Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 732936
Eingetragen
15.3.2019
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Der Handel mit Rohstoffen für die Stahlindustrie sowie mit halbfertigen Stahlprodukten und Flachprodukten und die Erbringung unabhängiger Dienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick D'Souza
seit 27.6.2019
Geschäftsführer
Prokura
Gerold Lorenz
seit 15.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
40.00%
Shyam Pillai
30.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
COMEAST Holding GmbH
Germany
10.000 €
40.00%
Shyam Pillai
Dubai / VAE
7.500 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CORACO GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum 30. September 2022

Lagebericht zur Jahresbilanz 30.09.2022 (01.10.2021-30.09.2022)

der CORACO GmbH

1. Geschäftstätigkeit

Gegenstand des Unternehmens ist (i) der Handel mit Rohstoffen für die Stahlindustrie und halbfertigen Stahlprodukten und mit Flachprodukten und (ii) die Erbringung unabhängiger Dienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Die CORACO GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Rückgänge im Handel, stark gestiegene Transport- und Energiekosten und neuerliche Unterbrechungen der Lieferketten prägten das wirtschaftliche Gesamtbild 2021/22.

Im Herbst 2021 kam es durch neue Omikron-Varianten erneut zu einer Zunahme an COVID-Infektionen. Nicht zuletzt wegen hoher Durchimpfungsraten und einem vertrauten Umgang mit den Schutzmaßnahmen konnte auf flächendeckende Lockdowns verzichtet werden. Die Stahlmärkte in Europa zeigten eine dynamische Erholung aus der Pandemie.

Diese Dynamik wurde gebremst von Lieferkettenproblemen in Industrien mit globalen Wertschöpfungsketten und die negativen Auswirkungen waren keineswegs überwunden als es mit dem Russland Krieg in der Ukraine seit Ende Februar weltweit zu Beeinträchtigungen der globalen Wirtschaftsstruktur kam. Die zügig verhängten Sanktionen gegen Russland führten zu einer Reduzierung der globalen Verfügbarkeit von bedeutenden Materialien für die Stahlproduktion und zu einem explosionsartigen Anstieg der Preise von Erdgas, Erdöl und Strom.

Zu den hohen Rohstoffkosten kamen signifikant gestiegene Transport- und Logistikkosten als unmittelbare Folge von COVID-19. China reagierte seit März auf Covid-19 mit großflächigen Lockdowns in Shanghai und anderen chinesischen Städten und verschärfte damit die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft durch eingeschränkte und stillgelegte Produktionen und unterbrochenen Lieferketten mit weltweiten Schiffstaus. Die Transportkapazitäten in den asiatischen Häfen sanken stark bei einem hohen globalen Frachtaufkommen. Die hohen Logistik- und Transportkosten beeinträchtigten den Stahlhandel insbesondere ab Januar und hatten ihren Höhepunkt im Sommer.

Das Ende des Baubooms in Chinas wirkte sich negativ auf die gesamte chinesische Wirtschaft aus. Mit der Immobilienkrise fehlte ein wesentlicher Wachstumstreiber und das Wachstum hatte sich bis zum Sommer verlangsamt. Fehlende Investitionen für Bau- und Infrastrukturprojekte schwächten den chinesischen Stahlbau. Die Rohstahlproduktion entwickelte sich nach vielen Jahren des Wachstums rückläufig.

(Quellen: Eigene Marktbeobachtungen; MBI Stahl Aktuell 07.07.22 Nr 29 S.3, IKB Corporate Blog der IKB: Stahlpreise 2022 vom 29. März 2022, Handelsblatt "Chinas Immobilienkrise" 28.11.2022.)

3. Geschäftsverlauf 01.10.2021 - 30.09.2022

CORACO belieferte hauptsächlich Kunden auf dem südostasiatischen Markt mit Knüppeln und Brammen. Die Hauptabnehmer von Knüppeln produzieren u.a. Betonstahl für Infrastrukturprojekte sowie Walzdraht, Rundstäbe und andere Stahlprofile.

Die Geschäftstätigkeit im Fernen Osten war insgesamt geprägt von einer geringen Nachfrage. Kunden in Südostasien hatten zu Beginn des Jahres hohe Lagerbestände und verhielten sich aufgrund der Verschärfung der Corona-Maßnahmen zurückhaltend. Mit der geringen Nachfrage verschärfte sich der Wettbewerb und führte zu kleineren Margen.

Die Situation in den asiatischen Häfen war sehr angespannt und die sinkenden Umschlagskapazitäten wirkten sich negativ auf die Lieferketten aus. Demzufolge belasteten unerwartet hohe Logistik- und Transportkosten das Ergebnis. Es galt, das hohe unkalkulierbare Risiko der Logistikkosten bei gleichzeitig nur gering erzielbaren Margen abzuwägen. Demzufolge agierte CORACO sehr vorsichtig und drosselte die Geschäftstätigkeit. Der Markt zeigte Anzeichen einer Belebung in Q3 und die Nachfrage stieg, nachdem die COVID-19-Welle abgeklungen war. In Indonesien hatte die Nachfrage nach importierten Halbzeugen nach der Regenzeit ab dem Q2 zugenommen.

Zusammenfassend war das Jahresergebnis insgesamt von Unsicherheiten bei Preiserhöhungen, Versorgungsengpässen, unkalkulierbaren Frachten und einer belasteten Logistikkette beeinflusst. So gelang es nicht, die fehlenden Mengen und Bruttogewinne in der zweiten Jahreshälfte wenigstens teilweise zu kompensieren.

Der prognostizierte Umsatz von 325 Mio. Euro wurde um 98 Mio. Euro verfehlt und betrug 227 Mio. Euro (Vorjahr TEuro 378 Mio. Euro). Die Umsätze wurden im Wesentlichen im Ausland erzielt.

Nach Abzug der Materialaufwendungen ergab sich ein Rohertrag in Höhe von TEuro 4.421 (Vorjahr TEuro 18.151). Der im Vorjahr prognostizierte Rohertrag von 6,5 Mio. Euro wurde deutlich verfehlt. Dies lag neben dem nicht erreichten Umsatzziel auch überwiegend in den nicht kalkulierbaren Preiserhöhungen der Frachtraten begründet.

Nach Abzug sonstiger leistungsbezogener Aufwendungen betrug das Betriebsergebnis TEuro -909.

Insgesamt betrug der Jahresfehlbetrag vor Steuern TEuro -837 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag vor Steuern TEuro -509). Nach Ertragsteuern betrug der Jahresfehlbetrag TEuro -625 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEuro -365). Dass das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis vor Steuern nicht erreicht wurde, ist insbesondere auf die niedriger als erwarteten Umsätze und die Preiserhöhungen im Bereich der Seefrachten zurück zu führen.

4. Bilanz und Kapital

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 30.09.2022 TEuro 19.464 (Vorjahr: TEuro 16.360).

Die Bilanzsumme zum 30.09.2022 resultiert wesentlich aus Vorratsbestände von TEuro 3.839, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEuro 13.661 sowie Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.114. Die Veränderungen der Vorräte und Forderungen gegenüber dem Vorjahr sind stichtagsbedingt und spiegeln den Stand der Abwicklung der jeweils bestehenden Handelsgeschäfte wider.

Das Eigenkapital der Gesellschaft weist zum 30.09.2022 einen Wert in Höhe von TEuro 1.692 aus, so dass die Eigenkapitalquote zum 30.09.2022 8,7 % beträgt.

Das kurzfristige Fremdkapital der Gesellschaft zum 30.09.2022 besteht im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 978 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEuro 16.605. Die Rückstellungen betragen TEuro 172. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital beträgt insgesamt 91,3 %.

5. Finanzlage der Gesellschaft

Der Finanzierungsrahmen in 2021/22 war ausreichend gesichert. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Insgesamt stehen kurzfristige Kreditlinien zur Handelsfinanzierung in Höhe von 1 Mio. Euro zur Verfügung. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit auch für die Zukunft sichergestellt ist.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEuro 6.453, der aus der Investitionstätigkeit TEuro - 4 und der aus der Finanzierungstätigkeit TEuro - 5.428. Insgesamt betragen die Finanzmittel zum Jahresende TEuro 1.114.

6. Risiken und Chancen

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, welches auch die Risikosteuerung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten umfasst. Dies stellt einen integralen Bestandteil der Geschäftsführung dar, welches laufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem zielt primär auf die Erkennung und Vermeidung von Risiken ab.

Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezüglich Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei dem Unternehmen bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikobewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken zu minimieren.

Personalrisiken liegen nicht vor, die Gesellschaft beschäftigt neben den Geschäftsführern zwei Mitarbeiter. Darüber hinaus sind sämtliche Schlüsselfunktionen im Unternehmen über Dienstleistungsverträge mit den Partnergesellschaften durch deren Mitarbeiter adäquat besetzt.

Finanzrisiken liegen nicht vor. Die Finanzlage ist durch die ausreichend gewährten Kreditlinien als stabil zu betrachten. Bei Geschäften, die in Fremdwährung erfolgen, werden die Risiken aus Währungsschwankungen durch Terminkontrakte für die Gesellschaft nahezu ausgeschlossen. Auf die Berichterstattung im Anhang zum Jahresabschluss zum 30.09.2022 wird verwiesen.

Für die zum Stichtag ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen ist festzustellen, dass diese bestimmungsgemäß auf Wareneinkäufe verrechnet wurden. Für die unterwegs befindlichen Waren bestehen entsprechende Verkaufskontrakte.

Dem Liquiditätsrisiko begegnete die Gesellschaft mit einer auf einen festen Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau.

Die Forderungen sind über Exportakkreditive oder ähnliche Sicherungsinstrumente abgesichert. Wir sehen derzeit keine Risiken in der Werthaltigkeit unserer Forderungen.

Bestandsgefährdende Risiken und sonstige Risiken, die die künftige Entwicklung ungünstig beeinflussen können und über das übliche unternehmerische Risiko hinausgehen, sind nicht bekannt.

Die erfolgreiche Tätigkeit der Gesellschaft ist selbstverständlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig und wird wesentlich von der konjunkturellen Situation auf den Einkaufs- und Verkaufsmärkten beeinflusst.

Organisatorisch wurden alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig auf sich abzeichnende Veränderungen zu reagieren.

Mit den Hauptprodukten Knüppeln und Brammen handelt CORACO überwiegend mit ersten Halbzeugen, die nach der Schmelzung im Ofen entstehen und somit das "früheste" Material zur weiteren Verarbeitung in der gesamten Stahlbranche sind. Die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten in nahezu jedes Stahlprodukt in nahezu allen stahlverarbeitenden nachgelagerten Branchen ermöglichen eine breite Streuung der Liefermöglichkeiten.

Ein großes Potenzial bei diesen Produkten liegt insbesondere in der weiteren Verwendung zum Ausbau von Infrastrukturprojekten, die vor allem im asiatisch-pazifischen Raum Wachstumschancen bieten. Der Wachstumsfokus liegt hierbei auf dem Ausbau regenerativer Energien und dem Aufbau moderner Infrastruktur.

In den letzten Jahren konnten stabile Beziehungen zu Kunden und Lieferanten und der Absatz in den Hauptmärkten in Far East kontinuierlich aufgebaut werden und wir streben ein kontinuierliches Wachstum an. Dabei beobachten wir die gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Partnerschaften.

7. Einschätzung, Ausblick und Prognose

Nachdem sich Frachtraten zwischenzeitlich dramatisch erhöht hatten, ist seit 4 Monaten ein Rückgang zu beobachten und sie befinden sich teilweise wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Nach den Engpässen wachsen die verfügbaren Kapazitäten in der Seefahrt wieder, die weltweiten Lieferprobleme dürften sich entspannen. So sind die Vorzeichen für den internationalen Handel positiv auch in einer Phase weltweiter Rezessionsängste (Update Kiel Trade Indicator vom 21.11.2022), zudem die Produkte für den Ausbau für Infrastrukturprojekte in der Asien-Pazifik-Region weniger abhängig sind von der allgemeinen Konjunkturlage.

Das erste Quartal profitiert insbesondere vom guten Auftragsbestand aus dem Schlussquartal des Vorjahres, auch zu Jahresbeginn sind die Auftragseingänge gut. Es konnten neue Geschäfte mit bestehenden Kunden getätigt werden, weiterhin konnte der Markt Malaysia reaktiviert werden. Wir erwarten eine zunehmende Marktbelebung und eine Steigerung der Nachfrage.

Unter der Annahme einer sich insgesamt eintrübenden weltweiten Konjunktur (das globale Wachstum wird sich voraussichtlich von 6,0 Prozent im Jahr 2021 auf 3,2 Prozent im Jahr 2022 und 2,7 Prozent im Jahr 2023 verlangsamen lt. World Economic Outlook, Oct 2022) und einer Entspannung in der globalen Lieferkette plant die CORACO für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Umsatz von 290 Mio. Euro, einen operativen Rohertrag von 5,8 Mio. Euro bei einer durchschnittlichen Marge von 2,0%. Das EBT planen wir bei rd. TEuro 600.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 289 Abs. 2 HGB, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind:

Die Null-Covid-Strategie Chinas verringerte nicht nur die chinesische Wirtschaftsleistung, sondern hatte auch Folgewirkungen auf die globalen Wertschöpfungsketten. Inwieweit die Aufhebung aller Restriktionen die Situation verändern wird, bleibt unklar, es ist aber zu erwarten, dass sich die Infektionsraten erhöhen. Es bleibt abzuwarten inwieweit die neue Entwicklung das wirtschaftliche Geschehen in China und internationale Lieferketten weiter beeinflussen wird. Auch die Dauer und der weitere Verlauf des Russland Krieges sowie die wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar.

Die damit verbundene Unsicherheit sorgt dafür, dass fundierte Prognosen in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft nur eingeschränkt möglich sind. Eine Beeinflussung künftiger Geschäfte ist nicht auszuschließen. Wir sind aber aufgrund des guten Auftragsbestands zum Jahresbeginn sehr zuversichtlich, das geplante Ergebnis zu erreichen.

 

Karlsruhe, den 20. Dezember 2022

Die Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

30.09.2022
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.599,00 9.679,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 58.484,00 66.286,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.709,00 111.933,00
157.193,00 178.219,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.750,21 26.750,21
2. Beteiligungen 8.997,72 8.997,72
35.747,93 35.747,93
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.839.324,44 11.246.851,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.813.510,17 4.516.425,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.114.161,58 93.047,09
C. AKTIVE LATENTE STEUERN 496.000,00 280.000,00
19.463.536,12 16.359.970,52

PASSIVA

30.09.2022
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Verlustvortrag -682.706,40 -317.653,08
III. Jahresfehlbetrag -625.139,34 -365.053,32
B. RÜCKSTELLUNGEN 171.714,25 1.124.967,66
C. VERBINDLICHKEITEN 17.599.667,61 12.917.709,26
davon gegenüber Kreditinstituten 977.635,20 4.605.725,59
19.463.536,12 16.359.970,52

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Rohergebnis 5.935.116,60 19.032.281,89
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 154.214,00 105.606,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 36.129,67 24.525,14
190.343,67 130.131,47
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 27.226,00 27.293,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.313.920,66 18.869.396,23
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 241.044,07 514.513,66
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -212.278,46 -144.000,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern -216.000,00 -144.000,00
7. Ergebnis nach Steuern -625.139,34 -365.053,32
8. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -625.139,34 -365.053,32

Anhang für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022

der CORACO GmbH, Karlsruhe

A. Allgemeine Angaben

Die CORACO GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRB Nr. 732936.

Die CORACO GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG erstellt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den steuerrechtlichen Bestimmungen, soweit diese mit den Vorschriften des HGB vereinbar sind.

In Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB werden erhaltene Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt.

Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde grundsätzlich auf der Basis der steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt, wobei die jeweiligen Mindestwerte zum Ansatz kamen. Danach erfolgten lineare Abschreibungen über 5 Jahre auf immaterielles Anlagevermögen und über 3 bis 10 Jahre auf die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens wurden zu Anschaffungs-, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Aufgliederung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist aus dem beigefügten Anlagespiegel als Anlage zum Anhang ersichtlich.

2. Umlaufvermögen und Abgrenzungsposten

Die Waren werden mit den zugrundeliegenden Einkaufspreisen zuzüglich Nebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert in Höhe des Zahlungsbetrages an die Lieferanten bewertet.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert in Höhe des Zahlungsbetrags vom Kunden bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Wertberichtigungen für ausfallgefährdete Forderungen und wertmindernde Umstände waren nicht zu berücksichtigen.

Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nominalwert bewertet.

Der Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern wurde mit den zum Stichtag geltenden oder für die Zukunft bereits beschlossenen Körperschaft- und Gewerbesteuersätzen angesetzt, welche auf die zum Stichtag bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie steuerliche Bewertungsdifferenzen zum Stichtag angewendet wurden. Es wird angenommen, dass diese auch für den Zeitraum, in dem die Verluste steuerlich genutzt werden oder die steuerlichen Bewertungsdifferenzen sich voraussichtlich planmäßig abbauen, Bestand haben. Soweit angenommen wird, die steuerlichen Verlustvorträge nicht innerhalb von fünf Jahren nutzen zu können, wurden Wertberichtigungen auf die latenten Steuersalden berücksichtigt.

3. Passivposten

Das gezeichnete Kapital beträgt Euro 3.000.000,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken zum Bilanzstichtag und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Vom Wahlrecht, Rückstellungen mit Laufzeit unter einem Jahr abzuzinsen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Sonstige Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Vom Bilanzgewinn unterliegen entsprechend der gebildeten aktiven latenten Steuern Euro 496.000,00 (Vorjahr: Euro 280.000,00) einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Die unter dem Posten "Sonstige Rückstellungen" bilanzierten Beträge in Höhe von Euro 171.714,25 (Vorjahr: Euro 1.120.967,66) entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für noch abzurechnende Einkaufsnebenkosten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit Euro 3.038,80 (Vorjahr: Euro 3.941,79) Steuern.

Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

Verbindlichkeiten Gesamt
TEuro
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEuro
Davon: gesichert durch Pfandrechte und ähnliche Rechte
TEuro
Gegenüber 978 978 978
Kreditinstituten (Vorjahr: 4.606) (Vorjahr: 4.606) (Vorjahr: 4.606)
Aus Lieferungen und Leistungen 16.605 16.605 16.605
(Vorjahr: 6.737) (Vorjahr: 6.737) (Vorjahr: 6.737)
Verbindl. gegen verb. Unternehmen 12 12 0
(Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0)
Sonstige 5 5 0
Verbindlichkeiten (Vorjahr: 1.575) (Vorjahr: 1.575) (Vorjahr: 1.571)
Gesamt 17.600 17.600 17.583
(Vorjahr: 12.918) (Vorjahr: 12.918) (Vorjahr: 12.914)

Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ebenso wie Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren bestehen wie auch schon im Vorjahr nicht.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEuro 12 (i.V. TEuro 0) um sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dadurch gesichert, dass zukünftige Forderungen aus den Verkaufserlösen abgetreten sind und im Rahmen von Importfinanzierungen die eingekauften Handelswaren sicherungsübereignet sind.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten (i.V. TEuro 1.571) dadurch gesichert, dass zukünftige Forderungen aus den Verkaufserlösen abgetreten sind und im Rahmen von Importfinanzierungen die eingekauften Handelswaren sicherungsübereignet sind.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährung bei den kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten und Beständen an liquiden Mitteln erfolgte grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag (§ 256a HGB). Am Tag der Einbuchung wurden die Beträge mit den zugrundeliegenden Wechselkursen verbucht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, für die Kurssicherungen abgeschlossen sind, werden im Rahmen von Bewertungseinheiten zum Sicherungskurs angesetzt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 HGB gegliedert.

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Erlöse aus dem Stahlhandel und gliedern sich auf in Inlanderlöse in Höhe von TEuro 515 (Vorjahr: TEuro 16.314) und Erlöse im Ausland in Höhe von TEuro 226.607 (Vorjahr: TEuro 361.682).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 1.312 (Vorjahr: TEuro 348) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 648 (Vorjahr: TEuro 1.209) enthalten.

Der in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltene Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuerposten beträgt TEuro 216 (Vorjahr: Ertrag TEuro 144).

Steuerüberleitungsrechnung

KSt 15,825
% TEuro
GewSt 15,75
% TEuro
Steuern auf Vorjahre 4 0
latente Steuern auf Verlustvortrag -133 -133
latente Steuern auf steuerliche Bewertungsdifferenzen 25 25
Ertragsteuern laut GuV -104 -108

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr waren zwei Arbeitnehmer (Vorjahr: 2) neben der Geschäftsleitung beschäftigt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftung aus Gewährleistungsverträgen, § 251 HGB, 3. Alt.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten nach § 251 HGB ergaben sich keine.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2021/22 und danach waren

Herr Gerold Lorenz, Geschäftsführer (Finanzen und Vertrieb) und

Herr Patrick D ́Souza, Geschäftsführer (Vertrieb, Einkauf und Logistik)

zu Geschäftsführern bestellt.

Es wurde nach § 286 Abs. 4 HGB von der Schutzklausel Gebrauch gemacht, auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer zu verzichten.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft schließt bei Verträgen in Fremdwährung zur Vermeidung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte ab. Die zum Bilanzstichtag vorliegenden Devisenterminkontrakte bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit zugrundeliegenden Einkaufs- und Verkaufskontrakten als schwebende Geschäfte.

Das Nominalvolumen der Kaufwährung betrug zum Bilanzstichtag bei Kaufwährung:

• Amerikanische Dollar gegen Euro: 29.230.000,00 USD
• Euro gegen Amerikanische Dollar: 12.355.607,97 Euro
• Euro gegen Dirham (AED): 963.061,12 Euro
• Dirham (AED) gegen Euro: 43.948.500,00 AED

Ein Ansatz des Zeitwerts in der Bilanz wurde insoweit nicht vorgenommen, als die Devisentermingeschäfte im Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufskontrakten getätigt und zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden. Insofern ist keine Gewinnrealisierung gegeben, wenn sich die Zahlungsströme aus den Devisentermingeschäften und den Einkaufs- und Verkaufskontrakten zukünftig ausgleichen werden. Die Laufzeiten betragen unter einem Jahr nach Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgte nach der Critical-Terms-Match-Methode.

Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte betrug zum 30.09.2022 kumuliert Euro 992.639,69 Gewinn und Euro 439.755,01 Verlust. Der Zeitwert wurde ermittelt auf der Basis von Marktdaten am Bilanzstichtag für die gültigen Terminbewertungskurse anhand derer ein Barwert abdiskontiert mittels einer laufzeitabhängigen Verzinsung berechnet wurde.

Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde in Höhe von Euro 53.000,00 für ineffiziente Anteile der Bewertungseinheiten und Devisentermingeschäfte, die nicht den formalen Anforderungen zur Bildung von Bewertungseinheiten entsprachen, aber wirtschaftlich zweckmäßig waren, gebildet.

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Anteil am Kapital Eigenkapital 30.09.2022
Euro
Ergebnis 30.09.2022
Euro
CORACO FZE, 100,00% 13.976,63 0,00 1)
Dubai/VAE
CORACO (Thailand) Co., Ltd. 48,95% 12.990,52 -587,95 2)
Bangkok/Thailand

1) Umrechnungskurs 3,5774 AED/Euro

2) Umrechnungskurs 36,823 THB/Euro, Abschluss zum 30.09.2021

Beide Gesellschaften sind operativ noch nicht tätig.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den erzielten Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 in Höhe von Euro 625.139,34 mit dem bestehenden Verlustvortrag von Euro 682.706,40 zu verrechnen und als Verlustvortrag (Euro 1.307.845,74) vorzutragen.

Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB

Auf die Angabe wird nach § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind:

Die Null-Covid-Strategie Chinas verringerte nicht nur die chinesische Wirtschaftsleistung, sondern hatte auch Folgewirkungen auf die globalen Wertschöpfungsketten. Inwieweit die Aufhebung aller Restriktionen die Situation verändern wird, bleibt unklar, es ist aber zu erwarten, dass sich die Infektionsraten erhöhen. Es bleibt abzuwarten inwieweit die neue Entwicklung das wirtschaftliche Geschehen in China und internationale Lieferketten weiter beeinflussen wird. Auch die Dauer und der weitere Verlauf des Russland Krieges sowie die wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar. Eine Beeinflussung künftiger Geschäfte ist nicht auszuschließen. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

 

Karlsruhe, den 20.12.2022

Die Geschäftsführung

gez. Gerold Lorenz

gez. Patrick D'Souza

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CORACO GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CORACO GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CORACO GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 20. Dezember 2022

CL Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Michael Ohmer, Wirtschaftsprüfer

Ingo Teine, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.10.2021
Zugang
Abgang
Stand 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.395,50 0,00 0,00 10.395,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 76.844,85 0,00 0,00 76.844,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.246,64 4.120,00 0,00 144.366,64
217.091,49 4.120,00 0,00 221.211,49
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.750,21 0,00 0,00 26.750,21
2. Beteiligungen 8.997,72 0,00 0,00 8.997,72
35.747,93 0,00 0,00 35.747,93
263.234,92 4.120,00 0,00 267.354,92
Abschreibungen
Stand 01.10.2021
Zugang
Abgang
Stand 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 716,50 2.080,00 0,00 2.796,50
I. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 10.558,85 7.802,00 0,00 18.360,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.313,64 17.344,00 0,00 45.657,64
38.872,49 25.146,00 0,00 64.018,49
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
39.588,99 27.226,00 0,00 66.814,99
Buchwert
30.09.2022
01.10.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.599,00 9.679,00
I. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 58.484,00 66.286,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.709,00 111.933,00
157.193,00 178.219,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.750,21 26.750,21
2. Beteiligungen 8.997,72 8.997,72
35.747,93 35.747,93
200.539,93 223.645,93

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 30. September 2022 wurde am 27. Juni 2023 festgestellt.

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