Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 76413
Vorher
Hunold-Schmierstoffe GmbH
Eingetragen
2.7.1985
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Schmierstoffen, Kühlerschutz, Scheibenfrostschutz und Autopflegeprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Ernst
seit 28.6.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
77.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
51.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EUROLUB GmbH

Eching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1.4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die EUROLUB GmbH ist ein in Süddeutschland ansässiges, mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen, das überwiegend in Deutschland, Österreich, Südosteuropa, Mittel-East und Asien ein hochwertiges Produktsortiment an Motorenölen, Additiven, Pflegeprodukten und chemisch-technischen Problemlösern für den Automotive- sowie Industriebereich vertreibt. Mit mehr als 950 Produkten bietet das Unternehmen seinen Kunden ein Vollsortiment an, das anspruchsvoll nationale und internationale Standards erfüllt. Dicht am Markt und an seinen Kunden kann das Unternehmen schnell und flexibel auf die Anforderungen in den verschiedensten Anwendungsgebieten reagieren. Das Sortiment umfasst alle Lebensbereiche und Industrien. Neben dem deutschen Markt werden die Produkte bereits in mehr als 70 Länder der Welt vertrieben. Dabei zählen der KFZ-Teile Groß- und Einzelhandel sowie der Mineralölhandel zu den Abnehmern des High-Tech-Sortiments. Die Produktgruppen lassen sich unterteilen in den Bereich Automotive - vor allem mit Ölen und Fetten - sowie den Bereich Industrieschmierstoffe - insbesondere Öle, Metallbearbeitungsflüssigkeiten und Schmierstoffe mit Spezialanwendungen. Vervollständigt wird das Produktprogramm durch ein umfassendes Angebot technischer und prozessbezogener Serviceleistungen.

Die Kundenbedürfnisse werden globaler und unsere Märkte verändern sich in einem rasanten Tempo. Wir gestalten unsere Zukunft aktiv und machen EUROLUB in dieser spannenden Phase für die Zukunft wetterfest.

Die EUROLUB GmbH betreibt keine Forschung und Entwicklung, jedoch ein eigenes Labor u.a. für Wareneingangskontrollen und ein begrenztes Sortiment an Produkten, die selbst hergestellt werden.

B. Wirtschaftsbericht

Der Schmierstoffbedarf legt in Deutschland und Europa schon seit einigen Jahren nicht mehr zu. In verschiedenen Regionen dieser Welt sieht das aber ganz anders aus. Für den Mittelstand ergeben sich daraus interessante Marktchancen. Zuverlässige Qualität, bedarfsgerechte Paketlösungen, spezialisiertes Know-how und enge Kundenbeziehungen sind für die kommenden Jahre im Schmierstoffgeschäft die entscheidenden Erfolgsfaktoren.

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die E-Mobilität kommt trotz hohen Subventionen der jeweiligen Landesregierungen in den westlichen EU-27 nicht mehr so stark voran. Technologieumbruch und Handelskonflikte bremsen den Markt. Die deutschen PKW-Hersteller verzeichneten dennoch einen Umsatzanstieg von ca. 7 %.

Der Umsatz der Chemieindustrie stieg in 2023 um 5 % (Vj. +9%) an.

Das Auslandsgeschäft hat sich trotz Pandemie, Inflation, gestiegenen Lohn-, Miet- und Energiekosten als relativ stabil erwiesen. Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht rückläufig. Das Prädikat 'Made in Germany' hat sicherlich nach dem Dieselgate gelitten! Die Aussage einiger Deutscher Automobilbauer "electric only" hat sich als zu ambitioniert erwiesen. Die europaweite Absicht, ab 2035 ein absolutes Verbrennerverbot für Neufahrzeuge durchzusetzen, scheint obsolete. Durch die aktuelle Situation in Osteuropa, Nahost und die daraus spektakulären Entwicklungen bekommt das 'Made in Germany' eine neue Bedeutung. Der Weg zurück, bzw. aus der Globalisierung aus Sicht der EUROLUB ist nicht mehr zu verhindern.

Während der Schmierstoffmittelstand im Inland und den OECD-Ländern rückläufig ist, finden wir gerade in China und Indien Märkte mit starkem Zuwachs, in denen wir mangels fehlender vor Ort Produktion nicht vertreten sind. Afrika, der mittlere Osten und der 'Asia-Pacific-Raum' repräsentieren heute deutlich mehr als die Hälfte des weltweiten Schmierstoffbedarfs. Auch in Südamerika haben wir erste Kunden über unsere Tochtermarke BIZOL gewonnen.

Das war vor zehn Jahren noch anders. Da dominierte Europa und der amerikanische Kontinent.

Für die deutschen Unternehmen ist der Export inzwischen existenziell und wir sind gut aufgestellt, das passende Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Damit haben wir uns zu wichtigen Partnern unserer Kunden entwickelt.

Der globale Wettbewerb gestaltet sich dennoch immer schwieriger und ist vor allem immer preisgetriebener. Daher können sich einheimische Unternehmen hier nur über die Qualität in Produkt und Leistung bei Anwendungstechnik, Marketingunterstützung, Freigaben oder im Bereich der Industriespezialitäten über einen nachvollziehbaren Total Cost of Ownership-Ansatz von ausländischen Kollegen und Wettbewerbern abheben und ihren Service profilieren. Ein weiterer großer Vorteil des deutschen Schmierstoffmittelstandes ist die meist sehr enge Zusammenarbeit mit den deutschen Automobil-, Anlagen- und Maschinenbauern. Hier muss zukünftig in einem viel stärkeren Miteinander noch intensiver am Vorsprung und der Innovation einheimischer Produkte gearbeitet werden - Stichwort Systemlösungen.

Das Qualitätssiegel 'Made in Germany' spielt eine entscheidende und nicht zu unterschätzende Rolle bei der Vermarktung einheimischer Produkte. Es ist einer der wesentlichen Faktoren für das Ansehen und den Wettbewerbsvorsprung deutscher Erzeugnisse in aller Welt. Gegen den Missbrauch kann es nur durch konsequente Qualitätsnormung und deren kompromisslose Überwachung geschützt werden. Auch hier hilft eine enge Zusammenarbeit zwischen der einheimischen Industrie und den lokalen Schmierstoffherstellern.

Unerwarteter Protektionismus, geringeres Wachstum, beispielsweise in China oder Verwerfungen an den Rohstoffmärkten, den Lieferketten sowie im Absatzmarkt sind plötzliche schwierige Veränderungen, auf die wir uns schnell einstellen müssen.

2. Geschäftsverlauf

Es ist uns gut gelungen, sich den Markterfordernissen zu stellen und unsere Produkte bedarfsgerecht zu entwickeln.

Es ist vor allem unsere hohe Flexibilität, die uns in die Lage versetzt, schnell mit hoher Qualität auf neue Anforderungen zu reagieren. Damit konnten wir unsere Position weiter festigen und ausbauen. Wir haben uns in den letzten drei Jahren trotz Corona, Homeoffice, den Krisen in Osteuropa und Nahost nahezu und auch mit viel Glück unverändert bewegt und agiert.

Absatzmenge und Umsatz sind gegenüber dem Jahr 2022 jeweils leicht im einstelligen Bereich rückläufig. Die Absatzmengen der Motor- und Getriebeöle sowie der Winterware waren dabei gegenüber dem Jahr 2022 stabil.

Insgesamt haben wir das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis nach Steuern von TEUR 8.450 für uns sehr zufriedenstellend abgeschlossen.

Mit einer Eigenkapitalquote von 48,5 % ist die Gesellschaft hervorragend aufgestellt (finanziert).

Internationale Großhändler investieren verstärkt in Deutschland.

Generell ist festzuhalten, dass 2023 wieder ein leichter Rückgang im Motorenölverbrauch in Deutschland festzustellen war.

Durch Fortschritte im Ausbau der Logistik- und Distributionsdienstleistungen konnten die wichtigsten Kundenbeziehungen weiter gefestigt, abgesichert und leicht gesteigert werden.

Beschaffung

Beschaffung der Waren und Dienstleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert!

Dies war zum Teil durch den Rückgang der weltweiten Nachfrage an Rohöl und den damit zusammenhängenden Produkten verursacht.

Höhere Kosten entstanden durch zusätzlich erforderliche Freigaben, die nötige Erweiterung des Produktprogrammes, höhere Personalkosten, Miete, Löhne und Inflation. Die technologische Entwicklung erfordert immer präziser angepasste Spezialöle. Das gilt bei modernen Hochleistungsmotoren ebenso wie beispielsweise in der Metallbearbeitung. Dies bedeutet, dass die Anforderungen an die Öle steigen, die Mengen aber sinken. Eine Konstellation, die für uns eine wachsende Herausforderung darstellt.

Hinzu kommen die Einschränkungen und Kostensteigerungen, die sich aus REACH und CLP ergeben. Bestimmte Stoffe stehen dadurch nicht mehr zur Verfügung bzw. werden aufgrund von Listungen und verschärften Gefahrstoff-Einstufungen nicht mehr von den Kunden akzeptiert. Rezepturen müssen somit neu formuliert oder bisherige Produkte im Markt komplett durch neue ersetzt werden. Dieser Prozess läuft zwar bereits seit einigen Jahren, zwingt die Hersteller und Inverkehrbringer aber doch immer wieder zu Anpassungen, was durchaus mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist. Neben dem Chemikalienrecht schlagen auch erweiterte Umweltschutzregularien im Wasser-, Abfall- und Genehmigungsrecht sowie unterschiedliche Handelshemmnisse auf der Kostenseite zu Buche.

Die Preise haben sich in 2023 von einem hohen Niveau kommend leicht nach unten korrigiert.

Alle nur möglichen Kreditorenrechnungen werden skontiert. Bei Rechnungen, die wir nicht skontieren können, werden mit allen A-Lieferanten Zahlungsziele mit bis zu 60 und teilweise 90 Tagen netto Kasse vereinbart.

Unser Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 für die Abfüllung und den Vertrieb von Schmierstoffen, Chemie und Autopflegeprodukten wurde von der Dekra, Stuttgart, in 2022 verlängert und ist bis April 2025 gültig.

Investitionen und Produktion (Abfüllung)

Die Verkaufsmenge bei den Motorenölen stieg um ca. +3,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Verkaufsmenge von Winterware (Kühler/Scheibenfrostschutz) blieb stabil. Das Gesamtergebnis der verkauften Mengen lag bei -6 %, was durch den starken Nachfrageeinbruch bei AdBlue (-29 %) ausgelöst wurde. Wir bieten dem Kunden einen weiterhin hohen Nutzen, der sich aus unserer Zusammenarbeit ergibt und verweisen ständig auf unser Komplettangebot. Durch die optimierte Lagerwirtschaft beläuft sich die Auslieferungsquote auf ca. 98 %. Unsere Effizienz und damit die Prokopfleistung haben sich in vielen Bereichen weiter verbessert.

Unser vollautomatisches Hochregallager wurde in unserer Gefahrguthalle in den letzten Jahren erweitert. Es stehen uns ca. 4.500 Europalettenstellplätze für Gefahrgut zur Verfügung.

In 2023 wurden für die Instandhaltung und Modernisierung im Kopfbau (K10) zur Nutzung als Firmenzentrale ca. 1,3 Mio. Euro aufgewandt.

Eine weitere Logistikhalle in der unmittelbaren Nachbarschaft mit weiteren ca. 3.000 qm Lagerfläche wurde im Juni 2022 gekauft und in unser Logistikgesamtkonzept mit eingebunden (K16).

Insgesamt wurden in den Jahren 2019, 2020, 2021, 2022, 2023 ca. 25 Mio. Euro in unsere Zukunft investiert.

Im Q2 2025 wird eine 8. Vollautomatische Abfüllanlage für ca. 1,5 Mio Euro zusätzlich aufgestellt. Ein Jahr später in 2026 ist die Dachsanierung der Produktionshalle auch für 1,5 Mio Euro geplant.

Umweltschutz

Alle von den Behörden (Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt, Berufsgenossenschaft etc.) erforderlichen Auflagen und Genehmigungen für einen Abfüllbetrieb, in dem Schmierstoffe, Chemie und Autopflegemittel abgefüllt, kommissioniert und zum Versand gebracht werden, sind erfüllt. Seit 2006 ist eine Brandmeldezentrale (BMZ) im Einsatz. Hierdurch wird die Betriebssicherheit erhöht.

In 2022 haben wir in Zusammenarbeit mit FocusZukunft unseren Co2 Footprint messen lassen. Im Anschluss ist geplant, dass wir diesen Klima-Negativwert kompensieren oder sogar überkompensieren. In jedem Fall nehmen wir dieses Thema sehr ernst und übernehmen auch hier Verantwortung. Die jährlich geplante Verlängerung bzw. Bestätigung unseres Co2 Footprints haben wir mit "first climate" in 2024 vorgenommen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - Basis unseres Erfolgs

Stabilität und Kontinuität, vor allem für unsere Arbeitsplätze und soweit es möglich ist auch für die unserer Geschäftspartner zu erzeugen, ist eine der wichtigsten Aufgaben. Gerade in unwägbaren Zeiten mit hoher Verunsicherung, geringer Planbarkeit und hohem Gefahren-Pegel.

Das Jahr 2023 war für die EUROLUB GmbH dank des hohen Engagements unserer Mitarbeiter ein gutes Geschäftsjahr. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigsten Ressourcen unseres Unternehmens. Das Wissen, die Erfahrung und die Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen sorgen für erfolgreiche Geschäftsabläufe und für zufriedene Kunden.

Die Größe und Organisationsstruktur unseres Unternehmens erlaubt kurze Wege der Kommunikation und Entscheidungsfindung und somit die unbürokratische Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet dies abwechslungsreiche Tätigkeiten, bei denen sich jeder persönlich einbringen kann.

Wir haben im Jahresdurchschnitt nach HGB im Jahr 2023 ein Vollzeitäquivalent von 67 Mitarbeitern beschäftigt.

Unser Dank gilt allen unseren Mitarbeitern, die täglich für unsere Kunden eine hohe Leistung bringen.

Ausbildung

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren sechs junge Menschen in unserem Unternehmen beschäftigt. Wir bilden zwei verschiedene kaufmännische und einen gewerblichen Ausbildungsberuf aus.

C. Lage

Ertragslage

Sowohl die Steigerung bei den Produktions- als auch bei den sonstigen Funktionskosten erfolgte planmäßig. Ursachen sind höhere Abschreibungen infolge der Inbetriebnahme neuer Anlagen, sowie inflationsbedingte Lohn- und Gehaltsanpassungen.

Wir haben einen Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr von rund 5 % auf TEUR 84.667. Der Auslandsumsatz war insgesamt rund 9 % rückläufig und beträgt rund 26 % des Gesamtumsatzes.

Der reduzierte Materialeinsatz (-10 %) resultiert aus besseren Einkaufspreisen und hat sich auf das Rohergebnis absolut um TEUR 6.401 positiv ausgewirkt; die Rohertragsmarge liegt bei 34,4 % bzw. der Rohertrag bei TEUR 29.122.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 395 erhöht.

Das Betriebsergebnis (EBIT und ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens) erhöhte sich um TEUR 1.072 auf TEUR 11.820. Das Gesamtergebnis hat sich um TEUR 5.377 auf TEUR 8.417 stark verbessert und liegt damit über dem Niveau des Geschäftsjahres 2022.

Finanzlage

Die Linie im Kontokorrent von TEUR 7.000 wurde unterjährig in Anspruch genommen. Die Liquidität war zu jeder Zeit sichergestellt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.590 von TEUR 1.647 auf TEUR 14.237 gestiegen. Der Anstieg ist neben dem höheren Periodenergebnis vor Abschreibungen (unten als "Cashflow" ausgewiesen) auf die Verringerung des Forderungsbestands und geringere Ertragsteuerzahlungen zurückzuführen.

Die Entwicklung der Liquidität im Berichtsjahr wird durch nachfolgende Kapitalflussrechnung verdeutlicht:

GJ
TEUR
VJ
TEUR
Jahresergebnis 8.417 3.044
+ Abschreibungen 1.055 5.481
= Cashflow 9.472 8.525
-/+ Veränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit 4.767 -6.878
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 14.237 1.647
- Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.573 -5.147
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.349 3.751
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -685 251
+ Finanzmittel am Anfang der Periode 979 728
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 294 979

Vermögenslage

Insgesamt befindet sich das langfristig gebundene Vermögen um TEUR 5.281 über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf den Erwerb der Markenrechte für die Marke BIZOL zurückzuführen, denen planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen gegenüberstehen.

Stichtagsbedingt hat sich der Vorratsbestand in 2023 um TEUR 908 erhöht.

Trotz einer leichten Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 1.100 und Ausschüttungen in Höhe von TEUR 7.000 hat sich die Eigenkapitalquote durch den erzielten Jahresüberschuss von 46,1 % im Vorjahr auf 48,5 % in 2023 erhöht. Die insgesamt gute Eigenkapitalquote haben wir durch den hohen Jahresüberschuss sowie die Thesaurierung der Vorjahre erreicht.

D. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalquote und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit heran.

Die Eigenkapitalquote berechnen wir mit dem Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und sonstigen Veränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit.

Ausdruck der finanziellen Gesundheit von EUROLUB ist die Eigenkapitalquote von 48,5 %. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 14.237 und ist damit um TEUR 12.590 höher als im Vorjahr. Das macht das Unternehmen weiterhin unabhängig von Banken und ermöglicht hohe Investitionen.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist nach wie vor sehr gut. Die Prognosen des Vorjahres wurden übertroffen. Statt einer leichten Verringerung der EK-Quote verbesserte sich die EK-Quote etwas gegenüber dem Vorjahr. Statt des im Vorjahr prognostizierten stabilen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde durch stichtagsbezogene Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva ein deutlich höherer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielt.

E. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die EUROLUB GmbH legt hohen Wert auf die Einhaltung von gesetzlichen Standards zum Gesellschaftsrecht, den Steuergesetzen, den Umweltschutzvorschriften sowie den Arbeitnehmerrechten. Bei Verdacht auf Abweichungen werden sofort interne Prozesse über die Geschäftsführung eingeleitet, um den Sollzustand wieder herzustellen. Auch legt die EUROLUB GmbH als Leistungsindikator einen hohen Anspruch an die Qualität der in den Verkehr gebrachten Produkte. Kundenrückmeldungen werden intern bewertet und mit dem Ziel einer langfristigen Kundenzufriedenheit in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess weiterentwickelt.

Die o.g. Indikatoren werden jedoch nicht zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

F. Prognosebericht

Wir sind regional breit aufgestellt, bedienen eine Vielzahl von Branchen und Spezialanwendungen und sind damit umfassend diversifiziert. Das Portfolio enthält eine große Anzahl von Produkten, die hohe Ansprüche an die Technologie stellen und mit Serviceaufwand verbunden sind. Die Gesellschaft verbessert vorhandene Produkte oder entwickelt neue mit dem Ziel, bei den Kunden Kosten zu reduzieren oder technische Probleme zu lösen.

Die Absatzmärkte liegen sowohl in den hochentwickelten Industrieländern als auch in den sich wirtschaftlich oft schneller entwickelnden Schwellenländern.

Das prognostizierte Umsatzwachstum beruht weitgehend auf organischem Wachstum. Externes Wachstum ist nur in sehr geringem Umfang enthalten. Mit dem 1. Januar 2024 konnten wir unsere Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden über den offiziellen Erwerb der Marke BIZOL, (ehemals mit Sitz in Berlin) informieren. Das bereits 25 Jahre im Export erfolgreiche Unternehmen mit ehemals Sitz in Berlin passt strukturell hervorragend zur EUROLUB GmbH, was zu einer Stärkung unserer internationalen Vertriebspräsenz und zum Ausbau unserer gemeinsamen Umsätze führen wird. Ob im Verlauf des Jahres 2024 weitere Akquisitionen getätigt werden, bleibt abzuwarten.

Entscheidend wird zukünftig immer mehr das Gesamtpaket jedes einzelnen Anbieters sein. Welche Vorteile oder Nutzen kann er mit seinem Paket dem Kunden anbieten. Das Produkt und dessen Qualität wird immer im Mittelpunkt stehen. Der Preis wird allerdings in einem größeren Leistungsspektrum, wie zum Beispiel Fluidmanagementdienstleistungen inkl. Produktkosten, nicht das einzige Entscheidungskriterium sein.

Typische Stärken des Mittelstandes sind die flexible Logistik auch bei kleinen Losgrößen, hohe Verfügbarkeit und die Möglichkeit, bedarfsgerecht Nischenprodukte zu entwickeln und bereit zu stellen.

Es muss uns aber auch gelingen, die entsprechenden Mitarbeiter zu finden, mit denen wir eine solche nutzenorientierte Verkaufsstrategie in der Fläche umsetzen können - Stichwort: Fachkräftemangel, Elternzeit.

So Manches was derzeit in den Medien hochgekocht wird, wie die einseitige Fokussierung auf Elektromobilität, ist im realen Markt noch nicht spürbar. Aber wir stellen uns natürlich langfristig auf die möglichen Veränderungsprozesse ein.

Dazu darf man aber nicht vergessen, dass gerade E-Mobilität auch ihre Schattenseiten hat und der Verbrennungsmotor noch lange die Mobilität dominieren dürfte. Wir können ja nicht nur Deutschland und unsere Nachbarländer sehen. Wir arbeiten weltweit. Und selbst wenn in chinesischen Metropolen mit Kohlestrom betriebene E-Fahrzeuge zur Vermeidung der lokalen Emissionen bevorzugt werden. Viele andere Regionen der Welt werden noch lange auf den Verbrenner angewiesen sein. Auch hierzulande lässt sich ein Umstieg auf batterieelektrische Antriebe nicht übers Knie brechen - schon aus wirtschaftlichen und sozialen Erwägungen. Deshalb kämpfen wir als Mittelstand für eine technologieoffene Auswahl an Alternativen, zu der auf jeden Fall CO 2 -neutrale synthetische Kraftstoffe - kurz: E-Fuels - gehören. Deren Vorzüge waren nicht ohne Grund ein Thema der Stuttgarter Technologie Tagung. Denn es wäre ein großer Fehler, heute einseitigen politischen Vorgaben zu folgen, die am Ende vielleicht zu höheren CO 2 Emissionen führen, als der Einsatz von E-Fuels und anderen alternativen Kraftstoffen. Als Schmierstoffunternehmen sehen wir daher gute Chancen - für das laufende Jahr und die Zukunft in sich verändernden Märkten. Denn wo Reibung reduziert wird, werden auch Emissionen vermieden.

Trotz der anhaltenden Ukraine/Nahost-Krise erwartet unser Unternehmen ein Wachstum in Deutschland und einen Anstieg des BiP. Die Finanzierungsfunktion des Handels als Bank des Kunden kommt unter den aktuellen Bedingungen eine besondere Bedeutung zu. Für unser Unternehmen steht dabei Risikominimierung im Debitorenmanagement vor Umsatzinteressen.

Unsere Auswertungen für die Monate Januar bis Juli 2024 haben ergeben, dass für diesen Zeitraum der Umsatz leicht über dem des Vorjahres liegt. Bezüglich unseres finanziellen Leistungsindikators Eigenkapitalquote erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine leicht verringerte Eigenkapitalquote. In Bezug auf den finanziellen Leistungsindikator Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen stabilen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

G. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Wesentliche Risiken sind die Volatilität der Rohstoffkosten und eine mögliche Verschärfung geopolitischer Spannungen in einzelnen Regionen dieser Welt sowie des weiterhin bestehende Ukraine/Nahost-Konfliktes. Hilfreich ist jedoch, dass das Unternehmen eine Vielzahl von Schmierstoffen und verwandten Spezialitäten für eine große Anzahl von Anwendungen abfüllt und diese an über 1.000 Kunden vertreibt. Aufgrund der ausgewogenen Kundenstruktur ist das Risiko der Ertragsfähigkeit von einzelnen Kunden, Branchen oder Regionen diversifiziert und minimiert.

Eine Stärke von EUROLUB liegt in der hohen Anzahl von Kunden, bei großer Breite des Produktportfolios. In Verbindung mit kurzen Lieferzeiten erfordert dies eine breite Basis an Vorräten. Angesichts deutlich erhöhter Volatilität sowohl bei den Beschaffungspreisen als auch in der Kundennachfrage resultieren daraus Bewertungsrisiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Neben den genannten Faktoren kann der Klimaschutzplan 2050 als Leitlinie der deutschen Klimapolitik mit seiner Weg-vom-Öl-Strategie für die Schmierstoffbranche fatale Folgen haben. Besonders schwer wiegen Technologie-Verbote, wie sie beispielswiese im Verkehr angestrebt werden. Die einseitige Fokussierung auf eine reine Elektromobilität führt nach Ansicht der EUROLUB GmbH in eine Sackgasse.

Für die deutschen Unternehmen, die inzwischen 30 % bis 50 % ihres Umsatzes im Exportgeschäft erzielen, würde eine Rückkehr zur Abschottung nationaler Märkte empfindliche Einschnitte bedeuten. "Made in Germany" ist weltweit gefragt und anerkannt und wir tun alles dafür, dass dies so bleibt.

Die Auswirkungen der Ukraine-Krise treffen auch unsere Kunden. Mit aufmerksamen Mitarbeitern im Forderungsmanagement wird die Einhaltung der Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ständig überprüft. Auslandsumsätze werden ausschließlich gegen Vorkasse getätigt.

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Gesamtaussage

EUROLUB verfolgt das Ziel einer stetigen Steigerung des Unternehmenswertes. Wir schaffen Werte für unsere Kunden, Mitarbeiter und Gesellschafter. Die Sicherung und Erweiterung der Marktposition in den reifen Märkten und der nachhaltige Ausbau der Marktstellung in den Wachstumsmärkten bietet hierfür die Grundlage. Die Voraussetzungen hierzu werden durch organisches und - sofern sinnvoll und möglich - externes Wachstum geschaffen.

Von besonderer strategischer Bedeutung ist die Sicherung der Unabhängigkeit der EUROLUB GmbH. Unsere Unabhängigkeit ermöglicht uns die Fokussierung auf Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten in einem effizienten Umfeld und gibt Raum zur weiteren Steigerung des Unternehmenswertes. Sie basiert auf der Familie Huber, die eine nachhaltige Firmenpolitik ermöglicht und darüber hinaus Spielräume für Akquisitionen schafft.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, geopolitischen Spannungen und den volatilen Rohstoffpreisen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind gerade auch durch den robusten Geschäftsverlauf nicht erkennbar. In den ersten acht Monaten des Jahres 2024 war unser Geschäftsmodell wegen der Ukraine- bzw. Nahost-Konflikte wenig eingeschränkt.

H. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Unser Dank gilt allen unseren Mitarbeitern, die sich täglich um alle Anliegen unserer Kunden bemühen und bei Bedarf auch Mehrarbeit leisten. Weiterhin unseren Lieferanten und Dienstleistern, die uns mit neuen Produkten und zielführender Beratung vorangebracht haben.

 

Eching, 23. September 2024

EUROLUB GmbH

Hubert Huber, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.212.356,42 8.931.838,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.789.042,18 141.015,76
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.789.042,18 90.177,53
2. geleistete Anzahlungen 0,00 50.838,23
II. Sachanlagen 8.378.504,24 7.751.402,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.513.184,78 1.496.149,92
2. technische Anlagen und Maschinen 3.486.968,32 3.888.548,14
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.855.199,55 2.133.796,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 523.151,59 232.908,31
III. Finanzanlagen 1.044.810,00 1.039.420,14
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Beteiligungen 160,00 160,00
3. sonstige Ausleihungen 44.650,00 39.260,14
B. Umlaufvermögen 23.073.742,52 27.787.164,70
I. Vorräte 9.503.173,06 8.594.759,49
1. fertige Erzeugnisse und Waren 9.503.173,06 8.592.009,49
2. geleistete Anzahlungen 0,00 2.750,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.026.425,83 13.508.846,93
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.867.222,78 7.882.781,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 3.871.489,52
3. sonstige Vermögensgegenstände 159.203,05 1.754.575,75
III. Wertpapiere 5.250.047,54 4.704.236,74
1. sonstige Wertpapiere 5.250.047,54 4.704.236,74
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 294.096,09 979.321,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 233.930,78 60.982,64
D. Aktive latente Steuern 1.161.433,41 801.339,51
Bilanzsumme, Summe Aktiva 38.681.463,13 37.581.325,26

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.746.435,14 17.329.678,94
I. gezeichnetes Kapital 77.000,00 77.000,00
II. Gewinnvortrag 10.252.678,94 14.209.119,27
III. Jahresüberschuss 8.416.756,20 3.043.559,67
B. Rückstellungen 2.565.547,36 2.316.270,60
1. Steuerrückstellungen 1.866.965,00 1.679.123,00
2. sonstige Rückstellungen 698.582,36 637.147,60
C. Verbindlichkeiten 17.369.480,63 17.935.375,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7.000.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.090,72 98.200,56
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.963.864,96 9.945.817,24
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.465,02 127.694,29
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.306.059,93 763.663,63
davon aus Steuern 58.272,64 55.418,71
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 1.782,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 38.681.463,13 37.581.325,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 84.666.626,45 89.190.882,63
2. sonstige betriebliche Erträge 517.597,51 846.502,36
3. Materialaufwand 55.544.489,38 61.945.940,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 55.215.916,59 61.904.263,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 328.572,79 41.676,35
4. Personalaufwand 4.278.918,68 4.492.591,23
a) Löhne und Gehälter 3.595.686,28 3.458.604,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 683.232,40 1.033.986,31
davon für Altersversorgung 18.505,78 434.840,30
5. Abschreibungen 1.054.698,87 759.559,14
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.054.698,87 759.559,14
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.486.523,19 12.091.753,56
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 139.488,92 110.843,77
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 35.790,72 4.721.559,14
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 299.962,86 107.169,18
davon aus Abzinsung 38.967,00 36.855,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.173.212,50 2.956.660,77
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 -128.396,17
11. Ergebnis nach Steuern 8.450.116,68 3.072.995,66
12. sonstige Steuern 33.360,48 29.435,99
Jahresüberschuss 8.416.756,20 3.043.559,67

1.3 Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die EUROLUB GmbH mit Sitz in Eching (Registergericht München, HRB 76413) ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind in der Regel im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 266 und § 275 HGB sowie § 42 GmbHG.

Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252-256a HGB vorgenommen. Die Bewertung erfolgt unter dem Aspekt der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip).

Immaterielle Vermögensgegenstände werden über die Nutzungsdauer pro rata temporis abgeschrieben. Erworbene Markenrechte werden über 15 Jahre abgeschrieben; der Abschreibungsdauer liegen zuverlässige Schätzungen und Auswertungen über die Verwendungsdauer der erworbenen Rechte zugrunde.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei den Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen im Hinblick auf die gewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Dabei werden folgende gewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Markenrechte): 2 bis 10 Jahre
- Bauten inkl. Außenanlagen: 8 bis 50 Jahre
- Technische Anlagen: 2 bis 20 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 25 Jahre

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten mindestens EUR 250 betragen aber EUR 1.000 nicht übersteigen, werden im Jahre der Anschaffung in einem Sammelposten aktiviert und einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Darlehen in Höhe von TEUR 4.465 wurden im Jahr 2022 außerplanmäßig abgeschrieben.

Warenvorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde allen erkennbaren Risiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen Rechnung getragen.

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich der Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet.

Die Pensionsrückstellung wird unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck nach dem modifizierten Teilwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) berechnet. Für die Berechnung des Erfüllungsbetrages wurde die PUC-Methode (projected unit credit method) angewandt. Es wurde ein Rententrend von 3 % zu Grunde gelegt. Die Pensionsrückstellung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, dem beizulegenden Zeitwert des als Deckungsvermögen für die Pensionszusagen verpfändeten Wertpapierdepots und dem zugehörigen Bankkonto verrechnet.

Die Steuerrückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Garantierückstellungen wurden mit 0,3 % der Umsatzerlöse angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Es ergaben sich Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Latente Steuern werden auf die Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bilanziert, soweit sich ein Überhang von passiven latenten Steuern ergibt. Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen zum Stichtag im Wesentlichen im Bereich der Pensionsrückstellungen und des handelsbilanziell zu Zeitwerten bewerteten verrechneten Deckungsvermögens. Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von rd. 28 % bewertet. Insgesamt ergibt sich zum Stichtag ein Aktivüberhang, welcher in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 Abs 1 S. 2 HGB nicht bilanziert wird.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagenvermögens im Wirtschaftsjahr 2023 ist aus dem nachfolgend dargestellten Anlagespiegel ersichtlich.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände mit EUR 45.458,00 (Vj. EUR 42.660) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sämtliche andere Forderungen sind kurzfristig und haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Forderungen gegenüber Gesellschafter bestehen zum Stichtag nicht (Vj. EUR 939.642).

3. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, dem beizulegenden Zeitwert des als Deckungsvermögen für die Pensionszusagen verpfändeten Wertpapierdepots und dem zugehörigen Bankkonto verrechnet. Der Unterschiedsbetrag ist unter der Bilanzposition "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus den von den Versicherungen bestätigten Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen, dem verpfändeten Wertpapierdepot zu Kurswerten zum 31.12.2023 sowie dem Nominalwert des dazugehörigen Bankkontos.

EUR
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung 2.141.413,00
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 3.302.846,41
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.161.433,41
Verrechnete Aufwendungen 58.440,66
Verrechnete Erträge 236.072,72

Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 2.748. Bezogen auf die Zeitwertbewertung des mit der Pensionsrückstellung verrechneten Deckungsvermögens besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 in Höhe von TEUR 554 (Vj. TEUR 351). Bezogen auf den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre von TEUR 36 (Vj. TEUR 162).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen von TEUR 230 (Vj. TEUR 287), eine Rückstellung für Gewährleistung von TEUR 269 (Vj. TEUR 282) sowie die Rückstellung für eine noch nicht in Rechnung gestellte Management Fee TEUR 117 (TEUR 0).

4. Verbindlichkeiten

Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
zu 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(Vj. 7.000) (Vj. 7.000) (Vj. 0) (Vj. 0)
zu 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57 57 0 0
(Vj. 98) (Vj. 98) (Vj. 0) (Vj. 0)
zu 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.964 12.964 2.000 0
(Vj. 9.946) (Vj. 9.946) (Vj. 0) (Vj. 0)
zu 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42 42 0 0
(Vj. 127) (Vj. 127) (Vj. 0) (Vj. 0)
zu 5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.306 2.306 0 0
(Vj. 764) (Vj. 764) (Vj. 0) (Vj. 0)
17.369 15.369 2.000 0
(Vj. 17.935) (Vj. 17.935) (Vj. 0) (Vj. 0)

Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 42 (Vj. TEUR 128).

5. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Haupttätigkeit der EUROLUB GmbH liegt im Handel mit Motorölen, Additiven, Pflegeprodukten und chemisch-technischen Problemlösern für den Automotivebereich. Die dadurch erzielten Umsätze teilen sich regional wie folgt;

2023
EUR
2022
EUR
Umsatzerlöse Inland 62.706.436,44 64.934.398,68
Umsatzerlöse EU 14.927.037,91 17.105.502,35
Umsatzerlöse Drittland 7.033.152,10 7.150.981,60
84.666.626,45 89.190.882,63

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag war im Vorjahr ein Ertrag von EUR 128.396,17 aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern enthalten. Da seit dem Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Nichtausübung des Aktivierungswahlrechts keine latenten Steuern mehr ausgewiesen werden, ergaben sich im Jahr 2023 keine Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit latenten Steuern.

Erträge aus der Währungsumrechnung ergaben sich in Höhe von EUR 0 (Vj. EUR 0). Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ergaben sich in Höhe von EUR 546,59 (Vj. EUR 557,84).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren im Vorjahr einmalige Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 555 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Vorjahr einmalige Forderungsverluste aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 784. Im Geschäftsjahr 2023 sind ungewöhnlich hohe Instandhaltungsaufwendungen von TEUR 3.504 (Vj. TEUR 1.910) angefallen, welche in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

IV. Sonstige Angaben

Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von derzeit TEUR 1.933 p.a. aus Mietverträgen mit dem Gesellschafter sowie insgesamt TEUR 228 aus Leasingverträgen.

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestehen aus Höchstbetragsbürgschaften und Schuldbeitritten in Höhe von TEUR 14.750 (Vj. TEUR 14.750) gegenüber einem Gläubiger des Anteilseigners. Aufgrund der Bonitätsbeurteilung des Schuldners wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Hubert Huber, Kaufmann. Der Geschäftsführer ist vom Selbstkontrahierungsverbot gemäß § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 80 Arbeitnehmer (Vj. 75). Dabei handelt es sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 um 35 Angestellte und 45 gewerbliche Arbeitnehmer.

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der VISCONA GmbH (ehemals: Trade Brand Oil & Service GmbH) mit Sitz in München. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt TEUR 1.134; im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 26 erzielt.

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt (ohne Reisekosten und gesetzliche Umsatzsteuer) TEUR 26 (Vj. TEUR 31) für Abschlussprüferleistungen und TEUR 85 (Vj. TEUR 59) für Steuerberatungsleistungen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres auszuschütten.

 

Eching, 23. September 2024

EUROLUB GmbH

Hubert Huber, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 662.780,53 4.702.342,66 0,00 50.838,23 5.415.961,42
2. Geleistete Anzahlungen 50.838,23 0,00 0,00 -50.838,23 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 713.618,76 4.702.342,66 0,00 0,00 5.415.961,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.502.037,93 104.024,94 0,00 0,00 2.606.062,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.926.201,10 110.953,67 30.382,76 0,00 7.006.772,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.360.077,05 891.858,50 26.235,82 0,00 7.225.699,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.908,31 523.151,59 0,00 0,00 756.059,90
Summe Sachanlagen 16.021.224,39 1.629.988,70 56.618,58 0,00 17.594.594,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
2. Beteiligungen 160,00 0,00 0,00 0,00 160,00
3. Sonstige Ausleihungen 4.504.260,14 44.650,00 39.260,14 0,00 4.509.650,00
Summe Finanzanlagen 5.504.420,14 44.650,00 39.260,14 0,00 5.509.810,00
Summe Anlagevermögen 22.239.263,29 6.376.981,36 95.878,72 0,00 28.520.365,93
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 572.603,00 54.316,24 0,00 0,00 626.919,24
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 572.603,00 54.316,24 0,00 0,00 626.919,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.005.888,01 86.990,08 0,00 0,00 1.092.878,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.037.652,96 510.036,15 27.885,42 0,00 3.519.803,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.226.280,91 403.356,40 26.228,82 0,00 4.603.408,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.269.821,88 1.000.382,63 54.114,24 0,00 9.216.090,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 4.465.000,00 0,00 0,00 0,00 4.465.000,00
Summe Finanzanlagen 4.465.000,00 0,00 0,00 0,00 4.465.000,00
Summe Anlagevermögen 13.307.424,88 1.054.698,87 54.114,24 0,00 14.308.009,51
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.789.042,18 90.177,53
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 50.838,23
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.789.042,18 141.015,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.513.184,78 1.496.149,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.486.968,32 3.888.548,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.622.291,24 2.133.796,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 756.059,90 232.908,31
Summe Sachanlagen 8.378.504,24 7.751.402,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Beteiligungen 160,00 160,00
3. Sonstige Ausleihungen 44.650,00 39.260,14
Summe Finanzanlagen 1.044.810,00 1.039.420,14
Summe Anlagevermögen 14.212.356,42 8.931.838,41

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EUROLUB GmbH, Eching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EUROLUB GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROLUB GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem dengeplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. September 2024

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte

Christian Kracylo, Wirtschaftsprüfer

Johanna Inzenhofer, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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