Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 100022
Vorher
SCORE- Tankstellen und Mineralölhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
31.5.1965
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Die Errichtung von Tankstellen, der Betrieb von Tankstellen, die Vermittlung von Tankstellen- Grundstücken und fertigen Tankstellen, der Handel mit Mineralölen und Mineralölprodukten sowie Zulieferungsartikel für den gesamten Tankstellen- und Wagenpflegedienst sowie Beteiligung an anderen Unternehmen, die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme persönlicher Haftung und Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschaft in Kommanditgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heide Schulte-Hartmann
seit 15.11.2016
Prokura
Thomas Ehrlich
seit 10.3.2006
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCORE GmbH (vormals: SCORE- Tankstellen und Mineralölhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung)

Emden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die SCORE GmbH, Emden, nachfolgend SCORE genannt, vertreibt zum einen Kraftstoffe über ein eigenes Tankstellennetz unter der eigenen warenzeichen-rechtlichen national und international geschützten Marke SCORE und betreibt zum anderen ein gewerbliches und privates Vermietungs- und Verpachtungsgeschäft.

Im November 2023 wurde die SCORE-Tankstellen und Mineralölhandels-GmbH in SCORE GmbH umfirmiert.

2. Allgemeine Marktentwicklung

Das Jahr 2023 ist für uns in vielen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit zufriedenstellend bzw. positiv verlaufen. Sowohl im Bereich des Kraftstoffabsatzes als auch im Bereich der Fahrzeugwäsche haben sich die Ab- und Umsätze im Jahresverlauf weiter erholt, so dass in der zweiten Jahreshälfte erstmals wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht werden konnte. Trotz eines weiterhin hohen Inflationsniveaus bei teilweise einhergehender Eintrübung des Arbeitsmarktes, hat sich dies bisher nicht auf das Konsumentenverhalten in den Bereichen Shop-, Food- und Fahrzeugwäsche ausgewirkt. Eingetrübt wurde der Jahresbericht im Vergleich des Kraftstoffgeschäftes durch zwei wesentliche Faktoren:

Das Anfang 2023 in Kraft getretene Embargo gegen mineralölhaltige Fertigprodukte aus Russland hat nicht die erwarteten Konsequenzen im Bereich der Versorgungssituation und -struktur in Deutschland nach sich gezogen. Erwartet worden war eine deutlich angespannte Versorgungssituation, vor allem in Nord- und Ostdeutschland. Mit dieser Erwartungshaltung wurden vielen Jahreskontrakte von Marktteilnehmenden in den Küsten- bzw. Inlandsbereich verlagert. Da aber sowohl die Versorgung über den Seeweg als auch über die beiden in Ostdeutschland gelegenen Raffinerie-Standorte keine Beeinträchtigungen erfahren haben, kam es ab März zu einem deutlichen Überangebot an Fertigprodukten, das zu einer Verwerfung der beiden gängigen Einkaufspreisbasen für den restlichen Jahresverlauf geführt hat.

Während die internationale Einkaufspreisbasis Platts den adäquaten Marktpreis ausgewiesen hat, geriet die Inlandsnotierung OMR in Folge des inländischen Überangebotes unter hohen Druck. Im Ergebnis hat dies zu einem Delta bei den Einkaufspreisen geführt - phasenweise mit mehr als 12 Cent je Liter Unterschied. Diese Situation hat entscheidenden Einfluss auf die Margensituation des Jahres 2023 gehabt. Im Ergebnis ist die Gesamtmarge des Jahres deutlich schlechter, als dies in den vorangegangenen Jahren der Fall gewesen ist, dass spiegelt sich auch im geringeren Jahresergebnis wider.

Die Rohölpreisnotierungen sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr bei der Rohölsorte Brent um 18 % von 100,9 $ auf 82,5 $ pro Barrel im Jahresdurchschnittsvergleich gesunken.

Aktuell ist die durchschnittliche Rohölpreisnotierung im Zeitraum von Januar bis März 2024 wieder auf 83,0$ pro Barrel gestiegen.

Im Jahresdurchschnitt 2023 sind die Verbraucherpreise für Super-Kraftstoff um 3,7 % und für Diesel-Kraftstoff um 11,5 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die bundesdeutsche Anzahl von Autobahn- und Straßentankstellen ist zum Jahresende 2023 auf 14.442 Stück (Vorjahr 14.452 Stück) gesunken.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 ist um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022 (Vorjahr +1,9 %). Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 % im Jahresdurchschnitt auf 5,7 %, nach einem Wert im Vorjahr von 5,3 %.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Kraftstoffabsätze sind gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % gestiegen. Strom ist im abgelaufenen Geschäftsjahr an drei Standorten vertrieben worden. Die Lademenge hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht.

Im Jahr 2023 konnte im Vergleich zum Jahr 2022 der Shopumsatz um 10,9 % gesteigert werden. Die Anzahl der an unseren Tankstellen verkauften Autowäschen ist wieder leicht gestiegen. Der Waschumsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % gesteigert werden.

Laut den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hat der Fahrzeugbestand bei Kraftfahrzeugen zum Ende des Jahres 2023 mit 60,7 Millionen Kraftfahrzeugen einen erneuten Höchststand erreicht. Somit hat sich auch der Motorisierungsgrad in Deutschland noch einmal leicht erhöht. Die am weitesten verbreitete Antriebsart bei Personenkraftwagen war zum Ende des Jahres 2023 mit 61,6 % der Benzinmotor (Vorjahr 62,9 %), gefolgt vom Dieselmotor mit 28,8 % (Vorjahr 29,6 %). Unter den alternativen Antriebsarten sind 2023 Steigerungen zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese verteilten sich wie folgt: 2,9 % Elektro-Pkw (Vorjahr 2,1 %/+ 39,1%), 5,9 % Hybrid-Pkw (Vorjahr 4,8 %/+ 24,5 %), 1,9 % Plug-in-Hybride (Vorjahr 1,8 %/+ 6,6 %), 0,6 % Flüssiggas-Pkw (Vorjahr 0,8 %) und 0,2 % Erdgas-Pkw (Vorjahr 0,2 %).

Der Immobilienbereich hat im Geschäftsjahr 2023 eine Ergebnisverbesserung um 11,3 % erzielt.

Die Gesamtinvestitionen in Höhe von T€ 7.024,4 wurden teilweise aus dem laufenden Cashflow und durch die Neuaufnahme von Darlehen finanziert.

Wie bereits in den Vorjahren, ist auch in dem zurückliegenden Geschäftsjahr kontinuierlich in die Tankstellenshops und in die Waschanlagen investiert worden.

Die Versorgung unseres Tankstellennetzes erfolgte 2023 durch die HGM Energy GmbH, Bremen (ab dem 23. April 2023 umfirmiert in Ambrian Energy GmbH), die ARAL Mineralölvertrieb AG, Bochum, die SHELL Deutschland GmbH, Hamburg und die VARO Energy Germany GmbH, Hamburg. Im Juni wurde von uns - zusammen mit einem befreundeten Partnerunternehmen - die Firmen H2NOW GmbH und H2 Alternative Energien GmbH gegründet. Beide Firmen haben ihren Sitz in Berlin und werden zukünftig unsere nationalen Wasserstoffaktivitäten bündeln, entwickeln und realisieren. Zum 1. August hat der erste Geschäftsführer seine Tätigkeit aufgenommen. Der zweite Geschäftsführer nimmt seine Tätigkeit zum 1. April 2024 auf.

Ziel beider Unternehmen ist es, in der Zukunft ein national flächendeckendes Netz aus Wasserstofftankstellen für LKW, Busse und Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs bzw. von Straßenmeistereien, Bau- und Betriebshöfen, Müllabfuhren und Ähnlichem aufzubauen.

Dies soll in Kooperation mit Kollegenfirmen geschehen, die in der H2 Alternative Energien GmbH gebündelt werden sollen. Die H2 Alternative Energien GmbH ist neben den beiden Gründungsgesellschaften an der H2NOW GmbH beteiligt. Strategische Investoren sollen Anteile an der H2NOW GmbH übernehmen.

Als dritte Gesellschaftsgruppe sollen sich noch strategische Investoren an der H2NOW GmbH beteiligen können.

Im Geschäftsjahr 2023 waren neben dem Geschäftsführer in der Zentrale 44 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 38 Vollzeitkräfte, 5 Teilzeitkräfte und 1 geringfügig Beschäftigte.

In den beiden SCHAUMWERKen waren 28 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 10 Vollzeitkräfte, 2 in Teilzeit und 16 geringfügig Beschäftigte. An den vorübergehend mit Personal beschäftigten Tankstellen waren 17 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 3 Vollzeitkräfte, 3 Teilzeitkräfte und 11 geringfügig Beschäftigte.

Alle betrieblichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden von den Mitarbeitenden wahrgenommen. Diese haben überwiegend in digitaler Form stattgefunden.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich im Jahresrückblick wie folgt dar:

Die Vermögenslage der SCORE kann als stabil bezeichnet werden. Das Stammkapital beträgt aktuell T€ 25.000,0. Die Eigenkapitalquote, die neben dem Rohergebnis und dem Ergebnis vor Steuern zu den bedeutsamen Leistungsindikationen zählt, beläuft sich im Jahr 2023 auf 45,7 % nach 47,9 % im Vorjahr. Die Investitionstätigkeit der SCORE wird sowohl über Darlehen als auch aus dem Cashflow laufender Geschäftstätigkeiten realisiert. Auf die erläuternden Angaben im Anhang wird zusätzlich verwiesen.

2021
T€
2022
T€
2023
T€
Rohergebnis 14.215,0 14.106,9 12.595,6
Cashflow 5.178,3 4.823,1 3.351,0
Ergebnis vor Steuern 4.630,1 3.038,9 895,0
Sachanlagevermögen 38.375,1 44.932,1 45.818,0
Eigenkapital 30.123,7 31.350,8 30.929,7
Bilanzsumme 60.942,6 65.482,2 67.684,5
Eigenkapitalquote 49,4 % 47,9 % 45,7 %

Unter Berücksichtigung der Erwartungen eines Rohergebnisses zwischen T€ 12.000 und T€ 14.500 und eines Ergebnisses vor Steuern zwischen T€ 1.500 und T€ 3.000 konnten die selbstgesteckten Ziele nicht voll erreicht werden. Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt mit 45,7 % innerhalb unserer Erwartungen.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die stagnierende Anzahl der in Deutschland gelegenen Tankstellen gibt in Ansätzen den zu erwartenden Konsolidierungstrend im deutschen Tankstellenmarkt wieder. Auch wenn dieser in den letzten Jahren, bedingt durch die besonders positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, abgemildert wurde, ist ein weiteres Indiz für diese Einschätzung der kontinuierlich sinkende Kraftstoffverbrauch aller neu zugelassenen Fahrzeuge. Aufgrund dieser zu erwartenden Marktentwicklung können langfristig weniger Tankstellen, diese aber mit deutlich modernerer Ausstattung, erweitertem Raum- und Platzangebot sowie weiteren Zusatzangeboten auch in Zukunft wirtschaftlich betrieben werden.

Wir sehen auch perspektivisch gute Chancen, uns mit dem Tankstellen-, dem Waschstraßen- und dem Immobiliengeschäft, aber auch mit den neu in der Entwicklung befindlichen, zukünftigen Geschäftsfeldern gut behaupten und entwickeln zu können und das derzeitige Geschäft auszubauen.

Unabhängig von den weiteren Auswirkungen und Folgen des Ukraine-Krieges wird der Mineralölmarkt auch in Zukunft in einem gewissen Maß unvorhersehbar bleiben, dies gilt vor allem für national und international verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen und Preiskämpfe, wirtschaftliche und politische Unruhen in ölfördernden und -verarbeitenden Ländern, national verändernde Besteuerung und Ähnlichem.

Sowohl in der Expansion der zurückliegenden Jahre als auch in der Neuausrichtung in Bezug auf neue Geschäftsfelder hat sich SCORE als zukunftsfähiges und innovatives Unternehmen und somit als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Trotz dieser Position ist es uns nicht vollständig gelungen, alle ausgeschriebenen Positionen qualifiziert besetzen zu können. Dies ist mehreren Faktoren geschuldet. Neben dem allgemeinen Fach- und Arbeitskräftemangel kommt die Zukunftsangst von Arbeitnehmenden, die an bestehenden Arbeitsverhältnissen festhalten und sich bewusst mit einem möglichen Arbeitgeberwechsel den damit verbundenen Risiken entziehen.

Ausfallrisiken bzw. Adressausfallrisiken bestehen nur sehr begrenzt. Die in den Forderungen zum 31. Dezember 2023 enthaltenden Ausfallrisiken wurden durch einzelne Pauschalberichtigungen ausreichend berücksichtigt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumente bestehen insbesondere aus: Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten. Wesentliche Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen nicht.

Die Geschäftsleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Der Handel mit Kraftstoffen und die damit verbundenen hohen Einkaufsvolumen führen regelmäßig zu einem hohen Liquiditätsbedarf. Diese laufenden Verpflichtungen bediente SCORE auch im Geschäftsjahr 2023 durch die vorhandene Liquidität.

Insgesamt reduzieren diese Maßnahmen die im Unternehmen vorhandenen Risiken auf ein Minimum.

Aus unserer Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir trotz der zurzeit nicht gänzlich abzuschätzenden Folgen des Kriegsgeschehens in Europa, ein positives Ergebnis vor Steuern. Unsere geschäftliche Entwicklung schätzen wir anhand unserer wesentlichen Leistungsindikatoren wie folgt ein: Bei einem Rohergebnis zwischen T€ 13.000 und T€ 16.000 erwarten wir ein Ergebnis vor Steuern zwischen T€ 1.500 und T€ 3.000. Die bilanzielle Eigenkapitalquote wird sich voraussichtlich zwischen 45 % und 55 % bewegen.

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.286,00 11.107,00
II. Sachanlagen 45.818.042,93 44.932.057,37
III. Finanzanlagen 625.252,00 522.500,00
46.450.580,93 45.465.664,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.314.074,80 4.371.583,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.409.036,39 9.054.363,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.014.546,01 6.115.519,07
20.737.657,20 19.541.465,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 496.310,85 475.101,73
67.684.548,98 65.482.231,84

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000.000,00 25.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 4.929.689,44 5.350.751,74
30.929.689,44 31.350.751,74
B. Sonderposten für Investitionen 201.414,00 205.707,00
C. Rückstellungen 1.353.438,43 2.076.374,83
D. Verbindlichkeiten 34.421.777,03 31.293.189,91
E. Rechnungsabgrenzungsposten 778.230,08 556.208,36
67.684.548,98 65.482.231,84

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 12.595.555,51 14.106.915,78
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.672.413,42 2.801.718,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 473.242,62 505.971,08
3. Abschreibungen auf immaterielle Ver-
mögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen 4.986.074,12 4.662.104,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.142.482,85 2.876.798,29
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.303,40 10.734,95
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 500.693,35 232.189,70
7. Ergebnis vor Steuern 894.952,55 3.038.868,79
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 316.014,85 961.822,13
9. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 578.937,70 2.077.046,66
10. Jahresüberschuss 578.937,70 2.077.046,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der SCORE GmbH (vormals: SCORE-Tankstellen und Mineralölhandels-GmbH) mit Sitz in Emden, Amtsgericht Aurich, Handelsregisternummer HRB 100022, wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem bisher angewandten Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft hat von der Möglichkeit einer weiteren Untergliederung gemäß § 265 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und in Abweichung vom gesetzlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB die Bilanzposten "Anteile an Kapitalgesellschaften", "Anteile an Personengesellschaften", "Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib", "Sonderposten für Investitionszuschüsse" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ergänzt. In Anlehnung an § 265 Abs. 5 HGB wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um das "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Gemäß § 265 Abs. 6 HGB wurde der Posten "Ergebnis nach Steuern" klarstellend zu "Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" umbenannt.

Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Abschlusses 2023 mit denen des Vorjahres ist in formeller und materieller Hinsicht gegeben.

Aufgrund von Rundungen können sich im Jahresabschluss bei Summenbildung geringfügige Abweichungen ergeben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen für Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens erfolgen im Wesentlichen linear. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 40 Jahre der Vermögensgegenstände.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte sind mit ihren Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit den Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Voraus bezahlte Aufwendungen für das nachfolgende Geschäftsjahr.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde für erhaltene Zuschüsse gebildet und wird über die Nutzungsdauer des geförderten Anlagevermögens aufgelöst.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen zum Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Voraus vereinnahmte Erträge für das nachfolgende Geschäftsjahr.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote Eigenkapital der Gesellschaft (2023) Jahresergebnis der Gesellschaft (2023)
T€
H2 Alternative Energien GmbH Berlin 50 % 43,0 -2,0
H2Now GmbH Berlin 25 % 72,2 -122,8

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 432,0 (Vorjahr: T€ 415,4) ausgewiesen, die aus Darlehen an Tankstellenpächter und Einstandszahlungen resultieren.

3. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

2023
T€
Stand 1. Januar 2023 5.350,8
Gewinnausschüttung in 2023 für das Geschäftsjahr 2022 -1.000,0
Jahresüberschuss 2023 578,9
Stand 31. Dezember 2023 4.929,7

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Gewinnverwendung aufgestellt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Abbruchkosten 658,6 579,5
Personalverpflichtungen 190,9 359,1
Handelsvertreterausgleich 89,1 89,1
Ausstehende Rechnungen 16,3 681,6
Übrige 237,7 206,3
Summe 1.192,6 1.915,6

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
T€
ein bis fünf Jahre
T€
über fünf Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.466,9 5.786,1 13.123,7 24.376,7
(Vorjahr) (3.150,4) (6.292,6) (12.452,2) (21.895,2)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.615,2 56,4 0,0 7.671,6
(Vorjahr) (7.039,6) (64,6) (0,0) (7.104,2)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.250,0 0,0 0,0 1.250,0
(Vorjahr) (1.250,0) (0,0) (0,0) (1.250,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 997,6 125,8 0,0 1.123,5
(Vorjahr) (942,5) (101,3) (0,0) (1.043,8)
Summe 15.329,7 5.968,3 13.123,7 34.421,8
(Vorjahr) (12.382,5) (6.458,5) (12.452,2) (31.293,2)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden und Negativerklärungen bezüglich der belasteten Grundstücke besichert.

Für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen branchenübliche oder kraft Gesetzes bestehende Sicherheiten.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von T€ 13.702,8 bestanden zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen durch abgeschlossene Miet-, Pacht- und Leasingverträge mit differierenden Vertragslaufzeiten für 2024 im Jahreswert in Höhe von T€ 4.153,8. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die Jahre 2025 bis 2028 betragen T€ 5.502,9 und für die Jahre ab 2029 T€ 4.046,1. Des Weiteren besteht zum 31. Dezember 2023 ein Bestellobligo in Höhe von T€ 830,0.

Die Gesellschaft hat sich im Rahmen einer Patronatserklärung verpflichtet, im Falle einer positiven Bewilligung von Zuwendungen den Zuwendungsempfänger finanziell mit T€ 1.000,0 auszustatten. Eine Auszahlung in Höhe von T€ 500,0 ist bereits erfolgt.

Neben den bereits erwähnten finanziellen Verpflichtungen bestehen keine Haftungsverhältnisse, die nicht aus dem Jahresabschluss ersichtlich sind.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

2023
T€
2022
T€
Periodenfremde Erträge 94,0 251,3
Schadensersatz 120,7 63,1
Auflösung von Rückstellungen 109,1 46,9
Pkw-Überlassung Arbeitnehmer 32,3 24,1
Übrige 149,9 120,2
Summe 506,0 505,6

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 4,3 enthalten.

2. Abschreibungen

Die Abschreibungen erfolgten planmäßig unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der betreffenden Anlagegüter.

3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ausweis der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedert sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Gewerbesteuer 168,2 460,1
Gewerbesteuer Vorjahre 0,0 12,1
Körperschaftsteuer, SolZ. 135,2 477,5
Körperschaftsteuer, SolZ. Vorjahre 0,0 12,2
Kapitalertrag-Zinsabschlagsteuer 12,6 0,0
Summe 316,0 961,8

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 waren neben der Geschäftsführung, einschließlich geringfügig Beschäftigter, durchschnittlich 83 (Vorjahr: 93) Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 39 (Vorjahr: 38) Mitarbeiter dem Bereich Verwaltung zuzuordnen.

Gemäß den Ausführungen des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Nennung der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Betriebswirt Thomas Ehrlich, Hinte-Haskamp, bestellt.

Die für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfassten Honorare betragen für Jahresabschlussprüfungsleistungen T€ 39,5 sowie für Steuerberatungsleistungen T€ 32,4.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 578,9 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Emden, 11. April 2024

Dipl.-Betriebswirt Thomas Ehrlich, Geschäftsführer

Anlagespiegel

originäre Anschaffungs-/Herstellungskosten
Posten Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge/ Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 326.126,57 3.872,63 A 0,00 329.999,20
U 0,00
326.126,57 3.872,63 0,00 329.999,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.198.955,52 2.562.273,53 A -289.631,67 69.071.907,03
U 2.600.309,65
2. technische Anlagen und Maschinen 13.516.560,45 1.300.857,25 A -956.428,60 13.994.278,68
U 133.289,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.924.925,18 1.809.833,59 A -299.210,46 15.583.475,88
U 147.927,57
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.706.055,73 1.244.784,09 A -219.729,01 1.849.584,01
U -2.881.526,80
95.346.496,88 6.917.748,46 A -1.764.999,74 100.499.245,60
U 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Kapitalgesellschaften 506.750,00 102.752,00 A 0,00 609.502,00
2. Anteile an Personengesellschaften 15.000,00 0,00 A 0,00 15.000,00
3. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 750,00 0,00 0,00 750,00
522.500,00 102.752,00 0,00 625.252,00
96.195.123,45 7.024.373,09 -1.764.999,74 101.454.496,80
Abschreibungen
kumuliert 01.01.2023
Zuführungen
Auflösungen/ Umbuchungen
kumuliert 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 315.019,57 7.693,63 A 0,00 322.713,20
U 0,00
315.019,57 7.693,63 0,00 322.713,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.928.864,38 2.896.182,03 A -149.713,27 33.671.667,11
U -3.666,03
2. technische Anlagen und Maschinen 9.301.167,95 894.269,83 A -310.062,60 9.885.375,18
U 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.184.407,18 1.187.928,63 A -251.841,46 11.124.160,38
U 3.666,03
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 A 0,00 0,00
U 0,00
50.414.439,51 4.978.380,49 A -711.617,33 54.681.202,67
U 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an Kapitalgesellschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an Personengesellschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
50.729.459,08 4.986.074,12 -711.617,33 55.003.915,87
Buchwerte
Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.107,00 7.286,00
11.107,00 7.286,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.270.091,14 35.400.239,92
2. technische Anlagen und Maschinen 4.215.392,50 4.108.903,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.740.518,00 4.459.315,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.706.055,73 1.849.584,01
44.932.057,37 45.818.042,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile Kapitalgesellschaften 506.750,00 609.502,00
2. Anteile an Personengesellschaften 15.000,00 15.000,00
3. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 750,00 750,00
522.500,00 625.252,00
45.465.664,37 46.450.580,93

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung vom 27. Mai 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SCORE GmbH (vormals: SCORE-Tankstellen und Mineralölhandels-GmbH), Emden

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der SCORE GmbH, Emden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCORE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leer, 6. Mai 2024

BDO DPI AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan Königshoven, Wirtschaftsprüfer

Felix Müller-Daum, Wirtschaftsprüfer

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