Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 79517
Eingetragen
25.8.2004
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Ingenieurdienstleistungen, Beratungsleistungen, Dienstleistungen auf den Gebieten Forschung und Entwicklung, Planung, Projektabwicklung und Projektsteuerung für Anlagen und Projekte auf dem Gebiet der Umwelttechnik, insbesondere der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Detlef Kautz
seit 7.1.2020
Geschäftsführer
Torsten Seiler
seit 22.6.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Land Berlin
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

p2m berlin GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 8.995,00 9.207,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.739,00 46.556,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
71.734,00 80.763,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 13.127.847,05 10.501.355,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 913.875,64 1.201.093,63
2. Forderungen gegen die Gesellschafterin 66.716,33 0,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.810,55 44.448,08
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.845,04 1.020.247,56 78.985,15 1.324.526,86
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 535.106,18 1.149.277,98
14.683.200,79 12.975.160,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.622,57 58.013,33
14.809.557,36 13.113.936,85

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.150.000,00 2.150.000,00
III. Gewinnrücklagen 94.486,97 94.486,97
IV. Gewinnvortrag 199.878,29 199.878,29
2.469.365,26 2.469.365,26
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 546.191,05 671.559,94
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.296.092,93 9.445.198,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 288.734,34 156.855,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 0,00 148.917,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.264,10 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 205.909,68 222.039,88
11.794.001,05 9.973.011,65
14.809.557,36 13.113.936,85

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
a) Erlöse aus Ingenieurdienstleistungen 4.381.716,62 7.621.284,08
b) Sonstige Umsatzerlöse 26.317,56 4.408.034,18 26.317,56 7.647.601,64
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 2.626.491,37 304.783,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 149.335,24 298.768,12
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.186.810,33 2.768.573,56
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.116.275,33 3.288.914,33
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 582.418,74 3.698.694,07 601.476,54 3.890.390,87
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 30.700,08 77.949,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.352.443,77 1.374.279,79
8. Ertrag aus Ergebnisabführungsvertrag 26.618,76 19.350,62
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.473,68 3.286,86
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.967,24 11.226,33
11. Sonstige Steuern 3.054,07 2.452,85
12. Ergebnis nach Steuern -66.716,33 148.917,65
13. Erträge aus Verlustübernahme 66.716,33 0,00
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 148.917,65
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die p2m berlin GmbH, Berlin (p2m), ist ein Tochterunternehmen der Berlinwasser Holding GmbH, Berlin (BWH), und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 79517 B eingetragen.

Die p2m ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- oder Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 1 HGB wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebend für die Erstellung dieses Abschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungskosten unter Abzug linearer Abschreibungen. Der Abschreibungszeitraum entspricht den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die Festlegung der jeweiligen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und der daraus resultierenden Abschreibungssätze erfolgt in Anlehnung an die vom Bundesministerium veröffentlichten Abschreibungstabellen unter Berücksichtigung betriebsinterner Abweichungen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Software liegen zwischen drei und fünf Jahren. Für das Sachanlagevermögen liegt die Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren.

Im Zugangsjahr werden die Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen. Die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 erfolgte für die Ermittlung der Abschreibungen die Bildung von Sammelposten, die über fünf Jahre abgeschrieben werden.

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die nach § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile zuzüglich Kosten der allgemeinen Verwaltung. Soweit erforderlich wurden Abwertungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Soweit zweifelhafte Forderungen bestehen, werden diese auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert wertberichtigt oder abgeschrieben.

Bankbestände in Fremdwährung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag angesetzt.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Bewertung des gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohenden Verluste und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Stichtagskurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde der Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der pbv potsdam GmbH, Berlin (pbv), ausgewiesen. Die Anteile umfassen 100 % des Stammkapitals der pbv in Höhe von EUR 25.000,00. Deren Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 49.690,15 (i. Vj. EUR 49.690,15). Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00), vor Ergebnisabführung EUR 26.618,76 (i. Vj. EUR 19.350,62).

Vorräte

Die Vorräte in Höhe von EUR 13.127.847,05 (i. Vj. EUR 10.501.355,68) umfassen unfertige Leistungen. Die unfertigen Leistungen beinhalten Aufträge über Ingenieurleistungen und Planungsaufträge einschließlich der Überwachung der Herstellung von Bauwerken.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 913.875,64 (i. Vj. EUR 1.201.093,63).

Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag belaufen sich auf EUR 66.716,33 (i. Vj. Verbindlichkeiten EUR -148.917,65).

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich darüber hinaus um Forderungen aus Umsatzsteuer gegen die pbv in Höhe von EUR 8.191,79 (i. Vj. EUR 25.097,46) und aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von EUR 26.618,76 (i. Vj. EUR 19.350,62).

Alle Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft mit EUR 54.622,57 (i. Vj. EUR 58.013,33) im Wesentlichen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag für Software-Pflegeverträge und gezahlte Beiträge und Versicherungen für 2024.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 wird zu 100 % von der BWH gehalten. Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt EUR 2.150.000,00. Die Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 94.486,97 sind andere Gewinnrücklagen nach § 272 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 266 Abs. 3 A III. 4. HGB.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 546.191,05 (i. Vj. EUR 671.559,94) betreffen eventuelle Gewährleistungsansprüche / Nacharbeiten sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Archivierung in Höhe von EUR 270.048,71 (i. Vj. EUR 383.674,41), Urlaubsansprüche und Sonderzahlungen in Höhe von EUR 238.819,34 (i. Vj. EUR 249.288,53), Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe in Höhe von EUR 27.013,00 (i. Vj. EUR 28.287,00) und Jahresabschlusskosten in Höhe von EUR 10.310,00 (i. Vj. EUR 10.310,00).

Verbindlichkeiten

Für erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Stichtag 31. Dezember 2023 EUR 11.296.092,93 (i. Vj. EUR 9.445.198,34) ausgewiesen.

Die gesamten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf EUR 288.734,34 (i. Vj. EUR 156.855,78).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 205.909,68 (i. Vj. EUR 222.039,88) beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 205.909,68 (i. Vj. EUR 222.039,88) davon für deutsche Umsatzsteuer in Höhe von EUR 137.917,50 (i. Vj. EUR 177.083,87).

Die gesamten Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 4.408.034,18 (i. Vj. EUR 7.647.601,64) erzielt. Mit verbundenen Unternehmen konnten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 488.172,58 (i. Vj. EUR 656.769,32) realisiert werden. Auf dem externen Markt (nationales Geschäft und internationales Geschäft ohne verbundene Unternehmen und BWB) betrugen die Umsatzerlöse EUR 3.392.686,93 (i. Vj. EUR 6.232.866,51). Mit den BWB konnten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 527.174,67 (i. Vj. EUR 757.965,81) erwirtschaftet werden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Inanspruchnahme von Rückstellungen für Nacharbeiten in Höhe von EUR 9.279,78, denen Aufwendungen für Fremd- und Eigenleistungen in gleicher Höhe gegenüber stehen (i. Vj. EUR 18.063,81). Weiterhin sind EUR 27.229,74 (i. Vj. EUR 57.129,15) Erträge aus Fremdwährungs-Kursdifferenzen angefallen. Die periodenfremden Erträge betragen EUR 81.371,62 (i. Vj. EUR 85.168,39) und entfallen mit EUR 77.516,27 (i. Vj. EUR 85.032,13) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen EUR 9.097,99 (i. Vj. EUR 13.967,69).

Abschreibungen

In der Anlage zum Anhang (Entwicklung des Anlagevermögens) ist die Höhe der Abschreibungen dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 41.795,41 (i. Vj. EUR 129.745,75). Die periodenfremde Aufwendungen betragen EUR 25.174,91 (i. Vj. EUR 4.099,78).

Beteiligungsergebnis

Aufgrund des im Jahr 2012 mit der pbv geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags ist ein Ertrag aus dem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von EUR 26.618,76 (i. Vj. EUR 19.350,62) erzielt worden.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge konnten in Höhe von EUR 7.473,68 (i.Vj. EUR 3.286,86) erwirtschaftet werden, davon entfielen EUR 292,00 (i.Vj. EUR 0,00) auf Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Es sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 12.967,24 (i.Vj. EUR 11.226,33) angefallen, davon mit dem Tochterunternehmen pbv in Höhe von EUR 3.264,10 (i.Vj. EUR 0,00).

Ergebnis vor Ergebnisabführung

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt bei EUR -66.716,33 (i. Vj. EUR 148.917,65). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der BWH beträgt der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 EUR 0,00.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des bestehenden ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses mit der BWH sind im Jahr 2023 keine deutschen Steuern auf Einkommen und Ertrag für die p2m angefallen.

Sonstige Steuern

Die ausgewiesenen Steuern betreffen in Höhe von EUR 2.734,07 (i. Vj. EUR 2.129,85) Steueraufwendungen für Projekte in Bahrain.

5. Weitere Anhangsangaben

Geschäftsführung

Die Organe der Gesellschaft bestehen aus der Gesellschafterversammlung und der Geschäftsführung.

Geschäftsführer der p2m ist Dipl.-Ing. Detlef Kautz (als Ingenieur).

Hinsichtlich der Darstellung der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt EUR1.296.896,92:

aus den Leasingverträgen für Fahrzeuge: EUR 47.932,15 (i. Vj. EUR 72.019,63)

aus dem Leasingvertrag für Kopiersysteme: EUR 42.840,00 (i. Vj. EUR 5.700,00)

aus dem Mietvertrag über die Büroräume am Firmensitz, Projektwohnungen und einem Stellplatzmietvertrag: EUR 600.029,89 (i. Vj. EUR 934.329,75)

aus Dienstleistungsverträgen: EUR 84.525,96 (i.Vj. EUR 84.5225,96) - davon gegenüber der Gesellschafterin (EUR 21.849,96)

aus Avalen für Vertragserfüllungen und Mietkaution: EUR 521.568,92 (i. Vj. EUR 498.622,10)

Angaben nach § 285 Nr. 11a

Es bestehen Zusammenarbeiten in ARGEn mit gesamtschuldnerischer Haftung (Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin). Unter Anwendung des Wesentlichkeitsgrundsatzes nach § 264 Abs. 2 HGB (Darstellung der Gesellschaften, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind) sind diese nachfolgend unter Angabe des Namens, des Sitzes und der Rechtsform aufgeführt:

ARGE Planung KW Ruhleben, Essen, GbR

ARGE Bauleitung KW Ruhleben Standorterweiterung, Weimar, GbR

Ingenieurgemeinschaft p2m berlin projekTeam Gotz + Grabmaier, Berlin, GbR

INGE TVO p2m / ICL, Berlin, GbR

ARGE RSA Münchehofe, München, GbR

ARGE Machbarkeitsstudie WW Stolpe, Berlin, GbR

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Honorare Abschlussprüfer

Für Abschlussprüfungsleistungen sind im Geschäftsjahr Honorare in Höhe von EUR 10.310,00 (i. Vj. EUR 10.310,00) angefallen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 waren bei der p2m 57 (i. Vj. 57) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Durchschnitt waren 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 43 als technische Angestellte und 13 als kaufmännische Angestellte (alle Angaben inklusive Mitarbeitende in Mutterschutz oder Elternzeit) sowie ein Geschäftsführer.

 

Berlin, 20. März 2024

p2m berlin GmbH

Detlef Kautz, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen 201.005,19 8.392,44 0,00 209.397,63
2. Firmenwert 360.000,00 0,00 0,00 360.000,00
561.005,19 8.392,44 0,00 569.397,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.445,35 13.278,64 155.843,34 269.880,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
998.450,54 21.671,08 155.843,34 864.278,28
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen 191.798,19 8.604,44 0,00 200.402,63
2. Firmenwert 360.000,00 0,00 0,00 360.000,00
551.798,19 8.604,44 0,00 560.402,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.889,35 22.095,64 155.843,34 232.141,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
917.687,54 30.700,08 155.843,34 792.544,28
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen 8.995,00 9.207,00
2. Firmenwert 0,00 0,00
8.995,00 9.207,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.739,00 46.556,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
71.734,00 80.763,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Unternehmensgrundlagen

1.1 Geschäftsmodell

Die p2m berlin GmbH (p2m) ist zu 100 % eine Tochtergesellschaft der Berlinwasser Holding GmbH (BWH).

p2m ist als Ingenieurgesellschaft der Berlinwasser Gruppe im Wasser- und Abwassersektor tätig und ist seit vielen Jahren national und international etabliert. Die Planungs- und Consultingaktivitäten beschäftigen sich intensiv mit Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz.

Zum Personal gehören Fachleute der Richtungen Bauingenieurwesen und Siedlungswasserwirtschaft, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Technischer Umweltschutz, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudetechnik, der EDV sowie der Betriebswirtschaft. Die p2m verfügt seit 2001 über ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, im Rahmen dessen es jährlich zu einer Zertifizierung bzw. Re-Zertifizierung kommt 1). Das Qualitätsmanagement untersteht als Stabsstelle direkt der Geschäftsführung.

Nach den Auswirkungen übergreifender Einflüsse wie COVID-19 Pandemie und dem seit Februar 2022 andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine kann auch der aktuell im Oktober 2023 begonnene Nahost-Konflikt das Projektgeschäft der p2m beeinflussen.

Das reine Geschäftsmodell mit seiner nationalen und internationalen Kundenstruktur sowie dem bestehenden Dienstleistungsportfolio ist durch diese äußeren Einflüsse indes nicht grundsätzlich betroffen.

1.2 Ziele und Strategien

Das Unternehmensziel der p2m liegt sowohl national als auch international im Ausbau des Kerngeschäftes im Wasser- und Abwassersektor mit der Bereitstellung von erstklassigen ingenieurtechnischen Lösungen. Unsere Strategie konzentriert sich auf die folgenden Schwerpunkte:

Anstreben der Erweiterung unseres Kundenstamms und unserer Projekte, um die Präsenz in unseren Kernmärkten Berlin und Manama (Bahrain) sowie darüber hinaus zu stärken.

Gezielte Erweiterung unseres Teams mit qualifizierten Fachkräften, um die Projektnachfrage zu bewältigen und unsere Expertise im Kern- und Nischengeschäft zu stärken.

Die Weiterentwicklung und Qualifikation unserer Ingenieurinnen und Ingenieure ist ein zentraler Fokus, um unseren Kunden stets hochqualifizierte Dienstleistungen zu bieten.

1) QM-Zertifikat

Die Entwicklung und Durchführung des Geschäftes in Brandenburg wird maßgeblich durch die pbv potsdam GmbH (pbv) als 100%iges Tochterunternehmen der p2m unterstützt.

Die p2m ist in vier Abteilungen mit nachgeordneten Teams organisiert:

Ingenieurbau - Technische Ausrüstung - International - Dienstleistungen

1.3 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und anhaltenden und neuen Krisen.

Nach der rezessiven Entwicklung im Winterhalbjahr 2022/2023 stagnierte das Bruttoinlandsprodukt im Frühsommer. Die wirtschaftliche Situation stellt sich aktuell zweigeteilt dar: Auf der einen Seite hat die binnenwirtschaftliche Dynamik im Zuge wieder leicht steigender Reallöhne und einer anhaltend positiven Investitionsentwicklung langsam an Fahrt aufgenommen. Auf der anderen Seite hat sich die Auslandsnachfrage im Zuge der noch schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung weiter eingetrübt. In der Industrie kam es erneut zu einem deutlichen Rückgang der Produktion in Höhe von 1,8 %, im Baugewerbe hingegen erhöhte sich der Ausstoß um 2,6 %.

Als erfreulich ist auch zu werten, dass die Investitionen in Maschinen, Anlagen und beim Bau auch im II. Quartal 2023 expandierten und damit positive Wachstumsimpulse setzten. Demgegenüber stellen sich die außenwirtschaftlichen Perspektiven aktuell deutlich ungünstiger dar: Die globale Wirtschaft hat zuletzt an Dynamik verloren, was sich im II. Quartal 2023 in einem spürbaren Rückgang der Exporte und einem negativen Wachstumsbeitrag seitens des Außenhandels manifestiert hat. Vor allem die wirtschaftliche Abschwächung des für den deutschen Außenhandel wichtigen Handelspartners China hat dabei ihre Spuren hinterlassen 2).

Insgesamt ist in 2023 die deutsche Wirtschaft zurückgegangen. Im Vorjahresvergleich war das BIP im IV. Quartal 2023 preisbereinigt um 0,4% niedriger als im IV. Quartal 2022 3).

Jüngste Stimmungsindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung), die ZEW-Konjunkturerwartungen (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) oder der Einkaufsmanagerindex (EMI) der Industrie in Deutschland deuten darauf hin, dass Unternehmerinnen und Unternehmer zum Jahresende etwas optimistischer in die Zukunft blicken. Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November 2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar.

2) BMWi 13.12.2023: Pressemitteilung - Wirtschaftliche Lage
3) Statistisches Bundesamt 30.01.2024: Pressemitteilung - Bruttoinlandsprodukt

Inflation

Die Inflationsrate (Anstieg des Verbraucherpreisniveaus binnen Jahresfrist) lag im August bei 6,1 %. Mit Abwärtstrend gegenüber dem ersten Halbjahr. Haupttreiber waren die Energiepreise, mit +8,3 % deutlich über dem Gesamtindex.

Im November belief sie sich auf 3,2 %. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2021. Nahrungsmittel verteuerten sich im November gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überproportional (+5,5 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier weiter nach (Oktober +6,1 %). Zum zweiten Mal seit Januar 2021 ist ein Rückgang der Energiepreise gegenüber dem Vorjahresmonat zu konstatieren (-4,5 %). Für die nächsten Monate ist infolge der preisdämpfenden Maßnahmen im Vorjahr wieder mit einem vorübergehenden, basisbedingten Anstieg der Preissteigerungsraten zu rechnen.

Arbeitsmarkt

Die konjunkturelle Schwäche macht sich zunehmend auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Während die Unternehmen weniger Neueinstellungen planen, sank die Zahl der gemeldeten Stellen und die Beschäftigungskomponente des IAB-Barometers rutscht unterhalb ihr langfristiges Mittel. Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt aber trotz der schwachen konjunkturellen Lage weiter weitgehend stabil, weil die Unternehmen an ihren Fachkräften festhalten 4).

Die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt hielt auch im November an. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich saisonbereinigt um 22.000 Personen. Die Erwerbstätigkeit legte im Oktober saisonbereinigt etwas zu (+15.000 Personen). Frühindikatoren deuten aktuell noch nicht auf eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt hin. Eine nachhaltige Besserung ist erst mit einer wirtschaftlichen Belebung im nächsten Jahr zu erwarten 5).

1.4 Branchensituation

Die Auswirkungen des anhaltenden Krieges in der Ukraine, die Probleme bei den internationalen Lieferketten, Verfügbarkeit von Baumaterialien, die Zinsentwicklung sowie die anhaltend hohe Inflation und auch der demographische Wandel haben vielfältige Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft und auf die Baubranche insgesamt.

Konjunkturelle Lage für das Bauhauptgewerbe

Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse ist im öffentlichen Bau der Umsatz in 2023 um 5,5 % 6) zurückgegangen. Dies bedeutet für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang von 6 %. Bei einer Preisentwicklung, die vermutlich etwas höher ausfallen wird, bedeutet dies für die nominalen Umsätze eine Zunahme auf etwa 165 Mrd. Euro.

4) BMWi 13.09.2023: Pressemitteilung - Wirtschaftliche Lage
5) BMWi 13.12.2023: Pressemitteilung - Wirtschaftliche Lage
6) Bauindustrieverband Baukonjunkturelle Lage - Stand: 26.01.2024

Bei den Baumaterialpreisen zeigte sich im Jahresverlauf 2023 eine Entspannung. Bis November gingen viele Preise (Stahl, Bauholz, Glas) zum Teil deutlich zurück. Bei den energieintensiven Produkten (Zement, Bitumen) ging der Anstieg aber weiter. Für das Jahr 2024 rechnet die Bauindustrie mit insgesamt rückläufigen Materialpreisen gegenüber 2023.

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ging um 4,9 % zurück. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Januar 2023 noch bei 4,4 Monaten, ging aber bis zum Dezember auf 3,6 Monate zurück.

2023 ist das reale Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % gesunken. Für 2024 erwarten die Wirtschaftsforscher einen realen Anstieg um 0,5 %. Damit verzeichnet Deutschland unter den großen Industrienationen die schwächste Entwicklung. Zudem ist die Prognose für das laufende Jahr mit einigen Risiken behaftet.

2022 gab es einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 5,1%. 2023 gab es einen weiteren Rückgang um 5,5%. Die Bauindustrie erwartet für 2024 nochmal einen Rückgang um 3,5% 7) 8).

Konjunkturelle Lage der Planungsbranche

Bei Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Planungsbranche, lässt sich ein positiver Trend für das vergangene Jahrzehnt feststellen; begründet durch einen stark steigenden Auftragsbestand im Baugewerbe. Dieser impliziert eine ebenfalls hohe Nachfrage nach vorhergehenden Planungsleistungen durch Ingenieurinnen und Ingenieure und Architektinnen und Architekten.

Diese positiven Entwicklungen müssen jedoch reflektiert betrachtet und den gesamtwirtschaftlich-konjunkturellen Entwicklungen gegenübergestellt werden. Während die Umsätze und der Auftragsbestand in den einzelnen Büros angestiegen sind, haben sich in den vergangenen Jahren parallel die Erzeugerpreise, wie auch Verbraucherpreise stark nach oben entwickelt. Noch dazu berücksichtigen die vorliegenden Zahlen die geopolitischen Entwicklungen des Jahres 2022/2023 nicht. Durch den Angriff Russlands auf die Ukraine ist die Weltwirtschaft massiv beeinträchtigt und vor allem die europäischen Volkswirtschaften stark betroffen. So sind unter anderem auch wichtige Lieferketten aus der Ukraine unterbrochen worden, welche die Materialpreise stark ansteigen und dadurch viele bereits an Bauunternehmen vergebene Aufträge für die beteiligten Unternehmen unrentabel werden lassen.

Die Branche hat auch mit der rapide gestiegenen Inflationsrate - seit Ende September 2022 mindestens 10 % - zu kämpfen, die sich negativ auf die Erzeuger- und Verbraucherpreise auswirkt. Daher ist aktuell in der Planungs- und Immobilienbranche zu beobachten, dass zahlreiche Aufträge zurückgezogen werden. Folglich könnten die beteiligten Unternehmen selbst in wirtschaftliche Engpässe geraten.

7) Bauindustrieverband Baukonjunkturelle Lage - Stand: 23.09.2023
8) Bauindustrieverband Baukonjunkturelle Lage-Stand: 15.01.2024

Eine Prognose für die konjunkturelle Entwicklung der Bau- und Planungsbranche ist aktuell schwer abzugeben. Sicher ist aber, dass der Branche schwierige Zeiten bevorstehen, die die bereits existierenden Probleme, wie den gravierenden Fachkräftemangel oder die erheblichen Preissteigerungen, nochmals verstärken werden.

Die Planungsbranche ist für die bevorstehenden politischen und gesellschaftlichen Vorhaben, wie auch für die wirtschaftliche Entwicklung, unersetzlich. Die realwirtschaftlichen Ausgangsbedingungen für die Umsetzung der erforderlichen innovativen und hochspezialisierten Planungsleistungen sind jedoch denkbar schlecht. Der Mangel an qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren verstärkt sich weiterhin stark. Weiterhin geht aufgrund des demographischen Wandels die Anzahl an Planungsbüros trotz steigender Nachfrage stetig zurück.

Insgesamt lässt sich ein Ungleichgewicht zwischen Auftragslage, Umsatz- und Gehaltsentwicklung feststellen. Während die Auftragslage für Bauplaner stark anwächst, entwickeln sich gleichzeitig die Umsätze der Planungsbüros kaum. Demzufolge bleiben die Gehaltsentwicklungen ebenfalls auf niedrigem Niveau. Dies zieht wiederum nach sich, dass die geringe Anzahl an Fachkräften der hohen Nachfrage nach Planungsleistungen nicht gerecht wird 9).

Masterplan Wasser Berlin

Die Untersuchungsergebnisse des Masterplans Wasser der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz verdeutlichen, dass der Handlungsbedarf zur zukünftigen Sicherung der Trinkwasserversorgung, des Gewässerschutzes und einer angepassten Abwasserentsorgung Berlins hoch ist. Neben einer konsequenten Fortführung und Intensivierung bereits ergriffener Maßnahmen sind auch neue Konzepte und Anpassungsmaßnahmen erforderlich, um die Zukunftsherausforderungen zu bewältigen. Darunter sind sowohl "große Projekte" als auch zahlreiche kleinteilige Maßnahmen. Von prioritärer Bedeutung sind insbesondere Maßnahmen zur Anpassung, Erweiterung und Ertüchtigung der wasserwirtschaftlichen Infrastrukturen, wie die Reaktivierung stillgelegter Wasserwerksstandorte, die weitere Aufrüstung der Klärwerke, die Ausweitung der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung, die Umsetzung von Maßnahmen im Trennsystem und die Fortführung des Mischwassersanierungsprogramms 10).

2. Wirtschaftsbericht

Im 23. Geschäftsjahr nach Gründung besitzt p2m national einen festen Platz unter den deutschen Ingenieurgesellschaften der Wasser- und Abwasserwirtschaft. International ist p2m in den vergangenen Jahren weitergewachsen. Zu ausgewählten öffentlichen und privaten internationalen Auftraggebenden des Wasser- und Abwassersektors und zu internationalen Finanzierungsinstitutionen bestehen im Zusammenhang mit der Finanzierung von Projekten gute Geschäftsbeziehungen.

9) VBI Branchenreport für die Planungswirtschaft 2023 - veröffentlicht 12.07.2023
10) Masterplan Wasser Berlin - 1. Bericht 30.09.2022

2.1 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 wurde insbesondere durch eine angespannte Personalsituation beherrscht. Beeinflusst durch die personellen Engpässe und angesichts der anhaltenden weltweiten Krisen wurde die geplante Jahresleistung nur anteilig erreicht. Der hohe Auftragsbestand, auf den p2m zurückgreifen konnte, hatte indes einen positiven Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Im Jahresverlauf 2023 konnten weitere Auftragseingänge national sowie auch international verzeichnet werden.

Die Leistung lag sowohl im direkten Geschäft mit den BWB als auch über ARGEn deutlich unter Plan. Im Berliner Umland sowie im nationalen Markt war die Jahresleistung überplanmäßig. Das Geschäft der p2m im Berliner Umland wird zusätzlich positiv durch den Außenaufritt unter dem Namen unserer Tochtergesellschaft pbv potsdam beeinflusst.

Im internationalen Geschäft erreichte die Leistung vor allem aufgrund lokal finanzierter Projekte (u.a. in Bahrain und Saudi-Arabien) nahezu das geplante Niveau. Projekte, die von internationalen Finanzierungsinstitutionen finanziert werden, standen 2023 nicht unmittelbar im Fokus.

Zur internen Unternehmenssteuerung werden als Kennzahlen finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Im Einzelnen sind dies:

Gesamtleistung (Leistung umfasst Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen)

Auftragseingänge (von BWB direkt, BWB über ARGEn, aus dem Umland und national sowie international) und

Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Im Berichtsjahr lag die Gesamtleistung mit TEUR 7.034 unter dem Plan für 2023 (Plan: TEUR 8.050; i. Vj. TEUR 7.953). Dabei wurde die geplante Leistung im nationalen Geschäft (ohne BWB und pbv) mit TEUR 3.380 (Plan: TEUR 3.200; i. Vj. TEUR 3.667) zwar übertroffen, allerdings im internationalen Geschäft mit TEUR 2.249 (Plan: TEUR 2.450; i. Vj. TEUR 2.717) nicht erreicht und im Geschäft mit BWB mit TEUR 917 (Plan: TEUR 1.700; i. Vj. TEUR 911) deutlich verfehlt.

Nach dem außerordentlich hohen Auftragsbestand am Ende des Geschäftsjahres 2021 entwickelte er sich in den beiden letzten Geschäftsjahren 2022 und 2023 leicht rückläufig, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau: die p2m berlin GmbH ist im Januar 2023 mit einem Auftragsbestand von 11.758 TEUR in das neue Geschäftsjahr gestartet (Vorjahr: 13.681 TEUR) und konnte im Verlauf des Jahres weitere wichtige Aufträge gewinnen. Zum Jahresende ging der Auftragsbestand im Vergleich zum Jahresanfang zurück, liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau (11.016 TEUR).

Dabei liegen im Berichtsjahr die Auftragseingänge von BWB direkt mit TEUR 1.006 wieder deutlich unter dem Plan (Plan: TEUR 1.700; i. Vj. TEUR 537). Die Auftragseingänge national und aus dem Umland liegen mit TEUR 2.815 (Plan: TEUR 3.100; i. Vj. TEUR 2.849) ebenfalls unter der geplanten Größenordnung. Sie setzen sich zusammen aus BWB über ARGEn mit TEUR 893 (Plan: TEUR 1.200; i. Vj. TEUR 548) sowie national und Umland mit TEUR 1.922 (Plan: TEUR 1.900; i. Vj. TEUR 2.301). Allerdings liegen die Auftragseingänge international mit TEUR 1.982 über den Erwartungen (Plan: TEUR 1.600; i. Vj. TEUR 1.987). Dazu kommen abgearbeitete Aufträge für die Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 488 (Plan: TEUR 600; i. Vj. TEUR 657).

Durch das bisherige Wachstum des internationalen Geschäfts in den letzten Jahren mit seinen üblicherweise längeren Zahlungszeiträumen als im nationalen Geschäft liegt die Steuerung der Liquidität noch stärker im Fokus. Zum Bilanzstichtag übersteigt das kurzfristige Umlaufvermögen (davon TEUR 535 liquide Mittel) die kurzfristigen Schulden deutlich.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung im Geschäftsjahr 2023 weist durch einen geringeren Personalbestand, dadurch bedingt geringerer Gesamtleistung und einer insgesamt angespannten wirtschaftlichen Lage einen Verlust in Höhe von TEUR 67 (i. Vj. Gewinn in Höhe von TEUR 149) aus und liegt damit mit TEUR 247 unter dem geplanten Wert von TEUR 180.

Die pbv liegt mit einer Gesamtleistung von TEUR 646 (Plan: TEUR 700; i. Vj. TEUR 929) leicht unter Plan, hat aber ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 27 (Plan: TEUR 0; i.Vj. TEUR 19) erwirtschaftet.

2.2 Ertrags-, Finanz und Vermögenslage

2.2.1 Ertragslage

Bei einer um TEUR 919 geringeren Gesamtleistung im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr wurde bei einer gestiegenen Personalaufwandsquote und geringerem Bezug von Fremdleistungen ein Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -85 erzielt (i. Vj. TEUR 140).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen unter dem Niveau des Vorjahres. Der Materialaufwand ist durch einen geringeren Bezug von Fremdleistungen um 21,0 % gesunken, korrespondierend zur geringeren Gesamtleistung, die mit einem deutlich geringeren Bezug von Fremdleistungen abgewickelt wurde. Die Abschreibungen lagen unter dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand lag, bedingt durch den leichten Rückgang der Beschäftigtenzahl und mehreren Mitarbeitenden in Elternzeit, unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gesunken. Das resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für Kursverluste.

Unter den Erträgen aus Beteiligungen sind die Erträge der pbv in Höhe von TEUR 27 ausgewiesen, mit der in 2012 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen wurde. Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags der Gesellschaft mit der BWH sind in der Gesellschaft keine deutschen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen. Die sonstigen Steuern betreffen Steuern für Auslandsprojekte in Bahrain.

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 4.408 62,7 7.648 96,2
Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 2.626 37,3 305 3,8
Gesamtleistung 7.034 100,0 7.953 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 150 2,1 299 3,8
Materialaufwand 2.187 31,1 2.769 34,8
Personalaufwand 3.698 52,7 3.890 48,9
Abschreibungen 31 0,4 78 1,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern 1.353 19,2 1.375 17,3
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) -85 -1,3 140 1,8
Beteiligungsergebnis 27 0,4 19 0,2
Zinsergebnis -6 -0,1 -8 -0,1
Ergebnis vor Steuern (PBT) -64 -1,0 151 1,9
Sonstige Steuern 3 0,0 2 0,0
Ertrag aus Verlustübernahme (i.Vj. aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne) -67 -1,0 149 1,9
Jahresüberschuss 0 0,0 0 0,0

2.2.2 Finanzlage

Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen. Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 614 verringert. Der Finanzmittelbestand enthält Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 533 (i. Vj. TEUR 1.142) und Bargeld in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 7).

Kapitalflussrechnung 2023 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -457 -546
Cashflow aus Investitionstätigkeit +5 +5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -162 -109
Veränderung der liquiden Mittel -614 -650
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode +1.149 +1.799
Finanzmittelbestand am Ende der Periode +535 +1.149

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich trotz der gestiegenen Vorfinanzierung von Projekten und damit gestiegenen unfertigen Leistungen von TEUR -546 im Jahr 2022 auf TEUR -457 leicht verbessert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt durch geringe Investitionen und einem höheren Beteiligungsergebnis in 2022 TEUR 5 wie im Vorjahr. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -162 resultiert im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin für das Jahr 2022, die in 2023 zahlungswirksam war.

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Zusammenarbeit mit ARGEn in Form von gesamtschuldnerischer Haftung. Zusätzlich bestehen Avale in Höhe von TEUR 522 (i. Vj. TEUR 499) für eigene Verpflichtungen.

2.2.3 Vermögenslage

Bilanzstruktur 31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 72 0,5 81 0,7
Umlaufvermögen 14.683 99,1 12.975 98,9
Rechnungsabgrenzungsposten 54 0,4 58 0,4
Aktiva 14.809 100,0 13.114 100,0
Eigenkapital 2.469 16,7 2.469 18,8
Rückstellungen 546 3,7 672 5,1
Verbindlichkeiten 11.794 79,6 9.973 76,1
Passiva 14.809 100,0 13.114 100,0

Das Anlagevermögen mit TEUR 72 liegt unter dem Niveau des Vorjahres. Davon entfallen TEUR 9 auf immaterielle Vermögensgegenstände und TEUR 38 auf Sachanlagen. Unter den Finanzanlagen ist die Beteiligung an der pbv in Höhe von TEUR 25 ausgewiesen. Das Anlagevermögen beträgt 0,5 % der Bilanzsumme.

Für unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 13.128 (i. Vj. TEUR 10.501) wurden von den Kunden Anzahlungen in Höhe von TEUR 11.296 (netto) (i. Vj. TEUR 9.445) geleistet. Der gegenüber dem Vorjahr höhere Bestand an unfertigen Leistungen resultiert aus höheren noch nicht abrechenbaren Leistungen.

Der Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung hat sich bei gleichem Zahlungsverhalten deutlich um TEUR 287 verringert, da sich der Bearbeitungsstand der Projekte im Vergleich zum Vorjahr verändert hat und ein größeres Projektvolumen vor dem Bilanzstichtag nicht abgerechnet werden konnte. Darin enthalten sind auch vertragliche Einbehalte (z.B. Sicherheitseinbehalte), die erst bei Erfüllung der vertraglichen Voraussetzungen ausgezahlt werden.

Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin umfassen Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 67 (i.Vj. Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 149).

Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Stammkapital 25 0,2 25 0,2
Kapitalrücklage 2.150 14,5 2.150 16,4
Gewinnrücklagen 94 0,6 94 0,7
Bilanzgewinn 200 1,4 200 1,5
Eigenkapital 2.469 16,7 2.469 18,8
Rückstellungen 546 3,7 672 5,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.296 76,2 9.445 72,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 289 2,0 157 1,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Beteiligungen 3 0,0 0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0,0 149 1,1
Sonstige Verbindlichkeiten 206 1,4 222 1,8
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital (< 5 Jahre) 12.340 83,3 10.645 81,2
Fremdkapital insgesamt 12.340 83,3 10.645 81,2
Passiva 14.809 100,0 13.114 100,0

Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr auf 16,7 % (i. Vj. 18,8 %) gesunken. Diese Entwicklung ist auf das im Zusammenhang mit dem Bestandsaufbau gestiegene Fremdkapital zurückzuführen.

Die Rückstellungen sind gesunken, da insbesondere der Umfang an Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen abgenommen hat.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt auf TEUR 289 (i. Vj. TEUR 157) erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind leicht gesunken, da die Verbindlichkeiten aus deutscher Umsatzsteuer von TEUR 177 auf TEUR 138 und die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern von TEUR 45 auf TEUR 44 gesunken sind. Gegenläufig stiegen die Verbindlichkeiten aus ausländischer Umsatzsteuer von TEUR 0 auf TEUR 24.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 durch die angespannte personelle Situation und die Auswirkungen der anhaltenden weltweiten Krisen als wenig zufriedenstellend.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

Unter Berücksichtigung ausstehender Besetzungen im Management- und Mitarbeitendenbereich, den ausgesprochen vorsichtigen Erwartungen der nationalen Wirtschaft und aktuell deutlich ungünstige außenwirtschaftlichen Perspektiven sowie dem bundesweiten Mangel an qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren wird p2m wie folgt vorgehen.

Grundsätzlicher strategischer Ansatz bleibt, dass das gesicherte nationale Geschäft Basis der Aktivitäten ist und ergänzend dazu das internationale Geschäft unter Berücksichtigung einer zweiten Geschäftsführung in 2024 konsolidiert wird.

Der Ausbau des Geschäfts mit BWB direkt und über ARGEn wird mit angepasstem Niveau fortgesetzt und priorisiert. Das Geschäft im Umland, national sowie international wird in den Geschäftsfeldern Wasser und Abwasser weiter mit einem angepassten Niveau fortgesetzt.

Wichtiger Kunde der p2m sind die BWB, für die p2m mit den Ingenieurleistungen für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung für 2024 höhere Umsätze als 2023 einplant. Das Geschäft mit den BWB findet in direktem Vertragsverhältnis (intern) und über ARGEn (extern) statt. Es wird erwartet, dass das Geschäft mit BWB wegen der dort geplanten hohen Investitionen zunehmen wird, was zu einer Verbesserung der Ertragslage führen kann.

Im Berliner Umland wird mit Auftraggebenden wie der Klärwerk Wansdorf GmbH, dem Eigenbetrieb Kommunalservice Panketal, dem Wasser- und Abwasserverband "Havelland" und anderen Verbänden auch für die kommenden Jahre eine stabile Auftragsentwicklung erwartet, wobei die Investitionen alternierend von Verband zu Verband erfolgen werden.

Insgesamt ist die deutsche Wasserwirtschaft weiterhin von einem starken Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit geprägt. Die Einhaltung strenger Umweltauflagen und die Gewährleistung der Wasserqualität haben oberste Priorität. Das betrifft sowohl die Trinkwasserversorgung als auch die Abwasserentsorgung. Trotzdem ist der nationale Wasser- und Abwassermarkt dadurch gekennzeichnet, dass wenig Anfragen bezüglich des Neubaus von Anlagen und Netzen zu bedienen sind. Es ist weiter festzustellen, dass z.Z. öffentliche Auftraggebende ihre Ausschreibungen und Projekte zum Teil verschieben oder dass es zu Verzögerungen in Genehmigungsprozessen und Lieferverzögerungen bei Baumaßnahmen kommt. Ein neuer Aspekt für Verzögerungen ist derzeit das Fehlen von Fachkräften.

Allerdings werden die Planungsanforderungen in den folgenden Jahren nicht ausbleiben und stark durch Anpassungen der Wasser- und Abwasserwirtschaft an den Klimawandel geprägt sein. Vor allem die nicht vermeidbaren Folgen dessen bedingen zur Erreichung der Klimaziele enorme Investitionen in Maßnahmen der Wasserversorgung, in den ökologisch sinnvollen Umgang mit dem Niederschlagswasser, in Speicher- und Hochwasserschutzmaßnahmen sowie in die weitergehende Abwasserbehandlung.

p2m ist hinsichtlich der fachlichen Ausrichtung auf diese thematischen Schwerpunkte eingestellt und wird diese weiter spezialisieren. Dabei wird der Fokus der Geschäftsentwicklung vor allem in Berlin sowie in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern liegen. In das Portfolio passende große Projekte in größerer Entfernung werden mit strategischen und/oder lokalen Partnern angegangen.

Die internationale Geschäftsentwicklung wird in den kommenden Jahren weiter durch Auswirkungen der weltweiten Krisen beeinflusst werden. In der Middle-East-Region wird aufgrund des anhaltenden Bedarfes an Infrastrukturprojekten und der anhaltend hohen Öl- und Gaspreise weiter mit einem Anstieg an Ausschreibungen und Projekten gerechnet. Der Trend aus dem zweiten Halbjahr 2022 setzte sich in 2023 fort. Bahrain hat zuletzt wieder mehr Investitionen in die Erneuerung und Modernisierung seiner wasserwirtschaftlichen Infrastruktur getätigt. Dies wird zu anhaltender Nachfrage nach unseren Dienstleistungen führen, für die geplant ist, die Zweigstelle in Bahrain entsprechend zukunftssicher aufzustellen.

Das Geschäft mit den internationalen Finanzierungsinstitutionen wie KfW, EBRD oder Weltbank ist in den bisherigen Zielländern der p2m, speziell in Südosteuropa auch von innen- und außenpolitischen Einflüssen beeinflusst. Es ist von steigenden und nicht mehr kalkulierbaren administrativen Anforderungen geprägt, was die sorgfältige Selektion der zukünftigen Kunden und Geschäftspartner bedingt. Die KfW hat ihren Fokus unter politisch-strategischen Aspekten auf Afrika und fragile Länder verlagert und finanziert dabei Projekte zu Themen wie Klima, Umwelt, Migration und Krisenbewältigung. Unter diesen veränderten Rahmenbedingungen wird p2m die weitere internationale Geschäftsentwicklung in diesem Segment so auszurichten, dass einerseits die vorhandenen regionalen und fachlichen Referenzen zur Geschäftsentwicklung genutzt werden können und andererseits das Portfolio z.B. durch Kompetenzen in der Institutionellen Beratung erweitert wird. In diesem Bereich konnte 2022 bereits ein erstes Projekt im Senegal akquiriert werden, das in 2023 erweitert wurde.

Das Geschäft der p2m, insbesondere bei im Ausland üblichen Großprojekten, ist dadurch gekennzeichnet, dass Ausschreibung und Vergabe derartiger Projekte in der Regel einen Zeitraum von mehr als einem Jahr und bis zu zweieinhalb Jahren in Anspruch nehmen können. Die Leistungserbringung nach Beauftragung erstreckt sich in diesen Projekten über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Für das Jahr 2024 plant die p2m wieder eine Gesamtleistung von TEUR 8.400. Auftragseingänge für das Jahr 2024 sind mit insgesamt TEUR 8.100 (davon TEUR 1.750 von BWB) geplant. Aufgrund des hohen Auftragspolsters geht p2m für das nächste Jahr wieder von einer gesicherten Geschäftsentwicklung aus. Für das Jahr 2024 wird ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 292 geplant. Die Anzahl der Beschäftigten wird insgesamt leicht ansteigen.

Die Geschäftsführung geht unter Zugrundelegung der gegenwärtigen Planung und des vorhandenen Auftragsbestands davon aus, dass die Gesamtleistung in 2024 wieder eine stabile Entwicklung nehmen wird und dass die finanzielle Situation der Gesellschaft im Prognosezeitraum 2024 als stabil angesehen werden kann.

Aufgrund der dynamischen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen angesichts der Auswirkungen der anhaltenden und aktuellen weltweiten Krisen (kriegerische Konflikte, Klimaveränderungen, einsetzende Deglobalisierung u.a.) und der ausgesprochen schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt können Änderungen bezogen auf die Planung für das Jahr 2024 nicht ausgeschlossen werden.

3.2 Risikobericht

Das Risikomanagement der p2m basiert auf dem Risikomanagement-Handbuch der BWH. Dieses Handbuch beschreibt das Risikomanagement der BWH und gilt als Grundlage für die Umsetzung in allen Tochtergesellschaften. Die p2m hat eine entsprechende Risikostrategie und Verfahrensanweisung, in denen die Verantwortlichkeiten und Organisationsabläufe festgelegt sind, erstellt.

Die Ergebnisse der halbjährlichen Risikoinventur werden an die BWH berichtet.

Die Geschäftsführung hat in ihrer Risikoinventur keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert.

Aufgrund der insgesamt angespannten Beschaffungsmarktsituation und Ressourcenknappheit besteht das Risiko bei Dienstleistern und Lieferanten, dass die Verfügbarkeit von Personal, Materialien oder Teilen eingeschränkt bzw. nicht zuverlässig planbar ist. In diesem Fall könnte sich auch die Abwicklung von Projekten für die p2m verzögern, Projekte ausgesetzt oder komplett abgesagt werden. Eine verringerte Investitionstätigkeit der internationalen Auftraggebenden als auch der nationalen Auftraggebenden kann aufgrund aktueller Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Gesamtsituation (wie z. B. Zins- und Preisentwicklungen) nicht ausgeschlossen werden.

Bisher wurden keine unerlaubten Zugriffsversuche auf die IT-Systeme verzeichnet. Es wurden und werden weiterhin technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um sich den Herausforderungen im Kontext des kriegerischen Konflikts in der Ukraine anzupassen. Hierzu gehören beispielsweise die erhöhte Überwachung der IT-Infrastruktur sowie die Sensibilisierung aller Beschäftigten.

Weitere Risiken, die Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der p2m haben, können sich aus dem internationalen Geschäft ergeben. Dazu zählen Wechselkursschwankungen, politische Instabilität, Zahlungsausfälle und -verschiebungen und Konzentration von Geschäftsbeziehungen. Zur Vermeidung von Wechselkursrisiken werden Verträge und Zahlungen, soweit wie möglich, währungskongruent gestaltet. Das bedeutet, dass die p2m bestrebt ist, Projekte zu akquirieren bei denen Risiken aus Forderungsausfällen und Wechselkursschwankungen weitestgehend vermieden werden können.

Eine Konzentration von Geschäftsbeziehungen sowie Risiken von Zahlungsausfällen und -verschiebungen sollen vermieden werden, indem die Geschäftsentwicklung auf einem möglichst breiten Kundenspektrum basiert. Hierzu hat p2m für das internationale Geschäft ein Kundenportfoliomanagement aufgebaut und implementiert, mit dem Kunden- und Länderkonzentrationen erkannt und gesteuert werden können, sowie die Einhaltung der selbst definierten Risikotragfähigkeit sichergestellt wird.

Wirtschaftlich besteht das Risiko für die p2m vor allem in einem Zahlungsausfall, verbunden mit einer Forderungsabschreibung und einer gleich hohen Ergebnisminderung. Der Ergebniseffekt und die Liquiditätsauswirkung eines Zahlungsausfalls würden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der BWH vollständig ausgeglichen werden. Aktuell geht p2m für die kommenden zwölf Monate von einem gewichteten Risikopotenzial von unter TEUR 300 für mögliche Zahlungsausfälle aus. Damit überschreitet das Risikopotenzial derzeit nicht die selbst definierte Risikotragfähigkeit und ist hinsichtlich der Schadenshöhe lediglich als relevant einzustufen.

Ein zunehmendes Risiko stellt der Fachkräftemangel dar. Der p2m standen insbesondere seit dem zweiten Halbjahr 2022 aufgrund von Elternzeiten und überdurchschnittlicher Fluktuation von Mitarbeitenden und Führungskräften weniger Fachkräfte als geplant zur Verfügung. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2023 konnten trotz Einstellungsoffensive weitere Abgänge nur teilweise kompensiert werden. Das geplante Wachstum der Anzahl der Mitarbeitenden konnte noch nicht erfolgen. Die Besetzungen einer Geschäftsführung und einer Abteilungsleitung stehen ebenfalls nach wie vor aus. Diese Entwicklungen beruhen auf dem allgemeinen starken Wettbewerb um Fachkräfte. Eine Wachstumsmöglichkeit durch Neueinstellungen wird aufgrund des externen Fachkräftemangels weiterhin als schwierig eingeschätzt. Dies kann relevante Auswirkungen auf die Abwicklung der Projekte und somit auf die Leistung der p2m haben. Die starke Inflation und die hohe Nachfrage nach Mitarbeitenden hat und wird in der Folge zu hohen Gehaltsanpassungen führen. Eine entsprechende Abschätzung wurde vorgenommen und mögliche Auswirkungen wurden, soweit möglich, im aktuellen Wirtschaftsplan für 2024 und in der Planung für die Folgejahre berücksichtigt.

Diese vorgenannten Risiken können sich auf den geplanten Umsatz, das geplante Ergebnis und somit auf die Liquidität auswirken und zu geringeren Beteiligungserträgen bzw. zu höheren Verlustübernahmen für die BWH führen. Mögliche künftige negative Entwicklungen bezogen auf die Wirtschaftslage können zusätzliche Auswirkungen auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität haben und dazu führen, dass das bereits berücksichtigte Ausmaß überschritten werden kann. Das hieraus resultierende Risiko wird derzeit als relevantes Risiko eingeschätzt.

3.3 Chancenbericht

Über die aktuelle Planung hinausgehend könnten sich Chancen für die Gesellschaft ergeben, wenn es gelingen würde, das Geschäft mit den BWB und im nationalen Markt deutlich positiver zu entwickeln oder wenn im internationalen Markt zusätzliche Großaufträge akquiriert werden können.

Eine weitere Chance bietet sich in der Entwicklung von spezialisiertem Nischengeschäft. Dies würde sich leicht positiv auf die Gesamtleistung der Gesellschaft und das Ergebnis vor Ergebnisabführung auswirken. Allerdings kann eine derartige Chance nur dann genutzt werden, wenn es gelingen würde den Mitarbeitendenstamm zusätzlich zu den geplanten Einstellungen zu erweitern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Chance für 2024 wird als gering bewertet.

 

Berlin, 20. März 2024

p2m berlin GmbH

Detlef Kautz, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die p2m berlin GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der p2m berlin GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der p2m berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 20. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rehmer, Wirtschaftsprüfer

Fassunke, Wirtschaftsprüfer

- auszugsweise -

Niederschrift über die Gesellschafterversammlung der p2m berlin GmbH am 23.04.2024

TOP 1 Wahl des Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss:

"Herr Frank Bruckmann wird zum Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2024 gewählt."

TOP 2 Genehmigung der Niederschrift über die Gesellschafterversammlung am 21. April 2023

Die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss:

"Die Niederschrift über die Gesellschafterversammlung der p2m berlin GmbH am 21. April 2023 wird genehmigt."

TOP 3 Feststellung des von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlusses nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss:

"Der von der Geschäftsführung aufgestellte und von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüfte Jahresabschluss nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (01.01. bis 31.12.2023) wird festgestellt."

TOP 4 Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung

Die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss:

"Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt."

TOP 5 Wahl eines Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 (01.01. bis 31.12.2024)

Die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss:

"Die Gesellschafterversammlung der p2m berlin GmbH bestellt die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 (01.01. bis 31.12.2024) und zwar vorbehaltlich der Bestellung der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Abschlussprüferin der BWH durch die Gesellschafterversammlung der BWH."

 

Berlin, 30. Mai 2024

Frank Bruckmann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

Annett Gruhn, Protokollführerin

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