehörigen Kursgewinnen des Investmentfonds in Höhe von EUR 8.704,76 verrechnet. Eine weitere Verrechnung mit den Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung fand nicht statt.

Die für frühere Geschäftsführer gebildeten Pensionsrückstellungen betragen EUR 435.835.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Leasingrücknahmeverpflichtung 473
Personalkosten 324
Gewährleistungen/Kulanz/Anschlussgarantien 148
Interne und externe Abschluss-, Prüfungs,- und Betriebsprüfungskosten 72
Aufbewahrungspflichten 54
Berufsgenossenschaft 18
Prozesskosten 7
Verkäuferprovisionen 5
Schwerbehindertenabgabe 5
Händlerrevision 3
1.109

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 19.021. Die Lagerwagenfinanzierung bei der Stellantis Financial Service, der Hyundai Capital Bank, der Suzuki Finance, der S-Kreditpartner GmbH, der ISUZU Bank und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 19.021 ist abgesichert durch branchenübliche Sicherungsübereignungen der damit finanzierten Neu-, Vorführ-, Miet- und Leihwagenbestände.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 21.961 (Vorjahr: TEUR 11.193).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis fünf Jahren beträgt TEUR 543 (Vorjahr: TEUR 483).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 367).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 19.021 (Vorjahr: TEUR 9.104). Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

10. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 50.990 (Vorjahr: TEUR 46.474) verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Zahlenangaben in TEUR):

Verkaufserlöse Erlöse aus Umsatzerlöse
Eigenfertigung Handelsware Dienstleistungen, Vermietungen u.a. gesamt
Inland - 32.903 18.087 50.990
Ausland - - - -
Gesamt - 32.903 18.087 50.990

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Jahres 2022 sind außergewöhnliche Erträge aus der Kleinbeihilfe des Bundes für kleine und mittelständische Unternehmen ("Überbrückungshilfe III") in Höhe von TEUR 296 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung und Vertretung

Im Geschäftsjahr 2023 waren als Geschäftsführer bestellt:

- Herr Mario Ebert, Kfz-Handwerksmeister, 08107 Kirchberg,

- Herr Volkmar Stöcker, Kfz-Handwerksmeister, 08056 Zwickau.

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt, aber nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtvergütung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge gegenüber ehemaligen Geschäftsführern wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Avalverbindlichkeiten gegenüber der Erzgebirgssparkasse in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 75).

3. Beteiligungsverhältnisse

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname, Sitz Anteilshöhe
%
Jahresergebnis 2022
TEUR
Eigenkapital 31.12.2022
TEUR
Autohandel GmbH
Zimpel & Franke, Zschorlau 75,0 1 33

Der Jahresabschluss der Gesellschaft per 31. Dezember 2023 ist noch nicht fertiggestellt.

Firmenname, Sitz Anteilshöhe
%
Jahresergebnis 2022
TEUR
Eigenkapital 30.04.2022
TEUR
Z & F Grundstücksverwaltungs-
gesellschaft mbH i. L., Annaberg 70,0 -2 39

Der Jahresabschluss der Gesellschaft per 31. Dezember 2023 ist noch nicht fertiggestellt.

Mit Liquidationsbeschluss vom 20. August 2018 wurde die Gesellschaft aufgelöst.

4. Mitarbeiterzahlen

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 208 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt (65 Angestellte sowie 143 gewerbliche Mitarbeiter).

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen für die Betriebsgrundstücke und Gebäude sowie Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen wie folgt:

Vertragsende < 1 Jahr
TEUR
2 - 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
aus Pachtverträgen 1.112 1.831 0
aus Leasingverträgen * 2.751 5.367 0
Gesamt 3.863 7.198 0

* Den Rücknahmeverpflichtungen stehen die Verwertungsmöglichkeiten der zurückgenommenen Gebrauchtfahrzeuge gegenüber.

6. Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 183.948,21.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 7.060.488,74 zur Ergebnisverwendung.

Auf neue Rechnung werden EUR 7.060.488,74 vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 405.165,42 30.171,44 0,00 435.336,86
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 2.087.134,74 213.742,81 43.029,00 2.257.848,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.938.170,35 183.121,70 10.000,00 3.111.292,05
Geschäfts- und Vorführwagen 4.894.555,76 4.999.534,26 5.364.924,68 4.529.165,34
9.919.860,85 5.396.398,77 5.417.953,68 9.898.305,94
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.573,45 0,00 0,00 34.573,45
Beteiligungen 30.178,08 0,00 0,00 30.178,08
64.751,53 0,00 0,00 64.751,53
10.389.777,80 5.426.570,21 5.417.953,68 10.398.394,33
kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 1.226.442,74 109.244,81 0,00 1.335.687,55 922.161,00 860.692,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.313.983,35 193.096,70 0,00 2.507.080,05 604.212,00 624.187,00
Geschäfts- und Vorführwagen 1.453.662,67 576.391,14 626.337,56 1.403.716,25 3.125.449,09 3.440.893,09
4.994.088,76 878.732,65 626.337,56 5.246.483,85 4.651.822,09 4.925.772,09
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 34.573,45 34.573,45
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 30.178,08 30.178,08
0,00 0,00 0,00 0,00 64.751,53 64.751,53
5.372.143,18 898.944,09 626.337,56 5.644.749,71 4.753.644,62 5.017.634,62

sonstige Berichtsbestandteile

 

Zwickau, 08.10.2024

gez. Mario Ebert und Volkmar Stöcker

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zimpel & Franke GmbH, Zwickau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zimpel & Franke GmbH, Zwickau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zimpel & Franke GmbH, Zwickau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 08. Oktober 2024

8P Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Dipl.-Kfm. H. Wacker, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm./Dipl.-Vw. D. Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.