August Lenz & Co. AktiengesellschaftLiquidiert

80333 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 143197
Vorher
August Lenz & Co. AktiengesellschaftBankhaus August Lenz & Co. Aktiengesellschaft
Eingetragen
20.6.2002
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Lechner
seit 3.7.2023
Sonstige
Antonio Maria Penna
seit 3.7.2023
Sonstige

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

August Lenz & Co. Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022

Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022...

3. Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022

1 RESTRUKTURIERUNG DER GESELLSCHAFT

Die August Lenz & Co. Aktiengesellschaft (vormals: Bankhaus August Lenz & Co. AG, München), im Folgenden Gesellschaft, Bankhaus oder Bank genannt, mit Sitz in München, ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Banca Mediolanum S.p.A., Mailand, im Folgenden als Muttergesellschaft bezeichnet. Die Gesellschaft betrieb im Geschäftsjahr selbst keine Niederlassungen. Das Berichtsjahr begann am 1. Juli 2022 und endete am 31. Dezember 2022.

Am 19. Juni 2020 beschloss die Hauptversammlung der Bankhaus August Lenz & Co. AG, München den Geschäftsbereich Banking & Sales zum 31. Dezember 2020 einzustellen. Dieser Beschluss wurde innerhalb des dem Berichtszeitraum vorausgegangenen Geschäftsjahres umgesetzt.

Auf Basis der Beschlussfassung der Hauptversammlung der Bankhaus August Lenz & Co. AG vom 30. März 2021 wurden im vorausgegangenen Geschäftsjahr vorbereitende Maßnahmen für die Veräußerung des verbliebenen Geschäftsbereichs Payment Services begonnen.

Mit Zustimmung des Aufsichtsrates der Bankhaus August Lenz & Co. AG vom 3. August 2021 erwarb die Gesellschaft zum alleinigen Zweck der Ausgliederung des verbliebenen Geschäftsbereichs Payment Services am 5. August 2021 einen 100%igen Anteil an der Blitz 21-755 GmbH, München und am 28.09.2021 einen 100%igen Kommanditanteil an der Blitz 21-756 GmbH & Co. KG, München (im Folgenden NewCo genannt). Bei der Blitz 21-755 GmbH handelt es sich um den alleinigen Komplementär der Blitz 21-756 GmbH & Co. KG, München.

Gemäß dem Ausgliederungs- und Übertragungsvertrag vom 14. Dezember 2021 wurden mit Ablauf des 21. Juni 2022 die dem Geschäftsbereich Payment Services zugeordneten Aktiva und Passiva auf die Blitz 21-756 GmbH & Co. KG, München ausgegliedert. In Übereinstimmung mit Ziffer 3 des Ausgliederungs- und Übertragungsvertrag gelten für den Zeitraum 1. Januar 2022 bis 21. Juni 2022 alle Handlungen und Geschäfte der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Geschäftsbereich Payment Services gemäß § 126 Abs. 1 Nr. 6 UmwG als für die Blitz 21-756 GmbH & Co. KG, München vorgenommen. Insofern ist für den zuvor genannten Zeitraum fiktiv das Zins-, Provisions- und sonstige Ergebnis des Geschäftsbereichs Payment Services unter Abzug der bei der Gesellschaft für den Betrieb dieses Geschäftsbereichs entstandenen Verwaltungsaufwendungen zuzurechnen. Am 22. Juni 2022 erfolgte die Veräußerung des Kommanditanteils an der NewCo an die Raisin Bank AG, Frankfurt am Main.

Am 4. August 2022 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Rückgabe der Bankerlaubnis beschlossen. Diesbezüglich wurden umfassende Maßnahmen, insbesondere zur vollständigen Rückführung der Kundeneinlagen, eingeleitet, die bis 30. September 2022 abgeschlossen wurden. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2022 wurde abschließend die BaFin über die Absicht informiert, mit Ablauf des 12. Oktober 2022 auf die Bankerlaubnis zu verzichten. Sämtliche aufsichtrechtliche Vorgaben wurden bis zur Rückgabe vollständig eingehalten.

Das Erlöschen der Banklinzenz wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungaufsicht im Bundesanzeiger vom 24. Februar 2023 veröffentlicht.

Die Muttergesellchaft hat darauf hingewiesen, dass im Kalenderjahr 2022 keines der beiden für die August Lenz & Co. AG, München möglichen Szenarien "Veräußerung" oder die "Liquidation" evaluiert und entschieden wird. Zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebes verfügt die Gesellschaft über ein ausreichendes bilanzielles Eigenkapital in Höhe von TEUR 34.236, eine Garantie der Muttergesellschaft die den Ausgleich sämtlicher Verluste bis zum 31. Dezember 2022 umfasst sowie zur Sicherung dieser Ansprüche ein von der Muttergesellschaft zu Gunsten der Gesellschaft verpfändetes Depot mit einem Wertpapierbestand in Höhe von TEUR 100.000.

Der Restrukturierungsplan sieht geschäftsjahresübergreifend Aufwendungen von bis zu TEUR 17.398 (Vorjahr: TEUR 15.000) vor. Von dem insgesamt verfügbaren Budget wurden bis einschließlich des Rumpfgeschäftsjahres TEUR 15.003 (30.06.2022: TEUR 14.248) verbraucht.

Mit Beschluss der Hauptversammlung der Bankhaus August Lenz & Co. AG, München vom 19. Oktober 2022 wurden die Satzung wie folgt geändert und am 7. November 2022 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft firmiert nun unter August Lenz & Co. Aktiengesellschaft, München, deren Gegenstand in der Verwaltung des eigenen Vermögens besteht. Des Weiteren wurde das bisher abweichende Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr geändert.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Insbesondere in Folge des starken Anstiegs der Energie- und Rohstoffpreise sank in der Europäischen Union im Jahr 2022 das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr von 5,4% auf 3,5%. 1 , während die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahr von 5,3% auf 10,4% deutlich anstieg. 2 In Deutschland sank das Wirtschaftswachstum im Vorjahresvergleich von 2,6% auf 1,8%, 3 während die Inflation deutlich von 5,7% auf 9,6% anstieg. 4

1 Europäische Union: Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten von 2020 bis 2024, Statista, vom 22.02.2023, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/
2 Eurostat, Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 9,2% gesunken, vom 18.01.2023, abrufbar unter: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/15725179/2-18012023-AP-DE.pdf/5231f550-70b7-bf72-2a75-2358986405da
3 Europäische Union: Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten von 2020 bis 2024, Statista, vom 22.02.2023, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/
4 Eurostat, Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 9,2% gesunken, vom 18.01.2023, abrufbar unter: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/15725179/2-18012023-AP-DE.pdf/5231f550-70b7-bf72-2a75-2358986405da

Die Europäische Zentralbank hat am 27. Juli 2022 die drei Leitzinssätze angehoben. "Die Einlagefazilität bildet im Allgemeinen die Untergrenze für den Tagesgeldsatz am Geldmarkt und ist somit einer der Leitzinsen des Eurosystems. Er entspricht ungefähr dem ehemaligen Diskontsatz der Bundesbank." 5 Der Zinssatz für die Einlagefazilität wurde nach der zum 11. Juli 2014 begonnenen Negativzinsphase mit dem seit 18. September 2019 andauernden historischen Tiefststand in Höhe von -0,5% zunächst wieder auf 0,0% angehoben. Es folgten weitere Erhöhungen zum 14. September auf 0,75%, zum 2. November 2022 auf 1,5 % und mit Wirkung zum 21. Dezember 2022 auf 2,0%. 6

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Das Rumpfgeschäftsjahr schloss mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.376 (30.06.2022: TEUR 9.782). Davon entfallen auf im Berichtszeitraum umgesetzte Restrukturierungsmaßnahmen Aufwendungen in Höhe von TEUR -1.123 (30.06.2022: TEUR -2.412).

Der Jahresfehlbetrag lag um TEUR 758 unterhalb des im Berichtszeitraum angepassten geplanten Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 4.134 (30.06.2022: TEUR 14.569).

Diese Abweichung ist im Wesentlichen auf das Rumpfgeschäftsjahr geringer als geplant entfallene Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

TECHNISCHE INFRASTRUKTUR

Die Gesellschaft konnte im Berichtszeitraum aufgrund der bestehenden Infrastruktur, auch während unvorhersehbarer Ereignisse wie COVID-19, die Verfügbarkeit der Bankdienstleistungen unverändert jederzeit gewährleisten.

ORGANE UND MITARBEITER

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31. Dezember 2022 neben den zwei Vorstandsmitgliedern 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (30.06.2022: 33).

3 LAGE DES UNTERNEHMENS

3.1 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme reduzierte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 203.972 auf TEUR 40.842 (30.06.2022: TEUR 244.814).

Die Veränderung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von sonstigen Verbindlichkeiten (bis 30. Juni 2022: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden) in Höhe von TEUR 184.510, einer Reduzierung der übrigen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.638 und einer Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 10.151, welche aus dem bei der Deutschen Bundesbank und der Muttergesellschaft gehaltenen Guthaben beglichen wurden.

Des Weiteren wurde durch die im September 2022 von der Muttergesellschaft geleisteten Einzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der geplante Verlust der Gesellschaft ausgeglichen.

5 Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für die Einlagefazilität von 1999 bis 2023, vom März 2023, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201162/umfrage/entwicklung-des-ezb-zinssatzes-fuer-die-einlagefazilitaet-seit-1999/
6 Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für die Einlagefazilität von 1999 bis 2023, vom März 2023, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201162/umfrage/entwicklung-des-ezb-zinssatzes-fuer-die-einlagefazilitaet-seit-1999/

EIGENKAPITAL

Das bilanzielle Eigenkapital reduzierte sich zum 31. Dezember 2022 um TEUR 1.817 (5,3 %) auf TEUR 34.244 (30.06.2022: TEUR 36.061). Die Veränderung des bilanziellen Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.376 und der unterjährigen Einzahlung in die freie Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 1.559.

Die Beurteilung der Finanzlage erfolgt anhand der Kapitalstruktur und der Liquiditätslage.

KAPITALSTRUKTUR

Refinanzierungsmittel

Zum 31.12.2022 bestand von der Banca Mediolanum S. p. A. (Muttergesellschaft) eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.000, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

Rückstellungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.921 (30.06.2022: TEUR 3.591) und umfasst in Höhe von TEUR 1.972 (30.06.2022: TEUR 1.875) Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen für Personalaufwand in Höhe von TEUR 545 (30.06.2022: TEUR 1.030). Die für Restrukturierungsmaßnahmen gebildeten Rückstellungen umfassen personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.083 (30.06.2022: TEUR 888), sowie Aufwendungen für die vorzeitige Beendigung von sonstigen Verträgen Rückstellungen in Höhe von TEUR 889 (30.06.2022: TEUR 986).

LIQUIDITÄTSLAGE

Im Rumpfgeschäftsjahr war die Liquiditätslage der Gesellschaft solide und die Zahlungsfähigkeit gewährleistet. Die Gesellschaft war grundsätzlich keinen übermäßigen Abrufrisiken ausgesetzt. Im Falle eines erhöhten Liquiditätsbedarfs konnte die Gesellschaft auf eine eingeräumte, fest zugesagte Kreditlinie bei der Banca Mediolanum S. p. A., Mailand zurückgreifen. Die diesbezüglichen Analysen der Gesellschaft kommen zu dem Ergebnis, dass auch in einem unwahrscheinlichen sehr stark ausgeprägten Stressfall die jederzeitige Liquidität der Gesellschaft durch schnell zu ergreifende Maßnahmen sichergestellt werden kann.

3.2 ERTRAGSLAGE

Für das Rumpfgeschäftsjahr wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.376 (30.06.2022: TEUR 9.782) ausgewiesen.

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum TEUR 26 (30.06.2022: TEUR 3.036). Diese setzen sich im Wesentlichen aus nachlaufenden Transaktionserträgen, Geldbereitstellungsprovisionen und Erträgen aus dem Lastschrifteinzug zusammen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 734 (30.06.2022: TEUR 6.991) und betreffen hauptsächlich die Auflösung von Rückstellungen nach BFA 3, für Personalaufwand und Archivierung.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 2.729 (30.06.2022: TEUR 22.096) und betreffen im Berichtszeitraum Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.123.

3.3 GESAMTENTWICKLUNG IM GESCHÄFTSJAHR

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist von der Restrukturierung der Gesellschaft und der Veräußerung des Geschäftsbereichs Payment Services geprägt.

3.4 FINANZIELLE UND NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Steuerung der Gesellschaft ist ausschließlich auf die Umsetzung des Restrukturierungsplans ausgerichtet.

4 BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Der alleinige Aktionär der Gesellschaft ist die Banca Mediolanum S.p.A., Mailand. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand im Rahmen des separat erstellten Abhängigkeitsberichtes folgende Erklärung abgegeben:

Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne des § 312 Abs. 1 AktG haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

5 PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

5.1 PROGNOSEBERICHT

5.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Europäische Kommission erwartet für die Europäische Union ein leichtes Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,8 % für das Jahr 2023 und 1,6% für das Jahr 2024, für Deutschland wird von einem schwächeren Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für 2023 in Höhe von 0,2% und 1,3% für 2024 ausgegangen. 7 Für die Europäische Union prognostiziert die Europäische Kommission eine sinkende Inflationsrate in Höhe von 6,4% im Jahr 2023 und 2,8% im Jahr 2024 8. Das ifo-Institut erwartet für Deutschland im Jahr 2023 eine Inflationsrate in Höhe von 6,2% und 2,2% für das Jahr 2024. 9

7 Europäische Union: Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedstaaten von 2020 bis 2024, 22.02.2023, Statista, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/
8 Winterprognose: EU-Wirtschaft ist trotz Schockwellen durch russischen Angriffskriegs gewachsen, Europäische Kommission, vom 13.02.2023, abrufbar unter: https://germany.representation.ec.europa.eu/news/winterprognose-eu-wirtschaft-ist-trotz-schockwellen-durch-russischen-angriffskriegs-gewachsen-2023-02-13_de#:~:text=Das%20in%20der%20Winterprognose%20f%C3%BCr,Prozent%20f%C3%BCr%20den%20Euroraum%20unver%C3%A4ndert
9 Prognose des ifo-Instituts zur Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland bis 2024, ifo-Institut, vom 15.03.2023, abrufbar unter: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1298570/umfrage/prognosedes-ifo-zur-entwicklung-der-inflationsrate-in-deutschland/

Für die Einlagefazilität sind nach den beiden kurz aufeinander gefolgten Zinsschritte in Höhe von jeweils 0,5% vom 8. Februar 2023 und von 22. März 2023 auf nun 3,0% in Anbetracht der weiterhin noch hohen Inflationsrate weitere Zinserhöhungen nicht auszuschließen. 10

5.1.2 AUGUST LENZ & CO. AKTIENGESELLSCHAFT

Die August Lenz & Co. Aktiengesellschaft verfügt über eine solide Liquiditäts- und Kapitalausstattung. Darüber hinaus besteht bis Ende 2022 eine Verlustübernahmegarantie der Muttergesellschaft.

RESTRUKTURIERUNG DER GESELLSCHAFT

Für Geschäftsjahr 2023 liegt weiterhin der Fokus der Aktivitäten auf der Umsetzung des Restrukturierungsplans der Gesellschaft innerhalb des vorgegebenen Budgets. Aus den für das letzte Quartal 2022 geplanten Optimierungsmaßnahmen sieht die Gesellschaft weitere Chancen zur Senkung des Verwaltungsaufwands.

Für die verbleibenden Restrukturierungsmaßnahmen planen wir für das folgende und das darauf folgende volle Geschäftsjahr 2023 mit Aufwendungen in Höhe eines kleinen einstelligen Millionbetrag.

5.2 RISIKOBERICHT

Wie in Abschnitt 1 beschrieben, befindet sich die Gesellschaft in einem umfassenden Restrukturierungsprozess.

Die überschüssigen liquiden Mittel werden von der Abteilung Treasury angelegt. Hierbei gilt es, die mit der Erzielung von Erträgen verbundenen Risiken inhaltlich und quantitativ so zu begrenzen, dass keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken eintreten. Aus dem in der Vergangenheit betriebenen Kreditgeschäft mit Privatkunden bestehen zum 31. Dezember 2022 nur noch wenige Positionen (z. B. Ratenkredite) mit geringfügigen Volumen. Unter Berücksichtigung der laufenden Restrukturierung der Gesellschaft, der bisherigen Geschäftsausrichtung und der gesetzlichen Rahmenbedingungen wurde eine Risikoinventur durchgeführt.

Im Rahmen der Risikoinventur wurden auf Basis des Risikouniversums das operationelle Risiko als wesentlich eingestuft. Das operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen ein. Des Weiteren ergeben sich aus der in Abschnitt 1 beschriebenen Restrukturierung der Gesellschaft zusätzliche operationelle Risiken.

Wesentliche Zielsetzung der Gesellschaft ist die Vermeidung operationeller Risiken, soweit dies unter ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Die Gesellschaft verfügt hierzu über geeignete Rahmenbedingungen in Form von technischen und organisatorischen Maßnahmen, vertraglichen Regelungen und Arbeitsanweisungen sowie die Gewährung von persönlichen Anreizen, um die Entstehung operationeller Risiken möglichst zu verhindern. Dies schließt eine Notfallplanung mit ein. Eine Schlüsselrolle zur Vermeidung von operationellen Risiken im Tagesgeschäft kommt dabei der Sensibilisierung aller Mitarbeiter für Risiken und dem Umgang mit diesen zu (Risikokultur).

10 Eurostat, Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 9,2% gesunken, vom 18.01.2023, abrufbar unter: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/15725179/2-18012023-AP-DE.pdf/5231f550-70b7-bf72-2a75-2358986405da

Für die Identifikation, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken hat die Gesellschaft eine Ablauforganisation bzw. einen Managementprozess implementiert, der sowohl der Vorstand, das Risikocontrolling in seiner Funktion als zentrales OpRisk-Controlling sowie die Abteilungsleiter der operativen Geschäftsbereiche, als dezentrale OpRisk-Manager einbindet. In diesem Management System ist ein klar strukturiertes Berichtswesen integriert, welches einen quartalsweisen Risikobericht sowie einen mindestens jährlichen Risikoinventurreport und einen gesonderten Abschnitt im Risikobericht, der über die abgeschlossenen und geplanten Aktivitäten für das operative Risiko informiert. Der Vorstand wird im Zuge der Risikoberichterstattung jährlich umfangreich über die Höhe und die Struktur des operationellen Risikos informiert. Der systematische Umgang mit operationellen Risiken erfolgt auf Basis der vom Vorstand festgelegten Risikostrategie. Die operationellen Risiken sind ebenfalls Bestandteil der vierteljährlich durchgeführten Stresstests. Dabei wird der gleichzeitige Eintritt mehrerer operationeller Schadensfälle simuliert.

Derzeit verfügt die Gesellschaft über keinen operativen Geschäftsbetrieb und erzielt somit keine Erträge zur Deckung des Aufwands der Gesellschaft. Auf Grundlage der Unternehmensplanung vom 18.11.2022 besteht eine ausreichende Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung bis mindestens 31.12.2024. Beschlüsse zur Auflösung der Gesellschaft wurden nicht getroffen, so dass der Vorstand derzeit auch von der Fortführung der Gesellschaft über diesen Planungshorizont ausgeht. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass seitens der Alleingesellschafterin Beschlüsse zur vorzeitigen Auflösung der Gesellschaft getroffen werden.

 

München, 4. Mai 2023

August Lenz & Co. Aktiengesellschaft

Antonio Maria Penna, Vorstandsvorsitzender

Bernhard Lechner, Vorstand

Bilanz für das Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2022

der August Lenz & Co AG, München

(vormals: Bankhaus August Lenz & Co AG, München)

Aktivseite

30. Juni 2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.128,12 48
II. Sachanlagen
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.017,58 28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.625,08 29
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.268,96 91
4. Sonstige Vermögensgegenstände 122.415,67 153.684,63 704
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 40.582.633,81 243.741
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.573,98 173
Summe der Aktiva 40.841.663,20 244.814

Passivseite

30. Juni 2022
EUR EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000
II. Kapitalrücklage 61.962.634,89 60.404
III. Gewinnrücklagen 4.180.670,10
4. andere Gewinnrücklagen 4.180.670,10 4.181
IV. Bilanzverlust - 51.898.864,27 34.244.440,72 -48.523
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 437.218,00 442
2. Steuerrückstellungen 501.767,81 1.659
3. sonstige Rückstellungen 2.921.161,70 3.860.147,51 3.591
C. Verbindlichkeiten
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.921,33 10.176
8. Sonstige Verbindlichkeiten 2.712.153,64 2.737.074,97 192.884
davon aus Steuern: EUR 1.205.513,80 (30. Juni 2022: TEUR 302)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.931,93 (30. Juni 2022: TEUR 5)
Summe der Passiva 40.841.663,20 244.814

 

München, 31. März 2023

August Lenz & Co. AG, München

Antonio Maria Penna, Vorstandsvorsitzender

Bernhard Lechner, Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022

der August Lenz & Co. AG, München

(vormals: Bankhaus August Lenz & Co. AG, München)

1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 25.958,29 11.980
2. Sonstige betriebliche Erträge 731.673,98 6.791
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.316.007,38 4.042
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 166.892,91 1.482.900,29 639
davon für Altersversorgung: EUR 21.085,02
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.620,01 33.620,01 103
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.687.142,08 21.955
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.647,30 6
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.166,64 485
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.336
10. Ergebnis nach Steuern - 3.375.549,45 9.782
11. Sonstige Steuern
12. Jahresfehlbetrag - 3.375.549,45 - 9.782
13. Jahresfehlbetrag - 3.375.549,45 9.782
14. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 48.523.314,82 38.741
15. Bilanzverlust - 51.898.864,27 48.523

 

München, 31. März 2023

August Lenz & Co. AG, München

Antonio Maria Penna, Vorstandsvorsitzender

Bernhard Lechner, Vorstand

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022

I. VORBEMERKUNGEN

Die August Lenz & Co. Aktiengesellschaft mit Sitz in München (vormals: Bankhaus August Lenz & Co. AG, München), im Folgenden Gesellschaft genannt, hat mit Schreiben vom 11. Oktober 2022 an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Absicht erklärt mit Ablauf des 12. Oktober 2022 auf die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften zu verzichten.

Mit Beschluss der Hauptversammlung der August Lenz & Co. AG, München vom 19. Oktober 2022 wurden die Satzung wie folgt geändert und am 7. November 2022 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft firmiert nun unter August Lenz & Co. Aktiengesellschaft, München, deren Gegenstand in der Verwaltung des eigenen Vermögens besteht. Des Weiteren wurde das bis zum 30. Juni 2022 abweichende Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr geändert.

Die Gesellschaft verfügt im Prognosezeitraum weiterhin über ausreichend Liquidität, um das Unternehmen fortzuführen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde daher unter der Going-Concern-Prämisse aufgestellt.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

1. ANWENDUNG DER GESETZLICHEN VORSCHRIFTEN

Den Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 haben wir nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die August Lenz & Co. Aktiengesellschaft ist beim Registergericht München unter HRB Nr. 143197 eingetragen.

2. ANGABE UND BEGRÜNDUNG DER GEGEN ÜBER DEM VORJAHR ABWEICHENDEN FORM DER DARSTELLUNG

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Der Darstellungswechsel resultiert aus der Rückgabe der Lizenzen erlaubnispflichtiger Geschäfte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Damit einhergehend entfällt die Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV). Eine Überleitung von Bilanz und GuV des Jahresabschlusses des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 in der Darstellung nach der RechKredV auf die Darstellung nach HGB wird im Folgenden gezeigt:

BILANZ zum 31. Dezember 2022

RechKredV

AKTIVA

EUR Überleitung HGB EUR
1. Kassenbestand 3.096,12 B.IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.096,12
2. Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig 40.654.871,77 B. II. 4. Sonstige Vermögensgegenstände 75.334,08
B.IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 40.579.537,69
3. Forderungen an Kunden 31.268,96 B. II. 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.268,96
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.625,08 A. III. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.625,08
5. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 2.128,12 A. I. 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 2.128,12
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
6. Sachanlagen 16.017,58 A. II. 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.017,58
7. Sonstige Vermögensgegenstände 47.081,59 B. II. 4. Sonstige Vermögensgegenstände 47.081,59
8. Rechnungsabgrenzungsposten 62.573,98 C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.573,98
40.841.663,20 40.841.663,20

PASSIVA

EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.921,33 C. 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.921,33
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.712.153,63 C. 8. Sonstige Verbindlichkeiten 2.712.153,63
4. Rückstellungen B. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 437.218,00 B. 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 437.218,00
b) Steuerrückstellungen 501.767,81 B. 2. Steuerrückstellungen 501.767,81
c) sonstige Rückstellungen 2.921.161,71 3.860.147,52 B. 3. sonstige Rückstellungen 2.921.161,71 3.860.147,52
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 A. I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00
b) Kapitalrücklage 61.962.634,89 A. II. Kapitalrücklage 61.962.634,89
cd Gewinnrücklagen 4.180.670,10 A.III.4. Gewinnrücklagen 4.180.670,10
d) Bilanzverlust - 51.898.864,27 34.244.440,72 A. IV. Bilanzverlust - 51.898.864,27 34.244.440,72
40.841.663,20 40.841.663,20

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Juli 2022 bis 31.12.2022

RechKredV

Überleitung HGB
Aufwendungen EUR EUR EUR
1. Zinsaufwendungen 11.506,34 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.506,34
2. Provisionsaufwendungen 67.990,90 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 67.990,90
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand 1.482.900,29 3. Personalaufwand 1.482.900,29
aa Löhne und Gehälter 1.316.007,38 a) Löhne und Gehälter 1.316.007,38
ab Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 166.892,91 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 166.892,91
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 1.417.302,98 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.417.302,98
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Anlagewerte und Sachanlagen 33.620,01 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.620,01
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 64.699,82 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 64.699,82
7. Außerordentliche Aufwendungen 1.122.793,16 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.122.793,16
Summe der Aufwendungen 4.200.813,50 Summe der Aufwendungen 4.200.813,50
Erträge EUR EUR
1. Zinserträge aus 81.987,00
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 123.647,30 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.647,30
c) Kredit- und Geldmarktgeschäften (Negativzinsen) - 41.660,30 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.660,30
2. Provisionserträge 25.958,29 1. Umsatzerlöse 25.958,29
3. Überkreuzkompensation
A Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 14.355,22 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.355,22
b Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
Er Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 15.147,95 792,73 2. Sonstige betriebliche Erträge 15.147,95
4. Sonstige betriebliche Erträge 652.251,65 2. Sonstige betriebliche Erträge 652.251,65
5. Außerordentliche Erträge 64.274,38 2. Sonstige betriebliche Erträge 64.274,38
6. Jahresfehlbetrag 3.375.549,45 12. Jahresfehlbetrag 3.375.549,45
Summe der Erträge 4.200.813,50 Summe der Erträge 4.200.813,50

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

IMMATERIELLE ANLAGEWERTE UND SACHANLAGEN

Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250,01 bis EUR 800,00 netto werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

FINANZANLAGEN

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen sind zum Nennwert, gemindert um die Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Pauschalwertberichtigungen waren im Geschäftsjahr nicht zu bilden, da sämtliche Forderungen gegenüber Kunden einzelwertberichtig sind. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Diese werden auf Ihre Werthaltig überprüft und soweit erforderlich wertberichtigt.

KASSENBESTAND, BUNDESBANKGUTHABEN, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nennwert ausgewiesen.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die erfolgsmäßig zukünftigen Wirtschaftsjahren zuzurechnen sind.

RÜCKSTELLUNGEN

Die August Lenz & Co. AG bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegungen biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag. Für die Abzinsung wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentliche durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren verwendet.

Es wurden die folgenden Annahmen zur Berechnung der Rückstellungen zu Grunde gelegt:

Rechnungszins: 1,78% p.a.

Rententrend: keiner

Zugrunde gelegte Sterbetafel: Heubeck'sche Sterbetafel (2018G)

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,44 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,78 %) beträgt TEUR 9 (30. Juni 2022: TEUR 11). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten blieben unberücksichtigt, da es sich bei den Begünstigten um Pensionäre handelt.

Die Steuerrückstellungen zum Bilanzstichtag umfassen in Höhe von TEUR 502 (30. Juni 2022: TEUR 1.659) Ertragsteuern für die Jahre 2018 bis 2022 sowie Zinsen nach § 233a AO. Mit Zugang der Steuerbescheide erfolgte eine Umgliederung der Ertragsteuern und Zinsen für das Jahr 2014 in Höhe von 1.157 TEUR in die Position Sonstige Verbindlichkeiten.

Sonstige Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten oder für drohende Verluste gebildet und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die für die Restrukturierung gebildeten Rückstellungen umfassen Personalaufwand, der die vorzeitige Auflösung von Angestelltenverträgen und Maßnahmen zur Bindung von Personal betrifft, sowie Aufwendungen für die Archivierung und die vorzeitige Beendigung von Verträgen mit Dienstleistern, Family Banker und Kunden.

Mit der Rückgabe der Banklizenz mit Ablauf des 12. Oktober 2022 und aufgrund des fehlenden Bestands an zu bewertenden Beständen des Bankbuchs wurde zum 31. Dezember 2022 die zum 30. Juni 2022 in Höhe von TEUR 409 dotierte Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften vollständig aufgelöst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern entstehen für zeitlich bestehende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Der für die Berechnung von latenten Steuern zu berücksichtigende Steuersatz beläuft sich aufgrund der Rechtsform der August Lenz & Co. AG, München auf 32,98 %.

Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden im Posten Pensions- und sonstige Rückstellungen. Die Gesellschaft verzichtet unter Anwendung des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf den Ausweis aktiver latenter Steuern.

ÜBERKREUZKOMPENSATION

Die bis zum 30. Juni 2022 gemäß §340f Abs. 3 HGB zulässige Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen aus Abschreibungen und Zuschreibungen auf Forderungen wurde im Rumpfgeschäftsjahr nicht mehr angewandt. Diese werden nun brutto unter den Positionen sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.

III. ERLÄUTERUNG ZUR JAHRESBILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. JAHRESBILANZ

IMMATERIELLE ANLAGEWERTE

Der Gesamtbetrag der immateriellen Anlagewerte beträgt TEUR 2 (30. Juni 2022: TEUR 48), darin sind keine selbsterstellten immateriellen Anlagewerte enthalten (30. Juni 2022: TEUR 0).

SACHANLAGEN

Der Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt TEUR 16 (30. Juni 2022: TEUR 28). Eine Aufgliederung ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 31 (30. Juni 2022: TEUR 91). Darin sind keine Forderungen (30. Juni 2022: TEUR 0) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 122 (30. Juni 2022: TEUR 704) und umfassen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Raisin Bank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 75 (30. Juni 2022: TEUR 7.502), eine Mietkaution in Höhe von TEUR 24 (30. Juni 2022: TEUR 46) und Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von (TEUR 10) (30. Juni 2022: TEUR 0).

GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 40.580 (30. Juni 2022: TEUR 9.996), davon TEUR 40.580 (30. Juni 2022: TEUR 9.996) gegenüber dem Gesellschafter.

EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 20.000 setzt sich aus 20.000.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen.

Die Banca Mediolanum S.p.A., Mailand hat am 29. Juli 2021 ihre bisher abgegebene Garantieerklärung, alle anfallenden Verluste der Gesellschaft durch Einzahlungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auszugleichen bis 31. Dezember 2022 verlängert.

Die Muttergesellschaft hatte am 21. Juli 2020 die Gültigkeit der Garantieerklärung für alle aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen resultierenden Verluste ausdrücklich bestätigt.

Der Verlustausgleich erfolgt bis zur Feststellung des Jahresabschlusses durch eine quartalsweise Abschlagszahlung in Höhe des Planverlustes. Soweit der festgestellte Jahresfehlbetrag diese Abschlagszahlungen übersteigt, werden weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe dieses Differenzbetrages geleistet.

Die Muttergesellschaft leistete im Berichtszeitraum eine Einzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 1.559 (30. Juni 2022: TEUR 16.776). Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB hat sich wie folgt entwickelt:

Datum Veränderung Kapitalrücklage
TEUR
Stand: 30. Juni 2022 60.404
28. September 2022 Einzahlung der Muttergesellschaft für das 4. Quartal 2022 1.559
Stand: 31. Dezember 2022 61.963

Die Gewinnrücklage beträgt TEUR 4.181 (30. Juni 2022: TEUR 4.181). Der Bilanzverlust beläuft sich auf TEUR 51.899 (30. Juni 2022: TEUR 48.523) und ist auf neue Rechnung vorzutragen.

RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2022 TEUR 2.921 (30. Juni 2022: TEUR 3.592) und setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.972 (30. Juni 2022: TEUR 1.875), Rückstellungen für Personalaufwand in Höhe von TEUR 545 (30. Juni 2022: TEUR 1.030) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 349 (30. Juni 2022: TEUR 275) zusammen.

Zum Bilanzstichtag wurden Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.295 in die Position Sonstige Verbindlichkeiten umgegliedert.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 25 (30. Juni 2022: TEUR 10.176) und betreffen ausschließlich die Raisin Bank AG, Frankfurt am Main. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (30. Juni 2022: TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.712 (30. Juni 2022: TEUR 192.884). Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Vorständen in Höhe von TEUR 1.306 (30. Juni 2022: TEUR 8), Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.206 (30. Juni 2022: TEUR 302), Verbindlichkeiten nicht ausgeglichener Rechnungen in Höhe von TEUR 161 (30. Juni 2022: TEUR 497), Verbindlichkeiten aus Stornohaftung in Höhe von TEUR 33 (30. Juni 2022: TEUR 46), und übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6 (30. Juni 2022: TEUR 68).

Die Fristengliederung der Verbindlichkeiten ist folgender Tabelle zu entnehmen:

Restlaufzeit 31. Dezember 2022 30. Juni 2022
Mehr als 1 Jahr 36 59
Mehr als 5 Jahre 0 0

2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betriebliche Erträge beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 731 (30. Juni 2022: TEUR 6.791) und setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 597 (30. Juni 2022: TEUR 322), davon periodenfremde personalbezogene Sachverhalte in Höhe von TEUR 100 (30. Juni 2022: TEUR 262), aus Erträgen in Höhe von TEUR 64 aus Aufwandserstattungen (30. Juni 2022: TEUR 100), aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen und Auflösung von Einzelwertberichtigungen TEUR 15 (30. Juni 2022: TEUR 61) und aus Erträgen aus übrigen Positionen in Höhe von TEUR 55 (30. Juni 2022: TEUR 145) zusammen.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellung für die verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs in Höhe von TEUR 409 (30. Juni 2022: TEUR 0).

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen belieft sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 2.687 (30. Juni 2022: TEUR 21.955).

Diese setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.123 (30. Juni 2022: TEUR 2.412), aus Aufwendungen für IT in Höhe von TEUR 726 (30. Juni 2022: TEUR 1.858), aus Aufwendungen für Rechts- und Beratung in Höhe von TEUR 368 (30. Juni 2022: TEUR 1.599), aus Aufwendungen für Miete in Höhe von TEUR 103 (30. Juni 2022: TEUR 335).

Zudem ergaben sich im Berichtszeitraum periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 64 (30. Juni 2022: TEUR 40).

SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

Die Gesellschaft erzielte Zinserträge in Höhe von 124 TEUR aus bei der Muttergesellschaft gehaltenen Guthaben auf Tagesgeldeinlagen.

ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Die Zinsaufwendungen der August Lenz & Co. AG, München beliefen sich auf TEUR 53 (30. Juni 2022: TEUR 485) und resultieren im Wesentlichen aus den für die bis August 2022 gehaltenen Kundeneinlagen bezahlten Zinsaufwand in Höhe von TEUR 12 (30. Juni 2022: TEUR 344) sowie den an die Deutsche Bundesbank bezahlten negativen Zinsen in Höhe von TEUR 42 (30. Juni 2022: TEUR 141).

3. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Die August Lenz & Co. AG hat Ausfallbürgschaften in Höhe von TEUR 6 (30. Juni 2022: TEUR 6) in ihren Büchern. Das Risiko der Inanspruchnahme ist nach den Erfahrungen der Vorjahre sehr gering.

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 573 (30. Juni 2022: TEUR 1.281) aus Miet- und Dienstleistungsverträgen, die das Jahr 2023 betreffen.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. ANGABEN ZUM MUTTERUNTERNEHMEN

Die Banca Mediolanum S. p. A., Mailand, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis. Dieser ist am Sitz der Muttergesellschaft einsehbar.

Im Berichtsjahr wurden Geschäfte zu marktüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen getätigt. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Geschäfte mit Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Banca Mediolanum S.p.A., Mailand, einbezogen sind.

2. MITARBEITENDE

Neben den zwei Vorstandsmitgliedern (30. Juni 2022: zwei) beschäftigt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 22 Mitarbeitende (30. Juni 2022: 31), davon 10 Mitarbeiterinnen. Es waren durchschnittlich 31 Mitarbeitende (30. Juni 2022: 45) in Voll- und Teilzeit beschäftigt.

3. BEZÜGE DER EHEMALIGEN ORGANMITGLIEDER

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

4. AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat der August Lenz & Co. AG gehören folgende Herren an:

Giovanni Pirovano, Vorsitzender des Board of Directors der Banca Mediolanum S.p.A., Casatenovo, Vorsitzender des Aufsichtsrates,

Gianmarco Gessi, Leiter ausländische Planung und Entwicklung der Banca Mediolanum S.p.A., Mailand, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates,

Luigi Del Fabbro, Managing Director Mediolanum Vita S.p.A., Mailand und

Ettore Parlato Spadafora, Head of Corporate Affairs, Legal and Litigation, Banca Mediolanum S.p.A., Mailand.

Die Aufsichtsratsbezüge betrugen im Rumpfgeschäftsjahr bis 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 30 (30. Juni 2022: TEUR 60).

V. VORSTAND

Vorstände waren im Berichtsjahr die Herren:

Antonio Maria Penna, Vorstandsvorsitzender, Sesto San Giovanni,

Bernhard Lechner, Vorstand, Grainau.

Die Vorstandsbezüge betrugen im Berichtszeitraum insgesamt TEUR 316 (30. Juni 2022: TEUR 1.946). Darin enthalten ist eine aktienbasierte Vergütung in Höhe von TEUR 0 (30. Juni 2022: TEUR 534). Es bestehen weder Bürgschaften noch Organkredite gegenüber dem Vorstand (30. Juni 2022: TEUR 0).

VI. ANGABE GEMÄB § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Die Banca Mediolanum S.p.A., Mailand, unterhält eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG an der August Lenz & Co. Aktiengesellschaft, München.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich exklusive Umsatzsteuer auf TEUR 50 (30. Juni 2022: TEUR 235) und verteilt sich wie folgt:

a)

Abschlussprüferleistungen TEUR 50 (30. Juni 2022: TEUR 220)

b)

Andere Bestätigungsleistungen TEUR 0 (30. Juni 2022: TEUR 15).

Die Abschlussprüferleistungen bezogen sich auf die Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2022.

VII. ANGABE GEMÄß § 285 ABS. 1 NR.33 HGB

Zum 31. Dezember 2022 endete die Verlustübernahmeerklärung der Muttergesellschaft. Aufgrund der Höhe der liquiden Mittel und des Eigenkapitals ist der Fortbestand der Gesellschaft weiterhin sichergesellt.

 

München, 4. Mai 2023

August Lenz & Co. Aktiengesellschaft

Antonio Maria Penna, Vorstandsvorsitzender

Bernhard Lechner, Vorstand

Anlagespiegel zum 31.12.2022

Anschaffungskosten
Bilanzposten Bruttowerte 30.06.2022 Zugang Abgang Umbuchung Bruttowerte 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.718,01 - 28.718,01
Immaterielle Anlagewerte 2.594.434,80 1.701,70 2.590.174,60 5.961,90
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.594.434,80 1.701,70 2.590.174,60 5.961,90
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.199.229,16 2.295,66 1.057.698,79 - 143.826,03
3.822.381,97 3.997,36 3.647.873,39 - 178.505,94
Abschreibungen
Bilanzposten kumuliert 30.06.2022 Zugang Abgang kumuliert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.092,93 4.092,93
Immaterielle Anlagewerte 2.546.200,83 19.227,32 2.561.594,37 3.833,78
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.546.200,83 19.227,32 2.561.594,37 3.833,78
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.170.854,33 13.918,24 1.056.964,12 127.808,45
3.717.055,16 37.238,49 3.618.558,49 135.735,16
Buchwert
Bilanzposten Vorjahr
EUR EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.625,08 28.718,01
Immaterielle Anlagewerte 2.128,12 48.233,97
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.128,12 48.233,97
Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.017,58 28.374,83
42.770,78 105.326,81

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die August Lenz & Co. Aktiengesellschaft, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der August Lenz & Co. Aktiengesellschaft, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der August Lenz & Co. Aktiengesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Bilanzielle Auswirkungen der Einstellung des Bankgeschäfts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in den Abschnitten "I. Vorbemerkungen", "II.2 Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung" und "III. Erläuterung zu Jahresbilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs sowie in den Abschnitten "1. Restrukturierung der Gesellschaft", "3. Lage des Unternehmens" und "5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" des Lageberichts, welche die Auswirkungen der Rückgabe der Banklizenz und der damit verbundenen Einstellung des Bankgeschäfts auf die Bilanzierung der Posten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks", "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "Sonstige Verbindlichkeiten" und "andere Rückstellungen" in der Bilanz und der Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" und "sonstige betriebliche Erträge" in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage und der künftigen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 5. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Menge, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thorsten Mohr, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

der August Lenz & Co. AG

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überwacht. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die Lage sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichten lassen und mit dem Vorstand darüber beraten. Die Geschäfte, zu denen die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich ist, wurden überprüft und mit dem Vorstand behandelt. Neben häufigen Besprechungen fanden Sitzungen mit ausführlicher mündlicher Berichterstattung statt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 01.07. - 31.12.2022 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft worden. Sie haben in dem von ihnen erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erklärt, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates haben die Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes und des Vorschlages für die Verwendung des Bilanzverlustes sind Einwendungen nicht zu erheben. Den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat einen Bericht gemäß § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie den hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht vorgelegt. Dieser wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1) die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, (2) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und (3) bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und ihn sowie den hierzu erstatteten Prüfungsbericht gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft sowie dem Vorstand spricht der Aufsichtsrat für die im letzten Geschäftsjahr geleistete gute Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

11. Mai 2023

Giovanni Pirovano, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Feststellung von Jahresabschluss und Lagebericht der August Lenz & Co. Aktiengesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2022 - 31.12.2022

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 am 11. Mai 2023 gebilligt und damit festgestellt.

 

11. Mai 2023

Giovanni Pirovano, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzverlusts des am 31.12.2022 endenden Rumpfgeschäftsjahres

Die Hauptversammlung hat am 11. Mai 2023, dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats folgend, beschlossen:

Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 51.898.864,27 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

11. Mai 2023

Giovanni Pirovano, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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