Pensionsverwaltungsgesellschaft Gabriele Götze mbH
Selbe AdressePensionskassen und Pensionsfonds
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Gerber seit 17.10.2024 | Geschäftsführer |
Marit Otto seit 17.10.2024 | Prokura |
Gabriele Götze seit 1.9.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wattana GmbHHohenstein-ErnstthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Wattana GmbH wurde 1992 als Kälteschutz - Berufsbekleidung GmbH, Rödlitz, gegründet und 2001 in workfashion.com GmbH, Glauchau, umfirmiert. Die Gesellschafterversammlung hat am 10. August 2010 die Umfirmierung in Wattana GmbH mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand (im Folgenden kurz: Wattana GmbH), beschlossen. Wir sind im Bereich der Entwicklung und Herstellung hochwertiger, kundenspe- zifischer Bekleidungserzeugnisse tätig. Unser Kerngeschäft generieren wir über Kunden aus dem Behördensegment, national sowie im deutschsprachigen Ausland. Dazu gehören insbesondere Bundesministerien und Innenministerien der Bundesländer, die wir mit Dienst-, Schutz- und Sonderbekleidung ausstatten. Einen weiteren Tätigkeitsbereich stellt das workwear-Segment mit der Herstellung spezifischer Schutzbekleidung dar. Am Sitz der Wattana GmbH in Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand erfolgt die Erstmusterfertigung. Die Produktion erfolgt durch Lohnkonfektionierung im europäischen Ausland, in Nordmazedonien und in der Türkei. 2. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungsarbeit sind innovative Bekleidungskonzepte sowie Nischenprodukte für spezielle Anwendungsbereiche in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Ziel ist es, in den genannten Bereichen einen höheren Umsatzanteil zu generieren. Besonderes Engagement wird in diesem Bereich gerade den Themen kühlende Bekleidung, Bekleidung mit flächiger Beleuchtung und Stichschutz entgegengebracht. Teilweise erfolgt die Projektbearbeitung gemeinsam mit Partnern in Arbeitsgemeinschaften. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Konjunktur war im Berichtsjahr 2023 insbesondere aufgrund der weiterhin hohen Preise gedämpft. So sank das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% (2022 +1,8%) und die Konsumausgaben des Staates um 1,5% (2022 +1,2%). (Quelle: BMWK - Schlaglichter Konjunktur, online abrufbar: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/schlaglichter-der-wirtschaftspolitik-2024-04.html) Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ist im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 2,7% gestiegen (2022 um +11,7%). Dies resultiert aus einem hohen Umsatzanstieg von +10,8% (2022 +19,4%) im Bereich Bekleidung. Der Bereich Textil verzeichnet jedoch einen Umsatzrückgang um 1,9% (2022 +7,7%). (Quelle: textil+mode - Konjunkturbericht 02.2024, online abrufbar: https://textil-mode.de/de/newsroom/daten-und-zahlen/) Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen speziell im Bereich der Behördenkunden haben sich in den letzten Jahren verändert. Infolge der gestiegenen administrativen Anforderungen, die aus politischen Entscheidungen resultieren, hat sich der interne Aufwand zur Generierung der Geschäfte weiter erhöht. Wir begegnen dieser Entwicklung durch ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit in unserer Arbeit. Nach wie vor problematisch ist die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Die Branche ist gegenüber anderen wesentlich unattraktiver, insbesondere bezogen auf die finanziellen Möglichkeiten. 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage Die Lage des Unternehmens ist weiterhin stabil. Unsere wesentlichen Erträge generieren wir in den Bereichen Militär und Behörden. Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich der Anteil des Bereiches Behörden am Gesamtumsatz von 46% auf etwa 43%. Der Umsatzanteil des Bereiches Militär hat sich von 51% auf etwa 52% leicht erhöht. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ +3.428 (+12%) auf T€ 33.162 gestiegen. Insbesondere im Produktbereich Militär gab es einen Umsatzanstieg von T€ +2.016 (+13%). Gleichzeitig ist der Umsatz im Behördenbereich im Jahr 2023 um T€ 788 (+6%) gestiegen. Der Umsatz im workwear-Bereich hat sich im Jahr 2023 leicht erhöht. Der Anteil am Umsatz lag im Jahr 2023 bei 5% (Vorjahr 3%). Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg von 8% wurde übertroffen. Die Gesamtleistung verzeichnet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um T€ +5.034 (+18%). Trotz der Erhöhung des Materialaufwandes um T€ +3.434 (ca. +14%) ist die Materialaufwandsquote um ca. -3% auf 85% der Gesamtleistung gesunken. Zu begründen ist dies insbesondere mit der Verringerung des Anteils der Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe an der Gesamtleistung um -4%. Die Personalaufwendungen sind im Vorjahresvergleich um T€ 294 gestiegen. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus der Zahlung der Inflationsausgleichsprämie sowie einer Jahressonderzahlung an die Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 262 gestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtleistung beträgt 4%. Der Auftragsvorlauf für das kommende Geschäftsjahr ist sehr gut. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist gegenüber dem Vorjahr um T€ +1.017 (ca. +136%) auf T€ 1.768 und der Jahresüberschuss um T€ 714 (ca. 236%) auf T€ 1.237 gestiegen. Die Verbesserung des Ergebnisses geht insbesondere mit der Verringerung der Materialaufwandsquote einher. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist - möglichst unter Inanspruchnahme von Skonto - zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zur Finanzierung unserer Geschäfte und Investitionen bedienen wir uns aus vorhandenem Eigenkapital. Die Liquiditätslage ist somit weiter stabil. Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 1.490 (Vorjahr T€ 2.823), der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit T€ -4 (Vorjahr T€ -37) und der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit T€ 0 (Vorjahr T€ -2.000). Investitionen wurden insbesondere in Maschinen sowie im Bereich der EDV-Software und IT-Technik vorgenommen. c) Vermögenslage Unsere Kapitalstruktur ist solide. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer die erwirtschafteten Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen werden. Das Eigenkapital ist um T€ +1.237 auf T€
14.029 gestiegen. Die Eigenkapitalausstattung ist mit einer
Eigenkapitalquote von ca. 83% (Vorjahr ca. 78%)
ausgezeichnet und liegt damit weit über dem
Branchendurchschnitt von ca. 40% (Quelle: Deutsche
Bundesbank - Jahresabschlussstatistik, online abrufbar:
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Die Bilanzsumme verzeichnet einen Anstieg um T€ 442 auf T€ 16.820. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen auf der Aktivseite die Verringerung der Vorratsbestände um T€ -1.842 bei gleichzeitiger Erhöhung der Forderungs- und Liquiditätsbestände um T€ 2.375 und auf der Passivseite die Erhöhung des Eigenkapitals und der Rückstellungen um T€ 1.318 bei gleichzeitiger Verringerung der Verbindlichkeiten um T€ -876. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten. Die Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und Cash-flow heran. Zu den Mitarbeitern zählen auch die Geschäftsführung sowie Auszubildende. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash-flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt T€ 790 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 46 gestiegen. In der Prognose sind wir von einem Anstieg von 3% ausgegangen. Der tatsächliche Anstieg betrug 6%, da sich der Umsatz bei nahezu gleichbleibenden Personalbestand deutlich erhöht hat. In der Vorschau gehen wir von einer Verringerung der Kennzahl um -11% aus. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert und beträgt im Geschäftsjahr 4% (Vorjahr 2%). Die Verbesserung beträgt +2%. Die Prognose ist damit eingetreten. Die Prognose ist trotz eines deutlich höheren als angenommenen Jahresüberschusses in Verbindung mit einem höheren Umsatz eingetreten. Der Cash-flow beträgt T€ 1.316 und ist damit um T€ 690 (+210%) höher als im Vorjahr. Die Prognose der Erhöhung des Cash-Flows um 50% wurde deutlich übertroffen. Die Prognose der Erhöhung des Cash-Flows um 50% wurde aufgrund eines deutlich höheren Jahresüberschusses in Folge der verringerten Materialaufwandsquote übertroffen. 4. Gesamtaussage Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind als positiv und stabil zu beurteilen. III. Prognosebericht Während der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 hat sich das weltweite Kriegsgeschehen nicht beruhigt. Diese Entwicklung führt zu Unsicherheit in der Gesamtwirtschaft mit weiterhin hohen Preisen und wenig Konjunktur. Die nationale und internationale Sicherheitslage bietet jedoch sowohl im Militär- als auch im Behördensegment Wachstumspotential. Dies führt zunehmend zu Konkurrenzkampf im Ausschreibungsgeschäft, welchem sich Wattana zu stellen hat. Es gilt nun, sich mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten am Markt zu behaupten und sich mit der Entwicklung neuer Produkte in Nischensegmenten zu platzieren. Im Wirtschaftsjahr 2023 war eine der vordergründigen Aufgaben der Gesellschaft, Preisverhandlungen mit den Kunden durchzuführen, um Verlusten aufgrund der enormen Kostensteigerungen vorzubeugen. Auch im Jahr 2024 werden Kostenkontrolle und faire Kalkulation zentrale Aufgaben der Wattana sein, um sowohl der Gesellschaft als auch dem Kunden gerecht zu werden. Die Auftragslage der Wattana GmbH für das Geschäftsjahr 2024 ist auch aufgrund von Mehrjahresverträgen mit einigen Kunden als sehr gut zu bezeichnen. Die Umsatzerlöse 2023 betragen T€ 33.162, der Jahresüberschuss 2023 beträgt T€ 1.237. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 waren vergleichsweise hoch. In unserer Planung gehen wir von einer Normalisierung aus und prognostizieren aufgrund dessen einen Umsatzrückgang von -11%. Für 2024 erwarten wir bei der Umsatzrendite eine leichte Verschlechterung um -1%-Punkte. Beim Cash-Flow gehen wir aufgrund der Prognose eines geringeren Jahresüberschusses von einer Verschlechterung um -27% aus. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden: Die stetige Überwachung und das Management von Risiken gehören zu den wesentlichen Aufgabenstellungen der Geschäftsführung der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat geeignete Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um einen geordneten Betriebsablauf zu garantieren und Risiken zu minimieren. Branchenspezifische Risiken: Die konjunkturellen Risiken in der Branche, sowohl bei Behörden als auch in der Industrie, die infolge finanzpolitischer und anderer politischer Ereignisse entstehen, können zu erheblichen Umsatz- und Ergebnisrisiken, gleichwohl aber auch Chancen, führen. Ertragsorientierte Risiken: Die leistungswirtschaftlichen Risiken betreffen die einwandfreie und vertragsgerechte Auslieferung der Bekleidung an unsere Kunden. Durch stetige Qualitätskontrollen versuchen wir diese Risiken auf einem geringfügigen Niveau zu halten. Die Störung der Lieferketten und Fachkräftemangel stellen Risiken für die vertragsgerechte Auslieferung an den Kunden dar. Durch stetige Erweiterung des Lieferanten- und Konfektionärstamms versuchen wir unsere Flexibilität zu erhöhen, um in unvorhersehbaren Ausnahmesituationen schnell und im Interesse des Kunden reagieren zu können. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz sowohl über Hersteller als auch über Händler, dem steigenden Preisdruck und den zunehmenden bürokratischen Hürden im Behördensegment werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Es werden im Unternehmen alle notwenigen Maßnahmen getroffen, um dem Kunden in zuverlässiger Art und Weise gerecht zu werden. Gleichzeitig werden wir die Erschließung von Nischenmärkten weiter vorantreiben, um die Erfolgsabhängigkeit der Firma vom Behördengeschäft zu reduzieren. Finanzwirtschaftliche Risiken: Auf Grund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätskrisen derzeit nicht zu erwarten. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind ebenfalls nicht ersichtlich. Ausfallrisiken sind minimal und werden durch ein konsequentes Mahnwesen überwacht. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind nicht absehbar. Die Liquiditätslage ist gut. Durch eine nachhaltige Liquiditätsplanung sind Finanzierungsbedarfe zu bestimmen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite aller notwendigen Materialien können wir auf einen soliden Lieferantenstamm zurückgreifen. Eine Herausforderung stellt nach wie vor die Generierung neuer Agenturen und Geschäftspartner im Lohnkonfektionsbereich dar, um die steigenden Umsätze im gesetzten Preisniveau termin- und qualitätsgerecht realisieren zu können. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eigene Kontrollen sowie durch unser Qualitätsmanagementsystem. Chancen sehen wir vor allem in den hohen Qualitätsstandards unserer Erzeugnisse, in der Entwicklung neuer Produkte im Schutzbekleidungssegment für die Industrie sowie im Wachstumspotential in den Segmenten Behörden und Militär aufgrund der nationalen und internationalen Sicherheitslage. Zusätzliche Chancen erwarten wir durch die weitere Optimierung unserer Organisationsstruktur und die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Unsere stabile Vermögens- und Finanzlage bildet dabei die Grundlage für die weitere Entwicklung. 3. Gesamtaussage Risiken in der Entwicklung unseres Unternehmens sehen wir weiterhin: - in der derzeitigen Wettbewerbssituation, - in steigenden Preisen im Rohstoffsektor, - in der weltweit gestörten Lieferkette, - in Kapazitätsengpässen für die qualitätsgerechte Lohnkonfektionierung, - in steigenden Kosten für Energie und administrative Aufwendungen sowohl in unserem Unternehmen als auch bei den Lohnkonfektionspartnern im europäisches Ausland, - in steigenden Kosten in Form von Löhnen und Lohnnebenkosten, - in steigenden bürokratischen Anforderungen, die sich aus der Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung Deutschland ergeben und die höhere Preise erforderlich machen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus dem Eigenkapital, weniger aus Lieferantenkrediten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und vorwiegend unter Einhaltung von angebotenen Skontofristen gezahlt. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind in diesen Kundengruppen die absolute Ausnahme. Durch konsequente Umsetzung der Qualitätspolitik nach den Normen des Qualitätsmanagementsystems wird das Risiko von Qualitätsmängeln kontinuierlich kontrolliert und minimiert. Die Produkte unterliegen der gesetzlichen Gewährleistung. Die Unschädlichkeit der eingesetzten Materialien wird anhand von Prüfzertifikaten nachgewiesen. Nachhaltigkeitsanforderungen werden durch das Kundenklientel derzeit noch nicht gestellt, da der Markt diesbezüglich noch nicht gesichtet wird und bisher keine einheitliche Festlegung getroffen wurde. In Vorbereitung auf mögliche zukünftige Anforderungen erfolgt die kontinuierliche Informationsbeschaffung durch die Gesellschaft. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor dem Eingehen neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden. Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur Entwicklung der Wattana GmbH. Diese Aussagen sind ausschließlich Erwartungen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn die Geschäftsführung überzeugt ist, dass die getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von internen und externen Faktoren hiervon abweichen.
Hohenstein-Ernstthal, 20.11.2024 gez. Gabriele Götze BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Wattana GmbH mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Registernummer HRB 5703 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung, der Vertrieb, der Im- und Export von textilen Erzeugnissen sowie der Handel mit Erzeugnissen für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. In Bezug auf die Rechnungslegung der Gesellschaft für die Berichtsperiode waren die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB maßgebend. Die Gesellschaft macht bezüglich der Berichterstattung im Anhang von den Befreiungen des § 288 HGB grundsätzlich Gebrauch. Angaben, die nach den gesetzlichen Regelungen wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, sind überwiegend im Anhang enthalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB gewählt. Die Wertangaben im Anhang wurden auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden beibehalten. Bilanzierungs- und Bewertungsansätze Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Der Firmenwert ist mit den Anschaffungskosten angesetzt und wurde über 15 Jahre linear abgeschrieben. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen - angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von 250 EUR bis 1.000 EUR werden aus Vereinfachungsgründen in einem Sammelposten mit Poolabschreibung über fünf Jahre eingestellt. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 EUR werden im Geschäftsjahr der Anschaffung aufwandswirksam erfasst. Öffentliche Investitionszuschüsse wurden in den Vorjahren sofort erfolgswirksam erfasst. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Gängigkeitsabwertungen sind unverändert ermittelt (Abwertung der in den letzten zwei Geschäftsjahren nicht bewegten Ware). Die fertigen Erzeugnisse werden gemäß § 255 Absatz 2 HGB mit den Herstellungskosten auf Basis der handelsrechtlichen Wertuntergrenze angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden in die Ermittlung nicht einbezogen. Der Warenbestand ist zu Anschaffungskosten bewertet. Geleistete Anzahlungen auf das Vorratsvermögen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert, soweit die Vorsteuer abzugsfähig ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % gebildet. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe von 1 TEUR vorgenommen. Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten aktiviert. Der zum Nennwert bilanzierte Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit sich diese Unterschiede in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren und die Steuerabgrenzung nach § 274 Absatz 1 HGB zulässig ist. In Übereinstimmung mit dem Wahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB werden auch aktive latente Steuern, die über mit ihnen verrechenbare passive Steuerlatenzen hinausgehen und einen wesentlichen Betrag aufweisen, angesetzt. Die angesetzten Steuerabgrenzungsposten werden in der Bilanz saldiert ausgewiesen. Die Ermittlung der angesetzten latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts unter Anwendung der aktuell geltenden Steuersätze. Eine Abzinsung der latenten Steueransprüche und -schulden erfolgt nicht. Aktive latente Steuern
Das gezeichnete Kapital entspricht den Angaben im Gesellschaftsvertrag und ist zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung von Kosten- und Preissteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbankermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Erhaltene Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert, soweit Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen ist. Vermögensgegenstände (sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten) und Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen), die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB bewertet (§ 284 Absatz 2 Nummer 2 HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. ,,sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagengitter
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Erstattung von Umsatzprämien in Höhe von 24 TEUR, aus Vorsteuerbeträgen in Höhe von 20 TEUR und aus Ertragssteuern in Höhe von 291 TEUR sowie aus Preisgutschriften in Höhe von 32 TEUR, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bzw. Waren. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 515 TEUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nummer 3a HGB beläuft sich auf 11 TEUR aus Miet- und Leasingverträgen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 274 TEUR insbesondere aus der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen (200 TEUR) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (68 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 26 TEUR enthalten und betreffen vor allem die Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 23 TEUR. V. Sonstige Angaben Organmitglieder Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch Frau Gabriele Götze, einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, wahrgenommen. Sie übt die Tätigkeit hauptberuflich aus. Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Erleichterungsbestimmung des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht. Arbeitnehmerzahl Im Jahresdurchschnitt waren 38 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 6 gewerbliche Arbeitnehmer und 32 Angestellte. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag im Sinne des § 268 Abs.8 HGB beläuft sich auf 94 TEUR und ist auf den Überhang von aktiven latenten Steuern zurückzuführen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen. Der Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aus dem Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2022 zuzüglich des Jahresergebnisses 2022. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, wird nachfolgend berichtet: Es besteht nach wie vor eine Knappheit an Rohstoffen und Produktionskapazitäten, die zu einer deutlichen Verlängerung der Lieferzeiten von Vorlieferanten und Konfektionären führt und damit die vertragsgerechte Auslieferung an den Kunden erschwert. Durch Transparenz und offene Kommunikation mit den Abnehmern versuchen wir, für beide Seiten tragbare Lösungen zu finden und Schaden weitestgehend abzuwenden. Hinzu kommt, dass die Kosten in sämtlichen Bereichen der Wertschöpfungskette durch überdurchschnittlich hohe Inflationsraten sowohl im In- als auch im Ausland enorm angestiegen sind und weiterhin auf hohem Niveau bleiben werden. Dies stellt eine große betriebswirtschaftliche Herausforderung dar, da Preiserhöhungen in diesem Ausmaß im Vorfeld keineswegs kalkulierbar waren und sein werden. Die zuvor beschriebenen Tatsachen erfordern eine vorsichtigere Kalkulation. Wie sich dies auf die Auftragslage auswirken wird, ist nicht absehbar. Betrachtet man allein die aktuelle Sicherheitslage, ist nicht mit Auftragsrückgängen zu rechnen. Die Ertragslage als auch die Finanzausstattung sind weiterhin stabil. Durch geeignete Maßnahmen versuchen wir, die oben geschilderten Probleme weitestgehend zu kompensieren. Die langfristigen Auswirkungen sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht in den Abschnitten Prognosebericht und Risikobericht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung über die zu berichten wäre, traten nach Schluss des Geschäftsjahres nicht auf.
Hohenstein-Ernstthal, 20. November 2024 gez. Gabriele Götze, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wattana GmbH, Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wattana GmbH, Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wattana GmbH, Hohenstein-Ernstthal OT Wüstenbrand, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter, der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat sowie die Gesellschafterversammlung sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 25. November 2024 Vogel & Partner Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arndt Hähnel, Wirtschaftsprüfer |
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