Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 8698 FL
Vorher
PROFITABILE Siebenundsechzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHDanfoss Household Compressors GmbHSecop GmbHNidec Global Appliance Germany GmbH
Eingetragen
3.2.2010
Branche
Herstellung von WärmepumpenHerstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den HaushaltHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von hermetisch gekapselten Kälteverdichtern und Teilen hierfür sowie die Herstellung von automatischen Schalt- und Regelapparaten und ähnlichen Erzeugnissen wie auch deren Teilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Klaus Engelen
seit 15.7.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Oliver Marcus Közle
seit 20.10.2021
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Dilasso Bath Invest S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Secop Group Holding GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Secop GmbH

Flensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.116.091,17 9.463.576,51
2. Geleistete Anzahlungen 26.657.832,10 33.773.923,27 22.354.845,58 31.818.422,09
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 293.503,89 323.761,89
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.768,00 114.283,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.527,45 14.555,78
449.799,34 452.600,67
III.Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.040.000,00 9.010.750,00
43.263.722,61 41.281.772,76
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.602.333,46 6.414.686,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.918.444,89 11.739.145,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.857.575,13 19.378.353,48 2.900.273,41 21.054.105,25
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.178.822,24 1.318.845,60
23.557.175,72 22.372.950,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 143.902,41 142.215,31
66.964.800,74 63.796.938,92

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 65.631.692,80 65.631.692,80
III. Verlustvortrag -53.533.537,88 -41.216.008,44
IV. Jahresfehlbetrag -5.838.659,19 -12.317.529,44
6.285.495,73 12.124.154,92
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.731.793,00 3.793.116,00
2. Steuerrückstellungen 583.791,23 583.791,23
3. Sonstige Rückstellungen 2.381.274,90 1.846.903,30
6.696.859,13 6.223.810,53
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 470.273,31 501.528,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.379.103,01 43.911.826,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.133.069,56 899.871,30
davon aus Steuern EUR 57.812,61 (i. Vj. EUR 56.689,69)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 733,08 (i.Vj. EUR 670,71)
53.982.445,88 45.313.226,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 135.747,00
66.964.800,74 63.796.938,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1.Umsatzerlöse 114.787.962,78 110.191.543,54
2.Andere aktivierte Eigenleistungen 4.791.505,76 5.876.813,64
3.Sonstige betriebliche Erträge 791.821,63 374.460,56
davon aus Währungsumrechnung EUR 285.152,93 (i. Vj. EUR 9.246,18)
4.Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 89.516.393,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.949.127,75 102.465.521,39 96.447.969,01
5.Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.588.947,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 351.525,76 3.940.473,74 3.866.060,61
davon aus Alterversorgung EUR 126.111,34 (i. Vj. EUR 156.036,61)
6.Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.905.639,68 1.430.722,82
7.Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.600.668,96 23.942.949,34
davon aus Währungsumrechnung EUR 361.800,39 (i. Vj. EUR 332.120,01)
8.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.020,75 16.269,46
9.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.030.886,54 1.094.974,14
davon an verbundene Unternehmen EUR 380.906,65 (i. Vj. EUR 385.674,76)
davon aus Aufzinsung EUR 180.943,00 (i. Vj. EUR 183.275,00)
10.Ergebnis vor Steuern -4.563.879,39 -10.323.588,72
11.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.272.144,96 1.991.429,12
12.Ergebnis nach Steuern -5.836.024,35 -12.315.017,84
13.Sonstige Steuern 2.634,84 2.511,60
14.Jahresfehlbetrag -5.838.659,19 -12.317.529,44

Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der Secop GmbH ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH Gesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB und ist unter der Firma Secop GmbH mit Sitz in Flensburg im Handelsregister des Amtsgerichtes Flensburg unter der Nummer HRB 8698 FL eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung von der Annahme der Unternehmensfortführung ausgegangen, da eine Bestandsgefährung als unwahrscheinlich angesehen wird.

2 Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Posten werden zu Anschaffungs- bzw. Hestellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen errechnen sich linear auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:

Nutzungsdauer Jahre
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8 - 15
Technische Anlagen 10 - 13
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 5

Für die Bemessung der Abschreibungen auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens erfolgt die Abschreibung linear pro rata temporis.

Die Abgrenzung der Forschungsaufwendungen von den Entwicklungsaufwendungen erfolgt mittels eines Projektplanes. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Die Entwicklungsphase und damit die Aktivierung der Entwicklungskosten beginnt mit dem Ende der Konzeptionsphase bzw. mit dem Beginn des Designs, d.h. der Projektzieleinstellung (sog. „Project Target Setting"). Die aktivierten Entwicklungsleistungen werden mit den Einzelkosten zzgl. eines Gemeinkostenaufschlags für nicht unmittelbar mit dem Entwicklungsprojekt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen bewertet. Es werden keine Wahlbestandteile in die Herstellungskosten einbezogen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Der allgemein anerkannten Anpassung dieser Vereinfachungsregelung wird gefolgt. Als Jahr der Abgänge wird das Jahr der Anschaffung unterstellt.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt; mögliche Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Factoring

Die Secop Gruppe verkauft zum Teil im Rahmen eines sog. echten Factorings kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Dritten. Es werden alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen, so dass die verkauften Forderungen vollständig ausgebucht werden und kein anhaltendes Engagement in der Bilanz berücksichtigt wird. Von den Forderungen werden beim Factor 10% der Forderungen als Selbsteinbehalt betrachtet, die nicht ausgezahlt werden, diese sind in den sonstigen Vermögengeständen als Forderungen gegen den Factor ausgewiesen. Die Gesellschaft hat eine Kreditlinie über TEUR 20.000, wovon zum 31. Dezember 2024 TEUR 10.821 genutzt wurden.

Guthaben bei Kreditinstituten

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht, aktive latente Steuern nicht zu aktivieren, gemäß § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Anlagevermögen und in den Pensionsrückstellungen sowie aus aktivierten verrechnungsfähige Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus temporären Differenzen bei den immateriellen Vermögenswerten und den Anteilen an verbundene Unternehmen verrechnet. Der anzuwendende Steuersatz beträgt 30,18%.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zu Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,90 % (Vorjahr: 1,83 %) p.a. und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) zugrunde gelegt. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,96 % (Vorjahr: 1,75 %) p.a. bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit der Jubiläumsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) sowie eine Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherungen in Höhe von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) p.a. unterstellt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind insgesamt nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet worden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem am Tage des Geschäftsvorfalls gültigen Devisenkurs erfasst.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

3 Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung im Einzelnen im Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 verweisen wir auf den Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang. Die aktivierten Entwicklungsleistungen umfassen Projekte für die Elektronik der zukünftigen Variable-Speed-Generation (BD Nano, SLV, DLV, NLV).

Unter den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden die Entwicklungsprojekte ausgewiesen, deren technischen Entwicklung noch nicht abgeschlossen sind. Sie betreffen vertraglich vereinbarte, entgeltliche erbrachte Entwicklungsleistungen durch verbundene Unternehmen.

In Zusammenhang mit der Aktivierung der Entwicklungskosten unterliegt ein Betrag in Höhe von TEUR 31.818 der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Anteilsbesitz

Übersicht Finanzanlagen:

Anteile am Eigenkapital Eigenkapital Jahresergebnis 2024
Name Sitz (in%) TEUR TEUR
Secop Austria GmbH Gleisdorf, Österreich 100 4.840 197
Secop Italia s.r.l. Mailand, Italien 100 569 71
Secop Stationray GmbH Flensburg, Deutschland 100 25 -1

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.602 (Vorjahr: TEUR 6.415) sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2.147) Einzelwertberichtigungen für Forderungen von Kunden in Schwellenländern vorgenommen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 10.918 (Vorjahr: TEUR 11.739); davon resultieren TEUR 10.887 (Vorjahr: TEUR 11.730) aus Lieferungen, TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 9) resultieren aus sonstigen Forderungen gegen Gesellschafter.

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Umsatzsteuerforderungen gegen Finanzbehörden (TEUR 288, Vorjahr: TEUR 436), Forderungen gegen ein Factoring- Unternehmen (TEUR 2.735, Vorjahr: TEUR 1.376) sowie Forderungen gegen Mitarbeiter. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme von TEUR 590 (Vorjahr: TEUR 840) innerhalb eines Jahres fällig.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 26

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB, d.h. die Differenz zwischen den Pensionsrückstellungen, bewertet mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre (TEUR 3.700) und den Pensionsrückstellungen, bewertet mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre (TEUR 3.732), beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 45). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen bei Anwendung des sieben- und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes unterliegt einer Ausschüttungssperre, sofern er nicht durch die nach Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags gedeckt werden kann.

Sonstige Rückstellungen

Unter den Sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten die Rückstellungen für Quellensteuer für Leistungen an die chinesische Schwestergesellschaft TEUR 774 (Vorjahr: TEUR 780), Kundenboni TEUR 619 (Vorjahr: TEUR 358) sowie für andere Personalaufwendungen einschließlich Jubiläen TEUR 988 (Vorjahr: TEUR 709) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 502) sind innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 52.379 (Vorjahr: TEUR 43.912); davon resultieren TEUR 47.550 (Vorjahr: TEUR 32.849) aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 1.735) aus sonstigen Verbindlichkeiten, sowie TEUR 4.438 (Vorjahr: TEUR 7.917) aus Darlehensverbindlichkeiten. In Höhe von TEUR 4.602 (Vorjahr: TEUR 9.652) entfallen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Ein Betrag von TEUR 47.941 (Vorjahr: TEUR 34.583) der Verbindlichkeiten ist innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 4.438 (Vorjahr: TEUR 9.319) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, davon TEUR 4.438 (Vorjahr:TEUR 7.917) mehr als fünf Jahre.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und sind kurzfristig fällig.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Secop GmbH umfassen insbesondere Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Kompressoren, Erträge aus Managementumlagen in Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleitungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Lizenzerträge. Die Umsatzerlöse inkl. Betragsangaben nach Tätigkeitsgebieten teilen sich wie folgt auf:

2024 2023
TEUR TEUR
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren 97.208 94.969
Umsatzerlöse aus Managementumlage 10.853 9.095
Lizenzerträge 6.727 6.128
Gesamt 114.788 110.192

Die Umsatzerlöse der Secop Gruppe werden weitestgehend über die Secop GmbH an die jeweiligen Endkunden fakturiert, während die Warenlieferungen direkt aus den produzierenden Werken kommen. Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2024 2023
TEUR TEUR
Inland 5.118 7.559
Europäische Union 53.343 60.696
China 14.740 11.451
Übriges Ausland 41.587 30.486
Gesamt 114.788 110.192

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen den Bezug von Handelswaren von den liefernden Werken sowie bezogene Leistungen für die Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch verbundene Unternehmen.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Mitarbeiter, soziale Leistungen und Altersversorgung enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (aktivierte Entwicklungskosten) TEUR 2.836.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Konzernumlagen, Reisekosten, IT-Aufwendungen, Marketing- und Vertriebskosten, Lizenzaufwendungen, Beratungs- sowie Versicherungsaufwendungen erfasst.

Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in 2024 beträgt TEUR 10.190 und entfällt auf mehrere Entwicklungsprojekte. Hiervon wurden TEUR 6.010 im Geschäftsjahr aktiviert.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis beinhaltet Zinserträge und -aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen, gegenüber der Muttergesellschaft sowie externen Darlehensgebern.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren im Wesentlichen aus der Erstattung von vorausgezahlten inländischen Steuern für Vorjahre, gezahlter Quellensteuer und Buchung von Ertragssteuerforderungen aus dem laufenden Jahr.

4 Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen betragen für die Folgejahre insgesamt TEUR 3.515 (davon TEUR 2.110 mit Laufzeit von unter einem Jahr).

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, die Secop Group Holding GmbH, Flensburg, hat am 29. Juni 2023 eine endfällige Anleihe mit variabler Verzinsung (sog. „senior secured floating rate bond") mit einem anfänglichen Volumen von EUR 50 Mio. und einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2026 an der Börse Stockholm (Schweden) emittiert, damit wurde die Anleihe von 2020 vollständig zurückbezahlt. Die Secop GmbH hat sich im Rahmen dieses Vertrages als Garant verpflichtet. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Mutterunternehmens nicht gerechnet.

Neben den im Eigentum der Secop GmbH stehenden IP-Rechten (aktivierte Entwicklungskosten in den immateriellen Vermögensgegenständen), wurden die Anteile an verbundene Unternehmen sowie Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen, die nicht dem Factoring unterliegen, als Sicherheit verpfändet.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als Garant oder die Verwertung von gewährten Sicherheiten wird derzeit als gering eingeschätzt, da die Secop Group Holding GmbH den vertraglichen Verpflichtungen aus dem Bond bisher nachgekommen ist und keine Anzeichen bzw. Informationen der Geschäftsführung vorliegen, dass diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen wird.

Konzernzugehörigkeit

Die Dilasso Bath S.à.r.l. mit Sitz in Luxemburg erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Dieser ist im elektronischen Anzeiger in Luxemburg erhältlich. Die Secop Group Holding GmbH, Flensburg, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Secop GmbH und ihre Tochterunternehmen ebenso einbezogen werden. Dieser wird beim Unternehmensregister elektronisch in deutscher Sprache eingereicht und von diesem im deutschen Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. Die Secop GmbH ist somit befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Eine Erläuterung der vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-/ Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden erfolgt notwendigerweise nicht, da der befreiende Konzernabschluss des Mutterunternehmens den von der EU übernommenen IAS/IFRS aufgestellt wird.

Organe und Aufwendungen für Organe

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben nach § 285 Nr. 9 a HGB.

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Dr. Jan Ehlers, Timmendorfer Strand, Geschäftsführer

Herr Michael Engelen, Buxtehude, Geschäftsführer

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

2024 2023
Angestellte 33 35

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers von TEUR 26 (im Vorjahr TEUR 26) entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR € 5.838.659 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Flensburg, den 2. Mai 2025

Jan Ehlers, Geschäftsführer

Michael Engelen, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 19. Mai 2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 zum 31.12.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.900.799,13 6.009.645,25 1.218.139,49 -4.302.986,52 30.389.318,37
2. Geleistete Anzahlungen 22.354.845,58 0,00 0,00 4.302.986,52 26.657.832,10
52.255.644,71 6.009.645,25 1.218.139,49 0,00 57.047.150,47
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.477.193,56 4.297,42 0,00 0,00 1.481.490,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.221,35 26.564,68 11.383,58 0,00 351.402,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.555,78 0,00 -35.971,67 0,00 50.527,45
1.827.970,69 30.862,10 -24.588,09 0,00 1.883.420,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.010.750,00 29.250,00 0,00 0,00 9.040.000,00
9.010.750,00 29.250,00 0,00 0,00 9.040.000,00
63.094.365,40 6.069.757,35 1.193.551,40 0,00 67.970.571,35
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 20.437.222,62 2.836.004,58 0,00 23.273.227,20
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
20.437.222,62 2.836.004,58 0,00 23.273.227,20
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.153.431,67 34.555,42 0,00 1.187.987,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.938,35 35.079,68 11.383,58 245.634,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.375.370,02 69.635,10 11.383,58 1.433.621,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
21.812.592,64 2.905.639,68 11.383,58 24.706.848,74
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.116.091,17 9.463.576,51
2. Geleistete Anzahlungen 26.657.832,10 22.354.845,58
33.773.923,27 31.818.422,09
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 293.503,89 323.761,89
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.768,00 114.283,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.527,45 14.555,78
449.799,34 452.600,67
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.040.000,00 9.010.750,00
9.040.000,00 9.010.750,00
43.263.722,61 41.281.772,76

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Secop GmbH (im Folgenden „DES“ oder „Secop“) mit Sitz in Flensburg, Deutschland, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Secop Group Holding GmbH (SGH).

Die Einbindung der Gesellschaft in den Konzern ist für den Geschäftsverlauf sowie für die Prognse, die Chancen und Risiken entscheidend, daher wird auch auf den Konzern eingegangen.

Im Segment Stationary Cooling vertreibt die Gruppe (entspricht dem SGH-Konzern) Kompressoren für kommerzielle Kühlanwendungen, zu denen überwiegend Kompressoren für Flaschenkühler und Glastürkühlschränke, Kompressoren für kommerzielle Kühlschränke sowie Kompressoren für Supermarktkühltruhen und Marketingkühler gehören. Im Geschäftsbereich Mobile Cooling vertreibt die Gruppe Kompressoren für mobile Anwendungen, zu denen vor allem LKW-Kühlschränke, Kfz-Minibars, Spot-Kühler, Batterie/Akkukühler im Telekommunikationsbereich und Kühlboxen für private Anwendungen zählen. Im Geschäftsbereich Medical Cooling mit seinen stationären und mobilen Lösungen ist die Secop ein Partner für namhafte Unternehmen, die die Entwicklung einer globalen ULT-Lieferkette (Ultra-Low-Temperature) und die Optimierung der medizinischen Kühlkette mit grünen und effizienten Lösungen unterstützen.

Die Secop Group Holding GmbH ist die Muttergesellschaft der Gruppe für direkt und indirekt gehaltene hundertprozentige Tochtergesellschaften, darunter die Secop GmbH (Flensburg/Deutschland) als Verwaltungsstandort und Vertriebszentrum, die Secop Holding GmbH (Flensburg/Deutschland), die Secop Stationary GmbH (Flensburg/Deutschland), die Secop Services s.r.o. (Zlaté Moravce/Slowakei), die Motor Competence Center Holding GmbH (Flensburg/Deutschland) als F&E-Kompetenzzentrum, die Secop s.r.o. (Zlaté Moravce und Nitra/Slowakei) als Produktions- und F&E-Standort, die Secop Compressors (Tianjin) Co., Ltd. (Tianjin/China) als Produktions- und F&E-Standort und die Secop Austria GmbH (Gleisdorf/Österreich). Hinzu kommen die Secop Inc. (Roswell/USA) als Vertriebs- und Servicegesellschaft und die Secop Italia S.r.l. (Mailand/Italien) als Vertriebs- und Marketingunterstützungseinheit. Sowohl die Secop GmbH als auch die Secop Inc. und in gewissem Umfang auch die Produktionsstandorte verkaufen Kompressoren an Dritte. Die Entwicklungskompetenz liegt im Wesentlichen bei der Motor Competence Center GmbH in Flensburg (Deutschland).

Darüber hinaus umfasst die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ebenso die Erbringung von Headquarter-Leistungen für die Secop Gruppe. Hieraus werden Umsatzerlöse in Form von Managementumlagen erzielt. Die DES ist darüber hinaus Inhaberin von Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und sonstigen eingetragenen gewerblichen Schutzrechten sowie von Know-how für die Herstellung und den Vertrieb von Kompressoren. In diesen Zusammenhang erzielt diese ebenso Lizenzerträge gegenüber verbundenen Unternehmen und Dritte.

Die DES ist direkte 100%iger Gesellschafterin der Secop Austria GmbH (Secop Austria), Gleisdorf/Österreich, Secop Italy s.r.l. Milano/Italien sowie der Secop Stationary GmbH (Flensburg, Deutschland). Die Secop Austria und Secop s.r.o., Zlate Moravce/Slowakei (Secop Slowakei) ist neben der Motor Competence Holding GmbH (Flensburg) verantwortlich für Forschung- und Entwicklung.

Die Geschäftstätigkeit der DES umfasst vor allem den Verkauf von Kompressoren, die von den Werken der Secop Gruppe in der Slowakei sowie China bezogen werden.

1.2 Steuerungssystem

Das in der Secop Gruppe etablierte konzerneinheitliche Informations- und Controllingsystem wird in allen Konzerngesellschaften geführt und in der Secop Group Holding GmbH konsolidiert. Dieses liefert die entscheidenden Informationen zur Verbesserung der Kosten- und Ertragssituation, um bei Bedarf erforderliche Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten. Dabei wird mit einem wöchentlichen Liquiditätsbericht und mit einer monatlichen Abweichungsanalyse von dem einmal jährlich erstellten Budget bzw. unterjährig ermittelten Forecasts gearbeitet. Anhand dieser Steuerungsinstrumente wird die Konzern-Geschäftsleitung durch die Geschäftsführer der einzelnen Gesellschaften monatlich über die aktuelle Lage und die Entwicklungen in Konzerngesellschaften informiert, um darauf basierend Management-Entscheidungen treffen zu können.

Zentrale Planungs- und Steuerungsgrößen zur internen Steuerung der Gesellschaft und damit die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Ergebnisgrößen Umsatz und EBITDA. Alle genannten Kennziffern werden in dem konzerneinheitlichen Berichtssystem erfasst und überwacht. Daneben lässt sich die Geschäftsführung regelmäßig über die Umsatzerlöse, den „angepassten“ Umsatzkosten (Umsatzkosten ohne die darin enthaltenen Kosten für Abschreibungen und fixe Kosten) und dem Bruttoergebnis (Umsatzerlöse abzgl. „angepasste“ Umsatzkosten) je Segment berichten. Diese Kennziffern sind weitere finanzielle Leistungsindikatoren, gehören aber nicht zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren.

1.3 Forschung und Entwicklung

Bei Secop liegt der Fokus der Produktentwicklung auf innovativen Lösungen, die natürliche, umweltfreundliche Kältemittel verwenden. Damit werden die Einhaltung neuer Vorschriften in verschiedenen Regionen weltweit gewährleistet. Darüber hinaus tragen die neuesten Produkte der dringenden Notwendigkeit Rechnung, die Energieeffizienz durch Technologie mit variabler Geschwindigkeit zu verbessern und den Verbrauch von Rohstoffen zu minimieren, indem die Größe der Kompressoren bei gleicher Leistung verringert wird und so der globale CO2 -Fußabdruck reduziert wird.

Im Jahr 2024 setzte die Entwicklung des Segments Mobile Cooling die neue, hochmoderne Kompressortechnologie von BD Nano ein, die den Standards des schnell wachsenden Marktes für Elektrofahrzeuge gerecht wird. Die Direktantriebstechnologie optimierte die elektronische Steuerung, reduzierte Geräusche und Vibrationen bei kompakter Größe. Darüber hinaus eignet sich die hohe Kühlkapazität für die Ausstattung verschiedener Modelle von Elektroauto-Kühlschränken mit einem oder mehreren Staufächern.

Die Entwicklung des Segments Stationary Cooling wurde 2024 durch die Einführung der Versionen mit erweiterter Kühlkapazität der NLE- und SCE-Plattformen unterstützt. Diese erreichen einen Hubraum von bis zu 25 cm3. Das neue Modell NLE 15 trug dazu bei, die Hubräume der NLE- und SCE-Plattformen zu überbrücken, sodass ein Kompressor mit kompakterer Größe verwendet werden konnte, um eine ähnliche Leistung zu erzielen. Mit der Einführung der Modelle NLV 15 und SLV 18 wurde den Anforderungen des Marktes an die Energieeffizienz entsprochen. Diese Modelle ergänzen die bestehende Kompressorenpalette im Secop-Portfolio. In Kombination mit einer neuen Generation elektronischer Steuereinheiten (ECU) trugen sie zur Stärkung der Position von Secop im Segment der stationären Kühlung bei.

Im Jahr 2024 hat Secop eine neue Produktfamilie dedizierter Kompressor- und ECU-Modelle für das anspruchsvolle Segment der Medical Cooling entwickelt. In diesem Bereich sind Zuverlässigkeit, Produktsicherheit und Robustheit entscheidende Erfolgsfaktoren. Spezielle Versionen der NL- und SC-Modelle mit neu gestalteten, robusten mechanischen Komponenten und optimierten Saug- und Druckleitungen für Hochleistungsgeräte sind ab sofort verfügbar. Diese Kompressoren sind mit allen wichtigen Kältemitteln für medizinische Kühlsysteme kompatibel, einschließlich solcher für Anwendungen mit extrem niedrigen Temperaturen (ULT).

Darüber hinaus hat sich Secop auf die Optimierung des Portfolios an elektronischen Steuerungen für alle Segmente konzentriert. Im Jahr 2024 wurden Basismodelle mit optimierter Funktionalität eingeführt, die für Märkte geeignet sind, in denen die Technologie der variablen Geschwindigkeit an Bedeutung gewinnt. Für High-End-Lösungen, wie beispielsweise medizinische Schränke und Tiefkühlgeräte mit ultratiefen Temperaturen, wurde die neue Generation der leichten kommerziellen ECU mit erweiterten Funktionalitäten auf den Markt gebracht. Diese ermöglichen eine bessere Integration in die Gerätesteuerung und sorgen für vorbeugende Wartung sowie IoT-Schnittstellen.

In 2025 wird sich Secop darauf konzentrieren, die Kapazität der stationären Kühlplattformen weiter zu erhöhen, einschließlich der Modelle mit variabler Geschwindigkeit. Die Gruppe wird sich weiterhin auf spezielle Versionen der BD-Nano-Kompressoren fokussieren, um neben Elektrofahrzeugen auch verschiedene andere Marktsegmente zu bedienen. Es gibt einen Plan für neue Generationen von elektronischen Steuergeräten mit verbesserter Konnektivität, einschließlich neuer Serien, die dem Markttrend zu integrierten Kühllösungen im Automobilsektor entsprechen.

Der F&E-Aufwand der Gesellschaft im Jahr 2024 belief sich auf 10,2 Mio. € (Vorjahr: 11,3 Mio. €). Hiervon wurden im Geschäftsjahr 59,0 % (Vorjahr: 65,0 %) aktiviert. Zur Sicherung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse meldet die Gruppe mögliche Patente an.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte 2024 ein gemischtes Bild, wobei das Wachstum durch den anhaltenden Boom in den USA angetrieben wurde, der die schleppende Erholung anderer Weltwirtschaften wie Europa und China ausglich. Auch in China blieb das Wachstum mit weniger als 5 % hinter den Erwartungen zurück. Es gab aber auch positive Signale, denn die Expansion der Weltwirtschaft hatte seit dem dritten Quartal 2024 wieder zugenommen, wiederum angetrieben durch die Entwicklung in den USA, aber auch der Euroraum und China zeigen einen Aufwärtstrend.1

1 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 799ff.

Die Wirtschaft in Deutschland durchläuft derzeit eine konjunkturelle Schwächephase, die von einem tiefgreifenden Strukturwandel begleitet wird. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe leidet unter anhaltender Auftragsflaute, zunehmendem internationalen Wettbewerb und wachsendem Protektionismus. Diese Probleme haben inzwischen auch auf die industrienahen Dienstleistungen übergegriffen und setzen den Arbeitsmarkt spürbar unter Druck - Kurzarbeit und Entlassungen nehmen zu, obwohl viele Branchen Fachkräfte suchen.

Die konjunkturelle Lage bleibt angespannt: Das Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal zwar leicht gestiegen, aber dies spiegelt lediglich eine kleine Erholung nach einem stärkeren Rückgang der Wirtschaftsleistung wider. Die Frühindikatoren deuten sogar darauf hin, dass das vierte Quartal wieder negativ ausfallen wird. Insgesamt ist daher für 2024 mit einem Rückgang von 0,2 % zu rechnen,2 was das zweite Jahr in Folge ein Rückgang wäre. Der Industriesektor bleibt aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten, der Zollmaßnahmen und der unklaren wirtschaftspolitischen Leitlinien in Deutschland besonders anfällig. Dar- über hinaus dämpft die Angst um die Sicherheit des Arbeitsplatzes den privaten Verbrauch, obwohl die Reallöhne steigen.3 Eine deutliche Verbesserung wird erst Mitte 2025 erwartet, aber die Wachstumsprognose für 2025 wurde bereits auf 0,0 % nach unten korrigiert. Für 2026 wird ein stärkeres Wachstum von 1,1 % erwartet, das aber zu einem erheblichen Teil auf Sondereffekte zurückzuführen ist.4

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Euroraum ist im Jahr 2024 von einer leichten Erholung geprägt. Die Eurozone hat ein Wirtschaftswachstum von 1,0%5 , nachdem es im Vorjahr durch die hohe Inflation, die straffe Geldpolitik und die schwache Industriekonjunktur belastet wurde. Besonders betroffen sind Länder, die stark vom Export abhängig sind, wie Deutschland und Italien, aber auch Länder mit einer starken Binnennachfrage, wie Frankreich. Dagegen profitieren südliche Länder wie Spanien und Portugal von einem robusten Dienstleistungssektor und Tourismus. Die Inflationsrate in der Eurozone wird für 2024 auf 2,4 % geschätzt, nach einer deutlich höheren Rate im Jahr 2023. Vor allem die Energiepreise haben sich stabilisiert, was zu einer Beruhigung der Verbraucherpreise beiträgt. Allerdings bleiben die Lebensmittelpreise und die Löhne ein inflationärer Faktor, da die Löhne in der Eurozone um 5,4 % gestiegen sind und die Reallohnverluste der vergangenen Jahre weitgehend aufgeholt wurden. Insgesamt ist die Inflationsrate jedoch deutlich gesunken, weshalb die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik von restriktiv auf normal umstellen könnte. Die Normalisierung der europäischen Geldpolitik könnte bis zum Sommer 2025 zu weiteren Zinssenkungen führen. Die Arbeitslosenquote bleibt mit durchschnittlich 6,4 % auf einem relativ niedrigen Niveau, was überraschend ist, aber die wirtschaftliche Unsicherheit bremst Neueinstellungen. In vielen Ländern geraten die Unternehmen zunehmend unter Druck, höhere Löhne zu zahlen, was sich wiederum negativ auf die Inflation, aber positiv auf die private Nachfrage auswirken könnte. Vor allem in Frankreich und Italien sind die strukturellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt ein zentrales Thema.6

Analysten erwarten eine moderate Erholung der europäischen Wirtschaft mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Jahr 2025.7

2 BMWK, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik S. 3.
3 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 798.
4 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 797.
5 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 159.
6 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 806ff.
7 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 159.

Diese Erholung hängt stark von der Geldpolitik der EZB ab, die voraussichtlich ab Mitte 2025 weitere vorsichtige Zinssenkungen einleiten wird. Darüber hinaus könnten sinkende Energiepreise und eine Erholung der Weltwirtschaft die Exporte ankurbeln. Auch die US-Handelspolitik mit hohen Zöllen auf chinesische Produkte könnte den europäischen Außenhandel unterstützen, da europäische Produkte im Vergleich zu chinesischen Produkten billiger werden. Dennoch bleiben Risiken bestehen: Geopolitische Spannungen, mögliche neue Handelskonflikte und Unsicherheiten in der Finanzpolitik der EU-Staaten könnten die wirtschaftliche Erholung bremsen. Insbesondere die hohe Staatsverschuldung in den südeuropäischen Ländern bleibt eine Herausforderung für die nachhaltige wirtschaftliche Stabilität.8

Die US-Wirtschaft bleibt im Jahr 2024 stabil und wird weiterhin vom privaten Konsum getragen, wenn auch mit nachlassender Dynamik aufgrund steigender Importpreise. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 2,8 % wachsen9 , getragen von einer robusten Verbrauchernachfrage, staatlichen Investitionen und einer weiterhin soliden Arbeitsmarktentwicklung. Trotz der globalen Unsicherheiten erweist sich die US-Wirtschaft als widerstandsfähig, insbesondere dank der hohen Unternehmensinvestitionen in Technologie, künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien. Die Inflationsrate wird für 2024 auf 2,8 % geschätzt, wobei sie 2023 sogar noch weitaus höher war. Die geldpolitischen Maßnahmen der US- Notenbank (Fed) zeigen Wirkung, aber die Kerninflation liegt aufgrund steigender Löhne und anhaltend hoher Wohnkosten weiterhin über der Zielmarke von 2 %. Dennoch wurden die Zinssätze im letzten Quartal 2024 um insgesamt 1 % gesenkt. Der Arbeitsmarkt bleibt mit einer niedrigen Arbeitslosenquote von 4,0 % robust. Trotz hoher Zinsen sind die Unternehmen investitionsfreudig, insbesondere in den Bereichen Hightech und Energie. In einigen Sektoren, u.a. im Immobilien- und Finanzdienstleistungssektor, gibt es jedoch erste Anzeichen für eine Verlangsamung, da die hohen Kreditzinsen die Investitionstätigkeit dämpfen.10

Für 2025 wird ein BIP-Wachstum für die USA von 1,8 % prognostiziert, da die Auswirkungen der neuen US-Handelspolitik und der restriktiven Geldpolitik allmählich deutlicher werden. Die Inflation wird voraussichtlich weiter auf 3,5 % steigen,11 was vielleicht einen Spielraum für erste Zinssenkungen im Laufe des Jahres 2025 eröffnet. Dies könnte Konsum und Investitionen wieder ankurbeln. Die neue Handels- und Migrationspolitik der Trump- Administration birgt jedoch erhebliche Inflationsrisiken, die sogar zu Zinserhöhungen durch die Fed führen könnten. Die Änderung der Migrationspolitik könnte dazu führen, dass die Löhne aufgrund der Verknappung des Arbeitskräfteangebots schneller steigen. Geopolitische Spannungen, insbesondere im Handelskonflikt mit China, könnten die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen. Zusammenfassend wird für 2025 eine leichte Verlangsamung des Wachstums erwartet, begleitet von einer allmählichen Normalisierung der Inflation und einer möglichen Lockerung der Geldpolitik.12

Trotz globaler Herausforderungen bleibt die Wirtschaft in China auch 2024 robust, auch wenn sich das Wachstum im Vergleich zu früheren Jahrzehnten verlangsamt hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 5,0 % gestiegen.13

8 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 153.
9 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 159.
10 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 810.
11 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 159.
12 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 810.
13 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 159.

Diesem schwachen Wachstum wird vor allem durch das größte staatliche Konjunkturprogramm seit der Pandemie entgegengewirkt. Die Binnenwirtschaft bleibt jedoch schwächer als erwartet, da der Immobiliensektor weiterhin unter Druck steht und die Verbrauchernachfrage nur mäßig anzieht. Darüber hinaus wurde das Wachstum auch durch das Vorziehen der US-Exporte aufgrund der neuen Zölle getrieben.14

Die Inflationsrate bleibt mit 0,4 % niedrig, da sich die Preise für Lebensmittel und Konsumgüter stabilisieren. Die chinesische Zentralbank verfolgt eine expansive Geldpolitik, um das Wachstum zu stützen. Trotz niedriger Zinsen bleibt die Kreditnachfrage gedämpft, insbesondere im Immobiliensektor, wo viele Unternehmen mit hohen Schulden zu kämpfen haben. Die Regierung versucht, den Sektor mit gezielten Konjunkturmaßnahmen zu stabilisieren, eine schnelle Erholung ist jedoch nicht in Sicht. Der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt stabil, aber es gibt strukturelle Herausforderungen. Während Hightech-Sektoren wie künstliche Intelligenz, E-Mobilität und erneuerbare Energien stark wachsen, sind traditionelle Branchen und junge Hochschulabsolventen mit hohen Arbeitslosenquoten konfrontiert. Die Regierung setzt verstärkt auf Innovation und heimische Produktion, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Abhängigkeit von westlichen Technologien zu verringern.15

Für 2025 wird ein weiteres moderates Wachstum von 4,5 % erwartet.16 Die chinesische Wirtschaft ist nach wie vor stark von der globalen Entwicklung abhängig, insbesondere von der Nachfrage nach chinesischen Exportgütern. Sollte sich die Weltwirtschaft erholen, könnte dies Chinas Exporte stützen. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung des heimischen Marktes, um weniger abhängig von den internationalen Märkten zu sein.

Dennoch bleiben Risiken: Der Immobiliensektor bleibt eine Achillesferse der chinesischen Wirtschaft, und eine mögliche Verschärfung der Handelskonflikte mit den USA und Europa könnte das Wachstum bremsen. Darüber hinaus bleibt die hohe Verschuldung von Unternehmen und Kommunen ein langfristiges Problem, das das Wirtschaftswachstum belasten könnte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für 2025 eine weitere leichte Abschwächung aufgrund der neuen US-Handelspolitik zu erwarten ist. Die wirtschaftliche Stabilität wird stark von staatlichen Maßnahmen und der globalen Nachfrage abhängen, während strukturelle Herausforderungen, insbesondere im Immobilien- und Finanzsektor, weiterhin eine große Rolle spielen werden.17

Im Jahr 2025 wird sich die Weltwirtschaft leicht erholen, bleibt aber mit Unsicherheiten behaftet, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Handelspolitik der großen Industrienationen USA, EU und China. Während sich die Märkte stabilisieren, wirken sich geopolitische Spannungen, hohe Schulden und strukturelle Herausforderungen dämpfend aus. Technologische Innovationen und staatliche Investitionen treiben das Wachstum an, aber die Nachfrage bleibt volatil. Ein nachhaltiger Aufschwung hängt von stabilen Finanzmärkten, dem Welthandel und einer vorausschauenden Geldpolitik ab.

Im Jahr 2024 erholte sich die Nachfrage auf dem globalen Markt für Kompressoren im Vergleich zum Jahr 2023. Die Investitionen für industrielle Aktivitäten in Europa und den Vereinigten Staaten wurden wieder aufgenommen, insbesondere Investitionen für eine Kühlkette mit verbesserter Energieeffizienz für den Lebensmitteleinzelhandel und die Gastronomie. Parallel dazu stieg die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in China erheblich an, da bei verschiedenen neuen Modellen von Elektrofahrzeugen, die auf den Markt gebracht wurden, der Kühlschrank an Bord übernommen wurde. Verschiedene Segmente setzen eine neue Generation fortschrittlicher Technologien ein, um die Systemleistung zu steigern, die Effizienz zu verbessern und den Geräuschpegel zu senken. Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden zu zentralen Trends, wobei umweltfreundliche Kältemittel, Energieeffizienz und intelligente Überwachungssysteme an Bedeutung gewinnen. Bei der Einführung von Technologien und der Marktregulierung gibt es regionale Unterschiede.

14 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S.812.
15 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 812.
16 DIW Wochenbericht Nr. 11/2025 S. 159.
17 DIW Wochenbericht Nr. 50/2024 S. 812.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Im Jahr 2024 stieg der Umsatz der Gruppe insgesamt leicht auf 240,1 Mio. € (Vorjahr: 235,5 Mio. €), was hauptsächlich auf die starke Entwicklung in den Segmenten Mobile Cooling und Medical Cooling zurückzuführen ist. Secop hat eine Verlagerung hin zu profitableren Produkten realisiert. Dies führte zu einer weiteren Steigerung der Margen. Die Aktivitäten zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder verliefen wie geplant.

Im Segment Stationary Cooling erreichte die Gruppe einen Umsatz 150,3 Mio. € und lag damit fast auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 154,6 Mio. €). Der Umsatz in China verzeichnete im Vergleich zum Jahr 2023 keine Veränderung, während die Umsätze in Europa und Amerika leicht rückläufig waren. Dieser Rückgang wurde jedoch teilweise durch eine Erholung im Nahen Osten kompensiert, wo eine Belebung der Geschäftstätigkeit zu verzeichnen war.

In China blieb die Nachfrage im Gastronomie- und Lebensmitteleinzelhandelssektor stabil, ohne größere Schwankungen. Dies war auf ein langsameres nationales Wirtschaftswachstum und begrenzte Exportniveaus zurückzuführen. Im Gegensatz dazu verzeichneten Europa und die USA eine erhöhte Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel, die durch dynamischere Investitionen angetrieben wurde, während die Nachfrage im Gastronomiebereich - einschließlich Hotels, Restaurants und Catering - leicht zurückging. Auch das Getränkesegment schnitt in allen Regionen unterdurchschnittlich ab, während die Nachfrage aus dem Vertriebsnetz stabil blieb.

Trotz der relativ statischen Marktnachfrage setzte Secop seine Strategie, Altprodukte auslaufen zu lassen und neue einzuführen, erfolgreich fort. Mit dem Übergang von der alten DLE-Plattform zur neuen KLF-Plattform wurde das Ziel einer verbesserten Rentabilität mit einem Produkt der neuen Generation, das für eine kosteneffiziente Produktion optimiert ist, erreicht. Darüber hinaus ersetzten mehrere Kunden weiterhin ihre alten Plattformen durch umweltfreundliche und energieeffizientere Lösungen. Diese Umstellung half ihnen, ihr Produktangebot um umweltfreundliche Kühllösungen zu erweitern, die den neuen Vorschriften zur Reduzierung des Treibhauspotenzials (GWP) und zur Energiekennzeichnung entsprechen.

Im Jahr 2024 steigerte die Gruppe im Segment Mobile Cooling seinen Umsatz deutlich auf 82,1 Mio. €, was 10,3 % über dem Vorjahresniveau liegt (Vorjahr: 74,4 Mio. €). Allerdings zeigte sich in den verschiedenen Regionen eine uneinheitliche Entwicklung.

 

" In China führte der boomende Markt für Elektrofahrzeuge zu einer starken Nachfrage nach mobilen Kühllösungen. Die in Zusammenarbeit mit wichtigen Branchenakteuren entwickelten EV-Projekte (EV; Elektrofahrzeuge) von Secop gingen in die Serienproduktion. Die im Laufe des Jahres anlaufenden Aufträge führten zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach mobilen Kühlplattformen.

 

" In Europa und Amerika entwickelte sich der Markt für Automobile und Freizeitfahrzeuge jedoch aufgrund eines Rückgangs der Nachfrage nach Neufahrzeugen, der die

gesamte Automobilindustrie betraf, unterdurchschnittlich. Infolgedessen ging die Nachfrage nach Kompressoren für PKWs, LKWs und Wohnmobile im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Ein wichtiger Faktor für die positive Entwicklung in China war die Produktionssteigerung der BD-Nano-Plattform, die im Vorjahr eingeführt wurde. Diese Plattform wurde zu einem entscheidenden Produkt für die Integration von Kühlschränken in neue EV-Konzepte. Die stark gestiegene Nachfrage aus dem chinesischen EV-Sektor war stark genug, um den Rückgang bei Automobilen und Freizeitfahrzeugen in Europa und den USA auszugleichen.

Trotz der schwachen Nachfrage auf den westlichen Märkten wurden die Anstrengungen zur Umstellung der Anwendungen auf die neue BD-Nano-Plattform fortgesetzt. Ziel war es, eine neue Generation von Kühlschränken auf den Markt zu bringen und Secop für künftiges Wachstum zu positionieren, wenn sich der Automobilsektor erholt und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in Europa und Amerika zunimmt.

Im Jahr 2024 überstieg der Umsatz der Gruppe im Segments Medical Cooling den Umsatz des Vorjahres um 18,0 % und erreichte 7,7 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €). Dieses Wachstum ist in erster Linie auf die Anstrengungen zur Geschäftsentwicklung zurückzuführen und nicht auf die tatsächliche Marktnachfrage, die hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Investitionen in die medizinische Kühlkette haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert, insbesondere in China. Diese vorsichtigen Ausgaben der OEMs sowohl in Europa als auch in China spiegelten die anhaltenden Anpassungen nach der COVID-19-Pandemie wider. Die Regierungen reduzierten die finanzielle Unterstützung für die Kühlketteninfrastruktur im Vergleich zu 2021 und 2022.

Trotz der schwachen Marktnachfrage baute Secop seine Aktivitäten in diesem Segment weiter aus und führte eine neue Produktgeneration ein. Diese neuen Produkte wurden, insbesondere bei Kunden in Amerika, ab 2024 verstärkt eingeführt. Infolgedessen konnte Secop trotz der insgesamt begrenzten Nachfrage seinen Marktanteil erfolgreich ausbauen.

Die Bruttomarge der Gruppe (Umsatz abzüglich Umsatzkosten), die 2024 erzielt wurde, verbesserte sich im Vergleich zu 2023 aufgrund eines höheren Umsatzes, eines besseren Produktmixes, niedrigerer Produktionskosten und stabilisierter Rohstoff- und Energiepreise. Die Bruttomarge im Verhältnis zum Umsatz stieg auf 23,0 % und lag damit 2,0 %- Punkte über dem Vorjahr (Vorjahr: 21,0 %).

Der zentrale finanzielle Leistungsindikator (KPI) EBITDA der Secop GmbH verbesserte sich aufgrund der besseren Bruttomarge und insgesamt niedrigerer Betriebsausgaben signifikant auf -0,6 Mio. € (Vorjahr:-7,8 Mio. €). Die Prognose wurde damit erfüllt. Trotz höherer Abschreibungen, die durch die erstmalige Nutzung zuvor aktivierter F&E-Aufwendungen verursacht wurden, wurde jedoch ein verbessertes EBIT und ein verbessertes EBT über den jeweiligen Vorjahreswerten erreicht, da die Gesellschaft weniger konzerninterne Dienstleistungen bezogen hat.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der angestrebte Umsatz der Secop GmbH übertroffen wurde. Ein langsamerer als erwarteter Anlauf des EV-Geschäfts und eine Verzögerung der Erholung in mehreren Märkten verhinderten eine weitere Verbesserung. Dennoch ist die Geschäftsführung angesichts der Entwicklung in den verschiedenen Märkten und der starken Verbesserung des EBITDA mit der wirtschaftlichen Leistung des Unternehmens zufrieden.

2.2.1 Ertragslage

Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen Veränderungen der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr:

2024 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 114.788 110.192 4.596
Andere akt. Eigenleistungen 4.792 5.877 -1.085
Sonstige betriebliche Erträge 792 374 417
Materialaufwand -102.466 -96.448 -6.018
Personalaufwand -3.940 -3.866 -74
Sonstiger betrieblicher Aufwand -14.601 -23.943 9.342
EBITDA -635 -7.814 7.179
Abschreibungen -2.906 -1.431 -1.475
EBIT -3.541 -9.245 5.704
Finanzergebnis -1.023 -1.079 56
Ergebnis vor Steuern (EBT) -4.564 -10.324 5.760
Ertragssteuern -1.272 -1.991 719
Sonstige Steuern -3 -3 -0
Jahresergebnis -5.839 -12.318 6.479

Der Umsatz in Höhe von 114,8 Mio. € ist im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr durch einen besseren Produktmix gestiegen, trotz der politischen und ökonomischen Unsicherheiten, die zu einem mengenmäßigen Absatzrückgang führten.

Die aktivierten Eigenleistungen haben gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen, da das Projektvolumen insgesamt geringer war und einige Projekte im Geschäftsjahr abgeschlossen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 0,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahrangestiegen. In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Kursgewinne sowie Forschungszulagen enthalten.

Der Materialaufwand liegt über dem gleichen Niveau des letzten Geschäftsjahrs. Darin enthalten sind im Wesentlichen die Aufwendungen aus dem Bezug von Handelswaren von den liefernden Werken in Höhe von 89,5 Mio. € (Vorjahr: 84,9 Mio. €), welche um 5,4 % anstiegen sind..

Der Personalaufwand ist 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. € gestiegen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr von 35 auf 33 verändert. Die Veränderung kommt durch eine tarifliche Gehaltssteigerung sowie durch die erhöhten Abgrenzungen für Mitarbeiterboni für das Jahr 2024 zustande, da die Gruppe ein besseres EBITDA-Ergebnis gegenüber dem Plan erreichte. Die Gehaltssteigerungen konnte durch eine Reduktion der Mitarbeiter kompensiert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 23,9 Mio. € um 9,3 Mio. € im Jahr 2023 auf 14,6 Mio. € gesunken. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Konzernumlagen, Reisekosten, IT-Aufwendungen, Marketing- und Vertriebskosten, Lizenzaufwendungen, Beratungs- sowie Versicherungsaufwendungen erfasst. Die Reduktion resultiert aus der geringeren Bereitstellungsgebühr von dem slowakischen Gruppenunternehmen im Jahr 2024. Zudem sind im betrieblichen Aufwand im Vorjahr Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Kunden in Schwellenländern in Höhe von 2,1 Mio. € gebucht.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 um 1,5 Mio. €, denn im Geschäftsjahr 2024 sind die in Q4,2023 abgeschlossen F&E Projekte über das gesamte Geschäftsjahr abgeschrieben worden.

Das Finanzergebnis hat sich zum Vorjahr positiv um 0,1 Mio. € auf 1,0 Mio. € im Jahr 2024 entwickelt; dies begründet sich vor allem aus der Reduktions des Marktzinsniveaus der Kreditlinien für das Factoring.

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der SGH haben sich im Jahr 2023 auf 4,8 Mio. € (Vorjahr: 7,9 Mio. €) reduziert, die auch den Zinsaufwand entsprechend reduziert haben. Die Darlehensverbindlichkeiten haben sich durch den angepassten Finanzierungsbedarf innerhalb der Gruppe reduziert.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertragsteuern) resultieren im Wesentlichen aus gezahlter Quellensteuer 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) und für Körperschaft- und Gewerbesteuern für Vorjahre in Höhe von 0,1 Mio. € für eine Betriebsprüfung.

2.2.2 Vermögenslage

Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen Veränderungen der Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr.

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte 43.854 42.122 1.732
Kurzfristige Vermögenswerte 23.111 21.675 1.436
Bilanzsumme 66.965 63.797 3.168

Unter dem langfristigen Vermögen wird das Anlagevermögen von 43,3 Mio. € (Vorjahr: 41,3 Mio. €) und einer Mietkaution über 0,6 Mio. € ausgewiesen. Das Anlagevermögen besteht zum einen aus den immateriellen Vermögensgegenständen, die aus selbst hergestellten oder selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen bestehen und zum anderen aus den Finanzanlagen.

Die Zunahme der langfristigen Vermögensgestände in Höhe von 1,7 Mio. € ist auf die aktivierten F&E-Aufwendungen in Höhe von 6,0 Mio. € sowie auf deren erhöhten Abschreibung in Höhe von 2,9 Mio. € zurückzuführen.

Das kurzfristige Vermögen hat sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. € erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 1,8 Mio. € in der Folge eines optimierten Forderungsmanagement. Zum 31. Dezember 2024 betragen die Forderungen gegen den Factor insgesamt 2,7 Mio. € und werden in den sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich im Jahr 2024 um 0,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und die flüssigen Mittel stiegen um 2,9 Mio. €.

Kapitalstruktur

Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen Veränderungen der Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr.

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital 6.285 12.124 -5.839
Rückstellungen 6.697 6.224 473
Langfristige Verbindlichkeiten 4.438 7.917 -3.479
Kurzfristige Verbindlichkeiten 49.544 37.396 12.148
Passive RAP 0 136 -136
Bilanzsumme 66.965 63.797 3.168

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt 49,5 Mio. € sind um 32,5 %, d.h. insgesamt um 12,1 Mio. €, gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Erhöhung betrifft vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche um insgesamt 8,5 Mio. € durch eine Erhöhung eines Konzerndarlehen gestiegen sind.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 19,0 % auf 10,0 % reduziert, welches vor allem auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen ist.

2.2.3 Finanzlage

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2024 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15,2 Mio. € Mio. € auf 13,6 Mio. € verbessert. Die Verbesserung des operativen Cashflows liegt vor allem an der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Abnahme der Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Jahr 2023. Zudem haben sich die gezahlten Quellensteuern in Höhe von 1,3 Mio. € negativ auf den operativen Cashflow ausgewirkt.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich um 1,1 Mio. € verringert, da einige Projekte zum Ende des Geschäftsjahres abgeschlossen werden konnten (z.B. BD Nano).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit des Geschäftsjahres 2024 hat sich aufgrund einer Abzahlung eines konzerninternen Darlehens gegenüber dem Jahr 2023 wesentlich verändert. Die gezahlten Zinsen haben sich durch die allgemeine Reduzierung des Zinsniveaus (3-Monats-EURIBOR) bei den Factoring-Linien unwesentlich verändert.

In Summe erhöhten sich die Zahlungsmittel der Secop GmbH zwischen dem 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2024 um 2,9 Mio. € und betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 4,2 Mio. €.

Die Secop GmbH war im Jahr 2024 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. In Ergänzung hierzu wird auf die Erläuterungen im Risikobericht bzgl. der im Geschäftsjahr eingegangenen Garantenstellung im Rahmen des von der SGH ausgegebenen Bonds verwiesen.

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024

2024 2023
TEUR TEUR
Betriebliche Tätigkeit
EBIT -3.541 -9.245
+ Abschreibung / - Zuschreibungen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten 2.906 1.431
+ Zunahme/- Abnahme der Rückstellungen 473 845
+ Abnahme/- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen 3.949 7.709
und Leistungen und kurzfristigen Vermögenswerten
- Abnahme/+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen 10.724 -2.578
+ Veränderungen sonstiger Bilanzpositionen -231 1.477
Gezahlte Ertragsteuern -672 -1.182
Erhaltene Ertragsteuern 0 0
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 13.608 -1.544
Investitionstätigkeit
- Investitionen in das Finanzanlagevermögen -319 -102
- Investitionen in immaterielles Anlagevermögen -6.010 -7.327
+ Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten 14 29
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.314 -7.400
Finanzierungstätigkeit
+ Zunahme/- Abnahme der verzinslichen Verbindlichkeiten -3.860 6.350
Gezahlte Zinsen und Gebühren -580 -765
Erhaltene Zinsen 8 16
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.432 5.601
-Abnahme/+Zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 2.862 -3.342
Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente zum 1. Januar 1.319 5.002
-Abnahme/+Zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 2.862 -3.342
Fremdwährung Umrechnungsdifferenzen -2 -341
Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente zum 31. Dezember 4.179 1.319

2.2.4 Gesamtaussage

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als befriedigend ein. Die Ertragslage hat sich im Jahr 2024 gegenüber 2023 zwar verbessert, bleibt aber wie im Vorjahr negativ. Angesichts der signifikanten externen Faktoren und Herausforderungen, insbesondere der mit der neuen weltweiten Handels- und Zollpolitik, ist diese gleichwohl noch als zufriedenstellend einzuordnen.

3 Prognosebericht

Secop prognostiziert für 2025 eine positive Gesamtnachfrage, die im Vergleich zu den im Jahr 2024 beobachteten Werten günstig ausfällt. Die Aussichten variieren je nach Segment und Region, was auf ein komplexes Marktumfeld hindeutet, das eine ständige Berücksichtigung der lokalen Bedingungen und Kundenbedürfnisse erfordert. Im Segment der stationären Kühlung wird erwartet, dass die Nachfrage in China, Europa und Amerika stabil bleibt und keine signifikante Abweichung von den Werten von 2024 aufweist. Dennoch gibt es in diesen Regionen ein vielversprechendes Szenario für Investitionen in den Lebensmitteleinzelhandel und die Gastronomie. Dieser positive Trend wird durch den zunehmenden regulatorischen Druck vorangetrieben, der die Einführung umweltfreundlicherer, energieeffizienterer Kühllösungen fördert. Im Nahen Osten, in Afrika und Südostasien wird das Wachstum voraussichtlich über dem Niveau von 2024 liegen, auch wenn es durch eine Reihe wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten beeinflusst werden könnte.

Ein Schlüsselfaktor für die Nachfrage nach Stationary Cooling ist die Weiterentwicklung des Produktmixes. Dazu gehören die fortgesetzte Hochlaufphase der 2024 eingeführten Plattformen und die für 2025 geplante Einführung neuer Produktlinien. Diese Entwicklungen versprechen eine Steigerung der Effizienz, Nachhaltigkeit und Zuverlässigkeit in verschiedenen Anwendungen. Secop ist weiterhin bestrebt, innovative Kühllösungen anzubieten, die mit den globalen Nachhaltigkeitstrends im Einklang stehen. Das Unternehmen plant außerdem, flexibel zu bleiben und seine Vertriebsanstrengungen an die schwankende Nachfrage in den Schwellenländern anzupassen.

Im Segment Mobile Cooling erwartet Secop für 2025 ein robustes Wachstum, das vor allem durch den sich entwickelnden Markt für Elektrofahrzeuge (EV) in China angetrieben wird. Dank der 2024 gestarteten Projekte und weiterer geplanter Entwicklungsinitiativen wird mit einem deutlichen Anstieg des Auftragsvolumens gerechnet. Diese Bemühungen unterstreichen die Bedeutung leistungsstarker, effizienter Kühlsysteme in EV-Anwendungen, insbesondere da die Verbrauchernachfrage und die Umweltvorschriften konvergieren. Außerhalb Chinas wird erwartet, dass andere Marktsegmente wie PKWs, LKWs und Freizeitfahrzeuge in Europa und Amerika das Nachfrageniveau von 2024 nicht überschreiten werden. Secop bleibt jedoch optimistisch, was potenzielle langfristige Chancen angeht, die sich durch technologische Innovationen und gezielte Produktverbesserungen ergeben könnten.

Für das Segment Medical Cooling wird für 2025 ein stetiger Aufschwung prognostiziert. Die Nachfrage in China und Europa, die in früheren Perioden mit gewissen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, wird sich nun voraussichtlich erholen. Unterdessen ist Amerika auf dem besten Weg, den 2024 eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Die jüngsten, 2024 eingeführten Plattform-Markteinführungen werden im Laufe des Jahres 2025 weitere wirtschaftliche Vorteile bringen. Diese neuen Lösungen sind so konzipiert, dass sie strenge Qualitätsstandards und Leistungsanforderungen erfüllen und eine zuverlässige Temperaturkontrolle für medizinische und pharmazeutische Anwendungen gewährleisten.

Im Vergleich zu 2024, als sich die meisten Aktivitäten auf den Anlauf von BN Nano konzentrierten, wird sich der Schwerpunkt der Investitionen im Jahr 2025 auf mehrere strategische Bereiche verlagern. Dazu gehören die Erhöhung der Kapazität von BD Nano, die Erweiterung und Modernisierung von F&E-Labors und die Einführung neuer Geräte zur Steigerung der Produktionseffizienz. Zusätzliche Ressourcen werden auch für die Entwicklung neuer Produkte und die Umsetzung von Maßnahmen zur weiteren Qualitätsverbesserung bereitgestellt. Die Gesamtinvestitionen werden voraussichtlich auf dem gleichen Niveau wie 2024 bleiben, was das Engagement von Secop für kontinuierliche Innovation unterstreicht. Durch diese Bemühungen will das Unternehmen seine Marktposition stärken, auf sich ändernde Kundenbedürfnisse eingehen und strenge Standards für Umweltverantwortung einhalten.

Die Geschäftsführung geht weiterhin von der Unternehmensfortführung aus, da keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert wurden. In Anbetracht der erwarteten Entwicklung der verschiedenen Märkte erwartet die Geschäftsführung im Jahr 2025 für die Secop GmbH kein wesentliches Wachstum des Umsatzes im Segment Stationary sowie auch im Mobile Cooling. Das EBITDA wird voraussichtlich deutlich über dem Niveau von 2024 liegen, weil die F&E Aufwendungen durch abgeschlossene Projekte zurückgehen. Das prognostizierte Ergebnis von Umsatz und Ergebnis wird jedoch stark von der allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung, insbesondere in den USA und China, abhängen.

Was die USA betrifft, so hat Secop nur ein begrenztes Geschäft mit den USA und daher schätzt das Secop-Management dieses Risiko als moderat ein.

4 Bericht über Geschäftschancen

Die Secop Group konzentriert ihre Aktivitäten auf die Segmente stationäre Kühlung, mobile Kühlung und medizinische Kühlung und betreibt zwei moderne Produktionsstätten in der Slowakei und in China. Mit einem starken Engagement für Innovation verfolgt Secop einen ehrgeizigen Plan zur Einführung neuer Produkte, um die Geschäftsentwicklung in den verschiedenen Segmenten zu unterstützen. Das Unternehmen arbeitet eng mit Kunden zusammen, um innovative Kühllösungen zu entwickeln, die den Markttrends in Richtung Nachhaltigkeit und Effizienz bei der Lagerung und dem Transport von Lebensmitteln, Getränken und medizinischen Produkten entsprechen.

Die Kernkompetenz von Secop im Bereich Systemdesign, kombiniert mit der direkten Zusammenarbeit mit seinem qualifizierten Anwendungsteam, ermöglicht es dem Unternehmen, die Kundenanforderungen präzise zu definieren. Dieser Ansatz gewährleistet die Bereitschaft für die bevorstehenden Veränderungen im Anwendungsdesign. Infolgedessen entwickelt Secop weiterhin neue Plattformen und verbessert und integriert bestehende, was zu immer effizienteren Kühllösungen führt.

Chancen im Segment der stationären Kühlung

Die wichtigsten Entwicklungen im Segment „Stationary Cooling“ konzentrieren sich auf Anwendungen im Lebensmitteleinzelhandel, in der Gastronomie und in der Getränkeindustrie. Die Markttrends in diesen Branchen zeigen eine zunehmende Verlagerung hin zu umweltfreundlichen Kältemitteln und energieeffizienten Lösungen.

Die Vorschriften in Europa und Amerika schränken bereits die Verwendung von Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial (GWP) ein und beschleunigen den Übergang zu Alternativen mit niedrigem GWP. Secop ist ein Vorreiter in diesem Übergang und hat eine umfassende Produktpalette entwickelt, die für Kohlenwasserstoff-Kältemittel optimiert ist, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Die neue KLF-Serie, die auf den Markt gebracht wurde, verfügt über eine patentierte Lösung, die die mit brennbaren Kältemitteln verbundenen Risiken minimiert - was sie zu einem besonderem Angebot in der Branche macht. Darüber hinaus entwickelt Secop neue NL- und SC-Plattformmodelle, die für Kohlenwasserstoff-Kältemittel optimiert sind und über verbesserte Leistungsmerkmale verfügen. Diese Innovationen werden Erstausrüstern dabei helfen, größere, effizientere Kühlschränke zu entwickeln, die den neuen Umweltvorschriften entsprechen.

Ein weiterer wichtiger Trend im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie ist die Reduzierung des Energieverbrauchs in Kühlsystemen. In einigen Regionen wird diese Entwicklung durch Energiekennzeichnungsvorschriften verstärkt, die die Hersteller dazu zwingen, die Effizienz zu verbessern.

Secop reagiert darauf mit der Entwicklung elektronisch gesteuerter Kompressoren, die den Energieverbrauch optimieren und gleichzeitig eine erstklassige Kühlleistung gewährleisten. Diese Bemühungen haben zur Einführung einer neuen modularen elektronischen Steuereinheit für die N-Plattform geführt, die flexible Funktionen für Anwendungen im Lebensmittel-Service und Lebensmittel-Einzelhandel bietet.

Darüber hinaus sieht der Fahrplan von Secop die Entwicklung neuer NLV-Kompressormodelle vor, die darauf ausgelegt sind, umweltfreundliche Kältemittel mit fortschrittlichen energieeffizienten Kühllösungen zu kombinieren.

Chancen im Segment der mobilen Kühlung

Das Segment der mobilen Kühlung unterliegt aufgrund sich ändernder Verbraucherpräferenzen erheblichen Marktveränderungen. Endnutzer suchen zunehmend nach Kühllösungen für Lebensmittel und Getränke in verschiedenen Mobilitätsszenarien. Während der Covid-19-Pandemie stieg die Nachfrage nach mobilen Kühleinheiten, insbesondere im Freizeit- und Automobilsektor, da sich die Verbrauchergewohnheiten änderten. Dieser Trend hat sich auch nach der Pandemie fortgesetzt und bestätigt eine langfristige Veränderung des Lebensstils und eine anhaltende Nachfrage nach tragbaren Kühllösungen.

Darüber hinaus hat das rasante Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge (EV) ein neues Segment für die Mobilitätskühlung geschaffen. Mit großen EV-Batterien können Fahrzeuge jetzt Hochleistungskühlschränke unterstützen, die das Kühlen von Lebensmitteln und Getränken während des Ladevorgangs, während des Transports oder im geparkten Zustand ermöglichen.

Um diesen sich entwickelnden Anforderungen gerecht zu werden und von den Markttrends zu profitieren, hat Secop die BD-Nano-Plattform entwickelt und auf den Markt gebracht, die speziell für Fahrzeuge der nächsten Generation konzipiert wurde. Diese Plattform bietet:

Höhere Leistungskapazität

hochwertige Energieeffizienz

Kompakte Größe (optimierter Platzbedarf ohne Kompromisse bei Kühlleistung oder Effizienz)

Angesichts der boomenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist die Integration effizienter Kühllösungen für Lebensmittel und Getränke in diese Fahrzeuge zu einem überzeugenden Trend geworden. Die Kompressortechnologie bietet gegenüber anderen Kühllösungen überlegene Vorteile, und Secop ist führend bei mobilen, batteriebetriebenen Kompressoren für Automobilanwendungen. Die BD-Nano-Plattform ist auf die Bedürfnisse dieses aufstrebenden Marktes zugeschnitten.

Ein weiterer bedeutender Wandel in der mobilen Kühlindustrie ist der Übergang von der dreiwertigen Kühltechnologie zu leistungsstärkeren und zuverlässigeren Kompressorlösungen in Freizeitfahrzeugen (RVs). Dieser Übergang hat die Nachfrage nach Kompressoren angekurbelt, insbesondere nach solchen, die umweltfreundliche Kohlenwasserstoff-Kühlmittel verwenden.

Auch hier bietet die BD-Nano-Plattform eine ideale Lösung, mit neuen Versionen, die speziell auf die Bedürfnisse von Wohnmobilen und Booten zugeschnitten sind. Mit Blick auf die Zukunft werden die kommenden BD-Nano-Entwicklungen, die in einer neuen Produktionslinie in China hergestellt werden sollen, die Position von Secop als führender Anbieter von Kühlsystemen der nächsten Generation weiter stärken. Diese batteriebetriebenen Lösungen werden die steigende Nachfrage nach mobiler Kühlung in verschiedenen Transportmitteln unterstützen.

Chancen im Segment der medizinischen Kühlung

Das Segment „Medizinische Kühlung“ widmet sich der Entwicklung fortschrittlicher Lösungen für die medizinische Kühlkette und konzentriert sich dabei auf umweltfreundliche Kältemittel, energieeffiziente Technologien und eine überlegene Systemleistung und -steuerung für die Lagerung und den Transport von medizinischen Produkten.

Die Covid-19-Pandemie hat kritische Lücken in der medizinischen Kühlkette aufgezeigt, insbesondere bei Impfstoffen, die bei -80 °C bei extrem niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen. Als Reaktion darauf arbeitete Secop mit Branchenführern zusammen, um innovative Kühllösungen zu entwickeln, die Leistung, Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und Systemüberwachung optimieren. Die fortschrittlichen Kühlsysteme von Secop unterstützen jetzt die Lagerung bei extrem niedrigen Temperaturen (ULT) mit elektronisch gesteuerten, umweltfreundlichen und energieeffizienten Kompressoren. Angesichts des klaren Markttrends hin zu Energieoptimierung und maximaler Zuverlässigkeit umfasst die Roadmap von Secop Kompressoren und Kühllösungen der nächsten Generation, die in fortschrittliche elektronische Steuereinheiten integriert sind und die Datenerfassung und vorausschauende Wartung ermöglichen.

Eine wichtige Innovation ist die ULT-Kühllösung von Secop für Impfstofftransportboxen, die eine kritische Lücke in der Lieferkette schließt, indem sie einen zuverlässigen und kontrollierten Impfstofftransport auch unter rauen Umgebungsbedingungen gewährleistet. Da mRNA-Therapien vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Krankheiten jenseits von Covid-19, wie z. B. Krebs, zeigen, entwickelt Secop aktiv mobile Kühllösungen, um die Effizienz und Zuverlässigkeit der medizinischen Kühlkette zu verbessern.

Secop hat außerdem die Entwicklung einer neuen Solar-Direktantriebslösung (SDD) abgeschlossen, um die letzte Meile der Impfstoffverteilung in abgelegenen Gebieten mit instabiler oder fehlender Stromversorgung zu unterstützen. Secop nutzt seine Expertise im Bereich SDD-Lösungen, um diese Systeme mit der neuesten Kompressortechnologie zu optimieren und eine effiziente und zuverlässige Impfstofflagerung zu gewährleisten. Die SDD- Lösungen der nächsten Generation werden auch über Datenerfassungsfunktionen verfügen, die die Überwachungsmöglichkeiten erweitern und die Zuverlässigkeit in medizinischen Anwendungen verbessern. Dank seiner Expertise im Bereich der Entwicklung medizinischer Systeme kann Secop maßgeschneiderte Lösungen für die Kühlkette im medizinischen Bereich anbieten und dabei die neuesten Kompressor- und Steuerungstechnologien einsetzen, um die Effizienz und Zuverlässigkeit der medizinischen Kühlung zu optimieren.

Die Chancenlage wird insgesamt als gut eingeschätzt.

5 Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem von Secop unterstützt die frühzeitige Erkennung und Minderung potenzieller Risiken, die die Erreichung der geplanten Ziele und/oder die Unternehmensfortführung selbst gefährden. Das System ermöglicht eine schnelle Identifizierung von Risiken, deren Bewertung und die Ergreifung angemessener Gegenmaßnahmen.

Aufgrund seiner komplexen Prozesse, externen Faktoren und eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds ist das Unternehmen mehreren Geschäftsrisiken ausgesetzt.

Die frühzeitige Erkennung und Bewertung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Die identifizierten Risiken werden analysiert und erforderliche Gegenmaßnahmen je nach Eintrittswahrscheinlichkeit eingeleitet.

Insbesondere das Cash-Management hat im Konzern einen hohen Stellenwert. Auf Basis einer wöchentlichen, rollierenden Liquiditätsplanung sowie eines quartalsweisen Unternehmensforecasts nebst einem stringenten Controlling werden die Zahlungsströme innerhalb des Konzerns optimiert. Dadurch wird sichergestellt, dass der Konzern stets über eine ausreichende Liquidität verfügt.

Der Eintritt eines oder mehrerer der nachfolgend beschriebenen Risiken kann einzeln oder zusammen die Geschäftstätigkeit des Konzerns erheblich beeinträchtigen und wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die folgenden Risiken können sich auch im Nachhinein als nicht abschließend erweisen. Es können weitere Risiken, Aspekte und Unwägbarkeiten bestehen, die dem Konzern derzeit nicht bekannt sind oder die er nicht als wesentlich erachtet.

Markt- und wettbewerbsbezogene Risiken

• Die neue US-Handelspolitik gegenüber China, Europa und anderen Ländern wie Mexiko oder Kanada kann sich auf das Geschäft der Gruppe auswirken, indem sie die Preise für in die USA versandte Waren erhöht. Andererseits könnte der Zollwettbewerb zwischen den USA und China oder anderen Ländern zu höheren Preisen für Produkte unserer Wettbewerber auf dem US-Markt führen, wovon die Gruppe durch höhere Umsätze von Europa in die USA profitieren könnte. Derzeit hat Secop nur begrenzte Geschäftsbeziehungen mit den USA, daher schätzt die Geschäftsführung dieses Risiko als moderat ein.

• Der Ukraine-Russland-Konflikt oder der Israel-Gaza-Konflikt können größere negative Auswirkungen auf die europäische und globale Wirtschaft und damit auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe haben. Während die direkten Auswirkungen der Konflikte auf die Gruppe bisher begrenzt waren, kann ein langwieriger Konflikt oder eine Verschlechterung der Situation auch indirekt größere Folgen für die Gruppe haben, z. B. durch weitere Steigerungen der Rohstoff-, Energie- und Transportpreise, eine allgemeine Abschwächung der Nachfrage oder Ähnliches. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als moderat ein.

• Der Markt für hermetische Kompressoren ist durch einen hohen Wettbewerbsdruck mit teilweise stark schwankenden Rohstoffkosten gekennzeichnet, was dazu führen könnte, dass Secop seine Produkte nicht zu Preisen über den Anschaffungskosten verkaufen kann. Dieses Risiko besteht vor allem bei weniger technologisch fortgeschrittenen Produkten. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

• Beim Verkauf seiner Produkte ist der Konzern unter anderem von Schlüsselkunden und deren Einkaufsverhalten sowie vom Markterfolg der Produkte seiner Kunden abhängig. In jedem seiner Geschäftsbereiche hat er unterschiedliche Kundengruppen, die alle unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen ausgesetzt sind. Das Segment Stationary Cooling bedient Hersteller (OEMs) von Kühlgeräten für gewerbliche Anwendungen. Ebenfalls für den Bereich Mobile Cooling wird für den Großteil der Produkte auch an OEM im Automotive-Bereich geliefert. Die Etablierung neuer asiatischer Wettbewerber in ihrem Markt kann auch Druck auf ihre Absatzmärkte ausüben. Dies könnte sich auf Secop auswirken. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als moderat ein.

• Die fortschreitende Konzentration auf dem Markt für Kühlanwendungen könnte zum Verlust von Kunden führen, den Marktanteil bestehender Kunden verringern oder anderen Kunden eine größere Marktmacht gegenüber der Gruppe verschaffen, was zu zusätzlichem Preisdruck führen würde. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

• Ein unerwartetes, weit verbreitetes Wiederauftreten neuer, aggressiverer und resistenterer Viren oder ihrer Mutationen und daraus resultierende staatliche Abriegelungsmaßnahmen stellen ein anhaltendes Risiko eines unvorhergesehenen Umsatzrückgangs dar. Mögliche Lieferengpässe bei Zwischenprodukten aufgrund der vorübergehenden Schließung von Produktionsstätten der Lieferanten können sich auf die Produktion und damit auf den Absatz von Secop-Kompressoren auswirken. Investitionsprojekte und die Einführung neuer Produkte bei Großkunden könnten ausgesetzt oder verzögert werden, da eine gewisse Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung besteht. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

Operative Risiken

Qualitätsrisiken

• Die Qualität der produzierten Waren ist für die Gruppe von großer Bedeutung. Jede Abweichung von der gelieferten Qualität hat Einfluss auf die Produkteigenschaften, was wiederum zu Ausfällen beim Kunden führen kann. Die Gruppe überwacht daher die Qualität der Produkte ständig durch interne Tests. Darüber hinaus hat das Unternehmen Qualitätsmanagementsysteme eingeführt, die in regelmäßigen Abständen von externen Prüfern zertifiziert werden. Die Gruppe ist nach ISO 9001, 14001 und 45001 sowie IATF 16949 zertifiziert. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

Beschaffungsrisiko

• Die Preise und die Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe können sich auf die Gruppe auswirken. Sie ist marktbedingten Preisschwankungen bei einigen Rohstoffen ausgesetzt, z. B. bei Kupfer, Stahl und Aluminium. Darüber hinaus werden einige Rohstoffe ausschließlich in Fremdwährungen gehandelt, sodass Wechselkurse einen Einfluss auf die Rohstoffpreise haben. Darüber hinaus bestehen Risiken im Zusammenhang mit der rechtzeitigen Lieferung von Einsatzmaterialien, insbesondere für Materialien, für die nur ein Lieferant zur Verfügung steht (Single Sourcing). Änderungen der Beschaffungspreise werden nach Möglichkeit an die Kunden weitergegeben. Darüber hinaus werden nach Möglichkeit langfristige Vereinbarungen über die Beschaffungspreise getroffen. Der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird entgegengewirkt, indem nach Möglichkeit mehrere Quellen qualifiziert werden. Insgesamt schätzt das Management von Secop dieses Risiko als gering ein.

Personalrisiken

• Mitarbeiter sind für den Erfolg der Gruppe von entscheidender Bedeutung. Der Verlust von Mitarbeitern, z. B. in der F&E-Abteilung, könnte zu einem Verlust an Innovationsfähigkeit führen, der das Unternehmen beeinflussen könnte. Auch die Produktionsstandorte sind stark von der Qualität des Personals abhängig, sodass sich ein Mangel auf den Geschäftsbetrieb auswirken könnte. Die Gruppe führt daher unter anderem Schulungs- und Entwicklungsmaßnahmen durch, um das Personalrisiko zu minimieren. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als moderat ein.

Umweltrisiken

• Die Gruppe erkennt die Auswirkungen des Klimawandels an und übernimmt Verantwortung gegenüber den Bürgern und künftigen Generationen, indem sie Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen einleitet. Die Gruppe ist Risiken ausgesetzt, da sie dem Klimawandel mit steigenden Temperaturen, einem möglichen Mangel an natürlichen Ressourcen und negativen Umweltauswirkungen innerhalb ihres eigenen Betriebs und ihrer Lieferkette ausgesetzt ist. Die Gruppe sieht keine Risiken in Bezug auf die Beeinträchtigung ihrer Produktionsanlagen durch den Klimawandel in Bezug auf Überschwemmungen und Stürme. Darüber hinaus bestehen Risiken in Bezug auf die Auswirkungen, die die Gruppe selbst auf den Klimawandel hat. Energieeffizienz ist daher für die Gruppe von entscheidender Bedeutung, sowohl bei ihren eigenen Produktionsaktivitäten zur Minimierung des erforderlichen Energieeinsatzes als auch bei den hergestellten Kompressoren, die während des Betriebs so wenig Energie wie möglich verbrauchen sollten. Um dieses Ziel bei gleichbleibender Kühlleistung zu erreichen, treibt die Gruppe die Entwicklung ihrer Kompressoren ständig voran.

• Ein weiterer Umweltaspekt ist die Verwendung synthetischer Kältemittel, die sich ebenfalls negativ auf das Klima auswirken könnten und Absatzrisiken mit sich bringen. Daher strebt die Gruppe die Verwendung von mehr natürlichen Materialien (z. B. natürliche „grüne“ Kältemittel) an, um die synthetischen Materialien zu ersetzen und das Klima zu schützen. Insgesamt schätzt das Management von Secop das Umweltrisiko als gering ein.

Unternehmensrisiken

• Die Gruppe ist Risiken aufgrund hoher Forschungs- und Entwicklungskosten ausgesetzt. Diese Aktivitäten sind für die zukünftige Entwicklung von Secop von entscheidender Bedeutung und daher für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg unerlässlich. Secop kann jedoch nicht ausschließen, dass vergangene oder zukünftige Forschungs- und Entwicklungskosten nicht (vollständig) durch den anschließenden Verkauf der entwickelten Produkte gedeckt werden können, z. B. weil ein Produkt nicht erfolgreich auf den Markt gebracht werden kann. Um dem entgegenzuwirken, werden parallel zum Forschungs- und Entwicklungsprozess Marktanalysen und -studien durchgeführt, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

• Störungen und Ausfälle des IT-Systems könnten sich negativ auf den regulären Geschäftsablauf auswirken. Die Gruppe nutzt IT-Systeme, die für eine ordnungsgemäße Produktion und Verwaltung sowie für das Berichtswesen, das Controlling und die Lagerverwaltung erforderlich sind. Zu diesem Zweck bezieht die Gruppe IT-Dienstleistungen und nutzt IT-Systeme, die von externen Anbietern bereitgestellt werden. Die Rechenzentren und die IT-Infrastruktur sind an Dritte ausgelagert. Die Gruppe begegnet dem Risiko einer Störung des ordnungsgemäßen Betriebs der IT-Systeme durch Dritte, indem sie in den Verträgen entsprechende Service-Level-Vereinbarungen (SLAs) abschließt, die Verfügbarkeit, Reaktions- und Bearbeitungszeiten abdecken. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

• Bestehende Compliance-Kontroll- und Überwachungssysteme könnten sich möglicherweise als unzureichend erweisen, um Compliance-Verstöße aufzudecken. Um dieses Risiko anzugehen, hat das Unternehmen einen Ethik-Leitfaden für alle Mitarbeiter veröffentlicht, um die geltenden Compliance-Grundsätze zu stärken und das Bewusstsein für Fehlverhalten in der Branche in der Vergangenheit, wie z. B. Preisabsprachen, zu schärfen. Außerdem wurde ein verbindliches Ethik-Handbuch für alle Mitarbeiter und ein Whistleblower-System eingeführt, um dabei zu helfen, Verstöße frühzeitig zu erkennen. Secop hat sich verpflichtet, globale Mindeststandards für die Lieferkette einzuhalten, die auf UN- Richtlinien basieren. Zusätzlich hat die Gruppe eine interne Compliance-Richtlinie und einen Compliance-Ausschuss eingerichtet, um potenzielle Compliance-Vorfälle zu mindern. Das Management von Secop schätzt das allgemeine Rechts- und Compliance-Risiko als gering ein.

• Steuerrisiken könnten entstehen, wenn beispielsweise Steuervorschriften nicht überwacht werden oder die Steuerbehörden Alternativen oder bestimmte strukturelle Optionen anders interpretieren als Secop. Dies könnte zu höheren Steuerausgaben infolge von Steuerprüfungen führen. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch die Hinzuziehung externer Steuerspezialisten. Das Management von Secop schätzt dieses Risiko als gering ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wichtigsten finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe umfassen verzinsliche Darlehen und Kredite, einschließlich der ausgegebenen Anleihen der Muttergesellschaft, und andere finanzielle Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gruppe.

Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte der Gruppe sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Barmittel und Bankguthaben, die direkt aus ihrer Geschäftstätigkeit stammen.

Die Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Reihe von finanziellen Risiken ausgesetzt, darunter Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Die Konzernleitung überwacht das Management dieser Risiken. Derivative Finanzinstrumente werden derzeit nicht eingesetzt.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Das Marktrisiko umfasst drei Arten von Risiken: Zinsänderungsrisiko, Fremdwährungsrisiko und sonstige Preisrisiken wie das Rohstoffpreisrisiko (siehe „Beschaffungsrisiko“). Zu den Finanzinstrumenten, die vom Marktrisiko betroffen sind, gehören in erster Linie Barmittel und Bankguthaben, variabel verzinsliche Darlehen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken.

Die Gruppe steuert ihr Zinsrisiko durch die Vereinbarung von Festzinsdarlehensbedingungen (soweit möglich) und durch die Vereinbarung von vorzeitigen Rückzahlungsoptionen, insbesondere für variabel verzinsliche mittel- und langfristige Darlehen. Zinsswaps und vergleichbare Instrumente werden bei Bedarf überprüft. Die Geschäftsführung schätzt dieses Risiko als moderat ein.

Fremdwährungsrisiko

Das Fremdwährungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder zukünftigen Zahlungsströmen aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwankt. Das Risiko von Wechselkursänderungen, dem die Gruppe ausgesetzt ist, bezieht sich auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe (wenn Umsatz und/oder Aufwand in einer Fremdwährung angegeben werden). Durch gezieltes Management des Konzerneinkaufs versucht die Gruppe, offene Währungspositionen so weit wie möglich auszugleichen und so eine „natürliche Absicherung“ zu erreichen. Darüber hinaus überwacht die Gruppe ständig die Preisentwicklungen, um bei Bedarf auf der Grundlage der Unternehmensplanung Absicherungsinstrumente einzusetzen. Wechselkursschwankungen können sich auch negativ auf die Nachfrageseite auswirken, wenn die Währungspreise es Wettbewerbern aus anderen Ländern ermöglichen, günstigere Produkte anzubieten. Die Geschäftsführung schätzt das Währungsrisiko derzeit als moderat ein.

Kreditausfallrisiko

Die Gruppe verwendet einen mehrstufigen Prozess, um dem Risiko von Zahlungsausfällen von Kunden entgegenzuwirken. Zunächst werden verschiedene Mechanismen (Kreditversicherungen und Ratingagenturen) eingesetzt, um die Zahlungsfähigkeit der Kunden zu überprüfen. Darüber hinaus werden überfällige Kundenforderungen in einer wöchentlichen Besprechung mit den Vertriebsleitern besprochen und gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen, die von der Anpassung der Zahlungsbedingungen bis zur rechtlichen Durchsetzung der Forderungen reichen. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko von Zahlungsausfällen bei Kundenforderungen als moderat ein.

Dem Risiko eines Bankausfalls begegnet die Gruppe durch ein diversifiziertes Bankenportfolio, wobei die Auswahl der Banken nach deren Angebot, Nutzen und Zuverlässigkeit für die Gruppe, aber auch nach dem Rating der jeweiligen Banken erfolgt. Darüber hinaus wird die Höhe der Bankguthaben im In- und Ausland regelmäßig überwacht, um die Höhe möglicher Ausfälle bei Bedarf zu begrenzen. Die Geschäftsführung schätzt dieses Risiko als gering ein.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die zur Begleichung fälliger Zahlungsverpflichtungen erforderlichen Barmittel und Barmitteläquivalente nicht oder nur zu hohen Refinanzierungskosten beschafft werden können.

Die im Jahr 2023 von der Muttergesellschaft begebene Anleihe verpflichtet den Konzern zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen und anderer vertraglicher Verpflichtungen. Sollte es zu einem Verstoß gegen die Finanzkennzahlen und andere vertragliche Verpflichtungen kommen und dieser Verstoß nicht behoben werden können oder kurzfristig keine alternativen Finanzierungsquellen gefunden werden, hätte dies Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit und die Fortführungsfähigkeit des Konzerns und über diesen auf die Finanzierung der Secop GmbH. Die Secop GmbH ist daher von der Finanzierung durch das Mutterunternehmen abhängig. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch regelmäßige Berichterstattung und eine vorbeugende regelmäßige Überprüfung der vertraglichen finanziellen Vereinbarungen und anderer zu beachtender vertraglicher Verpflichtungen.

Die Gruppe überwacht daher das Liquiditätsrisiko durch ein aktives Liquiditätsmanagement, das folgende Optionen bietet:

Aktives Management des Betriebskapitals und zukünftiger Investitionen,

flexible Nutzung einer „revolvierenden Kreditfazilität“ in der Slowakei und/oder einer „Supply-Chain-Fazilität“ in China,

Nutzung und Erweiterung von Factoring-Linien ohne Rückgriffsmöglichkeit,

gezielter An- und Wiederverkauf der ausgegebenen Anleihe oder Ausgabe neuer Anleihen zu den aktuellen Anleihebedingungen.

Das Management hält die vertraglichen Hürden im Zusammenhang mit der Anleihefinanzierung für relativ moderat. Das Liquiditätsrisiko wird daher als gering eingestuft.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind die vorher beschriebenen Risiken für die Gesellschaft beherrschbar, so dass auch in der Risikoaggregation eine Bestandsgefährdung als unwahrscheinlich angesehen wird. Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt als noch nicht relevant eingestuft werden, stehen unter Beobachtung durch das Management, um eine nachteilige Auswirkung, die grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann, rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

 

Flensburg, der 2. Mai 2025

Dr. Jan Ehlers, Geschäftsführer

Michael Engelen, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Secop GmbH, Flensburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Secop GmbH, Flensburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Secop GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 16. Mai 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heesch, Wirtschaftsprüfer

Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer

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