Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 18468
Eingetragen
7.7.2003
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieReparatur und Instandhaltung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren GerätenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Technischer Computer Service.

Historie

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Management

NameRolle
Romain Ferrière
seit 5.9.2025
Geschäftsführer
Arnd Krämer
seit 9.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EVERNEX INTERNATIONAL SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
960.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Technogroup IT- Service GmbH

Hochheim am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Technogroup IT-Service GmbH, Hochheim am Main
Amtsgericht Wiesbaden, HRB 18468

Lagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Technogroup ist einer der Marktführer für Third-Party Maintenance (TPM) in der D/A/CH-Region. Das Unternehmen bietet Service-, Dienstleistungs- und Consultingangebote für alle entscheidenden IT-Systeme in Rechenzentren an. Die umfassenden Servicepakete dienen dazu, Hardwareausfälle zu vermeiden, zu beheben und die Nutzungsdauer von IT-Systemen für Unternehmen verschiedener Branchen kostengünstig zu verlängern. Zu den zusätzlichen Services gehören unter anderem Administrationsdienste, Installationen, Systemumzüge, Änderungen und Updates sowie Recycling von Altsystemen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Technogroup adressiert mit ihrem aktuellen Produkt- und Dienstleistungsportfolio vor allem den Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (D/A/CH-Region). Der Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland. Das Bruttoinlandprodukt ist in Deutschland im Jahr 2018 um 1,4 % gewachsen (Quelle: statista). Das ifo Institut prognostiziert für Deutschland ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,6 % für das Jahr 2019 und 1,8 % für das Jahr 2020 (Quelle: ifo Institut, März 2019). Für die europäische Union, deren Länder teilweise zu den adressierten Zielmärkten der Gesellschaft gehören, beträgt das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2018 2,1 %. Die Europäische Kommission prognostiziert für 2019 ein Wachstum von 1,9 %. Ein globales Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts wird für die Jahre 2019 und 2020 von jeweils rund 3,5 % und 3,6 % prognostiziert (Quelle: IWF, Januar 2019). Somit kann insgesamt für die Jahre 2019 und 2020 von einem weitestgehend stabilen makroökonomischen Umfeld in den adressierten Zielmärkten ausgegangen werden.

Für das künftige Entwicklungspotenzial der Gesellschaft ist vor allem auch die Entwicklung des direkten Branchen- und Wettbewerbsumfeld innerhalb der IT-Industrie, mit Fokus auf IT-Dienstleistungen im Bereich Third Party Maintenance relevant. Auf dem weltweiten IT-Markt wurden im Jahr 2018 Ausgaben von ca. 987 Mrd. USD für IT-Dienstleistungen getätigt. Für 2019 werden Ausgaben von ca. 1.034 Mrd. USD erwartet. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 4,7 %(Quelle: Gartner, Oktober 2018). In dem hauptsächlichen Zielmarkt der Gesellschaft, Deutschland, wurden im Jahr 2017 39 Mrd. Euro und im Jahr 2018 insgesamt Umsatzerlöse von 39,9 Mrd. Euro mit IT-Dienstleistungen erwirtschaftet. Für das Jahr 2019 werden Umsätze in Höhe von 40,8 Mrd. Euro erwartet. Dies entspricht einem Wachstum von 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: Bitkom, Januar 2019).

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse sind in 2018 gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % gestiegen. Die Umsatzsteigerung ist ausschließlich organisch bedingt. Dieser Anstieg ist einerseits auf den deutlichen Zuwachs im Projektgeschäft (49,1 % ggü. Vorjahr) als auch auf das solide Wachstum in der Wartung (4,3 % ggü. Vorjahr) zurück zu führen. Neben der klassischen Wartung fragen unsere Kunden verstärkt zusätzliche Dienstleistungen nach, welche zu diesem Anstieg geführt haben.

Im Jahr 2018 fokussierte die Technogroup den weiteren Ausbau und die Sicherung der Marktführerschaft. Gelungen ist dies u. a. durch umfangreiche M & A Aktivitäten über das Mutterunternehmen der Technogroup, die Techno System GmbH, Verstärkungen in der Geschäftsführung und Investitionen in die Zukunft der Gesellschaft.

Außer der Geschäftszentrale in Hochheim wurden von der Technogroup in dem Geschäftsjahr 2018 folgende nichtselbständige Zweigniederlassungen unterhalten:

Dortmund München
Düsseldorf Stuttgart
Hamburg Utrecht
Leipzig  

Die Technogroup ist zu 100 % an der Technogroup IT-Service AG, Rothirst, gegründet im Jahre 2009 in der Schweiz, beteiligt. Der Personalstamm betrug zum Stichtag insgesamt 18 Mitarbeiter. Bei der Schweizer Tochter zeichnet sich weiter eine gute Ertragslage ab. Die Umsatzerlöse sind in 2018 um 14,6 % auf 3.166 Tsd. Euro gestiegen, bei einem an den Umsatzerlösen gemessenen Jahresergebnis von 14,6 %.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft zu 100 % an der Technogroup IT-Service GmbH, Groß-Enzersdorf, gegründet in 2009 in Österreich, beteiligt. Der Personalstamm betrug zum Stichtag insgesamt 16 Mitarbeiter. Auch hier zeichnet sich eine gute Ertragslage ab. Die Umsatzerlöse reduzierten sich zwar in 2018 leicht um 7,8 % auf 2.573 Tsd. Euro, dies ist aber hauptsächlich auf ein margenschwächeres Großprojekt zurückzuführen, welches in 2017 abgeschlossen wurde. Das Jahresergebnis liegt gemessen am Umsatz in 2018 wie im Vorjahr bei 16,0 %.

Beide Gesellschaften planen in 2019 ein Wachstum sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis.

In 2018 zeigte sich vor allem die DACH-Konjunktur weiterhin als sehr erfolgreich und wurde begleitet von der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Dies war ausschlaggebend für die knappe Verfehlung unserer Vorjahresprognose, weil sich in diesem freundlichen wirtschaftlichen Umfeld zahlreiche Unternehmen und auch unsere Kunden entschlossen haben, in neues IT-Equipment zu investieren, was anfänglich von den Herstellern gewartet wird und daher nicht für unser Wartungsangebot erschlossen werden konnte.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung der Technogroup stellen für die Geschäftsführung die Kennzahlen Auftragseingang, Auftragsbestand sowie EBITDA (siehe Ertragslage) die wesentlichsten Steuerungsgrößen dar. Der Auftragsbestand im Bereich Wartung lag zum 31. Dezember 2018 bei 21.439 Tsd. Euro. Für die Ermittlung und Überwachung dieser Kennzahlen verfügt Technogroup über ein etabliertes internes Steuerungssystem auf dessen Basis angemessenes Vertriebs- und Finanzreporting erstellt wird. Die ermittelten Kennzahlen werden in regelmäßigen monatlichen Reportings und Forecasts aktualisiert und durch die Geschäftsführung dem eingerichteten Beirat zur Verfügung gestellt.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zu dem wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikator zählt für uns insbesondere unser Kundenstamm. Mit unserem Kundenstamm haben wir bestehende Wartungsverträge, welche eine Standardlaufzeit von einem Jahr haben, tlw. bestehen jedoch auch vertragliche Restlaufzeiten von bis zu sieben Jahren.

Ein weiterer nicht finanzieller Leistungsindikator ist unsere Dreifachzertifizierung in den Bereichen Qualitätsmanagement (ISO 9001), Umweltmanagement (ISO 14001) und Informationssicherheit (ISO 27001), welche immer verstärkter von Kunden nachgefragt wird.

Erst im Frühjahr 2019 erfolgte die erfolgreiche Rezertifizierung. Darüber hinaus werden alle Abläufe nach ITIL abgewickelt, um den Kunden höchstmögliche Qualitätsstandards zu gewährleisten

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Die Vermögens- und Schuldenstruktur des Unternehmens gliedert sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

2018 Vorjahr
TEUR in % TEUR in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.457 16,3% 3.878 24,2 %
Sachanlagen 431 2,0% 579 3,6 %
Finanzanlagen 3.233 15,2% 3.233 20,1 %
Vorräte 3.348 15,7% 2.794 17,4 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.094 38,1% 3.212 20,0 %
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.281 10,7% 2.113 13,2 %
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 423 2,0% 241 1,5 %
Aktiva 21.267 100% 16.050 100%

Das Anlagevermögen wird hauptsächlich geprägt durch die immateriellen Vermögensgegenstände und die Finanzanlagen. Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Firmenwerte aus zwei Verschmelzungen, Software-Lizenzen und ein ERP-System ausgewiesen. Die Firmenwerte werden mit einer Laufzeit von jeweils 10 Jahren abgeschrieben, da wir von einer entsprechenden Bestands- und Verbleibensdauer der übernommenen Kundenverträge und wichtigen Mitarbeitern ausgehen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,9 % (421 Tsd. Euro) reduziert. Hauptursache ist hier die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte, welche im Jahr 2018 342 Tsd. Euro betrug.

Eine weitere Veränderung der Aktiva ist durch den hohen Anstieg der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände entstanden. Der Anstieg der Forderungen resultiert zum einen aus einem darin enthaltenen Darlehen an das Mutterunternehmen in Höhe von 3.000 Tsd. Euro sowie durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 647 Tsd. Euro aufgrund erhöhter Umsatzaktivitäten zum Geschäftsjahresende.

Der Bestand der liquiden Mittel hat sich in 2018 um 168 Tsd. Euro (+ 8,0 %) auf 2.281 Tsd. Euro erhöht. Die Technogroup betreibt ihr Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen und least zudem Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Eine Aktivierung dieser Gegenstände wird nicht vorgenommen.

2018 Vorjahr
TEUR in % TEUR in %
Eigenkapital 8.457 39,8% 8.457 52,7 %
Rückstellungen 1.938 9,1% 2.278 14,2 %
Verbindlichkeiten 5.754 27,1% 1.500 9,3 %
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 5.118 24,1% 3.815 23,8 %
Passiva 21.267 100% 16.050 100%

Durch den im Geschäftsjahr 2018 mit dem Mutterunternehmen geschlossenen Beherrschungs- und Abführungsvertrag hat sich das Eigenkapital nicht verändert. Der im Geschäftsjahr 2018 erzielte Gewinn vor Abführung in Höhe von 4.213 Tsd. Euro wird in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen und erklärt hauptsächlich den Gesamtanstieg der Verbindlichkeiten.

b) Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 betrugen die liquiden Mittel 2.281 Tsd. Euro. Zusätzlich verfügt die Technogroup über diverse Kreditlinien bei Hausbanken in einer Gesamthöhe von 3.500 Tsd. Euro.

Die liquiden Mittel stiegen, trotz der Gewährung eines Darlehens an die Muttergesellschaft in Höhe von 3.000 Tsd. Euro, gegenüber dem Vorjahr um 167 Tsd. Euro auf 2.281 Tsd. Euro an.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 5,5 % (Vorjahr: 5,2 %) der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen unter Ausschöpfung von Skonti beglichen. Die Gesellschaft war in dem Geschäftsjahr jederzeit in der Lage fällige Zahlungsverpflichtungen zu begleichen.

Die Technogroup wurde in 2017 erstmals mit dem Bonitätszertifikat "CrefoZert" von der Creditreform ausgezeichnet. Dieses Zertifikat zeichnet Unternehmen aus, die sich unter finanzwirtschaftlichen und Soliditätsgesichtspunkten in einer herausragenden Lage befinden. Die Einhaltung der maßgeblichen Prüfkriterien steht während der gesamten Laufzeit der Zertifizierung unter genauer Beobachtung der Creditreform. Mit dieser Auszeichnung gehört die Technogroup zu dem exklusiven Kreis von 2,0 Prozent der Unternehmen in der deutschen Wirtschaft, denen eine solch erstklassige Bonität bereits bescheinigt wurde. Die Gesellschaft wurde in 2018 abermals erfolgreich ausgezeichnet (Quelle: Creditreform).

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2018 belief sich auf 39,8 % (Vorjahr: 52,7 %).

c) Ertragslage

Die Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar:

2018 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Betriebsleistung 32.716 100,0 % 30.091 100,0 %
Materialaufwand -8.575 26,2 % -6.366 21,2 %
Personalaufwand -13.441 41,1 % -12.807 42,6 %
Abschreibungen -995 3,0 % -952 3,2 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen        
(inkl. sonstige Steuern) -6.386 19,5 % -4.993 16,6 %
EBIT (Betriebsergebnis) 4.226 12,9 % 5.950 19,8 %
EBITDA 5.221 16,0 % 6.902 22,9 %
Beteiligungsergebnis 907 2,8 % 977 3,2 %
Zinsergebnis -4 0,0 % -52 -0,2 %
Ertragsteuern -9 0,0 % -1.552 -5,2 %
Ergebnisabführung an Mutterunternehmen 4.213 12,9 % 0 0,0 %
Jahresüberschuss 0 0,0 % 4.346 14,4 %

Im Geschäftsjahr 2018 konnte die Technogroup die Betriebsleistung um 8,7 % auf 32.716 Tsd. Euro steigern. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 34,7 % erhöht. Der Anstieg ist sowohl durch den gestiegenen Umsatz bedingt, als auch durch den höheren Anteil des materialintensiveren Projektgeschäftes am Gesamtumsatz. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 4,9 %. Dieser Anstieg ist einerseits auf diverse Neueinstellungen und Verstärkungen im Personalstamm der Gesellschaft zurückzuführen, als auch auf Umstrukturierungsmaßnahmen zur Effizienzsteigerung.

Weitere wesentliche Ergebnistreiber waren im Geschäftsjahr die hohen planmäßigen Abschreibungen in einer Gesamthöhe von 995 Tsd. Euro (Vorjahr: 952 Tsd. Euro) welche mit 342 Tsd. Euro auf die Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen.

Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich um 28,1 % gestiegen. Wesentliche Positionen sind hier die Aufwendungen für die Rechts- und Beratungskosten. Der Anstieg ist sowohl durch Einmalaufwand wie z.B. die Durchführung von strategischen Projekten entstanden, als auch durch die laufenden M & A Aktivitäten der Gesellschaft und stellt insoweit eine Investition in die zukünftige Entwicklung dar.

Durch die steuerliche Organschaft mit dem Mutterunternehmen ist die Belastung durch Ertragsteuern auf 9 Tsd. Euro gesunken (Vorjahr: 1.552 Tsd. Euro).

Das Jahresergebnis beträgt vor Gewinnabführung 4.213 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.346 Tsd. Euro). Das EBITDA (Jahresergebnis bereinigt um die Abschreibungen und die Steuereffekte) beläuft sich im Geschäftsjahr auf 5.221 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.902 Tsd. Euro). Für die Geschäftsführung stellt EBITDA eine der wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen dar und ist daher eine bedeutende Kennzahl.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiko- und Chancenbericht

a) Allgemeine Risiken und Chancen

Operative Risiken werden durch eine Vielzahl technischer (z.B. durchdachtes Zugriffsberechtigungssystem) und organisatorischer Maßnahmen (z.B. Vieraugenprinzip) minimiert. In der Gesellschaft besteht eine klare und übersichtliche Organisationsstruktur und unternehmensinterne Abläufe sind hinreichend genau beschrieben und nachvollziehbar. Des Weiteren existieren gut funktionierende Vertretungsregelungen. Aufgrund der hervorragenden Kapitaldecke im Cash-Vermögen sieht Technogroup ein hohes Maß an Sicherheit.

Gegen den Wettbewerb am Markt, insbesondere durch Preisverfall und das Kunden- und Produktmanagement der Hersteller, reagiert die Gesellschaft durch innovative Dienstleistungs- und Verkaufspolitik, so wird z.B. unser Produktportfolio ständig erweitert, durch die Hinzunahme neuer Hersteller und Dienstleistungen. Durch den intensiven Ausbau des Bestandskundenpools, durch verstärkte Neukunden- und Partnerakquise (national und international) und der daraus resultierenden Steigerung der Vertragsanzahl sowie durch permanente Erweiterung des Produktportfolios sichert sich das Unternehmen Wachstum.

Auf der Beschaffungsseite greift Technogroup auf qualitätsbewusste, solide Lieferanten zurück mit denen langfristige Geschäftsbeziehungen angestrebt werden. Regelmäßige Lieferantenbewertungen ermöglichen eine Übersicht im Hinblick auf Qualität, Zuverlässigkeit und Kosten und ziehen bei Bedarf adäquate Konsequenzen nach sich.

Die Geschäftsführung sieht derzeit keine existentiellen Umweltrisiken und durch den sehr geringen Anteil von Geschäften der Technogroup in US-Dollar und Schweizer Franken auch nur sehr geringe Währungsrisiken.

Allgemeine Chancen ergeben sich durch die guten Wachstumsprognosen im IT-Umfeld und das generelle Wirtschaftswachstum in den Absatzregionen des Unternehmens.

b) Spezielle Risiken und Chancen

Die Liquiditätslage entspricht den Erwartungen, da keine Engpässe zu erwarten sind. Die Gesellschaft arbeitet mit renommierten, soliden Kreditinstituten zusammen. Beim Finanzmanagement verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik.

Vor allem in dem Wartungsgeschäft erfolgt die Begleichung der Debitorenrechnungen je nach vereinbarter Zahlungsweise größtenteils monatlich, zum Teil aber auch quartalsweise oder jährlich im Voraus, sodass für diese Kunden das Forderungsausfallrisiko aus der Sieht der Geschäftsführung minimal ist. So werden Lieferung und Leistung eingestellt, wenn das Zahlungsverhalten des Kunden von der vereinbarten Zahlungsweise abweicht oder sobald Liquiditätsprobleme bei Kunden bekannt werden. Um dem Controlling in diesem Bereich gerecht zu werden, hat die Gesellschaft ein gut funktionierendes, engmaschiges Mahnwesen implementiert. Dies führt dazu, dass Forderungsausfälle die Ausnahme darstellen und nur von minimaler Gewichtung für die Technogroup sind.

Durch das im vergangenen Geschäftsjahr 2017 in der Gruppe eingeführte ERP System (IFS) werden sämtliche unternehmenseigene betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Merkmale in einer numerischen und grafischen Übersicht abgebildet. Unübliche Abweichungen von den Standardwerten oder den prognostizierten Werten sind somit tagesaktuell erkennbar und ziehen unverzüglich entsprechende Handlungen zur Gegensteuerung durch das risikobewusste Management nach sich.

Auftretende interne und externe Reklamationen werden durch das effektive Reklamationsmanagement betrachtet, ausgewertet und nachhaltig durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Verbindung mit einer darauffolgenden Wirksamkeitsprüfung abgestellt.

Den Themen Datenschutz und Datensicherheit begegnet der IT-Dienstleister mit höchster Aufmerksamkeit unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Datenschutzrichtlinien und -gesetzen.

Bekannte Risiken aus der Steuergesetzgebung, dem Arbeits- und Tarifrecht, der Produkthaftung oder aus dem laufenden Gesetzgebungsverfahren liegen derzeit nicht vor.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass derzeit für die Technogroup konjunkturelle Risiken, die Abhängigkeit von der technischen Entwicklung und die weitere Gewinnung/Bindung von Kompetenzträgern im Hinblick auf das Gesamtrisiko von Bedeutung sind. Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Geschäftsführung der Technogroup der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der Technogroup gefährden konnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen.

Spezielle Chancen ergeben sich durch die beiden erfolgreichen Akquisitionen in der Gruppe, welche zum Ende des Geschäftsjahres 2018 und am Anfang des Geschäftsjahres 2019 getätigt worden sind. Durch aktives Akquisitionsmanagement ist zusätzliches anorganisches Wachstum in 2019 möglich.

2. Prognosebericht

In den kommenden Geschäftsjahren 2019 und 2020 rechnet die Geschäftsführung der Technogroup mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung und mit jeweils einem zweistelligen prozentualen Wachstum beim Umsatz und Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Die Wachstumsstrategie der letzten Jahre, sowohl organisch, als auch anorganisch zu wachsen, war aus der Geschäftsführungssicht sehr erfolgreich, sodass dieses Konzept auch in Zukunft konsequent umgesetzt wird.

Im Jahr 2019 liegt unser vertrieblicher Fokus auf dem Ausbau der Services rund um unser Kerngeschäft Wartung. Dazu gehören beispielsweise die Einrichtung von Single Point of Contact für den Kunden, um alle Wartungsverträge, Installationen oder Systemumzüge aus einer Hand zu managen. Diese Services sind im Markt gefragt und unterstützen so gleichzeitig das Wachstum in unserem Kerngeschäft.

Nachdem Technogroup bereits flächendeckend in Österreich und in der Schweiz vertreten ist, wird eine weitere internationale Expansion angestrebt und durch gegebenenfalls passende Akquisitionen umgesetzt.

Die IT-Branche zeichnet sich durch eine hohe Technologiedynamik aus und gilt grundsätzlich als innovative Wachstumsbranche. Die gesteigerte Nachfrage und die Bedarfssituation des Marktes führen zu wachsenden Umsätzen an denen Technogroup partizipieren möchte.

Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet, sodass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den hier formulierten Aussagen abweichen können.

Aufgrund der langjährig bewahrten Geschäftsstrategie sind keine grundsätzlichen Änderungen zu erwarten. Die Marktposition von Technogroup kann nach über 29-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als etabliert betrachtet werden.

 

Hochheim am Main, den 31. Dezember 2019

Die Geschäftsführung

Klaus Stöckert

Arnd Krämer

Alfried Netzband

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.063.691,78 1.142.403,10
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.393.523,57 2.735.787,45
  3.457.215,35 3.878.190,55
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.752,46 578.680,74
  430.752,46 578.680,74
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.233.058,91 3.233.058,91
  3.233.058,91 3.233.058,91
  7.121.026,72 7.689.930,20
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.347.557,84 2.794.233,20
  3.347.557,84 2.794.233,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.555.334,96 2.907.922,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.962.155,70 67.187,24
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.577.422,86 236.625,85
  8.094.913,52 3.211.735,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.280.609,15 2.113.218,01
  13.723.080,51 8.119.187,20
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 422.824,26 240.989,26
  21.266.931,49 16.050.106,66

Passiva

   
  31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 960.000,00 960.000,00
II. Kapitalrücklage 3.103.840,00 3.103.840,00
III. Gewinnvortrag 4.393.010,70 46.952,65
IV. Jahresüberschuss 0,00 4.346.058,05
  8.456.850,70 8.456.850,70
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 366.675,97 390.072,25
2. Steuerrückstellungen 302.841,34 479.869,13
3. Sonstige Rückstellungen 1.268.862,80 1.407.899,54
  1.938.380,11 2.277.840,92
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.169.009,44 829.521,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.375.500,69 84.745,29
3. Sonstige Verbindlichkeiten 209.170,73 585.813,53
  5.753.680,86 1.500.079,82
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 5.118.019,82 3.815.335,22
  21.266.931,49 16.050.106,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.595.556,86 30.032.155,84
2. Sonstige betriebliche Erträge 120.857,70 59.343,25
  32.716.414,56 30.091.499,09
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.457.186,21 3.105.880,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.117.314,96 3.260.155,49
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 11.380.193,06 10.740.830,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.060.459,81 2.066.392,05
davon für Altersversorgung: 205.341,59 Euro (Vorj.: 230.369,98 Euro)    
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 995.413,55 951.885,93
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.364.510,11 4.969.410,65
  3.341.336,86 4.996.944,08
7. Erträge aus Beteiligungen 906.811,76 976.886,37
- davon aus verbundenen Unternehmen: 906.811,76 Euro (Vorj.: 976.886,37 Euro)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.810,22 668,94
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.092,66 52.423,80
davon aus Aufzinsung: 32.058,76 Euro (Vorj.: 52.356,87 Euro)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.597,41 1.552.455,54
11. Ergebnis nach Steuern 4.235.268,77 4.369.620,05
12. Sonstige Steuern 22.334,00 23.562,00
13. Aufwand aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages 4.212.934,77 0,00
14. Jahresüberschuss 0,00 4.346.058,05

Anhang für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Technogroup IT-Service GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Hochheim am Main und ist beim Amtsgericht Wiesbaden im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 18468 eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist Technischer Computer Service.

Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und GmbHG.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 hat die Technogroup IT-Service GmbH mit der Techno System GmbH, Hochheim am Main einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Seit diesem Tag besteht zwischen der Techno System GmbH, Hochheim am Main (Organträgerin) und der Technogroup IT-Service GmbH, Hochheim am Main (Organgesellschaft) eine umsatzsteuerliche, körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den positiven Unterschiedsbeträgen zwischen denen im Rahmen von Unternehmenskäufen gezahlten Kaufpreisen und den zu Zeitwerten bewerteten übernommenen Vermögensgegenständen und Schulden. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über 10 Jahre abgeschrieben. Für die Bestimmung der Nutzungsdauer gehen wir von einer entsprechenden Bestands- und Verbleibensdauer der übernommenen Kundenverträge und wichtigen Mitarbeitern aus.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen betrieblich-individuellen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen gem. den steuerlichen Afa-Tabellen vermindert. Die Nutzungsdauer wurde unter Zugrundelegung der jeweils kürzesten Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerliche Afa-Tabelle ermittelt.

Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis (zeitanteilig) abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind werden analog zum § 6 Abs. 2 EStG bis zu einer Höhe von 800 Euro im Jahr des Zugangs in vollem Umfang abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Ein niedrigerer Wertansatz wird gem. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB nicht beibehalten, sofern die Gründe hierfür nicht mehr bestehen.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren werden zu Anschaffungskosten oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Tageswerten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, werden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Soweit in den liquiden Mitteln Fremdwährungsbeträge enthalten sind, werden diese zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB bewertet. Die Bewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der für Ermittlung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt 3,21 % p.a. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Entsprechend den Versorgungszusagen wurden keine Gehaltsdynamik, kein Rententrend sowie keine Fluktuationswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre (2,32 % p.a.) würde sich gem. § 253 Abs. 6 HGB eine um 25 Tsd. Euro höhere Verpflichtung (Unterschiedsbetrag) ergeben. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Soweit Rückdeckungsversicherungen zugunsten von Versorgungsberechtigten verpfändet sind, wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB eine Verrechnung mit den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen vorgenommen. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen erfolgt mit ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen gebildet und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Die Rückstellungen haben eine voraussichtliche Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Einnahmen vor dem Bilanzstichtag werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel (vgl. Anlage) gesondert dargestellt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus den Geschäfts- oder Firmenwerten welche durch zwei Verschmelzungen in den Jahren 2015 und 2017 entstanden sind. Die Firmenwerte werden mit einer Laufzeit von jeweils 10 Jahre abgeschrieben, da wir von einer entsprechenden Bestands- und Verbleibensdauer der übernommenen Kundenverträge und wichtigen Mitarbeitern ausgehen. Darüber hinaus beinhalten die immateriellen Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Software-Lizenzen sowie ein ERP-System.

2. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen aus 100 %igen Anteilen an den verbundenen Unternehmen Technogroup IT-Service GmbH in Österreich und der Technogroup IT-Service AG in der Schweiz.

3. Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Ersatzteile für unser Wartungsgeschäft. Zum 31. Dezember 2018 wurden wie auch im Vorjahr keine Abschreibungen auf Vorräte vorgenommen, da die Beschaffungspreise nicht gesunken sind.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 3.555 Tsd. Euro (2017: 2.908 Tsd. Euro) und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.962 Tsd. Euro ist ein Darlehen an die Muttergesellschaft in Höhe von 3.000 Tsd. Euro enthalten, welches eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweist. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Kautionen in Höhe von 129 Tsd. Euro, die ebenfalls eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt:

Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn-/ - verlust Summe Eigenkapital
1. Januar 2018 960.000,00 3.103.840,00 4.393.010,70 8.456.850,70
Ergebnis vor Ergebnisabführung 0 0 4.212.934,77 4.212.934,77
Aufwand aus Ergebnisabführung 0 0 -4.212.934,77 -4.212.934,77
31. Dezember 2018 960.000,00 3.103.840,00 4.393.010,70 8.456.850,70

6. Pensionsrückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen beträgt zum Geschäftsjahresende 2.144 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.039 Tsd. Euro). Aufgrund der zulässigen Verrechnung der Verpflichtung mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) mit ihren beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 1.778 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.649 Tsd. Euro) beträgt die bilanzierte Pensionsrückstellung 367 Tsd. Euro (Vorjahr: 390 Tsd. Euro). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen ca. 1.649 Tsd. Euro. Die aus der Abzinsung der Aktivwerte resultierenden Zinserträge in Höhe von 43 Tsd. Euro wurden mit den Zinsen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von 75 Tsd. Euro ebenfalls verrechnet in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittssatzes anstelle des 7-Jahres-Durchschnittssatzes ergibt, beträgt 25 Tsd. Euro und unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB. Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen die Abführungssperre. Somit konnte der gesamte Gewinn abgeführt werden.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen weit überwiegend Personalaufwendungen, darunter im Wesentlichen Rückstellungen für variable Vergütungen in Höhe von 829 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.057 Tsd. Euro).

8. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten des Geschäftsjahres und des Vorjahres weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. In den Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.376 Tsd. Euro (Vorjahr: 85 Tsd. Euro) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 205 Tsd. Euro (Vorjahr: 283 Tsd. Euro) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von -3 Tsd. Euro (Vorjahr: 11 Tsd. Euro) enthalten.

9. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um erhaltene Zahlungen, bzw. wenn noch kein Geldeingang vom Kunden erfolgt ist, um bestehende Forderungen gegenüber Kunden für eine noch zu erbringende Wartungsleistung des Folgejahres. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 34 % auf 5.118 Tsd. Euro gestiegen. Dieser Anstieg ist dem gestiegenen Anteil der Jahresvorausrechnungen zum Jahresende 2018 geschuldet.

10. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Stichtag insgesamt in Höhe von 3.065 Tsd. Euro und sie betreffen im Einzelnen Miet-, Wartungs- und Leasingverträge.

Die Fälligkeiten dieser Verpflichtungen und die daraus zu erwartenden Aufwendungen verteilen sich wie folgt auf die folgenden Geschäftsjahre:

Tsd. Euro
In einem Jahr 1.612
In zwei bis 5 Jahren 1.453
  3.065

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Hauptumsatzerlöse werden mit der Wartung im Inland erzielt.

Nach Geschäftsbereichen
2018 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Wartung 27.966 26.811
Projektgeschäft 4.311 2.891
Medizintechnik 319 331
  32.596 30.032
Nach Regionen
2018 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
Deutschland 27.917 26.231
Europäische Union 3.390 2.846
Drittland 1.289 955
  32.596 30.032

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 62 Tsd. Euro (Vorjahr: 18 Tsd. Euro) sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 15 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 6.365 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.969 Tsd. Euro). Wesentliche Kostentreiber sind hier vor allem die angestiegenen Rechts- und Beratungskosten, welche sowohl als Einmalaufwand für die Durchführung von strategischen Projekten, als auch durch die laufenden M & A Aktivitäten der Gesellschaft verursacht wurden. Zudem beinhaltet der Posten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 4 Tsd. Euro (Vorjahr: 3 Tsd. Euro).

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2018 waren in der Technogroup 195 Mitarbeiter (Vorjahr: 186 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl berechnet sich aus Angestellten im Voll- und Teilzeitverhältnis, ohne Geschäftsführer und Auszubildende.

2018 2017
Anzahl Angestellte 190 183
Anzahl leitende Angestellte 5 3
Gesamt 195 186

2. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Technogroup waren im Geschäftsjahr bzw. nach Ablauf des Geschäftsjahres bestellt:

- Herr Dr. Ralf Dingeldein (Abberufung:19.08.2019), Vorsitzender der Geschäftsführung, Ressorts Vertrieb, Strategie, Marketing und Personal
- Herr Alfried Netzband, Ressorts Technik, IT und Logistik
- Herr Arnd Krämer (Bestellung 6/2018), Ressort Finance
- Herr Alexander Bernecker (Bestellung 5/2018, bis 3/2019), Ressort Vertrieb
- Herr Klaus Stöckert (Bestellung 01.09.2019), Vorsitzender der Geschäftsführung, Ressorts Vertrieb, Strategie, Marketing und Personal.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird aufgrund der Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Angaben zu Beteiligungen

Anteil am Kapital 31. Dezember 2018 Eigenkapital 31. Dezember 2018 Jahresergebnis 2018
in % Tsd. Euro Tsd. Euro
Beteiligungen      
Technogroup IT-Service GmbH, Groß-Enzersdorf, Österreich 100% 511 411
Technogroup IT-Service AG, Rothirst, Schweiz 100% 596* 451*

* Die Umrechnung von Schweizer Franken in Euro erfolgte zum Stichtags- bzw. Durchschnittskurs.

4. Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird gem. dem am 24. April 2018 geschlossenem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe an die Techno System GmbH abgeführt.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer des Geschäftsjahres beträgt 20 Tsd. Euro und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

6. Steuerliche Verhältnisse

Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Techno System GmbH, Hochheim am Main als Organträgerin, werden bei der Technogroup, bis auf eine Gewerbesteuernachzahlung aus dem Vorjahr, keine Steuern ausgewiesen.

7. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Techno System GmbH, Hochheim am Main, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Geschäftssitz der Gesellschaft erhältlich.

8. Befreiung von der Konzernrechnungslegungspflicht

Technogroup stellt keinen eigenen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB auf, da sie die größenabhängigen Befreiungen des § 293 HGB in Anspruch nimmt.

VI. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres wurde Dr. Ralf Dingeldein als Vorsitzender der Geschäftsführung mit Wirkung zum 19. August 2019 abberufen. Mit Wirkung zum 1. September 2019 wurde Herr Klaus Stöckert zum Geschäftsführer der Technogroup bestellt, welcher den Aufgabenbereich von Herrn Dr. Dingeldein übernommen hat. Weiterhin wurde Herr Alexander Bernecker - für den Vertriebsbereich verantwortlicher Geschäftsführer - mit Wirkung zum 5. März 2019 abberufen.

Darüber hinaus haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung wären.

 

Hochheim am Main, den 31. Dezember 2019

Die Geschäftsführung

Klaus Stöckert

Arnd Krämer

Alfried Netzband

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.082251,25 255.243,91 0,00 2.337.495,16
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 3.422.639,13 0,00 0,00 3.422.639,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.504.890,38 255.243,91 0,00 5.760.134,29
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.604.276,79 172.934,87 102.960,99 2.674.250,67
Summe Sachanlagen 2.604.276,79 172.934,87 102.960,99 2.674.250,67
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.233.058,91 0,00 0,00 3.233.058,91
Summe Finanzanlagen 3.233.058,91 0,00 0,00 3.233.058,91
Summe Anlagevermögen 11.342.226,08 428.178,78 102.960,99 11.667.443,87
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2018
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 939.848,15 333.955,23 0,00 1.273.803,38
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 686.851,68 342.263,88 0,00 1.029.115,56
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.626.699,83 676.219,11 0,00 2.302.918,94
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.025.596,05 319.194,44 101.292,28 2.243.498,21
Summe Sachanlagen 2.025.596,05 319.194,44 101.292,28 2.243.498,21
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.652.295,88 995.413,55 101.292,28 4.546.417,15
Restbuchwerte
31.12.2018 31.12.2017
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.063.691,78 1.142.403,10
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.393.523,57 2.735.787,45
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.457.215,35 3.878.190,55
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.752,46 578.680,74
Summe Sachanlagen 430.752,46 578.680,74
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.233.058,91 3.233.058,91
Summe Finanzanlagen 3.233.058,91 3.233.058,91
Summe Anlagevermögen 7.121.026,72 7.689.930,20

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Technogroup IT-Service GmbH, Hochheim am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Technogroup IT-Service GmbH, Hochheim am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Technogroup IT-Service GmbH, Hochheim am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Dezember 2019

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Thomas Lüdke)

Wirtschaftsprüfer

(Helena Fast)

Wirtschaftsprüferin

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